[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bekannt sind z.B. Steckverbinder mit einem Außengewinde, die über eine passend zum
Außengewinde ausgebildete Mutter in einer Aussparung einer Wand befestigt werden können.
Um den Steckverbinder bei unterschiedlichen Wandstärken einsetzen zu können, wird
üblicherweise das Außengewinde relativ lang und somit in der Regel mit Übermaß ausgelegt.
Dies hat den Nachteil, dass das Aufschrauben der Befestigungsmutter in vielen Fällen,
insbesondere bei geringen Wandstärken, relativ zeitraubend ist. Zudem besteht bei
einer solchen Gewindebefestigung das Risiko, dass die Mutter sich lösen kann, z.B.
in Folge von auf den Steckverbinder einwirkenden Kräften oder Vibrationen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbinderanordnung anzugeben,
bei der ein Steckverbinder mittels eines Befestigungsrings in einer Aussparung einer
Wand auf einfache und schnelle Weise sicher befestigt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelöst durch eine Steckverbinderanordnung, aufweisend
a) wenigstens einen Steckverbinder mit einem Gehäuse und einem oder mehreren Steckanschlüssen,
wobei der Steckverbinder zur Befestigung in einer Aussparung einer Wand eingerichtet
ist und bei Befestigung in der Aussparung die Wand durchdringt, und
b) wenigstens ein über den Steckverbinder von einer Seite der Wand überstülpbaren
Befestigungsring,
wobei der Steckverbinder ein an seinem Gehäuse angeordnetes erstes Befestigungsmittel
aufweist, das zum Zusammenwirken mit einem am Befestigungsring angeordneten zweiten
Befestigungsmittel eingerichtet ist, um den Steckverbinder in der Aussparung zumindest
in dessen axialer Richtung an der Wand zu fixieren, wobei der Befestigungsring um
eine in axialer Richtung des Steckverbinders verlaufende Längsachse relativ zum Steckverbinder
verdrehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsring bei Befestigung
des Steckverbinders in der Aussparung der Wand mittels des zweiten Befestigungsmittels
im Zusammenwirken mit dem ersten Befestigungsmittel in verschiedenen diskreten Drehwinkelpositionen
relativ zum Steckverbinder arretierbar ist.
[0005] Die Erfindung hat den Vorteil, dass der Steckverbinder mittels des Befestigungsrings
mit einfachen, ergonomisch günstigen Bewegungsabläufen auf schnelle Weise an der Wand
bzw. innerhalb der Aussparung befestigt werden kann. Durch entsprechende Dimensionierung
der Anzahl der diskreten Drehwinkelpositionen ist eine Anpassung an jeweilige Aufgabenstellungen
möglich, z.B. durch Vorsehen weniger diskreter Drehwinkelpositionen eine schnelle
Befestigung oder durch Vorsehen einer größeren Anzahl diskreter Drehwinkelpositionen
immer noch relativ schnelle Befestigung, jedoch eine feiner abgestufte Anpassbarkeit
an unterschiedliche Wandstärken.
[0006] Die Steckverbinderanordnung bzw. dessen Steckverbinder kann z.B. als elektrischer
Steckverbinder, pneumatischer Steckverbinder, hydraulischer Steckverbinder, optischer
Steckverbinder oder als Steckverbinder für sonstige andere Medien ausgebildet sein.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind eines, mehrere oder alle
Teile der Steckverbinderanordnung aus Kunststoff gebildet, z.B. als Spritzgussteil.
Insbesondere kann das Gehäuse des Steckverbinders, der Befestigungsring, das erste
und/oder das zweite Befestigungsmittel aus Kunststoff bestehen. Dies hat neben einer
rationellen und kostengünstigen Fertigung den Vorteil, dass die Bauteile eine gewisse
Flexibilität bzw. Elastizität aufweisen, so dass auch mit einer relativ geringen Anzahl
diskreter Drehwinkelpositionen eine flexible Anpassbarkeit der Befestigung der Steckverbinderanordnung
an unterschiedliche Wandstärken möglich ist. Geringe Unterschiede zwischen Wandstärken
können dabei durch die Elastizität der KunststoffTeile aufgenommen werden.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Befestigungsring mittels
des zweiten Befestigungsmittels im Zusammenwirken mit dem ersten Befestigungsmittel
stufig rastend relativ zum Steckverbinder verdrehbar. Durch die stufige Rastung können
auf einfache und zuverlässige Weise verschiedene diskrete Drehwinkelpositionen realisiert
werden, in denen der Befestigungsring relativ zum Steckverbinder arretierbar ist.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das erste und/oder das
zweite Befestigungsmittel von einer zur Längsachse senkrechten Raumebene unterschiedlich
beabstandete Rastpositionen auf, insbesondere mehrere hintereinander rampenförmig,
stufenförmig oder sägezahnförmig in einer Verdrehrichtung ansteigende Rastpositionen.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die ersten und/oder
die zweiten Befestigungsmittel eine in Seitenansicht auf das Befestigungsmittel sägezahnartige
Kontur auf.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das erste Befestigungsmittel
bei in der Aussparung befestigtem Steckverbinder im Innenraum eines die Wand aufweisenden
hohlen Gegenstands oder außerhalb des Innenraums angeordnet. Der die Wand aufweisende
hohle Gegenstand kann z.B. ein Gehäuse eines Gerätes sein, z.B. eines Elektrogerätes.
In einer ersten Variante, in der das erste Befestigungsmittel im Innenraum des hohlen
Gegenstands angeordnet ist, kann der Befestigungsring von der innerhalb des Innenraums
angeordneten Rückseite des Steckverbinders auf diesen aufgeschoben werden und beim
Einführen des Steckverbinders in die Aussparung von der Innenseite gegen die Wand
des hohlen Gegenstands geführt werden, bis der Befestigungsring an der Wand anliegt.
Sodann kann der Steckverbinder mittels eines Außenrastmittels an der Außenseite der
Wand hinter der Aussparung verrastet werden. Zugleich kann das Außenrastmittel ein
Gegenlager für den drehbaren Befestigungsring bilden. Durch Verdrehen des Befestigungsrings
in eine bestimmte diskrete Drehwinkelposition derart, dass das erste Befestigungsmittel
mit dem zweiten Befestigungsmittel zusammenwirkt, kann der Steckverbinder an der Wand
befestigt werden.
[0012] In einer zweiten Variante kann der Steckverbinder mit einem daran bereits vormontierten
Befestigungsring wiederum von der Innenseite des hohlen Gegenstands in die Aussparung
geführt werden, so dass der Befestigungsring mit einem ersten Befestigungsmittel,
das z.B. radial abstehend ausgebildet sein kann und mit dem zweiten Befestigungsmittel
des Befestigungsrings zusammenwirkt, an der Wand des hohlen Gegenstands befestigt
werden. Durch eine Drehbewegung des Befestigungsrings gegenüber dem Steckverbinder
wird die Steckverbinderanordnung in der Aussparung festgelegt, indem das zweite Befestigungsmittel
z.B. bajonettartig die Wand hintergreift. Hierbei können als zweites Befestigungsmittel
insbesondere räumlich voneinander getrennte Rastmittel und Axialfixiermittel vorgesehen
sein. Die Rastmittel dienen zur Fixierung der Drehwinkelposition des Befestigungsrings
relativ zum Steckverbinder und die Axialfixiermittel zur axialen Fixierung des Steckverbinders
in der Aussparung.
[0013] In beiden Varianten sind unterschiedliche Wandstärken der Wand zwischen dem Steckverbinder
und dem Befestigungsring aufnehmbar.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das erste Befestigungsmittel
auf der dem oder den Steckanschlüssen des Steckverbinders zugewandten Seite der Wand
oder auf der den Steckanschlüssen des Steckverbinders abgewandten Seite der Wand angeordnet.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen der Steckverbinder und/oder
der Befestigungsring wenigstens ein Verdrehsicherungsmittel auf, mit dem die Steckverbinderanordnung
in der Aussparung gegen Verdrehen um die Längsachse gesichert ist. Dies hat den Vorteil,
dass die Steckverbinderanordnung auch in Umfangsrichtung fixiert ist und nicht durch
äußere Kräfte dejustiert werden kann. Durch das Vorsehen eines gesonderten Verdrehsicherungsmittels
kann zudem die Befestigungsanordnung, die aus dem zweiten Befestigungsmittel im Zusammenwirken
mit dem ersten Befestigungsmittel gebildet wird, von der Aufnahme von Umfangskräften
entlastet werden kann und dementsprechend durch solche Umfangskräfte nicht hinsichtlich
ihrer Fixierwirkung beeinträchtigt wird.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Steckverbinder an
einer äußeren Umfangsseite seines Gehäuses wenigstens ein durch die Aussparung hindurchführbares
Außenrastmittel auf, das zum Einrasten in der Aussparung im an der Wand befestigten
Zustand der Steckverbinderanordnung eingerichtet ist. Das Außenrastmittel kann wenigstens
eine erste Anlagefläche zur Anlage an der Oberfläche der Wand außerhalb der Aussparung
und wenigstens eine zweite Anlagefläche zur Anlage innerhalb einer inneren Umfangsseite
der Aussparung aufweisen. Auf diese Weise kann der Steckverbinder innerhalb der Aussparung
sowohl gegen Verdrehen um die Längsachse gesichert werden als auch axial fixiert werden.
[0017] So kann die Steckverbinderanordnung z.B. eine Anzahl von diskreten Drehwinkelpositionen
im Bereich von 2 bis 10, insbesondere 3 bis 6, aufweisen. Hierdurch wird ein günstiger
Kompromiss zwischen einer einfachen und schnellen Befestigung der Steckverbinderanordnung
und einer flexiblen Anpassbarkeit an unterschiedliche Wandstärken erzielt.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Steckverbinder mehrteilig
ausgebildet und weist wenigstens ein Kontaktträger auf, in dem der oder die Steckanschlüsse
angeordnet sind, und wenigstens zwei schalenartig zusammensetzbare und das Kontaktträger
zumindest teilweise in sich aufnehmende Gehäuseteile. Auf diese Weise wird ein modularer
Steckverbinder geschaffen, der durch Bereitstellen unterschiedlich ausgebildeter Gehäuseteile
für die zuvor genannten unterschiedlichen Befestigungsvarianten ausgestaltet werden
kann. Hierbei kann immer derselbe die Steckanschlüsse aufweisende Kontaktträger verwendet
werden, so dass die Herstellung und Lagerhaltung der Bauteile der Steckverbinderanordnung
trotz hoher Flexibilität begünstigt wird.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen das erste und/oder das
zweite Befestigungsmittel räumlich voneinander getrennt Rastmittel zur Fixierung der
Drehwinkelposition des Befestigungsrings relativ zum Steckverbinder und Axialfixiermittel
zur axialen Fixierung des Steckverbinders in der Aussparung auf. Dies hat den Vorteil,
dass die Funktionen der Axialfixierung und der Arretierbarkeit in diskreten Drehwinkelpositionen
voneinander entkoppelt werden, so dass die Rastmittel und die Axialfixiermittel getrennt
voneinander auf ihre jeweilige Funktion hin optimiert werden können.
[0020] Die Befestigung des Befestigungsrings am Steckverbinder kann dann bajonettartig erfolgen.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Verwendung
von Zeichnungen näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Figuren 1 bis 7
- eine Steckverbinderanordnung in einer ersten Ausführungsform und
- Figuren 17 und 18
- Seitenansichten der ersten Ausführungsform und
- Figuren 8 bis 16
- eine Steckverbinderanordnung in einer zweiten Ausführungsform.
[0023] In den Figuren werden gleiche Bezugszeichen für einander entsprechende Elemente verwendet.
[0024] Die Figuren 17 und 18 zeigen Seitenansichten, alle übrigen Figuren zeigen isometrische
Darstellungen.
[0025] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen Steckverbinder 1, der mehrteilig ausgebildet ist
und als Teile einen Kontaktträger 10 sowie zwei schalenartige, zusammensetzbare Gehäuseteile
11, 12 aufweist. Der Kontaktträger 10 weist an einer Anschlussseite vier Steckanschlüsse
101 mit elektrischen Kontakten auf, in die ein entsprechender als Gegenstück ausgebildeter
Steckverbinder eingesteckt werden kann. An der der Anschlussseite abgewandten Seite
weist der Kontaktträger umfangsseitig eine Nut 102 auf. Über die Nut 102 wird der
Kontaktträger 10 in entsprechend geformten Endwänden 110, 120 der Gehäuseteile 11,
12 aufgenommen. Die Endwände 110, 120 können als radial nach innen stehende, zumindest
bereichsweise umlaufende Flansche ausgebildet sein. Um den Kontaktträger 10 gegen
Verdrehen in den Gehäuseteilen 11, 12 zu sichern, weisen die Gehäuseteile 11, 12 zusätzlich
vorstehende Verdrehsicherungsnasen 111, 121 auf.
[0026] Die Gehäuseteile 11, 12 weisen zur Befestigung aneinander Rastlaschen 112 auf, die
in entsprechende Rastaussparungen 122 des jeweils anderen Gehäuseteils eingreifen.
Durch zum anderen Gehäuseteil hervorstehende Vorsprünge 127 werden die Gehäuseteile
11, 12 zusätzlich aneinander fixiert.
[0027] Am Außenumfang weisen die Gehäuseteile 11, 12 zusätzlich Außenrastmittel 114, 124
auf. Die Außenrastmittel 114, 124 sind jeweils als zwei in Längsrichtung symmetrisch
zueinander angeordnete Rastelemente 125, 126 ausgebildet. Auf ihre Funktion wird später
noch näher eingegangen. Die Gehäuseteile 11, 12 weisen außerdem am der Anschlussseite
abgewandten Ende des Steckverbinders Kabeldurchführöffnungen 113, 123 auf, durch die
elektrische Anschlusskabel zu den elektrischen Kontakten des Kontaktträgers 10 geführt
werden können.
[0028] Des Weiteren weisen die Gehäuseteile 11, 12 erste Befestigungsmittel 2 des Steckverbinders
auf, die mit nachfolgend noch erläuterten zweiten Befestigungsmitteln eines Befestigungsrings
zusammenwirken. Wie erkennbar ist, können die Befestigungsmittel 2 nach Art eines
radial hervorstehenden Noppens oder Rastvorsprungs ausgebildet sein. Erkennbar ist
nur das Befestigungsmittel 2 des oberen Gehäuseteils 12. Das untere Gehäuseteil 11
weist ebenfalls ein Befestigungsmittel 2 auf.
[0029] Die Figur 1 zeigt nur den Kontaktträger 10 und das Gehäuseteil 11. Die Figur 2 zeigt
die Bauteile gemäß Figur 1 in zusammengesetzten Zustand und zusätzlich das Gehäuseteil
12.
[0030] Die Figur 3 zeigt die Bauteile des Steckverbinders gemäß Figur 2 in zusammengesetzten
Zustand. Zusätzlich ist ein Befestigungsring 3 dargestellt, der von der Rückseite,
d.h. den Kabeldurchführöffnungen 113, 123 her, über die Gehäuseteile 11, 12 geführt
werden kann und dabei über diese Teile gestülpt wird.
[0031] Der Befestigungsring 3 weist einen ringförmigen Korpus 33 auf, der wie ein Rohrstück
ausgebildet ist. Der Korpus 33 weist am Innenumfang in Längsrichtung, d.h. parallel
zur dargestellten Längsachse L, verlaufende Nuten 31 auf. Mittels dieser Nuten 31
kann der Befestigungsring 3 über die ersten Befestigungsmittel 2 geführt werden. Der
Befestigungsring 3 weist zweite Befestigungsmittel 32 auf, die am der Anschlussseite
abgewandten Endseite des Korpus 33 angeordnet sind und wie in Figur 3 erkennbar mehrere
abgeschrägte Stufen aufweisen, die in einer Umfangsrichtung rampenartig ansteigen.
Ferner weist der Befestigungsring 3 am der Anschlussseite zugewandten Endseite des
Korpus 33 einen ringförmigen Flanschbereich 30 auf, der zur Anlage an der Wand, in
dessen Aussparung die Steckverbinderanordnung befestigt werden soll, ausgebildet ist.
[0032] Die Figur 4 zeigt den über die Gehäuseteile 11, 12 aufgeschobenen Befestigungsring
3. Erkennbar ist, dass das zweite Befestigungsmittel 32 an einer seiner abgeschrägten
Stufen das erste Befestigungsmittel 2, das mit im Wesentlichen gleicher Schräge wie
die abgeschrägte Stufen des zweiten Befestigungsmittels ausgebildet ist, aufnimmt.
Durch Verdrehen des Befestigungsrings 3 gegenüber dem Steckverbinder 1 wirken das
erste und das zweite Befestigungsmittel derart zusammen, dass verschiedene diskrete
Drehwinkelpositionen eingestellt werden können, in denen der Befestigungsring gegenüber
dem Steckverbinder bei Befestigung des Steckverbinders in der Aussparung der Wand
arretierbar ist.
[0033] Anhand der Figur 4 wird für die Außenrastmittel 114, 124 noch die nähere Ausgestaltung
der Rastelemente 125, 126 erläutert. Jedes Rastelement 125, 126 weist eine axiale
Anlagefläche 129 auf, die zur Anlage an der Oberfläche der Wand außerhalb der Aussparung
vorgesehen ist, sowie eine in Umfangsrichtung wirksame Anlagefläche 128, die zur Anlage
innerhalb einer inneren Umfangsseite der Aussparung vorgesehen ist. Die erste und
die zweite Anlagefläche 128, 129 können insbesondere im rechten Winkel zueinander
angeordnet sein.
[0034] Die Figur 5 zeigt die Steckverbinderanordnung gemäß Figur 4 sowie eine Wand 4 mit
einer Aussparung 40, in der die Steckverbinderanordnung angeordnet und befestigt werden
soll. Die Aussparung 40 ist im Wesentlichen kreisförmig und weist zwei radial einander
gegenüberliegende Erweiterungen 41, 42 auf. Wird die Steckverbinderanordnung gemäß
Figur 4 in die Aussparung 40 geführt, so greifen die Außenrastmittel 114, 124 in die
Erweiterungen 41, 42 ein und hinterschnappen die Wand 4. Die Außenrastmittel 114,
124 bewirken über die erste Anlagefläche 129 eine axiale Fixierung der Steckverbinderanordnung
in der Aussparung 40 und über die zweite Anlagefläche 128 eine Sicherung gegen Verdrehen.
Dies ist in der Figur 6 näher dargestellt. In der Figur 6 ist die Steckverbinderanordnung
in einem noch nicht vollständig an der Wand 4 befestigten Zustand dargestellt. Wird
nun der Befestigungsring 3 durch Rechtsdrehung gegenüber dem Steckverbinder 1 verdreht,
rastet das erste Befestigungsmittel 2 an einer anderen Position des zweiten Befestigungsmittels
32 ein, wie in Figur 7 erkennbar ist. Hierbei wird der Befestigungsring 3 zugleich
zur Wand 4 hinbewegt und schließlich dagegen gepresst. Die ersten Anlageflächen lageflächen
129 der Außenrastmittel 114, 124 bilden dabei jeweilige Gegenlager zum ringförmigen
Flansch 30 des Befestigungsrings 3.
[0035] Die Figur 17 zeigt die noch nicht vollständig befestigte Steckverbinderanordnung
gemäß Figur 6 in Seitenansicht. Die Figur 18 zeigt die vollständig befestigte Steckverbinderanordnung,
wie in Figur 7 dargestellt, in einer Seitenansicht.
[0036] Anhand der nachfolgend erläuterten Figuren 8 bis 16 wird eine zweite Ausführungsform
der Steckverbinderanordnung beschrieben. Zunächst sei auf die Figuren 8 und 9 eingegangen.
Der Steckverbinder 1 weist wiederum einen Kontaktträger 10 auf, der wie in Figur 1
dargestellt ausgebildet ist. Ferner sind zwei als Halbschalen ausgebildete Gehäuseteile
11, 12 vorhanden, die bis auf die nachfolgend erläuterten Unterschiede den Gehäuseteilen
11, 12 der Figur 1 entsprechen. Die Gehäuseteile 11, 12 weisen als erstes Befestigungsmittel
2 jeweils einen Noppen oder Rastvorsprung auf, der, anders als bei der Ausführungsform
der Figur 1, weiter vorn nahe am Kontaktträger 10 an den Gehäuseteilen 11, 12 angeordnet
ist. Die Gehäuseteile 11, 12 weisen zudem einen ringförmig umlaufenden Befestigungsflansch
214, 224 auf, der zur Anlage an der Wand ausgebildet ist und der die Funktion des
ringförmigen Flanschbereichs 30 des Befestigungsrings 3 der ersten Ausführungsform
übernimmt. Auf der dem Kontaktträger 10 zugewandten Seite des Befestigungsflanschs
214, 224 sind zudem Verdrehsicherungsvorsprünge 228 an den Gehäuseteilen 11, 12 angeordnet.
Diese weisen die zweiten Anlageflächen 128 auf, die hinsichtlich ihrer Funktion den
zweiten Anlageflächen 128 der ersten Ausführungsform entsprechen.
[0037] Die Figur 8 zeigt nur den Kontaktträger 10 und das Gehäuseteil 11. Die Figur 9 zeigt
die Bauteile gemäß Figur 8 in zusammengesetzten Zustand und zusätzlich das Gehäuseteil
12.
[0038] Die Figur 10 zeigt den Steckverbinder 1 gemäß Figur 9 im zusammengesetzten Zustand
sowie einen hierfür vorgesehenen Befestigungsring 3. Der Befestigungsring 3 ist in
der zweiten Ausführungsform der Steckverbinderanordnung dazu ausgebildet, frontseitig,
d.h. von der Anschlussseite her, über den Steckverbinder 1 gestülpt zu werden. Der
Befestigungsring 3 weist wiederum am Innenumfang Längsnuten 31 auf, mittels derer
er über die ersten Befestigungsmittel 2 geführt werden kann. Die zweiten Befestigungsmittel
des Befestigungsrings 3 sind in dieser Ausführungsform als räumlich voneinander getrennte
Befestigungsmittel ausgebildet, die einerseits Rastmittel 35 zur Fixierung der Drehwinkelposition
des Befestigungsrings 3 relativ zum Steckverbinder 1 und Axialfixiermittel 34 zur
axialen Fixierung des Steckverbinders 1 in der Aussparung aufweisen. Die Rastmittel
35 sind in Form einer in Umfangsrichtung umlaufenden, mit Stufen versehenen schlitzförmigen
Aussparung ausgebildet, wobei die Stufen sägezahnartig hintereinander angeordnet sein
können und auf diese Weise eine Verdrehung nur in einer Richtung zulassen. Die Axialfixiermittel
34 sind z.B. treppenstufenartig ansteigend hintereinander als Vorsprung an der äußeren
Umfangsseite des Befestigungsrings 3 angeordnet.
[0039] Die Figur 11 zeigt den vollständig übergestülpten Befestigungsring 3 an dem Steckverbinder
1. Der Befestigungsring 3 befindet sich noch in seiner Ausgangsposition, d.h. er wurde
noch nicht zur Fixierung der Steckverbinderanordnung in eine andere diskrete Drehwinkelposition
gegenüber dem Steckverbinder verdreht. Die Figur 12 zeigt ein Verdrehen des Befestigungsrings
3 gegenüber dem Steckverbinder 1 innerhalb der radial durchgängigen Rastkontur des
Rastmittels 35 bis zur ersten Raststufe, d.h. bis zur ersten von der Ausgangsstellung
verschiedenen diskreten Drehwinkelposition.
[0040] Die Steckverbinderanordnung in der zweiten Ausführungsform kann in einer Aussparung
befestigt werden, die genauso ausgebildet sein kann wie die Aussparung 40 bei der
ersten Ausführungsform mit den Erweiterungen 41, 42. Dies ist in der Figur 13 dargestellt.
Durch das stufenartige Ansteigen der Axialfixiermittel 34 wird dabei eine axiale Fixierung
in Form eines Festklemmens der Wand 4 zwischen dem Befestigungsring 3 und dem ringförmigen
Befestigungsflansch 214, 224 des Steckverbinders 1 bewirkt, wie dies in der Figur
14 anhand einer Wand 40 mit einer ersten, relativ geringen Wandstärke dargestellt
ist. Erkennbar ist, dass der Befestigungsring 3 dabei bis in seine dritte und in diesem
Fall vorletzte Drehwinkelposition aus der Ausgangslage hin verdreht werden muss. Die
Figur 15 zeigt die Befestigung der Steckverbinderanordnung bei einer Wand mit größerer
Wandstärke. Erkennbar ist, dass der Befestigungsring nur bis zur zweiten Drehwinkelposition
verdreht werden muss, bis eine axiale Fixierung erreicht ist. Die Figur 16 zeigt zusätzlich
den Fall einer noch geringeren Wandstärke als bei Figur 14. In diesem Fall sind sämtliche
Drehwinkelpositionen auszunutzen, d.h. der Befestigungsring muss bis in seine letzte
Drehwinkelposition gegenüber dem Steckverbinder 1 verdreht werden, um die gewünschte
axiale Fixierung zu erreichen.
1. Steckverbinderanordnung, aufweisend
a) wenigstens einen Steckverbinder (1) mit einem Gehäuse (10, 11, 12) und einem oder
mehreren Steckanschlüssen (101), wobei der Steckverbinder (1) zur Befestigung in einer
Aussparung (40) einer Wand (4) eingerichtet ist und bei Befestigung in der Aussparung
(40) die Wand (4) durchdringt, und
b) wenigstens einen über den Steckverbinder (1) von einer Seite der Wand (4) überstülpbaren
Befestigungsring (3),
wobei der Steckverbinder (1) ein an seinem Gehäuse (10, 11, 12) angeordnetes erstes
Befestigungsmittel (2) aufweist, das zum Zusammenwirken mit einem am Befestigungsring
(3) angeordneten zweiten Befestigungsmittel (32, 34, 35) eingerichtet ist, um den
Steckverbinder (1) in der Aussparung (40) zumindest in dessen axialer Richtung an
der Wand (4) zu fixieren, wobei der Befestigungsring (3) um eine in axialer Richtung
des Steckverbinders (1) verlaufende Längsachse (L) relativ zum Steckverbinder (1)
verdrehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsring (3) bei Befestigung des Steckverbinders (1) in der Aussparung
(40) der Wand (4) mittels des zweiten Befestigungsmittels (32, 34, 35) im Zusammenwirken
mit dem ersten Befestigungsmittel (2) in verschiedenen diskreten Drehwinkelpositionen
relativ zum Steckverbinder (1) arretierbar ist.
2. Steckverbinderanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsring (3) mittels des zweiten Befestigungsmittels (32, 34, 35) im
Zusammenwirken mit dem ersten Befestigungsmittel (2) stufig rastend relativ zum Steckverbinder
(1) verdrehbar ist.
3. Steckverbinderanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Befestigungsmittel (2, 32, 34, 35) von einer zur Längsachse
(L) senkrechten Raumebene unterschiedlich beabstandete Rastpositionen aufweist, insbesondere
mehrere hintereinander rampenförmig, stufenförmig oder sägezahnförmig in einer Verdrehrichtung
ansteigende Rastpositionen.
4. Steckverbinderanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel (2) auf der dem oder den Steckanschlüssen (101) des
Steckverbinders (1) zugewandten Seite der Wand (4) oder auf der den Steckanschlüssen
(101) des Steckverbinders (1) abgewandten Seite der Wand (4) angeordnet ist.
5. Steckverbinderanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) und/oder der Befestigungsring (3) wenigstens ein Verdrehsicherungsmittel
(128, 228) aufweisen, mit dem die Steckverbinderanordnung in der Aussparung (40) gegen
Verdrehen um die Längsachse (L) gesichert ist.
6. Steckverbinderanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) an einer äußeren Umfangsseite seines Gehäuses (10, 11, 12)
wenigstens ein durch die Aussparung (40) hindurchführbares Außenrastmittel (114, 124)
aufweist, das zum Einrasten in der Aussparung (40) im an der Wand (4) befestigten
Zustand der Steckverbinderanordnung eingerichtet ist.
7. Steckverbinderanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenrastmittel (114, 124) wenigstens eine erste Anlagefläche (129) zur Anlage
an der Oberfläche der Wand (4) außerhalb der Aussparung (40) und wenigstens eine zweite
Anlagefläche (128) zur Anlage innerhalb einer inneren Umfangsseite der Aussparung
(40) aufweist.
8. Steckverbinderanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbinderanordnung eine Anzahl von diskreten Drehwinkelpositionen im Bereich
von 2 bis 10, insbesondere 3 bis 6, aufweist.
9. Steckverbinderanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) mehrteilig ausgebildet ist und wenigstens einen Kontaktträger
(10) aufweist, in dem der oder die Steckanschlüsse (101) angeordnet sind, und wenigstens
zwei schalenartig zusammensetzbare und den Kontaktträger (10) zumindest teilweise
in sich aufnehmende Gehäuseteile (11, 12) aufweist.
10. Steckverbinderanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Befestigungsmittel (2, 32, 34, 35) räumlich voneinander
getrennt Rastmittel (35) zur Fixierung der Drehwinkelposition des Befestigungsrings
(3) relativ zum Steckverbinder (1) und Axialfixiermittel (34) zur axialen Fixierung
des Steckverbinders (1) in der Aussparung (40) aufweisen.