[0001] Die Erfindung betrifft eine flächige Schutzeinrichtung, mit einer Wickelwelle und
einer Flächenbahn, die auf der Wickelwelle in Wickelrichtung aufrollbar ist, wobei
an einer Außenkante der Flächenbahn mehrere in Wickelrichtung beabstandete Halteteile
angeordnet oder ausgebildet sind, die zumindest abschnittsweise in einer Führungsschiene
der flächigen Schutzeinrichtung geführt sind, wobei die Längen der Halteteile sowie
der Abstand der Halteteile in Wickelrichtung so gewählt sind, dass die Halteteile
eines auf die Wickelwelle aufgewickelten ersten Flächenbahnabschnitts eine erste Reihe
von im Wesentlichen lückenlos aneinanderstoßenden Halteteilen ausbilden, und dass
die Halteteile in Längsrichtung der Wickelwelle zumindest abschnittsweise über die
Außenkante der Flächenbahn vorstehen.
[0002] Derlei flächige Schutzeinrichtungen werden beispielsweise als Sonnenschutz im Außenbereich
eingesetzt, um eine Beschattung eines Zimmers, eines Wintergartens oder dergleichen
zu erzielen. Da im Außenbereich hohe Windstärken auftreten können, muss die Flächenbahn
fest mit den Halteteilen verbunden sein, damit es nicht zu einem Abreißen der Halteteile
von der Flächenbahn kommt. Eine ähnliche Problematik besteht auch bei anderen flächigen
Schutzeinrichtungen, auf die hohe Kräfte einwirken, z. B. können auch Vorhänge großen
Belastungen ausgesetzt sein, beispielsweise wenn ein Kind an der Flächenbahn zieht.
Unter einer Flächenbahn wird dabei erfindungsgemäß jede flächige gewebte oder nichtgewebte
Bahn, beispielsweise eine Textilbahn oder eine Folie, verstanden. Besonders bevorzugt
handelt es sich bei der Flächenbahn um eine Textilbahn.
[0003] Aus der
US 4,638,844 A ist eine Sonnenschutzeinrichtung mit einer Flächenbahn bekannt geworden, die in einer
Führungsschiene geführt ist. Hierzu sind an den Außenseiten der Flächenbahn in Wickelrichtung
Verstärkungsstreifen über die gesamte Länge der Flächenbahn aufgebracht, welche als
Gleiter in einer Schiene geführt werden.
[0004] Eine ähnliche Sonnenschutzeinrichtung ist aus der
US 2012/0325416 A1 bekannt geworden. Die bekannte Sonnenschutzeinrichtung weist zur Führung ihrer Flächenbahn
einen besonders schmalen Keder auf.
[0005] Aus der
DE 10 2008 006 157 A1 ist ein Windschott mit einem Rollo für ein Cabriolet bekannt geworden. An einer Flächenbahn
dieses Rollos sind mehrere voneinander beabstandete Kederabschnitte vorgesehen.
[0006] Darüber hinaus ist aus "
Dachfensterprodukte" 2009, Hunter Douglas Europe B.V. ein Rollo mit Seitenführung bekannt, bei dem voneinander beabstandete
Führungsnieten (Pips) in den Randbereich einer Flächenbahn eingestanzt werden, welche
in einer Führungsschiene geführt werden können.
[0007] Weiterhin offenbart die
US 2007/0256799 A1 eine flächige Schutzeinrichtung mit Halteteilen, deren Abstand voneinander der Länge
der Halteteile entspricht. Zur Verminderung eines Wulstes ist es bei der bekannten
Schutzeinrichtung vorgesehen, den Durchmesser einer Wickelwelle im Bereich der Halteteile
zu verjüngen.
[0008] Im Zusammenhang mit den gattungsgemäßen flächigen Schutzeinrichtungen muss beachtet
werden, dass nicht nur die Verbindungen zwischen den Halteteilen und der Flächenbahn
stabil ausgebildet sein müssen, sondern auch die Halteteile selbst, um eine Beschädigung
der Halteteile bei starkem Wind zu verhindern. Eine massive Ausbildung der Halteteile
hat jedoch den Nachteil, dass die Halteteile bei aufgerollter Flächenbahn im Bereich
der Wickelwelle einen dicken Wulst bilden. Ein solcher Wulst sieht unästhetisch aus,
verhindert das gleichmäßige Aufrollen der Flächenbahn auf die Wickelwelle und beult
die Flächenbahn aus, sodass sich im Laufe der Zeit Wellen in der Flächenbahn bilden.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine flächige Schutzeinrichtung
bereitzustellen, deren abgerollte Flächenbahn auch bei starken Krafteinwirkungen sicher
in einer Führungsschiene gehalten wird, gleichzeitig aber weitestgehend wulstfrei
auf eine Wickelwelle der flächigen Schutzeinrichtung aufrollbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine flächige Schutzeinrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die abhängigen Patentansprüche geben bevorzugte
Weiterbildungen an.
[0011] Die Aufgabe wird somit erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Abstand der Halteteile
und die Dicke der Halteteile senkrecht zur Ebene der Flächenbahn so gewählt sind,
dass bei Ausbildung mehrerer übereinander liegender Reihen von Halteteilen die Halteteile
jeweils radial übereinander angeordnet sind.
[0012] Die Halteteile sind in dem ersten Flächenbahnabschnitt also so ausgebildet und angeordnet,
dass sie hintereinander eine erste Reihe auf der Wickelwelle bilden. Erst wenn diese
Halteteile eine erste Reihe auf der Wickelwelle bilden, wird eine zweite Reihe an
Halteteilen auf der ersten Reihe angeordnet. Bis die erste Reihe an Halteteilen auf
der Wickelwelle beim Aufrollen der Flächenbahn ausgebildet ist, wurde die Wickelwelle,
bereits mehr als einmal gedreht. Auf der Wickelwelle befindet sich dadurch zumindest
abschnittsweise mehr als eine Lage der Flächenbahn, bis die erste Reihe mit Halteteilen
gefüllt ist. Da die Halteteile erst nach mehr als einer Umdrehung der Wickelwelle
eine erste Reihe an Halteteilen bildet und so eine Wulstbildung vermieden wird, können
die Halteteile entsprechend massiv und stabil ausgebildet werden, um großen, an der
Flächenbahn angreifenden Kräften standzuhalten.
[0013] Erfindungsgemäß ragen die in der Führungsschiene geführten Abschnitte der Halteteile
(Führungselemente) in Längsrichtung der Wickelwelle, d. h. in Richtung der Drehachse
der Wickelwelle, über die Wickelwelle hinaus. Hierdurch kann eine Wulstbildung besonders
effektiv verhindert werden. Die Halteteile sind also zumindest abschnittsweise abseits
der Außenkante der Flächenbahn angeordnet. Der Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden
(senkrecht zur Wickelrichtung beabstandeten) Führungselementen ist also mindestens
so groß wie die Breite der Flächenbahn. Durch die Anordnung der Führungselemente abseits
der Außenkante der Flächenbahn in Kombination mit der oben beschriebenen versetzten
Anordnung der Halteteile in Wickelrichtung kann die Wickeldicke der Schutzeinrichtung
trotz Verwendung von Führungselementen, die eine im Vergleich zur Flächenbahn größere
Dicke aufweisen, im aufgewickelten Zustand gering gehalten werden, sodass weniger
Bauraum für die erfindungsgemäße Vorrichtung benötigt wird, als dies bei bekannten
flächigen Schutzeinrichtungen der Fall ist.
[0014] Die Halteteile sind im aufgerollten Zustand der Flächenbahn, beginnend mit der ersten
Reihe im Bereich der Mantelfläche der Wickelwelle, zu mindestens 80 %, insbesondere
zu mindestens 90 %, deckungsgleich übereinander gestapelt. Mit anderen Worten sind
die Halteteile im aufgerollten Zustand der Flächenbahn radial übereinander zur Drehachse
der Wickelwelle angeordnet. Die Halteteile sind dabei radial strahlenförmig angeordnet.
Durch die radial strahlenförmige bzw. sternförmige Anordnung der Halteteile liegen
die Halteteile bis auf die radial äußersten Halteteile mit ihren Längsseiten zu mindestens
80 %, insbesondere zu mindestens 90 %, berührend aneinander. Hierdurch kann eine Ausbeulung
und Wellenbildung in der Flächenbahn effektiv vermieden werden.
[0015] Zur Herstellung der flächigen Schutzreinrichtung kann die Flächenbahn auf die Wickelwelle
aufgerollt werden, wobei die Halteteile so an der Flächenbahn befestigt werden, dass
sie jeweils zu mindestens 80 %, insbesondere zu mindestens 90 %, im aufgewickelten
Zustand der Schutzeinrichtung übereinander liegen.
[0016] Die Befestigung der Halteteile kann dabei von Hand während des Aufwickelns der Flächenbahn
erfolgen. Die Halteteile können bereits während des Aufwickelns befestigt werden.
Alternativ dazu kann zur Herstellung der Schutzeinrichtung beim ersten Aufwickeln
der Flächenbahn eine Markierung an diejenigen Stellen auf der Flächenbahn angebracht
werden, an denen später, bei wieder abgerollter Flächenbahn, die Halteteile befestigt
werden.
[0017] Die Halteteile sind dabei vorzugsweise derart an den Stirnseiten der aufgewickelten
Flächenbahn angeordnet, dass die durch die Halteteile sichtbaren radialen Strahlen
zueinander einen Winkel von 40°, 36° oder 32°, 73° aufweisen. Die vorgenannten Winkel
entsprechen einer umfänglichen Anordnung von 9, 10 oder 11 Halteteilen an der aufgewickelten
Flächenbahn.
[0018] Um die Beschreibung der vorliegenden Erfindung zu vereinfachen, wird die Beschreibung
weitestgehend auf eine einzelne Außenkante der Flächenbahn bezogen. Vorzugsweise ist
die Flächenbahn jedoch an beiden Außenseiten in jeweils einer Führungsschiene durch
Halteteile geführt. Die flächige Schutzeinrichtung ist dabei vorzugsweise spiegelsymmetrisch
zu einer Mittenebene ausgebildet, die senkrecht zur Längsachse der Wickelwelle verläuft.
[0019] Die erfindungsgemäße flächige Schutzeinrichtung wird vorzugsweise für den Außenbereich
eingesetzt, da hier teilweise hohe und veränderliche Kräfte, z. B. Windkräfte, auf
die Schutzeinrichtung einwirken. Die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung kann jedoch
auch im Innenbereich von Gebäuden zum Einsatz kommen, z. B. bei Horizontalanlagen,
wie beispielsweise Abdeckungen von Schwimmbecken.
[0020] Bevorzugt weisen die Halteteile in Wickelrichtung die gleiche Länge auf. Durch ihre
einheitliche Länge können die Halteteile kostengünstig produziert werden.
[0021] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die flächige Schutzeinrichtung
derart ausgebildet, dass ab dem Aufwickeln des ersten Halteteils bei jeder Umdrehung
der Wickelwelle eine Anzahl t an Halteteilen aufgewickelt wird, wobei die hinzukommenden
Halteteile zumindest bis zur Ausbildung der ersten Reihe im Wesentlichen lückenlos
in Wickelrichtung oder gegen die Wickelrichtung an die bereits aufgewickelten Halteteilen
angesetzt werden. Hierdurch wird eine optimal dichte Anordnung der Halteteile erzielt,
ohne Platz in Umfangsrichtung der Wickelwelle zu verlieren.
[0022] Der Abstand A der Halteteile beträgt bei gleich langen Halteteilen dabei vorzugsweise

mit
A...dem Abstand der Halteteile, gemessen von Vorderseite zu Vorderseite hintereinander
in Wickelrichtung auf der Flächenbahn angeordneter oder ausgebildeter Halteteile;
I...der Länge eines Halteteils in Wickelrichtung;
U...dem Umfang der Wickelwelle bzw. des jeweils mit der letzten Umdrehung auf die
Wickelwelle aufgewickelten Flächenbahnabschnitts, mit U = n·I für die erste Umdrehung
(Die Größe U ändert sich also mit jeder Umwicklung und damit auch der Abstand der
Halteteile zueinander.), wobei n eine positive ganze Zahl ist, die die maximale Anzahl
der Halteteile pro Reihe angibt;
m... einer nichtnegativen ganzen Anzahl von Wicklungen, d. h. einer ganzen Anzahl
von Wicklungen einschließlich 0; und
t...einem ganzzahligen Teiler, der angibt, wie viele Halteteile pro Umdrehung der
Wickelwelle aufgewickelt werden. Beispielsweise werden im Fall t = 2, pro Umdrehung
der Wickelwelle 2 Halteteile im Bereich des Umfangs der Wickelwelle aufgereiht werden.
[0023] Im einfachsten Fall (t=1 und m=0) ist:

[0024] In diesem Fall wird beim Aufrollen der Flächenbahn auf die Wickelwelle bei jeder
Umdrehung ein Halteteil hinzugefügt, wobei das neu hinzukommende Halteteile in Wickelrichtung
gesehen vor dem zuletzt hinzugekommenen Halteteil (im Fall A = U+I) oder hinter dem
zuletzt hinzugekommen Halteteil (im Fall A = U-I) gereiht wird.
[0025] Ist m ≠ 0, so dreht sich die Wickelwelle m-Umdrehungen, ohne ein Halteteil aufzureihen,
bis das nächste Halteteil aufgereiht wird.
[0026] Die Anzahl n der Halteteile einer Reihe ist abhängig vom Durchmesser der Wickelwelle
sowie von der Länge I der Halteteile in Wickelrichtung.
Je mehr Halteteile pro Wicklung aufgewickelt werden sollen, umso kleiner muss der
Abstand zwischen den Halteteilen gewählt werden und umso weniger Wicklungen werden
benötigt, um eine vollständige Reihe an Halteteilen zu bilden. Die Anzahl und die
Länge der Halteteile, sind den Erfordernissen entsprechend anzupassen.
[0027] Die Abstände der Halteteile innerhalb einer Umdrehung können gleich lang sein, um
die Fertigung der Schutzeinrichtung zu erleichtern.
[0028] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung nimmt der Abstand der Halteteile
gegen die Wickelrichtung stetig zu. Der Abstand gleich langer Halteteilen beträgt
in diesem Fall:

mit
An...dem Abstand zwischen einem Halteteil n-1 und einem Halteteil n,
A
n+1...dem Abstand zwischen dem Halteteil n und dem gegen die Wickelrichtung folgenden
Halteteil n+1 und
s...dem Skalierungsfaktor. Der Skalierungsfaktor s beträgt vorzugsweise zwischen 1,01
und 1,20.
[0029] Mit anderen Worten nimmt der Abstand der Halteteile gegen die Wickelrichtung vorzugsweise
stetig zwischen 1% und 20% zu. Hierdurch kann der durch die aufgewickelte Flächenbahn
effektiv zunehmende Durchmesser der Wickelwelle kompensiert werden. Der Skalierungsfaktor
s ist dabei abhängig vom Durchmesser der Wickelwelle und von der Dicke der Flächenbahn.
[0030] Eine besonders leicht laufende flächige Schutzeinrichtung kann dadurch erreicht werden,
dass zumindest ein Halteteil, insbesondere alle Halteteile, ein als Gleiterkörper
ausgebildetes Führungselement mit zumindest einer zur Innenseite der Führungsschiene
hin gebogen ausgebildeten Gleitfläche aufweisen.
[0031] Zumindest ein Halteteil, insbesondere alle Halteteile, können eine zur Innenseite
der Führungsschiene hin federelastisch ausgebildete Gleitfläche aufweisen. Die Flächenbahn
kann hierdurch flexibel in der Führungsschiene geführt werden.
[0032] Eine besonders leise und reibungsarme Führung der Flächenbahn in der Führungsschiene
kann dadurch erreicht werden, dass zumindest ein Halteteil, insbesondere alle Halteteile,
eine zur Innenseite der Führungsschiene hin weisende Gleitrolle als Führungselement
aufweisen.
[0033] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist zumindest ein Führungselement,
insbesondere alle Führungselemente, vom Rand der Flächenbahn beabstandet. Mit anderen
Worten steht das Führungselement bzw. stehen die Führungselemente über den Rand der
Flächenbahn hinaus. Hierdurch wird besonders viel Bauraum quer zur Wickelrichtung
eingespart, da das Führungselement bzw. die Führungselemente an keiner Stelle auf
der Flächenbahn aufliegen und einen Wulst bilden.
[0034] Zur Ausbildung einer festen Verbindung zu der Flächenbahn kann zumindest ein Halteteil
eine an der Oberseite der Flächenbahn befestigte erste Fahne aufweisen. Die erste
Fahne weist ein flächiges Material, beispielsweise ein Folienstück oder ein gewebtes
oder nichtgewebtes Textilstück auf. Vorzugsweise weisen alle Halteteile eine an der
Oberseite der Flächenbahn befestigte erste Fahne auf. Durch die Fahne an dem Halteteil,
bzw. an den Halteteilen, kann eine flächige und dadurch besonders feste Verbindung
zu der Flächenbahn hergestellt werden.
[0035] Eine noch stabilere Verbindung zu der Flächenbahn kann dadurch erreicht werden, dass
zumindest ein Halteteil, insbesondere alle Halteteile, eine an der der Oberseite gegenüberliegenden
Unterseite der Flächenbahn befestigte zweite Fahne aufweisen. Die zweite Fahne weist
ein flächiges Material, beispielsweise ein Folienstück oder ein gewebtes oder nichtgewebtes
Textilstück auf.
[0036] Die erste Fahne und/oder die zweite Fahne können durch eine geeignete Verbindung,
wie beispielsweise eine Klebeverbindung, oder - bevorzugt - durch eine thermoplastische
Klebeschicht mit der Flächenbahn verbunden sein. Besonders bevorzugt sind beide Fahnen
durch jeweils eine thermoplastische Klebeschicht mit der Flächenbahn verbunden. Die
thermoplastische Klebeschicht wird zur Verbindung des jeweiligen Halteteils mit der
Flächenbahn aufgeschmolzen oder angeschmolzen. Die thermoplastische Klebeschicht weist
den besonderen Vorteil auf, dass beliebige Flächenbahnen mit dem Halteteil verbunden
werden können.
[0037] Eine besonders starke Verbindung eines Halteteils zu der Flächenbahn kann erreicht
werden, wenn die erste Fahne und die zweite Fahne aus einem einteiligen, im Bereich
eines Führungselements umgelegten Fahnentextils ausgebildet sind. Vorzugsweise bestehen
die erste Fahne und die zweite Fahne aller Halteteile jeweils aus einem einteiligen,
im Bereich ihres jeweiligen Führungselements umgelegten Fahnentextils.
[0038] Das Fahnentextil kann zur weiteren Festigung der Verbindung zwischen Halteteil und
Flächenbahn im Bereich der Umlegung eine in Wickelrichtung verlaufende Halteschnur
aufweisen. Vorzugsweise weist jedes Halteteil in dessen Umlegung eine in Wickelrichtung
verlaufende Halteschnur auf.
[0039] Zumindest ein Halteteil, insbesondere alle Halteteile, können spiegelsymmetrisch
zur Ebene der Flächenbahn ausgebildet sein. Mit anderen Worten ist das Halteteil,
bzw. sind die Halteteile, oberhalb und unterhalb einer durch die Flächenbahn definierten
Ebene gleich ausgebildet. Hierdurch können Produktionskosten eingespart werden. Weiterhin
kann das Halteteil bzw. die Halteteile ohne Rücksicht auf dessen bzw. deren Orientierung
an der Flächenbahn befestigt werden.
[0040] Eine besonders leichte Montage und dadurch erzielte niedrige Produktionskosten können
erreicht werden, wenn die Halteteile identisch ausgebildet sind.
[0041] Die erfindungsgemäße flächige Schutzeinrichtung kann beispielsweise als Sonnenschutz,
als Blendschutz, Sichtschutz, Windschutz, Lichtschutz, Insektenschutz oder Brandschutz
ausgebildet sein. Das Material der Flächenbahn ist dann entsprechend dem vorgesehenen
Verwendungszweck auszuwählen.
[0042] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen.
[0043] Die in der Zeichnung dargestellten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen
Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können. Die verschiedenen Merkmale
können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten
der Erfindung verwirklicht sein.
[0044] Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine perspektivische Ansicht eines Halteteils;
- Fig. 1b
- eine Draufsicht auf das Halteteil gemäß Fig. 1a;
- Fig. 2a
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Halteteils;
- Fig. 2b
- eine Draufsicht auf das Halteteil gemäß Fig. 2a;
- Fig. 3a
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Halteteils;
- Fig. 3b
- eine Draufsicht auf das Halteteil gemäß Fig. 3a;
- Fig. 3c
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Halteteils aus Fig. 3a;
- Fig. 4a-4c
- jeweils eine Draufsicht auf ein Führungselement;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer Flächenbahn mit mehreren Halteteilen;
- Fig. 6a-6g
- eine perspektivische Ansicht einer Flächenbahn beim Aufrollen auf eine Wickelwelle;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf mehrere Halteteile während deren Herstellung;
- Fig. 8a
- eine perspektivische Darstellung eines Halteteils mit einer Fahne;
- Fig. 8b
- einen Längsschnitt durch das Halteteil gemäß Fig. 8a;
- Fig. 9a
- eine perspektivische Darstellung eines Halteteils mit zwei Fahnen;
- Fig. 9b
- einen Längsschnitt durch das Halteteil gemäß Fig. 9a;
- Fig. 10a
- eine perspektivische Darstellung eines Halteteils mit zwei Fahnen aus einem einteiligen
Fahnenmaterial;
- Fig. 10b
- einen Längsschnitt durch das Halteteil gemäß Fig. 10a;
- Fig. 11a
- eine perspektivische Darstellung eines Halteteils mit zwei Fahnen und einem Einleger;
und
- Fig. 11b
- einen Längsschnitt durch das Halteteil gemäß Fig. 11a.
[0045] Fig. 1a zeigt ein Halteteil 10. Das Halteteil 10 weist ein Führungselement 12 auf,
zwischen dem eine erste Fahne 14 und eine zweite Fahne 16 angeordnet sind. Die erste
Fahne 14 und die zweite Fahne 16 bestehen aus einem einstückigen bzw. einteiligen
Fahnentextil 18.
[0046] Fig. 1b zeigt das Halteteil 10 in einer Draufsicht. Aus Fig. 1b wird ersichtlich,
dass das Führungselement 12 eine erste gebogene Gleitfläche 20 und eine zweite gebogene
Gleitfläche 22 aufweist. Die Gleitflächen 20, 22 dienen zur reibungsarmen Führung
des Führungselements 12 an einer Innenseite einer Führungsschiene (nicht gezeigt).
[0047] Fig. 2a zeigt ein Halteteil 24. Das Halteteil 24 ist identisch zu dem Halteteil 10
ausgebildet. Allerdings weist das Halteteil 24 ein Führungselement 26 mit zwei Gleitrollen
28, 30 auf. Die Gleitrollen 28, 30 sind an einer gemeinsamen Achse 32 gelagert. Durch
die Gleitrollen 28, 30 kann das Halteteil 24 besonders reibungsarm und geräuscharm
an einer Führungsschiene geführt werden.
[0048] Fig. 2b zeigt das Halteteil 24 in einer Draufsicht. Aus Fig. 2b wird ersichtlich,
dass die Gleitrolle 28 außenseitig eine Fase 34 aufweist, um das Einführen des Halteteils
24 in eine Führungsschiene zu erleichtern.
[0049] Fig. 3a zeigt ein Halteteil 36. Das Halteteil 36 ist identisch zu dem Halteteil 10
ausgebildet. Allerdings weist das Halteteil 36 ein als Gleiterkörper ausgebildetes
Führungselement 38 mit federelastisch ausgebildeten Gleitflächen 40, 42 auf. Die Gleitflächen
40, 42 dienen der flexiblen Führung des Halteteils 36 an der Innenseite einer Führungsschiene.
[0050] Fig. 3b zeigt das Halteteil 36 in einer Draufsicht. Aus Fig. 3b wird ersichtlich,
dass die federelastisch ausgebildeten Gleitflächen 40, 42 an Armen ausgebildet sind,
die von Außenseiten des Gleiterkörpers 38 nach innen gebogen ausgebildet sind.
[0051] Die zuvor beschriebenen Halteteile 10, 24, 36 sind symmetrisch zur einer zwischen
der ersten Fahne 14 und der zweiten Fahne 16 (siehe Fig. 1a) verlaufenden Ebene ausgebildet.
Mit anderen Worten sind die Halteteile 10, 24, 36 symmetrisch zu einer Flächenbahn
ausgebildet, an der die Halteteile 10, 24, 36 befestigbar sind.
[0052] Fig. 4a zeigt ein als Gleiterkörper ausgebildetes Führungselement 44. Der Gleiterkörper
44 umfasst - ebenso wie der Gleiterkörper 38 - von der Außenseite des Gleiterkörpers
44 nach innen gebogen ausgebildete Arme 46, 48. Die Arme 46, 48 weisen gebogene Gleitflächen
50, 52 auf.
[0053] Fig. 4b zeigt ein als Gleiterkörper ausgebildetes Führungselement 54. Der Gleiterkörper
54 weist Arme 56, 58 auf, die ebenfalls gebogene Gleitflächen aufweisen. Die Arme
56, 58 sind von einer Innenseite des Gleiterkörpers 54 nach außen gebogen ausgebildet.
[0054] Fig. 4c zeigt ein als Gleiterkörper ausgebildetes Führungselement 60. Der Gleiterkörper
60 entspricht im Wesentlichen dem Gleiterkörper 54. Allerdings sind Arme 62, 64 flacher
ausgebildet als die Arme 56, 58 des Halteteils 54. Durch die Ausbildung der Arme -
hier der Arme 62, 64 des Gleiterkörpers 60 bzw. der Arme 56, 58 des Gleiterkörpers
54 - werden die elastischen Eigenschaften des Gleiterkörpers 54, 60 gewählt.
[0055] Die zuvor beschriebenen Gleiterkörper 44, 54, 60 können - analog zu den Halteteilen
10, 24, 36 - mit zumindest einer Fahne, insbesondere zwei Fahnen, versehen werden.
[0056] Fig. 3c zeigt eine vergrößerte Ansicht des aufgrund seiner kompakten und dadurch
besonders stabilen Ausbildung bevorzugten Halteteils 36. Aus Fig. 3c wird ersichtlich,
dass der Gleiterkörper 38 eine Ausnehmung 66 aufweist. In der Ausnehmung 66 ist ein
Fahnentextil 68 umgelegt. Im Bereich der Umlegung des Fahnentextils 68 ist eine Halteschnur
70 angeordnet. Durch die Halteschnur 70 wird das Fahnentextil 68 besonders effektiv
vor einem Herausreißen aus dem Gleiterkörper 38 geschützt.
[0057] Die Innenseite des Fahnentextils 68 ist mit einer thermoplastischen Klebeschicht
72 beschichtet. Durch die thermoplastische Klebeschicht 72 kann das Halteteil 36 besonders
fest mit einer Flächenbahn aus beliebigem Material verbunden werden.
[0058] Fig. 5 zeigt eine Flächenbahn 74 mit mehreren an der Flächenbahn 74 befestigten Halteteilen,
von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur ein erstes Halteteil 76 und ein zweites
Halteteil 78 mit einem Bezugszeichen versehen sind. Die in Fig. 5 dargestellten Halteteile
sind identisch zu dem Halteteil 36 (siehe Fig. 3c) ausgebildet. Das erste Halteteil
76 weist die Länge l auf und ist im Abstand A zu dem zweiten Halteteil 78 an einer
ersten Außenkante 80 der Flächenbahn 74 angeordnet. Die Flächenbahn 74 mit den daran
befestigten Halteteilen kann in Wickelrichtung auf eine Wickelwelle aufgerollt werden.
Die Wickelrichtung ist in Fig. 5 durch einen Pfeil 82 angedeutet. Die erste Außenkante
80 verläuft in Wickelrichtung der Flächenbahn 82. Ebenso verläuft eine zweite Außenkante
84 in Wickelrichtung der Flächenbahn 74. Die Halteteile an der zweiten Außenkante
84 sind symmetrisch zu den Halteteilen, beispielsweise zu den Halteteilen 76, 78,
an der ersten Außenkante 80 angeordnet. Aus Gründen der Verdeutlichung der stetigen
Abstandszunahme ist der Abstand der Halteteile gegen die Wickelrichtung übertrieben
stark zunehmend dargestellt.
[0059] Fig. 6a-6f zeigt das Aufwickeln einer ersten Reihe von Halteteilen auf eine Wickelwelle
einer flächigen Schutzeinrichtung 85. Eine Führungsschiene der flächigen Schutzeinrichtung
85 zur Führung der Halteteile ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
[0060] Fig. 6a zeigt die Wickelwelle 86, auf die eine Flächenbahn 88 aufgerollt wird. Die
Wickelrichtung ist durch einen Pfeil 90 angedeutet. Die Halteteile sind identisch
zu dem Halteteil 36 gemäß Fig. 3c ausgebildet. Die Länge I der Halteteile in Wickelrichtung
ist gleich. Die Halteteile sind in Wickelrichtung an einer Außenkante 92 der Flächenbahn
88 angeordnet. Das erste auf die Wickelwelle 86 aufgewickelte Halteteil ist mit der
Ziffer 1 bezeichnet und im Abstand A von einem weiteren mit der Ziffer 2 bezeichneten
Halteteil angeordnet.
[0061] Fig. 6b zeigt die flächige Schutzeinrichtung 85 nach einer Umdrehung der Wickelwelle
86. Im Laufe dieser Umdrehung haben sich zwei weitere, mit der Ziffer 2 bezeichnete
Halteteile auf die Wickelwelle 86 aufgereiht.
[0062] Fig. 6c-6f zeigen die flächige Schutzeinrichtung 85 jeweils nach einer weiteren Umdrehung
der Wickelwelle 86. Mit jeder Umdrehung werden zwei Halteteile mehr im Bereich der
Wickelwelle 86 aufgereiht, bis die Halteteile (siehe Fig. 6f) eine erste Reihe 94
von im Wesentlichen lückenlos aneinander gereihten Halteteilen ausbilden. Die bei
der jeweiligen Umdrehung hinzugekommenen Halteteile sind in Fig. 6a-6f mit der Ziffer
dieser Umdrehung bezeichnet. Beispielsweise sind die in der 5. Umdrehung hinzugekommenen
Halteteile mit der Ziffer 5 bezeichnet.
[0063] Abstand A und Länge l der Halteteile sind also so gewählt, dass mit jeder Umdrehung
der Wickelwelle zwei Halteteile neu auf die Wickelwelle aufgereiht werden. Mit jeder
Wicklung verändert sich der Abstand A so, dass die Halteteile trotz zunehmendem Wickelradius
an einem zuvor aufgewickelten Halteteil zu liegen kommen.
[0064] In dem in Fig. 6a-6f gezeigten Beispiel werden bei jeder Wicklung zwei Halteteile
pro Wicklung aufgewickelt (m=0, t=2). Eine Reihe von Halteteilen wird durch elf Halteteile
gebildet (n=11).
[0065] Alternativ zu der vorliegenden Ausführungsform könnte bei jeder Umdrehung auch nur
ein Halteteil (t = 1), 3 Halteteile (t = 3), 4 Halteteile (t = 4) usw. hinzukommen.
Im Falle m ≠ 0 würde die Wickelwelle 86 zwischen zwei Halteteilen m-fach drehen, ohne
ein weiteres Halteteil auf die Wickelwelle 86 aufzureihen.
[0066] Durch die in der ersten Reihe 94 im Wesentlichen lückenlos aneinander gereihten Halteteile
kann eine Wulstbildung im Endbereich der Wickelwelle 86 vermieden werden.
[0067] Die Halteteile ragen mit ihren Führungselementen in Längsrichtung der Wickelwelle
86 über die Wickelwelle 86 hinaus. Hierdurch kann Platz quer zur Drehachse der Wickelwelle
86 gewonnen werden, um die Halteteile noch effektiver ohne Wulstbildung anordnen zu
können.
[0068] Fig. 6g zeigt die flächige Schutzeinrichtung 85 mit mehreren Schichten (Reihen) aufgewickelter
Halteteile. Die Halteteile sind dabei bezüglich der Drehachse der Wickelwelle 86 radial
deckungsgleich übereinander liegend angeordnet. Der Abstand der Halteteile nimmt somit
gegen die Wickelrichtung nach Schließen der ersten Reihe 94 stetig zu, um die in Fig.
6g gezeigte "Stapelung" der Halteteile zu erreichen. Die Halteteile können auf diese
Weise besonders platzsparend angeordnet werden, so dass sich eine gegenüber aus dem
Stand der Technik bekannten flächigen Schutzeinrichtungen erheblich verringerte Wickeldicke
ergibt.
[0069] Fig. 7 zeigt mehrere Halteteile 96, 98, 100, 102 bei ihrer Herstellung. Die Halteteile
96, 98, 100, 102 weisen jeweils ein Führungselement 104, 106, 108, 110 auf. Die Führungselemente
104, 106, 108, 110 sind einteilig ausgebildet. Die Führungselemente 104, 106, 108,
110 sind aus Kunststoff ausgebildet und werden an ein Fahnentextil 112 angespritzt.
Das Fahnentextil 112 umfasst in Fig. 6 sichtbare erste Fahnen 114, 116, 118, 120 und
kann darüber hinaus identische, darunter liegende zweite Fahnen, die in Fig. 6 nicht
sichtbar sind, aufweisen. Das Fahnentextil 112 ist an seinen in Fig. 6 innen liegenden
Seiten vollständig mit einer thermoplastischen Kunststoffschicht versehen (vgl. die
thermoplastische Klebeschicht 72 in Fig. 3c).
[0070] Nach dem Anspritzen der Führungselemente 104, 106, 108, 110 an das Fahnentextil 112
werden die Halteteile 96, 98, 100, 102 durch ein Trennverfahren, insbesondere durch
Schneiden, entlang der gestrichelt eingezeichneten Linien getrennt. Das Trennen wird
in Fig. 6 durch Cuttermesser angedeutet. Die Ecken des Fahnentextils 112 werden durch
ein Schneidverfahren abgestumpft. Die so erhaltenen Halteteile 96, 98, 100, 102 sind
identisch zu dem Halteteilen 36 gemäß Fig. 3c ausgebildet.
[0071] Die Fig. 8a bis 11b zeigen zusammenfassend bevorzugte Varianten des erfindungsgemäßen
Halteteils in perspektivischer bzw. geschnittener Ansicht.
[0072] Fig. 8a zeigt ein konstruktiv besonders einfaches und dadurch kostengünstig herstellbares
Halteteil 122. Das Halteteil 122 weist eine einzige erste Fahne 124 auf. Die erste
Fahne 124 liegt in Form eines Fahnentextils vor. Die erste Fahne 124 ist bevorzugt
zumindest auf einer Flächenseite, insbesondere auf beiden Fiächenseiten, mit einer
thermoplastischen Kunststoffschicht versehen. Alternativ dazu kann die erste Fahne
124 vollständig aus einem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet sein.
[0073] Fig. 8b zeigt das Halteteil 122, wobei aus Fig. 8b ersichtlich wird, dass an die
erste Fahne 124 ein Führungselement 126 aus Kunststoff angespritzt ist.
[0074] Fig. 9a zeigt ein Halteteil 128, das dem Halteteil 122 gemäß Fig. 8a entspricht.
Allerdings weist das Halteteil 128 eine erste Fahne 130 und eine zweite Fahne 132
auf. Die beiden Fahnen 130, 132 sind nicht endseitig miteinander verbunden.
[0075] Fig. 9b zeigt das Halteteil 128 gemäß Fig. 9a, wobei aus Fig. 9b ersichtlich wird,
dass die beiden Fahnen 130, 132 stoßförmig aufeinander an ein Führungselement 134
angespritzt sind. Die beiden Fahnen 130, 132 sind bevorzugt aus einem textilen Fahnenmaterial
ausgebildet und weisen an den einander zugewandten Flächeninnenseiten eine thermoplastische
Kunststoffschicht auf.
[0076] Fig. 10a zeigt ein Halteteil 136, das dem Halteteil 128 gemäß Fig. 9a entspricht.
Allerdings weist das Halteteil 136 eine erste Fahne 138 und eine zweite Fahne 140
auf, die aus einem einstückigen Fahnenmaterial ausgebildet sind.
[0077] Fig. 10b zeigt das Halteteil 136, wobei aus Fig. 10b ersichtlich wird, dass das Fahnenmaterial
der Fahnen 138, 140 endseitig in einem Führungselement 142 umgelegt ist.
[0078] Fig. 11a zeigt ein Halteteil 144, das dem Halteteil 136 gemäß Fig. 10a entspricht,
wobei eine erste Fahne 146 und eine zweite Fahne 148 einteilig aus einem einzigen
endseitig umgelegten Fahnenmaterial ausgebildet sind.
[0079] Fig. 11b zeigt das Halteteil 144. Aus Fig. 11b wird ersichtlich, dass im Bereich
der Umlegung des Fahnentextils ein Einleger 150 zwischen der ersten Fahne 146 und
der zweiten Fahne 148 vorgesehen ist. Der Einleger 150 ist in Form einer Halteschnur
ausgebildet.
[0080] Zusammenfassend betrifft die Erfindung eine flächige Schutzeinrichtung. Die flächige
Schutzeinrichtung weist eine in Wickelrichtung auf eine Wickelwelle aufwickelbare
Flächenbahn auf. An zumindest einer, insbesondere an beiden, in Wickelrichtung verlaufenden
Außenkanten der Flächenbahn sind Halteteile angeordnet, die in Wickelrichtung so beabstandet
sind, dass die sich beim Aufrollen der Flächenbahn im Bereich der Wickelwelle ansammelnden
Halteteile eine erste Reihe von im Wesentlichen lückenlos aneinandergrenzenden Halteteile
bildet, wobei die Halteteile in Längsrichtung der Wickelwelle zumindest abschnittsweise
über die Außenkante der Flächenbahn vorstehen.
1. Flächige Schutzeinrichtung (85), mit einer Wickelwelle (86) und einer Flächenbahn
(74, 88), die auf der Wickelwelle (86) in Wickelrichtung aufrollbar ist, wobei an
einer Außenkante (80, 84, 92) der Flächenbahn (74, 88) mehrere in Wickelrichtung beabstandete
Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) angeordnet oder
ausgebildet sind, die zumindest abschnittsweise in einer Führungsschiene der Schutzeinrichtung
(85) geführt sind, wobei die Längen (l) der Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98,
100, 102, 122, 128, 136, 144) und der Abstand (A) der Halteteile (10, 24, 36, 76,
78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) in Wickelrichtung so gewählt sind, dass
die Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) eines auf
die Wickelwelle (86) aufgewickelten ersten Flächenbahnabschnittes eine erste Reihe
(94) von im Wesentlichen lückenlos aneinanderstoßenden Halteteilen (10, 24, 36, 76,
78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) ausbilden, und dass die Halteteile (10,
24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) in Längsrichtung der Wickelwelle
zumindest abschnittsweise über die Außenkante der Flächenbahn vorstehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (A) der Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136,
144) und die Dicke der Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128,
136, 144) senkrecht zur Ebene der Flächenbahn (74, 88) so gewählt sind, dass bei Ausbildung
mehrerer übereinander liegender Reihen (94) von Halteteilen (10, 24, 36, 76, 78, 96,
98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) die Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100,
102, 122, 128, 136, 144) jeweils radial übereinander angeordnet sind.
2. Flächige Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) in Wickelrichtung
die gleiche Länge (l) aufweisen.
3. Flächige Schutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung (85) derart ausgebildet ist, dass ab dem Aufwickeln des ersten
Halteteils (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) bei jeder Umdrehung
der Wickelwelle (86) eine Anzahl t an Halteteilen (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100,
102, 122, 128, 136, 144) aufgewickelt wird, wobei die hinzukommenden Halteteile (10,
24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) zumindest bis zur Ausbildung
einer ersten Reihe (94) im Wesentlichen lückenlos in Wickelrichtung oder gegen die
Wickelrichtung an die bereits aufgewickelten Halteteilen (10, 24, 36, 76, 78, 96,
98, 100, 102, 122, 128, 136, 144) angesetzt werden.
4. Flächige Schutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Halteteil (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144),
insbesondere alle Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136,
144), eine an der Oberseite der Flächenbahn (74, 88) befestigte erste Fahne (14, 114,
116, 118, 120, 124, 130, 138, 146) aufweisen.
5. Flächige Schutzeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Halteteil (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136, 144),
insbesondere alle Halteteile (10, 24, 36, 76, 78, 96, 98, 100, 102, 122, 128, 136,
144), eine an der der Oberseite gegenüberliegenden Unterseite der Flächenbahn (74,
88) befestigte zweite Fahne (16, 132, 140, 148) aufweisen.
6. Flächige Schutzeinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Fahne (14, 114, 116, 118, 120, 124, 130, 138, 146), und/oder die zweite
Fahne (16, 132, 140, 148) durch eine thermoplastische Klebeschicht (72) mit der Flächenbahn
(74, 88) verbunden sind.
7. Flächige Schutzeinrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6 in Verbindung mit Anspruch
6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Fahne (14, 114, 116, 118, 120, 124, 130, 138, 146) und die zweite Fahne
(16, 132, 140, 148) aus einem einteiligen, im Bereich eines Führungselements (12,
26, 38, 104, 106, 108, 110, 126, 134, 142) umgelegten Fahnentextil (18, 112) ausgebildet
sind.
8. Flächige Schutzeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahnentextil (18, 112) im Bereich der Umlegung eine in Wickelrichtung verlaufende
Halteschnur (70) aufweist.