| (19) |
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(11) |
EP 2 969 894 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.2016 Patentblatt 2016/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.03.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/000534 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/139641 (18.09.2014 Gazette 2014/38) |
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VERFAHREN SOWIE FÜLLMASCHINE ZUM FÜLLEN VON DOSEN ODER DGL. BEHÄLTERN MIT EINEM FLÜSSIGEN
FÜLLGUT
METHOD AND FILLING MACHINE FOR FILLING CANS OR THE LIKE CONTAINERS WITH LIQUID CONTENTS
PROCÉDÉ ET MACHINE DE REMPLISSAGE POUR REMPLIR DES CANETTES OU DES CONTENANTS SIMILAIRES
AVEC UN PRODUIT DE REMPLISSAGE LIQUIDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.03.2013 DE 102013102547
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.01.2016 Patentblatt 2016/03 |
| (73) |
Patentinhaber: KHS GmbH |
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44143 Dortmund (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- CLÜSSERATH, Ludwig
55543 Bad Kreuznach (DE)
- HÄRTEL, Manfred
67685 Weilerbach (DE)
- KRULITSCH, Dieter-Rudolf
55545 Bad Kreuznach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 582 190 DE-A1- 10 343 281 DE-U1- 9 301 420 US-A- 5 501 253
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DE-A1- 10 064 954 DE-A1-102010 022 985 JP-A- 2005 313 928 US-A- 5 884 677
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Füllen von Dosen oder dgl. Behältern
sowie auf eine Füllmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9. Die Patentdruckschrift
US 5,501,253 offenbart eine Füllmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 9 und ein entsprechendes
Verfahren.
[0002] Verfahren zum Füllen von Behältern, insbesondere auch zum Druckfüllen von Behältern
in Form von Flaschen mit einem flüssigen Füllgut und zugehörige Füllmaschinen sind
ferner in unterschiedlichster Form bekannt. Hierbei ist es insbesondere auch bekannt
(
DE 100 64 954 A1), in Dichtlage am Füllelement angeordnete Flaschen in einer der eigentlichen Füllphase
vorausgehenden Spülphase zum Entfernen von im Flascheninnenraum mitgeführter Luft
mit einem Spülgas in Form eines CO
2-Gases zu spülen, das Spülgas hierbei zentrisch, d.h. in einer vertikalen Füllelementachse
in den Flascheninnenraum einzuleiten und über einen gesteuerten Gasweg aus dem Flascheninnenraum
abzuführen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, welches insbesondere auch
bei Behältern in Form von Dosen ein wirksames Spülen des Behälter- bzw. Doseninnenraums
ermöglicht. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch
1 ausgebildet. Eine Füllmaschine ist Gegenstand des Patentanspruches 9.
[0004] Eine Besonderheit der Erfindung besteht darin, dass beim Spülen des jeweiligen Behälters
das Einleiten des Spülgases ausschließlich über eine Drossel des zweiten Gasweges
(22) bei reduziertem Strömungsquerschnitt und das Ableiten des Spülgases aus dem jeweiligen
Behälter über den ersten Gasweg (26) mit einem wesentlich größerem Strömungsquerschnitt
erfolgen, so dass das Spülgas trotz eines hohen Durchsatzes den jeweiligen Behälter
mit reduziertem Spülgasdruck zuströmt, d.h. hierbei im Behälter nur ein reduzierter
Überdruck (gegenüber dem Umgebungsdruck) von etwa 0 bar bis 3,0 bar, beispielsweise
von etwa 0 bar bis 2,0 bar (Überdruck) vorzugsweise von etwa 0,5 bar bis 1 bar herrscht.
Zumindest beim Füllen weist der zweite Gasweg 22 seinen vollen, nicht durch die Drossel
reduzierten Strömungsquerschnitt auf, wodurch ein schnelles Vorspannen und Füllen
der Behälter erreicht wird.
[0005] Behälter im Sinne der Erfindung sind insbesondere Dosen, auch solche, wie sie für
Getränke üblicherweise verwendet werden, aber auch dosenähnliche Behälter, bei denen
der Querschnitt der Behälteröffnung nur geringfügig kleiner ist als der Querschnitt
des Behälterinnenraums. Das gleiche Verfahren ist auch bei der Inertgasspülung von
Flaschen vorteilhaft anwendbar.
[0006] Unter "Druckfüllen" ist im Sinne der Erfindung allgemein ein Füllverfahren zu verstehen,
bei dem der jeweils zu füllende Behälter in Dichtlage gegen das Füllelement anliegt
und in der Regel vor der eigentlichen Füllphase, d.h. vor dem Öffnen des Flüssigkeitsventils
über wenigstens einen gesteuerten, im Füllelement ausgebildeten Gasweg mit einem unter
Druck stehenden Spanngas (Inertgas bzw. CO
2-Gas) vorgespannt wird, welches dann während des Füllens von dem dem Behälter zufließenden
Füllgut zunehmend als Rückgas aus den Behälterinnenraum verdrängt wird, und zwar ebenfalls
über wenigstens einen gesteuerten, im Füllelement ausgebildeten Gasweg. Dieser Vorspannphase
gehen weitere Behandlungsphasen voraus, insbesondere ein Spülen des Behälterinnenraums
mit einem Inertgas, z.B. mit CO
2-Gas oder Stickstoff, und zwar ebenfalls über den im Füllelement ausgebildeten Gasweg.
[0007] Der Ausdruck "im Wesentlichen" bzw. "etwa" bedeutet im Sinne der Erfindung Abweichungen
vom jeweils exakten Wert um +/- 10%, bevorzugt um +/- 5% und/oder Abweichungen in
Form von für die Funktion unbedeutenden Änderungen. Weiterbildungen, Vorteile und
Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung und in Draufsicht eine Füllmaschine zum Füllen von Behältern
in Form von Dosen mit einem flüssigen Füllgut;
- Fig. 2
- in vereinfachter Darstellung eine Füllposition der Füllmaschine der Fig. 1 zusammen
mit einer in Dichtlage am Füllelement angeordneten Dose;
- Fig. 3
- und 4 in schematischer Funktionsdarstellung zwei gesteuerte Gaswege des Füllelementes
der Füllposition der Fig. 2;
- Fig. 5
- die Füllposition der Fig. 2 im CIP-Modus der Füllmaschine für eine CIP-Reinigung-
und/oder CIP-Desinfektion;
- Fig. 6
- eine Darstellung wie Fig. 2 bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
- Fig. 7
- und 8 in schematischer Funktionsdarstellung zwei gesteuerte Gaswege des Füllelementes
der Fig. 6;
- Fig. 9
- und 10 in schematischer Darstellung einen gesteuerten Gasweg eines Füllelementes der
Erfindung in verschiedenen Betriebszuständen;
[0009] Die in der Fig. 1 allgemein mit 1 bezeichnete Füllmaschine dient zum Druckfüllen
von Behältern 2 in Form von Dosen mit einem flüssigen Füllgut, beispielsweise mit
Bier oder Softdrinks. Die Füllmaschine 1 ist als solche umlaufender Bauart mit einem
Rotor 3 ausgebildet, der während des Füllbetriebes um eine vertikale Maschinenachse
MA umlaufend angetrieben ist und an seinem Umfang eine Vielzahl von Füllpositionen
4 aufweist, denen die zu füllenden Behälter 2 über einen Behältereinlauf 5 zugeführt
und denen die gefüllten Behälter 2 an einem Behälterauslauf 6 entnommen werden. Auf
dem Winkelbereich der Drehbewegung (Pfeil A) des Rotors 3 zwischen dem Behältereinlauf
5 und dem Behälterauslauf 6 erfolgt das Füllen der Behälter 2, die hierfür mit ihrer
Behälterachse parallel zur Maschinenachse MA und achsgleich oder im Wesentlichen achsgleich
mit jeweils einer Achse FA der Füllstelle 4 angeordnet sind. Dieser Prozess ist nachstehend
für rotative Füllmaschinen beschrieben, funktioniert aber analog bei Linearfüllern,
bspw. können hiermit auch PET-Großgebinde, so genannte KEG für Bier, gefüllt werden.
[0010] Wie die Fig. 2 zeigt, besteht jede Füllstelle 4 im Wesentlichen aus einem Füllelement
7, welches zusammen mit den Füllelementen 7 der übrigen Füllstellen 4 am Umfang des
Rotors 3 angeordnet ist und das Füllsystem der Füllmaschine 1 bildet. Am Rotor 3 befindet
sich weiterhin ein für sämtliche Füllpositionen 4 gemeinsamer und bei der dargestellten
Ausführungsform als Ringkessel ausgebildeter Füllgutkessel 8, der während des Füllbetriebes
mit dem flüssigen Füllgut teilgefüllt ist, und zwar unter Ausbildung eines unteren
Flüssigkeitsraumes 8.1 und eines Gasraumes 8.2, der von einem unter einem Fülldruck
P
F von beispielsweise 3 bar bis 5 bar stehenden InertGas, beispielsweise CO
2-Gas oder Stickstoff eingenommen ist. Jedes Füllelement 7 ist über eine eigene, einen
Durchflussmesser 9 aufweisende Produktleitung 10 mit dem Flüssigkeitsraum 8.1 verbunden.
[0011] Am Rotor 3 sind bei der dargestellten Ausführungsform weiterhin zwei die Maschinenachse
MA umschließende und für sämtliche Füllstellen 4 bzw. Füllelemente 7 gemeinsame Ringkanäle
11 und 12 vorgesehen, von denen der in der Fig. 2 (zweite) obere Ringkanal 11 während
des Füllbetriebes in der nachstehend noch näher beschriebenen Weise das unter Druck
stehende Inertgas, beispielsweise CO
2-Gas oder Stickstoff führt. Der (untere) erste Ringkanal 12 dient als Rücksammelgaskanal
zum Abführen von Gas aus dem jeweiligen Füllelement 7, insbesondere auch beim Spülen
der Behälter 2. Der Druck im zweiten Ringkanal 11 ist gleich oder im Wesentlichen
gleich dem Fülldruck P
F im Gasraum 8.2 oder geringfügig kleiner als dieser Fülldruck P
F. Der Druck im ersten Ringkanal 12 ist beispielsweise der Atmosphärendruck oder ein
Unterdruck.
[0012] Das Füllelement 7 ist in einem Füllelementgehäuse 13 mit einem Flüssigkeitskanal
14 ausgebildet, der mit seinem oberen Bereich mit der Produktleitung 10 verbunden
ist und an der Unterseite des Füllelementes 7 eine die Achse FA konzentrisch umschließende
ringförmige Abgabeöffnung 15 bildet, über die das flüssige Füllgut dem jeweiligen
Behälter 2 beim Füllen zufließt. Im Flüssigkeitskanal 14 ist in Strömungsrichtung
des Füllgutes vor der Abgabeöffnung 15 ein Flüssigkeitsventil 16 vorgesehen, welches
im Wesentlichen von einem an einem Ventilstößel 17 angeordneten Ventilkörper 18 gebildet
ist. In der Fig. 2 ist das Flüssigkeitsventil 16 im geschlossenen Zustand dargestellt,
in welchem der Ventilkörper 18 gegen eine Ventilfläche im Flüssigkeitskanal 14 anliegt.
Zum Öffnen des Flüssigkeitsventils 16 wird der Ventilkörper 18 mit dem achsgleich
mit der Achse FA angeordneten Ventilstößel 17 durch ein vorzugsweise pneumatisch gesteuertes
Betätigungselement 19 angehoben. Der Ventilstößel 17 ist als Gasrohr ausgeführt, und
zwar mit einem Gaskanal 20, der achsgleich mit der Achse FA angeordnet an der Unterseite
im Bereich der Abgabeöffnung 15 und von dieser ringförmig umschlossen offen ist und
am oberen Ende des Ventilstößels 17 in einen im Gehäuse 13 ausgebildeten Gasraum 21
mündet.
[0013] Um beim Druckfüllen der Behälter 2 die verschiedenen Phasen des Füllprozesses zu
steuern, sind im Füllelementgehäuse 13 mehrere, steuerbare Gaswege ausgebildet. Über
einen steuerbaren zweiten Gasweg 22 ist der Gasraum 21 gesteuert mit dem zweiten Ringkanal
11 verbindbar. Dieser zweite Gasweg 22, der in der Fig. 3 zum besseren Verständnis
nochmals als Funktionsdiagramm dargestellt ist, enthält zwei Steuerventile 23 und
24, die in der Verbindung zwischen dem zweiten Ringkanal 11 und dem Gasraum 21 in
Serie angeordnet sind und die bei der dargestellten Ausführungsform pneumatisch betätigbare
Ventile sind. Parallel zu dem Steuerventil 24 ist eine Drossel 25 vorgesehen, die
einen festen reduzierten Strömungsquerschnitt aufweist und bei geschlossenem Steuerventil
24 einen Gasstrom in einem parallelen Bypass mit dem reduzierten Strömungsquerschnitt
am geschlossenem Steuerventil 24 vorbei ermöglicht, so dass bei geöffnetem Steuerventil
23 durch Öffnen und Schließen des Steuerventils 24 der wirksame Strömungsquerschnitt
des gesteuerten zweiten Gasweges 22 veränderbar ist.
[0014] Über einen weiteren gesteuerten ersten Gasweg 26, der ebenfalls im Füllelementgehäuse
13 ausgebildet ist, sind zwei Rückgasöffnungen 27.1 und 28.1 mit dem ersten Ringkanal
12 verbindbar. Die Rückgasöffnungen 27.1 und 28.1 sind jeweils an der Unterseite des
Füllelementes 7 vorgesehen, und zwar gegenüber der Abgabeöffnung 15 bezogen auf die
Achse FA radial nach außen versetzt und außerdem in Richtung der Achse FA axial oberhalb
der Abgabeöffnung 15. Die Rückgasöffnungen 27.1 und 28.1 sind bei der dargestellten
Ausführungsform um 180° um die Achse FA versetzt angeordnet und bilden die unteren
Öffnungen oder Anschnitte von Rückgaskanälen 27 und 28, die sich im Füllelementgehäuse
13 von der jeweiligen Rückgasöffnung parallel oder im wesentlichen parallel zu der
Achse FA nach oben erstrecken. Die Rückgaskanäle 27 und 28 sind Teil des gesteuerten
ersten Gasweges 26 und enthalten jeweils ein Steuerventil 29 bzw. 30. Die Steuerventile
29 und 30 sind bei der dargestellten Ausführungsform wiederum pneumatisch betätigbare
Ventile. Die Eingänge der Steuerventile 29 und 30 sind jeweils mit einem Rückgaskanal
27 bzw. 28 verbunden. Die Ausgänge beider Steuerventile 29 und 30 sind mit dem ersten
Ringkanal 12 verbunden. Zum besseren Verständnis ist der gesteuerte erste Gasweg 26
mit der Fig. 4 nochmals in einem Funktionsdiagramm zusammen mit dem Ringkanal 12 dargestellt.
[0015] Das Füllelement 7 umfasst weiterhin eine Zentrierglocke 31, die zumindest beim Spülen,
Vorspannen und beim Füllen mit einer Ringdichtung 31.1 abgedichtet gegen den Öffnungsrand
des auf einem Behälterträger 32 aufstehenden Behälters 2 anliegt, so dass ein zur
Umgebung hin durch das Füllelement 7, die Zentrierglocke 31 und den Behälter 2 abgedichteter
Raum gebildet ist, in den die Abgabeöffnung 15, das untere Ende des Gaskanals 20 sowie
auch die Rückgasöffnungen 27.1 und 28.1 münden. Durch ein pneumatisches Betätigungselement
33 in Form eines beispielsweise mit dem Fülldruck P
F beaufschlagten Faltenbalgs ist die Zentriertulpe 31 über ein Gestänge 34 in seine
untere dicht gegen einen Behälter 2 anliegende Stellung vorgespannt. Durch das Zusammenwirken
einer am Gestänge 34 vorgesehenen Kurvenrolle 35 mit einer äußeren, mit dem Rotor
3 nicht umlaufenden Hubkurve wird die Zentriertulpe 31 für das Einschieben eines Behälters
2 in die Füllposition 4 bzw. für das Entnehmen des gefüllten Behälters 2 aus der Füllposition
4 angehoben.
[0016] Die Ansteuerung der pneumatisch betätigten Steuerventile 23, 24, 29, 30 zwischen
ihrem geöffneten und geschlossenen Zustand erfolgt über elektropneumatische Ventile
36, die ihrerseits von der Maschinensteuerung der Füllmaschine 1 gesteuert werden.
Mit der die Füllelement 7 aufweisenden Füllmaschine ist insbesondere ein Druckfüllen
der Behälter 2 mit folgenden Verfahrensschritten möglich:
1. Einbringen bzw. Einschieben des Behälters 2 in die Füllposition 4
[0017] Für das Einbringen des Behälters 2 in die jeweilige Füllposition 4 sind das Flüssigkeitsventil
16 geschlossen, die Steuerventile 23 und 24 und damit der zweite Gasweg 22 geschlossen,
die Steuerventile 29 und 30 und damit der erste Gasweg 26 sind geöffnet und die Zentriertulpe
31 gegen die Wirkung der Betätigungseinrichtung 33 angehoben.
2. Spülen des Behälterinnenraumes mit Inertgas
[0018] Für das Spülen des Behälterinnenraums befindet sich der Behälter 2 in Dichtlage am
Füllelement 7, d.h. die Zentriertulpe 31 ist mit ihrer die Achse FA konzentrisch umgebenden
Ringdichtung 31.1 gegen den Rand der Behälteröffnung dicht anliegend auf den Behälter
2 abgesenkt. Das Flüssigkeitsventil 16 ist geschlossen und die Steuerventile 23, 29
und 30 sind bei geschlossenem Steuerventil 24 geöffnet. Hierdurch strömt Inertgas
als Spülgas aus dem Ringkanal 11 über die Drossel 25 in den Gasraum 21 und aus diesem
über den Gaskanal 20 mittig bzw. zentrisch in den Innenraum des Behälters 2 und bildet
dort eine Inertgasströmung aus, die u.a. in der Mitte des Behälters 2 u.a. auch bis
an den Behälterboden reicht und von dort entlang der Innenfläche der Behälterwandung
außen nach oben gerichtet ist, wie dies mit 37 angedeutet ist. Über die Rückgasöffnungen
27.1 und 28.1 und den geöffneten ersten Gasweg 26 wird das Spülgas und die mit diesem
mitgeführte Luft in den Ringkanal 12 abgeführt, der beispielsweise Atmosphärendruck
oder aber einen Unterdruck aufweist.
[0019] Durch die vorstehend beschriebene spezielle Ausgestaltung des Füllelementes 7, insbesondere
durch die Drossel 25 im zweiten Gasweg 22 und durch die beiden wirkungsmäßig parallelen
Rückgaskanäle 27 und 28 und Steuerventile 29 und 30, d.h. durch den hiermit erreichten
im Vergleich zum Strömungsquerschnitt der Drossel 25 bedeutend größeren Strömungsquerschnitt
des ersten Gasweges 26 wird dieser Spülprozess so gestaltet, dass die in dem jeweiligen
Behälter mitgeführte Luft bei einem Spüldruck P
S zwischen dem Atmosphärendruck und einem Überdruck von etwa 0,5 bar bis 2,0 bar, vorzugsweise
von etwa 1,0 bar in kürzester Zeit aus dem Behälterinnenraum verdrängt und durch das
Inertgas (beispielsweise CO
2-Gas oder Stickstoff) ersetzt wird. Erreicht wird dies zum einen dadurch, dass das
Spülgas dem Behälterinnenraum über die Drossel 25 des zweiten Gasweges 22 zugeführt
wird und hierdurch der Druck des dem Behälter 2 zuströmenden Spülgases gegenüber dem
Druck im Ringkanal 11 deutlich reduziert ist. Erreich wird dies aber auch dadurch,
dass der Gasabfluss aus dem Innenraum des Behälters 2 auf einem gegenüber dem Querschnitt
der Drossel 25 sehr viel größeren effektiven Strömungsquerschnitt erfolgt, nämlich
über die beiden parallelen Gaswege 27 und 28, so dass es zu hohen Gasdurchsätzen innerhalb
des jeweiligen Behälters 2 bei reduziertem Spüldruck P
S kommt, was durch einen Unterdruck im Ringkanal 12 noch unterstützt werden kann. Weiterhin
wird eine den Spülvorgang beeinträchtigende stärkere Verwirbelung des Spülgases mit
Luft zumindest weitestgehend vermieden.
[0020] Erreicht werden dieses optimale Spülen bzw. der optimale Spülgasfluss innerhalb des
Behälterinnenraumes insbesondere auch dadurch, dass die Rückgasöffnungen 27.1 und
28.1 für den Gasrückfluss um 180° um die Achse FA versetzt angeordnet sind und sich
innerhalb der Ringdichtung 31.1 unmittelbar an dieser Dichtung und damit unmittelbar
an der Innenseite des Öffnungsrandes des Behälters 2 befinden, d.h. der radiale Abstand
der Rückgasöffnungen 27.1 und 28.1 von der Achse FA ist gleich oder nur geringfügig
kleiner als der entsprechende Abstand der Innenseite der Ringdichtung 31.1 von der
Achse FA.
[0021] Die Spülzeit wird wesentlich reduziert, was zu einer Verkürzung der Spülzeit und
damit zu einer Erhöhung der Leistung der Füllmaschine 1 (Anzahl der gefüllten Behälter
2 je Zeiteinheit) führt. Durch eine konstante Spülzeit wird der Gasdurchsatz und damit
nachfolgend der Inergasverbrauch gesenkt.
3. Vorspannen des Behälterinnenraumes mit Inertgas
[0022] Hierfür befindet sich der Behälter 2 weiterhin bei abgesenkter Zentrierglocke 31
in Dichtlage am Füllelement 7. Das Flüssigkeitsventil 16 sowie auch die Steuerventile
29 und 30 und damit der erste Gasweg 26 sind geschlossen. Die beiden Steuerventile
23 und 24 sind geöffnet, so dass das Inertgas als Vorspanngas (CO
2-Gas oder Stickstoff) ohne eine Drosselung durch die Drossel 25 über den vollständig
geöffneten zweiten Gasweg 22 in den Gasraum 21 und aus diesem über den Gaskanal 20
in den Behälterinnenraum strömen kann, so dass dieser kurzzeitig mit einem Druck vorgespannt
ist, der gleich oder im wesentlichen gleich dem Fülldruck P
F ist.
4. Druckfüllen des Behälterinnenraumes
[0023] Der Behälter 2 befindet sich weiterhin in Dichtlage am Füllelement 7. Die Steuerventile
29 und 30 und damit der erste Gasweg 26 sind geschlossen. Die Steuerventile 23 und
24 sind geöffnet. Für das Einleiten der Füllphase wird das Flüssigkeitsventil 16 geöffnet,
so dass das flüssige Füllgut über die Abgabeöffnung 15 in den Behälter einströmt,
und zwar durch die kegelförmige Ausbildung des Flüssigkeitskanals 14 im Bereich der
Abgabeöffnung 15 entlang der Behälterinnenfläche. Das von dem Füllgut aus dem Behälter
2 verdrängte Inertgas wird über den vollständig geöffneten Gaskanal 20 und den vollständig
geöffneten zweiten Gasweg 22 in den Ringkanal 11 zurückgeführt. Die Menge des dem
Behälter 2 zufließenden Füllgutes wird mit dem Durchflussmesser 9 überwacht. Ist die
erforderliche Füllmenge erreicht, wird veranlasst durch ein Messsignal des Durchflussmessers
9 über das Betätigungselement 19 das Flüssigkeitsventil 16 geschlossen.
5. Entlasten des Behälterinnenraumes des gefüllten Behälters
[0024] Bei weiterhin in Dichtlage am Füllelement befindlichen Behälter 2 und bei geschlossenem
Flüssigkeitsventil 16 und geschlossenen Steuerventilen 23 und 24 erfolgt durch Öffnen
zumindest eines der Steuerventile 29 und 30, bevorzugt aber beider Steuerventile 29
und 30 ein Entlasten des von dem Füllgut nicht eingenommenen Kopfraumes des Behälters
2 über den ersten Gasweg 26 in den Ringkanal 12. Hierbei ist es möglich, dass für
ein Teilentlasten zunächst nur ein Steuerventil 29 oder 30 und erst für ein anschließendes
vollständiges Entlasten auch das andere Steuerventil 30 oder 29 geöffnet wird.
6. Freigeben des gefüllten Behälters 2 und Ausschieben dieses Behälters
[0025] Nach dem Entlasten erfolgt bei geschlossenem Flüssigkeitsventil 16, geschlossenen
Steuerventilen 23 und 24, aber weiterhin geöffneten Steuerventilen 29 und 30 ein Anheben
der Zentrierglocke 31 durch die mit der Kurvenrolle 35 zusammenwirkende Steuerkurve,
so dass der gefüllte Behälter 2 an dem Behälterauslauf 6 entnommen werden kann.
[0026] Grundsätzlich sind mit dem Füllelement 7 noch weitere Verfahrensschritte möglich,
beispielsweise ein langsames Anfüllen und/oder ein langsames Füllen vor dem Schließen
des Flüssigkeitsventils 16, und zwar jeweils dadurch, dass hierfür nur das Steuerventil
23 geöffnet und das Steuerventil 24 geschlossen ist.
[0027] Die Fig. 5 zeigt das Füllelement 7 in einem Reinigungs- und/oder Desinfektions-Betriebszustand
oder CIP-Modus (CIP-Reinigung und/oder -Desinfektion) der Füllmaschine 1. In diesem
Zustand sind die Füllelemente 7 jeweils an der Unterseite ihres Füllelementgehäuses
13 mit einem Verschluss, beispielsweise in Form einer Spülkappe 38 versehen, die einen
zur Umgebung hin verschlossenen Spülraum 39 bildet, in den die Abgabeöffnung 15, das
untere, offene Ende des Gaskanals 20 sowie auch die beiden Rückgasöffnungen 27.1 und
28.1 münden. Während dieser CIP-Reinigung und/oder -Desinfektion ist der Füllgutkessel
8 mit einem flüssigen Reinigungs- und/oder -Desinfektionsmedium bzw. CIP-Medium gefüllt.
Die beiden Steuerventile 23 und 24 und damit der zweite Gasweg 22 sind geschlossen,
die Steuerventile 29 und 30 sind geöffnet, so dass das CIP-Medium aus dem Kessel 8
durch den Flüssigkeitskanal 14, durch das geöffnete Flüssigkeitsventil 16, durch die
Abgabeöffnung 15, durch den Spülraum 39 und durch die beiden Rückgaskanäle 27 und
28 in den Ringkanal 12 strömen kann, aus dem das CIP-Medium abgeführt wird. Auch bei
dieser CIP-Reinigung und/oder -Desinfektion ermöglicht der erste Gasweg 26 mit den
beiden geöffneten Steuerventilen 29 und 30 einen großen wirksamen Strömungsquerschnitt
für das CIP-Medium und damit einen hohen, eine intensive Behandlung gewährleistenden
CIP-Medium-Durchsatz. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, z.B. bei geschlossenen
Steuerventilen 29 und 30 und weiterhin geöffnetem Flüssigkeitsventil 16 sowie bei
geöffneten Steuerventilen 23 und 24 auch den zweiten Gasweg 22 mit dem CIP-Medium
aus dem Füllgutkessel 8 zu behandeln, welches dann über den Ringkanal 11 abgeführt
wird.
[0028] Die Besonderheit der Füllmaschine 1 bzw. des von den Füllelementen 7 gebildeten Füllsystems
dieser Maschine besteht also u.a. darin, dass beim Spülen des jeweiligen Behälters
das Einleiten des Spülgases ausschließlich über die Drossel 25 bei reduziertem Strömungsquerschnitt
erfolgt, während das Ableiten des Spülgases aus dem jeweiligen Behälter über den ersten
Gasweg 26 bei einem wesentlich größerem Strömungsquerschnitt erfolgt, so dass das
Spülgas trotz eines hohen Durchsatzes den jeweiligen Behälter 2 mit reduziertem Spülgasdruck
zuströmt, d.h. hierbei im Behälter 2 ein auch gegenüber dem Fülldruck P
F reduzierter Überdruck von etwa 0 bar bis 2,0 bar, beispielsweise von etwa 0,5 bar
bis 2,0 bar vorzugsweise von etwa 0,5 - 1,0 bar herrscht. Sowohl beim Vorspannen,
als auch beim Füllen weist der zweite Gasweg 22 durch die geöffneten Steuerventile
23 und 24 seinen vollen Strömungsquerschnitt auf, wodurch ein schnelles Vorspannen
und Füllen der Behälter 2 erreicht wird.
[0029] Durch die Ausbildung des erste Gasweges 26 mit zwei wirkungsmäßig parallelen Rückgaskanälen
27 und 28 ist es möglich, den im Vergleich zum zweiten Gasweg 22 beim Spülen größeren
Strömungsquerschnitt dadurch zu realisieren, dass für sämtliche Steuerventile 23,
24, 29 und 30 Ventile mit grundsätzlich identischem Aufbau verwendet werden, die jeweils
durch interne Federmittel in einen Ausgangszustand vorgespannt sind und durch Beaufschlagung
mit einem Steuerdruck in ihren anderen Zustand überführt werden. Hier bei sind die
Steuerventile 23 und 24 aber bevorzugt so ausgebildet, dass sie im Ruhezustand geöffnet
sind. Die Steuerventile 29 und 30 sind bevorzugt so ausgebildet, dass sie im Ruhezustand
geschlossen sind. Dies ermöglicht eine Vereinfachung der Ansteuerung der Steuerventile
23, 24, 29 und 30 durch die elektropneumatischen Ventile 36, d.h. lediglich für das
Steuerventil 23 ist ein eigenständiges elektropneumatisches Ventil 36 erforderlich,
während die Steuerventile24, 29 und 30 von einem gemeinsamen elektropneumatischen
Ventil 36 angesteuert werden, welches im aktivierten Zustand, d.h. während des Spülens
durch Beaufschlagung mit einem Steuerdruck das Steuerventil 24 schließt und die Steuerventile
29 und 30 öffnet, während beim Vorspannen und Füllen wegen des nicht aktivierten elektropneumatischen
Steuerventils 36 die beiden Steuerventile 23 und 24 durch ihre Federmittel geöffnet
und die Steuerventile 29 und 30 durch ihre Federmittel geschlossen sind. Das dritte
in der Fig. 2 dargestellte elektropneumatische Steuerventil 36 dient zur Ansteuerung
des Betätigungselementes 19.
[0030] Die Fig. 6 zeigt als weitere Ausführungsform eine Füllmaschine 1 a bzw. eines der
Füllelemente 7a dieser Füllmaschine. Die Füllmaschine 1a unterscheidet sich von der
Füllmaschine 1 zunächst dadurch, dass am Rotor 3 ein weiterer Ringkessel 40 vorgesehen
ist, der als gemeinsamer Entlastungskanal für sämtliche Füllelemente 7a dient.
[0031] Das Füllelement 7a unterscheidet sich von dem Füllelement 7 im wesentlichen nur dadurch,
dass anstelle des gesteuerten zweiten Gasweges 22 ein gesteuerter zweiter Gasweg 22a
vorgesehen ist, und zwar in der Verbindung zwischen dem Ringkanal 11 und dem Gasraum
21. Dieser zweite Gasweg 22a ist in der Fig. 7 in einem Funktionsdiagramm dargestellt
und enthält lediglich das Steuerventil 23. Wirkungsmäßig parallel zu der Drossel 25
ist ein Rückschlagventil 41 angeordnet, welches so ausgebildet ist, dass es für eine
Strömung aus dem Ringkanal 11 schließt und für eine Strömung in den Ringkanal 11 öffnet.
Die Verfahrensschritte Spülen und Vorspannen der Behälter 2 mit dem unter Fülldruck
P
F stehenden Inertgas aus dem Ringkanal 11 sowie Druckfüllen der Behälter 2 unter Rückführen
des hierbei aus den Behältern 2 verdrängten Inertgases erfolgt analog zu den in Verbindung
mit dem Füllelement 7 beschriebenen Verfahrensschritten, wobei beim Spülen bei geöffnetem
Steuerventil 23 und bei sperrendem Rückschlagventil 41 wiederum mit der Drossel 25
in Zusammenwirkung mit den beiden geöffneten Gaswegen 27 und 28 das Spülgas aus dem
Ringkanal 11 mit reduziertem Spüldruck P
S in den Behälter 2 eingeleitet und diesen aber mit hohem Durchsatz durchströmt. Das
Vorspannen der Behälter 2 erfolgt bei dem Füllelement 7a bei geöffnetem Steuerventil
23 allein über die Drossel 25. Beim Druckfüllen der Behälter 2 wird das von dem zufließenden
Füllgut verdrängte Inertgas bei geöffnetem Steuerventil 23 sowohl über die Drossel
25, als auch hauptsächlich über das öffnende Rückschlagventil 41 in den Ringkanal
11 zurückgeführt.
[0032] Das Entlassen des jeweils gefüllten Behälters 2 erfolgt bei dem Füllelement 7a in
den zusätzlichen Ringkanal 40. Hierfür weist das Füllelement 7a einen zusätzlichen
gesteuerten Gasweg 42 auf, und zwar als Verbindung zwischen der Rückgasöffnung 27.1
und dem Ringkanal 40. Dieser Gaskanal ist in der Figur 8 schematisch dargestellt.
Beim Entlasten des gefüllten Behälters 2 sind die Steuerventile 23, 29 und 30 geschlossen
und das Steuerventil 24 des Gasweges 42 geöffnet, so dass die Entlastung in den Ringkanal
40 erfolgt.
[0033] Auch bei dem Füllelement 7a erfolgt somit der Fluss des Inertgases beim Spülen, Vorspannen
und Füllen über den zweiten Gasweg 22a, und zwar mit reduziertem Strömungsquerschnitt
beim Spülen und Vorspannen, aber mit nicht reduziertem Strömungsquerschnitt beim Füllen.
[0034] Fig. 9 und 10 zeigen jeweils in schematischer Teildarstellung und im Schnitt das
Füllelementgehäuse 13 im Bereich des Gasraumes 21 bei einem Füllelement 7 b gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, und zwar mit einem gesteuerten zweiten
Gasweg 22b in der Verbindung zwischen dem Ringkanal 11 und dem Gaskanal 20. Bei dieser
Ausführungsform ist der Gasraum 21 Teil des gesteuerten zweiten Gasweges 22b mit einer
veränderbaren Drossel 43, die im zweiten Gasweg 22b wirkungsmäßig in Serie mit dem
Steuerventil 23 angeordnet ist und die zwischen einem ersten Zustand mit reduziertem
Drosselquerschnitt (Fig. 10) und einem zweiten Zustand mit vergrößertem Drosselquerschnitt
(Fig. 9) steuerbar ist. Die Drossel 43 ist an dem oberen Ende des Ventilstößels 17
ausgebildet, und zwar an einer dortigen Drosselöffnung 20.1 des Gaskanals 20 derart,
dass diese Öffnung bei geöffnetem Flüssigkeitsventil 16, d.h. bei angehobenem Ventilstößel
17 einen größeren Öffnungsquerschnitt (Fig. 9) aufweist, als bei geschlossenem Flüssigkeitsventil
16, d.h. bei abgesenktem Ventilstößel 17 (Fig. 10). Hierdurch ist automatisch und
ohne die Notwendigkeit eines weiteren Steuerventils erreicht, dass wiederum das Spülen
und Vorspannen des jeweiligen Behälters aus dem Ringkanal 11 über den zweiten Gasweg
22b bei reduziertem Strömungsquerschnitt (Fig. 10) und das Rückführen des vom Füllgut
verdrängten Inertgases beim Druckfüllen über einen vergrößerten Querschnitt des zweiten
Gasweges 22b (Fig. 9) erfolgen. Bei der dargestellten Ausführungsform ist ein mit
dem Ventilstößel 17 nicht mitbewegter bzw. fest am Füllelementgehäuse 13 und achsgleich
mit der Achse FA angeordneter Drosselkörper 44 vorgesehen, der in die Drosselöffnung
20.1 hineinreicht und im ersten und zweiten Zustand der Drossel 43 den unterschiedlichen
Strömungsquerschnitt frei lässt. Der Drosselkörper 44 ist hierfür beispielsweise pilzkopfartig
ausgebildet, so dass er in dem ersten Zustand (Fig. 10) mit seinem Kopf in der Drosselöffnung
20.1 befindet und im zweiten Zustand (Fig. 9) der Kopf in einer Erweiterung des Gaskanals
20 aufgenommen und sich der im Querschnitt reduzierte Abschnitt des Drosselkörpers
44 in der Drosselöffnung 20.1 befindet.
Bezugszeichenliste
| 1, 1a |
Füllmaschine |
26 |
gesteuerter (erster) Gasweg |
| 2 |
Behälter |
27,28 |
Rückgaskanal |
| 3 |
Rotor |
27.1, 28.1 |
Rückgasöffnung |
| 4 |
Füllposition |
29, 30 |
Steuerventil |
| 5 |
Behältereinlauf |
31 |
Zentriertulpe |
| 6 |
Behälterauslauf |
32 |
Behälterträger |
| 7,7a |
Füllelement |
33 |
Betätigungselement |
| 8 |
Füllgutkessel |
34 |
Gestänge |
| 8.1 |
Flüssigkeitsraum |
35 |
Kurvenrolle |
| 8.2 |
Gasraum |
36 |
elektropneumatisches |
| 9 |
Durchflussmesser |
Steuerventil |
| 10 |
Produktleitung |
37 |
Strömung des Inertgases beim Spülen |
| 11, 12 |
Ringkanal |
| 13 |
Füllelementgehäuse |
38 |
Spülkappe |
| 14 |
Flüssigkeitskanal |
39 |
Spülraum |
| 15 |
Abgabeöffnung |
40 |
zusätzlicher Ringkanal (Entlastungskanal) |
| 16 |
Flüssigkeitsventil |
| 17 |
Ventilstößel |
41 |
Rückschlagventil |
| 18 |
Ventilkörper |
42 |
gesteuerter Gasweg |
| 19 |
Betätigungselement |
43 |
Drossel |
| 20 |
Gaskanal |
44 |
Drosselkörper |
| 20.1 |
Drosselöffnung |
A |
Drehrichtung des Rotors 3 |
| 21 |
Gasraum |
FA |
Füllelementachse |
| 22, 22a, 22b |
gesteuerter Gasweg |
MA |
Maschinenachse |
| 23,24 |
Steuerventil |
|
|
| 25 |
Drossel |
|
|
1. Verfahren zum Füllen von Dosen oder dgl. Behälter mit einem flüssigen Füllgut in einer
Füllphase eines Füllprozesses, wobei in wenigstens einer der Füllphase zeitlich vorausgehenden
Spülphase der Behälterinnenraum des jeweiligen, in Dichtlage am Füllelement (7, 7a)
angeordneten Behälters (2) mit einem in den Behälterinnenraum eingeleiteten Spülgas
in Form eines Inertgases und durch Ableiten des den Behälterinnenraum mit einem Spülgasdruck
(PS) durchströmenden Spülgases aus dem Behälterinnenraum gespült wird, wobei der Spülgasdruck
(PS) im Behälterinnenraum gleich einem Überdruck gegenüber dem Umgebungsdruck von 0 bar
- 2,0 bar ist, vorzugsweise von 0,5 bar bis 1,0 bar, wobei das Spülgas aus dem Behälterinnenraum
über wenigstens zwei Rückgasöffnungen (27.1, 28.1) eines ersten gesteuerten Gasweges
(26) des Füllelementes (7, 7a) abgeleitet wird, der erste Gasweg (26) der Füllelemente
(7, 7a) wenigstens zwei Gaskanäle (27, 28) mit jeweils einem Steuerventil (29, 30)
aufweist, wobei die Gaskanäle (27, 28) jeweils eine Rückgasöffnung (27.1, 28.1) bilden,
wobei das Spülgas über einen zweiten gesteuerten Gasweg (22, 22a, 22b) aus einem Gasraum
oder einem für sämtliche Füllelemente (7, 7a) der Füllmaschine (1, 1a) gemeinsamen
zweiten Ringkanal (11) dem Behälterinnenraum über eine steuerbare Drosselanordnung
(24, 25; 25, 41; 43) zugeführt wird, die zwischen einem den Inertgasstrom drosselnden
ersten Zustand und einem den Inertgasstrom nicht drosselnden zweiten Zustand schaltbar
ist, und wobei sich die Drosselanordnung (24, 25, 25, 41; 43) beim Spülen in ihrem
ersten den Druck des Spülgases auf den Spüldruck (PS) reduzierenden Zustand befindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Ringkanal (12) einen Unterdruck aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Füllelementen (7, 7a), bei denen die Rückgasöffnungen (27.1, 28.1)
um 180° um die Füllelementachse FA versetzt und/oder einer Ringdichtung (31.1) unmittelbar
benachbart vorgesehen sind, gegen die der Behalter mit seiner Behältermündung in Dichtlage
am Füllelement (7, 7a) anliegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das beim Druckfüllen der Behälter (2) von dem flüssigen Füllgut aus dem Behälterinnenraum
verdrängte Inertgas über den zweiten gesteuerten Gasweg (22, 22a, 22b) in den Gasraum
oder in den zweiten Ringkanal (11) zurückgeführt wird, und dass sich hierbei die Drosselanordnung
(24, 25, 25, 41; 43) in ihrem den Inertgasstrom nicht drosselnden Zustand befindet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselanordnung von einem Steuerventil (24) und einer parallel zu diesem Ventil
angeordneten Drossel (25) oder von einem Rückschlagventil (41), welches für eine Strömung
in den Gasraum oder den zweiten Ringkanal (11) öffnet und bei einer entgegengesetzten
Strömung sperrt, und einem parallel zum Rückschlagventil (41) angeordneten Drossel
oder von einer Drosselanordnung (43) mit veränderbaren Strömungsquerschnitt gebildet
ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselanordnung (24, 25; 25, 41; 43) zumindest beim Öffnen eines Flüssigkeitsventils
(16) des Füllelementes (7, 7a) von dem ersten Zustand in den zweiten Zustand geschaltet
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein beim Öffnen und Schließen des Flüssigkeitsventils (16) bewegter Ventilstößel
(17) Teil der Drosselanordnung oder der diese Drosselanordnung bildenden steuerbaren
Drossel (43) ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem der Füllphase vorausgehenden Vorspannen der Behälter (2) mit dem Inertgas
sowie auch während der Füllphase die Steuerventile (29, 30) der Rückgaskanäle (27,
28) geschlossen sind.
9. Füllmaschine zum Füllen, insbesondere zum Druckfüllen von Dosen oder dgl. Behälter (2), mit mehreren
an einem umlaufenden Transportelement (3), beispielsweise Rotor vorgesehenen Füllelementen
(7, 7a) mit jeweils einem in einem Füllelementgehäuse (13) ausgebildeten und wenigstens
ein Flüssigkeitsventil (16) aufweisenden Flüssigkeitskanal (14), der mit einem Füllgutkessel
(8) am Transportelement (3) verbunden ist und an einer Unterseite des Füllelementes
(7, 7a) wenigstens eine Füllgutabgabeöffnung (15) bildet, mit einer von einer Ringdichtung
(31.1) an einem Gehäuseteil (31) gebildeten Behälteranlagefläche, gegen die der jeweilige
Behälter (2) beim Füllen abgedichtet gegen das Füllelement anliegt, mit einem ersten
gesteuerten Gasweg (26), der an der Unterseite des Füllelementgehäuse (13) und bezogen
auf eine Füllelementachse (FA) innerhalb der Ringdichtung oder des Gehäuseteils (31)
mündet, sowie mit einem zweiten gesteuerten Gasweg (22, 22a, 22b), der an der Unterseite
des Füllelementes (7, 7a) bezogen auf die Füllelementachse (FA) zentrisch mündet und
mit einem Gasraum oder mit einem zweiten Ringkanal (11) verbunden ist, der als ein
ein Inertgas unter Druck führender Kanal für sämtliche Füllelemente (7, 7a) gemeinsam
am Transportelement (3) vorgesehen ist und wobei der zweite Gasweg (22, 22a, 22b)
eine steuerbare Drosselanordnung (24, 25; 41, 25; 43) aufweist, die zwischen einem
den Gasstrom drosselnden ersten Zustand und einem den Gasstrom nicht drosselnden zweiten
Zustand steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste gesteuerte Gasweg (26) wenigstens zwei jeweils an der Unterseite des Füllelementgehäuses
(13) über eine Rückgasöffnung (27.1, 28.2) mündende Rückgaskanäle (27, 28) mit jeweils
einem eigenständigen Steuerventil (29, 30) in jedem Rückgaskanal (27, 28) zum Ableiten
des Spülgases aus dem Behälterinnenraum über die wenigstens zwei Rückgasöffnungen
(27.1, 28.1) des ersten gesteuerten Gasweges (26) aufweist.
10. Füllmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das die Ringdichtung (31.1) aufweisende Gehäuseteil eine Zentriertulpe (31) ist.
11. Füllmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste gesteuerte Gasweg (26) bzw. deren Rückgaskanäle (27, 28) in einen, für
sämtliche Füllelement (7, 7a) gemeinsamen ersten Ringkanal (12) münden.
12. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Rückgasöffnungen (27.1, 28.1) um 180° gegeneinander versetzt
um die Füllelementachse (FA) angeordnet sind und/oder einen Abstand von der Füllelementachse
(FA) aufweisen, der gleich oder in etwa gleich dem halben Durchmesser der Ringdichtung
(31.1) ist.
13. Füllmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselanordnung von einer Drossel (25) mit festem Strömungsquerschnitt und einem
parallel zu der Drossel angeordneten Steuerventil (24) oder von der Drossel (25) mit
festem Strömungsquerschnitt und einem parallel zu der Drossel angeordneten Rückschlagventil,
welches für eine Strömung in den Gasraum oder zweiten Ringkanal (11) öffnet und für
eine Strömung in entgegengesetzter Richtung sperrt, oder von einer steuerbaren Drossel
(43) mit veränderbarem Querschnitt gebildet ist.
14. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gasweg (22b) auf einer Teillänge von einem in einem Ventilstößel (17)
des Flüssigkeitsventils (16) vorgesehenen Gaskanal (20) gebildet ist, und dass der
beim Öffnen und Schließen des Flüssigkeitsventils axial bewegte Ventilstößel (17)
mit seinem der Abgabeöffnung (15) entfernten Ende Teil der steuerbaren Drossel (43)
ist, und dass der im Ventilstößel (17) ausgebildete Gaskanal (20) hierfür an diesem
Ende eine in einen Gasraum (21) des zweiten Gasweges (22b) mündende Drosselöffnung
(20.1) aufweist, die mit einem Drosselkörper (44) zusammenwirkt, der in einer dem
geschlossenen Zustand des Flüssigkeitsventils (16) entsprechenden Stellung des Ventilstößels
(17) die Drosselöffnung (20.1) bis auf einen reduzierten Strömungsquerschnitt verschließt
und in einer dem geöffneten Zustand des Flüssigkeitsventils (16) entsprechenden Stellung
des Ventilstößels (17) die Drosselöffnung (20.1) für einen größeren Strömungsquerschnitt
freigibt.
15. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Gasweg (22, 22a, 22b) in Serie mit der steuerbaren Drosselanordnung
ein weiteres Steuerventil (23) zum gesteuerten Öffnen und Schließen dieses Gasweges
vorgesehen ist, und dass das weitere Steuerventil (23) beim Spülen, Vorspannen und
Druckfüllen der Behälter (2) geöffnet und beim Einschieben der zu füllenden Behälter
unter das Füllelement (7, 7a) beim Entlasten der Behälter (2) nach dem Füllen sowie
beim Entnehmen der gefüllten Behälter geschlossen ist.
1. Method for filling cans or the like containers with a liquid in a filling phase of
a filling process wherein, in at least one purge phase that temporally precedes the
filling phase, the container interior of the respective container (2), which is arranged
in a sealed position at the filling element (7, 7a), is purged with a purge gas in
the form of an inert gas that is introduced into the container interior, and the purge
gas flowing through the container interior at a purge gas pressure (Ps) is drained
from the container interior, wherein the purge gas pressure (Ps) in the container
interior is equal to an overpressure in comparison with ambient pressure of 0 - 2.0
bar, preferably from 0.5 bar to 1.0 bar, wherein the purge gas is drained out of the
container interior via at least two return gas openings (27.1, 28.1) of a first controlled
gas path (26) of the filling element (7, 7a), the first gas path (26) of the filling
elements (7, 7a) comprising at least two gas channels (27, 28) with in each case one
control valve (29, 30), wherein the gas channels (27, 28) in each case form a return
gas opening (27.1, 28.1), wherein the purge gas is conveyed via a second controlled
gas path (22, 22a, 22b) out of a gas chamber or a second annular channel (11) common
to all the filling elements (7, 7a) of the filling machine (1, 1a), to the container
interior via a controllable choke arrangement (24, 25; 25, 41; 43), which can be switched
between a first state, in which it chokes the inert gas flow, and a second state in
which it does not choke the inert gas flow, and wherein the choke arrangement (24,
25, 25, 41; 43), during the purging, is in its first state in which it reduces the
pressure of the purge gas to the purge pressure (Ps).
2. Method according to claim 1, characterised in that a first annular channel (12) exhibits an underpressure.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised by the use of filling elements (7, 7a), in which the return gas openings (27.1, 28.1)
are offset by 180° about the filling element axis FA and/or are provided immediately
adjacent to a ring seal (31.1), against which the container is in contact with its
container mouth in a sealing position at the filling element (7, 7a).
4. Method according to claim 1, characterised in that the inert gas which, during the pressure filling of the containers (2), is forced
by the liquid contents out of the container interior, is conveyed back via the second
controlled gas path (22, 22a, 22b) into the gas chamber or into the second annular
channel (11), and that in this situation the choke arrangement (24, 25, 25, 41; 43)
is in its state in which it is not choking the inert gas flow.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the choke arrangement is formed from a control valve (24) and a choke (25) arranged
parallel to this valve, or by a non-return valve (41), which opens for a flow into
the gas chamber or the second annular channel (11), and closes for a flow in the opposite
direction, and by a choke arranged parallel to the non-return valve (41), or by a
choke arrangement (43) with a changeable flow cross-section.
6. Method according to claim 5, characterised in that the choke arrangement (24, 25; 25, 41, 43), at least at the opening of a liquid valve
(16) of the filling element (7, 7a), is switched from the first state into the second
state.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that a valve tappet (17), which is moved at the opening and closing of the liquid valve
(16), is a part of the choke arrangement or is the controllable choke (43) forming
this choke arrangement.
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, during a pretensioning of the containers (2) with the inert gas preceding the filling
phase, as well as during the filling phase, the control valves (29, 30) of the return
gas channels (27, 28) are closed.
9. Filling machine for the filling, in particular the pressure filling, of cans or like
containers (2), with a plurality of filling elements (7, 7a) arranged on a circulating
transport element (3), such as a rotor, in each case with a liquid channel (14) formed
in a filling element housing (13) and comprising at least one liquid valve (16), which
is connected to a filling product vessel (8) at the transport element (3) and forms
on an underside of the filling element (7, 7a) at least one filling product dispensing
opening (15), with a container contact surface formed from a ring seal (31.1) at a
housing part (31), against which opening the respective container (2) is in contact
during the filling, sealed against the filling element, with a first controlled gas
path (26), which opens on the underside of the filling element housing (13) and, related
to a filling element axis (FA), opens inside the ring seal or the housing part (31),
as well as with a second controlled gas path (22, 22a, 22b), which opens centrically
on the underside of the filling element (7, 7a), related to the filling element axis
(FA), and is connected to a gas chamber or to a second annular channel (11), which
is provided as a channel for conducting an inert gas under pressure for all the filling
elements (7, 7a) jointly at the transport element (3), and wherein the second gas
path (22, 22a, 22b) comprises a controllable throttle arrangement (24, 25; 41, 25;
43), which can be controlled between a first state in which the gas flow is choked,
and a second state in which the gas flow is not choked, characterised in that the first controlled gas path (26) comprises at least two return gas channels (27,
28), in each case opening on the underside of the filling element housing (13) via
a return gas opening (27.1, 28.2), in each case with an independent control valve
(29, 30) in each return gas channel (27, 28) for draining the purge gas out of the
container interior via the at least two return gas openings (27.1, 28.1) of the first
controlled gas path (26).
10. Filling machine according to claim 9, characterised in that the housing part comprising the ring seal (31.1) is a centring tulip (31).
11. Filling machine according to claim 9 or 10, characterised in that the first controlled gas path (26), or its return gas channels (27, 28) respectively,
open into a first annular channel (12) common to all filling elements (7, 7a).
12. Filling machine according to any one of the preceding claims 9 to 11, characterised in that the at least two return gas openings (27.1, 28.1) are arranged offset by 180° to
one another about the filling element axis (FA), which is equal or approximately equal
to half the diameter of the ring seal (31.1).
13. Filling machine according to claim 9, characterised in that the choke arrangement is formed from a choke (25) with a fixed flow cross-section
and a control valve (24) arranged parallel to the choke, or from the choke (25) with
fixed cross-section and a non-return valve arranged parallel to the choke, which opens
for a flow into the gas chamber or second annular channel (11) and closes for a flow
in the opposite direction, or from a controllable choke (43) with changeable cross-section.
14. Filling machine according to any one of the preceding claims 9 to 14, characterised in that the second gas path (22b) is formed on a part length by a gas channel (20) provided
in a valve tappet (17) of the liquid valve (16), and that the valve tappet (17) moved
axially at the opening and closing of the liquid valve, is a part of the controllable
choke (43) in the form of its end remote from the dispensing opening (15), and that
the gas channel (20) formed in the valve tappet (17) comprises for this purpose a
choke opening (20.1), opening at this end into a gas chamber of the second gas path
(22b) and interacting with a choke body (44), which, in a position of the valve tappet
(17) corresponding to the closed state of the liquid valve (16), closes the choke
opening (20.1) as far as a reduced flow cross-section, and in a position of the valve
tappet (17) corresponding to the opened state of the liquid valve (16) clears the
choke opening (20.1) for a larger flow cross-section.
15. Filling machine according to any one of the preceding claims 9 to 15, characterised in that, in the second gas path (22, 22a, 22b), in series with the controllable choke arrangement,
a further control valve (23) is provided for the controlled opening and closing of
this gas path, and that the further control valve (23) is opened for the purging,
pretensioning, and pressure filling of the containers (2), and, when the containers
to be filled are pushed under the filling element (7, 7a), is closed at the pressure-relieving
of the containers (2) after the filling, and when the filled containers are removed.
1. Procédé pour remplir des canettes ou des contenants similaires d'un produit de remplissage
liquide lors d'une phase de remplissage d'un processus de remplissage, dans lequel
lors au moins d'une phase de rinçage précédant de manière chronologique la phase de
remplissage, l'espace intérieur de contenant du contenant (2) respectif disposé en
position étanche au niveau de l'élément de remplissage (7, 7a) est rincé à l'aide
d'un gaz de rinçage introduit dans l'espace intérieur de contenant sous la forme d'un
gaz inerte et en évacuant le gaz de rinçage, traversant l'espace intérieur à une pression
de gaz de rinçage (PS) hors de l'espace intérieur de contenant, dans lequel la pression de gaz de rinçage
(PS) dans l'espace intérieur de contenant est égale à une surpression par rapport à la
pression environnante de 0 bar - 2,0 bar, de préférence de 0,5 bar à 1,0 bar, dans
lequel le gaz de rinçage est évacué hors de l'espace intérieur de contenant par l'intermédiaire
au moins de deux ouvertures de gaz de retour (27.1, 28.1) d'un premier chemin de gaz
(26) commandé de l'élément de remplissage (7, 7a), le premier chemin de gaz (26) des
éléments de remplissage (7, 7a) présente au moins deux canaux de gaz (27, 28) pourvus
respectivement d'une soupape de commande (29, 30), dans lequel les canaux de gaz (27,
28) forment respectivement une ouverture de gaz de retour (27.1, 28.1), dans lequel
le gaz de rinçage est amené, par l'intermédiaire d'un deuxième chemin de gaz (22,
22a, 22b) commandé provenant d'un espace de gaz ou d'un deuxième canal annulaire (11)
commun à l'ensemble des éléments de remplissage (7, 7a) de la machine de remplissage
(1, 1a), à l'espace intérieur de contenant par l'intermédiaire d'un ensemble d'étranglement
(24, 25 ; 25, 41 ; 43), qui peut être commuté entre un premier état étranglant le
flux de gaz inerte et un deuxième état n'étranglant pas le flux de gaz inerte, et
dans lequel l'ensemble d'étranglement (24, 25 ; 25, 41 ; 43) se trouve, lors du rinçage,
dans son premier état réduisant la pression du gaz de rinçage de manière à l'établir
à la pression de rinçage (PS).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un premier canal annulaire (12) présente une dépression.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par l'utilisation d'éléments de remplissage (7, 7a), dans le cadre desquels les ouvertures
de gaz de retour (27.1, 28.1) sont décalées de 180° autour des axes d'élément de remplissage
(FA) et/ou sont prévues directement de manière adjacente à un joint torique (31.1),
contre lequel le contenant repose par son embouchure de contenant en position étanche
au niveau de l'élément de remplissage (7, 7a).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le gaz inerte refoulé, lors du remplissage sous pression des contenants (2), par
le produit de remplissage liquide hors de l'espace intérieur de contenant est ramené
par l'intermédiaire du deuxième chemin de gaz (22, 22a, 22b) commandé dans l'espace
de gaz ou dans le deuxième canal annulaire (11), et en ce que l'ensemble d'étranglement (24, 25, 25, 41 ; 43) se trouve dans le cas présent dans
son état n'étranglant pas le flux de gaz inerte.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ensemble d'étranglement est formé par une soupape de commande (24) et par un étranglement
(25) disposé de manière parallèle par rapport à ladite soupape ou par une soupape
anti-retour (41), qui exerce une action d'ouverture pour un écoulement dans l'espace
de gaz ou dans le deuxième canal annulaire (11) et qui exerce une action de fermeture
en présence d'un écoulement dans le sens opposé, et par un étranglement disposé de
manière parallèle par rapport à la soupape anti-retour (41) ou par un ensemble d'étranglement
(43) pourvu d'une section transversale d'écoulement modifiable.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'ensemble d'étranglement (24, 25 ; 25, 41 ; 43) est basculé du premier état dans
le deuxième état au moins lors de l'ouverture d'une soupape de liquide (16) de l'élément
de remplissage (7, 7a).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un coulisseau de soupape (17) déplacé lors de l'ouverture et de la fermeture de la
soupape de liquide (16) fait partie de l'ensemble d'étranglement ou de l'étranglement
(43) pouvant être commandé formant ledit ensemble d'étranglement.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors d'une précontrainte, précédant la phase de remplissage, des contenants (2) à
l'aide du gaz inerte ainsi qu'également au cours de la phase de remplissage, les soupapes
de commande (29, 30) des canaux de gaz de retour (27, 28) sont fermées.
9. Machine de remplissage pour remplir, en particulier pour remplir sous pression, des
canettes ou des contenants (2) similaires, comprenant plusieurs éléments de remplissage
(7, 7a) prévues au niveau d'un élément de transport (3) en rotation, par exemple un
rotor, pourvus respectivement d'un canal de liquide (14) réalisé dans un boîtier d'élément
de remplissage (13) et présentant au moins une soupape de liquide (16), lequel canal
de liquide est relié à une cuve de produit de remplissage (8) au niveau de l'élément
de transport (3) et qui forme au niveau d'un côté inférieur de l'élément de remplissage
(7, 7a) au moins une ouverture de distribution de produit de remplissage (15), comprenant
une surface d'appui de contenant formée par un joint torique (31.1) au niveau d'une
partie de boîtier (31), contre laquelle le contenant (2) respectif repose contre l'élément
de remplissage de manière étanchéifiée lors du remplissage, comprenant un premier
chemin de gaz (26) commandé, qui débouche, au niveau du côté inférieur du boîtier
d'élément de remplissage (13) et par rapport à un axe d'élément de remplissage (FA),
à l'intérieur du joint torique ou de la partie de boîtier (31), comprenant également
un deuxième chemin (22, 22a, 22b) de gaz commandé, qui débouche au centre au niveau
du côté inférieur de l'élément de remplissage (7, 7a) par rapport à l'axe d'élément
de remplissage (FA) et qui est relié à un espace de gaz ou à un deuxième canal annulaire
(11), qui est prévu au niveau de l'élément de transport (3) sous la forme d'un canal
guidant un gaz inerte sous pression pour tous les éléments de remplissage (7, 7a)
conjointement, et dans laquelle le deuxième chemin de gaz (22, 22a, 22b) présente
un ensemble d'étranglement (24, 25 ; 41, 25 ; 43) pouvant être commandé, qui peut
être commandé entre un premier état étranglant le flux de gaz et un deuxième état
n'étranglant pas le flux de gaz, caractérisée en ce que le premier chemin de gaz (26) commandé présente au moins deux canaux de gaz de retour
(27, 28) débouchant respectivement au niveau du côté inférieur du boîtier d'élément
de remplissage (13) par l'intermédiaire d'une ouverture de gaz de retour (27.1, 28.2),
pourvus respectivement d'une soupape de commande (29, 30) autonome dans chaque canal
de gaz de retour (27, 28), pour dévier le gaz de rinçage hors de l'espace intérieur
de contenant par l'intermédiaire des deux ouvertures de gaz de retour (27.1, 28.1)
ou plus du premier chemin de gaz (26) commandé.
10. Machine de remplissage selon la revendication 9, caractérisée en ce que la partie de boîtier présentant le joint torique (31.1) est une tulipe de centrage
(31).
11. Machine de remplissage selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que le premier chemin de gaz (26) commandé ou les canaux de gaz de retour (27, 28) de
ce dernier débouchent dans un premier canal annulaire (12) commun à tous les éléments
de remplissage (7, 7a).
12. Machine de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes 9 à 11,
caractérisée en ce que les deux ouvertures de gaz de retour (27.1, 28.1) ou plus sont disposées de manière
décalée les unes par rapport aux autres de 180° autour des axes d'élément de remplissage
(FA) et/ou présentent une distance par rapport aux axes d'élément de remplissage (FA),
qui est égale ou approximativement égale à la moitié du diamètre du joint torique
(31.1).
13. Machine de remplissage selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'ensemble d'étranglement est formé par un étranglement (25) pourvu d'une section
transversale d'écoulement fixe et d'une soupape de commande (24) disposé de manière
parallèle par rapport à l'étranglement ou par l'étranglement (25) pourvu d'une section
transversale d'écoulement et d'une soupape anti-retour disposée de manière parallèle
par rapport à l'étranglement, laquelle exerce une action d'ouverture pour un écoulement
dans l'espace de gaz ou dans le deuxième canal annulaire (11) et exerce une action
de fermeture pour un écoulement dans la direction opposée ou par un étranglement (43)
pouvant être commandé pourvu d'une section transversale modifiable.
14. Machine de remplissage selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, caractérisée en ce que le deuxième chemin de gaz (22b) est formé sur une longueur partielle, par un canal
de gaz (20) prévu dans un coulisseau de soupape (17) de la soupape de liquide (16),
et en ce que le coulisseau de soupape (17) déplacé de manière axiale lors de l'ouverture et de
la fermeture de la soupape de liquide fait partie, par son extrémité éloignée de l'ouverture
de distribution (15), de l'étranglement (43) pouvant être commandé, et en ce que le canal de gaz (20) réalisé dans le coulisseau de soupape (17) présente à cet effet,
au niveau de ladite extrémité, une ouverture d'étranglement (20.1) débouchant dans
un espace de gaz (21) du deuxième chemin de gaz (22b), laquelle coopère avec un corps
d'étranglement (44), qui ferme l'ouverture d'étranglement (20.1) jusqu'à une section
transversale d'écoulement réduite dans une position, correspondant à l'état fermé
de la soupape de liquide (16), du coulisseau de soupape (17) et qui dégage l'ouverture
d'étranglement (20.1) pour une section transversale d'étranglement plus grande dans
une position, correspondant à l'état ouvert de la soupape de liquide (16), du coulisseau
de soupape (17).
15. Machine de remplissage selon l'une quelconque des revendications 9 à 15, caractérisée en ce qu'est prévue, dans le deuxième chemin de gaz (22, 22a, 22b) en série avec l'ensemble
d'étranglement pouvant être commandé, une autre soupape de commande (23) pour ouvrir
et à fermer de manière commandée ledit chemin de gaz, et en ce que l'autre soupape de commande (23) est ouverte lors du rinçage, de la précontrainte
et du remplissage sous pression des contenants (2) et est fermée lors de l'introduction
par glissement des contenants à remplir sous l'élément de remplissage (7, 7a), lors
de la décharge des contenants (2), après le remplissage ainsi que lors du retrait
des contenants remplis.
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