[0001] Die Erfindung betrifft ein Gittermastelement, einen Gittermastausleger mit mindestens
einem derartigen Gittermastelement sowie einen Kran mit einem derartigen Gittermastausleger.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Gittermastkrane seit Langem bekannt. Um immer größere
Traglasten zu ermöglichen, kann eine Querschnittsfläche eines Gittermastauslegers
vergrößert werden. Ein übergroßer Querschnitt eines Gittermastauslegers beispielsweise
mit einer Breite von mehr als 4 m und einer Höhe von mehr als 3 m verursacht Probleme
beim Transport des Gittermastauslegers.
[0003] Die
EP 2 253 575 A1 offenbart eine Spannseiltraverse für einen Kran. Mitteils einer klappbaren Traverse
wird eine zweisträngige Abspannung für einen Hebekran gespreizt.
[0004] Aus der
EP 0 609 998 A1 ist ein längsgeteilter Gittermastkran bekannt, der eine Trennung des Gittermasts
in einer Symmetrieebene derart ermöglicht, dass der Gittermast mit reduzierter Höhe
transportiert werden kann.
[0005] Aus der
DE 10 2011 108 236 A1 ist ein Gitterstück für einen Kran offenbart, bei welchem vier Eckstiele mittels
mehreren Nullstäben und Diagonalstäben miteinander verbunden sind, wobei Diagonalstäbe
derart aktivierbar sind, dass die Höhe des Gitterstücks veränderlich ist zwischen
einer Arbeitsanordnung und einer Transportanordnung.
[0006] Aus der
US 2012/0110946 A1 ist ein sowohl entlang einer Breitenrichtung als auch entlang einer Höhenrichtung
faltbarer Gittermastausleger bekannt. Ein derartiger Gittermastausleger weist einen
sehr komplexen Faltmechanismus auf.
[0007] Die
US 2002/0053550 A1 offenbart ein Gittermastelement in Form einer steckbaren Fachwerkkonstruktion. Aus
Stäben und Verbindungselementen können Rahmen gebildet werden, die senkrecht zur Längsrichtung
des Gittermastelements orientiert sind. Ein derartiges Gittermastelement weist eine
reduzierte Steifigkeit auf.
[0008] Die
DE 10 2006 060 347 B4 offenbart ein Gitterstück für einen mobilen Großkran. Das Gitterstück umfasst Eckstiele,
Nullstäbe und Diagonalstäbe.
[0009] Die
NL 1 035 078 C offenbart ein teilbares, längs geteiltes GittermastElement, das für eine Transport-Anordnung
geteilt und separat voneinander transportiert werden kann.
[0010] Die
NL 1 031 331 C offenbart einen Gittermastkran mit zwei Gittermastauslegern. Einer der Gittermastausleger
weist in einem Mittenbereich eine erhöhte Gittermastelementbreite auf.
[0011] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gittermastelement für einen Gittermast
derart weiterzuentwickeln, dass er einerseits eine hohe Tragfähigkeit aufweist und
andererseits unkompliziert transportierbar ist, wobei das Gittermastelement insbesondere
in einer vorgebbaren Richtung eine erhöhte Steifigkeit bei reduziertem Materialeinsatz
aufweist.
[0012] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Gittermastelement mit dem im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen.
[0013] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein Gittermastelement, das mindestens zwei Längselemente
und ein die Längselemente miteinander verbindendes Querelement aufweist, eine besonders
hohe Steifigkeit zur Seite, also entlang einer von dem Querelement vorgegebenen Querrichtung,
dadurch erhält, dass die jeweils als Flächentragwerk ausgeführten Längselemente beabstandet
zueinander angeordnet sind. Die Längselemente und das Querelement bilden einen Rahmen
für das Gittermastelement. Die Längselemente sind gegenüberliegende Seitenwände des
Rahmens. Das Querelement bildet eine zwischen den Seitenwänden liegende Zwischenwand.
Sofern nur ein Querelement vorgesehen ist, ist der Rahmen zu zumindest einer, der
dem Querelement gegenüberliegenden Seiten hin offen. Es ist auch denkbar, mehrere
Querelemente zu verwenden. In diesem Fall kann ein geschlossener Rahmen für das Gittermastelement
gebildet werden. Der von den Längselementen und dem Querelement gebildete Rahmen definiert
eine Traglastfläche. Die Traglastfläche ist parallel zur Gittermast-Längsachse angeordnet.
Die von den Längselementen jeweils gebildete, rahmenartige Seitenwand und die von
dem Querelement gebildete, rahmenartige Zwischenwand legen den Rahmen fest. Die Zwischenwand
weist eine Querfläche auf, die senkrecht zur Gittermastelement-Längsachse orientiert
ist. Dadurch ist es insbesondere möglich, mehrere erfindungsgemäße Gittermastelemente
entlang der Gittermast-Längsachse hintereinander anzuordnen. Das bedeutet, dass die
rahmenförmigen Gittermastelemente insbesondere derart anordenbar sind, dass die einzelnen
Traglastflächen der Gittermastelemente eine gemeinsame, ebene Traglastfläche festlegen.
Insbesondere sind die Traglastflächen, nicht beabstandet entlang der Gittermast-Längsachse
angeordnet. Die erfindungsgemäßen Gittermastelemente und der erfindungsgemäße Gittermast
lösen sich von der aus dem Stand der Technik bekannten Denkweise, hohlprofilförmige
Gittermastelemente entlang der Gittermast-Längsachse hintereinander anzuordnen. Bei
den erfindungsgemäßen Gittermastelementen ist eine Profilelementlängsachse bezogen
auf die hohlprofilförmige Ausführung senkrecht zur Gittermastelement-Längsachse orientiert.
[0014] Die Längselemente sind insbesondere einteilig ausgeführt, also nicht teilbar. Die
Längselemente können auch mehrteilig, insbesondere steckbar, ausgeführt sein. Insbesondere
können einzelne Komponenten der Längselemente lösbar miteinander verbunden und insbesondere
miteinander verbolzt sein. Die Längselemente sind insbesondere eben ausgeführt. Die
Längselemente sind im Wesentlichen entlang einer Gittermastelement-Längsachse angeordnet
und insbesondere identisch ausgeführt. Die Gittermastelement-Längsachse ist parallel
zu einer x-Achse eines kartesischen Koordinatensystems orientiert. Es können auch
mehrere Querelemente, also insbesondere mindestens zwei Querelemente vorgesehen sein.
Die Querelemente dienen insbesondere zur lösbaren und/oder gelenkigen Verbindung der
Längselemente. Die Querelemente sind quer und insbesondere senkrecht zu der Gittermastelement-Längsachse
orientiert. Die Querelemente sind parallel zu einer y-Achse des kartesischen Koordinatensystems
und insbesondere in einer zur yz-Ebene parallelen Ebene orientiert. Das erfindungsgemäße
Gittermastelement ist modular ausgeführt und stellt ein räumliches Tragwerk mit vergleichsweise
hoher Steifigkeit dar, das mehrere, insbesondere mindestens zwei, Flächentragwerke
in Form der Längselemente aufweist. Die Längselemente und die Querelemente begrenzen
eine Traglastfläche des Gittermastelements. Die Traglastfläche ist parallel zu der
xy-Ebene des kartesischen Koordinatensystems orientiert. Die Flächentragwerke sind
insbesondere senkrecht zur Traglastfläche, also parallel zur z-Achse des kartesischen
Koordinatensystems, orientiert. Dadurch, dass die Längselemente selbst als Flächentragwerk
ausgeführt sind, weisen diese eine vergleichsweise hohe Eigensteifigkeit in ihrer
Ebene, also der xz-Ebene, auf. Durch die Verbindung mit den Querelementen wird das
räumliche Tragwerk des Gittermastelements zusätzlich, insbesondere in der yz-Ebene,
ausgesteift. Gleichzeitig ist der Materialaufwand zur Herstellung des Gittermastelements
gering, da wenige, gewichtsreduzierte Querelemente zwischen den Längselementen verwendet
werden. Das erfindungsgemäße Gittermastelement weist eine erhöhte Steifigkeit bei
reduziertem Materialeinsatz auf. Das Gittermastelement hat ein geringes, spezifisches
auf die Steifigkeit des Querschnitts bezogenes Gewicht. Aufgrund der, insbesondere
lösbaren und/oder gelenkigen, Verbindung der Längselemente durch die Querelemente
kann das Gittermastelement von einer Arbeitsanordnung mit einer eine maximale Gittermastelementbreite
aufweisenden maximalen Traglastfläche in eine Transportanordnung mit einer eine minimale
Gittermastelementbreite aufweisende minimaler Traglastfläche überführt werden. Bei
maximaler Traglastfläche weisen die Längselemente einen maximalen Abstand entlang
der y-Achse zueinander auf. Dadurch ist eine besonders hohe Steifigkeit des Gittermastelements
entlang der y-Richtung gewährleistet. Ein derartiges Gittermastelement kann beispielsweise
für einen Gittermastausleger eines Montagekrans verwendet werden. Ein derartiges Gittermastelement
ist geeignet, um besonders hohe Seitenkräfte, insbesondere entlang der y-Achse, aufnehmen
zu können. Die minimale Traglastfläche ermöglicht einen besonders vorteilhaften, platzsparenden
Transport des Gittermastelements in der Transportanordnung. Insbesondere ist das erfindungsgemäße
Gittermastelement in der Transportanordnung in einer Transporteinheit auf der Straße,
auf der Schiene oder auf dem Wasser transportierbar. Insbesondere werden zulässige
Transportmaße, wie beispielsweise eine maximale Transportbreite von 3 m und eine Transporthöhe
von 4 m, nicht überschritten.
[0015] Das Gittermastelement weist mindestens ein Aussteifungselement zum Aussteifen des
Gittermastelements durch Verbinden der Längselemente und/oder der Querelements miteinander
auf. Dadurch ist das Gittermastelement zusätzlich ausgesteift. Für die Aussteifung
des Gittermastelements dient mindestens ein Aussteifungselement, dass insbesondere
gelenkig und/oder lösbar zur Verbindung der Längselemente und/oder der Querelemente
vorgesehen ist. Das mindestens eine Aussteifungselement verbindet ein Längselement
mit dem Querelement, um einen Eckenbereich zwischen dem Längselement und dem Querelement
auszusteifen. Es ist grundsätzlich auch denkbar, dass das mindestens eine Aussteifungselement
zwei Längselemente miteinander verbindet. Das Aussteifungselement ist innerhalb der
Traglastfläche und/oder an einem Rand der Traglastfläche angeordnet. Sofern mehrere
Aussteifungselemente vorgesehen sind, können diese in zwei zueinander beabstandet
orientierten Aussteifungselementebenen angeordnet sein. Die Aussteifungselementebenen
sind insbesondere entlang einer Höhenrichtung, also entlang einer z-Achse beabstandet
zueinander angeordnet. Die Aussteifungselementebene ist identisch mit der Traglastfläche
oder unter einem Neigungswinkel dazu orientiert. Bei einem Gittermastelement könnten
die Längselemente entlang der Gittermastelementlängsachse einen konischen Verlauf
aufweisen. Die Längselemente selbst sind also trapezförmig ausgeführt. Durch die Trapezform
der Längselemente wird ein Neigungswinkel vorgegeben. Unter diesem Neigungswinkel
ist die Traglastfläche, also die Aussteifungselementebene, jeweils zu einer Projektionsfläche,
die parallel zur Gittermast-Längsachse orientiert ist, angeordnet. Sofern der Neigungswinkel
einen maximalen Neigungswinkel übersteigt, sind die Aussteifungselemente bevorzugt
in der Traglastfläche orientiert. Die Aussteifungselemente sind nicht parallel zur
Gittermast-Längsachse orientiert. Der maximale Neigungswinkel beträgt beispielsweise
5°, insbesondere maximal 4°, insbesondere maximal 3°, insbesondere maximal 2°, insbesondere
maximal 1,5°. Sofern der maximale Neigungswinkel nicht überschritten ist, können die
Aussteifungselemente parallel zur Projektionsfläche, die parallel zur Gittermast-Längsachse
orientiert ist, angeordnet sein. Die Aussteifungselementebene ist dann nicht parallel
zur Traglastfläche angeordnet. Die Aussteifungselementebene und die Traglastfläche
sind in diesem Fall unter dem genannten Neigungswinkel, der den maximalen Neigungswinkel
überschritten hat, zueinander angeordnet. Die Aussteifungselemente sind dann nicht
parallel zu den Gurtelementen der Längselemente orientiert. Eine derartige Anordnung
bietet Vorteile bei der mechanischen Bearbeitung und Herstellung eines Gittermastelements.
Das mindestens eine Aussteifungselement ist unmittelbar mit den Längselementen und/oder
dem Querelement verbunden.
[0016] Ein Gittermastelement nach Anspruch 2 weist eine besonders hohe Quersteifigkeit auf.
Eine parallel zur yz-Ebene orientierte Querschnittsfläche der Gittermastelements,
die insbesondere senkrecht zur Gittermastelement-Längsachse orientiert ist, ist insbesondere
rechteckförmig ausgeführt und weist eine Gittermastelementbreite und eine Gittermastelementhöhe
auf. Die Gittermastelementbreite ist größer als die parallel zur z-Achse orientierte
Gittermastelementhöhe. Insbesondere ist die Gittermastelementbreite mehr als doppelt
so groß, insbesondere mehr als dreimal so groß und insbesondere mehr als viermal so
groß als die Gittermastelementhöhe. Unter der Gittermastelementbreite wird ein Abstand
der Längselemente zueinander verstanden. Die Bezeichnungen Gittermastelementhöhe und
Gittermastelementbreite sind unabhängig von der Orientierung bzw. Anbringung des Gittermastauslegers
an einem Kran zu verstehen. Die Bezeichnungen bringen vielmehr zum Ausdruck, dass
die Gittermastelementbreite die Breite der yz-Querschnittsfläche und insbesondere
die Breite der Traglastfläche des Gittermastelements darstellt. Die Gittermastelementhöhe
gibt die Höhe der yz-Querschnittsfläche vor. Insbesondere ist die Orientierung von
Gittermastelementhöhe und Gittermastelementbreite unabhängig von der Orientierung
einer Wippachse um die ein Gittermastausleger wippbar an einem Kran angelenkt sein
kann.
[0017] Ein Gittermastelement gemäß Anspruch 3 ermöglicht die veränderliche Anordnung der
Längselemente zueinander für eine minimale Gittermastbreite des Gittermastelements
in einer Transportanordnung und eine maximale Gittermastbreite des Gittermastelements
in einer Arbeitsanordnung. Insbesondere ist es möglich, die Querelemente und/oder
Aussteifungselemente aus einer insbesondere gelenkigen Anlenkung an den Längselementen
zu lösen, um dadurch ein Verschwenken der an den Längselementen verbliebenen angelenkten
Querelemente und/oder Aussteifungselemente zu ermöglichen. Insbesondere ist es also
möglich, dass das Gitterelement faltbar ist. Ein Falten des Gittermastelements erfolgt
insbesondere dadurch, dass die beiden Längselemente aufeinander zu bewegt werden,
um die Gittermastelementbreite, die insbesondere in der Arbeitsanordnung maximal ist,
zu reduzieren, die in einer Transportanordnung insbesondere minimal ist. Das Falten
ermöglicht einen schnellen, unkomplizierten und insbesondere einfach handhabbaren
Wechsel von der Arbeitsanordnung in die Transportanordnung des Gittermastelements.
[0018] Ein Gittermastelement gemäß Anspruch 4 weist eine besonders effektive Aussteifung
auf. Es sind vier Aussteifungselemente vorgesehen, die insbesondere in Rautenform
innerhalb des insbesondere rechteckförmig ausgeführten Gittermastelements angeordnet
sind. Die Ecken der Raute sind jeweils insbesondere an den Seitenmitten des Gittermastelements
angeordnet. Ein derartiges Gittermastelement ist in allen Richtungen in der xy-Ebene
ausgesteift.
[0019] Ein Gittermastelement nach Anspruch 5 ermöglicht eine besonders vorteilhafte Gestaltung
der Längselemente. Bei einer Ausführung als Fachwerk können die Längselemente Nullstäbe
und/oder Diagonalstäbe zur Aussteifung des Fachwerks aufweisen. Bei dem Fachwerk sind
Zug- und Druckstäbe miteinander verbunden. Als Zug- und Druckstäbe dienen beispielsweise
die Diagonalstäbe oder obere und untere Gurtelemente der Längselemente. Alternativ
ist es auch möglich, die Längselemente als Rahmen, also als Stabverband mit biegesteifen
Ecken, oder als Profilträger, also in Form eines einzelnen Balkens, auszuführen. Insbesondere
können auch die Querelemente und/oder Aussteifungselemente als Flächentragwerke und
insbesondere in Form eines Fachwerks mit Nullstäben und/oder Diagonalstäben, als Rahmen
oder als Profilträger ausgeführt sein.
[0020] Ein Gittermastelement nach Anspruch 6 weist eine erhöhte Steifigkeit in einer vorgebbaren
Ebene auf, da die Längselemente und/oder die Querelemente jeweils zwei Gurtelemente
aufweisen, die entlang einer parallel zur z-Achse orientierten Höhenrichtung beabstandet
zueinander angeordnet sind. Die Ausgestaltung der Gurtelemente selbst führt zu einer
Erhöhung der Steifigkeit der Längselemente und der Querelemente senkrecht einer jeweiligen
Elementebene, also zur yz-Ebene bzw. zur xz-Ebene. Die Gurtelemente sind insbesondere
als Hohlprofilelemente ausgeführt. Die Höhenrichtung ist insbesondere senkrecht zur
Traglastfläche orientiert. Die Gurtelemente weisen ein axiales Flächenträgheitsmoment
um die z-Achse auf, das größer ist als ein axiales Flächenträgheitsmoment um eine
zu der z-Achse senkrecht orientierte Querachse. Bei den Längselementen entspricht
die Querachse der y-Achse. Bei den Querelementen entspricht die Querachse der x-Achse.
In jedem Fall ist die Querachse senkrecht zu einer jeweils von dem Längselement oder
dem Querelement aufgespannten Ebene orientiert.
[0021] Ein Gittermastelement nach Anspruch 7 ermöglicht eine verbesserte Verlagerung von
der Transportanordnung in die Arbeitsanordnung und umgekehrt. Dadurch, dass mindestens
zwei miteinander verbundene Querelemente vorgesehen sind, um zwei Längselemente miteinander
zu verbinden, ist die Flexibilität bei der Verlagerung von der Transportanordnung
in die Arbeitsanordnung des Gittermastelements erhöht. Die zusätzliche Flexibilität
bei der Beweglichkeit des Gittermastelements wird durch eine gelenkige Verbindung
der Querelemente um die z-Achse ermöglicht. In der Arbeitsanordnung sind die Querelemente
momentensteif, also nicht gelenkig, um eine senkrecht zur Traglastfläche orientierte
z-Achse miteinander verbunden. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Querelemente
durch zwei, insbesondere parallele, beabstandet zueinander angeordnete Schwenkachsen
miteinander verbunden sind. Mindestens eine der Schwenkachsen kann außerhalb einer
von einem Querelement definierten Ebene angeordnet sein. Diese Schwenkachse weist
einen Abstand, insbesondere entlang der x-Achse, zu dem Querelement auf. Die beabstandete
Anordnung der Schwenkachse zu dem Querelement kann durch mindestens ein Anlenkelement,
insbesondere zwei entlang der Schwenkachse beabstandet zueinander angeordneten Anlenkelementen,
ausgeführt sein. Dadurch weist das Gittermastelement gemäß Anspruch 7 trotz der gelenkigen
Verbindung der Querelemente in der Transportanordnung in der Arbeitsanordnung eine
ausreichende Steifigkeit auf.
[0022] Ein Gittermastelement nach Anspruch 8 ermöglicht eine verbesserte Flexibilität bei
der Verlagerung des Gittermastelements von der Transportanordnung in die Arbeitsanordnung.
Insbesondere ist eine verbesserte Verbindung der Querelemente miteinander geschaffen.
Das Klappen der Querelemente zueinander ist verbessert. Insbesondere ist ein Durchhängen
der Aussteifungselemente in der xy-Ebene bei einem Wechsel von der Transportanordnung
in die Arbeitsanordnung und umgekehrt reduziert.
[0023] Ein Gittermastelement nach Anspruch 9 ermöglicht insbesondere bei Hintereinanderanordnung
mehrerer Gittermastelemente entlang der Gittermastelement-Längsachse die Gestaltung
eines Gittermastauslegers mit konstantem Querschnitt entlang der Gittermastelement-Längsachse.
Dies ist durch ein Gittermastelement mit rechteckförmiger Traglastfläche, also mit
rechteckförmiger Querschnittsfläche in der xy-Ebene, gewährleistet. Ein Gittermastelement
mit einer trapezförmigen Traglastfläche ermöglicht einen Übergang von einer größeren
zu einer kleineren Querschnittsfläche in der yz-Ebene entlang der Gittermastelement-Längsachse
oder umgekehrt. Ein derartiges Gittermastelement erhöht die Variabilität bei der Gestaltung
eines Gittermastauslegers.
[0024] Bei einem Gittermastelement nach Anspruch 10 ist die Verlagerung von der Transportanordnung
in die Arbeitsanordnung und umgekehrt erleichtert. Mittels eines Antriebselements,
das beispielsweise eine teleskopierbare Kolben-Zylinder-Einheit ist, die insbesondere
hydraulisch, pneumatisch oder elektromotorisch angetrieben wird, können die Längselemente,
die Querelemente und/oder die Aussteifungselemente zueinander verschwenkt werden.
Insbesondere bei großbauenden Kranen, bei welchen die Längselemente, Querelemente
und Aussteifungselemente ein hohes Gewicht aufweisen können, sodass ein manuelles
Klappen durch eine Person beschwerlich ist, ist ein die Verlagerung der genannten
Elemente unterstützend antreibendes Antriebselement vorteilhaft.
[0025] Ein Gittermastelement nach Anspruch 11 ermöglicht eine komplette Demontage der Längselemente.
Insbesondere weisen die Längselemente hierzu mehrere miteinander verbolzbare Einzelkomponenten
auf. Bei einem Lösen aller Verbindungen der Einzelkomponenten miteinander, ist ein
Transport von stabförmigen Einzelkomponenten möglich. Insbesondere ist es nicht erforderlich,
flächenhafte Flächentragwerke zu transportieren. Die Steifigkeit der Flächentragwerke
wird durch das Verbolzen der Einzelkomponenten miteinander gewährleistet.
[0026] Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen Gittermastausleger, insbesondere
für einen Kran, bereitzustellen, der eine ausreichende Tragfähigkeit des Krans in
einer Arbeitsanordnung erfüllt und gleichzeitig ein Transport des Gittermastauslegers
unkompliziert möglich ist.
[0027] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Gittermastausleger mit den
im Anspruch 12 angegebenen Merkmalen.
[0028] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein Gittermastausleger, der insbesondere um eine,
insbesondere horizontal orientierte, Wippachse wippbar ist, mindestens einen Gittermastelementstrang
aufweist, der mindestens ein Gittermastelement umfasst. Insbesondere umfasst der Gittermastelementstrang
mehrere Gittermastelemente, die entlang der Gittermastelementlängsachse hintereinander
angeordnet sind. Die einzelnen Gittermastelemente sind miteinander lösbar verbunden,
insbesondere miteinander verbolzt. Es sind auch andere lösbare Verbindungen zwischen
den einzelnen Gittermastelementen möglich. Wesentlich dabei ist, dass die im Wesentlichen
jeweils rechteckprofilförmigen Gittermastelemente derart angeordnet sind, dass die
von dem Rechteckprofilen jeweils begrenzten Traglastflächen der einzelnen Gittermastelemente
in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind. Das bedeutet, dass die Traglastflächen
entlang der Gittermastelementlängsachse nebeneinander angeordnet sind. Sofern ein
Gittermastausleger genau einen Gittermastelementstrang aufweist, ist dieser insbesondere
derart angeordnet, dass die Gittermastelementbreite parallel zur Wippachse orientiert
ist. Die Gittermastelementlängsachse ist parallel zur Gittermastlängsachse orientiert.
Die Gittermastelementhöhe ist senkrecht zur Wippachse, insbesondere senkrecht zu einer
von Gittermastelementbreite und Gittermastelementlänge aufgespannten Ebene, orientiert.
Die Gittermastelementhöhe entspricht der Gittermasthöhe. Der Gittermastelementstrang
ist über ein damit verbundenes Fußelement insbesondere wippbar an einem Kran, insbesondere
an einem Oberwagen eines Krans, angelenkt. An einem dem Fußelement gegenüberliegend
angeordneten Ende des Gittermastelementstrangs ist ein Kopfelement vorgesehen. Die
Vorteile des Gittermastauslegers entsprechen im Wesentlichen denen des Gittermastelements,
worauf hiermit verwiesen wird. Das Fußelement, das Kopfelement und das mindestens
eine dazwischen angeordnete Gittermastelement sind insbesondere für den Transport
des Gittermastauslegers voneinander trennbar. Insbesondere werden die genannten Elemente
separat voneinander transportiert.
[0029] Ein Gittermastausleger nach Anspruch 13 weist mehrere entlang einer Gittermastausleger-Längsachse
hintereinander angeordnete Gittermastelemente auf. Die Gittermastausleger-Längsachse
ist parallel zur Gittermastelement-Längsachse orientiert. Es ist möglich, die Länge
des Gittermastauslegers entlang der Gittermast-Ausleger-Längsachse durch Anordnen
von Gittermastelementen auf eine erforderliche bzw. gewünschte Länge einzustellen
oder festzulegen.
[0030] Ein Gittermastausleger nach Anspruch 14 weist aufgrund der zwei seitlich nebeneinander,
insbesondere entlang einer Wippachse beabstandet, angeordneten Gittermastelementstränge
eine erhöhte Seitensteifigkeit auf und dient insbesondere für das Heben großer Lasten.
Bezüglich eines Gittermastauslegers mit nur einem einzigen Gittermastelementstrang
sind die einzelnen Gittermastelemente der Gittermastelementstränge bei dem Gittermast
mit zwei Gittermastelementsträngen um 90° gegenüber der Gittermastelementlängsachse
gedreht. Das bedeutet, dass die Gittermastelementbreite einer Gittermastelementstranghöhe
entspricht. Die Gittermastelementhöhe entspricht der Gittermastelementstrangbreite.
Die Gittermastelementstranghöhe ist identisch mit der Gittermasthöhe. Die Gittermastbreite
ergibt sich aus der jeweiligen Gittermastelementstrangbreite der Gittermastelementstränge
und einem Abstand der Gittermastelementstränge zueinander in Richtung der Wippachse.
Es ist möglich, dass die Gittermastelementstränge zumindest abschnittsweise nicht
parallel zueinander angeordnet sind. Entsprechend kann die Gittermastbreite entlang
der Gittermastlängsachse veränderlich sein. Die Steifigkeit eines Gittermastauslegers
in z-Richtung und damit dessen Tragfähigkeit können aufgrund maximal zulässiger Transportmaße
begrenzt sein. Durch den Einsatz eines erfindungsgemäßen Gittermastelements für einen
erfindungsgemäßen Gittermastausleger ist es möglich, dieses Transportproblem zu lösen.
Das Gittermastelement ist verstellbar. Dadurch ist es möglich, Gittermastelementstränge
bereitzustellen, die eine Gittermastelementstranghöhe aufweisen, die größer ist als
eine Gittermastelementstrangbreite. Insbesondere beträgt die Gittermastelementstranghöhe
ein Vielfaches, insbesondere das Zweifache, insbesondere das Dreifache und insbesondere
das Vierfache, der Gittermastelementstrangbreite. Insbesondere sind die Gittermastelementstränge
voneinander lösbar.
[0031] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kran mit einem Gittermastausleger
bereitzustellen, der eine erhöhte Seitensteifigkeit aufweist und insbesondere unkompliziert
transportierbar ist.
[0032] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen Kran mit den im Anspruch 15
angegebenen Merkmalen.
[0033] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein Kran mit mindestens einem um eine, insbesondere
horizontal orientierte, Wippachse wippbar angelenkten Gittermastausleger eine erhöhte
Steifigkeit aufweist. Ein derartiger Kran ist insbesondere ein Montagekran, insbesondere
für die Montage eines Rotors an einem Windkraftwerk.
[0034] Die sich hieraus ergebenden Vorteile für den Kran entsprechen im Wesentlichen den
Vorteilen des Gittermastelements und des Gittermastauslegers, worauf hiermit verwiesen
wird.
[0035] Ausfühningsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Raupenkrans mit einem mehrere Gittermastelemente aufweisenden
Gittermastausleger,
- Fig. 2
- eine Fig. 1 entsprechende Seitenansicht eines weiteren Gittermastauslegers mit mehreren
erfindungsgemäßen Gittermastelementen,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Gittermastauslegers gemäß Pfeil III in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine schematische Perspektivdarstellung eines Gittermastelements des Gittermastauslegers
in Fig. 2,
- Fig. 5
- eine Explosionsdarstellung des Gittermastelements in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung von zwei entlang einer Gittermastelement-Längsachse
hintereinander angeordneten Gittermastelementen gemäß Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Fig. 3 entsprechende Ansicht einer konkreten Ausführungsform des Gittermastelements
in einer Arbeitsanordnung,
- Fig. 8 bis 10
- verschiedene Transportanordnungen des Gittermastelements in Fig. 7,
- Fig. 11
- eine Fig. 2 entsprechende Seitenansicht des Gittermastelements in Fig. 7,
- Fig. 12
- eine Fig. 3 entsprechende Ansicht des Gittermastauslegers in einer konkreten Ausführungsform,
- Fig. 13
- eine vergrößerte Detailansicht von Detail XIII in Fig. 12,
- Fig. 14
- eine Ansicht gemäß Pfeil XIV in Fig. 13,
- Fig. 15
- eine teilgeschnittene, perspektivische Detailansicht eines Längselements des Gittermastelements
in Fig. 7,
- Fig. 16
- eine Fig. 12 entsprechende Darstellung eines AdapterGittermastelements in einer Arbeitsanordnung,
- Fig. 17
- das Adapter-Gittermastelement gemäß Fig. 16 in einer Transportanordnung,
- Fig. 18
- eine Fig. 4 entsprechende schematische Perspektivdarstellung eines Gittermastelements
gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 19
- eine Explosionsdarstellung des Gittermastelements gemäß Fig. 18,
- Fig. 20
- eine schematische Darstellung mit zwei entlang einer Gittermastelement-Längsachse
hintereinander angeordneten Gittermastelementen gemäß Fig. 18,
- Fig. 21
- eine Fig. 18 entsprechende Ansicht eines Gittermastelements in einer Arbeitsanordnung,
- Fig. 22
- das Gittermastelement gemäß Fig. 21 in einer Transportanordnung,
- Fig. 23
- eine vergrößerte Ansicht des Details XXIII in Fig. 21,
- Fig. 24
- eine Fig. 4 entsprechende schematische Perspektivdarstellung einer weiteren Ausführungsform
eines Gittermastelements,
- Fig. 25
- eine Fig. 24 entsprechende Explosionsdarstellung,
- Fig. 26
- eine schematische Darstellung eines Gittermastauslegers mit zwei entlang einer Gittermastelement-Längsachse
hintereinander angeordneten Gittermastelementen gemäß Fig. 24,
- Fig. 27
- eine Draufsicht eines konkreten Ausführungsbeispiels eines Gittermastelements gemäß
Fig. 24 in einer Arbeitsanordnung,
- Fig. 28
- das Gittermastelement gemäß Fig. 27 in einer Transportanordnung,
- Fig. 29
- eine Fig. 27 entsprechende Draufsicht mehrerer entlang einer Gittermastelement-Längsachse
hintereinander angeordneter Gittermastelemente,
- Fig. 30
- eine Fig. 7 entsprechende Draufsicht einer weiteren Ausführungsform eines Gittermastelements
in einer Arbeitsanordnung,
- Fig. 31
- das Gittermastelement gemäß Fig. 30 in einer Transportanordnung,
- Fig. 32
- eine Fig. 30 entsprechende Draufsicht einer weiteren Ausführungsform eines ein Antriebselement
aufweisenden Gittermastelements in einer Arbeitsanordnung,
- Fig. 33
- das Gittermastelement gemäß Fig. 32 in einer Transportanordnung,
- Fig. 34
- eine Fig. 32 entsprechende Draufsicht einer weiteren Ausführungsform eines ein Antriebselement
aufweisenden, trapezförmigen Gittermastelements in einer Arbeitsanordnung,
- Fig. 35
- das Gittermastelement gemäß Fig. 34 in einer Transportanordnung,
- Fig. 36
- eine vergrößerte, teilgeschnittene Ansicht des Details XXXVI in Fig. 35,
- Fig. 37
- eine Fig. 4 entsprechende schematische Perspektivdarstellung eines Gittermastelements
gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 38
- eine Explosionsdarstellung des Gittermastelements in Fig. 37,
- Fig. 39
- eine schematische Darstellung eines Gittermastauslegers mit mehreren entlang einer
Gittermastelement-Längsachse hintereinander angeordneten Gittermastelementen gemäß
Fig. 37,
- Fig. 40
- eine Fig. 4 entsprechende schematische Perspektivdarstellung eines Gittermastelements
gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 41
- eine Explosionsdarstellung des Gittermastelements in Fig. 40,
- Fig. 42
- eine Perspektivdarstellung des Gittermastelements gemäß dem Ausführungsbeispiel in
Fig. 40, 41,
- Fig. 43
- eine Fig. 12 entsprechende Ansicht eines Gittermastauslegers gemäß einer weiteren
Ausführungsform,
- Fig. 44
- eine Fig. 43 entsprechende Ansicht eines Gittermastauslegers in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 45
- eine Fig. 2 entsprechende Seitenansicht eines Gittermastauslegers gemäß einer weiteren
Ausführungsform,
- Fig. 46
- eine Ansicht gemäß Pfeil XLV in Fig. 45.
[0036] Ein in Fig. 1 dargestellter Kran 1 ist als Raupenkran ausgeführt mit zwei an einem
Unterwagen 2 parallel angeordneten Raupenfahrwerken 3. Um eine vertikale Drehachse
4 drehbar auf dem Unterwagen 2 ist der Oberwagen 5 angeordnet. An dem Oberwagen 5
ist um eine horizontal angeordnete Wippachse 6 ein Gittermastausleger 7 in einer Vertikalebene,
die der Zeichenebene in Fig. 1 entspricht, wippbar angelenkt. An einem der Wippachse
6 gegenüberliegenden Ende des Gittermastauslegers 7 ist an diesem schwenkbar ein Hilfsausleger
8 angelenkt. An der Spitze des Hilfsauslegers 8 ist eine Flasche 9 mit einem Haken
zum Heben, Halten und Verlagern von Lasten vorgesehen. Sowohl der Gittermastausleger
7 als auch der Hilfsausleger 8 weisen mehrere Gittermastelemente 10 auf.
[0037] Fig. 2 und 3 zeigen eine Ausführung eines erfindungsgemäßen Gittermastauslegers 11.
Der Gittermastausleger 11 weist ein Fußelement 12 auf, mit dem er um die Wippachse
6 wippbar an dem nicht dargestellten Oberwagen des Krans anlenkbar ist. Der Gittermastausleger
11 weist eine Gittermastausleger-Längsachse 13 auf. Entlang der Gittermastausleger-Längsachse
13 schließt sich an das Fußelement 12 ein Adapter-Gittermastelement 14, mehrere Gittermastelemente
15, ein weiteres Adapter-Gittermastelement 16, weitere Gittermastelemente 17 sowie
ein Kopfelement 18 an.
[0038] Aus der Darstellung in Fig. 2 ergibt sich, dass eine Gittermastelementhöhe H entlang
der Gittermastausleger-Längsachse 13 im Wesentlichen unverändert ist. Lediglich in
einem Anlenkungsbereich des Fußelements 12 ist die Gittermastelementhöhe H reduziert.
Die Gittermastelementhöhe H ist aber insbesondere für die Adapter-Gittermastelemente
14, 16, für die Gittermastelemente 15, 17 und für das Kopfelement 18 im Wesentlichen
identisch. Es ist auch denkbar, dass die Gittermastelementhöhe H der Adapter-Gittermastelemente
14, 16 entlang der Gittermastelement-Längsachse 13 veränderlich ist. Insbesondere
ist es denkbar, dass die Gittermastelementhöhe H von dem Fußelement 12 hin zu dem
Gittermastelement 15 ansteigt. Entsprechend kann die Gittermastelementhöhe H von dem
Kopfelement 18 bzw. von dem Gittermastelement 17 zu dem Gittermastelement 15 entlang
des Adapter-Gittermastelements 16 ansteigen. Der Anstieg der Gittermastelementhöhe
H ist insbesondere linear. Der Anstieg der Gittermastelementhöhe H kann auch nicht-linear
und insbesondere einen entlang der Gittermastelement-Längsachse 13 gekrümmten Verlauf
aufweisen. Die Gittermastelementhöhe H ist identisch zu einer Gittermasthöhe h, die
senkrecht zu einer von der Gittermastlängsachse 13 und der Wippachse 6 aufgespannten
Ebene orientiert ist.
[0039] Dagegen ist eine in Fig. 3 dargestellte Gittermastelementbreite B der Gittermastelemente
15 deutlich größer als eine entsprechende Breite des Fußelements 12, der Gittermastelemente
17 oder des Kopfelements 18. Insbesondere beträgt die Gittermastelementbreite B des
Gittermastelements 15 mindestens das Zweifache, insbesondere mindestens das Dreifache
und insbesondere mindestens das Vierfache der Breite des Fußelements 12, des Gittermastelements
17 oder des Kopfelements 18. Die Adapter-Gittermastelemente 14, 16 ermöglichen einen
Übergang der Breite des Fußelements 12 bzw. des Gittermastelements 17 auf die vergrößerte
Gittermastelementbreite B der Gittermastelemente 15. Die Gittermastelementbreite B
ist identisch zu einer Gittermastbreite b, die parallel zur Wippachse 6 orientiert
ist.
[0040] Bei dem gezeigten erfindungsgemäßen Gittermastausleger 11 ist die Gittermastelementbreite
B parallel zur Wippachse 6 und die Gittermastelementhöhe H senkrecht zur Wippachse
6 orientiert. Sowohl die Gittermastelementbreite B als auch die Gittermastelementhöhe
H sind jeweils senkrecht zur Gittermastausleger-Längsachse 13 orientiert.
[0041] Wesentlich ist, dass der Gittermastausleger 11 im Bereich der Gittermastelemente
15 entlang einer Richtung, hier entlang einer zu der Wippachse 6 parallelen Breitenrichtung,
deutlich größer ist als in einer dazu senkrechten Richtung, hier eine Höhenrichtung.
Durch die erhöhte Gittermastelementbreite B, die insbesondere größer als die zweifache
Gittermastelementhöhe H, insbesondere größer als die dreifache Gittermastelementhöhe
H und insbesondere größer als die vierfache Gittermastelementhöhe H ist, weist das
Gittermastelements 15 eine erhöhte Seitensteifigkeit auf. Eine Traglastfläche 19 ist
durch die Gittermastelementbreite B und durch eine entlang der Gittermast-Längsachse
13 orientierte Gittermastelementlänge L festgelegt. Die Gittermastelementhöhe H ist
senkrecht zur Traglastfläche 19 orientiert, die parallel zur xy-Ebene angeordnet ist.
[0042] Im Folgenden wird anhand von Fig. 4 bis Fig. 11 das Gittermastelement 15 näher erläutert.
Wie der schematische Aufbau in Fig. 4 und 5 zeigt, umfasst das Gittermastelement 15
zwei parallel zu einer Gittermastelement-Längsachse 20 angeordnete Längselemente 21.
Die Gittermastelement-Längsachse 20 ist parallel zu einer x-Achse eines in Fig. 4
gekennzeichneten kartesischen Koordinatensystems orientiert. Die Gittermastelement-Längsachse
20 fällt insbesondere mit der Gittermastausleger-Längsachse 13, wie in Fig. 6 dargestellt,
zusammen.
[0043] Die Längselemente 21 sind jeweils an entlang der Gittermastelement-Längsachse 20
gegenüberliegend angeordneten Enden durch zwei miteinander verbundene entlang der
y-Achse orientierten Querelemente 22 miteinander verbunden.
[0044] Sowohl die Längselemente 21 als auch die Querelemente 22, die gemeinsam die rechteckförmige
Traglastfläche 19 aufspannen, sind jeweils als Flächentragwerke ausgeführt. Die Flächentragwerke
21, 22 sind jeweils senkrecht zur Traglastfläche 19 orientiert. Gemäß dem kartesischen
Koordinatensystem in Fig. 4 ist die Traglastfläche 19 in der xy-Ebene angeordnet.
Entsprechend sind die Längselemente 21 in der xz-Ebene und die Querelemente 22 in
der yz-Ebene angeordnet. Die x-Richtung entspricht der Längsrichtung des Gittermastelements
15 bzw. des Gittermastauslegers 11. Die y-Richtung entspricht der Breitenrichtung
des Gittermastelements 15. Die z-Richtung entspricht der Höhenrichtung des Gittermastelements
15.
[0045] Zur Verbindung der Querelemente 22 miteinander ist jeweils ein dazwischen angeordnetes
Verbindungselement 23 vorgesehen. Die Verbindungselemente 23 ermöglichen die momentensteife
Verbindung der Querelemente 22 in der Arbeitsanordnung des Gittermastelements 15 gemäß
Fig. 4. Das bedeutet, dass die Verbindung der Querelemente 22 an dem Verbindungselement
23 bezüglich einer Drehung um die z-Achse verhindert ist. Dadurch weist das Gittermastelement
eine erhöhte Steifigkeit auf. Über das Verbindungselement 23 sind weitere Aussteifungselemente
24 mit den Längselementen 21 verbunden. Aussteifungselemente 24 ergeben eine im Wesentlichen
rautenförmige innere Kontur des Gittermastelements 15 und sorgen für eine erhöhte
Steifigkeit des Gittermastelements 15.
[0046] Die Aussteifungselemente 24 sind ebenfalls als Flächentragwerke ausgeführt.
[0047] Die Flächentragwerke, also die Längselemente 21, die Querelemente 22 und die Aussteifungselemente
24, sind insbesondere einteilig, also nicht teilbar, ausgeführt und ermöglichen eine
Erhöhung der Gesamtsteifigkeit des Gittermastelements. Die Flächentragwerke 21, 22,
24 sind eben ausgeführt. Insbesondere sind die Flächentragwerke jeweils als Fachwerk
ausgeführt. Es ist auch denkbar, dass die Flächentragwerke als Rahmen oder als Profilträger
ausgeführt sein können.
[0048] Um eine besonders vorteilhafte Verlagerung des Gittermastelements 15 von der in Fig.
4 und 6 gezeigten Arbeitsanordnung, in der das Gittermastelement eine maximale Breite
B
max aufweist in eine in den Fig. 8 bis 10 dargestellten Transportanordnungen zu überführen,
in welchen das Gittermastelement 15 jeweils eine minimale Breite B
min aufweist, sind die Querelemente 22 und die Aussteifungselemente 24 jeweils gelenkig
und/oder lösbar mit den Längselementen 21 und/oder dem Verbindungselement 23 verbunden.
Die Aussteifungselemente 24 sind jeweils um eine zur z-Achse parallele Schwenkachse
25 an das Längselement 21 und eine zur z-Achse parallele Schwenkachse 26 an das Verbindungselement
23 angelenkt. Die momentensteife Verbindung der Querelemente 22 zueinander erfolgt
durch zwei parallel zueinander und zur z-Achse orientierte Verbindungsachsen 27. Insbesondere
sind die Verbindungsachsen 27 entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 beabstandet
zueinander orientiert und bezogen auf das Gittermastelement 15 außermittig, also mit
einem Abstand zur Gittermastelement-Längsachse 20 versetzt angeordnet.
[0049] Die Querelemente 22 sind an einem dem Verbindungselement 23 gegenüberliegenden Ende
an einer parallel zur z-Achse orientierten Schwenkachse 25 schwenkbar mit dem Längselement
21 verbunden.
[0050] Im Folgenden wird die Anordnung des Gittermastelements 15 ausgehend von der in Fig.
7 dargestellten Arbeitsanordnung mit der maximalen Gittermastelementbreite B
max in die Transportanordnung gemäß Fig. 8 mit einer minimalen Gittermastelementbreite
B
min erläutert. An den Verbindungselementen 23 wird jeweils eine der Verbindungen der
Querelemente 22 an den Verbindungsachsen 27 gelöst, so dass das jeweilige Querelement
22 an dem Verbindungselement 23 um die jeweils andere Verbindungsachse 27 schwenkbar
mit dem Verbindungselement 23 verbunden ist. Dadurch wird die momentensteife Verbindung
der Querelemente 22 zueinander gelöst. Die Querelemente 22 sind an dem Verbindungselement
23 schwenkbar. Gleichzeitig werden die Aussteifungselemente 24 an den Schwenkachsen
25 von den Längselementen 21 gelöst.
[0051] Eine bevorzugte Transportanordnung gemäß Fig. 8 ergibt sich dadurch, dass das jeweils
untere Verbindungselement 23 gemäß Fig. 8 nach oben, also zwischen die beiden Längselemente
21, verlagert wird. Dies erfolgt dadurch, dass zunächst die Aussteifungselemente 24
jeweils von den Längselementen 21 gelöst werden und um die Schwenkachsen 26 zur Gittermastelement-Längsachse
20 hingeschwenkt werden. Anschließend werden die beiden ursprünglich in der Arbeitsanordnung
horizontal angeordneten Querelemente 22 im Wesentlichen vertikal nach oben um die
Schwenkachsen 25 geklappt. Entsprechend wird auch das obere Verbindungselement 23
nach oben, analog dem unteren Verbindungselement 23, geschwenkt. In dieser zusammengeklappten
Transportanordnung ist die Transportbreite B
min reduziert und insbesondere auf ein transportfähiges Maß reduziert. Insbesondere beträgt
B
min höchstens 4 m und insbesondere höchstens 3 m. In der Transportanordnung gemäß Fig.
8 sind die beiden Verbindungselemente 23 in die gleiche Richtung, also gemäß Fig.
8 nach oben, verlagert. Das Gittermastelement 15 weist in dieser Anordnung eine Transportlänge
auf, die größer ist als die Länge des Gittermastelements 15 in der Arbeitsanordnung
gemäß Fig. 7. Dadurch, dass die Schwenkachsen 25, an welchen die Querelemente 22 an
den Längselementen 21 verschwenkt werden, einen vergleichsweise großen Abstand entlang
der Gittermastelement-Längsachse 20 aufweisen, ist die Verlagerung von der Arbeitsanordnung
in Fig. 7 zu der Transportanordnung in Fig. 8 kinematisch besonders stabil.
[0052] Es ist auch möglich, das in Fig. 7 gezeigte Gittermastelement 15 in die in Fig. 9
gezeigte Transportanordnung zu verlagern, indem die beiden Verbindungselemente 23
gegensätzlich zueinander aus der Gittermastelementmitte heraus voneinander weg verlagert
werden. In einer derartigen Transportanordnung ist die minimale Gittermastelementbreite
B
min gegenüber der minimalen Transportelementbreite gemäß Fig. 8 identisch.
[0053] Die geringste Transportlänge für das Gitterelement 15 gemäß Fig. 7 ist bei einer
Transportanordnung gemäß Fig. 10 möglich. Diese Transportanordnung wird dadurch erreicht,
dass zunächst die Schwenkachsen 25 zwischen den Querelementen 22 und den Längselementen
21 und anschließend jeweils eine der Verbindungsachsen 27 zwischen den Querelementen
22 und den Verbindungselementen 23 gelöst werden. Anschließend können die Aussteifungselemente
24 zum Verschwenken der Querelemente 22 und der Verbindungselemente 23 genutzt werden.
[0054] Fig. 11 zeigt eine Fig. 2 entsprechende Seitenansicht des Gittermastelements 15.
Die Zeichenebene in Fig. 11 entspricht der Ebene des Flächentragwerks des Längselements
21. Das Längselement 21 weist zwei parallel zueinander orientierte Gurtelemente 28
auf, die durch mehrere Nullstäbe 29 und Diagonalstäbe 30 miteinander verbunden und
dadurch zusätzlich ausgesteift sind. Das Flächentragwerk 21 des Gittermastelements
15 ist als Fachwerk ausgeführt.
[0055] In Fig. 12 ist der Gittermastausleger 11 gemäß Fig. 3 in einer konkreten Ausführungsform
mit den Adapter-Gittermastelementen 14, 16 und den dazwischen angeordneten Gittermastelementen
15 gezeigt.
[0056] In Fig. 13 und 14 ist das Verbindungselement 23, das bei den Adapter-Gittermastelementen
14, 16 funktionsgleich zu den Verbindungselementen 23 der Gittermastelemente 15 ausgeführt
ist, näher dargestellt.
[0057] Im Folgenden wird anhand der Fig. 15 auf die Ausgestaltung eines Flächentragwerks
in Form eines Längselements 21 und insbesondere die Ausführung der dafür verwendeten
Gurtelemente 28 näher erläutert. Das Längselement 21 umfasst zwei sich entlang der
parallel zur Gittermastelement-Längsachse 20 parallel verlaufenden x-Achse erstreckende
Gurtelemente 28. Bei den Gurtelementen 28 handelt es sich um Rechteck-Hohlprofile,
die in der yz-Ebene einen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen, der entlang der
y-Achse, also entlang der Breitenrichtung des Gittermastelements, eine größere Dimension
aufweist als entlang der z-Achse, also entlang der Höhenrichtung des Gittermastelements.
Das bedeutet, dass das Gurtelement 28 ein axiales Flächenträgheitsmoment um die z-Achse
aufweist, das größer ist als ein axiales Flächenträgheitsmoment um die y-Achse. Dadurch
wird erreicht, dass die Steifigkeit des Gittermastelements 15 insgesamt bezogen auf
eine Seitenkraft in Breitenrichtung entlang der y-Achse zusätzlich erhöht ist. Die
Gurtelemente 28 des Längselements 21 sind in Höhenrichtung, also entlang der z-Achse,
durch die Nullstäbe 29 und die Diagonalstäbe 30 gestützt. Das Risiko eines Knickens
ist dadurch reduziert. In einer Breitenrichtung, also entlang der y-Achse, ist das
Längselement 21 an drei Stellen gestützt, nämlich jeweils einmal benachbart zu den
Enden der Gurtelemente 28 und in einem mittleren Bereich der Gurtelemente 28 entlang
der Gittermastelement-Längsachse 20. Das bedeutet, dass entlang der y-Achse die Knicklänge
vergrößert ist. Das Rechteck-Hohlprofil des Gurtelements 28 weist daher in Richtung
der y-Achse ein erhöhtes Widerstandsmoment auf. Weiterhin sind in Fig. 15 die an den
Enden der Gurtelemente 28 vorgesehenen Gabel- und Ösenteile 31 dargestellt, die zu
einer Verbindung von zwei Gittermastelementen 15 entlang der Gittermast-Längsachse
13 dienen. Weiterhin sind die Nullstäbe 29 und die Diagonalstäbe 30 des Längselements
21 dargestellt. Anlenkelemente 32 für die Schwenkachse 25 sind an den Gurtelementen
28 befestigt, insbesondere angeschweißt. Die Schwenkachsen 25 sind insbesondere beabstandet
zu einer von den Längselementen 21 aufgespannten, parallel zur xz-Ebene orientierten,
Ebene angeordnet. Diese beabstandete Anordnung der Schwenkachsen 25 von dem Längselement
21 erfolgt mittels der Anlenkelemente 32.
[0058] Die Gurtelemente 28 weisen eine flache, breite Hohlprofilform auf. Dadurch ist eine
Querstabilität und Quersteifigkeit des von den Gurtelementen 28 gebildeten Längselements
21 verbessert. Die Längselemente 21 sind Seitenteile des Gittermastauslegers. Der
Gittermastausleger weist eine erhöhte Querstabilität und Quersteifigkeit durch die
Längselemente 21 auf, die über die Aussteifungselemente 24 mit mindestens einem Querelement
22 verbunden und dadurch ausgesteift sind. Unter Querstabilität bzw. Quersteifigkeit
wird hier die Widerstandsfähigkeit des Längselements 21 gegenüber einer Querbelastung
verstanden. Durch die flachen, breiten Gurtelemente 28, die durch Nullstäbe 29 und
Diagonalstäbe 30 miteinander verbunden sind, ist ein Längselement 21 gebildet, das
in einer Höhenrichtung, also entlang der z-Achse gemäß Fig. 15, eine erhöhte Steifigkeit
und Stabilität aufweist. Aufgrund der erhöhten Quersteifigkeit der Längselemente 21
kann die Anzahl der Aussteifungselemente 24 parallel zur Traglastfläche reduziert
werden. Der Materialeinsatz für ein derartiges Gittermastelement ist reduziert. Das
Gittermastelement ist in Leichbauweise konstruiert.
[0059] Nachfolgend wird die Verlagerung von der Arbeitsanordnung in Fig. 16 in die Transportanordnung
in Fig. 17 für das Adapter-Gittermastelement 14 näher erläutert. Das Adapter-Gittermastelement
14 ist identisch zu dem Adapter-Gittermastelement 16. Das Adapter-Gittermastelement
14 weist eine trapezförmige Traglastfläche 19 auf. An einem in Fig. 16 dargestellten
oberen Ende ist die Traglastfläche 19 durch zwei Querelemente 22, die mittels eines
Verbindungselements 23 miteinander verbunden sind, begrenzt. An einem unteren Ende
ist zur Überbrückung eines Abstands zwischen den beiden Längselementen 21 lediglich
ein Querelement 22 vorgesehen. Zur zusätzlichen Aussteifung sind neben den Aussteifungselementen
24 etwa in einem entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 mittleren Bereich des
Adapter-Gittermastelements 14 weitere Querelemente 22, verbunden mittels eines Verbindungselements
23, vorgesehen. Entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 weist das Adapter-Gittermastelement
14 eine veränderliche Gittermastbreite B auf. An dem unteren Querelement 22 ist die
Gittermastbreite B
min minimal. An dem oberen Ende ist die Gittermastelementbreite B
max maximal.
[0060] Zur Verlagerung des Adapter-Gittermastelements 14 von der in Fig. 16 gezeigten Arbeitsanordnung
in die in Fig. 17 gezeigte Transportanordnung werden die mittleren Querelemente 22
im Bereich der Schwenkachsen 25 von den Längselementen 21 gelöst. Gleichzeitig werden
die mittleren Querelemente an einer der Verbindungsachsen 27 von dem Verbindungselement
23 gelöst und an diesem nach unten verschwenkt. Die oberen Querelemente werden ebenfalls
an den jeweils oberen Verbindungsachsen 27 an dem Verbindungselement 23 sowie an den
Schwenkachsen 25 an den Längselementen 21 gelöst und nach unten geschwenkt. Die beiden
oberen Enden der Längselemente 21 werden jeweils auf die Gittermastelement-Längsachse
20 hin geschwenkt, bis die Längselemente 21 parallel zueinander und parallel zur Gittermastelement-Längsachse
20 angeordnet sind. In dieser Anordnung weist das Adapter-Gittermastelement 14 eine
entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 konstante Breite auf, die der minimalen
Breite B
min des Adapter-Gittermastelements in der Arbeitsanordnung entspricht. In der Arbeitsanordnung
gemäß Fig. 16 sind die beiden Längselemente 21 gegenüber der Gittermastelement-Längsachse
20 geneigt. Ein Neigungswinkel beträgt etwa 15°. Der Neigungswinkel kann entsprechend
dem erforderlichen Querschnittsübergang von den Gittermastelementen 17 auf die Gittermastelemente
15 bzw. von den Gittermastelementen 15 auf das Fußelement 12 entsprechend angepasst
werden.
[0061] Insbesondere kann der Neigungswinkel mehr als 15° oder weniger als 15° betragen.
Die Längselemente 21 sind unter dem Neigungswinkel wie beschrieben im Wesentlichen
entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 angeordnet.
[0062] Fig. 18 bis Fig. 23 zeigen eine weitere Ausführung eines Gittermastelements 15. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 17
bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals
im Einzelnen diskutiert.
[0063] Der wesentliche Unterschied gemäß dem vorigen Ausfühningsbeispiel eines Gittermastelements
besteht darin, dass die Querelemente 22 des Gittermastelements 15 und die daran angelenkten
Aussteifungselemente 24 direkt miteinander verbunden sind. Insbesondere ist die Verwendung
eines Verbindungselements 23 nicht erforderlich. Die Verbindung der Elemente miteinander
ist als vergrößerte Detailansicht in Fig. 23 gezeigt.
[0064] Der Aufbau des Gittermastelements 15 gemäß dieser Ausführungsform ist aufgrund des
nicht erforderlichen Verbindungselements vereinfacht. Insbesondere ist ein derartiger
Aufbau gewichtsreduziert und unkompliziert. Um für eine Verlagerung des Gittermastelements
15 von der in Fig. 21 dargestellten Arbeitsanordnung in die in Fig. 22 dargestellte
Transportanordnung ausreichend Raum zwischen den Längselementen 21 in der Transportanordnung
bereitstellen zu können, ist es erforderlich, dass die Querelemente, die in Fig. 21,
22 oben dargestellt sind, anders ausgeführt sind als die in Fig. 21, 22 unten dargestellten
Querelemente 22. Die Transportanordnung gemäß Fig. 22 entspricht im Wesentlichen der
Transportanordnung in Fig. 8. Die Gittermastelementbreite B
max ist ausgehend von der Arbeitsanordnung in Fig. 21 gegenüber der minimalen Transportelementbreite
B
min in Fig. 22 deutlich reduziert.
[0065] Trotz des vergleichsweise vereinfachten Aufbaus des Gittermastelements ohne Verbindungselemente
ist eine momentensteife Verbindung der Querelemente 22 miteinander möglich. Dies wird
dadurch erreicht, dass die Verbindungsachsen 27 durch jeweils paarweise miteinander
fluchtenden Öffnungen der Querelemente 22 gebildet werden. Die Öffnungen fluchten
ausschließlich in der Arbeitsanordnung des Gittermastelements gemäß Fig. 21. In die
fluchtenden Öffnungen sind zur Aussteifung Bolzen gesteckt.
[0066] Fig. 24 bis 29 zeigen eine weitere Ausführung eines Gittermastelements 15. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 23
bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals
im Einzelnen diskutiert.
[0067] Gegenüber den vorangegangenen Ausführungsbeispielen unterscheidet sich das Gittermastelement
15 dadurch, dass das Verbindungselement 33 neben der Verbindung von zwei Querelementen
22 das Anbinden von vier Aussteifungselementen 24 ermöglicht. Davon sind jeweils zwei
Aussteifungselemente entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 oberhalb bzw. unterhalb
der Querelemente 11 angeordnet. Dadurch ist es möglich, dass nur ein Verbindungselement
33 für ein Gittermastelement 15 erforderlich ist. Ein Gittermastelement 15 gemäß der
Ausführungsform in Fig. 24 bis Fig. 29 ermöglicht eine Reduktion des Materialeinsatzes
und damit eine Kostenreduktion und Gewichtsreduktion. Darüber hinaus erstrecken sich
die Aussteifungselemente 24 eines Gittermastelements 15 entlang der Gittermastelement-Längsachse
20 über die Gabel-/Ösenteile 31 hinweg zu einem benachbarten Gittermastelement 15.
Dadurch ist ein in Fig. 29 angedeuteter Gittermastausleger mit mehreren Gittermastelementen
15 zusätzlich entlang der Gittermast-Längsachse 13 ausgesteift.
[0068] Für die Verlagerung von der in Fig. 27 dargestellten Arbeitsanordnung in die in Fig.
28 dargestellte Transportanordnung werden sämtliche Aussteifungselemente 24 sowie
die an dem Verbindungselement 33 an jeweils einer Verbindungsachse 27 gelösten Querelemente
22 in eine Richtung, gemäß Fig. 28 nach unten, geschwenkt und V-förmig ineinander
gefächert. Eine derartige Transportanordnung des Gittermastelements 15 ist besonders
vorteilhaft, da die Transportlänge minimal ist und der Länge der Längselemente 21
entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 entspricht. Das bedeutet, dass die Querelemente
22 und die Verbindungselemente 24 in der in Fig. 28 gezeigten Transportanordnung entlang
der Gittermastelement-Längsachse 20 nicht an den Längselementen 21 überstehen.
[0069] Fig. 30 und 31 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Gittermastelements 15. Das
Gittermastelement 15 entspricht im Wesentlichen dem Gittermastelement gemäß der ersten
Ausführungsform in Fig. 7, wobei die beiden Verbindungselemente 34 durch eine Längsstange
35 starr miteinander verbunden sind. Die Längsstange 35 kann insbesondere auch als
Längsflächentragwerk ausgeführt sein. Das Gittermastelement weist eine erhöhte Steifigkeit
auf. Die Verlagerung von der Arbeitsanordnung in Fig. 30 in die Transportanordnung
in Fig. 31 ist stabil durchführbar, da sämtliche zu bewegende Komponenten, also die
miteinander gekoppelten Verbindungselemente 34 und die daran schwenkbar angelenkten
Querelemente 22 und Aussteifungselemente 24 geführt miteinander verlagert werden.
[0070] Fig. 32 und 33 zeigen eine weitere Ausführung eines Gittermastelements 15. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 31
bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals
im Einzelnen diskutiert.
[0071] Das Gittermastelement 15 gemäß dieser Ausführung entspricht im Wesentlichen dem Gittermastelement
gemäß der Ausführung in Fig. 30, 31. Wesentlicher Unterschied ist, dass ein Antriebselement
41 vorgesehen ist. Das Antriebselement 41 ist gemäß der gezeigten Ausführungsform
als Kolben-Zylinder-Einheit in Form eines Hydraulikzylinders aufgeführt. Der Hydraulikzylinder
41 weist eine Zylinderstange 42 auf, die an der Längsstange 35 um eine parallel zur
z-Achse orientierte Schwenkachse schwenkbar angelenkt ist. Das Antriebselement 41
ist teleskopierbar, indem die Zylinderstange 42 aus einem Zylindergehäuse 43 entlang
einer Zylinderlängsachse 44 aus- und wieder einfahrbar ist. Dazu ist der Hydraulikzylinder
41 mittels nicht dargestellter Hydraulikleitungen an ein Hydraulikaggregat des Krans
angeschlossen. Das Zylindergehäuse 43 ist mit zwei Anlenk-Stäben 45 jeweils gelenkig
mit einem der Querelemente 22 verbunden.
[0072] In der in Fig. 32 gezeigten Arbeitsanordnung des Gittermastelements 15 ist die Zylinderstange
42, insbesondere maximal, aus dem Zylindergehäuse 43 ausgefahren. Die Verlagerung
von der in Fig. 32 dargestellten Arbeitsanordnung in die in Fig. 33 dargestellte Transportanordnung
des Gittermastelements 15 erfolgt im Wesentlichen analog dem Verfahren, das anhand
der Ausführungsform in Fig. 30 und 31 beschrieben ist, worauf hiermit verwiesen wird.
Die Verlagerung zwischen den Anordnungen gemäß Fig. 32 und 33 wird zusätzlich dadurch
erleichtert, dass das Antriebselement 41 betätigt wird. Ausgehend von der Arbeitsanordnung
in Fig. 32 wird die Zylinderstange 42 entlang der Zylinderlängsachse 44 in das Zylindergehäuse
43 eingefahren. Dadurch wird der Abstand von der Schwenkachse 46 zu den Schwenkachse
47 reduziert und der Faltvorgang des Gittermastelements 15 unterstützt.
[0073] Das Antriebselement 41 kann auch ein elektromotorisch betriebener Spindeltrieb oder
ein Hydraulikzylinder sein.
[0074] In der in Fig. 33 gezeigten Transportanordnung des Gittermastelements 15 ist die
Zylinderstange 42 in das Zylindergehäuse 43, insbesondere vollständig, eingefahren.
[0075] Fig. 34 bis 36 zeigen eine weitere Ausführung eines Adapter-Gittermastelements 14.
Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig.
1 bis 33 bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht
nochmals im Einzelnen diskutiert.
[0076] Das Adapter-Gittermastelement 14 entspricht im Wesentlichen dem in Fig. 16 und 17
Adapter-Gittermastelement 14. Wesentlicher Unterschied ist, dass die beiden Verbindungselemente
23 durch eine Längsstange 35 miteinander verbunden sind. An einem ersten, in Fig.
34 oben dargestellten, Verbindungselement 23 ist die Längsstange 35 einteilig angeformt.
An einem zweiten, in Fig. 34 unten dargestellten, Verbindungselement 23 ist die Längsstange
35 entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 verschiebbar geführt. Insbesondere
ist die Verbindung der Verbindungselemente 23 durch die Längsstange 35 nicht starr.
Die Führung der Längsstange 35 an dem Verbindungselement 23 ist in der teilgeschnittenen
Detailansicht in Fig. 36 schematisch durch Führungselemente 48 in Form einer Gleitdurchführung
49 dargestellt. Das bedeutet, dass die Längsstange 35 durch eine von der Gleitdurchführung
49 gebildete Öffnung hindurchgeführt werden kann. Ein Außendurchmesser der Längsstange
35 ist kleiner oder gleich und insbesondere kleiner als ein Innendurchmesser der Öffnung
der Gleitdurchführung 49.
[0077] Um eine Verlagerung von der in Fig. 34 gezeigten Arbeitsanordnung des Adapter-Gittermastelements
14 in die in Fig. 35 gezeigte Transportanordnung zu erleichtern, ist ein Antriebselement
41 vorgesehen. Das Antriebselement 41 entspricht dem Antriebselement gemäß der vorangegangenen
Ausführungsform. Bezüglich des Mechanismus zur Verlagerung des Adapter-Gittermastelements
14 zwischen den beiden in Fig. 34 und 35 gezeigten Anordnungen wird auf die Erläuterungen
zu der Ausführungsform gemäß Fig. 16 und 17 verwiesen.
[0078] Fig. 37 bis Fig. 39 zeigen eine weitere Ausführung eines Gittermastelements 15. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 36
bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals
im Einzelnen diskutiert.
[0079] Das Gittermastelement 15 unterscheidet sich von den vorangegangenen Ausführungsformen
im Wesentlichen dadurch, dass die Aussteifungselemente 24 nicht rautenförmig, sondern
diagonal bezüglich der Traglastfläche angeordnet sind. Die Längselemente 21 sind durch
jeweils ein Querelement 22 miteinander verbunden. Zum Verlagern des Gittermastelements
15 von einer Arbeitsanordnung in eine Transportanordnung werden die Verbindungen zwischen
den gezeigten Elementen gelöst. Insbesondere dadurch, dass nur fünf Elemente je Gittermastelement
erforderlich sind, nämlich zwei Längselemente 21, zwei Querelemente 22 und ein Aussteifungselement
24, kann das Zerlegen schnell und unkompliziert erfolgen. Insbesondere ist es möglich,
dass lediglich vier Verbindungsstellen, nämlich in den Eckenbereichen der Traglastfläche,
gelöst werden müssen, um die beiden Längselemente 21 zu transportieren. Die beiden
Querelemente 22 können an dem Aussteifungselement 24 seitlich angeklappt werden. Der
Aufwand für eine Verlagerung von der Transportanordnung in die Arbeitsanordnung ist
reduziert.
[0080] Fig. 40 bis 42 zeigen eine weitere Ausführung eines Gittermastelements 15. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 39
bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals
im Einzelnen diskutiert.
[0081] Das Gittermastelement 15 entspricht im Wesentlichen dem Gittermastelement 15 gemäß
Fig. 4. Wesentlicher Unterschied ist, dass die Längselemente 21 und Querelemente 22
zwar als Flächentragwerke aber nicht jeweils einteilig ausgeführt sind. Dies geht
insbesondere aus der Explosionsdarstellung in Fig. 41 hervor. Die Längselemente 21
und die Querelemente 22 sind jeweils aus einer Vielzahl miteinander verbolzbarer Einzelkomponenten
50 gebildet. Das bedeutet, dass die Einzelkomponenten 50 lösbar miteinander verbindbar
sind. Die Einzelkomponenten 50 der Längselemente 21 weisen insbesondere entlang der
x-Achse, also parallel zur Gittermastelementlängsachse 20, orientierte Gurtelemente
auf. Die Gurtelemente sind durch mehrere Nullstäbe und Querstäbe miteinander verbolzt.
Entsprechend umfassen die Einzelkomponenten 50 der Querelemente 22 parallel zur y-Achse
also entlang der Gittermastelementbreitenrichtung orientierte Gurtelemente, die jeweils
durch mehrere, parallel zur z-Achse orientierte Nullstäbe und dazwischen angeordnete
Querstäbe verbunden sind, auf.
[0082] Entgegen dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4, 5 sind die Aussteifungselemente 24
nicht als Flächentragwerk ausgeführt. Die Aussteifungselemente 24 umfassen jeweils
zwei parallel zur Traglastfläche orientierte Einzel-Verbindungsstäbe 51. Insbesondere
deshalb, da bei der gezeigten Ausführungsform ein Verschwenken der Elemente zueinander
entfällt, ist eine Ausführung der Aussteifungselemente 24 als Flächentragwerke nicht
erforderlich. Insbesondere ist nicht erforderlich, dass die Stäbe 51 der Aussteifungselemente
24 bei einem Schwenken selbsttragend gehalten werden.
[0083] Insbesondere sind sämtliche Einzelkomponenten 50, 51 gemäß dem Gittermastelement
15 in Fig. 40 bis 42 lösbar miteinander verbunden, und insbesondere miteinander verbolzt.
Der Platzbedarf in einer Transportanordnung kann dadurch deutlich reduziert werden,
in dem sämtliche lösbare Verbindungen für den Transport gelöst werden.
[0084] Gemäß dem konkreten Ausfühningsbeispiel in Fig. 42 sind die Einzelkomponenten 50
der Querelemente 22 als Rohrelemente mit Kreisquerschnitt ausgeführt. Es sind auch
andere Querschnittsformen möglich, beispielsweise ein Rechteck- oder ein Quadrat-Querschnitt.
Die Rohrelemente weisen an ihren Enden jeweils Verbindungslaschen auf, mit welchen
sie an die Einzelkomponenten 50 der Längselemente 21 unmittelbar angebolzt werden
können. Die Einzelkomponenten 50 der Längselemente 21 sind ebenfalls als Rohrelemente
ausgeführt. Die Rohrelemente der Längselemente weisen jeweils einen rechteckförmigen
Querschnitt auf, der dem der in Fig. 15 gezeigten Darstellung entspricht. Zwischen
jeweils einer oberen Einzelkomponente 50 und einer unteren Einzelkomponente 50 der
Querelemente 22 bzw. zwischen jeweils einer oberen Einzelkomponente 50 und einer unteren
Einzelkomponente 50 der Längselemente 21 sind jeweils mindestens ein Nullstab 29 und/oder
mindestens ein Diagonalstab 30 vorgesehen. Die Nullstäbe 29 und Diagonalstäbe 30 dienen
jeweils zum Aussteifen der Längselemente 21 bzw. der Querelemente 22 in sich. Die
Nullstäbe 29 und die Diagonalstäbe 30 ermöglichen also eine steife Ausgestaltung der
Rahmenteile des Gittermastelements 15. Eine Aussteifung des Gittermastelements 15
selbst erfolgt durch die vier Aussteifungselemente 24. Die Aussteifungselemente 24
umfassen jeweils zwei in einer Richtung senkrecht zur Traglastfläche beabstandet zueinander
angeordneter Einzelkomponenten 51. Die Einzelkomponenten 51 sind jeweils mittels eines
Bolzens unmittelbar mit den Einzelkomponenten 50 der Querelemente 22 bzw. der Längselemente
21 verbunden. Gemäß dem gezeigten Ausfühningsbeispiel verbindet jeweils ein Aussteifungselement
24 ein Längselement 21 mit einem Querelement 22.
[0085] Bei einem aus mehreren Gittermastelementen 15 gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel
gebildeten Gittermast werden die Gittermastelemente 15 entlang der Gittermastelement-Längsachse
20 hintereinander angeordnet. Das bedeutet, dass die von den Querelementen 22 gebildeten
Zwischenwände entlang der Gittermastelement-Längsachse 20 beabstandet zueinander und
senkrecht zur Gittermastelement-Längsachse 20 und insbesondere parallel jeweils zueinander
angeordnet sind. Dazu sind jeweils stirnseitig an den Längselementen 21 Verbindungslaschen
53 vorgesehen. Die Verbindungslaschen erstrecken sich entlang der Gittermastelement-Längsachse
20 und ermöglichen eine Bolzenverbindung von zwei benachbarten Gittermastelementen
15 mit einem Bolzen, der insbesondere parallel zu den Querelementen 22 orientiert
ist.
[0086] Das Gittermastelement weist im Wesentlichen eine Rahmenstruktur auf, die durch die
Längselemente 21 und die Querelemente 22 gebildet ist. Die Rahmenstruktur weist ein
flaches Rechteck-Hohlprofil auf, das die Traglastfläche definiert. Senkrecht zur Traglastfläche
erstreckt sich eine Profilelementlängsachse 54a. Die Profilelementlängsachse 54a ist
senkrecht zur Gittermastelement-Längsachse 20 orientiert. Entgegen dem aus der
US 2002/0053550 A1 verfolgten Ansatz, bei dem die Gittermastelement-Längsachse 20 zur Profilelementlängsachse
54a identisch angeordnet ist, und bei dem von den Gurten gebildete Ober- und Unterseiten
Füllstäbe aufweisen, ist bei dem erfindungsgemäßen Gittermastelement vorgesehen, dass
die Längselemente 21 Nullstäbe 29 und Diagonalstäbe 30 als Füllstäbe aufweisen, wobei
Eckenbereiche zwischen Längselementen 21 und Querelementen 22 durch Aussteifungselemente
24 ausgesteift sind. Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Gurtelemente
28 für die Längselemente 21 gemäß Fig. 15 kann eine verbesserte Quersteifigkeit erzielt
werden, um die Anzahl der verwendeten Aussteifungselemente 24 zu reduzieren. Im Ergebnis
bedeutet dies, dass die Profilelementlängsachse 54a senkrecht zur Gittermastelement-Längsachse
20 orientiert ist. Die Orientierung der Profilelementlängsachse 54a zur Gittermastelement-Längsachse
20 gilt insbesondere für alle weiteren Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Gittermastelemente.
Diese Orientierung der Achsen 20, 54a zueinander ist charakteristisch für die Ausführung
eines erfindungsgemäßen Gittermasts.
[0087] Fig. 43 zeigt eine weitere Ausführung eines Gittermastauslegers 11 mit Adapter-Gittermastelementen
14, 16 und dazwischen angeordneten Gittermastelementen 54. Die Adapter-Gittermastelemente
14, 16 entsprechen im Wesentlichen den in Fig. 12 gezeigten. Die Adapter-Gittermastelemente
14, 16 weisen in der Zeichenebene einen im Wesentlichen trapezförmige Traglastfläche
auf. Die Längselemente 21 der Adapter-Gittermastelemente 14, 16 können entlang der
Gittermast-Längsachse 13 eine veränderliche Höhe aufweisen. Das bedeutet, dass die
Längselemente 21 der Adapter-Gittermastelemente 14, 16 insbesondere nicht rechteckförmig
und insbesondere trapezförmig ausgeführt sind. Beispielsweise ist eine Höhe der Gittermastelemente
54 in einer Richtung senkrecht zur Traglastfläche größer als eine Höhe eines Kopfstücks
und/oder Fußstücks, an die die Adapter-Gittermastelemente 14, 16 angelenkt sind. Durch
die Trapezform der Längselemente 21 vorgegebener Neigungswinkel beträgt wenige Grad,
insbesondere höchstens 5°, insbesondere höchstens 4°, insbesondere höchstens 3°, insbesondere
höchstens 2° und insbesondere höchstens 1,5°.
[0088] Gegenüber dem Gittermastausleger in Fig. 12 sind die Verbindungselemente 23 unkompliziert
ausgeführt. Die Verbindungselemente 23 sind an den entlang der Querrichtung einstückig
ausgeführten Querelementen 22 befestigt. Das Verbindungselement 23 ist eine Verbindungslasche,
die einteilig an dem Querelement 22 befestigt ist. In diesem Fall ist das Verbindungselement
23 Teil des Querelements 22. Das Verbindungselement 23 dient zum Verbinden der Aussteifungselemente
24 mit dem Querelement 22. Die Verbindungselemente 23 gemäß der Ausführungsform in
Fig. 43 sind nicht dazu vorgesehen, um mehrere Querelemente miteinander zu verbinden.
Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Verbindungselemente gemäß dem gezeigten
Ausfühningsbeispiel eine Klapp- oder Falt-Funktion nicht zwingend erfüllen müssen.
Das gezeigte Ausfühningsbeispiel des Gittermastauslegers 11 weist miteinander, jeweils
einzeln verbindbar und lösbare Komponenten auf. Das bedeutet, dass die Einzelkomponenten
50, 51 der Längselemente 21, der Querelemente 22 und der Aussteifungselemente 24 lösbar
miteinander verbunden, insbesondere verbolzt sind.
[0089] Zwischen den Adapter-Gittermastelementen 14, 16 ist mindestens ein Gittermastelement
54 angeordnet. Insbesondere sind mehrere, beispielsweise mindestens fünf, mindestens
zehn oder mehr als zehn Gittermastelemente 54 zwischen den Adapter-Gittermastelementen
14, 16 entlang der Gittermast-Längsachse 13 angeordnet.
[0090] Bei dem Gittermastelement 54 ist gegenüber dem in Fig. 12 gezeigten Ausführungsbeispiel
die Anordnung des in Fig. 43 unteren Querelements 22 mit den daran angelenkten Aussteifungselementen
24 gegenüber dem Ausführungsbeispiel in Fig. 12 verändert. Jeweils ein Querelement
22 mit den daran angelenkten Aussteifungselementen 24 weist eine im Wesentlichen K-förmige
Struktur auf. Bei dem Gittermastelement 54 sind die K-förmigen Strukturen in gleicher
Orientierung entlang der Gittermastlängsachse 13 hintereinander angeordnet. Ein derartiges
Gittermastelement 54 weist einen doppelten K-Verband auf. Bei dem Gittermastelement
54 sind also zwei im Wesentlichen identische K-Verbände entlang der Gittermast-Längsachse
13 hintereinander angeordnet. Das Gittermastelement 54 weist einen geschlossenen,
in Fig. 43 oben angeordneten K-Verband und einen offenen, in Fig. 43 unten angeordneten
K-Verband auf. Das Gittermastelement 54 ist also ein doppelter K-Verband, der einseitig
offen ist. Bei dem geschlossenen K-Verband schließt das Querelement 22 des unteren
K-Verbands eine Öffnung des oberen K-Verbands. Bei dem Gittermastelement 54 mit dem
geschlossenen K-Verband, der zwei Querelemente 22 aufweist, sind die Aussteifungselemente
24 nicht in der rautenförmigen Anordnung gemäß Fig. 12 angeordnet.
[0091] In Fig. 44 ist ein weiterer Gittermastausleger 55 gezeigt. Der Gittermastausleger
55 entspricht im Wesentlichen dem in Fig. 43 gezeigten Ausführungsbeispiel. Wesentlicher
Unterschied ist, dass die einzelnen Gittermastelemente kleiner gebaut sind. Beispielsweise
sind die Adapter-Gittermastelemente 14, 16 derart zweiteilig ausgeführt, dass zwei
miteinander zu dem Gittermastelement 14 bzw. 16 verbindbare Adapter-Gittermastteilelemente
56, 57 vorgesehen sind. Das jeweils außen angeordnete, also an einem oberen Ende bzw.
einem unteren Ende vorgesehene Adapter-Gittermastteilelement 56 dient zum Anbinden
des Gittermastauslegers 55 an ein Kopfstück bzw. an ein Fußstück eines Krans. Das
Adapter-Gittermastteilelement 56 ist ein einfacher, geschlossener K-Verband und stellt
im Wesentlichen einen äußeren Abschnitt der Adapter-Gittermastelemente 14 bzw. 16
dar. Die jeweils innenliegenden Adapter-Gittermastteilelemente 57 sind zur Anbindung
an die verbreiterten Gittermastelemente 58 vorgesehen. Die Adapter-Gittermastteilelemente
57 sind jeweils als einfacher, offener K-Verband ausgeführt. Die Adapter-Gittermastelemente
57 weisen lediglich ein Querelement 22 auf. Jedes Adapter-Gittermastteilelement 57
weist zwei Längselemente 21 auf, die durch das Querelement 22 miteinander verbunden
sind. Ferner weist das Adapter-Gittermastteilelement 57 zwei Aussteifungselemente
24 auf. Jedes Aussteifungselement 24 ist zwischen dem Querelement 22 und einem der
Längselemente 21 angeordnet. Die Aussteifungselemente 24 dienen zum unmittelbaren
Verbinden des Querelements 22 mit jeweils einem der Längselemente 21.
[0092] Die Adapter-Gittermastteilelemente 57 sind jeweils in einer Richtung zu dem anderen
Adapter-Gittermastteilelement 56 geöffnet. An einer der geöffneten Seite gegenüberliegenden
Seite des Adapter-Gittermastteilelements 57 ist das Querelement 22 vorgesehen, das
dem jeweiligen Gittermastelement 58 zugewandt ist.
[0093] Die Gittermastelemente 58 sind jeweils als einfacher, offener K-Verband ausgeführt.
Die Gittermastelemente 58 weisen zwei Längselemente 21, die zwei Längselemente miteinander
verbindendes Querelement 22 und zwei Aussteifungselemente 24 auf. Die Aussteifungselemente
24 verbinden jeweils das Querelement 22 mit einem der Längselemente 21. Das in Fig.
44 gezeigte Gittermastelement 58 entspricht im Wesentlichen einer Hälfte des Gittermastelements
54 in Fig. 43. Das bedeutet insbesondere, dass ein Hintereinanderanordnen von zwei
Gittermastelementen 58 im Wesentlichen ein Gittermastelement 54 gemäß Fig. 43 gebildet
werden kann. Die Modularität des Gittermastauslegers 55 in Fig. 44 ist verbessert.
Insbesondere aufgrund der reduzierten Größe der Modulelemente 56, 57 und 58 ist die
Variabilität der Komponenten verbessert. Der Gittermastausleger 55 kann entlang der
Gittermast-Längsachse 13 mehrere Gittermastelemente 58 aufweisen. Insbesondere kann
die Anzahl der Gittermastelemente 58 im Wesentlichen beliebig variiert werden, um
eine gewünschte Gesamtlänge des Gittermastauslegers 55 zu erreichen. Allein aus darstellerischen
Gründen ist in Fig. 44 lediglich ein Gittermastelement 58 dargestellt.
[0094] Fig. 45 und 46 zeigen eine weitere Ausführung eines Gittermastauslegers 36. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 44
bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals
im Einzelnen diskutiert.
[0095] Die Seitenansicht des Gittermastauslegers 36 gemäß Fig. 45 entspricht im Wesentlichen
der Seitenansicht gemäß Fig. 2. Der Gittermastausleger 36 weist zwei im Wesentlichen
identisch ausgeführte Gittermastelementstränge 37 auf. Die Gittermastelementstränge
sind bezüglich der Gittermast-Längsachse 13 symmetrisch angeordnet. Die Gittermastelemente
15 eines Gittermastelementstrangs 37 sind im Vergleich zu den Gittermastelementen
des Gittermastauslegers 11 in Fig. 2, 3 gegenüber der Gittermast-Längsachse 13 um
90° gedreht. Bei dem Gittermastausleger 36 sind die Gittermastelemente 15 derart orientiert,
dass die Wippachse 6 senkrecht zu der Traglastfläche orientiert ist. Die bei dem Gittermastausleger
36 senkrecht zur Wippachse 6 orientierte Gittermastelementbreite B entspricht einer
Gittermastelementstranghöhe, die identisch ist mit einer Gittermasthöhe h. Die einzelnen
Gittermastelementstränge 37 weisen eine Gittermastelementstranghöhe auf, die größer
ist als eine Gittermastelementstrangbreite. Die Gittermasthöhe h ist senkrecht zu
der Traglastfläche orientiert. Die Gittermasthöhe h ist senkrecht zu einer von der
Gittermast-Längsachse 13 und der Wippachse 6 aufgespannten Ebene orientiert. Die Gittermastelementstrangbreite,
die der Gittermastelementhöhe entspricht, ist parallel zur Wippachse 6 orientiert.
Eine zur Wippachse 6 parallel orientierte Gittermastbreite b wird durch die beabstandet
angeordneten Gittermastelementstränge 37 definiert. Ein Abstand a der Gittermastelementstränge
37 ist durch die parallel zur Wippachse 6 orientierte Distanz zwischen den beiden
Gittermastelementstranglängsachsen 52 definiert. In einem in Fig. 46 unten dargestellten
ersten Bereich der Gittermastauslegers 36 weisen die Gittermastelementstränge 37 einen
ersten Abstand a
1 auf. Die sich daraus ergebende erste Gittermastbreite b
1 ist die Summe aus dem ersten Abstand a
1 und der Gittermastelementstrangbreite. Dies gilt analog in einem zweiten, in Fig.
46 oben dargestellten Bereich des Gittermastauslegers 36 für einen zweiten Abstand
a
2 und eine zweite Gittermastbreite b
2. Insbesondere gilt der geschilderte Zusammenhang für den Gittermastausleger 36 allgemein.
Die Gittermastbreite b ist größer als die Gittermasthöhe h. Die Gittermastbreite b
ist zumindest abschnittsweise entlang der Gittermastlängsachse 13 veränderlich. Das
bedeutet, dass der Gittermastausleger 36 aufgrund der gedrehten Anordnung der Gittermastelemente
15 und deren beabstandeten Positionierung zueinander in einer zur Wippachse 6 und
zur Gittermast-Längsebene 13 senkrecht orientierten Richtung eine erhöhte Steifigkeit
aufweist.
[0096] Der Gittermastausleger 36 weist neben den Gittermastelementen 15 Adapter-Gittermastelemente
14, 16 auf. Weiterhin sind ein Fußelement 12 und ein Kopfelement 18 sowie weitere
Gittermastelemente 17 mit reduzierter Traglastfläche vorgesehen.
[0097] Um darüber hinaus eine ausreichende Tragfähigkeit in einer eine senkrecht zur Zeichenebene
der Fig. 45, also in der Zeichenebene gemäß Fig. 46, zu erreichen, ist der Gittermastausleger
36 zweisträngig mit zwei im Wesentlichen identischen Gittermastelementsträngen 37
ausgeführt. Bezogen auf die Gittermast-Längsachse 13 sind die Gittermastelementstränge
37 beabstandet zueinander angeordnet. Im Bereich der Fußelemente 12 weisen die Gittermastelementstränge
37 einen maximalen Abstand auf. Die Fußelemente 12 sind parallel zueinander angeordnet.
Die Fußelemente 12 sind jeweils schwenkbar an die Wippachse 6 angelenkt. An einem
gegenüberliegenden Ende sind die Fußelemente 12 jeweils mittels einer Quertraverse
miteinander verbunden. Dies dient einer Aussteifung des Gittermastauslegers 36 für
eine Verbindung der Gittermastelementstränge 37. Die Quertraverse 38 ist insbesondere
aus Gittermastelementen ausgeführt. An die Quertraverse 38 schließen sich entlang
der Gittermast-Längsachse 13 die Adapter-Gittermastelemente 14, die Gittermastelemente
15 und die Adapter-Gittermastelemente 16 an. Oberhalb der Adapter-Gittermastelemente
16 ist eine weitere Quertraverse 39 zur Verbindung der beiden Gittermastelementstränge
37 vorgesehen. Zwischen den beiden Quertraversen 38, 39 sind die Gittermastelementstränge
37 bezogen auf die Gittermast-Längsachse 13 geneigt angeordnet. Der Gittermastausleger
36 ist im Wesentlichen A-förmig ausgeführt. Die Gittermastelemente 17 sind in einem
Bereich oberhalb der Quertraverse 39 parallel zur Gittermast-Längsachse 13 orientiert.
Zwischen den Gittermastelementen 17 und den Kopfelementen 18 ist eine weitere Quertraverse
40 zur weiteren Aussteifung des Gittermastauslegers 36 vorgesehen.
1. Gittermastelement für einen Kran umfassend
a. mindestens zwei Längselemente (21),
b. ein die Längselemente (21) miteinander verbindendes Querelement (22) und
c. mindestens ein Aussteifungselement (24) zum Aussteifen des Gittermastelements (14;
15; 16; 54; 56; 57; 58) durch Verbinden der Längselemente (21) und des Querelements
(22) miteinander,
dadurch gekennzeichnet, dass
d. die Längselemente (21) und das Querelement (22) eine Traglastfläche (19) des Gittermastelements
(14; 15; 16; 54; 56; 57; 58) definieren und
e. die Längselemente (21), das Querelement (22) und das Aussteifungselement (24) jeweils
als Flächentragwerk ausgeführt sind, das mindestens eine Aussteifungselement (24)
ein Längselement (21) mit dem Querelement (22) verbindet, um einen Eckenbereich zwischen
dem Längselement (21) und dem Querelement (22) auszusteifen.
2. Gittermastelement gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Gittermastelementbreite (B), die größer ist als eine senkrecht zur Traglastfläche
(19) orientierte Gittermastelementhöhe (H), wobei insbesondere B > 2 · H, insbesondere
B > 3 · H und insbesondere B > 4 · H gilt.
3. Gittermastelement gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gittermastelementbreite (B) durch eine veränderliche Anordnung der Längselemente
(21) zueinander zwischen einer minimalen Gittermastelementbreite (Bmin) und einer maximalen Gittermastelementbreite (Bmax) einstellbar ist.
4. Gittermastelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens vier Aussteifungselemente (24), die insbesondere rautenförmig parallel
zur Traglastfläche (19) angeordnet sind.
5. Gittermastelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längselemente (21) als Fachwerk, als Rahmen oder als Profilträger ausgeführt
sind.
6. Gittermastelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längselemente (21) und/oder die Querelemente (22) jeweils zwei entlang einer
Höhenrichtung beabstandet zueinander angeordnete Gurtelemente (28) aufweisen, wobei
insbesondere deren axiales Flächenträgheitsmoment um eine z-Achse größer ist als deren
axiales Flächenträgheitsmoment um eine zu der z-Achse senkrecht orientierte y-Achse.
7. Gittermastelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens zwei Querelemente (22), die in einer Arbeitsanordnung des Gittermastelements
(14; 15; 16; 54; 56; 57; 58) momentensteif um eine senkrecht zur Traglastfläche (19)
orientierte z-Achse miteinander verbundenen sind und die in einer Transportanordnung
des Gittermastelements (14; 15; 16; 54; 56;57; 58) gelenkig um eine senkrecht zur
Traglastfläche (19) orientierte z-Achse miteinander verbundenen sind.
8. Gittermastelement gemäß Anspruch 7, gekennzeichnet durch jeweils ein die Querelemente (22) miteinander verbindendes Verbindungselement (23;
33; 34).
9. Gittermastelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine rechteckförmige oder trapezförmige Traglastfläche (19).
10. Gittermastelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Antriebselement (41) zum angetriebenen Verlagern des Gittermastelements
von einer Arbeitsanordnung in eine Transportanordnung und umgekehrt.
11. Gittermastelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längselemente (21) und insbesondere die Querelemente (22) jeweils mehrteilig
ausgeführt sind und insbesondere mehrere lösbar miteinander verbindbare, insbesondere
miteinander verbolzbare, Einzelkomponenten (50, 51) aufweisen.
12. Gittermastausleger umfassend
a. mindestens einen Gittermastelementstrang (37),
b. ein mit dem mindestens einen Gittermastelementstrang (37) verbundenes Kopfelement
(18) und
c. ein mit dem mindestens einen Gittermastelementstrang (37) verbundenes Fußelement
(12),
wobei der mindestens eine Gittermastelementstrang (37) mindestens ein Gittermastelement
(14; 15; 16; 54; 56; 57; 58) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche aufweist.
13. Gittermastausleger gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Gittermastelementstrang (37) mehrere entlang einer Gittermast-Längsachse
(13) hintereinander angeordnete Gittermastelemente (14; 15; 16; 54; 56;57; 58) aufweist.
14. Gittermastausleger gemäß Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch zwei Gittermastelementstränge (37), die zumindest abschnittsweise parallel oder geneigt
zueinander angeordnet sind, wobei die Gittermastelemente (14; 15; 16; 54; 56;57; 58)
derart angeordnet sind, dass die Gittermastelementstränge (37) zumindest abschnittsweise
eine senkrecht zu einer Wippachse (6) orientierte Gittermastelementstranghöhe aufweisen,
die größer ist als eine entlang der Wippachse (6) orientierte Gittermastelementstrangbreite.
15. Kran mit mindestens einem um eine Wippachse (6) wippbaren Gittermastausleger (7; 11;
36) gemäß einem der Ansprüche 12 bis 14.
1. Lattice mast element for a crane, comprising
a. at least two longitudinal elements (21),
b. a transverse element (22) interconnecting the longitudinal elements (21), and
c. at least one stiffening element (24) for bracing the lattice mast element (14;
15; 16; 54; 56; 57; 58) by interconnecting the longitudinal elements (21) and the
transverse element (22), characterized in that
d. the longitudinal elements (21) and the transverse element (22) define a load bearing
surface (19) of the lattice mast element (14; 15; 16; 54; 56; 57; 58), and
e. the longitudinal elements (21), the transverse element (22) and the stiffening
element (24) are each configured as a two-dimensional load bearing structure,
the at least one stiffening element (24) interconnects a longitudinal element (21)
with the transverse element (22) to brace a corner region between the longitudinal
element (21) and the transverse element (22).
2. Lattice mast element according to claim 1, characterized by a lattice mast element width (B) greater than a lattice mast element height (H) oriented
perpendicular to the load bearing surface (19), wherein in particular B > 2 · H, in
particular B > 3 · H, and in particular B > 4 · H.
3. Lattice mast element according to claim 2, characterized in that the lattice mast element width (B) is adjustable between a minimum lattice mast element
width (Bmin) and a maximum lattice mast element width (Bmax) by a variable arrangement of the longitudinal elements (21) relative to each other.
4. Lattice mast element according to one of the preceding claims, characterized by at least four stiffening elements (24) which are arranged parallel to the load bearing
surface (19) in an in particular rhombical shape.
5. Lattice mast element according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal elements (21) are configured as a truss, as a frame or as a girder.
6. Lattice mast element according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal elements (21) and/or the transverse elements (22) each have two
chord elements (28) arranged at a distance from each other along a height, wherein
in particular the axial geometrical moment of inertia thereof about a z-axis is greater
than the axial geometrical moment of inertia thereof about a y-axis oriented perpendicular
to the z-axis.
7. Lattice mast element according to one of the preceding claims, characterized by at least two transverse elements (22) which, in a working arrangement of the lattice
mast element (14; 15; 16; 54; 56; 57; 58), are interconnected in a torque-proof manner
about a z-axis oriented perpendicular to the load bearing surface (19) and which,
in a transport arrangement of the lattice mast element (14; 15; 16; 54; 56; 57; 58),
are interconnected about a z-axis oriented perpendicular to the load bearing surface
(19) in an articulated manner.
8. Lattice mast element according to claim 7, characterized by in each case one connection element (23; 33; 34) interconnecting the transverse elements
(22).
9. Lattice mast element according to one of the preceding claims, characterized by a rectangular or trapezoidal load bearing surface (19).
10. Lattice mast element according to one of the preceding claims, characterized by at least one drive element (14) for the driven displacement of the lattice mast element
from a working arrangement into a transport arrangement and vice versa.
11. Lattice mast element according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal elements (21) and in particular the transverse elements (22) are
each made of multiple parts and in particular comprise a plurality of individual components
(50, 51) which are interconnectable detachably, in particular using bolts.
12. Lattice boom, comprising
a. at least one lattice mast element strand (37),
b. a head element (18) connected to the at least one lattice mast element strand (37),
and
c. a foot element (12) connected to the at least one lattice mast element strand (37),
wherein the at least one lattice mast element strand (37) comprises at least one lattice
mast element (14; 15; 16; 54; 56; 57; 58) according to one of the preceding claims.
13. Lattice boom according to claim 12, characterized in that the at least one lattice mast element strand (37) comprises a plurality of lattice
mast elements (14; 15; 16; 54; 56; 57; 58) arranged one behind the other along a lattice
mast longitudinal axis (13).
14. Lattice boom according to claim 12 or 13, characterized by two lattice mast element strands (37) which are arranged parallel or at an angle
relative to each other at least in sections, wherein the lattice mast elements (14;
15; 16; 54; 56; 57; 58) are arranged in such a way that the lattice mast element strands
(37) have a lattice mast element strand height oriented perpendicular to a luffing
axis (6) at least in sections, said lattice mast element strand height being greater
than a lattice mast element strand width oriented along the luffing axis (6).
15. Crane comprising at least one lattice boom (7; 11; 36) according to one of claims
12 to 14, the lattice boom (7; 11; 36) being adapted to perform a luffing movement
about a luffing axis (6).
1. Elément de pylône en treillis pour une grue, comprenant
a. au moins deux éléments longitudinaux (21),
b. un élément transversal (22) reliant les éléments longitudinaux (21) l'un à l'autre,
et
c. au moins un élément de renforcement (24) destiné à renforcer l'élément de pylône
en treillis (14 ; 15 ; 16 ; 54 ; 56 ; 57 ; 58) par raccordement des éléments longitudinaux
(21) et de l'élément transversal (22) les uns aux autres,
caractérisé en ce que
d. les éléments longitudinaux (21) et l'élément transversal (22) définissent une surface
de charge (19) de l'élément de pylône en treillis (14 ; 15 ; 16 ; 54 ; 56 ; 57 ; 58),
et
e. les éléments longitudinaux (21), l'élément transversal (22) et l'élément de renforcement
(24) sont réalisés comme structure portante plane,
ledit au moins un élément de renforcement (24) raccordant un élément longitudinal
(21) au élément transversal (22) pour renforcer une zone de coin entre l'élément longitudinal
(21) et l'élément transversal (22).
2. Elément de pylône en treillis selon la revendication 1, caractérisé par une largeur (B) d'élément de pylône en treillis, laquelle est supérieure à une hauteur
(H) d'élément de pylône en treillis perpendiculaire à la surface de charge (19), B
étant en particulier >2 · H, B étant en particulier > 3 · H et B étant en particulier
> 4 · H.
3. Elément de pylône en treillis selon la revendication 2, caractérisé en ce que la largeur (B) d'élément de pylône en treillis est réglable entre une largeur minimale
(Bmin) d'élément de pylône en treillis et une largeur maximale (Bmax) d'élément de pylône en treillis par disposition variable des éléments longitudinaux
(21) l'un par rapport à l'autre.
4. Elément de pylône en treillis selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins quatre éléments de renforcement (24), lesquels sont en particulier disposés
en losange parallèlement à la surface de charge (19).
5. Elément de pylône en treillis selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments longitudinaux (21) sont réalisés comme treillis, comme cadre ou comme
poutre profilée.
6. Elément de pylône en treillis selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments longitudinaux (21) et/ou les éléments transversaux (22) présentent chacun
deux éléments de sangle (28) espacés entre eux dans le sens de la hauteur, dont le
moment d'inertie axial autour d'un axe z est en particulier supérieur au moment d'inertie
axial autour d'un axe y perpendiculaire à l'axe z.
7. Elément de pylône en treillis selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins deux éléments transversaux (22), qui dans une disposition de travail de
l'élément de pylône en treillis (14 ; 15 ; 16 ; 54 ; 56 ; 57 ; 58) sont reliés l'un
à l'autre avec rigidité de moment autour d'un axe z perpendiculaire à la surface de
charge (19), et qui dans une disposition de transport de l'élément de pylône en treillis
(14 ; 15 ; 16 ; 54 ; 56 ;57 ; 58) sont reliés l'un à l'autre de manière articulée
autour d'un axe z perpendiculaire à la surface de charge (19).
8. Elément de pylône en treillis selon la revendication 7, caractérisé par un élément de connexion (23 ; 33 ; 34) reliant l'un à l'autre les éléments transversaux
(22) respectifs.
9. Elément de pylône en treillis selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par une surface de charge (19) rectangulaire ou trapézoïdale.
10. Elément de pylône en treillis selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins un élément d'entraînement (41) pour le passage commandé de l'élément de
pylône en treillis d'une disposition de travail à une disposition de transport, et
réciproquement.
11. Elément de pylône en treillis selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments longitudinaux (21) et en particulier les éléments transversaux (22)
sont réalisés chacun en plusieurs parties, et présentent en particulier plusieurs
composants individuels (50, 51) pouvant être raccordés les uns aux autres de manière
amovible, en particulier au moyen de boulons.
12. Potence de pylône en treillis, comprenant
a. au moins un tronçon d'élément de pylône en treillis (37),
b. un élément de tête (18) raccordé avec ledit au moins un tronçon d'élément de pylône
en treillis (37), et
c. un élément de pied (12) raccordé avec ledit au moins un tronçon d'élément de pylône
en treillis (37),
où ledit au moins un tronçon d'élément de pylône en treillis (37) présente au moins
un élément de pylône en treillis (14 ; 15 ; 16 ; 54 ; 56 ; 57 ; 58) selon l'une des
revendications précédentes.
13. Potence de pylône en treillis selon la revendication 12, caractérisée en ce que ledit au moins un tronçon d'élément de pylône en treillis (37) comporte plusieurs
éléments de pylône en treillis (14 ; 15 ; 16 ; 54 ; 56 ; 57 ; 58) disposés successivement
le long d'un axe longitudinal (13) de pylône en treillis (13).
14. Potence de pylône en treillis selon la revendication 12 ou 13, caractérisée par deux tronçons d'élément de pylône en treillis (37), lesquels sont au moins en partie
parallèles ou inclinés l'un vers l'autre, les éléments de pylône en treillis (14 ;
15 ; 16 ; 54 ; 56 ; 57 ; 58) étant disposés de telle manière que les tronçons d'élément
de pylône en treillis (37) présentent au moins en partie une hauteur de tronçon d'élément
de pylône en treillis perpendiculaire à un axe de basculement (6) supérieure à une
largeur de tronçon d'élément de pylône en treillis le long de l'axe de basculement
(6).
15. Grue avec au moins une potence de pylône en treillis (7 ; 11 ; 36) pouvant basculer
autour d'un axe de basculement (6) selon l'une des revendications 12 à 14.