[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit einer Anzeigeeinrichtung
zur Anzeige von veränderbaren visuellen Informationen und ein Verfahren zur optischen
Signalisierung einer Fahrgastinformation auf einer Tür oder einem Fenster eines Schienenfahrzeugs.
[0002] Bekannt ist die Anzeige von Informationen im Inneren des Schienenfahrzeugs auf Displays
oder Monitoren, die im Inneren des Schienenfahrzeugs an der Decke befestigt sind.
Auf solchen Monitoren werden häufig Nachrichten oder Fahrgastinformationen oder unterhaltende
Informationen dargestellt. Die Darstellung von Fahrgastinformationen findet aber hierbei
nicht an einem besonders günstigen Ort statt oder dort, wo eine Information am notwendigsten
gebraucht wird.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, eine Lösung zur Anzeige von visuellen
Informationen, insbesondere Fahrgastinformationen, anzugeben.
[0004] Nach einer grundlegenden Idee der Erfindung werden visuell wahrnehmbare Informationen
in einem Seitenbereich des Schienenfahrzeugs angezeigt, insbesondere auf einer Tür
und/oder einem Fenster und/oder Seitenwand. Ein Seitenbereich ist insbesondere die
seitliche Begrenzung des Schienenfahrzeugs, insbesondere eines Wagenkastens.
[0005] Insbesondere erfolgt die Anzeige am Ausgang und/oder Eingang eines Schienenfahrzeugs,
was bei einer Tür durchaus der Fall ist. Bei Fenstern und Türen handelt es sich im
Orte, bei denen Information intuitiv erfasst wird. Es werden die Informationen auf
einer Tür oder auf einem Fenster mittels einer Anzeigeeinrichtung bereitgestellt.
Werden visuelle Informationen auf einer Tür, auf der Innenseite und/oder Außenseite
der Tür dargestellt, so werden die Informationen vorteilhaft für ein- oder aussteigende
Personen dargestellt. Im Falle eines Fensters werden die Informationen in unmittelbarer
Nähe des Ein- oder Ausstiegs dargestellt, sofern die Fenster der Tür benachbart sind.
Auch bei nicht zu einer Tür benachbarten Fenstern ist dennoch eine Nähe zum Ein- oder
Ausstieg gegeben oder eine Verbindung zum Ein- oder Ausstieg, da einsteigende Fahrgäste
die Fenster von außen wahrnehmen, bei der Einfahrt eines Schienenfahrzeuges oder beim
Halten an einer Haltestelle, und aussteigende Fahrgäste die Fenster in Richtung Tür
passieren, sofern sie sich nicht schon in unmittelbarer Nähe der Tür aufhalten.
[0006] Nach einer weiteren Idee der Erfindung sind verschiedene visuelle Informationen darstellbar
und steuerbar, zum Beispiel zeitabhängig oder abhängig vom Ort des Schienenfahrzeugs.
Insbesondere darstellbar sind Einstiegs-, Ausstiegs- oder Umstiegsinformationen, auf
die später noch näher eingegangen wird. Insbesondere können in verschiedenen Bereichen
eines Schienenfahrzeugs, beispielsweise auf verschiedenen Türen oder Fenstern, verschiedene
Informationen dargestellt werden.
[0007] Gemäß der Erfindung können Information an jeder Tür oder Fenster oder jedem Seitenwandbereich
dargestellt werden, der/die eine Anzeigeeinrichtung aufweisen, oder nur einem ausgewählten
Teil davon. Es ist möglich, auf verschiedenen Anzeigeeinrichtungen verschiedene Informationen
darzustellen. Gemäß der Erfindung kann Information zielgerichtet verfügbar gemacht
werden.
[0008] Aufgrund der verfügbaren Fläche auf einer Tür oder einem Fenster oder einer Seitenwand
können Information detaillierter dargestellt werden als bei einem Display, das an
der Fahrzeugdecke befestigt ist. Displays an der Fahrzeugdecke sind aufgrund der benötigten
Kopffreiheit in ihrer Größe begrenzt.
[0009] Nach einer weiteren grundlegenden Idee der Erfindung sind auf der Innenseite und
der Außenseite eines Schienenfahrzeugs Informationsinhalte darstellbar, die unterschiedlich
sein können. Auf mögliche Informationsinhalte wird in dieser Beschreibung noch eingegangen.
Wie bereits zuvor erwähnt, sind auch innerhalb des Schienenfahrzeugs auf verschiedenen
Anzeigeeinrichtungen, die an/in verschiedenen Fenstern und/oder Türen und/oder Seitenwandbereichen
angeordnet sind, verschiedene Displayinhalte darstellbar. Ebenso sind auf der Außenseite
des Schienenfahrzeugs auf verschiedenen Displays verschiedene Inhalte darstellbar.
Die verschiedenen Inhalte können beispielsweise ortsabhängig gewählt werden. Beispielsweise
kann in Abhängigkeit von dem Ort einer Anzeigeeinrichtung ein naheliegender Einstieg
oder Ausstieg angezeigt werden.
[0010] Nach noch einer weiteren Idee der Erfindung werden Informationen an Anzeigeeinrichtungen,
die als Grundlage zur Anzeige visueller Informationen auf der Anzeigeeinrichtung dienen,
in drahtloser Form übermittelt. Alternativ oder zusätzlich kann einer Anzeigeeinrichtung
eine Speichereinrichtung zugeordnet sein, in der Informationen gespeichert sind, auf
deren Grundlage eine visuelle Informationsanzeige durch die Anzeigeeinrichtung erfolgen
kann.
[0011] Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, dass bei einer Anzeigeeinrichtung auf oder
in einer Tür eine zusätzliche Möglichkeit der Beleuchtung des Einstiegsbereiches gegeben
ist, wodurch die Sicherheit der Fahrgäste erhöht wird. Dieser Vorteil kann insbesondere,
aber nicht ausschließlich, mit einem Display als Anzeigeeinrichtung erzielt werden.
[0012] Die Anzeigeeinrichtung ist an sich nicht beschränkt. Beispielhafte und vorteilhaft
einsetzbare Anzeigeeinrichtungen sind ausgewählt aus
- elektrisch angesteuerte Anzeigeeinrichtungen, wie Displays. Äquivalent zu dem Begriff
Display wird der Begriff Monitor oder Bildschirm verwendet. Spezielle Beispiele sind
LED-Displays, insbesondere organische LED(OLED)-Displays, oder LCDs. Besonders bevorzugt
sind flexible Displays, die auf gekrümmten Flächen, wie beispielsweise Türscheiben
oder Fensterscheiben, aufgebracht werden können. Ein anderes vorteilhaftes Display
ist ein beidseitig anzeigendes Display, wie beispielsweise bekannt aus US 2014/062839.
- einer Projektionsfläche, auf welcher mittels einer Projektionseinrichtung, beispielsweise
einem Beamer, eine visuelle Information projizierbar ist. Die Projektionseinrichtung
kann beispielsweise im Innenraum des Schienenfahrzeugs, insbesondere an einer Decke,
angeordnet sein. Eine Projektionsfläche ist insbesondere eine Schicht oder ein flächig
ausgestaltetes Material, das beispielsweise auf einer Scheibe aufgebracht sein kann.
[0013] Es wird vorzugsweise eine Anzeigeeinrichtung eingesetzt, die lichtdurchlässig ist.
Anders ausgedrückt ist die Anzeigeeinrichtung vorzugsweise transparent für Licht.
Die Lichtdurchlässigkeit bezieht sich zumindest auf die Fläche der Anzeigeeinrichtung,
auf der Informationen und/oder Inhalte anzeigbar sind, beispielsweise eine Bilddarstellungsmatrix,
insbesondere eine Pixelmatrix. Es ist in einem, oder durch einen, Seitenbereich des
Schienenfahrzeugs Licht von außen in das Innere des Schienenfahrzeugs durch die lichtdurchlässige
Anzeigeeinrichtung hindurch einstrahlbar. Die Einstrahlung, insbesondere von Tageslicht,
erfolgt durch die Anzeigeeinrichtung hindurch. Anders ausgedrückt kann der Transport
von Licht durch die Anzeigeeinrichtung hindurch erfolgen. Aufgrund der Lichtdurchlässigkeit
der Anzeigeeinrichtung ist Licht dort, wo die Anzeigeeinrichtung angeordnet ist, von
außen nach Innen in das Schienenfahrzeug einstrahlbar. Licht ist insbesondere dort
durch eine Tür, ein Fenster oder einen Seitenwandbereich einstrahlbar, wo die lichtdurchlässige
Anzeigeeinrichtung angeordnet, angebracht oder eingelassen ist. Dort wo Information
dargestellt ist, kann die Anzeige lichtundurchlässig oder vermindert lichtdurchlässig
sein. Insbesondere ist die Anzeigeeinrichtung lichtdurchlässig/transparent
- wenn auf der Anzeigeeinrichtung keine Information dargestellt ist (Grundzustand ohne
dargestellte Information), und/oder
- wo keine Information angezeigt ist oder zeitweilig keine Anzeige stattfindet. D.h.
an dem Ort der Information muss keine Lichtdurchlässigkeit gegeben sein, wogegen in
Bereichen, wo keine Information dargestellt ist, die Anzeige lichtdurchlässig ist.
[0014] Werden auf der Anzeigeeinrichtung also keine optischen Informationen, beispielsweise
in Form von Buchstaben oder Bildern, angezeigt, kann diese transparent und lichtdurchlässig
sein. Dort wo Information angezeigt werden, liegt vorzugsweise eine geringere oder
keine Transparenz vor. Eine Lichtdurchlässigkeit bedeutet also, dass durch die Anzeigeeinrichtung
in Bereichen, in denen keine Information angezeigt wird, durchsichtig ist. Dadurch
kann die Anzeigeeinrichtung selbst wie ein Fenster wirken oder sie beeinträchtigt
die Durchsicht durch eine Scheibe, auf welcher die Anzeigeeinrichtung aufgebracht
sein kann, nicht oder nur in geringem Maße.
[0015] Angegeben wird von der Erfindung insbesondere ein Schienenfahrzeug, aufweisend
- einen Seitenbereich, aufweisend eine Tür mit zumindest einem Türflügel, eine Seitenwand
und ein Fenster,
- zumindest eine lichtdurchlässige Anzeigeeinrichtung, eingerichtet zur Anzeige von
veränderbaren visuellen Informationen, wobei die Anzeigeeinrichtung in dem Seitenbereich
des Schienenfahrzeugs angeordnet ist.
[0016] Die Anzeigeeinrichtung kann
- in den Türflügel eingelassen sein oder auf einer Scheibe des Türflügels aufgebracht
sein und/oder
- mit dem Fenster verbunden sein, insbesondere auf einer Fensterscheibe aufgebracht
sein, und/oder
- in die Seitenwand eingelassen sein.
[0017] Wenn die lichtdurchlässige Anzeigeeinrichtung in eine Seitenwand eingelassen ist,
dann wird Licht von außen durch die Anzeigeeinrichtung in das Innere des Schienenfahrzeugs
geleitet. Die Anzeigeeinrichtung hat dort auch die Wirkung und Funktion eines Fensters
oder Lichtdurchlasses, wobei die Lichtdurchlässigkeit im Vergleich zu einem üblichen
Fenster vermindert sein kann. Dort, wo die Anzeigeeinrichtung eingelassen ist, in
dem betreffenden Bereich der Seitenwand, ist die Anzeigeeinrichtung von außen und
von innen sichtbar.
[0018] Das Fenster kann einen Rahmen aufweisen oder ein rahmenloses Fenster sein, bei dem
beispielsweise die Scheibe mit einer Tragstruktur einer Seitenwand verbunden ist.
Bei Verbindung mit dem Fenster kann die Anzeigeeinrichtung, wie erwähnt, auf eine
Fensterscheibe aufgebracht sein, innen oder außen. Es ist in einer anderen Variante
möglich, die Anzeigeeinrichtung an einem Fensterrahmen oder einer Fensterfixierung
anzubringen, sofern diese vorhanden sind. Bei Aufbringen einer Anzeigeeinrichtung
auf eine Scheibe ist in einer bevorzugten Ausführungsform die Scheibe aus Verbundglas.
Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination der Anzeige mit einem Isolierglas
[0019] In einer Ausführungsform der Erfindung überdeckt die Anzeigeeinrichtung 10% bis 100%,
vorzugsweise 60% bis 100%, mehr bevorzugt 70% bis 100%, noch mehr bevorzugt 80% bis
100%, am meisten bevorzugt 90% bis 100%, einer Fläche der Scheibe einer Tür oder eines
Fensters. Wie bereits erwähnt, kann bei der vorliegenden Erfindung eine größere Fläche
für optische Informationen zugänglich gemacht werden als dies bei bisherigen Monitoren
im Innenbereich eines Schienenfahrzeugs möglich ist. In dieser Ausführungsform sind
insbesondere Displays oder Projektionsflächen, vorzugsweise flexible Displays oder
Projektionsflächen, einsetzbar, die sich passgenau auf eine Scheibe aufbringen lassen.
[0020] In einer Ausführungsform wird ein Schienenfahrzeug angegeben, wobei die Anzeigeeinrichtung
zur Anzeige von veränderbaren visuellen Informationen auf der Außenseite des Seitenbereichs,
insbesondere der Tür und/oder des Fensters und/oder der Seitenwand, eingerichtet ist.
In noch einer Ausführungsform wird ein Schienenfahrzeug angegeben, wobei die Anzeigeeinrichtung
zur Anzeige von veränderbaren visuellen Informationen auf der Innenseite des Seitenbereichs,
insbesondere der Tür und/oder des Fensters und/oder der Seitenwand eingerichtet ist.
Diese Ausführungsformen können miteinander kombiniert werden. Also können auf der
Innenseite und/oder auf der Außenseite des Schienenfahrzeugs Informationen mittels
der Anzeigeeinrichtung angezeigt werden, auf/an/in Tür, Fenster und/oder Seitenwand.
Oben wurde bereits auf sogenannte beidseitige Displays eingegangen, die zu beiden
Seiten Informationen anzeigen können. Es ist in einer anderen Variante möglich, zwei
Displays so anzuordnen, dass eines nach innen in das Schienenfahrzeug zeigt und eines
nach außen.
[0021] Displays können einzeln oder nebeneinander angeordnet sein. Eine Anordnung mehrerer
Displays ist möglich.
[0022] Die Displays sind vorzugsweise transparent. Es können unterschiedliche Informationen
außen und innen gezeigt werden. Die Anzeigemöglichkeit für verschiedene Informationen
auf der Innenseite und auf der Außenseite des Schienenfahrzeugs ist sinnvoll, da auf
den jeweiligen Seiten mitunter verschiedene Informationen benötigt werden oder sinnvoll
sind.
[0023] Beispielhafte Informationen auf einer Außenseite sind ausgewählt aus einer Haltestelleninformation,
einem Fahrziel, einer Abfahrtszeit, einem Zeitraum bis zur Abfahrt, einem Belegungszustand,
einer Störungsmeldung, einem Hinweis auf eine naheliegende oder alternative Einstiegsposition,
einem Umsteigepunkt, einer Linieninformation oder einer Kombination einer oder mehrerer
davon. Weitere mögliche Informationen, die auf der Außenseite eines Schienenfahrzeugs
angezeigt werden können, sind die Kennzeichnung von Multifunktionsbereichen oder anderen
speziellen Bereichen im Fahrzeug, dem Besetzungsgrad eines Multifunktionsbereichs
oder anderen speziellen Bereichen im Fahrzeug oder der Anzeige eines nächsten Multifunktionsbereichs
oder anderer spezieller Bereiche im Fahrzeug. Andere spezielle Bereiche sind insbesondere
ein Speisewagen, ein WC, ein Fahrkartenverkauf, ein Zugbegleiter-Platz. Weiterhin
kann die Außenseite des Schienenfahrzeugs auch als Werbefläche verwendet werden, wobei
mit der Anzeigeeinrichtung Werbeinformationen angezeigt werden können.
[0024] Beispielhafte Informationen, die im Inneren des Fahrzeugs angezeigt werden können,
sind ausgewählt aus einer Haltestelleninformation, einer Orientierungsinformation
für eine Haltestelle, einer Information über die Umgebung einer Haltestelle, einer
Infrastrukturinformation für eine Haltestelle, einer Linieninformation, einer Umsteigeinformation,
einem Hinweis auf eine naheliegende oder alternative Ausstiegsposition, einem Zeitraum
bis zu einem Fahrziel, einer Störungsmeldung oder einer Kombination einer oder mehrerer
davon. Bei einer Orientierungsinformation für eine Haltestelle handelt es sich beispielsweise
um Wegweiser, welche den Weg zu einem anderen Bahnsteig, einem bestimmten Ausgang,
einem Ziel in der Nähe, einer alternativen Bahn- oder Buslinie, einer Sehenswürdigkeit
etc. zeigen können. Auch die Umgebung einer Haltestelle kann in Form von Sehenswürdigkeiten,
Kartendarstellungen, Wegweisern etc. eingebunden sein. Eine Infrastrukturinformation
für eine Haltestelle ist beispielsweise eine Angabe, wo sich bei der Haltestelle beispielsweise
ein Fahrstuhl, eine Rolltreppe, eine Notrufsäule, ein Fahrkartenautomat, eine Toilette,
ein Kiosk etc. befindet. Weiterhin kann die Innenseite des Schienenfahrzeugs auch
als Werbefläche verwendet werden, wobei mit der Anzeigeeinrichtung Werbeinformationen
angezeigt werden können.
[0025] Beispielhafte Störungsmeldungen, sowohl auf der Außenseite als auch auf der Innenseite
des Fahrzeugs, sind die Störungsmeldung einer Tür, die Störungsmeldung eines Einoder
Ausgangs zur Haltestelle (beispielsweise gesperrt), Störungsmeldungen über Anschlussbahn-
oder Buslinien. Eine Linieninformation gibt z.B. den Verlauf einer Linie, insbesondere
die nächsten Haltestellen und/oder Ankunfts- und Abfahrtszeiten an/von diesen Haltestellen
an.
[0026] Die angezeigten Informationen können zeitlich und/oder örtlich gesteuert werden.
Beispielsweise kann während der Fahrt zwischen Haltestellen die Anzeige einer oder
mehrerer nächster Stationen, von Umsteigemöglichkeiten, von Wartezeiten bei Umsteigemöglichkeiten
oder von Störungen erfolgen. Kurz vor Stationseinfahrt kann eine Information angezeigt
werden, die insbesondere eine Anzeige des Namens der Station, eine Umsteigemöglichkeit,
eine Richtung zum Erreichen der Umsteigemöglichkeit, und/oder eine Umgebungskarte
umfassen können. Des Weiteren können sowohl auf der Innenseite als auch auf der Außenseite
Warnmeldungen oder aktuelle Informationen angezeigt werden.
[0027] Eine weitere Anzeigemöglichkeit auf der Innenseite des Schienenfahrzeugs sind Werbeinformationen
oder beispielsweise Nachrichten oder Unterhaltung etc. Diese können insbesondere dann
angezeigt werden, wenn gerade kein Raum auf der Anzeige für anderweitige Informationen
benötigt wird. Beispielsweise kann auf der Außenseite und/oder Innenseite während
der Fahrt zwischen Stationen (Haltestellen) Werbung angezeigt werden. Bei Einfahrt
in die Station kann die Anzeige geändert werden zu Informationen für zusteigende oder
aussteigende Passagiere.
[0028] In einer Ausführungsform weist die Anzeigeeinrichtung eine Projektionsfläche auf,
die auf der Innenseite der Tür und/oder des Fensters und/oder der Seitenwand angeordnet
ist und auf welche die visuellen Informationen auf der Innenseite der Tür und/oder
des Fensters und/oder der Seitenwand projizierbar sind. In dieser Ausführungsform
wird zumindest auf der Innenseite des Schienenfahrzeugs keine elektrisch angesteuerte
Anzeigeeinrichtung eingesetzt. Stattdessen wird mit einer Projektionseinrichtung,
beispielsweise einem Beamer, der an der Fahrzeuginnendecke befestigt sein kann, eine
Information projiziert. Die Anzeigeeinrichtung weist in diesem Fall eine Projektionsfläche
auf. Vorteil bei einer Projektion auf eine Tür ist, dass auch bei geöffneter Tür Informationen
weiterhin angezeigt werden können, wie nachfolgend beschrieben wird: Beim Öffnen der
Tür, wenn der Türflügel aus dem direkten Sichtfeld von Fahrgästen herausbewegt wird,
ist eine auf dem Türflügel dargestellte Information für aussteigende Fahrgäste nicht
mehr sichtbar. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Türflügel einer Schwenkschiebetür
nach außen und zur Seite bewegt werden und an oder neben einer Seitenwand des Schienenfahrzeugs
bei geöffneter Tür positioniert werden. In diesem Fall kann mittels einer Projektionseinrichtung
die zuvor auf der Innenseite eines Türflügels angezeigte visuelle Information auf
den Fußboden des Schienenfahrzeugs und/oder auf den Boden eines Bahnsteigs projiziert
werden. Bei geöffneter Tür wird somit die Projektionsfläche gewechselt, von einer
Projektionsfläche auf der Innenseite eines Türflügels zu einer Projektionsfläche auf
dem Boden. Die Anzeigeeinrichtung kann eine Fokussierungseinrichtung aufweisen, um
die angezeigte Information auf einer oder mehr Projektionsflächen, die in verschiedenem
Abstand und/oder Winkel zur Projektionseinrichtung angeordnet sein können, scharf
darstellen zu können.
[0029] Wendet man das Prinzip der Projektion auf der Innenseite des Fahrzeugs an, dann hat
dies den gleichen oder analogen Effekt wie ein Display, aber den Vorteil, dass nur
ein Display von außen und lediglich eine Projektionsfläche für innen vorgesehen wären.
[0030] In einer Ausführungsform der Erfindung weist das Schienenfahrzeug eine Informationsspeichereinheit
auf, von der aus Informationen an die Anzeigeeinrichtung übermittelbar sind. Eine
Informationsspeichereinheit kann beispielsweise in einen Türflügel, eine Türzarge,
einen Fensterrahmen oder eine Seitenwand integriert sein. In der Informationsspeichereinheit
können Informationen gespeichert werden, welche auf der Anzeigeeinrichtung in Form
von visuellen Informationen angezeigt werden sollen. Hierbei kann eine Steuerungseinrichtung
für die Informationsspeichereinheit vorhanden sein, welche steuert, wann welche Information
von der Informationsspeichereinheit an die Anzeigeeinrichtung übertragen wird. Eine
Einspeisung von Daten oder eine Aktualisierung von Daten bei einer Informationsspeichereinheit
ist beispielsweise möglich mittels einer zugeführten Speicherkarte oder mittels eines
Anschlusses zur Informationsübertragung, beispielsweise Ethernet. Die genannte Steuerungseinheit
kann z.B. die Informationsspeichereinheit ansteuern, wenn das Schienenfahrzeug einen
bestimmten Ort erreicht hat, beispielsweise eine Haltestelle. Informationen über den
Ort können an die Steuerungseinheit mittels GPS übermittelt werden oder in anderer
Form in dem Schienenfahrzeug hinterlegt sein. Im Falle eines beweglichen Türflügels,
in den eine Anzeigeeinrichtung eingelassen ist oder auf dessen Scheibe eine Anzeigeeinrichtung
aufgebracht ist, ist lediglich eine Energieversorgung der Anzeigeeinrichtung bereitzustellen,
wenn die Informationsspeichereinheit an einem anderen Ort lokalisiert ist. Es ist
in einer anderen Variante aber auch möglich, die Informationsspeichereinheit in dem
Türflügel selbst anzuordnen. In einer Variante weist die Informationsspeichereinheit
eine bereits zuvor erwähnte Schnittstelle zur Übertragung von Daten auf.
[0031] In einer Ausführungsform der Erfindung sind Informationen drahtlos an die Anzeigeeinrichtung
übermittelbar. Die Übermittlung kann beispielsweise nach dem Bluetooth-Standard oder
nach dem WLAN-Standard erfolgen. Beispielhafte, geeignete Normen hierfür sind IEEE802.15,
insbesondere IEEE802.15.1, IEEE802.15.2, IEEE802.15.3, IEEE802.15.1.4 oder gemäß IEEE802.11.
Die an die Anzeigeeinrichtung übermittelten Informationen bilden ihrerseits die Basis
für die auf der Anzeige dargestellten visuellen Informationen.
[0032] Der Vorteil einer drahtlosen Übermittlung oder einer Übermittlung per Funk ist der
Wegfall einer Verkabelung, was insbesondere bei einem beweglichen Türflügel, in den
eine
[0033] Anzeigeeinrichtung integriert oder auf den eine Anzeigeeinrichtung aufgebracht ist,
ein Vorteil ist.
[0034] Die Übertragung mittels Bluetooth eignet sich insbesondere bei der Anzeige zunächst
statischer Informationen, die gelegentlich geändert werden. So kann über Bluetooth
eine Informationsänderung gesendet werden, beispielsweise eine Textänderung, eine
Bildänderung etc. Bei der Übertragung mittels WLAN kann vorteilhafterweise eine größere
Datenübertragungsrate ermöglicht werden, wodurch insbesondere Videos auf der Anzeigeeinrichtung
dargestellt werden können.
[0035] Bei einer Übermittlung von Informationen auf drahtlosem Wege weist das Schienenfahrzeug
eine Drahtlos- bzw. Funkempfangseinrichtung auf, die mit der Anzeigeeinrichtung gekoppelt
ist. Beispielsweise kann eine Funkempfangseinrichtung ein Bluetooth- oder WLAN-Modul
sein. Die Funkempfangseinrichtung kann beispielsweise in einen Türflügel, einen Türrahmen,
einen Fensterrahmen oder eine Seitenwand integriert sein. Insbesondere weist die Funkempfangseinrichtung
eine Antenne auf, die ebenfalls an einem der genannten Orte angeordnet sein kann.
[0036] Weiterhin kann eine Steuerungseinrichtung vorhanden sein, die mit der Funkempfangseinrichtung
und der Anzeigeeinrichtung zusammenwirkt. Mit der Steuerungseinrichtung kann gesteuert
werden, welche Informationen von der Funkempfangseinrichtung an die Anzeigeeinrichtung
übertragen werden. Es sind beispielsweise die Art der Information und/oder der Zeitpunkt
einer Informationsübertragung steuerbar.
[0037] In einer speziellen Variante ist eine Funkempfangseinrichtung in einem Türflügel,
der eine Anzeigeeinrichtung aufweist, angeordnet. An die Funkempfangseinrichtung sind
Informationen per Funk übermittelbar und von ihr aus sind Informationen an die Anzeigeeinrichtung
oder an mehrere Anzeigeeinrichtungen drahtlos oder mittels Kabel übermittelbar. Eine
Integration einer Funkempfangseinrichtung in einen Türflügel hat den Vorteil, dass
in einem Arbeitsgang die Anzeigeeinrichtung und die Funkempfangseinrichtung ausgetauscht
werden können, beispielsweise durch Austausch des gesamten Türflügels.
[0038] Viele Informationen, die als Basis zur Anzeige visueller Informationen mit einer
Anzeigeeinrichtung dienen können, sind bereits vorhanden, beispielsweise auf Servern
oder in Datenbanken, beispielsweise in zentralen Einrichtungen, wie Leitzentralen.
Ein Beispiel hierfür sind Fahrplan und Fahrtzeitdaten. Solche Daten können über Funk
an eine genannte Funkempfangseinrichtung übertragen werden und von dort aus an die
Anzeigeeinrichtung übermittelt werden. Andere Informationen können im Fahrzeug selbst
vorhanden sein, beispielsweise in einem Speicher, der im Fahrzeug, insbesondere im
Bordcomputer des Fahrzeugs, angeordnet ist. Von dort aus können in einer anderen Variante
der Erfindungen Daten drahtlos an eine Funkempfangseinrichtung übertragen werden.
[0039] In einer Ausführungsform der Erfindung weist das Schienenfahrzeug eine Trennschicht
auf, die hinter einer Anzeigeeinrichtung oder zwischen zwei Anzeigeeinrichtungen angeordnet
ist, sodass die visuellen Informationen nur oder im Wesentlichen nur von einer Betrachtungsseite
sichtbar sind oder stärker von einer Betrachtungsseite sichtbar sind als von einer
der Betrachtungsseite abgewandten Seite. Anders ausgedrückt hat die Trennschicht die
Wirkung, dass optische Signale eines Displays in Richtung einer unerwünschten Seite
des Displays, üblicherweise die Rückseite, nicht oder nur vermindert durchgelassen
werden.
[0040] Wie bereits erwähnt, kann das Schienenfahrzeug zwei Displays aufweisen, von denen
ein Display zur Außenseite des Schienenfahrzeugs hinweist und das andere zur Innenseite,
sodass visuelle Informationen sowohl außenseitig als auch innenseitig darstellbar
sind. Solche zwei Displays können paarweise angeordnet sein. Ein Schienenfahrzeug
kann mehrere Paare solcher Displays aufweisen. Eine erwähnte Trennschicht kann zwischen
zwei solcher Displays angeordnet sein oder auf der dem Betrachter abgewandten Seite
eines Displays, wenn nur ein Display eingesetzt wird. Mit der Trennschicht kann verhindert
werden, dass visuelle Signale ungewollt von einer Seite aus sichtbar sind, die der
eigentlichen Betrachtungsseite des Displays abgewandt ist. Wenn beispielsweise zwei
Displays so angeordnet sind, dass eines zur Außenseite und eines zur Innenseite des
Schienenfahrzeugs weist, dann ist es oft unerwünscht, dass außenseitig dargestellte
Informationen auch noch auf der Innenseite sichtbar sind (beispielsweise in spiegelverkehrter
Art und Weise) und es ist ebenfalls oft unerwünscht, dass auf der Innenseite des Schienenfahrzeugs
dargestellte Informationen auch noch auf der Außenseite sichtbar sind. Eine Trennschicht
kann somit eine ungewollte Betrachtungsseite eines Displays verdecken. Oder eine Trennschicht
kann für die Trennung zwischen den zwei Displays und einer Trennung zwischen den dargestellten
Inhalten sorgen. Bei Verwendung von nur einem Display, das beispielsweise zur Außenseite
des Schienenfahrzeugs zeigt, ist es oftmals unerwünscht, dass Informationen, die für
die Außenseite bestimmt sind, auch noch auf der Innenseite wahrnehmbar sind.
[0041] Die Trennschicht weist in einer Ausführungsform eine Lichtdurchlässigkeit auf, vorzugsweise
aber keine vollständige Lichtdurchlässigkeit, da ansonsten die Funktion als Trennschicht
nicht gewährleistet wäre. Es kann ein Kompromiss gefunden werden zwischen der Wirkung
als Trennschicht, die optische Signale eines Displays zu einer unerwünschten Seite
des Displays nicht oder nur vermindert durchlässt, und einer Lichtdurchlässigkeit,
durch welche ein Einfall zumindest eines Teils des Tageslichts oder eines Außenlichts
in das Schienenfahrzeug ermöglicht ist.
[0042] In einer speziellen Variante der Erfindung weist die Trennschicht eine veränderbare
Lichtdurchlässigkeit auf. In dieser Ausführungsform ist die Lichtdurchlässigkeit der
Trennschicht auf die bestehenden Bedürfnisse einstellbar. Wird beispielsweise auf
einem Display, dessen visuelle Informationen von der Trennschicht abgeschirmt werden
sollen, Informationen angezeigt, dann kann die Transparenz der Trennschicht erniedrigt
werden. Im umgekehrten Fall kann die Transparenz erhöht werden, um einen stärkeren
Lichteinfall ins Innere des Schienenfahrzeugs zuzulassen.
[0043] In einer Ausführungsform ist die Trennschicht mit veränderlicher Lichtdurchlässigkeit
ein Glas mit veränderlicher Lichtdurchlässigkeit, beispielsweise ein sogenanntes intelligentes
Glas. Unter dem Begriff "Glas" sind hier sowohl Gläser auf mineralischer Basis als
auch Kunststoffgläser zu verstehen.
[0044] Ein intelligentes Glas ist eine schaltbare Glasschicht, deren Lichtdurchlässigkeit
durch das Anlegen einer elektrischen Spannung oder durch andere Auslöser, wie beispielsweise
Erwärmung, verändert werden kann. Das intelligente Glas kann das Glas einer in einen
Türflügel eingesetzten Scheibe oder das Glas einer Fensterscheibe sein, sodass eine
solche Scheibe gleichzeitig als die genannte Trennschicht fungiert. Es kann das intelligente
Glas aber auch zusätzlich zu einer bereits vorhandenen Scheibe verwendet werden. Beispielsweise
kann das intelligente Glas ausgewählt sein aus einem elektrochromen Glas, einem thermochromen
Glas oder einem LC(Flüssigkristall)-Glas. Ein elektrochromes Glas nutzt die Eigenschaft
von elektrochromen Materialien, den Lichtdurchlass je nach angelegter Gleichspannung
zu ändern. Somit kann bei einem elektrochromen Glas durch Anlegen einer Spannung eine
Änderung der Lichtdurchlässigkeit erzielt werden. Wird z.B. die anliegende Spannung
entfernt oder die Polarität der Spannung geändert, so wird das Glas wieder durchsichtig.
Es können bei Anlegen einer Spannung elektrische Ladungen an eine Beschichtung abgegeben
werden, beispielsweise eine Beschichtung aus Wolframoxid oder Polyanilin. Die Beschichtung
ändert daraufhin ihre Farbe und die Lichtdurchlässigkeit des elektrochromen Glases
wird geändert. Ein LC-Glas bezeichnet ein Glas, das durch Anlegen einer elektrischen
Spannung transparent wird, wobei dieser Vorgang reversibel ist. LC-Gläser weisen einen
Polymer-Flüssigkristall-Film auf, der beispielsweise zwischen zwei Flachglasscheiben
eingebettet ist und mit einer Stromquelle verbunden wird. Innerhalb des festen Polymers
befinden sich willkürlich orientierte Flüssigkristalle. Das einfallende Licht wird
gestreut und die Scheibe ist opak. Mit dem Anlegen einer elektrischen Spannung werden
die Flüssigkristalle orientiert bzw. in eine Vorzugsrichtung geordnet und das Glas
wird transparent für das Auge. Bei Wegfall der Spannung oder Anlegen einer Wechselspannung
wird die Kristallstruktur wieder opak und undurchsichtig. Intelligente Gläser sind
beispielsweise erhältlich von der Firma Vision Systems Aeronautics, beispielsweise
unter den Produktnamen Nuance und Eclipse.
[0045] Wenn in der vorliegenden Erfindung ein Display nur zur Außenseite eines Schienenfahrzeugs
zeigt und auf der Innenseite an der gleichen Stelle eine bereits beschriebene Projektionsfläche
angeordnet ist, ist der Einsatz einer Trennschicht zwischen Display und Projektionsfläche
vorteilhaft, da die Trennschicht die Projektionsfläche gegen optische Signale aus
dem Display abschirmen kann. Umgekehrt kann das Display gegen optische Signale abgeschirmt
werden, die auf der Projektionsfläche sichtbar sind.
[0046] In noch einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur optischen Signalisierung
einer Fahrgastinformation in einem Seitenbereich eines Schienenfahrzeugs, insbesondere
auf oder in einer Tür und/oder auf oder in einem Fenster und/oder auf oder in einer
Seitenwand eines Schienenfahrzeugs, umfassend
a) Bereitstellen
- einer Tür, aufweisend einen Türflügel, und zumindest einer lichtdurchlässigen Anzeigeeinrichtung
zur Anzeige von optischen, veränderbaren Informationen auf der Außenseite und/oder
der Innenseite der Tür, wobei die Anzeigeeinrichtung in den Türflügel eingelassen
ist oder auf eine Scheibe des Türflügels aufgebracht ist, und/oder
- eines Fensters und zumindest einer lichtdurchlässigen Anzeigeeinrichtung zur Anzeige
von optischen veränderbaren Informationen auf der Außenseite und/oder der Innenseite
des Fensters, wobei die Anzeigeeinrichtung mit dem Fenster verbunden ist, insbesondere
auf eine Fensterscheibe aufgebracht ist, und/oder
- einer Seitenwand und zumindest einer lichtdurchlässigen Anzeigeeinrichtung zur Anzeige
von optischen veränderbaren Informationen auf der Außenseite und/oder der Innenseite
der Seitenwand, wobei die Anzeigeeinrichtung in die Seitenwand eingelassen ist,
b) Anzeige der Fahrgastinformation mit der Anzeigeeinrichtung auf der Außenseite und/oder
der Innenseite der Tür, und/oder auf der Außenseite und/oder der Innenseite des Fensters
und/oder auf der Außenseite und/oder der Innenseite der Seitenwand.
[0047] Bei dem Verfahren können alle gegenständlichen Merkmale, einzeln oder in Kombination,
verwendet werden, die bereits zuvor anhand eines erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs
beschrieben wurden. Insbesondere kann eine Trennschicht hinter der Anzeigeeinrichtung
oder zwischen zwei Anzeigeeinrichtungen angeordnet sein, sodass die Informationen,
insbesondere Fahrgastinformationen, nur von einer Betrachtungsseite aus sichtbar sind
bzw. sichtbar gemacht werden. Zuvor wurden auch bereits verschiedene Arten der Informationen
genannt, die auf der Innenseite und/oder Außenseite eines Schienenfahrzeugs angezeigt
werden können. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden in einer bevorzugten Variante
Informationen auf der Außenseite des Schienenfahrzeugs angezeigt, die ausgewählt sind
aus einer Haltestelleninformation, einem Fahrtziel, einer Abfahrtszeit, einem Zeitraum
bis zur Abfahrt, einer Wartezeit, einem Zeitraum bis zu einem Fahrtziel, einem Belegungszustand,
einer Störungsmeldung, einem Hinweis auf eine naheliegende oder alternative Einstiegsposition,
einem Umsteigepunkt, einer Linieninformation, einer Störungsmeldung oder einer Kombination
einer oder mehrerer davon.
[0048] Es können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in einer bevorzugten Ausführungsform
auf der Innenseite des Schienenfahrzeugs Informationen angezeigt werden, die ausgewählt
sind aus einer Haltestelleninformation, einer Orientierungsinformation für eine Haltestelle
und/oder für die Umgebung einer Haltestelle, einer Infrastrukturinformation für eine
Haltestelle, einer Linieninformation, einer Umsteigeinformation, einem Hinweis auf
eine naheliegende oder alternative Ausstiegsposition, einer Wartezeit, einem Zeitraum
bis zu einem Fahrtziel, einer Störungsmeldung oder einer Kombination einer oder mehrerer
davon.
[0049] In einer Variante des Verfahrens wird unter Verwendung einer Ortsinformation über
den Aufenthaltsort des Schienenfahrzeugs der Inhalt der Fahrgastinformation gesteuert.
Es kann die Steuerung in Abhängigkeit von einer Ortsinformation erfolgen. Die Ortsinformation
kann beispielsweise eine GPS Information sein. Die Ortsinformation kann ein Ortssignal
sein, beispielsweise ein GPS Signal. Beispielsweise ist der Ortsinformation entnehmbar,
dass sich das Fahrzeug an einer bestimmten Haltestelle befindet und es kann eine für
diese Haltestelle spezifische Fahrgastinformation bereitgestellt werden, wie beispielsweise
eine Umsteigemöglichkeit, eine Abfahrtszeit und/oder eine weitere der untengenannten
Informationen. Beispielsweise ist der Ortsinformation entnehmbar, dass sich das Fahrzeug
auf einem bestimmten Streckenabschnitt oder einer bestimmten Position auf einer Fahrtstrecke
befindet und es kann eine für diesen Abschnitt/Position spezifische Fahrgastinformation
bereitgestellt werden, wie beispielsweise eine Ankunftszeit an der nächsten Haltestelle
und/oder eine weitere der untengenannten Informationen.
[0050] Die Ortsinformation über den Aufenthaltsort des Schienenfahrzeugs kann an das Schienenfahrzeug
gesendet und/oder in dem Schienenfahrzeug ermittelt werden, beispielsweise mit einer
Navigationseinrichtung. Eine ortsabhängig gesteuerte Fahrgastinformation ist insbesondere
ausgewählt aus einer Haltestelleninformation, einer Orientierungsinformation für eine
Haltestelle und/oder einer Information für die Umgebung einer Haltestelle, einer Information
zu einem Fahrziel, einer Abfahrtszeit, einem Zeitraum bis zur Abfahrt, einer Ankunftszeit,
einer Fahrzeit bis zu einer bestimmten Haltestelle, einem Umsteigepunkt, einer Linieninformation,
einer Infrastrukturinformation für eine Haltestelle, einer Störungsinformation oder
einer Kombination einer oder mehrerer davon. Eine Ortsinformation kann beispielsweise
an eine Steuerungseinrichtung gesendet werden, welche mit einer Anzeigeeinrichtung
zusammenwirkt. Eine Ortsinformation kann alternativ oder zusätzlich an eine Funkempfangseinrichtung
gesendet werden, welche mit einer Anzeigeeinrichtung zusammenwirkt und gegebenenfalls
auch mit einer Steuerungseinrichtung zusammenwirkt.
[0051] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug in einer Ansicht von außen,
- Fig. 2
- eine Tür mit einer Anzeigeeinrichtung, auf der Informationen dargestellt sind, in
einer Ansicht von der Innenseite des Schienenfahrzeugs aus,
- Fig. 3
- eine Tür mit einer Anzeigeeinrichtung und der Positionierung weiterer Einrichtungen,
wie Funkempfangseinrichtung und
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch eine Tür mit Anzeigeeinrichtung, integrierter Funkempfangseinrichtung
und integrierter Steuereinheit für die Anzeigeeinrichtung.
- Fig. 5
- die Darstellung einer Trennschicht auf der Rückseite einer Anzeigeeinrichtung.
[0052] Das in Fig. 1 gezeigte Schienenfahrzeug 1, hier eine Straßenbahn, weist mehrere Türen
2 mit jeweils zwei Türflügeln 3 auf. Weiterhin weist das Schienenfahrzeug 1 mehrere
Fenster 4 auf.
[0053] Auf den Außenseiten der Türen 2 mit den Türflügeln 3 sind Anzeigeeinrichtungen 5
vorgesehen, wobei jeder Türflügel 3 jeweils eine oder mehrere Anzeigeeinrichtungen
5 aufweist, welche den Türflügel bedeckt.
[0054] Auf der Anzeigeeinrichtung 5 ist in diesem Ausführungsbeispiel gerade eine Werbung
gezeigt.
[0055] Die Fenster 4 weisen in diesem Ausführungsbeispiel keine Anzeigeeinrichtung auf,
könnten aber ebenso mit einer Anzeigeeinrichtung versehen sein wie die Türen 2. Die
Fenster 4 weisen jeweils die Fensterscheibe 6 auf, die in den Rahmen 7 eingesetzt
sein können oder auf einen Rahmen 7 aufgesetzt sein können. Der Rahmen 7 kann mit
der Seitenwand 20 verbunden sein, oder darin eingesetzt sein, oder integraler Teil
der Seitenwand 20 sein. Alternativ können die Fenster aber auch rahmenlos montiert
sein. Die Anzeigeeinrichtung kann in die Seitenwand 20 eingelassen sein, sodass sie
von Innen und Außen sichtbar ist und lichtdurchlässig ist was hier nicht explizit
gezeigt ist. In diesem Fall hat die lichtdurchlässige Anzeigeeinrichtung auch die
Funktion eines Lichtdurchlasses oder ggf. eines Fensters.
[0056] Fig. 2 zeigt eine Tür 2 mit den Türflügeln 3, betrachtet von der Innenseite des Schienenfahrzeugs
aus. Jeder Türflügel 3 weist zwei darin eingelassene Scheiben 8 (obere Scheibe) und
9 (untere Scheibe) auf. Je nach Türkonstruktion kann der Türflügel 3 auch eine einteilige
Scheibe aufweisen, die die Bereiche der gezeigten Scheiben 8 und 9 abdeckt oder mehrere
Scheiben.
[0057] Im Bereich der oberen Scheiben 8 sind Anzeigeeinrichtungen 10 angeordnet. Hierbei
kann es sich beispielsweise um elektrisch angesteuerte Displays handeln oder um Projektionsflächen.
Displays können ebenso wie Projektionsflächen auf die Scheiben 8 aufgebracht sein.
Eine Projektionsfläche ist, auch nach einer allgemeinen Idee dieser Erfindung, beispielsweise
eine auf einer Scheibe 8 aufgebrachte Schicht, die zur Projektion von visuellen Informationen
geeignet ist. In diesem Beispiel soll angenommen werden, dass die Informationen auf
den Anzeigeeinrichtungen 10, die als Projektionsflächen ausgebildet sind, durch eine
Projektion dargestellt werden. Dazu sind im Inneren des Schienenfahrzeugs Projektionseinrichtungen
11 angeordnet, von denen aus die gezeigten Informationen auf das Innere der Türflügel
bzw. auf die Projektionsflächen 10 projiziert werden. Öffnet sich die Tür 2 durch
Ausschwenken und seitliches Schwenken der Türflügel 3, dann können die Projektionseinrichtungen
11 die Informationen auf den Boden eines hinter der Tür liegenden Bahnsteigs projizieren
oder auf den Fußboden des Fahrzeugs projizieren. Gegebenenfalls ist dazu eine geringfügige
Änderung der Projektionseinrichtung und eine Fokussierung erforderlich. Die Projektionseinrichtungen
11 sind in dieser Hinsicht einstellbar ausgestaltet.
[0058] Auf der oberen Scheibe 8 des rechten Türflügels 3 ist eine Haltestelleninformation
in den oberen zwei Zeilen dargestellt. Die Haltestelle des nächsten Halts wird angezeigt.
Darunter sind Umsteigeinformationen dargestellt, wobei mögliche Umsteigelinien, ausgewählt
aus U-Bahn, Straßenbahn und Bus, angezeigt werden. Im unteren Bereich der Projektionsfläche
10 können Störungsmeldungen eingeblendet werden, wobei zurzeit darauf hingewiesen
wird, dass keine Störung gemeldet ist.
[0059] Auf der oberen Scheibe 8 des linken Türflügels 3 befindet sich die bereits erwähnte
weitere Projektionsfläche 10. Auf dieser werden Richtungsinformationen dargestellt,
die zu Umsteigemöglichkeiten hinleiten sollen. Der Fahrgast entnimmt durch den Blick
auf die linke Projektionsfläche 10, dass er nach dem Ausstieg geradeaus in Richtung
Straßenbahn gehen kann, wobei auch eine Linieninformation dieser Straßenbahn, in die
umgestiegen werden kann, angegeben ist, in Form einer Fahrtrichtung. Darunter ist
angegeben, dass durch eine Orientierung nach links der aussteigende Fahrgast zu einer
U-Bahn mit betreffender Richtungsinformation gelangen kann. Ganz unten ist dargestellt,
dass durch ein Gehen nach rechts nach dem Ausstieg eine Straßenbahn in Richtung eines
bestimmten Fahrtziels erreicht werden kann.
[0060] Die Anzeigeeinrichtungen 10 sind dort, wo Schrift in diesem Beispiel dargestellt
ist, nicht transparent, wogegen sie in den Bereichen, welche die Schrift umgeben,
transparent bleiben. Dadurch ist eine Lichtdurchlässigkeit der Anzeigeeinrichtungen
10 gegeben. Die in Blickrichtung des Betrachters hinter den Anzeigeeinrichtungen 10
befindlichen Scheiben 8 sind ohnehin lichtdurchlässig. Es ist alternativ möglich,
die Scheiben 8 mit einem intelligenten Glas zu versehen, dessen Transparenz einstellbar
ist. Somit können die Scheiben 8 als Trennschicht ausgebildet sein oder im Inneren
eine Trennschicht aufweisen. Mit der Trennschicht kann verhindert werden, dass auf
den Anzeigeeinrichtungen 10 gezeigte Informationen nach außen gelangen, wo sie beispielsweise
eine in Fig. 1 gezeigte Werbung auf der anderen Seite der Tür stören. Es kann ein
Kompromiss gefunden werden, wie intransparent die Scheibe 8 durch eine Trennschicht
gestaltet wird. Eine vollständige Intransparenz wird in den meisten Fällen nicht erwünscht
sein, weil dadurch die Scheibe 8 komplett abgedunkelt würde. Andererseits könnte eine
komplette Abdunklung der Scheiben 8 durch eine Trennschicht dadurch abgemildert werden,
dass die unteren Scheiben 9 weiterhin lichtdurchlässig sind.
[0061] In dem Beispiel der Fig. 1 und Fig. 2 sind auf der Außenseite der Tür 2, gezeigt
in Fig. 1, zwei elektrisch ansteuerbare Displays 5 angeordnet, jeweils eines auf einem
Türflügel 3. Auf der Innenseite der Tür 2, gezeigt in Fig. 2, sind Anzeigeeinrichtungen
in Form von Projektionsflächen vorgesehen, die bereits erläutert wurden.
[0062] Fig. 3 zeigt einen Türflügel, wobei der rechte Teil der Fig. 3 den Türflügel in einer
Ansicht von außen zeigt und der linke Teil den gleichen Türflügel in einer Ansicht
von innen, also um 180° verdreht. Auf der Anzeigeeinrichtung 5 auf der Außenseite
und auf der Anzeigeeinrichtung 10 auf der Innenseite sind in dieser Ansicht keine
Informationen dargestellt.
[0063] Im linken Teil der Fig. 3 sind mögliche Anordnungen einer Steuereinheit für ein Display,
beispielsweise für das Display 10, oder einer Funkempfangseinrichtung, beispielsweise
eines WLAN-Moduls, gezeigt. Das äußere Display 5 ist in diesem Beispiel zweiteilig
ausgeführt, was in Fig. 1 nicht sichtbar ist. Es könnte sich aber auch um ein Display
5 handeln, das sich über den gesamten Türflügel oder über beide Scheiben in einem
Türflügel erstreckt.
[0064] Die tragende Struktur des Türflügels 3 ist in Form eines Hohlprofils ausgeführt,
aufweisend einen oberen Querträger 12, einen mittleren Querträger 13, der die Scheiben
8 und 9 voneinander trennt, und einen unteren ,Querträger 14. Die Querträger 12, 13,
14 verbinden jeweils zwei vertikale Träger 15, 16. Beispielsweise kann im Inneren
des oberen Querträgers 12 eine Steuereinheit für die Displays 5 auf der Außenseite
vorgesehen sein, wie in Fig. 4 noch näher ausgeführt. Eine Funkempfangseinheit, beispielsweise
ein WLAN-Modul, kann vorteilhaft in einem der senkrechten Träger oder 16 oder innerhalb
des mittleren Querträgers 13 untergebracht sein. Die Verbindung von Display, Steuereinheit
und Funkempfangseinheit untereinander erfolgt vorzugsweise mittels einer Kabelverbindung,
die innerhalb eines Türflügels leicht realisierbar ist. Alternativ ist auch zwischen
diesen Modulen eine Funkverbindung denkbar. Alternative Ausführungen von Vertikal-
und Querträgern können ebenso beispielsweise mit nur einem oder mehreren vertikalen
Trägern oder nur ein oder mehrerer Querbalken sein.
[0065] Fig. 4 zeigt eine Steuerungseinrichtung 17 innerhalb eines Hohlprofils des oberen
Querträgers 12. Ebenfalls im oberen Querträger 12 ist ein WLAN-Modul als Funkempfangseinrichtung
18 untergebracht. Alternativ kann das WLAN-Modul 18 in dem mittleren Querträger 13
innerhalb eines Hohlprofils des Trägers untergebracht sein, wie in der alternativen
Darstellung links unten in vergrößerter Ansicht in der Fig. 4 dargestellt. In Fig.
4 ist auch gut erkennbar, wie ein Display 5 auf die Außenseite der Scheibe 8 aufgebracht
ist.
[0066] Eine Informationsspeichereinheit 25 ist in dem Türflügel 3 unterhalb des WLAN-Moduls
18 in dem vertikalen Träger 15 oder 16 angeordnet. Die Unterbringung kann auch an
anderer Stelle erfolgen, zum Beispiel innerhalb eines anderen Querträgers 12, 13,
oder 14. Es kann die Informationsspeichereinheit in dem Bereich untergebracht sein,
wo die Steuerungseinrichtung 17 für das Display 5 untergebracht ist.
[0067] Fig. 5 zeigt eine Scheibe 30, in ausschnittweiser Darstellung. Die Scheibe 30 kann
eine der vorangehend beschriebenen Tür- oder Fensterscheiben sein. Auf der Außenseite
ist die Anzeigeeinrichtung 31 aufgebracht. Beispielsweise ist die Anzeigeeinrichtung
31 ein flexibles LCD-Display. Zwischen der Scheibe 30 und der Anzeigeeinrichtung 31
ist die Trennschicht 32 angeordnet. Die Trennschicht 32 bewirkt, dass Inhalte der
Anzeigeeinrichtung 31 von der Innenseite des Fahrzeugs (in Fig. 5 rechte Seite) aus
nicht sichtbar sind.
[0068] Es kann auf der Innenseite der Scheibe 30 eine weitere Anzeigeeinrichtung angeordnet
sein, die wiederum mit einer Trennschicht versehen ist, sodass Anzeigeeinrichtungen
(31 und eine nicht dargestellte weitere) beidseitig der Scheibe 30 angeordnet sind.
Beide Anzeigeeinrichtungen und Trennschichten wären dann spiegelsymmetrisch angeordnet.
Und die Trennschicht 32, und die weitere, hier nicht gezeigte Trennschicht, würden
sich dann zwischen den beiden Anzeigeeinrichtungen befinden.
[0069] Die Trennschicht 32 kann eine veränderbare Lichtdurchlässigkeit aufweisen. Beispielsweise
ist die Trennschicht 32 als ein Glas mit veränderlicher Lichtdurchlässigkeit ausgeführt,
bei dem die Lichtdurchlässigkeit durch Anlegen einer elektrischen Spannung verändert
werden kann.
1. Schienenfahrzeug (1), aufweisend
- einen Seitenbereich, aufweisend zumindest eine Tür (2) mit zumindest einem Türflügel
(3), eine Seitenwand (20) und zumindest ein Fenster (4),
- zumindest eine lichtdurchlässige Anzeigeeinrichtung (5, 10; 31), eingerichtet zur
Anzeige von veränderbaren visuellen Informationen, wobei die Anzeigeeinrichtung in
dem Seitenbereich des Schienenfahrzeugs angeordnet ist
- eine Trennschicht (32), die hinter der Anzeigeeinrichtung (31) oder zwischen zwei
Anzeigeeinrichtungen angeordnet ist, sodass die visuellen Informationen nur von einer
Betrachtungsseite aus sichtbar sind.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, wobei die Anzeigeeinrichtung
- in den Türflügel (3) eingelassen ist oder auf eine Scheibe (30), die Teil des Türflügels
ist, aufgebracht ist und/oder
- mit dem Fenster (4) verbunden ist, insbesondere auf eine Fensterscheibe (6; 30)
aufgebracht ist, und/oder
- in die Seitenwand (20) eingelassen ist.
3. Schienenfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anzeigeeinrichtung
(5; 31) zur Anzeige von veränderbaren visuellen Informationen auf der Außenseite des
Seitenbereichs eingerichtet ist.
4. Schienenfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anzeigeeinrichtung
(10) zur Anzeige von veränderbaren visuellen Informationen auf der Innenseite des
Seitenbereichs eingerichtet ist.
5. Schienenfahrzeug nach Anspruch 4, wobei die Anzeigeeinrichtung eine Projektionsfläche
(10) aufweist, die auf der Innenseite des Seitenbereichs angeordnet ist und auf welche
die visuellen Informationen auf der Innenseite des Seitenbereichs projizierbar sind.
6. Schienenfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Trennschicht (32)
eine veränderbare Lichtdurchlässigkeit aufweist.
7. Schienenfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend eine Informationsspeichereinheit
(25), von der aus Informationen an die Anzeigeeinrichtung übermittelbar sind.
8. Schienenfahrzeug nach Anspruch 7, wobei die Informationsspeichereinheit (25) in dem
Türflügel angeordnet ist.
9. Schienenfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei Informationen drahtlos
an die Anzeigeeinrichtung (5, 10) übermittelbar sind.
10. Schienenfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in dem Türflügel eine
Funkempfangseinrichtung (18) angeordnet ist, an die Informationen per Funk übermittelbar
sind, und von der aus Informationen an die Anzeigeeinrichtung (5, 10) oder an mehrere
Anzeigeeinrichtungen übermittelbar sind.
11. Schienenfahrzeug nach Anspruch 9 oder 10, wobei die Informationen nach dem Bluetooth-Standard
oder nach dem WLAN-Standard übermittelbar sind.
12. Verfahren zur optischen Signalisierung einer Fahrgastinformation in einem Seitenbereich
eines Schienenfahrzeugs, insbesondere auf oder in einer Tür (2), auf oder in einem
Fenster (4) und/oder auf oder in einer Seitenwand eines Schienenfahrzeugs (1), umfassend
a) Bereitstellen
- einer Tür (2), aufweisend einen Türflügel (3), und zumindest einer lichtdurchlässigen
Anzeigeeinrichtung (5, 10) zur Anzeige von optischen, veränderbaren Informationen
auf der Außenseite und/oder der Innenseite der Tür (2), wobei die Anzeigeeinrichtung
in den Türflügel (3) eingelassen ist oder auf eine Scheibe (8, 9) des Türflügels (3)
aufgebracht ist, und/oder
- eines Fensters (4), und zumindest einer lichtdurchlässigen Anzeigeeinrichtung zur
Anzeige von optischen veränderbaren Informationen auf der Außenseite und/oder der
Innenseite des Fensters (4), wobei die Anzeigeeinrichtung mit dem Fenster (7) verbunden
ist, insbesondere auf eine Fensterscheibe (6) aufgebracht ist, und/oder
- einer Seitenwand (20) und zumindest einer lichtdurchlässigen Anzeigeeinrichtung
zur Anzeige von optischen veränderbaren Informationen auf der Außenseite und/oder
der Innenseite der Seitenwand, wobei die Anzeigeeinrichtung in die Seitenwand eingelassen
ist,
b) Anzeige der Fahrgastinformation mit der Anzeigeeinrichtung (5, 10) auf der Außenseite
und/oder der Innenseite der Tür (2), des Fensters (4) und/oder der Seitenwand (20).
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Fahrgastinformation auf der Außenseite angezeigt
wird und ausgewählt ist aus einer Haltestelleninformation, einem Fahrtziel, einer
Abfahrtszeit, einem Zeitraum bis zur Abfahrt, einer Wartezeit, einem Zeitraum bis
zu einem Fahrtziel, einem Belegungszustand, einer Störungsmeldung, einem Hinweis auf
eine naheliegende oder alternative Einstiegsposition, einem Umsteigepunkt, einer Linieninformation,
einer Störungsmeldung oder einer Kombination einer oder mehrerer davon.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Fahrgastinformation auf der Innenseite
angezeigt wird und ausgewählt ist aus einer Haltestelleninformation, einer Orientierungsinformation
für eine Haltestelle und/oder für die Umgebung einer Haltestelle, einer Infrastrukturinformation
für eine Haltestelle, einer Linieninformation, einer Umsteigeinformation, einem Hinweis
auf eine naheliegende oder alternative Ausstiegsposition, einer Wartezeit, einem Zeitraum
bis zu einem Fahrtziel, einer Störungsmeldung oder einer Kombination einer oder mehrerer
davon.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12-14, wobei unter Verwendung einer Ortsinformation
über den Aufenthaltsort des Schienenfahrzeugs (1) der Inhalt der Fahrgastinformation
gesteuert wird.