| (19) |
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(11) |
EP 2 979 333 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.09.2018 Patentblatt 2018/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.01.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2014/100018 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/154198 (02.10.2014 Gazette 2014/40) |
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| (54) |
STECKVERBINDER MIT ÜBERSPRECHKOMPENSATION
PLUG CONNECTOR HAVING CROSSTALK COMPENSATION
CONNECTEUR À COMPENSATION DE DIAPHONIE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
26.03.2013 DE 102013103069
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.02.2016 Patentblatt 2016/05 |
| (73) |
Patentinhaber: HARTING Electronics GmbH |
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32339 Espelkamp (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LINDKAMP, Marc
32312 Lübbecke (DE)
- SCHULTE, Michael
50737 Köln (DE)
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| (74) |
Vertreter: Prinz & Partner mbB |
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Patent- und Rechtsanwälte
Rundfunkplatz 2 80335 München 80335 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-99/52182 US-A1- 2010 041 278 US-B1- 7 857 667
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DE-T2- 69 927 451 US-B1- 7 850 492
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Steckverbinder, beispielsweise RJ45-Steckverbinderbuchsen, werden verwendet,
um hochfrequente Datensignale zu übertragen.
Stand der Technik
[0003] Die Druckschrift
DE69927451T2 offenbart einen modularen elektrischen Steckverbinder mit verringertem Übersprechen.
Dabei wird die Verwendung einer Leiterkarte offenbart, die mit ersten Leitern und
zweiten Leitern bestückbar ist. Zwischen den zweiten Leitern, z.B. Schneidklemmen,
die zum Kabelanschluss vorgesehen sind, und den ersten Leitern, z.B. Steckkontakten,
weist die Leiterplatte an den äußeren Schichten Leiterbahnen auf. Auf einer inneren
Schicht besitzt die Leiterkarte Kondensatoren, um die Leiterbahnen gezielt kapazitiv
zu koppeln, um so das Übersprechverhalten des Steckverbinders zu beeinflussen. Die
gezielte kapazitive Kopplung findet also im Bereich der Leiterbahnen statt.
[0004] Die Druckschrift
WO9952182A1 offenbart einen modularen elektrischen Stecker (male) und einen entsprechenden Kabelsteckerzusammenbau.
Dabei sind im Kabelanschlussbereich Kanäle zur Kabelaufnahme vorgesehen. Diese Kanäle
können elektrisch leitfähiges Material, z.B. eine Kupferfolie oder eine elektrisch
leitende Beschichtung, insbesondere einen metallisierten Kunststoff, aufweisen, um
in den Kanälen entsprechende kapazitive Kopplungen herzustellen. Die gezielte kapazitive
Kopplung zur Kompensation des Übersprechens findet also im Bereich der Kabel statt.
Die Druckschrift
US7850492 offenbart einen Kommunikationssteckverbinder mit verbesserter Übersprechkompensation.
Dabei wird zusätzlich zur Verwendung einer starren Leiterplatte die Verwendung einer
flexiblen Leiterplatte offenbart, wobei beide Leiterplatten Strukturen zur Kompensation
des Übersprechens aufweisen. Die flexible Leiterplatte ist an den sonst frei stehenden
Kontaktenden der federelastischen Kontakte angeordnet. Sie besitzt auf beiden Seiten
Leiterbahnen. Auf einer Seite kontaktiert jede darauf angeordnete Leiterbahn mit einem
der Kontakte. Es gibt aber auf dieser Seite weniger Leiterbahnen als Kontakte, so
dass einige Kontakte mit keiner Leiterbahn elektrisch verbunden sind. Mittels Durchkontaktierungen
an weitere Leiterbahnen, welche sich auf der anderen Seite der flexiblen Leiterplatte
befinden, werden kapazitive Kopplungen an andere Kontakte hergestellt, wobei die flexible
Leiterplatte als Abstandshalter und Dielektrikum wirkt. Die Kontakte sind zu jeweils
symmetrisch beschalteten Kontaktpaaren 1-2, 3-6, 4-5 und 7-8 zusammengefasst. Dann
wird beispielsweise das besonders starke Übersprechen zwischen den Kontaktpaaren 3-6
und 4-5 kompensiert, indem der Kontakt 3 kapazitiv an den Kontakt 5 gekoppelt wird.
Durch die Verwendung einer flexiblen Leiterplatte direkt an den Kontaktenden wird
dabei eine besonders große Genauigkeit erreicht, ohne die Funktionalität der federelastischen
Kontakte einzuschränken.
[0005] US 7 857 667 B1 offenbart einen Steckverbinder mit Übersprechkompensation nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1. Nachteilig wirkt sich in diesem Stand der Technik aus, dass es beim Herstellungsprozess
des Steckverbinders sehr aufwendig ist, die dabei benötigte flexible Leiterplatte
an den Enden der sonst freistehenden Kontakte in der endgültigen Position mit der
notwendigen Genauigkeit zu positionieren und endgültig daran zu fixieren und gegebenenfalls
elektrisch leitend zu verbinden, z.B. anzulöten. Andererseits hat sich durch Messungen
und Simulationen gezeigt, dass die Übersprechkompensation umso genauer einstellbar
ist, je näher die gezielte kapazitive Kopplung an den frei stehenden Enden der Kontakte
angeordnet ist.
Aufgabenstellung
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, einen Steckverbinder anzugeben, der
einerseits mit möglichst geringem Aufwand herstellbar ist, der aber gleichzeitig auch
eine gute Datenübertragung, insbesondere entsprechend der Connector Categogy 6
A (CAT6
A) gemäß der Spezifikation ISO/IEC 11801, gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Steckverbinder der eingangs erwähnten Art durch die
Merkmale des kennzeichnenden Teils des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Bei dem Steckverbinder handelt es sich um einen vergleichsweise einfach zu fertigenden
Steckverbinder, insbesondere um eine RJ45-Buchse, die bevorzugt acht Kontakte aufweist.
Diese Kontakte sind vorteilhafterweise mit vier symmetrischen Signalpaaren bestückt.
Dabei ist die folgende vorgegebene paarweise Zusammenfassung der in der kontaktseitigen
Reihenfolge durchnummerierten Kontakte folgendermaßen festgelegt: 1.Paar: Kontakte
1-2; 2.Paar: Kontakte 3-6; 3.Paar: Kontakte 4-5; 4.Paar: Kontakte 7-8. Um dem dadurch
naturgemäß entstehenden besonders schädlichen Übersprechen zwischen den Kontakten
2-3, 6-7, 3-4 und 5-6 entgegenzuwirken, besitzt ein solcher Steckverbinder eine Kopplungsmatrix,
die dazu geeignet ist, beispielsweise den Kontakt 3 kapazitiv mit den Kontakten 1,
5 und 7, also mit den weiteren ungeradzahligen Kontakten, zu koppeln, um so dieses
Übersprechen deutlich zu reduzieren. Alternativ oder ergänzend dazu kann, aus Symmetriegründen
einer vergleichbaren Betrachtung folgend, auch der Kontakt 6 mit den weiteren geradzahligen
Kontakten, nämlich mit den Kontakten 2, 4 und 8, kapazitiv gekoppelt werden, um das
besagte Übersprechen zu kompensieren.
Die Erfindung besitzt gegenüber dem Stand der Technik unter anderem den folgenden
wesentlichen Vorteil: Einerseits kann der Kontaktträger eines erfindungsgemäßen Steckverbinders
mit vergleichsweise geringem Aufwand beispielsweise in der sogenannten "MID"-(Molded
Interconnected Device-)Technik, insbesondere im sogenannten "LDS" (Laser Direct Structuring)-Verfahren
oder je nach Bauweise auch in dem sogenannten "2K" (zwei Komponenten) - Verfahren,
gefertigt werden und auf diese Weise die zur Übersprechkompensation notwendigen kapazitiven
Kopplungen im Kontaktträger und somit verhältnismäßig nahe an den Kontaktbereichen
der Kontakte realisieren. Von besonderem Vorteil ist es dabei, dass dadurch die Notwendigkeit
der Verwendung einer flexiblen Leiterplatte mit dem entsprechenden Anschluss- und
Befestigungsaufwand entfällt. Andererseits gewährleistet die kapazitive Kopplung durch
den Kontaktträger, wie Messungen um Simulationen belegen, gleichzeitig eine sehr gute
Feinabstimmung der kapazitiven Übersprechdämpfung und dadurch eine hohe Datenübertragungsrate.
Insbesondere entsprechen die Übertragungseigenschaften des Steckverbinders den Anforderungen
von CAT6
A.
[0010] Dabei ist die zumindest eine Kompensationsbeschichtung nach der Erfindung mit einem
der Kontakte elektrisch leitend verbunden und mit mindestens einem anderen Kontakt
kapazitiv gekoppelt. Die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Kompensationsbeschichtung
und dem einen Kontakt kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass dieser
Kontakt, beispielsweise durch die Form des Isolierkörpers und insbesondere durch das
Zusammenfügen zweier dementsprechend geformter Isolierkörperhälften, direkt gegen
die Kompensationsbeschichtung gedrückt wird.
[0011] Weiterhin kann die Kompensationsbeschichtung zu dem mindestens einen anderen Kontakt,
mit dem sie kapazitiv gekoppelt ist, einen vorgegebenen Abstand aufweisen, der kleiner
ist als 100 µm, bevorzugt kleiner oder gleich 50 µm und insbesondere kleiner oder
gleich 25 µm und selbstverständlich größer als 0 µm ist, wobei unter anderem durch
diesen geringen Abstand die kapazitive Kopplung in einem ausreichenden Maße sichergestellt
ist. Dieser vorgegebene Abstand wird erfindungsmässig durch eine elektrisch isolierende
Schicht, die beispielsweise in einem isolierenden Lack, aber vorteilhafterweise in
einer elektrisch isolierenden Folie besteht, realisiert, wobei die elektrisch isolierende
Schicht zwischen der Kompensationsbeschichtung und dem mindestens einen anderen Kontakt,
mit dem sie kapazitiv gekoppelt ist, angeordnet ist. Vorteilhafterweise wirkt diese
isolierende Schicht, insbesondere die Folie, nicht nur als Abstandshalter zwischen
der Kompensationsbeschichtung und dem jeweiligen Kontakt sondern auch als Dielektrikum,
welches die kapazitive Kopplung entsprechend verstärkt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann der Kontaktträger einteilig ausgeführt sein.
Dann kann als MID-Verfahren zum Beispiel das 2K-Verfahren verwendet werden. Doch auch
in dieser einteiligen Ausführung kann beispielsweise das LDS-Verfahren zur Beschichtung
verwendet werden, nämlich indem der Kontaktträger entsprechende Ausnehmungen aufweist,
durch welche ein Laser die entsprechenden Aktivierungen des LDSgeeigneten Substrats,
aus dem der Kontaktträger besteht, vornehmen kann, bevor die dadurch strukturierte
elektrisch leitende Beschichtung von den eingeführten Kontakten zumindest teilweise
verdeckt wird. Diese einteilige Ausführung des Kontaktträgers besitzt den Vorteil,
dass eine besonders präzise Führung der Kontakte möglich ist. Davon profitiert schließlich
auch die Genauigkeit der Entkopplung.
[0012] In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung besteht der Kontaktträger aus zwei zusammenfügbaren
Kontaktträgerteilen, beispielsweise einem ersten und einem zweiten Kontaktträgerteil,
und ist somit zweiteilig ausgeführt. Dies ist vorteilhaft, um die kapazitiven Kopplungen
sowie die Kontakte in den Kontaktträger mit geringem Aufwand einzubringen und die
Montage zu vereinfachen. Dann können die Kontakte zwischen den beiden Kontaktträgerteilen
angeordnet und in jeweils dafür vorgesehenen Kanälen der Kontaktträgerteile gehalten
sein. Die Kontaktträgerteile können dazu jeweils eine Verbindungsfläche besitzen und
mit diesen Verbindungsflächen zusammengefügt und aneinander befestigt, beispielsweise
geklebt oder geschweißt werden. Dabei ist in jeder Verbindungsfläche jedes Kontaktträgerteils
für jeden Kontakt ein Kanal vorgesehen. Ein solcher Kanal kann sich beispielsweise
zwei Ränder, jeweils in Form eines Kragens aufweisen, zwischen die der dazugehörige
Kontakt formschlüssig einlegbar ist. Beim Zusammenfügen der Kontaktträgerteile werden
deren Verbindungsflächen aneinander angeordnet, wobei die zusammengehörigen Kanäle
direkt aufeinander zu liegen kommen und die Kontakte in den ihnen zugehörigen Kanälen
jedes Kontaktträgerteils angeordnet und insbesondere durch deren Ränder und/oder benachbarte
Stege form- und kraftschlüssig darin fixiert sind. Ein Vorteil der zweiteiligen Ausführung
des Kontaktträgers besteht in der vergleichsweise einfachen Herstellung, nämlich der
Vereinfachung des Vorgangs der Laserstrukturierung der dadurch zunächst offenen Verbindungsflächen
der einzelnen Kontaktträgerteile sowie der drauf folgenden vereinfachten Montage des
Kontaktträgers mit den Kontakten.
[0013] An jedem Kontaktträgerteil kann weiterhin eine separate elektrisch leitfähige Kompensationsbeschichtung
vorgesehen sein, die sich über mehrere Kanäle des jeweiligen Kontaktträgerteils erstreckt.
Jedes Kontaktträgerteil kann Stege mit der Höhe d aufweisen. Einige der Kanäle können
auf solchen Stegen angeordnet sein. Insbesondere kann jedes Kontaktträgerteil entsprechend
der bevorzugten Anzahl der Kontakte acht Kanäle aufweisen. Davon können sich beispielsweise
vier Kanäle auf Stegen befinden. Die Stege können alternierend über die Kanäle verteilt
sein, so dass beispielsweise jeder zweite Kanal, also beispielsweise jeder geradzahlige
oder jeder ungeradzahlige Kanal, auf einem Steg angeordnet ist. Es können aber auch
Kontakte einander zwischen den zusammengefügten Kontaktträgerteilen, also im Kontaktträger,
kreuzen, d.h. dass sie innerhalb des Kontaktträgers ihre Kanäle wechseln. Dem wird
in dieser Bauform durch eine etwas aufwendigere Form der Kontakte und der Stege Rechnung
getragen, wobei die Form so gewählt ist, dass die Kontakte den Kanalwechsel vornehmen
können, ohne einander zu berühren.
[0014] Die beiden Kontaktträgerteile können bezüglich ihrer Stege zueinander weitgehend
komplementär ausgestaltet sein, so dass beim Zusammenfügen der beiden Kontaktträgerteile
immer ein Steg des einen Kontaktträgerteils in einen stegfreien Bereich des anderen
Kontaktträgerteils eingreift.
[0015] Die Kontakte besitzen vorteilhafterweise einen Anschlussbereich, einen Haltebereich,
einen Krümmungsbereich, einen Kontaktbereich und bevorzugt einen Endbereich. Sie können
aber darüber hinaus unterschiedlich ausgeführt sein.
[0016] Zwischen den beiden Kontaktträgerteilen können die Haltebereiche der Kontakte angeordnet
sein. Somit sind die Kontakte an ihren Haltebereichen vom Kontaktträger gehalten.
Ein Grund für die gute Einstellbarkeit der Kompensation ist somit darin zu sehen,
dass die Kompensation durch die Kompensationsbeschichtung dementsprechend an den Haltebereichen
und somit deutlich näher an den Kontaktbereichen der Kontakte stattfindet, als dies
der Fall wäre, wenn sie an den Anschlussbereichen, oder gar davor an daran angeschlossenen
Kabeln oder entsprechenden Leiterbahnen stattfinden würde. Die Haltebereiche der verschiedenen
Kontakte können von Kanal zu Kanal variierend, beispielsweise alternierend, in zwei
verschiedenen Ebenen, nämlich einer ersten Ebene und einer zweiten Ebene, liegen,
wobei die beiden Ebenen den Abstand d aufweisen, d.h. im ersten Kanal befindet sich
der erste Kontakt und sein Haltebereich liegt in der ersten Ebene; im zweiten Kanal
befindet sich der zweite Kontakt und dessen Haltebereich liegt in der zweiten Ebene.
[0017] Die Anschlussbereiche der Kontakte können sich außerhalb der Kontaktträgers befinden.
Dadurch können diese Anschlussbereiche so geformt sein, dass sie sich unabhängig von
dem Verlauf der Haltebereiche und unabhängig von der Ausgestaltung des Kontaktträgers
jeweils in der gewünschten Ebene befinden, die für ihren Anschluss, beispielsweise
auf einer Leiterkarte, vorgesehen ist.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführung kann ein Bereich der zusammenhängenden elektrisch
leitfähigen Kompensationsbeschichtung als Anschlussfläche betrachtet werden. Diese
Anschlussfläche ist dafür vorgesehen, elektrisch leitend mit einem der Kontakte, bevorzugt
an seinem Haltebereich, verbunden zu werden. Weiterhin kann mindestens ein weiterer
Bereich der Kompensationsbeschichtung als Koppelfläche betrachtet werden und mindestens
ein weiterer Bereich kann als Leiterbahn dienen. Die mindestens eine Leiterbahn kann
dann die mindestens eine Koppelfläche mit der Anschlussfläche direkt oder indirekt,
d.h. über eine oder mehrere andere Koppelflächen, elektrisch leitend verbinden. Jede
Koppelfläche ist jeweils dazu vorgesehen, mit einem der weiteren Kontakte kapazitiv
zu koppeln. Dies ist vorteilhaft, weil dies die Möglichkeit eröffnet, den Kontakt,
der mit der Anschlussfläche elektrisch leitend verbunden ist, über die leitfähige
Kompensationsbeschichtung, nämlich die jeweilige Leiterbahn, elektrisch leitend z.B.
mit mindestens einem weiteren Kontakt kapazitiv zu koppeln. Durch eine vorteilhafte
Auswahl und Dimensionierung dieser kapazitiven Kopplung kann so dem unerwünschten
Übersprechen so besonders effektiv gegengewirkt werden, weil diese kapazitive Kopplung
bevorzugt an den Haltebereichen der Kontakte stattfindet.
[0019] Weiterhin kann jedes Kontaktträgerteil in mindestens einem Steg, bevorzugt in mehreren
Stegen, eine erste Ausnehmung aufweisen, welche jeweils die beiden dem Steg benachbarten
Kanäle verbindet. An jeder Kontaktträgerhälfte kann jeweils mindestens eine zusammenhängende
elektrisch leitfähige Kompensationsbeschichtung vorgesehen sein, wobei ein Teil der
jeweiligen elektrisch leitfähigen Kompensationsbeschichtung in Form der besagten Leiterbahn
durch diese ersten Ausnehmungen verlaufen kann. Wenn die Stege beispielsweise auf
die geradzahligen Kanäle verteilt sind, dann kann sich beispielsweise die Kompensationsbeschichtung
über die ungeradzahligen Kanäle erstrecken, indem ihre Leiterbahn durch die besagten
ersten Ausnehmungen in den Stegen der geradzahlingen Kanäle verläuft. Die ungeradzahligen
Kanäle sind beispielsweise zur Aufnahme der Kontakte 1,3,5 und 7 vorgesehen. Dadurch
kann, wie bereits beispielhaft erwähnt, der Kontakt 3 im zweiten Kontaktträgerteil
22 kapazitiv mit den Kontakten 1, 5 und 7 kapazitiv gekoppelt werden, wodurch eine
solche Anordnung der besagten zur Übersprechkompensation besonders vorteilhaften Kopplungsmatrix
entspricht, und diese Anordnung somit ebenfalls von besonderem Vorteil ist. Ergänzend
oder alternativ dazu kann auch der Kontakt 6 im ersten Kontaktträgerteil kapazitiv
mit den Kontakten 2, 4 und 8 gekoppelt werden. Letzteres kann realisiert werden, indem
das zweite Kontaktträgerteil weitgehend komplementär zum ersten Kontaktträgerteil
ist und somit analog zu dem ersten Kontaktträgerteil beschichtet ist, wodurch in dem
Kontaktträger durch das endgültige Zusammenfügen der beiden Kontaktträgerteile mit
ihren Verbindungsflächen durch die beiden dazugehörigen Kompensationsbeschichtungen
im Kontaktträger eine spiegelsymmetrische Entkopplungsmatrix entstehen kann.
[0020] Zwischen jeder Koppelfläche und dem dazugehörigen Kontakt kann eine elektrisch isolierende
Schicht, insbesondere eine aus einem elektrisch isolierenden Material gebildete Folie
oder ein Teil einer solchen Folie angeordnet sein, die somit zwischen dem jeweiligen
Kontakt und der dazugehörigen Koppelfläche als Dielektrikum und Abstandshalter wirkt.
Für jedes Kontaktträgerteil kann jeweils eine zudem einstückige Folie vorgesehen sein.
Um das formschlüssige Einlegen einer solchen einstückigen Folie zu ermöglichen, können
die beiden Kontaktträgerteile zwischen den Kanälen und ihren Nachbarkanälen jeweils
zweite Ausnehmungen aufweisen und die Folien können beispielsweise E-förmig ausgeführt
sein. Weiterhin kann auch eine geringfügige Vertiefung vorgesehen sein, wobei deren
Tiefe bevorzugt der Stärke der Folie entspricht und wobei deren Form bevorzugt der
Form der Folie entspricht, und in die die Folie somit formschlüssig einlegbar ist.
[0021] In einer vorteilhaften Ausgestaltung besitzt der Steckverbinder, wie bereits erwähnt,
acht Kontakte. Die Kontakte sind elektrisch leitend und bestehen aus einem federelastischen
Material. Sie weisen, wie bereits erwähnt, zumindest einen Anschlussbereich, einen
Haltebereich, einen Krümmungsbereich und einen Kontaktbereich sowie bevorzugt einen
Endbereich auf. Im Biegebereich sind sie so gebogen, dass zwischen dem Anschlussbereich
und dem Kontaktbereich ein Winkel existiert, der kleiner ist als 90° und größer ist
als 0° und insbesondere zwischen 30° und 60° liegt. Die Kontakte können jeweils mit
ihrem Haltebereich im Kontaktträger, insbesondere zwischen den beiden Kontaktträgerteilen,
gehalten werden. Der Krümmungsbereich und der Anschlussbereich können sich außerhalb
des Kontaktträgers befinden.
[0022] Die Haltebereiche der Kontakte können im Kontaktträger jeweils in einer der beiden
besagten zueinander parallelen Ebenen in den dazugehörigen Kanälen angeordnet sein,
wobei die beiden Ebenen zueinander den Abstand d aufweisen. Dies hat den Vorteil,
dass zumindest zwei Kontakte einander innerhalb des Kontaktträgers berührungslos kreuzen
können, so dass ihre Positionen in der Reihenfolge der Kontaktbereiche gegenüber ihren
Positionen in der Reihenfolge ihrer Anschlussbereiche gegeneinander vertauscht sein
können. Durch dieses Kreuzen lässt sich vorteilhafterweise bereits eine grobe Übersprechkompensation
realisieren. Um gleichzeitig eine alternierende Anordnung der Anschlussbereiche bezüglich
der beiden Ebenen zu gewährleisten, können bei den beiden sich kreuzenden Kontakten
die Anschlussbereiche gegenüber den Haltebereichen wiederum um den Abstand d versetzt
angeordnet sein. Dann liegt der Anschlussbereich eines solchen Kontaktes in einer
der Ebenen und der Haltebereich desselben Kontaktes liegt in der jeweils anderen Ebene.
Deren Anschlussbereiche bleiben aber alternierend, und passen damit zum üblichen Anschlussprofil
einer vorgegebenen Leiterplatte.
[0023] In einer vorteilhaften Ausführung weisen die beiden zusammenfügbaren Kontaktträgerteile
jeweils eine Innenseite auf. Dies hat den Vorteil, dass darin die Kompensationsbeschichtung
beispielweise in LDS (Laser Direct Structuring)-Technik, also einer MID (Molded Interconnect
Device)-Technik, aufgebracht werden kann. Durch Einfügen der Kontakte und Zusammenfügen
der Kontaktträgerteile kann dann die oben beschriebene kapazitive Kopplung realisiert
werden. Die Kontakte können zwischen den Kontaktträgerteilen in deren dafür vorgesehenen
Kanälen angeordnet werden. Um eine elektrische Kontaktierung der Kontakte mit der
Koppelfläche an ihren Koppelbereichen zu vermeiden, ist es weiterhin vorteilhaft,
wenn für jedes Kontaktträgerteil zumindest eine Folie vorgesehen ist, welche vorteilhafterweise
formschlüssig in einige Kanäle eingelegt werden kann und die die Kompensationsbeschichtung
an den erforderlichen Stellen, also zumindest an den Koppelflächen, abdeckt, um einen
unerwünschten elektrischen Kontakt mit den entsprechenden Kontakten zu vermeiden.
Zur exakten Positionierung der Folie kann, wie bereits erwähnt, die entsprechende
Vertiefung vorgesehen sein, in die sich die Folie formschlüssig einlegen lässt. Diese
Folie besitzt eine Stärke, die kleiner oder gleich 100µm bevorzugt kleiner oder gleich
50µm, insbesondere kleiner oder gleich 25µm. Ihre Verwendung an den Koppelflächen
hat zusätzlich zur elektrischen Isolierung außerdem den Vorteil, als Dielektrikum
und Abstandshalter zu wirken, so dass die Kapazität der jeweiligen kapazitiven Kopplung
unter anderem durch ihr Material und ihre Stärke einstellbar ist.
[0024] Weiterhin kann der fertig montierte Steckverbinder, der zusätzlich ein vorteilhafterweise
schirmendes Gehäuse aufweist, mit den Anschlussbereichen seiner Kontakte auf einer
starren Leiterplatten montiert werden. Zusätzlich können dadurch auch weitere Kompensationsstrukturen
anschlussseitig, z.B. in Form von Leiterbahnen, auf der starren Leiterplatte vorhanden
sein, über die zusätzlich auch die Anschlussbereiche gezielt kapazitiv gekoppelt werden,
um das unerwünschte Übersprechen zunächst grob zu kompensieren. Zu diesem Zweck können,
wie bereits erwähnt, auch die Haltebereiche zweier Kontakte innerhalb des Kontaktträgers
einander kreuzen. Somit kann eine grobe gezielte kapazitive Kopplung vorab zur Kompensation
erfolgen, aber nicht in ausreichender Genauigkeit eingestellt werden. Die oben beschriebene
kapazitive Kopplungsmatrix durch die Kompensationsbeschichtung dient dann zusätzlich
als Feinabstimmung, um die Exaktheit der kapazitiven Kopplungen zur Verringerung des
Übersprechens und somit zum Erreichen hoher Datenrate sicherzustellen. Erst dadurch
werden die angestrebt hohen Datenraten möglich.
Ausführungsbeispiel
[0025] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1 a,b,c,d
- vier verschieden ausgeführte Kontakte;
- Fig.2 a, b
- eine Gruppe von jeweils acht Kontakten in ungekreuzter und gekreuzter Anordnung;
- Fig.3 a, b
- einen ersten Kontaktträger, bestehend aus zwei dazugehörigen Kontaktträgerteilen,
zur Aufnahme ungekreuzter Kontakte;
- Fig.3 c, d
- einen zweiten Kontaktträger, bestehend aus zwei weiteren Kontaktträgerteilen, zur
Aufnahme gekreuzter Kontakte;
- Fig.4 a,b,c
- den ersten Kontaktträger, bestehend aus zwei dazugehörigen Kontaktträgerteilen mit
ersten Kompensationsbeschichtungen und einer ersten jeweils noch nicht eingelegten
Folie;
- Fig.4 d, e, f
- den zweiten Kontaktträger, bestehend aus zwei dazugehörigen Kontaktträgerteilen mit
zweiten Kompensationsbeschichtungen und einer zweiten, jeweils noch nicht eingelegten
Folie;
- Fig. 5 a, b
- die Anordnungen aus Fig. 4a, b, c mit der eingelegten Folie;
- Fig. 5 c, d
- Die Anordnungen aus Fig. 4d, e, f mit der eingelegten Folie;
- Fig. 6 a, b
- zwei verschiedene Kontaktträgerteile mit den jeweils dazugehörigen gekreuzten und
nicht gekreuzten Kontakten und mit der Kompensationsbeschichtung des zweiten Steckverbinderteils;
- Fig.7
- Einen Kontaktträger mit ungekreuzten Kontakten in einer Explosionsdarstellung;
- Fig. 8 a, b
- die beiden zusammengesetzten Kontaktträger mit den dazugehörigen eingelegten gekreuzten
und nicht gekreuzten Kontakten;
- Fig. 9 a
- Einen fertig montierten Steckverbinder im Gehäuse auf einer ersten Seite der Leiterplatte;
- Fig. 9 b
- die zweite Seite der Leiterplatte mit Kompensationsstrukturen.
[0026] Die Fig. 1a, 1b, 1c und 1d stellen die prinzipiellen Formen verschiedenartiger Kontakte
1, 1', 1", 1'" dar. Sämtliche Kontakte 1, 1', 1", 1'" sind einstückig ausgeführt,
bestehen aus einem elektrisch leitfähigen, federelastischen Material und besitzen
jeweils einen Anschlussbereich 11, 11', 11" , 11'", daran anschließend einen Haltebereich
12, 12',12" , 12'", daran anschließend einen Krümmungsbereich 13, 13', 13", 13'",
daran anschließend einen Kontaktbereich 14, 14', 14" , 14'" und daran anschließend
einen abgewinkelten Endbereich 15, 15', 15", 15'". Der Anschlussbereich 11, 11', 11",
11'" grenzt sich vom Haltebereich 12, 12', 12", 12'" dadurch ab, dass er schmaler
ist.
[0027] Die Fig.1a zeigt einen geraden Kontakt 1. Sein Haltebereich 12 stellt eine lineare
Verlängerung des Anschlussbereichs 11 dar. Der Haltebereich 12 und der Anschlussbereich
11 verlaufen in X-Richtung in einer ersten Ebene E1, die aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht in der Zeichnung dargestellt ist.
[0028] Die Fig. 1b zeigt einen versetzten Kontakt 1'. Dieser weist in seiner prinzipiellen
Bauform zum geraden Kontakt 1 den wesentlichen Unterschied auf, dass sowohl der Anschlussbereich
11' als auch der Haltebereich 12' in positiver Z-Richtung um den Abstand d versetzt
angeordnet sind, d.h. statt in der ersten Ebene E1 in einer zweiten Ebene E2 liegen,
wobei die erste Ebene E1 und die zweite Ebene E2 parallel zur XY-Ebene verlaufen und
zueinander den Abstand d aufweisen. Auch die zweite Ebene E2 ist aus Übesichtlichkeitsgründen
nicht in der Zeichnung dargestellt.
[0029] Die Fig.1c zeigt einen überbrückenden Kontakt 1". Dieser weist in seiner prinzipiellen
Bauform zum versetzten Kontakt 1' den Unterschied auf, dass der Haltebereich 12" und
der Anschlussbereich 11" gegenüber dem Krümmungsbereich und dem Kontaktbereich 14"
zusätzlich in positiver Y-Richtung versetzt angeordnet sind und dass der Anschlussbereich
11" gegenüber dem Haltebereich 12" wieder um den Abstand d in negativer Z-Richtung
versetzt angeordnet ist, so dass der Anschlussbereich 11" wieder in der ersten Ebene
E1 liegt.
[0030] Die Fig.1d zeigt einen gewinkelten Kontakt 1"'. Dieser unterscheidet sich von dem
geraden Kontakt 1 dadurch, dass sein Haltebereich 12"' und sein Anschlussbereich 11"'
gemeinsam in negativer Y-Richtung versetzt angeordnet sind und dass weiterhin der
Haltebereich 12"' in der ersten Ebene E1 geführt ist, wohingegen der Anschlussbereich
11'" in positiver Z-Richtung versetzt in der zweiten Ebene E2 geführt ist. Die beiden
Ebenen E1 und E2 sind in dieser sowie in den anderen Darstellungen aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht dargestellt.
[0031] Die Fig. 2a zeigt eine Anordnung, bestehend aus jeweils vier geraden Kontakten 1
und vier versetzten Kontakten 1' des Steckverbinders in einer perspektivischen Darstellung.
Zur besseren Verständlichkeit sind die acht Kontakte C frei stehend in ihrer endgültigen
Position zueinander angeordnet. Dabei sind immer ein gerader Kontakt 1 und ein versetzter
Kontakt 1' in abwechselnder Reihenfolge angeordnet. Die Kontakte C sind in der Reihenfolge
ihrer Anschlussbereiche 11, 11' mit den Bezugszeichen C1, C2, C3, C4, C5, C6, C7,
C8 durchnummeriert.
[0032] Die Anschlussbereiche 11 und Haltebereiche 12 der geraden Kontakte 1 sind gemeinsam
in der ersten Ebene E1 angeordnet. Die Anschlussbereiche 11' und Haltebereiche 12'
der versetzten Kontakte 1' sind in der zweiten Ebene E2, d.h. in positiver Z-Richtung
um den Abstand d versetzt zu denen der geraden Kontakten 1, angeordnet. Sämtliche
Kontakte C sind parallel zueinander ausgerichtet. Eine solche Anordnung soll im Folgenden
als "nicht gekreuzt angeordnete" oder "ungekreuzt angeordnete" Kontakte bezeichnet
werden, weil keine der dazugehörigen Kontakte C einander kreuzen.
[0033] Die Fig. 2b zeigt eine Anordnung, bestehend aus den folgenden, mit C1', C2','C3,
C4', C5', C6', C7', C8' in der Reihenfolge ihrer Anschlussbereiche durchnummerierten
Kontakten C'. Dabei besteht
C1' - aus einem geraden Kontakt 1,
C2' - aus einem versetzten Kontakt 1',
C3' - aus einem geraden Kontakt 1,
C4' - aus einem gewinkelten Kontakt 1"',
C5' - aus einem überbrückenden Kontakt 1",
C6' - aus einem versetzten Kontakt 1',
C7' - aus einem geraden Kontakt 1, und
C8' - aus einem versetzten Kontakt,
wobei deren Anschlussbereiche 11, 11', 11", 11"' in der Reihenfolge dieser Aufzählung
parallel zueinander und nebeneinander angeordnet sind. Eine solche Anordnung soll
im Folgenden als "gekreuzt angeordnete Kontakte" bezeichnet werden, da sie mindestens
zwei Kontakte C4', C5' besitzt, die einander kreuzen, indem sie in Form eines gewinkelten
Kontaktes 1"' und eines überbrückenden Kontaktes 1" ausgeführt sind. Dadurch sind
die Positionen ihrer Anschlussbereiche 11", 11"' gegenüber der Positionen der dazugehörigen
Kontaktbereiche 14", 14"' gegeneinander vertauscht.
[0034] Die Fig. 3a und 3b zeigen einen ersten Kontaktträger 2, bestehend aus einem ersten
Kontaktträgerteil 21 und einem zweiten Kontaktträgerteil 22, in einer Draufsicht auf
deren jeweilige Verbindungsfläche V21, V22. Der Kontaktträger 2 dient der Aufnahme
einer Anordnung von ungekreuzten, d.h. von geraden Kontakten 1 und versetzten Kontakten
1' in alternierender Reihenfolge, wie sie in Fig. 2a dargestellt ist. Diese beiden
Kontaktträgerteile 21, 22 sind dafür vorgesehen, nach Einlegen der Kontakte C mit
ihren Verbindungsflächen V21, V22 zusammengefügt zu werden.
[0035] Das erste Kontaktträgerteil 21 besitzt dazu erste Befestigungsmittel, nämlich insbesondere
vier Befestigungsausnehmungen 211, 211', 211", 211"', die dafür vorgesehen sind, mit
zweiten Befestigungsmitteln, insbesondere Befestigungszapfen 221, 221, '221", 221"'
des zweiten Kontaktträgerteils 22 zusammenzuwirken. Insbesondere wird beim Zusammenfügen
der beiden Kontaktträgerteile 21, 22 das erste Kontaktträgerteil derart orientiert,
dass der erste Befestigungszapfen 221 des ersten Kontaktträgerteils 21 in die erste
Befestigungsausnehmung 211 des zweiten Kontaktträgerteils 22 gesteckt, der zweite
Befestigungszapfen 221' des ersten Kontaktträgerteils 21 in die zweite Befestigungsausnehmung
211' des zweiten Kontaktträgerteils 22 gesteckt, der dritte Befestigungszapfen 221"
des ersten Kontaktträgerteils 21 in die dritte Befestigungsausnehmung 211" des zweiten
Kontaktträgerteils 22 gesteckt und der vierte Befestigungszapfen 221"' des ersten
Kontaktträgerteils 21 in die vierte Befestigungsausnehmung 211"' des zweiten Kontaktträgerteils
22 gesteckt wird.
[0036] Weiterhin weist jedes dieser beiden Kontaktträgerteile 21, 22 acht parallele Kanäle
K, K' auf. Die Kanäle K des ersten Kontaktträgerteils 21 sind aus anschlussseitiger
Sicht mit Blick auf die dazugehörige Kontaktseite von rechts nach links mit den Bezugszeichen
K21, K22, K23, K24, K25, K26, K27, K28 durchnummeriert. Die entsprechenden Kanäle
K' des zweiten Kontaktträgerteils 22 sind aus anschlussseitiger Sicht mit Blick auf
die dazugehörige Kontaktseite dementsprechend von links nach rechts mit den Bezugszeichen
K21', K22', K23', K24', K25', K26', K27', K28' durchnummeriert. Zum endgültigen Zusammenfügen
dieser beiden Kontaktträgerteile 21, 22 wird das erste Kontaktträgerteil 21 also,
wie oben anhand der Befestigungsmittel beschrieben, derart gedreht auf das zweite
Kontaktträgerteil 22 gesteckt, dass die gleichzahligen Kanäle, also die Kanäle K21
und K21' sowie die Kanäle K22 und K22', usw., aufeinander zu liegen kommen und gemeinsam
die Kanäle des ersten Kontaktträgers 2 bilden, um darin die die entsprechenden Kontakte
C zu fixieren.
[0037] Die geradzahligen Kanäle K22, K22', K24, K24', K26, K26', K28, K28' sind jeweils
zur Aufnahme eines versetzten Kontaktes 1' vorgesehen. Dazu sind die geradzahligen
Kanäle K22, K22', K24, K24', K26, K26', K28, K28' im Verhältnis zu den ungeradzahligen
Kanälen K21, K21', K23, K23', K25, K25', K27, K27' in Z-Richtung um den Abstand d
versetzt angeordnet. Dazu sind in dem zweiten Kontaktträgerteil 22 in den geradzahligen
Kanälen K22', K24', K26', K28' Stege 225, 228 der Höhe d angeordnet, wobei nicht alle
Stege jeweils mit einem Bezugszeichen versehen sind. Dabei ist der ist der Steg 228
im Kanal K28' durchgehend ausgeführt, wird also von keiner Ausnehmung unterbrochen.
Im Kanal K22' ist der Steg 225, wie auch zwei weitere Stege in den Kanälen K24' und
K26', von einer ersten Ausnehmung 226 und von einer zweiten Ausnehmung 227 unterbrochen.
Diese beiden Ausnehmungen sind exemplarisch mit Bezugszeichen versehen. Vergleichbare
Ausnehmungen tauchen auch in anderen Stegen auf, ohne jeweils mit einem Bezugszeichen
versehen zu sein. Analog dazu weist das erste Kontaktträgerteil 21 im ersten Kanal
K21 ebenfalls einen durchgehenden Steg 218 mit zwei Kragen 212, 212' sowie einen von
zwei Ausnehmungen 216, 217 unterbrochenen Steg auf.
[0038] Im ersten Kontaktträgerteil 21 sind entsprechende Stege in den ungeradzahligen Kanälen
K21, K23, K25, K27 angeordnet und werden zum Teil von Ausnehmungen 316, 317, 326,
327 unterbrochen.
[0039] Beim Zusammenfügen der beiden Kontaktträgerteile 21, 22 wird somit jeweils ein Kanal,
der einen Steg besitzt K21, K22', K23, K24', K25, K26', K27, K28' in einem Kanal,
welcher keinen Steg besitzt, K21', K22, K23', K24, K25', K26, K27', K28 angeordnet.
Somit wird beim Zusammenfügen jeder Steg des einen Kontaktträgerteils 21, 22 in einem
stegfreien Bereich des jeweils anderen Kontaktträgerteils 22, 21 angeordnet. Weiterhin
besitzt jeder Kanal an seinen beiden Rändern jeweils einem Kragen, so dass die Kontakte
1, 1' mit ihren Haltebereichen 12, 12' zwischen diesen Kragen zumindest bereichsweise
formschlüssig einlegbar sind. Beispielsweise besitzt der Kanal K28' an den beiden
Rändern seines Steges 228 jeweils einen Kragen 222, 222' und der Kanal K21 besitzt
an den beiden Rändern seines Steges 228 jeweils einen Kragen 212, 212'. Aus Gründen
der Übersichtlichkeit sind die weiteren Kragen des zweiten und dritten Kontaktträgers
nicht mit Bezugszeichen versehen.
[0040] Auch diejenigen Kanäle, welche keine Stege aufweisen, besitzen an ihren Rändern derartige
Kragen, welche aber von den ersten und zweiten Ausnehmungen 216, 217, 226, 227 gegebenenfalls
unterbrochen werden.
[0041] Die Fig. 3c und 3d zeigen alternativ dazu einen zweiten Kontaktträger 3, bestehend
aus einem dritten Kontaktträgerteil 31 und einem vierten Kontaktträgerteil 32 in einer
Draufsicht auf die jeweilige Verbindungsfläche V31, V32 der beiden Kontaktträgerteile
31, 32. Diese beiden Kontaktträgerteile 31, 32 dienen der Aufnahme gekreuzt angeordneter
Kontakte C', 20 wie sie in Fig. 2b dargestellt sind, also einer Anordnung von geraden
Kontakten 1, versetzten Kontakten 1', einem überbrückenden Kontakt 1" und einem gewinkelten
Kontakt 1"', wobei der überbrückende Kontakt 1" und der gewinkelte Kontakt 1"' einander
kreuzen.
[0042] Das dritte Kontaktträgerteil 31 besitzt erste Befestigungsmittel, nämlich insbesondere
vier Befestigungsausnehmungen 311, 311', 311", 311"', die dafür vorgesehen sind, mit
zweiten Befestigungsmitteln, insbesondere Befestigungszapfen 321, 321', 321", 321'"
des vierten Kontaktträgerteils 32 zusammenzuwirken. Insbesondere wird beim Zusammenfügen
dieser beiden Kontaktträgerteile 31, 32 das dritte Kontaktträgerteil derart orientiert,
dass der erste Befestigungszapfen 321 des dritten Kontaktträgerteils 31 in die erste
Befestigungsausnehmung 311 des vierten Kontaktträgerteils 32, der zweite Befestigungszapfen
321' des dritten Kontaktträgerteils 31 in die zweite Befestigungsausnehmung 311' des
vierten Kontaktträgerteils 32, der dritte Befestigungszapfen 321" des dritten Kontaktträgerteils
31 in die dritte Befestigungsausnehmung 311" des vierten Kontaktträgerteils 32 und
der vierte Befestigungszapfen 321"' des dritten Kontaktträgerteils 31 in die vierte
Befestigungsausnehmung 311'" des vierten Kontaktträgerteils 32 gesteckt wird.
[0043] Weiterhin weist jedes dieser beiden Kontaktträgerteile 31, 32 acht Kanäle auf. Diese
acht Kanäle K" des dritten Kontaktträgerteils 31 sind aus anschlussseitiger Sicht
mit Blick auf die dazugehörige Kontaktseite in ihrer Reihenfolge von rechts nach links
mit den Bezugszeichen K31, K32, K33, K34, K35, K36, K37, K38 durchnummeriert. Die
entsprechenden Kanäle K"' des zweiten Kontaktträgerteils 32 sind dementsprechend von
links nach links mit den Bezugszeichen K31', K32', K33', K34', K35', K36', K37', K38'
durchnummeriert, so dass beim endgültigen Zusammenfügen dieser beiden Kontaktträgerteile
31, 32 die gleichzahligen Kanäle, also die Kanäle K31 und K31' sowie die Kanäle K32
und K32', usw., aufeinander zu liegen kommen und gemeinsam einen entsprechenden Kanal
des zweiten Kontaktträgers 3 bilden, um darin die entsprechenden Kontakte C' zu fixieren.
[0044] Der zweite, sechste und achte Kanal K32, K32', K36, K36', K38, K38' sind somit jeweils
zur Aufnahme eines versetzten Kontaktes 1' vorgesehen. Dazu ist darin jeweils ein
Steg 325, 323, 328 der Höhe d vorgesehen, wobei die beiden im zweiten und sechsten
Kanal K32', K36' angeordneten Stege 323, 325 jeweils von einer ersten Ausnehmung 326,
326' und einer zweiten Ausnehmung 327, 327' unterbrochen sind. Dagegen ist der ist
der Steg 328 im Kanal K38' durchgehend ausgeführt.
[0045] Im dritten Kontaktträgerteil 31 sind in den korrespondierenden Kanälen K32, K36,
K38 keine Stege angeordnet. Dafür sind entsprechende Stege 315, 313, 318 im ersten,
dritten und siebten Kanal K31, K33, K37 angeordnet. Diese greifen beim Zusammenfügen
der beiden Kontaktträgerteile 31, 32 wiederum in die stegfreien Kanäle K31', K33',
K37' des vierten Kontaktträgerteils 32.
[0046] Der vierte und fünfte Kanal K34, K34', K35, K35' sind zur Aufnahme der einander kreuzenden
Kontakte 1", 1"' vorgesehen. Dementsprechend sind diese Stege 319, 314, 329, 324 nicht
durchgehend ausgeführt, sondern modifiziert und so der Form der beiden kreuzenden
Kontakte 1", 1"' angepasst, wobei der Steg 324 des fünften Kanals K35' zusätzlich
von einer ersten Ausnehmung 326' und einer zweiten Ausnehmung 327' unterbrochen ist.
[0047] Insbesondere sind die Stege 319, 314, 329, 324 des vierten und fünften Kanals K34,
K34', K35, K35' der beiden Kontaktträgerteile 31,32 zueinander weitgehend komplementär
ausgestaltet, d.h. beim Zusammenfügen beider Kontaktträgerteile 31, 32 greift ein
Steg eines Kontaktträgerteils 31, 32 in einen stegfreien Bereich der jeweils anderen
Kontaktträgerteils 32, 31.
[0048] Weiterhin sind an den Rändern der Kanäle auch im vierten Kontaktträgerteil Kragen
vorgesehen, die in der Zeichnung aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit Bezugszeichen
versehen sind.
[0049] Die Fig. 4a, 4b und 4c zeigen das erste und das zweite Kontaktträgerteil 21, 22 des
ersten Kontaktträgers 2 in der Draufsicht auf ihre jeweilige Verbindungsfläche, sowie
eine dazugehörige erste Folie 4, die aus einem elektrisch isolierenden Material gebildet
ist, wobei für jedes Kontaktträgerteil 21, 22 eine solche erste Folie 4 vorgesehen
ist. Die erste Folie 4 ist E-förmig ausgebildet und besitzt einen Quersteg 41 sowie
drei rechtwinklig darin mündende zueinander parallele Arme 42, 43, 44.
[0050] Die beiden Kontaktträgerteile 21, 22 besitzen zusätzlich zu den oben erwähnten Kennzeichen
jeweils eine leichte Vertiefung E21, E22 mit einer Tiefe, die der Stärke der ersten
Folie entspricht, und mit einer Form, welche der Form der ersten Folie 4 entspricht,
wodurch die erste Folie 4 formschlüssig in die jeweilige Vertiefung E21, E22 einlegbar
ist. Aus der Darstellung wird auch ersichtlich, dass die zweiten Ausnehmungen 217,
227 dazu dienen, die einstückige erste Folie 4 in die jeweilige Vertiefung E21, E22
einlegen zu können.
[0051] Weiterhin besitzen die Kontaktträgerteile 21, 22 jeweils eine zusammenhängende elektrisch
leitfähige Kompensationsbeschichtung A21, A22. Diese Kompensationsbeschichtungen A21,
A22 sind auf die jeweiligen Verbindungsflächen aufgebracht und erstrecken sich über
mehrere Kanäle.
[0052] Die Kompensationsbeschichtungen A21, A22 besitzen jeweils Leiterbahnen A215, A215',
A215", A225, A225', A225". Diese Leiterbahnen A215, A215', A215", A225, A225', A225"
verlaufen jeweils durch erste Ausnehmungen 216, 226 der Stege 215, 225 (vergl. Fig.3a,
b), wobei die Bezugszeichen der ersten Ausnehmungen 216, 226 aus Übersichtlichkeitsgründen
in dieser Darstellung nicht eingetragen sind.
[0053] Weiterhin besitzen die Kompensationsbeschichtungen A21, A22 jeweils Koppelflächen
A211, A212, A213, A221, A222, A223 deren geometrische Ausdehnung im Verhältnis zu
der jeweils angestrebten Kapazität steht. Außerdem besitzt jede Kompensationsbeschichtung
A21, A22 eine Anschlussfläche A214, A224. Die jeweilige Anschlussfläche A214, A224
ist mit den dazugehörigen Koppelflächen A211, A212, A213, A221, A222, A223 über die
Leiterbahnen A215, A215', A215", A225, A225', A225" direkt oder indirekt, d.h. über
eine andere Koppelfläche A212, A222, elektrisch leitend verbunden.
[0054] Jede Kompensationsbeschichtung A21, A22 besitzt eine Anschlussfläche A214, A224,
die dafür vorgesehen ist, eine elektrisch leitende Verbindung mit einem Kontakt herzustellen.
Diese Anschlussflächen A214, A224 sind in verschiedenen Kanälen, nämlich im dritten
Kanal K23' und im sechsten Kanal K26, angeordnet.
[0055] Die Fig.4d, 4e und 4f zeigen das dritte und das vierte Kontaktträgerteil 31,32, welche
zum zweiten Kontaktträger 3 gehören, sowie eine dazugehörige zweite Folie 4', die
aus einem elektrisch isolierenden Material gebildet ist, wobei für jedes Kontaktträgerteil
31, 32 eine solche zweite Folie 4' vorgesehen ist. Die zweite Folie 4' ist E-förmig
ausgebildet und besitzt einen Steg 41' sowie drei rechtwinklig darin mündende zueinander
parallele Arme 42', 43', 44'. Dabei unterscheidet sich die zweite Folie von der ersten
Folie 4 lediglich durch die Länge und die Position des mittleren Arms 43'.
[0056] Die beiden Kontaktträgerteile 31, 32 werden in Fig.4e und Fig.4f in einer Draufsicht
auf ihre jeweilige Verbindungsfläche V31, V32 dargestellt. Sie besitzen zusätzlich
zu den oben erwähnten Kennzeichen jeweils eine leichte Vertiefung E31, E32 mit einer
Tiefe, welche der Folienstärke entspricht, wobei die Form der jeweiligen Vertiefung
E31, E32 der Form der zweiten Folie 4' entspricht und in welche die zweite Folie 4'
formschlüssig einlegbar ist. Bereits in dieser Darstellung wird erkennbar, dass die
zweiten Ausnehmungen 317, 317', 327, 327' dazu dienen, die einstückige zweite Folie
4' in die jeweilige Vertiefung E31, E32 einzulegen.
[0057] Weiterhin besitzen die beiden Kontaktträgerteile 31, 32 des zweiten Kontaktträgers
3 jeweils eine zusammenhängende elektrisch leitfähige Kompensationsbeschichtung A31,
A32. Diese Kompensationsbeschichtungen A31, A32 sind auf die jeweiligen Verbindungsflächen
V31, V32 aufgebracht und erstrecken sich über mehrere Kanäle.
[0058] Die Kompensationsbeschichtungen A31, A32 besitzen Leiterbahnen 315, 315', 315", 325,
325', 325". Diese Leiterbahnen 315, 315', 315", 325, 325', 325" verlaufen durch erste
Ausnehmungen 316, 316', 326, 326' der jeweiligen Stege 313, 314, 315, 323, 324, 325.
[0059] Weiterhin besitzen die Kompensationsbeschichtungen A31, A32 Koppelflächen A311, A312,
A313, A321, A322, A323, deren geometrische Ausdehnung im Verhältnis zu der jeweils
angestrebten Kapazität steht. Außerdem besitzt jede Kompensationsbeschichtung A31,
A32 eine Anschlussfläche A314, A324. Die jeweilige Anschlussfläche A314, A324 ist
mit den dazugehörigen Koppelflächen A311, A312, A313, A321, A322, A323 über Leiterbahnen
315, 315', 315", 325, 325', 325" direkt oder indirekt, z.B. über eine andere Koppelfläche
A312, A322 elektrisch leitend verbunden.
[0060] Die Anschlussflächen A314, A324 dieser beiden Kontaktträgerteile 31, 32 sind in unterschiedlichen
Kanälen, nämlich im dritten Kanal K33' und im sechsten Kanal K36 angeordnet.
[0061] Die Fig. 5a, b, c, d zeigen das erste und zweite Kontaktträgerteil 21, 22 sowie das
dritte und vierte Kontaktträgerteil 31, 32 mit eingelegter erster Folie 4 bzw. eingelegter
zweiter Folie 4'. Aus dieser Darstellung wird im Vergleich mit Fig. 4a, b, c, d, e,
f deutlich, dass die jeweiligen Koppelflächen A211, A212, A213, A221, 222, A223, A311,
A312, A313, A321, A322, A323 von der jeweiligen Folie 4, 4' abgedeckt sind und so
von dem jeweils einzulegenden Kontakt C1, C1', C5, C5', C7, C7', C2, C2', C4, C4',
C8, C8' gegebenenfalls isoliert und über die Folienstärke definiert beabstandet sind.
Weiterhin wird deutlich, dass die zweiten Ausnehmungen dem Einlegen der einstückigen
Folie 4, 4' dienen. Der Quersteg 41, 41' der eingelegten Folie 4, 4'verläuft durch
die zweiten Ausnehmungen 217,227,317,327,327' (vergl. Fig. 3a, b, c, d und Fig. 4b,
c, e, f) wobei die jeweilige Anschlussfläche A214, A224, A314, A324 nicht von der
Folie abgedeckt ist.
[0062] Die Fig. 6a und 6b zeigen das erste und das dritte Kontaktträgerteil 21,31 mit der
eingelegten, jeweils dazugehörigen nicht gekreuzten bzw. den gekreuzten Anordnung
von Kontakten C, C'. Zusätzlich sind die jeweils dazugehörigen Folien 4, 4' und die
Kompensationsbeschichtungen A22, A32 des zweiten und vierten Kontaktträgerteils 22,
32 dargestellt, obwohl das jeweils dazugehörige zweite und vierte Kontaktträgerteil
22, 32 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht gezeigt ist. Die Kontaktbereiche 11, 11',
11", 11"', die Krümmungsbereiche 13, 13', 13", 13'" und insbesondere die Haltebereiche
12, 12', 12", 12'" der Kontakte C, C' sind in dieser Darstellung sehr gut zu sehen,
wohingegen die dazugehörigen Kontaktbereiche 14, 14', 14", 14'" von dem jeweiligen
ersten oder dritten Kontaktträgerteil 21, 31 verdeckt sind. Weiterhin ist sehr gut
zu erkennen, dass die Kompensationsbeschichtung jeweils mit dem dritten Kontakt C3,
C3' kontaktiert und mit den in der gleichen Position befindlichen Krümmungsbereichen
13, 13', 13", 13'" und Kontaktbereichen 14, 14', 14", 14'" (in dieser Darstellung
nicht sichtbar), nicht aber mit stets den in derselben Position befindlichen Haltebereichen
12", 12'" und Anschlussbereichen 11", 11'" kapazitiv koppelt, da in der Fig. 6b gekreuzte
Kontakte C' und in der Fig. 6a im Gegensatz dazu nicht gekreuzte Kontakte C dargestellt
sind. Durch die gekreuzte Anordnung findet naturgemäß bereits eine grobe Übersprechdämpfung
zwischen den kreuzenden Kontakten C4', C5' statt. Bei der nicht gekreuzten Anordnung
ist stattdessen die entsprechende Koppelfläche A222 etwas größer gewählt, wodurch
zum Ausgleich eine stärkere Kopplung entstehen kann.
[0063] Fig. 7 zeigt einen Kontaktträger 2 mit ungekreuzten Kontakten C in einer Explosionsdarstellung.
Dementsprechend werden das erste 21 Kontaktträgerteil und das zweite Kontaktträgerteil
22 dargestellt. Dazwischen sind zwei dazugehörige Folien 4 jeweils in der entsprechenden
Ausrichtung angeordnet. Zwischen den Folien sind die ungekreuzten Kontakte C dargestellt.
[0064] Die Fig. 8 a und 8 b zeigen die beiden verschiedenen Ausführungen zusammengesetzter
Kontaktträger 2,3 mit eingelegten Kontakten C,C', nämlich den ersten Kontaktträger
2 mit den dazugehörigen eingelegten nicht gekreuzt angeordneten Kontakten C und als
alternative Ausführung dazu den zweiten Kontaktträger 3 mit den dazu gehörigen gekreuzt
angeordneten Kontakten C'.
[0065] In der Fig. 8a ist ein Kontaktträger 2 mit der ungekreuzten Anordnung von Kontakten
C dargestellt. Daraus wird ersichtlich, dass sowohl die Anschlussbereiche 11, 11',
11", 11"' als auch die Krümmungsbereiche 13, 13', 13", 13"' außerhalb des Kontaktträgers
2 liegen.
[0066] Die Kontakte C sind zwischen dem ersten und dem zweiten Kontaktträgerteil 21,22 gehalten.
Ihre Anschlussbereiche 11, 11' verlaufen alternierend in den beiden Ebenen E1 und
E2. Diese Ebenen E1, E2 werden, wie bereits erwähnt, aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht in der Zeichnung dargestellt.
[0067] In der Fig. 8b ist ein Kontaktträger 3 mit der gekreuzten Anordnung von Kontakten
C' dargestellt. Daraus wird zum einen ersichtlich, dass die Kontakte C4' und C5' einander
innerhalb des Kontaktträgers 3 kreuzen. Zum anderen ist auch erkennbar, dass die Anschlussbereiche
11, 11', 11", 11"' außerhalb des Kontaktträgers geführt sind und derart gebogen sind,
dass sie in der Reihenfolge ihrer Anschlussbereiche 11, 11', 11", 11'" alternierend
in den beiden nicht dargestellten Ebenen E1 und E2 verlaufen.
[0068] In der Fig. 9 a ist ein Steckverbindergehäuse 6 dargestellt, dass auf einer Vorderseite
einer Leiterplatte 5 montiert ist. Darin ist einer der Kontaktträger 2, 3 angeordnet.
Die Anschlussbereiche 11, 11', 11", 11"' der dazugehörigen Kontakte C, C' sind auf
oder durch die Leiterplatte 5 geführt.
[0069] Die Fig. 9b zeigt die Rückseite der Leiterplatte 5. Dort sind zusätzlich zusätzlich
Leiterbahnstrukturen 51, 52 aufgebracht, die bereits eine grobe Übersprechdämpfung
erzeugen, so dass die oben erwähnte kapazitive Übersprechkompensation durch die erfindungsgemäße
Kompensationsbeschichtung eine zusätzliche Feinabstimmung darstellt, durch welche
die gewünscht hohe Datenrate ermöglicht wird.
Steckverbinder mit Übersprechkompensation
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1,1',1",1'"
- gerader, versetzter, überbrückender, gewinkelter Kontakt
- 11,11',...
- Anschlussbereich
- 12,12',...
- Haltebereich
- 13,13',...
- Krümmungsbereich
- 14,14',...
- Kontaktbereich
- 15,15',...
- Endbereich
- C,C1,C2,...
- Anordnung ungekreuzt angeordneter Kontakte
- C',C1',C2',...
- Anordnung gekreuzt angeordneter Kontakte
- 2,3
- erster, zweiter Kontaktträger
- 21,22,31,32
- erstes, zweites, drittes, viertes Kontaktträgerteil
- 211,211',...
- Befestigungsausnehmungen
- 221,222',...
- Befestigungszapfen
- 212,212',222,222'
- Kragen
- 215,225
- unterbrochene Stege
- 218,228
- durchgehende Stege
- 216,226
- erste Ausnehmung
- 217,227
- zweite Ausnehmung
- 311,311',...
- Befestigungsausnehmungen
- 321,321',...
- Befestigungszapfen
- 313,315,323,325
- unterbrochene Stege
- 318,328
- durchgehende Stege
- 314,319,324,329
- modifizierte Stege
- 316,316',326,326'
- erste Ausnehmungen
- 317,327,327'
- zweite Ausnehmungen
- 4,4'
- Folie
- 41,41'
- Quersteg der Folie
- 42,42',43,43',44,44'
- Arme der Folie
- 5
- Leiterplatte
- 51
- Anschlüsse der Leiterplatte
- 6
- Gehäuse des Steckverbinders
- A21,A22,A31,A32
- Kompensationsbeschichtung
- A215,A225,A315,A325,A215',...
- Leiterbahnen
- A211,A212,A213,A221,A222,A223
- Koppelfläche
- A311,A312,A313,A321,A322,A323
- Koppelfläche
- A214,A224, A314,A324
- Anschlussflächen
- K21,K21',...,K28,K28'
- Kanäle des ersten Kontaktträgers
- K31,K31',...,K38,K38'
- Kanäle des zweiten Kontaktträgers
- V21,V22,V31,V32
- Verbindungsflächen der Kontaktträgerteile
- E21,E22,E31,E32
- Vertiefungen
1. Steckverbinder, aufweisend einen elektrisch isolierenden Kontaktträger (2,3) und mindestens
vier elektrisch leitfähige Kontakte (C,C'), wobei der Kontaktträger (2,3) die Kontakte
(C,C') hält, wobei in oder an zumindest einem Bereich des Kontaktträgers (2,3) mindestens
eine zusammenhängende elektrisch leitfähige Beschichtung ein- oder aufgebracht ist,
wobei es sich bei der Beschichtung um eine Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32)
handelt, die mit einem der Kontakte (C3,C6,C3',C6') elektrisch leitend verbunden und
mit mindestens einem weiteren der Kontakte (C1,C5,C7,C1',C5', C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8')
kapazitiv gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) und dem mindestens einen
weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8'), mit dem sie kapazitiv
gekoppelt ist, eine elektrisch isolierende Schicht angeordnet ist.
2. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) eine Anschlussfläche (A214,A224,A314,A324)
aufweist, die elektrisch leitend mit dem einen der Kontakte (C3,C6,C3',C6') verbunden
ist.
3. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) mindestens eine Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,
A311,A312,A313,A321,A322, A323) aufweist, die mit dem mindestens einen weiteren Kontakt
(C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8') kapazitiv koppelt.
4. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) eine Anschlussfläche (A214,A224,A314,A324)
aufweist, die elektrisch leitend mit dem einen der Kontakte (C3,C6,C3',C6') verbunden
ist, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22, A31,A32) mindestens eine Koppelfläche
(A211,A212,A213,A221,A222, A223,A311,A312,A313,A321,A322,A323) aufweist, die mit dem
mindestens einen weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8') kapazitiv
koppelt, und dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) eine oder mehrere
Leiterbahnen (A215,A225,A315,A325) aufweist, welche die Anschlussfläche (A214,A224,A314,A324)
elektrisch leitend mit der mindestens einen Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312,A313,A321,A322,A323)
verbinden.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) an ihrer mindestens einen Koppelfläche
(A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312,A313, A321,A322,A323) zu dem mindestens einem
weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8'), mit dem sie kapazitiv
gekoppelt ist, einen Abstand aufweist, der kleiner ist als 100 µm und größer ist als
0 µm.
6. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der elektrisch isolierenden Schicht um eine Lackbeschichtung handelt,
welche auf die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) aufgebracht ist.
7. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der elektrisch isolierenden Schicht um eine Folie (4,4') handelt, die
aus einem elektrisch isolierenden Material gebildet ist.
8. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder acht Kontakte (C,C') besitzt.
9. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger (2,3) zweiteilig ausgeführt ist, also aus zwei jeweils zusammengehörenden
Kontaktträgerteilen (21,22,31,32) besteht.
10. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktträgerteile (21,22,31,32) zusammenfügbar sind.
11. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem der beiden zusammengehörenden Kontaktträgerteile (21,22,31,32)
die mindestens eine zusammenhängende elektrisch leitfähige Kompensationsbeschichtung
(A21,A22,A31, A32) aufgebracht ist.
12. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in oder an dem Kontaktträger (2,3) Kanäle (K,K',K",K"') zur Aufnahme der Kontakte
(C,C') vorhanden sind.
13. Steckverbinder nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle an ihren Rändern jeweils Kragen (212,212',222, 222') zum zumindest bereichsweise
formschlüssigen Einlegen der Kontakte (C,C') aufweisen.
14. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zusammenhängende elektrisch leitfähige Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32)
über mehrere Kanäle (K,K',K",K"') des Kontaktträgers (2,3) oder des jeweiligen Kontaktträgerteils
(21,22,31,32) erstreckt.
15. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in mehreren Kanälen (K21,K22',K23,K24',K25,K26',K27, K28',K31,K32',K33,K34',K35,K36',K37,K38')
Stege (215,218,225,228,313,315, 318,323,325,328) vorhanden sind.
16. Steckverbinder nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) eine Anschlussfläche (A214,A224,A314,A324)
aufweist, die elektrisch leitend mit dem einen der Kontakte (C3,C6,C3',C6') verbunden
ist, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22, A31,A32) mindestens eine Koppelfläche
(A211,A212,A213,A221,A222, A223,A311,A312,A313,A321,A322,A323) aufweist, die mit dem
mindestens einen weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8') kapazitiv
koppelt, und dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) eine oder mehrere
Leiterbahnen (A215,A225,A315,A325) aufweist, welche die Anschlussfläche (A214,A224,A314,A324)
elektrisch leitend mit der mindestens einen Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312,A313,A321,A322,A323)
verbinden, und dass in mindestens einem Steg (215,225,313,315,323,325) eine erste
Ausnehmung (316,326) vorgesehen ist, durch welche eine der Leiterbahnen (A215,A225,A315,A325)
verläuft.
17. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) und dem mindestens einen
weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8'), mit dem sie kapazitiv
gekoppelt ist, jeweils eine elektrisch isolierende Schicht angeordnet ist, bei der
es sich um eine Folie (4,4') handelt, die aus einem elektrisch isolierenden Material
gebildet ist, und dass für jedes Kontaktträgerteil (21,22,31,32) jeweils eine solche
einstückige Folie (4,4') vorhanden ist.
18. Steckverbinder nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) mindestens eine Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312,A313,A321,A322,A323)
aufweist, die mit dem mindestens einen weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,
C8,C2',C4',C8') kapazitiv koppelt, und dass die jeweilige Folie (4,4') zumindest bereichsweise
zwischen dem mindestens einen weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8')
und der mindestens einen Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312,A313,A321,A322,
A323) der jeweiligen elektrisch leitfähigen Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32)
angeordnet ist.
19. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7, 17 oder 18 dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) mindestens eine Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312,
A313,A321,A322,A323) aufweist, die mit dem mindestens einen weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8')
kapazitiv koppelt, und dass die Folie (4,4') aus einem dielektrischen Material gebildet
ist, durch welches der mindestens eine weitere Kontakt (C1,C5,C7, C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8')
und die jeweilige Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312, A313, A321,A322,A323)
kapazitiv koppeln.
20. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7, 17, 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4,4') eine Stärke besitzt, die kleiner oder gleich 100 µm ist.
21. Steckverbinder nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4,4') eine Stärke besitzt, die kleiner oder gleich 50 µm ist.
22. Steckverbinder nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4,4') eine Stärke besitzt, die kleiner oder gleich 25 µm ist.
23. Steckverbinder nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der Kompensationsbeschichtung (A21,A22, A31,A32) und dem mindestens einen
weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8, C2',C4',C8'), mit dem sie kapazitiv
gekoppelt ist, eine elektrisch isolierende Schicht angeordnet ist, bei der es sich
um eine Folie (4,4') handelt, die aus einem elektrisch isolierenden Material gebildet
ist, und dass die Folie (4,4') einstückig ausgeführt ist und dass in mindestens einem
Steg (215,225,315,325,313, 323,314,324) eine zweite Ausnehmung (217,227,317,327) vorhanden
ist, die dazu dient, die einstückige Folie (4,4') gleichzeitig in mehrere Kanäle (K22,K24,K28,
K21',K25',K27',K32,K35,K38,K31',K34',K37') einzulegen.
24. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 oder 16 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4,4') E-förmig ausgeführt ist.
25. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der elektrisch isolierenden Schicht um eine Folie (4,4') handelt, die
aus einem elektrisch isolierenden Material gebildet ist, und dass in mindestens einem
der Kontaktträgerteile (21,22,31,32) eine Vertiefung (E21,E22,E31,E32) vorgesehen
ist, in welche die Folie (4,4') formschlüssig einlegbar ist.
26. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Kontakte (C,C') zumindest einen Anschlussbereich (11,11',11",11'''), einen
Haltebereich (12,12',12",12'"), einen Krümmungsbereich (13,13',13",13'") und einen
Kontaktbereich (14,14',14",14'") aufweist.
27. Steckverbinder nach Anspruch26, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (12,12',12",12'") direkt an den Anschlussbereich (11,11',11",11"')
anschließt und dass der Krümmungsbereich (13,13',13",13'") direkt an den Haltebereich
(12,12',12",12'") an-schließt ist und dass der Kontaktbereich (14,14',14",14'") direkt
an dem Krümmungsbereich (13,13',13",13'") anschließt.
28. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 26 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte (C,C') an ihren Haltebereichen (12,12',12",12'") durch den Kontaktträger
(2,3) gehalten werden.
29. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22, A31,A32) eine Anschlussfläche (A214,A224,A314,A324)
aufweist, die elektrisch leitend mit dem einen der Kontakte (C3,C6,C3',C6') verbunden
ist, und dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) an ihrer Anschlussfläche
(A214,A224,A314, A324) elektrisch leitend mit dem Haltebereich (12,12',12",12"') des
einen Kontaktes (C3,C3',C6, C6') verbunden ist.
30. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22, A31,A32) eine Anschlussfläche (A214,A224,A314,A324)
aufweist, die elektrisch leitend mit dem einen der Kontakte (C3,C6,C3',C6') verbunden
ist, wobei die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) mindestens eine Koppelfläche
(A211,A212,A213,A221,A222,A223, A311,A312,A313,A321,A322, A323) aufweist, die mit
dem mindestens einen weiteren Kontakt (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,C8,C2',C4',C8')
kapazitiv koppelt, und dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31,A32) über ihre
jeweiligen Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312, A313,A321, A322,A323)
kapazitiv mit dem Haltebereich (12,12', 12",12"') des jeweiligen weiteren Kontaktes
(C1,C5,C7,C1',C5', C7',C2,C4, C8,C2',C4',C8') koppelt.
31. Steckverbinder nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Koppelfläche (A211,A212,A213,A221,A222,A223,A311,A312,A313, A321,A322,A323)
zum Haltebereich des dazugehörigen weiteren Kontaktes (C1,C5,C7,C1',C5',C7',C2,C4,
C8,C2',C4', C8') einen Abstand aufweist, der kleiner ist als 100 µm und größer ist
als 0 µm.
32. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger (2,3) einteilig ausgeführt ist.
33. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger (2,3) in einem sogenannten "MID" (Molded Interconnected Device)
- Verfahren hergestellt ist.
34. Steckverbinder nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass das MID-Verfahren in einem sogenannten "LDS" (Laser Direct Structuring)-Verfahren
besteht.
35. Steckverbinder nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass das MID-Verfahren in einem sogenannten "2K" (zwei Komponenten) - Verfahren besteht.
36. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsbeschichtung (A21,A22,A31, A32) in dem MID-Verfahren auf den Kontaktträger
(2,3) aufgebracht ist.
37. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Steckverbinder um eine RJ45-Buchse handelt.
1. A plug-in connector, comprising an electrically insulating contact carrier (2, 3)
and at least four electrically conductive contacts (C, C'), wherein the contact carrier
(2, 3) holds the contacts (C, C'), wherein in or on at least one region of the contact
carrier (2, 3), at least one coherent, electrically conductive coating is inserted
or applied, the coating being a compensation coating (A21, A22, A31, A32) that is
connected to one of the contacts (C3, C6, C3', C6') in an electrically conductive
manner and is capacitively coupled with at least one further one of the contacts (C1,
C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), characterised in that an electrically insulating layer is arranged between the compensation coating (A21,
A22, A31, A32) and the at least one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2,
C4, C8, C2', C4', C8'), with which it is capacitively coupled.
2. The plug-in connector according to any one of the preceding claim, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has a connection surface (A214, A224,
A314, A324) that is connected to the one of the contacts (C3, C6, C3', C6') in an
electrically conductive manner.
3. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has at least one coupling surface (A211,
A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323) that is capacitively
coupled with the at least one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4,
C8, C2', C4', C8').
4. The plug-in connector according to claim 1, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has a connection surface (A214, A224,
A314, A324) that is connected to the one of the contacts (C3, C6, C3', C6') in an
electrically conductive manner, in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has at least one coupling surface (A211,
A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323) that is capacitively
coupled with the at least one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4,
C8, C2', C4', C8'), and in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has one or more conductive paths (A215,
A225, A315, A325) which connect the connection surface (A214, A224, A314, A324) to
the at least one coupling surface (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312,
A313, A321, A322, A323) in an electrically conductive manner.
5. The plug-in connector according to any one of claims 3 to 4, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has, on its at least one coupling surface
(A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323), a distance
from the at least one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2',
C4', C8') with which it is capacitively coupled, the distance being smaller than 100
µm and greater than 0 µm.
6. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that the electrically insulating layer is a varnish layer that is applied onto the compensation
coating (A21, A22, A31, A32).
7. The plug-in connector according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the electrically insulating layer is a film (4, 4') that is formed from an electrically
insulating material.
8. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that the plug-in connector has eight contacts (C, C').
9. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact carrier (2, 3) is made in two parts, i.e. consists of two respectively
associated contact carrier parts (21, 22, 31, 32).
10. The plug-in connector according to claim 9, characterised in that the two contact carrier parts (21, 22, 31, 32) are adapted for being mounted to each
other.
11. The plug-in connector according to any one of claims 9 to 10, characterised in that the at least one coherent, electrically conductive compensation coating (A21, A22,
A31, A32) has been applied onto at least one of the two associated contact carrier
parts (21, 22, 31, 32).
12. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that channels (K, K', K", K"') for receiving the contacts (C, C') are provided in or on
the contact carrier (2, 3).
13. The plug-in connector according to claim 12, characterised in that at their edges, the channels each have collars (212, 212', 222, 222') for an insertion
of the contacts (C, C') in a form-locking manner at least in certain regions.
14. The plug-in connector according to any one of claims 12 to 13, characterised in that the coherent, electrically conductive compensation coating (A21, A22, A31, A32) extends
over a plurality of channels (K, K', K", K"') of the contact carrier (2, 3) or of
the respective contact carrier part (21, 22, 31, 32).
15. The plug-in connector according to any one of claims 12 to 14, characterised in that webs (215, 218, 225, 228, 313, 315, 318, 323, 325, 328) are provided in a plurality
of channels (K21, K22', K23, K24', K25, K26', K27, K28', K31, K32', K33, K34',K35,
K36', K37, K38').
16. The plug-in connector according to claim 15, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has a connection surface (A214, A224,
A314, A324) that is connected to the one of the contacts (C3, C6, C3', C6') in an
electrically conductive manner, in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has at least one coupling surface (A211,
A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323) that is capacitively
coupled with the at least one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7',C2, C4, C8,
C2', C4', C8'), and in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has one or more conductive paths (A215,
A225, A315, A325) which connect the connection surface (A214, A224, A314, A324) to
the at least one coupling surface (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312,
A313, A321, A322, A323) in an electrically conductive manner, and in that in at least one web (215, 225, 313, 315, 323, 325), a first recess (316, 326) is
provided, through which one of the conductive paths (A215, A225, A315, A325) extends.
17. The plug-in connector according to claim 9, characterised in that between the compensation coating (A21, A22, A31, A32) and the at least one further
contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), with which it is capacitively
coupled, in each case an electrically insulating layer is arranged, which is a film
(4, 4') that is formed from an electrically insulating material, and in that for each contact carrier part (21, 22, 31, 32), one such one-piece film (4, 4') is
provided.
18. The plug-in connector according to claim 17, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has at least one coupling surface (A211,
A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323) that is capacitively
coupled with the at least one further contact (C1, C5, C7, C1',C5', C7', C2, C4, C8,
C2', C4', C8'), and in that the respective film (4, 4') is arranged, at least in certain regions, between the
at least one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8')
and the at least one coupling surface (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312,
A313, A321, A322, A323) of the respective electrically conductive compensation coating
(A21, A22, A31, A32).
19. The plug-in connector according to any one of claims 7, 17 or 18, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has at least one coupling surface (A211,
A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323) that is capacitively
coupled with the at least one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4,
C8, C2', C4', C8'), and in that the film (4, 4') is formed from a dielectric material, through which the at least
one further contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8') and the
respective coupling surface (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313,
A321, A322, A323) are capacitively coupled.
20. The plug-in connector according to any one of claims 7, 17, 18 or 19, characterised in that the film (4, 4') has a thickness that is equal to or smaller than 100 µm.
21. The plug-in connector according to claim 20, characterised in that the film (4, 4') has a thickness that is equal to or smaller than 50 µm.
22. The plug-in connector according to claim 21, characterised in that the film (4, 4') has a thickness that is equal to or smaller than 25 µm.
23. The plug-in connector according to claim 15, characterised in that
between the compensation coating (A21, A22, A31, A32) and the at least one further
contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), with which it is capacitively
coupled, an electrically insulating layer is arranged, which is a film (4, 4') that
is formed from an electrically insulating material, and in that the film (4, 4') is formed in one piece and in that in at least one web (215, 225, 315, 325, 313, 323, 314, 324), a second recess (217,
227, 317, 327) is provided that is intended for the insertion of the one-piece film
(4, 4') into a plurality of channels (K22, K24, K28, K21', K25', K27', K32, K35, K38,
K31', K34', K37') at the same time.
24. The plug-in connector according to any one of claims 7 or 16 to 23, characterised in that the film (4, 4') is designed to be E-shaped.
25. The plug-in connector according to any one of claims 17 to 24, characterised in that the electrically insulating layer is a film (4, 4') that is formed from an electrically
insulating material, and in that in at least one of the contact carrier parts (21, 22, 31, 32), an indentation (E21,
E22, E31, E32) is provided, into which the film (4, 4') can be inserted in a form-locking
manner.
26. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that each of the contacts (C, C') has at least one connection region (11, 11', 11", 11'"),
one holding region (12, 12', 12", 12"'), one curved region (13, 13', 13", 13'") and
one contact region (14, 14', 14", 14"').
27. The plug-in connector according to claim 26, characterised in that the holding region (12, 12', 12", 12'") directly follows the connection region (11,
11', 11", 11"') and in that the curved region (13, 13', 13", 13'") directly follows the holding region (12, 12',
12", 12'") and in that the contact region (14, 14', 14", 14"') directly follows the curved region (13, 13',
13", 13'").
28. The plug-in connector according to any one of claims 26 to 27, characterised in that the contacts (C, C') are held at their holding regions (12, 12', 12", 12'") by the
contact carrier (2, 3).
29. The plug-in connector according to any one of claims 26 to 28, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has a connection surface (A214, A224,
A314, A324) that is connected to the one of the contacts (C3, C6, C3', C6') in an
electrically conductive manner, and in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) is connected at its connection surface
(A214, A224, A314, A324) to the holding region (12, 12', 12", 12'") of the one contact
(C3, C3', C6, C6') in an electrically conductive manner.
30. The plug-in connector according to any one of claims 26 to 29, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) has a connection surface (A214, A224,
A314, A324) that is connected to the one of the contacts (C3, C6, C3', C6') in an
electrically conductive manner, the compensation coating (A21, A22, A31, A32) having
at least one coupling surface (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313,
A321, A322, A323) which is capacitively coupled with the at least one further contact
(C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), and in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) is capacitively coupled via its respective
coupling surface (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322,
A323) with the holding region (12, 12', 12", 12"') of the respective further contact
(C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8').
31. The plug-in connector according to claim 30, characterised in that the respective coupling surface (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312,
A313, A321, A322, A323) has a distance from the holding region of the associated further
contact (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8') that is smaller than
100 µm and greater than 0 µm.
32. The plug-in connector according to any one of claims 1-8, characterised in that the contact carrier (2, 3) is made in one piece.
33. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact carrier (2, 3) is produced using a so-called "MID" (Moulded Interconnected
Device) method.
34. The plug-in connector according to claim 33, characterised in that the MID method consists in a so-called "LDS" (Laser Direct Structuring) method.
35. The plug-in connector according to claim 33, characterised in that the MID method consists in a so-called "2C" (two component) method.
36. The plug-in connector according to any one of claims 33 to 35, characterised in that the compensation coating (A21, A22, A31, A32) is applied onto the contact carrier
(2, 3) using the MID method.
37. The plug-in connector according to any one of the preceding claims, characterised in that the plug-in connector is an RJ45 socket.
1. Connecteur enfichable, présentant un support de contact (2, 3) électriquement isolant
et au moins quatre contacts (C, C') électriquement conducteurs, le support de contact
(2, 3) retenant les contacts (C, C'), au moins un revêtement cohérent, électriquement
conducteur étant introduit dans ou appliqué sur au moins une zone du support de contact
(2, 3), le revêtement étant un revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) qui
est relié de manière électriquement conductrice à l'un des contacts (C3, C6, C3',
C6') et qui est couplé de manière capacitive à au moins un contact supplémentaire
des contacts (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), caractérisé en ce qu'une couche électriquement isolante est agencée entre le revêtement de compensation
(A21, A22, A31, A32) et ledit au moins un contact supplémentaire (C1, C5, C7, C1',
C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8') auquel il est couplé de manière capacitive.
2. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente une face de raccordement
(A214, A224, A314, A324) qui est reliée de manière électriquement conductrice à l'un
des contacts (C3, C6, C3', C6').
3. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente au moins une face de
couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323)
qui est reliée de manière capacitive audit au moins un contact supplémentaire (C1,
C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8').
4. Connecteur enfichable selon la revendication 1, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente une face de raccordement
(A214, A224, A314, A324) qui est reliée de manière électriquement conductrice à l'un
des contacts (C3, C6, C3', C6'), en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente au moins une face de
couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323)
qui est couplée de manière capacitive audit au moins un contact supplémentaire (C1,
C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), et en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente une ou plusieurs pistes
conductrices (A215, A225, A315, A325) qui relient la face de raccordement (A214, A224,
A314, A324) de manière électriquement conductrice à ladite au moins une face de couplage
(A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323).
5. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 3 à 4, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente au niveau de sa au moins
une face de couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321,
A322, A323) par rapport audit au moins un contact supplémentaire (C1, C5, C7, C1',
C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8') auquel il est couplé de manière capacitive une
distance qui est inférieure à 100 µm et supérieure à 0 µm.
6. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche électriquement isolante est une couche de laque qui est appliquée sur le
revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32).
7. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche électriquement isolante est un film (4, 4') qui est réalisé en une matière
électriquement isolante.
8. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le connecteur enfichable possède huit contacts (C, C').
9. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de contact (2, 3) est réalisé en deux pièces et est donc composé de deux
parties de support de contact (21, 22, 31, 32) respectivement associées.
10. Connecteur enfichable selon la revendication 9, caractérisé en ce que les deux parties de support de contact (21, 22, 31, 32) sont aptes à être assemblées.
11. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 9 à 10, caractérisé en ce que ledit au moins un revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) cohérent, électriquement
conducteur est appliqué sur au moins l'une des deux parties de support de contact
(21, 22, 31, 32) associées.
12. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des canaux (K, K', K", K"') pour la réception des contacts (C, C') sont présents
dans ou sur le support de contact (2, 3).
13. Connecteur enfichable selon la revendication 12, caractérisé en ce que les canaux présentent respectivement sur leurs bords des collerettes (212, 212',
222, 222') pour l'insertion des contacts (C, C') par coopération de formes au moins
dans certaines zones.
14. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 12 à 13, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) cohérent, électriquement conducteur
s'étend sur plusieurs canaux (K, K', K", K"') du support de contact (2, 3) ou de la
partie de support de contact (21, 22, 31, 32) respective.
15. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que des barrettes (215, 218, 225, 228, 313, 315, 318, 323, 325, 328) sont présentes dans
plusieurs canaux (K21, K22', K23, K24', K25, K26', K27, K28', K31, K32', K33, K34',
K35, K36', K37, K38').
16. Connecteur enfichable selon la revendication 15, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente une face de raccordement
(A214, A224, A314, A324) qui est reliée de manière électriquement conductrice à l'un
des contacts (C3, C6, C3', C6'), en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente au moins une face de
couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323)
qui est couplée de manière capacitive audit au moins un contact supplémentaire (C1,
C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), et en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente une ou plusieurs pistes
conductrices (A215, A225, A315, A325) qui relient la face de raccordement (A214, A224,
A314, A324) de manière électriquement conductrice à ladite au moins une face de couplage
(A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323), et en ce qu'un premier évidement (316, 326) à travers lequel l'une des pistes conductrices (A215,
A225, A 315, A325) s'étend est prévu dans au moins une barrette (215, 225, 313, 315,
323, 325).
17. Connecteur enfichable selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'une couche électriquement isolante qui est un film (4, 4') réalisé en une matière
électriquement isolante est respectivement agencée entre le revêtement de compensation
(A21, A22, A31, A32) et ledit au moins un contact supplémentaire (C1, C5, C7, C1',
C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8') auquel il est couplé de manière capacitive, et
en ce qu'un tel film (4, 4') monobloc est respectivement présent pour chaque partie de support
de contact (21, 22, 31 32).
18. Connecteur enfichable selon la revendication 17, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente au moins une face de
couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323)
qui est couplée de manière capacitive audit au moins un contact supplémentaire (C1,
C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), et en ce que le film (4, 4') respectif est agencé au moins dans certaines zones entre ledit au
moins un contact supplémentaire (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4',
C8') et ladite au moins une face de couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223,
A311, A312, A313, A321, A322, A323) du revêtement de compensation (A21, A22, A31,
A32) électriquement conducteur respectif.
19. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 7, 17 ou 18, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente au moins une face de
couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323)
qui est couplée de manière capacitive audit au moins un contact supplémentaire (C1,
C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'), et en ce que le film (4, 4') est réalisé en une matière diélectrique au moyen de laquelle ledit
au moins un contact supplémentaire (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4',
C8') et la face de couplage respective (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311,
A312, A313, A321, A322, A323) sont couplés de manière capacitive.
20. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 7, 17, 18 ou 19, caractérisé en ce que le film (4, 4') présente une épaisseur qui est inférieure ou égale à 100 µm.
21. Connecteur enfichable selon la revendication 20, caractérisé en ce que le film (4, 4') présente une épaisseur qui est inférieure ou égale à 50 µm.
22. Connecteur enfichable selon la revendication 21, caractérisé en ce que le film (4, 4') présente une épaisseur qui est inférieure ou égale à 25 µm.
23. Connecteur enfichable selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'une couche électriquement isolante qui est un film (4, 4') réalisé en une matière
électriquement isolante est agencée entre le revêtement de compensation (A21, A22,
A31, A32) et ledit au moins un contact supplémentaire (C1, C5, C7, C1', C5', C7',
C2, C4, C8, C2', C4', C8') auquel il est couplé de manière capacitive, et en ce que le film (4, 4') est réalisé de manière monobloc, et en ce qu'au moins un deuxième évidement (217, 227, 317, 327) qui sert à insérer le film monobloc
(4, 4') simultanément dans plusieurs canaux (K22, K24, K28, K21', K25', K27', K32,
K35, K38, K31', K34', K37') est présent dans au moins une barrette (215, 225, 315,
325, 313, 323, 314, 324).
24. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 7 ou 16 à 23, caractérisé en ce que le film (4, 4') est réalisé en forme de E.
25. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 17 à 24, caractérisé en ce que la couche électriquement isolante est un film (4, 4') qui est réalisé en une matière
électriquement isolante, et en ce qu'au moins un évidement (E21, E22, E31, E32) dans lequel le film (4, 4') est apte à
être inséré par coopération de formes est prévu dans au moins l'une des parties de
support de contact (21, 22, 31, 32).
26. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chacun des contacts (C, C') présente au moins une zone de raccordement (11, 11',
11", 11"'), une zone de retenue (12, 12', 12", 12"'), une zone de courbure (13, 13',
13", 13'") et une zone de contact (14, 14', 14", 14'").
27. Connecteur enfichable selon la revendication 26, caractérisé en ce que la zone de retenue (12, 12', 12", 12"') se raccorde directement à la zone de raccordement
(11, 11', 11", 11"'), et en ce que la zone de courbure (13, 13', 13", 13"') se raccorde directement à la zone de retenue
(12, 12', 12", 12'"), et en ce que la zone de contact (14, 14', 14", 14"') se raccorde directement à la zone de courbure
(13, 13', 13", 13'").
28. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 26 à 27, caractérisé en ce que les contacts (C, C') sont retenus par le support de contact (2, 3) dans leurs zones
de retenue (12, 12', 12", 12'").
29. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 26 à 28, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente une face de raccordement
(A214, A224, A314, A324) qui est reliée de manière électriquement conductrice à l'un
des contacts (C3, C6, C3', C6'), et en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) est relié de manière électriquement
conductrice à la zone de retenue (12, 12', 12", 12'") dudit contact (C3, C3', C6,
C6') au niveau de sa face de raccordement (A214, A224, A314, A324).
30. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 26 à 29, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) présente une face de raccordement
(A214, A224, A314, A324) qui est reliée de manière électriquement conductrice à l'un
des contacts (C3, C6, C3', C6'), le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32)
présentant au moins une face de couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311,
A312, A313, A321, A322, A323) qui est couplée de manière capacitive audit au moins
un contact supplémentaire (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8'),
et en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) est couplé de manière capacitive
à la zone de retenue (12, 12', 12", 12"') du contact supplémentaire respectif (C1,
C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4', C8') par l'intermédiaire de sa face de
couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321, A322, A323)
respective.
31. Connecteur enfichable selon la revendication 30, caractérisé en ce que la face de couplage (A211, A212, A213, A221, A222, A223, A311, A312, A313, A321,
A322, A323) respective présente par rapport à la zone de retenue (12, 12', 12", 12"')
du contact supplémentaire associé (C1, C5, C7, C1', C5', C7', C2, C4, C8, C2', C4',
C8') une distance qui est inférieure à 100 µm et supérieure à 0 µm.
32. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le support de contact (2, 3) est réalisé d'un seul tenant.
33. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de contact (2, 3) est fabriqué selon un procédé dit « MID » (Molded Interconnected
Device).
34. Connecteur enfichable selon la revendication 33, caractérisé en ce que le procédé MID est composé d'un procédé dit « LDS » (Laser Direct Structuring).
35. Connecteur enfichable selon la revendication 33, caractérisé en ce que le procédé MID est composé d'un procédé dit « 2C » (deux composants).
36. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 33 à 35, caractérisé en ce que le revêtement de compensation (A21, A22, A31, A32) est appliqué sur le support de
contact (2, 3) lors du procédé MID.
37. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le connecteur enfichable est une prise RJ45.
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