[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung von Nachrichtensignalen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits MATV/SMATV-Systeme bekannt, das heißt Gemeinschaftssysteme zum Empfang
und zur Verteilung von Fernsehsignalen sowohl terrestrischen Fernsehens als auch Satellitenfernsehens,
wobei diese Systeme mittels gemeinsamer Ausstattung den Empfang von Fernsehsignalen
an unterschiedlichen Stellen einer Nachbarschaft-Gemeinschaftsanlage ermöglichen.
Diese Systeme bestehen grundsätzlich aus Signalaufnahmeeinheiten, die unterschiedliche
Fernsehkanäle des terrestrischen und/oder des Satellitenfernsehens aufnehmen, einer
Einheit zur Signalbearbeitung, insbesondere der Anpassung und der Verstärkung empfangener
Kanäle und aus einem Verteilungsnetz, das die Signale bis zum Benutzer übermittelt.
[0003] Diese MATV/SMATV-Systeme bestehen zum größten Teil aus Elementen zur Bearbeitung
von Signalen, Elementen zur Verteilung von Signalen und aus Verbindungselementen.
[0004] Der Verbindungspunkt zum Benutzer dieser MATV/SMATV-Netze besteht aus einer Verbindungsvorrichtung,
die mit Benutzersteckdose (oder BAT, Terminalzugangsbasis) bezeichnet wird, mit der
das Benutzerendgerät (Fernsehgerät, Video, Dekodierer) galvanisch verbunden wird.
[0005] Auch sind bereits Systeme mit drahtloser Verbindung von einem zentralen Punkt bekannt,
wobei im allgemeinen ein Router oder ein Modemrouter unterschiedlicher Zugangstechnologien
verwendet wird. Diese Systeme benutzen normalerweise außer RJ45-Verbindungen drahtlose
Übermittlung mittels WIFI/WLAN in Frequenzen des Frequenzbandes ISM (Industrial,Scientific
and Medical Band), um diejenige Abdeckung zu erzielen, die notwendig ist, um den physischen
Raum abzudecken, in dem die Elemente des Systems angeordnet sind. Diese Systeme können
in Abhängigkeit des physischen Raums, in dem die Systeme installiert sind, und in
Abhängigkeit ähnlicher drahtloser Systeme in der näheren Umgebung Verbindungsprobleme
aufweisen, Probleme hinsichtlich der Dienstqualität oder der Sicherheit, da sie nicht
darauf ausgelegt sind, die Kapazität der Verbindungsfähigkeit auf einen bestimmten
Bereich einzugrenzen.
[0006] In Abhängigkeit der Räume, die signaltechnisch abgedeckt werden sollen, führen die
Wände bei einer drahtlosen Übermittlung (im Arbeitsbereich der Frequenzen von 2.4
GHz oder 5 GHz) zu einer Dämpfung und zu einem Verlust der Signalqualität, da die
gewünschte Leistung geringer ist als die Leistung anderer Signale in diesen Räumen,
die signaltechnisch abgedeckt werden sollen, welche von anderen Benutzern kommen.
Diese externen Signale wirken folglich als Störsignale, so dass hierdurch die Dienstqualität
leidet.
[0007] Außerdem kann die entgegengesetzte Wirkung erzielt werden, da eine exzessive Leistung,
die in einem Bereich ausgesendet wird, zu der Gefahr führt, dass das gewünschte Signal
nicht nur von den gewünschten Vorrichtungen, sondern auch von nicht gewünschten Vorrichtungen
empfangen wird.
[0008] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die verschiedene physische Netze
(MATV, SMATV, PLC, Ethernet, optische Faser, ...) und Drahtlossysteme (WLAN, UMTS,
4G,...), die in der Umgebung vorhanden sind, verbindet, im Allgemeinen in einem Gebäude
und in einer Wohnanlage, wobei die Vorrichtung ausgewählte Nachrichtensignale dieser
Netze zu mindestens einem Benutzerendgerät in drahtloser Form übermittelt.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung erzielt, die in den Ansprüchen definiert
ist. Mit dieser Vorrichtung wird eine Mehrzahl von Vorteilen erzielt.
[0010] Die Vorrichtung zur Übertragung von Nachrichtensignalen ermöglicht die Realisation
eines Verteilungsnetzes mit einer großen Verteilungsdichte sowie die drahtlose Übertragung
von Nachrichtensignalen, insbesondere von Fernseh- und/oder Datensignalen, wobei existierende
Infrastrukturen in Wohnungen/Gebäuden/Wohnanlagen genutzt werden oder wobei neue Infrastrukturen
geschaffen werden. Weiterhin ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung eine verbesserte
Dienstqualität, eine größere Verteilungsdichte der Nachrichtensignale beispielsweise
Fernseh- und/oder der Datensignale und ermöglicht es, Drahtlosnetze im persönlichen
Bereich (PAN) datensicher und nicht-übergreifend auszugestalten. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ermöglicht es, mit anderen erfindungsgemäßen Vorrichtungen galvanisch
oder drahtlos verbunden zu werden und damit physische oder drahtlose Netze zu konfigurieren.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Übertragung von Nachrichtensignalen
an wenigstens ein erstes Benutzerendgerät weist eine Schaltung auf mit einer Mehrzahl
von Eingängen, um der Vorrichtung erste Nachrichtensignale zuzuführen; mit einer Mehrzahl
von Ausgängen; mit einem Prozessor, verbunden mit den Eingängen, mit einer Sendeeinheit,
verbunden mit dem Prozessor; wobei die Sendeeinheit in der Weise ausgestaltet ist,
dass die ersten Nachrichtensignale drahtlos an wenigstens ein erstes Benutzer-Nachrichten-Endgerät
übertragen werden.
[0012] Damit wird der Vorteil erzielt, dass eine drahtlose Verbindung der Endgeräte eines
Nachrichtennetzes mit diesem Netz ermöglicht wird.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Eingänge mit einem Telekommu-nikationsnetz
verbunden ist. Damit wird der Vorteil erzielt, dass eine drahtlose Verbindung der
Endgeräte eins Nachrichtennetzes mit diversen Netzen ermöglicht wird.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass das Netz, mit dem wenigstens einer der Eingänge verbunden ist,
ein SMATV-Netz ist. Damit wird in vorteilhafter Weise ermöglicht, dass Benutzerendgeräte
dieser SMATV-Netze drahtlos mit diesem Netz verbunden werden. Eine weitere vorteilhafte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten Nachrichtensignale Fernseh- und/oder Datensignale sind. Damit wird der
Vorteil erzielt, dass ein drahtloser Empfang der Benutzerendgeräte der verschiedenen
Netze der Fernseh- und Datensignale ermöglicht wird.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass das erste Benutzer-Nachrichtenendgerät in der Weise ausgestaltet
ist, dass es zweite Nachrichtensignale an eine Empfangseinheit übermittelt, die in
der Vorrichtung angeordnet ist. Damit wird der Vorteil erzielt, dass dem Benutzer
ermöglicht wird, in drahtloser Form den Typ und Charakteristika des Herkunftsnetzes
der Nachrichtensignale auszuwählen.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die zweiten Nachrichtensignale Steuersignale umfassen und diese
dem Prozessor zugeführt werden, so dass dieser die Steuersignale verarbeiten kann.
Damit wird der Vorteil erzielt, dass der Benutzer das zu empfangene Signal und dessen
Charakteristika auswählen kann.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass sie in der Weise ausgestaltet ist, dass sie drahtlos erste Nachrichtensignale
an eine Mehrzahl von ersten Benutzer-Nachrichtenendgeräten übermittelt. Damit wird
der Vorteil erzielt, dass den Benutzern eine Simultan-Multiplexverbindung in drahtloser
Form zu einem Nachrichtennetz ermöglicht wird.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass sie in der Weise ausgestaltet ist, dass sie drahtlos erste Nachrichtensignale
an zweite Benutzer-Nachrichtenendgeräte übermittel, wobei die zweiten Benutzer-Nachrichtenendgeräte
in der Weise ausgestaltet sind, dass sie die ersten Nachrichtensignale drahtlos an
eine Mehrzahl der ersten Benutzer-Nachrichtenendgeräte zurückübermitteln. Damit wird
der Vorteil erzielt, dass eine größere Abdeckung und damit ein weiterer Verbindungsbereich
der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit den ersten Benutzerendgeräten erzielt wird;
so lässt sich in vorteilhafter Weise eine größere Vielzahl erster Benutzerendgeräte
im Verbindungsbereich anordnen.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Eingänge erste Nachrichtensignale an wenigstens
einen der Ausgänge übermittelt. Damit wird der Vorteil erzielt, dass die Verbindung
der Nachrichtennetze an andere Nachrichtennetze über die erfindungsgemäße Vorrichtung
ermöglicht wird.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass sie in einer Benutzersteckdose integriert ist. Damit lässt sich
in vorteilhafter Weise eine direkte physische Verbindung der Endgeräte mit den Nachrichtennetzen,
die am Eingang der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorhanden sind, herstellen.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit eine Sendeantenne und dass die Empfangseinheit
eine Empfangsantenne aufweist, wobei vorzugsweise die Vorrichtung eine Antenne aufweist,
die die Funktionen einer Empfangsantenne und einer Sendeantenne hat.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die Sendeantenne die Empfangsantenne beziehungsweise genau eine Antenne in ein
Dekorationselement der Vorrichtung integriert.
[0023] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel empfängt die erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Übertragung von Nachrichtensignalen, insbesondere Fernseh- und/oder Datensignale,
die Nachrichtensignale von einer Verteilungskopfeinheit und mittels eines geeigneten
Verfahrens sendet die Vorrichtung die Datensignale an das Datenverteilungssystem.
Die Vorrichtung unterscheidet die Signale, die in drahtloser Form übertragen werden
können, wobei der Regelung zur Nutzung von Frequenzbändern der zuständigen Behörden
(Cuadro Nacional de Asignación de Frecuencias CNAF) gefolgt wird. Diese Regelung schränkt
die Frequenzen und die maximalen Sendeleistungen ein, um auf diese Weise ein Gleichgewicht
zwischen der signaltechnischen Abdeckung zwischen den Zugangspunkten und möglichen
Störungen zwischen Sendern herzustellen. Die Regelung CNAF schränkt die äquivalente
isotrope Strahlungsleistung (EIRP) auf einen Wert von 1 mW (0 dBm) in dem UHF-Frequenzband
(470 - 790 MHz) ein.
[0024] In einem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zur Übertragung von Nachrichtensignalen
gemäß der Erfindung erfolgt die drahtlose Übertragung mittels eines syntonisierten
Verstärkers, der mit einer automatischen Verstärkungsregelung ausgestattet ist (mit
verschiedenen Speisemöglichkeiten) und mit einer Sendeantenne, die in die Schaltung
oder in ein Dekorationselement der Vorrichtung integriert ist.
[0025] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch als ein "Basis-Zugangsendgerät" (BAT)
betrieben werden, wobei in dem Fall keine Speisespannung an dieses gelegt wird.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Übertragung
von Nachrichtensignalen ist die Sendeantenne in einem Dekorationselement der Vorrichtung
angeordnet.
[0027] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Übertragung von Nachrichtensignalen hat eine
Vielzahl von Vorteilen, zu denen unter anderem gehören:
- erhöhte Vereinfachung der Topologien der Verteilung in Wohnungen, Gebäuden, Wohnanlagen,
etc.; da in einer einzigen Vorrichtung die Komponenten für die Nachrichtensignale,
beispielsweise Fernseh- und/oder Datensignale vereint werden;
- Unabhängigkeit der Datenzugangstechnologie;
- Aufrechterhalten der Dienstqualität in allen Aspekten, die mit der drahtlosen Übertragung
verbunden sind;
- totale, uneingeschränkte signaltechnische Abdeckung, ohne tote Punkte, des Bereichs
oder der Abdeckungszone, die benötigt wird, mittels der Verwendung einer Mehrzahl
von Vorrichtungen;
- Kompatibilität mit herkömmlichen, anderen Vorrichtungen aus dem Stand der Technik;
- Möglichkeit, die Betriebsleistung auf ein persönliches Netz (PAN) zu reduzieren;
- Vermindern der Wahrscheinlichkeit von Störungen mit anderen drahtlosen Netzen in der
Nähe;
- Folgen der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO hinsichtlich drahtloser
Technologie, in Bezug auf die Reduktion der Aussetzung elektromagnetischer Felder
auf möglichst niedrige Pegel, aus Gründen einer entsprechenden Vorsorge.
[0028] Im folgenden werden beispielhaft und damit nicht einschränkend Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Übertragung von Nachrichtensignalen beschrieben.
[0029] Es zeigt
- Figur 1a
- schematisch die elektrische Schaltung einer Ausführungsform der Vorrichtung zur Übertragung
von Nachrichtensignalen gemäß der Erfindung;
- Figur 1b
- ein Dekorationselement der Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 2a
- ein Ausführungsbeispiel eines Blockschaltbildes der Schaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gemäß Figur 1 a; ;
- Figur 2b
- ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß Figur 1a, die mit mehreren Netzen verbunden
ist, und
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel des Implementierungsschemas eines Verteilungssystems auf Basis
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0030] Figur 1a zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Übertragung von Nachrichten.
Die Vorrichtung 1 weist einen Schaltkreis 2 mit Eingängen INP1, INP2, ..., INPn auf,
an die galvanisch mittels Schaltelementen bzw. Steckverbindern CIN1, CIN2 ...CINn
verschiedene Nachrichtennetze (MATV, SMATV, PLC, Ethernet, optische Faser-Netze) angeschlossen
sind, und/oder die Empfangseinheiten RC (Fig. 2a) aufweist zur Verbindung mit drahtlosen
Nachrichtennetzen (Wifi/WLAN, UMTS, 4G, ...) (Fig. 2b). Außerdem verfügt die Vorrichtung
1 über Ausgänge OUT 1, OUT..., OUTn, an die galvanisch mittels Schaltelementen bzw.
Steckverbindern COUT1, COUT2, ..., COUTn verschiedene Nachrichtennetze (MATV, SMATV,
PLC, Ethernet, optische Faser-Netze) angeschlossen sind, und/oder die Sendeeinheiten
TR (Fig. 2a) zur Verbindung mit drahtlosen Nachrichtennetzen (Wifi/WLAN, UMTS, 4G)
aufweist. Erste Nachrichtenendgeräte UTT1 und zweite Nachrichtenendgeräte UTT2 (Fig.
3) werden drahtlos miteinander verbunden, ebenso werden die Nachrichtenendgeräte UTT1,
UTT2 mit der Vorrichtung 1 drahtlos und/oder physisch mit den Schaltelementen COUT1,
COUT2..., COUTn (Fig. 1a, 1b) verbunden.
[0031] Die Vorrichtung 1 weist auch einen Prozessor PR auf, der die ersten Nachrichtensignale
TSP1 ,TSP2..., TSPn und zweite Nachrichtensignale TSS (Fig. 3) bearbeitet. Die zweiten
Nachrichtensignale TSS werden an eine Empfangseinheit RC übermittelt, die in der Vorrichtung
1 angeordnet ist.
[0032] Die Vorrichtung 1 ist in ein Dekorationselement 3 eingebettet, Fig. 1b, sie kann
auch in einer Benutzersteckdose integriert sein.
[0033] Fig. 2a und 2b zeigen Blockschaltbilder der Vorrichtung 1 zur Übertragung von Nachrichtensignalen
gemäß der Erfindung. Fig. 2a zeigt ein Blockschaltbild und Fig. 2b zeigt ein Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung 1, die mit mehreren Netzen verbunden ist..
[0034] Wie in Fig. 2a dargestellt ist, besteht die Vorrichtung 1 aus einer Vielzahl von
Eingängen INP1, INP2, ..., INPn, über die erste Nachrichtensignale TSP1,TSP2, ...,
TSPn in die Vorrichtung 1 eingeführt werden und einer Vielzahl von Ausgängen OUT 1,
OUT2.....OUTn sowie aus einem Block mit einem Prozessor PR, der die Funktionen Datenbearbeitung
und Schalten erfüllt.
[0035] Die ersten Nachrichtensignale TSP1, TSP2,..., TSPn, die über die Eingänge INP1, INP2,
, .INPn zugeführt werden, werden in den Prozessor PR mittels eingansseitiger Zugangsanpassungsschaltungen
AAMIN1, AAMIN2,..., AAMINn eingeführt. Die Vorrichtung 1 verfügt über so viel Zugangsanpassungsschaltelemente
AAMIN1, AAMIN2,..., AAMINn wie Eingänge INP1, INP2, ..., .INPn vorhanden sind. Ebenso
ist dieselbe Anzahl ausgangsseitiger Zugangsanpassungsschaltungen AAMS1, AAMS2, ...,
AAMSn vorgesehen, wie Ausgänge OUT1, OUT2,..., OUTn der Vorrichtung 1 vorhanden sind.
Die Zugangsanpassungsschaltelemente hinsichtlich des Eingangs als auch hinsichtlich
des Ausgangs entsprechend der drahtlosen Signale/Netze enthalten für die drahtlose
Übermittlung der Signal eine Empfangseinrichtung RC und eine Sendeeinheit TR. Die
Empfangseinheit RC ist mit einer Empfangsantenne AR ausgestattet und die Sendeeinheit
TR ist mit einer Sendeantenne AT ausgestattet. Die Vorrichtung 1 kann auch genau eine
Antenne aufweisen, die die Funktion einer Empfangsantenne AR und einer Sendeantenne
AT hat.
[0036] Die Sendeantenne AT und/oder die Empfangsantenne AR sind beispielsweise in das in
Figur 3 dargestellte Dekorationselement der Vorrichtung 1 integriert.
[0037] Die Vielzahl der Eingänge INP1, INP2, ..., .INPn ermöglicht den Betrieb der Vorrichtung
1 an beliebigen Orten, dies im Zusammenwirken mit unterschiedlichen Typen von Verteilungsnetzen
und ebenso mit unterschiedlichen Typen von Eingangs- und Ausgangssignalen.
[0038] Beispielsweise sind in dem in Fig. 2.b dargestellten Fall einer Verteilung mittels
eines SMATV-Koaxialkabels (Sal coax) die ersten Nachrichtensignale TSP1, TSP2,...,
TSPn, die in die Vorrichtung 1 eingeführt werden, Fernseh- und/oder Datensignale.
In diesem Fall ermöglicht ein Ableitungselement DR die Datensignale von den Fernsehsignalen
zu unterscheiden; es führt die Bearbeitung und die drahtlose Verteilung der Signale
durch und ermöglicht schließlich die Weiterleitung dieser Signale an weitere Vorrichtungen
1.
[0039] In dem Block PR in Fig. 2b wird die Funktion einer Mehrausgangsschaltung zu den unterschiedlichen
Ausgängen OUT1, OUT2,...OUTn der Vorrichtung 1 durchgeführt. Diese Ausgänge OUT1,
OUT2,...OUTn können gemäß unterschiedlicher Möglichkeiten konfiguriert werden, wie
dies in Fig. 2 beispielsweise, jedoch nicht einschränkend, durch verschiedene Ausgänge
des Ethernet (Sal Eth), Kombinationen von Ethernet und Koaxialkabel, oder Kombinationen
von Ethernet, Koaxialkabel Wifi/WLAN und PLC dargestellt ist.
[0040] Im Fall eines Eingangs mit ersten Nachrichtensignalen TSP1, TSP2,...TSPn des Typs
PLC arbeitet die Vorrichtung 1 in ähnlicher Weise. Am Eingang Ent PLC werden die Datensignale
unterschieden, die über das elektrische Netz verteilt werden, um sie anschließend
in den Block mit dem Prozessor PR einzuführen und den verschiedenen Ausgängen der
Vorrichtung 1 zuzuführen, die wie die zuvor zitierten Möglichkeiten konfiguriert werden
können.
[0041] Andere Formen der ersten Nachrichtensignale TSP1, TSP2,...TSPn am Eingang, wie beispielsweise
Ent GOF (Glass Optical Fiber; optisches Glasfaser-Netz) oder Ent POF (Polymer Optical
Fiber, Polymer-optisches Faser-Netz)), können mittels entsprechender Schnittstellen
auch genutzt werden, wobei die Schnittstellen an die Eingänge angepasst sind, wie
beispielsweise Vorrichtungen des Typs SFP (Small Form Plugable) oder ähnliche Vorrichtungen,
so dass die Datensignale in den Block PR eingeführt werden und den unterschiedlichen
Ausgängen OUT1, OUT2,...OUTn (Figuren 1a und 2a) der Vorrichtung 1 zugeführt werden
können.
[0042] Fig. 3 zeigt ein Implementierungsschema eines Verteilungssystems für Nachrichtensignale
auf der Basis einer Vorrichtung 1 gemäß der Erfindung. Beispielsweise wird die Vorrichtung
1 in ein SMATV-Netz (Fernseh- und/oder Datensignale) integriert, wobei sie jedoch
in irgendeinen anderen Typ eines physischen Netzes (MATV, SMATV, PLC, Ethernet, optische
Faser-Netze, ...) oder in ein drahtloses Netz (GSM, WIFI, 4G....) integriert werden
kann.
[0043] Wie weiter aus dieser Figur 3 zu entnehmen ist, werden in einem den Vorrichtungen
1 vorgeschalteten Schaltungsteil DTSTD Fernsehsignale TV und Sat sowie Datensignale
Dat aufgenommen.
[0044] Die Fernsehsignale (TV, SAT) werden durch Empfangselemente (Antennen) aufgenommen
und über eine Kopfeinheit CSTV in das Verteilungsnetz RdD eingeführt, dies mittels
des Blockes "Anpassung von Fernsehsignalen" AdSTV. Die Funktionen dieses Blockes AdSTV
können beispielsweise, also nicht abschließend sein: die Transmodulation, die Verstärkung,
die Frequenzwandelung, das Filtern, die Anpassung, eine elektro-optische Umwandlung,
eine IP-Umwandlung, usw..
[0045] Die Datensignale Dat können beispielsweise von ADSL-Modems zugeführt werden, von
Satellitenmodems, von Kabelmodems, von ONUs (Optical Network Unit, optische Netzwerk-Einheit),
von ONTs (Optical Network Termination, optische Netzwerk-Abschlüsse), von Kopfeinheiten,
von PON-Netzen (Passive Optical Network, passives optisches Netz), usw.. Diese Datensignale
Dat werden in das Verteilungsnetz RdD über eine Kopfeinheit CSDat und eine Datensignal-Anpassungsschaltung
AdSDaT eingeführt, wobei eine Vielzahl von Technologien verwendet werden kann. Die
verwendeten Technologien hängen unter anderem von dem Verteilungsnetz ab, das benutzt
wird. Diese Technologien können beispielsweise HomePlugAV, MOCA (Multimedia over Coaxial,
Multmedia über Koaxial) oder andere sein. Beispielsweise werden in dem Fall eines
Koaxialnetzes, das die HomePlugAV-Technologien verwendet, die Datensignale Dat in
das Verteilungsnetz in Frequenzen eingeführt, die die Fernsehsignale im Verteilernetz
nicht stören.
[0046] Die Verteilung der Fernseh- und Datensignale kann mittels einer Vielzahl physischer
Medien erfolgen, die u. a. die außer dem Koaxial-Verteilungsnetz optische Fasernetze
(GOF, Glass Optical Fiber und POF, Polymer Optical Fiber), PLC-Netze (Power Line Communications)
oder Netze strukturierter Verkabelung sein können.
[0047] In den Endpunkten der Verteilung werden die Vorrichtungen 1 gemäß der Erfindung angeordnet.
Wie in Fig. 3 dargestellt ist, bilden die Vorrichtungen 1 ein drahtloses Netz RdC
(Netz der signaltechnischen Abdeckung; Red de Capilarización), das diese Vorrichtungen
1 mit den ersten Nachrichtenendgeräten UTT1 und mit den zweiten Nachrichtenendgeräten
UTT2 verbindet. Dies ermöglicht die drahtlose Übertragung der ersten Nachrichtensignale
TSP1,TSP2, ..., TSPn, die aus den Nachrichtennetzen stammen, zu den ersten Nachrichtenendgeräten
UTT1 und zu den zweiten Nachrichtenendgeräten UTT2. Im Fall einer Verbindung an ein
SMATV-Netz sind die ersten Nachrichtensignale Fernseh- und/oder Datensignale. Die
Vorrichtungen 1 können mittels ihrer Eingänge CIN1, CIN2, ..., .CINn und ihrer Ausgänge
COUT1, COUT2,..., COUTn miteinander verbunden werden. Außerdem können sie mittels
ihrer Eingänge CIN1, CIN2, ..., .CINn mit weiteren physischen oder drahtlosen Nachrichtennetzen
verbunden werden.
Bezugszeichen
[0048]
- 1
- Vorrichtung gemäß der Erfindung
- UTT1
- Erste Nachrichtenendgeräte
- 2
- Schaltung
- INP1,INP2..., INPn
- Eingänge.
- TSP1,TSP2, ..., TSPn
- Erste Nachrichtensignale
- OUT1 ,OUT2..., OUTn
- Ausgänge
- CIN1, CIN2 ..., CINn
- Eingangsverbindungselement
- COUT1,COUT2,..., COUTn
- Ausgangsverbindungselemente
- PR
- Prozessor, Prozessor- und Schalterblock
- RT
- Sendeeinheit
- TSS
- Zweite Nachrichtensignale
- RC
- Empfangseinheit
- UTT2
- Zweite Nachrichtenendgeräte
- AT
- Sendeantenne
- AR
- Empfangsantenne
- AAM1, AAM2,..., AAMn
- Anpassungselemente hinsichtlich der Eingänge
- AAMS1, AAMS2..., AAMSn
- Anpassungselemente hinsichtlich der Ausgänge
- 3
- Dekorationselement
- Ent Coax
- Eingang Koaxialnetz
- Ent GOF
- Eingang GOF(Glass Optical Fiber; optisches Glas faser)-Netz
- ENT PLC
- Eingang PLC (Power Line Communications; (Stark-) strom-Kommunikations-) Netz
- Ent CAT
- Eingang CAT(Strukturiertes Kabel)-Netz
- Ent POF
- Eingang POF(Polymer Optical Fiber)-Netz
- Sal coax
- Ausgang Koaxialnetz
- Sal PLC
- Ausgang PLC-Netz
- Sal Eth
- Ausgang CAT-Netz
- Sal WiFi
- Ausgang WiFi/WLAN-Netz
- Ind QoS
- Anzeige der Dienstqualität
1. Vorrichtung (1) zur Übertragung von Nachrichtensignalen an wenigstens ein Benutzerendgerät
(UTT1), welche eine Schaltung (2) aufweist mit
- einer Mehrzahl von Eingängen (INP1, INP2, INP3, ..., INPn), um der Vorrichtung (1)
erste Nachrichtensignale (TSP1, TSP2, TSP3, ... , ... , TSPn) zuzuführen;
- einer Mehrzahl von Ausgängen (OUT1, OUT2, OUT3, ..., OUTn);
- einem Prozessor (PR), verbunden mit den Eingängen (INP1, INPI2, INP3, ..., INPn),
- einer Sendeeinheit (TR), verbunden mit dem Prozessor (PR);
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Sendeeinheit (TR) in der Weise ausgestaltet ist, dass wenigstens ein Teil der
ersten Nachrichtensignale (TSP1, TSP2, TSP3, ..., ..., TSPn) an wenigstens ein erstes
Benutzer-Nachrichten-Endgerät (UTT1) übertragen wird.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- wenigstens einer der Eingänge (INP1, INP2, INP3,..., INPn) mit einem Telekommunikationsnetz
verbunden ist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Telekommunikationsnetz, mit dem wenigstens einer der Eingänge (INP1, INP2, INP3,...,
INPn) verbunden ist, ein SMATV-Netz ist.
4. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die ersten Nachrichtensignale (TSP1, TSP2, TSP3,..., TSPn) Fernsehund/oder Datensignale
sind.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erste Benutzer-Nachrichtenendgerät (UTT1) in der Weise ausgestaltet ist, dass
es zweite Nachrichtensignale (TSS) an eine Empfangseinheit (RC) übermittelt, die in
der Vorrichtung (1) angeordnet ist.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die zweiten Nachrichtensignale (TSS) Steuersignalen enthalten.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5 und/oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die zweiten Nachrichtensignale (TSS) an dem Prozessor (PR) anliegen.
8. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sie in der Weise ausgestaltet ist, dass sie drahtlos erste Nachrichtensignale (TSP1,
TSP2, TSP3,..., TSPn) an eine Mehrzahl erster Benutzer-Nachrichten-Endgeräte (UTT1)
übermittelt.
9. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sie in der Weise ausgestaltet ist, dass sie drahtlos erste Nachrichtensignale (TSP1,
TSP2, TSP3, ..., TSPn) an zweite Benutzer-Nachrichtenendgeräte (UTT2) übermittelt.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die zweiten Benutzer-Nachrichtenendgeräte (UTT2) in der Weise ausgestaltet sind,
dass sie die ersten Nachrichtensignale (TSP1, TSP2, TSP3, ..., TSPn) drahtlos an eine
Mehrzahl der ersten Benutzer-Nachrichtendgeräte (UTT1) zurückübermitteln.
11. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- wenigstens einer der Eingänge (INP1, INP2, INP3..INPn) erste Nach richtensignale
(TSP1, TSP2, TSP3...,TSPn) an wenigstens einen der Ausgänge (OUT1, OUT2, OUT3, ...,
.OUTn).übermittelt.
12. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sie in einer Benutzersteckdose integriert ist.
13. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Sendeeinheit (TR) eine Sendeantenne (AT) aufweist, und
- die Empfangseinheit (RC) eine Empfangsantenne (AR) aufweist.
14. Vorrichtung (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Vorrichtung (1) genau eine Antenne aufweist, die die Funktion einer Empfangsantenne
(AR) und einer Sendeantenne (AT) hat.
15. Vorrichtung (1) nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Sendeantenne (AT) und/oder die Empfangsantenne (AR) in ein Dekorationselement
(3) der Vorrichtung (1) integriert sind.