[0001] Die Erfindung betrifft eine Trocknungsvorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Art zur Trocknung von Stapelholz.
[0002] Derartige Trocknungsvorrichtungen sind allgemein bekannt und dienen beispielsweise
und insbesondere zum Trocknen von Schnittholz.
[0003] Durch
EP 0 292 717 B1 ist eine Trocknungsvorrichtung der betreffenden Art zur Trocknung von Stapelholz
bekannt, die einen Stapelraum zur Aufnahme des Stapelholzes und Beströmungsmittel
zur Beströmung des Stapelholzes mit Trocknungsluft oder einem anderen Trocknungsmedium
aufweist, wobei zum Eintritt des Trocknungsmediums in den Stapelraum in einer Stapeleintrittsebene
eine Eintrittsöffnung vorgesehen ist.
[0004] Durch
EP 0 142 071 B1 ist ein Verfahren zum Trocknen von Stapelholz bekannt, bei dem das Stapelholz impulsartig
bzw. intervallartig mit dem Trocknungsmedium beströmt wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trocknungsvorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art anzugeben, die energieeffizient betreibbar ist und eine
gute Trocknungsqualität des Stapelholzes gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
[0007] Die Erfindung basiert auf den folgenden Erkenntnissen:
Es ist bekannt, dass bei der Trocknung beispielsweise von Schnittholz die Strömungsgeschwindigkeit
des Trocknungsmediums zwischen den Brettlagen des Stapelholzes die Trocknungsgeschwindigkeit
mitbestimmt. Ist die Strömungseschwindigkeit des Trocknungsmediums zu niedrig, so
trocknet das Stapelholz zu langsam, wobei es darüber hinaus zu einer Beeinträchtigung
der Trocknungsqualität kommen kann, indem sich beispielsweise ungleichmäßige Feuchtigkeitsverteilungen
des Stapelholzes ergeben oder das Stapelholz beginnt zu schimmeln. Ist dem gegenüber
die Geschwindigkeit des Trocknungsmediums zu hoch, so können an dem Stapelholz durch
zu große Spannungen im Holz eine Verschalung und möglicherweise Rissbildung auftreten.
Außerdem ergibt sich ein zu hoher Verbrauch an elektrischer Energie für das Betreiben
von beispielsweise Umluftventilatoren.
[0008] Es ist in diesem Zusammenhang bekannt, die Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums
zu variieren bzw. anzupassen, indem zum Beispiel Frequenzumrichter zum Ansteuern von
Umluftventilatoren verwendet werden, die Bestandteil der Beströmungsmittel sind.
[0009] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass bei einer Reduzierung
der Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums von einer maximalen Strömungsgeschwindigkeit
auf Null oder nahe Null und zurück zu einer maximalen Strömungsgeschwindigkeit keine
Verlängerung der Trocknungszeit auftritt, aufgrund der zumindest zeitweisen Absenkung
der Strömungsgeschwindigkeit auf Null oder nahe Null gleichzeitig aber der Stromverbrauch
beispielsweise von Umluftventilatoren verringert wird. Im Ergebnis schreitet der Trocknungsprozess
weiter voran, auch wenn die Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums und damit
auch die Wärmezufuhr an die Oberfläche des Stapelholzes zeitweise auf Null oder nahe
Null reduziert wird. Insbesondere wird die Feuchte der Oberflächenschichten des Stapelholzes
durch die dort vorherrschende Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums stark
und direkt beeinflusst. Wenn diese Strömungsgeschwindigkeit bei Null oder nahe Null
liegt, so wird dort praktisch keine Feuchtigkeit mehr abtransportiert und keine Wärme
mehr zugeführt, so dass die Trocknung der äußersten Schichten des Stapelholzes stagniert.
Dennoch erfolgt weiterhin ein Feuchtigkeitstransport durch Wasserdampfdiffusion/Temperaturgefälle
von den inneren Schichten des Stapelholzes zu den äußeren. Aus dieser Wasserdampfdiffusion
resultieren "treibende Kräfte", die für einen Feuchtigkeitstransport aus den inneren
Schichten des Stapelholzes hin zu den äußeren Schichten und an die Oberfläche sorgen.
[0010] Wenn nach einer Phase, in der die Strömungsgeschiwindigkeit des Trocknungsmediums
an der Oberfläche des Stapelholzes Null oder nahe Null war und in der in der beschriebenen
Weise Feuchtigkeit aus den inneren Schichten an die Oberfläche des Stapelholzes transportiert
worden ist, die Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums wieder erhöht wird,
so kann die an der Oberfläche und/oder in den oberflächennahen Schichten verstärkt
angesammelte Feuchtigkeit leicht und schnell abtransportiert werden. Es hat sich gezeigt,
dass sich bei einem Wechsel der Strömungsgeschwindigkeit in der beschriebenen Art
und in Abstimmung mit diesem Wechsel eine Erhöhung/Absenkung der Sollwerte für Temperaturen
und Luftfeuchte die Gesamt-Trocknungszeit nicht nur nicht verlängert, sondern der
gesamte Trocknungsprozess schneller und schonender ausgeführt werden kann.
[0011] Hierauf aufbauend liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, dass sich der Trocknungsprozess
im Sinne einer hohen und gleichbleibenden Trocknungsqualität einerseits und eines
möglichst geringen Verbrauches an elektrischer Energie andererseits dann positiv beeinflussen
lässt, wenn die Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums, das das Stapelholz
innerhalb des Stapelraumes umströmt, während des Trocknungsprozesses derart variiert
wird, dass die Strömungsgeschwindigkeit in dem Stapelraum abschnittsweise auf Null
oder nahe Null reduziert und daran anschließend wieder erhöht wird.
[0012] Hiervon ausgehend sieht die Erfindung wenigstens ein Strömungsblockadeelement vor,
das zur Veränderung der Form und/oder des Querschnitts der Eintrittsöffnung in der
Stapeleintrittsebene beweglich ist.
[0013] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die Strömung des Trocknungsmediums
direkt vor der Ebene des Eintritts des Trocknungsmediums in das Stapelholz (Stapeleintrittsebene)
zu beeinflussen. Dadurch ergeben sich entlang der Fläche der Eintrittsöffnung Bereiche,
die durch das Strömungsblockadeelement blockiert sind und in denen das Trocknungsgut
(Stapelholz) somit nicht beströmt wird, und Bereiche, die für einen Eintritt des Trocknungsmediums
in die Stapel freigegeben sind und in denen das Stapelholz somit mit dem Trocknungsmedium
beströmt wird. Das Strömungsblockadeelement bildet damit ein Strömungsschott, mittels
dessen entlang der Eintrittsebene Bereiche des Stapelholzes gegen die Strömung des
Trocknungsmediums abschottbar sind, während andere Bereiche für einen Eintritt des
Trocknungsmediums in die Stapel freigegeben sind.
[0014] Mit anderen Worten unterteilt das Strömungsblockadeelement die Fläche der Eintrittsöffnung
in einen Bereich, der durch das Strömungsblockadeelement abgedeckt ist, so dass in
dem in Strömungsrichtung des Trocknungsmediums dahinter liegenden Bereich der Stapel
die Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums Null oder nahe Null ist und einen
Bereich, der für einen Eintritt des Trocknungsmediums in die Stapel freigegeben ist
und in dem die Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums entsprechend der jeweiligen
Leistung der Beströmungsmittel größer als Null ist. In Bereichen, die durch das Strömungsblockadeelement
abgeschottet sind, wird das Stapelholz in dem Stapelraum somit nicht beströmt, wobei
der Trocknungsprozess in der zuvor bereits beschriebenen Weise weiter voranschreitet,
indem Feuchtigkeit aus dem Inneren des Stapelholzes an dessen Oberfläche transportiert
wird.
[0015] Da das Strömungsblockadeelement beweglich ist, können erfindungsgemäß unterschiedliche
Bereiche des Stapelraumes zeitlich aufeinanderfolgend gegen die Strömung des Trocknungsmediums
abgeschottet und daran anschließend wieder der Strömung des Trocknungsmediums ausgesetzt
werden.
[0016] Es hat sich gezeigt, dass mittels der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung ein
Trocknungsprozess realisiert wird, der nicht nur besonders gleichmäßig und schnell
verläuft, sondern der darüber hinaus besonders energieeffizient ist.
[0017] Da das Strömungsblockadeelement den wirksamen Querschnitt der Eintrittsöffnung reduziert,
kann bei gleicher Ventilatorleistung der verwendeten Umluftventilatoren eine höhere
Strömungsgeschwindigkeit in dem nicht abgeschotteten Stapelbereich realisiert werden,
oder es kann bei gegebener Strömungsgeschwindigkeit die Ventilatorleistung der Umluftventilatoren
oder deren Anzahl und damit ihr Verbrauch an elektrischer Energie verringert werden.
[0018] Die Erfindung weist einen hohen sozialen Nutzen auf, indem der Trocknungsprozess
von hygroskopischen Gütern, insbesondere von Holz, der prinzipbedingt einen hohen
Aufwand an Energie erfordert, wesentlich energieeffizienter gestaltet werden kann.
Beispielsweise kann ein Trocknungsprozess bei gleichbleibender Trocknungsqualität
unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bis zu 25 Prozent weniger Energie
erfordern. Auf diese Weise sind die CO2-Emissionen, die das Klima bedrohen, wesentlich
reduziert.
[0019] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Beströmungseinrichtung
reversierbar ist. Dies bedeutet, dass die Strömungsrichtung, entlang derer das Trocknungsmedium
in Richtung auf das Stapelholz strömt, umkehrbar ist. Durch Reversierung und/oder
Puls/Pause-Taktung der Beströmungseinrichtung und Veränderung der Stellung der Strömungsblockadeelemente
kann insbesondere verhindert werden, dass sich unerwünschte laminare Strömungen des
Trocknungsmediums bilden. Vielmehr wird durch Reversierung und/oder Puls/Pause-Taktung
und der Veränderung der Stellung der Strömungsblockadeelemente die Bildung von turbulenten
Strömungen gefördert.
[0020] Beispielsweise und insbesondere können die Beströmungsmittel wenigstens einen Umluftventilator
aufweisen, dem zur Steuerung seiner Drehzahl und/oder Drehrichtung insbesondere wenigstens
ein Frequenzumrichter zugeordnet sein kann.
[0021] Eine außerordentlich vorteilhafte Weiterbildung einer Ausführungsform der Erfindung,
bei der zum Austritt des Trocknungsmediums bei längerem Weg aus dem Stapel in einer
Stapelaustrittsebene eine Austrittöffnung vorgesehen ist, sieht wenigstens ein Strömungsblockadeelement
vor, das zur Veränderung der Form und/oder des Querschnitts der Austrittsöffnung in
der Stapelaustrittsebene beweglich ist. Auf diese Weise bleibt die erfindungsgemäße
Funktion eines Strömungsblockadeelementes auch bei Reversierung der Beströmungsrichtung,
also bei Umkehrung der Richtung des Stromes des Trocknungsmediums durch den Stapelraum,
erhalten.
[0022] Ist sowohl in der Stapeleintrittsebene als auch in der Stapelaustrittsebene jeweils
wenigstens ein Strömungsblockadeelement vorgesehen, so werden diese miteinander synchron
so bewegt, dass sie in Strömungsrichtung gesehen stets miteinander fluchten. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass in der gewünschten Weise bestimmte Bereiche des Stapelholzes
gegen die Strömung des Trocknungsmediums abgeschottet werden.
[0023] Entsprechend den jeweiligen Erfordernissen kann das Strömungsblockadeelement in beliebiger
geeigneter Weise ausgebildet sein. Insoweit sieht eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung vor, dass das Strömungsblockadeelement flächig ausgebildet und entlang
der Stapeleintrittsebene bzw. der Stapelaustrittsebene beweglich ist. Beispielsweise
und insbesondere kann das Strömungsblockadeelement nach Art eines Abschirmbleches
ausgestaltet sein, das mittels eines geeigneten Antriebes entlang des Querschnitts
der Stapeleintrittsebene beweglich ist. Durch entsprechende Wahl des Materials und
Ausgestaltung des Strömungsblockadeelementes kann dasselbe besonders leichtgewichtig
ausgestaltet sein, so dass zum Bewegen des Strömungsblockadeelementes nur eine geringe
Antriebsleistung erforderlich ist.
[0024] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass
wenigstens ein Strömungsblockadeelement entlang wenigstens einer Achse horizontal
und/oder vertikal beweglich ist. Bei dieser Ausführungsform kann das Strömungsblockadeelement
beispielsweise entlang der vertikalen Achse, also entlang der Höhenausdehnung der
Stapel bewegt werden, so dass zeitlich aufeinanderfolgend unterschiedliche Höhenbereiche
der Stapel gegen den Strom des Trocknungsmediums abgeschottet werden. Es ist erfindungsgemäß
jedoch auch möglich, dass wenigstens ein Strömungsblockadeelement entlang der Breitenausdehnung
der Stapel, also in horizontaler Richtung beweglich ist, so dass entlang der Breitenausdehnung
der Stapel zeitlich aufeinanderfolgend unterschiedliche Bereiche gegen einen Eintritt
des Trocknungsmediums abgeschottet werden. Es ist auch möglich, dass sich wenigstens
ein Strömungsblockadeelement entlang zweier Achsen linear bewegt.
[0025] Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens einem Strömungsblockadeelement
eine Antriebseinrichtung zugeordnet ist. Die oder jede Antriebseinrichtung kann beispielsweise
einen elektromotorischen Antrieb aufweisen und entsprechend den jeweiligen Anforderungen
in vielfältiger Weise ausgestaltet sein. Sofern das Strömungsblockadeelement entlang
wenigstens einer Achse linear beweglich ist, so ist die Antriebseinrichtung zweckmäßigerweise
als Linearantrieb ausgebildet.
[0026] Eine Weiterbildung der vorgenannten Ausfühungsform sieht eine Steuerungseinrichtung
zur Ansteuerung der Antriebseinrichtung vor. Die Steuerungseinrichtung steuert die
Antriebseinrichtung des Strömungsblockadeelementes so an, dass sich das Strömungsblockadeelement
während des Trocknungsprozesses jeweils in der gewünschten Position befindet und damit
jeweils ein gewünschter Bereich der Stapel gegen eine Strömung des Trocknungsmediums
abgeschottet ist.
[0027] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Ausführungsform mit der Steuerungseinrichtung
sieht vor, dass die Steuerungseinrichtung die Antriebseinrichtung während des Trocknungsvorganges
zeitgesteuert ansteuert. Bei dieser Ausführungsform wird das Strömungsblockadeelement
somit während des Trocknungsvorganges entsprechend einem vorgegebenen Zeittakt bewegt.
Der Zeittakt kann vor Beginn des Trocknungsvorganges, insbesondere unter Heranziehung
der Parameter des zu trocknenden Holzes (Holzart, Brettstärke, Anfangs-Holzfeuchte
usw.) festgelegt werden. Es ist erfindungsgemäß jedoch auch möglich, wenigstens ein
Strömungsblockadeelement in Abhängigkeit von wenigstens einem während des Trocknungsvorganges
abgefühlten Trocknungsparameter, insbesondere der Holzfeuchte, der Luftfeuchte, der
Temperatur oder der Strömungsgeschwindigkeit des Trocknungsmediums, zu bewegen.
[0028] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht insoweit wenigstens einen Sensor
zum Abfühlen wenigstens eines Trocknungsparameters in den Stapeln vor, wobei die Steuerungseinrichtung
zur Ansteuerung wenigstens eines Strömungsblockadeelementes in Abhängigkeit von Ausgangssignalen
des Sensors ausgebildet und eingerichtet ist. Bei dieser Ausführungsform werden mittels
eines Sensors Trocknungsparameter innerhalb der Stapel abgefühlt, und die Antriebseinrichtung
des Strömungsblockadeelementes wird durch die Steuerungseinrichtung so angesteuert,
dass sich das Strömungsblockadeelement entsprechend dem konkreten Ablauf des Trocknungsprozesses
jeweils an einer gewünschten bzw. benötigten Stelle befindet. Auf diese Weise können
also gezielt Bereiche der Stapel zu bestimmten Zeitpunkten des Trocknungsprozesses
von dem Strom des Trocknungsmediums abgeschottet werden, wenn wünschenswert oder erforderlich
ist, dass in diesem Bereich der Trocknungsprozess ohne Beströmung des Trocknungsmediums
voranschreitet.
[0029] Um eine räumlich aufgelöste Erfassung des Trocknungsklimas in der Trocknungskammer
zu ermöglichen, sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung wenigstens zwei
zueinander beabstandete Sensoren zum Abfühlen wenigstens eines Trocknungsparameters
vor. Auf diese Weise kann mit höherer Genauigkeit festgestellt werden, wie weit der
Trocknungsprozess in den unterschiedlichen räumlichen Bereichen der Stapel und damit
beispielsweise in unterschiedlichen Stapeln des Stapelholzes fortgeschritten ist.
[0030] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht wenigstens zwei vorzugsweise
unabhängig voneinander bewegliche Strömungsblockadeelemente vor. Form, Größe und Anzahl
der Strömungsblockadeelemente sind entsprechend den jeweiligen Anforderungen innerhalb
weiter Grenzen wählbar.
[0031] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens zwei
entlang der Höhe der Stapel übereinander angeordnete und/oder wenigstens zwei entlang
der Breite der Stapel nebeneinander angeordnete Strömungsblockadeelemente vorgesehen
sind.
[0032] Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens ein Strömungsblockadeelement
nach Art einer Jalousie, eines vertikalen Lamellenvorhangs oder eines Rolladens ausgebildet
ist.
[0033] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens einem
Strömungsblockadeelement eine vorzugsweise rahmenartige Führungsanordnung zugeordnet
ist, deren dem Stapelraum zugewandte Seite eine Anlagefläche für das Stapelholz bildet.
Wird der Trockner beispielsweise mittels eines Gabelstaplers beladen, so kann der
Fahrer des Gabelstaplers das Stapelholz beispielsweise so weit in den Trockner hineinfahren,
dass es an der Führungsanordnung zur Anlage kommt und damit für den Fahrer signalisiert
ist, dass die für den Trocknungsvorgang gewünschte Position erreicht ist.
[0034] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Führungsanordnung
vertikale Stützen aufweist, von denen wenigstens eine in Richtung der Breitenausdehnung
der Stapel flächig ausgebildet ist zur bereichsweisen Abschottung der Stapeleintrittsebene
gegen die Strömung des Trocknungsmediums. Bei dieser Ausführungsform dienen flächig
ausgebildete Teile der Führungsanordnung beispielsweise und insbesondere dazu, die
Enden von übereinander gestapelten Holzbrettern gegen die Strömung des Trocknungsmediums
abzuschotten und damit zu verhindern, dass die Brettenden zu schnell trocknen und
es zu einer Rissbildung kommt.
[0035] Unter einer Bewegung bzw. Beweglichkeit eines Strömungsblockadeelementes zur Veränderung
der Form und/oder des Querschnitts der Eintrittsöffnung in einer Stapeleintrittsebene
bzw. Stapelaustrittsebene wird erfindungsgemäß verstanden, dass das jeweilige Strömungsblockadeelement
in der Stapeleintrittsebene bzw. Stapelaustrittsebene und in Strömungsrichtung so
kurz vor der jeweiligen Ebene angeordnet ist, dass der von dem Strömungsblockadeelement
abgedeckte Bereich des Querschnittes der Stapel gegen die Strömung des Trocknungsmediums
direkt abgeschottet ist.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert,
in der stark schematisiert ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung
dargestellt ist. Dabei bilden alle beschriebenen, in der Zeichnung dargestellten und
in den Patentansprüchen beanspruchten Merkmale für sich genommen sowie in beliebiger
geeigneter Kombination miteinander den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer
Zusammenfassung in den Patentansprüchen und deren Rückbeziehung sowie unabhängig von
ihrer Beschreibung bzw. Darstellung der Zeichnung.
[0037] Es zeigt:
- FIG. 1:
- stark schematisiert einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
frontstaplerbeschickbaren Trocknungsvorrichtung,
- FIG. 2:
- einen Schnitt entlang einer Linie A-A in FIG. 1 und
- FIG. 3:
- einen Schnitt in einer horizontalen Ebene durch ein leicht abgewandeltes Ausführungsbeispiel
einer Trocknungsvorrichtung gemäß FIG. 1
[0038] In FIG. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung
(Trockner) 2 dargestellt, die zur Trocknung von Stapelholz dient und einen Stapelraum
4 aufweist. Der Stapelraum 4 und die Stapel 8 sind durch ein Tor 6 zugänglich, und
der Trockner kann bei geöffnetem Tor 6, beispielsweise mittels eines Gapelstaplers,
mit Stapelholz beladen werden. Das Stapelholz ist in FIG. 1 symbolisch dargestellt
und mit dem Bezugszeichen 8 versehen.
[0039] Die Trocknungsvorrichtung 2 weist ferner Beströmungsmittel zur Beströmung des Stapelholzes
8 mit Trocknungsluft oder einem anderen Trocknungsmedium auf, wobei die Beströmungsmittel
in FIG. 1 durch einen reversierbaren Umluftventilator 10 symbolisiert sind. Der Umluftventilator
10 ist durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Steuerungseinrichtung ansteuerbar
und über einen Frequenzumrichter in seiner Drehzahl sowie Drehrichtung steuerbar.
Entsprechend der Drehrichtung des Umluftventilators 10 bildet sich eine Strömung des
Trocknungsmediums in der einen oder der anderen Richtung aus, wie in FIG. 1 durch
einen Doppelpfeil 12 symbolisiert. Der Umluftventilator 10 ist in einem Raum unterhalb
einer Decke 14 der Trocknungsvorrichtung 2 angeordnet, der von den Stapeln 8 durch
eine Zwischendecke 16 getrennt ist.
[0040] Zur Erwärmung des Trocknungsmediums sind in dessen Strömungsweg Heizregister angeordnet,
die in FIG. 1 mit dem Bezugszeichen 18, 18' bezeichnet sind. Zur Zufuhr von Frischluft
bzw. zur Abfuhr von Abluft zu dem bzw. aus dem Trockner 2 sind Zu-/Abluftklappen 20,
20' vorgesehen.
[0041] Um das Stapelholz 8 entsprechend den jeweiligen Anforderungen ggf. befeuchten zu
können, ist eine Sprüheinrichtung 22 vorgesehen.
[0042] Die Strömungsrichtung des Trocknungsmediums bei einer ersten Drehrichtung des Umluftventilators
10 ist in FIG. 1 durch Pfeile 24, 24', 24" symbolisiert. Bei dieser Strömungsrichtung
bildet eine Öffnung 26 (gepunkteter Teil der Eintrittsebene) eine Eintrittsöffnung
für den Eintritt des Trocknungsmediums in die Stapel 8, während eine Öffnung 28 eine
Austrittsöffnung für einen Austritt des Trocknungsmediums aus den Stapeln 8 bildet.
[0043] Erfindungsgemäß ist wenigstens ein Strömungsblokkadeelement vorgesehen, das zur Veränderung
der Form und/oder des Querschnitts der Eintrittsöffnung 26 in der Stapeleintrittsebene
beweglich ist.
[0044] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein flächig ausgebildetes Strömungsblockadelement
30 vorgesehen, das entlang der Stapeleintrittsebene beweglich ist. Zur Bewegung des
Strömungsblockadeelementes 30 entlang der Stapeleintrittsebene ist demselben eine
in der Zeichnung nicht dargestellte Antriebseinrichtung, beispielsweise in Form eines
Linearantriebs zugeordnet, wobei zur Ansteuerung der Antriebseinrichtung eine ebenfalls
nicht dargestellte Steuerungseinrichtung vorgesehen ist.
[0045] Aus FIG. 2, die einen Schnitt entlang einer Ebene A-A in FIG. 1 zeigt, ist ersichtlich,
dass das Strömungsblockadeelement 30 flächig und nach Art eines Strömungsschottes
ausgebildet ist. Durch einen Doppelpfeil 33 ist in FIG. 2 angedeutet, dass das Strömungsblockadeelement
30 in Vertikalrichtung, also in Richtung der Höhenausdehnung der Stapel 8 beweglich
ist und in dieser Richtung unterschiedliche Positionen einnehmen kann, in denen jeweils
ein vertikaler Bereich der Stapel 8 gegen eine Beströmung durch das Trocknungsmedium
abgeschottet ist, während die übrigen vertikalen Bereiche der Stapel 8 durch das Trocknungsmedium
beströmt werden.
[0046] Aus FIG. 2 ist ferner ersichtlich, dass entlang der Breitenausdehnung der Stapel
8, also in Horizontalrichtung, seitlich zu dem Strömungsblockadeelement 30 beabstandet
ein weiteres Strömungsblockadeelement 31 vorgesehen ist, das in Funktion und Aufbau
dem Strömungsblockadeelement 30 entspricht. Entsprechend den jeweiligen Anforderungen
können die Strömungsblockadeelemente 30, 31 synchron zueinander oder unabhängig voneinander
vertikal bewegt werden.
[0047] Die Ansteuerung der den Strömungsblockadeelementen 30, 31 zugeordneten Antriebseinrichtungen,
die beispielsweise durch Linearantriebe gebildet sein können, kann beispielsweise
zeitgesteuert erfolgen, so dass sich die Strömungsblockadeelemente 30, 31 entsprechend
einem für den jeweiligen Trocknungsvorgang festgelegten Zeitschema bzw. Zeittakt bewegen.
Es ist jedoch auch möglich, dass die Steuerungseinrichtung die Antriebe der Strömungsblockadeelemente
30, 31 in Abhängigkeit von Trocknungsparametern (Holzfeuchte/Luftgeschwindigkeit)
ansteuert, die durch wenigstens einen Sensor oder eine Mehrzahl von in den Stapeln
8 räumlich zueinander beabstandeten Sensoren abgefühlt werden. Hierzu sind bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel (vgl. FIG. 1) Sensoren zum Abfühlen der Geschwindigkeit
des Trocknungsmediums (Luftgeschwindigkeit) vorgesehen, von denen in FIG. 1 einer
mit dem Bezugszeichen 34 bezeichnet ist. Zusätzlich sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
Sensoren zum Abfühlen der Holzfeuchte vorgesehen, von den in FIG. 1 einer mit dem
Bezugszeichen 36 versehen ist.
[0048] Entsprechend den jeweiligen Anforderungen kann die Bewegung der Strömungsblockadeelemente
30, 31 zeitgesteuert erfolgen. Es ist jedoch auch möglich, die Bewegung der Strömungsblockadeelement
30, 31 während des Trocknungsvorganges in Abhängigkeit von gemessenen Trocknungsparametern
zu steuern und damit an den Ablauf des Trocknungsvorganges anzupassen.
[0049] In FIG. 1 ist das Strömungsblockadeelement 30 in unmittelbarer Nähe der Stapeleintrittsebene
(bei dem Pfeil 24 entsprechender Strömungsrichtung) dargestellt. Um die Funktion des
Strömungsblockadeelementes 30 auch nach Umkehrung der Drehrichtung des Umluftventilators
10 und damit Umkehrung der Strömungsrichtung des Trocknungsmediums zu erhalten, können
in der Stapelaustrittsebene, also an dem den Strömungsblockadeelementen 30, 31 abgewandten
Ende entsprechende Strömungsblockadeelemente vorgesehen sein, die in der Zeichnung
jedoch nicht dargestellt sind. Während bei der den Pfeilen 24, 24', 24" entsprechenden
Strömungsrichtung die die Stapel 8 in FIG. 1 links begrenzende Ebene der Eintrittsebene
und die die Stapel 8 in FIG. 1 rechts begrenzende Ebene die Stapelaustrittsebene bildet,
bildet bei Umkehrung der Strömungsrichtung die die Stapel 8 in FIG. 1 rechts begrenzende
Ebene die Stapeleintrittsebene und die die Stapel 8 in FIG. 1 links begrenzende Ebene
die Stapelaustrittsebene. Sofern in der in FIG. 1 die Stapel 8 rechts begrenzenden
Ebene ein dem Strömungsblokkadeelement 30 entsprechendes Strömungsblockadeelement
vorgesehen ist, so werden beide Strömungsblockadeelemente synchron zueinander bewegt,
so dass sie in ihrer jeweiligen Position entlang der Stapeleintrittsebene bzw. Stapelaustrittsebene
in Strömungsrichtung gesehen miteinander fluchten. Das Gleiche gilt für ggf. vorgesehene
weitere Strömungsblockadeelemente, beispielsweise das Strömungsblockadeelement 31.
[0050] Die Strömungsblockadeelemente 30, 31 sind vertikal an Führungen einer Führungsanordnung
geführt, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel seitlich zueinander beabstandete
Stützen 38, 40, 42 aufweist (FIG. 2).
[0051] Diese Stützen 38, 40, 42 können entlang der Breitenausdehnung der Stapel 8 flächig
ausgebildet sein zur bereichsweisen festen Abschottung der Kammereintrittsebene gegen
die Strömung des Trocknungsmediums. Sind seitlich nebeneinander 2 Holzstapel gestapelt,
so werden auf diese Weise die Brettenden der einzelnen Holzbretter der jeweiligen
Stapel gegen eine Beströmung mit dem Trocknungsmedium abgeschirmt bzw. abgeschottet,
so dass auf diese Weise verhindert ist, dass die Brettenden zu schnell trocknen, was
zu einer Rissbildung führen könnte.
[0052] In FIG. 2 unten sind schematisch bei der Stapelung von Holz wesentliche Dimensionsparameter
angegeben. Dabei ist die Brettlänge der einzelnen Holzbretter mit L und die Tiefe
eines Holzpaketes mit der Pakettiefe T bezeichnet. Die Höhe eines Paketes ist mit
H bezeichnet, während die Dicke von zum Stapeln verwendeten Kanzhölzern mit KH bezeichnet
ist. Hiervon ausgehend kann das Strömungsblockadeelement 30 beispielsweise so dimensioniert
werden, dass seine Ausdehnung in Vertikalrichtung der Pakethöhe H zuzüglich 1 bis
2 Kantholzhöhen KH entspricht. Das Strömungsblockadeelement 30 kann beispielsweise
auch so dimensioniert werden, dass seine Ausdehnung in vertikaler Richtung beispielsweise
bis maximal der Hälfte der Gesamt-Stapelhöhe entspricht.
[0053] FIG. 3 zeigt einen Schnitt in einer horizontalen Ebene durch ein leicht abgewandeltes
Ausführungsbeispiel der Trocknungsvorrichtung 2. Die Abwandlung besteht darin, dass
seitlich nebeneinander drei Strömungsblockadeelemente 30, 31, 32 vorgesehen sind,
die an seitlich zueinander beabstandeten Stützen 38, 40, 42, 44 geführt sind. Dargestellt
ist eine Konstellation, bei der entlang der Breitenausdehnung der Stapel 8 nebeneinander
jeweils drei Holzstapel angeordnet sind. Wie aus FIG. 3 ersichtlich ist, sind die
Brettenden der einzelnen Holzbretter jeweils durch die flächige Ausbildung der Stützen
38, 40, 42, 44 gegen eine Beströmung mit dem Trocknungsmedium abgeschirmt, so dass
ein zu schnelles Austrocknen der Brettenden und damit eine Rissbildung verhindert
sind.
[0054] Bei dem Bezugszeichen 46 ist in FIG. 3 angedeutet, dass die einzelnen Holzpakete
mit seitlichem Abstand zueinander gestapelt sind.
[0055] Aus konstruktiven Gründen und zur Vermeidung von Beschädigungen der Seitenwände 48,
48' der Trocknungsvorrichtung 2 durch die Holzpakete beim Be- oder Entladen des Trockners
2 wird sinnvollerweise ein Schutzabstand zwischen den Holzpaketen und der jeweiligen
Seitenwand von beispielsweise etwa 20 cm gewählt. Um zu verhindern, dass auf diese
Weise ein strömungstechnischer Kurzschluss zwischen der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung
entsteht und das Trocknungsmedium somit nicht durch das Stapelholz hindurch, sondern
vielmehr an den Holzstapeln vorbei strömt, sind an den Seitenwänden üblicherweise
Abschirmbleche 50, 50' vorgesehen. Erfindungsgemäß können durch konstruktive Anpassung
die seitlichen Stützen 38, 44 diese Funktion übernehmen, so dass die Abschirmbleche
50, 50' entfallen können.
[0056] Während des Trocknungsvorganges steuert die Antriebseinrichtung die den Strömungsblockadeelementen
30, 31 zugeordneten Antriebseinrichtungen derart an, dass die Strömungsblockadeelemente
30, 31 zeitlich aufeinander folgend unterschiedliche vertikale Positionen einnehmen.
In die jeweiligen vertikale Position ist ein dahinter liegender Bereich des Holzstapels
gegen eine Beströmung mit dem Trocknungsmedium abgeschirmt, wobei dort der Trocknungsvorgang
in der beschriebenenen Weise weiter voranschreitet, indem Feuchtigkeit aus dem Inneren
der Holzbretter zu deren Oberfläche transportiert wird. In den nicht gegen das Trocknungsmedium
abgeschotteten und somit von diesem umströmten vertikalen Bereichen vollzieht sich
der Trocknungsvorgang dadurch weiter, dass Feuchtigkeit von der Oberfläche der Holzbretter
abtransportiert wird.
[0057] Die Erfindung ermöglicht damit eine gezielte Beeinflussung des Trocknungsvorganges.
Sie stellt eine Trocknungsvorrichtung bereit, die nicht nur eine schnelle und gleichmäßige
Trocknung gewährleistet, sondern bei der insbesondere auch der Verbrauch an elektrischer
Energie verringert ist. Auf diese Weise wird der Ausstoss an klimaschädlichem CO2
verringert. Die Erfindung weist damit einen hohen sozialen Nutzen auf.
[0058] Das Ausführungsbeispiel gemäß FIG. 1 stellt eine frontstaplerbeschickbare Trocknungsvorrichtung
dar. Unter Beibehaltung des Grundprinzipes der Erfindung kann die erfindungsgemäße
Trocknungsvorrichtung auch als gleiswagenbeschickbare oder in anderer Weise beschickbare
Trocknungsvorrichtung ausgebildet sein.
[0059] Zur Bildung von Holzstapeln (Stapelholz) werden die einzelnen Holzbretter üblicherweise
auf Kanthölzern gestapelt. Dies bedeutet, dass zwischen der Unterseite des jeweiligen
Holzstapels und dem Boden der Trocknungsvorrichtung ein Zwischenraum besteht. Um einen
strömungstechnischen Kurzschluss zu vermeiden, bei dem das Trocknungsmedium nicht
durch das Stapelholz, sondern in unerwünschter Weise direkt zwischen der Unterseite
des jeweiligen Holzstapels und dem Boden des Trockners hindurch strömt, kann in vertikaler
Richtung in diesen Bereichen der Stapeleintrittsebene oder in unmittelbarer Nähe dazu
eine feste Strömungsblende vorgesehen sein, die zweckmäßigerweise an den jeweiligen
Stützen der Führungsanordnung befestigt werden kann. Die Strömungsblende, beispielsweise
in Form eines festen Strömungsbleches, verhindert, dass das Trocknungsmedium in unerwünschter
Weise direkt zwischen der Unterseite des jeweiligen Holzstapels und dem Boden des
Trockners hindurch strömt und sich auf diese Weise ein strömungstechnischer Kurzschluss
bildet. Entsprechend einer derartigen "Bodenblende" kann im Bereich der Dekke der
Trocknungsvorrichtung in der Stapeleintrittsebene oder unmittelbar davor eine "Deckenblende"
vorgesehen sein, die zweckmäßigerweise ebenfalls an den Stützen der Führungsanordnung
befestigt werden kann und durch die verhindert ist, dass sich ein strömungstechnischer
Kurzschluss zwischen der Oberseite des Stapelholzes und der Decke der Trocknungsvorrichtung
bildet.
[0060] Die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung ist besonders gut zur Trocknung von Schnittholz
geeignet. Sie ist jedoch auch zur Trocknung anderen hygroskopischen Trocknungsgutes
geeignet.
[0061] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung und den verschiedenen Ausführungsbeispielen
sind gleiche bzw. sich entsprechende Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Soweit in den Figuren der Zeichnung aus Darstellungs- oder Veranschaulichungsgründen
Bauteile weggelassen sind, so sind die betreffenden Bauteile jeweils in den anderen
Figuren sinnentsprechend zu ergänzen. Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass die
Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele auch unter den Ausführungsbeispielen austauschbar
sind, die in Bezug auf ein Ausführungsbeispiel offenbarten Merkmale also identisch
oder sinnentsprechend auch bei den anderen Ausführungsbeispielen vorgesehen sein können.
Es ist für den Fachmann ferner ersichtlich, dass die zu den einzelnen Ausführungsbeispielen
offenbarten Merkmale die Erfindung jeweils für sich genommen weiterbilden, also unabhängig
von den weiteren Merkmalen des jeweiligen Ausführungsbeispieles.
1. Trocknungsvorrichtung (2) zur Trocknung von Stapelholz (8),
mit einem Stauraum (4) zur Aufnahme des Stapelholzes (8),
mit Beströmungsmitteln (10) zur Beströmung des Stapelholzes (8) mit Trocknungsluft
oder einem anderen Trocknungsmedium,
wobei zum Eintritt des Trocknungsmediums in die Stapel (8) in einer Stapeleintrittsebene
eine Lufteintrittsöffnung (26) vorgesehen ist,
gekennzeichnet durch
wenigstens ein Strömungsblockadeelement (30), das zur Veränderung der Form und/oder
des Querschnitts der Eintrittsöffnung (26) in der Stapeleintrittsebene beweglich ist.
2. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Beströmungseinrichtung (10) reversierbar
ist und wobei zum Austritt des Trocknungsmediums aus dem Stapel (8) in einer Stapelaustrittsebene
eine Austrittsöffnung (28) vorgesehen ist, gekennzeichnet durch wenigstens ein Strömungsblockadeelement, das zur Veränderung der Form und/oder des
Querschnitts der Austrittsöffnung (28) in der Stapelaustrittsebene beweglich ist.
3. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Strömungsblockadeelement (30) flächig ausgebildet und entlang der
Stapeleintrittsebene bzw. der Stapelaustrittsebene vertikal beweglich ist.
4. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Strömungsblockadeelement (30) entlang wenigstens einer Achse horizontal
und/oder vertikal beweglich ist.
5. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einem Strömungsblockadeelement (30) eine Antriebseinrichtung zugeordnet
ist.
6. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Steuerungseinrichtung zur Ansteuerung der Antriebseinrichtung.
7. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung die Antriebseinrichtung während des Trocknungsvorganges
zeitgesteuert ansteuert.
8. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch wenigstens einen Sensor (34; 36) zum Abfühlen wenigstens eines Trocknungsparameters
in dem Stapelraum (4), wobei die Steuerungseinrichtung zur Ansteuerung wenigstens
eines Strömungsblockadeelementes in Abhängigkeit von Ausgangssignalen des Sensors
(34; 36) ausgebildet und eingerichtet ist.
9. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei vorzugsweise unabhängig voneinander bewegliche Strömungsblockadeelemente
(30, 31) vorgesehen sind.
10. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei entlang der Höhe der Stapel (8) übereinander angeordnete und/oder
wenigstens zwei entlang der Breite der Stapel (8) nebeneinander angeordnete Strömungsblokkadeelemente
(30, 31) vorgesehen sind.
11. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Strömungsblockadeelement nach Art einer Jalousie, eines Vertikallamellenvorhangs
oder eines Rolladens ausgebildet ist.
12. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einem Strömungsblockadeelement (30) eine vorzugsweise rahmenartige Führungsanordnung
zugeordnet ist, deren den Stapeln (8) zugewandte Seite eine Anlagefläche für das Stapelholz
(8) bildet.
13. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung vertikale Stützen (38, 40, 42) aufweist, von denen wenigstens
eine in Richtung der Breitenausdehnung der Stapel (8) flächig ausgebildet ist zur
bereichsweisen Abschottung der Stapeleintrittsebene gegen die Strömung des Trocknungsmediums
im Bereich der Brettenden.
14. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren vertikalen Führungsstützen (38, 44) gleichzeitig auch eine Abschottung
bis zu den beiden Seitenwänden des Trockners ergeben.
15. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass an den Führungsstützen (38, 44) unten und/oder oben zusätzlich feste Abschottungsbleche
befestigt sind.