[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchtenanordnung und eine Leuchte bei welchen von Wärme-erzeugten
Bauteilen erzeugte Wärme durch natürliche Konvektion abgeführt wird bzw. werden kann.
[0002] Zwischen den Elementen einer Leuchte, beispielsweise einem Gehäuse, welches ein LED-Modul
aufweist, und einem dahinterliegenden Gehäuse zur Aufnahme der Elektronik, besteht
in der Regel ein Luftspalt, meist ein waagrechter Luftspalt. In diesem Luftspalt wird
die von den LED-Modulen abgegebene Wärme an die Umgebungsluft abgegeben. Nachteilig
bei herkömmlichen Leuchten ist jedoch, dass aufgrund der horizontalen Anordnung des
Luftspalts kein Luftaustausch in dem Luftspalt stattfindet, da die sich beiderseitig
des Luftspalts befindenden Massen ausgleichen und somit die Luft in dem Luftspalt
im Wesentlichen steht. Dies führt zu einer kontinuierlichen Erhöhung der Temperatur
innerhalb des Luftspalts und damit zu einer kontinuierlichen Erhöhung der Temperatur
des LED-Moduls. Dies führt zu nachteiligen Auswirkungen auf die Funktion des LED-Moduls
wie auch der Elektronik.
[0003] Beispielsweise zeigt die deutsche Offenlegungsschrift
DE 10 2008 031 049 A1 eine Leuchte, welche zur Abfuhr der entstehenden Wärme einen dedizierten Kühlkörper
benötigt, da die Geometrie der Leuchte lediglich eine suboptimale natürliche Konvektion
erlaubt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leuchtenanordnung und eine Leuchte
zu schaffen, welche mit geringem Aufwand, insbesondere ohne Nutzung von aktiven Lüftern,
eine hinreichend hohe Wärmeabfuhr gewährleisten. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Gegenstand der hierauf rückbezogenen Unteransprüche.
[0005] Eine erfindungsgemäße Leuchtenanordnung beinhaltet ein Leuchtengehäuse mit einem
ersten Gehäuseteil und einem zweiten Gehäuseteil, welche durch einen Luftspalt voneinander
beabstandet sind. Der Luftspalt erstreckt sich dabei im Wesentlichen in einer Ebene.
Darüber hinaus beinhaltet die Leuchtenanordnung ein erstes Asymmetrieelement, welches
derart seitlich von dem Luftspalt beabstandet angeordnet ist, dass sich seitlich in
Richtung der Ebene gesehen, ein erster Abstand des ersten Gehäuseteils zu dem ersten
Asymmetrieelement ergibt. Das Leuchtengehäuse ist dabei derart ausgebildet, dass auf
einer dem ersten Asymmetrieelement gegenüberliegenden Seite des Luftspalts kein Element
innerhalb eines dem ersten Abstand entsprechenden Abstands angeordnet ist. Durch die
asymmetrische Anordnung des Asymmetrieelements - also die gezielt herbeigeführte Asymmetrie
bezüglich einander gegenüberliegender und vom Luftspalt seitlich beabstandeter "Seiten"
in der Waagerechten gesehen - ist somit sichergestellt, dass sich bei einer Erwärmung
der Luft in dem Luftspalt bei Betrieb der Leuchte ein Druckunterschied auf den gegenüberliegenden
Seiten des Luftspaltes ergibt, der wiederum eine Luftströmung hin zu dem ersten Asymmetrieelement
ergibt. Somit wird die natürliche Konvektion gefördert indem trotz vorzugsweise waagerechtem
Luftspalt ein durch Erhöhung der Temperatur, also durch thermische Einflüsse, herbeigeführter
Luftstrom durch Auftrieb erzeugt werden kann.
[0006] Vorzugsweise ist das erste Asymmetrieelement derart angeordnet, dass sich seitlich
in Richtung der Ebene gesehen, der erste Abstand als Abstand des ersten Gehäuseteils
zu dem ersten Asymmetrieelement und ein zweiter Abstand des zweiten Gehäuseteils zu
dem ersten Asymmetrieelement ergibt. Das Leuchtengehäuse ist dabei derart ausgebildet,
dass auf einer dem ersten Asymmetrieelement gegenüberliegenden Seite des Luftspalts
kein Element innerhalb des zweiten Abstands von dem zweiten Gehäuseteil angeordnet
ist. Es ist somit sichergestellt, dass das Asymmetrieelement sowohl gegenüber dem
ersten Gehäuseteil als auch gegenüber dem zweiten Gehäuseteil in einem geeigneten
Abstand angeordnet ist, um die natürliche Konvektion zu fördern.
[0007] Vorzugsweise ist der zweite Abstand dabei größer als der erste Abstand. Das erste
Asymmetrieelement kann im Wesentlichen orthogonal zu der Ebene angeordnet sein. Auch
diese Maßnahmen fördern weiter die natürliche Konvektion.
[0008] Bevorzugt weist die Leuchtenanordnung ein zweites Asymmetrieelement auf, welches
derart auf einer dem ersten Asymmetrieelement gegenüberliegenden Seite seitlich von
dem Luftspalt beabstandet angeordnet ist, dass sich seitlich in Richtung der Ebene
gesehen, ein dritter Abstand des Leuchtengehäuses zu dem zweiten Asymmetrieelement
ergibt. Der dritte Abstand ist dabei größer als der erste Abstand. Sofern der zweite
Abstand vorhanden ist, ist der dritte Abstand dabei größer als der zweite Abstand.
So wird sichergestellt, dass Umgebungsluft durch den dritten Abstand in den Luftspalt
strömt, dort erwärmt wird und auf Seite des ersten Abstands aus dem Luftspalt heraustritt.
[0009] Vorzugsweise ist das zweite Asymmetrieelement derart angeordnet, sodass sich seitlich
in Richtung der Ebene gesehen der dritte Abstand des ersten Gehäuseteils zu dem zweiten
Asymmetrieelement und ein vierter Abstand des zweiten Gehäuseteils zu dem zweiten
Asymmetrieelement ergibt. Auch durch diese Maßnahmen wird die natürliche Konvektion
weiter gefördert.
[0010] Bevorzugt ist der vierte Abstand größer als der dritte Abstand. Das zweite Asymmetrieelement
kann im Wesentlichen orthogonal zu der Ebene angeordnet sein. So wird sichergestellt,
dass Umgebungsluft auf Seiten des zweiten Asymmetrieelements durch den zweiten bzw.
vierten Abstand in den Luftspalt hineinfließt und den Luftspalt auf Seiten des ersten
Abstands bzw. dritten Abstands den Luftspalt verlässt nachdem sie im Luftspalt erwärmt
wurde. Dies fördert die natürliche Konvektion zusätzlich.
[0011] Eine erfindungsgemäße Leuchtenanordnung kann darüber hinaus ein Leuchtengesamtgehäuse
aufweisen, in welchem das Leuchtengehäuse mit dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten
Gehäuseteil sowie die Asymmetrieelemente angeordnet sind. So kann die Leuchtenanordnung
besonders effizient hergestellt werden. Ebenso kann ein Asymmetrieelement bereitgestellt
werden, ohne in das Gesamterscheinungsbild der Leuchte einzugreifen.
[0012] Vorzugsweise sind dabei das erste Asymmetrieelement und das zweite Asymmetrieelement
als separate Elemente bereitgestellt oder integral wenigstens mit einem der Teile
des Leuchtengehäuses und/oder, falls die Leuchtenanordnung ein Leuchtengesamtgehäuse
aufweist, integral mit dem Leuchtengesamtgehäuse ausgebildet. Auch durch diese Maßnahmen
kann eine besonders effiziente Fertigung der Leuchtenanordnung erreicht werden.
[0013] Eine erfindungsgemäße Leuchte beinhaltet eine zuvor beschriebene Leuchtenanordnung.
In wenigstens dem ersten Gehäuseteil sind bei einem Betrieb der Leuchte Wärme-erzeugende
Bauteile angeordnet. Bei den Wärme-erzeugenden Bauteilen handelt es sich bevorzugt
um Leuchtmittel, wie LEDs. So kann bei der erfindungsgemäßen Leuchte von den Wärme-erzeugenden
Bauteilen abgegebene Wärme durch die gute natürliche Konvektion durch die erfindungsgemäße
Leuchte einfach abgeführt werden.
[0014] Bevorzugt ist dabei das erste Asymmetrieelement derart angeordnet, dass sich bei
einem Betrieb der Leuchte durch Konvektion von durch die Wärme-erzeugenden Bauteile
erzeugter Warmluft ein Luftstrom durch den Luftspalt in Richtung des ersten Asymmetrieelements
einstellt. So wird eine besonders gute Kühlung der Wärme-erzeugenden Bauteile erreicht.
[0015] Vorzugsweise weist die Leuchtenanordnung dabei ein zweites Asymmetrieelement auf.
Das zweite Asymmetrieelement ist dabei derart angeordnet, dass sich bei einem Betrieb
der Leuchte durch Konvektion von durch die Wärme-erzeugenden Bauteile erzeugter Warmluft
ein Luftstrom durch den Luftspalt aus Richtung des zweiten Asymmetrieelements in Richtung
des ersten Asymmetrieelements einstellt. So wird eine besonders gute natürliche Konvektion
erreicht.
[0016] Bevorzugt befinden sich in dem zweiten Gehäuseteil elektronische Bauteile zum Betrieb
der Leuchte, insbesondere eine Treiberschaltung. So kann auch von der Treiberschaltung
erzeugte Wärme günstig abgeführt werden.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt ist, beispielhaft beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein herkömmliches Leuchtgehäuse;
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leuchte beinhaltend ein erstes
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leuchtenanordnung, und
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leuchte beinhaltend ein zweites
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leuchtenanordnung.
[0018] Zunächst wird anhand der Fig. 1 der generelle Aufbau und die generelle Funktionsweise
einer herkömmlichen Leuchte und eines herkömmlichen Leuchtengehäuses erläutert. Basierend
auf Fig. 1 wird zusätzlich die zugrunde liegende Problematik näher dargestellt. Anschließend
wird anhand von Fig. 2 und Fig. 3 auf den Aufbau und die Funktionsweise mehrerer Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Leuchte bzw. der erfindungsgemäßen Leuchtenanordnung eingegangen.
Identische Elemente wurden in ähnlichen Abbildungen z.T. nicht wiederholt dargestellt
und beschrieben.
[0019] In Fig. 1 ist eine exemplarische Leuchte 1 dargestellt. In der hier gezeigten Ansicht
wird ein Querschnitt durch eine längs erstreckte Leuchte gezeigt. Die Leuchte 1 umfasst
dabei ein Leuchtengehäuse 8, welches ein erstes Gehäuseteil 4 und ein zweites Gehäuseteil
2 umfasst. Das zweite Gehäuseteil 2 ist dabei oberhalb des ersten Gehäuseteils 4 angeordnet
und durch einen Luftspalt 7 von diesem getrennt.
[0020] Das zweite Gehäuseteil 2 beinhaltet dabei eine Treiberschaltung 3 zum Betrieb der
Leuchte 1, insbesondere zum Betrieb eines LED-Moduls 5, welches in dem ersten Gehäuseteil
4 angeordnet ist. Das erste Gehäuseteil 4 beinhaltet darüber hinaus ein Sichtfenster
6, welches lediglich transparent abgedeckt ist und somit einen Lichtaustritt des LED-Moduls
nach unten hin ermöglicht.
[0021] Im Betrieb der Leuchte 1 erwärmt sich in erster Linie das LED-Modul 5 und darüber
hinaus in geringerem Maße die Treiberschaltung 3. Es ergibt sich somit eine Erwärmung
der Luft in dem Luftspalt 7. Da auf beiden Seiten - also links und rechts in Fig.
1 - des Luftspalts 7 ein identischer Druck besteht, gleichen sich die Luftmassen aus.
Es entsteht keine nennenswerte natürliche Konvektion durch den Luftspalt 7 hindurch.
Es staut sich somit die von dem erwärmten LED-Modul 5 durch die Treiberschaltung 3
erzeugte Warmluft in dem Luftspalt 7. Dies führt zu einer Erwärmung des Leuchtengehäuses
8 und somit zu einer Erwärmung des LED-Moduls 5 und der Treiberschaltung 3.
[0022] In Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leuchte 11 beinhaltend
ein Leuchtengehäuse 12, ebenfalls in einer Schnitt-Ansicht dargestellt. Das Leuchtengehäuse
12 beinhaltet dabei ein erstes Gehäuseteil 30 und ein zweites Gehäuseteil 20. Das
zweite Gehäuseteil 20 ist dabei oberhalb des ersten Gehäuseteils 30 angeordnet. Das
zweite Gehäuseteil 20 beinhaltet dabei eine Treiberschaltung 21. Das erste Gehäuseteil
30 beinhaltet dabei ein LED-Modul 31 und eine transparente Abdeckung 32, welche einen
Lichtaustritt nach unten hin ermöglicht. Das erste Gehäuseteil 30 ist von dem zweiten
Gehäuseteil 20 durch einen Luftspalt 40 getrennt.
[0023] Darüber hinaus beinhaltet das Leuchtengehäuse 12 ein erstes Asymmetrieelement 50,
welches seitlich neben dem ersten Gehäuseteil 30 und dem zweiten Gehäuseteil 20 angeordnet
ist. Das Asymmetrieelement 50 ist dabei orthogonal zu einer von dem Luftspalt 40 beschriebenen
Ebene angeordnet. Das Asymmetrieelement 50 weist dabei einen ersten Abstand 41 zu
dem ersten Gehäuseteil 30 auf. Weiterhin weist es einen zweiten Abstand 42 zu dem
zweiten Gehäuseteil 20 auf. Das Leuchtengehäuse 12 und das Asymmetrieelement 50 bilden
dabei die erfindungsgemäße Leuchtenanordnung.
[0024] Deutlich erkennbar ist hier, dass auf der dem Asymmetrieelement 50 gegenüberliegenden
Seite des Luftspalts 40 kein Element angeordnet ist. Insbesondere ist kein Element
innerhalb eines dem ersten Abstand 41 entsprechenden Abstands und besonders vorteilhaft
innerhalb eines dem zweiten Abstand 42 entsprechenden Abstand angeordnet. Es ergibt
sich somit eine Asymmetrie der Druckverhältnisse auf den beiden Seiten des Leuchtengehäuses
12; niedriger Druck auf Seiten des Asymmetrieelements 50 und hoher Druck auf der dem
Asymmetrieelement 50 gegenüberliegenden Seite des Luftspalts 7, so dass Luft von der
den hohen Druck aufweisenden Seite zu der den niedrigen Druck aufweisenden Seite "gesogen"
wird. D.h. es ergibt sich eine Luftströmung von dem Luftspalt 40 hin zu dem Asymmetrieelement
50 und in Richtung des zweiten Gehäuseteils 20, weg von dem ersten Gehäuseteil 30.
Da auf der dem Asymmetrieelement 50 gegenüberliegenden Seite des Luftspalts 40 kein
entsprechendes Element angeordnet ist, strömt nicht-erwärmte Umgebungsluft nach, um
die wie zuvor beschrieben ausgetretene Luft im Luftspalt 40 zu ersetzen. Es ergibt
sich somit eine gestärkte natürliche Konvektion durch den Luftspalt 40 hindurch. Die
Luftströmung ist dabei durch Pfeile verdeutlicht. Diese Strömung sorgt für einen deutlich
gesteigerten Wärmeabtransport gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten Leuchtengehäuse
8.
[0025] In Fig. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leuchte 11 beinhaltend
ein Leuchtengehäuse 12, dargestellt. Hier beinhaltet das Leuchtengehäuse 12 zusätzlich
ein zweites Asymmetrieelement 51, welches auf der dem ersten Asymmetrieelement 50
gegenüberliegenden Seite des Luftspalts 40 angeordnet ist. Das zweite Asymmetrieelement
51 ist dabei in einem dritten Abstand 43 zu dem ersten Gehäuseteil 30 und in einem
vierten Abstand 44 zu dem zweiten Gehäuseteil 20 angeordnet. Der dritte Abstand 44
ist dabei vorzugsweise größer als der erste Abstand 41. Der vierte Abstand 44 ist
dabei vorzugsweise größer als der zweite Abstand 42. Vorzugsweise ist dabei der dritte
Abstand 43 größer als der zweite Abstand 42. Das Leuchtengehäuse 12 und die Asymmetrieelemente
50, 51 bilden dabei die erfindungsgemäße Leuchtenanordnung.
[0026] Es wird somit sichergestellt, dass die Öffnung bzw. der Abstand zwischen dem zweiten
Asymmetrieelement 51 und dem Leuchtengehäuse 12 (bzw. hier dem ersten Gehäuseteil
30) deutlich größer ist als die Öffnung bzw. der Abstand zwischen dem ersten Asymmetrieelement
50 und dem Leuchtengehäuse 12 (bzw. hier dem ersten Gehäuseteil 30). Aufgrund der
Asymmetrie der Druckverhältnisse auf den beiden Seiten des Leuchtengehäuses 12 wird,
wie auch bzgl. des ersten Ausführungsbeispiels beschrieben, ein Luftstrom durch die
Öffnung zwischen dem zweiten Asymmetrieelement 51 und dem Leuchtengehäuse 12 (bspw.
hier dem ersten Gehäuseteil 30) hinein in den Luftspalt 40 bewirkt. Die sich dort
erwärmende/erwärmte Luft tritt auf Seiten des ersten Asymmetrieelements 50 aus und
strömt in Richtung des zweiten Gehäuseteils 20 bzw. nach oben ab; also im Sinne einer
natürlichen Konvektion. Die Luftströmung ist dabei durch Pfeile in Fig. 2 verdeutlicht.
[0027] Der zweite Abstand 42 ist dabei vorzugsweise weiterhin größer als der erste Abstand
41. Der dritte Abstand 43 ist dabei vorzugsweise kleiner als der vierte Abstand 44.
D.h. das erste Gehäuseteil 30 weist vorzugsweise eine größere Breite auf als das zweite
Gehäuseteil 20. Dies fördert zusätzlich die natürliche Konvektion.
[0028] Der beschriebene Effekt kann gleichgesetzt werden mit dem Effekt von Tragflächen,
welche aufgrund einer unterschiedlichen Wegstrecke bzw. einer Asymmetrie in der Tragfläche
zu einem entsprechenden Unterdruck und somit einer Sogwirkung in eine vorgegebene
Richtung führt.
[0029] In den zuvor dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Asymmetrie durch zusätzliche
Asymmetrieelemente 50, 51 erzeugt. Die Asymmetrieelemente 50, 51 können dabei auch
als Teil des Leuchtengehäuses 12 - also eines der Gehäuseteile 20, 30 - oder eines
die Gehäuseteile 20, 30 aufnehmenden Leuchtengesamtgehäuses (nicht gezeigt) ausgebildet
sein und als separate Elemente oder integral vorgesehen sein. Ebenso ist es denkbar,
dass die Asymmetrie durch asymmetrisch (bspw. seitlich zueinander versetzt) angeordnete
Elemente der Leuchtenanordnung 12 selbst herbeigeführt wird. Insbesondere vorteilhaft
sind asymmetrische Ausgestaltungen, die das äußerliche Erscheinungsbild der Leuchte
nicht beeinflussen. Die Asymmetrieelemente 50, 51 sind daher auch nicht in ihrer Ausgestaltung
beschränkt und müssen somit nicht, wie in den Figuren gezeigt, als plattenartige Elemente
vorliegen.
[0030] Die Leuchte kann beispielsweise als Pendel- oder Anbauleuchte vorliegen. Auch ist
es denkbar, dass die Leuchte als Einbauleuchte vorliegt, wobei asymmetrische Elemente
durch eine die Einbauleuchte aufnehmende Zwischendecke kaschiert sind. So kann beispielsweise
die die transparente Abdeckung 32 bzw. die Lichtaustrittsöffnung aufweisende Seite
der Leuchte bzw. Leuchtenanordnung mit einer Zwischendecke fluchten.
[0031] Auch eine gegenüber dem Luftspalt 40 nicht-orthogonale Anordnung der Asymmetrieelemente
50, 51 ist denkbar, sofern die natürliche Konvektion aufrechterhalten bleibt.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Wie
bereits erwähnt, können unterschiedliche Wärme-erzeugende Bauelemente innerhalb der
Gehäuseteile angeordnet sein und durch das beschriebene Leuchtengehäuse gekühlt werden.
Alle vorstehend beschriebenen Merkmale oder in den Figuren gezeigten Merkmale sind
im Rahmen der Erfindung beliebig vorteilhaft miteinander kombinierbar. Auch ist das
Design einer erfindungsgemäßen Leuchtenanordnung bzw. Leuchte nicht durch die Erfindung
beschränkt, solange ein entsprechender Luftspalt sowie die seitlich desselben vorliegende
Asymmetrie zur Erzeugung einer natürlichen Konvektion vorliegen.
1. Leuchtenanordnung aufweisend:
ein Leuchtengehäuse (12) mit einem ersten Gehäuseteil (30) und einem zweiten Gehäuseteil
(20), welche durch einen Luftspalt (40) voneinander beabstandet sind,
wobei sich der Luftspalt (40) im Wesentlichen in einer Ebene erstreckt, und
zumindest ein erstes Asymmetrieelement (50), welches derart seitlich von dem Luftspalt
(40) beabstandet angeordnet ist, dass sich seitlich in Richtung der Ebene gesehen,
ein erster Abstand (41) des Leuchtengehäuses (12) zu dem ersten Asymmetrieelement
(50) ergibt,
wobei das Leuchtengehäuse (12) derart ausgebildet ist, dass auf einer dem ersten Asymmetrieelement
(50) gegenüberliegenden Seite des Luftspalts (40) kein Element innerhalb eines dem
ersten Abstand (41) entsprechenden Abstand angeordnet ist.
2. Leuchtenanordnung nach Anspruch 1,
wobei das erste Asymmetrieelement (50) derart angeordnet ist, dass sich seitlich in
Richtung der Ebene gesehen, der erste Abstand (41) als Abstand des ersten Gehäuseteils
(30) zu dem ersten Asymmetrieelement und ein zweiter Abstand (42) des zweiten Gehäuseteils
(20) zu dem ersten Asymmetrieelement (50) ergibt, und wobei das Leuchtengehäuse (12)
derart ausgebildet ist, dass auf einer dem ersten Asymmetrieelement (50) gegenüberliegenden
Seite des Luftspalts (40) kein Element innerhalb des zweiten Abstands (42) von dem
zweiten Gehäuseteil (30) angeordnet ist.
3. Leuchtenanordnung nach Anspruch 2,
wobei der zweite Abstand (42) größer ist als der erste Abstand (41).
4. Leuchtenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei sich das erste Asymmetrieelement (50) im Wesentlichen orthogonal zu der Ebene
erstreckt.
5. Leuchtenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, aufweisend:
ein zweites Asymmetrieelement (51), welches derart auf einer dem ersten Asymmetrieelement
(50) gegenüberliegenden Seite seitlich von dem Luftspalt (40) beabstandet angeordnet
ist, dass sich seitlich in Richtung der Ebene gesehen, ein dritter Abstand (43) des
Leuchtengehäuses (12) zu dem zweiten Asymmetrieelement (51) ergibt,
wobei der dritte Abstand (43) größer ist als der erste Abstand (41), und, wenn der
zweite Abstand (42) vorhanden ist, der dritte Abstand (43) größer ist als der zweite
Abstand (42).
6. Leuchtenanordnung nach Anspruch 5,
wobei das zweite Asymmetrieelement (51) derart angeordnet ist, dass sich seitlich
in Richtung der Ebene gesehen, der dritte Abstand (41) als Abstand des ersten Gehäuseteils
(30) zu dem zweiten Asymmetrieelement (51) und ein vierter Abstand (44) des zweiten
Gehäuseteils (20) zu dem zweiten Asymmetrieelement (51) ergibt.
7. Leuchtenanordnung nach Anspruch 6,
wobei der vierte Abstand (44) größer ist als der dritte Abstand (43).
8. Leuchtenanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
wobei sich das zweite Asymmetrieelement (51) im Wesentlichen orthogonal zu der Ebene
erstreckt.
9. Leuchtenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, ferner aufweisend ein Leuchtengesamtgehäuse,
wobei das Leuchtengehäuse (12) mit dem ersten Gehäuseteil (30) und dem zweiten Gehäuseteil
(20) sowie die Asymmetrieelemente (50, 51) in dem Leuchtengesamtgehäuse vorgesehen
sind.
10. Leuchtenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei das erste Asymmetrieelement und das zweite Asymmetrieelement als separate Elemente
bereitgestellt oder integral wenigstens mit einem der Teile (20, 30) des Leuchtengehäuses
(12) und/oder, falls die Leuchtenanordnung ein Leuchtengesamtgehäuse aufweist, integral
mit dem Leuchtengesamtgehäuse ausgebildet sind.
11. Leuchte (11) aufweisend eine Leuchtenanordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei wenigstens in dem ersten Gehäuseteil (30) bei einem Betrieb der Leuchte (11)
Wärme-erzeugende Bauteile (21), insbesondere Leuchtmittel wie LEDs, vorgesehen sind.
12. Leuchte (11) gemäß Anspruch 11,
wobei das erste Asymmetrieelement (50) derart angeordnet ist, dass sich bei einem
Betrieb der Leuchte (11) durch Konvektion von durch die Wärme-erzeugenden Bauteile
(31) erzeugter Warmluft ein Luftstrom durch den Luftspalt (40) in Richtung des ersten
Asymmetrieelements (50) einstellt.
13. Leuchte (11) gemäß Anspruch 11 oder 12, aufweisend eine Leuchtenanordnung gemäß einem
der Ansprüche 5 bis 10,
wobei das zweite Asymmetrieelement (51) derart angeordnet ist, dass sich bei einem
Betrieb der Leuchte (11) durch Konvektion von durch die Wärme-erzeugenden Bauteile
(31) erzeugter Warmluft ein Luftstrom durch den Luftspalt (40) aus Richtung des zweiten
Asymmetrieelements (51) in Richtung des ersten Asymmetrieelements (50) einstellt.
14. Leuchte (11) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei in dem zweiten Gehäuseteil
(20) elektronische Bauteile (21) zum Betrieb der Leuchte, wie insbesondere eine Treiberschaltung,
vorgesehen sind.