[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Münzen mit einer drehbar
gelagerten Mitnehmerscheibe und einer Auswurfanordnung zum Leiten einer auf der Mitnehmerscheibe
geführten Münze in einen Austrittsschacht , in dem eine Sensoranordnung angeordnet
ist, die ein Durchlaufen und Verlassen der Münze aus dem Austrittsschacht registriert.
[0002] In Bezahlautomaten werden sogenannte Hopper verwendet, bei denen sich Geld in Form
von Münzen in einem Aufnahme- oder Sammelbehälter sortiert, also sortenrein oder unsortiert
und ungeregelt befindet. Die Münzen werden eingefüllt oder gelangen während der Bezahlvorgänge
über einen Münzprüfer mit Sorter als Wechselgeld in den Sammelbehälter. Eine Vorrichtung
des Hoppers vereinzelt die Münzen, die aus dem Hopper als Wechselgeld oder Geldgewinn,
z.B. bei Spielautomaten, ausgegeben und ausgezahlt werden, d.h. der Geldrückgabeschale
und damit einem Kunden zugeführt werden.
[0003] Die
US 7 628 685 B2 beschreibt einen Hopper mit einer Drehscheibe, die eine Mehrzahl von radial angeordneten,
Münzkammern begrenzenden Stopperelementen aufweist und mit einer Auswurfeinheit zum
Wegführen der in den einzelnen Kammern aufgenommenen Münzen von der Drehscheibe radial
nach außen. Die Auswurfeinheit umfasst eine Auswurfkante, die mit den jeweiligen Stopperelementen
bei Drehung der Mitnehmerscheibe die Münze in einen Austrittsschacht schiebt.
[0004] In der
US 6 352 472 B1 ist eine Führungsstruktur zum Auswurf von Münzen offenbart, bei der eine von einer
Drehscheibe aus einem Sammelbehälter geleitete Münze in einen Auswurfbereich gelangt,
der eine feststehende Rolle und eine in einem Führungsschlitz verschiebbar angeordnete
Rolle aufweist. Zwischen den Rollen und an einer Leitschiene wird die Münze zu einer
Auswurföffnung geführt, wobei ein Sensor den Durchgang der Münze registriert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Vereinzeln und Ausgeben
von Münzen zu schaffen, mit der eine sich auf der Mitnehmerscheibe befindende Münze
zuverlässig in einen Austrittsschacht befördert wird, wobei eine sichere Erfassung
der in den Austrittsschacht und durch den Austrittsschacht geförderten Münze gewährleistet
sein soll.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs
in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs gelöst.
[0007] Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen möglich.
[0008] Gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung zum Vereinzeln und Ausgeben von Münzen
eine drehbar gelagerte Mitnehmerscheibe und eine Auswurfanordnung zum Leiten einer
auf der Mitnehmerscheibe geführten Münze in einen Austrittsschacht auf, an dessen
Ausgang eine erste Sensoranordnung angeordnet ist, die ein Verlassen der Münze aus
dem Austrittsschacht registriert. Die Auswurfanordnung weist einen beweglichen Hebel
auf, der beim Leiten der Münze von der Mitnehmerscheibe in den Austrittsschacht aus
einer Ruhestellung bewegt wird und durch Zurückbewegen in die Ruhestellung die Münze
in den Austrittsschacht befördert, wobei dem beweglichen Hebel eine zweite Sensoranordnung
zugeordnet ist, die die Bewegung des beweglichen Hebels aus der Ruhestellung heraus
detektiert. Weiterhin ist eine Auswerteeinheit vorgesehen, die ausgebildet ist, ein
von der zweiten Sensoranordnung geliefertes Bewegungssignal mit mindestens einem von
der ersten Sensoranordnung gelieferten Registriersignal des Verlassens der Münze aus
dem Austrittsschacht zu korrelieren und ein Fehlersignal abzugeben, wenn die beiden
Signale nicht eine vorgegebene zeitliche Abfolge einhalten. Dabei kann die Auswerteeinheit
in einer Steuervorrichtung enthalten oder mit dieser verbunden sein, die die Abläufe
der erfindungsgemäßen Vorrichtung und von mit ihr verbundenen weiteren Geräten steuert.
[0009] Durch das Vorsehen eines beweglichen Hebels, der von der Münze aus seiner Ruhestellung
bewegt wird und der beim Zurückbewegen in die Ruhestellung der Münze eine Kraftkomponente
in Richtung des Austrittsschachts mitteilt, wird die Münze sicher von dem Bereich
der Mitnehmerscheibe in den Austrittsschacht bewegt. Dadurch, dass neben der ersten
Sensoranordnung eine zweite Sensoranordnung vorgesehen ist, die dem beweglichen Hebel
zugeordnet ist und die Auswerteeinheit die Signale der ersten und zweiten Sensoranordnung
korreliert, ist es möglich, sicher festzustellen, dass und ob eine Münze von der Mitnehmerscheibe
durch den Austrittsschacht befördert wurde und diesen verlassen hat. Falls die Signale
der beiden Sensoranordnungen nicht eine vorgegebene zeitliche Abfolge einhalten, wird
ein Fehlersignal abgegeben, wodurch beispielsweise eine Auszahlung gestoppt werden
kann oder die Mitnehmerscheibe blockiert werden kann.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, über die Auswerteeinheit und/oder
eine Steuereinrichtung, die üblicherweise die Abläufe der Vorrichtung steuert, auf
einen Befehl, der der Steuervorrichtung eingegeben wird, eine Revision durchzuführen,
bei der der Hopper leergefahren und neu kalibriert wird. Auch ist es möglich, auf
Befehl an die Steuervorrichtung feststellen zu lassen, ob noch Münzen vorhanden sind.
Dies ist in dem Fall gegeben, wenn eine Auslenkung des beweglichen Hebels detektiert
wird, wobei bei Erfassen eines Auslenksignals des beweglichen Hebels durch die Steuervorrichtung
die Drehrichtung der Mitnehmerscheibe umgekehrt wird, so dass die die Auslenkung hervorrufende
Münze in den Sammelbehälter zurückfällt. Unter den Begriff "beweglicher Hebel" soll
auch eine Rolle, die auf einer Achse angeordnet ist, fallen, wobei die Achse bei Weiterleitung
einer Münze aus einer Ruhestellung ausgelenkt wird.
[0011] In vorteilhafter Weise ist dem beweglichen Hebel eine Feder zugeordnet, die bei Bewegung
des beweglichen Hebels aus der Ruhestellung gespannt wird und beim Entspannen der
Münze eine Kraftkomponente für den Durchlauf durch den Austrittsschacht mitteilt.
Durch diese Maßnahme wird die Bewegung der Münze durch den Austrittsschacht beschleunigt
und es ist ein sicherer Ablauf gegeben.
[0012] In vorteilhafter Weise ist der bewegliche Hebel oberhalb der Mitnehmerscheibe angeordnet
und weist an seinem Ende eine frei drehbare Rolle auf, die ausgebildet ist, auf dem
Rand einer in den Austrittsschacht zu leitenden Münze abzurollen. Auch diese Maßnahme
verbessert die Funktionsweise der Vorrichtung, da durch das Abrollen keine Bremswirkung
auf die Münze ausgeübt wird. Die Anordnung des beweglichen Hebels oberhalb der Mitnehmerscheibe
ist so gewählt, dass der Bewegungsablauf bei dem Übertritt der Münze von der Mitnehmerscheibe
in den Austrittsschacht optimiert wird.
[0013] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die erste Sensoranordnung mehrere
Lichtschranken auf, die übereinander und in Durchtrittsrichtung der Münze nebeneinander
angeordnet sind, wodurch ein sicheres Erfassen der Münze hinsichtlich ihres Durchmessers
und ihrer Bewegungsrichtung möglich ist und der Austritt der Münze aus dem Austrittsschacht
detektiert werden kann.
[0014] Besonders vorteilhaft ist, dass die zweite Sensoranordnung eine Lichtschranke, vorzugsweise
eine Gabellichtschranke, und ein am beweglichen Hebel befestigtes Unterbrecherelement
ist. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich die Bewegung des beweglichen Hebels
zu erfassen, wobei das Unterbrecherelement in der Ruhestellung des beweglichen Hebels
den Strahlengang der Lichtschranke unterbricht.
[0015] Erfindungsgemäß ist die Auswerteeinheit ausgebildet, bei korrekter zeitlicher Abfolge
zwischen dem mindestens einen Registriersignal der ersten Sensoranordnung und dem
Bewegungssignal der zweiten Sensoranordnung eine Steuervorrichtung für die Auszahlung
von Münzen anzusteuern und bei Auftreten des Fehlersignals die Auszahlung zu stoppen.
Durch die erfindungsgemäße Erfassung der Bewegung der Münze von der Mitnehmerscheibe
weg in den und aus dem Austrittsschacht hindurch, können Manipulationen sicher erkannt
und die Auszahlung von Münzen entsprechend gesteuert werden.
[0016] In einem Ausführungsbeispiel ist die Mitnehmerscheibe mit über den Umfang verteilten,
radial angeordneten Schienen zur Führung von Münzen versehen, wodurch ein sicherer
Transport der Münzen bei Drehung der Mitnehmerscheibe gewährleistet wird.
[0017] Die Auswurfanordnung weist im Bereich des Austrittsschachts ein über der Mitnehmerscheibe
feststehend angeordnetes Führungselement auf, das eine Münze in Zusammenarbeit mit
einer der an der Mitnehmerscheibe radial angeordneten Schienen in den Austrittsschacht
leitet. Durch das Zusammenwirken der Schiene und des Führungselements wird die Münze
sicher von der Mitnehmerscheibe in Richtung des Austrittsschachts geschoben, wobei
gleichzeitig der bewegliche Hebel gegen die Federkraft angehoben wird, wodurch die
Feder gespannt wird.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der die Mitnehmerscheibe,
der bewegliche Hebel und ein Teil des Austrittsschachts zu sehen sind, und
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht des Kreisbereichs C nach Fig. 1.
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Vereinzeln und Ausgeben von Münzen weist als
wesentlichen Bestandteil eine Mitnehmerscheibe 2 auf, die in einem Gehäuse 1 gelagert
ist. In der Fig. 1 ist zur besseren Sichtbarkeit der dem Betrachter zugewandte Teil
des Gehäuses weggelassen. Üblicherweise ist die Mitnehmerscheibe 2 durch ein nicht
dargestelltes plattenähnliches Element abgedeckt, das den unteren Teil der Scheibe
2 freilässt und weiterhin ist ein nicht dargestellter Sammelbehälter zur Aufnahme
von Münzen, den unteren Teil bedeckend, am Gehäuse angeordnet oder Bestandteil desselben,
derart dass beim Drehen der Mitnehmerscheibe 2 Münzen aus dem Sammelbehälter nach
oben transportiert werden können. Die Mitnehmerscheibe ist in Bezug auf das Gehäuse
1 drehbar gelagert und wird über ein Getriebe 3 zur Drehung angetrieben.
[0020] Die Mitnehmerscheibe 2 ist über ihren Umfang verteilt mit radial angeordneten Schienen
4 versehen, zwischen denen Mitnahmekammern 5 ausgebildet sind, die zum Transport der
Münzen dienen. Mit Hilfe der Mitnahmekammern 5 werden daher Münzen, die in dem nicht
dargestellten Sammelbehälter regellos und sortiert aufgenommen sind, bei Drehung der
Mitnehmerscheibe 2 von den Schienen 4 mitgenommen und vom unteren Bereich der Mitnehmerscheibe
2 weg durch die Drehbewegung der Mitnehmerscheibe 2 nach oben transportiert bis sie
auf ein Auswurfelement 6 treffen.
[0021] Oberhalb der Mitnehmerscheibe 2 ist ein als Schnapphebel 7 bezeichneter beweglicher
Hebel angeordnet, der im Gehäuse bzw. am Gehäuse 1 schwenkbar gelagert ist und in
seiner Form in etwa einem Teil des Umfangs der Mitnehmerscheibe 2 folgt. Am Ende des
Schnapphebels 7, das entgegengesetzt zu dem Lagerende des Schnapphebels 7 liegt, ist
eine in Bezug auf den Schnapphebel 7 freidrehende Rolle 8 angeordnet. Zwischen Gehäuse
1 und Schnapphebel 7 ist eine Feder 15 eingesetzt, die den Schnapphebel 7 in eine
Ruhestellung zwingt und bei Bewegung des Schnapphebels 7 gespannt wird.
[0022] Weiterhin ist für den Betrachter schräg oberhalb der Mitnehmerscheibe 2 und des Auswurfelements
6 ein Austrittsschacht 9 positioniert, der im dargestellten Ausführungsbeispiel lediglich
durch eine plattenförmige Begrenzungswand 10 repräsentiert ist, wobei die gegenüberliegende
Wand in der Darstellung nicht zu sehen ist.
[0023] In bzw. an der Begrenzungswand 10 sind vier LEDs 11 befestigt, die ein Bestandteil
von jeweiligen Lichtschranken sind, wobei der entsprechende Strahlungsempfänger, der
den anderen Teil einer Lichtschranke bildet, an bzw. in der zur Begrenzungswand 10
gegenüberliegenden Wand des Austrittskanals 9 befestigt ist. Die LEDs 11 sind im vorliegenden
Ausführungsbeispiel in Durchtrittsrichtung der Münze mit Abstand nebeneinanderliegend
und quer zur Durchtrittsrichtung übereinanderliegend angeordnet. Die Lichtschranken,
die durch die LEDs 11 repräsentiert sind, bilden eine erste Sensoranordnung, die die
den Austrittskanal 9 durchlaufende Münze detektieren.
[0024] Weiterhin ist eine zweite Sensoranordnung vorgesehen, die aus einer Gabellichtschranke
12 und einem Unterbrecherelement 13 besteht. Die Gabellichtschranke 12 ist dabei auf
der Begrenzungswand 10 befestigt und das Unterbrecherelement 13 ist im vorliegenden
Fall einstückig mit dem Schnapphebel 7 verbunden. In Fig. 2 ist die Anordnung des
Austrittskanals 9 und der ersten und zweiten Sensoranordnung genauer zu erkennen.
[0025] Schließlich ist eine nicht dargestellte Auswerteeinheit vorgesehen, die in dem Gehäuse
1 aufgenommen sein kann oder Bestandteil einer Steuervorrichtung ist, die beispielsweise
eine Bezahleinrichtung steuert, wobei die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Komponente
der Bezahleinrichtung zum Zurückzahlen von Münzen sein kann. Die Auswerteeinheit empfängt
die Signale der ersten und zweiten Sensoranordnung, respektive der Lichtschranken
11, 12 und wertet diese hinsichtlich ihrer zeitlichen Abfolge aus.
[0026] Im Folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben.
Wie ausgeführt, transportiert die Mitnehmerscheibe 2 in den Mitnehmerkammern 5 Münzen
aus dem nicht dargestellten Sammelbehälter, wobei die Drehrichtung im dargestellten
Beispiel entgegen dem Uhrzeigersinn ist. Die Drehrichtung kann, von der Steuervorrichtung,
die die Abläufe der Vorrichtung steuert, umgekehrt werden. Wenn keine Münze in der
Mitnehmerkammer 5 mitgeführt wird bzw. wenn die Mitnehmerscheibe nicht dreht, ist
der Schnapphebel 7 in Ruhestellung, bei der das Unterbrecherelement 13 die Gabellichtschranke
12 unterbricht. Wenn eine von der Mitnehmerscheibe 2 geführte Münze, wie im dargestellten
Beispiel, auf das Auswurfelement 6 trifft, wird es durch die Führungskante 14 des
Auswurfelements 6 und die Schiene 4 bei der Drehbewegung der Mitnehmerscheibe 2 nach
oben geschoben, wodurch der Schnapphebel 7 gegen die Feder 15, die gespannt wird,
bewegt wird. Dabei rollt die freidrehende Rolle 8 auf dem Rand bzw. der Kante der
Münze ab und das Unterbrecherelement 13 bewegt sich aus dem Bereich der Gabellichtschranke
12 heraus. Die Münze wird weiter in Richtung Eintritt des Austrittskanals 9 geschoben
und wenn der Schnapphebel 7 bzw. die Rolle 8 über den Gipfelpunkt der Münze hinweg
rollt, drückt die Federkraft der Feder 15 den Schnapphebel 7 nach unten, wodurch über
die weiter auf der Kante abrollenden Rolle 8 eine Kraftkomponente auf die Münze ausgeübt
wird, die zu dem Austrittskanal 9 gerichtet ist. Der bewegliche Hebel 7 bzw. die Rolle
8 schiebt somit die Münze weiter in Richtung des Austrittskanals, so dass sie durch
diesen hindurch läuft. Beim Hindurchlaufen der Münzen werden die Lichtschranken der
ersten Sensoranordnung, repräsentiert durch die LEDs 11, jeweils unterbrochen und
die Signale werden entsprechend von der Auswerteeinheit empfangen. Diese wertet die
Signale der Gabellichtschranke 12 und der Lichtschranken 11 hinsichtlich ihrer zeitlichen
Abfolge aus, d.h. zuerst muss die Lichtschranke 12 ein Signal dahingehend abgeben,
dass die Unterbrechung durch das Unterbrecherelement 13 aufgehoben ist. Dann werden
nacheinander die in Durchtrittsrichtung liegenden Lichtschranken unterbrochen. Falls
diese zeitliche Abfolge nicht so stattfindet, wie sie in der Auswerteeinheit vorgegeben
ist, dann wird ein Fehlersignal von der Auswerteeinheit ausgegeben, in dessen Folge
beispielsweise die Mitnehmerscheibe 2 gestoppt werden kann und die Auszahlung blockiert
werden kann.
[0027] Bei Hoppern nach dem Stand der Technik gibt es einen sogenannten Low-Level-Sensor,
der als zwei Kontakte ausgebildet ist, die durch eine Münze geschlossen werden. Wird
der Kontakt nicht geschlossen, wird angenommen, dass keine Münze mehr vorhanden ist
und eine Auszahlung wird gestoppt bzw. die Vorrichtung abgeschaltet und der Sammelbehälter
muss neu gefüllt werden. Häufig sind jedoch noch Münzen im Sammelbehälter, auch wenn
der Low-Level-Sensor ein entsprechendes "Leersignal" abgibt.
[0028] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es bei Vorhandensein des Low-Level-Sensors
nun möglich, das "Leersignal" als Vorwarnsignal für eine notwendige Auffüllung des
Sammelbehälters zu nehmen und trotzdem weiter Münzen auszugeben, solange vorhanden.
Falls die Gabellichtschranke 12 des Schnapphebels 7 dann feststellt, dass trotz Drehens
der Mitnehmerscheibe nach einer bestimmten Zeit (Time-out) keine Münze mehr den Schnapphebel
7 auslenkt, wird ein Signal ausgelöst, dass der Sammelbehälter vollständig leer ist.
[0029] Diese beschriebene Funktion kann auch mit einem über die Steuervorrichtung eingebbaren
Revisionsbefehl ausgelöst werden, bei der die Vorrichtung bis zur völligen "Leerzahlung"
gefahren wird. Anschließend kann eine Zählwaage, die die Vorrichtung bzw. den Inhalt
des Behälters wiegt und über die die im Behälter vorhandene Münzmenge bestimmt werden
kann, auf "Null" gesetzt bzw. kalibriert werden.
[0030] Schließlich ist es möglich, auf Befehl über die Steuervorrichtung festzustellen,
ob grundsätzlich Münzen im Sammelbehälter vorhanden sind, wobei durch eine potentiell
vorhandene Münze der Schnapphebel 7 bewegt wird und die Gabellichtschranke 12 die
Bewegung detektiert, wodurch das Vorhandensein von Münzen festgestellt wird. Dann
kann die Drehrichtung der Mitnehmerscheibe über die Steuervorrichtung umgekehrt werden
und die Münze fällt in den Sammelbehälter zurück.
[0031] Somit ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung unterschiedliche Prüfroutinen in
Bezug auf "Erkennen von Münzen im Hopper".
[0032] In der obigen Beschreibung wird von Münzen gesprochen, unter diesen Begriff sollen
aber jede Art von für Bezahlvorgänge, Mietvorgänge, Spielvorgänge oder sonstige Vorgänge
verwendeten Jetons, Chips oder sonstigen Scheiben fallen.
1. Vorrichtung zum Vereinzeln und Ausgeben von Münzen mit einer drehbar gelagerten Mitnehmerscheibe
(2) und einer Auswurfanordnung zum Leiten einer auf der Mitnehmerscheibe (2) geführten
Münze in einen Austrittsschacht (9), in dem eine erste Sensoranordnung (11) angeordnet
ist, die ein Verlassen der Münze aus dem Austrittsschacht registriert,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auswurfanordnung einen beweglichen Hebel (7) aufweist, der ausgebildet ist, beim
Leiten der Münze von der Mitnehmerscheibe (2) weg in den Austrittsschacht (9) aus
einer Ruhestellung bewegt zu werden und durch Zurückbewegen in die Ruhestellung die
Münze in den Austrittsschacht (9) zu schieben, wobei dem beweglichen Hebel (7) eine
zweite Sensoranordnung (12, 13) zugeordnet ist, die die Bewegung des beweglichen Hebels
(7) aus der Ruhestellung detektiert, und wobei eine Auswerteeinheit vorgesehen ist,
die ausgebildet ist, ein von der zweiten Sensoranordnung (12, 13) geliefertes Bewegungssignal
mit mindestens einem von der ersten Sensoranordnung (11) gelieferten Registriersignal
des Verlassens der Münze aus dem Austrittsschacht zu korrelieren und ein Fehlersignal
abzugeben, wenn die beiden Signale nicht eine vorgegebene zeitliche Abfolge einhalten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem beweglichen Hebel (7) eine Feder (15) zugeordnet ist, die bei Bewegung des beweglichen
Hebels (7) aus der Ruhestellung gespannt wird und beim Entspannen der Münze eine Bewegungskomponente
für den Durchlauf derselben durch den Austrittschacht (9) mitteilt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Hebel (7) oberhalb der Mitnehmerscheibe (2) angeordnet ist und an
seinem Ende eine frei drehbare Rolle (8) ausweist, die ausgebildet ist, auf dem Rand
einer in den Austrittsschacht (9) geleiteten Münze abzurollen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Sensoranordnung eine Lichtschranke (12), vorzugsweise eine Gabellichtschranke,
und ein am beweglichen Hebel (13) angeordnetes Unterbrecherelement (13) umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Sensoranordnung mehrere Lichtschranken (11) aufweist, die in Durchtrittsrichtung
der Münze nebeneinander und/oder quer zu ihr übereinander angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit ausgebildet ist, bei korrekter zeitlicher Abfolge zwischen dem
Registriersignal der ersten Sensoranordnung (11) und dem mindestens einen Bewegungssignal
der zweiten Sensoranordnung (12, 13) eine Steuervorrichtung für die Auszahlung von
Münzen anzusteuern, und bei Auftreten des Fehlersignals die Auszahlung zu stoppen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerscheibe (2) über den Umfang verteilte, radial angeordnete Schienen (4)
zur Mitnahme von Münzen aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswurfanordnung im Bereich des Austrittsschachtes (9) ein über der Mitnehmerscheibe
(2) feststehend angeordnetes Führungselement (6, 14) für das Leiten einer Münze im
Zusammenwirken mit einer der an der Mitnehmerscheibe (2) radial angeordneten Schienen
(4) in den Austrittsschacht (9) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Auswerteeinheit beinhaltende oder mit dieser verbundene Steuervorrichtung
vorgesehen ist, die die Mitnehmerscheibe (2) bei Erfassen des Bewegungssignals durch
die zweite Sensoranordnung die Drehrichtung der Mitnehmerscheibe umkehrt.