[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Papierfüllstoff und ein Verfahren zu seiner
Herstellung.
[0002] Die Hersteller von gestrichenen und ungestrichenen Papiererzeugnissen versuchen,
möglichst große Mengen an Füllstoff einzusetzen. Zum einen dient dies der Kostenersparnis,
da der Füllstoff meist erheblich billiger ist als das eingesetzte Fasermaterial. Außerdem
können Füllstoffe relevante Papiereigenschaften verbessern, insbesondere optische
Eigenschaften sowie die Be- und Verdruckbarkeit.
[0003] Allerdings reduziert der Füllstoff die Festigkeit. Mit steigendem Füllstoffgehalt
tritt ein störender Festigkeitsverlust auf, da die Festigkeit nur durch die Verbindung
zwischen den Fasern entsteht. Diesem Festigkeitsverlust kann dadurch entgegengewirkt
werden, dass kleine Füllstoffpartikel aggregiert werden, so dass bei erhöhtem Füllstoffanteil
die zwischen den Fasern wirkenden Kräfte - und damit die Festigkeit - weniger stark
reduziert werden.
[0004] US 4,295,933 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Dispersion, so dass kontinuierlich
eine Polymersuspension bereitgestellt wird. In diese Polymersuspension wird ein Füllstoff
gegeben, der durch das Polymer vorgeflockt wird, ehe die Mischung in Kontakt mit Papierfasern
gebracht wird. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Verbesserung hinsichtlich
der kontinuierlichen Bereitstellung der Polymersuspension.
[0005] US 4,272,297 offenbart eine Zusammensetzung zur Flockung von Füllstoff in wässriger Suspension.
Gemäß der Offenbarung umfasst diese Zusammensetzung kaltlösliche Stärke und ein weiteres
Agens, welches eine übermäßige Zunahme an Viskosität verhindert.
[0006] US 2012/0199304 A1 offenbart die Verwendung von zwei Flockungsmitteln zur Flockung von Füllstoffen,
wobei die Zugabe des ersten Flockungsmittels noch keine Flockung des Füllstoffes auslöst.
Erst bei Zugabe des zweiten Flockungsmittels wird der Füllstoff geflockt, so dass
für diesen eine definierte Größenverteilung und erhöhte Scherresistenz erzielt wird.
[0007] WO 2013/107933 A1 offenbart die Behandlung einer Dispersion von mindestens einem Füllstoff mit einem
kationischen, polymeren Reagenz, das eine Flockung des Füllstoffs auslöst.
[0008] Es sind eine Vielzahl von Füllstoffen bekannt. Durch den Einsatz von bekannten, geflockten
Füllstoffen können Nachteile in der weiteren Verarbeitung des Papiers entstehen, z.B.
im Hinblick auf Druckfarbenaufnahme und Stauben des Papiers.
[0009] Typischerweise werden Füllstoffe und Papierfasern im Verhältnis von etwa 30:70 eingesetzt.
Bei deutlich höheren Füllstoffmengen kommt es zu einer Verschlechterung der Papiereigenschaften,
die das Papier für den Einsatzzweck ungeeignet macht. Die genauen Füllstoffmengen
sind von den Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften des Papiers abhängig.
[0010] Obwohl bereits eine Vielzahl von Füllstoffen bekannt sind, besteht weiterhin Bedarf
nach Füllstoffen für Papiere.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, solche Füllstoffe bereitzustellen.
[0012] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1. Das Verfahren zur Herstellung
eines Papierfüllstoffs umfasst die Schritte:
- a) Bereitstellen einer wässrigen Polymerdispersion
- b) Vermischen der wässrigen Polymerdispersion mit einem Flockungsmittel um eine Mischung
zu erhalten
- c) Dispergieren eines Pigments in fester Form in der Mischung.
[0013] Erfindungsgemäß wird also eine wässrige Polymerdispersion bereitgestellt. Die wässrige
Polymerdispersion enthält also Polymere. Die Polymere sind Polyvinylacetate, Styrol-Butadiene/(Meth)acrylsäureestern,
Copolymerisate aus Styrol und (Meth)acrylsäureestern, Styrol-Copolymerisate mit Ethylen,
Acrylate, Acrylamide und Acrylsäure und Mischungen davon.
[0014] In der wässrigen Polymerdispersion beträgt das Gewichtsverhältnis zwischen dem Wasser
und dem Polymer der Polymerdispersion typischerweise 1:1 bis 20:1.
[0015] Solche Polymerdispersionen sind kommerziell erhältlich. Sie enthalten auch häufig
weitere Hilfsstoffe zur Stabilisierung der Dispersion.
[0016] Erfindungsgemäß wird die wässrige Polymerdispersion mit einem Flockungsmittel vermischt.
Dabei kann die wässrige Polymerdispersion in das Flockungsmittel gegeben werden oder
das Flockungsmittel in die wässrige Polymerdispersion. Beide können auch gleichzeitig
in einen Mischer oder ähnliches eingebracht werden. Bevorzugt wird das Polymer durch
das zugegebene Flockungsmittel geflockt.
[0017] In einem bevorzugten Verfahren wird durch das Mischen der wässrigen Polymerdispersion
mit einem Flockungsmittel eine Aggregation des Polymers erzielt. Die Reaktion des
Flockungsmittels mit dem Polymer wird als Veränderung der Trübung der Dispersion,
insbesondere einer Verminderung der Trübung der Dispersion, verbunden mit einer geringen
Viskositätserhöhung sichtbar.
[0018] In einem besonders bevorzugten Verfahren wird ein zur Flockung des Polymers geeignetes
Flockungsmittel mit der wässrigen Polymerdispersion vermischt.
[0019] Als Flockungsmittel sind organische Polyelektrolyte, wie Polymere auf Basis von Polyiminen,
wie Polyethylenimin geeignet.
[0020] Das Gewichtsverhältnis zwischen dem Flockungsmittel und dem Polymer der Polymerdispersion
liegt im Bereich von 1:5 bis 1:20. Hierbei werden die Wassergehalte der Polymerdispersion
oder gegebenenfalls auch des Flockungsmittels nicht berücksichtigt.
[0021] Anschließend wird in diese Mischung ein Pigment in fester Form eindispergiert. Wichtig
ist, dass der Zusatz des Pigments in fester Form erfolgt. Bevorzugte Pigmente in fester
Form sind Pulver oder Granulate. Der Zusatz des Pigments erfolgt also nach dem Zusammenbringen
des in wässrig dispergierter Form bereitgestellten Polymers mit dem Flockungsmittel.
Besonders bevorzugt erfolgt der Zusatz des Pigments, nachdem die Flockung des bereitgestellten
Polymers vollendet ist. Weiterhin bevorzugt wird in die Mischung aus wässriger Polymerdispersion
und Flockungsmittel ein Pigment in fester Form eindispergiert, wobei das Pigment nicht
vorgeflockt ist. Besonders bevorzugt beträgt der Anteil organischen Materials am zuzusetzenden
Pigment weniger als 15 Gew.-%, mehr bevorzugt weniger als 10 Gew.-%, noch mehr bevorzugt
weniger als 8 Gew.-%.
[0022] Nach dem Zusatz des Pigments zur Mischung entsteht zwischen Polymer und Pigment bevorzugt
eine Bindung, umfassend chemische und physikalische Bindungen bzw. Kräfte sowie Kombinationen
hieraus, so dass eine Polymerpigmentverbindung entsteht. Bevorzugt beträgt der Anteil
organischen Materials an der Polymerpigmentverbindung mehr als 2 Gew.-%, mehr bevorzugt
mehr als 4 Gew.-%, noch mehr bevorzugt mehr als 5 Gew.-%.
[0023] Pulver im Sinne dieser Anmeldung sind schüttfähige Feststoffe mit geringer Restfeuchte
(≤ 1 Gew.-% Wasser).
[0024] Granulate im Sinne dieser Anmeldung sind schüttfähige Feststoffe mit > 1 Gew.-% Restfeuchte.
[0025] Beide Formen sind für das Verfahren dieser Anmeldung gut geeignet.
[0026] Das Pigment hat erfindungsgemäß eine Korngröße von 0,2 µm bis 8 µm, gemessen als
d50 (Volumen). d50 (Volumen) bedeutet, dass 50 Volumen-% der Pigmente eine Korngröße
kleiner als der d50-Wert haben und 50 Volumen-% eine größere Korngrößen. Solche Korngrößen
werden erfindungsgemäß in geeigneter Weise bestimmt durch die Vorschrift Z/27.3/90
des Vereins der Zellstoff- und Papier-Chemiker und -Ingenieure (ZellChemIng) unter
Verwendung eines Sedigraph. Während des erfindungsgemäßen Verfahrens findet keine
wesentliche Veränderung der Partikelgrößen statt. Es kommt nicht zu einer Aggregation
oder Flockung des Pigments. Insbesondere nimmt während des erfindungsgemäßen Verfahrens
die Feinheit der Partikel nicht wesentlich ab.
[0027] Feinheit ist definiert als Gewichtsanteil [Gew.-%] der Partikel, deren Korngröße
weniger als einen bestimmten Schwellenwert, beispielsweise 2 µm, beträgt. Eine Abnahme
der Feinheit bedeutet also eine Abnahme des Gewichtsanteils [Gew.-%] der Partikel,
deren Korngröße weniger als besagten Schwellenwert beträgt.
[0028] Während eines bevorzugten Verfahrens nimmt die Feinheit der Partikel beim Eindispergieren
des Pigments um weniger als 5%, mehr bevorzugt um weniger als 2%, am meisten bevorzugt
um weniger als 1% ab (jeweils beurteilt am 2 µm-Wert).
[0029] Das Gewichtsverhältnis des Polymers in der wässrigen Polymerdispersion zum Pigment
liegt erfindungsgemäß im Bereich von 1:5 bis 1:50, ohne Berücksichtigung des Wassers
in der Polymerdispersion. Je kleiner die Partikelgröße des Pigments, desto größer
die Oberfläche und desto größer muss der Anteil an Polymerdispersion sein, um sich
auf dem Pigment niederschlagen zu können.
[0030] Als Pigment haben sich insbesondere anorganische Stoffe wie Kaolin, Talkum, Carbonate
(natürlich oder präzipitiert), Bentonite, Satinweiß, Bariumsulfat oder Titandioxid
und Mischungen hiervon als geeignet erwiesen. Die Verwendung von Kaolin ist besonders
bevorzugt.
[0031] In einigen Ausführungsformen der Erfindung wird zusätzlich ein Dispergiermittel zugegeben,
beispielsweise ein Polyacrylat.
[0032] Als Gewichtsverhältnis von Dispergiermittel zum Pigment hat sich ein Bereich von
1:2000 bis 1:50, ohne Berücksichtigung von eventuell vorhandenem Wasser, als geeignet
erwiesen.
[0033] Das Dispergieren des Pigments in der Mischung aus Polymerdispersion und Flockungsmittel
kann mit dem Fachmann bekannten geeigneten Vorrichtungen erfolgen. Rotor-Stator-Systeme
oder Zahnscheibenrührer haben sich als besonders geeignet erwiesen.
[0034] Bevorzugt erfolgt die Dispergierung mit einer hohen Geschwindigkeit.
[0035] Bei einer industriellen Herstellung kommt es durch den Energieeintrag des Dispergierens
zu einer Erwärmung der Lösung, die die Vernetzung des Polymers an der Füllstoffoberfläche
beschleunigt. Typischerweise wird für eine Tonne Füllstoff Energie in der Größenordnung
von 20 kWh benötigt.
[0036] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Papierfüllstoff, der durch das erfindungsgemäße
Verfahren erhältlich ist sowie die Verwendung des erfindungsgemäßen Papierfüllstoffs
als Füllstoff bei der Papierherstellung.
[0037] Dabei kann der erfindungsgemäße Füllstoff allein verwendet werden oder in Kombination
mit anderen Füllstoffen, beispielsweise unbehandeltem Calciumcarbonat. Bevorzugt sollte
der Anteil der erfindungsgemäßen Füllstoffe an den insgesamt verwendeten Füllstoffen
bei der Papierherstellung 10 Gew.-% oder mehr betragen.
[0038] Beschreibung der Figuren:
Figur 1 zeigt Eigenschaften von mit erfindungsgemäßen Füllstoffen hergestelltem Papier.
Figur 2 zeigt das Resultat des Zusammengebens von Polymer und Pigment bei erfindungsgemäßer
Ausführung.
Figur 3 zeigt Resultate des Zusammengebens von Polymer und Pigmenten bei gegenüber
dem erfindungsgemäßen Verfahren geänderter Reihenfolge der Schritte gemäß Vergleichsbeispiel
2.
[0039] Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1 - Zubereiten des Füllstoffs
[0040] Makrovil SE 348 (Styrol und Acrylsäureester) der Indulor-Chemie wurde mit Wasser
in verschiedenen Verhältnissen vermischt. Unter Rühren wurden 10 Gew.-% Polymin HM
der BASF als Flockungsmittel zugegeben. Die Mengenangaben beziehen sich auf das Polymer
und das Flockungsmittel ohne Einberechnung des Wassers.
[0041] In diese Mischungen wurde dann Kaolin einer d50 Korngröße von 1,5 µm eindispergiert.
Bezogen auf die Mischung von 10 kg wässriger Dispersion mit Flockungsmittel wurden
14,3 kg Kaolin (absolut trocken) eindispergiert und mit Hilfe eines Rotor-Stator-Systems
dispergiert. Zur Dispergierung wurden 0,03 kg Natriumpolyacrylharz als Dispergiermittel
zugesetzt.
| |
A |
B |
C |
| Verdünnung mit Wasser |
1:3 |
1:4 |
1:5,8 |
| 10 Liter wässrige Dispersion enthalten dann an Polymer: |
1,25 kg |
1,00 kg |
0,75 kg |
| Flockungsmittel |
0,125 kg |
0,1 kg |
0,075 kg |
| Gewichtsverhältnis Polymer/Kaolin |
1:11 |
1:14 |
1:19 |
[0042] Zur Kontrolle der Effizienz der Umsetzung wurde von der Dispersion eine Probe abgenommen,
mit 5 Gewichtsteilen Wasser verdünnt und zentrifugiert. Der Überstand erwies sich
als klar, was eine Fixierung des Polymers auf der Füllstoffoberfläche zeigte (siehe
Figur 2). Nach Dekantieren des Überstands wurde der Glühverlust des getrockneten Sediments
bestimmt. Aus der Veränderung des Glühverlustes im Vergleich zum unbehandelten Pigment
kann auf die Menge an gebundenem Polymer geschlossen werden.
[0043] In Abhängigkeit der Verdünnung des Polymers konnten verschiedene Mengen an Polymeren
an die Oberfläche gebunden werden.
| |
A |
B |
C |
| Verdünnung mit Wasser |
1:3 |
1:4 |
1:5,8 |
| Überstand nach Zentrifuge |
klar |
klar |
klar |
| Veränderung des Glühverlustes |
+10,8% |
+4,6% |
+5,4% |
Vergleichsbeispiel 2 - Zubereiten des Füllstoffs mit veränderten, d.h. nicht erfindungsgemäßen Reihenfolgen
der Verfahrensschritte
[0044] Verändert man die erfindungsgemäße Reihenfolge der Verfahrensschritte, erfolgt keine
Fixierung des Polymers an der Pigmentoberfläche.
[0045] Für die Probe D wurden 14,3 kg Kaolin (absolut trocken) einer d50 Korngröße von 1,5
µm in 9,2 kg Wasser dispergiert, woraufhin 10 Gew.-% Polymin HM der BASF als Flockungsmittel
unter Rühren hinzugegeben wurden (bezogen auf das im Folgenden zugegebene Polymer
ohne Einberechnung des Wassers). Es wurden dann 1,6 kg der Dispersion Makrovil SE
348 (Styrol und Acrylsäureester) unter Rühren hinzugegeben. Zur Dispergierung wurden
0,03 kg Natriumpolyacrylharz als Dispergiermittel zugesetzt.
[0046] Für die Probe E wurden 10 Gew.-% Polymin HM der BASF als Flockungsmittel (bezogen
auf das im Folgenden zugegebene Polymer) mit 9,2 kg Wasser vermischt. Es wurden dann
14,3 kg Kaolin (absolut trocken) einer d50 Korngröße von 1,5 µm eindispergiert, bevor
1,6 kg der Dispersion Makrovil SE 348 (Styrol und Acrylsäureester) unter Rühren hinzugegeben
wurden. Zur Dispergierung wurden 0,03 kg Natriumpolyacrylharz als Dispergiermittel
zugesetzt.
[0047] Für die Probe F wurden 1,6 kg der Dispersion Makrovil SE 348 (Styrol und Acrylsäureester)
mit 9,2 kg Wasser vermischt. Es wurden dann 14,3 kg Kaolin (absolut trocken) einer
d50 Korngröße von 1,5 µm unter Rühren eindispergiert, bevor 10 Gew.-% Polymin HM der
BASF als Flockungsmittel (bezogen auf das Polymer) zugegeben wurden. Zur Dispergierung
wurden 0,03 kg Natriumpolyacrylharz als Dispergiermittel zugesetzt.
[0048] Nach Zentrifugieren der Dispersion bleibt der Überstand aller Proben D, E und F trüb
(siehe Figur 3). Somit befindet sich weiter nicht-gebundenes Polymer in der wässrigen
Phase. Nach Dekantieren des Überstands wurde der Glühverlust im Vergleich zum unbehandelten
System bestimmt. Die in untenstehender Tabelle zusammengefassten Ergebnisse zeigen,
dass weit weniger Polymer als an Hand des verwendeten Gewichtsverhältnis Kaolin/Polymer
erwartet an der Pigmentoberfläche gebunden ist.
| |
D |
E |
F |
| Reihenfolge |
Wasser Pigment Flockungsmittel Polymer |
Wasser Flockungsmittel Pigment Polymer |
Wasser Polymer Pigment Flockungsmittel |
| Überstand |
trüb |
trüb |
trüb |
| Erwartete Veränderung des Glühverlusts |
+ 8% |
+ 8% |
+ 8% |
| Gemessene Veränderung des Glühverlusts |
< + 2% |
< + 2% |
< + 2% |
Beispiel 3 - Rohpapierherstellung
[0049] Aus dem in Beispiel 1 hergestellten Füllstoff wurden an einem Rapid-Köthen Blattbildner
Laborblätter hergestellt. Als Maß für die Festigkeitsentwicklung wurde die Reißlänge
herangezogen und verglichen mit einem Füllstoff, der nicht die erfindungsgemäße Behandlung
erfuhr, also unbehandeltes Kaolin. Die Ergebnisse sind in Figur 1 dargestellt. Es
zeigt sich, dass bei gleicher Reißlänge (gemessen nach ISO 1924-1, Part-1) der Füllstoffgehalt
im Vergleich zur Kontrolle von 31% auf 35% gesteigert werden kann.
1. Verfahren zur Herstellung eines Papierfüllstoffs umfassend die Schritte:
a) Bereitstellen einer wässrigen Polymerdispersion
b) Vermischen der wässrigen Polymerdispersion mit einem Flockungsmittel um eine Mischung
zu erhalten
c) Dispergieren eines Pigments in fester Form in der Mischung,
wobei die Polymere der wässrigen Polymerdispersion ausgewählt werden aus der Gruppe
bestehend aus Polyvinylacetaten, Styrol-Butadiene/(Meth)acrylsäureestern, Copolymerisaten
aus Styrol und (Meth)acrylsäureestern, Styrol-Copolymerisaten mit Ethylen, Acrylaten,
Acrylamiden und Acrylsäuren und Mischungen davon,
das Flockungsmittel ein organischer Polyelektrolyt ist,
das Gewichtsverhältnis zwischen Flockungsmittel und Polymer der Polymerdispersion
ohne Berücksichtigung des Wassergehaltes im Bereich von 1:5 bis 1:20 liegt,
das Pigment eine Korngröße im Bereich von 0,2 µm bis 8 µm, gemessen als d50 mittels
Sedigraph, entsprechend der Zellcheming-Vorschrift Z/27.3/90, aufweist und
wobei das Gewichtsverhältnis von Polymer in der wässrigen Polymerdispersion zum Pigment
im Bereich von 1:5 bis 1:50, ohne Berücksichtigung des Wassers, liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei durch das Vermischen der wässrigen Polymerdispersion
mit einem Flockungsmittel ein Polymer in der wässrigen Polymerdispersion geflockt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Gewichtsverhältnis zwischen Wasser und
Polymer der Polymerdispersion im Bereich 1:1 bis 20:1 liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Flockungsmittel ein Polymer
auf Basis von Polyiminen, wie Polyethylenimin ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, wobei das Pigment ausgewählt wird aus Kaolin, Talkum,
Carbonaten, Bentonite, Satinweiß, Bariumsulfat oder Titandioxid und Mischungen davon.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zusätzlich ein Dispergiermittel
zugegeben wird, wobei das Dispergiermittel bevorzugt ein Polyacrylat ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Gewichtsverhältnis an Dispergiermittel zum Pigment
im Bereich von 1:2000 bis 1:50, ohne Berücksichtigung des Wassers, liegt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Dispergieren mit Rotor-Stator-Systemen
oder Zahnscheibenrührern durchgeführt wird.
9. Papierfüllstoff erhältlich durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Verwendung eines Papierfüllstoffs nach Anspruch 9 als Füllstoff bei der Papierherstellung.
11. Verwendung nach Anspruch 10, wobei als Füllstoff eine Mischung des Papierfüllstoffs
nach Anspruch 9 mit anderen Füllstoffen eingesetzt wird.
1. A process for preparing a paper filler, comprising the steps of:
a) providing an aqueous polymer dispersion;
b) mixing said aqueous polymer dispersion with a flocculant to obtain a mixture;
c) dispersing a pigments in solid form in said mixture;
wherein the polymers of said aqueous polymer dispersion are selected from the group
consisting of poly(vinyl acetates), styrenebutadiene/(meth)acrylates, copolymers of
styrene and (meth)acrylates, styrene copolymers with ethylene, acrylates, acrylamides
and acrylic acids, and mixtures thereof;
said flocculant is an organic polyelectrolyte;
the weight ratio of said flocculant to said polymer of the polymer dispersion without
considering the water content is within a range of from 1:5 to 1:20;
said pigment has a grain size within a range of from 0.2 µm to 8 µm as measured as
d50 by means of a Sedigraph in accordance with the Zellcheming Regulation Z/27.3/90;
and
wherein the weight ratio of the polymer in said aqueous polymer dispersion to said
pigment is within a range of from 1:5 to 1:50, without considering the water.
2. The process according to claim 1, wherein a polymer is flocculated in the aqueous
polymer dispersion by said mixing of said aqueous polymer dispersion with a flocculant.
3. The process according to claim 1 or 2, wherein the weight ratio of the water to the
polymer in said polymer dispersion is within a range of from 1:1 to 20:1.
4. The process according to any of claims 1 to 3, wherein said flocculant is a polymer
based on polyimines, such as polyethylene-imine.
5. The process according to claim 1 to 4, wherein said pigment is selected from china
clay, talc, carbonates, bentonite, satin white, barium sulfate or titanium dioxide,
and mixtures thereof.
6. The process according to any of claims 1 to 5, wherein a dispersant is additionally
added, preferably said dispersant being a polyacrylate.
7. The process according to claim 6, wherein the weight ratio of said dispersant to said
pigment is within a range of from 1:2000 to 1:50, without considering the water.
8. The process according to any of claims 1 to 7, wherein said dispersing is effected
using rotor-stator systems or toothed disk mixers.
9. A paper filler obtainable by a process according to any of claims 1 to 8.
10. Use of a paper filler according to claim 9 as a filler in papermaking.
11. The use according to claim 10, wherein a mixture of the paper filler according to
claim 9 with other fillers is employed as said filler.
1. Procédé de production d'une charge papetière comprenant les étapes :
a) préparation d'une dispersion aqueuse de polymère
b) mélange de la dispersion aqueuse de polymère avec un agent floculant afin d'obtenir
un mélange
c) dispersion d'un pigment sous forme solide dans le mélange,
dans lequel les polymères de la dispersion aqueuse sont sélectionnés parmi le groupe
constitué par les acétates de polyvinyle, les (méth)-acrylates/styrène-butadiène,
les copolymérisats de styrène et de (méth)acrylates, les copolymérisats de styrène
et d'éthylène, d'acrylates, d'acrylamides et d'acides acryliques, et les mélanges
de ceux-ci,
l'agent floculant est un polyélectrolyte organique,
le rapport massique entre l'agent floculant et le polymère de la dispersion de polymère
est situé dans un intervalle de 1:5 à 1:20, sans tenir compte du contenu en eau,
le pigment possède une granulométrie dans un intervalle de 0,2 µm à 8 µm, mesurée
comme d50 au moyen d'un Sedigraph, correspondant à la norme Zellcheming Z/27.3/90
et
dans lequel le rapport massique du polymère de la dispersion aqueuse de polymère au
pigment est situé dans un intervalle de 1:5 à 1:50, sans tenir compte du contenu en
eau.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel un polymère est floculé dans la dispersion
aqueuse de polymère par le mélange de la dispersion aqueuse de polymère avec un agent
floculant.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le rapport massique entre l'eau
et le polymère de la dispersion de polymère se est situé dans un intervalle de 1:1
à 20:1.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel l'agent floculant est un
polymère à base de polyimine, comme la polyéthylènimine.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le pigment est sélectionné
parmi le kaolin, le talc, les carbonates, la bentonite, le blanc satiné, le sulfate
de baryum ou le dioxyde de titane et les mélanges de ceux-ci.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel un agent dispersant est
en outre ajouté, dans lequel l'agent dispersant est de préférence un polyacrylate.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel le rapport massique de l'agent dispersant
au pigment est situé dans un intervalle de 1:2000 à 1:50, sans tenir compte du contenu
en eau.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel la dispersion est effectuée
avec un système rotor-stator ou par agitateur à roues dentées.
9. Charge papetière obtenue par un procédé selon l'une des revendications 1 à 8.
10. Utilisation d'une charge papetière selon la revendication 9 en tant que charge lors
de la production de papier.
11. Utilisation selon la revendication 10, dans laquelle, en tant que charge, un mélange
de la charge papetière selon la revendication 9 avec d'autres charges est employé.