[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Echtheitsüberprüfung
eines Wert- oder Sicherheitsdokuments.
[0002] Wert- oder Sicherheitsdokumente, wie beispielsweise Banknoten, Personaldokumente,
Kreditkarten und dergleichen können sogenannte Sicherheits- oder Echtheitsmerkmale
aufweisen, die auf oder im Dokument angebracht sind. Diese Sicherheitsmerkmale können
z.B. von außen angeregt und bei oder nach der Anregung analysiert werden. Typische
Echtheitsmerkmale sind fluoreszierende Pigmente, die bei Anregung mittels eines speziellen
Sensors aufleuchten und hierdurch verifiziert werden können.
[0003] Auch ist es bekannt, elektrolumineszierende Pigmente in oder auf einem Wert- oder
Sicherheitsdokument anzuordnen.
[0004] Die
DE 10 2008 047 636 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Echtheitsüberprüfung eines Sicherheitsdokuments, das
zumindest ein bei einer Anregungsfrequenz in einem Hochspannungs-Wechselfeld elektrolumineszierendes
Sicherheitsmerkmal aufweist, mit einer Sensoreinheit, die ein Anregungsmodul, ein
Kondensorsystem und eine Detektoreinheit umfasst. Das Sicherheitsdokument wird durch
die Sensoreinheit bewegt und das Lumineszenzlicht von dem Kondensorsystem gesammelt
und auf die Detektoreinheit gerichtet, welche das Lumineszenzlicht erfasst und spektral
auswertet. Hierbei weist das Anregungsmodul eine spaltförmige Öffnung auf, die einen
Bewegungspfad des zu überprüfenden Sicherheitsdokuments mit ihren gegenüberliegenden
Begrenzungsflächen übergreift.
[0005] Zum Anregen von elektrolumineszierenden Pigmenten in einem Wert- oder Sicherheitsdokument
ist eine Luftstrecke zu überbrücken, die sich z.B. zwischen einer Elektrode und dem
Wert- oder Sicherheitsdokument befindet. Hierbei bildet die Durchschlagsfestigkeit
der Luft einen begrenzenden Faktor für das Anregungsfeld. In bisherigen Bauformen
ergab sich für die dort vorliegenden Luftstrecken eine Anregungsfrequenz von einigen
kHz und eine maximale Amplitude der Anregungsspannung größer 5 kV, insbesondere einige
5 kV.
[0006] Die
DE 44 10 253 C2 offenbart eine Schaltungsanordnung zur Energieversorgung von Elektrolumineszenzfolien,
die durch eine höherfrequente Veränderung der Potentiale zweier eine Leuchtschicht
einschließenden Elektroden diese Leuchtschicht zur Emission von Strahlung im sichtbaren
Bereich anregt. In der Druckschrift wird eine Anregungsfrequenz von 400 Hz offenbart.
[0007] Die
US 4,633,141 A offenbart einen Leistungswandler für eine elektrolumineszierende Einrichtung, wobei
die elektrolumineszierende Einrichtung von einer Niedrigspannungsquelle mit Leistung
versorgt werden kann. Schalttransistoren konvertieren eine Niedriggleichspannung zu
einer Niedrigwechselspannung, die nachfolgend erhöht und mit einem Resonanzkreis gekoppelt
wird, welcher die elektrolumineszierende Einrichtung umfasst.
[0008] Die
EP 1 025 387 B1 offenbart eine Leuchtvorrichtung, die an Kraftfahrzeugen und/ oder in Innenräumen
von Kraftfahrzeugen angeordnet ist, mit einer Elektrolumineszenz-Schichtanordnung,
die mindestens eine erste Elektrodenschicht, eine Dielektrikumsschicht, eine Elektrolumineszenz-Leuchtschicht
und eine transparente zweite Elektrodenschicht aufweist, wobei die Elektrolumineszenz-Schichtanordnung
auf einem Träger und/oder in einem Rahmen angeordnet ist, und die Elektrodenschichten
mit einer Wechselspannungs-Ansteuereinrichtung verbunden sind, wobei die Wechselspannungs-Ansteuereinrichtung
auf einer Leiterplatte angeordnet ist, die mit dem Träger verbunden ist und/oder gleichzeitig
als Träger für die Elektrolumineszenz-Schichtanordnung ausgebildet ist, wobei die
Leiterplatte mit Ansteuereinrichtung und Elektrolumineszenz-Schichtanordnung und gegebenenfalls
einer die Elektrolumineszenz-Schichtanordnung abdeckenden transparenten Abdeckung
eine kompakte Baueinheit bilden.
[0009] Die
US 5,663,573 A offenbart eine lichtemittierende bipolare Einrichtung, die aus einem Lichtemitter
besteht, der aus eine elektrolumineszierenden organischen lichtemittierenden Material
in Kontakt mit einem isolierenden Material besteht. Der Lichtemitter ist in Kontakt
mit zwei Elektroden, die in einer voneinander beabstandeten Beziehung zueinander gehalten
werden. Die Einrichtung operiert mit einer Wechselspannung von weniger als 24 Volt,
in einigen Ausführungsformen weniger als 5 Volt.
[0010] Die
US 2004/0035932 A1 offenbart eine Unterscheidungsvorrichtung, die mit einem Wechselspannungsbeaufschlagungsmittel
ausgestattet ist, um Elektroden mit einer Wechselspannung zu beaufschlagen. Weiter
offenbart ist eine Lichtdetektionseinrichtung zur Detektion von Licht von einem Lichtsammelpunkt
einer Banknote, die in eine Umgebung des elektromagnetischen Felds transportiert wird.
Weiter offenbart ist ein optisches Teilermittel zur Aufteilung des von der Lichtdetektionseinrichtung
detektierten Lichts in Licht von einer fluoreszierenden Tinte und anderes Licht. Weiter
offenbart ist ein Kontrollmittel zur Kontrolle des Wechselspannungsbeaufschlagungsmittels.
Weiter offenbart ist ein Echtheitsunterscheidungsmittel zur Unterscheidung der Echtheit
der Banknote basierend auf einem Ausgangswert der Lichtdetektionseinrichtung. Weiter
betreibt das Kontrollmittel zur Kontrolle des Wechselspannungsbeaufschlagungsmittels
das Wechselspannungsbeaufschlagungsmittel nur wenn das Lichtdetektionsmittel unterscheidet,
dass es Licht von der fluoreszierenden Tinte basierend auf einem Ergebnis der optischen
Teilung durch das optische Teilermittel detektiert.
[0011] Die
US 5,899,313 A offenbart ein System für die Überprüfung der Echtheit der Währung. Hierbei wird die
komplexe elektrische Dielektrizitätskonstante der Währung durch Messen der komplexen
Impedanz erfasst. Eine besondere Kondensatoranordnung wird verwendet, um die komplexe
elektrische Dielektrizitätskonstante der Papierwährung zu erfassen.
[0012] Die
US 5, 663,573 A offenbart eine lichtemittierende Einrichtung, wobei ein Lichtemitter in elektrischem
Kontakt mit zwei Elektroden ist.
[0013] Es ist wünschenswert, Vorrichtungen zur Echtheitsüberprüfung z.B. in dezentrale,
kleine Banknotenprüfgeräte oder in Bankautomaten zu integrieren. Hierzu ist es erforderlich,
einen Bauraum einer solchen Vorrichtung zu reduzieren.
[0014] Existierende Vorrichtungen zur Echtheitsüberprüfung erfüllen diese Anforderungen
nicht in genügender Weise.
[0015] Es stellt sich das technische Problem, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Echtheitsüberprüfung
eines Wert- oder Sicherheitsdokuments zu schaffen, wobei ein Bauraum der Vorrichtung
minimiert und eine Betriebssicherheit der Vorrichtung erhöht wird.
[0016] Die Lösung des technischen Problems ergibt sich durch die Gegenstände mit den Merkmalen
der Ansprüche 1 und 8. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0017] Es ist eine Grundidee der Erfindung, ein elektrisches Anregungsfeld mittels eines
Resonanzschwingkreises zu erzeugen, wobei eine Resonanzfrequenz des Resonanzschwingkreises
höher als bisher übliche Anregungsfrequenzen gewählt wird. Dies erlaubt in vorteilhafter
Weise, eine Spannungsamplitude der Anregungsspannung zu reduzieren. Hierdurch wiederum
kann ein Bauraum von Elementen des Resonanzschwingkreises reduziert werden.
[0018] Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zur Echtheitsüberprüfung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments.
Als Sicherheitsdokument wird jedes Dokument bezeichnet, das eine physikalische Entität
ist, die gegen ein unautorisiertes Herstellen und/oder Verfälschen durch Sicherheitsmerkmale
geschützt ist. Sicherheitsmerkmale sind solche Merkmale, die ein Verfälschen und/oder
Duplizieren gegenüber einem einfachen Kopieren zumindest erschweren. Physikalische
Entitäten, die ein Sicherheitsmerkmal umfassen oder ausbilden, werden als Sicherheitselemente
bezeichnet. Ein Sicherheitsdokument kann mehrere Sicherheitsmerkmale und/oder Sicherheitselemente
umfassen. Im Sinne der hier festgelegten Definition stellt ein Sicherheitsdokument
auch immer ein Sicherheitselement dar. Beispiele für Sicherheitsdokumente, welche
auch Wertdokumente umfassen, die einen Wert repräsentieren, umfassen beispielsweise
Reisepässe, Personalausweise, Führerscheine, Identitätskarten, Zutrittskontrollausweise,
Krankenkassenkarten, Banknoten, Postwertzeichen, Bankkarten, Kreditkarten, Smartcards,
Tickets und Etiketten.
[0019] Das Wert- oder Sicherheitsdokument kann ein elektrolumineszierendes Sicherheitsmerkmal
aufweisen, welches zumindest bei einer Anregungsfrequenz in einem Hochspannungs-Wechselfeld
luminesziert. Insbesondere kann das Wert- oder Sicherheitsdokument so genannte elektrolumineszierende
Pigmente beinhalten.
[0020] Die Vorrichtung umfasst zumindest eine erste Wechselspannungsquelle, einen ersten
Transformator und zumindest eine erste Elektrode. Der erste Transformator ist eingangsseitig
mit der ersten Wechselspannungsquelle und ausgangsseitig mit der ersten Elektrode
elektrisch verbunden. Mittels der ersten Wechselspannungsquelle ist eine Ausgangsspannung
mit einer ersten Amplitude und einer Anregungsfrequenz erzeugbar. Mittels des Transformators
ist die Ausgangsspannung in eine Anregungsspannung mit einer zweiten Amplitude transformierbar.
Die zweite Amplitude kann hierbei höher als die erste Amplitude sein. Weiter erzeugt
die erste Elektrode in Abhängigkeit der Anregungsspannung ein elektrisches Anregungsfeld.
Dies bedeutet, dass sich, je nach Orientierung, Feldlinien des Anregungsfeldes von
einer Oberfläche der ersten Elektrode weg oder zu der Oberfläche der Elektrode hin
erstrecken.
[0021] Die Vorrichtung kann weiter ein Gehäuse umfassen, in welchem die erste Wechselspannungsquelle,
der erste Transformator und die erste Elektrode angeordnet sind. Die erste Elektrode
kann insbesondere an einem Rand des Gehäuses angeordnet sein, sodass sich die elektrischen
Feldlinien von diesem Rand des Gehäuses weg oder zu diesem Rand des Gehäuses hin erstrecken.
[0022] Das Gehäuse kann hierbei ein zumindest einseitig geöffnetes Einfuhrvolumen für das
Wert- oder Sicherheitsdokument ausbilden. Insbesondere kann ein Randabschnitt oder
können mehrere Randabschnitte des Gehäuses das Einfuhrvolumen umfassen oder begrenzen.
Das Einfuhrvolumen kann z.B. durch zwei mit einem vorbestimmten Abstand beabstandete
Oberflächen eines Randes des Gehäuses ausgebildet sein. In diesem Fall kann das Einfuhrvolumen
als Einfuhrschacht ausgebildet sein, in welches das Wert- oder Sicherheitsdokument
entlang eines Bewegungspfades eingeführt und aus welchem das Wert- oder Sicherheitsdokument,
z.B. nach der Echtheitsüberprüfung, wieder ausgeführt wird. Das Einfuhrvolumen kann
hierbei ein zu einer Seite oder zu mehreren Seiten hin geöffnetes Volumen sein.
[0023] Die erste Elektrode ist hierbei derart angeordnet, dass sich die elektrischen Feldlinien
des Anregungsfeldes zumindest teilweise in das Einfuhrvolumen hin erstrecken oder
durch das Einfuhrvolumen verlaufen. Somit kann ein in dem Einfuhrvolumen angeordnetes
Wert- oder Sicherheitsdokument mit dem elektrischen Anregungsfeld beaufschlagt werden.
[0024] Erfindungsgemäß sind der erste Transformator und die erste Elektrode derart ausgebildet,
dass eine Resonanzfrequenz eines Resonanzschwingkreises, der zumindest eine Sekundärinduktivität
des Transformators und eine Kapazität der ersten Elektrode umfasst, größer als oder
gleich 80 kHz ist. Die Anregungsfrequenz entspricht der Resonanzfrequenz.
[0025] In bisher üblichen Vorrichtungen zur Echtheitsüberprüfung wurden Anregungsfrequenzen
von nur einigen kHz und Anregungsspannungen mit einer Amplitude größer 5 kV verwendet.
[0026] Die vorgeschlagene Vorrichtung ist hierbei also mit einer sehr hohen Resonanzfrequenz
betreibbar, wobei in diesem Fall auch die Anregungsfrequenz der Resonanzfrequenz entspricht.
Die hohe Anregungsfrequenz bedingt in vorteilhafter Weise eine hohe Änderungsgeschwindigkeit
einer Feldumkehr des elektrischen Anregungsfeldes (dU/dt). Da die Emissionsanregung
von elektrolumineszierenden Pigmenten abhängig von der Änderungsgeschwindigkeit des
Anregungsfeldes ist, kann somit die Amplitude der Anregungsspannung, also die zweite
Amplitude, reduziert werden. Durch die Verringerung der Amplitude der Anregungsspannung
wird auch die im Resonanzschwingkreis zu speichernde Energie, also die zu speichernde
magnetische oder elektrische Energie, reduziert. Dies ermöglicht in vorteilhafter
Weise, einen Bauraum z.B. des Transformators, zu verkleinern. Beispielsweise kann
der für einen Ferritkern des Transformators, der zur Speicherung der magnetischen
Energie dient, benötigte Bauraum bei einer niedrigeren Energie verringert werden.
Gleichzeitig bewirkt die Verringerung der maximalen Spannung der Anregungsspannung
einen verringerten Isolationsbedarf z.B. von Windungen des Transformators. Auch dies
führt wiederum zu Verringerung von Bauraumanforderungen.
[0027] Weiter ergibt sich vorteilhaft, dass sich bei Reduktion der Amplitude der Anregungsspannung
auch eine verbesserte Betriebssicherheit des Transformators ergibt. Dieser speichert
z.B. für einen menschlichen Benutzer, bei verringerter Amplitude der Anregungsspannung
weniger Energie, die dem Nutzer z.B. bei Berührung gefährlich werden könnte.
[0028] Vorzugsweise ist die Resonanzfrequenz größer als oder gleich 80 kHz. Weiterhin bevorzugt
sind 150 - 250 kHz.
[0029] Die Erhöhung der Resonanzfrequenz und somit der Anregungsfrequenz ermöglicht in vorteilhafter
Weise auch, dass eine Gefahr eines Luftdurchschlages beim Betrieb der Vorrichtung
minimiert wird, da, wie vorhergehend erläutert, kleinere Amplituden der Anregungsspannung
verwendet werden können.
[0030] Es ist möglich, dass die Vorrichtung weiter eine Detektionseinrichtung zur Erfassung
der von den elektrolumineszierenden Pigmenten emittierten Strahlung umfasst. Weiter
kann die Vorrichtung zumindest ein optisches Element, beispielsweise eine Linse, umfassen,
um einen gewünschten Strahlenverlauf der emittierten Strahlung zu gewährleisten.
[0031] Weiter kann die Vorrichtung zusätzliche Anregungseinrichtungen, insbesondere optische
Anregungseinrichtungen, z.B. eine Einrichtung zur Erzeugung von UV-Strahlung, umfassen.
Diese kann z.B. derart angeordnet sein, dass diese ebenfalls eine weitere Anregungsstrahlung
in das vorhergehend erläuterte Einfuhrvolumen und somit hin zum Werte- oder Sicherheitsdokument
emittiert.
[0032] Weiter kann die Vorrichtung weitere Anregungseinrichtungen umfassen, die z.B. weitere
Sicherheitspigmente auf oder in dem Wert- oder Sicherheitsdokument anregt. Somit kann
z.B. eine zeitversetzte Anregung von elektrolumineszierenden Pigmenten und zusätzlichen
Sicherheitspigmenten erfolgen. Z.B. kann gleichzeitig zur Beaufschlagung mit dem elektrischen
Anregungsfeld eine Bestrahlung mit UV-Strahlung erfolgen. Auch können sogenannte photolumineszierende
Pigmente angeregt und die von diesen Pigmenten emittierte Strahlung ausgewertet werden.
Beispielsweise kann die Auswertung der von photolumineszierenden Pigmenten emittierte
Strahlung als sogenannte Vordetektion genutzt werden. Somit kann eine Erzeugung des
elektrischen Anregungsfeldes erst dann erfolgen, wenn mindestens ein Auswertekriterium
bei der Auswertung der von photolumineszierenden Pigmenten emittierten Strahlung erfüllt
ist.
[0033] Der erste Transformator kann beispielsweise ein handelsübliches CCFL-Transformatordesign
aufweisen. Somit verringern sich zusätzlich in vorteilhafter Weise Kosten bei der
Realisierung der vorgeschlagenen Vorrichtung.
[0034] Einzelne oder alle der vorhergehend erläuterten Elemente der vorgeschlagenen Vorrichtung
können z.B. in einem Modul angeordnet, z.B. vergossen, werden. Das entstehende Modul
weist hierbei in vorteilhafter Weise eine kompakte Bauform aus. Derartige Module können
beispielsweise in Bankautomaten integriert werden.
[0035] In einer weiteren Ausführungsform umfasst der Resonanzschwingkreis weiter eine Wicklungskapazität
einer Sekundärwicklung des Transformators und eine resultierende Kapazität von Streukapazitäten.
Hierbei bezeichnet die resultierende Kapazität von Streukapazitäten eine resultierende
Kapazität von aufbaubedingten Streukapazitäten der Vorrichtung. Streukapazitäten ergeben
sich z.B. aus Kapazitäten zwischen Elementen des Resonanzschwingkreises, beispielsweise
einer Verdrahtung oder Teilen des Transformators, und einer Umgebung, beispielsweise
einem Gehäuse.
[0036] In diesem Fall lässt sich eine Gesamtkapazität des Resonanzschwingkreises beispielsweise
wie folgt berechnen:

wobei Cp die Gesamtkapazität des Resonanzschwingkreises, Cw die Wicklungskapazität
der Sekundärinduktivität, Ce die Kapazität der ersten Elektrode oder einer die erste
Elektrode umfassenden Elektrodenanordnung und Cs die resultierende Kapazität von Streukapazitäten
bezeichnet.
[0037] Hierdurch wird in vorteilhafter Weise eine genauere Modellierung des Resonanzschwingkreises
ermöglicht.
[0038] Die Resonanzfrequenz des Resonanzschwingkreises kann beispielsweise als

bestimmt werden, wobei fres die Resonanzfrequenz und Ls die Sekundärinduktivität
bezeichnen. In diesem Fall ergibt sich eine maximal im Resonanzschwingkreis gespeicherte
Energie als

wobei Es die gespeicherte Energie und Us die maximale Spannungsamplitude der Anregungsspannung
bezeichnet.
[0039] Durch die Verringerung der Gesamtkapazität Cp kann somit in vorteilhafter Weise auf
der einen Seite die Resonanzfrequenz erhöht, die maximal im Resonanzschwingkreis gespeicherte
Energie jedoch erniedrigt werden. Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise die Reduktion
eines Bauraums der vorgeschlagenen Vorrichtung, da der Bauraum im Wesentlichen durch
den erforderlichen Bauraum des Transformators und die notwendigen Isolationsmaßnahmen
vorgegeben ist. Bei Verringerung der maximal im Resonanzschwingkreis gespeicherten
Energie Es verringert sich somit auch der Bauraum des Transformators, wobei die hohe
Resonanzfrequenz trotzdem eine zuverlässige Anregung von elektrolumineszierenden Pigmenten
eines Wert- oder Sicherheitsdokuments ermöglicht.
[0040] Als weiter vorteilhafter Aspekt ergibt sich, dass bei einer Reduktion des Bauraums
des Transformators sich ebenfalls die Wicklungskapazität Cw reduziert, wodurch sich
wiederum, wie aus den Formeln 2 und 3 ersichtlich, die Resonanzfrequenz fres erhöht
und die maximal im Resonanzschwingkreis gespeicherte Energie Es erniedrigt.
[0041] Die erfindungsgemäße Wahl der Resonanzfrequenz bewirkt somit in vorteilhafter Weise
eine Bauraumverkleinerung durch verschiedene Aspekte.
[0042] In einer weiteren Ausführungsform beträgt die Sekundärinduktivität des Transformators
höchstens 0,8 H. Vorzugsweise beträgt die Sekundärinduktivität 0,1 H.
[0043] Alternativ oder kumulativ beträgt eine Gesamtkapazität Cp höchstens 30 pF. Vorzugsweise
beträgt die Gesamtkapazität Cp des Schwingkreises 10 pF.
[0044] Versuche haben ergeben, dass sich durch die vorgeschlagene Parameterwahl eine ausreichende
Anregung mit einer maximalen Amplitude der Anregungsspannung von 3 kV ergibt. Eine
maximal im Resonanzschwingkreis gespeicherte Energie Es beträgt hierbei ca. 0,05 mJ.
Die Resonanzfrequenz kann hierbei 150 kHz erreichen. Ein Bauvolumen des Transformators
kann in diesem Fall beispielsweise 24 x 20 x 15 mm betragen.
[0045] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Vorrichtung eine weitere Elektrode.
Hierbei kann sich das elektrische Anregungsfeld zwischen der ersten und der weiteren
Elektrode ausbilden. Die weitere Elektrode kann insbesondere mit einem vorbestimmen
Abstand von der ersten Elektrode beabstandet angeordnet sein. Weist die Vorrichtung
das vorhergehend erläuterte Einfuhrvolumen auf, so kann die erste Elektrode auf oder
an einer Oberfläche eines ersten Randabschnitts, beispielsweise eines Gehäuses der
Vorrichtung, angeordnet sein, wobei die weitere Elektrode an einem weiteren Randabschnitt
des Gehäuses angeordnet sein kann, der dem ersten Randabschnitt gegenüberliegt. Die
Randabschnitte können hierbei das Einfuhrvolumen umfassen.
[0046] Hierdurch kann in vorteilhafter Weise ein gewünschter Verlauf des elektrischen Feldes
erreicht werden.
[0047] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung einen weiteren Transformator,
wobei der weitere Transformator eingangsseitig mit der ersten oder einer weiteren
Spannungsquelle und ausgangsseitig mit der weiteren Elektrode elektrisch verbunden
ist. Mittels des weiteren Transformators ist ausgangsseitig eine weitere Anregungsspannung
erzeugbar. Die weitere Anregungsspannung weist einen Phasenversatz von 180° zur ersten
Anregungsspannung auf.
[0048] Ist der weitere Transformator eingangsseitig mit der ersten Spannungsquelle verbunden,
so kann eine Amplitude der weiteren Anregungsspannung größer als die Amplitude der
Ausgangsspannung der ersten Wechselspannungsquelle sein. Ist der weitere Transformator
eingangsseitig mit einer weiteren Wechselspannungsquelle verbunden, so kann eine Ausgangsspannung
des weiteren Transformators eine größere Amplitude als eine Ausgangsspannung der weiteren
Wechselspannungsquelle aufweisen.
[0049] Vorzugsweise weisen jedoch die erste Anregungsspannung, die vom ersten Transformator
erzeugt wird, und die weitere Anregungsspannung, die vom weiteren Transformator erzeugt
wird, Amplituden gleicher Höhe auf.
[0050] Durch den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Phasenversatz ergibt sich in vorteilhafter
Weise, dass eine maximale Amplitude der resultierenden Anregungsspannung, die das
elektrische Anregungsfeld zwischen den Elektroden erzeugt, größer als, insbesondere
doppelt so groß wie, die maximale Amplitude der ersten Anregungsspannung oder der
weiteren Anregungsspannung ist. Beispielsweise kann eine resultierende Anregungsspannung
mit einer maximalen Amplitude von 3 kV erzeugt werden, indem die vom ersten Transformator
erzeugte Anregungsspannung eine maximale Amplitude von 1,5 kV und die vom weiteren
Transformator erzeugte Anregungsspannung ebenfalls eine Amplitude von 1,5 kV aufweist.
[0051] Hierdurch können also in vorteilhafter Weise maximale Amplituden von Spannungen,
die an der Sekundärseite des jeweiligen Transformators erzeugt werden, reduziert werden.
Dies führt wiederum dazu, dass in vorteilhafter Weise ein Bauraum der Transformatoren
und die Anforderungen an die Isolation reduziert werden kann.
[0052] Dies wiederum ermöglicht in vorteilhafter Weise, dass miniaturisierte Trafodesigns
zum Einsatz kommen, die handelsüblich zur Verfügung stehen.
[0053] So konnte in Versuchen gezeigt werden, dass eine Reduktion eines Bauvolumens auf
10 % des bisher üblichen Bauvolumens möglich ist.
[0054] In einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung derart ausgebildet, dass die
Vorrichtung das vorhergehend erläuterte Einfuhrvolumen für das zu überprüfende Wert-oder
Sicherheitsdokument ausbildet. Die erste und die weitere Elektrode sind auf gegenüberliegenden
Seiten des Einführvolumens mit einem vorbestimmten ersten Abstand angeordnet. Weiter
sind die erste und die weitere Elektrode quer zu einer Einführrichtung des Wert- oder
Sicherheitsdokuments mit einem vorbestimmten weiteren Abstand beabstandet angeordnet.
[0055] Die Einführrichtung kann hierbei beispielsweise als eine erste Richtung definiert
werden. Der erste Abstand bezeichnet dann einen Abstand in einer zweiten Richtung,
welche senkrecht zu der ersten Richtung orientiert ist. Weiter kann die zweite Richtung
senkrecht zu einer Oberfläche eines zu überprüfenden Wert- oder Sicherheitsdokuments
sein, wenn dieses im Einfuhrvolumen angeordnet ist. In diesem Fall ist es auch möglich,
dass die zweite Richtung senkrecht zu Oberflächen von Randabschnitten des Gehäuses
der Vorrichtung orientiert ist, wobei die Randabschnitte das Einfuhrvolumen zumindest
teilweise umfassen. In diesem Fall sind also die erste und die weitere Elektrode,
wie vorhergehend erläutert, auf gegenüberliegenden Seiten oder Randabschnitten des
Gehäuses angeordnet.
[0056] Weiter können die erste und die weitere Elektrode in Bezug quer zur Einführrichtung,
also in einer dritten Richtung, mit dem vorbestimmten weiteren Abstand beabstandet
angeordnet sein, wobei die dritte Richtung senkrecht zur ersten Richtung und senkrecht
zur zweiten Richtung orientiert ist.
[0057] Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass das elektrische Feld, welches
sich zwischen der ersten und der weiteren Elektrode bildet, sowohl Anteile in der
zweiten Richtung als auch Anteile in der dritten Richtung umfasst. Hierbei können
die Anteile in dritter Richtung wesentlich zur Anregung von elektrolumineszierenden
Pigmenten in einem zu überprüfenden Wert- oder Sicherheitsdokument sein.
[0058] Selbstverständlich sind auch weitere Anordnungen der Elektroden vorstellbar. Beispielsweise
können die Elektroden auch, wie in der
DE 10 2008 047 636 A1 beschrieben, relativ zueinander angeordnet sein. Diesbezüglich wird daher insbesondere
auf die Fig. 2, Fig. 4a, Fig. 4b, Fig. 5, Fig. 6a, Fig. 6b, Fig. 7, Fig. 8 und Fig.
9 und die entsprechenden Erläuterungen in der Beschreibung verwiesen.
[0059] In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der vorbestimmte erste Abstand zwischen
0,5 mm und 2,0 mm und der vorbestimmte weitere Abstand 1,0 mm bis 3,0 mm.
[0060] Die vorgeschlagenen Abstände ergeben hierbei in vorteilhafter Weise eine Reduktion
der Kapazität Ce der Kondensatoranordnung sowie eine Reduktion der resultierenden
Streukapazitäten Cs.
[0061] Weiter vorgeschlagen wird ein Verfahren zur Echtheitsüberprüfung eines Wert- oder
Sicherheitsdokuments mittels einer Vorrichtung entsprechend einer der vorhergehend
beschriebenen Ausführungsformen. Hierbei wird mittels der ersten Wechselspannungsquelle
die Ausgangsspannung mit der Resonanzfrequenz des Resonanzschwingkreises erzeugt.
Umfasst die Vorrichtung zwei Wechselspannungsquellen, so werden die Ausgangsspannungen
beider Wechselspannungsquellen jeweils mit der Resonanzfrequenz des Resonanzschwingkreises
erzeugt. Wie vorhergehend beschrieben können in diesem Fall die Ausgangsspannungen
der Wechselspannungsquellen mit einem Phasenversatz von 180° erzeugt werden. Weiter
kann eine Amplitude der Ausgangsspannung(en) derart gewählt werden, dass die von dem
Transformator/den Transformatoren erzeugte Anregungsspannung(en) eine gewünschte Amplitude
aufweist.
[0062] Durch das Betreiben des Resonanzschwingkreises in seiner Resonanzfrequenz wird in
vorteilhafter Weise eine Energie zur Anregung der elektrolumineszierenden Pigmente
reduziert. Da die Resonanzfrequenz jedoch, wie vorhergehend erläutert, einer hohen
Anregungsfrequenz entspricht, kann die Anregung trotzdem mit einer Vorrichtung erfolgen,
die einen geringen Bauraumbedarf aufweist.
[0063] In einer weiteren Ausführungsform weist eine Anregungsspannung eine Amplitude von
maximal 3 kV auf. Werden Anregungsspannungen von zwei Transformatoren erzeugt, so
kann eine Amplitude der einzelnen Anregungsspannungen maximal 1,5 kV betragen.
[0064] Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise die Erzeugung eines elektrischen Anregungsfeldes
mit einer geringen Anregungsspannung, wodurch sich einerseits eine Betriebssicherheit
für z.B. einen Nutzer erhöht und gleichzeitig die vorhergehend erläuterten reduzierten
Anforderungen an einen Isolationsbedarf ergeben, die wiederum Bauraumanforderungen
minimieren.
[0065] In einer weiteren Ausführungsform wird zusätzlich zu einem Anregungsfeld eine weitere
Anregungsstrahlung zur Anregung weiterer optischer Merkmale des Wert- oder Sicherheitsdokuments
erzeugt wird. Die weitere Anregungsstrahlung kann insbesondere eine optische Strahlung,
vorzugsweise eine UV-Strahlung oder eine IR-Strahlung sein.
[0066] Insbesondere können das Anregungsfeld und die weitere Anregungsstrahlung derart erzeugt
werden, dass sie gleiche räumlich Abschnitte des Wert- oder Sicherheitsdokuments bestrahlen.
[0067] Hierdurch ist es in vorteilhafter Weise möglich, weitere optische Sicherheitsmerkmale
oder -elemente des Wert- oder Sicherheitsdokuments anzuregen und die aufgrund der
weiteren Anregungsstrahlung von dem entsprechenden Merkmal emittierte Strahlung auszuwerten.
Es ist insbesondere möglich, dass ein weiteres optisches Merkmal des elektrolumineszierenden
Pigments angeregt wird. Hierbei kann das elektrolumineszierende Pigment neben den
elektrolumineszierenden Eigenschaften auch photolumineszierende Eigenschaften aufweisen,
die es erlauben, das elektrolumineszierende Pigment durch die weitere Anregungsstrahlung
anzuregen. Durch die Anregung weitere optischer Merkmale und eine entsprechende Auswertung
der von diesen emittierten Strahlung kann auch eine Verifikation in vorteilhafter
Weise verbessert werden.
[0068] In einer weiteren Ausführungsform wird das Anregungsfeld erst erzeugt, wenn ein durch
die weitere Anregungsstrahlung angeregtes optisches Merkmal detektiert wurde. Somit
erfolgt das Erzeugen der Anregungsspannung erst, wenn ein durch die weitere Anregungsstrahlung
angeregtes optisches Merkmal detektiert wurde. Die Anregungsspannung und somit das
Anregungsfeld wird daher erst zeitlich nach der weiteren Anregungsstrahlung erzeugt.
[0069] Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn, wie vorhergehend erläutert, das elektrolumineszierende
Pigment neben den elektrolumineszierenden Eigenschaften auch photolumineszierende
Eigenschaften aufweist. In diesem Fall wird durch die Detektion des optischen Merkmals
nämlich sichergestellt, dass ein elektrolumineszierendes Pigment im Wert- oder Sicherheitsdokument
enthalten ist. Vorzugsweise kann auch ein räumlicher Abschnitt des Wert- oder Sicherheitsdokuments
bestimmt werden, in welchem das Pigment angeordnet ist. Dies ermöglicht nachfolgend
eine gezielte Anregung der elektrolumineszierenden Eigenschaften. Gleichzeitig wird
auch eine Betriebssicherheit erhöht, da ausgeschlossen werden kann, dass räumliche
Abschnitte des Wert- oder Sicherheitsdokuments dem Anregungsfeld ausgesetzt werden,
die keine elektrolumineszierenden Pigmente enthalten. Beispielsweise kann eine Plasmabildung
und/oder ein Durchschlag vermieden werden, der/die entstehen würde, wenn Abschnitte
des Wert- oder Sicherheitsdokuments mit einem Hologramm oder Sicherheitsfäden dem
Anregungsfeld ausgesetzt werden.
[0070] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die einzige
Figur zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0071] In Fig. 1 ist ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 dargestellt. Die Vorrichtung umfasst ein erstes Modul 2a und ein zweites Modul 2b.
Ein Modul 2a, 2b kann hierbei eine bauliche Einheit bezeichnen, die beispielsweise
ein Gehäuse aufweist.
[0072] Jedes Modul 2a, 2b umfasst einen Transformator 3a, 3b. Weiter umfasst jedes Modul
2a, 2b eine Elektrode 4a, 4b. Weiter umfasst jedes Modul 2a, 2b optische Elemente
5a, 5b, die derart ausgebildet und angeordnet sind, Strahlung 6, die von einem elektrolumineszierenden
Pigment 7 emittiert wird, zu einer Detektionseinrichtung 8a, 8b zu lenken. Hierbei
umfasst jedes Modul 2a, 2b eine solche Detektionseinrichtung 8a, 8b. Weiter dargestellt
sind Einrichtungen 9a, 9b zur Erzeugung einer UV-Strahlung 10. Weiter weist jedes
Modul 2a, 2b eine Steuer- und Auswerteeinrichtung 11a, 11b auf. Nicht dargestellt
ist eine Wechselspannungsquelle, die elektrisch mit dem Transformator 3a des ersten
Moduls 2a und dem Transformator 3b des zweiten Moduls 2b verbunden ist, wobei die
Transformatoren 3a, 3b elektrisch parallel zueinander verschaltet sind. Hierbei ist
die Wechselspannungsquelle derart mit dem Transformator 3b des zweiten Moduls 2b verbunden,
dass eine Eingangsspannung des Transformators 3b des zweiten Moduls 2b, also eine
Spannung, die über einer nicht dargestellten Primärwicklung abfällt, um 180° phasenverschoben
zu einer Eingangsspannung des Transformators 3a des ersten Moduls 2a ist. Die Module
2a, 2b sind hierbei gleichartig aufgebaut. Dies bedeutet, dass die geometrische Anordnung
der Elemente der Module 2a, 2b bezogen z.B. auf einen geometrischen Mittelpunkt der
Module 2a, 2b gleich ist. Die Module 2a, 2b sind hierbei innerhalb der Vorrichtung
1 derart angeordnet, dass diese ein Einfuhrvolumen 12 einschließen. Das Einfuhrvolumen
12 wird insbesondere von einem Randabschnitt 13a eines Gehäuses des ersten Moduls
2a und einem Randabschnitt 13b eines Gehäuses des zweiten Moduls 2b umfasst.
[0073] Weiter dargestellt ist ein Wert- oder Sicherheitsdokument 14, welches in dem Einfuhrvolumen
12 angeordnet ist. Das Wert- oder Sicherheitsdokument 14 kann hierbei entlang einer
ersten Richtung z durch das Einfuhrvolumen bewegt werden, wobei die erste Richtung
z in Fig. 1 in die Zeichenebene hinein orientiert ist. Die erste Richtung z gibt somit
eine Bewegungsrichtung eines Bewegungspfades oder eine Einführrichtung für das Wert-
oder Sicherheitsdokument 14 vor. Die Elektroden 4a, 4b des ersten Moduls 2a und des
zweiten Moduls 2b sind mit einem vorbestimmten ersten Abstand VA voneinander beabstandet.
Der erste Abstand VA wird hierbei in einer zweiten Richtung y gemessen, wobei die
zweite Richtung y senkrecht zur ersten Richtung z orientiert ist. Die zweite Richtung
y kann hierbei insbesondere senkrecht zu Oberflächen der vorhergehend erläuterten
Randabschnitte 13a, 13 b sein. Weiter dargestellt ist eine dritte Richtung x, wobei
die Richtungen x, y, z ein kartesisches Koordinatensystem bilden. Die Elektroden 4a,
4b sind hierbei im Bereich des jeweiligen Randabschnitts 13a, 13b angeordnet. Der
erste Abstand VA kann hierbei ein Abstand von Elektrodenflächen der Elektroden 4a,
4b oder ein Abstand der geometrischen Mittelpunkte der Elektroden 4a, 4b sein.
[0074] Weiter dargestellt ist, dass die Elektroden 4a, 4b der Module 2a, 2b mit einem vorbestimmten
weiteren Abstand LA voneinander entlang der dritten Richtung x beabstandet sind. Der
weitere Abstand LA kann hierbei beispielsweise ein Abstand von geometrischen Mittelpunkten
der Elektroden 4a, 4b oder von geometrischen Mittelpunkten der Elektrodenflächen der
Elektroden 4a, 4b sein.
[0075] Ein erster Resonanzschwingkreis wird durch eine Sekundärinduktivität des Transformators
3a des ersten Moduls 2a, eine Kapazität der Elektrodenanordnung aus den Elektroden
4a, 4b, einer Wicklungskapazität einer Sekundärwicklung des Transformators 3a des
ersten Moduls 2a und einer resultierenden Kapazität von Streukapazitäten des ersten
Moduls 2a gebildet. Ein weiterer Resonanzschwingkreis wird durch die entsprechenden
Elemente des zweiten Moduls 2b gebildet. Hierbei wird die nicht dargestellte Wechselspannungsquelle
derart betrieben, dass die Resonanzschwingkreise mit ihrer Resonanzfrequenz angeregt
werden, die größer als oder gleich 80 kHz ist. In diesem Fall bildet sich zwischen
den Elektroden 4a, 4b ein elektrisches Anregungsfeld 17, welches einen Anteil in der
dritten Richtung x aufweist. Diese Anteile in der dritten Richtung x regen die elektrolumineszierenden
Pigmente 7 des Wert- oder Sicherheitsdokuments 14 an.
1. Vorrichtung zur Echtheitsüberprüfung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments, wobei
die Vorrichtung (1) zumindest eine erste Wechselspannungsquelle, einen ersten Transformator
(3a) und zumindest eine erste Elektrode (4a) umfasst, wobei der erste Transformator
(3a) eingangsseitig mit der ersten Wechselspannungsquelle und ausgangsseitig mit der
ersten Elektrode (4a) elektrisch verbunden ist, wobei mittels der ersten Wechselspannungsquelle
eine Ausgangsspannung mit einer ersten Amplitude und einer Anregungsfrequenz erzeugbar
ist, wobei mittels des ersten Transformators (3a) die Ausgangsspannung in eine Anregungsspannung
mit einer zweiten Amplitude transformierbar ist, wobei die ersten Elektrode (3a) in
Abhängigkeit der Anregungsspannung ein elektrisches Anregungsfeld erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Transformator (3a) und die erste Elektrode (4a) derart ausgebildet sind,
dass eine Resonanzfrequenz eines Resonanzschwingkreises, der zumindest eine Sekundärinduktivität
des ersten Transformators (3a) und eine Kapazität der ersten Elektrode (4a) umfasst,
größer als oder gleich 80 kHz ist, wobei die Anregungsfrequenz der Resonanzfrequenz
entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Resonanzschwingkreis weiter eine Wicklungskapazität einer Sekundärwicklung des
ersten Transformators (3a) und eine resultierende Kapazität von Streukapazitäten umfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Sekundärinduktivität höchstens 0,8 H und/oder eine Gesamtkapazität des Resonanzschwingkreises
höchstens 30 pF beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine weitere Elektrode (4a) umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen weiteren Transformator (3b) umfasst, wobei der weitere
Transformator (3b) eingangsseitig mit der ersten oder einer weiteren Wechselspannungsquelle
und ausgangsseitig mit der weiteren Elektrode (4b) elektrisch verbunden ist, wobei
mittels des weiteren Transformators (3b) ausgangsseitig eine weitere Anregungsspannung
erzeugbar ist, wobei die weitere Anregungsspannung einen Phasenversatz von 180° zur
ersten Anregungsspannung aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Vorrichtung (1) derart ausgebildet ist, dass die Vorrichtung (1) ein Einfuhrvolumen
(12) für das zu überprüfende Wert- oder Sicherheitsdokument (14) ausbildet, wobei
die erste und die weitere Elektrode (4a, 4b) auf gegenüberliegenden Seiten des Einfuhrvolumens
(12) mit einem vorbestimmten ersten Abstand (VA) entlang einer zweiten Richtung angeordnet
sind, wobei die zweite Richtung senkrecht zu einer ersten Richtung orientiert ist,
die eine Einführrichtung des Wert- oder Sicherheitsdokuments (14) ist, und wobei die
erste und die weitere Elektrode (4a, 4b) quer zu der Einführrichtung des Wert- oder
Sicherheitsdokuments (14) mit einem weiteren vorbestimmten Abstand (LA) entlang einer
dritten Richtung beabstandet angeordnet sind, wobei die dritte Richtung senkrecht
zur ersten und zur zweiten Richtung orientiert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abstand (VA) zwischen 0,5 mm und 2,0 mm und der weitere vorbestimmte Abstand
(LA) 1,0 mm bis 3,0 mm beträgt.
8. Verfahren zur Echtheitsüberprüfung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments mittels einer
Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der ersten Wechselspannungsquelle die Ausgangsspannung mit der Resonanzfrequenz
des Resonanzschwingkreises erzeugt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anregungsspannung eine Amplitude von maximal 3 kV aufweist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu einem Anregungsfeld eine weitere Anregungsstrahlung zur Anregung weiterer
optischer Merkmale des Wert- oder Sicherheitsdokuments erzeugt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Anregungsfeld erst erzeugt wird, wenn ein durch die weitere Anregungsstrahlung
angeregtes optisches Merkmal detektiert wurde.
1. A device for verifying the authenticity of a valuable or security document, wherein
the device (1) comprises at least one first alternating voltage source, one first
transformer (3a), and at least one first electrode (4a), wherein the first transformer
(3a) is electrically connected on its input side to the first alternating voltage
source and on its output side to the first electrode (4a), wherein an output voltage
with a first amplitude and an excitation frequency can be generated by means of the
first alternating voltage source, wherein the output voltage can be transformed into
an excitation voltage with a second amplitude by means of the first transformer (3a),
and wherein the first electrode (3a) generates an electrical excitation field as a
function of the excitation voltage,
characterized in that the first transformer (3a) and the first electrode (4a) are configured such that
a resonance frequency of a resonant circuit, which comprises at least one secondary
inductance of the first transformer (3a) and one capacitance of the first electrode
(4a), is greater than or equal to 80 kHz, the excitation frequency corresponding to
the resonance frequency.
2. The device as set forth in claim 1, characterized in that the resonant circuit further comprises a winding capacitance of a secondary winding
of the first transformer (3a) and a resultant capacitance of stray capacitances.
3. The device as set forth in claim 1 or 2, characterized in that the secondary inductance is no more than 0.8 H and/or a total capacitance of the
resonant circuit is no more than 30 pF.
4. The device as set forth in one of claims 1 to 3, characterized in that the device (1) comprises an additional electrode (4a).
5. The device as set forth in one of claims 1 to 4, characterized in that the device (1) comprises an additional transformer (3b), wherein the additional transformer
(3b) is electrically connected on the input side to the first or an additional alternating
voltage source and on the output side to the additional electrode (4b), wherein an
additional excitation voltage can be generated on the output side by means of the
additional transformer (3b), and wherein the additional excitation voltage has a phase
offset of 180° to the first excitation voltage.
6. The device as set forth in one of claims 4 to 5, characterized in that the device (1) is configured such that the device (1) forms an insertion volume (12)
for the valuable or security document (14) that is to be verified, wherein the first
and the additional electrode (4a, 4b) are arranged on opposite sides of the insertion
volume (12) at a predefined first distance (VA) along a second direction, wherein
the second direction is oriented perpendicular to a first direction, which is an insertion
direction of the valuable or security document (14), and wherein the first and the
additional electrode (4a, 4b) are arranged transversely to the direction of insertion
of the valuable or security document (14) at another predefined distance (LA) along
a third direction, the third direction being oriented perpendicular to the first and
second directions.
7. The device as set forth in claim 6, characterized in that the first distance (VA) is between 0.5 mm and 2.0 mm and the additional predefined
distance (LA) is 1.0 mm to 3.0 mm.
8. A method for verifying the authenticity of a valuable or security document by means
of a device (1) as set forth in one of claims 1 to 7, characterized in that the output voltage with the resonance frequency of the resonant circuit is generated
by means of the first alternating voltage source.
9. The method as set forth in claim 8, characterized in that an excitation voltage has an amplitude of no more than 3 kV.
10. The method as set forth in one of claims 8 or 9, characterized in that, in addition to an excitation field, an additional excitation radiation is generated
in order to excite additional optical features of the valuable or security document.
11. The method as set forth in claim 10, characterized in that the excitation field is generated only if an optical feature excited by the additional
excitation radiation has been detected.
1. Dispositif de vérification de l'authenticité d'un document de valeur ou de sécurité,
le dispositif (1) comprenant au moins une première source de tension alternative,
un premier transformateur (3a) et au moins une première électrode (4a), le premier
transformateur (3a) étant relié électriquement du côté entrée à la première source
de tension alternative et du côté sortie à la première électrode (4a), une tension
de sortie d'une première amplitude et d'une fréquence d'excitation pouvant être générée
au moyen de la première source de tension alternative, la tension de sortie pouvant
être transformée en une tension d'excitation d'une deuxième amplitude au moyen du
premier transformateur (3a), la première électrode (3a) générant un champ d'excitation
électrique en fonction de la tension d'excitation, caractérisé en ce que
le premier transformateur (3a) et la première électrode (4a) sont conçus de telle
sorte qu'une fréquence de résonance d'un circuit résonant, qui comprend au moins une
inductance secondaire du premier transformateur (3a) et une capacité de la première
électrode (4a), soit supérieure ou égale à 80 kHz, la fréquence d'excitation correspondant
à la fréquence de résonance.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit résonant comprend en outre une capacité d'un enroulement secondaire du
premier transformateur (3a) et une capacité résultante de capacités de fuite.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'inductance secondaire est au plus de 0,8 H et/ou une capacité totale du circuit
résonant est au plus de 30 pF.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif (1) comprend une autre électrode (4a).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif (1) comprend un autre transformateur (3b), l'autre transformateur (3b)
étant relié électriquement du côté entrée à la première ou à une autre source de tension
alternative et du côté sortie à l'autre électrode (4b), une autre tension d'excitation
pouvant être générée du côté sortie au moyen de l'autre transformateur (3b), l'autre
tension d'excitation présentant un déphasage de 180° par rapport à la première tension
d'excitation.
6. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 5, caractérisé en ce que le dispositif (1) est conçu de telle sorte que le dispositif (1) forme un volume
d'entrée (12) pour le document de valeur ou de sécurité à vérifier (14), la première
électrode et les autres électrodes (4a, 4b) étant disposées sur des côtés opposés
du volume d'entrée (12) à une première distance prédéterminée (VA) suivant une deuxième
direction, la deuxième direction étant orientée perpendiculairement à une première
direction qui est une direction d'entrée du document de valeur ou de sécurité (14),
et la première électrode et les autres électrodes (4a, 4b) étant disposées transversalement
à la direction d'entrée du document de valeur ou de sécurité (14) à une autre distance
prédéterminée (LA) suivant une troisième direction, la troisième direction étant orientée
perpendiculairement à la première et à la deuxième direction.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la première distance (VA) est comprise entre 0,5 mm et 2,0 mm et l'autre distance
prédéterminée (LA) est comprise entre 1,0 mm et 3,0 mm.
8. Procédé de vérification de l'authenticité d'un document de valeur ou de sécurité au
moyen d'un dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la tension de sortie est générée avec la fréquence de résonance du circuit résonant
au moyen de la première source de tension alternative.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une tension d'excitation a une amplitude au plus de 3 kV.
10. Procédé selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce qu'un autre rayonnement d'excitation est généré, en plus d'un champ d'excitation, pour
exciter d'autres caractéristiques optiques du document de valeur ou de sécurité.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le champ d'excitation n'est généré que lorsqu'une caractéristique optique excitée
par l'autre rayonnement d'excitation a été détectée.