[0001] Die Erfindung betrifft eine Drosselspule eines Stromrichters mit einer Spulenwicklung.
[0002] Mittels Drosselspulen wird der Anteil von vergleichsweise hohen Frequenzen innerhalb
von elektrischen Strömen reduziert. Derartige hochfrequente Ströme treten beispielsweise
bei Stromrichtern auf, wobei die Betätigung eines Halbleiterschalters zu vergleichsweise
hochfrequenten Oberschwingungen innerhalb des geschaltenen Stroms führt. Daher wird
eine derartige Drosselspule in den den hochfrequenten Strom führenden Leitern eingebracht.
Drosselspulen weisen üblicherweise eine niederohmigen Spulenwicklung mit einer definierten
Induktivität auf. Infolgedessen ist der Widerstand der Drosselspule frequenzabhängig,
wobei bei der Abwesenheit einer Oberschwingung der ohmsche Widerstand vergleichsweise
gering ist.
[0003] Bei hohen elektrischen Strömen ist die mittels der Drosselspule erzeugte thermische
Verlustleistung nicht zu vernachlässigen. Um ein Versagen der Drosselspule oder auch
eine Zunahme des Widerstands aufgrund der thermischen Belastung zu vermeiden, ist
es erforderlich, die Drosselspule zu kühlen. So ist es aus der
EP 0 465 700 B1 bekannt, den elektrischen Leiter der Drosselspule als Wärmerohr nach Art einer Heat-Pipe
auszubilden und dieses mit einem Montageblock zu verbinden. Bei Betrieb wird der Montageblock
mittels Kühlluft beblasen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besonders geeignete Drosselspule anzugeben,
die insbesondere vergleichsweise sicher und/oder mittels eines vergleichsweise chemisch
aggressiven Kühlmediums betrieben werden kann, und die vorzugsweise für maritime Anwendungen
geeignet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 und unabhängig
hiervon durch die Merkmale des Anspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und
Ausgestaltungen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
[0006] Die Drosselspule ist Bestandteil eines Stromrichters, mittels dessen bevorzugt eine
Gleichspannung erstellt wird. Vorzugsweise befindet sich hierbei die Drosselspule
auf der Gleichstromseite eines derartigen Stromrichters. Der Stromrichter selbst ist
beispielsweise Bestandteil eines Schiffs und dient dem Betrieb eines Nebenaggregats
oder eines Elektromotors, mittels dessen das Schiff bewegt wird. Beispielsweise ist
der Elektromotor Bestandteil eines Bugstrahlruders. Die Drosselspule ist zum Beispiel
vorgesehen und eingerichtet bei einer elektrischen Spannung über 500 V, 600 V und
bis zu 1000 V oder 2000 V sicher betrieben werden zu können. Beispielsweise ist die
Stromtragfähigkeit der Drosselspule größer als 100 A, 120 A, 200 A, 300 A, 500 A,
1000 A oder 1500 A. Zum Beispiel ist die Stromtragfähigkeit kleiner als 180 A, 200
A, 500 A, 1000 A oder 2000 A.
[0007] Die Drosselspule weist eine hohlzylindrische Spulenwicklung auf, die beispielsweise
aus einem isolierten Lackdraht erstellt ist. Alternativ hierzu ist die Wicklung aus
einem Leiterband erstellt, dessen Breite beispielsweise kleiner als 10cm, 15cm, 25cm,
35cm, 40cm, 50cm und insbesondere kleiner als 60cm ist. Geeigneterweise ist die Breite
größer als 1cm, 2cm, 5cm, 10cm, 15cm, 25cm, 30cm, 35cm oder40 cm. Zweckmäßigerweise
ist Breite gleich 19 cm. Die Breite bezeichnet hierbei die Ausdehnung des Bandes parallel
zur Achse der hohlzylindrischen Spulenwicklung. Die Dicke des Bandes ist hierbei auf
die entsprechende Stromtragfähigkeit abgestimmt. Beispielsweise ist das Material des
Leiters, also insbesondere des Bandes oder des Drahtes, aus einem Kupfer oder einem
Aluminium erstellt, enthält also folglich Kupfer oder Aluminium. Mit anderen Worten
handelt es sich entweder um reines Kupfer bzw. Aluminium oder eine diese Elemente
enthaltenden Legierung. Vorzugsweise ist der Leiter aus einem Vollmaterial erstellt.
Geeigneterweise ist die Spulenwicklung aus einem eloxierten Aluminiumband gewickelt.
[0008] Die Spulenwicklung ist nach Art eines Hohlzylinders geformt, erstreckt sich also
folglich entlang einer Achse und weist somit zwei Deckflächen auf, auch als Grundflächen
bezeichnet, die senkrecht zur Achse sind und die Begrenzung der Spulenwicklung entlang
der Achse bilden. Beispielsweise ist der Querschnitt der Spulenwicklung senkrecht
zur Achse ringförmig oder nach Art eines Rechtecks gestaltet, wobei die Ecken vorzugsweise
abgerundet sind, was zu einer verringerten Materialbelastung führt. Beispielsweise
ist die Spulenwicklung mittels einer einzigen Lage des zur Bildung herangezogenen
Leiters gebildet, oder mehrere Wicklungen sind lagenartig übereinander gestapelt,
wobei die einzelnen Lagen insbesondere in direktem mechanischen Kontakt sind, was
zu einer erhöhten Stabilität und zu einer verringerten Größe führt.
[0009] Die Drosselspule weist ferner eine Kühlplatte auf, die an einer der Deckflächen der
Spulenwicklung thermisch angebunden ist. Zweckmäßigerweise ist die Kühlplatte an der
Spulenwicklung befestigt. Bei Betrieb bildet die Kühlplatte eine Wärmesenke gegenüber
der Spulenwicklung. Insbesondere ist die Kühlplatte senkrecht zur Achse der Spulenwicklung
angeordnet und vorzugsweise im mechanischen Kontakt mit der Spulenwicklung, wobei
dies zum Beispiel vollflächig entlang der Deckfläche erfolgt. Die Kühlplatte weist
ihrerseits beispielsweise auf der der Spulenwicklung abgewandten Seite Kühlrippen
oder dergleichen auf, um die von der Spulenwicklung aufgenommene Wärme an eine Umgebung
abzuleiten.
[0010] Aufgrund der Kühlplatte ist ein Betrieb der Drosselspule auch bei vergleichsweise
hohen Außentemperaturen möglich. Hierbei ist es möglich, die Spulenwicklung auf eine
vergleichsweise hohe Stromtragfähigkeit hin zu optimieren, wohingegen eine Optimierung
der Kühlplatte auf eine vergleichsweise effiziente Wärmeabfuhr erfolgen kann. Beispielsweise
ist die Kühlplatte resistent gegen Meerwasser ausgebildet, so dass die Kühlplatte
mittels vergleichsweise aggressivem Meerwasser gekühlt werden kann, das anderweitig
die Spulenwicklung beschädigen würde.
[0011] Geeigneterweise weist die Drosselspule einen Kern auf, der innerhalb der Spulenwicklung
angeordnet ist. Der Kern besteht beispielsweise aus einem weichmagnetischen Material
und insbesondere aus Eisen. Zweckmäßigerweise verläuft der Kern entlang der Achse
der hohlzylindrischen Spulenwicklung und/oder ist mittig innerhalb der Spulenwicklung
angeordnet. Beispielsweise sind Abstandshalter zwischen dem Kern und der Spulenwicklung
angeordnet, mittels derer ein direkter mechanischer Kontakt zwischen dem Kern und
der Wicklung vermieden wird. Alternativ hierzu liegt der Kern beispielsweise im Wesentlichen
vollständig an der Innenwand der Spulenwicklung an, wobei sich zweckmäßigerweise zwischen
diesen eine elektrisch isolierende Schicht befindet. Geeigneterweise ist auch der
Kern thermisch mit der Kühlplatte kontaktiert, sodass bei Betrieb auch Wärme von dem
Kern auf die Kühlplatte übertragen wird. Aufgrund der Verwendung eines Kerns ist es
ermöglicht, die Induktivität der Drosselspule zu erhöhen, so dass eine Filterwirkung
mittels der Drosselspule verbessert ist.
[0012] Beispielsweise weist der Kern eine Quaderform auf. Vorzugsweise jedoch ist der Querschnitt
des Kerns senkrecht zur Achse der Spulenwicklung rund, wobei der Querschnitt der Spulenwicklung
ringförmig ist. Auf diese Weise ist eine Materialbeanspruchung der Spulenwicklung
im Bereich etwaiger Kanten des Kerns ausgeschlossen, die zu einer Materialermüdung
oder anderweitigen Beschädigung führen könnten. Zudem ist, sofern die Spulenwicklung
eine Anzahl von Lagen aufweist, ein Lufteinschluss zwischen einzelnen Lagen ausgeschlossen.
[0013] Geeigneterweise umfasst der Kern ein Kühlrohr, durch das bei Betrieb der Drosselspule
zweckmäßigerweise ein Fluid geleitet wird. Auf diese Weise ist ein Wärmeabtransport
von auf den Kern übertragener Wärme ermöglicht. Zweckmäßigerweise wird eine Kühlflüssigkeit
verwendet, was den Wärmeabtransport erleichtert. Vorzugsweise weist das Kühlrohr geeignete
Anschlüsse für einen derartigen Kühlkreislauf auf. Geeigneterweise ist das Kühlrohr
aus einem Edelstahl oder CuNiFe gefertigt. Beispielsweise wird Stahl der Stahlklassen
4 oder aufwärts verwendet. Vorzugsweise ist das Kühlrohr aus austenitischen Stahl
1.4529 oder 1.4562 oder aus Superduplexstahl 1.4410 gefertigt. Auf diese Weise können
auch vergleichsweise aggressive Kühlflüssigkeiten, wie zum Beispiel Meerwasser, verwendet
werden. Geeigneterweise ist das Kühlrohr gerade und nach Art eines Hohlzylinders geformt
und weist beispielsweise einen ringförmigen Querschnitt auf. Insbesondere ist das
Kühlrohr parallel zur Achse der Spulenwicklung ausgerichtet, was eine Montage erleichtert.
Vorzugsweise umfasst der Kern einen Kernkörper innerhalb dessen sich das Kühlrohr
befindet. Der Kernkörper ist zweckmäßigerweise aus Eisen erstellt. Insbesondere sind
der Kernkörper und das Kühlrohr miteinander verpresst. Hierbei ist das Kühlrohr zweckmäßigerweise
mittig des Kernkörpers und insbesondere punktsymmetrisch bezüglich der Achse der Spulenwicklung
positioniert. Auf diese Weise ist eine Ausbildung von unterschiedlichen Temperaturniveaus
innerhalb des Kerns und/oder der Spulenwicklung im Wesentlichen ausgeschlossen.
[0014] Beispielsweise entspricht die Außenkontur der Kühlplatte der Außenkontur der Spulenwicklung.
Zweckmäßigerweise fluchtet die Kühlplatte mit der Spulenwicklung, so dass die Drosselspule
vergleichsweise kompakt ist. Alternativ hierzu ist der Querschnitt der Kühlplatte
größer als der Querschnitt der Spulenwicklung. Mit anderen Worten steht bei der Projektion
der Spulenwicklung und der Kühlplatte auf eine Ebene parallel zur Deckfläche der Spulenwicklung
die Kühlplatte zumindest zu einer Seite der Spulenwicklung über. Folglich weist die
Kühlplatte ein vergleichsweise großes Volumen auf, was den Wärmetransport verbessert.
Insbesondere ist die Kühlplatte zur Bildung einer Vertiefung ausgespart. Die Vertiefung
ist hierbei nach Art eines Topfes geformt und weist einen Boden auf. Mit anderen Worten
ist die Kühlplatte im Bereich der Vertiefung zumindest nicht vollständig geöffnet.
Innerhalb der Vertiefung ist die Spulenwicklung zumindest teilweise angeordnet. Auf
diese Weise ist die Spulenwicklung bezüglich der Kühlplatte stabilisiert und die Drosselspule
vergleichsweise robust.
[0015] Geeigneterweise ist die Kühlplatte elektrisch gegenüber der Spulenwicklung isoliert.
Vorzugsweise wird hierfür eine elektrisch isolierende Schicht herangezogen. Auf diese
Weise ist ein Kurzschluss innerhalb der Drosselspule ausgeschlossen. Zweckmäßigerweise
wird als elektrisch isolierende Schicht eine Wärmeleitfolie herangezogen, die zweckmäßigerweise
aus einem aromatischen Polyimid erstellt ist. Insbesondere besteht die Wärmeleitfolie
aus Kapton® oder enthält dieses zumindest. Alternativ besteht die Wärmeleitfolie aus
einem Aramid, insbesondere aus einem Aramid-Papier. Beispielsweise besteht Wärmeleitfolie
aus NOMEX®. Geeigneterweise wird eine Wärmeleitpaste oder dergleichen (z.B. elektrisch
isolierendes Thermal Interface Material) zur Erstellung der Wärmeleitfolie herangezogen.
Beispielsweise ist die Wärmeleitfolie aus einem Silikon gebildet. Folglich ist es
ermöglicht, die Kühlplatte aus einem elektrisch leitenden Material herzustellen, das
vergleichsweise gute Wärmeleiteigenschaften aufweist, wobei ein elektrischer Kurzschluss
ausgeschlossen ist.
[0016] Zweckmäßigerweise ist die Kühlplatte aus Aluminium gefertigt, was zu einem verringerten
Gewicht der Drosselspule führt. Alternativ besteht die Kühlplatte aus Kupfer oder
einer Kupferlegierung, was die Wärmeleiteigenschaften der Kühlplatte erhöht. Alternativ
hierzu ist die Kühlplatte aus einem Edelstahl oder CuNiFe gefertigt. Beispielsweise
wird Stahl der Stahlklassen 4 oder aufwärts verwendet. Vorzugsweise ist die Kühlplatte
aus austenitischen Stahl 1.4529 oder 1.4562 oder aus Superduplexstahl 1.4410 gefertigt.
Auf diese Weise ist auch eine Kühlung der Kühlplatte mittels vergleichsweise aggressiver
Medien, wie zum Beispiel Meerwasser, ermöglicht.
[0017] Vorzugsweise weist die Kühlplatte ein Kühlrohr auf, insbesondere eine Anzahl von
Kühlrohren. Bei Betrieb der Drosselspulen wird durch das Kühlrohr ein Fluid geleitet,
sodass das Fluid Wärme von der Kühlplatte aufnimmt und folglich abtransportiert. Insbesondere
ist das Kühlrohr innerhalb eines Körpers der Kühlplatte angeordnet und vorzugsweise
innerhalb des Körpers verpresst, was einerseits zu einer vergleichsweise effizienten
thermischen Anbindung und andererseits zu einer robusten mechanischen Verbindung zwischen
diesen führt. Besonders bevorzugt ist das Kühlrohr aus Edelstahl oder CuNiFe erstellt,
was die chemische Robustheit der Kühlplatte erhöht. Beispielsweise wird Stahl der
Stahlklassen 4 oder aufwärts verwendet. Vorzugsweise ist das Kühlrohr aus austenitischen
Stahl 1.4529 oder 1.4562 oder aus Superduplexstahl 1.4410 gefertigt. Zweckmäßigerweise
wird Meerwasser als Fluid durch das Kühlrohr geleitete, sofern die Drosselspule auf
einem Schiff oder in Küstennähe eingesetzt wird. Auf diese Weise sind die Betriebskosten
der Drosselspule verringert. Insbesondere ist das Kühlrohr gerade ausgestaltet, so
dass die Fertigungskosten der Kühlplatte reduziert sind.
[0018] Zweckmäßigerweise wird die Kühlplatte mit der Spulenwicklung vergossen. Mit anderen
Worten wird die Kühlplatte mit der Spulenwicklung mittels einer Vergussmasse verbunden,
was die Robustheit der Drosselspule erhöht. Alternativ hierzu ist die Kühlplatte mittels
eines thermisch leitfähigen Klebers an der Spulenwicklung angebunden. Bei der Fertigung
wird hierbei bis zur Aushärtung des Klebers bzw. der Vergussmasse ein Druck auf die
Kühlplatte in Richtung der Spulenwicklung ausgeübt, was die thermische Anbindung verbessert.
Alternativ ist die Kühlplatte mittels eines sog. Thermal Interface Materials an der
Spulenwicklung angebunden, welches eine hohe Wärmeleitfähigkeit, sowie eine Flexibilität
aufweist, und beispielsweise aus einem Silikon gefertigt ist.
[0019] Geeigneterweise weist die Drosselspule eine weitere Platte auf, wobei die Spulenwicklung
zwischen dieser Platte und der Kühlplatte angeordnet ist. Insbesondere sind die beiden
Platten in mechanischem Kontakt mit der Spulenwicklung, entweder direkt oder beispielsweise
über eine elektrisch isolierende Schicht. Auf diese Weise ist die Spulenwicklung einerseits
vor Beschädigungen geschützt. Besonders bevorzugt ist die Platte als Kühlplatte ausgestaltet,
sodass die Drosselspule zwei Kühlplatten aufweist. Hierbei ist jeweils eine der Kühlplatten
genau einer der beiden Deckflächen der Spulenwicklung zugeordnet. Mit anderen Worten
ist jede der Deckflächen der Spulenwicklung thermisch an jeweils einer der Kühlplatten
angebunden. Folglich ist ein Wärmeabtransport von der Spulenwicklung verbessert. Beispielsweise
sind die beiden Kühlplatten gleichartig ausgestaltet, weisen also folglich die gleichen
Weiterbildungen auf, sofern diese vorhanden sind. Alternativ hierzu ist eine der Kühlplatte
gemäß einer der Fortbildungen weitergebildet, wohingegen die andere nicht weitergebildet
oder gemäß einer anderen Variante ausgestaltet ist. Beispielsweise weist lediglich
eine der Kühlplatten das Kühlrohr und zum Beispiel die verbleibende Kühlplatte die
Vertiefung auf. Auf diese Weise ist es ermöglicht, eine der Kühlplatten auf eine verbesserte
Stabilität der Drosselspule und die verbleibende Kühlplatte auf eine erhöhte Kühlleistung
hin zu optimieren.
[0020] Geeigneterweise weist hierbei die Drosselspule eine zweite hohlzylindrische Spulenwicklung
auf, die beispielsweise gleichartig zu der bereits vorhandenen Spulenwicklung ist.
Die beiden Spulenwicklungen sind elektrisch miteinander kontaktiert und zweckmäßigerweise
in Reihe geschalten. Zwischen den beiden Spulenwicklungen ist die zweite Kühlplatte
angeordnet, wobei die beiden Spulenwicklungen zweckmäßigerweise thermisch an der zweiten
Kühlplatte angebunden sind. Folglich dient die zweite Kühlplatte der Kühlung der beiden
Spulenwicklungen. Geeigneterweise sind die beiden Spulenwicklungen auch mechanisch
in Kontakt mit der zweiten Kühlplatte und zweckmäßigerweise an dieser befestigt. Der
Kontakt erfolgt beispielsweise direkt oder mittels einer elektrisch isolierenden,
jedoch wärmeleitenden Schicht. Insbesondere sind die beiden Spulenwicklungen mit der
zweiten Kühlplatte verklebt, mittels eines Thermal Interface Materials verbunden oder
vergossen, was die Robustheit der Drosselspule erhöht. Geeigneterweise liegen die
Achsen der beiden Spulenwicklung auf einer gemeinsamen Geraden. Mit anderen Worten
sind die beiden Spulenwicklungen in die gleiche Richtung orientiert. Sofern die Drosselspule
einen Kern aufweist, ist dieser zweckmäßigerweise innerhalb beider Spulenwicklungen
angeordnet. Insbesondere weist hierfür die zweite Kühlplatte eine Aussparung auf,
durch die der Kern ragt. Die Länge des Kerns ist hierbei vorzugsweise größer als die
Summe der Ausdehnung der beiden Spulenwicklungen entlang deren gemeinsamer Achse.
Auf diese Weise ist einerseits die Robustheit der Drosselspule und andererseits die
elektrischen Eigenschaften der Drosselspule verbessert. Insbesondere umfasst die Drosselspule
ein Zwei-, Drei- oder Vielfaches hiervon an derartigen zweiten hohlzylindrischen Spulenwicklungen.
[0021] In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung umfasst die Drosselspule die
zweite hohlzylindrische Spulenwicklung, wobei an einer deren Deckflächen die Kühlplatte
thermisch angebunden ist. Hierbei befinden sich die beiden Spulenwicklungen auf der
gleichen Seite der Kühlplatte. Insbesondere sind die beiden Deckflächen der jeweiligen
Spulenwicklungen in einer Ebene. Mit anderen Worten verlaufen die beiden Spulenwicklungen
parallel zueinander. Vorzugsweise sind die beiden Spulenwicklungen gleichartig aufgebaut,
weisen also folglich den gleichen Aufbau und insbesondere die gleichen Abmessungen
auf, was eine Lagerhaltung bei der Herstellung der Drosselspule reduziert. Beispielsweise
sind drei derartige Spulenwicklungen Bestandteil der Drosselspule, wobei jeder der
Drosselspulen einer Phase eines dreiphasigen Stroms zugeordnet ist. Auf diese Weise
ist es ermöglicht, mittels der Drosselspule einen elektrisch kommutierenden Elektromotor
zu betreiben.
[0022] Zweckmäßigerweise sind hierbei die Spulenwicklungen mittels Kunststoff eingefasst,
was zu verringerten Kosten bei der Herstellung führt. Geeigneterweise ist der Kunststoff
salzwasserbeständig. Zweckmäßigerweise umfasst die Drosselspule einen Verteiler für
die Kühlplatten, der insbesondere aus einem Kunststoff gefertigt ist. Mittels des
Verteilers werden die einzelnen Kühlrohre mit einem Kühlmedium versorgt. Alternativ
ist der Verteiler aus einer meerwasserbeständigen Legierung gefertigt. Unter Verteiler
wird insbesondere ein Knotenpunkt der einzelnen Kühlrohre verstanden, der dient beispielsweise
dem Zuteilen eines Kühlmittelstroms auf die einzelnen Kühlrohre oder einem Sammeln
von Kühlmittel dient, das durch die einzelnen Kühlrohre geleitet wurde. Beispielsweise
weist jede der Spulenwicklungen einen Kern auf, die insbesondere mittels eines Jochs
magnetisch kurzgeschlossen sind, das vorzugsweise parallel zur Kühlplatte ist. Hierbei
befindet sich das Joch zweckmäßigerweise auf einer der Seiten der Kühlplatte, wohingegen
die Spulenwicklungen sich der gegenüberliegenden Seite befinden. Beispielsweise weist
hierfür die Kühlplatte entsprechende Ausnehmungen auf, durch die die Kerne des Kern-Joch-Verbunds
geführt sind. Alternativ hierzu ist die Kühlplatte frei von jeglichen Ausnehmungen
und beispielsweise nach Art eines Rechtecks geformt. Hierbei weist eine der Kanten
der Kühlplatte zu den beiden Kernen und ist geeigneterweise mit diesen in mechanischem
Kontakt. Insbesondere ist die Kühlplatte an den beiden Kernen thermisch angebunden,
so dass auch Wärme von den beiden Kernen zur Kühlplatte geführt wird.
[0023] Zweckmäßigerweise ist der Verbund aus den beiden Kernen und dem Joch einstückig,
was die Stabilität erhöht und die elektrischen Eigenschaften verbessert. Vorzugsweise
ist hierbei der Verbund U-förmig oder, falls weitere Spulen vorhanden sind, M-förmig
bzw. kamm-förmig ausgestaltet. Beispielsweise ist hierbei jeder der Spulenwicklungen
eine Kühlplatte zugeordnet, wobei die Kühlplatten insbesondere in einer Ebene liegen,
die sich zwischen dem Joch und den Spulenwicklungen befindet. Beispielsweise ist der
Querschnitt jeder der Kühlplatten gleich dem der jeweils zugeordneten Spulenwicklung.
Auf diese Weise ist es ermöglicht, den Verbund aus Spulenwicklung und Kühlplatte vor
Montage des Kernjochverbunds zu fertigen. Alternativ hierzu ist jede der Kühlplatten
im Wesentlichen rechteckförmig ausgestaltet, wobei jede der Rechteckformen parallel
zur jeweiligen Deckfläche der zugeordneten Spulenwicklung ist. Hierbei sind die Kühlplatten
geeigneterweise senkrecht zu dem Joch angeordnet, was diese stabilisiert. Insbesondere
ist ein Kraftschluss zwischen dem Joch und jeder der Spulenwicklungen über die jeweiligen
Kühlplatten erstellt. Vorzugsweise sind jeder der Spulenwicklungen zwei Kühlplatten
zugeordnet, die mittels des jeweiligen Kerns voneinander getrennt sind.
[0024] Eine weitere Ausgestaltung der Drosselspulen des Stromrichters weist eine hohlzylindrische
Spulenwicklung auf, die zweckmäßigerweise aus einem isolierten Leiter erstellt ist.
Der isolierte Leiter ist insbesondere ein Lackdraht oder ein bandförmiger Leiter,
der insbesondere eine Breite zwischen 10 cm und 60 cm, und z.B. von 19 cm aufweist.
Hierbei ist die Breite des Leiters parallel zur Achse der Spulenwicklung. Das Material
des elektrischen Leiters ist beispielsweise Aluminium oder Kupfer, und der Leiter
ist zu der Spulenwicklung gewickelt. Die Spulenwicklung weist eine oder mehr Lagen
auf. Innerhalb der Spulenwicklung ist ein quaderförmiger Kern angeordnet, der insbesondere
aus einem weichmagnetischen Material und zum Beispiel aus Eisen gefertigt ist. Geeigneterweise
ist die Spulenwicklung aus einem eloxierten Aluminiumband gewickelt.
[0025] Die sich innerhalb der Spulenwicklung befindenden Kanten des Kerns sind zumindest
abschnittsweise mittels L-förmigen Abstandshaltern versehen. Mit anderen Worten ist
jede der Kanten zumindest abschnittsweise von einem der Abstandshalter umgeben. Geeigneterweise
sind die Abstandshalter aus einem Kunststoff erstellt, und jeder der Abstandshalter
ist vorzugsweise in mechanischem Kontakt mit der Spulenwicklung, die insbesondere
einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist. Aufgrund der Abstandshalter ist der Kern
von der Spulenwicklung beabstandet, was einerseits einen elektrischen Kurzschluss
verhindert und andererseits eine Beschädigung der Spulenwicklung aufgrund der vergleichsweise
scharfen Kanten des Kerns unterbindet.
[0026] Die Drosselspule weist ferner eine Kühlplatte auf, die zwischen zueinander einander
benachbarten Abstandshaltern angeordnet ist. Geeigneterweise ist die Kühlplatte im
Wesentlichen rechteckförmig gestaltet, wobei die Kühlplatte mit dem Kern und/oder
der Spulenwicklung thermisch kontaktiert ist. Beispielsweise ist die Kühlplatte mit
dem jeweiligen Bauteil in direktem mechanischem Kontakt oder mittels einer elektrisch
isolierenden, jedoch thermisch leitenden Schicht verbunden. Geeigneterweise verläuft
die Kühlplatte parallel zu dem Kern. Die Kühlplatte selbst weist ein Kühlrohr auf,
das aus Edelstahl oder CuNiFe oder einer CuNiFe-Legierung gefertigt ist. Beispielsweise
weist die Kühlplatte zwei derartige Kühlrohre auf. Das oder die Kühlrohre verlaufen
vorzugsweise parallel zur Achse der Spulenwicklung, was einen Montage und einen Anschluss
der Kühlrohre vereinfacht, und geeigneterweise gerade, was die Herstellungskosten
der Kühlplatte verringert. Die Kühlrohre sind insbesondere innerhalb eines Kupfer-
oder Aluminiumkörpers verpresst. Bei Betrieb der Drosselspule wird ein Kühlfluid durch
die Kühlrohre geleitet und auf diese Weise Wärme von der Kühlplatte abtransportiert.
Hierbei ist aufgrund der Materialwahl auch ein Betrieb mit Meerwasser ermöglicht.
[0027] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Darin zeigen:
- FIG 1,2
- jeweils eine Ausführungsform einer Drosselspule mit einer Kühlplatte in einer Schnittdarstellung,
- FIG 3
- eine weitere Ausführungsform der Drosselspule mit zwei Kühlplatten gemäß FIG 1,
- FIG 4
- eine weitere Ausführungsform der Drosselspule mit zwei Spulenwicklungen gemäß FIG
1,
- FIG 5 bis 8
- weitere Ausführungsformen der Drosselspule mit zwei Spulenwicklungen in einer Schnittdarstellung
bzw. einer Draufsicht,
- FIG 9
- eine weitere Ausführungsform der Drosselspule mit zwei Spulenwicklungen in einer Draufsicht,
und
- FIG 10
- eine letzte Ausführungsform der Drosselspule mit Abstandshaltern.
[0028] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0029] In FIG 1 ist in einer Schnittdarstellung eine längs der Achse einer Spulenwicklung
2 eine Drosselspule 4 dargestellt. Die Spulenwicklung 2 weist einen ringförmigen Querschnitt
senkrecht zu deren Achse auf und ist aus einem elektrisch isolierten Kupfer- oder
Aluminiumband gewickelt, wobei zur Erstellung das Band mehrlagig übereinander gestapelt
ist. Folglich weist die Spulenwicklung 2 die Form einer Rolle mit einer zentralen
Aussparung 6 auf. Innerhalb der Aussparung 6 ist ein zylinderförmiger Kern 8 mit einer
runden Grundfläche angeordnet, der über eine elektrische Isolierschicht 10 in mechanischem
Kontakt der mit der Spulenwicklung 2 ist. Hierbei steht der Kern 8 bezüglich der Aussparung
6 über. Mit anderen Worten ragt der Kern 8 aus der Aussparung 6 heraus. Der Kern 8
selbst weist einen Kernkörper 12 aus weichmagnetischem Eisen auf, der einen ringförmigen
Querschnitt aufweist. Innerhalb des Kernkörpers 12 ist formschlüssig ein Kühlrohr
14 aus CuNiFe positioniert.
[0030] Die Drosselspule 4 umfasst ferner eine aus einem Kupfer oder einem Aluminium gefertigte
Kühlplatte 16, deren Querschnitt senkrecht zur Achse der Spulenwicklung 2 größer als
der der Spulenwicklung 2 selbst ist. Die Kühlplatte 16 ist topfförmige gestaltet und
weist folglich eine Vertiefung 18 mit einem Boden 20 auf. In dem Boden 20 ist mittig
eine Aussparung 22 eingebracht, deren Querschnitt dem Querschnitt des Kerns 8 entspricht,
der darin angeordnet ist. Somit fluchten die Aussparung 6 der Spulenwicklung 2 und
die Aussparung 22 der Kühlplatte 16, und der Kern 8 ist thermisch an der Kühlplatte
16 angebunden.
[0031] Der Radius der runden Vertiefung 18 entspricht dem Radius der Spulenwicklung 2, die
innerhalb der Vertiefung 18 formschlüssig angeordnet ist. Hierbei ist eine der Deckflächen
24 der Spulenwicklung 2 thermisch an die Kühlplatte 16 angebunden, wobei kein direkter
mechanischer Kontakt zwischen der Kühlplatte 16 und der Spulenwicklung 2 vorhanden
ist. Die Vertiefung 18 ist nämlich mittels einer elektrisch isolierenden Wärmeleitfolie
26 ausgekleidet, so dass ein Kurzschluss zwischen der Spulenwicklung 2 und der Kühlplatte
16 auch bei einer defekten oder nicht vollständigen Isolierung des Leiters der Spulenwicklung
2 ausgeschlossen ist.
[0032] Die Drosselspule 4 ist Bestandteil eines Stromrichters, der sich auf einem Schiff
im Einsatz befindet. Mittels der Drosselspule 4 werden hochfrequente Anteile innerhalb
eines elektrischen Stroms unterdrückt. Bei Betrieb fließt der zu filternde elektrische
Strom durch die Spulenwicklung 2, wobei die hochfrequenten Anteile zu einem Anstieg
des elektrischen Widerstands aufgrund des entstehenden Magnetfeldes führt. Dieser
Effekt wird mittels des Kerns 8 verstärkt. Aufgrund des fließenden elektrischen Stroms
steigt die Temperatur der Spulenwicklung 2 an. Diese Wärme wird einerseits über die
Wärmeleitfolie 26 an die Kühlplatte 16 und andererseits, in verringertem Maße, über
die elektrische Isolierschicht 10 an den Kern abgegeben. Durch das Kühlrohr 14 wird
Meerwasser geleitet, dessen Temperatur geringer als die des Kerns 8 ist. Infolgedessen
wird die Wärme des Kerns 8 an das Meerwasser abgegeben und somit die Drosselspule
4 effizient gekühlt. Folglich ist es möglich, vergleichsweise große elektrische Ströme
mittels der Drosselspule 4 zu leiten, ohne dass eine Beschädigung der Spulenwicklung
2 eintritt.
[0033] In FIG 2 ist eine weitere Ausführungsform der Drosselspule 4 gemäß obiger Darstellung
gezeigt. Im Vergleich zu der vorherigen Ausführungsform ist die Spulenwicklung 2 aus
einem aus Aluminium gefertigt, isolierten Leiter erstellt. Auch weist der Kern 8 nicht
das Kühlrohr 14 auf. Vielmehr ist der Kernkörper 12 aus einem Vollmaterial erstellt
und bildet den Kern 8. Die Anbindung der Spulenwicklung 2 an den Kühlkörper 16 erfolgt
wiederum über die Wärmeleitfolie 26, wobei zur Befestigung ein thermisch leitender
Kleber verwendet ist. Die Form der Kühlplatte 16 entspricht im Wesentlichen der vorherigen
Ausführungsform, wobei die Kühlplatte 16 jedoch einen Kühlplattenkörper 28 umfasst,
in den ein Kühlrohr 30 gepresst ist. Das gerade verlaufende Kühlrohr 30 ist aus einem
Edelstahl gefertigt. Bei Betrieb der in einem Schiff eingesetzten Drosselspule 4 wird
Meerwasser durch das Kühlrohr 30 geleitet und infolgedessen Wärme von der Kühlplatte
16 abtransportiert.
[0034] In FIG 3 ist eine dritte Ausführungsform der Drosselspule 4 gezeigt, wobei der Kern
8 der zweiten Ausführungsform und die Kühlplatte 16 der ersten Ausführungsform der
Drosselspule 4 entspricht. Die Spulenwicklung 2, die elektrische Isolierschicht und
die Wärmeleitfolie 26 sind nicht verändert. Die Kühlplatte 16 selbst ist aus CuNiFe
gefertigt. Ferner umfasst die Drosselspule 4 eine weitere Kühlplatte 32, deren Form
der ersten Kühlplatte 16 entspricht. So weist auch die zweite Kühlplatte 32 die Vertiefung
18 auf, die mit der Wärmeleitfolie 26 ausgekleidet ist. Die Aussparung 18 weist in
Richtung der ersten Kühlplatte 16. Die Spulenwicklung 2 ist zwischen den beiden Kühlplatten
16,32 formschlüssig angeordnet und mittels einer nicht gezeigten Vergussmasse oder
mittels eines Kleber oder eines Thermal Interface Material an diesen angebunden. Auch
das Material der zweiten Kühlplatte 32 entspricht der ersten Kühlplatte 16, und der
Kern 8 ragt durch die zweite Kühlplatte 32. Bei Betrieb der Drosselspule 4 werden
folglich beide Deckflächen 24 der hohlzylindrischen Spulenwicklung 2 mittels jeweils
einer der Kühlplatten 16,32 gekühlt. Aufgrund der Materialwahl für die Kühlplatten
16,32 können diese hierbei von Meerwasser umspült oder durchflossen werden, ohne dass
eine Beeinträchtigung oder Zerstörung von Komponenten der Drosselspule 4 erfolgt.
[0035] In FIG 4 ist eine Weiterbildung der in FIG 3 gezeigten Drosselspule 4 gezeigt, die
eine zweite Spulenwicklung 34 aufweist, die elektrisch mit der ersten Spulenwicklungen
2 in Reihe geschalten ist. Die beiden Spulenwicklungen 2,34 sind hierbei gleichartig,
unterscheiden sich also nicht, und entsprechen jeweils der in FIG 3 gezeigten Variante.
Auch ist die erste Kühlplatte 16 nicht verändert. Die zweite Kühlplatte 32 ist abgewandelt
und weist nunmehr zwei Vertiefungen 18 auf, die sich auf gegenüberliegenden Seiten
befinden und voneinander weg zeigen. Die Form jeder der Vertiefungen 18 entspricht
hierbei der Vertiefung 18 der ersten Kühlplatte 16. In jeder der Vertiefungen 18 der
zweiten Kühlplatte 32, die aus einem Edelstahl erstellt ist, ist eine der beiden Spulenwicklungen
2,34 angeordnet, wobei die elektrische Isolierung mittels der Wärmeleitfolie 26 zwischen
der ersten Spulenwicklungen 2 und der zweite Kühlplatte 32 weggelassen ist. Die verbleibende
Deckfläche der zweiten Spulenwicklung 34 ist an einer dritten Kühlplatte 36 thermisch
angebunden, die der Ausführungsform der zweiten Kühlplatte 32 entspricht, die in FIG
3 gezeigt ist. Auch die Anordnung der zweiten Spulenwicklung 34 bezüglich der dritten
Kühlplatte 36 entspricht der in FIG 3 dargestellten Anordnung der Spulenwicklung 2
bezüglich der zweiten Kühlplatte 32. Im Vergleich hierzu ist der Kern 8 um im Wesentlichen
das Doppelte verlängert und ragt durch die beiden Spulenwicklungen 2,34 sowie alle
drei Kühlplatten 16,32,36. Die beiden Spulenwicklungen 2,34 sowie die Kühlplatten
16,32,36 sind miteinander vergossen, was zu einer vergleichsweise stabilen Drosselspule
4 führt.
[0036] In FIG 5 ist gemäß den obigen Darstellungen und in FIG 6 in einer Draufsicht eine
weitere Ausführungsform der Drosselspule 4 gezeigt. Die Drosselspule 4 umfasst die
Spulenwicklung 2 und die Kühlplatte 16, deren Querschnitt jeweils zu einer Rechteckform
abgewandelt ist. Die Verbindung zwischen der Spulenwicklung 2 und der Kühlplatte 16
erfolgt gemäß der in FIG 1 gezeigten Variante. Hierbei ist innerhalb der Aussparung
6 der gemäß der in FIG 2 dargestellten Variante ausgestaltete Kern 8 angeordnet. Ferner
umfasst die Drosselspule 4 die zweite Spulenwicklung 34 sowie die zweite Kühlplatte
32. Hierbei ist die zweite Spulenwicklung 34 gleichartig zu der ersten Spulenwicklung
2 und die zweite Kühlplatte 32 gleichartig zur ersten Kühlplatte 16 gefertigt. Auch
die Verbindung zwischen den Beiden sowie deren jeweiliger Kern 8 unterscheiden sich
nicht. Mit anderen Worten besteht kein Unterschied zwischen dem Verbund aus dem Kern
8, der Spulenwicklung 2 sowie der Kühlplatte 16 und dem Verbund aus der zweiten Spulenwicklung
34, der zweiten Kühlplatte 32 sowie dem Kern 8 sowie deren jeweiliger dazwischen angeordneter
Schichten, wie beispielsweise die Wärmeleitfolie 26.
[0037] Die beiden Kühlplatten 16, 32 liegen in einer Ebene, wobei die jeweils zugeordneten
Spulenwicklungen 2, 34 sich auf der gleichen Seite bezüglich dieser Ebene befinden.
Hierbei sind die beiden Kühlplatten 16, 32 zueinander beabstandet. Mit anderen Worten
berühren sich die beiden Kühlplatten 16,32 sowie die Spulenwicklungen 2, 34 nicht.
Die beiden Kerne 8 sind mittels eines quaderförmigen Jochs 38 verbunden, das auf den
beiden Kernen 8 aufliegt und aus einem weichmagnetischen Eisen erstellt ist. Hierbei
fluchtet das Joch 38 mit den jeweiligen Kanten der hierzu senkrecht angeordneten Kerne
8. Mittels des Jochs 38 ist ein magnetischer Rückschluss zwischen den beiden Kernen
8 erstellt, was die elektrischen Eigenschaften der Drosselspule 4 verbessert.
[0038] In FIG 7 und 8 ist eine weitere Ausführungsform der Drosselspule 4 gemäß FIG 5 bzw.
6 dargestellt. Die Spulenwicklungen 2, 34, die Kerne 8 sowie das Joch 38 sind hierbei
unverändert belassen. Im Gegensatz hierzu sind die beiden Kühlplatten 16,32 abgewandelt.
Die erste Kühlplatte 16 ist nunmehr nicht quadratisch, sondern rechteckförmig ausgestaltet,
wobei der Verlauf im Wesentlichen parallel zu dem Joch 38 ist. In diese Richtung ist
die Kühlplatte 16 verlängert, so dass die Kühlplatte 16 die beiden Spulenwicklungen
2, 34 überspannt. Die Kühlplatte 16 weist zwei Vertiefungen 18 auf, innerhalb derer
jeweils eine der Spulenwicklungen 2, 34 einliegt und mit einem wärmeleitfähigen Kleber
verbunden ist, wobei zwischen diesen jeweils die Wärmeleitfolie 26 angeordnet ist.
Senkrecht zum Joch 38 und zu den Kernen 8 ist die Ausdehnung der Kühlplatte 16 verringert.
Die Kühlplatte 16 befindet sich in dieser Richtung lediglich auf einer der Seiten
der beiden Kerne 8 und die Aussparung 22 ist nicht vorhanden. Auf der gegenüberliegenden
Seite der beiden Kerne 8 ist spiegelbildlich zu der Kühlplatte 16 die zweite Kühlplatte
32 angeordnet, die in gleicher Art und Weise wie die erste Kühlplatte 16 ausgestaltet
ist. Folglich sind die beiden Spulenwicklungen 2, 34 mit den beiden Kühlplatten 16,
32 in mechanischem Kontakt und thermisch jeweils an diesen angebunden.
[0039] In FIG 9 ist eine weitere Abwandlung der in FIG 5,6 gezeigten Drosselspule 4 in einer
Draufsicht dargestellt. Hierbei ist sowohl die erste Kühlplatte 16 als auch die zweite
Kühlplatte 32 verändert. Die Kühlplatte 16 ist nunmehr in zwei parallel verlaufende
Schenkel 16a, 16b aufgeteilt, die senkrecht zu den Kernen 8 und dem Joch 38 orientiert
sind. Die beiden Schenkel 16a, 16b sind in Kontakt mit dem zugeordneten Kern 8 sowie
der Spulenwicklung 2. Der der zweiten Spulenwicklung 34 zugewandte Schenkel 16b fluchtet
hierbei im Randbereich mit der zugeordneten Spulenwicklung 2, wohingegen der verbleibende
Schenkel 16a übersteht. Die zweite Kühlplatte 32 ist spiegelbildlich zu der weiteren
Kühlplatte 16 gefertigt. Mit anderen Worten weist auch die zweite Kühlplatte 32 zwei
Schenkel 32a, 32b auf.
[0040] In FIG 10 ist in einer Draufsicht eine letzte Ausführungsform der Drosselspule 4
gezeigt. Die Drosselspule 4 umfasst die hohlzylindrisch ausgestaltete Spulenwicklung
2, deren Grundfläche quadratisch ist. Innerhalb der zentralen Aussparung 6 ist der
quaderförmig ausgestaltete Kern 8 mittig angeordnet, wobei der Kern 8 zu der Spulenwicklung
2 beabstandet ist. Der mechanische Kontakt zwischen dem Kern 8 und der Spulenwicklung
2 wird mittels vierer Abstandshalter 40 erstellt, deren Querschnitt senkrecht zur
Achse der Spulenwicklung 2 jeweils L-förmig ist. Jeder der aus einem Kunststoff gefertigten
Abstandshalter 40 ist im Bereich einer der Kanten 42 des Kerns 8 angeordnet, die parallel
zur Achse der Spulenwicklung 2 verlaufen. Folglich wird jede dieser Kanten 42 mittels
eines der vier Abstandshalter 40 umgriffen, so dass eine Beschädigung der Spulenwicklung
2 aufgrund der vergleichsweise scharfen Kanten 42 des Kerns 8 ausgeschlossen ist.
Zwischen jeweils zwei benachbarten Abstandshaltern 42 ist jeweils eine erste Kühlplatte
16 angeordnet, die quaderförmig ausgestaltet und parallel zur Achse der Spulenwicklung
2 orientiert ist. Die aus Kupfer erstellten ersten Kühlplatten 16 sind in direktem
mechanischem Kontakt mit dem Kern 8 und mittels einer hier nicht gezeigten wärmeleitfähigen
Schicht elektrisch gegenüber der Spulenwicklung 2 isoliert. Jede der ersten Kühlplatte
16 weist zwei Kühlrohre 30 aus Edelstahl sowie einen Körper aus Kupfer auf, wobei
die Kühlrohre 30 innerhalb des jeweiligen Körpers angeordnet und mit diesem verpresst
sind. Bei Betrieb der Drosselspule 4 wird durch die ebenfalls parallel zur Achse der
Spulenwicklung 2 verlaufende Kühlrohre 30 Meerwasser gepumpt und auf diese Weise Wärme
von der Drosselspule 4 abgeführt.
[0041] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet
werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle
im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen beschriebene Einzelmerkmale auch auf
andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.
1. Drosselspule (4) eines Stromrichters, mit einer hohlzylindrischen Spulenwicklung (2),
an deren Deckfläche (24) eine Kühlplatte (16) thermisch angebunden ist.
2. Drosselspule (4) nach Anspruch 1, gekennzeichn e t durch einen im Inneren Spulenwicklung
(2) angeordneten Kern (8), der insbesondere einen runden Querschnitt aufweist.
3. Drosselspule (4) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (8) ein Kühlrohr (14) aufweist, das insbesondere aus einem Edelstahl oder
CuNiFe gefertigt ist.
4. Drosselspule (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Kühlplatte (16) größer als der Querschnitt der Spulenwicklung
(2) ist, wobei die Kühlplatte (16) eine zu dem Querschnitt der Spulenwicklung (2)
korrespondierende Vertiefung (18) aufweist, innerhalb derer die Spulenwicklung (2)
zumindest teilweise, insbesondere formschlüssig, angeordnet ist, und/oder dass zwischen
der Kühlplatte (16) und der Spulenwicklung (2) eine Wärmeleitfolie (26) angeordnet
ist.
5. Drosselspule (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da- durch gekennzeichnet , dass die Kühlplatte (16) aus einem Aluminium, Kupfer, Edelstahl oder CuNiFe gefertigt
ist und/oder ein Kühlrohr (30) aufweist, das insbesondere aus einem Edelstahl oder
CuNiFe gefertigt ist.
6. Drosselspule (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da- durch gekennzeichnet , dass die Kühlplatte (16) mit der Spulenwicklung (2) vergossen oder mittels eines
thermisch leitenden Klebers verbunden ist.
7. Drosselspule (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine zweite Kühlplatte (32), die thermisch an der Spulenwicklung (2) angebunden ist,
wobei die Spulenwicklung (2) zwischen den beiden Kühlplatten (16,32) angeordnet ist.
8. Drosselspule (4) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine zweite hohlzylindrische Spulenwicklung (34), wobei die zweite Kühlplatte (32)
zwischen den beiden Spulenwicklungen (2,34) angeordnet ist, die elektrisch miteinander
kontaktiert sind.
9. Drosselspule (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine zweite hohlzylindrische Spulenwicklung (34), deren Deckfläche (24) an der Kühlplatte
(32) thermisch angebunden ist, wobei die beiden Spulenwicklungen (2,34) insbesondere
auf der gleichen Seite der Kühlplatte (16) angeordnet sind.
10. Drosselspule (4) eines Stromrichters, mit einer hohlzylindrischen Spulenwicklung (2),
innerhalb derer ein quaderförmiger Kern (8) angeordnet ist, wobei zwischen der Spulenwicklung
(2) und den Kanten (42) des Kerns (8) L-förmige Abstandshalter (40) angeordnet sind,
und wobei zwischen zweien der Abstandshalter (40) eine Kühlplatte (16) mit einem aus
Edelstahl oder CuNiFe gefertigten Kühlrohr (30)angeordnet ist.