[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines flächenartigen
Elements mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche aus aushärtendem
Material, umfassend die Schritte des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Derartige flächenartige Elemente mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche
sind aus unterschiedlichen Materialien bekannt und werden beispielsweise für eine
Verkleidung von Oberflächen bzw. Fassaden von Gebäuden in moderner Architektur verwendet.
Neben einem Einsatz von derartigen flächenartigen Elementen aus Glas, deren Herstellung
mit von einer ebenen Oberfläche abweichender und insbesondere kompliziert gekrümmter
Formgebung äußerst aufwändig und kostspielig ist, wird zunehmend ein Einsatz derartiger
flächenartiger Elemente mit unterschiedlicher und von einer ebenen Oberfläche abweichender
Formgebung auch aus aushärtbaren Materialien, wie beispielsweise Kunststoffen oder
Beton, insbesondere verstärktem oder faserverstärktem Beton gewünscht. Die Herstellung
derartiger flächenartiger Elemente ist jedoch überaus aufwändig, wobei eine Möglichkeit
der Herstellung von aus Beton, insbesondere verstärktem oder faserverstärktem Beton
hergestellten Elementen beispielsweise Sprühverfahren sind, wobei Faserverstärkungen,
beispielsweise Textilgewebe in eine entsprechende Form eingebracht werden und dann
in mehrstufigen Sprühverfahren Beton mit besonderen physikalisch-chemischen Eigenschaften
aufgebracht wird. Derartige Sprühverfahren sind jedoch insbesondere im Hinblick auf
ihre Steuerung und Durchführung äußerst problematisch, wobei es insbesondere schwierig
ist, unter Berücksichtigung der langen Herstellungs- und insbesondere Aushärtzeiten
derartige flächenartige Elemente mit den gewünschten und insbesondere gleichen Eigenschaften,
wie beispielsweise Oberflächenbeschaffenheit, Farbe und dgl. in hoher Stückzahl zur
Verfügung zu stellen.
[0003] Weitere Probleme bei der Herstellung derartiger flächenartiger Elemente mit von einer
ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche ergeben sich beispielsweise daraus, dass
insbesondere für eine Verbindung bzw. einen Anschluss benachbarter flächenartiger
Elemente im Rand- bzw. Kantenbereich oftmals rückspringende bzw. abgesetzte Kantenbereiche
erforderlich sind, welche gegenüber einer Dicke des herzustellenden flächenartigen
Elements eine zusätzliche Erstreckung bzw. Höhe aufweisen. In diesem Zusammenhang
ist beispielsweise bekannt, derartige flächenartige Elemente in einem ersten Schritt
im Wesentlichen mit der entsprechend den zusätzlichen Rand- bzw. Kantenbereichen erhöhten
Dicke auszubilden, woran anschließend gegebenenfalls zusätzliche Bearbeitungsschritte
für die weitere Bearbeitung bzw. Bereitstellung derartiger abgesetzter bzw. rückspringender
Kantenbereiche erforderlich werden.
[0004] Für die Herstellung von flächenartigen Elementen mit aufwändig bzw. komplex gekrümmten
Oberflächen sind darüber hinaus Herstellungsvorrichtungen, insbesondere Gießvorrichtungen
bekannt, wobei eine Gießform mit einer entsprechend der Formgebung des herzustellenden
Elements verstellbaren Oberfläche zur Verfügung gestellt wird, wie dies beispielsweise
der
WO 2012/065614 A1 oder der
DE 198 23 610 A1 entnehmbar ist. Insbesondere bei einer Herstellung von derartigen flächenartigen
Elementen aus Beton ist jedoch der Einsatz derartiger Gießvorrichtungen mit verstellbarer
Oberfläche unter Berücksichtigung der überaus langen Aushärtungszeiten von beispielsweise
bis zu 28 Tagen wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich. Die Herstellung einer großen
Anzahl derartiger flächenartiger Elemente, welche gegebenenfalls teilweise unterschiedliche
Formgebung aufweisen, ist aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit einer entsprechend
hohen Anzahl von entsprechend aufwändigen Gießvorrichtungen nicht möglich.
[0005] Eine ähnliche Form zur Herstellung von Bauelementen entsprechend den eingangs genannten
Ausbildungen ist beispielsweise aus der
DD 137 423 A1, welche mehr spezifisch den Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, bekannt geworden.
[0006] Weitere Verfahren und Formen zur Herstellung insbesondere von Profilteilen bzw. Bauelementen
insbesondere aus Beton oder ähnlichen Materialien sind beispielsweise der
WO 2011/155841 A1 oder der
DE 44 21 886 A1 zu entnehmen.
[0007] Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, ein Verfahren der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, mit welchen die oben genannten Probleme des Standes
der Technik vermieden bzw. zumindest reduziert werden können und derartige flächenartige
Elemente mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche aus aushärtendem
Material in gegebenenfalls großer Stückzahl und mit gegebenenfalls voneinander abweichender
Formgebung mit einem reduzierten Zeitaufwand, einer gleichbleibenden Qualität und
insbesondere bei reduzierten Kosten wirtschaftlich sinnvoll zur Verfügung gestellt
werden können.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgaben ist ein Verfahren der eingangs genannten Art zur Herstellung
eines flächenartigen Elements mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche
aus aushärtendem Material im Wesentlichen durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 weitergebildet.
[0009] Durch ein Bereitstellen von zwei Formteilen, welche jeweils eine zu einer Oberfläche
des herzustellenden flächenartigen Elements entsprechende Formgebung aufweisen, gelingt
es in einfacher und zuverlässiger Weise, ein derartiges flächenartiges Element mit
gegebenenfalls komplexer Formgebung bzw. Außenoberfläche entsprechend kostengünstig
zur Verfügung zu stellen, da derartige Formteile entsprechend kostengünstig bereitgestellt
werden können und nicht, wie dies oben erwähnt wurde, jeweils eine aufwändige Gießvorrichtung
mit verstellbarer Oberfläche während gegebenenfalls überaus langer Zeiträume für ein
Aushärten eines herzustellenden flächenartigen bzw. plattenartigen bzw. schalenartigen
bzw. flächigen Elements bereitgestellt werden muss. Zur Erzielung der gewünschten
Dicke des herzustellenden flächenartigen Elements ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass die Formteile in Abstand voneinander angeordnet werden oder ein Hohlraum bzw.
eine Vertiefung in wenigstens einer der Oberflächen der Formteile vorgesehen wird.
Durch ein Bereitstellen der Formteile lässt sich nachfolgend in einfacher und zuverlässiger
Weise das aushärtende Material in den durch die Formteile begrenzten Hohlraum einbringen,
wobei gegebenenfalls erforderliche bzw. gewünschte Verstärkungen eines derartigen
aushärtenden Materials ebenfalls einfach und zuverlässig in den Hohlraum zwischen
den Formteilen eingebracht werden können. Durch das Bereitstellen der Formteile können
diese auch über gegebenenfalls erforderliche lange Zeiträume für ein Aushärten des
herzustellenden flächenartigen Elements miteinander verbunden bleiben, wonach die
Formteile geöffnet und das ausgehärtete flächenartige Element entnommen werden kann.
[0010] Zur Bereitstellung eines entsprechend der Dicke des herzustellenden flächenartigen
Elements erforderlichen Hohlraums für ein nachfolgendes Einbringen des auszuhärtenden
Materials wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass Abstandhalter entsprechend von
Außenabmessungen des herzustellenden flächenartigen Elements zur Ausbildung des Abstands
zwischen den Formteilen eingesetzt werden. Derartige Abstandhalter können entsprechend
der Dicke des herzustellenden Elements einfach zwischen den miteinander zu verbindenden
Formteilen angeordnet werden und definieren gleichzeitig die Außenabmessungen des
herzustellenden flächenartigen Elements. Da die herzustellenden flächenartigen Elemente
eine von einer ebenen Oberfläche bzw. in einer Ebene liegenden Oberfläche abweichende
Formgebung aufweisen sollen, werden erfindungsgemäß bevorzugt elastische Abstandhalter
vorgesehen bzw. eingesetzt, welche sich entsprechend der beispielsweise kompliziert
geformten bzw. gekrümmten Oberfläche einfach und zuverlässig zwischen den miteinander
zu verbindenden Formteilen anordnen lassen.
[0011] Darüber hinaus ist vorgesehen, dass wenigstens eine Oberfläche des herzustellenden
flächenartigen Elements wenigstens teilweise mit einem rückspringenden oder abgesetzten
Rand- bzw. Kantenbereich für einen Anschluss an ein benachbartes flächenartiges Element
ausgebildet wird. Derart lassen sich flächenartige Elemente bereitstellen, welche
beispielsweise entsprechend architektonischen Anforderungen mit eine größere Höhe
bzw. Dicke aufweisenden Rand- bzw. Kantenbereichen für einen ordnungsgemäßen und ästhetisch
ansprechenden Anschluss an benachbarte flächenartige Elemente ausgebildet werden können.
[0012] Erfindungsgemäß kann darüber hinaus bevorzugt vorgesehen sein, dass wenigstens eine
Oberfläche des herzustellenden flächenartigen Elements von einer gekrümmten Oberfläche
gebildet wird, wobei gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform in diesem Zusammenhang
vorgeschlagen wird, dass die gekrümmte Oberfläche von einer einfach gekrümmten oder
doppelt gekrümmten Oberfläche oder von einer Oberfläche mit freier Formgebung gebildet
wird. Es lassen sich somit durch das erfindungsgemäße Verfahren flächenartige Elemente
aus aushärtendem Material mit komplizierter und aufwändiger Formgebung bereitstellen,
welche, sofern überhaupt realisierbar, mit anderen Herstellungsverfahren nur mit überaus
erhöhtem Kosten- und Zeitaufwand herstellbar wären. Die Formteile lassen sich einfach
und zuverlässig mit den gewünschten gekrümmten Oberflächen entsprechend der Formgebung
des herzustellenden flächenartigen Elements bereitstellen, wobei gewünschtenfalls
die Oberflächen des herzustellenden flächenartigen Elements nicht notwendigerweise
auf beiden Seiten ident ausgebildet sein müssen, so dass gegebenenfalls zusätzliche,
beispielsweise strukturelle Merkmale, beispielsweise zur Erzielung entsprechender
mechanischer Festigkeiten berücksichtigt werden können.
[0013] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, dass das aushärtende Material gewählt wird aus Kunststoffen, insbesondere
Polyester und Epoxy, Glas, Gips, Beton, insbesondere verstärktem oder faserverstärktem
Beton, oder dgl. insbesondere einleitend wurden die Probleme beim bekannten Stand
der Technik bei der Herstellung von derartigen flächenartigen Elementen aus Beton,
insbesondere faserverstärktem Beton ausführlich erörtert, so dass unmittelbar die
Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens im Zusammenhang mit einer Verwendung von
faserverstärktem Beton ersichtlich werden.
[0014] Für eine Vermeidung von Bereichen unterschiedlicher Dichte und insbesondere zur Vermeidung
von Gas- bzw. Lufteinschlüssen bei der Herstellung des flächenartigen Elements wird
gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das aushärtende
Material unter Vakuum zwischen die zwei Formteile eingebracht wird.
[0015] Für eine einfache und zuverlässige Positionierung der Formteile bei einem Verbinden
wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Formteile
unter Verwendung wenigstens einer Markierung relativ zueinander positioniert werden.
[0016] Neben Kosteneinsparungen, welche durch den Einsatz von einfach herstellbaren Formteilen
im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens erzielbar sind, wird gemäß einer weiters
bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Formteile zerstörungsfrei geöffnet
werden und nach Entnahme des herzustellenden Elements wiederverwendet werden. Durch
eine derartige Wiederverwendbarkeit lassen sich zusätzliche Kostenvorteile im Zusammenhang
mit den Kosten für die Herstellung der Formteile erzielen.
[0017] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgaben zur Bereitstellung von flächenartigen
Elementen mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche unter Erzielung
von insbesondere Kosteneinsparungen gegenüber dem bekannten Stand der Technik ist
ein Formteil zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Verfahren der oben genannten
Art im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil mit einem Hohlraum bzw.
einer Vertiefung insbesondere entsprechend der Dicke des herzustellenden Elements
ausgebildet ist, und dass das Formteil mit einer Vertiefung entsprechend einem rückspringenden
oder abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereich an der von der Außenoberfläche abgewandten
Seite des herzustellenden Elements ausgebildet ist. Derartige form- bzw. gießfähige
bzw. schaumartige Materialien, insbesondere Kunststoffmaterialien stehen in unterschiedlichen
Materialzusammensetzungen zur Verfügung und können somit beispielsweise in Anpassung
an eine zu erzielende Formgebung und insbesondere an die für das herzustellende flächenartige
Material einzusetzenden Materialien gewählt und zur Herstellung der Formteile eingesetzt
werden. Zur Bereitstellung der für das herzustellende flächenartige Material gewünschten
Dicke bzw. Stärke ist für das erfindungsgemäße Formteil vorgesehen, dass das Formteil
mit einem Hohlraum bzw. einer Vertiefung insbesondere entsprechend der Dicke des herzustellenden
Elements ausgebildet ist. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist für ein herzustellendes
flächenartiges Element gegebenenfalls die Ausbildung von eine höhere Dicke bzw. Stärke
aufweisenden und zurückspringenden bzw. abgesetzten Rand- bzw. Kantenteilen bzw. -bereichen
gewünscht bzw. erforderlich. In diesem Zusammenhang wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass das Formteil mit einer Vertiefung entsprechend einem rückspringenden oder abgesetzten
Rand- bzw. Kantenbereich des herzustellenden Elements ausgebildet ist.
[0018] Für eine zuverlässige Positionierung der miteinander zu verbindenden Formteile ist
darüber hinaus bevorzugt vorgesehen, dass das Formteil mit wenigstens einer Markierung
zur Positionierung ausgebildet ist.
[0019] Zur einfachen Handhabung der Formteile bei dem Zusammenbau bzw. bei der Positionierung
ist gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die Markierung
von einem durchgehenden Loch außerhalb der Oberfläche des herzustellenden Elements
gebildet ist.
[0020] insbesondere bei Einsatz von gegebenenfalls größere Abmessungen aufweisenden Formteilen
zur Herstellung derartiger bzw. entsprechender, ebenfalls größere Abmessungen aufweisender
flächenartiger Elemente wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen,
dass eine Mehrzahl von Markierungen, insbesondere Löchern, entlang des Umfangs der
Oberfläche des herzustellenden Elements vorgesehen ist.
[0021] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgaben ist darüber hinaus ein Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen Formteils der oben genannten Art im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet,
dass zur Ausbildung von hinterschnittenen bzw. abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereichen
an der von der Außenoberfläche abgewandten Seite des herzustellenden flächenartigen
Elements und/oder eines Hohlraums bzw. einer Vertiefung an dem Formteil Einsätze auf
der verstellbaren Oberfläche der Gießform angeordnet werden. Durch ein derartiges
Gießverfahren mit einer Gießform mit einer verstellbaren Oberfläche lassen sich derartige
Formteile einfach und zuverlässig herstellen, wobei beispielsweise eine Vorrichtung
gemäß der
WO 2012/065614 A1 für diesen Zweck zum Einsatz gelangen kann. Zur Erzielung unterschiedlicher Abmessungen
des herzustellenden flächenartigen Elements und insbesondere von Teilbereichen unterschiedlicher
Dicke wird hierbei erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass zur Ausbildung von hinterschnittenen
bzw. abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereichen des herzustellenden flächenartigen Elements
und/oder eines Hohlraums bzw. einer Vertiefung an dem Formteil Einsätze auf der verstellbaren
Oberfläche der Gießform angeordnet werden.
[0022] Für eine nachfolgende zuverlässige Positionierung der miteinander bei der Herstellung
des flächenartigen Elements zu verbindenden Formteile ist gemäß einer weiters bevorzugten
Ausführungsform vorgesehen, dass wenigstens eine Markierung zur gegenseitigen Positionierung
der Formteile vorgesehen wird. In diesem Zusammenhang wird gemäß einer weiters bevorzugten
Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Markierung von einem durchgehenden Loch außerhalb
der Oberfläche des herzustellenden Elements gebildet wird.
[0023] Insbesondere für große Abmessungen aufweisende Formteile wird für deren einfache
und zuverlässige Positionierung vorgeschlagen, dass eine Mehrzahl von Markierungen,
insbesondere Löchern, entlang des Umfangs der Oberfläche des herzustellenden Elements
ausgebildet wird, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Formteils entspricht.
[0024] Entsprechend dem Einsatzzweck und/oder dem gewünschten ästhetischen Äußeren können
unterschiedliche Materialien für derartige flächenartige Elemente vorgesehen sein.
In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass das aushärtende Material gewählt ist
aus Kunststoffen, insbesondere Polyester und Epoxy, verstärkten oder faserverstärkten,
insbesondere glasfaserverstärkten Kunststoffen, Glas, Gips, Beton, insbesondere verstärktem
oder faserverstärktem Beton oder dgl.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 schematische Darstellungen von unterschiedlichen Verfahrensschritten zur Herstellung
eines ersten Formteils zum Einsatz in einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung
eines flächenartigen Elements;
Fig. 2 in einer zu Fig. 1 ähnlichen Darstellung Verfahrensschritte zur Herstellung
eines zweiten erfindungsgemäßen Formteils;
Fig. 3 in zu Fig. 1 und 2 ähnlichen Darstellungen die Verwendung von Formteilen gemäß
Fig. 1 und 2 in einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines flächenartigen
Elements mit von einer ebenen Oberfläche abweichender, insbesondere gekrümmter Oberfläche
aus aushärtendem Material, welches schematisch in Fig. 3g angedeutet ist;
Fig. 4 in Anlehnung an die in Fig. 1 bis 3 gezeigten Darstellungen unterschiedlicher
Verfahrensschritte Detaildarstellungen von einzelnen Verfahrensschritten, wobei zur
Vereinfachung der Darstellung ebene Flächen anstelle der erfindungsgemäß vorgesehenen
gekrümmten Oberfläche eines herzustellenden flächenartigen Elements gezeigt sind;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht sowie einen Schnitt durch ein flächenartiges Element,
welches unter Berücksichtigung einer Herstellung entsprechend den Verfahrensschritten
von Fig. 4 zur Vereinfachung der Darstellung wiederum mit einer ebenen bzw. flachen
Formgebung anstelle der erfindungsgemäß vorgesehenen gekrümmten Form dargestellt ist,
wie sie in Fig. 1 bis 3 gezeigt ist; und
Fig. 6 eine schematische Darstellung ähnlich zu Fig. 4f einer abgewandelten Ausführungsform,
wonach eine Dicke des herzustellenden flächenartigen Elements anstelle einer Verwendung
von Abstandhaltern durch eine Vertiefung bzw. einen Hohlraum in einem Formteil definiert
wird.
[0026] In Fig. 1 sind schematisch einzelne Verfahrensschritte zur Herstellung eines Formteils
für eine Verwendung in einem nachfolgenden Verfahren zur Herstellung eines flächenartigen
Elements mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche aus aushärtendem
Material, wie dies insbesondere in Fig. 3 näher gezeigt ist, dargestellt.
[0027] Fig. 1a zeigt schematisch einen Teilbereich einer Gießform, wie dies im Detail in
Fig. 4a und 4b näher gezeigt wird, wobei die Gießform 1 eine entsprechend der Oberfläche
des herzustellenden flächenartigen bzw. plattenartigen bzw. schalenartigen bzw. flächigen
Elements verstellbare Oberfläche 2 aufweist. Aus Fig. 1a sowie den nachfolgenden Figuren
ist ersichtlich, dass die Oberfläche 2 der Gießform 1 und somit des nachfolgend herzustellenden
flächenartigen Elements, wie dies in Fig. 3, insbesondere Fig. 3g gezeigt ist, eine
von einer ebenen Oberfläche abweichende Formgebung in Form einer komplexen Krümmung
aufweist. Anstelle der dargestellten komplexen Krümmung bzw. im Wesentlichen freien
Formgebung kann die gekrümmte Oberfläche von einer einfach gekrümmten oder doppelt
gekrümmten Oberfläche oder Freiformoberfläche gebildet sein.
[0028] Bei dem Schritt gemäß Fig. 1b ist ersichtlich, dass zur Herstellung des Formteils
auf der Oberfläche 2 der schematisch angedeuteten Gießform 1 zur Begrenzung der Außenabmessungen
des herzustellenden Formteils entsprechende Begrenzungswände 3 angeordnet werden,
wobei zusätzlich stabartige Elemente 4 angedeutet sind, welche, wie dies nachfolgend
ersichtlich werden wird, Markierungen in Form von Löchern bzw. Durchbrechungen in
dem herzustellenden Formteil ausbilden werden.
[0029] Bei dem Schritt gemäß Fig. 1c werden die Begrenzungswände 3 sowie die stabartigen
Elemente 4 nach einem Einbringen eines form- bzw. gießfähigen bzw. schaumartigen Materials
zur Ausbildung eines ersten Formteils 5 entfernt. Ein derartiges insbesondere schaumartiges
Material weist beispielsweise sehr kurze Aushärtungszeiten auf, so dass mit einer
derartigen Gießform bzw. Gießvorrichtung 1, welche eine entsprechend der Formgebung
des herzustellenden flächenartigen Elements verstellbare Oberfläche 2 aufweist, rasch
und kostengünstig eine Vielzahl von Formteilen mit zu der Formgebung eines herzustellenden
flächenartigen Elements komplementärer Form hergestellt werden kann.
[0030] In Fig. 1d ist schematisch angedeutet, wie das hergestellte Formteil 5 von der Gießform
sowie deren verstellbarer Oberfläche 2 entsprechend dem Pfeil 6 entfernt wird. Darüber
hinaus ist ersichtlich, dass somit das Formteil 5 mit einer entsprechend der Oberfläche
2 ebenfalls komplex gekrümmten Oberfläche 7 ausgebildet ist. In Fig. 1d sind darüber
hinaus die von Löchern bzw. Durchbrechungen gebildeten Markierungen 8 ersichtlich.
[0031] In Fig. 2 ist die Herstellung eines zweiten Formteils zur nachfolgenden Herstellung
bzw. Ausbildung eines flächenartigen Elements mit von einer ebenen Oberfläche abweichender
Oberfläche dargestellt, wobei die in Fig. 2a bis 2d dargestellten Verfahrensschritte
im Wesentlichen ident mit den in Fig. 1a bis 1d dargestellten Verfahrensschritten
sind.
[0032] In Fig. 2a ist eine mit 11 bezeichnete Gießform wiederum mit einer verstellbaren
Oberfläche 12 entsprechend der Formgebung des herzustellenden flächenartigen Elements
versehen, wobei zusätzlich zu der Ausführungsform gemäß Fig. 1a bei der Darstellung
gemäß Fig. 2a ein rahmenförmiger Einsatz 13 auf der Oberfläche 12 angeordnet wird.
Für eine einfache und zuverlässige Anpassung an die Oberfläche mit komplexer Krümmung
kann der rahmenförmige Einsatz 13 beispielsweise aus einem entsprechend elastischen
Material hergestellt sein, um, wie dies in Fig. 2a angedeutet ist, ebenfalls der komplexen
Krümmung der Oberfläche 12 zu folgen.
[0033] In Fig. 2b ist dargestellt, wie zur Herstellung des zweiten Formteils wiederum Begrenzungswände
14 und stabartige Positionierelemente 15 auf der Oberfläche 12 angeordnet werden,
worauf nachfolgend in dem in Fig. 2c dargestellten Verfahrensschritt diese Elemente
14 und 15 wiederum entfernt werden, so dass durch ein vorangehendes Einbringen und
Aushärten eines wiederum form- bzw. gießfähigen bzw. schaumartigen Materials ein zweites
Formteil 16 hergestellt wurde.
[0034] Dieses zweite Formteil 16 ist in Fig. 2d wiederum in von der Gießform 11 sowie der
Oberfläche 12 entsprechend dem Pfeil 17 entfernter Lage bzw. Stellung dargestellt,
wobei wiederum von Löchern gebildete Markierungen 18 angedeutet sind.
[0035] Dieses zweite Formteil 16 ist in Fig. 2e in einer Draufsicht dargestellt, woraus
ersichtlich ist, dass neben einer entsprechend komplex gekrümmten Oberfläche 19 sowie
den Markierungslöchern 18, welche außerhalb des nachfolgend herzustellenden flächenartigen
Elements vorgesehen sind, eine Vertiefung 20 in der Oberfläche 19 ausgebildet ist,
welche nachfolgend bei der Herstellung des flächenartigen Elements abgesetzte bzw.
rückspringende Rand- bzw. Kantenbereiche mit entsprechend erhöhter Dicke ausbilden
wird.
[0036] In Fig. 3 sind schematisch einzelne Schritte zur Herstellung eines flächenartigen
Elements mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche unter Einsatz der
gemäß den Fig. 1 und 2 hergestellten Formteile 5 bzw. 16 ersichtlich.
[0037] Gemäß dem in Fig. 3a dargestellten Schritt wird das Formteil 16, wie es in Fig. 2e
gezeigt und entsprechend den in Fig. 2 dargestellten Verfahrensschritten hergestellt
wurde, bereitgestellt.
[0038] Zur Erzielung der gewünschten Dicke wird gemäß den in Fig. 3b und 3c dargestellten
Verfahrensschritten in der Vertiefung 20 des Formteils 16 ein insbesondere elastischer
Abstandhalter 21 angeordnet, dessen Höhenerstreckung größer als die Tiefe der Vertiefung
20 ist, so dass der Abstandhalter 21 über die Oberfläche 19 des Formteils 16 vorragt,
wie dies in Fig. 3c gezeigt ist und beispielsweise in den Detaildarstellungen von
Fig. 4e und 4f deutlicher ersichtlich werden wird.
[0039] In dem in Fig. 3d dargestellten Verfahrensschritt wird dem Formteil 16, welcher mit
dem Abstandhalter 21 in der Vertiefung 20 versehen ist, das gemäß dem Verfahren von
Fig. 1 hergestellte Formteil 5 angenähert, wie dies durch den Doppelpfeil 22 angedeutet
ist und in Fig. 3e in größerem Detail dargestellt ist.
[0040] Nach einer vollkommenen Annäherung der zwei Formteile 5 und 16 werden für eine korrekte
gegenseitige Positionierung und insbesondere für gegebenenfalls lange Zeiträume für
ein Aushärten des flächenartigen Elements Positionierstäbe 23 in den von Löchern 8
bzw. 18 ausgebildeten Markierungen bzw. Positionierelementen angeordnet.
[0041] Durch ein Einbringen des aushärtenden Materials in den zwischen den Formteilen 5
und 16 gebildeten Hohlraum, wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 4 deutlicher ersichtlich
werden wird, kann somit durch Verwendung der Formteile 5 und 16 mit an die komplexe
Formgebung angepasster Formgebung durch die Oberflächen 19 bzw. 7 der Formteile 16
bzw. 5 ein flächenartiges Element mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche
aus aushärtendem Material hergestellt werden. Dieses flächenartige Element ist schematisch
in Fig. 3g gezeigt und mit 24 bezeichnet, wobei die durch die Vertiefung 20 hergestellten
hinterschnittenen Rand- bzw. Kantenbereiche mit 25 angedeutet sind und die gekrümmte
Oberfläche allgemein mit 26 bezeichnet ist.
[0042] In Fig. 4 sind einzelne Verfahrensschritte von Fig. 1 bis 3 im Detail dargestellt,
wobei zur Vereinfachung der Darstellung keine gekrümmten Oberflächen bzw. Oberflächen
mit komplexer Formgebung gezeigt sind, sondern stattdessen flache bzw. in einer Ebene
liegende Flächen zur Erklärung der wesentlichen Prinzipien gezeigt sind.
[0043] In Fig. 4a und 4b ist mit 31 schematisch eine Gießvorrichtung bezeichnet, welche
eine verstellbare Oberfläche 32 aufweist, wobei Verstellelemente, welche beispielsweise
von teleskopierbaren Elementen gebildet sind, mit 33 bezeichnet sind. Es ist unmittelbar
einsichtig, dass bei einer entsprechenden Verstellung der Verstellelemente 33 im Wesentlichen
jede gewünschte Formgebung der Oberfläche 32, welche von einem flexiblen Element,
beispielsweise einer flexiblen Matte gebildet ist, erzielbar ist, so dass anstelle
der zur Vereinfachung als ebene Oberfläche dargestellten Oberfläche 32 auch die in
Fig. 1a bzw. 2a dargestellten komplexen Oberflächen 2 bzw. 12 erzielbar sind.
[0044] Ähnlich wie bei der Darstellung gemäß Fig. 2a ist bei der Darstellung gemäß Fig.
4a ein rahmenförmiger Einsatz 36 vorgesehen bzw. auf der Oberfläche 32 angeordnet,
welcher bei der Herstellung des Formteils eine zur Ausbildung von rückspringenden
bzw. abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereichen des herzustellenden flächenartigen Elements
definierende Vertiefung erzeugen wird.
[0045] In Fig. 4b ist ein Verfahrensschritt ähnlich dem Verfahrensschritt Fig. 2c gezeigt,
wo nach einem Einbringen eines gieß- bzw. formfähigen bzw. schaumartigen Materials
nicht näher dargestellte Begrenzungswände sowie stabartige Zentrierelemente 34 entfernt
werden, so dass die Außenkonturen eines hergestellten Formteils 35 ersichtlich werden.
Dieses Formteil 35 weist entsprechend den stabartigen Zentrierelementen von Löchern
gebildete Markierungs- bzw. Positionierelemente 37 auf.
[0046] In einer Darstellung entsprechend der Darstellung von Fig. 2e ist in Fig. 4c das
Formteil 35 in einer schematischen Draufsicht gezeigt, wobei ersichtlich ist, dass
neben den Markierungen 37 eine durch das Einsatzelement 33 gebildete Vertiefung 38
vorgesehen ist, welche in weiterer Folge rückspringende bzw. abgesetzte Rand- bzw.
Kantenbereiche des herzustellenden flächenartigen Elements und somit die Außenabmessungen
desselben definieren wird.
[0047] In Fig. 4d ist in einer zu Fig. 4c ähnlichen Darstellung schematisch ein zweites
Formteil 39 gezeigt, welches durch die in Fig. 4a und 4b schematisch angedeuteten
Herstellungsschritte erzeugt wird, wobei Markierungselemente 40 vorgesehen sind.
[0048] Ähnlich wie bei der in Fig. 1 gezeigten Darstellung der Herstellung eines Formteils
weist die Oberfläche dieses Formteils 39 keine Vertiefungen oder Hohlräume auf.
[0049] In Übereinstimmung mit der Darstellung von Fig. 3b zur Herstellung eines flächenartigen
Elements 24 mit von einer ebenen Oberfläche abweichender Oberfläche bzw. Formgebung
werden bei der Darstellung gemäß Fig. 4e in dem Formteil 35 in dessen Vertiefung 38
leistenförmige Abstandhalter 41 angeordnet.
[0050] In der Darstellung gemäß Fig. 4f sind die Formteile 35 und 39 in zusammengebautem
Zustand gezeigt, wie dies der Darstellung gemäß Fig. 3f entspricht. Aus dieser Darstellung
ist ersichtlich, dass die Formteile 35 und 37 relativ zueinander durch stabartige
Zentrierelemente 42 positioniert werden, welche in den von Durchtrittsöffnungen bzw.
-löchern gebildeten Markierungen 37 und 40 der Formteile 35 und 39 angeordnet werden.
Aus Fig. 4f ist darüber hinaus ersichtlich, dass die zueinander gewandten Oberflächen
der Formteile 35 und 39, welche die außen liegenden Oberflächen des herzustellenden
flächenartigen Elements definieren, in Abstand voneinander angeordnet sind, wobei
die Dicke des herzustellenden flächenartigen Elements durch die vorragende Höhe der
leistenförmigen Abstandhalter 41 definiert wird.
[0051] Durch ein Einbringen des aushärtenden Materials in den Hohlraum zwischen den Formteilen
35 und 39, wobei entsprechende Einbring- bzw. Zufuhröffnungen nicht näher dargestellt
sind, wird das herzustellende flächenartige Element ausgebildet.
[0052] Ebenso wie bereits im Zusammenhang mit der Beschreibung von Fig. 3 und insbesondere
von Fig. 3f oben angeführt, verbleiben die miteinander verbundenen Formteile 35 und
39 während einer gegebenenfalls langen Aushärtedauer, welche beispielsweise für faserverstärkten
Beton bis zu 28 Tage betragen kann, in der in Fig. 4f dargestellten, miteinander verbundenen
Lage.
[0053] Nach Ablauf der Aushärtedauer bzw. Aushärteperiode werden die Formteile 35 und 39
insbesondere nach einem Entfernen der stabförmigen Zentrierelemente 42 voneinander
getrennt, so dass das hergestellte flächenartige Element nachfolgend entnommen werden
kann. Da eine zerstörungsfreie Trennung der Formteile 35 und 39 unter nachfolgender
Entnahme des herzustellenden flächenartigen Elements möglich ist, können diese Formteile
zur Herstellung eines weiteren flächenartigen Elements wiederum verwendet werden.
[0054] In Fig. 5a ist eine perspektivische Ansicht eines durch die Formteile 35 bzw. 39
hergestellten flächenartigen Elements 43 ersichtlich. Es ist unmittelbar einsichtig,
dass bei Ausbildung von gekrümmten bzw. komplexen Außenoberflächen, wie dies in den
Fig. 1 bis 3 schematisch angedeutet ist, anstelle des in Fig. 5 dargestellten und
mit den Formteilen gemäß Fig. 4 hergestellten flächenartigen ebenen Elements ein derartiges
Element eine entsprechende Krümmung bzw. komplexe Formgebung aufweisen würde, wie
dies schematisch in Fig. 3g dargestellt und mit 24 bezeichnet ist.
[0055] Aus Fig. 5a sowie der Schnittdarstellung gemäß Fig. 5b ist darüber hinaus ersichtlich,
dass das hergestellte flächenartige Element 43 einen umlaufenden rückspringenden bzw.
abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereich 44 aufweist, welcher insbesondere für einen Zusammenbau
mit benachbarten bzw. daran anschließenden flächenartigen Elementen oftmals gewünscht
bzw. gefordert ist.
[0056] In Fig. 6 ist in einer zu Fig. 4f ähnlichen Darstellung eine abgewandelte Ausführungsform
von Formteilen 45 und 46 in zusammengebautem Zustand gezeigt. Aus dieser Darstellung
ist ersichtlich, dass das Formteil 45 nicht nur ähnlich wie bei der in Fig. 4c dargestellten
Ausführungsform zur Ausbildung eines umlaufenden abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereichs
eine Vertiefung 47 aufweist, sondern dass zur Festlegung der Dicke des herzustellenden
flächenartigen Elements der zwischen den umlaufenden Randbereichen 47 liegende Teilbereich
48 des Formteils 45 gegenüber der außen liegenden Oberfläche 49 vertieft bzw. abgesetzt
ausgebildet ist und derart einen Hohlraum definiert, welcher bei einem Zusammensetzen
mit dem weiteren Formteil 46, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist, unmittelbar die
Dicke des herzustellenden flächenartigen Elements definiert.
[0057] In Abwandlung von der in Fig. 4f dargestellten Ausführungsform ist bei der Ausbildung
gemäß Fig. 6 ein Abstand zwischen den Formteilen 45 und 46 nicht erforderlich. Es
wird durch die Vertiefung 48 ein Hohlraum zu der Begrenzungsoberfläche 50 des weiteren
Formteils 46 definiert, so dass bei einem Verfüllen des Hohlraums zwischen den Oberflächen
der Formteile 45 und 46 wiederum ein flächenförmiges Element mit einer Formgebung
bereitgestellt werden kann, wie sie in Fig. 5 im Detail gezeigt ist.
[0058] Aus den obigen Ausführungen ist ersichtlich, dass flächenartige Elemente 24 mit im
Wesentlichen jeder beliebigen Krümmung bzw. allgemeinen Oberfläche durch Bereitstellung
von Formteilen mit entsprechender Formgebung herstellbar sind.
1. Verfahren zur Herstellung eines ersten Formteils (5, 35), eines zweiten Formteils
(16, 39) und eines flächenartigen Elements (24, 43) mit von einer ebenen Oberfläche
abweichender Oberfläche aus aushärtendem Material, umfassend die folgenden Schritte:
- Herstellen eines ersten Formteils (5, 35), in einer Gießform (1), mit einer verstellbaren
Oberfläche (2), welches die eine erste Formfläche (7) aufweist, welche eine zu einer
Oberfläche des herzustellenden Elements (24, 43) entsprechende Formgebung aufweist,
- Herstellen eines zweiten Formteils (16, 39), in einer Gießform (11), mit einer verstellbaren
Oberfläche (12), welches die eine zweite Formfläche (19) aufweist, welche eine zu
einer weiteren Oberfläche des herzustellenden Elements (24, 43) entsprechende Formgebung
aufweist,
- Verbinden des ersten und zweiten Formteils (5, 16, 35, 39), wobei zwischen wenigstens
einer der Oberflächen der Formteile (5, 16, 35, 39) entsprechend dem herzustellenden
Element (24, 43) ein Abstand und/oder ein Hohlraum bzw. eine Vertiefung durch das
erste Formteil (5, 35) und das zweite Formteil (16, 39) begrenzt wird,
- Einbringen des aushärtenden Materials in den durch die Formteile (5, 16, 35, 39)
begrenzten Hohlraum,
- Aushärten des aushärtenden Materials in den miteinander verbundenen Formteilen (5,
16, 35, 39), und
- Öffnen der Formteile (5, 16, 35, 39) und Entnehmen des ausgehärteten flächenartigen
Elements (24, 43),
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Hohlraum in der Formfläche (7, 19) während der Herstellung von mindestens einem
des ersten oder des zweiten Formteiles (5, 16, 35, 39) durch Einsätze (13, 36) an
der verstellbaren Oberfläche der Gießform (1, 11) gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, Abstandhalter (21, 41) entsprechend von Außenabmessungen des herzustellenden flächenartigen
Elements (24, 43) zur Ausbildung des Abstands zwischen den Formteilen (5, 16, 35,
39) eingesetzt werden,
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberfläche des herzustellenden flächenartigen Elements (24, 43) wenigstens teilweise
mit einem rückspringenden oder abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereich (25, 44) ausgebildet
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Oberfläche des herzustellenden flächenartigen Elements (24, 43) von
einer gekrümmten Oberfläche (26, 50) gebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (21, 41) elastisch ausgebildet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gekrümmte Oberfläche (26, 50) von einer einfach gekrümmten oder doppelt gekrümmten
Oberfläche oder von einer Oberfläche mit freier Formgebung gebildet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das aushärtende Material gewählt wird aus Kunststoffen, insbesondere Polyester und
Epoxy, Glas, Gips, Beton, insbesondere verstärktem oder faserverstärktem Beton, oder
dgl.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das aushärtende Material unter Vakuum zwischen die zwei Formteile (5, 16, 35, 39)
eingebracht wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile (5, 16, 35, 39) unter Verwendung wenigstens einer Markierung (8, 18,
37, 40) relativ zueinander positioniert werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile (5, 16, 35, 39) zerstörungsfrei geöffnet werden und nach Entnahme des
herzustellenden Elements (24, 43) wiederverwendet werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung von rückspringenden bzw. abgesetzten Rand- bzw. Kantenbereichen (25)
des herzustellenden flächenartigen Elements (24) an dem Formteil (5, 16) Einsätze
(13) auf der verstellbaren Oberfläche der Gießform (1) angeordnet werden, wobei das
Formteil (5, 16) aus einem form- bzw. gießfähigen bzw. schaumartigen Material, bzw.
Kunststoffmaterial hergestellt ist.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet dass die Markierung (8, 18, 37, 40) von einem durchgehenden Loch außerhalb der Oberfläche
(26, 50) des herzustellenden Elements (24, 43) gebildet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 12 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Markierungen (8, 18, 37, 40), insbesondere Löchern, entlang des
Umfangs der Oberfläche (26, 50) des herzustellenden Elements (24, 43) ausgebildet
wird
1. A method for producing a first mold part (5, 35), a second mold part (16, 39) and
a flat element (24, 43) with a surface which deviates from a flat surface from a curing
material, comprising the following steps:
- producing a first mold part (5, 35) in a casting mold (1) with an adjustable surface
(2) which has the one first mold surface (7) which has a form corresponding to a surface
of the element (24, 43) to be produced,
- producing a second mold part (16, 39) in a casting mold (11) with an adjustable
surface (12) which has the one second mold surface (19) which has a form corresponding
to another surface of the element (24, 43) to be produced,
- connecting the first and second mold parts (5, 16, 35, 39), wherein a gap and/or
cavity or a recess corresponding to the element (24, 43) to be produced is delimited
by the first mold part (5, 35) and the second mold part (16, 39) between at least
one of the surfaces of the mold parts (5, 16, 35, 39),
- introducing the curing material into the cavity delimited by the mold parts (5,
16, 35, 39),
- curing the curing material in the mold parts (5, 16, 35, 39) connected to each other,
and
- opening the mold parts (5, 16, 35, 39) and removing the cured flat element (24,
43),
characterized in that
a cavity is formed in the mold surface (7, 19) by inserts (13, 36) on the adjustable
surface of the casting mold (1, 11) during production of at least one of the first
or the second mold parts (5, 16, 35, 39).
2. The method according to claim 1, characterized in that spacers (21, 41) corresponding to outer dimensions of the flat element (24, 43) to
be produced are employed to form the gap between the mold parts (5, 16, 35, 39).
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that a surface of the flat element (24, 43) to be produced is formed at least in part
with a recessed or offset border or edge region (25, 44).
4. The method according to claim 1, 2 or 3, characterized in that at least one surface of the flat element (24, 43) to be produced is formed by a curved
surface (26, 50).
5. The method according to claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that the spacers (21, 41) are formed elastically.
6. The method according to claim 4, characterized in that the curved surface (26, 50) is formed by a single curved or double curved surface
or by a surface with a free form.
7. The method according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the curing material is selected from plastics, in particular polyester and epoxy,
glass, plaster, concrete, in particular reinforced or fiber-reinforced concrete, or
the like.
8. The method according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the curing material is introduced between the two mold parts (5, 16, 35, 39) under
vacuum.
9. Method according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the mold parts (5, 16, 35, 39) are positioned relative to each other using at least
one marker (8, 18, 37, 40).
10. The method according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the mold parts (5, 16, 35, 39) are opened in a non-destructive manner and are reused
after removal of the element (24, 43) to be produced.
11. The method according to any one of claims 1 to 10, characterized in that, for forming recessed or offset border or edge regions (25) of the flat element (24)
to be produced on the mold part (5, 16), inserts (13) are arranged on the adjustable
surface of the casting mold (1), with the mold part (5, 16) being produced from a
pourable or foam-like material or plastic material.
12. The method according to claim 9, characterized in that the marker (8, 18, 37, 40) is formed by a continuous hole outside the surface (26,
50) of the element (24, 43) to be produced.
13. The method according to any one of claims 9 or 12, characterized in that a plurality of markers (8, 18, 37, 40), in particular holes, are formed along the
perimeter of the surface (26, 50) of the element (24, 43) to be produced.
1. Procédé de fabrication d'une première pièce moulée (5, 35), d'une seconde pièce moulée
(16, 39) et d'un élément en nappe (24, 43) ayant une surface en matériau durcissant
différente d'une surface plane, comprenant les étapes suivantes :
- fabrication d'une première pièce moulée (5, 35) dans un moule de coulée (1) à surface
réglable (2), lequel présente une première surface de moule (7) qui a une forme correspondant
à une surface de l'élément à fabriquer (24, 43) ,
- fabrication d'une seconde pièce moulée (16, 39) dans un moule de coulée (11) à surface
réglable (12), lequel présente une seconde surface de moule (19) qui a une forme correspondant
à une autre surface de l'élément à fabriquer (24, 43),
- assemblage des première et seconde parties de moule (5, 16, 35, 39), moyennant quoi
un espace et/ou une cavité ou un creux est délimité par la première pièce moulée (5,
35) et la seconde pièce moulée (16, 39) entre au moins l'une des surfaces des pièces
moulées (5, 16, 35, 39) correspondant à l'élément (24, 43) à fabriquer,
- introduction du matériau durcissant dans la cavité délimitée par les pièces moulées
(5, 16, 35, 39),
- durcissement du matériau durcissant dans les pièces moulées assemblées ensemble
(5, 16, 35, 39), et
- ouverture des pièces moulées (5, 16, 35, 39) et retrait de l'élément en nappe durci
(24, 43),
caractérisé en ce
qu'une cavité dans la surface du moule (7, 19) est formée pendant la fabrication d'au
moins l'une des première et seconde pièces moulées (5, 16, 35, 39) par des inserts
(13, 36) sur la surface réglable du moule de coulée (1, 11) .
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des entretoises (21, 41) correspondant aux dimensions extérieures de l'élément en
nappe (24, 43) à fabriquer sont utilisées pour former la distance entre les pièces
moulées (5, 16, 35, 39).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une surface de l'élément en nappe (24, 43) à fabriquer est au moins partiellement
conçue avec une zone de bord ou d'arête en retrait ou décalé (25, 44).
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'au moins une surface de l'élément en nappe (24, 43) à fabriquer est formée par une
surface courbe (26, 50).
5. Procédé selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que les entretoises (21, 41) sont conçues de manière élastique.
6. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la surface courbe (26, 50) est formée par une surface à simple courbe ou à double
courbe ou par une surface de forme libre.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le matériau durcissant est choisi parmi les matières plastiques, en particulier le
polyester et l'époxy, le verre, le plâtre, le béton, en particulier le béton armé
ou renforcé par des fibres, ou analogues.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la matière durcissante est introduite sous vide entre les deux pièces moulées (5,
16, 35, 39).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les pièces moulées (5, 16, 35, 39) sont positionnées les unes par rapport aux autres
à l'aide d'au moins un marquage (8, 18, 37, 40).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les pièces moulées (5, 16, 35, 39) sont ouvertes de manière non destructive et sont
réutilisées après le retrait de l'élément (24, 43) à fabriquer.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, pour former des zones de bord ou d'arête (25) en retrait ou décalées de l'élément
(24) en nappe à fabriquer, des inserts (13) sont disposés sur la pièce moulée (5,
16) sur la surface réglable du moule de coulée (1), dans lequel la pièce moulée (5,
16) est fabriquée dans un matériau pouvant être moulé ou coulé ou de type mousse ou
en matière plastique.
12. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le marquage (8, 18, 37, 40) est formé par un trou traversant à l'extérieur de la
surface (26, 50) de l'élément (24, 43) à fabriquer.
13. Procédé selon l'une des revendications 9 ou 12, caractérisé en ce que plusieurs marquages (8, 18, 37, 40), en particulier des trous, sont formés le long
de la circonférence de la surface (26, 50) de l'élément (24, 43) à fabriquer.