| (19) |
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(11) |
EP 2 978 574 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.10.2017 Patentblatt 2017/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.03.2014 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/056171 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/154811 (02.10.2014 Gazette 2014/40) |
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| (54) |
FLIESENSCHNEIDER
TILE CUTTER
COUPE-CARREAU
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
28.03.2013 DE 102013103193
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.02.2016 Patentblatt 2016/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Wolfcraft GmbH |
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56746 Kempenich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MOOG, Christopher
56422 Wirges (DE)
- RADERMACHER, Hans-Peter
56745 Weibern (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grundmann, Dirk et al |
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Rieder & Partner mbB
Patentanwälte - Rechtsanwalt
Corneliusstrasse 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102012 101 773 FR-A1- 2 490 541
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DE-B- 1 235 792 US-A- 1 873 721
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Fliesenschneider gemäß Gattungsbegriff des Anspruches
1.
[0002] Ein Fliesenschneider der gattungsgemäßen Art wird in der
DE 1 235 792 beschrieben. Der Fliesenschneider besitzt eine Bodenplatte, an der ein Hebel schwenkbar
angelenkt ist. Der Hebel ist mit einem zweiten Hebel mit einem Schlitten verbunden,
der entlang einer Führung verlagerbar ist. Am Schlitten ist ein Schneidelement befestigt,
um in die auf der Bodenplatte aufliegende Fliese eine Kerbe einzuritzen. In der Endphase
der Verlagerung des Schlittens hebt ein Nocken des Hebels einen Arm einer Wippe an,
an deren anderen Ende Brechbacken angeordnet sind, mit denen in der Endphase der Verlagerung
des Schlittens die Fliese entlang der Kerbe gebrochen werden kann.
[0003] Die
GB 932,640 bzw. die
DE 12 35 792 beschreibt einen Fliesenschneider mit einer Bodenplatte und einer oberhalb der Bodenplatte
angeordneten Führung, entlang welcher ein Schlitten verlagerbar ist, der ein als Schneidrad
ausgebildetes Schneidwerkzeug trägt. Mittels eines Lenkers ist der Schlitten an einem
ortsfest am Gestell schwenkbar angeordneten Hebel verbunden. Wird der Hebel verschwenkt,
so gleitet der Schlitten entlang der Führung. In einer auf der Bodenplatte aufliegende
Fliese wird eine Kerbe eingeschnitten. In der Endphase des Verschwenkens des Hebels
wird eine Brechbackeneinrichtung abgesenkt, die eine Hebelanordnung aufweist, die
schwenkbar am Gestell befestigt ist. Am Ende der Hebelanordnung sitzen zwei Brechbacken,
die jeweils auf einer Seite der Kerbe von oben auf die Oberfläche der Fliese drücken,
um sie entlang der Kerbe zu brechen.
[0004] Die
DE 10 2012101 773 A1 beschreibt einen Fliesenschneider, bei dem die Brechbackeneinrichtung am Schlitten
befestigt ist. Durch Verschwenken eines am Schlitten befestigten Hebels wird die Brechbackeneinrichtung
abgesenkt, um die zuvor mit einer Kerbe versehene Fliese entlang der Kerbe zu brechen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Fliesenschneider gebrauchsvorteilhaft
weiterzubilden. Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1. Zunächst
und im Wesentlichen wird vorgeschlagen, dass die Brechbackeneinrichtung und der Schlitten
über eine Steuerflankenanordnung zusammenwirken, wobei eine Steuerflanke der Brechbackeneinrichtung
mit einem Steuerglied des Schlittens zusammenwirkt, um die Brechbackeneinrichtung
abzusenken. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird die Steuerflanke
von einer Steuerschräge gebildet. Diese Steuerschräge wird bevorzugt von der Brechbackeneinrichtung
ausgebildet. Entlang der Steuerschräge kann das bevorzugt dem Schlitten zugeordnete
Steuerglied gleiten, um die Brechbackeneinrichtung abzusenken. Es ist aber auch denkbar,
die Steuerschräge dem Schlitten und das Steuerglied der Brechbackeneinrichtung zuzuordnen.
Bevorzugt wird das Steuerglied von einem Rollenpaar ausgebildet. Die Brechbackeneinrichtung
kann zwei im Wesentlichen lediglich quer zur Verlagerung des Schlittens bewegbar am
Gestell befestigte Brechbacken aufweisen. Jede der beiden Brechbacken kann eine Steuerflanke,
also insbesondere eine Steuerschräge aufweisen. Die Hebelanordnung ist derart am Gestell
befestigt, dass das Steuerglied die Steuerflanke erst dann beaufschlagt, wenn mit
dem Schneidwerkzeug bereits eine vollständige Kerbe in die Oberfläche der Fliese eingebracht
worden ist. Die Brechbacken können hierzu an einer schwenkbar am Gestell befestigten
Hebelanordnung sitzen, wobei die Hebelanordnung zwei parallel zueinander verlaufende
Hebelarme aufweisen können. Die beiden Hebelarme sind um eine Schwenkachse schwenkbar,
insbesondere an einem Träger der Führung befestigt. An den freien Enden der Hebelarme
sitzen jeweils insbesondere keilförmige Brechbacken. Auf der zur Führung weisenden,
schräg verlaufenden Oberseite der Brechbacken kann jeweils eine Rolle entlang rollen,
um die Brechbacke abzusenken, so dass ihre Unterseite eine Brechkraft gegen die Oberfläche
der zu brechenden Fliese entfalten kann. Zwischen den beiden Brechbacken kann sich
ein Spalt befinden, durch den das Schneidwerkzeug hindurchtreten kann. Um sicherzustellen,
dass die Absenkbewegung der Brechbacken erst dann erfolgt, wenn die Kerbe vollständig
in die Oberfläche der Fliese eingebracht worden ist, ist das Schneidwerkzeug bezogen
auf die Schnittrichtung des Schlittens dem Steuerglied vorgeordnet. Erst wenn das
Schneidwerkzeug vollständig durch den Schlitz hindurchgetreten ist, tritt das Steuerglied
gegen die Steuerflanke. In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Länge der Hebelanordnung verstellbar ist. Dies hat zur Folge, dass der Abstand
der Brechbacken gegenüber einem Anschlag, gegen den die zu schneidende Fliese angelegt
werden kann, verstellbar ist. Insbesondere zum Schneiden von Diagonalschnitten erweist
es sich als vorteilhaft, wenn die Lage der Brechbacken entlang der Führung verstellbar
ist. Die Führung wird vorzugsweise von zwei parallel zueinander verlaufenden Schienen
ausgebildet. Die Schienen erstrecken sich gleich beabstandet, also in einer parallelen
Erstreckung gegenüber der Bodenplatte. Aus der Bodenplatte kann eine Brechrippe in
Richtung auf die Führung ragen, die in Verlagerungsrichtung unterhalb des Schneidwerkzeuges
verläuft, so dass die beiden Brechbacken jeweils auf einer Seite der Rippe angeordnet
sind. Jede Brechbacke kann an einem ihr zugeordneten Hebelarm sitzen. Die beiden Hebelarme
können mit einer Querstange miteinander verbunden sein. Es können zwei Querstangen
vorgesehen sein, die parallel zueinander verlaufende Hebelarme miteinander verbinden.
Die Hebelarme können aus Stahl bestehen und insbesondere von Stanzteilen gefertigt
sein. Zur Längenvariation können die beiden Hebelarme jeweils einen Längsschlitz mit
quer davon abragenden Rastmulden aufweisen. In die Rastmulden kann ein Abschnitt der
Schwenkachse Aufnahme finden, so dass der Abstand der Brechbacken von der Schwenkachse
einstellbar ist.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels, wobei eine Brechbackeneinrichtung
eine Stellung einnimmt, in der eine zu schneidende Fliese an einem Queranschlag anliegt;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht auf das Ausführungsbeispiel;
- Fig. 4
- einen Schnitt gemäß der Linie IV - IV in Figur 2;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung gemäß Figur 1, jedoch im Bereich der Brechbackeneinrichtung
6 vergrößert und mit entfernter Führungsschiene 3;
- Fig. 6
- eine vergrößerte Seitenansicht, ebenfalls mit entfernter Führung;
- Fig. 7
- eine Darstellung gemäß Figur 6, jedoch mit aufgebrochenem Schlitten 4;
- Fig. 8
- eine Darstellung gemäß Figur 5, jedoch mit in Schnittrichtung weiter verlagerten Schlitten
4;
- Fig. 9
- eine Darstellung gemäß Figur 6, jedoch in einer Betriebsstellung des Schlittens gemäß
Figur 8, in der Endphase der Verlagerung des Schlittens;
- Fig. 10
- eine Folgedarstellung zu Figur 9 mit abgesenkter Brechbackeneinrichtung 6;
- Fig. 11
- eine Darstellung gemäß Figur 1, jedoch mit einer Stellung der Brechbackeneinrichtung
6 zum Schneiden eines Diagonalschnitts;
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf den Fliesenschneider in der in Figur 11 dargestellten Betriebsstellung.
[0007] Der in den Zeichnungen dargestellte Fliesenschneider besitzt eine Tragplatte 14,
von der nach unten Füße 15 abragen, mit denen das Gestell 1 auf einen Untergrund aufgestellt
werden kann. Oberhalb der Tragplatte 14 befindet sich eine Bodenplatte 2. Die Bodenplatte
2 ist im Ausführungsbeispiel mehrteilig ausgebildet. Sie besteht aus mehreren Bodenplattenabschnitten,
die jeweils gegenüber der Tragplatte 14 abgefedert sind. Hierdurch können die einzelnen
Bodenplattenabschnitte in Richtung auf die Tragplatte 14 abgesenkt werden. Mit der
Kraft der die Bodenplatte 2 von der Tragplatte 14 beabstandet haltenden Federn 26
kann eine Schneidkraft aufgebracht werden, mit der ein Schneidwerkzeug 5 eine Kerbe
in die Oberfläche einer auf der Bodenplatte 2 aufliegenden Fliese eingeschnitten werden
kann.
[0008] Von der Bodenplatte 2 ragen zwei Träger 13 ab, die zwei parallel zueinander verlaufende
U-förmige Führungsschienen 3 tragen. Die Öffnungen der Führungsschienen 3 weisen zueinander.
In den U-Freiräumen der Führungsschienen 3 laufen Laufrollen 22 eines Schlittens 4.
Der Schlitten 4 kann in Erstreckungsrichtung der Führungen 3 entlang der Führungsschienen
3 verlagert werden.
[0009] Der Schlitten 4 besitzt ein Gehäuse mit einem nach unten ragenden Schneidwerkzeug
5, welches als Schneidrad ausgebildet ist.
[0010] An der Bodenplatte 2 befindet sich ein Kopfanschlag 17, gegen den eine Stirnkante
einer zu schneidenden Fliese 27 angelegt werden kann.
[0011] Am Schlitten 4 befinden sich zwei Steuerrollen 9, die bezogen auf die Lage des Anschlags
17 rückwärtig des Schneidwerkzeuges 5 angeordnet sind. Die beiden Rollen 9 sind seitlich
und in Schnittrichtung versetzt zum Schneidrad 5 angeordnet und am Ende einer Schwinge
32 befestigt, die um eine Achse 33 in einer Höhlung des Gehäuses des Schlittens 4
schwenkbar gelagert ist.
[0012] Die Schwinge 32 besitzt einen Anschlag 39. Dieser Anschlag wirkt mit der exzentrischen
Außenumfangsfläche eines Höheneinstellrades 38 zusammen. Das Höheneinstellrad ragt
bereichsweise durch eine auf der Gehäuseoberseite angeordnete Öffnung, so dass es
gedreht werden kann. Durch Drehen des Höheneinstellrades 38 wird dessen exzentrische
Umfangsfläche in eine andere Position gegenüber dem Anschlag 39 gebracht, so dass
der Schwenkwinkel der Schwinge 32 verstellbar ist. Hierdurch kann die Höhenlage des
Steuergliedes 9 eingestellt werden und an verschieden dicke Fliesen angepasst werden.
[0013] Entlang der Bodenplatte 2 verläuft in Erstreckungsrichtung der beiden Führungsschienen
3 eine Brechrippe 25. Die Brechrippe 25 verläuft unterhalb des Schneidrades 5 und
wird von einem T-förmigen Körper gebildet, der an der Tragplatte 14 befestigt ist.
[0014] Mittels eines Stellrades 24 kann die Vorspannung einer Feder 30 eingestellt werden,
die mit einem Ende einen Halteschaft 31 beaufschlagt, an dessen Ende das Schneidwerkzeug
5 sitzt. Das andere Ende der Feder stützt sich an einem Stößel 36 ab, dessen axiale
Lage mittels des Stellrades 24 eingestellt werden kann.
[0015] Es ist ein Höheneinstellring 35 vorgesehen, der eine Innengewindehülse 34 ausbildet.
In dem Innengewinde der Hülse 34 steckt ein Gewindeschaft 29. Durch Verdrehen des
Höheneinstellrings 35 lässt sich der Gewindeschaft 29 in Achsrichtung verlagern, um
so die Höhenlage des Schneidwerkzeuges 5 einzustellen. Mit einem Raststift 37 wird
die Drehstellung des Höheneinstellrings 35 bzw. der axial fest im Gehäuse des Schlittens
4 gelagerten Gewindehülse 34 gesichert.
[0016] Der dem Kopfanschlag 17 örtlich zugeordnete Träger 13 bildet eine Schwenkachse 12
aus, die eine Brechbackeneinrichtung 6 lagert. Die Brechbackeneinrichtung 6 besitzt
zwei voneinander beabstandete Hebelarme 11, die um die Schwenkachse 12 verschwenkt
werden können. Die beiden Hebelarme 11 sind mittels Querstangen 20, 16 derart miteinander
verbunden, dass sie parallel zueinander verlaufen.
[0017] An ihren freien Enden tragen die Hebelarme 11 jeweils eine keilförmige Brechbacken
7. Die Brechbacke 7 besitzen eine zur Bodenplatte 2 weisende Unterseite, mit der sie
auf einer zu schneidenden Fliese 27 aufliegen. Die Brechbackeneinrichtung 6 kann um
die Schwenkachse 12 schwergängig schwenkbar gelagert sein, so dass sie aufgrund der
Lagerreibung in verschiedenen Schwenkstellungen verbleiben kann.
[0018] Der Unterseite der Brechbacken 7 liegt eine schräg verlaufende Steuerschräge 8 gegenüber.
Die Brachbacken 7 besitzen somit eine Keilform. Auf der Oberfläche jeder der beiden
Brechbacken 7 befindet sich zusätzlich eine Rille 21, durch die die Steuerrolle 9
rollen kann.
[0019] Die beiden Brechbacken 7 sind voneinander beabstandet, so dass zwischen den beiden
Brechbacken 7 ein Spalt 10 verbleibt. Der Spalt 10 hat eine ausreichende Spaltweite,
damit das Schneidrad 5 durch den Spalt 10 hindurchtreten kann. Vom freien Ende des
Hebelarmes 11 ragt zudem ein Griffabschnitt 28 ab, mit dem die Brechbackeneinrichtung
6 angehoben werden kann.
[0020] Der Abstand der Brechbacken 7 zum Anschlag 17 bzw. zur Schwenkachse 12 kann verstellt
werden. Hierzu besitzt jeder der beiden Hebelarme 11 einen Längsschlitz 19, von dem
eine Vielzahl von Rastmulden 18 abragen. Die Rastmulden 18 haben einen verschiedenen
Abstand zu den Brechbacken 7. Die Schwenkachse 12 kann wahlweise in eine der vielen
Rastmulden 18 gelegt werden, so dass die jeweilige Rastmulde 18 eine Lagermulde ausbildet.
Hierdurch variiert der Abstand der Brechbacke 7 gegenüber dem Anschlag 17 bzw. der
Schwenkachse 12.
[0021] Die Querstangen 16, 20 verbinden die beiden Hebelarme 11 derart miteinander, dass
ein in der Draufsicht rechteckiger Rahmen entsteht. Im Rahmen steckt der Träger 13,
so dass die Brechbackeneinrichtung 6 unverlierbar mit dem Gestell 1 verbunden ist.
[0022] Mit der Bezugsziffer 23 wird ein Seitenanschlag bezeichnet, der quer zur Erstreckungsrichtung
der Führung 3 verstellbar ist.
[0023] Die Funktionsweise des Fliesenschneiders ist die folgende:
Soll eine Fliese rechtwinklig zu einer Randkante geschnitten werden, so wird diese
Randkante an den Kopfanschlag 17 angelegt. Die Brechbackeneinrichtung 6 wird in eine
derartige Position gebracht, dass die beiden Brechbacken 7 unmittelbar am Anschlag
17 liegen. Die Brechbacken 7 liegen dabei im Bereich der Randkante der zu schneidenden
Fliese 27.
[0024] Sodann wird der Schlitten 4 von einer Stellung entfernt vom Anschlag 17 auf den Anschlag
17 zu verlagert, wobei das Schneidrad 5 auf einer Randkante der Fliese 27 aufläuft
und über die Oberfläche der Fliese 27 laufend dort eine Kerbe einritzt. Erreicht das
Schneidwerkzeug 5 die beiden Brechbacken 7, so läuft es durch den Spalt 10 hindurch,
bis es über die am Anschlag 17 anliegende Randkante der Fliese hinweggelaufen ist.
Etwa zeitgleich damit oder geringfügig verzögert treten die beiden voneinander beabstandeten
Rollen 9 jeweils gegen die ihnen zugeordneten Steuerschrägen 8 bzw. in die Rillen
21 ein. Bei einer Weiterverlagerung des Schlittens 4 in Richtung auf den Anschlag
17 werden die Brechbacken nach unten gedrückt, so dass die auf der Brechrippe 25 aufliegende
Fliese 27 entlang der Kerbe bricht. Dabei läuft das Steuerglied 9 auf der Steuerflanke
8 der Brechbacke 7 auf. Die Schwinge 32 verschwenkt dabei geringfügig, bis ihr Anschlag
39 an die Exzenterkurve des Höheneinstellrades 38 anschlägt. Mit Hilfe des Höheneinstellrades
wird die Höhe der Rolle 9 zuvor in eine derartige Position gebracht, dass die Brechbacken
erst dann in Wirkung treten, wenn die Kerbe vollständig gefertigt ist.
[0025] Sobald die Schwinge 32 an die Exzenterfläche angestoßen ist, übt die Rolle eine Vertikalkraft
nach unten aus, die über die Brechbacke 7 auf die Fliese 27 übertragen wird, die sich
auf der Brechrippe 25 abstützt. In der Endphase der Verschiebebewegung (siehe Figur
10) bricht die Fliese 27 entlang der Kerbe.
[0026] Soll hingegen ein Diagonalschnitt gefertigt werden, so wird die Fliese entsprechend
auf der Bodenplatte 2 angeordnet (siehe Figuren 11 und 12). Das Schnittende hat jetzt
eine Entfernung vom Anschlag 17. Die Brechbackeneinrichtung 6 wird deshalb in eine
andere Betriebsstellung gebracht, in der die Backen 7 einen Abstand zum Anschlag 17
besitzen, der so gewählt ist, dass die Steuerrollen 9 erst dann eine Brechkraft auf
die Brechbacken 7 ausüben, wenn das Schneidwerkzeug 5 die Kerbe vollendet hat, also
die zum Anschlag 17 weisende Randkante der Fliese 27 überlaufen hat.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Gestell |
26 |
Feder |
| 2 |
Bodenplatte |
27 |
Fliese |
| 3 |
Führung |
28 |
Griff |
| 4 |
Schlitten |
29 |
Gewindeschaft |
| 5 |
Schneidwerkzeug |
30 |
Feder |
| 6 |
Brechbackeneinrichtung |
31 |
Halteschaft |
| 7 |
Brechbacke |
32 |
Schwinge |
| 8 |
Steuerflanke |
33 |
Achse |
| 9 |
Steuerglied |
34 |
Innengewindehülse |
| 10 |
Spalt |
35 |
Höheneinstellring |
| 11 |
Hebelanordnung |
36 |
Stößel |
| 12 |
Hebelanordnung |
37 |
Raststift |
| 13 |
Träger |
38 |
Höheneinstellrad |
| 14 |
Tragplatte |
39 |
Anschlag |
| 15 |
Fuß |
|
|
| 16 |
Querstange |
|
|
| 17 |
Anschlag |
|
|
| 18 |
Rastmulde |
|
|
| 19 |
Schlitz |
|
|
| 20 |
Querstange |
|
|
| 21 |
Rille |
|
|
| 22 |
Laufrolle |
|
|
| 23 |
Seitenanschlag |
|
|
| 24 |
Stellrad |
|
|
| 25 |
Brechrippe |
|
|
1. Fliesenschneider mit einem Gestell (1) mit einer Bodenplatte (2) und einer oberhalb
der Bodenplatte (2) angeordneten Führung (3), entlang welcher ein ein Schneidwerkzeug
(5) tragender Schlitten (4) verlagerbar ist, um auf der Oberfläche einer auf der Bodenplatte
(2) aufliegenden Fliese eine Kerbe zu erzeugen, und mit einer mit dem Schlitten (4)
getriebegekoppelten Brechbackeneinrichtung (6), die in der Endphase der Verlagerung
des Schlittens (4) auf die Oberfläche der Fliese abgesenkt wird, um die Fliese entlang
der Kerbe zu brechen, wobei der Fliesenschneider eine Steuerflankenanordnung aufweist,
um die Brechbackeneinrichtung (6) abzusenken, dadurch gekenntzeichnet, dass die Steuerflankenanordnung
eine Steuerflanke (8) der Brechbackeneinrichtung (6) aufweist, die mit einem Steuerglied
(9) des Schlittens (4) zusammenwirkt.
2. Fliesenschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerflanke (8) eine Steuerschräge ist, entlang welcher sich das Steuerglied
(9) bewegt.
3. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerglied (9) ein Rollenpaar ist.
4. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechbackeneinrichtung (6) zwei im Wesentlichen quer zur Verlagerungsrichtung
des Schlittens (4) bewegbar am Gestell (1) befestigte Brechbacken (7) aufweist, wobei
die Brechbacken (7) insbesondere an einer schwenkbar am Gestell (1) befestigten Hebelanordnung
(11,12) sitzen.
5. Fliesenschneider nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechbacken (7) jeweils am Ende eines Hebels (11) der Hebelanordnung sitzen.
6. Fliesenschneider nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelanordnung (11, 12) längenverstellbar ist, wobei insbesondere ein Abschnitt
der Schwenkachse (12) in einen Längsschlitz eines Hebelarmes (11) eingreift, der eine
Vielzahl von Rastmulden (18) aufweist zur Lagerung des Hebelarmes (11) in verschiedenen
Abstandsstellungen der Brechbacken (7) zur Schwenkachse (12).
7. Fliesenschneider nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechbacken (7) durch einen Spalt (10) voneinander beabstandet sind, durch den
das in Verlagerungsrichtung des Schlittens (4) dem Steuerglied (9) vorgeordnete Schneidwerkzeug
(5) tritt.
8. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (3) von einem Träger (13) getragen ist, der eine Schwenkachse (12) trägt,
um die ein Hebelarm (11), der am Ende eine Brechbacke (7) trägt, schwenkbar gelagert
ist.
9. Fliesenschneider nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechbacke (7) eine Keilform aufweist.
10. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Steuerglied (9) in Schnittrichtung hinter dem Schneidwerkzeug
(5) am Schlitten (4) angeordnet ist.
11. Fliesenschneider nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Brechbacken (7) mit einem Hebelarm (11) schwenkbar am Träger (13)
befestigt ist, wobei insbesondere die beiden Hebelarme (11) mittels einer Querstange
(16, 20) miteinander verbunden sind.
12. Fliesenschneider nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (3) zwei parallel zueinander verlaufende Schienen aufweist und sich die
Hebel (11) der Hebelanordnung im Wesentlichen parallel zur Führung (3) erstrecken.
1. A tile cutter having a base frame (1) with a base plate (2) and a guide (3) which
is disposed above the base plate (2) and along which a slide (4) carrying a cutting
tool (5) is displaceable in order to produce a score on the surface of a tile resting
on the base plate (2), and having a breaker jaw device (6) which is gear-coupled to
the slide (4) and is lowered onto the surface of the tile in the end phase of the
displacement of the slide (4) in order to break the tile along the score, whereby
the tile cutter has a control flank arrangement to lower the breaker jaw device (6),
characterized in that the control flank arrangement has a control flank (8) of the breaker jaw device (6)
which interacts with a control member (9) of the slide (4).
2. The tile cutter according to claim 1, characterized in that the control flank (8) is a control chamfer along which the control member (9) moves.
3. The tile cutter according to one of the preceding claims, characterized in that the control member (9) is a pair of rollers.
4. The tile cutter according to one of the preceding claims, characterized in that the breaker jaw device (6) has two breaker jaws (7) which are secured to the base
frame (1) so as to be movable substantially transverse to the displacement direction
of the slide (4), the breaker jaws (7) being located in particular on a lever arrangement
(11, 12) that is pivotably secured to the base frame (1).
5. The tile cutter according to claim 4, characterized in that the breaker jaws (7) are located in each case at the end of a lever (11) of the lever
arrangement.
6. The tile cutter according to claim 5, characterized in that the lever arrangement (11,12) is length-adjustable, a portion of the pivot pin (12)
in particular engaging in a longitudinal slot of a lever arm (11) that has a multiplicity
of locking recesses (18) for mounting the lever arm (11) in differently spaced positions
of the breaker jaws (7) with respect to the pivot pin (12).
7. The tile cutter according to one of the claims 4 to 6, characterized in that the breaker jaws (7) are spaced apart from one another by a gap (10) through which
the cutting tool (5) passes, which cutting tool is disposed upstream of the control
member (9) in the displacement direction of the slide (4).
8. The tile cutter according to one of the preceding claims, characterized in that the guide (3) is carried by a support (13) which carries a pivot pin (12) around
which a lever arm (11) is pivotably mounted, which lever arm carries a breaker jaw
(7) at its end.
9. The tile cutter according to one of the claims 4 to 8, characterized in that the breaker jaw (7) has a wedge shape.
10. The tile cutter according to one of the preceding claims, characterized in that, viewed in the cutting direction, at least one control member (9) is disposed downstream
of the cutting tool (5) on the slide (4).
11. The tile cutter according to one of the claims 4 to 10, characterized in that each of the two breaker jaws (7) is pivotably secured to the support (13) with a
lever arm (11), the two lever arms (11) in particular being connected to one another
by means of a crossbar (16, 20).
12. The tile cutter according to one of the claims 4 to 11, characterized in that the guide (3) has two rails running parallel to one another and that the levers (11)
of the lever arrangement extend substantially parallel to the guide (3).
1. Coupe-carreaux, comprenant un châssis (1) avec une plaque inférieure (2) et un guide
(3) agencé au-dessus de la plaque inférieure (2) le long duquel un chariot (4) portant
un outil de coupe (5) est déplaçable pour réaliser une entaille sur la surface supérieure
d'un carreau reposant sur la plaque inférieure (2), ainsi qu'un dispositif à mâchoires
de sectionnement (6) couplé en entrainement avec le chariot (4) lequel dispositif
à mâchoires de sectionnement (6) est abaissé, lors de la phase finale du déplacement
du chariot (4), sur la surface supérieure du carreau pour sectionner le carreau suivant
l'entaille, dans lequel le coupe-carreaux comprend un agencement de flanc de commande,
caractérisé en ce que l'agencement de flanc de commande comprend un flanc de commande (8) du dispositif
à mâchoires de sectionnement (6) qui coopère avec un organe de commande (9) du chariot
(4).
2. Coupe-carreaux selon la revendication 1, caractérisé en ce que le flanc de commande (8) est un biseau de commande le long duquel se déplace l'organe
de commande (9).
3. Coupe-carreaux selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'organe de commande (9) est une paire de rouleaux.
4. Coupe-carreaux selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif à mâchoires de sectionnement (6) comprend deux mâchoires de sectionnement
(7) montées au châssis de manière à être déplaçable sensiblement transversalement
à la direction de déplacement du chariot (4), dans lequel les mâchoires de sectionnement
(7) sont situées sur un agencement à levier(s) (11, 12) monté pivotant sur le châssis
(1) .
5. Coupe-carreaux selon la revendication 4, caractérisé en ce que les mâchoires de sectionnement (7) sont chacune situées sur une extrémité d'un levier
(11) de l'agencement à levier(s).
6. Coupe-carreaux selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'agencement à levier(s) (11, 12) est réglable en longueur, dans lequel en particulier
une portion de l'axe de pivotement (12) est engagée dans une fente longitudinale d'un
bras de levier (11) qui comprend une pluralité de crans d'arrêt (18) pour supporter
le bras de levier (11) dans différentes positions d'espacement des mâchoires de sectionnement
(7) par rapport à l'axe de pivotement (12).
7. Coupe-carreaux selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que les mâchoires de sectionnement (7) sont séparées l'une de l'autre par une fente (10)
dans laquelle passe l'outil de coupe (5) agencé en amont de l'organe de commande (9)
dans la direction de déplacement du chariot (4) .
8. Coupe-carreaux selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le guide (3) est porté par un support (13) qui porte un axe de pivotement (12) autour
duquel est supporté de manière pivotante un bras de levier (11) qui porte à son extrémité
une mâchoire de sectionnement (7).
9. Coupe-carreaux selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que la mâchoire de sectionnement (7) présente une forme en coin.
10. Coupe-carreaux selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un organe de commande (9) est agencé sur le chariot (4) derrière l'outil
de coupe (5) dans la direction de coupe.
11. Coupe-carreaux selon l'une des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que chacune des deux mâchoires de sectionnement (7) est montée de manière pivotante par
un bras de levier (11) au support (13), dans lequel en particulier les deux bras de
leviers (11) sont liés entre eux au moyen d'une barre transversale (16, 20).
12. Coupe-carreaux selon l'une des revendications 4 à 11, caractérisé en ce que le guide (3) comprend deux rails s'étendant parallèlement entre eux et en ce que les leviers (11) s'étendent sensiblement parallèles au guide (3).
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