[0001] Die Erfindung betrifft einen Antriebsmechanismus mit einem Schließmechanismus für
ein Feuerschutztor mit einem Mitnehmer zum Mitnehmen eines Feuerschutztorflügels in
eine Schließstellung, einer Vorspanneinrichtung zum Vorspannen des Mitnehmers in die
Schließstellung und einer Arretiereinrichtung, die den Mitnehmer in einer Öffnungsstellung
entgegen der Vorspannung der Vorspanneinrichtung arretiert und, insbesondere durch
ein Schließsignal, zum Schließen des Feuerschutztors im Brandfall lösbar ist.
[0002] Ein solcher Schließmechanismus ist aus der
EP 1 589 175 A2 bekannt. Auf diese Druckschrift wird hiernach noch näher eingegangen.
[0003] Die
DE 20 2013 000 346 U1 betrifft ein automatisiertes Schiebetor ohne Feuerschutzfunktion mit integriertem
Antrieb und einem Öffnungsmechanismus zum Entriegeln eines den Schiebetorflügel an
seiner Laufschiene verriegelnden Verriegelungselements.
[0004] Aus den folgenden Dokumenten sind separate Torantriebe bekannt, die als gesonderte
Einheit zum Anschließen an unterschiedliche Tore - auch nachträglich
- angeschlossen werden können:
∘ "Torsysteme für Sammelgaragen" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, Stand 10.2013
mit dem Druckvermerk 10.2013
∘ Firmenbroschüre "Anleitung für Montage und Betrieb - Garagentorantriebe SupraMatic
E/P - zweiteilig Text und Bilder, jeweils mit dem Druckvermerk 11.1998, veröffentlicht
November 1998
∘ Firmenbroschüre "Garagen- und Einfahrtstor-Antriebe der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft,
Stand 05.2014, Druckvermerk 05.2014
∘ DE 20 2007 014 548 U1
∘ DE 20 2006 008 632 U1
∘ DE 199 51 289 C2.
[0005] Bei diesen bekannten Torantrieben ist üblicherweise eine Torantriebsnotentriegelung
vorgesehen, um bei Notfällen, wie insbesondere Stromausfällen, das weiter an einem
Torantriebsabtriebselement angeschlossene Tor von dem Motorantriebsaggregat des Torantriebs
und dessen Hemmung entkoppeln zu können und das Tor manuell öffnen und schließen zu
können.
[0006] Gemäß den vorgenannten Druckschriften sind Schleppantriebe, wie z.B. die Torantriebe
"SupraMatic" und "ProMatic" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft bekannt, die ein Motorantriebsaggregat,
einen in einer Führungsschiene geführten Torantriebsschlitten zum Anschließen an ein
zu öffnendes Torblatt, ein Torantriebsgetriebe, wie z.B. Zahngurtgetriebe oder Kettengetriebe,
welches die Antriebskraft von dem Motorantriebsaggregat in eine Hin- und Herbewegung
des Mitnehmerschlittens innerhalb der Führungsschiene umwandelt, und eine Torantriebsnotentriegelung
aufweisen, mittels der der Torantriebsschlitten von dem Torantriebsgetriebe entkoppelbar
ist und somit frei innerhalb der Führungsschiene verschiebbar ist. Dadurch kann das
angeschlossene Torblatt ohne Mitbewegung des Torantriebsgetriebes bewegt werden.
[0007] Die Motorantriebsaggregate weisen in der Regel selbsthemmende Motorgetriebe auf,
so dass ansonsten das Torblatt bei Stromausfall arretiert wäre. Durch Betätigung der
Torantriebsnotentriegelung kann das Torblatt auch bei Stromausfällen oder dergleichen
manuell geöffnet und geschlossen werden. Eine vergleichbare Torantriebsnotentriegelung
ist aber auch für andere Torantriebstypen, wie z.B. Wellentorantriebe oder Direktantriebe,
bekannt.
[0008] Alle vorgenannten Tore und Torantriebe sind für normale Garagentor- und Industrietoreinfahrten
vorgesehen.
[0009] Aus der
DE 90 10 192 U1 ist eine Vorrichtung zum selbsttätigen Schließen von Schiebetüren mit einem Spannelement
zum Speichern der zum Schließen notwendigen Energie bekannt. Die Vorrichtung hat einen
in seiner Öffnungsstellung arrtierbaren Mitnehmer, der durch die als Spannelement
ausgebildete Vorspanneinrichtung in seine Schließstellung vorgespannt ist. In besonderen
Fällen wie bei Ausbruch eines Feuers gibt das Spannelement seine Energie zum Schließen
der Tür frei. Die Schiebetür ist mit einer elektromagnetischen Kupplung an ein Abtriebselement
eines in der Schiebetür integrierten Antriebs angekuppelt. Bei Stromausfall gibt sowohl
die Kupplung den Schiebetürflügel vom Antrieb frei als auch die Arretiereinrichtung
den Mitnehmer frei, so dass ein Schließen erfolgen kann.
[0010] Aus der
JPH11-62371 A ist eine Schiebetür bekannt, die bei Ausbruch eines Feuers automatisch geschlossen
werden kann. Hierzu ist ein zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
bewegbarer Mitnehmer in seiner Öffnungsstellung durch einen Elektromagneten gehalten.
Ein an dem Türflügel mitfahrender und somit an der Schiebetür integrierter Antrieb
ist an einem Klappmechanismus entgegen einer Vorspannung durch einen Elektromagneten
so gehalten, dass ein Abtriebselement in Form eines Kettenrades mit einer stationär
gespannten Kette kämmt. Bei Stromausfall werden beide Elektromagnete stromlos, so
dass der Antrieb von der Kette entkoppelt wird und gleichzeitig der Mitnehmer gelöst
wird. Der Mitnehmer wird durch eine als Gewicht ausgebildete Vorspanneinrichtung in
Schließstellung bewegt und nimmt den Schiebtürflügel in seine Schließstellung mit.
[0011] Aus der
EP 2 599 945 A1 ist eine selbstschließende Brandschutzschiebetür mit einem permanent durch eine Vorspanneinrichtung
in Schließstellung vorgespannten Schiebetürflügel bekannt, der mittels eines Elektromagneten
an ein Abtriebselement eines integrierten Antriebs der Schiebetür angekuppelt ist.
Bei Stromausfall wird der geöffnete Schiebetürflügel demnach von dem Antrieb entkuppelt
und durch die Schließkraft der Vorspanneinrichtung in seine Schließstellung bewegt.
[0012] Aus der
DE 200 12 203 U1 ist eine Schiebetür für Flucht- und Rettungswege bekannt. Es wird darin ausgeführt,
dass es schwierig ist, Schiebetüren so auszubilden, dass sie für Flucht- und Rettungswege
geeignet sind. Hierfür wird vorgeschlagen, einen zwischen einer Schließstellung und
einer Öffnungsstellung bewegbaren Mitnehmer durch eine Vorspanneinrichtung in Form
eines Energiespeichers in seine Öffnungsstellung vorzuspannen und entgegen dieser
Vorspannung durch eine Arretiereinrichtung in seiner Schließstellung zu arretieren.
In einer Ausgestaltung ist ein in der Schiebetür integrierter Antrieb vorgesehen,
dessen Abtriebselement mittels eines Permanentmagneten an dem Schiebetürflügel gekoppelt
ist. Wird der Mitnehmer frei gelassen, führen die Summe aus Aufprallkraft und Vorspannkraft
zu einer Entkopplung der Permanentmagnetkupplung, so dass der Schiebetürflügel in
seine Öffnungsstellung bewegbar ist.
[0013] Aus der
DE 198 11 338 A1 und der
DE 195 33 153 A1 sind weitere bei Ausbruch eines Feuers oder dergleichen durch Vorspanneinrichtungen
in ihre Öffnungsstellung bewegbare Schiebetüren bekannt, die für Flucht- und Rettungswege
geeignet sein sollen. Auch in diesen Druckschriften werden die besonderen Anforderungen
für Schiebetüren beschrieben, die für Flucht- und Rettungswege geeignet sein sollen.
[0014] Erstreckt sich eine Einfahrt über unterschiedliche Brandabschnitte eines Gebäudes,
wie dies bei größeren Industriegebäuden oder bei Sammelgaragen oder größeren Parkhäusern
oder Tiefgaragen der Fall sein kann, müssen die unterschiedlichen Brandabschnitte
durch Feuerschutzabschlüsse geschützt werden. Für Durchfahrten sind hierzu Feuerschutztore,
wie z.B. Feuerschutzschiebetore, vorzusehen. Feuerschutztore haben aufeinander abgestimmte
Zargen und Torflügel, die einer einseitigen Brandbelastung für eine vorbestimmte Zeitdauer
Stand halten. Beispielsweise ist hier eine Mindestschutzdauer von 30 Minuten vorgesehen.
Es gibt aber auch Feuerschutztore mit größerem Brandschutz, wie z.B. T90 für 90 Minuten
Schutzdauer und T120 für 120 Minuten Schutzdauer. Die entsprechende Brandschutzfunktion
muss in Brandversuchen nachgewiesen worden sein.
[0015] Damit Feuerschutztore ihre Brandschutzfunktion erfüllen können, müssen Sie im Brandfall
geschlossen sein. Daher sind Feuerschutztore, wie dies auch bei Feuerschutztüren der
Fall ist, in ihre Schließstellung vorgespannt. Die Feuerschutzfunktion muss auch bei
Stromausfällen, wie sie bei Bränden nicht unwahrscheinlich sind, gewährleistet sein.
Daher muss die Schließfunktion auch ohne Netzanschluss funktionieren. Feuerschutztore
haben daher einen Selbstschließmechanismus, um den Torflügel im Brandfall über Schließgewichte
in die Schließstellung zu bewegen. Will man den Torflügel aus der Schließstellung
in die Öffnungsstellung bewegen, so muss man entgegen der Vorspannung des Schließmechanismus
arbeiten, was unbequem und energieverzehrend ist. Viele in der Praxis realisierte
Feuerschutztore, wie insbesondere Feuerschutzschiebetore, sind daher stets in der
Offenstellung arretiert, wobei zur Arretierung beispielsweise ein Elektromagnet wirkt.
Im Brandfall wird z.B. ein Signal an die Arretiereinrichtung gesendet, die die Arretierung
löst, so dass der Torflügel durch den Schließmechanismus aus seiner Öffnungsstellung
in die Schließstellung bewegt wird. Das Gleiche passiert bei Stromausfall, da dann
der Elektromagnet nicht mehr die Haltekraft zur Verfügung stellt.
[0016] Eine bequemere Lösung stellt der Schließmechanismus der bereits eingangs erwähnten
EP 1 589 175 A2 dar. Hier ist ein Mitnehmer vorgesehen, der unter Einwirkung einer Vorspannkraft
einer Vorspanneinrichtung, wie z.B. mittels eines Gewichts oder einer mechanischen
Feder, den Feuerschutztorflügel in eine Schließstellung bewegt. Der Mitnehmer ist
bei Bewegung in Öffnungsrichtung jedoch von dem Torflügel entkoppelbar. Es ist somit
eine Art Freilauf gebildet, der z.B. über Anschläge wirkt. Ist der Mitnehmer in der
Öffnungsstellung arretiert, lässt sich so der Feuerschutztorflügel leicht manuell
bewegen. Wird die Arretierung gelöst, dann fährt der Mitnehmer so lange in Schließrichtung,
bis er über einen Anschlag oder dergleichen den Torflügel erfasst und ihn dann in
die Schließstellung mitnimmt. Wird der Feuerschutztorflügel bei gelöster Arretiereinrichtung
aus der Öffnungsstellung in die Schließstellung bewegt, dann nimmt der Feuerschutztorflügel
den Mitnehmer mit; nur in diesem Fall arbeitet man gegen die Vorspanneinrichtung.
Die Arretiereinrichtung wird nur im Brandfall oder bei Stromausfällen - wie dies zuvor
bekannt war - gelöst. Im Normalbetrieb ist der Feuerschutztorflügel leicht manuell
bewegbar.
[0017] Ein als Feuerschutzschiebetor ausgebildetes Feuerschutztor, dessen Feuerschutzschiebetorflügel
und Fahrwerk sind beispielsweise in der
EP 1 748 135 A2 und der
DE 10 2010 005 188 A1 beschrieben.
[0018] Ausgehend von dem nächstliegenden Stand der Technik nach der
EP 1 589 175 A2 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schließmechanismus für ein Feuerschutztor
derart zu verbessern, dass ein Feuerschutztor bei relativ kostengünstigem Aufbau komfortabler
bedienbar ist.
[0019] Diese Aufgabe wird durch eine Antriebsvorrichtung mit Schließmechanismus nach Anspruch
1 gelöst.
[0020] Ein damit versehenes Feuerschutztor ist in dem Nebenanspruch 4 angegeben Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0021] Erfindungsgemäß umfasst die Antriebsvorrichtung einen Schließmechanismus mit einem
zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung bewegbaren Mitnehmer zum
Mitnehmen eines Feuerschutztorflügels in eine Schließstellung, einer Vorspanneinrichtung
zum Vorspannen des Mitnehmers in die Schließstellung, einer Arretiereinrichtung, die
den Mitnehmer in der Öffnungsstellung entgegen der Vorspannung der Vorspanneinrichtung
arretiert und, insbesondere durch ein Schließsignal, zum Schließen des Feuerschutztors
im Brandfall lösbar ist, und einer Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung,
die an einen Torantrieb anschließbar ist, um eine Torantriebsnotentriegelung des Torantriebs
im Brandfall und/oder bei Lösen der Arretiereinrichtung zu betätigen.
[0022] Es ist bevorzugt, dass der Mitnehmer derart ausgebildet ist, dass er im arretierten
Zustand und/oder bei einer Bewegung in Öffnungsrichtung vom Feuerschutztorflügel entkoppelt
ist, aber bei Bewegung in Schließrichtung den Feuerschutztorflügel mitnimmt.
[0023] Erfindungsgemäß ist die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung zur Anordnung
an dem Feuerschutztorflügel oder an dem Mitnehmer oder stationär ausgebildet und weist
sie ein Betätigungsgetriebe auf, um eine Relativbewegung zwischen Mitnehmer und Feuerschutztorflügel
in eine Betätigungsbewegung zum Betätigen der Torantriebsnotentriegelung umzuwandeln.
[0024] Erfindungsgemäß weist das Betätigungsgetriebe einen Hebel zum Abgreifen der Relativbewegung
und ein Zugmittel und/oder einen Bowdenzug zum Übertragen einer Hebelbewegung auf
die Torantriebsnotentriegelung des Torantriebs auf.
[0025] Erfindungsgemäß ist das Betätigungsgetriebe in eine Nichtbetätigungsstellung vorgespannt
und ist es durch die Relativbewegung zwischen Mitnehmer und Feuerschutztorflügel entgegen
der Vorspannung in eine Betätigungsstellung bewegbar .
[0026] Erfindungsgemäß ist die Antriebsvorrichtung für ein Feuerschutztor mit einem derartigen
Schließmechanismus und einem Torantrieb zum automatischen Antreiben eines Feuerschutztorflügels
bei mittels der Arretiereinrichtung arretiertem Mitnehmer, wobei der Torantrieb ein
an den Feuerschutztorflügel anzuschließendes Torantriebsabtriebselement, ein Motorantriebsaggregat
und eine Torantriebsnotentriegelung zum Entkoppeln des Torantriebsabtriebselements
von dem Motorantriebsaggregat aufweist und wobei die
[0027] Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung an die Torantriebsnotentriegelung
zur Betätigung derselben angeschlossen ist.
[0028] Es ist bevorzugt, dass der Torantrieb als Schleppantrieb ausgebildet ist, mit einer
Führungsschiene, einem durch die Führungsschiene hin und her beweglich geführten Schlitten
als Torantriebsabtriebselement und einem Schleppantriebsgetriebe zum Übertragen einer
Antriebsbewegung von dem Motorantriebsaggregat zu dem Schlitten, wobei die Torantriebsnotentriegelung
eine Kupplungseinrichtung aufweist, mittels der der Schlitten im Normalbetrieb an
das Schleppantriebsgetriebe angeschlossen ist und bei Betätigung der Torantriebsnotentriegelung
von dem Schleppantriebsgetriebe entkoppelt ist, um den Schlitten unabhängig von dem
Motorantriebsaggregat entlang der Führungsschiene frei zu bewegen.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung ein Feuerschutztor mit einem Feuerschutztorflügel,
einer Torzarge mit einer Torführung für den Feuerschutztorflügel nach dem Anspruch
4.
[0030] Bevorzugt ist das Feuerschutztor ein Feuerschutzschiebetor mit einem Feuerschutzschiebetorflügel,
der in einer Schiebetorführung geführt ist.
[0031] Eine Betätigung der Torantriebsnotentriegelungseinrichtung lässt sich vorteilhaft
durch wenigstens eine der folgenden Maßnahmen erreichen:
- bei Stromausfall
- bei Betätigung eines Nothandauslösetasters oder eines sonstigen manuellen betätigbaren
Betätigungselements
- bei Auslösung durch einen Brand- oder Rauchsensor, wie z.B. einen Rauchmelder
[0032] Während bei Torantrieben bisher eine Torantriebsnotentriegelungseinrichtung dazu
dient, das Tor dann manuell von Hand bewegen zu können, ist bei einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass eine Betätigung der Torantriebsnotentriegelungseinrichtung
zum Selbstschließen des Feuerschutztores durch eine entsprechende Vorspanneinrichtung
wie z.B. ein Schließgewicht erfolgt. Mit dem hier beschriebenen Schließmechanismus
lässt sich vorteilhaft ein Feuerschutztor bei relativ kostengünstigem Aufbau komfortabler
im täglichen Normalbetrieb und somit unabhängig von dem Betrieb im Brandfall betätigen.
[0033] Das Tor kann komfortabel und energiesparend im täglichen Betrieb wie ein normales
automatisiertes Durchfahrtstor eingesetzt werden, erfüllt aber im Brandfall vollumfänglich
die Brandschutzfunktion.
[0034] Wird ein Feuerschutztor wie bei der Erfindung vorgesehen mit der Antriebsvorrichtung
versehen, lässt sich das Feuerschutztor über einen normalen Garagentorantrieb oder
Standardtorantrieb bewegen. Insbesondere dann, wenn der Mitnehmer, die Arretiereinrichtung
und die Vorspanneinrichtung so wie in der
EP 1 589 175 A2 beschrieben ausgebildet sind, lässt sich der Torflügel frei bewegen, da die Vorspannkraft
nur im Brandfall ausgelöst wird und auf den Torflügel wirkt. Ein angeschlossener Torantrieb
bewegt den Torflügel nur im Normalbetrieb und nicht im Brandfall. Im Brandfall lässt
sich über die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung der Torantrieb vom
Torflügel entkoppeln, so dass das Tor dann über eine Selbstschließeinrichtung - Vorspanneinrichtung
mit Mitnehmer - geschlossen wird.
[0035] Vorteilhaft lässt sich der Antrieb in jeder Lage vom Torflügel entkoppeln.
[0036] Die Vorspanneinrichtung weist z.B. Gegengewichte auf und wirkt über einen gesondert
geführten Mitnehmerwagen, der in einer Führungsschiene geführt ist und z.B. mittels
eines Elektromagneten oder einer sonstigen bei Feuerschutzabschlüssen üblichen Arretiereinrichtung
festgehalten wird. Das Tor lässt sich frei bewegen, da das Gegengewicht nur im Brandfall
auslöst. Der Antrieb bewegt das Tor nur im "Tagesgeschäft", nicht im Brandfall. Der
Antrieb wird im Brandfall entkoppelt; das lässt sich über eine mechanische und/oder
eine elektrische Betätigung bewerkstelligen, so dass das Tor dann wie üblich über
ein Gegengewicht geschlossen wird.
[0037] Die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung kann passiv über Nutzung von
Relativbewegungen am Tor betrieben werden.
[0038] Die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung kann somit eine mechanische
Einrichtung sein oder aufweisen.
[0039] Erfindungsgemäß ist eine (z.B. passive) mechanische Vorrichtung vorgesehen, die eine
Auslösebewegung im Brandfall nutzt. Hierzu wird die Relativbewegung beim Bewegen des
ausgelösten Mitnehmers auf den Feuerschutztorflügel zu ausgenutzt. Diese Relativbewegung
wird über das als Hebel ausgebildete Betätigungsgetriebe abgegriffen und zur Auslösung
der Torantriebsnotentriegelung am Torantrieb überführt. Beispielsweise ist hierzu
eine Wippe oder ein Hebel mit einem Bowdenzug vorgesehen.
[0040] Je nach dem, ob die Torantriebsnotentriegelung stationär oder mitbewegend angeordnet
ist, ist es von Vorteil, wenn die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung
an dem Feuerschutztorflügel mitbewegend angeordnet oder an dem Mitnehmer angeordnet
oder auch stationär angeordnet ist, wobei im letzteren Fall vorzugsweise eine Anfangsbewegung
des Mitnehmers aus der Arretierstellung heraus zur Initiierung der Betätigung der
Torantriebsnotentriegelung ausgenutzt wird.
[0041] Ein Vorteil der Erfindung ist, dass ein Feuerschutztor, wie insbesondere ein Feuerschutzschiebetor,
mit einem Standardtorantrieb, wie er auf dem Markt erhältlich ist, ohne Modifikationen
des Standardtorantriebes (eventuell bis auf die Anschlüsse) angetrieben werden kann.
Die Feuerschutzfunktion bleibt dabei voll gewährleistet; im Brandfall schließt das
Feuerschutztor sicher, auch wenn kein Strom vorhanden ist.
[0042] Für den Normalbetrieb ist der Torflügel an den Torantrieb angekuppelt. Besonders
bevorzugt ist ein Schlepptorantrieb, wie z.B. einer der Garagentorantriebe "SupraMatic"
oder "ProMatic" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft vorgesehen, wie sie in den eingangs
erwähnten Firmenbroschüren der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft beschrieben und gezeigt
sind. Derartige Schlepptorantriebe weisen eine Torantriebsführungsschiene auf, in
der ein Torantriebsschlitten geführt ist. Über eine Schubstange oder dergleichen lässt
sich der Feuerschutztorflügel anschließen. Der Torantrieb weist eine Torantriebsnotentriegelung
auf, mittels der der Torantriebsschlitten von dem Torantriebsgetriebe entkoppelbar
ist. Hierzu ist z.B. für andere Einsatzzwecke eine Zugkordel vorgesehen, mit der ein
Benutzer die Torantriebsnotentriegelung betätigen kann. Anstelle oder zusätzlich zu
dieser Zugkordel wird bei einer Ausgestaltung der Erfindung ein Betätigungsgetriebe
in Form eines Zugmittelgetriebes, wie insbesondere eines Bowdenzugs, angeschlossen.
[0043] Der Mitnehmer des Schließmechanismus ist vorzugsweise durch einen Magnethalter der
Arretiereinrichtung festgehalten. Im Brandfall löst der Magnethalter aus und gibt
den Mitnehmer frei. Dieser wird durch Wirkung der Vorspanneinrichtung, wie insbesondere
durch Gegengewichte - siehe hierzu im Einzelnen die
EP 1 589 175 A2 - ausgelöst. Die Verschiebung erfolgt bei einer bevorzugten Ausgestaltung über ein
Zuggewicht. Das Gewicht befindet sich z.B. in einem der Zargenholme der Torzarge.
Der Schließmechanismus weist vorzugsweise einen Freilauf auf, der nur bei Bewegung
des Mitnehmers in Schließrichtung den Torflügel erfasst, bei Bewegung des Mitnehmers
in Öffnungsrichtung aber den Torflügel wieder frei gibt.
[0044] Im Bereich eines Anschlags des Mitnehmers ist vorzugsweise eine federbelastete Wippe
bzw. ein federbelasteter einarmiger oder zweiarmiger Hebel vorgesehen, der durch den
Anschlag des Mitnehmers an dem Torflügel bewegt wird und das Zugmittelgetriebe, wie
insbesondere einen Bowdenzug, auslöst. Über dieses Zugmittelgetriebe, wie insbesondere
einen Bowdenzug, erfolgt dann die Torantriebsnotentriegelung an dem Torantriebsschlitten.
[0045] Im Normalbetrieb ist der Freilauf - Mitnehmer - über den Magnetschalter fest an einer
Seite arretiert; die Vorspanneinrichtung ist immer gespannt, z.B. ist ein Gegengewicht
immer in der angehobenen Stellung. Der Torflügel lässt sich ohne Belastung durch die
Vorspanneinrichtung frei über den Torantrieb bewegen. Erst wenn im Brandfall der Magnetschalter
oder die sonstige Arretiereinrichtung auslöst, fährt der Freilauf - Mitnehmer - auf
den Betätigungshebel auf und führt diesen entgegen einer Federspannung oder einer
sonstigen Vorspannung in die Auslösestellung; an dem Hebel ist der Bowdenzug angeschlossen,
der bis zu dem Torantriebsschlitten des Torantriebes geführt ist und dort eine Entriegelung
ausführt.
[0046] Wie dies grundsätzlich in der
EP 1 589 175 A2 beschrieben ist, erfolgt ein Verfahren des Torflügels im Brandfall mittels des Mitnehmers
des Schließmechanismus. Dieser ist vorzugsweise über Seilzüge an die Vorspanneinrichtung,
wie insbesondere an ein Gegengewicht, angeschlossen. Vorzugsweise ist weiter eine
Bremseinrichtung vorgesehen, welche das Verfahren des Tores regelt. Die Bremseinrichtung
kann z.B. ein hydraulisches Ventil aufweisen.
[0047] Durch diese Ausgestaltung des Schließmechanismus kann man an ein Feuerschutztor,
wie insbesondere ein Feuerschutzschiebetor, einen handelsüblichen Torantrieb mit Torantriebsnotentriegelung
anschließen und dadurch die Feuerschutzfunktion voll gewährleisten und dennoch einen
komfortablen Normalbetrieb vorsehen. Das Feuerschutztor kann wie ein übliches Tor
auch mit hohen Frequenzen geöffnet und geschlossen werden. Da sich der Mitnehmer nur
im Brandfall bewegt, führt auch ein hochfrequenter Betrieb des Torantriebs mit dem
angeschlossenen Torflügel nicht zu einem Verschleiß des Schließmechanismus. Weiter
ist der Torflügel vorzugsweise im Normalbetrieb stets von dem als Freilauf ausgebildeten
Mitnehmer entkoppelt. Man muss das Gewicht nicht mitführen und nicht gegen eine sonstige
Vorspannkraft der Vorspanneinrichtung arbeiten. Der Torantrieb lässt sich somit energiesparend
betreiben.
[0048] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine Unteransicht eines Feuerschutztores in Form eines Feuerschutzschiebetors mit
Schließmechanismus und Torantrieb;
- Fig. 2
- eine Innenansicht auf das Feuerschutztor von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine rechte Seitenansicht auf das Feuerschutztor von Fig. 2;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Torantriebsanschlussbereichs des Feuerschutztores
(rechter oberer Eckbereich von Fig. 2);
- Fig. 5
- eine Innenansicht des in Fig. 4 dargestellten Torantriebsanschlussbereichs;
- Fig. 6
- eine Unteransicht des in Fig. 4 dargestellten Torantriebsansch lussbereichs;
- Fig. 7
- eine rechte Seitenansicht des in Fig. 4 dargestellten Torantriebsanschlussbereichs;
und
- Fig. 8
- eine weitere perspektivische Darstellung des Torantriebsansch lussbereichs.
[0049] In den Fig. 1 bis 8 ist ein Feuerschutztor 10 in Form eines Feuerschutzschiebetors
12 mit einer Antriebsvorrichtung 14 in Offenstellung 13 dargestellt.
[0050] Das Feuerschutzschiebetor 12 weist eine (nicht dargestellte) Torzarge, eine Torführung
16 und einen Feuerschutztorflügel 18 in Form eines Feuerschutzschiebetorflügels 20
auf. In den Zeichnungen befindet sich der Feuerschutztorflügel 18 in Offenstellung
13 und lässt eine Toröffnung 17 frei. Mittels der Antriebsvorrichtung 14 ist der Feuerschutztorflügel
18 in die
[0051] Schließstellung überführbar, wo der Feuerschutztorflügel 18 die Toröffnung 17 verschließt.
Außerdem ist die Antriebsvorrichtung 14 auch zum Öffnen des Tores ausgebildet.
[0052] Die Torführung 16 weist eine Torführungsschiene 22 auf, in der Laufwagen (nicht dargestellt)
des Feuerschutzschiebetorflügels 20 geführt sind. Die Laufwagen und die Torführungsschiene
22 sind wie in der
EP 1 748 135 A2 beschrieben aufgebaut. In dieser Druckschrift ist auch der bevorzugte Aufbau des
Feuerschutztorflügels 18 näher erläutert.
[0053] Die Antriebsvorrichtung 14 weist einen Schließmechanismus 24 und einen Torantrieb
26 auf.
[0054] Der Torantrieb 26 ist in dem dargestellten Beispiel ein von der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft
erhältlicher Torantrieb "SupraMatic", wie er vom Aufbau her in der Firmenbroschüre
"Torsysteme für Sammelgaragen" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, Stand 10.2013/Druck
10.2013 beschrieben und gezeigt ist.
[0055] Demnach ist der Torantrieb 26 insbesondere als Schlepptorantrieb 28 ausgebildet und
weist ein in einem Antriebskopf 30 untergebrachtes Motorantriebsaggregat 32, eine
Führungsschiene 34, einen in der Führungsschiene 34 geführten Schlitten 36 und ein
in den Zeichnungen nicht näher dargestelltes Schleppantriebsgetriebe, wie insbesondere
Endloszugmittelgetriebe, unter Verwendung eines Zahngurtes oder einer Antriebskette
auf. Das Schleppantriebsgetriebe ist mittels des Motorantriebsaggregats 32 so antreibbar,
dass sich ein Trum des Zugmittels innerhalb der Führungsschiene 34 hin und her bewegt.
Der Schlitten 36 ist mittels einer Kupplung 38, die Teil einer Torantriebsnotentriegelung
40 ist, an dieses Trum des Schleppantriebsgetriebes angekuppelt. Die Torantriebsnotentriegelung
40 weist einen Notentriegelungshebel 42 auf, wobei eine Verdrehung des Notentriegelungshebels
42 die Kupplung 38 löst. Hierdurch ist der Schlitten 36 entkoppelt von dem Motorantriebsaggregat
32 frei innerhalb der Führungsschiene 34 bewegbar.
[0056] Wie insbesondere in den Fig. 4 bis 8 dargestellt, ist der Feuerschutzschiebetorflügel
20 mittels eines bügelförmigen Torbeschlages 44 und einer gelenkig mit dem Torbeschlag
44 verbundenen Schubstange 46 gelenkig an den Schlitten 36 angeschlossen.
[0057] Der Schließmechanismus 24 weist eine Selbstschließeinrichtung 48 und eine Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung
50 auf.
[0058] Die Selbstschließeinrichtung 48 ist so aufgebaut, wie dies in der
EP 1 589 175 A2, auf die für weitere Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, beschrieben und dargestellt
ist.
[0059] Wie insbesondere aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, weist die Selbstschließeinrichtung
48 einen in der Torführungsschiene 22 geführten Mitnehmer 52, eine (nicht dargestellte)
Arretiereinrichtung zum Arretieren des Mitnehmers 52 in der in den Figuren dargestellten
Öffnungsstellung und zum insbesondere signalgesteuerten Lösen der Arretierung im Brandfall
und eine Vorspanneinrichtung zum Vorspannen des Mitnehmers 52 in die Schließstellung
auf. Die Arretiereinrichtung und die Vorspanneinrichtung sind in den dargestellten
Zeichnungen nicht näher dargestellt; deren Aufbau ist jedoch aus der
EP 1 589 175 A2 entnehmbar. Auch ist der Mitnehmer 52 mit einer in der
EP 1 589 175 A2 näher dargestellten Dämpfungsvorrichtung (Bremseinrichtung) versehen.
[0060] Demnach wird der Mitnehmer 52 vorzugsweise durch in einem Seitenbereich der Torzarge
geführte Gegengewichte in die Schließstellung vorgespannt und ist im Normalbetrieb
entgegen dieser Vorspannung in der Öffnungsstellung mittels der Arretiereinrichtung
arretiert.
[0061] Die Arretiereinrichtung weist beispielsweise einen magnetisierbaren Anker auf, der
von einem ortsfesten Elektromagneten gegen die Schließkraft rückhaltbar ist. Fällt
die Magnetkraft des Elektromagneten aus, wie dies beispielsweise durch signalgesteuertes
Abschalten oder im Falle eines Stromausfalles geschieht, dann fährt der Mitnehmer
52 unter Antrieb der Vorspanneinrichtung in die Schließrichtung.
[0062] Insbesondere lässt sich die Selbstschließeinrichtung 48 bei Stromausfällen, über
eine Handauslösung und/oder ein Auslöseverfahren mittels eines Brandmelders oder Rauchmelders
betätigen. Bei Stromausfällen wird beispielsweise die Arretierung durch einen Elektromagneten
gelöst. Zur Handauslösung kann im Bereich des Tores ein (nicht dargestellter) Handauslösetaster
vorgesehen sein, mittels dem eine Bedienperson eine Selbstschließung einleiten kann,
beispielsweise durch Abgabe eines Signals an eine Steuerung des Elektromagneten. Auch
eine Brandmeldeanlage oder dergleichen kann ein solches Signal auslösen.
[0063] Der Mitnehmer 52 weist einen Anschlag 54 auf, der bei Bewegung des Mitnehmers 52
in Schließrichtung gegen einen Gegenanschlag 56 am Feuerschutzschiebetorflügel 20
anschlägt, um den Feuerschutzschiebetorflügel 20 im Brandfall in die Schließstellung
mitzunehmen.
[0064] Im Folgenden wird die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung 50 anhand
der Darstellungen in den Fig. 4 bis 8 näher erläutert.
[0065] Die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung 50 ist an die Torantriebsnotentriegelung
40 des Torantriebes 26 anschließbar, um diese im Brandfall zu betätigen.
[0066] Die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung 50 ist in dem dargestellten
Beispiel an dem Feuerschutzschiebetorflügel 20 angeordnet.
[0067] Die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung 50 weist ein Betätigungsgetriebe
58 auf, welches eine Relativbewegung zwischen Mitnehmer 52 und Feuerschutztorflügel
18 in eine Betätigungsbewegung zur Betätigung der Torantriebsnotentriegelung 40 umwandelt.
[0068] Das Betätigungsgetriebe 58 weist eine Wippe oder einen Hebel 60 auf, der mittels
einer Hebelbefestigung 62 an einem den Gegenanschlag 56 aufweisenden Stirnseitenbereich
64 des Feuerschutztorflügels 18 derart angebracht ist, dass ein freier Hebelarm 66
durch den Anschlag 54 des Mitnehmers 52 erfassbar ist, um so den Hebel 60 zu bewegen.
[0069] Der Hebel 60 ist mittels einer Feder 68 in seine Nichtbetätigungsstellung vorgespannt.
[0070] An der Hebelbefestigung 62 befindet sich eine Lagerung für ein Zugmittelgetriebe
70 zum Übertragen der Betätigungsbewegung auf den Notentriegelungshebel 42 der Torantriebsnotentriegelung
40. Das Zugmittelgetriebe 70 ist in dem dargestellten Beispiel durch einen Bowdenzug
72 gebildet. Ein Ende der Hülse des Bowdenzugs 72 ist an der Hebelbefestigung 62 befestigt,
während ein Zugseil des Bowdenzugs 72 an dem Hebel 60 befestigt ist. Das andere Ende
der Hülse des Bowdenzugs 72 wird an dem Schlitten 36 befestigt, während das andere
Ende des Zugseiles an einen Notentriegelungshebel 42 befestigt wird.
[0071] Im Folgenden wird die Funktion der Antriebsvorrichtung 14 anhand der Darstellung
in den Fig. 4 bis 8 näher erläutert.
[0072] Im Normalbetrieb ist der Mitnehmer 52 mittels der Arretiereinrichtung in seiner Öffnungsstellung
arretiert. Der Feuerschutzschiebetorflügel 20 lässt sich mit seinem Fahrwerk innerhalb
der Torführungsschiene 22 entkoppelt von dem Mitnehmer 52 bewegen und ist hierzu an
den Schlitten 36 des Torantriebes 26 angeschlossen. Im Normalbetrieb erfolgt ein automatisches
Öffnen und Schließen des Feuerschutzschiebetorflügels 20 durch Betätigung des Torantriebes
26.
[0073] Die Öffnungsendstellung des Feuerschutzschiebetorflügels 20 bei Betätigung durch
den Torantrieb 26 und die Arretierstellung des Mitnehmers 52 sind dabei so gewählt,
dass auch bei vollständiger Öffnungsstellung des Feuerschutzschiebetorflügels 20 ein
Abstand zwischen dem Anschlag 54 des Mitnehmers 52 und dem sich in der Nichtbetätigungsstellung
unter Vorspannung der Feder 68 befindlichen Hebelarm 66 aufrecht erhalten bleibt.
[0074] Im Brandfall oder im Fall eines Stromausfalles gibt die Arretiereinrichtung den Mitnehmer
52 frei. Dieser bewegt sich in Schließrichtung, bis der Anschlag 54 den Hebelarm 66
erfasst. Bei weiterer Bewegung wird der Hebel 60 bewegt, wobei die Hebelbewegung über
den Bowdenzug 72 auf den Notentriegelungshebel 42 der Torantriebsnotentriegelung 40
des Torantriebes 26 übertragen wird. Hierdurch wird die Torantriebsnotentriegelung
40 betätigt und der Schlitten 36 wird vom Motorantriebsaggregat 32 entkuppelt. Anschließend
bewegt sich der Mitnehmer 52 weiter in Schließrichtung und nimmt über den Anschlag
54 und den Gegenanschlag 56 den Feuerschutzschiebetorflügel 20 mit in die Schließstellung.
[0075] Weitere hier nicht näher dargestellte Ausführungsformen, die nicht Teil der Erfindung
sind, sind möglich Insbesondere ist die Ausgestaltung der Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung
50 in einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform nicht auf die dargestellte mechanische
Ausführung beschränkt. Die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung 50 könnte
auch , in einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform, einen - z.B. signalbetätigten
- Aktor aufweisen, der bei Eingang eines Schaltsignals eine Bewegung zur Betätigung
der Torantriebsnotentriegelung 40 initiiert. Hierzu könnte das gleiche Signal wie
zum Auslösen der Arretiereinrichtung ausgenutzt werden. Auch, in einer nicht erfindungsgemäßen
Ausführungsform, könnte die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung 50 der
Arretiereinrichtung zugeordnet sein und das Schalten der Magnetkraft für eine Initiierung
der Betätigung nutzen.
Bezugszeichenliste:
[0076]
- 10
- Feuerschutztor
- 12
- Feuerschutzschiebetor
- 13
- Offenstellung
- 14
- Antriebsvorrichtung
- 16
- Torführung
- 17
- Toröffnung
- 18
- Feuerschutztorflügel
- 20
- Feuerschutzschiebetorflügel
- 22
- Torführungsschiene
- 24
- Schließmechanismus
- 26
- Torantrieb
- 28
- Schlepptorantrieb
- 30
- Antriebskopf
- 32
- Motorantriebsaggregat
- 34
- Führungsschiene
- 36
- Schlitten (Beispiel für Torantriebsabtriebselement)
- 38
- Kupplung
- 40
- Torantriebsnotentriegelung
- 42
- Notentriegelungshebel
- 44
- Torbeschlag
- 46
- Schubstange
- 48
- Selbstschließeinrichtung
- 50
- Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung
- 52
- Mitnehmer
- 54
- Anschlag
- 56
- Gegenanschlag
- 58
- Betätigungsgetriebe
- 60
- Hebel
- 62
- Hebelbefestigung
- 64
- Stirnseitenbereich
- 66
- Hebelarm
- 68
- Feder
- 70
- Zugmittelgetriebe
- 72
- Bowdenzug
1. Antriebsvorrichtung (14) für ein Feuerschutztor (10), das mit einem Feuerschutztorflügel
(18) und einer Torzarge mit einer Torführung (16) für den Feuerschutztorflügel (18)
versehen ist, wobei die Antriebsvorrichtung (14) einen Schließmechanismus (24) aufweist,
wobei der Schließmechanismus (24) versehen ist mit:
einem zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung bewegbaren Mitnehmer
(52) zum Mitnehmen des Feuerschutztorflügels (18) in eine Schließstellung,
einer Vorspanneinrichtung zum Vorspannen des Mitnehmers (52) in die Schließstellung
und
einer Arretiereinrichtung, die den Mitnehmer (52) in der Öffnungsstellung (13) entgegen
der Vorspannung der Vorspanneinrichtung arretiert und zum Schließen des Feuerschutztors
(10) im Brandfall lösbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebsvorrichtung (14) weiter mit einem Torantrieb (26) zum automatischen Antreiben
des Feuerschutztorflügels (18) bei mittels der Arretiereinrichtung arretiertem Mitnehmer
(52) versehen ist, wobei der Torantrieb (26) ein an den Feuerschutztorflügel (18)
anzuschließendes Torantriebsabtriebselement (36), ein Motorantriebsaggregat (32) und
eine durch eine Betätigungsbewegung betätigbare Torantriebsnotentriegelung (40) zum
Entkoppeln des Torantriebsabtriebselements (36) von dem Motorantriebsaggregat (32)
aufweist, und
dass der Schließmechanismus weiter mit einer Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung
(50) versehen ist, die an die Torantriebsnotentriegelung (40) des Torantriebs (26)
angeschlossen ist, um die Torantriebsnotentriegelung (40) des Torantriebs (26) im
Brandfall und/oder bei Lösen der Arretiereinrichtung zu betätigen
dass die Torantriebsnotentriegelungsbetätigungseinrichtung (50) zur Anordnung an dem Feuerschutztorflügel
(18) oder an dem Mitnehmer (52) oder stationär ausgebildet ist und ein Betätigungsgetriebe
(58) aufweist, um eine Relativbewegung zwischen Mitnehmer (52) und Feuerschutztorflügel
(18) in die Betätigungsbewegung zum Betätigen der Torantriebsnotentriegelung (40)
umzuwandeln,
dass das Betätigungsgetriebe (58) eine Wippe oder einen Hebel (60) zum Abgreifen der Relativbewegung
und ein Zugmittel und/oder einen Bowdenzug (72) zum Übertragen einer Hebelbewegung
auf die Torantriebsnotentriegelung (40) des Torantriebs (26) aufweist und
dass das Betätigungsgetriebe (58) in eine Nichtbetätigungsstellung vorgespannt ist und
durch die Relativbewegung zwischen Mitnehmer (52) und Feuerschutztorflügel (18) entgegen
der Vorspannung in eine Betätigungsstellung bewegbar ist.
2. Antriebsvorrichtung (14) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mitnehmer (52) derart ausgebildet ist, dass er im arretierten Zustand und/oder
bei einer Bewegung in Öffnungsrichtung vom Feuerschutztorflügel (18) entkoppelt ist,
aber bei Bewegung in Schließrichtung den Feuerschutztorflügel (18) mitnimmt.
3. Antriebsvorrichtung (14) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Torantrieb (26) als Schleppantrieb (28) ausgebildet ist, mit einer Führungsschiene
(34),
einem durch die Führungsschiene (34) hin und her beweglich geführten Schlitten (36)
als Torantriebsabtriebselement,
einem Schleppantriebsgetriebe zum Übertragen einer Antriebsbewegung von dem Motorantriebsaggregat
(32) zu dem Schlitten (36),
wobei die Torantriebsnotentriegelung (40) eine Kupplungseinrichtung aufweist, mittels
der der Schlitten (36) im Normalbetrieb an das Schleppantriebsgetriebe angeschlossen
ist und bei Betätigung der Torantriebsnotentriegelung (40) von dem Schleppantriebsgetriebe
entkoppelt ist, um den Schlitten (36) unabhängig von dem Motorantriebsaggregat (32)
entlang der Führungsschiene (34) frei zu bewegen.
4. Feuerschutztor (10), mit einem Feuerschutztorflügel (18), einer Torzarge mit einer
Torführung (16) für den Feuerschutztorflügel (18) und einer Antriebsvorrichtung (14)
nach einem der voranstehenden Ansprüche.
5. Feuerschutztor (10) nach Anspruch 4, ausgebildet als Feuerschutzschiebetor (12), wobei
die Torführung (16) eine Schiebetorführung für den als Feuerschutzschiebetorflügel
(20) ausgebildeten Feuerschutztorflügel (18) ist.
1. Drive device (14) for a fire-proof door (10) provided with a fire-proof door leaf
(18) and a door frame with a door guide (16) for the fire-proof door leaf (18), wherein
the drive device (14) comprises a closing mechanism (24),
wherein the closing mechanism (24) is provided with:
a driver (52) movable between an open position and a closed position for driving the
fire-proof door leaf (18) into a closed position,
a preloading means for preloading the driver (52) into the closed position, and a
locking device which locks the driver (52) in the open position (13) against the preload
of the preloading means and can be released to close the fire-proof door (10) in the
event of fire,
characterized in that
the drive device (14) is further provided with a door drive (26) for automatically
driving the fire-proof door leaf (18) when the driver (52) is locked by means of the
locking device, the door drive (26) comprising a door drive output element (36) to
be connected to the fire-proof door leaf (18), a motor drive unit (32), and a door
drive emergency release (40) operable by an actuating movement for decoupling the
door drive output element (36) from the motor drive unit (32), and in that
the closing mechanism is further provided with a door drive emergency release actuating
means (50) connected to the door drive emergency release (40) of the door drive (26)
for actuating the door drive emergency release (40) of the door drive (26) in the
event of a fire and/or upon release of the locking device, in that the door drive emergency release actuating means (50) is designed for arrangement
on the fire-proof door leaf (18) or on the driver (52) or is stationary and has an
actuating gear unit (58) for converting a relative movement between the driver (52)
and the fire-proof door leaf (18) into the actuating movement for actuating the door
drive emergency release device (40),
in that the actuating gear unit (58) has a rocker or a lever (60) for picking up the relative
movement and a pulling means and/or a Bowden cable (72) for transmitting a lever movement
to the door drive emergency release (40) of the door drive (26) and
in that the actuating gear unit (58) is preloaded into a non-actuating position and can be
moved into an actuating position against the preload by the relative movement between
the driver (52) and the fire-proof door leaf (18).
2. Drive device (14) according to claim 1,
characterized in that
in that the driver (52) is designed in such a way that it is decoupled from the fire-proof
door leaf (18) in the locked state and/or during a movement in the opening direction,
but entrains the fire-proof door leaf (18) during a movement in the closing direction.
3. Drive device (14) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the door drive (26) is designed as a traction drive (28) with a guide rail (34), with
a carriage (36) guided for reciprocating movement by the guide rail (34) as a door
drive element,
with a traction drive gear unit for transmitting a driving motion from the motor drive
unit (32) to the carriage (36),
wherein the door drive emergency release (40) comprises a coupling device by means
of which the carriage (36) is connected to the traction drive gear unit in normal
operation and is decoupled from the traction drive gear unit when the door drive emergency
release (40) is actuated, in order to freely move the carriage (36) along the guide
rail (34) independently of the motor drive unit (32).
4. Fire-proof door (10), comprising a fire-proof door leaf (18), a door frame comprising
a door guide (16) for the fire-proof door leaf (18), and a drive device (14) according
to any of the preceding claims.
5. Fire-proof door (10) according to claim 4, designed as a fire-proof sliding door (12),
wherein the door guide (16) is a sliding door guide for the fire-proof door leaf (18)
designed as a fire-proof sliding door leaf (20).
1. Dispositif d'entraînement (14) pour une porte pare-feu (10), qui est pourvue d'un
vantail de porte pare-feu (18) et d'un châssis de porte avec un guide de porte (16)
pour le vantail de porte pare-feu (18), le dispositif d'entraînement (14) présentant
un mécanisme de fermeture (24),
le mécanisme de fermeture (24) étant pourvu:
d'un entraîneur (52) mobile entre une position d'ouverture et une position de fermeture
pour entraîner le vantail de porte pare-feu (18) dans une position de fermeture,
un dispositif de précontrainte pour précontraindre l'entraîneur (52) dans la position
de fermeture et
un dispositif de blocage qui bloque l'entraîneur (52) dans la position d'ouverture
(13) à l'encontre de la précontrainte du dispositif de précontrainte et qui peut être
libéré pour fermer la porte pare-feu (10) en cas d'incendie,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (14) est en outre pourvu d'un d'entraînement de porte
(26) pour l'entraînement automatique du vantail de porte pare-feu (18) lorsque l'entraîneur
(52) est bloqué au moyen du dispositif de blocage, l'entraînement de porte (26) comprenant
un élément de sortie (36) de l'entraînement de porte à raccorder au vantail de porte
pare-feu (18), un groupe d'entraînement à moteur (32) et un déverrouillage d'urgence
(40) de l'entraînement de porte actionnable par un mouvement d'actionnement pour découpler
l'élément de sortie (36) de l'entraînement de porte (36) du groupe d'entraînement
à moteur (32), et
en ce que le mécanisme de fermeture est en outre pourvu d'un dispositif d'actionnement (50)
du déverrouillage d'urgence de l'entraînement de porte qui est raccordé au déverrouillage
d'urgence (40) de l'entraînement de porte (26), afin d'actionner le déverrouillage
d'urgence (40) de l'entraînement de porte (26) en cas d'incendie et/ou de déblocage,
en ce que le dispositif d'actionnement (50) du déverrouillage d'urgence de l'entraînement de
porte est conçu pour être disposé sur le vantail de porte pare-feu (18) ou sur l'entraîneur
(52) ou est stationnaire et présente un engrenage d'actionnement (58) pour convertir
un mouvement relatif entre l'entraîneur (52) et le vantail de porte pare-feu (18)
en le mouvement d'actionnement pour actionner le déverrouillage d'urgence (40) de
l'entraînement de porte,
en ce que l'engrenage d'actionnement (58) présente une bascule ou un levier (60) pour capter
le mouvement relatif et un moyen de traction et/ou un câble Bowden (72) pour transmettre
un mouvement de levier au déverrouillage d'urgence (40) de l'entraînement de porte
(26) et
en ce que le mécanisme d'actionnement (58) est précontraint dans une position de non-actionnement
et peut être déplacé dans une position d'actionnement par le mouvement relatif entre
l'entraîneur (52) et le vantail de porte pare-feu (18) à l'encontre de la précontrainte.
2. Dispositif d'entraînement (14) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
que l'entraîneur (52) est conçu de telle sorte qu'il est découplé du vantail de porte
pare-feu (18) à l'état bloqué et/ou lors d'un mouvement dans le sens d'ouverture,
mais qu'il entraîne le vantail de porte pare-feu (18) lors d'un mouvement dans le
sens de fermeture.
3. Dispositif d'entraînement (14) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'entraînement de porte (26) est conçu comme un entraînement de remorquage (28), avec
un rail de guidage (34),
un chariot (36) guidé en va-et-vient par le rail de guidage (34) comme élément de
sortie de l'entraînement de porte,
un engrenage d'entraînement de remorquage pour transmettre un mouvement d'entraînement
du groupe d'entraînement à moteur (32) au chariot (36),
le déverrouillage d'urgence (40) de l'entraînement de porte présentant un dispositif
d'accouplement au moyen duquel le chariot (36) est raccordé à l'engrenage d'entraînement
de remorquage en fonctionnement normal et est découplé de l'engrenage d'entraînement
de remorquage lors de l'actionnement du déverrouillage d'urgence (40) de l'entraînement,
afin de déplacer librement le chariot (36) le long du rail de guidage (34) indépendamment
du groupe d'entraînement à moteur (32).
4. Porte pare-feu (10), comprenant un vantail de porte pare-feu (18), un châssis de porte
avec un guide de porte (16) pour le vantail de porte pare-feu (18) et un dispositif
d'entraînement (14) selon l'une des revendications précédentes.
5. Porte pare-feu (10) selon la revendication 4, conçue comme une porte coulissante pare-feu
(12), le guidage de porte (16) étant un guidage de porte coulissant pour le vantail
de porte pare-feu (18) conçu comme un vantail de porte coulissante pare-feu (20).