Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rohr für einen Wärmeübertrager, wobei das Rohr zwei sich
gegenüberliegende Breitseiten und zwei sich gegenüberliegende Schmalseiten aufweist
und von einem Medium durchströmbar ist. Außerdem betrifft die Erfindung einen Wärmeübertrager
mit einem Rohr und ein Verfahren zur Herstellung des Rohres.
Stand der Technik
[0002] In modernen Kraftfahrzeugen werden zunehmend elektrische Antriebskomponenten oder
andere Hochspannungskomponenten verwendet, welche den konventionellen verbrennungsmotorischen
Antrieb unterstützen oder an die Stelle des verbrennungsmotorischen Antriebs treten.
Die zum Betrieb benötigte elektrische Energie wird hierzu in Batteriesystemen gespeichert.
Die Ansteuerung der elektrischen Komponenten und das Energiemanagement werden von
einer sogenannten Leistungselektronik gesteuert.
[0003] Um eine Überhitzung zu vermeiden, muss die im Betrieb entstehende Wärme an den Batteriesystemen,
der Leistungselektronik oder den Hochspannungskomponenten über geeignete Kühlmaßnahmen
abgeführt werden
[0004] Im Stand der Technik sind Wärmeübertrager bekannt, welche Rohre aufweisen, die mit
einem Kühlmittel durchströmt sind. An diese Wärmeübertrager können Batteriesysteme
und/oder die Leistungselektronik wärmeleitend angebunden werden, um die entstehende
Wärme abzuleiten. Die Rohre sind dabei beispielsweise zwischen Deckblechen angeordnet,
an welche die zu kühlenden Komponenten angebunden werden können. Die Rohre werden
zwischen den Deckblechen über eine Verspannkraft fixiert, welche bei der Fertigung
des Wärmeübertragers aufgebracht wird.
[0005] Nachteilig an den Vorrichtungen im Stand der Technik ist insbesondere, dass die Rohre
nicht optimal gegenüber den Deckblechen und/oder den Rohrböden, in welchen die Rohre
aufgenommen sein können, abgestützt sind, wodurch es zu Verschiebungen der Rohre kommen
kann. Durch Verschiebungen der Rohre relativ zu den Deckblechen und/oder den Rohrböden
können Undichtigkeiten entstehen, welche die Funktionalität des Wärmeübertragers negativ
beeinflussen.
Darstellung der Erfindung, Aufgabe, Lösung, Vorteile
[0006] Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Rohr zu schaffen, welches
eine optimierte Bauform aufweist und dadurch eine sichere Fixierung des Rohres gegenüber
anderen Elementen ermöglicht. Auch ist es die Aufgabe der Erfindung einen Wärmeübertrager
zu schaffen, der Rohre aufweist, die eine sichere und einfache Fixierung gegenüber
dem restlichen Wärmeübertrager erlauben. Darüber hinaus ist es die Aufgabe der Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung der optimierten Rohre zu schaffen.
[0007] Die Aufgabe hinsichtlich des Rohres wird durch ein Rohr mit den Merkmalen von Anspruch
1 gelöst.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft ein Rohr für einen Wärmeübertrager,
wobei das Rohr zwei sich gegenüberliegende Breitseiten aufweist und zwei sich gegenüberliegende
Schmalseiten aufweist und von einem Medium durchströmbar ist, wobei das Rohr zumindest
einen ersten Bereich mit einer ersten Querschnittsfläche aufweist und zumindest einen
zweiten Bereich mit einer zweiten Querschnittsfläche aufweist, wobei die zweite Querschnittsfläche
geringer ist als die erste Querschnittsfläche und der Übergang zwischen dem ersten
Bereich und einem zweiten Bereich durch einen zumindest teilweise in Umfangsrichtung
an der Außenfläche des Rohres umlaufenden Absatz gebildet ist.
[0009] Durch den Übergang von dem zweiten Bereich, welcher eine geringere Querschnittsfläche
aufweist als der erste Bereich, auf den ersten Bereich entsteht ein Absatz, welcher
vollständig oder nur teilweise in Umfangsrichtung umlaufend an der Außenfläche des
Rohres ausgebildet ist. Dieser Absatz ist besonders vorteilhaft, um das Rohr gegenüber
einem Abstützelement zu fixieren und so sicher zu positionieren. Je nach der verwendeten
Materialstärke des Rohres können der erste Bereich und der zweite Bereich eine identische
Durchströmungsfläche im Inneren des Rohres aufweisen oder voneinander abweichende
Durchströmungsflächen.
[0010] Weiterhin ist es zu bevorzugen, wenn der zweite Bereich sich von einem axialen Endbereich
des Rohres hin in Richtung zur Rohrmitte erstreckt oder jeweils ein zweiter Bereich
sich von jeweils einem der axialen Endbereiche des Rohres hin in Richtung zur Rohrmitte
erstreckt, Dabei ist der zweite Bereich nur ein Abschnitt ausgehend von dem Rohrende,
an welchen sich vorteilhaft ein erster Bereich anschließt.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Rohr an beiden axialen Endbereichen jeweils
einen zweiten Bereich aufweist und mittig einen ersten Bereich. Auf diese Weise ist
an beiden axialen Endbereichen zumindest ein Absatz ausgebildet, welcher zur Abstützung
des Rohres gegenüber umliegenden Strukturen verwendet werden kann.
[0012] Mit dem axialen Endbereichen sind die Endbereiche des Rohres bezeichnet, durch welche
ein Medium in das Rohr einströmen und wieder ausströmen kann. Diese Bezeichnung gilt
unabhängig davon, ob das Rohr geradlinig ausgebildet ist oder beispielsweise wellenförmig
oder gebogen ausgebildet ist. Die radiale Richtung bezeichnet eine Richtung, welche
entlang einer Wirkrichtung verläuft, die die Mittelachse des Rohres schneidet.
[0013] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn das Rohr an den axialen Endbereichen in radialer
Richtung gestaucht ist, wodurch an jedem der axialen Endbereiche ein zweiter Bereich
von vorgebbarer Länge gebildet ist.
[0014] Vorteilhaft ist der Absatz durch eine Stauchung des Rohres in radialer Richtung erzeugt.
Dies kann beispielsweise durch einen Kalibrierstempel erfolgen. Vorteilhafterweise
findet die Stauchung nur über einen Bereich definierter Länge statt. Die Stauchung
in radialer Richtung kann entlang des gesamten Umfangs erfolgen, so dass ein vollständig
umlaufender bevorzugt gleichmäßiger oder ungleichmäßiger Absatz entsteht.
[0015] Auch ist es vorteilhaft, wenn das Rohr an den beiden Schmalseiten des Rohres in Richtung
einer auf der Außenfläche stehenden Flächennormalen gestaucht ist, wobei zwei entlang
der Schmalseiten verlaufende Absätze ausgebildet sind.
[0016] Eine Stauchung kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung auch nur entlang von Teilabschnitte
des Umfangs erfolgen. Besonders bevorzugt erfolgt die Stauchung nur an den Schmalseiten
des Rohres. Auf diese Weise entsteht an jeder Schmalseite zumindest jeweils ein Absatz,
während die Breitseiten unverändert bleiben. Dies ist vorteilhaft, weil der Durchströmungsquerschnitt
somit im gestauchten zweiten Bereich gleich groß oder nur wenig kleiner ist wie der
Durchströmungsquerschnitt im nicht gestauchten ersten Bereich.
[0017] Durch eine spezielle Formgebung des zur Stauchung verwendeten Werkzeugs kann bevorzugt
ein stufenförmiger ungefähr 90 Grad einschließender Absatz erzeugt werden oder alternativ
ein schräg verlaufender Absatz, welcher einen schrägen stetigen Übergang vom zweiten
Bereich in den ersten Bereich ausbildet.
[0018] Die Aufgabe hinsichtlich des Wärmeübertragers wird durch einen Wärmeübertrager mit
den Merkmalen von Anspruch 5 gelöst.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager zur Kühlung
von Batterien und/oder von Leistungselektronik, mit zumindest einem Rohr, wobei der
Wärmeübertrager zwei ebene plattenförmige Elemente aufweist, welche parallel beabstandet
zueinander angeordnet sind, wobei zwischen den plattenförmigen Elementen das zumindest
eine Rohr angeordnet ist, wobei das Rohr über ein Abstützelement welches an dem Absatz
an der Außenfläche des Rohres angreift gegenüber den plattenförmigen Elementen abgestützt
ist.
[0020] Um Batterien und/oder Leistungselektronik vorteilhaft zu kühlen, ist es zu bevorzugen,
dass der Wärmeübertrager eine möglichst große Außenfläche aufweist, an welche die
zu kühlenden Komponenten angebunden werden können. Bevorzugt sind die mit dem Kühlmittel
durchströmten Rohre möglichst großflächig mit den als Anschlussflächen dienenden Außenflächen
verbunden, um einen möglichst guten Wärmeübertrag zu ermöglichen. Bei der Verwendung
von Flachrohren werden diese vorteilhafterweise derart angeordnet, dass der Wärmeübertrag
hauptsächlich über die Breitseiten realisiert wird, während die Rohre an den Schmalseiten
zueinander beabstandet angeordnet sind.
[0021] Die Rohre sind in einem vorteilhaften Wärmeübertrager zwischen zwei plattenartigen
Elementen angeordnet, wobei die Rohre mit den Innenflächen der plattenartigen Elemente
in direktem Kontakt stehen. An die Außenflächen der plattenartigen Elemente können
die zu kühlenden Komponenten angebunden werden. Vorteilhafterweise sind die Rohre
über Abstützelemente durch einen Formschluss gegenüber den plattenartigen Elementen
abgestützt, so dass eine Relativbewegung der Rohre zu den Abstützelementen und den
plattenartigen Elementen verhindert ist. Zusätzlich können die Rohre mit den Abstützelementen
oder den plattenartigen Elementen stoffschlüssig verbunden sein oder durch das Aufbringen
einer Verspannkraft fixiert sein. Besonders bevorzugt erfolgt die Abstützung der Rohre
an den an der Außenfläche des Rohres ausgebildeten Absätzen.
[0022] Auch ist es vorteilhaft, wenn das Rohr an beiden axialen Endbereichen jeweils einen
zumindest teilweise in Umfangsrichtung an der Außenfläche des Rohres umlaufenden Absatz
aufweist, wobei das Rohr in axialer Richtung beidseitig durch jeweils zumindest ein
Abstützelement gegenüber den plattenförmigen Elemente fixiert ist.
[0023] Absätze an beiden axialen Endbereichen sind vorteilhaft, um eine Relativbewegung
der Rohre gegenüber dem restlichen Wärmeübertrager in alle Richtungen zu vermeiden.
Durch die Abstützung der Rohre gegenüber den Abstützmitteln wird bevorzugt eine Relativbewegung
in axialer Richtung unterbunden. Die Abstützelemente können stoffschlüssig mit den
plattenartigen Elementen verbunden sein oder einteilig mit diesen ausgeführt sein.
[0024] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn die plattenförmigen Elemente mit den
Abstützelementen ein Gehäuse ausbilden, wobei die Außenfläche des Rohres in Anlage
mit den jeweiligen Innenflächen der plattenförmigen Elemente des Gehäuses ist. Dies
ist besonders vorteilhaft, um eine möglichst kompakte Bauform für den Wärmeübertrager
zu realisieren.
[0025] Auch ist es zu bevorzugen, wenn die Abstützelemente jeweils durch einen Rohrboden
gebildet sind, wobei jeder Rohrboden zumindest eine Öffnung aufweist, wobei in die
Öffnung jeweils ein zweiter Bereich eines Rohres passgenau bis zur Anlage des ersten
Bereichs am Rohrboden einsteckbar ist.
[0026] Ein Rohrboden mit passgenauen Öffnungen für die Rohre beziehungsweise für die zweiten
endseitigen Bereiche der Rohre ist besonders vorteilhaft, da die Rohre einfach in
die Öffnungen der Rohrböden eingeführt werden können und eine Fixierung sowohl in
axialer Richtung als auch in radialer Richtung erzeugt werden kann. Die Rohrböden
können einteilig mit den plattenartigen Elementen ausgeführt sein oder stoffschlüssig
mit diesen verbunden sein.
[0027] Die Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens wird mit den Merkmalen von Anspruch 9 gelöst.
[0028] Besonders vorteilhaft ist ein Verfahren zur Herstellung eines Rohres, das die folgenden
Schritte umfasst:
■ Extrudieren oder Strangpressen eines Rohrprofils als Endlosprofil oder die Bereitstellung
eines solchen Rohrprofils,
■ Ablängen des erzeugten Rohrprofils auf eine vorgebbare Länge,
■ Einformen eines zumindest teilweise in Umfangsrichtung an der Außenfläche des Rohres
umlaufenden Absatzes.
[0029] Flachrohre mit oder ohne Mittelstege, welcher das Innenvolumen des Flachrohres in
mehrere Kammern unterteilen, können auf besonders einfache Weise in hoher Fertigungsgeschwindigkeit
und Qualität durch das Extrudieren oder auch Strangpressen erzeugt werden. Hierzu
sind im Stand der Technik weitreichende Kenntnisse vorhanden, um unterschiedlichste
Werkstoffe verarbeiten zu können.
[0030] Vorteilhafterweise wird das als Endlosprofil erzeugte Rohrprofil automatisiert auf
eine vorgebbare Länge abgelängt, um entsprechend der geplanten Anwendung passend zugeschnittene
Rohre zu erhalten. Das als Endlosprofil bezeichnete Rohrprofil ist dabei lediglich
im Rahmen des in einer Charge verfügbaren Materials, welches ohne Unterbrechung in
einer Strangpressanlage verarbeitet werden kann, als endlos anzusehen.
[0031] Nach der Ablängung oder zeitgleich mit der Ablängung wird an einem oder beiden der
axialen Endbereiche ein Absatz an der Außenfläche des Rohres eingeformt. Auf diese
Weise kann insgesamt ein Rohr einfach und kostengünstig erzeugt werden, welches in
Großserienproduktionen verwendet werden kann und eine Bauform aufweist, welche eine
einfache Fixierung des Rohres in einem Wärmeübertrager zulässt.
[0032] Auch ist es zweckmäßig, wenn das Ablängen des Rohrprofils und das Einformen des Absatzes
durch ein gemeinsames Werkzeug erfolgen.
[0033] Die Verwendung eines gemeinsamen Werkzeugs ist besonders vorteilhaft, um eine besonders
schnelle Herstellung des fertigen Rohres zu erreichen. Insbesondere in Kombination
mit den sehr hohen Fördergeschwindigkeiten beim Strangpressen ist eine gleichzeitige
oder zumindest zeitlich eng aneinander gekoppelte Ablängung und Einformung vorteilhaft.
Gleichzeitig kann bei einem gemeinsamen Werkzeug die Vorschubbewegung, welcher zu
der Abtrennung führt, gleichzeitig auch für das Einformen des Absatzes verwendet werden.
Hierdurch kann eine höhere Effizienz erreicht werden.
[0034] Darüber hinaus ist es zu bevorzugen, wenn das Einformen des Absatzes durch einen
Kalibrierstempel erfolgt, wobei der Kalibrierstempel eine zumindest teilweise entlang
des Umfangs des Rohrprofils als Flächennormale wirkende Kraftkomponente auf die Endbereiche
des Rohrprofils aufbringt, welche eine Stauchung des Rohrprofils verursacht.
[0035] Durch einen Kalibrierstempel, welcher die Kraft in Richtung einer Flächennormalen
auf die Außenfläche des Rohres ausübt, kann eine vorteilhafte Stauchung erreicht werden,
welche zur Ausbildung eines Absatzes zwischen dem gestauchten Bereich und dem nicht
gestauchten Bereich an der Außenfläche des Rohres führt. Abhängig von der in Umfangsrichtung
des Rohres gemessenen Länge des Abschnitts, an welchem die Kraftkomponente aufgebracht
wird, kann ein vollständig umlaufender Absatz erzeugt werden oder ein oder mehrere
nur teilweise umlaufende Absätze.
[0036] Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn beim Ablängen sowohl an dem abgetrennten Teilstück
des Rohrprofils als auch an dem restlichen Endlosprofil an den jeweils entstehenden
Endbereichen der beiden Rohrprofile eine Stauchung des Endbereichs über eine definierte
Länge durch einen Kalibrierstempel erzeugt wird. Dies ist besonders vorteilhaft, um
im Rahmen der Massenherstellung Rohre zu erhalten, welche an beiden axialen Endbereichen
jeweils zumindest einen Absatz aufweisen.
[0037] Auch ist es vorteilhaft, wenn die Stauchung des Rohres jeweils an den Schmalseiten
eines axialen Endbereichs des Rohres erfolgt, wobei an jeder der Schmalseiten jeweils
ein Absatz erzeugt wird.
[0038] Durch eine Stauchung nur an den Schmalseiten des Rohres können wirksam Absätze erzeugt
werden, welche zur Abstützung gegenüber Abstützmitteln, wie insbesondere Rohrböden,
verwendet werden können. Die Stauchung nur an einem Teilbereich des Umfangs führt
dazu, dass die innere Durchströmungsfläche des Rohres nur wenig oder gar nicht verkleinert
wird im Vergleich zu dem Bereich des Rohres, welcher keine Stauchung erfährt. Dies
ist vorteilhaft, um keinen unnötigen Druckverlust innerhalb des Rohres zu erzeugen.
[0039] Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen
und in der nachfolgenden Figurenbeschreibung beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0040] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen detailliert erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf ein Rohr mit einem ersten Bereich größerer Querschnittsfläche, welcher
mittig zwischen zwei zweiten Bereichen kleinerer Querschnittsfläche angeordnet ist,
- Fig. 2
- eine Ansicht entlang des in Fig. 1 gezeigten Schnitts A-A, wobei der Schnitt A-A durch
einen endseitigen zweiten Bereich verläuft,
- Fig. 3
- eine Detailansicht des Absatzes, welcher den Übergang zwischen dem ersten Bereich
und dem zweiten Bereich bildet, und
- Fig. 4
- ein Blockdiagramm, welches die einzelnen Verfahrensschritte abbildet.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0041] Die Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines Rohres 1. Das Rohr 1 ist als Flachrohr 1 ausgebildet
und weist zwei sich gegenüberliegende Schmalseiten 6 auf und zwei sich gegenüberliegende
Breitseiten 7. Das Rohr 1 weist einen ersten Bereich 2 auf und zwei zweite Bereiche
3. Die Querschnittsfläche des ersten Bereichs 2 ist größer als die Querschnittsfläche
der zweiten Bereiche 3.
[0042] Die zweiten Bereiche 3 unterscheiden sich vom ersten Bereich 2 dadurch, dass die
Schmalseiten 6 in radialer Richtung hin zur Mittelachse des Rohres 1 gestaucht worden
sind, wodurch im Übergang zwischen den zweiten Bereichen 3 und dem ersten Bereich
2 jeweils Absätze 4 an den Schmalseiten 6 ausgebildet sind.
[0043] Die zweiten Bereiche 3 sind jeweils an den in axialer Richtung gelegenen Endbereichen
des Rohres 1 angeordnet, während der erste Bereich 2 mittig zwischen den zweiten Bereichen
3 angeordnet ist. Der erste Bereich 2 bildet dabei den wesentlichen Längenanteil des
Rohres 1.
[0044] Am linken Ende des Rohres 1 der Figur 1 ist ein Querschnitt A-A durch den zweiten
Bereich 3 angedeutet. Die Schnittansicht durch den Schnitt A-A ist in Figur 2 dargestellt.
[0045] Die Figur 2 zeigt eine Ansicht des Querschnitts entlang des Schnitts A-A der Figur
1. Es ist zu erkennen, dass das Rohr 1 ein Flachrohr 1 mit zwei Breitseiten 7 und
zwei Schmalseiten 6 ist. Das Rohr 1 ist im Inneren durch Trennelemente 8 in mehrere
Kammern 9 unterteilt, entlang welcher das Rohr 1 durchströmt werden kann.
[0046] Die jeweils den beiden Schmalseiten 6 zugewandten Kammern 9 weisen eine der abgerundeten
Außenform des Rohres angepasste Form auf. Sie verjüngen sich ausgehend von der Mitte
des Rohres 1 hin zur jeweiligen Schmalseite 6. Der der Schmalseite 6 zugewandte Endbereich
ist entsprechend der Außenfläche der Schmalseite 6 abgerundet. Die Materialstärke
des Rohres 1 ist im Bereich der Schmalseiten 6 größer als im Bereich der Breitseiten
7.
[0047] Die restlichen Kammern 9 weisen einen rechteckigen Querschnitt auf. Die Trennelemente
8 weisen ungefähr die gleiche Materialstärke auf wie die Breitseiten 7.
[0048] Die Figur 3 zeigt eine Detailansicht des Übergangs von einem zweiten Bereich 3 auf
den ersten Bereich 2 des Rohres 1. Die Querschnittsverkleinerung im zweiten Bereich
3 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel vollständig durch eine Stauchung der beiden
Schmalseiten 6 hin zur Mittelachse des Rohres 1 erzeugt worden. Die beiden Breitseiten
7 sind über die gesamte Länge des Rohres 1 unverändert ausgebildet.
[0049] In einer alternativen Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass auch die Breitseiten
zur Mittelachse des Rohres hin gestaucht werden, um einen vollständig in Umfangsrichtung
des Rohres umlaufenden Absatz zu erzeugen.
[0050] Der in Figur 3 gezeigte Absatz 4 bildet eine Schräge, welche mit einem vorgebbaren
Winkel 10 zu einer Schnittebene, welche als Flächennormale auf einer der Breitseiten
7 steht, verläuft. Diese Schnittebene würde bei einem vollständig rechteckigen Querschnitt
des Rohres auch parallel zu den Schmalseiten 6 stehen. Bevorzugt beträgt der Winkel
10 ungefähr 12 Grad.
[0051] In einer alternativen Ausführungsform kann der Absatz auch abweichend ausgebildet
sein und beispielsweise eine um 90 Grad abgewinkelte Stufe ausbilden.
[0052] Die Figur 4 zeigt ein Blockdiagramm, welches den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
beschreibt. Im Block 20 wird das Endlosprofil des Rohrprofils durch Extrudieren beziehungsweise
durch Strangpressen erzeugt. Darauffolgend wird im Block 21 das Endlosprofil auf Rohrprofilstücke
vorgebbarer Länge abgelängt. Im anschließenden Block 22 wird/werden der Absatz/die
Absätze eingeformt. Das Einformen geschieht insbesondere durch Stauchung des Rohrprofils.
[0053] Die in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsformen weisen insbesondere hinsichtlich
der Kombination einzelner Merkmale keine beschränkende Wirkung auf. Auch hinsichtlich
der konkreten Ausbildung der Absätze, der Formgebung des Rohres und der Aufteilung
des Rohrinnenraumes sind die Figuren nicht beschränkend. Das in den Figuren 1 bis
3 gezeigte Rohr 1 kann insbesondere in einem Wärmeübertrager verwendet werden, wobei
das Rohr 1 mit den zweiten Bereichen 3 in Öffnungen in einem Rohrboden oder Aussparungen
in einem Abstützmittel eingesetzt wird bis die jeweiligen Absätze 4 beziehungsweise
der erste Bereich 2 in Anlage mit den Öffnungen beziehungsweise den Aussparungen gerät.
Über eine Abstützung der Absätze 4 kann somit eine Fixierung der Rohre in einem Wärmeübertrager
erreicht werden.
1. Rohr (1) für einen Wärmeübertrager, wobei das Rohr (1) zwei sich gegenüberliegende
Breitseiten (7) aufweist und zwei sich gegenüberliegende Schmalseiten (6) aufweist
und von einem Medium durchströmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) zumindest einen ersten Bereich (2) mit einer ersten Querschnittsfläche
aufweist und zumindest einen zweiten Bereich (3) mit einer zweiten Querschnittsfläche
aufweist, wobei die zweite Querschnittsfläche geringer ist als die erste Querschnittsfläche
und der Übergang zwischen dem ersten Bereich und einem zweiten Bereich durch einen
zumindest teilweise in Umfangsrichtung an der Außenfläche des Rohres (1) umlaufenden
Absatz (4) gebildet ist.
2. Rohr (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich (3) sich von einem axialen Endbereich des Rohres (1) hin in Richtung
zur Rohrmitte erstreckt oder jeweils ein zweiter Bereich (3) sich von jeweils einem
der axialen Endbereiche des Rohres (1) hin in Richtung zur Rohrmitte erstreckt.
3. Rohr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) an den axialen Endbereichen in radialer Richtung gestaucht ist, wodurch
an jedem der axialen Endbereiche ein zweiter Bereich von vorgebbarer Länge gebildet
ist.
4. Rohr (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) an den beiden Schmalseiten (6) des Rohres (1) in Richtung einer auf
der Außenfläche stehenden Flächennormalen gestaucht ist, wobei zwei entlang der Schmalseiten
(6) verlaufende Absätze (4) ausgebildet sind.
5. Wärmeübertrager zur Kühlung von einer Batterie und/oder von einer Leistungselektronik,
mit zumindest einem Rohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertrager zwei ebene plattenförmige Elemente aufweist, welche parallel
beabstandet zueinander angeordnet sind, wobei zwischen den plattenförmigen Elementen
das zumindest eine Rohr angeordnet ist, wobei das Rohr über ein Abstützelement welches
an dem Absatz an der Außenfläche des Rohres angreift gegenüber den plattenförmigen
Elementen abgestützt ist.
6. Wärmeübertrager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr an beiden axialen Endbereichen jeweils einen zumindest teilweise in Umfangsrichtung
an der Außenfläche des Rohres umlaufenden Absatz aufweist, wobei das Rohr in axialer
Richtung beidseitig durch jeweils zumindest ein Abstützelement gegenüber den plattenförmigen
Elemente fixiert ist.
7. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Elemente mit den Abstützelementen ein Gehäuse ausbilden, wobei
die Außenfläche des Rohres in Anlage mit den jeweiligen Innenflächen der plattenförmigen
Elemente des Gehäuses ist.
8. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützelemente jeweils durch einen Rohrboden gebildet sind, wobei jeder Rohrboden
zumindest eine Öffnung aufweist, wobei in die Öffnung jeweils ein zweiter Bereich
eines Rohres passgenau bis zur Anlage des ersten Bereichs am Rohrboden einsteckbar
ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Rohres nach einem der Ansprüche 1 bis 4, das die folgenden
Schritte umfasst:
■ Extrudieren beziehungsweise Strangpressen (20) eines Rohrprofils als Endlosprofil
oder die Bereitstellung eines solchen Rohrprofils,
■ Ablängen (21) des Rohrprofils auf eine vorgebbare Länge,
■ Einformen (22) eines zumindest teilweise in Umfangsrichtung an der Außenfläche des
Rohres umlaufenden Absatzes.
10. Verfahren zur Herstellung eines Rohres nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablängen (21) des Rohrprofils und das Einformen (22) des Absatzes durch ein gemeinsames
Werkzeug erfolgen.
11. Verfahren zur Herstellung eines Rohres nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Einformen (22) des Absatzes durch einen Kallibrierstempel erfolgt, wobei der
Kalibrierstempel eine zumindest teilweise entlang des Umfangs des Rohrprofils als
Flächennormale wirkende Kraftkomponente auf die Endbereiche des Rohrprofils aufbringt,
welche eine Stauchung des Rohrprofils verursacht.
12. Verfahren zur Herstellung eines Rohres nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ablängen (21) sowohl an dem abgetrennten Teilstück des Rohrprofils als auch
an dem restlichen Endlosprofil an den jeweils entstehenden Endbereichen der beiden
Rohrprofile eine Stauchung (22) des Endbereichs über eine definierte Länge durch einen
Kalibrierstempel erzeugt wird.
13. Verfahren zur Herstellung eines Rohres nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauchung (22) des Rohres jeweils an den Schmalseiten eines axialen Endbereichs
des Rohres erfolgt, wobei an jeder der Schmalseiten jeweils ein Absatz erzeugt wird.