[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebevorrichtung zum Befüllen von Packmitteln
mit Blisterverpackungen.
[0002] Bei Kartoniermaschinen werden einzelne Blisterverpackungen oder vorzugsweise Stapel
von Blisterverpackungen von einer ersten Transportvorrichtung in Faltschachteln eingeschoben,
die auf einer zweiten Transportvorrichtung transportiert werden, die parallel zur
ersten Transportvorrichtung verläuft. Hierzu werden Einschubstößel verwendet, die
für die seitliche Schiebebewegung zuständig sind. In der Regel werden die Einschubstößel
bei der Einschubbewegung von Einschubunterstützungszungen unterstützt, die von während
des Einschubvorgangs von oben leicht auf den Stapel von Blisterverpackungen drücken
und die Einschubbewegung mitmachen.
[0003] Der Packguteinschub kann nun beispielsweise durch kontinuierlich umlaufende Ketten
realisiert sein, an denen die Einschubstößel bzw. Einschubunterstützungszungen befestigt
sind. Eine mechanische Zwangsführung der Einschubstößel bzw. Einschubunterstützungszungen
in Nutkurven sorgt für die gewünschten Bewegungsabläufe dieser Elemente bei Umlauf
der Ketten. Nachteilig an dieser Variante ist, dass eine Vielzahl von Einschubstößeln
und Einschubunterstützungszungen im Umlauf sein muss, die jeweils als Formatteil ausgebildet
und somit kostenintensiv sind. Des Weiteren sind die benötigten Nutkurven in den Umlenkungen
verschleißanfällig, wodurch eine begrenzte Lebensdauer der Nutkurven gegeben ist.
Da die Führung der Einschubstößel und Einschubunterstützungszungen ausschließlich
in Nutkurven erfolgt, ist außerdem die Voreinschubtiefe limitiert.
[0004] Um diese Nachteile zu vermeiden, wurden Einschubkonzepte mit Servomotoren entwickelt.
Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus
EP 1 389 166 A1 bekannt. Eine Einschubeinheit mit einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Einschubstößeln
und eine Einschubunterstützungsvorrichtung mit einer gleichen Mehrzahl von ebenso
nebeneinander angeordneten Einschubunterstützungszungen sind dabei auf einem Schlitten
angeordnet. Dieser Schlitten wird über einen ersten Servomotor in einer synchronisierten
Begleitbewegung zum kontinuierlichen Packguttransport in x-Richtung bewegt. Während
dieser Parallelbewegung in x-Richtung werden gleichzeitig mehrere Stapel von Blisterverpackungen
in die Packmittel in y-Richtung eingeschoben. Die Einschubstößel werden hierbei über
einen zweiten Servomotor in y-Richtung bewegt. Die Einschubunterstützungszungen werden
dabei mittels eines dritten und vierten Servomotors in y-Richtung bewegt und zudem
in z-Richtung höhenverstellt. Nach der Einschubbewegung werden die Einschubstößel
und die Einschubunterstützungszungen wieder zurückgezogen, und der Schlitten wird
in einer schnellen Bewegung in x-Richtung entgegen der Laufrichtung des Packguttransports
wieder in die Startposition gebracht. Nachteilig an einer solchen Lösung ist vor allem
die aufwändige und kostenintensive Ausgestaltung.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schiebevorrichtung zum
Befüllen von Packmitteln mit Blisterverpackungen zu schaffen, die bei hoher Leistung
eine sichere Funktion und zudem eine robuste Bauweise aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst die Schiebevorrichtung zum Befüllen von Packmitteln mit Blisterverpackungen
eine Einschubeinheit zum Einschieben der Blisterverpackungen in die Packmittel. Die
Einschubeinheit weist eine erste Trägerplatte auf, an der mindestens ein Schiebestößel
befestigt ist. Die Schiebevorrichtung umfasst weiterhin eine Einschubunterstützungseinheit
zum Unterstützen der Einschubeinheit während des Einschubvorgangs, wobei die Einschubunterstützungseinheit
eine zweite Trägerplatte aufweist, an der mindestens eine Einschubunterstützungszunge
befestigt ist. Des Weiteren umfasst die Schiebevorrichtung zum Befüllen von Packmitteln
mit Blisterverpackungen einen Schlitten, an dem eine erste Führungskurve und eine
zweite Führungskurve ausgebildet sind, wobei in der ersten Führungskurve ein erstes
Führungselement, das mit der Einschubeinheit verbunden ist, verschiebbar gelagert
ist, und wobei in der zweiten Führungskurve ein zweites Führungselement, das mit der
Einschubunterstützungseinheit verbunden ist, verschiebbar gelagert ist. Zum Bewegen
des Schlittens und somit der Einschubeinheit und der Einschubunterstützungseinheit
in einer y-Richtung ist eine erste Antriebseinheit vorgesehen. Zum Bewegen der Einschubeinheit
und der Einschubunterstützungseinheit in einer x-Richtung, die senkrecht zu der y-Richtung
ist, relativ zu dem Schlitten ist eine zweite Antriebseinheit vorgesehen, wobei beim
Bewegen der Einschubeinheit und der Einschubunterstützungseinheit in der x-Richtung
das erste Führungselement in der ersten Führungskurve und das zweite Führungselement
in der zweiten Führungskurve geführt ist.
[0008] Mit dieser Ausgestaltung wird durch eine robuste Bauweise eine sichere Funktion bei
hoher Leistung und langer Lebensdauer erreicht.
[0009] Damit die Blisterverpackungen während eines kontinuierlichen Vorschubs der Blisterverpackungen
in eine Faltschachtel eingeschoben werden können, sind die Einschubeinheit und die
Einschubunterstützungseinheit vorzugsweise zwischen einem Anfangsbereich und einem
Endbereich in x-Richtung hin- und herbewegbar.
[0010] Damit die Einschubeinheit und die Einschubunterstützungseinheit relativ zu den einzuschiebenden
Blisterverpackungen bewegbar sind, ist der Schlitten vorteilhafterweise zwischen einer
hinteren und einer vorderen Position in y-Richtung hin- und herbewegbar.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das zweite Führungselement mit einem ersten Halter
der zweiten Trägerplatte verbunden ist, wobei der erste Halter in einer Linearführung
in y-Richtung verschiebbar gelagert ist und drehbar mit der zweiten Trägerplatte verbunden
ist. Durch den in der Linearführung verschiebbar gelagerten ersten Halter wird eine
stabile Führung der zweiten Trägerplatte in y-Richtung erreicht.
[0012] Damit die durch die zweite Antriebseinheit gemeinsam bewegte Einschubeinheit und
Einschubunterstützungseinheit in dem Endbereich unabhängig in x-Richtung zueinander
bewegt werden können, ist die erste Führungskurve vorzugsweise im Wesentlichen linear
ausgebildet und die zweite Führungskurve weist vorzugsweise einen im Wesentlichen
linearen, in x-Richtung verlaufenden Abschnitt und einen zu dem linearen Abschnitt
schräg oder gekrümmt verlaufenden Abschnitt auf.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der schräg oder gekrümmt verlaufende Abschnitt
der zweiten Führungskurve im Wesentlichen in einer dem mindestens einen Schiebestößel
der Einschubeinheit und der mindestens einen Einschubunterstützungszunge der Einschubunterstützungseinheit
abgewandten Richtung verläuft, so dass bei Bewegung des zweiten Führungselements entlang
dem schräg oder gekrümmt verlaufenden Abschnitt der zweiten Führungskurve die mindestens
eine Einschubunterstützungszunge relativ zu dem mindestens einen Schiebestößel in
y-Richtung bewegt wird. Dadurch kann die Einschubunterstützungszunge aus der Faltschachtel
herausgezogen werden, während die Schiebestößel den Blisterverpackungsstapel in der
Faltschachtel zurückhalten.
[0014] Vorzugsweise ist eine dritte Führungskurve ausgebildet, die zusammen mit der Einschubunterstützungseinheit
in x-Richtung bewegbar ist und in der ein drittes Führungselement in y-Richtung verschiebbar
gelagert ist, wobei das dritte Führungselement über ein Verbindungselement mit der
zweiten Trägerplatte der Einschubunterstützungseinheit starr verbunden ist. Die dritte
Führungskurve dient zusätzlich der gleichmäßigen Bewegung der Einschubunterstützungseinheit
in y-Richtung.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die dritte Führungskurve zwei zueinander höhenversetzte
lineare Bereiche und einen gekrümmten Übergangsbereich umfasst, so dass die zweite
Trägerplatte eine Schwenkbewegung im Wesentlichen in z-Richtung, die senkrecht zu
der x-Richtung und der y-Richtung ist, erfährt, wenn das dritte Führungselement den
gekrümmten Übergangsbereich durchläuft. Dadurch wird gewährleistet, dass die mindestens
eine Einschubunterstützungszunge sich beim Einschubvorgang von oben herab auf den
Blisterverpackungsstapel absenkt, um ihn während des Einschubvorgangs zu stützen.
[0016] Um eine sichere Führung des ersten, des zweiten und des dritten Führungselements
zu gewährleisten, sind die erste, die zweite und die dritte Führungskurve vorzugsweise
als Nutkurven ausgebildet und das erste, das zweite und das dritte Führungselement
vorzugsweise als Kurvenrollen.
[0017] Vorteilhafterweise stehen der mindestens eine Schiebestößel und die mindestens eine
Einschubunterstützungszunge jeweils mit einem individuell ansteuerbaren Pneumatikzylinder
in Wirkverbindung, so dass bei einer Störung während des Einschubvorgangs der Schiebevorgang
des mindestens einen Schiebestößels und der mindestens einen Einschubunterstützungszunge
gezielt abgebrochen werden kann.
[0018] Um den Schlitten gleichmäßig in der y-Richtung zu bewegen, ist der Schlitten vorzugsweise
an einer ersten Riemenanordnung befestigt und die erste Riemenanordnung ist von der
ersten Antriebseinheit angetrieben.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, dass die erste Trägerplatte in y-Richtung verschiebbar
an einer Führungsstange gelagert ist und über die Führungsstange mit einer zweiten
Riemenanordnung verbunden ist, die von der zweiten Antriebseinheit angetrieben ist.
Die erste Trägerplatte kann somit auf einfache Weise gleichzeitig in x-Richtung und
in y-Richtung verschoben werden.
[0020] Vorteilhafterweise ist das zweite Führungselement mit einem ersten Halter der zweiten
Trägerplatte verbunden, wobei der erste Halter in einer Linearführung in y-Richtung
verschiebbar gelagert ist und drehbar mit der zweiten Trägerplatte verbunden ist,
und die dritte Führungskurve und die Linearführung sind an der zweiten Riemenanordnung
befestigt. Dadurch kann auch die zweite Trägerplatte auf einfache Weise gleichzeitig
in x-Richtung und in y-Richtung verschoben werden.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
- Fig. 1
- ist eine Perspektivansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schiebevorrichtung
mit der Einschubeinheit mit Schiebestößeln und der Einschubunterstützungseinheit mit
Einschubunterstützungszungen in einer Position während des Einschubvorgangs;
- Fig. 2
- ist eine Perspektivansicht der Einschubeinheit aus Fig. 1 mit einer teilweise freigelegten
ersten Führungskurve;
- Fig. 3
- ist eine Perspektivansicht der Einschubunterstützungseinheit aus Fig. 1 mit der zweiten
und der dritten Führungskurve;
- Fig. 4
- ist eine Draufsicht auf die Schiebevorrichtung aus Fig. 1, wobei die Einschubeinheit
und die Einschubunterstützungseinheit sich in x-Richtung im Anfangsbereich befinden
und sich die Einschubeinheit und die Einschubunterstützungseinheit in einer hinteren
zurückgezogenen Position befinden;
- Fig. 5
- ist eine Draufsicht auf die Schiebevorrichtung aus Fig. 4 in der Position der Einschubeinheit
und der Einschubunterstützungseinheit gemäß Fig. 1;
- Fig. 6
- ist eine Draufsicht auf die Schiebevorrichtung aus Fig. 5, wobei sich die Einschubeinheit
und die Einschubunterstützungseinheit in einer vorderen vorgeschobenen Position befinden;
- Fig. 7
- ist eine Draufsicht auf die Schiebevorrichtung aus Fig. 6, wobei die Einschubeinheit
und die Einschubunterstützungseinheit in x-Richtung weiter in Richtung des Endbereichs
bewegt wurden; und
- Fig. 8
- ist eine Draufsicht auf die Schiebevorrichtung aus Fig. 7, wobei sich der Schlitten
zudem in y-Richtung in einer teilweise zurückgefahrenen Position befindet.
[0022] Fig. 1 bis 3 zeigen den grundsätzlichen Aufbau einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schiebevorrichtung 1, die als Teil einer Kartoniervorrichtung verwendet wird. Die
Schiebevorrichtung 1 dient dazu, auf einer ersten Transportvorrichtung 12 in einer
x-Richtung vorzugsweise in Stapelform herantransportierte Blisterverpackungen 13 in
Packmittel 16, vorzugsweise Faltschachteln, einzuschieben, die von einer zweiten Transportvorrichtung
14 ebenfalls in x-Richtung herantransportiert werden. Vorzugsweise sind die erste
und zweite Transportvorrichtung 12, 14 kontinuierlich mit derselben Geschwindigkeit
bewegt, und das Einschieben erfolgt vorzugsweise ebenfalls im kontinuierlichen Betrieb.
Die Transportvorrichtungen 12, 14 können auch als eine einzige Transportvorrichtung
ausgebildet sein.
[0023] In Fig. 1 sind eine Einschubeinheit 3 zum Einschieben der Blisterverpackungen 13
in die Packmittel 16 und eine Einschubunterstützungseinheit 5 zum Unterstützen der
Einschubeinheit 3 während des Einschubvorgangs gemeinsam dargestellt. In Fig. 2 ist
zur besseren Übersichtlichkeit lediglich die Einschubeinheit 3 mit zugehörigen Elementen
dargestellt, während in Fig. 3 zur besseren Übersichtlichkeit lediglich die Einschubunterstützungseinheit
3 mit zugehörigen Elementen dargestellt ist.
[0024] Die Einschubeinheit 3 weist mindestens einen Schiebestößel 7 auf, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind es drei Schiebestößel 7. Die Schiebestößel 7 sind zum seitlichen
Verschieben der Blisterverpackungen 13 in y-Richtung vorgesehen. Die Einschubunterstützungseinheit
5 weist mindestens eine Einschubunterstützungszunge 9 auf, wobei die Schiebevorrichtung
1 im vorliegenden Ausführungsbeispiel drei Einschubunterstützungszungen 9 aufweist.
Die Einschubunterstützungszungen 9 sind bezüglich der Schiebestößel 7 versetzt nach
oben angeordnet, so dass sie von oben auf die Stapel von Blisterverpackungen 13 abgesenkt
werden können, um diese während des Schiebevorgangs stabil zu halten und leicht zusammenzudrücken.
Die Anzahl an Schiebestößeln 7 und an Einschubunterstützungszungen 9 kann beliebig
variieren, jedoch sollte die Anzahl der Schiebestößel 7 und die Anzahl der Einschubunterstützungszungen
9 übereinstimmen, um einen optimalen Einschubvorgang der Blisterverpackungen 13 zu
gewährleisten.
[0025] Die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit 5 sind wirkend mit einem
Schlitten 11 verbunden. Der Schlitten 11 ist zwischen einer hinteren und einer vorderen
Position in y-Richtung hin- und herbewegbar und wird über eine erste Riemenanordnung
29 von einer ersten Antriebseinheit 37 bewegt. Sobald der Schlitten 11 sich bewegt,
werden die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit 5 gleichermaßen
mitbewegt, wie weiter unten noch näher beschrieben wird.
[0026] Die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit 5 sind außerdem entlang
des Schlittens 11 zwischen einem Anfangsbereich und einem Endbereich in x-Richtung
hin- und herbewegbar und werden in dieser Richtung gemeinsam über eine zweite Riemenanordnung
43 von einer zweiten Antriebseinheit 45 bewegt.
[0027] Auf die erste und die zweite Antriebseinheit 37, 45 sowie auf die erste und die zweite
Riemenanordnung 29, 43 wird weiter unten näher eingegangen.
[0028] Die Einschubeinheit 3 (Fig. 2) weist eine erste Trägerplatte 15 auf, auf der die
Schiebestößel 7 angeordnet sind. Es können auch Pneumatikzylinder 17 vorgesehen sein,
die individuell ansteuerbar sind. Die Pneumatikzylinder 17 stehen mit den jeweiligen
Schiebestößeln 7 in Wirkverbindung. Die Schiebestößel 7 sind im Wesentlichen über
eine Verbindungsstange 19 mit dem jeweiligen Pneumatikzylinder 17 verbunden. Weiterhin
können auf der ersten Trägerplatte 15 Ventile 21 zur Ansteuerung der Pneumatikzylinder
17 angeordnet sein. Bei einer Überlast während des Einschubvorgangs kann das Ventil
21 über einen geeigneten Mechanismus oder eine geeignete Steuerung betätigt werden,
so dass eine Umsteuerung des Pneumatikzylinders 17 in die andere Richtung erfolgt
und der Schiebestößel 7 außer Eingriff gebracht wird. Auch aus anderen Gründen kann
ein Pneumatikzylinder 17 gezielt außer Betrieb gesetzt werden, beispielsweise wenn
ein Stapel an Blisterverpackungen 13 wegen Fehlerhaftigkeit oder wegen eines fehlenden
Packmittels 16 gezielt nicht eingeschoben werden soll. Es ist in einfacheren Ausführungsformen
auch denkbar, keine Pneumatikzylinder 17 vorzusehen, sondern die Schiebestößel 7 fest
mit der ersten Trägerplatte 15 zu verbinden.
[0029] Die erste Trägerplatte 15 ist mit einem ersten Führungselement 25 (vorzugsweise einer
Kurvenrolle), das in einer ersten Führungskurve 27 verschiebbar gelagert, starr verbunden.
Die erste Führungskurve 27 verläuft im Wesentlichen linear in x-Richtung und ist in
einem unteren Bereich des Schlittens 11 ausgebildet. Das erste Führungselement 25
führt die erste Trägerplatte 15 entlang der ersten Führungskurve 27. Das erste Führungselement
25 wird entlang der ersten Führungskurve 27 in x-Richtung bewegt, wenn die zweite
Antriebseinheit 45 betätigt wird.
[0030] Der Schlitten 11 ist fest an einer ersten Riemenanordnung 29 befestigt. Die erste
Riemenanordnung 29 besteht im Wesentlichen aus zwei Riemen 30, 31, an denen gegenüberliegende
Enden des Schlittens 11 befestigt sind. Der Riemen 30 ist von einem Riemenrad 32 angetrieben,
das wiederum von der ersten Antriebseinheit 37, vorzugsweise einem Servomotor, angetrieben
ist. Der Riemen 30 treibt das Riemenrad 33 an, das an einem Ende einer Welle 34 angeordnet
ist. Die Welle 34 überträgt die Drehung des Riemenrades 33 auf das Riemenrad 35, das
an einem gegenüberliegenden Ende der Welle 34 angeordnet ist. Das Riemenrad 35 treibt
wiederum den Riemen 31 an.
[0031] Die zwei Riemen 30, 31 der ersten Riemenanordnung 29 sind vorzugsweise als Zahnriemen
ausgebildet.
[0032] Zusätzlich ist der Schlitten 11 in zwei gegenüberliegenden Führungsschienen 39 in
y-Richtung geführt. Die Führungsschienen 39 dienen zur Stabilisation des Schlittens
11 während der Verschiebung in y-Richtung. Der Schlitten 11 ist mit einem Linearführungselement
40 fest verbunden, das in bzw. auf den Führungsschienen 39 geführt ist. Die gegenüberliegenden
Führungsschienen 39 sind in einem Bereich nahe der Riemen 30, 31 angeordnet. Der Schlitten
11 ist über ein Verbindungselement 38 mit den Riemen 30, 31 verbunden, das ebenfalls
mit dem Linearführungselement 40 fest verbunden ist. Es ist denkbar, auf die zusätzlichen
Führungsschienen 39 zu verzichten.
[0033] Die erste Trägerplatte 15 ist zusätzlich in y-Richtung verschiebbar an einer Führungsstange
41 gelagert. Die Führungsstange 41 kann eine Führungsschiene aufweisen, auf der die
Trägerplatte 15 läuft. Die Führungsstange 41 ist wiederum mit gegenüberliegenden Riemen
109, 117 einer zweiten Riemenanordnung 43 über Verbindungselemente 53 fest verbunden.
Die zweite Riemenanordnung 43 ist von einer zweiten Antriebseinheit 45 angetrieben
und verstellt bzw. bewegt die erste Trägerplatte 15 in x-Richtung. Auf die zweite
Riemenanordnung 43 wird weiter unten unter Bezugnahme auf Fig. 3 noch näher eingegangen.
[0034] Zusätzlich ist die Führungsstange 41, ähnlich wie der Schlitten 11, in zwei gegenüberliegenden
Führungsschienen 49 verschiebbar gelagert. Die Führungsschienen 49 sind zur Stabilisation
der Führungsstange 41 und somit auch der ersten Trägerplatte 15 beim Verschieben in
x-Richtung vorgesehen. Die zwei gegenüberliegenden Führungsschienen 49 sind jeweils
in einem Bereich nahe der zweiten Riemenanordnung 43 in x-Richtung verlaufend angeordnet.
Die Führungsstange 41 ist an beiden Enden jeweils mit einem Linearführungselement
51 verbunden. Das Linearführungselement 51 ist in bzw. auf den Führungsschienen 49
in x-Richtung geführt.
[0035] Alternativ zu den Führungsschienen 39, 49 sind eine Nutkurve oder andere Führungsmittel
denkbar. Die erste und die zweite Antriebseinheit 37, 45 sind vorzugsweise als Servomotoren
ausgebildet.
[0036] Bezugnehmend auf Fig. 3 ist auf der zweiten Trägerplatte 69 wiederum mindestens ein
individuell ansteuerbarer Pneumatikzylinder 71 angeordnet, der in Wirkverbindung mit
der mindestens einen Einschubunterstützungszunge 9 steht und über eine Verbindungsstange
73 mit der Einschubunterstützungszunge 9 verbunden ist. Die Einschubunterstützungszunge
9 kann direkt an der Verbindungsstange 73 befestigt sein, oder wie dargestellt über
ein höhenverstellbares Verbindungselement 75. Die Einschubunterstützungszunge 9 ist
vorzugsweise als flache, sich in erster Linie in y-Richtung erstreckende Platte ausgebildet,
um von oben auf die Blisterverpackungen 13 aufgelegt bzw. abgesenkt werden zu können.
Die Verbindungsstange 73, das Verbindungselement 75 und die Einschubunterstützungszunge
9 bilden im Wesentlichen eine Z-Form, wobei vorzugsweise das Verbindungselement 75
in einem 90°-Winkel von der Verbindungsstange 73 abragt und die Einschubunterstützungszunge
9 wiederum vorzugsweise in einem 90°-Winkel von dem Verbindungselement 75 abragt.
Die Einschubunterstützungszunge 9 liegt somit tiefer als die Verbindungsstange 73.
[0037] Ähnlich wie bei der Einschubeinheit 3 können auch hier Ventile 74 vorgesehen sein,
die ebenfalls auf der zweiten Trägerplatte 69 angeordnet sind und aus denselben Gründen
zur Ansteuerung der Pneumatikzylinder 71 dienen.
[0038] Die zweite Trägerplatte 69 ist über ein zweites Führungselement 77, vorzugsweise
eine Kurvenrolle, in der zweiten Führungskurve 79 geführt. Ein drittes Führungselement
81, das in einer dritten Führungskurve 83 geführt ist, ist ebenfalls mit der zweiten
Trägerplatte 69 verbunden. Das dritte Führungselement 81 ist vorzugsweise als Kurvenrolle
ausgebildet. Es ist aber auch vorstellbar, dass die Führungselemente 77, 81 als Stifte
oder als Schlitten ausgebildet sind. Die zweite und die dritte Führungskurve 79, 83
sind vorzugsweise als Nutkurven ausgebildet. Alternativen wie Linearführungen oder
weitere führungsgeeignete Elemente sind vorstellbar.
[0039] Das zweite Führungselement 77 ist fest mit einem ersten Halter 85 verbunden, der
in einer Linearführung 87 in y-Richtung verschiebbar gelagert ist. Der erste Halter
85 weist im Wesentlichen eine umgekehrte U-Form auf und ist über einen Verbindungsstift
87 mit der zweiten Trägerplatte 69 drehbar verbunden. Es sind auch andere Formen,
wie beispielsweise eine umgekehrte V-Form oder ein nach unten offener Halbkreis, für
den ersten Halter 85 denkbar. Der Verbindungsstift 87 erstreckt sich vorzugsweise
durch zwei Schenkel 88 des U-förmigen ersten Halters 85 und ist drehbar an der zweiten
Trägerplatte 69 gelagert. Denkbar ist aber auch, dass zwei Verbindungsstifte 87 vorgesehen
sind, die jeweils einen Schenkel 88 des U-förmigen ersten Halters 85 durchdringen
und drehbar mit der zweiten Trägerplatte 69 verbunden sind.
[0040] Der erste Halter 85 ist in einer Linearführung 89 geführt, die sich in y-Richtung
erstreckt und die mit der dritten Führungskurve 83 verbunden ist. Die Linearführung
89 kann beispielsweise als Nutkurve ausgebildet sein, in der der erste Halter 85 durch
ein geeignetes Führungselement (nicht dargestellt) verschiebbar gelagert ist. Verschiedene
Arten von Führungselementen sind hier denkbar.
[0041] Das zweite Führungselement 77 ist in der zweiten Führungskurve 79 im Wesentlichen
in x-Richtung geführt. Die zweite Führungskurve 79 ist fest mit dem Schlitten 11 verbunden
oder vorzugsweise als ein einstückiges Teil mit dem Schlitten 11 und somit mit der
ersten Führungskurve 27 ausgebildet. Eine Verschiebung des Schlittens 11 in y-Richtung
bewirkt gleichzeitig eine identische Verschiebung der ersten und der zweiten Führungskurve
27, 79 in y-Richtung. Damit die zweite Führungskurve 79 an unterschiedliche Anforderungen
angepasst werden kann, ist eine Längenverstellbarkeit der zweiten Führungskurve 79,
manuell oder motorisch, in x-Richtung denkbar.
[0042] Die zweite Führungskurve 79 umfasst im Wesentlichen einen linearen, in x-Richtung
verlaufenden Abschnitt 91 und einen zu dem linearen Abschnitt 91 schräg oder gekrümmt
verlaufenden Abschnitt 93. Der linear verlaufende Abschnitt 91 ist in der Nähe des
Anfangsbereichs der Bewegung der Einschubunterstützungseinheit 5 angeordnet, und der
schräg oder gekrümmt verlaufende Abschnitt 93 ist in der Nähe des Endbereichs der
Bewegung der Einschubunterstützungseinheit 5 angeordnet. Der schräg oder gekrümmt
verlaufende Abschnitt 93 verläuft schräg oder gekrümmt nach hinten, d.h. in einer
von den Schiebestößeln 7 der Einschubeinheit 3 und den Einschubunterstützungszungen
9 der Einschubunterstützungseinheit 5 bzw. von der ersten und der zweiten Trägerplatte
13, 69 abgewandten Richtung, so dass die Einschubunterstützungszungen 9 eine Relativbewegung
zu den Schiebestößeln 7 in y-Richtung nach hinten erfahren, wenn das zweite Führungselement
77 der Einschubunterstützungseinheit 5 in x-Richtung aus dem linear verlaufenden Abschnitt
91 durch den schrägen oder gekrümmten Abschnitt 93 bewegt wird.
[0043] Wenn der Schlitten 11 in y-Richtung bewegt wird oder wenn das zweite Führungselement
77 durch den schräg oder gekrümmt verlaufenden Abschnitt 93 bewegt wird, wird das
dritte Führungselement 81, das in der dritten Führungskurve 83 verschiebbar gelagert
ist, in y-Richtung bewegt. Das dritte Führungselement 81 ist drehbar mit einem Verbindungselement
95 verbunden, das wiederum starr mit der zweiten Trägerplatte 69 verbunden ist. Das
Verbindungselement 95 ist vorzugsweise als ein Z-förmiges Verbindungselement ausgebildet.
Es ist aber auch denkbar, dass das Verbindungselement 95 eine andere winkelförmige
Gestalt aufweist oder dass das Verbindungselement 95 als eine schräge Verbindung zwischen
dem dritten Führungselement 79 und der zweiten Trägerplatte 69 ausgebildet ist.
[0044] Die dritte Führungskurve 83, in der das dritte Führungselement 79 verschiebbar gelagert
ist, weist zwei zueinander höhenversetzte lineare Bereiche 97, 99 und dazwischen einen
gekrümmten Übergangsbereich 101 auf. Der niedrigere lineare Bereich 99 ist in einem
hinteren Bereich und der höhere lineare Bereich 97 in einem vorderen Bereich der Schiebevorrichtung
1, in y-Richtung betrachtet, angeordnet. Der gekrümmte Übergangsbereich 101 weist
eine S-förmige Krümmung bzw. eine abgerundete Krümmung auf, so dass das dritte Führungselement
79 in dem gekrümmten Übergangsbereich 101 flüssig bewegt werden kann.
[0045] Die dritte Führungskurve 83 ist fest mit der Linearführung 89 verbunden. Es ist auch
denkbar, dass die Linearführung 89 und die dritte Führungskurve 83 einstückig miteinander
ausgebildet sind. Sowohl die dritte Führungskurve 83 als auch die Linearführung 89
verlaufen in y-Richtung und sind zusammen mit der Einschubunterstützungseinheit 5
in x-Richtung bewegbar. Es ist denkbar, dass die dritte Führungskurve 83, und somit
auch die Linearführung 89, zur Anpassung an unterschiedliche Rahmenbedingungen in
y-Richtung längsverstellbar sind. Das kann manuell oder über einen Verstellmotor erfolgen.
[0046] Vorzugsweise ist die Linearführung 89 an ihrem vorderen und hinteren Ende an zwei
Führungselementen 103 befestigt. Die Führungselemente 103 sind jeweils an einer linearen
Führungsschiene 105 geführt und in x-Richtung hin- und herbewegbar. An den Führungselementen
103 ist jeweils ein Verbindungsbauteil 106 angeordnet, das an der zweiten Riemenanordnung
43 befestigt ist und in x-Richtung hin- und herbewegbar ist.
[0047] Die zweite Riemenanordnung 43 verschiebt die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit
5 in x-Richtung. Die zweite Riemenanordnung 43 umfasst mehrere Riemen und Riemenräder,
die von der zweiten Antriebseinheit 45 angetrieben werden, worauf im Folgenden näher
eingegangen wird.
[0048] Die zweite Antriebseinheit 45 treibt zunächst das Riemenrad 107 an, das wiederum
den Riemen 109 antreibt. Der Riemen 109 ist wiederum mit einem Riemenrad 111 verbunden,
das wiederum über eine Welle 113 mit dem Riemenrad 115 verbunden ist und somit die
Kraft der zweiten Antriebseinheit 45 auf den Riemen 117 überträgt. Das Riemenrad 111
und das Riemenrad 115 sind an gegenüberliegenden Enden der Welle 113 angeordnet. Auf
diese Weise entsteht eine Riemenanordnung, bei der die Riemen 109, 117 gleichsinnig
von der zweiten Antriebseinheit 45 angetrieben sind. Auf diese Weise kann die Einschubeinheit
3, die an den Riemen 109, 117 befestigt ist, sicher und ausbalanciert in x-Richtung
verschoben werden.
[0049] Zum Verschieben der Einschubunterstützungseinheit 5 in x-Richtung sind an gegenüberliegenden
Enden der Welle 113 zusätzlich Riemenräder 123 angeordnet, die die Bewegung der zweiten
Antriebseinheit 45 in einen oberen Bereich der Riemenanordnung 43 übertragen. Die
Riemenräder 123 übertragen die Bewegung der zweiten Antriebseinheit 45 auf Riemen
125, 145, die wiederum die Riemenräder 127, 135 antreiben. Die Riemenräder 127, 135
sind auf gegenüberliegenden Enden einer Welle 129 angeordnet, auf der ebenfalls die
Riemenräder 133 und 135 angeordnet sind. Die Riemenräder 131, 133 treiben schließlich
Riemen 137, 141 an. Sämtliche Riemen sind vorzugsweise als Zahnriemen ausgebildet.
[0050] An den Riemen 137 und 141 ist jeweils eines der Verbindungsbauteile 106 befestigt,
die mit der Einschubunterstützungseinheit 5 verbunden sind. Die Bewegung der Riemen
137, 141 hat somit die Bewegung der Einschubunterstützungseinheit 5 in x-Richtung
zur Folge. Durch die Riemenanordnung 43 wird somit gewährleistet, dass Einschubeinheit
3 und Einschubunterstützungseinheit 5 durch Bewegung nur einer Antriebseinheit 45
gleichzeitig in x-Richtung bewegt werden.
[0051] Die Schiebevorrichtung 1 umfasst weiterhin zwei Gehäusewände 149, 150, die durch
mindestens vier Verbindungsbalken 151, 152, 153, 154 miteinander verbunden sind. Die
beiden Führungsschienen 39 sind an den beiden Innenseiten der Gehäusewände 149, 150
befestigt. Die Welle 34 ist an ihren gegenüberliegenden Enden in den beiden Gehäusewänden
149, 150 drehbar gelagert. Die Welle 113 ist in den Verbindungsbalken 151 und 153
drehbar gelagert und die Welle 129 ist in den Verbindungsbalken 152 und 154 drehbar
gelagert.
[0052] Der Ablauf des Einschiebevorgangs bzw. die Funktionsweise der Schiebevorrichtung
1 soll nun anhand der Fig. 4 bis 8 verdeutlicht werden.
[0053] Wie bereits oben erwähnt, sind die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit
5 zwischen einem Anfangsbereich und einem Endbereich in x-Richtung hin- und herbewegbar.
Der Anfangsbereich befindet sich in den Fig. 4 bis 8 im rechten Bereich der Schiebevorrichtung
1 und der Endbereich im linken Bereich der Schiebevorrichtung 1. Der Schlitten 11
ist zwischen einer hinteren und einer vorderen Position in y-Richtung hin- und herbewegbar,
wobei die vordere Position die Position ist, in der die Schiebestößel 7 und die Einschubunterstützungszungen
9 die Blisterverpackungen in die Packmittel eingeschoben haben.
[0054] In Fig. 4 befindet sich der Schlitten 11 in y-Richtung in einer hinteren Position
und die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit 5 in x-Richtung im
Anfangsbereich. In dieser Position sind die Schiebestößel 7 und die Einschubunterstützungszungen
9 hinter die erste Transportvorrichtung 12 zurückgezogen. Die Einschubunterstützungszungen
9 sind außerdem in einer hochgeklappten Position bzw. die zweite Trägerplatte 69 in
einer geneigten oder gekippten Position, weil sich das dritte Führungselement 81 im
unteren linearen Bereich 99 der dritten Führungskurve 83 befindet.
[0055] Der Schlitten 11 und somit die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit
5 werden nun durch die erste Antriebseinheit 37 aus der hinteren Position in y-Richtung
in eine vordere Position gefahren. Dies hat auch zur Folge, dass die Einschubunterstützungszungen
9 sich auf die Blisterverpackungen 13 absenken, weil sich das dritte Führungselement
81 durch den gekrümmten Übergangsbereich 101 in den höheren linearen Bereich 97 der
dritten Führungskurve 83 bewegt und somit die Kippung der zweiten Trägerplatte 69
aufgehoben wird. Das Angreifen der Schiebestößel 7 bzw. der Einschubunterstützungszungen
9 erfolgt im Wesentlichen gleichzeitig, d.h. erst wenn die Schiebestößel 7 beginnen,
die Stapel von Blisterverpackungen 13 zu schieben, sollen die Einschubunterstützungszungen
9 abgesenkt sein. Dadurch wird der Stapel von Blisterverpackungen 13 zum einen in
seiner vorgesehenen Form gehalten, um ordnungsgemäß in die Packmittel 16 eingeschoben
werden zu können und zum anderen leicht zusammengedrückt, um nicht bei dem Einschiebevorgang
in das Packmittel 16 mit diesem zu verkanten.
[0056] In Fig. 5 ist wie in Fig. 1 die Phase dargestellt, in der der Einschiebevorgang bereits
begonnen hat.
[0057] In Fig. 6 ist der Einschiebevorgang abgeschlossen. Der Schlitten 11 befindet sich
in y-Richtung in seiner vorderen Stellung, und die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit
5 wurden von der zweiten Antriebseinheit 45 in x-Richtung in eine Stellung zwischen
der Anfangsposition und der Endposition verschoben. Während dieser Bewegung erfolgt
keine relative Verschiebung der Einschubunterstützungseinheit 5 zur Einschubeinheit
3, da die erste Führungskurve 27 und die zweite Führungskurve 79 in diesem Abschnitt
beide linear verlaufen.
[0058] Bei einer weiteren Bewegung der Einschubeinheit 3 und der Einschubunterstützungseinheit
5 in x-Richtung gelangt das zweite Führungselement 77 in den schrägen oder gekrümmten
Abschnitt 93 der zweiten Führungskurve 79 und bewirkt eine Relativbewegung der Einschubunterstützungseinheit
5 in y-Richtung bezüglich der Einschubeinheit 3 (Fig. 7). Durch die Relativbewegung
in y-Richtung werden die Einschubunterstützungszungen 9 aus den Packmitteln 16 herausgezogen,
während die Schiebestößel 7 vor den Packmitteln 16 stehenbleiben, um zu verhindern,
dass während des Herausziehens der Einschubunterstützungszungen 9 die Stapel an Blisterverpackungen
13 wieder mit aus den Packmitteln 16 herausgezogen werden.
[0059] Kurz bevor das dritte Führungselement 81 in den gekrümmten Übergangsbereich 101 gelangt,
ist der Herausziehvorgang der Einschubunterstützungszungen 9 aus dem Packmittel abgeschlossen.
Anschließend wird der Schlitten 11 in y-Richtung nach hinten bewegt, wodurch sich
sowohl die Einschubeinheit 3 als auch die Einschubunterstützungseinheit 5 ebenfalls
weiter nach hinten bewegen (Fig. 8). Dabei durchläuft das dritte Führungselement 81
den gekrümmten Übergangsbereich 101 in Richtung des niedrigeren linearen Bereichs
99, was zur Folge hat, dass die zweite Trägerplatte 69 gekippt wird und die Einschubunterstützungszungen
9 leicht schräg nach oben stehen. Der Kippvorgang der zweiten Trägerplatte 69 wird
also ausschließlich durch den Höhenunterschied der zwei zueinander höhenversetzten
linearen Bereiche 97, 99 bewirkt.
[0060] Ausgehend von Fig. 8, in der sich der Schlitten 11 in y-Richtung nahe einer hinteren
Position befindet und die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit
5 sich nahe dem Endbereich befinden, werden die Einschubeinheit 3 und die Einschubunterstützungseinheit
5 durch die zweite Antriebseinheit 45 in x-Richtung in den Anfangsbereich zurückbewegt
(Fig. 4). Das zweite Führungselement 77 verlässt bei dieser Verschiebung den schrägen
oder gekrümmten Bereich 93. Der Schlitten 11 wird dabei in y-Richtung noch weiter
nach hinten verfahren. Das dritte Führungselement 81 bleibt jedoch in dem unteren
linearen Bereich 99.
[0061] Es sind viele Modifikationen der erfindungsgemäßen Schiebevorrichtung denkbar. Beispielsweise
kann anstelle der Schwenkbewegung der zweiten Trägerplatte 69 der Hub der zweiten
Trägerplatte 69 auch über eine vertikale Linearbewegung erfolgen.
1. Schiebevorrichtung zum Befüllen von Packmitteln (16) mit Blisterverpackungen (13),
mit
einer Einschubeinheit (3) zum Einschieben der Blisterverpackungen (13) in die Packmittel
(16) mit einer ersten Trägerplatte (15), an der mindestens ein Schiebestößel (7) befestigt
ist;
einer Einschubunterstützungseinheit (5) zum Unterstützen der Einschubeinheit (3) während
des Einschubvorgangs, mit einer zweiten Trägerplatte (69), an der mindestens eine
Einschubunterstützungszunge (9) befestigt ist;
einem Schlitten (11), an dem eine erste Führungskurve (27) und eine zweite Führungskurve
(79) ausgebildet sind, wobei in der ersten Führungskurve (27) ein erstes Führungselement
(25), das mit der Einschubeinheit (3) verbunden ist, verschiebbar gelagert ist, und
wobei in der zweiten Führungskurve (79) ein zweites Führungselement (77), das mit
der Einschubunterstützungseinheit (5) verbunden ist, verschiebbar gelagert ist;
einer ersten Antriebseinheit (37) zum Bewegen des Schlittens (11) und somit der Einschubeinheit
(3) und der Einschubunterstützungseinheit (5) in einer y-Richtung; und
einer zweiten Antriebseinheit (45) zum Bewegen der Einschubeinheit (3) und der Einschubunterstützungseinheit
(5) in einer x-Richtung, die senkrecht zur y-Richtung ist, relativ zu dem Schlitten
(11), wobei beim Bewegen der Einschubeinheit (3) und der Einschubunterstützungseinheit
(5) in der x-Richtung das erste Führungselement (25) in der ersten Führungskurve (27)
und das zweite Führungselement (77) in der zweiten Führungskurve (79) geführt ist.
2. Schiebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschubeinheit (3) und die Einschubunterstützungseinheit (5) in der x-Richtung
zwischen einem Anfangsbereich und einem Endbereich hin- und herbewegbar sind.
3. Schiebevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (11) in der y-Richtung zwischen einer hinteren und einer vorderen Position
hin- und herbewegbar ist.
4. Schiebevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Führungselement (77) mit einem ersten Halter (85) der zweiten Trägerplatte
(69) verbunden ist, wobei der erste Halter (85) in einer Linearführung (89) in der
y-Richtung verschiebbar gelagert ist und drehbar mit der zweiten Trägerplatte (69)
verbunden ist.
5. Schiebevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Führungskurve (27) im Wesentlichen linear ausgebildet ist und die zweite
Führungskurve (79) einen im Wesentlichen linearen, in der x-Richtung verlaufenden
Abschnitt (91) und einen zu dem linearen Abschnitt (91) schräg oder gekrümmt verlaufenden
Abschnitt (93) umfasst.
6. Schiebevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der schräg oder gekrümmt verlaufende Abschnitt (93) der zweiten Führungskurve (79)
im Wesentlichen in einer dem mindestens einen Schiebestößel (7) der Einschubeinheit
(3) und der mindestens einen Einschubunterstützungszunge (9) der Einschubunterstützungseinheit
(5) abgewandten Richtung verläuft, so dass bei Bewegung des zweiten Führungselements
(77) entlang dem schräg oder gekrümmt verlaufenden Abschnitt (93) der zweiten Führungskurve
(79) die mindestens eine Einschubunterstützungszunge (9) relativ zu dem mindestens
einen Schiebestößel (7) in der y-Richtung bewegt wird.
7. Schiebevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Führungskurve (83) vorgesehen ist, die zusammen mit der Einschubunterstützungseinheit
(5) in der x-Richtung bewegbar ist und in der ein drittes Führungselement (81) in
der y-Richtung verschiebbar gelagert ist, wobei das dritte Führungselement (81) über
ein Verbindungselement (95) mit der zweiten Trägerplatte (69) der Einschubunterstützungseinheit
(5) starr verbunden ist.
8. Schiebevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Führungskurve (83) zwei zueinander höhenversetzte lineare Bereiche (97,
99) und einen gekrümmten Übergangsbereich (101) umfasst, so dass die zweite Trägerplatte
(69) eine Schwenkbewegung im Wesentlichen in einer z-Richtung, die senkrecht zu der
x-Richtung und der y-Richtung ist, erfährt, wenn das dritte Führungselement (81) den
gekrümmten Übergangsbereich (101) durchläuft.
9. Schiebevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste, die zweite und die dritte Führungskurve (27, 79, 83) als Nutkurven ausgebildet
sind und das erste, das zweite und das dritte Führungselement (25, 77, 81) als Kurvenrollen
ausgebildet sind.
10. Schiebevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Schiebestößel (7) und die mindestens eine Einschubunterstützungszunge
(9) jeweils mit einem individuell ansteuerbaren Pneumatikzylinder (17, 71) in Wirkverbindung
stehen.
11. Schiebevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (11) an einer ersten Riemenanordnung (29) befestigt ist und die erste
Riemenanordnung (29) von der ersten Antriebseinheit (37) angetrieben ist.
12. Schiebevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Trägerplatte (15) in der y-Richtung verschiebbar an einer Führungsstange
(41) gelagert ist und über die Führungsstange (41) mit einer zweiten Riemenanordnung
(43) verbunden ist, die von der zweiten Antriebseinheit (45) angetrieben ist.
13. Schiebevorrichtung nach Anspruch 12, rückbezogen auf Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Führungselement (77) mit einem ersten Halter (85) der zweiten Trägerplatte
(69) verbunden ist, wobei der erste Halter (85) in einer Linearführung (89) in der
y-Richtung verschiebbar gelagert ist und drehbar mit der zweiten Trägerplatte (69)
verbunden ist, und wobei die dritte Führungskurve (83) und die Linearführung (89)
an der zweiten Riemenanordnung (43) befestigt sind.