[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Waschen
eines textilen Waschguts.
[0002] In der Waschmittelindustrie wird ständig an der Verbesserung von waschaktiven Substanzen,
Substanzgemischen und Waschmittelformulierungen gearbeitet. Die Überprüfung der Wirksamkeit
der waschaktiven Substanzen etc. wird dabei üblicherweise auch mittels Testwaschungen
durchgeführt, wobei aus der waschaktiven Substanz oder Formulierung eine Waschflüssigkeit
zubereitet wird und dann ein gezielt verschmutztes textiles Waschgut (Substrat) mit
dieser Waschflüssigkeit unter definierten Verhältnissen (z.B. Temperatur) gewaschen
wird. Das gewaschene textile Waschgut wird dann im Hinblick auf die Wirksamkeit der
waschaktiven Substanz unter den angewandten Verhältnissen untersucht. Um möglichst
viele waschaktive Substanzen in unterschiedlichen Formulierungen und Konzentrationen
und in Kombination mit unterschiedlichen textilen Substraten untersuchen zu können,
sind oft sehr grosse Anzahlen von Testwaschungen erforderlich, die insgesamt sehr
viel Zeit in Anspruch nehmen. Dies ist insbesondere aus Kostengründen unerwünscht.
Ein weiterer Nachteil beim Waschen - egal ob in Forschung und Entwicklung von Waschprodukten
oder in der effektiven Anwendung selbst - ist, dass die heute bekannten Waschverfahren
in der Regel auf signifikanten mechanischen Einwirkungen auf das Waschgut beruhen,
wodurch dieses strapaziert wird.
[0003] Die
DE 102 06 620 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Testen der Einwirkung von Flüssigkeiten
auf ein Flächengebilde, bei denen das Flächengebilde zwischen zwei mit Vertiefungen
versehenen Elementen angeordnet wird. Die Vertiefungen bilden Kammern, in denen sich
die zu testenden Flüssigkeiten befinden. Die Elemente mit dem dazwischenliegenden
Flächengebilde sind an einer Welle aufgehängt und werden zum Testen der Einwirkung
der Flüssigkeiten rotiert. Zur Erhöhung des Flüssigkeitsaustauschs zwischen den durch
das Flächengebilde unterteilten Kammersegmenten kann vorteilhafterweise ein kleines
Loch im Flächengebilde im benetzten Bereich angebracht werden.
[0004] In der
US 2009/281663 A1,
JP 2000-246082 A und
DE 101 43 439 A1 sind Mischvorrichtungen zum Mischen von Materialien mittels dual asymmetrischen Zentrifugierens
offenbart, die jeweils mehrere Mischbehälter aufweisen. Waschvorrichtungen oder das
Waschen eines textilen Waschguts werden darin nicht erwähnt.
[0005] Die
US 2008/280315 A1 beschreibt Stoffproben zum Testen der Waschleistung von Enzymen und in der
EP 1 340 063 A1 sind Verfahren zum Testen der Waschwirksamkeit von chemischen Verbindungen offenbart.
[0006] Ausgehend von der
DE 102 06 620 A1 als nächstliegendem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
effizienteres, sehr gut wirksames und kurze Waschzeiten benötigendes Waschverfahren
sowie eine entsprechende Waschvorrichtung für textile Waschgüter zur Verfügung zu
stellen, welche zudem die Voraussetzungen für ein automatisiertes Handling schaffen
und im Weiteren das Waschgut nicht durch mechanische Einwirkung negativ beeinflussen.
Auf die Anbringung von Löchern im Waschgut soll verzichtet werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch ein Waschverfahren und eine Waschvorrichtung
gelöst, wie sie durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 bzw. des unabhängigen
Patentanspruchs 15 spezifiziert sind. Weitere vorteilhafte Aspekte ergeben sich aus
den Merkmalen der jeweils abhängigen Patentansprüche.
[0008] In seiner grundlegenden Ausführungsform umfasst das erfindungsgemässe Verfahren zum
Waschen eines textilen Waschguts die folgenden Schritte:
- Einbringen des Waschguts und einer Waschflüssigkeit in fertiger Form oder in Form
von Komponenten in eine Waschzelle eines Waschbehälters und
- duales asymmetrisches Zentrifugieren des mit dem Waschgut und der Waschflüssigkeit
beladenen Waschbehälters, wobei der Waschbehälter um eine ausserhalb des Waschbehälters
verlaufende primäre Achse und gleichzeitig um eine durch den Waschbehälter verlaufende
und zur primären Achse in einem spitzen Winkel stehende sekundäre Achse rotiert wird.
[0009] Beim erfindungsgemässen Waschverfahren erfolgt das Waschen nicht in erster Linie
auf klassische Weise durch mechanische Bewegung des Waschguts innerhalb des Waschbehälters,
sondern diffusionsbasiert, d.h. durch beschleunigte Diffusion der Waschflüssigkeit
durch das Waschgut und des Schmutzes aus dem Waschgut heraus. Die Diffusion der Waschflüssigkeit
wird durch die Kombination der beim dualen asymmetrischen Zentrifugieren in zwei unterschiedlichen
Ebenen bewirkten Beschleunigungskräfte erreicht. Durch die erfindungsgemässe Anwendung
des Prinzips der dualen asymmetrischen Zentrifugierung wird der Waschvorgang intensiviert
und erheblich beschleunigt, so dass der eigentliche Waschvorgang nur sehr wenig Zeit
in Anspruch nimmt (typischerweise etwa 1 Minute oder weniger).
[0010] Vorzugsweise verläuft die sekundäre Achse möglichst mittig durch den Waschbehälter,
im Falle eines zylindrischen Waschbehälters also durch die Zylinderachse des Waschbehälters.
Dadurch werden Unwuchten weitestgehend vermieden.
[0011] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird das Waschgut fixiert
oder auch planarisiert im Waschbehälter angeordnet und in fixiertem bzw. planarisiertem
Zustand gewaschen. Speziell wird dazu das Waschgut im Waschbehälter so aufgespannt,
dass es innerhalb der Waschzelle des Waschbehälters im Wesentlichen fixiert oder eben
ist. Dies bewirkt, dass das Waschgut nicht durch den Waschvorgang selbst zerknittert
wird. Dies hat den Vorteil, dass das Waschgut nach dem Waschen noch fixiert bzw. planar
ist und dadurch direkt und ohne weitere Vorbereitung z.B. hinsichtlich des Waschergebnisses
untersucht werden kann.
[0012] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird ein mit zwei
oder mehr Waschzellen ausgestatteter Waschbehälter verwendet, in welche Waschzellen
jeweils Waschgut und Waschflüssigkeit eingebracht werden. Die Verwendung eines solchen
Waschbehälters mit mehreren Waschzellen hat den Vorteil, dass Serienwaschungen simultan
in einem einzigen Waschvorgang durchgeführt werden können.
[0013] Vorteilhafterweise wird dabei ein Waschbehälter verwendet, dessen Waschzellen innerhalb
des Waschbehälters in zwei oder mehr Ebenen angeordnet sind. Dies erlaubt die Unterbringung
von vielen Waschzellen in einem verhältnismässig kleinen Waschbehälter, was insbesondere
dann von Vorteil ist, wenn handelsübliche Zentrifugen zum Einsatz kommen sollen, bei
denen die Grösse des Waschbehälters Beschränkungen unterworfen ist.
[0014] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden in die Waschzellen
zumindest teilweise unterschiedliche Waschflüssigkeiten und/oder zumindest teilweise
unterschiedliches Waschgut eingebracht. Dies erlaubt simultane Serientestwaschungen
mit unterschiedlichen Waschflüssigkeiten und/oder unterschiedlichem Waschgut.
[0015] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird in die Waschzelle
bzw. die Waschzellen des Waschbehälters zusätzlich ein inertes granulares Material,
insbesondere in Form von Glasperlen, eingebracht. Dabei steigern die als Waschkörper
wirkenden Körner bzw. Perlen den Wascheffekt.
[0016] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann die Temperatur
der Waschflüssigkeit in der Waschzelle bzw. den Waschzellen des Waschbehälters während
des Waschvorgangs geregelt werden. Das kann z.B. durch im Waschbehälter vorgesehene
Heizmittel und/oder Kühlmittel realisiert werden. Auf diese Weise kann die Wirksamkeit
der Waschflüssigkeit unter verschiedenen Temperaturbedingungen untersucht werden.
[0017] Alternativ kann die Temperatur der Waschflüssigkeit im Waschbehälter auch vor dem
Waschvorgang auf einen gewünschten Sollwert eingestellt und dann während des Waschvorgangs
konstant gehalten werden, wobei letzteres durch Einsatz eines wärmeisolierten Waschbehälters
erreicht werden kann.
[0018] Vorteilhafterweise kann der Verlauf der Temperatur der Waschflüssigkeit während des
Waschvorgangs protokolliert werden.
[0019] Vorteilhafterweise wird die Waschflüssigkeit nach dem Waschen aus der Waschzelle
bzw. den Waschzellen des Waschbehälters durch einachsiges Zentrifugieren abgeführt.
Dies hat den Vorteil, dass das gewaschene Waschgut dem Waschbehälter in praktisch
trockenem Zustand entnommen werden kann.
[0020] Vorteilhafterweise wird dabei ein Waschbehälter eingesetzt, der mindestens eine öffen-
und verschliessbare Ablassöffnung aufweist, wobei die Ablassöffnung während des einachsigen
Zentrifugierens offen gehalten wird.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Waschvorgang in einer um zwei Achsen dual
asymmetrisch zentrifugierenden Vorrichtung durchgeführt wird und das Abführen der
Waschflüssigkeit nach dem Waschvorgang in derselben Vorrichtung durchgeführt wird,
wobei die Vorrichtung während des Abführens der Waschflüssigkeit nur um eine der beiden
Achsen zentrifugiert.
[0022] Hinsichtlich der Waschvorrichtung besteht das Wesen der Erfindung im Folgenden: Eine
Vorrichtung zum Waschen eines textilen Waschguts umfasst
- einen Waschbehälter zur Aufnahme des Waschguts und einer Waschflüssigkeit in fertiger
Form oder in Form von Einzelkomponenten, wobei der Waschbehälter Mittel zum Fixieren
des Waschguts aufweist,
- Mittel zur Halterung des Waschbehälters und
- Mittel zum dual asymmetrischen Zentrifugieren des Waschbehälters um eine primäre Achse
und eine sekundäre Achse, wobei die primäre Achse ausserhalb des Waschbehälters verläuft
und die sekundäre Achse durch den Waschbehälter verläuft und zur primären Achse in
einem spitzen Winkel steht.
[0023] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die Waschvorrichtung zwischen einer
ersten und einer zweiten Betriebsweise umstellbar ausgebildet, wobei in der ersten
Betriebsweise der Waschbehälter um beide Achsen rotiert und wobei in der zweiten Betriebsweise
der Waschbehälter nur um eine der beiden Achsen, vorzugsweise um die primäre Achse,
rotiert.
[0024] Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Waschvorrichtung erste
Antriebsmittel zum rotativen Antrieb des Waschbehälters um die primäre Achse und mit
den ersten Antriebsmitteln kuppel- und entkuppelbare zweite Antriebsmittel zum rotativen
Antrieb des Waschbehälters um die sekundäre Achse auf.
[0025] Vorteilhafterweise ist der Waschbehälter mit mindestens einer verschliessbaren und
öffenbaren Ablassöffnung zur Abführung von Waschflüssigkeit aus dem Waschbehälter
ausgebildet.
[0026] Weiters ist es vorteilhaft, wenn die Mittel zum Fixieren des Waschguts Mittel zum
planarisierten Fixieren des Waschguts sind.
[0027] Zweckmässigerweise weist der Waschbehälter zwei oder mehr Waschzellen zur Aufnahme
des Waschguts und der Waschflüssigkeit auf.
[0028] Das erfindungsgemässe Waschverfahren und die erfindungsgemässe Waschvorrichtung sind
speziell für die Durchführung von Testwaschungen in der Forschung und Entwicklung
z.B. der Waschmittelindustrie vorgesehen. Sie lassen sich aber grundsätzlich auch
für andere Waschprozesse anwenden.
[0029] Im Folgenden werden das erfindungsgemässe Waschverfahren und die erfindungsgemässe
Waschvorrichtung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen
detaillierter beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1-2
- - eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen
Waschverfahrens;
- Fig. 3-4
- - eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen
Waschvorrichtung;
- Fig. 5a-5d
- - eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen
Waschverfahrens;
- Fig. 6a-6b
- - eine schematische Darstellung von zwei Detailvarianten der Waschvorrichtung;
- Fig. 7
- - eine schematische Darstellung eines Waschbehälters der Waschvorrichtung;
- Fig. 8-9
- - eine Variante eines Waschbehälters in zwei Schnittdarstellungen;
- Fig. 10-11
- - schematische Darstellungen von zwei weiteren Varianten eines Waschbehälters und
- Fig. 12a-12b
- - einen weiteren Waschbehälter in zwei Funktionsstellungen.
[0030] Für die nachstehende Beschreibung gilt die folgende Festlegung: Sind in einer Figur
zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugszeichen angegeben, aber im unmittelbar
zugehörigen Beschreibungsteil nicht erwähnt, so wird auf deren Erläuterung in vorangehenden
oder nachfolgenden Beschreibungsteilen verwiesen. Umgekehrt sind zur Vermeidung zeichnerischer
Überladung für das unmittelbare Verständnis weniger relevante Bezugszeichen nicht
in allen Figuren eingetragen. Hierzu wird auf die jeweils übrigen Figuren verwiesen.
[0031] Die grundlegenden Schritte des erfindungsgemässen Waschverfahrens sind in den Figuren
1 und 2 dargestellt:
In einem vorbereitenden Schritt wird gemäss Fig. 1 ein zu waschendes textiles Waschgut
T in einen zunächst offenen Waschbehälter 1 eingebracht. Ebenso wird eine abgemessene
Menge einer Waschflüssigkeit W, entweder in fertiger Form oder in Form von Einzelkomponenten,
in den Waschbehälter 1 eingebracht. Der Waschbehälter 1 hat typischerweise eine zylindrische
Form und umfasst ein becherförmiges Bodenteil 11 und ein Deckelteil 12. Die Achse
des Waschbehälters 1 ist mit 1a bezeichnet. Der Innenraum des Waschbehälters 1 bildet
eine Waschzelle 10.
[0032] Anschliessend wird der Waschbehälter 1 durch Aufsetzen des Deckels 12 auf das Bodenteil
11 dicht verschlossen. Die behälter- und deckelseitig vorgesehenen Mittel zum dichten
Fixieren des Deckels sind konventionell und der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Das Verschliessen des Waschbehälters ist je nach Beladung und Form des Waschbehälters
nicht zwingend erforderlich.
[0033] Der folgende eigentliche Waschschritt ist in Fig. 2 skizziert. Dabei wird der verschlossene
(oder gegebenenfalls offene) Waschbehälter 1 mit dem in ihm befindlichen Waschgut
T und der Waschflüssigkeit W einer dualen asymmetrischen Zentrifugierung unterworfen.
Darunter ist zu verstehen, dass der Waschbehälter 1 gleichzeitig um zwei Rotationsachsen
A
1 und A
2 rotiert wird. Die erste, primäre Rotationsachse A
1 verläuft ausserhalb des Waschbehälters 1, so dass also der Waschbehälter 1 als Ganzes
auf einer kreisförmigen Bahn die primäre Rotationsachse A
1 umläuft. Diese Kreisbewegung ist durch den Pfeil P
1 angedeutet. Die zweite, sekundäre Rotationsachse A
2 verläuft durch den Waschbehälter 1 und fällt vorzugsweise mit dessen eigener Achse
1a zusammen. Die sekundäre Rotationsachse A
2 ist räumlich so ausgerichtet, dass sie mit der primären Rotationsachse A
1 einen spitzen Winkel α von zwischen 10° und 80°, vorzugsweise zwischen 20° und 70°,
noch bevorzugter zwischen 30° und 60°, typischerweise ca. 40°, einschliesst. Der Waschbehälter
1 dreht sich somit gleichzeitig auch um sich selbst, wobei diese Rotationsbewegung
durch den Pfeil P
2 angedeutet ist.
[0034] Diese duale asymmetrische Zentrifugierung wird nun während einer vorgegebenen Waschdauer
durchgeführt. Aufgrund der dabei auftretenden, in zwei verschiedenen Ebenen wirkenden
Zentrifugalkräfte diffundiert die Waschflüssigkeit W vielfach durch das textile Waschgut
T hin und zurück, wobei eine sehr intensive Waschwirkung erreicht wird, indem der
Schmutz sehr rasch aus dem Waschgut herausdiffundiert und homogen in der Waschflüssigkeit
verteilt wird.
[0035] Die Rotationsgeschwindigkeiten um die beiden Rotationsachsen A
1 und A
2 werden empirisch so eingestellt, dass einerseits möglichst hohe Zentrifugalbeschleunigungen
und kurze Waschdauern (Zentrifugierungsdauern) erreicht werden, anderseits aber das
Waschgut nicht beschädigt wird. Zentrifugalbeschleunigungswerte von 30 bis zu 5000
m/s
2, vorzugsweise von 2500 bis zu 3500 m/s
2, sind für die Praxis brauchbare Werte. Damit lassen sich Waschdauern von etwa 1 Minute
oder sogar noch weniger erreichen.
[0036] Nach der dualen asymmetrischen Zentrifugierung wird der Waschbehälter 1 geöffnet
(sofern er zuvor verschlossen wurde) und das gewaschene Waschgut T sowie die Waschflüssigkeit
W werden entnommen, wobei die Waschflüssigkeit üblicherweise entsorgt oder gegebenenfalls
auch analysiert wird, z.B. daraufhin, wie definierter Schmutz von der Waschflüssigkeit
gebunden wird oder welche Konzentrationen vorhanden sind. Die Entleerung des Waschbehälters
1 kann vorzugsweise durch Zentrifugieren erfolgen.
[0037] Im Folgenden ist anhand der Figuren 3 und 4 ein Ausführungsbeispiel einer zur Durchführung
des erfindungsgemässen Verfahrens besonders gut geeigneten erfindungsgemässen Waschvorrichtung
näher erläutert, wobei in den Figuren nur die funktionswesentlichen Komponenten der
Waschvorrichtung dargestellt sind.
[0038] Die als Ganze mit 1000 bezeichnete Waschvorrichtung ist zentrifugenartig aufgebaut
und umfasst einen von einem Motor 1001 mittels einer Welle 1002 drehend antreibbaren
Drehteller 1003. Auf dem Drehteller 1003 ist ein Umlenkgetriebe 1004 angeordnet, welches
eine Antriebswelle 1005 und eine Abtriebswelle 1006 aufweist. Auf der Abtriebswelle
1006 sitzt drehfest mit dieser verbunden eine Waschbehälteraufnahmefassung 1007, in
welcher ein Waschbehälter 1 gehaltert ist. Diametral gegenüber dem Umlenkgetriebe
1004 ist unter dem Drehteller 1003 ein Unwuchtkompensationsgewicht 1008 angeordnet.
Die vom Motor 1001 angetriebene Welle 1002 greift durch ein bezüglich Drehung ortsfestes
Kupplungsteil 1009 und eine frei auf der Welle 1002 drehbare Riemenscheibe 1010 hindurch.
Auf der Antriebswelle 1005 des Umlenkgetriebes 1004 sitzt drehfest mit dieser verbunden
eine weitere Riemenscheibe 1011. Die beiden Riemenscheiben 1010 und 1011 sind über
einen Antriebsriemen 1012 auf Drehung miteinander gekoppelt. Die Drehachsen der Welle
1002 bzw. des Drehtellers 1003 und der Abtriebswelle 1006 des Umlenkgetriebes 1004
schliessen einen spitzen Winkel α ein und entsprechen den primären und sekundären
Achsen A
1 bzw. A
2 in Fig. 2.
[0039] Der Motor 1001, die Welle 1002 und der Drehteller 1003 bilden erste Antriebsmittel
zum rotativen Antrieb des Waschbehälters 1 um die primäre Achse A
1. Das Umlenkgetriebe 1004, die Abtriebswelle 1006, die Antriebswelle 1005, die Riemenscheibe
1011, der Antriebsriemen 1012 und die Riemenscheibe 1009 bilden mit den ersten Antriebsmitteln
kuppel- bzw. entkuppelbare zweite Antriebsmittel zum rotativen Antrieb des Waschbehälters
1 um die sekundäre Achse A
2.
[0040] In der in Fig. 3 dargestellten Betriebsweise der Waschvorrichtung ist das feststehende
Kupplungsteil 1009 so mit der Riemenscheibe 1010 verbunden, dass sich diese nicht
drehen kann. Wenn sich der Drehteller 1003 um die primäre Achse A
1 dreht, bewegt sich das Umlenkgetriebe 1004 auf einer Kreisbahn um die feststehende
Riemenscheibe 1010, wodurch die Riemenscheibe 1011 angetrieben wird. Über das Umlenkgetriebe
1004 wird die Drehbewegung der Riemenscheibe 1011 auf die Waschbehälteraufnahmefassung
1007 und damit auf den Waschbehälter 1 übertragen. In dieser Betriebsweise der Waschvorrichtung
rotiert also der Waschbehälter 1, wie im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben, gleichzeitig
um zwei Achsen, nämlich die primäre Achse A
1 und die sekundäre Achse A
2. Die entsprechenden Rotationsbewegungen sind analog Fig. 2 durch Pfeile P
1 und P
2 symbolisiert. Die Waschvorrichtung stellt in dieser Betriebsweise eine dual asymmetrisch
arbeitende Zentrifuge dar.
[0041] In der in Fig. 4 dargestellten Betriebsweise der Waschvorrichtung ist das feststehende
Kupplungsteil 1009 von der Riemenscheibe 1010 entkoppelt, was in der Zeichnung durch
eine axial etwas verschobene Position des Kupplungsteils 1009 angedeutet ist. Die
Riemenscheibe 1010 kann sich jetzt frei auf der Welle 1002 drehen. Die Riemenscheibe
1010 dreht sich jetzt mit der Umlaufbewegung der Riemenscheibe 1011 mit und kann somit
die letztere nicht mehr drehend antreiben. In dieser Betriebsweise der Waschvorrichtung
dreht sich somit der Waschbehälter 1 nicht mehr um die sekundäre Achse A
2 bzw. um sich selbst, sondern nur noch um die primäre Achse A
1, wobei die Rotationsbewegung um diese Achse durch den Pfeil P
1 symbolisiert ist. In dieser Betriebsweise stellt die Waschvorrichtung eine klassische
einachsige Zentrifuge dar.
[0042] Die Umstellung zwischen den beiden Betriebsweisen der Waschvorrichtung erfolgt konstruktiv
sehr einfach durch Kopplung bzw. Entkopplung von Riemenscheibe 1010 und Kupplungsteil
1009. Die Kopplung kann z.B. auf elektromagnetischer Basis realisiert sein.
[0043] Ein grosser Vorteil der erfindungsgemässen Waschvorrichtung besteht darin, dass sowohl
der unter dualer asymmetrischer Zentrifugierung erfolgende Waschschritt als auch die
Entleerung des Waschbehälters durch klassische Zentrifugierung in ein und derselben
Vorrichtung durchgeführt werden kann, so dass einerseits keine separaten Vorrichtungen
erforderlich sind und anderseits das Handling wesentlich vereinfacht wird.
[0044] Durch einfaches Deaktivieren der Rotation des Waschbehälters um eine der beiden Achsen
A
1 bzw. A
2, vorzugsweise der Rotation um die sekundäre Achse A
2, wird von Diffusion auf Zentrifugierung umgestellt, also von einer diffusionsbedingten
Durchmischung des Inhalts des Waschbehälters auf eine Separation der Waschflüssigkeit.
[0045] In den Figuren 5a-5d sind die unter Einsatz der erfindungsgemässen Waschvorrichtung
durchzuführenden Schritte des erfindungsgemässen Waschverfahrens nochmals schematisch
zusammengefasst. Fig. 5a zeigt die vorbereitenden Schritte analog Fig. 1. Zum Einsatz
kommt hier ein Waschbehälter 301 mit einem Bodenteil 310 und einem Deckelteil 311
sowie einer Waschzelle 310. Zusätzlich ist der Waschbehälter 301 mit einer absperrbaren
Ablassöffnung ausgestattet, welche in den Figuren durch ein Ventil 315 symbolisiert
ist. Das Ventil 315 ist zu Beginn und während des Waschprozesses geschlossen.
[0046] Fig. 5b zeigt den Waschbehälter 301 in geschlossenem Zustand. Dieser wird in die
erfindungsgemässe Waschvorrichtung eingesetzt und dual asymmetrisch zentrifugiert,
wobei er sich um zwei Achsen A
1 und A
2 dreht (Fig. 5c).
[0047] Nach beendigtem Waschvorgang wird die Betriebsweise der Waschvorrichtung von dualer
asymmetrischer Zentrifugierung auf klassische einachsige Zentrifugierung umgestellt,
wobei sich dann der Waschbehälter 301 nur noch um die primäre Achse A1 dreht. Bei
der Umstellung der Betriebsweise der Waschvorrichtung wird auch das Ventil 315 geöffnet.
Während der anschliessenden einachsigen Zentrifugierung wird dann die Waschflüssigkeit
W aus dem Waschbehälter 301 ausgetrieben. Das Öffnen und Schliessen des Ventils 315
kann z.B. durch ein Handling-Gerät (Roboter) erfolgen. Alternativ ist auch denkbar,
das Ventil 315 so auszubilden, dass es sich aufgrund der Fliehkräfte (nur) bei einachsiger
Zentrifugierung selbsttätig öffnet.
[0048] Die Figuren 6a und 6b zeigen schematisch, wie die aus dem Waschbehälter 315 ausgetriebene
Waschflüssigkeit aufgefangen wird. Gemäss Fig. 6a ist dazu die Waschvorrichtung mit
einer Wanne 1015 ausgestattet, welche den Drehteller 1003 und alle an ihm angeordneten
Vorrichtungsteile einschliesslich des Waschbehälters 301 umschliesst und einen Ablauf
1016 besitzt.
[0049] Bei der Ausführungsform der Fig. 6b ist eine kleinere Wanne 1017 vorgesehen, welche
nur um das Waschgefäss 301 herum angeordnet ist. Die Wanne 1017 kann mit dem Waschbehälter
301 mitdrehend oder bezüglich des Umlenkgetriebes 1004 feststehend angeordnet sein.
[0050] Für Testwaschungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich, wo es zum Beispiel darum
geht, die Wirksamkeit von Waschmitteln (waschaktiven Substanzen und Substanzgemischen)
im Zusammenhang mit verschiedenen textilen Substraten zu untersuchen, ist es oft wünschenswert,
dass das Waschgut nach dem Waschprozess in fixierter oder planarer Form, also nicht
zerknittert, vorliegt respektive in fixierter oder planarer Form gewaschen wird, weil
dadurch die Messungen am Waschgut ohne weitere vorbereitende Massnahmen einfacher
durchgeführt werden können. Dies ist mit dem auf dualer asymmetrischer Zentrifugierung
basierenden erfindungsgemässen Waschverfahren ohne weiteres realisierbar, da dabei
das Waschgut nicht zwingend relativ zum Waschbehälter bewegt werden muss. Gemäss einer
vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Waschverfahrens wird daher das
Waschgut fixiert, speziell planarisiert im Waschbehälter angeordnet und in fixiertem
bzw. planarisiertem Zustand dual asymmetrisch zentrifugiert bzw. gewaschen. Dazu ist
eine entsprechende Ausbildung des Waschbehälters erforderlich.
[0051] In Fig. 7 ist ein speziell für diese Zwecke ausgebildeter Waschbehälter 101 schematisch
dargestellt. Der Waschbehälter 101 hat äusserlich wieder eine im Wesentlichen zylindrische
Gestalt mit einer Achse 101a und ist etwa mittig in zwei Behälterteile 111 und 112
geteilt, die zum Öffnen des Waschbehälters 101 auseinandergenommen werden und zum
Schliessen des Waschbehälters mittels nicht dargestellter Verbindungsmittel dicht
miteinander verbunden werden. Im Inneren des Waschbehälters 101 sind zwei etwa halbkugelförmige
Schalen 113 und 114 ausgebildet, die zwischen sich eine im Wesentlichen kugelförmige
Waschzelle 110 bilden. Die beiden Behälterteile 111 und 112 des Waschbehälters 101
sind voll ausgebildet und weisen an den einander zugewandten ringförmigen Randflächen
je einen Dichtungsring 115 bzw. 116 auf.
[0052] Für die Durchführung des Waschverfahrens wird das textile Waschgut T über die ringförmige
Randfläche eines der beiden Behälterteile, im dargestellten Beispiel des oberen Behälterteils
112, gespannt und der überstehende Rand des Waschguts wird z.B. mittels eines elastischen
Bands 117 aussen am Behälterteil 112 festgeklemmt. Dann wird nach Einfüllung der Waschflüssigkeit
in den unteren Behälterteil 111 der obere Behälterteil 112 auf den unteren Behälterteil
111 aufgesetzt und die beiden Behälterteile 111 und 112 werden durch nicht dargestellte
Verbindungsmittel dicht miteinander verbunden. Das textile Waschgut T ist dann quer
durch die Waschzelle 110 gespannt und innerhalb der Waschzelle im Wesentlichen eben
bzw. planar. Anschliessend wird der Waschbehälter 101, wie im Zusammenhang mit der
Fig. 2 beschrieben, der dualen asymmetrischen Zentrifugierung unterworfen, wobei das
textile Waschgut in fixiertem, hier speziell planarisiertem bzw. ebenem Zustand gewaschen
wird.
[0053] Der Waschbehälter 101 der Fig. 7 ist zusätzlich mit einem Heizmittel 118 ausgestattet,
mittels welchem die Temperatur der Waschflüssigkeit W in der Waschzelle 110 beeinflusst
bzw. eingestellt werden kann. Je nach Anwendungsfall kann alternativ anstelle eines
Heizmittels auch ein Kühlmittel vorhanden sein. Ferner kann der Waschbehälter 101
auch sowohl mit einem Heizmittel als auch mit einem Kühlmittel ausgestattet sein.
[0054] In der in Fig. 10 schematisch dargestellten Ausführungsform ist der eine Waschzelle
410 aufweisende Waschbehälter 401 mit einem wärmeisolierenden Mantel 450 versehen.
Die Waschflüssigkeit im Waschbehälter 401 wird vor dem dualen asymmetrischen Zentrifugieren
auf eine gewünschte Temperatur gebracht und durch die thermische Isolation des Waschbehälters
401 während des Waschvorgangs annähernd konstant gehalten. Mit 415 bzw. 416 sind wiederum
Dichtungsringe und mit 417 ein elastischen Band bezeichnet.
[0055] In einer weiteren Ausbildungsform kann der eine Waschzelle 510 aufweisende Waschbehälter
501, wie in Fig. 11 dargestellt, auch mit einem externen Temperatur-Logger oder einer
entsprechenden Temperatur-Sonde 530 und/oder mit einem internen Temperatur-Logger
oder einer entsprechenden Temperatur-Sonde 540 ausgestattet sein. Auf diese Weise
kann der Temperaturverlauf der Waschflüssigkeit während des Waschvorgangs protokolliert
werden. Mit 515 bzw. 516 sind wiederum Dichtungsringe und mit 517 ein elastischen
Band bezeichnet.
[0056] Zur Steigerung des Wascheffekts kann in die Waschzelle 10 bzw. 310 des Waschbehälters
1 bzw. 301 bzw. grundsätzlich jeder Ausführungsform des Waschbehälters auch ein Waschkörper
bildendes, inertes granulares Material G, beispielsweise etwa Glaskügelchen bzw. -perlen
mit einem Durchmesser von ca. 2-4 mm, eingebracht werden, so wie dies in Fig. 1 und
Fig. 5a schematisch dargestellt ist.
[0057] Die Waschzelle 110 des Waschbehälters 101 ist im in Fig. 7 gezeigten Beispiel kugelförmig
ausgebildet. Die Waschzelle 110 kann jedoch auch eine andere Form aufweisen, beispielsweise
eine ellipsoidische oder eine doppelt paraboloide Form etc. Stetig gekrümmte, glatte
Innenwände der Waschzelle sind im Allgemeinen hinsichtlich des erreichbaren Wascheffekts
vorteilhaft. Es ist vorteilhaft, dass der Waschbehälter geschlossen ist. Es ist aber
auch möglich, dass der Waschprozess in einem offenen Waschbehälter durchgeführt wird.
Durch die duale asymmetrische Zentrifugierung wird das Gemisch aus Waschgut und Waschflüssigkeit
bei einigermassen gut eingestellten Parametern (Rotationsgeschwindigkeiten und Menge
an Waschgut und Waschflüssigkeit) aufgrund der zwar hohen, aber teilweise gegeneinander
wirkenden Zentrifugalkräfte automatisch innerhalb eines definierten Bereichs gehalten.
[0058] Der hinsichtlich des Wascheffekts optimale Füllgrad der Waschzelle 110, d.h. die
Menge der eingebrachten Waschflüssigkeit im Verhältnis zur Form bzw. zum Volumen der
Waschzelle und in Abhängigkeit der Rotationsgeschwindigkeiten um die primäre und sekundäre
Achse kann empirisch ermittelt werden.
[0059] In der Forschung müssen oft eine grosse Anzahl von Testwaschungen, gegebenenfalls
auch unter variierenden Bedingungen wie z.B. variierenden Waschflüssigkeiten, Temperaturen,
zu waschenden Substraten etc., durchgeführt werden. Dabei ist es aus zeitlichen Gründen
wünschenswert, dass möglichst viele Testwaschungen simultan durchgeführt werden können.
Dies lässt sich mittels einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen
Waschverfahrens erreichen, bei dem ein Waschbehälter mit einer Vielzahl von Waschzellen
eingesetzt wird. Die Figuren 8 und 9 zeigen schematisch eine beispielsweise Ausgestaltung
eines geeigneten Waschbehälters mit einer Vielzahl von Waschzellen, wobei die Fig.
9 einen Schnitt gemäss der Linie IX-IX der Fig. 8 darstellt.
[0060] Der als Ganzes mit 201 bezeichnete Waschbehälter weist äusserlich wieder eine im
Wesentlichen zylindrische Gestalt mit einer Achse 201a auf und umfasst vier im Wesentlichen
scheibenförmige Module 220, die übereinander gestapelt lösbar miteinander verbunden
bzw. verbindbar sind. Jedes Modul 220 weist an seiner Oberseite und an seiner Unterseite
je zwölf etwa halbkugelförmige Einbuchtungen 213 und 214 auf, wobei die Einbuchtungen
einander benachbarter Module zusammen je eine Waschzelle 210 bilden. Der Waschbehälter
201 umfasst also (im gezeigten Beispiel) insgesamt 3*12 = 36 Waschzellen 210, die
in drei übereinander liegenden Ebenen innerhalb des Waschbehälters 201 angeordnet
sind. Die Anzahl der Waschzellen kann selbstverständlich den jeweiligen Einsatzerfordernissen
angepasst werden. Dabei ist wichtig, dass alle Waschzellen im optimalen Mischbereich
der entsprechend eingesetzten dualen asymmetrischen Waschvorrichtung bzw. deren Achsenauslegungen
und Achsenparameter liegen und/oder alle Waschzellen rund um den optimalen Mischmittelpunkt
der eingesetzten dualen asymmetrischen Waschvorrichtung angeordnet sind.
[0061] Jedes Modul 220 weist an seiner Oberseite und an seiner Unterseite je einen Dichtungsring
215 bzw. 216 auf, welche Dichtungsringe jeweils alle Einbuchtungen 213 bzw. 214 umschliessen.
Jedes Modul 220 ist ferner mit einem Heizmittel 218 (und/oder einem Kühlmittel) ausgestattet.
[0062] Das textile Waschgut T wird in drei separaten Teilen jeweils zwischen zwei aneinandergrenzenden
Modulen 220 so eingespannt, dass es innerhalb der einzelnen Waschzellen 210 eben ist.
Auch bei dieser Verfahrensvariante können zur Erhöhung des Wascheffekts Glasperlen
oder ein anderes inertes granulares Material in die Waschzellen eingebracht werden.
[0063] In die einzelnen Waschzellen 210 des Waschbehälters 201 kann überall dieselbe Waschflüssigkeit
eingebracht werden. Alternativ können aber auch in jeder Waschzelle oder in einigen
Waschzellen unterschiedliche Waschflüssigkeiten verwendet werden. Desgleichen kann
auch das Waschgut in den einzelnen Waschzellen gleich oder unterschiedlich sein, wobei
vorzugsweise das Waschgut in in einer gemeinsamen Ebene angeordneten Waschzellen jeweils
dasselbe ist.
[0064] Das Waschverfahren mit einem Waschbehälter 201 mit einer Vielzahl von Waschzellen
210 erlaubt die simultane Durchführung von Serien(test)waschungen mit unterschiedlichen
oder auch gleichen Waschbedingungen.
[0065] Hinsichtlich der Form der Waschzellen 210 und deren Füllgrads gelten sinngemäss dieselben
Überlegungen, wie im Zusammenhang mit dem in Fig. 7 dargestellten Waschbehälter 101
ausgeführt.
[0066] Nach erfolgtem dualen asymmetrischen Zentrifugieren analog Fig. 2, also dem eigentlichen
Waschvorgang, wird die Waschflüssigkeit aus dem Waschbehälter bzw. dessen Waschzelle
bzw. Waschzellen abgeführt. Dazu wird der Waschbehälter vorzugsweise um eine einzige
Drehachse zentrifugiert, wobei die Waschflüssigkeit durch nicht dargestellte Leitungen
oder Ablassöffnungen entweder in eine oder mehrere Auffangkavitäten innerhalb des
Waschbehälters oder in die Zentrifuge selbst getrieben wird. Die Leitungen bzw. Ablassöffnungen
müssen während des Waschvorgangs geschlossen gehalten und dürfen erst während des
finalen Abzentrifugierens geöffnet werden. Alternativ kann auch durch entsprechende
Anordnung der Abflussleitungen bzw. Ablassöffnungen erreicht werden, dass während
der dualen asymmetrischen Zentrifugierung keine Waschflüssigkeit ausgetrieben wird,
sondern erst bei der anschliessenden einachsigen Entleerungs-Zentrifugierung.
[0067] In den Figuren 12a und 12b ist eine weitere Ausbildungsform eines Waschbehälters
dargestellt. Der Waschbehälter 601 mit einer in seinem Inneren befindlichen Waschzelle
610 ist am unteren Rand seines Bodenteils 611 mit einem drehbaren Verschlussring 660
ausgestattet, der einige Öffnungen 661 aufweist. Im Bodenteil 611 sind Ablassöffnungen
662 angebracht, welche sich in der in Fig. 12a gezeigten Relativstellung des Verschlussrings
660 mit den Öffnungen 661 decken. In dieser Relativstellung des Verschlussrings 660
ist der Waschbehälter 601 nach aussen offen. In der in Fig. 12b gezeigten Relativstellung
des Verschlussrings 660 sind die Ablassöffnungen 662 im Bodenteil 611 durch den Verschlussring
660 abgedeckt, der Waschbehälter 601 ist also geschlossen.
[0068] Obwohl vorstehend nur in Zusammenhang mit den Waschbehältern 201, 301 und 601 erwähnt
bzw. dargestellt, können Ablassöffnungen zum Ablassen der Waschflüssigkeit selbstverständlich
an allen gezeigten Ausführungsformen des Waschbehälters angebracht sein.
[0069] Die Erfindung wurde anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, soll jedoch nicht
auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt sein. Vielmehr sind für den Fachmann zahlreiche
Modifikationen denkbar, ohne dabei von der Lehre der Erfindung abzuweichen. Der Schutzbereich
wird daher durch die nachstehenden Patentansprüche definiert.
1. Verfahren zum Waschen eines textilen Waschguts, wobei das Waschgut (T) und eine Waschflüssigkeit
(W) in fertiger Form oder in Form von Einzelkomponenten in eine Waschzelle (10; 110;
210; 310; 410; 510; 610) eines Waschbehälters (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) eingebracht
werden und der mit dem Waschgut (T) und der Waschflüssigkeit (W) beladene Waschbehälter
(1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) zentrifugiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrifugieren dual asymmetrisch erfolgt, wobei der Waschbehälter (1; 101; 201;
301; 401; 501; 601) um eine ausserhalb des Waschbehälters verlaufende primäre Achse
(A1) und gleichzeitig um eine durch den Waschbehälter verlaufende und zur primären Achse
(A1) in einem spitzen Winkel (α) stehende sekundäre Achse (A2) rotiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgut (T) im Waschbehälter (101; 201; 401; 501) örtlich fixiert angeordnet
und in fixiertem Zustand gewaschen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgut (T) planarisiert im Waschbehälter (101; 201; 401; 501) angeordnet und
in planarisiertem Zustand gewaschen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgut (T) im Waschbehälter (101; 201; 401; 501) so aufgespannt wird, dass
es innerhalb der Waschzelle (110; 210; 410; 510) des Waschbehälters im Wesentlichen
eben ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit zwei oder mehr Waschzellen (210) ausgestatteter Waschbehälter (201) verwendet
wird, in welche Waschzellen jeweils Waschgut (T) und Waschflüssigkeit (W) eingebracht
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Waschbehälter (201) verwendet wird, dessen Waschzellen (210) innerhalb des Waschbehälters
(201) in zwei oder mehr Ebenen angeordnet sind.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Waschzellen (210) zumindest teilweise unterschiedliche Waschflüssigkeiten
(W) und/oder zumindest teilweise unterschiedliches Waschgut (T) eingebracht werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in die Waschzelle (1; 10; 110; 310; 410; 510; 610) bzw. die Waschzellen (210) ein
inertes granulares Material (G), insbesondere in Form von Glasperlen, eingebracht
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Waschflüssigkeit (W) im Waschbehälter (1; 101; 201; 301; 401;
501; 601) während des Waschvorgangs geregelt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein thermisch isolierter Waschbehälter (401) verwendet wird und dass die Temperatur
der Waschflüssigkeit (W) im Waschbehälter (401) vor dem Waschvorgang auf einen Sollwert
eingestellt wird, wobei die Temperatur der Waschflüssigkeit (W) während des Waschvorgangs
im Wesentlichen konstant gehalten wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf der Temperatur der Waschflüssigkeit (W) im Waschbehälter (501) während
des Waschvorgangs protokolliert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschflüssigkeit (W) nach dem Waschen durch einachsiges Zentrifugieren aus dem
Waschbehälter (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) abgeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Waschbehälter (301) eingesetzt wird, der mindestens eine öffen- und verschliessbare
Ablassöffnung (315) für die Waschflüssigkeit (W) aufweist, und dass die mindestens
eine Ablassöffnung (315) während des einachsigen Zentrifugierens offen gehalten wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Waschvorgang in einer um zwei Achsen (A1, A2) dual asymmetrisch zentrifugierenden Vorrichtung (1000) durchgeführt wird und dass
das Abführen der Waschflüssigkeit (W) nach dem Waschvorgang in derselben Vorrichtung
(1000) durchgeführt wird, wobei die Vorrichtung (1000) während des Abführens der Waschflüssigkeit
(W) nur um eine (A1) der beiden Achsen zentrifugiert.
15. Vorrichtung zum Waschen eines textilen Waschguts (T), umfassend:
- einen Waschbehälter (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) zur Aufnahme des Waschguts
(T) und einer Waschflüssigkeit (W) in fertiger Form oder in Form von Einzelkomponenten,
wobei der Waschbehälter (201; 401; 501) Mittel (215, 216; 415, 416, 417; 515, 516,
517) zum Fixieren des Waschguts (T) aufweist,
- Mittel (1007) zur Halterung des Waschbehälters (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601)
und
- Mittel (1001-1006, 1009-1011) zum Zentrifugieren des Waschbehälters (1; 101; 201;
301; 401; 501; 601),
dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrifugieren dual asymmetrisch um eine primäre Achse (A
1) und eine sekundäre Achse (A
2) erfolgt, wobei die primäre Achse (A
1) ausserhalb des Waschbehälters (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) verläuft und die
sekundäre Achse (A
2) durch den Waschbehälter (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) verläuft und zur primären
Achse (A
1) in einem spitzen Winkel (α) steht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwischen einer ersten und einer zweiten Betriebsweise umstellbar ausgebildet
ist, wobei in der ersten Betriebsweise der Waschbehälter (1; 101; 201; 301; 401; 501;
601) um beide Achsen (A1, A2) rotiert und wobei in der zweiten Betriebsweise der Waschbehälter (1; 101; 201; 301;
401; 501; 601) nur um eine der beiden Achsen (A1, A2) rotiert.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie erste Antriebsmittel (1001, 1002, 1003) zum rotativen Antrieb des Waschbehälters
(1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) um die primäre Achse (A1) und mit den ersten Antriebsmitteln
kuppel- und entkuppelbare zweite Antriebsmittel (1004-1006, 1010-1012) zumrotativen
Antrieb des Waschbehälters (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) um die sekundäre Achse
(A2) aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15-17, dadurch gekennzeichnet, dass der Waschbehälter (301; 601) mit mindestens einer verschliessbaren und öffenbaren
Ablassöffnung (315; 662) zur Abführung von Waschflüssigkeit (W) aus dem Waschbehälter
(301; 601) ausgebildet ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15-18, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (215, 216; 415, 416, 417; 515, 516, 517) zum Fixieren des Waschguts (T)
Mittel (215, 216; 415, 416, 417; 515, 516, 517) zum planarisierten Fixieren des Waschguts
(T) sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15-19, dadurch gekennzeichnet, dass der Waschbehälter (201) zwei oder mehr Waschzellen (210) zur Aufnahme des Waschguts
(T) und der Waschflüssigkeit (W) aufweist.
1. Method for washing a textile laundry item, wherein
the laundry item (T) and a washing fluid (W) in a ready-to-use form, or in form of
individual components, are introduced into a washing cell (10; 110; 210; 310; 410;
510; 610) of a washing container (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) and the washing
container (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) loaded with the laundry item (T) and the
washing fluid (W) is centrifuged, characterised in that the centrifugation takes place in a dual asymmetrical manner, wherein the washing
container (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) is rotated about a primary axis (A1) running outside of the washing container, and simultaneously about a secondary axis
(A2) running through the washing container and being arranged at an acute angle (α) to
the primary axis (A1).
2. Method according to claim 1,
characterised in that the laundry item (T) is arranged in a locally fixed manner in the washing container
(101; 201; 401; 501), and is washed in a fixed state.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that the laundry item (T) is arranged in a planarised manner in the washing container
(101; 201; 401; 501), and is washed in a planarised state.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the laundry item (T) is spanned in the washing container (101; 201; 401; 501) such
that within the washing cell (110; 210; 410; 510) of the washing container it is essentially
planar.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that a washing container (201) provided with two or more washing cells (210) is used,
into which washing cells laundry items (T) and washing fluid (W) are introduced in
each case.
6. Method according to claim 5,
characterised in that a washing container (201) is used whose washing cells (210) are arranged within the
washing container (201) in two or more planes.
7. Method according to claim 5 or 6,
characterised in that at least partially different washing fluids (W) and/or at least partially different
laundry items (T) are introduced into the washing cells (210).
8. Method according to any one of claims 1 to 7,
characterised in that an inert granular material (G), in particular in form of glass beads, is introduced
into the washing cell (1; 10; 110; 310; 410; 510; 610) or the washing cells (210).
9. Method according to any one of claims 1 to 8,
characterised in that the temperature of the washing fluid (W) in the washing container (1; 101; 201; 301;
401; 501; 601) is controlled during the washing process.
10. Method according to any one of claims 1 to 8,
characterised in that a thermally insulated washing container (401) is used, and in that the temperature of the washing fluid (W) in the washing container (401) is adjusted
to a set value before the washing process, wherein the temperature of the washing
fluid (W) is held essentially constant during the washing process.
11. Method according to any one of claims 1 to 10,
characterised in that the profile of the temperature of the washing fluid (W) in the washing container
(501) is recorded during the washing process.
12. Method according to any one of claims 1 to 11,
characterised in that the washing fluid (W) is discharged from the washing container (1; 101; 201; 301;
401; 501; 601) by single-axis centrifugation after the washing.
13. Method according to claim 12,
characterised in that a washing container (301) is used having at least one drainage opening (315), which
can be opened and closed, for the washing fluid (W), and in that the at least one drainage opening (315) is held open during the single-axis centrifugation.
14. Method according to claim 12 or 13,
characterised in that the washing process is executed in a device (1000) centrifuging in a dual asymmetric
manner about two axes (A1, A2), and in that the discharging of the washing fluid (W) is executed in the same device (1000) after
the washing process, wherein during the discharging of the washing fluid (W) the device
(1000) only centrifuges about one (A1) of the two axes.
15. Device for washing a textile laundry item (T), comprising:
- a washing container (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) for accommodating the laundry
item (T) and a washing fluid (W) in a ready-to-use form or in form of individual components,
wherein the washing container (201; 401; 501) has means (215, 216; 415, 416, 417;
515, 516, 517) for fixing the laundry item (T),
- means (1007) for mounting the washing container (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601),
and
- means (1001-1006, 1009-1011) for centrifugation of the washing container (1; 101;
201; 301; 401; 501; 601),
characterised in that the centrifugation takes place in a dual asymmetric manner about a primary axis (A
1) and a secondary axis (A
2), wherein the primary axis (A
1) runs outside of the washing container (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601), and the
secondary axis (A
2) runs through the washing container (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) and is arranged
at an acute angle (α) to the primary axis (A
1).
16. Device according to claim 15,
characterised in that it is designed to be switchable between a first and a second mode of operation, wherein
in the first mode of operation the washing container (1; 101; 201; 301; 401; 501;
601) rotates about both axes (A1, A2), and wherein in the second mode of operation the washing container (1; 101; 201;
301; 401; 501; 601) only rotates about one of the two axes (A1, A2).
17. Device according to any one of claims 15 or 16,
characterised in that it has first drive means (1001, 1002, 1003) for a rotative drive of the washing container
(1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) about the primary axis (A1), and second drive means (1004-1006, 1010-1012), which can be coupled with and decoupled
from the first drive means, for a rotative drive of the washing container (1; 101;
201; 301; 401; 501; 601) about the secondary axis (A2).
18. Device according to any one of claims 15 to 17,
characterised in that the washing container (301; 601) is designed with at least one drainage opening (315;
662), which can be closed and opened, for discharging washing fluid (W) from the washing
container (301; 601).
19. Device according to any one of claims 15 to 18,
characterised in that the means (215, 216; 415, 416, 417; 515, 516, 517) for fixing the laundry item (T)
are means (215, 216; 415, 416, 417; 515, 516, 517) for fixing the laundry item (T)
in a planarised manner.
20. Device according to any one of claims 15 to 19,
characterised in that the washing container (201) has two or more washing cells (210) for accommodating
the laundry items (T) and the washing fluid (W).
1. Procédé pour laver une lessive textile, dans lequel la lessive (T) et un liquide de
nettoyage (W) en forme complète ou en forme de composants individuels sont introduits
dans une cellule de lavage (10; 110; 210; 310; 410; 510; 610) d'un récipient de lavage
(1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) et le récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401;
501; 601) chargé avec la lessive (T) et le liquide de nettoyage (W) est centrifugé,
caractérisé en ce que la centrifugation est effectuée de manière duale asymétrique, le récipient de lavage
(1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) étant tourné autour d'un axe primaire (A1) passant à l'extérieur du récipient de lavage et simultanément autour d'un axe secondaire
(A2) passant par le récipient de lavage et formant un angle aigu (α) avec l'axe primaire
(A1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la lessive (T) est agencée dans le récipient de lavage (101; 201; 401; 501) de manière
localement fixée et est lavée dans un état fixé.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la lessive (T) est agencée dans le récipient de lavage (101; 201; 401; 501) de manière
aplanie et est lavée dans un état aplani.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la lessive (T) est tendue dans le récipient de lavage (101; 201; 401; 501) de manière
à être essentiellement plate au sein de la cellule de lavage (110; 210; 410; 510)
du récipient de lavage.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un récipient de lavage (201) équipé avec deux ou plusieurs cellules de lavage (210)
est utilisé, et que de la lessive (T) et du liquide de lavage (W) sont introduits
dans chacune desdites cellules de lavage.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que un récipient de lavage (201) est utilisé dont les cellules de lavage (210) sont agencées
au sein du récipient de lavage (201) en deux ou plusieurs niveaux.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce qu'ils sont introduits dans les cellules de lavage (210) des liquides de lavage (W) au
moins partiellement différents et/ou des lessives (T) au moins partiellement différentes.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est introduit dans la cellule de lavage (10; 110; 310; 410; 510; 610) ou bien dans
les cellules de lavage (210) un matériel inerte granulé (G), en particulier en forme
de billes de verre.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la température du liquide de lavage (W) dans le récipient de lavage (1; 101; 201;
301; 401; 501; 601) est réglée pendant la phase de lavage.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un récipient de lavage (401) thermiquement isolé est utilisé et que la température
du liquide de lavage (W) dans le récipient de lavage (401) est réglée à une valeur
de consigne avant la phase de lavage, la température du liquide de lavage (W) étant
essentiellement maintenue constante pendant la phase de lavage.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le profil de la température du liquide de lavage (W) est relevé dans le récipient
de lavage (501) pendant la phase de lavage.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le liquide de lavage (W) est évacué du récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401;
501; 601) après lavage par centrifugation autour d'un axe unique.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un récipient de lavage (301) est utilisé qui comporte au moins une ouverture d'évacuation
(315) pouvant être ouverte et fermée pour le liquide de lavage (W), et que ladite
au moins une ouverture d'évacuation (315) est maintenue ouverte pendant la centrifugation
par un axe unique.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que la phase de lavage est réalisée dans un dispositif (1000) centrifugeant de manière
duale asymétrique autour de deux axes (A1, A2) et que l'évacuation du liquide de lavage (W) est effectué dans le même dispositif
(1000) après la phase de lavage, le dispositif (1000) centrifugeant seulement autour
d'un seul (A1) des deux axes pendant l'évacuation du liquide de lavage (W).
15. Dispositif pour laver une lessive (T) textile, comprenant :
- un récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) pour la réception de la
lessive (T) et d'un liquide de lavage (W) en forme complète ou en forme de composants
individuels, dans lequel le récipient de lavage (201; 401; 501) comporte des moyens
(215, 216; 415, 416, 417; 515, 516, 517) pour fixer la lessive (T),
- des moyens (1007) pour la fixation du récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401;
501; 601) et
- des moyens (1001-1006, 1009-1011) pour centrifuger le récipient de lavage (1; 101;
201; 301; 401; 501; 601), caractérisé en ce que la centrifugation est effectuée de manière duale asymétrique autour d'un axe primaire
(A1) et d'un axe secondaire (A2), l'axe primaire (A1) passant à l'extérieur du récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) et
l'axe secondaire (A2) passant par le récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) et formant
un angle aigu (α) avec l'axe primaire (A1).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'il est réalisé de manière commutative entre un premier et un second mode de fonctionnement,
dans le premier mode de fonctionnement, le récipient de lavage (1; 101; 201; 301;
401; 501; 601) tournant autour des deux axes (A1, A2) et dans le second mode de fonctionnement, le récipient de lavage (1; 101; 201; 301;
401; 501; 601) tournant seulement autour d'un des deux axes (A1, A2).
17. Dispositif selon l'une des revendications 15 et 16, caractérisé en ce qu'il comporte des premiers moyens d'entrainement (1001, 1002, 1003) pour un entrainement
rotatif du récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) autour de l'axe primaire
(A1) et des second moyens d'entrainement (1004-1006, 1010-1012) pouvant être accouplés
et désaccouplés avec les premiers moyens d'entrainement pour un entraînement rotatif
du récipient de lavage (1; 101; 201; 301; 401; 501; 601) autour de l'axe secondaire
(A2).
18. Dispositif selon l'une des revendications 15 à 17, caractérisé en ce que le récipient de lavage (301; 601) est réalisé avec au moins une ouverture d'évacuation
(315; 662) pouvant être ouverte et fermée pour l'évacuation de liquide de lavage (W)
du récipient de lavage (301; 601).
19. Dispositif selon l'une des revendications 15 à 18, caractérisé en ce que les moyens (215, 216; 415, 416, 417; 515, 516, 517) pour fixer la lessive (T) sont
des moyens (215, 216; 415, 416, 417; 515, 516, 517) pour fixer la lessive (T) de manière
aplanie.
20. Dispositif selon l'une des revendications 15 à 19, caractérisé en ce que le récipient de lavage (201) comporte deux ou plusieurs cellules de lavage (210)
pour la réception de la lessive (T) et du liquide de lavage (W).