TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ausziehbeschlag mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des unabhängigen Patentanspruchs 1 und auf einen Vorratsschrank mit einem solchen
Ausziehbeschlag.
[0002] Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen Ausziehbeschlag für
einen hohen Vorratsschrank, d. h. einen sogenannten Hochschrank. Der Ausziehbeschlag
kann aber beispielsweise auch für einen Unterschrank oder jeden anderen Schrank vorgesehen
sein.
[0003] Ein Vorratsschrank, für den der Ausziehbeschlag vorgesehen ist, umfasst einen eine
Öffnung aufweisenden Korpus und eine gegenüber dem Korpus um eine im Randbereich der
Öffnung verlaufende Schwenkachse aufschwenkbare Tür. In einer Geschlossenstellung
verschließt die Tür die Öffnung, und in einer Offenstellung gibt die Tür die Öffnung
zumindest im Wesentlichen frei.
[0004] Unter einem Ausziehbeschlag versteht man allgemein einen Beschlag, mit dem ein Objektträger
ausziehbar lagerbar ist, um den Objektträger, daran abgestützte Objektablagen und
gegebenenfalls auf den Objektablagen angeordnete Objekte für ihre bessere Erreichbarkeit
aus dem Korpus eines Vorratsschranks herausfahren zu können.
STAND DER TECHNIK
[0005] Ein bekannter Ausziehbeschlag für einen Vorratsschrank mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des unabhängigen Patentanspruchs 1 ist das Produkt VSA der Anmelderin, siehe http://www.vauth-sagel.de/de/moebel/03_produkteKueche/03_Hochschraenke/VSA.php.
Das s Produkt VSA weist einen rahmenförmigen Objektträger auf, an den Tablare als
Objektablagen frei endend anhängbar sind und der über eine erste Ausziehschiene am
Boden und eine zweite Ausziehschiene an der Decke des Korpus des jeweiligen Ausziehschranks
gelagert ist. Dabei ist der Objektträger jeweils an einem beweglichen Teil der beiden
Ausziehschienen befestigt, während ein fester Teil der beiden Ausziehschienen an dem
Boden bzw. der Decke befestigt ist. Ein Türmitnehmer des Produkts VSA umfasst zwei
Mitnehmersockel, die oben und unten an der verschwenkbaren Tür des Vorratsschranks
angebracht sind und an die jeweils ein Zugdruckarm angelenkt ist. An ihren anderen
Enden sind die beiden Zugdruckarme an den rahmenförmigen Objektträger angelenkt, und
zwar auf der der Schwenkachse der Tür gegenüberliegenden Seite der Ausziehschienen.
Über die Zugdruckarme ist die Schwenkbewegung der Tür mit einer Ausziehbewegung des
Objektträgers bidirektional gekoppelt. Das heißt, mit dem Aufschwenken der Tür fährt
der Objektträger mit den daran anhängenden Objektablagen aus dem Korpus des Vorratsschranks
von den Ausziehschienen geführt heraus, und beim Schließen der Tür fährt der Objektträger
mit den daran anhängenden Objektablagen wieder in den Vorratsschrank hinein. Anders
gesagt führt jedes Verschwenken der Tür zu einer Bewegung des Objektträgers und umgekehrt.
Wenn also der Objektträger mit den Objektablagen in den Vorratsschrank hineingeschoben
wird, führt dies zugleich zu einem Schließen der Tür.
[0006] Das Produkt VSA ermöglicht einen Zugriff auf die auf den Objektablagen angeordneten
Objekte sowohl von vorne als auch von der der Tür gegenüberliegenden Seite, zumindest
soweit die Objektablagen mit dem Objektträger aus dem Korpus des Vorratsschranks herausgefahren
sind. Bei verglichen mit ihrer Tiefe relativ breiten Vorratsschränken sind die Platz-
und daraus resultierend die Hebel- und Wegverhältnisse für den Türmitnehmer relativ
günstig. So erweist es sich nicht als schwierig, die Objektablagen beim Aufschwenken
der Tür um 90° oder wenig mehr zu wesentlichen Anteilen vor die Öffnung des Korpus
des Vorratsschranks herauszufahren. Bei im Vergleich zu ihrer Tiefe schmalen Vorratsschränken
müssen jedoch die Mitnehmersockel vergleichsweise nahe an der Schwenkachse der jeweiligen
Tür befestigt werden und legen so beim Aufschwenken der Tür nur einen vergleichsweise
kurzen Weg um die Schwenkachse der Tür zurück. Dieser Weg reicht mit der Druckzugstange
auf den Objektträger übertragen nicht aus, um die Objektablagen zu wesentlichen Anteilen
vor die Öffnung des Vorratsschranks herauszufahren. Das Produkt VSA wird daher nur
für breitere Vorratsschränke angeboten.
[0007] Aus der
DE 10 2007 009 894 C5 ist ein Eckschrank mit einem Schrankkorpus und einem über eine zwischen einer Schließstellung
und einer Offenstellung schwenkbeweglich am Schrankkorpus gelagerten Eckschranktür
zugänglichen Innenraum bekannt. In dem Innenraum ist wenigstens ein Tablar mittels
eines Beschlags zwischen einer Innenstellung und einer Außenstellung, in der das Tablar
zumindest teilweise über eine Ebene einer Türöffnung des Eckschranks hinaus steht,
schwenkbeweglich gelagert. Eine Mitnehmereinrichtung ist zur mittelbaren oder unmittelbaren
Bewegungskopplung von Eckschranktür und Tablar vorgesehen, wodurch das Tablar beim
Öffnen der Eckschranktür durch diese mitnehmbar und aus dem Innenraum des Eckschranks
herausschwenkbar ist. Eine Mitnahme des Tablars erfolgt bis in die Offenstellung der
Eckschranktür. Entkopplungsmittel zur Entkopplung von Eckschranktür und Tablar umfassen
einen Bolzen und ein Führungsstück, an dem der Bolzen bei der Bewegung des Tablars
von der Innen- in die Außenstellung bis zu einer bestimmten Zwischenstellung des Tablars,
die der Offenstellung der Eckschranktür entspricht, zur Übertragung der Bewegung der
Eckschranktür auf das Tablar angreift. Durch Handhabung an dem Tablar wird der Bolzen
von dem Führungsstück ab der Tablar-Zwischenstellung selbsttätig entkoppelt. Das Führungsstück
weist eine schlitzartige Bolzenaufnahme auf, aus der der Bolzen bei der Tablarbewegung
in die Außenstellung ausgeführt wird und in die der Bolzen bei der Tablarbewegung
in die Innenstellung wieder einfährt. Die Mitnehmereinrichtung weist einen Einzelhebel
auf, der in einem Schwenklager verschwenkbar an der Eckschranktür gelagert ist. An
dem freien Ende des Einzelhebels ist der Bolzen vorgesehen. Das Führungsstück ist
an der Unterseite des Tablars angeordnet.
[0008] Die in der
DE 10 2007 009 894 C5 offenbarte Kopplung der Bewegungen von Eckschranktür und Tablar ist keine bidirektionale
Kopplung. Dies bedeutet, dass zwar das Tablar durch Aufschwenken der Eckschranktür
aus dem Innenraum des Eckschranks herausschwenkbar ist und die Eckschranktür durch
Hereinschwenken des Tablars in den Innenraum schließbar ist. Es ist aber kein Einschwenken
des Tablars durch Schließen der Eckschranktür möglich, weil die Kopplung nur in Zug-,
aber nicht in Druckrichtung gegeben ist. So ist dem Benutzer, um Fehlfunktionen zu
vermeiden, eine bestimmte Betätigungsreihenfolge der Eckschranktür und des Tablars
beim Öffnen und Schließen bzw. Herausschwenken und Hereinschwenken vorgegeben.
[0009] Aus der
EP 2 353 439 A1 ist ein Beschlag für Eckschränke mit einem über eine Eckschranktür vorderseitig zugänglichen,
im Grundriss im Wesentlichen rechteckigen Innenraum bekannt. Der Beschlag besteht
aus mindestens einem im Innenraum des Eckschranks ortsfest abstützbaren Träger zur
Halterung mindestens eines einteiligen Tablars von halbkreisähnlicher Grundgestalt.
Der Träger weist zumindest einen das Tablar abstützenden und das Tablar auf einer
vorbestimmten Bewegungsbahn aus einer Innenstellung im Innenraum des Eckschranks in
eine im Wesentlichen vor der Türöffnung des Eckschranks gelegenen Außenstellung überführenden
Lenker auf, der gelenkig mit der Unterseite des Tablars und über einen Trägerbeschlag
mit einem Eckschrankteil, insbesondere einem Seitenwandteil, schwenkbeweglich verbunden
ist. Zwischen der die Türöffnung verschließenden Eckschranktür und dem Tablar ist
eine Mitnehmervorrichtung zur Kopplung der Eckschranktür mit dem Tablar während zumindest
eines Teils der Öffnungsbewegung der Eckschranktür vorgesehen. Die Mitnehmervorrichtung
weist einen ortsfest an der Tür angebrachten Mitnehmer auf, der mit einer schwenkbeweglich
gehaltenen Mitnehmerklinke versehen ist, die während einer Öffnungsbewegung der Eckschranktür
in einer Kopplungsstellung mit einem Kopplungsglied des Tablars haltbar ist. Nach
zumindest teilweiser Öffnung der Eckschranktür ist die Mitnehmerklinke von dem Kopplungsglied
des Tablars im Verlaufe einer weiteren Auswärtsbewegung des Tablars von der Mitnehmerklinke
entkoppelbar. Nach Überführen des Tablars in eine Zwischenschwenkstellung und/oder
nach Überführen des Tablars in die Schließstellung ist die Mitnehmerklinke wieder
mit dem Kopplungsglied koppelbar. Die Mitnehmerklinke ist unter Beaufschlagung einer
Federkraft an dem Mitnehmer abgestützt und weist eine Führungsbahn für das Kopplungsglied
des Tablars auf.
[0010] Auch bei dem aus der
EP 2 353 439 A1 bekannten Beschlag ist die Kopplung der Tür mit dem Tablar während des Teils der
Öffnungsbewegung der Tür nicht bidirektional, d. h. nicht zum Wiedereinschwenken des
Tablars durch Schließen der Tür ebenso vorgesehen wie zum Herausschwenken des Tablars
durch Öffnen der Tür.
[0011] Aus der
WO 2012/159642 A1 ist ein Beschlag für Eckschränke mit einem über eine Eckschranktür vorderseitig zugänglichen,
im Grundriss im Wesentlichen rechteckigen Innenraum bekannt. Der Beschlag besteht
aus mindestens einem im Innenraum des Eckschranks ortsfest abstützbaren Träger zur
Halterung mindestens eines einteiligen Tablars von halbkreisähnlicher Grundgestalt,
wobei der Träger zumindest einen das Tablar abstützenden und das Tablar auf einer
vorbestimmten Bewegungsbahn aus einer Innenstellung im Innenraum des Eckschranks in
eine im Wesentlichen vor der Türöffnung des Eckschranks gelegene Außenstellung überführenden
Lenker aufweist, der gelenkig mit der Unterseite des Tablars und über einen Trägerbeschlag
mit einem Eckschrankteil, insbesondere einem Seitenwandteil, schwenkbeweglich verbunden
ist. Zwischen der die Türöffnung verschließenden Eckschranktür und dem Tablar ist
eine Mitnehmervorrichtung zur Kopplung der Eckschranktür mit dem Tablar während zumindest
eines Teils der Öffnungsbewegung der Tür vorgesehen. Die Mitnehmervorrichtung weist
einen ortsfest an der Eckschranktür angebrachten Mitnehmer mit einer Führungskulisse
auf, in die ein an dem Tablar festgelegtes, entriegelbares Kopplungsglied für eine
Mitnahmefunktion zwischen Eckschranktür und Tablar einführbar und in dieser bewegbar
ist. Das Kopplungsglied umfasst einen höhenveränderlichen, in die Führungskulisse
einführbaren Mitnehmerbereich und ist selbsttätig aus einer Entriegelungsstellung
durch eine Relativbewegung des Tablars gegenüber der Eckschranktür in eine Mitnehmerstellung
in der Führungskulisse einführbar. Entriegelbar ist das Kopplungsglied durch eine
manuell aktivierbare Höhenveränderung des Mitnehmerbereichs.
[0012] Bei diesem bekannten Beschlag ist - solange der Mitnehmerbereich in die Führungskulisse
eingreift - zwar grundsätzlich eine bidirektionale Kopplung zwischen der Eckschranktür
und dem Tablar gegeben. Dennoch erweist es sich wegen des Verlaufs der Bewegungsbahn
des Tablars als schwierig, das an die Tür angekoppelte Tablar durch Schließen der
Tür in seine Innenstellung in dem Innenraum des Eckschranks zurückzuführen, so dass
auch hier eine reibungslose Funktion nur dann gegeben ist, wenn das Tablar durch Öffnen
der Tür aus seiner Innenstellung herausgebracht und durch direkten Angriff an dem
Tablar in seine Innenstellung zurückgeführt wird, zumindest solange der Öffnungswinkel
der Tür nahe bei 90° ist. Darüber hinaus erfordert die Benutzung dieses bekannten
Beschlags die manuelle Entkopplung des Tablars von der Tür, um das Tablar maximal
aus dem Innenraum des Eckschranks herauszubewegen.
[0013] Aus der
DE 81 11 242 U1 ist ein Schrank mit senkrecht angeordnetem Schubrahmen bekannt, der an seinen Ober-
und Unterseiten in je einer Parallelführung gelagert ist. Dabei sind der obere und
der untere Bereich des Rahmens durch eine Seilzugführung oder durch ein Kniehebelgestänge
miteinander verbunden, die eine Synchronisierung der Wege beiden Parallelführungen
beim Ausziehen des Rahmens aus dem Schrank bewirken.
[0014] Aus der
DE 203 18 735 U1 ist eine Teleskopführungsschiene für Möbelauszüge bekannt, die eine an einem Möbel-Korpus
festlegbare Korpusschiene, eine schubkastenseitig festlegbare Schubkastenschiene und
mindestens eine zwischen Korpusschiene und Schubkastenschiene angeordnete Mittelschiene
umfasst. Die Schubkastenschiene ist mit der Mittelschiene bis zu deren maximalem oder
nahezu maximalem Verschiebeweg gegenüber der Korpusschiene gekoppelt. Zur Kopplung
der Mittelschiene mit der Schubkastenschiene ist ein an der Schubkastenschiene schwenkbar
angeschlossener Mitnehmerhebel vorgesehen, der durch eine an der Korpusschiene angebrachte
Führungseinrichtung bei maximal oder nahezu maximal ausgezogener Mittelschiene aus
seiner Kopplungsstellung heraus bewegbar ist. Durch Kopplung der Schubkastenschiene
mit der Mittelschiene wird sichergestellt, dass beim Öffnen oder Herausziehen eines
Möbelauszugs aus der Einschubposition heraus zunächst die Mittelschiene gegenüber
der Korpusschiene um ihren maximalen Verschiebeweg verfahren wird, bis die Schubkastenschiene
freigegeben wird und gegenüber der Mittelschiene, die sich nun in ihrer maximalen
Auszugsposition befindet, verfahren werden kann. Wird der Schubkasten aus seinem völlig
aus einem Möbelkorpus herausgezogenen Zustand wieder zurückgeschoben, ergibt sich
durch die Gewichtsbelastung und durch die sich daraus ergebende Verspannung innerhalb
der Schienen-Elemente, dass zunächst die Schubkastenschienen gegenüber den Mittelschienen
verschoben und dann die Mittelschienen inklusive der Schubkastenschienen zurück in
ihre Endposition verschoben werden. Eine mechanische Kopplung zwischen Mittelschienen
und Schubkastenschienen ist beim Einfahren eines Schubkastens somit nicht notwendig.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0015] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ausziehbeschlag mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des unabhängigen Patentanspruchs 1 sowie einen damit ausgestatteten
Vorratsschrank aufzuzeigen, der Objekte auf an den Objektträger angehängten Objektablagen
auch bei verglichen mit der Schranktiefe geringer Schrankbreite des Vorratsschranks
leicht zugänglich macht.
LÖSUNG
[0016] Die Aufgabe der Erfindung wird durch einen Ausziehschlag mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1 gelöst. Die abhängigen Patentansprüche 2 bis 19 sind auf bevorzugte
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Ausziehbeschlags gerichtet. Der nebengeordnete
Patentanspruch 20 betrifft einen Vorratsschrank mit einem erfindungsgemäßen Ausziehbeschlag.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0017] Die Erfindung stellt einen Ausziehbeschlag für einen Vorratsschrank mit einem eine
Öffnung aufweisenden Korpus und mit einer gegenüber dem Korpus um eine im Randbereich
der Öffnung verlaufende Schwenkachse aufschwenkbaren Tür bereit. Dabei umfasst der
Ausziehbeschlag eine Ausziehschiene mit einem beweglichen Teil, an dem ein Objektträger
zu befestigen ist, und mit einem festen Teil, an dem der bewegliche Teil in einer
Ausziehrichtung beweglich gelagert ist und der unter Ausrichtung der Ausziehrichtung
auf die Öffnung in dem Korpus zu befestigen ist. Weiterhin umfasst der Ausziehbeschlag
einen Türmitnehmer mit einem an der Tür zu befestigen Mitnehmersockel und mit einem
an beiden Enden angelenkten Zugdruckarm, der eine Schwenkbewegung des Mitnehmersockels
um die Schwenkachse mit einer ersten Ausziehbewegung des beweglichen Teils der Ausziehschiene
in der Ausziehrichtung zwischen einer eingeschobenen Stellung und einer ersten ausgezogenen
Stellung bidirektional koppelt. Der Zugdruckarm ist zwischen dem Mitnehmersockel und
dem beweglichen Teil der Ausziehschiene mit einem aktivierbaren Freilauf in Reihe
geschaltet, dem eine Aktivierungseinrichtung zugeordnet ist. Die Aktivierungseinrichtung
aktiviert den Freilauf, wenn der bewegliche Teil der Ausziehschiene seine erste ausgezogene
Stellung von seiner eingeschobenen Stellung her erreicht. Der aktivierte Freilauf
gibt eine von der Schwenkbewegung des Mitnehmersockels um die Schwenkachse unabhängige
zweite Ausziehbewegung des beweglichen Teils der Ausziehschiene in der Ausziehrichtung
zwischen der ersten ausgezogenen Stellung und einer von der eingeschobenen Stellung
weiter entfernt liegenden zweiten ausgezogenen Stellung frei. Die Aktivierungseinrichtung
blockiert den Freilauf wieder, wenn der bewegliche Teil der Ausziehschiene seine erste
ausgezogene Stellung von seiner zweiten ausgezogenen Stellung her erreicht.
[0018] Bei dem erfindungsgemäßen Ausziehbeschlag wird die bidirektionale Kopplung zwischen
der Drehbewegung der Tür und der ersten Ausziehbewegung des beweglichen Teils der
Ausziehschiene über den an seinen beiden Enden angelenkten Zugdruckarm bewirkt. Dabei
bedeutet Zugdruckarm, dass der Zugdruckarm sowohl auf Zug als auch auf Druck zwischen
seinen beiden Enden belastbar ist und entsprechend sowohl Zug- als auch Druckkräfte
zwischen seinen beiden Enden überträgt. Dass der Zugdruckarm an seinen beiden Enden
angelenkt ist, bedeutet, dass er konkret um parallel zu der Schwenkachse der Tür verlaufende
Schwenkachsen gegenüber den Teilen verschwenkbar gelagert ist, die sich an den Zugdruckarm
in Richtung des Mitnehmersockels bzw. des beweglichen Teils der Ausziehschiene anschließen.
Abgesehen von dem mit ihm in Reihe geschalteten Freilauf kann der Zugdruckarm direkt
an den Mitnehmersockel einerseits und den beweglichen Teil der Ausziehschiene andererseits
angelenkt sein. Der bewegliche Teil wird mit dem Rest der Ausziehschiene in der Regel
in der Längsmittelebene des Vorratsschranks angeordnet werden. Um günstige Hebelverhältnisse
zu realisieren, ist es jedoch vorteilhaft, den Zugdruckarm weiter entfernt von der
Drehachse der Tür an den beweglichen Teil der Ausziehschiene anzulenken. Dazu kann
ein spezieller Ausleger an der Ausziehschiene angebracht sein. Häufig ist jedoch der
Objektträger, der an der Ausziehschiene befestigt wird, ein quer zu der Ausziehrichtung
ausgerichteter und sich entsprechend von der Drehachse der Tür über die Ausziehschiene
hinweg erstreckender Rahmen. Dann kann der Zugdruckarm auf der der Drehachse der Tür
abgekehrten Seite der Ausziehschiene schwenkbar an diesen Rahmen angebunden werden,
um ihn an den beweglichen Teil der Ausziehschiene anzulenken. Anders gesagt bedeutet
das Anlenken des Zugdruckarms an den beweglichen Teil der Ausziehschiene nicht, dass
er unmittelbar an den beweglichen Teil der Ausziehschiene angelenkt werden muss. Es
reicht vielmehr das Anlenken an ein Bauteil, das sich zumindest über die erste Ausziehbewegung
hinweg mit dem beweglichen Teil der Ausziehschiene in der Ausziehrichtung bewegt.
[0019] Wenn die Tür eines Vorratsschranks, der mit dem erfindungsgemäßen Ausziehbeschlag
ausgerüstet ist, aufgeschwenkt wird, bewegt sich der bewegliche Teil der Ausziehschiene
mit dem daran befestigten Objektträger in der Ausziehrichtung nach vorne auf die Öffnung
des Korpus zu und durch diese hindurch. Diese gekoppelte Bewegung der Tür und des
beweglichen Teils der Ausziehschiene setzt sich fort, bis die Tür aufgeschwenkt ist.
Dabei erreicht der bewegliche Teil der Ausziehschiene seine erste ausgezogene Stellung,
und mit deren Erreichen aktiviert die Aktivierungseinrichtung den Freilauf. Unter
Ausnutzung dieses Freilaufs für den beweglichen Teil der Ausziehschiene gegenüber
der Tür, der also eine zweite Ausziehbewegung in der Ausziehrichtung erlaubt, ohne
dass sich auch die Tür weiter bewegt, kann der an dem beweglichen Teil der Ausziehschiene
befestigte Objektträger bzw. können daran gelagerte Objektablagen zu wesentlichen
Anteilen vor die Öffnung des Korpus des Vorratsschranks herausgefahren werden. Die
in dem Vorratsschrank bevorrateten Objekte werden so leicht zugänglich. Bei einem
schwungvollen Öffnen der Tür des Vorratsschranks und einem entsprechend auf den Objektträger
übertragenen Bewegungsimpuls kann der Objektträger mit den daran angelagerten Objektablagen
selbsttätig die zweite, durch den Freilauf ermöglichte Ausziehbewegung ausführen.
[0020] Um die Objekte auf den Objektablagen zurück in den Vorratsschrank zu bringen, muss
der Objektträger zumindest aus seiner zweiten ausgezogenen Stellung in seine erste
ausgezogene Stellung zurückgeschoben werden, wobei die Aktivierungseinrichtung mit
dem Erreichen der ersten ausgezogenen Stellung aus dieser Richtung den Freilauf blockiert.
So kann aufgrund der wiederhergestellten bidirektionalen Kopplung zwischen der Tür
und dem beweglichen Teil der Ausziehschiene das vollständige Zurückverbringen des
Objektträgers in den Vorratsschrank durch schwenkendes Schließen der Tür bewirkt werden.
Zuvor ist ein Schließen der Tür auch noch nicht möglich, weil der über seine erste
ausgezogene Stellung hinaus ausgezogene Vorratsschrank der Tür im Weg ist. Im Übrigen
ist auch ein schwungvolles Zurückschieben des Objektträgers in den Vorratsschrank
damit verbunden, dass sich die nächste Bewegung aufgrund der Trägheit des Objektträgers
automatisch anschließt, in diesem Fall das Zurückführen des beweglichen Teils der
Ausziehschiene von seiner ersten ausgezogenen Stellung in seine eingeschobene Stellung
unter Mitname der über den Zugdruckarm bidirektional angekoppelten Tür. Dabei kann
für das letzte Einziehen des beweglichen Teils der Ausziehschiene in seine eingeschobene
Stellung ein Selbsteinzug in an sich bekannter Wiese vorgesehen sein, der zum Beispiel
in die Ausziehschiene integriert ist.
[0021] Der erfindungsgemäße Ausziehbeschlag kann grundsätzlich bei Ausziehschränken beliebiger
Breite Verwendung finden. Besonders vorteilhaft ist seine Verwendung bei Ausziehschränken,
die verglichen mit ihrer Tiefe eine vergleichsweise geringe Breite aufweisen, so dass
für einen Türmitnehmer, der den beweglichen Teil der Ausziehschiene mit einem Zugdruckarm
aus dem Korpus des Vorratsschranks herauszieht, Abstands- und Wegbegrenzungen gelten,
die den von dem beweglichen Teil der Ausziehschiene bei seiner mit der Tür gekoppelten
Bewegung zurücklegbaren Weg in der Ausziehrichtung begrenzen. Bei dem erfindungsgemäßen
Ausziehbeschlag wird diese Begrenzung für die gekoppelte erste Ausziehbewegung hingenommen.
Der hier begrenzte Weg wird jedoch um einen weiteren Weg ergänzt, den der bewegliche
Teil der Ausziehschiene in der Ausziehrichtung zurücklegen kann, um den Objektträger
aus dem Korpus herauszufahren. Über diesen weiteren Weg hinweg bewegen sich an den
Objektträger angehängte Objektablagen zu wesentlichen Anteilen auch bis vor die freie
Kante der aufgeschwenkten Tür, so dass es der natürlichen Handhabung des erfindungsgemäßen
Ausziehbeschlags durch seinen Benutzer entspricht, für die zweite Ausziehbewegung
an den an dem Objektträger gelagerten Objektablagen anzugreifen wird, um diese in
der Ausziehrichtung vorzuziehen oder diese entgegen der Ausziehrichtung einzuschieben.
[0022] Die Lage der ersten ausgezogenen Stellung, bis zu der die Bewegung des beweglichen
Teils der Ausziehschiene von seiner eingeschobenen Stellung her mit der Bewegung der
Tür bidirektional gekoppelt ist, entspricht wegen der bis dahin bidirektionalen Kopplung
einem bestimmten Schwenkwinkel oder einem kleinen Schwenkwinkelbereich der Tür des
Vorratsschranks. Sinnvollerweise liegt dieser Schwenkwinkelbereich bei oder etwas
oberhalb von 90°, so dass die Tür die Öffnung des Korpus des Vorratsschranks zumindest
dann, wenn der bewegliche Teil der Ausziehschiene seine erste ausgezogene Position
erreicht und entsprechend der Freilauf für den beweglichen Teil der Ausziehschiene
aktiviert wird, im Wesentlichen freigibt. Um einen möglichst langen Weg in der Ausziehrichtung
während der ersten Ausziehbewegung zu realisieren, kann der Freilauf auch erst bei
einem größeren Öffnungswinkel der Tür aktiviert werden. Um dann jedoch die Lage der
Tür während der zweiten Ausziehbewegung zu definieren, ist es sinnvoll, die Tür in
der maximal errechten Schwenkstellung einrasten zu lassen, bis der bewegliche Teil
der Ausziehschiene von seiner zweiten ausgezogenen Position her in seine erste ausgezogene
Position zurückgeführt ist. Wenn hingegen der Freilauf bei einem Öffnungswinkel der
Tür von etwa 90° freigegeben wird und die Tür nicht wesentlich weiter aufschwenkbar
ist, ist sie während der zweiten Ausziehbewegung typischerweise zwischen ihrem Öffnungsanschlag
und den an dem Objektträger gelagerten Objektablagen gefangen. Das Auslösen des Freilaufs
bei einem Öffnungswinkel der Tür von 90° ist vorteilhafterweise auch damit verbunden,
dass seitlich neben dem Vorratsschrank nur sehr wenig Platz für das Sicherstellen
der Funktion seines Ausziehbeschlags belassen werden muss. Der Vorratsschrank kann
so auch als Endschrank angrenzend an eine Wand mit zur Wand hin öffnender Tür aufgestellt
werden.
[0023] Der Freilauf, der mit dem Zugdruckarm zwischen dem Mitnehmersockel und dem beweglichen
Teil der Ausziehschiene in Reihe geschaltet ist, kann zwischen dem Mitnehmersockel
und einem Hebelarm vorgesehen sein, an den der Zugdruckarm angelenkt ist. Dieser Hebelarm
kann um eine zu der Schwenkachse parallele Achse verschwenkbar an dem Mitnehmersockel
gelagert sein, wobei die Verschwenkbarkeit des Hebelarms gegenüber dem Mitnehmersockel
bei blockiertem Freilauf blockiert ist. Bei der zweiten Ausziehbewegung erfolgt dann
eine Schwenkbewegung des Hebelarms gegenüber dem Mitnehmersockel um die zu der Schwenkachse
parallele Achse. Über die erste Ausziehbewegung hinweg liegt der Hebelarm hingegen
gegenüber dem Mitnehmersockel fest.
[0024] Konkret kann ein an dem Hebelarm befestigter Blockierkörper bei blockiertem Freilauf
hinter einer federbelasteten Klinke gefangen sein, wobei die Klinke, wenn der bewegliche
Teil der Ausziehschiene seine erste ausgezogene Stellung von seiner eingeschobenen
Stellung her erreicht, von einem Zugelement der Aktivierungseinrichtung zurückgezogen
wird und damit den Blockierkörper freigibt. Über die erste Ausziehbewegung hinweg
sind der Hebelarm und der Mitnehmersockel durch die den Blockierkörper gefangen haltende
Klinke starr miteinander gekoppelt. Sobald die Klinke von dem Zugelement zurückgezogen
wird, kann sich der Blockierkörper an der Klinke vorbei bewegen. Damit ist die dem
Freilauf entsprechende Relativbewegung des Hebelarms gegenüber dem Mitnehmersockel
freigegeben.
[0025] Um den Freilauf wieder zu blockieren, kann die Aktivierungseinrichtung an der Klinke
eine Schrägfläche aufweisen, über die der Blockierkörper die federbelastete Klinke
eindrückt, bis er hinter die Klinke gelangt und die Klinke wieder federbelastet vorspringt,
wenn der bewegliche Teil der Ausziehschiene seine erste ausgezogene Stellung von seiner
zweiten ausgezogenen Stellung her erreicht.
[0026] Grundsätzlich kann die schwenkbare Lagerung des Hebelarms an dem Mitnehmersockel
um die zu der Schwenkachse parallele Achse so steif ausgebildet sein, dass keine ungewollte
Bewegung des Hebelarms gegenüber dieser Achse erfolgt. Derartige ungewollte Bewegungen
lassen sich aber in der Regel mit geringerem Aufwand verhindern, wenn der Blockierkörper
in einem kreisbogenabschnittförmigen Langloch in dem Mitnehmersockel geführt ist.
Die Länge dieses Langlochs definiert den maximal für die zweite Ausziehbewegung verfügbaren
Weg. Häufig wird jedoch die zweite Ausziehbewegung praktisch durch das Anschlagen
des beweglichen Teils der Ausziehschiene an einen internen Anschlag der Ausziehschiene
begrenzt.
[0027] Der Blockierkörper kann konkret ein pilzförmiger Bolzen sein, der von dem Hebelarm
weg und durch das Langloch hindurch absteht.
[0028] Die Klinke zum Fangen des Blockierkörpers kann grundsätzlich linear an dem Mitnehmersockel
geführt sein. Einfacher ist es jedoch, die Klinke um eine weitere zu der Schwenkachse
parallele Achse schwenkbar an dem Mitnehmersockel zu lagern. Die die Klinke belastende
Feder kann eine an die Klinke und den Mitnehmersockel angehängte Zugfeder sein, die
unter Zugvorspannung steht.
[0029] Das Zugelement, das die Klinke zurückzieht, wenn der bewegliche Teil der Ausziehschiene
seine erste ausgezogene Stellung von seiner eingeschobenen Stellung her erreicht,
kann an seinem einen Ende an die Klinke angelenkt sein und sich an seinem anderen
Ende an einem an dem Korpus zu befestigenden Zuglager abstützen. Dabei kann das Zugelement
grundsätzlich ein Zugseil sein. In einer konkreten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Ausziehbeschlags ist das Zugelement jedoch ein formstabiler Zugarm, der mit seinem
anderen Ende an einen Gleitstein angelenkt ist, für den das an dem Korpus zu befestigende
Zuglager eine parallel zu der Ausziehrichtung verlaufende und mit einem Endanschlag
endende Führungsschiene aufweist. Wenn der Gleitstein an den Endanschlag anschlägt,
kann sich das andere Ende des Zugelements nicht mehr weiter vor bewegen, und das eine
Ende des Zugelements zieht dann bei weiterer Öffnung der Tür um ihre Schwenkachse
die Klinke gegenüber dem Mitnehmersockel zurück, um den Freilauf zu aktivieren.
[0030] Der Freilauf kann auch zwischen einem in der Ausziehrichtung geführten Zwischenelement,
an das der Zugdruckarm angelenkt ist, und dem beweglichen Teil der Ausziehschiene
vorgesehen sein. An dieser Stelle sei betont, dass es grundsätzlich auch möglich ist,
zwei Freiläufe vorzusehen, d. h. einen zwischen dem Mitnehmersockel und dem Zugdruckarm
sowie einen zwischen dem Zugdruckarm und dem beweglichen Teil der Ausziehschiene.
Der damit zusätzlich verbundene Aufwand rechtfertigt sich aber in der Regel nicht
durch eine erhöhte Funktionalität des Ausziehbeschlags.
[0031] Bei den genannten Zwischenelement für den Freilauf zwischen dem Zugdruckarm und dem
beweglichen Teil der Ausziehschiene kann es sich um einen zwischen den festen Teil
und den beweglichen Teil geschalteten weiteren beweglichen Teil der Ausziehschiene
handeln. Anders gesagt kann der Ausziehbeschlag eine dreiteilige Ausziehschiene umfassen,
wobei der an den Mitnehmersockel angelenkte Zugdruckarm an seinem anderen Ende an
den mittleren Teil der Ausziehschiene, der hier als weiterer beweglicher Teil der
Ausziehschiene bezeichnet ist, angelenkt ist.
[0032] Die Aktivierungsmechanik kann den weiteren beweglichen Teil an dem festen Teil festlegen
und den beweglichen Teil gegenüber dem weiteren beweglichen Teil der Ausziehschiene
freigeben, wenn der bewegliche Teil der Ausziehschiene seine erste ausgezogene Stellung
von seiner eingeschobenen Stellung her erreicht. In umgekehrter Bewegungsrichtung
des beweglichen Teils kann die Aktivierungsmechanik den beweglichen Teil an dem weiteren
beweglichen Teil der Ausziehschiene festlegen und den weiteren beweglichen Teil gegenüber
dem festen Teil freigeben, wenn der bewegliche Teil der Ausziehschiene seine erste
ausgezogene Stellung von seiner zweiten ausgezogenen Stellung her erreicht. Dabei
kann die Aktivierungsmechanik einen an dem weiteren beweglichen Teil gelagerten Kipphebel
aufweisen, der beim Erreichen der ersten ausgezogenen Stellung umkippt, wobei er beispielsweise
einen Bolzen freigibt und einen anderen Bolzen hintergreift, die an dem festen Teil
bzw. dem beweglichen Teil der Ausziehschiene vorgesehen sind. Auch die aus der
DE 203 18 735 U1 bekannte Technik zur Steuerung der Relativbewegungen der Teile einer dreiteiligen
Ausziehschiene können hier Anwendung finden.
[0033] An dem beweglichen Teil der Ausziehschiene kann ein Türanschlag für die Tür vorgesehen
sein. Dies schließt ein, dass der Türanschlag an dem Objektträger, der an dem beweglichen
Teil zu befestigen ist, oder an einer Objektablage, die an dem Objektträger zu befestigen
ist, vorgesehen sein kann. Der Türanschlag ist darüber hinaus so auszubilden, dass
er eine parallel zu der Ausziehrichtung verlaufende Relativbewegung des beweglichen
Teils der Ausziehschiene gegenüber der Tür zulässt, ohne dabei Beschädigungen zu verursachen.
Zu diesem Zweck kann der Türanschlag beispielsweise eine Gleitfläche für den an der
Tür befestigten Mitnehmersockel oder eine drehbare Rolle aufweisen, an der die Tür
selbst anschlägt. Zum Anschlagen an der Gleitfläche kann der Mitnehmersockel eine
komplementäre Anschlagfläche aufweisen. Die frei drehbare Rolle kann insbesondere
an einer vorderen Ecke einer Objektablage um eine parallel zu der Schwenkachse der
Tür verlaufende Drehachse drehbar gelagert sein.
[0034] Wenn eine Feder, die die Klinke der Aktivierungseinrichtung für den Freilauf zwischen
dem Mitnehmersockel und dem Zugdruckarm belastet, die Tür über das an dem Korpus abgestützte
Zugelement gegen den Türanschlag beaufschlagt, ist die Lage der Tür über die zweite
Ausziehbewegung hinweg exakt definiert, auch wenn Türscharniere der Tür keine Raststellung
bei einem bestimmten Öffnungswinkel der Tür aufweisen.
[0035] Wie bereits angesprochen wurde, erstreckt sich ein Rahmen des Objektträgers, wenn
er an dem beweglichen Teil der Ausziehschiene befestigt ist, vorzugsweise orthogonal
zu der Ausziehrichtung von dem beweglichen Teil weg, und er weist längs seiner Erstreckung
Befestigungseinrichtung zum Befestigen mehrerer Objektablagen auf. Um bei diesem Aufbau
den Objektträger und die daran befestigten Objektablagen zu stabilisieren, kann für
das der Ausziehschiene abgekehrte Ende des Objektträgers eine parallel zu der Ausziehrichtung
führende Linearführung mit einer an dem Korpus zu befestigenden Führungsschiene vorgesehen
sein. Diese Führungsschiene führt den Objektträger vorzugsweise sowohl über die erste
als auch die zweite Ausziehbewegung hinweg.
[0036] Um eine Kippbewegung des Objektträgers um eine Querachse zu der Ausziehrichtung,
also eine Bewegung des der Ausziehschiene abgekehrten Endes des Objektträgers gegenüber
dem an dem beweglichen Teil der Ausziehschiene befestigten Ende des Objektträgers
zu verhindern, können die Bewegungen der beiden Enden des Objektträgers durch eine
Synchronisierungseinrichtung synchronisiert sein.
[0037] Konkret kann die Synchronisierungseinrichtung zwei im Bereich der beiden Enden des
Objektträgers parallel zu der Ausziehrichtung an dem Korpus zu befestigende Zahnschienen
und zwei jeweils eine der beiden Zahnschienen kämmende und über eine drehbar an dem
Objektträger gelagerte Welle drehfest miteinander verbundene Ritzel aufweisen. Es
können auch andere Anordnungen zur verstärkten Parallelführung des Objektträgers bei
seiner Bewegung aus dem Vorratsschrank heraus zum Einsatz kommen.
[0038] Ein erfindungsgemäßer Vorratsschrank mit einem eine Öffnung aufweisenden Korpus und
einer Tür, die gegenüber dem Korpus aus einer Geschlossenstellung, in der sie die
Öffnung verschließt, um eine im Randbereich der Öffnung verlaufende Schwenkachse in
eine Offenstellung verschwenkbar ist, in der sie die Öffnung zumindest im Wesentlichen
freigibt, weist einen erfindungsgemäßen Ausziehbeschlag auf. Bevorzugte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Vorratsschranks ergeben sich durch Verwendung der bereits beschriebenen
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Ausziehbeschlags.
[0039] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibung genannten Vorteile von
Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und
können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Ohne dass hierdurch
der Gegenstand der beigefügten Patentansprüche verändert wird, gilt hinsichtlich des
Offenbarungsgehalts der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents Folgendes:
weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche
ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen
dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können
in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
[0040] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich
ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als
die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs
"mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem Element die Rede ist, ist
dies so zu verstehen, dass genau ein Element, zwei Elemente oder mehr Elemente vorhanden
sind. Diese Merkmale können durch andere Merkmale ergänzt werden oder die einzigen
Merkmale sein, aus denen der erfindungsgemäße Ausziehbeschlag bzw. der erfindungsgemäße
Vorratsschrank besteht.
[0041] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung
des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen
lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0042] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- ist eine Explosionszeichnung eines erfindungsgemäßen Ausziehbeschlags.
- Fig. 2
- zeigt einen horizontalen Schnitt durch einen geschlossenen Vorratsschrank mit dem
erfindungsgemäßen Ausziehbeschlag gemäß Fig. 1 einmal mit (a) und einmal ohne (b)
Wiedergabe einer Objektablage.
- Fig. 3
- zeigt den Vorratsschrank gemäß Fig. 2 nach Öffnen seiner Tür wieder in einem horizontalen
Schnitt einmal mit der Objektablage (a) und einmal ohne (b).
- Fig. 4
- zeigt den Vorratsschrank gemäß den Fig. 2 und 3 bei gegenüber Fig. 3 zusätzlich ausgezogenem
Objektträger wieder in einem horizontalen Schnitt einmal mit Objektablage (a) und
einmal ohne (b).
- Fig. 5
- ist ein Detail eines horizontalen Schnitts durch den geschlossenen Vorratsschrank
gemäß Fig. 2 mit zu Fig. 2 entgegengesetzter Blickrichtung auf den Ausziehbeschlag.
- Fig. 6
- ist ein Detail eines Horizontalschnitts durch den Vorratsschrank mit derselben Blickrichtung
wie in Fig. 5 bei Annäherung an die geöffnete Stellung seiner Tür, wie sie in Fig.
3 gezeigt ist; und
- Fig. 7
- ist ein Detail eines Horizontalschnitts durch den Vorratsschrank mit Blickrichtung
der Fig. 5 und 6 in der Betriebsstellung des Ausziehbeschlags gemäß Fig. 4.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0043] Der in
Fig. 1 in einer Explosionszeichnung dargestellte Ausziehbeschlag 1 weist eine hier zweiteilige
Ausziehschiene 2 auf. Die Ausziehschiene 2 umfasst einen am Boden eines Korpus eines
Vorratsschranks festzulegenden festen Teil 3 und einen gegenüber dem festen Teil 3
in einer Ausziehrichtung 4 geführten beweglichen Teil 5. An dem beweglichen Teil 5
ist ein Objektträger 6 zu befestigen. Der Objektträger 6 umfasst einen quer zu der
Ausziehrichtung 4 ausgerichteten und sich von dem beweglichen Teil 5 weg erstreckenden
Rahmen 7. An dem Rahmen 7 sind auf unterschiedlichen Höhen Befestigungseinrichtungen
8 für Objektablagen 9 vorgesehen. In Fig. 1 ist nur eine der Objektablagen 9 dargestellt,
bei der es sich hier um einen Korb 10 handelt. Die an dem Rahmen 7 des Objektträgers
6 befestigten Objektablagen 9 stehen von dem Rahmen 7 in der Ausziehrichtung 4 frei
ab. Die Befestigung des Objektträgers 6 an dem beweglichen Teil 5 der Ausziehschiene
2 erfolgt über einen von dem Rahmen 7 abstehenden Befestigungsarm 11 und von dem beweglichen
Teil 5 nach oben abstehende Befestigungsbolzen 12. Zum zumindest teilweise automatischen
Herausziehen des Objektträgers 6 mit den Objektablagen 9 aus einem mit dem Ausziehbeschlag
1 ausgestatteten Vorratsschrank ist ein Türmitnehmer 13 vorgesehen. Der Türmitnehmer
13 umfasst einen Mitnehmersockel 14, der an einer um eine vertikal verlaufende Schwenkachse
aufzuschwenkenden Tür zu befestigen ist, und einen Hebelarm 15, der an dem Mitnehmersockel
14 um eine parallel zu der Schwenkachse der Tür verlaufende Achse schwenkbar gelagert
ist, wobei diese Verschwenkbarkeit zunächst blockiert ist, wie im Folgenden noch detailliert
beschrieben werden wird. An den Hebelarm 15 ist ein Zugdruckarm 16 anzulenken, der
mit seinem anderen Ende an den Rahmen 7 anzulenken ist. Die Verschwenkbarkeit des
Hebelarms 15 gegenüber dem Mitnehmersockel 14 stellt einen aktivierbaren Freilauf
bereit, der von einem Zugelement 17 aktiviert wird. Das Zugelement 17 greift mit seinem
einen Ende an einer hier nicht sichtbaren federbelasteten Klinke an, die den Hebelarm
15 zunächst blockiert, d. h. an dem Mitnehmersockel 14 festlegt. Das andere Ende des
Zugelements 17 ist an einen Gleitstein 18 angelenkt, der in einer Führungsschiene
19 geführt ist. Die Führungsschiene 19 ist an dem Korpus des Vorratsschranks parallel
zu der Ausziehrichtung 4 zu befestigen, und sie weist einen einstellbaren Endanschlag
20 auf. Wenn der Gleitstein 18 an den Endanschlag 20 anschlägt, zieht das Zugelement
17 die Klinke zurück und gibt den Hebelarm 15 gegenüber dem Mitnehmersockel 14 frei.
Der dabei vorliegende Öffnungswinkel der Tür ist durch Einstellen des Endanschlags
20 einstellbar. Vor der Freigabe des Hebelarms 15 ist die Tür des jeweiligen Vorratsschranks
bzw. die Schwenkbewegung der Tür bidirektional mit dem Objektträger 6 bzw. dessen
Ausziehbewegung in der Ausziehrichtung 4 gekoppelt. Wenn der Freilauf zwischen dem
Hebelarm 15 und dem Mitnehmersockel 14 freigegeben ist, kann der Objektträger 6 darüber
hinaus in der Ausziehrichtung 4 ausgezogen werden.
[0044] Damit sich bei seiner Ausziehbewegung der gesamte Objektträger 6 exakt parallel bewegt,
d. h. sein der Ausziehschiene 2 abgekehrtes Ende genauso weit wie sein an dem beweglichen
Teil 5 der Ausziehschiene 2 befestigtes Ende, ist eine Synchronisierungseinrichtung
21 vorgesehen. Die Synchronisierungseinrichtung 21 umfasst eine untere Zahnschiene
22 und eine obere Zahnschiene 23. Ein unteres Ritzel 24 kämmt die untere Zahnschiene
22. Eine hier nicht sichtbare, in einem Wellengehäuse 25 drehbar gelagerte Welle verbindet
das untere Ritzel 24 drehfest mit einem oberen Ritzel 26. Das obere Ritzel 26 kämmt
die obere Zahnschiene 23. Indem die Kombinationen aus Ritzel 24 bzw. 26 und Zahnschiene
22 bzw. 23 äquivalent ausgebildet sind, bewegen sich so das untere und das obere Ende
des Rahmens 7, an dem das Wellengehäuse 25 befestigt ist, in der Ausziehrichtung 4
völlig synchron.
[0045] Die Ritzel 24 und 26 können durch Leitkanten 27 und 28 in ihrem Eingriff in den Zahnschienen
22 und 23 gehalten werden. Zur seitlichen Führung des oberen Endes des Objektträgers
6 ist eine zusätzliche Führungsschiene 29 vorgesehen, in die Führungsrollen 30 eingreifen,
die bei montiertem Ausziehbeschlag 1 über ein Winkelstück 31 an dem Rahmen 7 gelagert
sind. Zur Befestigung des Wellengehäuses 25 an dem Rahmen 7 sind Schrauben 32 vorgesehen.
[0046] Die
Fig. 2 bis 4 zeigen den Ausziehbeschlag 1 montiert in einen Vorratsschrank 33 mit einem Korpus
34 und einer um eine vertikale Schwenkachse gegenüber dem Korpus 34 aufschwenkbaren
Tür 35. Die Ausziehschiene 2 ist mit ihrem festen Teil 3 ebenso an dem Korpus 34 befestigt
wie die Zahnschienen 22 und 23 sowie die hier nicht sichtbaren Führungsschienen 19
und 29. Der Mitnehmersockel 14 ist an der Tür 35 befestigt, die über Türscharniere
36 verschwenkbar an dem Korpus 34 gelagert ist. Durch das Öffnen der Tür 35 aus ihrer
geschlossenen Stellung gemäß Fig. 2 in ihre offene Stellung gemäß Fig. 3 wird der
über den Türmitnehmer 13 zunächst bidirektional an die Tür 35 bewegungsgekoppelte
Objektträger 6 einen ersten Weg aus dem Korpus 34 herausgezogen. Dabei greift der
Zugdruckarm 16 mit einer Zugkraft an dem Rahmen 7 an. Eine weitere Ausziehbewegung
des Objektträgers 6 aus dem Vorratsschrank 33 aus der ersten ausgezogenen Stellung
gemäß Fig. 3 in eine zweite ausgezogene Stellung gemäß Fig. 4 ermöglicht der Freilauf
zwischen dem an der Tür 35 befestigten Mitnehmersockel 14 und dem Hebelarm 15. Indem
der Hebelarm 35 gegenüber dem Mitnehmersockel 14 um seine parallel zu der Schwenkachse
der Tür 35 verlaufende Achse weiter nach vorne schwenkt, kann auch der Anlenkpunkt
des Zugdruckarms 16 an den Rahmen 7 weiter nach vorne laufen und damit der ganze Objektträger
6 mit den angehängten Objektablagen 9 weiter aus dem Korpus 34 heraus gelangen. Dabei
ist aus Fig. 4 ersichtlich, dass zur Führung dieser zusätzlichen Schwenkbewegung des
Hebelarms 15 gegenüber dem Mitnehmersockel 14 ein Langloch 37 in dem Mitnehmersockel
14 vorgesehen ist. Der Öffnungswinkel der Tür 35 in Fig. 4 ist größer dargestellt,
als er für das Erreichen der maximal ausgezogenen Stellung des Objektträgers notwendig
ist. Vielmehr ist es zur Definition der Lage der Tür 35 auch bei maximal herausgezogenem
Objektträger 6 bevorzugt, wenn sich die Tür 35 über einen Türanschlag 38 an dem beweglichen
Teil 5 der Ausziehschiene 2 abstützt. Dafür ist an dem Mitnehmersockel 14 eine Anschlagfläche
39 ausgebildet, die an den Türanschlag 38 bei der Relativbewegung des beweglichen
Teils 5 gegenüber der Tür 35 zwischen der ersten ausgezogenen Stellung gemäß Fig.
3 und der zweiten ausgezogenen Stellung gemäß Fig. 4 abgleitet.
[0047] Zum erneuten Schließen des Vorratsschranks 33 wird zunächst der Objektträger 6 mit
den angehängten Objektablagen 9 aus der Stellung gemäß Fig. 4 in die Stellung gemäß
Fig. 3 zurückgeschoben. Wenn er dann weiter zurückgeschoben wird, nimmt er die wieder
angekoppelte Tür 35 mit. Alternativ kann er durch Schließen der Tür 35 in seine eingeschobene
Stellung gemäß Fig. 1 zurückgeführt werden.
[0048] Die
Fig. 5 bis 7 erläutern, wie der Freilauf zwischen dem Mitnehmersockel 14 und dem Hebelarm 15 beim
Erreichen der ersten ausgezogenen Stellung gemäß Fig. 3 aus der Richtung der eingeschobenen
Stellung gemäß Fig. 2 freigegeben und aus Richtung der zweiten ausgezogenen Stellung
gemäß Fig. 4 wieder blockiert wird. Das Zugelement 17 greift an einer Klinke 40 an,
die um eine weitere parallel zu der Schwenkachse der Tür verlaufende Achse schwenkbar
an dem Mitnehmersockel 14 gelagert ist und von einer Zugfeder 41 in eine Stellung
beaufschlagt ist, in der sie einen bolzenförmigen Blockierkörper 42 des Hebelarms
15, das in dem Langloch 37 geführt ist, an einem Ende des Langlochs 37 fängt. Zunächst
ist der Blockierkörper 42 von der Klinke 40 gefangen, wie Fig. 5 bei geschlossener
Tür 35 zeigt. Beim Erreichen der ersten ausgezogenen Stellung zieht das Zugelement
17 die Klinke 40 gegen die Kraft der Zugfeder 41 zurück. Dies ist in Fig. 6 gezeigt.
Bei freigegebenem Blockierkörper 42 ist der Freilauf zwischen dem Hebelarm 15 und
dem Mitnehmersockel 14 aktiviert. Zugleich kann die Tür 35 nicht in ihre geschlossene
Stellung zurück, weil die Anschlagfläche 39 an dem Türmitnehmer 14 an den Türanschlag
38 an dem beweglichen Teil 5 anschlägt. In diesem Anschlag wird sie von der Zugfeder
41 gehalten, die sich über das Zugelement 17 an dem Korpus 34 abstützt. Beim Wiedereinschieben
des Objektträgers 6 mit dem beweglichen Teil 5 drückt der Blockierkörper 42 die Klinke
40 über eine Schrägfläche 43 zurück und gelangt so wieder in seine gefangene Stellung
hinter der Klinke 40. Damit ist die Schwenkbewegung der Tür 35 wieder bidirektional
mit der Ausziehbewegung des beweglichen Teils 5 und des daran befestigten Objektträgers
6 in der Ausziehrichtung 4 gekoppelt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0049]
- 1
- Ausziehbeschlag
- 2
- Ausziehschiene
- 3
- fester Teil
- 4
- Ausziehrichtung
- 5
- beweglicher Teil
- 6
- Objektträger
- 7
- Rahmen
- 8
- Befestigungseinrichtung
- 9
- Objektablage
- 10
- Korb
- 11
- Befestigungsarm
- 12
- Befestigungsbolzen
- 13
- Türmitnehmer
- 14
- Mitnehmersockel
- 15
- Hebelarm
- 16
- Zugdruckarm
- 17
- Zugelement
- 18
- Gleitstein
- 19
- Führungsschiene
- 20
- Endanschlag
- 21
- Synchronisierungseinrichtung
- 22
- Zahnschiene
- 23
- Zahnschiene
- 24
- Ritzel
- 25
- Wellengehäuse
- 26
- Ritzel
- 27
- Führungskante
- 28
- Führungskante
- 29
- Führungsschiene
- 30
- Führungsrolle
- 31
- Winkelstück
- 32
- Schraube
- 33
- Vorratsschrank
- 34
- Korpus
- 35
- Tür
- 36
- Türscharnier
- 37
- Langloch
- 38
- Türanschlag
- 39
- Anschlagfläche
- 40
- Klinke
- 41
- Zugfeder
- 42
- Blockierkörper
- 43
- Schrägfläche
- 44
- Welle
1. Ausziehbeschlag (1) für einen Vorratsschrank (33) mit einem eine Öffnung aufweisenden
Korpus (34) und mit einer gegenüber dem Korpus (34) um eine im Randbereich der Öffnung
verlaufende Schwenkachse aufschwenkbaren Tür (35),
- wobei der Ausziehbeschlag (1) aufweist:
- eine Ausziehschiene (2) mit einem beweglichen Teil (5), an dem ein Objektträger
(6) zu befestigen ist, und mit einem festen Teil (3), an dem der bewegliche Teil (5)
in einer Ausziehrichtung (4) beweglich gelagert ist und der unter Ausrichtung der
Ausziehrichtung (4) auf die Öffnung an dem Korpus (34) zu befestigen ist, und
- einen Türmitnehmer (13) mit einem an der Tür (35) zu befestigenden Mitnehmersockel
(14) und mit einem an beiden Enden angelenkten Zugdruckarm (16), der eine Schwenkbewegung
des Mitnehmersockels (14) um die Schwenkachse mit einer ersten Ausziehbewegung des
beweglichen Teils (5) der Ausziehschiene (2) in der Ausziehrichtung (4) zwischen einer
eingeschobenen Stellung und einer ersten ausgezogenen Stellung bidirektional koppelt,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Zugdruckarm (16) zwischen dem Mitnehmersockel (14) und dem beweglichen Teil (5)
der Ausziehschiene (2) mit einem aktivierbaren Freilauf in Reihe geschaltet ist, dem
eine Aktivierungseinrichtung zugeordnet ist,
- wobei die Aktivierungseinrichtung den Freilauf aktiviert, wenn der bewegliche Teil
(5) der Ausziehschiene (2) seine erste ausgezogenen Stellung von seiner eingeschobenen
Stellung her erreicht,
- wobei der aktivierte Freilauf eine von der Schwenkbewegung des Mitnehmersockels
(14) um die Schwenkachse unabhängige zweite Ausziehbewegung des beweglichen Teils
(5) der Ausziehschiene (2) in der Ausziehrichtung (4) zwischen der ersten ausgezogenen
Stellung und einer von der eingeschobenen Stellung weiter entfernt liegenden zweiten
ausgezogenen Stellung freigibt und
- wobei die Aktivierungseinrichtung den Freilauf blockiert, wenn der bewegliche Teil
(5) der Ausziehschiene (4) seine erste ausgezogenen Stellung von seiner zweiten ausgezogenen
Stellung her erreicht.
2. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Freilauf zwischen dem Mitnehmersockel (14) und einem Hebelarm (15) vorgesehen
ist, an den der Zugdruckarm (16) angelenkt ist.
3. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelarm (15) um eine zu der Schwenkachse parallele Achse verschwenkbar an dem
Mitnehmersockel (14) gelagert ist, wobei die Verschwenkbarkeit des Hebelarms (15)
gegenüber dem Mitnehmersockel (14) bei blockiertem Freilauf blockiert ist.
4. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein an dem Hebelarm (14) befestigter Blockierkörper (42) bei blockiertem Freilauf
hinter einer federbelasteten Klinke (40) gefangen ist, dass die Klinke (40), wenn
der bewegliche Teil (5) der Ausziehschiene (2) seine erste ausgezogene Stellung von
seiner eingeschobenen Stellung her erreicht, von einem Zugelement (17) der Aktivierungseinrichtung
zurückgezogen wird und den Blockierkörper (42) freigibt, und dass die Aktivierungseinrichtung
eine Schrägfläche (43) an der Klinke (40) umfasst, über die der Blockierkörper (42)
die Klinke (40) eindrückt, um hinter die Klinke (40) zu gelangen, wenn der bewegliche
Teil (5) der Ausziehschiene (2) seine erste ausgezogene Stellung von seiner zweiten
ausgezogenen Stellung her erreicht.
5. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierkörper (42) in einem kreisbogenabschnittförmigen Langloch (37) in dem
Mitnehmersockel (14) geführt ist.
6. Ausziehbeschlag nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (40) um eine weitere zu der Schwenkachse parallele Achse verschwenkbar
an dem Mitnehmersockel (14) gelagert erreicht.
7. Ausziehbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (17) an seinem einen Ende an die Klinke (40) angelenkt ist und an
seinem anderen Ende in einem an dem Korpus (34) zu befestigenden Zuglager abgestützt
ist.
8. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Zugelement (17) ein Zugarm ist und dass das Zuglager eine parallel zu der Ausziehrichtung
(4) verlaufende und mit einem Endanschlag endende Führungsschiene (29) für einen Gleitstein
(18) aufweist, an den das andere Ende des Zugelements (17) angelenkt ist.
9. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Freilauf zwischen einem in der Ausziehrichtung (4) geführten Zwischenelement,
an das der Zugdruckarm angelenkt ist, und dem beweglichen Teil der Ausziehschiene
vorgesehen ist.
10. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement einen zwischen den festen Teil (3) und den beweglichen Teil (5)
geschalteten weiteren beweglichen Teil der Ausziehschiene (2) umfasst.
11. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierungsmechanik den weiteren beweglichen Teil an dem festen Teil (2) festlegt
und den beweglichen Teil (5) gegenüber dem weiteren beweglichen Teil freigibt, wenn
der bewegliche Teil (5) der Ausziehschiene (4) seine erste ausgezogenen Stellung von
seiner eingeschobenen Stellung her erreicht, und dass die Aktivierungsmechanik den
beweglichen Teil (5) an dem weiteren beweglichen Teil festlegt und den weiteren beweglichen
Teil gegenüber dem festen Teil (2) freigibt, wenn der bewegliche Teil (5) der Ausziehschiene
(2) seine erste ausgezogenen Stellung von seiner zweiten ausgezogenen Stellung her
erreicht.
12. Ausziehbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem beweglichen Teil (5) der Ausziehschiene (2) ein Türanschlag (38) für die Tür
(35) vorgesehen ist, der eine parallel zu der Ausziehrichtung (4) verlaufende Relativbewegung
des beweglichen Teils (5) gegenüber der Tür (35) zulässt.
13. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Türanschlag (38) eine Gleitfläche oder eine frei drehbare Rolle aufweist.
14. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmersockel (14) eine Anschlagfläche (39) zum Anschlagen an dem Türanschlag
(38) aufweist.
15. Ausziehbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 14 und nach einem der Ansprüche
4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Feder belastende Klinke (40) die Tür (35) gegen den Türanschlag (38) beaufschlagt.
16. Ausziehbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Objektträger (6) orthogonal zu der Ausziehrichtung (4) von dem beweglichen
Teil (5) der Ausziehschiene (4) weg erstreckt und längs seiner Erstreckung Befestigungseinrichtungen
(8) zum Befestigen mehrerer Objektablagen (9) aufweist.
17. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass für das der Ausziehschiene (2) abgekehrte Ende des Objektträgers (6) eine parallel
zu der Ausziehrichtung (4) führende Linearführung mit einer an dem Korpus (34) zu
befestigenden Führungsschiene (29) vorgesehen ist.
18. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegung des der Ausziehschiene (2) abgekehrten Endes des Objektträgers (6)
längs der Führungsschiene (29) mit einer Bewegung des an dem beweglichen Teil (5)
der Ausziehschiene (2) befestigten Endes des Objektträgers (6) durch eine Synchronisierungseinrichtung
(21) synchronisiert ist.
19. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisierungseinrichtung (21) zwei im Bereich der beiden Enden des Objektträgers
(6) parallel zu der Ausziehrichtung (4) an dem Korpus (34) zu befestigende Zahnschienen
(22, 23) und zwei jeweils eine der beiden Zahnschienen (22, 23) kämmende und über
eine drehbar an dem Objektträger (6) gelagerte Welle (44) drehfest miteinander verbundenen
Ritzel (24) aufweist.
20. Vorratsschrank (33)
- mit einem eine Öffnung aufweisenden Korpus (34),
- mit einer Tür (35), die gegenüber dem Korpus (34) aus einer Geschlossenstellung,
in der sie die Öffnung verschließt, um eine im Randbereich der Öffnung verlaufende
Schwenkachse in eine Offenstellung verschwenkbar ist, in der sie die Öffnung freigibt,
und
- mit einem Ausziehbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Ausziehbeschlag (1) für einen Vorratsschrank (33),
- wobei der Ausziehbeschlag (1) aufweist:
- eine Ausziehschiene (2) mit einem beweglichen Teil (5), an dem ein Objektträger
(6) zu befestigen ist, und mit einem festen Teil (3), an dem der bewegliche Teil (5)
in einer Ausziehrichtung (4) beweglich gelagert ist, und
- einen Türmitnehmer (13) mit einem Mitnehmersockel (14) und mit einem an beiden Enden
verschwenkbar angelenkten Zugdruckarm (16), der eine Schwenkbewegung des Mitnehmersockels
(14) um eine vertikale Schwenkachse mit einer ersten Ausziehbewegung des beweglichen
Teils (5) der Ausziehschiene (2) in der Ausziehrichtung (4) zwischen einer eingeschobenen
Stellung und einer ersten ausgezogenen Stellung bidirektional koppelt, wobei der Zugdruckarm
(16) zwischen dem Mitnehmersockel (14) und dem beweglichen Teil (5) der Ausziehschiene
(2) mit einem aktivierbaren Freilauf in Reihe geschaltet ist, dem eine Aktivierungseinrichtung
zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Aktivierungseinrichtung den Freilauf aktiviert, wenn der bewegliche Teil (5)
der Ausziehschiene (2) seine erste ausgezogenen Stellung von seiner eingeschobenen
Stellung her erreicht,
- wobei der aktivierte Freilauf eine von der Schwenkbewegung des Mitnehmersockels
(14) um die Schwenkachse unabhängige zweite Ausziehbewegung des beweglichen Teils
(5) der Ausziehschiene (2) in der Ausziehrichtung (4) zwischen der ersten ausgezogenen
Stellung und einer von der eingeschobenen Stellung weiter entfernt liegenden zweiten
ausgezogenen Stellung freigibt und
- wobei die Aktivierungseinrichtung den Freilauf blockiert, wenn der bewegliche Teil
(5) der Ausziehschiene (4) seine erste ausgezogenen Stellung von seiner zweiten ausgezogenen
Stellung her erreicht.
2. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Freilauf zwischen dem Mitnehmersockel (14) und einem Hebelarm (15) vorgesehen
ist, an den der Zugdruckarm (16) angelenkt ist.
3. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelarm (15) um eine zu der Schwenkachse parallele Achse verschwenkbar an dem
Mitnehmersockel (14) gelagert ist, wobei die Verschwenkbarkeit des Hebelarms (15)
gegenüber dem Mitnehmersockel (14) bei blockiertem Freilauf blockiert ist.
4. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein an dem Hebelarm (14) befestigter Blockierkörper (42) bei blockiertem Freilauf
hinter einer federbelasteten Klinke (40) gefangen ist, dass die Klinke (40), wenn
der bewegliche Teil (5) der Ausziehschiene (2) seine erste ausgezogene Stellung von
seiner eingeschobenen Stellung her erreicht, von einem Zugelement (17) der Aktivierungseinrichtung
zurückgezogen wird und den Blockierkörper (42) freigibt, und dass die Aktivierungseinrichtung
eine Schrägfläche (43) an der Klinke (40) umfasst, über die der Blockierkörper (42)
die Klinke (40) eindrückt, um hinter die Klinke (40) zu gelangen, wenn der bewegliche
Teil (5) der Ausziehschiene (2) seine erste ausgezogene Stellung von seiner zweiten
ausgezogenen Stellung her erreicht.
5. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierkörper (42) in einem kreisbogenabschnittförmigen Langloch (37) in dem
Mitnehmersockel (14) geführt ist.
6. Ausziehbeschlag nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (40) um eine weitere zu der Schwenkachse parallele Achse verschwenkbar
an dem Mitnehmersockel (14) gelagert erreicht.
7. Ausziehbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (17) an seinem einen Ende an die Klinke (40) angelenkt ist und an
seinem anderen Ende in einem an dem Korpus (34) zu befestigenden Zuglager abgestützt
ist.
8. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Zugelement (17) ein Zugarm ist und dass das Zuglager eine parallel zu der Ausziehrichtung
(4) verlaufende und mit einem Endanschlag endende Führungsschiene (29) für einen Gleitstein
(18) aufweist, an den das andere Ende des Zugelements (17) angelenkt ist.
9. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Freilauf zwischen einem in der Ausziehrichtung (4) geführten Zwischenelement,
an das der Zugdruckarm angelenkt ist, und dem beweglichen Teil der Ausziehschiene
vorgesehen ist.
10. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement einen zwischen den festen Teil (3) und den beweglichen Teil (5)
geschalteten weiteren beweglichen Teil der Ausziehschiene (2) umfasst.
11. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierungsmechanik den weiteren beweglichen Teil an dem festen Teil (2) festlegt
und den beweglichen Teil (5) gegenüber dem weiteren beweglichen Teil freigibt, wenn
der bewegliche Teil (5) der Ausziehschiene (4) seine erste ausgezogenen Stellung von
seiner eingeschobenen Stellung her erreicht, und dass die Aktivierungsmechanik den
beweglichen Teil (5) an dem weiteren beweglichen Teil festlegt und den weiteren beweglichen
Teil gegenüber dem festen Teil (2) freigibt, wenn der bewegliche Teil (5) der Ausziehschiene
(2) seine erste ausgezogenen Stellung von seiner zweiten ausgezogenen Stellung her
erreicht.
12. Ausziehbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem beweglichen Teil (5) der Ausziehschiene (2) ein Türanschlag (38) vorgesehen
ist, der eine parallel zu der Ausziehrichtung (4) verlaufende Relativbewegung des
beweglichen Teils (5) zulässt.
13. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Türanschlag (38) eine Gleitfläche oder eine frei drehbare Rolle aufweist.
14. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmersockel (14) eine Anschlagfläche (39) zum Anschlagen an dem Türanschlag
(38) aufweist.
15. Ausziehbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 14 und nach einem der Ansprüche
4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Feder belastende Klinke (40) den Mitnehmersockel (14) gegen den Türanschlag
(38) beaufschlagt.
16. Ausziehbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Objektträger (6) orthogonal zu der Ausziehrichtung (4) von dem beweglichen
Teil (5) der Ausziehschiene (4) weg erstreckt und längs seiner Erstreckung Befestigungseinrichtungen
(8) zum Befestigen mehrerer Objektablagen (9) aufweist.
17. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass für das der Ausziehschiene (2) abgekehrte Ende des Objektträgers (6) eine parallel
zu der Ausziehrichtung (4) führende Linearführung mit einer an dem Korpus (34) zu
befestigenden Führungsschiene (29) vorgesehen ist.
18. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegung des der Ausziehschiene (2) abgekehrten Endes des Objektträgers (6)
längs der Führungsschiene (29) mit einer Bewegung des an dem beweglichen Teil (5)
der Ausziehschiene (2) befestigten Endes des Objektträgers (6) durch eine Synchronisierungseinrichtung
(21) synchronisiert ist.
19. Ausziehbeschlag (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisierungseinrichtung (21) zwei im Bereich der beiden Enden des Objektträgers
(6) parallel zu der Ausziehrichtung (4) an dem Korpus (34) zu befestigende Zahnschienen
(22, 23) und zwei jeweils eine der beiden Zahnschienen (22, 23) kämmende und über
eine drehbar an dem Objektträger (6) gelagerte Welle (44) drehfest miteinander verbundenen
Ritzel (24) aufweist.
20. Vorratsschrank (33)
- mit einem eine Öffnung aufweisenden Korpus (34),
- mit einer Tür (35), die gegenüber dem Korpus (34) aus einer Geschlossenstellung,
in der sie die Öffnung verschließt, um eine im Randbereich der Öffnung verlaufende
Schwenkachse in eine Offenstellung verschwenkbar ist, in der sie die Öffnung freigibt,
und
- mit einem Ausziehbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.