[0001] Die Erfindung betrifft eine Einzeigeruhr zur analogen Anzeige der Uhrzeit - mindestens
in Stunden und Minuten - gemäss Anspruch 1.
[0002] Uhren mit analoger Zeitanzeige, bei welchen ein Stundenzeiger, ein Minutenzeiger
und gegebenenfalls ein Sekundenzeiger um ein gemeinsames Zentrum auf einem Zifferblatt
drehen, sind als Quarzuhren oder mechanische Uhren allgemein bekannt. Das Zifferblatt
ist dabei in der Regel mit einer Stunden-, Minuten- und gegebenenfalls Sekundeneinteilung
versehen. Anhand der Stellung der Zeiger ist die jeweilige Uhrzeit ablesbar.
[0003] Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine sogenannte "Einzeigeruhr",
also eine Uhr, die nur einen einzigen Zeiger, nämlich einen Stundenzeiger (der in
12 oder 24 Stunden eine volle Umdrehung ausführt) besitzt. Beispielhafte Einzeigeruhren
sind etwa Sonnenuhren oder ältere Turmuhren, die früher aufgrund ihrer geringen Laufgenauigkeit
nur mit dem Stundenzeiger ausgerüstet wurden. Aber auch in der Armbanduhrindustrie
sind Uhren mit nur einem Zeiger wohlbekannt, beispielsweise unter der Marke "MeisterSinger",
deren gleichnamiger Uhrenhersteller sich auf die Herstellung von mechanischen Einzeigeruhren
spezialisiert hat. Bei solchen Uhren bewegt sich der Zeiger in 12-Stunden um 360°
über einem Zifferblatt mit einer 5-Minuten-Unterteilung, also einem Zifferblatt, das
radial in 144 Strich-Intervallunterteilungen unterteilt ist.
[0004] Eine Lösung für eine Einzeigeruhr mit einer grösseren Anzeigegenauigkeit ist beispielsweise
aus der
DE 10 2011 114 466 bekannt. Diese Einzeigeruhr weist ein stationäres Minutenzifferblatt, einen Minutenzeiger,
also einen Zeiger, der in einer Stunde eine volle Umdrehung ausführt, sowie einen
konzentrisch zum Minutenzeiger drehenden Stundenring auf. Mittels eines mechanischen
Uhrwerks werden der Minutenzeiger und der Stundenring in einem bestimmten Verhältnis
zueinander angetrieben. Aufgrund des drehenden Stundenzifferblatts ist die Orientierung
auf der Uhr schwierig, da man sich in Bezug auf Uhren normalerweise anhand der zuoberst
stehenden Stundenzahl 12 bzw. 24 orientiert. Dadurch wird das Ablesen der Uhrzeit
deutlich erschwert.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine alternative Einzeigeruhr
bereitzustellen, die es erlaubt, mit lediglich einem einzigen Zeiger die Uhrzeit möglichst
präzise und intuitiv verständlich anzuzeigen.
[0006] Die obige Aufgabe wird durch die Einzeigeruhr gemäss Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die erfindungsgemässe Einzeigeruhr dient der analogen Anzeige der Uhrzeit, mindestens
in Stunden und Minuten, und weist ein stillstehendes Stundenzifferblatt, ein sich
wenigstens annähernd kontinuierlich um ein Zentrum drehendes Minutenzifferblatt und
einen sich wenigstens annähernd kontinuierlich im Uhrzeigersinn um das Zentrum drehenden
Stundenzeiger auf. Der Begriff "wenigstens annähernd kontinuierlich" bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass die Bewegung vom menschlichen Auge als eine gleichmäßig fliessende
Bewegung wahrgenommen wird.
[0008] Die Einzeigeruhr kann entweder als 12- oder 24-Stunden-Uhr ausgebildet sein. Im Falle
einer 12-Stunden-Uhr führt der Stundenzeiger in 12 Stunden im Uhrzeigersinn eine volle
Umdrehung aus und das Minutenzifferblatt dreht sich im Uhrzeigersinn 13 oder im Gegenuhrzeigersinn
11 mal schneller wie der Stundenzeiger. Ist die erfindungsgemässe Einzeigeruhr als
24-Stunden-Uhr ausgebildet, so dauert es 24 Stunden, bis der Stundenzeiger eine volle
Umdrehung im Uhrzeigersinn um das Zentrum ausgeführt hat und das Minutenzifferblatt
dreht sich in diesem Falle im Uhrzeigersinn 25 mal oder im Gegenuhrzeigersinn 23 mal
schneller wie der Stundenzeiger.
[0009] Die Verwendung eines drehenden Minutenzifferblatts erlaubt, dass bei der erfindungsgemässen
Einzeigeruhr die Zeit nur anhand eines einzigen Zeigers abgelesen werden und ermöglicht
sowohl eine übersichtliche als auch präzise Zeitanzeige. Im Gegensatz zu konventionellen
Uhren muss der Benutzer sich nicht auf mehrere Zeigerelemente konzentrieren, sondern
kann die Uhrzeit schnell und einfach anhand der Lage des Stundenzeigers in Bezug auf
das Stundenzifferblatt und das Minutenzifferblatt ablesen. Insbesondere ist die genaue
Uhrzeit alleine durch Blick auf den Stundenzeiger ablesbar, der auf dem Stundenzifferblatt
die Stunde und auf dem Minutenzifferblatt die Minute (und gegebenenfalls auf einem
Sekundenzifferblatt die Sekunde) anzeigt. Weiter hinterlässt die wenigstens annähernd
kontinuierliche Bewegung des Stundenzeigers und des Minutenzifferblatts einen ruhigen,
harmonischen Gesamteindruck.
[0010] Zur Anzeige der Uhrzeit ist das Stunden-, Minuten-und/oder Sekunden-Zifferblatt vorzugsweise
in gleichmäßige Abschnitte (Intervalle) unterteilt. Üblicherweise wird zur Anzeige
der Stunden das Stundenzifferblatt zwölfmal und das Minuten- bzw. Sekundenzifferblatt
zur Anzeige der Minuten bzw. Sekunden 60-mal unterteilt. Zur Darstellung der Einteilung
werden auf das Zifferblatt Indizes, Ziffern oder Zahlen aufgesetzt, 1 bis 12 bzw.
24 für die Stunden, 0 bis 60, oft in 5er- oder 10er-Schritten, für die Minuten und
Sekunden.
[0011] Bei einer 12-Stundenuhr ist das Stundenzifferblatt zur Anzeige der Uhrzeit demnach
bevorzugt im Uhrzeigersinn aufsteigend mit Ziffern 1 bis 12 beschriftet und weist
vorzugsweise eine Zifferblattskala mit kreisförmig angeordneten, radial ausgerichteten
Ziffern bzw. Intervallunterteilungen auf. Es ist natürlich auch möglich, lediglich
die Ziffern 3, 6, 9 und 12 auf dem Stundenzifferblatt anzugeben und gegebenenfalls
die weiteren Stundenziffern durch Intervallunterteilungen - z.B. Punkt- oder Strichmarkierungen
- zu ersetzen. Bei 24-Stundenuhren ist das Stundenzifferblatt vorzugsweise mit einer
Zeitskala von 1 bis 24 (oder 0 bis 23) versehen.
[0012] Das Minutenzifferblatt weist zur Anzeige der Uhrzeit bevorzugt ebenfalls eine Anzahl
in Umfangrichtung des Zifferblatts gleichmässig beabstandet angeordnete Ziffern (z.B.
auch Leuchtziffern), Zahlensymbole und/oder Intervallunterteilungen auf, die beispielsweise
radial aussen am Zifferblatt vorhanden sind. In der Regel sind zumindest vier Intervallunterteilungen
mit dazugehörigen Minutenzahlen - insbesondere 15, 30, 45 und 60 (oder 0) - angegeben.
Bevorzugt sind mindestens 4 Minutenzahlen und mindestens 12 Intervallunterteilungen,
vorzugsweise 12, 15, 30 oder 60 Intervallunterteilungen vorgesehen. Bei 60 Intervallunterteilungen
steht beispielsweise jede Intervallunterteilung für eine Minute. Weiter können die
Intervallunterteilungen, etwa in Form von radialen Strichmarkierungen, welche für
die Viertelstunde oder die Halbstunde stehen, jeweils kräftiger gezeichnet sein, um
das Ablesen des Minutenzifferblatts zu erleichtern.
[0013] Die Zahlen, Ziffern oder Symbole sind bevorzugt auf den jeweiligen Zifferblättern
aufgedruckt oder eingraviert und können jeweils in Umfangrichtung neben (im Uhrzeigersinn
vor- oder nachlaufend), radial innen oder radial aussen einer dazugehörigen Intervallunterteilung
angezeigt sein. Ausserdem sind sie bevorzugt in radialer Richtung ausgerichtet, wobei
die Stundenziffern gegebenenfalls auch in Umfangrichtung ausgerichtet sein können.
[0014] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform laufen der Stundenzeiger im Uhrzeigersinn
und das Minutenzifferblatt im Gegenuhrzeigersinn. Bei einer solchen gegenlaufenden
Drehbewegung des Stundenzeigers und des Minutenzifferblatts ist eine kleinere Übersetzung
vom Minutenzifferblatt in Bezug auf den Stundenzeiger, nämlich 11:1 (bei 12-Stunden-Uhr)
bzw. 23:1 (bei 24-Stunden-Uhr) notwendig, als bei mitlaufender Drehbewegung des Minutenzifferblatts
mit dem Stundenzeiger im Uhrzeigersinn, wo das Minutenzifferblatt in Bezug auf den
Stundenzeiger 13 bzw. 25 mal schneller angetrieben sein muss. Kleinere Übersetzungen
sind in der Uhrtechnik deshalb vorteilhaft, weil mit der Grösse einer Übersetzung
oftmals auch die Ungenauigkeit einer mechanischen Uhr zunimmt.
[0015] Falls gewünscht, kann die Uhr natürlich dennoch so konzipiert werden, dass der Stundenzeiger
und das Minutenzifferblatt (und gegebenenfalls das Sekundenzifferblatt) im Uhrzeigersinn
laufen. Da man sich bei Uhren an im Uhrzeigersinn bewegte Elemente gewöhnt ist, hat
dies den Vorteil, dass das Ablesen der Uhr keine grössere Umstellung der Lesegewohnheiten
erfordert.
[0016] Das Stunden-, Minuten- und/oder Sekundenzifferblatt ist bevorzugt aus Kunststoff,
Metall oder einer Metalllegierung gefertigt. Um der Uhr ein hochwertiges Erscheinungsbild
zu verleihen, sind die Zifferblätter bevorzugt aus Edelstahl, Aluminium, Titan, Gold,
Silber, Kupfer oder Messing gefertigt.
[0017] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind das Stundenzifferblatt und das Minutenzifferblatt
jeweils ringförmig oder scheibenförmig, insbesondere als Kreisring oder Kreisscheibe,
ausgebildet. Beispielsweise kann die Einzeigeruhr ein ringförmiges, radial äußeres
Stundenzifferblatt mit einem vieleckigen oder kreisringförmigen äusseren Rand und
einem kreisringförmigen inneren Rand sowie ein kreisring- oder kreisscheibenförmiges,
radial inneres Minutenzifferblatt aufweisen. Das bewegte Minutenzifferblatt ist bei
dieser Ausführungsform vom stehenden Stundenzifferblatt umrahmt.
[0018] In einer alternativen Ausführungsform umfasst die Einzeigeruhr ein radial inneres,
kreisscheibenförmiges Stundenzifferblatt und ein vorzugsweise kreisringförmiges, radial
äusseres Minutenzifferblatt. Das Minutenzifferblatt bewegt sich somit in Umfangrichtung
um das ruhende Stundenzifferblatt - oder anders gesagt, bei einer solchen Zifferblattkonstruktion
bewegt sich der Zeiger über das kreisscheibenförmige ruhende Stundenzifferblatt, während
sich das äussere, als Kreisring ausgebildete Minutenzifferblatt koaxial zum Stundenzeiger
bewegt.
[0019] Das Stundenzifferblatt und das Minutenzifferblatt können entweder in einer Ebene,
also aneinander angrenzend, oder übereinander bzw. überlappend angeordnet sein. Vorzugsweise
befinden sich die Zifferblätter in einer Ebene, was ein möglichst flaches Design der
Uhr erlaubt.
[0020] Sind das Stundenzifferblatt und das Minutenzifferblatt in einer Ebene angeordnet,
so existiert zwischen dem rotierenden Minutenzifferblatt und dem stillstehenden Stundenzifferblatt
bevorzugt ein minimaler Spalt, damit sich die Zifferblätter nicht berühren und das
Minutenzifferblatt im Wesentlichen reibungsfrei rotieren kann. Zwischen den beiden
Zifferblättern kann auch ein Zwischenring angeordnet sein, welcher eine für das Auge
sichtbare räumliche Trennung zwischen den zwei Zifferblättern schafft und der besseren
Ablesbarkeit der Uhr zugute kommt. Um eine deutlichere Unterscheidung der zwei Zifferblätter
zu ermöglichen, können diese auch unterschiedlich eingefärbt oder aus unterschiedlichen
Materialien, z.B. Gold und Silber, gefertigt sein.
[0021] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist die Einzeigeruhr ein zusätzliches
um das Zentrum drehendes Sekundenzifferblatt auf. Die vier möglichen Übersetzungsverhältnisse
von Stundenzeiger "StdZ" zu Minutenzifferblatt "MinZ" bzw. zu Sekundenzifferblatt
"SekZ" sind wie folgt:
12-Stunden-Uhr, wobei StdZ, MinZ und SekZ im Uhrzeigersinn drehen: Übersetzungsverhältnis
StdZ:MinZ:SekZ = 1:13:721.
12-Stunden-Uhr, wobei StdZ im Uhrzeigersinn dreht und MinZ und SekZ im Gegenuhrzeigersinn
drehen: Übersetzungsverhältnis StdZ:MinZ:SekZ = 1:11:719.
24-Stunden-Uhr, wobei StdZ, MinZ und SekZ im Uhrzeigersinn drehen: Übersetzungsverhältnis
StdZ:MinZ:SekZ = 1:25:1441.
24-Stunden-Uhr, wobei StdZ im Uhrzeigersinn dreht und MinZ und SekZ im Gegenuhrzeigersinn
drehen: Übersetzungsverhältnis StdZ:MinZ:SekZ = 1:23:1439.
[0022] Beispielsweise macht der Stundenzeiger bei 12-Stunden-Uhr in 12 Stunden 1 Umdrehung
(im Uhrzeigersinn). In der gleichen Zeit dreht sich das Minutenzifferblatt im Uhrzeigersinn
13 mal und das Sekundenzifferblatt - ebenfalls im Uhrzeigersinn - 721 mal.
[0023] Vorzugsweise befinden sich auf dem Sekundenzifferblatt 60 Intervallunterteilungen,
z.B. Punkte, die jeweils eine Sekunde markieren. Alternativ ist es auch möglich, auf
dem Sekundenzifferblatt lediglich eine kleinere Anzahl von Intervallunterteilungen
vorzusehen. Beispielsweise können durch sechs Intervallunterteilungen Zeitintervalle
von 10 Sekunden auf dem Sekundenzifferblatt markiert werden.
[0024] Das Sekundenzifferblatt dreht sich in der Regel in der gleichen Drehrichtung wie
das Minutenzifferblatt und kann sich somit mit letzterem entweder im Uhrzeigersinn
oder im Gegenuhrzeigersinn drehen. Bevorzugt drehen das Minutenzifferblatt und das
Sekundenzifferblatt im Gegenuhrzeigersinn, wodurch kleinere Übersetzungen nötig sind
als bei einer Drehrichtung im Uhrzeigersinn.
[0025] In Analogie zu den oben dargestellten Ausführungsformen ist auch das Sekundenzifferblatt
bevorzugt kreisscheibenförmig oder kreisringförmig ausgebildet. Besonders bevorzugt
bildet das Sekundenzifferblatt einen radial aussen am Stunden- und/oder Minutenzifferblatt
angeordneten Kreisring oder eine radial innen vom Stunden- und/oder Minutenzifferblatt
angeordnete Kreisscheibe.
[0026] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist die Einzeigeruhr ein mechanisches
oder elektrisches Uhrwerk auf, welches zum Antreiben eines mit dem Stundenzeiger über
eine Stundenwelle verbundenen Stundenrads und eines mit dem Minutenzifferblatt verbundenen
Minutenrads dient.
[0027] Im Falle eines mechanischen Uhrwerks wird diese beispielsweise von einer Feder in
einem Gehäuse (sog. Federhaus) angetrieben. Die Feder bewirkt, dass sich das gesamte
Federhaus dreht und eine Reihe von Zahnrädern (sog. Räderwerk, auch Getriebe genannt)
antreibt, die letztlich den Stundenzeiger und das Minutenzifferblatt (und gegebenenfalls
das Sekundenzifferblatt) der Uhr bewegen, so dass auf der Uhr die Zeit abgelesen werden
kann. Die Feder des Uhrwerks wird in der Regel von einem Selbstaufzugmechanismus ständig
neu gespannt. Dieser Selbstaufzugmechanismus besteht aus einer Schwingmasse, die aufgrund
der Schwerkraft und der Trägheit eine Konstruktion zum Aufzug der Feder antreibt,
wenn die Uhr bewegt wird. Damit das Uhrwerk nicht zu schnell, sondern vielmehr möglichst
genau läuft, wird das Räderwerk zudem von einer Hemmung gebremst, welche wiederum
von einem Rad, das an einer kleineren Feder schwingt (sog. Unruh), sowie einer Ankergabel
gesteuert wird.
[0028] Ist die Einzeigeruhr eine 12-Stunden-Uhr, wird das Stundenrad im Uhrzeigersinn mit
einer Drehgeschwindigkeit von 30° pro Stunde angetrieben und das Minutenrad ist mit
einer Drehgeschwindigkeit von 330° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn oder 390° pro
Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben.
[0029] Analog dazu ist das Stundenrad bei einer 24-Stunden-Uhr im Uhrzeigersinn mit einer
Drehgeschwindigkeit von 15° pro Stunde angetrieben und das Minutenrad dreht mit einer
Drehgeschwindigkeit von 345° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn oder 375° pro Stunde
im Uhrzeigersinn.
[0030] Das Stundenrad wird beispielsweise vom Uhrwerk direkt oder über ein anderes Zahnrad
vom Uhrwerk angetrieben. Am Stundenrad ist die Stundenwelle befestigt, an welcher
an einem dem Stundenrad gegenüberliegenden Ende der Stundenzeiger fixiert ist und
die jeweilige Stunde auf dem Stundenziffernblatt anzeigt.
[0031] Mit "Antrieb" des Stunden- und Minutenrads durch das Uhrwerk wird hierbei sowohl
eine direkte Übertragung einer Antriebskraft auf das Stunden- bzw. Minutenrad verstanden
als auch ein Antrieb, der ausgehend vom Uhrwerk über zwischengeschaltete Elemente
eines Räderwerks erfolgt. Der Antrieb des Stundenrads und des Minutenrads kann einerseits
unabhängig voneinander erfolgen, oder dadurch, dass das eine Rad vom Uhrwerk angetrieben
rotiert und die Drehbewegung mittels eines Über- oder Untersetzungsgetriebes auf das
andere Rad übertragen wird. Insbesondere kann das Minutenrad über ein Übersetzungsgetriebe
durch das Stundenrad angetrieben werden. Alternativ ist es möglich, das Stundenrad
über ein Untersetzungsgetriebe durch das Minutenrad anzutreiben, das vom Uhrwerk mit
der gewünschten Drehgeschwindigkeit von 330° bzw. 345° im Gegenuhrzeigersinn oder
390° bzw. 375° im Uhrzeigersinn pro Stunde angetrieben wird.
[0032] Die erfindungsgemässe Einzeigeruhr ist eine Uhr mit einer analogen Zeitanzeige und
ist beispielsweise als Tischuhr, Wanduhr, Taucheruhr, Taschenuhr oder auch als Armbanduhr
verwendbar. Als physische Uhr weist die Einzeigeruhr in der Regel ein Uhrgehäuse auf,
in welchem das elektrische oder mechanische Uhrwerk, der Stundenzeiger sowie das drehende
Minutenzifferblatt und bevorzugt auch das stationäre Stundenzifferblatt der erfindungsgemässen
Einzeigeruhr enthalten ist. Das Uhrgehäuse weist zeigerseitig bevorzugt eine transparente
Abdeckung auf, die beispielsweise aus Glas, Saphir oder einem anderen durchsichtigen
Material gefertigt ist und vorzugsweise das Gehäuse gegen aussen dicht abschliesst,
um ein Eindringen von Feuchtigkeit oder Schmutz zu verhindern. Das stillstehende Stundenzifferblatt
kann allerdings auch ausserhalb des Uhrgehäuses angeordnet sein, nämlich als vorzugsweise
kreisförmiger Zifferblattring, der radial aussen der transparenten Abdeckung am Uhrgehäuse
angeordnet ist.
[0033] Das Uhrwerk kann von beliebiger Art sein und weist im Allgemeinen eine Hauptplatte
auf, über welcher zeigerseitig das stationäre Stundenzifferblatt und/oder das bewegte
Minutenzifferblatt (und/oder gegebenenfalls das Sekundenzifferblatt) angeordnet ist.
Das direkt vom Uhrwerk angetriebene Stundenrad und/oder Minutenrad ist üblicherweise
auf der anderen Seite (d.h. der der Überdeckung abgewandten Seite) der Hauptplatte
angeordnet und die Stundenwelle mit dem daran befestigten Stundenzeiger und/oder die
Minutenwelle mit der daran befestigten Minutenscheibe ragen durch in der Hauptplatte
vorhandene Durchgangsbohrungen in Richtung Überdeckung der Uhr.
[0034] Das Minutenzifferblatt (und/oder gegebenenfalls das Sekundenzifferblatt) kann direkt
vom Uhrwerk oder alternativ auch indirekt über ein ausserhalb des Uhrwerks gelagertes,
mit der Stundenwelle und dem Minutenzifferblatt im Eingriff stehendes Übersetzungsgetriebe
angetrieben sein. Im letzteren Falle ist in der Regel an der Stundenwelle ein Ritzel
mit einer Aussenverzahnung befestigt, in welche ein erstes Zahnrad des Übersetzungsgetriebes
eingreift. Das Minutenzifferblatt ist an der Stundenwelle frei drehbar gelagert. Zum
Antreiben des Minutenzifferblatts weist diese beispielsweise auf der dem Uhrwerk zugewandten
(d.h. unteren) Seite ein fest mit dem Minutenzifferblatt verbundenes, kreisringförmiges
Minutenrad mit einer Innenverzahnung auf. In besagte Innenverzahnung kann ein zweites
Zahnrad des Übersetzungsgetriebes eingreifen, wobei dieses zweite Zahnrad entweder
direkt oder über weitere zwischengelagerte Zahnräder mit dem ersten Zahnrad des Übersetzungsgetriebes
in Verbindung steht. Die vom Uhrwerk bewirkte Rotation der Stundenwelle wird so vom
Ritzel über das erste Zahnrad direkt oder indirekt an das zweite Zahnrad des Übersetzungsgetriebes
weitergegeben und das zweite Zahnrad bewirkt die Drehbewegung des Minutenzifferblatts.
In analoger Art und Weise kann auch ein gegebenenfalls vorhandenes Sekundenzifferblatt
über ein Übersetzungsgetriebe durch die Stundenwelle oder die Minutenwelle angetrieben
sein.
[0035] Insgesamt ist das Uhrwerk vorzugsweise von der Art, wie es standardmässig für mechanisch
betriebene Uhren verwendet wird und daher nicht weiter erläutert werden muss. Um das
Uhrwerk stellen zu können, verfügt es ausserdem in der Regel über einen Räderwerkstellmechanismus,
der normalerweise über eine Schaltvorrichtung und einen Stellhebel betätigt wird.
Der Stellhebel ragt aus der Uhr heraus und weist dort eine Krone auf, so dass er von
Hand gedreht werden kann.
[0036] Einem Fachmann ist klar, dass anstelle eines mechanischen Uhrwerks auch ein elektrisches
Uhrwerk verwendet werden kann. In elektrischen Uhrwerken wird eine Teilfunktion, oder
die gesamte Funktion des Uhrwerkes elektrisch realisiert. Bekannte Beispiele für elektrische
Uhrwerke sind beispielsweise Quarzuhren oder Batterie-betriebene Uhrwerke.
[0037] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die Einzeigeruhr keine physische Uhr,
sondern eine digitale Uhranzeige, die als Teil einer grafischen Benutzeroberfläche
(GUI) als analoge 12- oder 24-Stunden-Uhr auf einem Display angezeigt wird. Auf mobilen
Geräten, wie etwa Tablets oder Smartphones, kann die Uhr etwa als "widget" (also als
eine fensterartige Komponente auf der grafischen Benutzeroberfläche) auf dem Display
angezeigt werden. Die Bewegung des Stundenzeigers sowie des Minutenzifferblatts und
gegebenenfalls des Sekundenziffernblatts wird bei dieser Ausführungsform über ein
Computerprogramm gesteuert.
[0038] Die vorliegende Erfindung betrifft somit auch eine Einzeigeruhr, die als erfindungsgemässe
12- oder 24-Stunden-Uhr durch Ausführen eines Computerprogramms auf einer Computereinheit
als Teil einer grafischen Benutzeroberfläche auf einem mit der Computereinheit verbundenen
Display angezeigt ist.
[0039] Die erfindungsgemässe Einzeigeruhr kann insofern auch auf irgendeinem Display angezeigt
werden, sofern dieser mit einer Computereinheit verbunden ist, auf welcher das Uhr-Computerprogramm
ausführbar ist. Vorzugsweise ist die Computereinheit in einen Desktop-, Laptop- oder
Tabletcomputer, ein Smartphone oder eine Smartwatch integriert, so dass die erfindungsgemässe
Einzeigeruhr auf dem Computerbildschirm bzw. dem Smartphone- oder Smartwatchdisplay
angezeigt wird.
[0040] Die vorliegende Erfindung umfasst daher nicht nur physische Einzeigeruhren sondern
betrifft insbesondere auch ein Computerprogramm, das zum Anzeigen einer erfindungsgemässen
Einzeigeruhr als Teil einer graphischen Benutzeroberfläche auf einem Display auf einer
mit dem Display verbundenen Computereinheit ausführbar ist. Das Computerprogramm zum
Anzeigen der Uhr ist vorzugsweise mit diversen Betriebssystemen wie Microsoft Windows,
Android oder iOS kompatibel.
[0041] Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier Ausführungsbeispiele in Verbindung mit
den dazugehörigen Figuren näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen 12-Stunden-Einzeigeruhr
mit einem kreisringförmigen, radial äusseren, stationären Stundenzifferblatt, einem
im Uhrzeigersinn drehenden Stundenzeiger und einem kreisscheibenförmigen, ebenfalls
im Uhrzeigersinn drehenden, radial inneren Minutenzifferblatt;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Einzeigeruhr;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine alternative Ausführungsform einer 12-Stunden-Einzeigeruhr
mit einem im Uhrzeigersinn drehenden Stundenzeiger, einem kreisringförmigen, im Uhrzeigersinn
drehenden, radial äusseren Minutenzifferblatt und einem stationären, kreisscheibenförmigen,
radial inneren Stundenzifferblatt;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die in Fig. 3 gezeigte Einzeigeruhr;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen 12-Stunden-Einzeigeruhr
mit einem stationären, kreisringförmigen, radial äusseren Stundenzifferblatt, einem
im Uhrzeigersinn drehenden Stundenzeiger und einem kreisscheibenförmigen, im Gegenuhrzeigersinn
drehenden, radial inneren Minutenzifferblatt;
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch die in Fig. 5 gezeigte Einzeigeruhr;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen 24-Stunden-Einzeigeruhr,
mit einem im Uhrzeigersinn drehenden Stundenzeiger, einem stationären, kreisringförmigen,
radial äusseren Stundenzifferblatt und einem kreisscheibenförmigen, im Uhrzeigersinn
drehenden, radial inneren Minutenzifferblatt;
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch die in Fig. 7 gezeigte Einzeigeruhr;
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf eine 24-Stunden-Einzeigeruhr mit einem im Uhrzeigersinn drehenden
Stundenzeiger, einem stationären, kreisringförmigen, radial äusseren Stundenzifferblatt,
einem kreisscheibenförmigen, im Uhrzeigersinn drehenden, radial inneren Sekundenzifferblatt
und einem kreisringförmigen, zwischen dem Stunden- und dem Sekundenzifferblatt angeordneten,
im Uhrzeigersinn drehenden Minutenzifferblatt;
- Fig. 10
- einen Querschnitt durch die in Fig. 9 gezeigte Einzeigeruhr;
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen 24-Stunden-Einzeigeruhr
mit einem stationären, kreisringförmigen, radial äusseren Stundenzifferblatt, einem
im Uhrzeigersinn drehenden Stundenzeiger und einem kreisscheibenförmigen, im Gegenuhrzeigersinn
drehenden, radial inneren Minutenzifferblatt;
- Fig. 12
- einen Querschnitt durch die in Fig. 11 gezeigte Einzeigeruhr;
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf eine alternative Ausführungsform einer 24-Stunden-Einzeigeruhr
mit einem stationären, kreisringförmigen radial äusseren Stundenzifferblatt, einem
im Uhrzeigersinn drehenden, speziell geformten Stundenzeiger und einem kreisringförmigen,
im Gegenuhrzeigersinn drehenden, radial inneren Minutenzifferblatt;
- Fig. 14
- einen Querschnitt durch die in Fig. 13 gezeigte Einzeigeruhr;
- Fig. 15
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer digitalen 24-Stunden-Einzeigeruhr,
die auf einem Display einer Smartwatch angezeigt ist; und
- Fig. 16
- einen Querschnitt durch die in Fig. 15 gezeigte Smartwatch.
[0042] Die in den Fig. 1 bis 14 gezeigten Einzeigeruhren (hier als Armbanduhren gezeigt)
weisen ein mechanisches Uhrwerk 1, einen Stundenzeiger 3, ein stationäres Stundenzifferblatt
5 sowie ein bewegtes Minutenzifferblatt 7 und gegebenenfalls ein bewegtes Sekundenzifferblatt
15 (Fig. 9) auf. Zeitinformationen werden somit einerseits durch den Stundenzeiger
3 und andererseits durch das Minutenzifferblatt 7 (und gegebenenfalls durch das Sekundenzifferblatt
15) angezeigt.
[0043] Des Weiteren weisen die in den Figuren 1 bis 14 gezeigten Einzeigeruhren jeweils
ein rundes Gehäuse 19 auf, das von einer transparenten Überdeckung 21, z.B. aus Glas,
Saphir oder Kunststoff, bedeckt ist und in welchem das mechanische Uhrwerk 1 sowie
die weiteren dazugehörigen Uhrkomponenten (wie etwa Stundenzeiger 3 und Zifferblätter
5, 7, 15) angeordnet sind. Die transparente Überdeckung 21 dichtet den Innenraum des
Gehäuses gegen aussen ab, so dass die im Gehäuse 19 angeordneten Uhrkomponenten vor
äusseren Einflüssen, z.B. Feuchtigkeit und Schmutz, geschützt sind.
[0044] Die Schnitt-Figuren 2, 4, 6, 8, 10, 12 und 14 zeigen jeweils einen Querschnitt senkrecht
zur Zifferblattebene, durch das Zentrum 27 der Einzeigeruhr. In diesen Figuren sind
das Uhrwerk 1 und die jeweiligen Antriebsmittel für den Stundenzeiger 3 und das Minutenzifferblatt
7 (und gegebenenfalls das Sekundenzifferblatt 15) sichtbar.
[0045] Das Uhrwerk 1 weist in bekannter Art und Weise eine Hauptplatte 23 auf. Der Stundenzeiger
3 ist von einer Stundenwelle 9 getragen, die über ein im Uhrwerk 1 gelagertes und
insofern nicht sichtbares Stundenrad vom Uhrwerk 1 angetrieben ist. Die Stundenwelle
9 ragt vom Uhrwerk 1 durch eine zentrale Durchgangsbohrung 25 in der Hauptplatte 23
in Richtung Überdeckung 21. Das Uhrwerk 1 ist damit auf der einen Seite der Hauptplatte
23 positioniert, während sich der an der Stundenwelle 9 fixierte Stundenzeiger 3 auf
der anderen Seite der Hauptplatte 23 befindet.
[0046] Zwischen der Hauptplatte 23 und der transparenten Überdeckung 21 sind der Stundenzeiger
3, das stationäre Stundenzifferblatt 5 sowie das rotierende Minutenzifferblatt 7 angeordnet.
Dabei ist der Stundenzeiger 3 zwischen der transparenten Überdeckung 21 und dem Minutenzifferblatt
7 positioniert. Das Minutenzifferblatt 7 dreht sich konzentrisch mit dem Stundenzeiger
3 um ein gemeinsames Drehzentrum 27, wobei die gemeinsame Drehachse mit der Längsachse
der Stundenwelle 9 zusammenfällt. Das Minutenzifferblatt 7 ist somit an der Stundenwelle
9 frei drehbar gelagert.
[0047] Bei den gezeigten mechanisch angetriebenen Einzeigeruhren ist das Minutenzifferblatt
7 entweder mit einer Minutenwelle 29 verbunden, die direkt vom Uhrwerk 1 angetrieben
wird (Fig. 6), oder es wird indirekt von der Stundenwelle 9 angetrieben, indem die
Rotation der Stundenwelle 9 über ein zwischengeschaltetes Übersetzungsgetriebe 13
auf das Minutenzifferblatt 7 übertragen wird - wie in den Fig. 2, 4, 8, 10, 12 und
14 dargestellt.
[0048] Das Übersetzungsgetriebe 13 ist jeweils lediglich schematisch angedeutet und deshalb
sind die einzelnen Zahnräder des Getriebes 13 nicht gezeigt. In der Regel ist an der
Stundenwelle 9 ein Ritzel 10 mit einer Aussenverzahnung befestigt, mit welcher ein
erstes Zahnrad des Übersetzungsgetriebes 13 kämmt. Das Minutenzifferblatt ist auf
der dem Uhrwerk 1 zugewandten (d.h. unteren) Seite fest mit einem kreisringförmigen,
eine Innenverzahnung aufweisenden Minutenrad 11 verbunden. In besagte Innenverzahnung
greift ein zweites Zahnrad des Übersetzungsgetriebes 13 ein, das entweder direkt oder
über weitere zwischengelagerte Zahnräder mit dem ersten Zahnrad des Übersetzungsgetriebes
13 in Verbindung steht. Die vom Uhrwerk 1 bewirkte Rotation der Stundenwelle 9 wird
so vom Ritzel 10 über das erste Zahnrad direkt oder indirekt an das zweite Zahnrad
des Übersetzungsgetriebes 13 weitergegeben und das zweite Zahnrad bewirkt die Drehbewegung
des Minutenzifferblatts 7.
[0049] Der Aufbau und die Funktionsweise derartiger Übersetzungsgetriebe sind allgemein
bekannt.
[0050] Das Uhrwerk 1 ist so ausgebildet, dass sich die Stundenwelle 9 (und damit auch der
Stundenzeiger 3) und das Minutenzifferblatt 7 wenigstens annähernd kontinuierlich,
das heisst für das menschliche Auge nicht sprunghaft (wie bei einer Datumsanzeige),
sondern gleichmässig und ohne Unterbrechung bewegen.
[0051] Die Drehgeschwindigkeit des Stundenzeigers 3 ist bei sogenannten 12-Stunden-Uhren,
bei welchen der Stundenzeiger 3 im Uhrzeigersinn in zwölf Stunden eine volle Umdrehung
ausführt, doppelt so gross wie bei 24-Stunden-Uhren, bei welchen der Stundenzeiger
3 für eine volle Umdrehung 24 Stunden benötigt. Die Drehgeschwindigkeit des Minutenzifferblatts
7 (und gegebenenfalls des Sekundenzifferblatts 15) ist hingegen davon abhängig, ob
es sich zusammen mit dem Stundenzeiger 3 im Uhrzeigersinn oder entgegen dessen Drehrichtung
im Gegenuhrzeigersinn bewegt. Auf die genauen Übersetzungsverhältnisse von Stundenzeiger
3 zu Minutenzifferblatt 7 wird nachfolgend näher eingegangen.
[0052] Zur Zeitanzeige in Stunden, Minuten und gegebenenfalls Sekunden weisen die Zifferblätter
der Einzeigeruhr in der Regel Ziffern oder Symbole auf. Bei 12-Stunden-Uhren weist
das Stundenzifferblatt 5 normalerweise zeigerseitig zwölf Stundenziffern 33 (von 1
bis 12) und bei 24-Stunden-Uhren entsprechend vierundzwanzig Stundenziffern 33 (von
1 bis 24 oder 0 bis 23) auf. Wie etwa in Fig. 1 gezeigt, können die Stundenziffern
33 in einem radial äusseren, peripheren Abschnitt des Stundenzifferblatts 5 angeordnet
sein. Bei allen gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Stundenziffern 33 in Umfangrichtung
des Zifferblatts 5 gleichmässig beabstandet angeordnet. Da sich der Stundenzeiger
3 stets im Uhrzeigersinn bewegt, sind die Stundenziffern 33 auf dem Stundenzifferblatt
5 jeweils im Uhrzeigersinn aufsteigend angeordnet.
[0053] In Analogie zum Stundenzifferblatt 5 weist das Minutenzifferblatt 7 in der Regel
Minutenziffern 35 auf. Diese sind in Abhängigkeit der Drehrichtung des Minutenzifferblatts
7 entweder im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn aufsteigend angeordnet.
[0054] Unabhängig von den gezeigten Ausführungsbeispielen können die Stunden- bzw. Minutenziffern
33, 35 auf dem Stunden- bzw. Minutenzifferblatt 5, 7 arabische oder römische Ziffern
(bzw. Zahlensymbole) oder sonstige Symbole sein und können parallel (also in radialer
Richtung) oder auch orthogonal zum Kreisbogen ausgerichtet sein.
[0055] Nachfolgend werden die einzelnen Ausführungsformen im Detail erläutert:
Bei der in Fig. 1 gezeigten 12-Stunden-Uhr zeigt der strichförmige, im Uhrzeigersinn
bewegte Stundenzeiger 3 auf dem äusseren, kreisringförmigen, stationären Stundenzifferblatt
5 die Stunde und gleichzeitig auf dem inneren, kreisscheibenförmigen, im Uhrzeigersinn
bewegten Minutenzifferblatt 7 die Minute an. Die Stundenwelle 9 mit dem Stundenzeiger
3 dreht bei diesem Beispiel im Uhrzeigersinn mit einer Rotationsgeschwindigkeit von
30° pro Stunde, während das Minutenzifferblatt 7 mittels Übersetzungsgetriebe 13 wenigstens
annähernd kontinuierlich mit einer Drehgeschwindigkeit von 390° pro Stunde - ebenfalls
im Uhrzeigersinn - angetrieben ist. Das Minutenzifferblatt 7 dreht bei der gezeigten
Ausführungsform insofern 13 mal schneller als die Stundenwelle 9 mit dem daran befestigten
Stundenzeiger 3. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Uhrzeit von 9 Uhr
und 0 Minuten, also "punkt 9 Uhr" angezeigt.
[0056] Fig. 2 zeigt, dass bei der Einzeigeruhr aus Fig. 1 das Minutenzifferblatt 7 über
das Übersetzungsgetriebe 13 von der Stundenwelle 9 angetrieben ist. Das Übersetzungsgetriebe
13 greift mit dem ersten Zahnrad in die Aussenverzahnung des an der Stundenwelle 9
fixierten Ritzels 10 ein und die Rotation der Stundenwelle 9 wird so auf das erste
Zahnrad des Übersetzungsgetriebes 13 übertragen. Das vom Uhrwerk 1 angetriebene Stundenrad
dreht also die Stundenwelle 9 mit dem daran befestigten Stundenzeiger 3 im Uhrzeigersinn
und durch die Stundenwelle 9 wird das erste Zahnrad des Übersetzungsgetriebes 13 im
Gegenuhrzeigersinn gedreht. Da bei der in Fig. 1 bzw. Fig. 2 gezeigten Ausführungsform
der Stundenzeiger und das Minutenzifferblatt beide im Uhrzeigersinn drehen, muss die
Rotation des im Gegenuhrzeigersinn drehenden ersten Zahnrads insofern an mindestens
ein zweites Zahnrad weitergegeben werden, um die Rotationsbewegung der Stundenwelle
9 - mit einer Übersetzung von 1:13 - auf das Minutenzifferblatt 7 zu übertragen.
[0057] Die in den Figuren dargestellten Übersetzungsgetriebe sind jeweils lediglich schematisch
angedeutet. Wie in der Uhrentechnik allgemein bekannt, umfassen solche Übersetzungsgetriebe
normalerweise Stifte mit einem jeweiligen Ritzel, mit welchem ein jeweiliges Zahnrad
kämmt. Zwei im Eingriff stehende Zahnräder können ausserdem durch Stifte gekoppelt
koaxial übereinander liegend angeordnet sein.
[0058] In Fig. 3 ist das bewegte, kreisringförmige Minutenzifferblatt 7 radial aussen in
Bezug auf das innere, kreisscheibenförmige Stundenzifferblatt 5 angeordnet. Der Antrieb
des Stundenzeigers 3 erfolgt, wie oben für Fig. 1 dargelegt, über die direkt vom Uhrwerk
1 angetriebene Stundenwelle 9 und das Minutenzifferblatt 7 wird über das Übersetzungsgetriebe
13 von der Stundenwelle 9 angetrieben.
[0059] Der Stundenzeiger 3 erstreckt sich in der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform über
das Stundenzifferblatt 5 hinaus bis in den radial äusseren Kreisring des Minutenzifferblatts
7. Das radial äussere Minutenzifferblatt 7 weist im Bereich eines radial inneren Randabschnitt
ausserdem radiale Strichmarkierungen 39 als Minuten-Intervallunterteilungen sowie
Minutenziffern 35 zur Minutenzahlangabe auf. Jede Strichmarkierung 39 steht jeweils
für eine Minute und zur besseren Ablesbarkeit der Minutenanzeige ist jede fünfte Strichmarkierung
40 in radialer Richtung in Richtung äusserer Rand des Minutenzifferblatts 7 verlängert.
Jeweils im Uhrzeigersinn vorlaufend einer 5-Minuten-Strichmarkierungen 40 ist eine
dazugehörige Minutenzahl 35 angegeben. Die Stundenzahlen 33 sind hingegen jeweils
im Uhrzeigersinn nachlaufen einer jeweiligen Stunden-Intervallunterteilung (bzw. Stundenstrichmarkierung)
41 auf dem radial inneren, kreisscheibenförmigen Stundenzifferblatt 5 angegeben. Dies
hat den Vorteil, dass die Stunden- oder Minutenziffern 33, 35 nicht durch den Stundenzeiger
3 verdeckt und somit frei ablesbar sind, wenn sich der Stundenzeiger 3 auf einer dazugehörigen
Minuten- oder Stunden-Strichmarkierung 39, 41 befindet.
[0060] In Fig. 5 ist eine 12-Stunden-Einzeigeruhr mit einem im Uhrzeigersinn drehenden Stundenzeiger
3 und einem im Gegenuhrzeigersinn drehenden Minutenzifferblatt 7 dargestellt. Bei
dieser Ausführungsform dreht sich das Minutenzifferblatt 7 also entgegen der Drehrichtung
des Stundenzeigers 3. Dementsprechend ist der Stundenzeiger 3 direkt vom Uhrwerk 1
mit einer Drehgeschwindigkeit von 30° pro Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben und
das Minutenzifferblatt 7 bewegt sich, ebenfalls vom Uhrwerk 1 direkt angetrieben,
mit einer Drehgeschwindigkeit von 330° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn. Das
[0061] Übersetzungsverhältnis von Stundenwelle 9 zu Minutenzifferblatt 7 ist bei der gezeigten
Ausführungsform somit 1:11.
[0062] Anders als bei der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsformen erfolgt der Antrieb
des Minutenzifferblatts 7 bei der in Fig. 5 bzw. 6 gezeigten Einzeigeruhr insofern
nicht von der Stundenwelle 9 über ein aussen am Uhrwerk 1 gelagertes Übersetzungsgetriebe
13 sondern das Minutenzifferblatt 7 wird ebenfalls direkt durch das Uhrwerk 1 angetrieben.
Das Minutenzifferblatt 7 ist bei diesem Ausführungsbeispiel frei drehbar an der Stundenwelle
9 gelagert und von einer Minutenwelle 29 - hier einem Minutenrohr - getragen. Das
Minutenrohr 29 ist über ein im Uhrwerk 1 angeordnetes und daher nicht sichtbares Minutenrad
angetrieben. Die Stundenwelle 9 ist im Innern des Minutenrohrs 29 angeordnet und ragt
in Richtung der transparenten Abdeckung über das Minutenrohr 29 hinaus, so dass der
Stundenzeiger 3 über dem vom Minutenrohr 29 getragenen Minutenzifferblatt 7 rotieren
kann. Die Übersetzung von Stundenwelle 9 zu Minutenwelle 29 (oder alternativ eine
Untersetzung von Minutenwelle zu Stundenwelle) passiert insofern im Uhrwerk 1 selber,
mittels eines darin angeordneten Übersetzungsgetriebes (bzw. Untersetzungsgetriebes).
[0063] Gemäss einer nicht gezeigten Ausführungsform kann der Stundenzeiger 3 bzw. die Stundenwelle
9 natürlich auch über ein Untersetzungsgetriebe von der Minutenwelle gedreht werden.
Solche Ausführungsformen, bei welchen das Minutenzifferblatt bzw. die Minutenwelle
direkt durch Antreiben eines im Uhrwerk gelagerten Minutenrads vom Uhrwerk getrieben
wird und der Stundenzeiger indirekt über ein zwischengeschaltetes Untersetzungsgetriebe
von der Minutenwelle rotiert, sind insofern vorteilhaft, da Untersetzungen im allgemeinen
einfacher und präziser herstellbar sind als Übersetzungen, insbesondere im Falle von
grossen Übersetzungsverhältnissen, wie etwa bei einer Übersetzung von Stundenzeiger
auf Sekundenzifferblatt.
[0064] In den Fig. 7 bis 14 ist jeweils eine 24-Stunden-Uhr gezeigt. Vom Aufbau her sind
sich die in den Fig. 1-2 und die in den Fig. 7-8 gezeigten Ausführungsformen sehr
ähnlich, mit dem Unterschied, dass das Stundenzifferblatt 5 in 24 anstatt 12 Stunden
unterteilt ist und der Stundenzeiger 3 somit 24 Stunden für eine volle Umdrehung benötigt.
Bei den in Fig. 7-10 gezeigten Ausführungsbeispielen dreht der Stundenzeiger 3 und
das Minutenzifferblatt 7 in der gleichen Drehrichtung - nämlich im Uhrzeigersinn.
Entsprechend dreht die Stundenwelle 9, direkt vom Uhrwerk 1 angetrieben, im Uhrzeigersinn
mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 15° pro Stunde, während das Minutenrad 11 über
das Übersetzungsgetriebe 13 von der Stundenwelle 9 mit einer Drehgeschwindigkeit von
375° pro Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben ist. Das Minutenzifferblatt 7 dreht bei
der gezeigten Ausführungsform somit 25 mal schneller als die Stundenwelle 9 mit dem
daran befestigten Stundenzeiger 3.
[0065] Wie in Fig. 9 dargestellt, kann die Einzeigeruhr neben Stunden- und Minutenzifferblatt
5, 7 ausserdem ein Sekundenzifferblatt 15 aufweisen. Gegenüber etwa der in Fig. 1
gezeigten Uhr werden bei der Ausführungsform gemäss Fig. 9 daher zusätzliche Zeitinformationen
in Sekundeneinheiten angezeigt. Bei der gezeigten Ausführungsform sind alle drei Zifferblätter
5, 7, 15 kreisringförmig ausgebildet und konzentrisch angeordnet. Das stationäre Stundenzifferblatt
5 ist radial zuäusserst und das Sekundenzifferblatt 15 radial zuinnerst positioniert,
während das Minutenzifferblatt 7 dazwischen angeordnet ist. Das Minutenzifferblatt
7 und das Sekundenzifferblatt 15 drehen - wie auch der Stundenzeiger 3 - im Uhrzeigersinn;
es drehen also alle drehbaren Zeitanzeigekomponenten in der gleichen Drehrichtung.
Die Uhrzeit ist in der dargestellten Stellung 21 Stunden, 33 Minuten und 45 Sekunden.
[0066] Bei dem in Fig. 9 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Stunden-, Minuten- und Sekundenzifferblatt
5, 7, 15 Zur Anzeige der Uhrzeit mittels radialen Stunden-, Minuten- bzw. Sekunden-Strichmarkierungen
41, 39, 43 in gleichmäßige Abschnitte (Intervalle) unterteilt. Das Stundenzifferblatt
5 ist zur Anzeige der Stunden 24-mal, das Minutenzifferblatt 7 sowie das Sekundenzifferblatt
15 zur Anzeige der Minuten bzw. Sekunden 60-mal unterteilt. Auf dem Stundenzifferblatt
5 sind ausserdem Stundenziffern 33 in Zahlen 0 bis 23 angegeben. Auf dem Minuten-
bzw. Sekundenzifferblatt 7, 15 sind Minutenzahlen 35 in 5er-Schritten von 0 bis 55
bzw. Sekundenzahlen 47 in 10er-Schritten von 0 bis 50 angegeben. Jede fünfte Sekunden-Intervallunterteilung
(d.h. jede 5-Sekunden-Strichmarkierung 44) ist radial etwas länger gezeichnet und
erstreckt sich vom äusseren Rand bis etwa über die Hälfte der Breite des Sekundenzifferblatts
15. Jeder fünfte Minuten-Intervallstrich (d.h. jede 5-Minuten-Strichmarkierung 40)
und jeder zehnte Sekunden-Intervallstrich (d.h. jede 10-Sekunden-Strichmarkierung
45) erstreckt sich radial über die gesamte Breite des Minuten- bzw. Sekundenzifferblatts
7, 15. Ausserdem ist am radial inneren Rand des Minuten- bzw. Sekundenzifferblatts
7, 15 in Umfangrichtung links eines jeden 5-Minuten-Intervallstrichs 40 bzw. 10-Sekunden-Intervallstrichs
45 eine dazugehörige Minuten- bzw. Sekundenzahl 35, 47 angezeigt.
[0067] Das Sekundenzifferblatt 15 kann entweder über eine direkt vom Uhrwerk 1 getriebene
Sekundenwelle oder indirekt über ein mit der Stundenwelle 9 (oder der Minutenwelle
29) und dem Sekundenzifferblatt im Eingriff stehendes Übersetzungsgetriebe angetrieben
sein. Ein indirekter Antrieb des Sekundenzifferblatts 15 über ein Übersetzungsgetriebe
14 ist in Fig. 10 gezeigt: hier wird das Minutenzifferblatt 7 über das Minuten-Übersetzungsgetriebe
13 und das Sekundenzifferblatt 15 über das Sekunden-Übersetzungsgetriebe 14 von der
Stundenwelle 9 angetrieben. Das Sekundenzifferblatt 15 weist auf seiner unteren -
d.h. uhrwerkseitigen - Seite ein kreisringförmiges Sekundenrad 17 mit einer Innenverzahnung
auf, das fest mit dem Sekundenzifferblatt 15 verbunden ist. Das Sekunden-Übersetzungsgetriebe
14 für die Übersetzung von der Stundenwelle 9 zum Sekundenzifferblatt 15 umfasst mindestens
zwei im Eingriff stehende Zahnräder, wobei eines der Zahnräder in die Innenverzahnung
des Sekundenrads 17 eingreift und das andere Zahnrad mit dem an der Stundenwelle 9
befestigten Ritzel 10 im Eingriff ist. Die Stundenwelle 9 wird direkt vom Uhrwerk
1 gedreht. Das Minutenzifferblatt 7 ist bei der gezeigten Ausführungsform über das
Übersetzungsgetriebe 13 durch die Stundenwelle 9 angetrieben. Da sich Stundenzeiger
3 und Minutenzifferblatt 7 beide im Uhrzeigersinn drehen ist das Übersetzungsverhältnis
von Stundenwelle 9 zu Minutenzifferblatt 7 ist bei der gezeigten Ausführungsform 1:25.
Das Übersetzungsverhältnis von Stundenwelle 9 zu Sekundenzifferblatt 15 ist 1:1441.
[0068] Gemäss einer nicht gezeigten Ausführungsform wäre es natürlich auch möglich, das
Sekundenzifferblatt 15 über ein Übersetzungsgetriebe durch das Minutenrad 11 bzw.
die Minutenwelle 29 anzutreiben. Dies hätte den Vorteil, dass das Übersetzungsverhältnis
von Minutenrad 11 bzw. Minutenwelle 29 zu Sekundenzifferblatt 15 viel kleiner würde.
Für eine 24-Stunden-Uhr, bei welcher der Stundenzeiger, das Minutenzifferblatt und
das Sekundenzifferblatt alle im Uhrzeigersinn drehen, wäre das Übersetzungsverhältnis
von Minutenzifferblatt zu Sekundenzifferblatt nämlich 1 zu 57.64.
[0069] Fig. 11 und 12 zeigen ein Ausführungsbeispiel, das rein von der Zifferblattanordnung
und Zifferblattbewegung demjenigen aus Fig. 5 entspricht, allerdings als 24-Stunden-Uhr
konzipiert ist: Das Minutenzifferblatt 7 ist kreisscheibenförmig, radial innen angeordnet
und das stationäre Stundenzifferblatt 5 ist als kreisringförmiges, radial äusseres
Zifferblatt ausgebildet. Der Stundenzeiger 3 ist an der Stundenwelle 9 befestigt und
dreht sich mit der vom Uhrwerk 1 direkt angetriebenen Stundenwelle 9 im Uhrzeigersinn.
Das Minutenzifferblatt 7 ist über das Übersetzungsgetriebe 13 von der Stundenwelle
9 angetrieben und bewegt sich im Gegenuhrzeigersinn. Da der Stundenzeiger 3 sich in
24 Stunden einmal im Uhrzeigersinn um das Zentrum 27 dreht, ist er mit einer Drehgeschwindigkeit
von 15° pro Stunde angetrieben und das Minutenzifferblatt 7 bewegt sich mit einer
Drehgeschwindigkeit von 345° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn. Das Übersetzungsverhältnis
von Stundenwelle 9 zu Minutenzifferblatt 7 ist bei der gezeigten Ausführungsform somit
1:23.
[0070] In den Fig. 1-12 gezeigten Ausführungsformen ist der Stundenzeiger 3 in der allgemein
bekannten nadelförmigen schlanken Art ausgebildet. Fig. 13 zeigt hingegen eine Ausführungsform
mit einer besonderen Ausgestaltung eines Stundenzeigers 53. Dieser umfasst mehrere
blumenartig angeordnete, kreisförmige Elemente 55a-e. Im Innern des grössten Kreisrings
55a wird auf dem radial inneren Minutenzifferblatt 7 die Minutenzahl 35 und auf dem
radial äusseren Stundenzifferblatt 5 die Stundenzahl 33 angezeigt. Die angezeigte
Uhrzeit ist 15 Stunden 12 Minuten. In den zwei an den grossen Kreisring 55a angrenzenden
mittleren Kreisringe 55b, 55c sind zwei weitere drehbare Zifferblätter 57, 58 angeordnet.
In einem mittigen kleinen Kreisring 55e wird je eine Ziffer der beiden Zifferblätter
angezeigt, wobei die beiden Ziffern zusammen eine Datumsangabe bilden. In der gezeigten
Ausführungsform wird der 26. Tag des Monats angezeigt.
[0071] Anders als bei den anderen gezeigten Ausführungsformen umfasst das Stundenzifferblatt
5 bei der in Fig. 13 dargestellten Uhr keine zusätzlichen Intervallunterteilungen
37 sondern lediglich Stundenziffern 33 von 0 bis 23. Das radial innere Minutenzifferblatt
7 weist eine Minutenskalierung mit Minutenziffern 35 und Minuten-Intervallunterteilungen
39 auf. Die Minutenintervalle 39 sind als 60 in der Peripherie auf einem Kreis angeordnete
Punkte angezeigt. Jede fünfte Minute (entsprechend einer 1/12 Umdrehung, bzw. 30°)
ist stärker gezeichnet und radial innen mit einer dazugehörigen Minutenzahl 35 versehen.
Der Stundenzeiger 3 rotiert im Uhrzeigersinn, während das Minutenzifferblatt 7 sich
in entgegengesetzter Drehrichtung, also im Gegenuhrzeigersinn bewegt. Bei der gezeigten
24-Stundenuhr bewegt sich der Stundenzeiger 3 im Uhrzeigersinn um 1/24 Umdrehung pro
Stunde, also um 15°. Die erfindungsgemässe Einzeigeruhr lässt somit diverse Gestaltungsmöglichkeiten
in Bezug auf die Anordnung und Gestaltung der Zifferblätter, die Gestaltung Stundenzeigers
sowie den Antrieb des Stundenzeigers und des Minutenzifferblatts (und gegebenenfalls
des Sekundenzifferblatts) zu. Nachfolgend wird dies anhand einiger technischer Merkmale
zusammenfassend erläutert:
[0072] Bei den in den Fig. 1, 3, 7 und 9 gezeigten Ausführungsbeispielen läuft das Minutenzifferblatt
7 gemeinsam mit dem Stundenzeiger 3 im Uhrzeigersinn. Bei diesen Beispielen sind die
Minutenziffern 35 im Gegenuhrzeigersinn aufsteigend angeordnet. Dreht sich das Minutenzifferblatt
7 hingegen, wie etwa in Fig. 5, 11 oder 13 gezeigt, im Gegenuhrzeigersinn, so ist
die Anordnung der Minutenziffern 35 im Uhrzeigersinn aufsteigend.
[0073] Wie für die einzelnen Figuren beschrieben, sind bei den gezeigten Ausführungsbeispielen
zusätzlich zu den Stunden- bzw. Minutenziffern 33, 35 weitere Stunden- und/oder Minuten-Intervallunterteilungen
39, 41 in Form von Strichmarkierungen oder Punktmarkierungen (Fig. 13) vorhanden,
die ebenfalls in Umlaufrichtung gleichmässig beabstandet angeordnet sind. In Fig.
1 und 7 sind die Stunden-Intervallunterteilungen 41 als Strichmarkierungen bezüglich
der Stundenziffern 33 radial innen angeordnet, während sie in Fig. 3, 5, 9 und 11
jeweils im Uhrzeigersinn nachlaufend von den jeweiligen Stundenziffern 33 positioniert
sind. Die Stunden- und/oder Minutenskalierungen (und/oder gegebenenfalls Sekundenskalierung)
mit den Stunden-, Minuten- oder Sekundenziffern 33, 35, 47 und den entsprechenden
Intervallunterteilungen 41, 39, 43 können beispielsweise auf den Zifferblättern 5,
7, 15 aufgedruckt oder plastisch ausgeformt (z.B. als eigenständige Konstruktionselemente
aufgesetzt oder ins Material des jeweiligen Zifferblatts eingraviert) sein.
[0074] Eine erfindungsgemässe Einzeigeruhr mit einem mechanischen Uhrwerk kann in bekannter
Art und Weise eingestellt werden: Die in den Figuren 1 bis 14 gezeigten Einzeigeruhren
weisen jeweils eine Krone 51 auf, um die Position des Minutenzifferblatts 7 bzw. des
Stundenzeigers 3 auf bekannte Weise zu verstellen. Zum Einstellen der Uhrzeit kann
die Krone 51 aus einer Ruheposition in eine Verstell-Position gebracht werden, in
welcher das Minutenzifferblatt 7 und dadurch auch der Stundenzeiger 3 manuell rotiert
werden können. Auf diese Weise kann die Uhrzeit in Bezug auf die Stunde und Minute
eingestellt werden. Eine Umdrehung des Minutenzifferblatts 7 entspricht 1/11 bzw.
1/13 Umdrehung (bei 12-Stundenuhr) oder 1/23 bzw. 1/25 Umdrehung (bei 24-Stundenuhr)
des Stundenzeigers 3. Als erläuterndes Beispiel kann folgendes angesehen werden: Wird
das Minutenzifferblatt 7 gegenüber dem Stundenzeiger 3 auf 0 (oder 60) Minuten gestellt
(volle Stunde), muss der Stundenzeiger 3 gleichzeitig genau auf eine Ziffer 33 bzw.
der dazugehörigen Stunden-Intervallmarkierung41 auf dem Stundenzifferblatt 5 zeigen.
[0075] Beim Positionieren des Zifferblatts bzw. des Zeigers wird das Uhrwerk 1 in der Regel
stillgelegt. Der in bekannter Weise über die Krone betätigbare Räderwerkstellmechanismus
zum Stellen des Uhrwerks 1 wird hier nicht weiter erläutert, da sie dem Fachmann allgemein
bekannt ist.
[0076] In Bezug auf den Antrieb sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass anstelle
des oben beschriebenen mechanischen Antriebs auch ein elektrischer Antrieb verwendet
werden kann.
[0077] In den Fig. 15 und 16 ist eine weitere Ausführungsform einer Einzeigeruhr dargestellt.
Diese Einzeigeruhr ist als Teil einer graphischen Benutzeroberfläche einer digitalen
24-Stunden-Uhr auf einem Display 61 einer Smartwatch 63 angezeigt. Die angezeigte
Uhrzeit ist 9 Uhr und 12 Minuten (09:12). An dieser Stelle sei gesagt, dass, auch
wenn die Uhr "als Teil" einer graphischen Benutzeroberfläche definiert ist, diese
den gesamten Uhrdisplay ausfüllen kann. Die Uhranzeige sowie die Bewegung des Stundenzeigers
3 und des Minutenzifferblatts 7 wird bei einer Smartwatch nicht mittels eines mechanischen
Antriebs sondern über ein Computerprogramm gesteuert, das auf einer mit dem Display
61 verbundenen Computereinheit 65 der Smartwatch 63 ausgeführt wird. Die Computereinheit
65 und das Display 61 sind bei der gezeigten Ausführungsform im Uhrgehäuse 19 untergebracht
und von der transparenten Überdeckung 21 abgedeckt. Die Überdeckung 21 kann natürlich
auch weggelassen werden, so dass der Display 61 selber als äussere Überdeckung direkt
an das Gehäuse 19 anschliesst.
[0078] Anstatt auf dem Display einer Smartwatch kann eine erfindungsgemässe digitale Einzeigeruhr
natürlich auch auf jeglichen anderen Displays angezeigt werden, sofern diese mit einer
Computereinheit verbunden sind, auf welcher das Computerprogramm zur Anzeige und Animation
der Einzeigeruhr ausführbar ist. Beispielsweise kann die Einzeigeruhr auf einem Smartphone-
oder einem Laptopdisplay auf der Benutzeroberfläche angezeigt werden.
[0079] Obwohl die in den Figuren dargestellte Uhr ein kreisrundes Uhrgehäuse mit einer kreisrunden
Abdeckung aufweist, können ohne weiteres auch ovale oder rechteckige Uhrgehäuse mit
entsprechend geformten Abdeckungen verwendet werden. Ebenso kann beispielsweise das
radial äussere Zifferblatt eine eckige Kontur aufweisen mit einem kreisringförmigen
inneren Rand, der an einen kreisringförmigen äusseren Rand des radial inneren, kreisscheiben
oder kreisringförmigen Zifferblatts angrenzt.
1. Einzeigeruhr zur analogen Anzeige der Uhrzeit, mindestens in Stunden und Minuten,
aufweisend ein stillstehendes Stundenzifferblatt (5),
ein sich wenigstens annähernd kontinuierlich um ein Zentrum (27) drehendes Minutenzifferblatt
(7) und einen sich wenigstens annähernd kontinuierlich im Uhrzeigersinn um das Zentrum
(27) drehenden Stundenzeiger (3),
wobei der Stundenzeiger (3) in 12 bzw. 24 Stunden eine volle Umdrehung ausführt und
das Minutenzifferblatt (7) sich im Uhrzeigersinn 13 bzw. 25 mal oder im Gegenuhrzeigersinn
11 bzw. 23 mal schneller dreht wie der Stundenzeiger (3).
2. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stundenzifferblatt (5) und das Minutenzifferblatt (7) jeweils ringförmig oder
scheibenförmig, insbesondere als Kreisring oder Kreisscheibe, ausgebildet sind.
3. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein ringförmiges, vorzugsweise kreisringförmiges, radial äußeres Stundenzifferblatt
(5) und ein kreisring- oder kreisscheibenförmiges, radial inneres Minutenzifferblatt
(7).
4. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein radial inneres, kreisscheibenförmiges Stundenzifferblatt (5) und ein ringförmiges,
vorzugsweise kreisringförmiges, radial äusseres Minutenzifferblatt (7).
5. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein zusätzliches um das Zentrum (27) drehendes Sekundenzifferblatt (15).
6. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein mechanisches oder elektrisches Uhrwerk (1) zum Antreiben eines mit dem Stundenzeiger
(3) über eine Stundenwelle (9) verbundenen Stundenrads und eines mit dem Minutenzifferblatt
(7) verbundenen Minutenrads (11).
7. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeigeruhr eine 12-Stunden- Uhr ist, bei welcher das Stundenrad bzw. die Stundenwelle
(9) mit einer Drehgeschwindigkeit von 30° pro Stunde angetrieben ist, und das Minutenrad
(11) mit einer Drehgeschwindigkeit von 330° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn oder
390° pro Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben ist.
8. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeigeruhr eine 24-Stunden- Uhr ist, bei welcher das Stundenrad bzw. die Stundenwelle
(9) mit einer Drehgeschwindigkeit von 15° pro Stunde angetrieben ist und das Minutenrad
(11) mit einer Drehgeschwindigkeit von 345° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn oder
375° pro Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben ist.
9. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Minutenrad (11) über ein Überersetzungsgetriebe (13) durch das Stundenrad bzw.
die Stundenwelle (9) angetrieben ist.
10. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Stundenrad bzw. die Stundenwelle (9) über ein Untersetzungsgetriebe durch das
Minutenrad (11) angetrieben ist.
11. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Ausführen eines Computerprogramms auf einer Computereinheit (65) als Teil
einer grafischen Benutzeroberfläche als 12- oder 24-Stunden-Uhr auf einem mit der
Computereinheit (65) verbundenen Display (61) angezeigt ist und die Bewegung des Stundenzeigers
(3) sowie des Minutenzifferblatts (7) und gegebenenfalls des Sekundenziffernblatts
(15) über das Computerprogramm gesteuert ist.
12. Computerprogrammprodukt zum Anzeigen der Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1
bis 5 als Teil einer graphischen Benutzeroberfläche auf einem Display (61), wobei
die Einzeigeruhr durch Ausführen eines Computerprogramms auf einer mit dem Display
(61) verbundenen Computereinheit (65) auf dem Display (61) anzeigbar ist und die Bewegung
des Stundenzeigers (3) sowie des Minutenzifferblatts (7) und gegebenenfalls des Sekundenziffernblatts
(15) über die Computereinheit (65) steuerbar ist.
13. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Computereinheit (65) in eine Vorrichtung, insbesondere einen Desktop-, Laptop-
oder Tabletcomputer, in ein Smartphone oder eine Smartwatch (63) integriert ist und
der Display (61) ebenfalls Teil der Vorrichtung ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Einzeigeruhr zur analogen Anzeige der Uhrzeit, mindestens in Stunden und Minuten,
aufweisend ein stillstehendes Stundenzifferblatt (5),
ein sich wenigstens annähernd kontinuierlich um ein Zentrum (27) drehendes Minutenzifferblatt
(7) und einen sich wenigstens annähernd kontinuierlich im Uhrzeigersinn um das Zentrum
(27) drehenden Stundenzeiger (3),
dadurch gekennzeichnet, dass der Stundenzeiger (3) in 24 Stunden eine volle Umdrehung ausführt und das Minutenzifferblatt
(7) sich im Uhrzeigersinn 25 mal oder im Gegenuhrzeigersinn 23 mal schneller dreht
wie der Stundenzeiger (3).
2. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stundenzifferblatt (5) und das Minutenzifferblatt (7) jeweils ringförmig oder
scheibenförmig, insbesondere als Kreisring oder Kreisscheibe, ausgebildet sind.
3. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein ringförmiges, vorzugsweise kreisringförmiges, radial äußeres Stundenzifferblatt
(5) und ein kreisring- oder kreisscheibenförmiges, radial inneres Minutenzifferblatt
(7).
4. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein radial inneres, kreisscheibenförmiges Stundenzifferblatt (5) und ein ringförmiges,
vorzugsweise kreisringförmiges, radial äusseres Minutenzifferblatt (7).
5. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein zusätzliches um das Zentrum (27) drehendes Sekundenzifferblatt (15).
6. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein mechanisches oder elektrisches Uhrwerk (1) zum Antreiben eines mit dem Stundenzeiger
(3) über eine Stundenwelle (9) verbundenen Stundenrads und eines mit dem Minutenzifferblatt
(7) verbundenen Minutenrads (11).
7. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeigeruhr eine 24-Stunden-Uhr ist, bei welcher das Stundenrad bzw. die Stundenwelle
(9) mit einer Drehgeschwindigkeit von 15° pro Stunde angetrieben ist und das Minutenrad
(11) mit einer Drehgeschwindigkeit von 345° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn oder
375° pro Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben ist.
8. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Minutenrad (11) über ein Überersetzungsgetriebe (13) durch das Stundenrad bzw.
die Stundenwelle (9) angetrieben ist.
9. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stundenrad bzw. die Stundenwelle (9) über ein Untersetzungsgetriebe durch das
Minutenrad (11) angetrieben ist.
10. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Ausführen eines Computerprogramms auf einer Computereinheit (65) als Teil
einer grafischen Benutzeroberfläche als 12- oder 24-Stunden-Uhr auf einem mit der
Computereinheit (65) verbundenen Display (61) angezeigt ist und die Bewegung des Stundenzeigers
(3) sowie des Minutenzifferblatts (7) und gegebenenfalls des Sekundenziffernblatts
(15) über das Computerprogramm gesteuert ist.
11. Computerprogrammprodukt zum Anzeigen der Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche
1 bis 5 als Teil einer graphischen Benutzeroberfläche auf einem Display (61), wobei
die Einzeigeruhr durch Ausführen eines Computerprogramms auf einer mit dem Display
(61) verbundenen Computereinheit (65) auf dem Display (61) anzeigbar ist und die Bewegung
des Stundenzeigers (3) sowie des Minutenzifferblatts (7) und gegebenenfalls des Sekundenziffernblatts
(15) über die Computereinheit (65) steuerbar ist.
12. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Computereinheit (65) in eine Vorrichtung, insbesondere einen Desktop-, Laptop-
oder Tabletcomputer, in ein Smartphone oder eine Smartwatch (63) integriert ist und
der Display (61) ebenfalls Teil der Vorrichtung ist.
1. Einzeigeruhr zur analogen Anzeige der Uhrzeit, mindestens in Stunden und Minuten,
aufweisend ein stillstehendes Stundenzifferblatt (5),
ein sich wenigstens annähernd kontinuierlich um ein Zentrum (27) drehendes Minutenzifferblatt
(7) und einen sich wenigstens annähernd kontinuierlich im Uhrzeigersinn um das Zentrum
(27) drehenden Stundenzeiger (3),
wobei der Stundenzeiger (3) in 12 bzw. 24 Stunden eine volle Umdrehung ausführt und
das Minutenzifferblatt (7) sich im Uhrzeigersinn 13 bzw. 25 mal oder im Gegenuhrzeigersinn
11 bzw. 23 mal schneller dreht wie der Stundenzeiger (3)
dadurch gekennzeichnet, dass das Stundenzifferblatt (5) als radial inneres, kreisscheibenförmiges Zifferblatt
ausgebildet ist und das Minutenzifferblatt (7) als ringförmiges, radial äusseres Zifferblatt
ausgebildet ist.
2. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Minutenzifferblatt (7) als Kreisring ausgebildet ist.
3. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein zusätzliches um das Zentrum (27) drehendes Sekundenzifferblatt (15).
4. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein mechanisches oder elektrisches Uhrwerk (1) zum Antreiben eines mit dem Stundenzeiger
(3) über eine Stundenwelle (9) verbundenen Stundenrads und eines mit dem Minutenzifferblatt
(7) verbundenen Minutenrads (11).
5. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeigeruhr eine 12-Stunden-Uhr ist, bei welcher das Stundenrad bzw. die Stundenwelle
(9) mit einer Drehgeschwindigkeit von 30° pro Stunde angetrieben ist, und das Minutenrad
(11) mit einer Drehgeschwindigkeit von 330° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn oder
390° pro Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben ist.
6. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeigeruhr eine 24-Stunden-Uhr ist, bei welcher das Stundenrad bzw. die Stundenwelle
(9) mit einer Drehgeschwindigkeit von 15° pro Stunde angetrieben ist und das Minutenrad
(11) mit einer Drehgeschwindigkeit von 345° pro Stunde im Gegenuhrzeigersinn oder
375° pro Stunde im Uhrzeigersinn angetrieben ist.
7. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Minutenrad (11) über ein Überersetzungsgetriebe (13) durch das Stundenrad bzw.
die Stundenwelle (9) angetrieben ist.
8. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stundenrad bzw. die Stundenwelle (9) über ein Untersetzungsgetriebe durch das
Minutenrad (11) angetrieben ist.
9. Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Ausführen eines Computerprogramms auf einer Computereinheit (65) als Teil
einer grafischen Benutzeroberfläche als 12- oder 24-Stunden-Uhr auf einem mit der
Computereinheit (65) verbundenen Display (61) angezeigt ist und die Bewegung des Stundenzeigers
(3) sowie des Minutenzifferblatts (7) und gegebenenfalls des Sekundenziffernblatts
(15) über das Computerprogramm gesteuert ist.
10. Computerprogrammprodukt zum Anzeigen der Einzeigeruhr gemäss einem der Ansprüche
1 bis 3 als Teil einer graphischen Benutzeroberfläche auf einem Display (61), wobei
die Einzeigeruhr durch Ausführen eines Computerprogramms auf einer mit dem Display
(61) verbundenen Computereinheit (65) auf dem Display (61) anzeigbar ist und die Bewegung
des Stundenzeigers (3) sowie des Minutenzifferblatts (7) und gegebenenfalls des Sekundenziffernblatts
(15) über die Computereinheit (65) steuerbar ist.
11. Einzeigeruhr gemäss Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Computereinheit (65) in eine Vorrichtung, insbesondere einen Desktop-, Laptop-
oder Tabletcomputer, in ein Smartphone oder eine Smartwatch (63) integriert ist und
der Display (61) ebenfalls Teil der Vorrichtung ist.