[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät mit wenigstens einer Trageinrichtung
zur Aufnahme von Gargutträgern in einem durch eine Mikrowellenheizquelle beheizbaren
Garraum.
[0002] Im Stand der Technik sind verschiedene Trageinrichtungen bekannt geworden, die beispielsweise
als Traggitter ausgebildet sind und im Garraum von Gargeräten, insbesondere im Bereich
der seitlichen Garraumwände, angeordnet werden, damit daran ein Gargutträger aufgenommen
und abgestützt werden kann. So zeigt die Druckschrift
DE 10 2004 001 685 A1 ein Gargerät mit einem Garraum an dessen Garraumwandung eine Trageinrichtung zur
Aufnahme von Gargutträgern vorgesehen ist, wobei die Garraumwandung wenigstens eine
Ausnehmung aufweist, in der eine Durchführungseinrichtung zur Aufnahme wenigstens
eines Befestigungselements der Trageinrichtung angeordnet ist. Das Befestigungselement
der Trageinrichtung durchdringt die Garraumwandung und ist mit einem Einführkonus
auf der Garraumaußenseite in axialer Richtung über die Ausdehnung der Durchführungseinrichtung
erstreckt, wobei der Einführkonus eine Rastnut aufweist in der eine Sicherungsfeder
angeordnet die Trageinrichtung fixiert.
[0003] Die Druckschrift
EP 2 713 108 A2 zeigt eine andere Form der Befestigung der Trageinrichtung an der Garraumwand. Hier
durchdringt eine Gewindeeinrichtung einer Traggitteraufnahme die Garraumwand und ist
außerhalb des Garraumes mit einer Mutter an der Garraumwand befestigt.
[0004] Die Druckschrift
CH 592 848 A5 zeigt eine Trageinrichtung die an einem im Garraum angeordneten Bolzen aufgehängt
ist.
[0005] Werden Traggitter in Garräumen von Gargeräten befestigt, die über eine Mikrowellenquelle
verfügen, so muss ein solches Traggitter derart befestigt werden, dass im Mikrowellenbetrieb
ein Austreten von Strahlung aus dem Garraum zuverlässig unterbunden werden kann.
[0006] Im Stand der Technik sind dazu verschiedenste Befestigungseinrichtungen bekannt geworden.
Beispielsweise sind Traggitter eingesetzt worden, wobei die Traggitter zur Befestigung
mit der Garraumwandung verbunden sind. Solche Verbindungen sind oft sehr aufwendig
herzustellen und zu montieren, weil entsprechende Vorkehrungen vorhanden sein müssen,
um ein Austreten der Mikrowellenstrahlung aus dem Garraum zu verhindern.
[0007] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Befestigungssystem sowie
ein Gargerät mit einem solchen Befestigungssystem zur Verfügung zu stellen, welche
für einen Mikrowellenbetrieb geeignet sind.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte
Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben
sich aus der allgemeinen Beschreibung der Erfindung und der Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
[0009] Das erfindungsgemäße Gargerät umfasst wenigstens einen Garraum mit wenigstens einer
Garraumwandung und wenigstens einer dem Garraum zugeordneten Mikrowellenheizquelle
und wenigstens einer Trageinrichtung zur Aufnahme von Gargutträgern. Die Garraumwandung
weist wenigstens eine Ausnehmung und wenigstens eine Durchführungseinrichtung auf.
Die Durchführungseinrichtung weist wenigstens eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme
wenigstens eines Befestigungselements der Trageinrichtung auf. Dabei ist an der Durchgangsöffnung
der Durchführungseinrichtung wenigstens ein rohrartiger Führungsabschnitt ausgebildet.
Der Führungsabschnitt weist wenigstens einen Sicherheitsabschnitt zur Abschirmung
von Mikrowellenstrahlung auf, sodass im montierten Zustand des Befestigungselements
in der Durchführungseinrichtung innerhalb des Sicherheitsabschnitts kein Befestigungselement
angeordnet ist.
[0010] Das erfindungsgemäße Gargerät hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist, dass
der rohrartige Führungsabschnitt wenigstens einen Sicherheitsabschnitt zur Abschirmung
von Mikrowellenstrahlung aufweist. Die Trageinrichtung eignet sich somit besonders
für einen Einsatz im Mikrowellenbetrieb. Durch den Sicherheitsabschnitt kann das Austreten
von Mikrowellenstrahlung zuverlässig vermieden werden, da im montierten Zustand innerhalb
des Sicherheitsabschnitts kein Befestigungselement angeordnet ist. Somit kann beispielsweise
zwischen dem Befestigungselement und der Durchführungseinrichtung kein Koaxialleiter-Effekt
auftreten, durch welchen Mikrowellenstrahlung den Garraum verlassen könnte.
[0011] Ein weiterer Vorteil des Gargeräts ist, dass es eine kostengünstige und zuverlässige
Montagemöglichkeit für die Trageinrichtung zur Aufnahme von Gargutträgern bietet.
Beispielsweise können die Trageinrichtung und/oder das Befestigungselement als Traggitter
ausgebildet sein. Durch eine solche Ausbildung können gegenüber flächigen Halterungen
Spannungsspitzen vermieden werden. Zudem kann eine solche Montage auch unaufwendig
in einer formschönen und optisch ansprechenden Weise ausgestaltet werden.
[0012] Ein weiterer Vorteil ist, dass das Befestigungselement bei der Montage einfach in
die Durchführungseinrichtung eingeführt werden kann, sodass mit geringem Aufwand eine
zuverlässige und mikrowellenabgeschirmte Verbindung hergestellt wird. Dieses Gargerät
hat gegenüber Gargeräten, bei denen die Trageinrichtungen in die Wandung geprägt sind,
den Vorteil, dass auch metallische Gargutträger verwendet werden können.
[0013] Der Sicherheitsabschnitt zur Abschirmung von Mikrowellenstrahlung ist vorzugsweise
derart ausgebildet, dass im montierten Zustand des Befestigungselements in der Durchführungseinrichtung
innerhalb des Sicherheitsabschnitts kein Befestigungselement angeordnet ist. Möglich
ist auch, dass der Sicherheitsabschnitt derart ausgebildet, dass im montierten Zustand
des Befestigungselements in der Durchführungseinrichtung innerhalb des Sicherheitsabschnitts
kein Befestigungselement angeordnet werden kann. Dazu kann beispielsweise wenigstens
eine Verjüngung und/oder radiale Erhebung und/oder wenigstens ein Vorsprung oder dergleichen
in der Durchführungseinrichtung vorgesehen sein, wodurch ein Eintreten des Befestigungselements
in den Sicherheitsabschnitt verhindert wird.
[0014] Es ist auch möglich, dass die Durchführungseinrichtung bzw. der rohrartige Führungsabschnitt
wenigstens einen Befestigungsabschnitt umfassen. Der Befestigungsabschnitt liegt vorzugsweise
in einem Bereich außerhalb des Sicherheitsabschnitts. Dabei ist es besonders bevorzugt
und vorteilhaft, dass das Befestigungselement im montierten Zustand im Befestigungsabschnitt
endet. So wird ein Freibleiben des Sicherheitsabschnitts gewährleistet.
[0015] Das Befestigungselement und die Trageinrichtung können einteilig ausgebildet sein.
Möglich ist auch, dass das Befestigungselement fest und/oder unlösbar mit der Trageinrichtung
verbunden ist. Zum Beispiel kann die Trageinrichtung aus einem Draht und/oder Gitterstab
gebogen sein, wobei ein Teil des Gitterstabes als Befestigungselement vorgesehen ist,
welches in die Durchführungseinrichtung aufnehmbar ist. Die Trageinrichtung ist vorzugsweise
wenigstens teilweise aus wenigstens einem metallischen Material. Besonders bevorzugt
ist das Befestigungselement aus einem metallischen Material. Auch die Durchführungseinrichtung
ist insbesondere aus einem einem metallischen Werkstoff. Die Trageinrichtung und/oder
die Durchführungseinrichtung können aber auch aus einem elektrisch nicht leitenden
Material und insbesondere aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sein.
[0016] Vorzugweise ist der rohrartige Führungsabschnitt an der dem Garraum abgewandten Seite
der Durchgangsöffnung angeordnet. Dabei kann auch wenigstens ein Teil des Führungsabschnitts
in der Durchgangsöffnung vorgesehen sein.
[0017] Der Sicherheitsabschnitt hat insbesondere eine Länge von größer oder gleich 0,05
mm. Bevorzugt ist der Sicherheitsabschnitt ein Millimeter bis mehrere Millimeter lang.
Der Sicherheitsabschnitt kann sich auch über mehr als einen Zentimeter erstrecken.
Möglich ist aber auch ein Sicherheitsabschnitt, welcher größer ist als der Abstand
zwischen dem Befestigungselement und dem Führungsabschnitt im montierten Zustand.
[0018] Besonders bevorzugt wird der Sicherheitsabschnitt dadurch gebildet, dass die Länge
des Führungsabschnitts der Durchführungseinrichtung größer ist als der Abschnitt des
Befestigungselements, welcher im montierten Zustand in der Durchgangsöffnung aufgenommen
ist. Das hat den Vorteil, dass immer ein Sicherheitsabstand verbleibt und kein Koaxialleitereffekt
auftreten kann, unabhängig davon, wie tief das montierte Befestigungselement in die
Durchgangsöffnung eingeführt ist.
[0019] Insbesondere ist der Durchmesser der Durchgangsöffnung kleiner als die Hälfte der
Wellenlänge der eingesetzten Mikrowellenstrahlung. Der Durchmesser der Durchgangsöffnung
kann dabei kleiner als 6cm und vorzugsweise auch kleiner als 3cm sein. Die Durchgangsöffnung
kann auch rechteckig oder quadratisch oder mehreckig ausgestaltet sein. Möglich ist
auch eine Ausgestaltung mit Abrundungen und oder Kurven oder mit in einer beliebigen
anderen Form. Dabei ist die Breite und/oder die lichte Weite der Durchgangsöffnung
insbesondere kleiner ist als die Hälfte der Wellenlänge der eingesetzten Mikrowellenstrahlung
und vorzugsweise kleiner als ein Viertel der Wellenlänge. Durch eine solche Ausgestaltung
wird einem Austreten von Mikrowellenstrahlung aus dem Garraum wirkungsvoll entgegengewirkt.
[0020] Es ist möglich und bevorzugt, dass die Länge des Führungsabschnitts der Durchführungseinrichtung
größer ist als die Dicke der Garraumwandung im Bereich der Ausnehmung. Insbesondere
ist die Länge des Führungsabschnitts doppelt so lang oder drei mal so lang oder ein
Vielfaches so lang wie die Dicke der Garraumwandung im Bereich der Ausnehmung. Vorzugsweise
mehr als ein Zehnfaches länger als die Dicke der Garraumwandung.
[0021] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Durchführungseinrichtung wenigstens
teilweise als wenigstens ein Hohlniet ausgebildet oder umfasst wenigstens einen solchen.
Bevorzugt ist der Führungsabschnitt als wenigstens ein Hohlniet ausgebildet. Eine
solche Ausgestaltung bietet eine kostengünstige und zuverlässige Möglichkeit, die
Durchführungseinrichtung bzw. den Führungsabschnitt an der Garraumwandung zu montieren.
Dabei wird die Länge des Hohlniets vorzugsweise so gewählt, dass ein Sicherheitsabstand
verbleibt, wenn das Befestigungselement in die Durchgangsöffnung eingeführt ist. Möglich
ist aber auch eine Verschraubung, welche eine entsprechende Durchgangsöffnung zu Verfügung
stellt, beispielsweise eine hohle Schraube.
[0022] Der rohrartige Führungsabschnitt kann aber auch einteilig mit der Garraumwandung
ausgebildet sein, z. B. durch einen Umformungsprozess herausgebildet sein. Es ist
auch möglich, dass der Führungsabschnitt stoffschlüssig, z. B. durch Schweißen, mit
der Garraumwandung verbunden ist. Es kann auch eine formschlüssige Verbindung vorgesehen
sein, bei der der rohrartige Führungsabschnitt beispielsweise mit der Garraumwandung
verpresst und/oder vernietet und/oder verschraubt ist.
[0023] In einer besonders bevorzugten und vorteilhaften Ausgestaltung ist wenigstens eine
Isoliereinrichtung vorgesehen. Die Isoliereinrichtung ist insbesondere im Wesentlichen
dazu geeignet und ausgebildet, die Trageeinrichtung von der Garraumwandung zu distanzieren
und/oder elektrisch zu isolieren. Insbesondere ist die Isoliereinrichtung dazu geeignet
und ausgebildet, das Befestigungselement der Trageinrichtung von der Garraumwandung
und insbesondere dem rohrartigen Führungsabschnitt elektrisch zu isolieren. Ein besonderer
Vorteil der Isoliereinrichtung ist, dass dadurch im Mikrowellenbetrieb Spannungsüberschlägen
bzw. Funkenschlägen zwischen der Trageeinrichtung bzw. dem Befestigungselement und
der Garraumwandung bzw. dem rohrartigen Führungsabschnitt entgegengewirkt wird.
[0024] Bevorzugt ist die Isoliereinrichtung im montierten Zustand zwischen der Trageeinrichtung
und der Garraumwandung angeordnet. Die Isoliereinrichtung ist im montierten Zustand
auch bevorzugt zwischen dem Befestigungselement der Trageinrichtung und der Durchführungseinrichtung
bzw. dem rohrartigen Führungsabschnitt angeordnet, sodass ein direkter Kontakt zwischen
diesen Bauteilen verhindert wird.
[0025] Bevorzugt weist die Isoliereinrichtung dabei wenigstens bereichsweise eine entsprechende
Wandstärke auf, sodass neben der elektrischen Isolierung auch auch räumliche Beabstandung
der Trageinrichtung von der Durchführungseinrichtung bzw. der Garraumwandung erzielt
wird. Durch die räumliche Beabstandung können Spannungsüberschläge noch zuverlässiger
vermieden werden. Die räumliche Beabstandung kann größer als 0,1 mm sein. Vorzugsweise
ist die räumliche Beabstandung größer oder gleich 0,5 mm.
[0026] Insbesondere ist die Isoliereinrichtung wenigstens teilweise im rohrartigen Führungsabschnitt
angeordnet. Dabei weist die Isoliereinrichtung insbesondere wenigstens einen Aufnahmeabschnitt
auf, in welcher das Befestigungselement im montierten Zustand aufnehmbar ist. Zur
Vermeidung von Durchschlägen kann die Wandstärke der Isoliereinrichtung insbesondere
im Bereich des Aufnahmeabschnitts größer oder gleich 0,1 mm und vorzugsweise größer
oder gleich 0,5 mm betragen. Der Aufnahmeabschnitt kann wenigstens eine Verjüngung
und/oder Erhebung oder dergleichen aufweisen, welche das Einführen des Befestigungselements
derart einschränken, dass der Sicherheitsabschnitt frei bleibt.
[0027] Dabei ist die Isoliereinrichtung vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden und/oder
elektrisch nicht leitendem bzw. kaum leitenden Material. Die elektrische Leitfähigkeit
ist dabei vorzugsweise < 10
-3 S/m. Die Isoliereinrichtung ist insbesondere auch aus einem flexiblen und/oder elastischen
Material, z. B. einem Silikonmaterial. Die Isoliereinrichtung kann auch aus einem
anderen Kunststoffmaterial sein, z. B. aus einem Teflonmaterial.
[0028] Die Isoliereinrichtung ist bevorzugt beständig gegenüber den im Betrieb des Gargerätes
zu erwartenden Temperaturen sowie dem zu erwartenden Dampf bei einem Dampfgar- oder
Klimagarbetrieb. Die Isoliereinrichtung ist bevorzugt auch beständig gegenüber Mikrowellenstrahlung
im Mikrowellenbetrieb. Beispielsweise kann ein vorzugsweise hohler Silikonstopfen
verwendet werden, welcher kostengünstig ist und unaufwendig in der Durchführungseinrichtung
bzw. dem rohrartigen Führungsabschnitt montiert werden kann. Ein Material aus Silikon
weist zudem eine gute Beständigkeit im Mikrowellenbetrieb auf.
[0029] Die Isoliereinrichtung kann wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung aufweisen. Die
Abstandshalteeinrichtung ist insbesondere dazu ausgebildet und geeignet, ein Einführen
des Befestigungselements in den Sicherheitsabschnitt zu verhindern. Die Isoliereinrichtung
kann auch dazu ausgebildet und geeignet sein, dass das Befestigungselement im montierten
Zustand im Befestigungsabschnitt endet. Die Abstandshalteeinrichtung hat zudem den
weiteren Vorteil, dass die Trageeinrichtung von der Garraumwandung beabstandet wird
und somit Spannungsüberschlägen im Mikrowellenbetrieb zuverlässig entgegen gewirkt
werden kann.
[0030] Insbesondere ist die Abstandshalteeinrichtung zum Garraum hin angeordnet, sodass
die Trageinrichtung bzw. das Befestigungselement auf Abstand zur Garraumwandung gehalten
werden. So können Spannungsüberschläge im Mikrowellenbetrieb verhindert werden. Beispielsweise
kann die Isoliereinrichtung als ein Stopfen ausgebildet sein, welcher in den Führungsabschnitt
eingeführt wird. Dabei kann die Auflagefläche des Stopfens innerhalb des Garraums
bzw. an der Garraumwandung entsprechend dick ausgebildet sein, sodass ein Teil der
Isoliereinrichtung als Abstandshalteeinrichtung wirkt und ein zu tiefes Einführen
des Befestigungselements verhindert. Die Abstandshalteeinrichtung und die Isoliereinrichtung
können einstückig ausgebildet sein.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst das Gargerät wenigstens eine
dem Garraum zugeordnete Dampferzeugungseinrichtung. Der Dampf kann zum Heizen und/oder
zur Feuchteregulierung vorgesehen sein, wie z. B. beim sog. Klimagaren. Dabei weist
die Isoliereinrichtung insbesondere wenigstens ein Sackloch zur Aufnahme wenigstens
eines Teils des Befestigungselements auf. Die Isoliereinrichtung ist insbesondere
dazu ausgebildet und geeignet, die Ausnehmung im Garraum und/oder die Durchgangsöffnung
abzudichten. Die Isoliereinrichtung weist dazu im Wesentlichen abdichtende Eigenschaften
gegenüber des in einem Gargerät mit Dampfheizquelle herrschenden Dampfes auf.
[0032] Das hat den Vorteil, dass das Befestigungselement isoliert und beabstandet aufgenommen
werden kann und zugleich ein unaufwendiges, dampfdichtes Abschließen der Durchgangsöffnung
möglich ist. Einem Dampfaustritt aus der Ausnehmung bzw. der Durchführungseinrichtung
wird somit zuverlässig entgegen gewirkt.
[0033] Vorzugsweise ist die Tiefe des Sacklochs geringer ist als die Länge des Teils des
Befestigungselements, welcher innerhalb der Ausnehmung angeordnet ist. Ein derartiges
Sackloch hat den Vorteil, dass ein Einführen des Befestigungselements in den Sicherheitsabschnitt
verhindert wird. Es kann aber auch wenigstens eine Verjüngung und/oder Erhebung oder
dergleichen im Sackloch vorgesehen sein, welche das Einführen des Befestigungselements
in den Sicherheitsabschnitt blockiert.
[0034] Vorzugsweise weist die Isoliereinrichtung wenigstens eine Montagehilfe auf. Die Montagehilfe
kann als ein Fortsatz und/oder eine Verlängerung oder dergleichen an der Isoliereinrichtung
vorgesehen sein. Die Montagehilfe ist insbesondere einstückig mit der Isoliereinrichtung
ausgebildet. Dadurch ist die Isoliereinrichtung einfach zu montieren. Beispielsweise
ist so ein einfaches Einstecken und schnelles Hindurchziehen der Isoliereinrichtung
durch die Durchführungseinrichtung möglich. Anschließend kann die Montagehilfe verbleiben
oder sie wird entfernt, z. B. durch Abschneiden oder Abbrechen. Dazu kann auch eine
Sollbruchstelle oder dergleichen vorgesehen sein.
[0035] Es ist möglich, dass wenigstens ein Teil der Isoliereinrichtung wenigstens einen
Teil der Durchführungseinrichtung und wenigstens einen Teil der Garraumwandung überdeckt.
Bevorzugt ragt die Isoliereinrichtung aus der Durchführungseinrichtung bzw. dem Führungsabschnitt
in den Garraum hervor und überdeckt dabei insbesondere die Trennung bzw. den Übergang
zwischen Garraumwandung und der Durchführungseinrichtung. Dabei kann auch die Abstandshalteeinrichtung
zum Abdecken bzw. Verdecken des Übergangs vorgesehen sein. Das ermöglicht ein kostengünstiges
und unaufwendiges Abdichten der Durchgangsöffnung.
[0036] Es ist auch möglich, dass die Isoliereinrichtung einen Durchmesser mit Übermaß gegenüber
der Durchgangsöffnung aufweist. Bevorzugt ist die Isoliereinrichtung als ein zylindrischer
bzw. rohrartiger Hohlstopfen ausgebildet, wobei der Durchmesser des Hohlstopfens ein
entsprechend größer ist ist der Durchmesser des rohrartigen Führungsabschnitts. Das
ist insbesondere bei einer Isoliereinrichtung aus einem flexiblen und/oder elastischen
Material vorgesehen. So kann unaufwendig ein dampfdichtes Anliegen der Isoliereinrichtung
erreicht werden.
[0037] Ebenfalls möglich und bevorzugt ist, dass die Isoliereinrichtung wenigstens eine
Befestigungseinrichtung zur Befestigung an der Durchführungseinrichtung aufweist.
Die Befestigungseinrichtung ist vorzugsweise auf der dem Garraum abgewandten Seite
der Garraumwandung vorgesehen. Es kann auch auf der dem Garraum zugewandten Seite
eine Befestigungseinrichtung vorgesehen sein. Beispielsweise kann die Abstandshalteeinrichtung
wenigstens teilweise als Befestigungseinrichtung ausgebildet sein. Insbesondere weist
die Isoliereinrichtung eine Rasteinrichtung auf, z. B. wenigstens einen Hinterschnitt
und/oder wenigstens einen Rasthaken oder dergleichen. Vorzugsweise wird die Isoliereinrichtung
bei dem und/oder nach dem Befestigen etwas gedehnt, sodass ein strammes und somit
dampfdichtes Anliegen ermöglicht wird.
[0038] Das Befestigungssystem ist für ein Gargerät geeignet, welches wenigstens einen Garraum
mit wenigstens einer Garraumwandung und wenigstens eine dem Garraum zugeordnete Mikrowellenheizquelle
aufweist. Es wenigstens eine Trageinrichtung zur Aufnahme von Gargutträgern vorgesehen.
Für die Garraumwandung sind wenigstens eine Ausnehmung und wenigstens eine Durchführungseinrichtung
vorgesehen. Die Durchführungseinrichtung weist wenigstens eine Durchgangsöffnung zur
Aufnahme wenigstens eines Befestigungselements der Trageinrichtung auf. Dabei ist
an der Durchgangsöffnung der Durchführungseinrichtung wenigstens ein rohrartiger Führungsabschnitt
ausgebildet. Der Führungsabschnitt weist wenigstens einen Sicherheitsabschnitt zur
Abschirmung von Mikrowellenstrahlung auf, sodass im montierten Zustand des Befestigungselements
in der Durchführungseinrichtung innerhalb des Sicherheitsabschnitts kein Befestigungselement
angeordnet ist.
[0039] Das Befestigungssystem hat viele Vorteile. Einen erheblichen Vorteil bietet der Sicherheitsabschnitt,
in welchem kein Befestigungselement angeordnet ist. Dadurch tritt zwischen dem Befestigungselement
und der Durchführungseinrichtung kein Koaxialleiter-Effekt auf. Somit kann mit dem
Befestigungssystem eine Trageeinrichtung für Gargutträger befestigt werden, während
der Garraum eines Gargerätes zuverlässig abgeschirmt wird. Das Befestigungssystem
eignet sich somit besonders für einen Einsatz im Mikrowellenbetrieb.
[0040] Vorzugsweise zeigt das Befestigungssystem Weiterbildungen, wie sie zuvor für das
Gargerät entsprechend beschrieben wurden.
[0041] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0042] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines Gargeräts;
- Figur 2
- ein schematisiertes Befestigungssystem für ein Gargerät;
- Figur 3
- ein schematisiertes Befestigungssystem für ein Gargerät in einer anderen Ausgestaltung;
- Figur 4
- ein schematisiertes Befestigungssystem für ein Gargerät in einer weiteren Ausgestaltung;
und
- Figur 5
- eine andere Weiterbildung eines schematisierten Befestigungssystem für ein Gargerät.
[0043] In der Figur 1 ist ein Gargerät 1 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt.
Das Gargerät 1 kann von einem Benutzer über eine Bedieneinrichtung 104 bedient werden
und hat einen Garraum 2 zur Behandlung von Gargut, welcher mittels einer Tür 105 verschließbar
ist. Zum Erwärmen bzw. Erhitzen des Garguts weist das Gargerät 1 hier eine Mikrowellenheizquelle
102 auf. Weitere Heizquellen, wie beispielsweise ein Oberhitzeheizkörper und/oder
ein Unterhitzeheizkörper sowie eine Umluftheizquelle und dergleichen können vorgesehen
sein. Die verschiedenen Heizquellen sind einzeln oder auch beliebig miteinander kombiniert
betreibbar. Das Gargerät 1 kann sowohl als Einbaugerät als auch als alleinstehendes
Gargerät 1 ausgebildet sein kann.
[0044] Das Gargerät 1 ist hier als ein Kombigerät 100 ausgeführt, welches zur Zubereitung
von Speisen eine Dampfgarfunktion sowie eine sogenannte Klimagarfunktion aufweist.
Dazu ist eine Dampferzeugungseinrichtung 101 vorgesehen, welche Wasser mittels einer
Heizeinrichtung erhitzt und verdampft. Der Dampf kann einerseits im herkömmlichen
Sinne zum Dampfgaren von Speisen eingesetzt werden, und andererseits kann der Dampf
beim Klimagaren zur Feuchteregulierung im Garraum 2 eingesetzt werden.
[0045] Die Garraumtür 105 sowie die Garraumwandung 12 sind dazu geeignet und ausgebildet,
ein Austreten von Mikrowellen und Dampf im Wesentlichen zu verhindern. Die Garraumtür
105 kann durch einen Türöffner geöffnet werden. Es ist wenigstens eine Sicherheitseinrichtung
vorgesehen, welche einen Mikrowellenbetrieb bei nicht korrekt verschlossener Garraumtür
105 verhindert.
[0046] Der Garraum 2 ist von einer Garraumwandung 12 umgeben, welche hier als eine Garraummuffel
ausgebildet ist. Zur Positionierung von Gargutträgern 103, wie beispielsweise Backbleche
oder Gitterroste oder auch Gargutbehälter, ist im Garraum 2 eine Trageinrichtung 3
vorgesehen. Die Trageeinrichtung 3 besteht hier aus zwei an gegenüberliegenden Seitenflächen
des Garraums 2 befestigten Traggittern. Das Traggitter besteht hier aus mehreren Drähten
bzw. Stäben, welche in Längs- bzw. in Querrichtung angeordnet und miteinander verbunden
sind. So können ein oder mehrere Gargutträger 103 in den Garraum 2 in verschiedenen
Höhenpositionen eingeschoben werden.
[0047] In der Figur 2 ist ein Befestigungssystem 200 für ein Gargerät 1 und beispielsweise
für einen Mikrowellenherd und/oder ein Kombigerät 100 gezeigt. Das Befestigungssystem
200 umfasst hier eine Trageinrichtung 3. Die Trageinrichtung 3 kann ein oder mehrere
Gargutträger 103 aufnehmen, sodass diese an entsprechender Stelle im Garraum 2 positioniert
werden können. Das Befestigungssystem 200 ist hier in einer teilweise geschnittenen
Seitenansicht gezeigt, wobei die Schnittebene hier durch eine Seitenfläche einer Garraumwandung
12 des Gargeräts 1 verläuft.
[0048] Die Trageinrichtung 3 ist sehr stark schematisiert dargestellt und weist ein L-förmiges
Profil auf. Die Trageinrichtung 3 ist hier nur beispielhaft gezeigt und kann auch
in einer beliebigen anderen Form ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Trageinrichtung
3 auch ein U-förmiges und/oder ein C-förmiges Profil aufweisen. Möglich sind auch
andere Profilarten.
[0049] Die Trageinrichtung 3 kann beispielsweise auch als Traggitter ausgeführt sein und
über einen oder mehrere Tragstäbe verfügen. Dabei sind die Tragstäbe im montierten
Zustand vorzugsweise horizontal angeordnet. So kann beispielsweise ein Gargutträger
103 mit seinen Außenseiten auf die Tragstäbe aufgelegt werden und an diesen entlang
in den Garraum 2 eingeschoben werden. Es können auch mehrere Tragstäbe übereinander
angeordnet sein, um ein Positionieren des Gargutträgers 103 in verschiedenen Höhen
zu ermöglichen. Die Tragstäbe können auch untereinander verbunden und/oder mit anderen
Stäben zur Stabilisierung verbunden sein. Das Traggitter kann aber auch aus einem
oder mehreren Stäben bzw. Drähten gebildet sein.
[0050] Weiterhin können auch ausziehbare Teleskopschienen und/oder Rollen oder sonstige
Führungseinrichtungen vorgesehen sein, welche ein bequemes Einschieben bzw. Herausziehen
des Gargutträgers 103 ermöglichen. Die Trageinrichtung 3 des Befestigungssystems 200
kann aber auch so ausgestaltet sein, dass damit ein bereits vorhandenes Tragsystem
für Gargutträger 103 bzw. ein weiteres Tragsystem aufgenommen werden kann. Das hat
den Vorteil, dass bereits bekannte bzw. vorhandene Tragsysteme unaufwendig mit dem
Befestigungssystem 200 nachgerüstet werden können, sodass auch mit diesen Tragsystemen
ein zuverlässiger Mikrowellenbetrieb möglich ist.
[0051] Zur Befestigung der Trageinrichtung 3 weist diese ein Befestigungselement 13 auf,
welches in einer Durchführungseinrichtung 4 aufgenommen ist. Die Durchführungseinrichtung
4 ist an der Garraumwandung 12 angebracht und weist eine Durchgangsöffnung 14 auf,
in welcher das Befestigungselement 13 aufgenommen werden kann. Dazu weist die Garraumwandung
12 im Bereich der Durchgangsöffnung 14 eine entsprechende Ausnehmung 22 auf.
[0052] Die Durchführungseinrichtung 4 ist hier als ein Hohlniet 54 ausgebildet. Eine solche
Ausgestaltung bietet eine kostengünstige und haltbare Befestigung für die Trageinrichtung
3. Zudem ist so eine sehr unkomplizierte Montage möglich. Beispielsweise wird dabei
die Ausnehmung 22 in die Garraumwandung 12 gestanzt bzw. gebohrt, in welche der Hohlniet
54 anschließend eingesetzt werden kann.
[0053] Zur Aufnahme und zur Führung des Befestigungselements 13 weist die Durchführungseinrichtung
4 hier einen rohrartigen Führungsabschnitt 64 auf, welcher hier von dem Hohlniet 54
gebildet wird. Dabei ist die Länge 44 des Führungsabschnitts 64 größer ausgebildet
als der Abschnitt 23 des Befestigungselements 13, welcher im montierten Zustand in
der Durchführungseinrichtung 4 bzw. im Hohlniet 54 aufgenommen ist. Somit verbleibt
zwischen dem Ende des Befestigungselements 13 und dem Ende des Hohlniets 54 ein Sicherheitsabschnitt
24 zur Abschirmung von Mikrowellenstrahlung.
[0054] Der Sicherheitsabschnitt 24 hat den Vorteil, dass hier kein sogenannter Koaxialleitereffekt
auftreten kann. Aufgrund des Sicherheitsabschnitts 24 kann der Hohlniet 54 nicht als
eine Art Außenleiter und das Befestigungselement 13 nicht als eine Art Innenleiter
wirken. So wird durch den Sicherheitsabschnitt 24 ein Austreten von Mikrowellenstrahlung
aus dem Garraum 2 wirkungsvoll verhindert.
[0055] Des Weiteren ist der Durchmesser 34 der Durchgangsöffnung 14 kleiner als die Hälfte
der eingesetzten Wellenlänge der Mikrowellenstrahlung ausgebildet. Bevorzugt ist der
Durchmesser 34 kleiner als 20 mm und besonders bevorzugt kleiner als 10 mm. Zudem
ist die Länge 44 des Führungsabschnitts 64 bzw. die Länge des Hohlniets 54 um ein
Vielfaches größer als die Dicke 32 der Garraumwandung 12. Vorzugsweise ist die Länge
44 größer als 10 mm und besonders bevorzugt größer als 20 mm.
[0056] Zwischen dem Hohlniet 54 und dem Befestigungselement 13 befindet sich hier eine Isoliereinrichtung
5, welche hier insbesondere zur elektrischen Isolierung der Trageinrichtung 3 bzw.
des Befestigungselements 13 von der Garraumwandung 12. Eine solche Isolierung wirkt
Spannungsüberschlägen im Mikrowellenbetrieb wirkungsvoll entgegen. Ebenfalls zur Verhinderung
von Spannungsüberschlägen weist die Isoliereinrichtung 5 an ihrem garraumseitigen
Ende eine Abstandshalteeinrichtung 15 auf. Die Abstandshalteeinrichtung 15 hat hier
zudem den Vorteil, dass ein Eindringen des Befestigungselements 13 in den Sicherheitsabschnitt
24 verhindert wird.
[0057] Die Isoliereinrichtung 5 ist hier aus einem Silikonmaterial. Eine solches Material
ist elektrisch gut isolierend, gut mikrowellenbeständig und temperaturbeständig sowie
dampfbeständig gegenüber den in einem Gargerät 1 bzw. Kombigerät 100 zu erwartenden
Bedingungen. Zudem lässt sich eine solche Isoliereinrichtung 5 wirtschaftlich herstellen
und aufgrund seiner Flexibilität gut montieren und stellt dabei ohne größeren Aufwand
eine geeignete Dichtwirkung gegenüber Dampf her. Zur Verbesserung der Dampfdichtigkeit
weist die Isoliereinrichtung 5 hier ein Sackloch 35 auf, in welches das Befestigungselement
13 aufgenommen ist.
[0058] Bei der Montage wird die Isoliereinrichtung 5 durch die Durchgangsöffnung 14 gesteckt,
wobei eine Montagehilfe 35 vorgesehen ist, welche das Einstecken erleichtert. Die
Montagehilfe 35 kann nach erfolgter Montage an der Isoliereinrichtung 5 verbleiben
oder aber auch entfernt werden, z.B. durch Abschneiden. Nach dem Einstecken wird die
Isoliereinrichtung 5 auf der Außenseite des Garraums hinter dem Hohlniet 54 verrastet.
Dazu ist eine Befestigungseinrichtung 55 vorgesehen, welche hier als eine Rasteinrichtung
65 ausgebildet ist.
[0059] Die Rasteinrichtung 65 wird hier durch eine umlaufende Erhebung gebildet. Beim Einstecken
wird die Isoliereinrichtung 5 etwas gedehnt, bis die Rasteinrichtung 65 das eine Ende
des Hohlniets 54 umgreifen kann. Dadurch wird auch gewährleistet, dass die Isoliereinrichtung
5 auf der Garrauminnenseite dampfdicht anliegt. Dabei ist das zur Garrauminnenseite
zeigende Ende der Isoliereinrichtung 5 so ausgestaltet, dass es die Trennung bzw.
den Übergang zwischen der Garraumwandung 12 und der Durchführungseinrichtung 4 überlappt.
Dazu können beispielsweise eine Verbreiterung und/oder ein Kragen oder dergleichen
vorgesehen sein.
[0060] Die Isoliereinrichtung 5 kann auch ein Übermaß gegenüber dem Durchmesser 34 der Durchgangsöffnung
14 aufweisen, um ein besonders straffes und somit entsprechend dampfdichtes Anliegen
zur gewährleisten. Vorzugsweise ist die Isoliereinrichtung 5 mit der Abstandshalteeinrichtung
15 und der Montagehilfe 35 sowie der Befestigungseinrichtung 50 einstückig ausgebildet,
sodass eine wirtschaftliche Herstellung mittels Formwerkzeugen möglich ist.
[0061] Die Figur 3 zeigt ein Befestigungssystem 200 mit einer Isoliereinrichtung 5, bei
welcher die Montagehilfe 35 entfernt wurde. Das Befestigungselement 13 endet hier
in einem Befestigungsabschnitt 74 des Führungsabschnitts 64. Dadurch verbleibt innerhalb
des Führungsabschnitts 64 bzw. innerhalb des Hohlniets 54 ein Sicherheitsabschnitt
24, sodass einem Austreten von Mikrowellenstrahlung zuverlässig entgegen gewirkt wird.
[0062] Die Figur 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Befestigungssystems 200. Das Sackloch
25 der Isoliereinrichtung 5 ist hier entsprechend kürzer ausgeführt, sodass ein Hineinschieben
des Befestigungselements 13 in den Sicherheitsabschnitt 24 verhindert wird. Zudem
hat eine solche Ausgestaltung den Vorteil, dass ein ausreichender Abstand zwischen
Garraumwandung 12 und Trageeinrichtung 3 unabhängig von der Abstandshalteeinrichtung
15 gewährleistet ist. Dadurch können Spannungsüberschläge verhindert werden.
[0063] In der Figur 5 ist eine weitere Ausgestaltung des Befestigungssystems 200 ohne eine
Isoliereinrichtung 5 gezeigt. Dabei können die Trageinrichtung 3 und die Garraumwandung
12 zur Vermeidung von Spannungsüberschlägen elektrisch leitend miteinander verbunden
sein. Zur Reduzierung des Widerstands kann auch eine Schweiß- und/oder Lötverbindung
oder dergleichen zwischen dem Befestigungselement 13 und dem Hohlniet 54 und/oder
der Garraumwandung 12 vorgesehen sein. Die Länge 44 des Hohlniets 54 ist hier so gewählt,
dass sie größer bzw. länger ist als der Abschnitt 23 des Befestigungselements 13,
welcher innerhalb des Führungsabschnitts 64 aufgenommen ist. Dadurch endet das Befestigungselement
13 im Befestigungsabschnitt 74 und ein Freibleiben des Sicherheitsabschnitts 24 ist
gewährleistet.
[0064] Um ein Freibleiben des Sicherheitsabschnitts 24 auch bei Verwendung eines längeren
Befestigungselements 13 zu gewährleisten, weist der Hohlniet 54 hier eine umlaufende
radiale Verjüngung 244 auf. Die Verjüngung 244 befindet sich hier am Übergang des
Befestigungsabschnitts 74 zum Sicherheitsabschnitt 24, sodass ein Hineinschieben des
Befestigungselements 13 in den Sicherheitsabschnitt 24 nicht möglich ist. Dabei ist
der Sicherheitsabschnitt 24 bevorzugt ein Millimeter bis mehrere Millimeter lang.
Möglich ist aber auch ein Sicherheitsabschnitt 24, welcher größer oder kleiner ist.
[0065] Insgesamt stellt die vorliegende Erfindung ein Gargerät 1 und ein Befestigungssystem
200 zur Verfügung, welche besonders gut für eine Verwendung im Mikrowellenbetrieb
geeignet sind. Trageinrichtungen 3 für Gargutträger 103 können so kostengünstig und
unaufwendig im Garraum 2 montiert werden. Dabei wird dem Auftreten von Spannungsüberschlägen
durch eine Isoliereinrichtung 5 zuverlässig entgegen gewirkt. Eine sichere Abschirmung
von Mikrowellenstrahlung im Mikrowellenbetrieb wird durch einen Sicherheitsabschnitt
24 erreicht. Zudem ermöglicht eine entsprechende Weiterbildung der Isoliereinrichtung
5 als ein Silikonstopfen mit Sackloch 25 ein mirkowellenbeständiges und kostengünstiges
sowie dampfdichtes Abschließen des Garraums 2, was besonders bei Kombigeräten 100
von Vorteil ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine optisch ansprechende Ausgestaltung
möglich ist.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Gargerät
- 2
- Garraum
- 3
- Trageinrichtung
- 4
- Durchführungseinrichtung
- 5
- Isoliereinrichtung
- 12
- Garraumwandung
- 13
- Befestigungselement
- 14
- Durchgangsöffnung
- 15
- Abstandshalteeinrichtung
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Abschnitt
- 24
- Sicherheitsabschnitt
- 25
- Sackloch
- 32
- Dicke
- 34
- Durchmesser
- 35
- Montagehilfe
- 44
- Länge
- 54
- Hohlniet
- 55
- Befestigungseinrichtung
- 64
- Führungsabschnitt
- 74
- Befestigungsabschnitt
- 65
- Rasteinrichtung
- 100
- Kombigerät
- 101
- Dampferzeugungseinrichtung
- 102
- Mikrowellenheizquelle
- 103
- Gargutträger
- 104
- Bedieneinrichtung
- 105
- Tür
- 200
- Befestigungssystem
- 244
- Verjüngung
- 200
- Befestigungssystem
1. Gargerät (1), mit
wenigstens einem Garraum (2), welcher wenigstens eine Garraumwandung (12) aufweist,
und mit wenigstens einer Mikrowellenheizquelle (102), zum Erhitzen von Gargut,
und mit wenigstens einer Trageinrichtung (3) zur Aufnahme von Gargutträgern (103),
wobei die wenigstens einer Trageinrichtung (3) ein Befestigungselement (13) aufweist,
und wobei die Garraumwandung (12) wenigstens eine Ausnehmung (22) und wenigstens eine
Durchführungseinrichtung (4) aufweist, wobei die Durchführungseinrichtung (4) wenigstens
eine Durchgangsöffnung (14) zur Aufnahme wenigstens eines Befestigungselements (13)
der Trageinrichtung (3) aufweist,
und wobei an der Durchgangsöffnung (14) der Durchführungseinrichtung (4) wenigstens
ein rohrartiger Führungsabschnitt (64) ausgebildet ist, welcher wenigstens einen Sicherheitsabschnitt
(24) zur Abschirmung von Mikrowellenstrahlung aufweist,
und wobei der Sicherheitsabschnitt (24) dadurch gebildet ist, dass die Länge (44)
des Führungsabschnitts (64) der Durchführungseinrichtung (4) größer ist als der Abschnitt
(23) des Befestigungselements (13), welcher im montierten Zustand in der Durchgangsöffnung
(14) aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gargerät (1) eine Isoliereinrichtung (5) aufweist, welche im montierten Zustand
zwischen dem Befestigungselement (13) der Trageinrichtung (3) und der Durchführungseinrichtung
(4) und/oder dem rohrartigen Führungsabschnitt (64) angeordnet ist, wobei ein direkter
Kontakt zwischen diesen Bauteilen verhindert wird,
und wobei im montierten Zustand des Befestigungselements (13) in der Durchführungseinrichtung
(4) innerhalb des Sicherheitsabschnitts (24) kein Teil des Befestigungselementes (13)
angeordnet ist.
2. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (34) der Durchgangsöffnung (14) kleiner ist als die Hälfte der Wellenlänge
der eingesetzten Mikrowellenstrahlung.
3. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (44) des Führungsabschnitts (64) der Durchführungseinrichtung (4) größer
ist als die Dicke (32) der Garraumwandung (12) im Bereich der Ausnehmung (22).
4. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführungseinrichtung (4) wenigstens teilweise als ein Hohlniet (54) ausgebildet
ist.
5. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Isoliereinrichtung (5) aus einem elektrisch isolierenden und/oder
elektrisch nicht beziehungsweise kaum leitendem Material besteht, um die Trageeinrichtung
(3) von der Garraumwandung (12) elektrisch zu isolieren.
6. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Isoliereinrichtung (5) die Ausnehmung (22) im Garraum (2) und/oder
die Durchgangsöffnung (14) gegen einen Durchgang von Dampf abdichtet.
7. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät wenigstens eine Dampferzeugungseinrichtung (101) aufweist, welche zum
Heizen und/oder zur Feuchteregulierung im Garraum ausgebildet ist und dass die Isoliereinrichtung
(5) wenigstens ein Sackloch (25) zur Aufnahme wenigstens eines Teils des Befestigungselements
(13) aufweist.
8. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Isoliereinrichtung (5) wenigstens eine Montagehilfe (35) aufweist.
9. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Isoliereinrichtung (5) wenigstens einen Teil der Durchführungseinrichtung
(4) und wenigstens einen Teil der Garraumwandung (12) überdeckt.
10. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Isoliereinrichtung (5) einen Durchmesser mit Übermaß gegenüber der Durchgangsöffnung
(14) aufweist.
11. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Isoliereinrichtung (5) wenigstens eine Befestigungseinrichtung (55) und insbesondere
eine Rasteinrichtung (65) zur Befestigung an der Durchführungseinrichtung (4) aufweist.
12. Gargerät (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Isoliereinrichtung (5) aus einem Material besteht, dessen elektrische Leitfähigkeit
geringer ist als 10-3 S/m.
1. Cooking appliance (1), comprising at least one cooking chamber (2) which has at least
one cooking chamber wall (12), and comprising at least one microwave heating source
(102) for heating food, and comprising at least one support means (3) for receiving
food supports (103), the at least one support means (3) having a fastening element
(13), and the cooking chamber wall (12) having at least one recess (22) and at least
one passage means (4), the passage means (4) having at least one through-opening (14)
for receiving at least one fastening element (13) of the support means (3), and at
least one tubular guide portion (64) being formed at the through-opening (14) of the
passage means (4), which portion has at least one safety portion (24) for shielding
from microwave radiation, and the safety portion (24) being formed by the length (44)
of the guide portion (64) of the passage means (4) being greater than the portion
(23) of the fastening element (13) which is received in the through-opening (14) in
the assembled state, characterised in that the cooking appliance (1) has an insulating means (5) which is arranged between the
fastening element (13) of the support means (3) and the passage means (4) and/or the
tubular guide portion (64) in the assembled state, with direct contact between these
components being prevented, and no part of the fastening element (13) being arranged
within the safety portion (24) in the assembled state of the fastening element (13)
in the passage means (4).
2. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the diameter (34) of the through-opening (14) is smaller than half the wavelength
of the microwave radiation used.
3. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the length (44) of the guide portion (64) of the passage means (4) is greater than
the thickness (32) of the cooking chamber wall (12) in the region of the recess (22).
4. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the passage means (4) is at least partly formed as a hollow rivet (54).
5. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the at least one insulating means (5) consists of a material that is electrically
insulating and/or is not or is hardly electrically conductive in order to electrically
insulate the support means (3) from the cooking chamber wall (12).
6. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the at least one insulating means (5) seals off the recess (22) in the cooking chamber
(2) and/or the through-opening (14) from a passage of steam.
7. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the cooking appliance has at least one steam generating means (101) which is designed
for heating and/or moisture control in the cooking chamber and in that the insulating means (5) has at least one blind hole (25) for receiving at least
one part of the fastening element (13).
8. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the insulating means (5) has at least one mounting aid (35).
9. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that at least one part of the insulating means (5) covers at least one part of the passage
means (4) and at least one part of the cooking chamber wall (12).
10. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the insulating means (5) has a diameter which is oversized relative to the through-opening
(14).
11. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the insulating means (5) has at least one fastening means (55) and in particular
a latching means (65) for fastening it to the passage means (4).
12. Cooking appliance (1) according to at least one of the preceding claims, characterised in that the insulating means (5) consists of a material of which the electrical conductivity
is less than 10-3 S/m.
1. Appareil de cuisson (1), comportant
au moins une chambre de cuisson (2) dotée d'au moins une paroi de chambre de cuisson
(12), et
au moins une source de chauffage à micro-ondes (102) pour le chauffage de l'aliment
à cuire, et
comportant au moins un dispositif porteur (3) pour le logement des supports pour aliments
à cuire (103), l'au moins un dispositif porteur (3) présentant un élément de fixation
(13), et
la paroi de chambre de cuisson (12) comportant au moins un évidement (22) et au moins
un moyen de guidage (4), le moyen de guidage (4) comportant au moins une ouverture
de passage (14) pour le logement d'au moins un élément de fixation (13) du dispositif
porteur (3), et
au moins une section de guidage tubulaire (64) étant réalisée au niveau de l'ouverture
de passage (14) du moyen de guidage (4), laquelle section de guidage tubulaire comporte
au moins un organe de sécurité (24) pour la protection contre les rayonnements micro-ondes,
et l'organe de sécurité (24) étant formé par le fait que la longueur (44) de la section
de guidage (64) du moyen de guidage (4) est supérieure à la section (23) de l'élément
de fixation (13) qui, lorsqu'elle est montée, est logée dans l'ouverture de passage
(14),
caractérisé en ce que
l'appareil de cuisson (1) comporte un dispositif d'isolation (5) qui, lorsqu'il est
monté, est disposé entre l'élément de fixation (13) du dispositif porteur (3) et le
moyen de guidage (4) et/ou la section de guidage tubulaire (64), un contact direct
entre ces composants étant empêché,
et aucune partie de l'élément de fixation (13) n'étant disposée dans le moyen de guidage
(4) à l'intérieur de l'organe de sécurité (24) lorsque l'élément de fixation (13)
est monté.
2. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le diamètre (34) de l'ouverture de passage (14) est inférieur à la moitié de la longueur
d'onde du rayonnement micro-ondes utilisé.
3. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur (44) de la section de guidage (64) du moyen de guidage (4) est supérieure
à l'épaisseur (32) de la paroi de chambre de cuisson (12) dans la zone de l'évidement
(22).
4. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de guidage (4) est au moins partiellement réalisée sous la forme d'un rivet
creux (54).
5. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif d'isolation (5) est constitué d'un matériau électriquement
isolant et/ou électriquement non conducteur ou peu conducteur afin d'isoler électriquement
le dispositif porteur (3) de la paroi de chambre de cuisson (12).
6. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif d'isolation (5) étanchéifie l'évidement (22) dans la chambre
de cuisson (2) et/ou l'ouverture de passage (14) contre tout passage de vapeur.
7. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil de cuisson comporte au moins un dispositif de génération de vapeur (101)
conçu pour le chauffage et/ou la régulation de l'humidité dans la chambre de cuisson,
et en ce que le dispositif d'isolation (5) comporte au moins un trou borgne (25) pour le logement
d'au moins une partie de l'élément de fixation (13).
8. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'isolation (5) comporte au moins un dispositif d'aide au montage (35).
9. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une partie du dispositif d'isolation (5) recouvre au moins une partie du
moyen de guidage (4) et au moins une partie de la paroi de chambre de cuisson (12).
10. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'isolation (5) a un diamètre surdimensionné par rapport à l'ouverture
de passage (14).
11. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'isolation (5) comporte au moins un dispositif de fixation (55) et
en particulier un dispositif d'encliquetage (65) pour la fixation au moyen de guidage
(4).
12. Appareil de cuisson (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'isolation (5) est constitué d'un matériau dont la conductivité électrique
est inférieure à 10-3 S/m.