[0001] Die Erfindung betrifft eine Bedieneinrichtung für einen elektrisch höhenverstellbaren
Tisch, einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch mit einer solchen Bedieneinrichtung
sowie ein Antriebssystem für einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch mit einer solchen
Bedieneinrichtung. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Höhenverstellung
einer Tischplatte eines Tisches.
[0002] Es werden zunehmend elektrisch verstellbare Möbel angeboten. So ist bei vielen Tischen,
insbesondere Schreibtischen, die Höhe der Tischplatte über einen speziellen Antrieb
elektrisch verstellbar.
[0003] Bei herkömmlichen höhenverstellbaren Tischen erfolgt die Bedienung der Höhenverstellung
über Schalter an einem Handbedienteil oder über am Tisch angebrachte Bedienelemente,
jeweils für eine Aufwärts- oder Abwärtsbewegung der Tischplatte. Solche Bedienelemente
oder Handbedienteile lassen sich optisch nur schwer in das Design eines Tisches integrieren.
[0004] Das Dokument
EP 1 470 766 A1 zeigt einen höhenverstellbaren Tisch mit einem unter der Tischplatte angebrachten
Folienschalter zum Auslösen einer Anhebung des Tisches und einem auf der Tischplatte
angebrachten zweiten Folienschalter zum Auslösen einer Absenkung der Tischplatte.
Die Betätigung der Folienschalter kann zusammen mit einer Motorbelastung ausgewertet
werden, um eine Verstellung der Bewegungsrichtung zu beenden und umzukehren.
[0005] Bei einigen höhenverstellbaren Tischen ist ein Mechanismus zum Quetschschutz vorgesehen,
bei dem ein Drucksensor im Tischbein eine Druckbelastung auswertet und bei ungewöhnlichen
Veränderungen eine weitere Verstellung des Tisches verhindert. Dies ist beispielsweise
in den Dokumenten
WO 2009/146709 A2 und
WO 03/056976 A1 beschrieben.
[0006] Das Dokument
DE 10 2006 008 505 A1 betrifft einen Patientenlagerungstisch, bei dem vorgesehen ist, eine Verschiebung
der Tischplatte in zwei horizontalen Dimensionen zu bewirken. Dabei wird eine für
die Verschiebung aufgewandte Kraft eines Benutzers ausgewertet, um das Überschreiten
einer vorbestimmten Referenzkraft zu verhindern.
[0007] Eine zu lösende Aufgabe besteht darin, ein verbessertes Konzept für eine Bedienung
eines elektrisch höhenverstellbaren Tisches anzugeben.
[0008] Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weiterbildungen
und Ausgestaltungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Beispielsweise liegt dem verbesserten Bedienkonzept die Idee zugrunde, auf jeweils
starr einer Bewegungsrichtung zugeordnete Betätigungselemente zu verzichten. Stattdessen
weist eine Bedieneinrichtung nach dem verbesserten Konzept ein einfaches Betätigungselement,
beispielsweise einen elektromechanischen Schalter oder eine berührungsempfindliche
Schaltfläche, sowie einen Kraftsensor auf, der eingerichtet ist, eine auf die Tischplatte
wirkende Kraft zu messen. Wenn das einfache Betätigungselement betätigt wird, können
Messwerte von dem Kraftsensor ausgewertet werden, um festzustellen, ob ein Benutzer
des Tisches neben der Betätigung des Betätigungselements auch Kraft in einer Richtung
auf den Tisch beziehungsweise die Tischplatte ausübt. Wenn beispielsweise die Tischplatte
in einem bestimmten Zeitraum nach der detektierten Betätigung nach oben gezogen wird,
kann aufgrund der Kraftänderung eine Aufwärtsbewegung des Tisches ausgelöst werden.
Gleichermaßen kann bei entsprechendem Druck auf die Tischplatte eine Abwärtsbewegung
der Tischplatte ausgelöst werden. Somit lässt sich eine einfache Bedienung der Höhenverstellung
des Tisches mit optisch kaum wahrnehmbaren Betätigungselementen, insbesondere im Fall
einer berührungsempfindlichen Schaltfläche, realisieren.
[0010] Eine Bedieneinrichtung für einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch, der wenigstens
einen elektrischen Antrieb zur Höhenverstellung einer Tischplatte des Tisches sowie
eine Steuerung zur Ansteuerung des Antriebs aufweist, umfasst in einer beispielhaften
Ausführungsform gemäß dem verbesserten Bedienkonzept ein im Bereich der Tischplatte
anzuordnendes Betätigungselement, einen Kraftsensor, der eingerichtet ist, eine auf
die Tischplatte wirkende Kraft zu messen, und eine Auswerteschaltung. Die Auswerteschaltung
ist eingerichtet, eine Betätigung des Betätigungselements zu detektieren während eine
Höhenverstellung der Tischplatte blockiert, insbesondere mechanisch blockiert ist.
Die Auswerteschaltung ist ferner dazu bestimmt, in einem vorbestimmten Zeitraum nach
der detektierten Betätigung Messwerte von dem Kraftsensor zu empfangen und aus den
empfangenen Messwerten einen Kraftänderungswert, insbesondere eine absolute Kraftänderung
und/oder einen Kraftgradienten, zu bestimmen. Wenn der Kraftänderungswert größer als
ein Schwellwert ist, gibt die Auswerteschaltung ein Steuersignal an die Steuerung
ab, welches eine Höhenverstellung der Tischplatte in einer Richtung auslöst. Die Richtung
hängt dabei von einem Vorzeichen des Kraftänderungswerts ab.
[0011] Der Kraftänderungswert kann beispielsweise dadurch bestimmt werden, dass beispielsweise
vor der Detektierung der Betätigung des Betätigungselements ein Referenzkraftwert
bestimmt wird, welcher beispielsweise einer Ruhebelastung des Tisches entspricht.
Der Kraftänderungswert ergibt sich dann zum Beispiel in Relation zu diesem Referenzkraftwert.
[0012] Das Auslösen der Höhenverstellung erfolgt wie angegeben, wenn sich innerhalb des
vorbestimmten Zeitraums nach der Detektierten Betätigung ein Kraftänderungswert ergibt,
der den Schwellwert überschreitet. Die Höhenverstellung kann jedoch theoretisch beliebig
lange fortgesetzt werden, praktisch lediglich durch einen Anschlag der Tischplattenbewegung
oben beziehungsweise unten begrenzt, solange bestimmte weitere Bedingungen für den
Kraftänderungswert erfüllt sind. Beispielsweise kann die Bewegung weiter fortgesetzt
werden, solange der Kraftänderungswert größer als der Schwellwert bleibt. Zusätzlich
kann die Fortsetzung der Höhenverstellung auch von einem Zustand des Betätigungselements
abhängig gemacht werden.
[0013] In den verschiedenen Ausführungsformen der Bedieneinrichtung ist die Auswerteschaltung
beispielsweise eingerichtet, das Steuersignal zur Höhenverstellung nur solange an
die Steuerung abzugeben, wie eine Betätigung des Betätigungselements detektiert wird.
Somit kann die Höhenverstellung auch bei aufgebrachter Kraft einfach beendet werden.
[0014] Die Auswerteschaltung ist beispielsweise in einigen Ausführungsformen eingerichtet,
das Steuersignal mit einer Geschwindigkeitsinformation für die Höhenverstellung abzugeben.
Die Geschwindigkeitsinformation hängt dabei von einem Betrag der vom Kraftsensor gemessenen
Kraft ab. Insbesondere kann die Geschwindigkeit der Höhenverstellung innerhalb eines
vorgegebenen Rahmens einer Minimalgeschwindigkeit und einer Maximalgeschwindigkeit
in Abhängigkeit der auf die Tischplatte aufgebrachten Kraft eingestellt werden. Vorzugsweise
lässt sich die Geschwindigkeit beziehungsweise die Geschwindigkeitsinformation während
eines Vorgangs einer Höhenverstellung variieren, wenn sich die gemessene Kraft während
der Höhenverstellung ändert.
[0015] Beispielsweise ist der Kraftsensor bei den verschiedenen Ausführungsformen der Bedieneinrichtung
dazu eingerichtet, eine zwischen dem Antrieb und der Tischplatte wirkende Kraft zu
messen. Der Kraftsensor umfasst in verschiedenen Ausführungsformen wenigstens eines
der Folgenden: Einen Dehnungsmessstreifen der zur Befestigung an der Tischplatte vorgesehen
ist, einen Dehnungsmessstreifen der zur Befestigung an oder in einem die Tischplatte
tragenden Teil des Tisches vorgesehen ist, einen Drucksensor, insbesondere einen piezobasierten
Sensor, der zur Befestigung an oder in einem die Tischplatte tragenden Teil des Tisches
vorgesehen ist, oder einen kraftabhängigen Widerstand.
[0016] Wie zuvor angegeben erfolgt eine Detektierung der Betätigung des Betätigungselements
während eine Höhenverstellung der Tischplatte blockiert ist. In verschiedenen Ausführungsformen
wird bei einer solchen Blockierung der Höhenverstellung keine elektrische Leistung
an einen Motor des Antriebs zugeführt. Beispielsweise wird stattdessen eine mechanische
Blockierung über eine mechanische Bremse, ein Halteelement oder dergleichen durchgeführt.
Ebenso ist es möglich, dass die Höhenverstellung alleine durch eine Selbsthemmung
des elektrischen Antriebs gegeben ist, wenn dieser nicht mit Strom beziehungsweise
Spannung versorgt wird.
[0017] In alternativen Ausführungsformen kann die Blockierung der Höhenverstellung auch
durch Zuführung von elektrischer Leistung an einen Motor des Antriebs erfolgen. Beispielsweise
würde in einer solchen Ausgestaltung ohne die Zuführung von elektrischer Leistung
alleine durch die auf den Tisch wirkende Kräfte bewegt werden, so dass sich die Höhe
sozusagen selbst nach unten verstellt, beispielsweise aufgrund speziell gewählter
Selbsthemmung des Antriebs. Durch die Zufuhr elektrischer Leistung wird jedoch die
Tischplatte mit einer entsprechenden Regelung in Schwebe gehalten, so dass selbst
bei einer Krafteinwirkung auf die Tischplatte keine Höhenverstellung erfolgt.
[0018] Um bei den verschiedenen Ausführungsformen einem Benutzer deutlich zu signalisieren,
dass durch Drücken auf die beziehungsweise Anheben der Tischplatte eine Höhenverstellung
ausgelöst werden kann, ist es in verschiedenen Ausführungsformen der Bedieneinrichtung
vorgesehen, entsprechende Signalisierungsmittel vorzusehen, welche die detektierte
Betätigung des Betätigungselements anzeigen. Die Signalisierung kann beispielsweise
optisch erfolgen, etwa durch ein Leuchtelement oder einen Leuchtstab, welche in die
Tischplatte oder an der Tischplatte angebracht sind. Alternativ oder zusätzlich kann
die Signalisierung auch akustisch erfolgen. Die Ansteuerung einer solchen Signalisierung
erfolgt dementsprechend durch die Auswerteschaltung.
[0019] In besonderen Ausgestaltungsformen der Bedieneinrichtung umfasst diese ferner ein
weiteres im Bereich der Tischplatte anzuordnendes Betätigungselement, wobei die Auswerteschaltung
ferner eingerichtet ist, eine Höhenverstellung der Tischplatte nur auszulösen, wenn
während der Blockierung der Höhenverstellung der Tischplatte eine Betätigung beider
Betätigungselemente detektiert wird. Durch die Abhängigkeit von der Betätigung zweier
Betätigungselemente wird die Sicherheit bezüglich einer ungewollten Höhenverstellung
der Tischplatte weiter erhöht.
[0020] In verschiedenen Ausführungsformen umfasst das Betätigungselement beziehungsweise
umfassen die Betätigungselemente einen elektromechanischen Schalter, der beispielsweise
als Folienschalter ausgeführt sein kann.
[0021] In alternativen Ausgestaltungsformen umfasst das Betätigungselement beziehungsweise
umfassen die Betätigungselemente einen berührungsempfindlichen Sensor, insbesondere
einen kapazitiven Sensor. Ein solcher Sensor ist in der Lage, die Berührung beziehungsweise
die Annäherung beispielsweise der Hand eines Benutzers zu detektieren und dementsprechend
eine Betätigung festzustellen.
[0022] Der berührungsempfindliche Sensor ist beispielsweise durch eine leitfähige Fläche
gebildet, welche insbesondere aus einem leitfähigen Lack hergestellt ist.
[0023] Eine Bedieneinrichtung gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen kann
bei verschiedenartigen elektrisch höhenverstellbaren Tischen eingesetzt werden, die
den wenigstens einen elektrischen Antrieb sowie die Steuerung zur Ansteuerung des
Antriebs aufweisen.
[0024] In einer speziellen Ausführungsform umfasst ein solcher elektrisch höhenverstellbarer
Tisch eine Ausführungsform der Bedieneinrichtung, bei der das Betätigungselement einen
berührungsempfindlichen Sensor umfasst, welcher durch eine leitfähige Fläche gebildet
ist. Dabei ist diese leitfähige Fläche auf einer Oberfläche der Tischplatte oder unter
einer Beschichtung der Tischplatte angeordnet. Beispielsweise kann die leitfähige
Fläche bei einer massiven Tischplatte ohne Beschichtung direkt auf die Oberfläche
der Tischplatte aufgebracht werden, etwa durch Aufkleben einer leitfähigen Folie oder
durch das Aufbringen eines elektrisch leitfähigen Lacks. Eine solche Anordnung ist
auch bei beschichteten Tischplatten möglich, wobei die leitfähige Fläche auf der Beschichtung
aufgebracht wird.
[0025] Eine solche Beschichtung kann beispielsweise aus Kunststoff oder aus Furnier gebildet
sein. Bei beschichteten Tischplatten ist es somit auch möglich, dass die leitfähige
Fläche, welche wiederum aus einer leitfähigen Platte bzw. Folie oder einem leitfähigen
Lack gebildet sein kann, unterhalb der Beschichtung beziehungsweise zwischen dem Kern
der Tischplatte und der Beschichtung angeordnet ist. Insbesondere bei dieser Ausgestaltung
ist das Vorsehen des Betätigungselements für den Betrachter des Tisches nicht sichtbar,
so dass sich diese Sensorik besser in das Erscheinungsbild des Tisches einfügt.
[0026] Selbstverständlich lässt sich die Tischplatte auch mit mehrere Betätigungselementen
beziehungsweise berührungsempfindlichen Sensoren, wie zuvor beschrieben, ausstatten,
um die Abhängigkeit von der Betätigung beider Betätigungselemente zu ermöglichen.
[0027] Vorzugsweise ist die leitfähige Fläche auf einer dem Boden zugewandten Seite der
Tischplatte angeordnet. Dadurch wird einerseits der optische Eindruck der Tischplatte
beibehalten beziehungsweise verbessert und andererseits eine Belastung der leitfähigen
Fläche durch Anordnung auf der unbelasteten Seite der Tischplatte erreicht.
[0028] Weiterhin ist die leitfähige Fläche beziehungsweise sind die leitfähigen Flächen
vorzugsweise außerhalb eines Arbeitsbereichs der Tischplatte oder eines Sitzbereichs
der Tischplatte angeordnet. Beispielsweise sind leitfähige Flächen nur am von einem
Benutzer aus gesehenen rechten beziehungsweise linken Rand der Tischplatte vorgesehen,
so dass bei einem üblichen Arbeiten an der Tischplatte eine unbeabsichtigte Betätigung
des Betätigungselements verhindert beziehungsweise überwiegend verhindert werden kann.
[0029] In verschiedenen Ausgestaltungsformen eines solchen Tisches ist die Auswerteschaltung
über eine Schraubverbindung an der Tischplatte befestigt. Dabei ist eine elektrische
Verbindung zwischen der Auswerteschaltung und der leitfähigen Fläche über die Schraubverbindung
hergestellt, insbesondere ausschließlich hergestellt. Anders ausgedrückt ist eine
solche Anordnung frei von anderen elektrischen Verbindungen zwischen der Auswerteschaltung
und der leitfähigen Fläche außer der Schraubverbindung.
[0030] Eine Bedieneinrichtung gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele kann
auch in einem Antriebssystem für einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch eingesetzt
werden. Ein solches Antriebssystem gemäß dem verbesserten Bedienkonzept umfasst beispielsweise
eine Bedieneinrichtung gemäß einem der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele, den
wenigstens einen elektrischen Antrieb zur Höhenverstellung der Tischplatte des Tisches
sowie die Steuerung zur Ansteuerung des Antriebs. Der Antrieb weist dabei eine an
einen Motor des Antriebs angeordnete Motorelektronik auf, welche die Steuerung und
die Auswerteschaltung umfasst.
[0031] Dadurch kann auf ein Vorsehen der Steuerung und der Auswerteschaltung an der Tischplatte
direkt verzichtet werden. Vielmehr reicht es aus, die entsprechende Sensorik, also
die Betätigungselemente und den oder die Kraftsensoren am Tisch vorzusehen und eine
elektrische Verbindung zur Motorelektronik herzustellen. Dadurch lässt sich eine bessere
Integration eines solchen Antriebssystems in einem Tisch beziehungsweise einem Tischsystem
erreichen, welches insbesondere optisch weniger auffällig für einen Betrachter beziehungsweise
Benutzer des Tisches ist.
[0032] Vorzugsweise sind bei einem solchen Antriebssystem die Motorelektronik, das Betätigungselement
und der Kraftsensor über ein Bussystem miteinander verbunden. Ein solches Bussystem
erlaubt somit vereinfacht einen modularen Aufbau des Antriebssystems.
[0033] Die Motorelektronik weist beispielsweise einen entsprechend programmierten Mikrocontroller
oder dergleichen auf, welcher vorzugsweise sowohl die Ansteuerung der Antriebe als
auch die Auswertung der Sensorsignale, also die Funktion der Auswerteschaltung übernimmt.
[0034] Gemäß dem verbesserten Bedienkonzept kann auch ein Verfahren zur Höhenverstellung
einer Tischplatte eines Tisches angegeben werden. Ein solcher Tisch weist entsprechend
der obigen Ausführungen einen Bereich der Tischplatte angeordnetes Betätigungselement
sowie einen Kraftsensor auf, der eingerichtet ist, eine auf die Tischplatte wirkende
Kraft zu messen. Dabei wird eine Betätigung des Betätigungselements detektiert während
eine Höhenverstellung der Tischplatte blockiert ist, insbesondere mechanisch blockiert
ist. Von dem Kraftsensor werden in einem vorbestimmten Zeitraum nach der detektierten
Betätigung Messwerte empfangen. Aus den empfangenen Messwerten wird ein Kraftänderungswert,
insbesondere eine absolute Kraftänderung und/oder ein Kraftgradient bestimmt. Wenn
der Kraftänderungswert größer als ein Schwellwert ist, wird eine Höhenverstellung
der Tischplatte in einer Richtung durchgeführt, die von einem Vorzeichen des Kraftänderungswerts
abhängt.
[0035] Beispielsweise wird während der Blockierung der Höhenverstellung keine elektrische
Leistung an einen Motor des Antriebs zugeführt. Alternativ erfolgt die Blockierung
der Höhenverstellung durch Zuführung von elektrischer Leistung an einen Motor des
Antriebs. Diesbezüglich wird auf die Ausführungen weiter oben zur Bedieneinrichtung
verwiesen.
[0036] Vorzugsweise wird die Höhenverstellung nur solange durchgeführt, wie eine Betätigung
des Betätigungselements detektiert wird.
[0037] Weitere Ausgestaltungsformen des Verfahrens ergeben sich unmittelbar aus den zuvor
beschriebenen Ausführungsformen der Bedieneinrichtung, des Tisches und des Antriebssystems.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen anhand von Figuren
näher erläutert. Gleiche Bezugszeichen kennzeichnen hierbei Elemente oder Bauteile
gleicher Funktion. Soweit sich Schaltungsteile oder Bauelemente in ihrer Funktion
entsprechen, wird deren Beschreibung nicht in jeder der folgenden Figuren wiederholt.
[0039] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbaren Tisches,
- Figur 2
- eine weitere Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbare Tisches,
- Figur 3
- eine weitere Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbare Tisches,
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbare Tisches,
- Figur 5
- eine weitere Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbare Tisches,
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbare Tisches,
- Figur 7
- ein Detail einer Ausführungsform einer Bedieneinrichtung mit einem berührungsempfindlichen
Sensor,
- Figur 8
- eine weitere Ausführungsform einer Bedieneinrichtung mit einem berührungsempfindlichen
Sensor, und
- Figur 9
- eine beispielhafte Draufsicht auf eine Tischplatte mit Betätigungselementen.
[0040] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbaren Tisches mit
einer Tischplatte TP und zwei Tischbeinen TL, in denen jeweils ein elektrischer Antrieb
EA vorgesehen ist. Ferner umfasst der Tisch ein Gehäuse mit einer Steuerung CTRL zur
Ansteuerung der Antriebe EA und einer Auswerteschaltung EV, einen Kraftsensor FS und
ein Betätigungselement BE, das als elektromechanischer Schalter EMS ausgeführt ist.
[0041] Die elektrischen Antriebe EA sind lediglich symbolisch dargestellt und repräsentieren
beispielsweise einen bekannten Teleskopantrieb, welcher innerhalb der Tischbeine TL
angeordnet ist und die Höhenverstellung der Tischplatte TP bewirken kann.
[0042] Über den Kraftsensor FS, der beispielsweise als Dehnungsmessstreifen oder als kraftabhängiger
Widerstand ausgeführt ist, kann eine Belastung, insbesondere ein Verbiegen der Tischplatte
TP festgestellt werden. Die Auswerteschaltung EV ist dabei eingerichtet eine Betätigung
des Betätigungselements BE beziehungsweise EMS zu detektieren, während eine Höhenverstellung
der Tischplatte TP blockiert ist. Ferner empfängt die Auswerteschaltung EV in einem
vorbestimmten Zeitraum nach der detektierten Betätigung Messwerte von dem Kraftsensor
FS und bestimmt aus den empfangenen Messwerten einen Kraftänderungswert, insbesondere
eine absolute Kraftänderung und/oder einen Kraftgradienten. Wenn der Kraftänderungswert
größer als ein Schwellwert ist, wird ein Steuersignal von der Auswerteschaltung EV
an die Steuerung CTRL abgegeben, welches eine Höhenverstellung der Tischplatte TP
in eine von zwei möglichen Richtungen auslöst. Dabei hängt die Richtung von einem
Vorzeichen des Kraftänderungswerts ab. Beispielsweise ist die Auswerteschaltung EV
eingerichtet, das Steuersignal mit einer Geschwindigkeitsinformation für die Höhenverstellung
an die Steuerung CTRL abzugeben, wobei die Geschwindigkeitsinformation von einem Betrag
der vom Kraftsensor FS gemessenen Kraft abhängt. Die Geschwindigkeitsinformation kann
dabei während der Dauer basierend auf einer gemessenen Momentankraft variiert werden.
[0043] In verschiedenen Ausführungsformen wird bei der beschriebenen Blockierung der Höhenverstellung
keine elektrische Leistung an die Motoren der Antriebe EA zugeführt. Beispielsweise
wird stattdessen eine mechanische Blockierung über eine mechanische Bremse, ein Halteelement
oder dergleichen durchgeführt. Ebenso ist es möglich, dass die Höhenverstellung alleine
durch eine Selbsthemmung der elektrischen Antriebe EA gegeben ist, wenn diese nicht
mit Strom beziehungsweise Spannung versorgt werden.
[0044] In alternativen Ausführungsformen kann die Blockierung der Höhenverstellung auch
durch Zuführung von elektrischer Leistung an die Motoren erfolgen. Beispielsweise
würde in einer solchen Ausgestaltung ohne die Zuführung von elektrischer Leistung
alleine durch die auf die Tischplatte TP wirkende Kräfte bewegt werden, so dass sich
die Höhe sozusagen selbst nach unten verstellt, beispielsweise aufgrund speziell gewählter
Selbsthemmung des Antriebs EA. Durch die Zufuhr elektrischer Leistung wird jedoch
die Tischplatte TP mit einer entsprechenden Regelung in Schwebe gehalten, so dass
selbst bei einer Krafteinwirkung auf die Tischplatte TP keine Höhenverstellung erfolgt.
[0045] Die Auswerteschaltung EV ist beispielsweise in einigen Ausgestaltungen eingerichtet,
das Steuersignal mit einer Geschwindigkeitsinformation für die Höhenverstellung abzugeben.
Die Geschwindigkeitsinformation hängt dabei von einem Betrag der vom Kraftsensor FS
gemessenen Kraft ab. Insbesondere kann die Geschwindigkeit der Höhenverstellung innerhalb
eines vorgegebenen Rahmens einer Minimalgeschwindigkeit und einer Maximalgeschwindigkeit
in Abhängigkeit der auf die Tischplatte TP aufgebrachten Kraft eingestellt werden.
Vorzugsweise lässt sich die Geschwindigkeit beziehungsweise die Geschwindigkeitsinformation
während eines Vorgangs einer Höhenverstellung variieren, wenn sich die gemessene Kraft
während der Höhenverstellung ändert.
[0046] Für manche Anwendungen kann es gewünscht sein, einem Benutzer deutlich zu signalisieren,
dass momentan eine kraftgesteuerte Höhenverstellung ausgelöst werden kann. Dazu können
beispielsweise entsprechende Signalisierungsmittel vorgesehen werden, welche die detektierte
Betätigung des Betätigungselements BE anzeigen. Die Signalisierung kann beispielsweise
optisch erfolgen, etwa durch ein Leuchtelement oder einen Leuchtstab, welche in die
Tischplatte TP oder an der Tischplatte TP angebracht sind. Alternativ oder zusätzlich
kann die Signalisierung auch akustisch erfolgen. Die Ansteuerung einer solchen Signalisierung
erfolgt dementsprechend durch die Auswerteschaltung EV. Solche Signalisierungsmittel
sind aus Übersichtsgründen nicht dargestellt, können aber zum Beispiel in das Betätigungselement
BE integriert oder am Betätigungselement BE angebracht werden.
[0047] Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Tisches, die im Wesentlichen der
Figur 1 entspricht, sich aber durch eine andere Ausgestaltung des Kraftsensors FS
unterscheidet. Bei der Ausführungsform der Figur 2 sind in jedem Tischbein TL Kraftsensoren
FS vorgesehen, die beispielsweise an oder in einem die Tischplatte tragenden bzw.
abstützenden Teil angebracht sind. Ebenso können die Kraftsensoren FS als Drucksensoren,
insbesondere als piezobasierte Sensoren ausgebildet sein, die zur Befestigung an oder
in einem die Tischplatte tragenden bzw. abstützenden Teil des Tisches vorgesehen sind.
Auch die Ausgestaltung als kraftabhängiger Widerstand ist in einem Last tragenden
Teil des Tisches möglich. Im Übrigen entspricht die Funktion, insbesondere der Auswerteschaltung
EV der bei der Figur 1 beschriebenen Funktion.
[0048] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines höhenverstellbaren Tisches, die
im Wesentlichen der Ausführungsform der Figur 2 entspricht. Lediglich das Bedienelement
BE ist bei dieser Ausführungsform als berührungsempfindlicher Sensor, insbesondere
als kapazitiver Sensor CS ausgebildet. Dementsprechend muss ein Benutzer, wenn er
die Tischplatte verstellen möchte, den berührungsempfindlichen Sensor betätigen, beispielsweise
durch Berührung, und dann Kraft auf die Tischplatte ausüben, wobei die Funktion der
Auswerteschaltung EV den vorigen Ausführungsformen entspricht.
[0049] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Tisches, welche den zuvor beschriebenen
Ausführungsformen ähnelt. Hierbei sind der Kraftsensor FS und die Auswerteschaltung
EV in einem gemeinsamen Gehäuse an der Tischplatte TP befestigt, und elektrisch mit
der Steuerung CTRL verbunden. Ferner besteht ein elektrischer Kontakt zwischen dem
berührungsempfindlichen Sensor CS und der Auswerteschaltung EV. Dementsprechend kann
beispielsweise als Steuerung eine herkömmliche Steuerung verwendet werden, wobei die
Auswerteschaltung EV anstelle eines üblichen Bedienteils, wie etwa einem Handschalter,
an einen Bedienanschluss der Steuerung CTRL angeschlossen wird.
[0050] Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines elektrisch höhenverstellbaren
Tisches, bei dem auf eine separate Steuerung CTRL verzichtet wird und eine Auswertung
von Steuersignalen sowie die Funktion der Auswerteschaltung EV von einer Motorelektronik
ME durchgeführt wird. Dazu sind das als kapazitiver Sensor CS ausgeführte Bedienelement
BE und die beiden Motorelektroniken ME sowie die Kraftsensoren FS über ein Bussystem
BUS miteinander verbunden. Die Bedienung der Höhenverstellung des Tisches erfolgt
wie zuvor beschrieben durch Betätigung des Betätigungselements BE beziehungsweise
Berühren des kapazitiven Sensors CS und anschließender Krafteinwirkung auf die Tischplatte
TP.
[0051] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines elektrisch höhenverstellbaren Tisches,
welche im Wesentlichen auf der in Figur 5 beschriebenen Ausführungsform basiert. Dabei
ist lediglich der kapazitive Sensor CS als Betätigungselement durch einen elektromechanischen
Schalter EMS ersetzt. Die übrige Funktion ist unverändert.
[0052] Figur 7 zeigt ein Detail einer Bedieneinrichtung mit einem in die Tischplatte TP
integrierten kapazitiven Sensor CS. Die Tischplatte TP umfasst dabei einen Plattenkern
CM sowie eine obere und untere Beschichtung CT, die etwa als Furnier oder Kunststoffbeschichtung
ausgeführt ist. Auf der Unterseite ist zwischen der Beschichtung CT und dem Plattenkern
CM der kapazitive Sensor CS als leitfähige Fläche ausgebildet. Unterhalb der Tischplatte
ist ferner ein Gehäuse HS vorgesehen, welches eine Leiterplatte PCB beispielsweise
der Steuerung CTRL oder der Auswerteschaltung EV umfasst. Das Gehäuse HS und die Leiterplatte
PCB sind über eine Schraubverbindung SV an der Tischplatte TP befestigt. Insbesondere
wird über die Schraubverbindung ein elektrischer Kontakt zwischen der Leiterplatte
PCB und der leitfähigen Fläche CS hergestellt, so dass auf zusätzliche Kabel oder
dergleichen verzichtet werden kann.
[0053] Figur 8 zeigt eine Abwandlung der Ausführungsform der Figur 7, bei der die leitfähige
Fläche CS außen auf die untere Beschichtung CT der Tischplatte TP aufgebracht ist.
Auch hier wird über die Schraubverbindung ein einfacher elektrischer Kontakt zwischen
der Leiterplatte PCB und der leitfähigen Fläche CS hergestellt.
[0054] Die verschiedenen Variationsmöglichkeiten der in Zusammenhang mit den Figuren 1 bis
8 beschriebenen Elemente können selbstverständlich beliebig miteinander kombiniert
werden.
[0055] Figur 9 zeigt eine Draufsicht auf eine Tischplatte TP mit schraffiert gekennzeichneten
Bereichen, in denen das oder die Betätigungselemente BE vorteilhaft angeordnet werden.
Insbesondere sind die schraffierten Bereiche außerhalb eines Sitzbereichs der Tischplatte
TP, in dem ein Benutzer USR sitzt, angeordnet, was ein unbeabsichtigtes Betätigen
der Betätigungselemente BE verhindert oder zumindest erschwert.
[0056] Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen kann der Kraftsensor auch für andere
Zwecke, beispielsweise eine Kollisionserkennung verwendet werden, so dass unter Umständen
kein zusätzlicher Materialaufwand entsteht. Ferner können solche Kraftsensoren wie
Dehnungsmessstreifen, Piezosensoren oder kraftabhängige Widerstände in Tischsystemen
bereits sehr geringe Kraftänderungen auch im Stillstand detektieren. Um ein ungewolltes
Losfahren bei Belastung oder Entlastung der Tischplatte zu verhindern, werden vorzugsweise
die Messwerte der Kraftsensoren oder des Kraftsensors nur innerhalb eines bestimmten
Zeitbereichs nach Betätigung des Betätigungselements erfasst beziehungsweise ausgewertet
und können daher nur in diesem Zeitraum zu einer Höhenverstellung der Tischplatte
führen.
1. Bedieneinrichtung für einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch, der wenigstens einen
elektrischen Antrieb (EA) zur Höhenverstellung einer Tischplatte (TP) des Tisches
sowie eine Steuerung (CTRL) zur Ansteuerung des Antriebs (EA) aufweist, die Bedieneinrichtung
umfassend
- ein im Bereich der Tischplatte (TP) anzuordnendes Betätigungselement (BE, EMS, CS);
gekennzeichnet durch
- einen Kraftsensor (FS), der eingerichtet ist, eine auf die Tischplatte (TP) wirkende
Kraft zu messen; und
- eine Auswerteschaltung (EV), die eingerichtet ist;
- eine Betätigung des Betätigungselements (BE, EMS, CS) zu detektieren während eine
Höhenverstellung der Tischplatte (TP) blockiert, insbesondere mechanisch blockiert,
ist;
- in einem vorbestimmten Zeitraum nach der detektierten Betätigung, Messwerte von
dem Kraftsensor (FS) zu empfangen;
- aus den empfangenen Messwerten einen Kraftänderungswert, insbesondere eine absolute
Kraftänderung und/oder einen Kraftgradienten, zu bestimmen; und
- wenn der Kraftänderungswert größer als ein Schwellwert ist, ein Steuersignal an
die Steuerung (CTRL) abzugeben, welches eine Höhenverstellung der Tischplatte (TP)
in einer Richtung auslöst, wobei die Richtung von einem Vorzeichen des Kraftänderungswerts
abhängt.
2. Bedieneinrichtung nach Anspruch 1,
bei der während der Blockierung der Höhenverstellung keine elektrische Leistung an
einen Motor des Antriebs (EA) zugeführt wird.
3. Bedieneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der der Kraftsensor (FS) eingerichtet ist eine zwischen dem Antrieb (EA) und der
Tischplatte (TP) wirkende Kraft zu messen.
4. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner umfassend ein weiteres
im Bereich der Tischplatte (TP) anzuordnendes Betätigungselement (BE, EMS, CS), wobei
die Auswerteschaltung (EV) eingerichtet ist, eine Höhenverstellung der Tischplatte
(TP) nur auszulösen, wenn während der Blockierung der Höhenverstellung der Tischplatte
(TP) eine Betätigung beider Betätigungselemente (BE, EMS, CS) detektiert wird.
5. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Auswerteschaltung
(EV) eingerichtet ist, das Steuersignal mit einer Geschwindigkeitsinformation für
die Höhenverstellung abzugeben, wobei die Geschwindigkeitsinformation von einem Betrag
der vom Kraftsensor (FS) gemessenen Kraft abhängt.
6. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der das Betätigungselement
(BE) einen berührungsempfindlichen Sensor (CS), insbesondere einen kapazitiven Sensor,
umfasst.
7. Bedieneinrichtung nach Anspruch 6,
bei der der berührungsempfindliche Sensor (CS) durch eine leitfähige Fläche, insbesondere
aus einem leitfähigen Lack, gebildet ist.
8. Elektrisch höhenverstellbarer Tisch umfassend eine Bedieneinrichtung nach Anspruch
7, den wenigstens einen elektrischen Antrieb (EA) zur Höhenverstellung der Tischplatte
(TP) des Tisches sowie die Steuerung (CTRL) zur Ansteuerung des Antriebs (EA), wobei
die leitfähige Fläche (CS) auf einer Oberfläche der Tischplatte (TP) oder unter einer
Beschichtung (CT), insbesondere aus Kunststoff oder Furnier, der Tischplatte (TP)
angeordnet ist.
9. Tisch nach Anspruch 8,
bei dem die Auswerteschaltung (EV) über eine Schraubverbindung (SV) an der Tischplatte
(TP) befestigt ist, wobei eine elektrische Verbindung zwischen der Auswerteschaltung
(EV) und der leitfähigen Fläche über die Schraubverbindung (SV) hergestellt ist, insbesondere
ausschließlich hergestellt ist.
10. Antriebssystem für einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch, das Antriebssystem umfassend
eine Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, den wenigstens einen elektrischen
Antrieb (EA) zur Höhenverstellung der Tischplatte (TP) des Tisches sowie die Steuerung
(CTRL) zur Ansteuerung des Antriebs (EA), wobei der Antrieb eine an einem Motor des
Antriebs angeordnete Motorelektronik (ME) aufweist, die die Steuerung und die Auswerteschaltung
(EV) umfasst.
11. Verfahren zur Höhenverstellung einer Tischplatte (TP) eines Tisches, der ein im Bereich
der Tischplatte (TP) angeordnetes Betätigungselement (BE, EMS, CS) sowie einen Kraftsensor
(FS) aufweist, der eingerichtet ist, eine auf die Tischplatte (TP) wirkende Kraft
zu messen, das Verfahren umfassend:
- Detektieren einer Betätigung des Betätigungselements (BE, EMS, CS) während eine
Höhenverstellung der Tischplatte (TP) blockiert, insbesondere mechanisch blockiert,
ist;
- Empfangen von Messwerten von dem Kraftsensor (FS) in einem vorbestimmten Zeitraum
nach der detektierten Betätigung;
- Bestimmen eines Kraftänderungswerts, insbesondere einer absoluten Kraftänderung
und/oder eines Kraftgradienten, aus den empfangenen Messwerten; und
- wenn der Kraftänderungswert größer als ein Schwellwert ist, Durchführen einer Höhenverstellung
der Tischplatte (TP) in einer Richtung, die von einem Vorzeichen des Kraftänderungswerts
abhängt.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
wobei während der Blockierung der Höhenverstellung keine elektrische Leistung an einen
Motor des Antriebs (EA) zugeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
wobei der Kraftsensor (FS) eine zwischen dem Antrieb (EA) und der Tischplatte (TP)
wirkende Kraft misst.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
wobei der Tisch ein weiteres im Bereich der Tischplatte (TP) angeordnetes Betätigungselement
(BE, EMS, CS) aufweist, und wobei die Höhenverstellung der Tischplatte (TP) nur durchgeführt
wird, wenn während der Blockierung der Höhenverstellung der Tischplatte (TP) eine
Betätigung beider Betätigungselemente (BE, EMS, CS) detektiert wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
wobei die Höhenverstellung der Tischplatte (TP) mit einer Geschwindigkeit durchgeführt
wird, die von einem Betrag der vom Kraftsensor (FS) gemessenen Kraft abhängt.
1. Operating device for an electrically height-adjustable table having at least one electrical
drive (EA) for adjusting the height of a table top (TP) of the table, and a controller
(CTRL) for controlling the drive (EA), comprising
- an actuating element (BE, EMS, CS) to be arranged in the region of the tabletop
(TP);
characterized by
- a force sensor (FS) that is designed to measure a force acting on the tabletop (TP);
and
- an evaluation circuit (EV) that is designed:
- to detect an actuation of the actuating element (BE, EMS, CS) while a height adjustment
of the tabletop (TP) is blocked, in particular, mechanically blocked;
- to receive measurement values from the force sensor (FS) in a predetermined period
of time after the detected actuation;
- to determine a force alteration value, in particular an absolute force alteration
and/or a force gradient, from the received measurement values; and
- if the force alteration value is greater than a threshold value, to output a control
signal to the controller (CTRL), the signal initiating a height adjustment of the
tabletop (TP) in a direction, wherein the direction depends on a sign of the force
alteration.
2. Operating device according to Claim 1,
in which no electric power is applied to a motor of the drive (EA) during the blocking
of the height adjustment.
3. Operating device according to Claim 1 or 2,
in which the force sensor (FS) is designed to measure a force acting between the drive
(EA) and the tabletop (TP).
4. Operating device according to one of Claims 1 to 3, further comprising an additional
actuating element (BE, EMS, CS) to be arranged in the area of the tabletop (TP), wherein
the evaluation circuit (EV) is designed to initiate a height adjustment of the tabletop
(TP) only if actuation of both actuating elements (BE, EMS, CS) is detected during
the blocking of the height adjustment of the tabletop (TP).
5. Operating device according to one of Claims 1 to 4, in which the evaluation circuit
(EV) is designed to output a control signal having speed information for the height
adjustment, wherein the speed information depends on a magnitude of the force measured
by the force sensor (FS).
6. Operating device according to one of Claims 1 to 5, wherein the actuating element
(BE) comprises a touch-sensitive sensor, particularly a capacitive sensor (CS).
7. Operating device according to Claim 6,
in which the touch-sensitive sensor (CS) is formed by a conductive area, in particular
made from a conductive paint.
8. Electrically adjustable table comprising an operating unit according to Claim 7, the
at least one electrical drive (EA) for adjusting the height of the tabletop (TP),
and the controller (CTRL) for controlling the drive (EA), wherein the conductive surface
(CS) is arranged on a surface of the tabletop (TP) or under a coating (CT) of the
tabletop (TP), particularly a coating made of plastic or veneer.
9. Table according to Claim 8,
wherein the evaluation circuit (EV) is mounted via a screw connection (SV) on the
tabletop (TP), wherein an electrical connection between the evaluation circuit (EV)
and the conductive surface is established via the screw connection, (SV) in particular
established exclusively thereby.
10. Drive system for an electrically height-adjustable table, the drive system comprising
an operating device according to one of Claims 1 to 7, the at least one electrical
drive (EA) for adjusting the height of the tabletop (TP) of the table, and the controller
(CTRL) for controlling the drive (EA), wherein the drive has a motor electronics unit
(ME) arranged on the motor of the drive and comprising the controller and the evaluation
circuit (EV).
11. Method for adjusting the height of a table top (TP) of a table having an actuating
element (BE, EMS, CS) arranged in the region of the tabletop (TP), and a force sensor
(FS) that is designed to measure a force acting on the tabletop (TP), the method comprising:
- detecting an actuation of the actuating element (BE, EMS, CS) while a height adjustment
of the tabletop (TP) is blocked, more particularly mechanically blocked;
- receiving measurement values from the force sensor (FS) in a predetermined period
of time after the detected actuation;
- determining a force alteration value, particularly an absolute force alteration
and/or a force gradient, from the received measurement values; and
- if the force alteration value is greater than a threshold value, performing a height
adjustment of the tabletop (TP) in a direction that depends on a sign of the force
alteration value.
12. Method according to Claim 11,
wherein no electric power is applied to a motor of the drive (EA) during the blocking
of the height adjustment.
13. Method according to Claim 11 or 12,
wherein the force sensor (FS) measures a force acting between the drive (EA) and the
tabletop (TP).
14. Method according to one of Claims 11 to 13,
wherein the table has an additional actuating element (BE, EMS, CS) arranged in the
region of a tabletop (TP), and wherein the height of the tabletop (TP) is adjusted
only if an actuation of both actuating elements (BE, EMS, CS) is detected during the
blocking of the height adjustment of the tabletop (TP).
15. Method according to one of Claims 11 to 14,
wherein the height adjustment of the tabletop (TP) is performed at a speed that depends
on a magnitude of the force measured by the force sensor (FS).
1. Dispositif de commande pour une table réglable électriquement en hauteur, qui comprend
au moins un entraînement électrique (EA) pour le réglage en hauteur d'un plateau (TP)
de table et une commande (CTRL) pour actionner l'entraînement (EA), le dispositif
de commande comprenant
- un élément d'actionnement (BE, EMS, CS) à agencer dans la zone du plateau de table
(TP) ;
caractérisé par
- un capteur de force (FS) conçu pour mesurer une force agissant sur le plateau de
table (TP) ; et
- un circuit d'évaluation (EV) conçu pour
- détecter un actionnement de l'élément d'actionnement (BE, EMS, CS) alors qu'un réglage
en hauteur du plateau de table (TP) est bloqué, notamment bloqué mécaniquement ;
- la réception, dans une période de temps prédéterminée après l'actionnement détecté,
des valeurs mesurées depuis le capteur de force (FS) ;
- la détermination d'une valeur de changement de force, notamment un changement de
force absolue et/ou un gradient de force à partir des valeurs mesurées reçues, ; et
- l'émission d'un signal de commande au niveau de la commande (CTRL), lorsque la valeur
de changement de force est supérieure à une valeur seuil, lequel signal déclenche
un réglage en hauteur du plateau de table (TP) dans une direction, la direction dépendant
d'un signe de la valeur de changement de force.
2. Dispositif de commande selon la revendication 1,
dans lequel aucune puissance électrique n'est fournie à un moteur d'entraînement (EA)
pendant le blocage du réglage en hauteur.
3. Dispositif de commande selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le capteur de force
(FS) est configuré pour mesurer une force agissant entre l'entraînement (EA) et le
plateau de table (TP).
4. Dispositif de commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, comprenant
en outre un autre élément d'actionnement (BE, EMS, CS) à agencer dans la zone du plateau
de table (TP), le circuit d'évaluation (EV) étant configuré pour déclencher un réglage
en hauteur du plateau de table (TP) que lorsque un actionnement des deux éléments
d'actionnement (BE, EMS, CS) est détecté durant le blocage du réglage en hauteur du
plateau de table (TP).
5. Dispositif de commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
dans lequel le circuit d'évaluation (EV) est configuré pour émettre le signal de commande
avec une information de vitesse pour le réglage en hauteur, l'information de vitesse
dépendant d'une quantité de la force mesurée par le capteur de force (FS).
6. Dispositif de commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel
l'élément d'actionnement (BE) comprend un capteur (CS) sensible au contact, notamment
un capteur capacitif.
7. Dispositif de commande selon la revendication 6,
dans lequel le capteur (CS) sensible au contact est formé par une surface conductrice,
notamment d'un vernis conducteur.
8. Table électriquement réglable en hauteur, comprenant un dispositif de commande selon
la revendication 7, le au moins un entraînement électrique (EA) pour le réglage en
hauteur du plateau de table (TP) du table ainsi que la commande (CTRL) pour actionner
l'entraînement (EA), la surface conductrice (CS) étant agencée sur une surface du
plateau de table (TP) ou sous un revêtement réalisé notamment en matière plastique
ou en placage (CT) du plateau de table (TP).
9. Table selon la revendication 8,
dans laquelle le circuit d'évaluation (EV) est fixé au niveau du plateau de table
(TP), et par l'intermédiaire d'une connexion à vis (SV), étant générée une connexion
électrique, notamment générée de manière exclusive, entre le circuit d'évaluation
(EV) et la surface conductrice par l'intermédiaire de la connexion à vis (SV).
10. Système d'entraînement pour une table électriquement réglable en hauteur, le système
d'entraînement comprenant un dispositif de commande selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, le au moins un entraînement électrique (EA) pour le réglage de la hauteur du
plateau de table (TP) ainsi que la commande (CTRL) pour actionner l'entraînement (EA),
l'entraînement comprenant un système électronique de moteur (ME) agencé au niveau
d'un moteur d'entraînement, lequel système comprend la commande et le circuit d'évaluation
(EV).
11. Procédé de réglage en hauteur d'un plateau de table (TP) d'une table comportant un
élément d'actionnement (BE, EMS, CS) agencé dans la zone du plateau de table (TP)
ainsi qu'un capteur de force (FS) configuré pour mesurer une force agissant sur le
plateau de table (TP), le procédé comprenant :
- la détection d'un actionnement de l'élément d'actionnement (BE, EMS, CS) alors qu'un
réglage en hauteur du plateau de table (TP) est bloqué, notamment bloqué mécaniquement
;
- la réception, dans une période de temps prédéterminée après l'actionnement détecté,
des valeurs mesurées depuis le capteur de force (FS) ;
- la détermination à partir des valeurs mesurées reçues d'une valeur de changement
de force, notamment un changement de force absolu et/ou un gradient de force ; et
- la réalisation d'un réglage en hauteur du plateau de table (TP) dans une direction
qui dépend d'un signe de la valeur de changement de force, lorsque la valeur de changement
de force est supérieure à une valeur seuil.
12. Procédé selon la revendication 11,
dans lequel aucune puissance électrique n'est fournie au niveau d'un moteur d'entraînement
(EA) pendant le blocage du réglage en hauteur.
13. Procédé selon l'une des revendications 11 ou 12,
dans lequel le capteur de force (FS) mesure une force agissant entre l'entraînement
(EA) et le plateau de table (TP).
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, dans lequel la table comporte
un autre élément d'actionnement (BE, EMS, CS) agencé dans la zone du plateau de table
(TP), et dans lequel le réglage en hauteur du plateau de table (TP) est uniquement
effectué si un actionnement des deux éléments d'actionnement (BE, EMS, CS) est détectée
durant le blocage du réglage en hauteur du plateau de table (TP).
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, dans lequel le réglage
en hauteur du plateau de table (TP) est effectué à une vitesse qui dépend d'une quantité
de la force mesurée par le capteur de force (FS).