[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abrollvorrichtung, mit der ein Interleaverstreifen
von einer Interleaverrolle abgerollt wird. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung
ein System bestehend aus einer Aufschneidevorrichtung und der Abrollvorrichtung.
[0002] Interleaver, beispielsweise Papierstücke werden beispielsweise zwischen zwei Lebensmittelscheiben
gelegt, um deren Haftung aneinander zu reduzieren und sind aus dem Stand der Technik,
beispielsweise der
EP 1 940 685 B1 bekannt. Diese Einlage erfolgt in der Regel während des Aufschneidens eines Produktes
in eine Vielzahl von Lebensmittelscheiben, indem der Interleaver von einem Interleaverstreifen,
vorzugsweise im Wesentlichen gleichzeitig mit der jeweiligen Lebensmittelscheibe abgeschnitten
wird. Der Interleaver fällt dann gemeinsam mit der jeweiligen Lebensmittelscheibe
beispielsweise auf einen Ablagetisch, auf dem mehrere Lebensmittelscheiben zu eine
Portion konfiguriert werden. Heutzutage sind die Aufschneidevorrichtungen meist mehrspurig
vorgesehen, d.h. es werden mehrere Produkte zumindest teilweise gleichzeitig aufgeschnitten,
so dass pro Spur ein Interleaverstreifen zur Verfügung gestellt werden muss.
[0003] Da die Interleaverrollen endlich sind, müssen sie von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden,
was in der Vergangenheit sehr aufwändig war.
[0004] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Aufwand beim Wechseln
der Interleaverrollen zu reduzieren.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe mit einer Abrollvorrichtung, die eine Vielzahl von Kassetten
aufweist, in der jeweils eine Interleaverrolle drehbar gelagert ist und sich die Interleaverrolle
beim Abrollen dreht, wobei sich die Interleaverrolle bei einem Bedarfsausfall selbsttätig
abbremst.
[0006] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachten Ausführungen gelten
für das erfindungsgemäße System gleichermaßen und umgekehrt.
[0007] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abrollvorrichtung für eine Mehrzahl von Interleaverrollen.
Dafür weist die Abrollvorrichtung eine Mehrzahl von Kassetten auf, in der, vorzugsweise
jeweils eine, Interleaverrolle pro Kassette drehbar gelagert ist. Die Interleaverrolle
dreht sich beim Abrollen des Interleaverstreifens. Die Kassetten sind vorzugsweise
parallel zueinander auf der Abrollvorrichtung angeordnet und können, vorzugsweise
jeweils einzeln von diesem entfernt werden. Die Abrollvorrichtung ist vorzugsweise
kein Teil der Aufschneidevorrichtung, sondern kann unabhängig von dieser bewegt werden.
Vorzugsweise weist die Abrollvorrichtung Rollen oder dergleichen auf, auf denen zu
der Aufschneidevorrichtung hin und von dieser weg bewegt werden kann.
[0008] Jede Kassette stellt den Interleaverstreifen für eine Spur der Aufschneidevorrichtung
zur Verfügung, in der jeweils ein Produkt, beispielsweise ein Wurst- Käse- oder Schinkenriegel
aufgeschnitten wird. Die Aufschnittgeschwindigkeit des jeweiligen Produktes in der
jeweiligen Spur kann dabei gleich oder unterschiedlich sein.
[0009] Sobald eine Interleaverrolle aufgebraucht ist, kann entweder diese Rolle oder die
jeweilige Kassette, in der sich die aufgebrauchte Interleaverrolle befindet ausgetauscht
werden. Alternativ kann aber auch die gesamte Abrollvorrichtung ausgetauscht werden,
sobald mindestens eine Interleaverrolle aufgebraucht ist.
[0010] Erfindungsgemäß weist die jeweilige Kassette keine Bremse auf, sondern die Interleaverrolle
bremst sich selbsttätig ab, sobald kein Bedarf an Interleaverstreifen besteht, beispielsweise
wenn in der Aufschneidevorrichtung ein Produktwechsel stattfindet.
[0011] Vorzugsweise erfolgt das Bremsen der Interleaverrolle durch eine entsprechende Reibpaarung
zwischen der Interleaverrolle und der Achse, auf der die Interleaverrolle gelagert
ist. Erstaunlicherweise wird die Interleaverrolle folglich nicht möglichst reibungsarm
gelagert, sondern eine bestimmte Reibung ist gewollt.
[0012] Vorzugsweise weist die Interleaverrolle einen Pappkern auf, der sich auf einer starren
Achse, insbesondere einer Aluminiumachse dreht.
[0013] Vorzugsweise wird die Interleaverrolle möglichst Impulsfrei angetrieben, d.h. möglichst
langsam und mit möglichst geringen Schwankungen und ohne Spitzen angetrieben, so dass
die Abrollgeschwindigkeit die Transportgeschwindigkeit des Interleaverstreifens nicht
oder nur geringfügig übersteigt.
[0014] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Abrollvorrichtung, die
eine Vielzahl von Kassetten aufweist, in der jeweils eine Interleaverrolle drehbar
gelagert ist, wobei jede Kassette ein Bremsmittel aufweist, das individuell angesteuert
ist.
[0015] Vorzugsweise ist das Drehmoment der Bremse eine Funktion des Gewichts der Rolle,
d.h. je weiter der Verbrauch der jeweiligen Interleaverrolle fortgeschritten ist.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Abrollvorrichtung
und/oder die jeweilige Kassette keinen eigenen Antrieb für die Interleaverrollen und/oder
keinen Antrieb für das jeweilige Bremsmittel auf. Dadurch kann die erfindungsgemäße
Abrollvorrichtung sehr einfach und kostengünstig ausgeführt werden.
[0017] Der Antrieb für die Interleaverrollen und/oder für das Bremsmittel der jeweiligen
Kassette wird vorzugsweise von der Aufschneidevorrichtung zur Verfügung gestellt.
Beispielsweise weist die Aufschneidevorrichtung einen Dreh- oder Linearantrieb pro
Kassette auf, der das jeweilige Bremsmittel antreibt. Vorzugsweise weist die Aufschneidevorrichtung
einen Antrieb für alle Interleaverrollen auf, wobei, besonders bevorzugt die jeweilige
Interleaverrolle individuell mit diesem Antrieb, beispielsweise mit einer Magnetkupplung,
verbunden werden kann.
[0018] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein System aus einer Aufschneidevorrichtung,
bei der ein Messer von einem Lebensmittelriegel Lebensmittelscheiben abtrennt, die
zumindest teilweise überlappend zu einer Portion von mehreren Lebensmittelscheiben
angeordnet werden, wobei zwischen zwei Lebensmittelscheiben jeweils ein Interleaver
(10) vorgesehen ist und aus einer Abrollvorrichtung gemäß einem der voranstehenden
Ansprüche.
[0019] Dieser Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Aufschneidevorrichtung,
mit der Lebensmittelriegel, beispielsweise Käse-, Wurst- und/oder Schinkenriegel,
in Lebensmittelschreiben aufgeschnitten werden. Dafür weist die Aufschneidevorrichtung
beispielsweise ein rotierendes Schneidmesser auf, das von dem vorderen Ende des Lebensmittelriegels
die Lebensmittelscheiben abtrennt. Dabei wirkt das Schneidmesser mit einer sogenannten
Schneidkante zusammen, die als Gegenmesser fungiert und mit dem Schneidmesser zusammen
die sogenannte Schneidebene definiert. Zwischen dem Schneidmesser und der Schneidkante
ist ein einstellbarer Schneidspalt vorgesehen, der möglichst klein sein sollte, um
ein "Abhacken" der Scheiben zu verhindern. Der Schneidspalt muss aber so groß sein,
dass ein Kontakt zwischen Schneidmesser und Schneidkante sicher verhindert wird. Das
Schneidmesser ist an einem Rotor angeordnet. Dieser Rotor ist vorzugsweise ein sogenannter
Leerschnittrotor, mit dem das Schneidmesser axial von dem vorderen Ende des Lebensmittelriegels
bzw. der Schneidebene beabstandet wird, beispielsweise um eine fertiggestellte Lebensmittelscheibenportion
aus dem Schneidbereich des Schneidmessers abzutransportieren. In der beabstandeten
Stellung dreht sich das Schneidmesser mit unveränderter Drehzahl weiter, trennt aber
keine Lebensmittelscheiben von dem Lebensmittelriegel ab. Diese Bewegung des Schneidmessers
wird als sogenannter "Leerschnitt" bezeichnet. Sobald der Abtransport der Lebensmittelscheibenportion
beendet ist, wird das Schneidmesser wieder in die Schneidebene zurückbewegt und der
Aufschneidevorrichtung wird fortgesetzt. Die Aufschneidevorrichtung weist mehrere
Spuren auf, die jeweils einen eigenen Antrieb aufweisen, der das aufzuschneidende
Produkt in Richtung des Schneidmessers transportiert. Mit diesem Vortrieb wird die
Dicke der jeweiligen abzuschneidenden Lebensmittelscheibe bestimmt, die dem Vortrieb
des jeweiligen Produktes zwischen zwei Schnitten entspricht. Der Vortrieb kann für
jede Spur unterschiedlich sein, so dass die jeweiligen Produkte auch unterschiedlich
schnell aufgeschnitten werden können.
[0020] Folglich kann auch der Verbrauch der jeweiligen Interleaverrolle und deren Antrieb
unterschiedlich sein.
[0021] Die abgeschnittenen Lebensmittelscheiben werden zu Portionen von mehreren Lebensmittelscheiben
konfiguriert, wobei sich die Lebensmittelscheiben einer Portion zumindest teilweise
überlappen. Beispielsweise sind die Lebensmittelscheiben gestapelt oder geschindelt.
Jeweils zwischen zwei Lebensmittelscheiben und/oder zwischen Portion und einer Auflage
wird ein Interleaver, beispielsweise ein Stück Papier angeordnet, um die Haftung zwischen
den Lebensmittelscheiben und/oder einer Verpackung zu reduzieren.
[0022] Dieser Interleaver wird vorzugsweise von demselben Messer, das die Lebensmittelscheiben
abschneidet von einem Interleaverstreifen abgeschnitten, der dazu vorzugsweise intermittierend
in die Schneidebene eingeschossen wird, sobald Messer sich nicht mehr im Bereich des
Interleaverstreifenaustritts befindet. Dieses Ausschießen muss spätestens dann beendet
sein, wenn das Messer wieder in den Bereich des Interleaverstreifenaustritts eintritt.
Das Einschießen des Interleaverstreifens erfolgt vorzugsweise individuell pro Spur
der Aufschneidevorrichtung.
[0023] Vorzugsweise ist an der Aufschneidevorrichtung ein Mittel vorgesehen ist, das jeweils
das Bremsmittel einer Kassette antreibt. Diese Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
hat den Vorteil, dass jede Interleaverrolle mit einer individuellen Geschwindigkeit
abgerollt werden kann. Außerdem muss die Abrollvorrichtung keinen Antrieb für die
Bremse der jeweiligen Kassette aufweisen, so dass diese einfacher und leichter ausgeführt
werden kann.
[0024] Vorzugsweise weist das erfindungsgemäße System, insbesondere die Aufschneidevorrichtung
einen Sensor auf, der jeweils den Interleaverrollenumfang ermittelt. Mit dem Signal
dieses Sensors kann beispielsweise der Antrieb des Bremsmittels und/oder des Antriebsmittels
für die jeweilige Interleaverrolle gesteuert werden. Außerdem kann mit diesem Signal
der Fortschritt des Verbrauchs der jeweiligen Interleaverrolle überwacht und beispielsweise
ein Austausch rechtzeitig eingeleitet werden.
[0025] Vorzugsweise weist die Aufschneidevorrichtung einen Antrieb für die Interleaverrollen
auf, der sie zum Abrollen des Interleaverstreifens dreht. Besonders bevorzugt ist
die Anzahl der Antriebsmittel kleiner als die Zahl der Interleaverrollen, die angetrieben
werden müssen. Ganz besonders bevorzugt ist für alle Interleaverrollen nur ein Antrieb
vorgesehen. Vorzugsweise ist zwischen dem Antrieb und der jeweiligen Interleaverrolle
eine Kupplung vorgesehen, die wahlweise ansteuerbar ist und mit der die jeweilige
Interleaverrolle wahlweise angetrieben werden kann. Dadurch kann der Zeitraum und/oder
die Geschwindigkeit mit der die jeweilige Interleaverrolle angetrieben wird individuell
eingestellt werden.
[0026] Vorzugsweise sind zwischen der Interleaverrolle und dem Ort, an dem der Interleaverstreifen
in die Schneidebene eingeschossen wird, mindestens zwei Speicher pro Interleaverstreifen
vorgesehen. Diese Speicher weisen vorzugsweise unterschiedliche Speicherkapazitäten
auf, wobei ein Puffer mit einer kleinen Speicherkapazität vorzugsweise stromaufwärts
bezogen auf die Transportrichtung des Interleaverstreifens von dem Einschussort und
ein weiterer Speicher mit einer höheren Speicherkapazität vorzugsweise stromaufwärts
bezogen auf die Transportrichtung des Interleaverstreifens von dem ersten Puffer vorgesehen
ist. Durch die Puffer wird eine Beschädigung, insbesondere ein Reißen des Interleaverstreifens
verhindert und/oder das Abrollen der Interleaverrollen kann zumindest etwas vergleichmäßigt
werden. Mindestens einer der beiden Puffer, vorzugsweise beide Puffer sind pro Spur
und unabhängig voneinander vorgesehen.
[0027] Vorzugsweise weist jeder Puffer mit der hohen Speicherkapazität einen Tänzer auf,
der vorzugsweise mit einer Positionsabfrage versehen ist, deren Signal zur Steuerung
des Abrollens der Interleaverrolle der jeweiligen Spur herangezogen wird. Vorzugsweise
sind an dem Tänzer Rollen vorgesehen und der Puffer weist zusätzlich noch stationäre
Rollen auf. Um die Rollen an dem Tänzer und um die stationären Rollen wird der Interleaverstreifen
geführt.
[0028] Vorzugsweise weist der Tänzer einen Antrieb auf, mit dem seine Stellung unabhängig
von dem Interleaverstreifen verändert werden kann. Damit kann der Tänzer beispielsweise
in eine Einfädelstellung gebracht werden, die er einnimmt, wenn ein neuer Interleaverstreifen
in das System eingeführt wird.
[0029] Vorzugsweise weist der Tänzer einen Antrieb, beispielsweise Riemen auf, mit dem,
insbesondere wenn sich der Tänzer in seiner Einfädelstellung befindet, mindestens
eine Rolle des Puffers angetrieben werden kann.
[0030] Vorzugsweise ist der Tänzer ein Mehrfachtänzer, d.h. er weist mehrere Rollen auf,
die jeweils von dem Interleaverstreifen umwickelt werden. Dadurch weist der Puffer
eine höhere Pufferkapazität auf.
[0031] In der Regel weist das System, insbesondere die Aufschneidevorrichtung, eine Führung
für den Interleaverstreifen auf, entlang derer er auf seinem Weg von der Interleaverrolle
bis zu dem Einschussbereich geführt wird. Vorzugsweise ist diese Interleaverstreifenführung
teilweise beweglich, insbesondere schwenkbar vorgesehen, so dass ihre Länge verändert
werden kann. Diese Veränderung findet insbesondere im Bereich des ersten Puffers statt.
Dadurch kann der Weg des Interleaverstreifens verlängert oder verkürzt werden. Vorzugsweise
wird die Interleaverführung insbesondere beim Einfädeln des Interleaverstreifens verkürzt
und danach wieder verlängert.
[0032] Vorzugsweise weist die Aufschneidevorrichtung Andockmittel für die Abrollvorrichtung
auf, die sicherstellen, dass sich die Abrollvorrichtung in einer definierten Lage
relativ zu der Aufschneidevorrichtung befindet. Diese Andockvorrichtung wirkt vorzugsweise
in zwei oder drei Raumrichtungen, die insbesondere in einem 90° Winkel zueinander
vorgesehen sind. Besonders bevorzugt weist die Aufschneidevorrichtung und/oder die
Abrollvorrichtung Mittel auf, die die Abrollvorrichtung fixieren, sobald sie die definierte
Lage eingenommen hat.
[0033] Noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Abrollen
einer Interleaverrolle mit dem erfindungsgemäßen System, wobei ein Puffer beim Abrollen
der Interleaverrolle so betrieben wird, dass er bei einem Bedarfsstopp den Nachlauf
der Rolle abpuffert.
[0034] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0035] Erfindungsgemäß wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Puffer, der stromabwärts
von der Interleaverrolle für den Interleaverstreifen vorgesehen ist, so betrieben,
dass er eine Differenz zwischen Abrollgeschwindigkeit und Verbrauch des Interleaverstreifens
ausgleicht, gleichzeitig ab eine so große Restpufferkapazität aufweist, dass der bei
einem Verbrauchsstopp den Nachlauf der nur durch Reibung gebremsten Interleaverrolle
abpuffert. Vorzugsweise erfolgt das Abrollen der Interleaverrolle zumindest nahezu
impulsfrei, d.h. die dritte Ableitung des Weg/zeit-Diagramms des Interleaverstreifens
ist null oder nahezu null.
[0036] Ein weiterer Gegenstand nicht entsprechend der vorliegenden Erfindung ist eine Aufschneidevorrichtung,
mit der ein Produkt in eine Vielzahl von Lebensmittelscheiben aufgeschnitten wird,
bei dem das Produkt in Richtung eines sich bewegenden, vorzugsweise drehenden Messers
transportiert wird, das von dem vorderen Ende des Produktes die Lebensmittelscheiben
abtrennt, die auf eine Auflagefläche fallen und dort zu Portionen von mehreren Lebensmittelscheiben
konfiguriert werden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein, sich vorzugsweise
bewegendes, Teil der Aufschneidevorrichtung zumindest teilweise aus einem Werkstoff
mit einer hohen Festigkeit und vorzugsweise einer vergleichsweise geringen Dichte,
insbesondere aus Keramik vorgesehen ist.
[0037] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände der
vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0038] Ein weiterer Gegenstand nicht entsprechend der vorliegenden Erfindung betrifft eine
Vorrichtung zum Aufschneiden von Produkten, bei der mindestens ein Teil aus einem
Werkstoff mit einer hohen Festigkeit und vorzugsweise einer vergleichsweise geringen
Dichte zumindest teilweise vorgesehen ist. Vorzugsweise handelt es sich dabei um ein
sich bewegendes, beispielsweise sich drehendes Bauteil, das ganz besonders bevorzugt
intermittierend angetrieben wird. Weiterhin bevorzugt ist das Teil sehr steif vorgesehen
und ist, besonders bevorzugt sehr hohen Beschleunigungen ausgesetzt. Vorzugsweise
ist das Teil zumindest teilweise aus Keramik gefertigt. Insbesondere handelt es sich
dabei um eine Keramik mit einer vergleichsweise geringen Dichte beispielsweise SiC
oder SiSiC oder Al2O3.
[0039] Vorzugsweise wird der das Teil insbesondere das Teil aus Keramik vorgespannt, insbesondere
auf Druck vorgespannt.
[0040] Weiterhin ist die das keramische Teil vorzugsweise mit einem anderen Teil durch einen
Stoffschluss, insbesondere durch Kleben, verbunden.
[0041] Vorzugsweise ist der keramische Teil am äußeren Umfang eines sich drehenden Bauteils
vorgesehen.
[0042] Im Folgenden werden die Erfindungen anhand der Figuren 1 bis 4 erläutert. Diese Erläuterungen
sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht
ein.
Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße System.
Figuren 2 und 3 zeigen jeweils Darstellungen der erfindungsgemäßen Abrollvorrichtung.
Figur 4 zeigt die Antriebwelle für den Interleaverstreifen.
[0043] Figur 1 zeigt schematisch das erfindungsgemäße System. Dieses besteht aus einer Aufschneidevorrichtung
und der Abrollvorrichtung 16. Die Aufschneidevorrichtung weist in dem vorliegenden
Fall vier Spuren auf, in die jeweils ein Produkt eingelegt werden kann, das in Richtung
eines Schneidmessers, beispielsweise eines rotierenden Schneidmessers, transportiert
wird, das von dem vorderen Ende des Produkts Lebensmittelscheiben abtrennt. Der Vorschub
der Produkte kann dabei pro Spur unterschiedlich sein. Die abgeschnittenen Scheiben
fallen beispielsweise auf einen Ablagetisch und werden dort zu Portionen von mehreren
Scheiben konfiguriert. Beispielsweise werden die Portionen zu Stapeln oder als geschindelte
Portionen angeordnet. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass jeweils zwischen zwei
Scheiben ein sogenannter "Interleaver" platziert wird. Bei dem Interleaver handelt
es sich beispielsweise um Papier, insbesondere beschichtetes Papier oder eine Folie,
die die Haftkräfte zwischen zwei Lebensmittelscheiben reduziert. Dadurch wird es für
den Benutzer einfacher, eine Lebensmittelscheibe von der Portion zu separieren. Der
Interleaver wird als Interleaverstreifen 10 zur Verfügung gestellt, der vorzugsweise
intermittierend in die Schneidebene des Messers eingeschossen wird, das den jeweiligen
Interleaver von dem Interleaverstreifen abtrennt. Der abgetrennte Interleaver fällt
zusammen mit der abgeschnittenen Scheibe auf den Ablagetisch. Pro Spur wird ein Interleaverstreifen
zur Verfügung gestellt. Jeder Interleaverstreifen 10 der jeweiligen Spur wird von
einer Interleaverrolle, hier einer Papierrolle abgerollt, die jeweils in einer Kassette
2 vorgesehen ist. Die Kassetten 2 sind auf der Abrollvorrichtung 16 nebeneinander
angeordnet. Die Abrollvorrichtung 16 weist in dem vorliegenden Fall Rollen auf, mit
denen sie zu der Aufschneidevorrichtung gerollt werden kann. Jede Kassette 2, die
in dem vorliegenden Fall U-förmig vorgesehen ist, weist ein Drehlager für die Interleaverrolle
sowie ein Bremsmittel 3, beispielsweise einen Bremsdorn 3 auf, der die jeweilige Interleaverrolle
wahlweise bremst. Vorzugsweise ist das Bremsdrehmoment dabei abhängig von dem Verbrauchsfortschritt
der jeweiligen Interleaverrolle. Beispielsweise weist die Aufschneidevorrichtung einen
Sensor auf, der den Verbrauchsfortschritt jeder Interleaverrolle 1 überwacht. Vorzugsweise
weist die Abrollvorrichtung 16 keinen eigenen Antrieb für die Interleaverrollen auf
und/oder keinen eigenen Antrieb für das jeweilige Bremsmittel auf. Dadurch kann die
Abrollvorrichtung sehr einfach und kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Der
Fachmann versteht, dass vorzugsweise jede Interleaverrolle ihr eigenes Bremsmittel
aufweist, so dass diese individuell und unabhängig von den anderen Rollen abgebremst
werden können. Der Antrieb 6, 7 der Interleaverrollen und/oder der Antrieb 5 der Bremsen
ist vorzugsweise an der Aufschneidevorrichtung vorgesehen. Dadurch, dass die erfindungsgemäße
Abrollvorrichtung vorzugsweise keinen eigenen Antrieb aufweist, ist diese sehr einfach
auszuführen und weist ein geringes Gewicht auf, was für die Fortbewegung der Abrollvorrichtung
durch einen Werker vorteilhaft ist. Der Antrieb 5 der Bremse der jeweiligen Folienrolle
ist in dem vorliegenden Fall ein Bremszylinder, der einen Hebel 4 antreibt, der wiederum
mit dem Bremsdorn zusammenwirkt und die jeweilige Folienrolle abbremst. Die Interleaverrollen
weisen in dem vorliegenden Fall einen gemeinsamen Antrieb 6 auf, wobei das von dem
Antrieb zur Verfügung gestellte Drehmoment mittels einer Magnetkupplung 7 wahlweise
auf die jeweilige Interleaverrolle übertragen wird. So kann jede Rolle individuell
angetrieben werden, um beispielsweise die gepufferte Interleaverstreifenlänge pro
Spur individuell zu steuern und/oder um der unterschiedlichen Aufschnittgeschwindigkeit
pro Spur gerecht zu werden. Nachdem der Interleaverstreifen von der Rolle abgerollt
worden ist, durchläuft er, wie insbesondere anhand des linken Interleaverstreifens
sichtbar ist, einen Puffer 8, in dem Interleaverstreifenmaterial gepuffert wird. Dieser
Puffer 8 ist in dem vorliegenden Fall durch ortsfeste Rollen 8.2 und bewegliche Rollen
8.1, die in dem vorliegenden Fall drehbar an einem Tänzer 8.3 vorgesehen sind. Der
Tänzer 8.3 ist, hier drehbar, an der Aufschneidevorrichtung vorgesehen und weist vorzugsweise
einen Sensor auf, mit dem seine Position feststellbar ist, so dass das Signal dieses
Sensors zur Steuerung des Antriebs 6, 7 der jeweiligen Interleaverrolle genutzt werden
kann. Vorzugsweise weist der Tänzer einen Antrieb 9, beispielsweise einen Riemen,
insbesondere einen Tangentialriemen auf, der durch einen Antrieb 11 angetrieben um
den Tänzer herumlaufen kann. Dieser Antrieb 11 kann die stationären Rollen 8.1 in
Rotation versetzen, was insbesondere beim Einfädeln eines neuen Interleaverstreifens,
das in der Darstellung gemäß Figur 1 gerade bei dem rechten Interleaverstreifen 10
stattfindet, von Vorteil ist. Der Antrieb für den Tangentialriemen ist das Antriebsmittel
11, hier eine Rolle, die mit dem Antrieb des Tänzers zusammenwirken kann, wenn sich
dieser in seiner nicht puffernden Stellung, hier horizontalen Stellung, befindet und
sich der Interleaverstreifen ohne Windungen durch den Puffer 8 bewegt. Stromabwärts
von dem ersten Puffer 8 ist ein weiterer Puffer 12, hier eine Schlaufe vorgesehen,
die vorzugsweise eine wesentlich geringere Kapazität aufweist als der Puffer 8 und
vorzugsweise nur so viel Interleavermaterial puffert, wie es für den Ausschuss eines
Interleavers benötigt wird. Die Länge der Schlaufe wird vorzugsweise überwacht, insbesondere
mit einem berührenden Sensor. Dieser Puffer 12 weist vorzugsweise eine Interleaverstreifenführung
13 auf, die beweglich vorgesehen ist und die den Weg des Interleaverstreifens vergrößern
oder verkleinern kann. In dem vorliegenden Fall ist diese Führung eine Ebene, die
drehbar an der Aufschneidevorrichtung vorgesehen ist und die von einer puffernden
(linker Interleaverstreifen) in eine nicht puffernde (rechter Interleaverstreifen)
Stellung gebracht werden kann. Weiterhin stromabwärts, bezogen auf die Bewegungsrichtung
des Interleaverstreifens, vorzugsweise unmittelbar benachbart zu der Schneidebene
ist eine Interleaverausschussrolle 14 an einer Interleaverausschusseinheit 15 vorgesehen.
Vorzugsweise handelt es sich bei der Rolle um eine Rolle mit einem sehr geringen Gewicht,
beispielsweise einer Keramik- oder Stahlrolle, die bei einer hohen Steifigkeit eine
sehr geringe Massenträgheit aufweist. Dadurch ist es möglich, den Interleaverstreifen
mit einer sehr hohen Beschleunigung in die Schneidebene einzuschießen.
[0044] Gemäß einem anderen nicht dargestellten Gegenstand der vorliegenden Erfindung weist
die Rolle jeder Kassette kein Bremsmittel auf, sondern wird in der Kassette so gelagert,
dass gewollt so viel Reibung vorhanden ist, dass die Rolle bei einem Verbrauchsstopp
oder einer Verbrauchsreduzierung des Interleaverstreifens nur so geringfügig nachlauft,
dass der Überschuss in dem Puffer 8 gespeichert werden kann. Der gepufferte Interleaverstreifen
kann dann dazu verwendet werden, die Interleaverrolle bei einem Bedarfsanstieg möglichst
impulsfrei wieder zu beschleunigen. Beispielsweise weist jede Kassette eine starre
Achse aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium auf, auf der sich der Kern, insbesondere
ein Kern aus Pappe, dreht. Diese Reibpaarung ist ausreichend um die Kassette ohne
Bremse betreiben zu können.
[0045] Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Abrollvorrichtung, die in dem vorliegenden Fall vier Kassetten
aufweist, in denen jeweils eine Interleaverrolle 1 drehbar gelagert ist. Jede Kassette
weist ihr eigenes Bremsmittel auf, das aber keinen Antrieb aufweist. Jede Kassette
kann individuell montierbar/demontierbar an der Abrollvorrichtung vorgesehen sein.
Die Kassetten können mit einer Interleaverrolle beladen werden und dann auf der Abrollvorrichtung
montiert werden. Vorzugsweise ist der Abstand zwischen den Kassetten einstellbar.
Vorzugsweise weist die Abrollvorrichtung einen Sensor auf, der den Fortschritt des
Verbrauchs der individuellen Interleaverrolle überwacht und besonders mit der Steuerung
/Regelung des erfindungsgemäßen Systems verbunden ist, die bedarfsweise ein entsprechendes
Signal absetzt, wenn eine oder mehrere Kassetten ausgetauscht oder wiederbefüllt werden
muss. Die Erfindungsgemäße Abrollvorrichtung weist vorzugsweise keinerlei Energieversorgung
auf. Vorzugsweisesind an der Abrollvorrichtung Mittel vorgesehen, um die Abrollvorrichtung
mit der Aufschneidevorrichtung zu verbinden und/oder um eine exakte Ausrichtung der
Abrollvorrichtung relativ zu der Aufschneidevorrichtung zu erzielen, so dass eine
sicherer Antrieb der Interleaverrollen, eine sichere Verbindung mit den Bremsmitteln
und/oder ein verwindungsfreies Abrollen des Interleavermaterials möglich ist. Vorzugsweise
weist die Aufschneidevorrichtung einen Sensor auf, der feststellt, dass die Abrollvorrichtung
richtig an die Aufschneidevorrichtung angedockt ist.
[0046] Wie insbesondere
Figur 3 entnommen werden kann, kann die erfindungsgemäße Abrollvorrichtung 16 durch einen
klappbaren Deckel 17 abgedeckt werden. Dadurch genügt die erfindungsgemäße Vorrichtung
den hygienischen Voraussetzungen in einem Lebensmittel verarbeitenden Betrieb.
[0047] Figur 4 zeigt ein Beispiel für ein Teil einer Aufschneidevorrichtung, das zumindest teilweise
aus einem hochfesten Werkstoff gefertigt ist. Bei dem vorliegenden Teil handelt es
sich um die Interleaverstreifenausschussrolle, die den oder die Interleaverstreifen
zwischen zwei Lebensmittelscheiben einschießt. Dies erfolgt intermittierend und der
jeweilige Interleaverstreifen muss sehr schnell eingeschossen werden, so dass die
Interleaverstreifenausschussrolle intermittierend sehr hohen Beschleunigungen ausgesetzt
ist. Die Interleaverstreifenausschussrolle weist in dem vorliegenden Fall ein Drehlager,
hier einen Wellenzapfen 14.1 auf, der vorzugsweise aus Metall insbesondere aus Stahl
gefertigt ist. Vorzugsweise weist das Drehlager einen Sitz für eine Keramikhülse 14.3
auf, wobei die Keramikhülse besonders bevorzugt stoffschlüssig, insbesondere durch
Kleben, mit dem Sitz verbunden ist. Innerhalb der Keramikhülse ist in dem vorliegenden
Fall ein Zuganker 14.2 vorgesehen, mit dem die Keramikhülse auf Druck vorgespannt
werden kann, so dass sich ihre Steifigkeit, insbesondere gegen Durchbiegen erhöht.
Der Zuganker wirkt einerseits mit dem Lager 14.1 und andererseits mit einer Vorspannmutter
14.5 zusammen, die gleichzeitig als Lager wirkt, das dem Lager 14.1 gegenüber liegt.
Zwischen der Vorspannmutter 14.5 und der Keramikhülse 14.3 ist hier ein Adapter 14.4
vorgesehen, der vorzugsweise ebenfalls mit der Hülse stoffschlüssig verbunden ist.
Der Adapter 14.4 ist vorzugsweise aus Leichtmetall oder Kunststoff gefertigt. An dem
Umfang der Keramikhülse 14.3, des Lagers 14.1 und/oder des Adapters ist vorzugsweise,
insbesondere zumindest abschnittsweise, eine Funktionsoberfläche, beispielsweise eine
Beschichtung z.B. eine Gummierung oder ein Kunststoff, vorzugsweise mit einer strukturierten
Oberfläche vorgesehen, die hier mit dem Interleaverstreifen reibschlüssig zusammenwirkt.
[0048] Die beschriebene Interleaverausschussrolle 14 wird hier zum Interleaverstreifenausschuss
eingesetzt und dabei extrem hohen Beschleunigungen bei schlanker Ausführung ausgesetzt.
Die Interleaverausschussrolle ist hier ca. 600mm lang und nur 40mm Durchmesser. Sie
muss extrem hohe Biegesteifigkeit aufweisen, da das Papier mit einer Gegenwelle auf
der ganzen Breite angedrückt werden muss.
[0049] Weitere Einsatzfälle eines Teils, das zumindest teilweise aus Keramik vorgesehen
ist, sind schlanke Wellen für die Portionierbänder, wobei die Übergänge von Band zu
Band möglichst klein gehalten werden müssen und damit die Wellendurchmesser kleinstmöglich
gewählt werden. Dennoch sind auch hier Wellen bis zu 600mm Länge oder mehr nötig.
Auch hier werden hohe Beschleunigung zum schnellen Abtransport der Portionen benötigt.
[0050] Ein weiterer Anwendungsfall sind die Umlenkrollen der Traktionsbänder, d.h. die Bänder,
die das Produkt zum Messer hin führen.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 1
- Interleaverrollen, Papierrollen
- 2
- Kassette
- 3
- Bremsmittel, Bremsdorn
- 4
- Hebel
- 5
- Antrieb für das Bremsmittel
- 6
- Antrieb des Interleaverstreifens 10
- 7
- Kupplung
- 8
- Puffer
- 8.1
- bewegliche Rolle
- 8.2
- ortsfeste Rolle
- 8.3
- Tänzer
- 9
- Antrieb, Riemen, Tangentialriemen
- 10
- Interleaverstreifen
- 11
- Antriebsmittel, Rolle
- 12
- Puffer, Schlaufe
- 13
- Interleaverstreifenführung
- 14
- Interleaverausschussrolle
- 14.1
- Lager, Wellenzapfen
- 14.2
- Zugmittel, Zuganker
- 14.3
- Trägerkörper
- 14.4
- Adapter
- 14.5
- Vorspannmutter
- 14.6
- Funktionsoberfläche
- 15
- Interleaverausschusseinheit
- 16
- Abrollvorrichtung
- 17
- Abdeckung
- 18
- System
1. Abrollvorrichtung (16), dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vielzahl von Kassetten (2) aufweist, in denen jeweils eine Interleaverrolle
drehbar gelagert ist und sich die Interleaverrolle beim Abrollen dreht, wobei sich
die Interleaverrolle bei einem Bedarfsausfall selbsttätig abbremst.
2. Abrollvorrichtung (16) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Interleaverrolle einen Kern, insbesondere einen Pappkern aufweist, der sich auf
einer starren Achse, insbesondere einer Aluminiumachse, dreht.
3. Abrollvorrichtung (16), dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vielzahl von Kassetten (2), in der jeweils eine Interleaverrolle (1) drehbar
gelagert ist, aufweist, wobei jede Kassette (2) ein Bremsmittel (3) aufweist, das
individuell angesteuert ist.
4. Abrollvorrichtung (16) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment der Bremse eine Funktion des Gewichts der Rolle ist.
5. Abrollvorrichtung (16) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er keinen Antrieb für die Interleaverrollen aufweist.
6. System aus einer Aufschneidevorrichtung, bei der ein Messer von einem Lebensmittelriegel
Lebensmittelscheiben abtrennt, die zumindest teilweise überlappend zu einer Portion
von mehreren Lebensmittelscheiben angeordnet werden, wobei zwischen zwei Lebensmittelscheiben
jeweils ein Interleaver (10) vorgesehen ist und einer Abrollvorrichtung gemäß einem
der voranstehenden Ansprüche.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Aufschneidevorrichtung ein Mittel (5) vorgesehen ist, das jeweils ein Bremsmittel
antreibt.
8. System nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Sensor aufweist, der jeweils den Interleaverrollenumfang ermittelt.
9. System nach einem der Ansprüche 6 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschneidevorrichtung einen Antrieb (7) für die Interleaverrollen (1) aufweist.
10. System nach einem der Ansprüche 6 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei Puffer (8, 12) pro Interleaverstreifen (10) aufweist.
11. System nach einem der Ansprüche 6 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Puffer einen Tänzer (8.3), vorzugsweise einen Mehrfachtänzer, aufweist.
12. System nach einem der Ansprüche 6 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Interleaverstreifenführung (13) aufweist, die teilweise beweglich, insbesondere
schwenkbar vorgesehen ist.
13. Verfahren zum Abrollen einer Interleaverrolle mit einem System gemäß einem der Ansprüche
6 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Puffer (8) beim Abrollen der Interleaverrolle so betrieben wird, dass er bei
einem Bedarfsstopp den Nachlauf der Rolle abpuffert.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Abrollen der Interleaverrolle zumindest nahezu impulsfrei erfolgt.
1. Unreeling device (16), characterized in that it has a multiplicity of cartridges (2), in which an interleaver reel is rotatably
mounted in each case and the interleaver reel rotates as it is unreeled, wherein the
interleaver reel is braked automatically as necessary.
2. Unreeling device (16) according to Claim 1, characterized in that the interleaver reel has a core, in particular a paperboard core, which rotates on
a rigid shaft, in particular an aluminum shaft.
3. Unreeling device (16), characterized in that it has a multiplicity of cartridges (2), in which an interleaver reel (1) is rotatably
mounted in each case, wherein each cartridge (2) has a braking means (3) which is
activated individually.
4. Unreeling device (16) according to Claim 3, characterized in that the torque of the brake is a function of the weight of the reel.
5. Unreeling device (16) according to one of the preceding claims, characterized in that it has no drive for the interleaver reels.
6. System comprising a cutting device, in which a knife severs slices of food from a
block of food, which slices are arranged, at least partly overlapping, to form a portion
of a plurality of slices of food, wherein an interleaver (10) is respectively provided
between two slices of food, and comprising an unreeling device according to one of
the preceding claims.
7. System according to Claim 6, characterized in that a means (5) which respectively drives a braking means is provided on the cutting
device.
8. System according to either of Claims 6 and 7, characterized in that it has a sensor which respectively determines the interleaver reel circumference.
9. System according to one of Claims 6 - 8, characterized in that the cutting device has a drive (7) for the interleaver reels (1).
10. System according to one of Claims 6 - 9, characterized in that it has at least two buffers (8, 12) per interleaver strip (10).
11. System according to one of Claims 6 - 10, characterized in that a buffer has a dancer (8.3), preferably a multiple dancer.
12. System according to one of Claims 6 - 11, characterized in that it has an interleaver strip guide (13), which is provided partly movable, in particular
pivotable.
13. Method for unreeling an interleaver reel by using a system according to one of Claims
6 - 12, characterized in that, as the interleaver reel is unreeled, the buffer (8) is operated such that, in the
event of an emergency stop, it buffers the overrun of the reel.
14. Method according to Claim 13, characterized in that the unreeling of the interleaver reel is carried out at least virtually without momentum.
1. Dispositif de dévidage (16), caractérisé en ce qu'il présente une pluralité de cassettes (2) dans lesquelles respectivement un rouleau
d'intercalaires est monté rotatif, et le rouleau d'intercalaires tourne lors du dévidage,
dans lequel le rouleau d'intercalaires freine automatiquement en cas d'arrêt nécessaire.
2. Dispositif de dévidage (16) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau d'intercalaires présente un noyau, en particulier un noyau en carton,
qui tourne sur un axe rigide, en particulier un axe en aluminium.
3. Dispositif de dévidage (16), caractérisé en ce qu'il présente une pluralité de cassettes (2) dans lesquelles respectivement un rouleau
d'intercalaires (1) est monté rotatif, chaque cassette (2) présentant un moyen de
freinage (3) qui est piloté individuellement.
4. Dispositif de dévidage (16) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le couple du frein est une fonction du poids du rouleau.
5. Dispositif de dévidage (16) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il ne présente aucun entraînement pour les rouleaux d'intercalaires.
6. Système composé d'un dispositif de découpe, dans lequel une lame coupe des tranches
d'aliments d'une barre d'aliments, qui sont disposées en chevauchement au moins partiel
pour former une portion de plusieurs tranches d'aliments, un intercalaire (10) étant
prévu respectivement entre deux tranches d'aliments, et d'un dispositif de dévidage
selon l'une quelconque des revendications précédentes.
7. Système selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'un moyen (5) qui entraîne respectivement un moyen de freinage est prévu sur le dispositif
de découpe.
8. Système selon l'une quelconque des revendications 6 et 7, caractérisé en ce qu'il présente un capteur qui détermine respectivement la circonférence de rouleau d'intercalaires.
9. Système selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le dispositif de découpe présente un entraînement (7) pour les rouleaux d'intercalaires
(1).
10. Système selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce qu'il présente au moins deux amortisseurs (8, 12) par bande d'intercalaires (10).
11. Système selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisé en ce qu'un amortisseur présente un rouleau libre (8.3), de préférence plusieurs rouleaux libres.
12. Système selon l'une quelconque des revendications 6 à 11, caractérisé en ce qu'il présente un guidage de bande d'intercalaires (13) qui est prévu de manière partiellement
mobile, en particulier pivotante.
13. Procédé permettant de dévider un rouleau d'intercalaires avec un système selon l'une
quelconque des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que lors du dévidage du rouleau d'intercalaires, l'amortisseur (8) est exploité de telle
sorte qu'il amortit la marche par inertie du rouleau en cas d'arrêt nécessaire.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dévidage du rouleau d'intercalaires est effectué de manière pratiquement stable.