[0001] Die Erfindung betrifft eine Schließzylinderanordnung mit
- einem Schließzylindergehäuse, das einen schwenkbar am Schließzylindergehäuse gelagerten
Schließbart, eine quer durch das Gehäuse führende Stulpschrauben-Gewindebohrung zur
Aufnahme einer Stulpschraube und eine Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung hat, die sich
von diametral gegenüberliegenden Stirnseiten des Schließzylindergehäuses zum Schließbart
hin erstreckt, und
- mit zwei Betätigungsknäufen, die jeweils eine zum Einführen in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
des Schließzylindergehäuses angepasste Betätigungswelle mit einem Kupplungselement
und zum Ankoppeln an den Schließbart haben, wobei die Betätigungswellen eine zur Verriegelung
der Betätigungswelle an dem Schließzylindergehäuse ausgebildete Verriegelungskontur
haben.
[0002] Im Schließzylindergehäuse ist mindestens ein von der Stulpschrauben-Gewindebohrung
zur Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung führender Kanal vorhanden und in dem Kanal ist
mindestens ein Verriegelungsorgan beweglich gelagert. Der Kanal ist mit seinem Verriegelungsorgan
an die Verriegelungskontur einer zugeordneten Betätigungswelle eines Betätigungsknaufs
angepasst, um beim Einschrauben einer Stulpschraube in die Stulpschrauben-Gewindebohrung
das Verriegelungsorgan mit Hilfe der Stulpschraube zu verlagern und eine in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
eingeführte Betätigungswelle durch Eingriff des Verriegelungsorgans in die Verriegelungskontur
der Betätigungswelle zu verriegeln. Es sind mindestens zwei zusammenwirkende Verriegelungsstifte
vorgesehen. Dabei ist ein erster Verriegelungsstift in einem in die Stulpschrauben-Gewindebohrung
einmündenden ersten Kanalabschnitt und ein zweiter Verriegelungsstift in einem in
die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung einmündenden zweiten Kanalabschnitt angeordnet.
Der erste und zweite Kanalabschnitt gehen ineinander über und sind winklig zueinander
ausgerichtet.
[0003] Derartige Schließzylinderanordnungen sind zum Einbau in Schlössern zum Verschließen
von Türen, Fenstern oder ähnlichem vorgesehen.
[0004] DE 10 2010 018 243 A1 offenbart eine Schließzylinderanordnung mit einem Betätigungsknauf, der eine elektromechanische
Kupplung zur Ankopplung an einen Schließbart eines Schließzylinders hat. Der Schließbart
kann manuell durch den Betätigungsknauf betätigt werden, wenn ein Kupplungselement
elektromechanisch zwischen dem Schließbart und einer Betätigungswelle des Betätigungsknaufs
eingekuppelt ist. Die Kupplung zwischen dem Betätigungsknauf und dem Schließbart wird
durch eine axiale Verschiebung eines Vaterstücks erreicht, das längsverschieblich
und drehfest an der Betätigungswelle gelagert ist.
[0005] Bei dieser Schließzylinderanordnung ist nur eine der Handhaben mit einer elektromechanischen
Kupplung ausgerüstet, die die Vaterstücke beider diametral gegenüberliegend am Schließzylindergehäuse
angebrachten Betätigungsknäufe verschieben. Beide Betätigungsknaufe sind über Rastelemente
werksseitig fest mit dem Schließzylindergehäuse verbunden, bevor das Schließzylindergehäuse
in ein Schloss eingebaut wird. Der Einbau eines mit den Betätigungshandhaben versehenen
Schließzylindergehäuses in ein Schloss kann dadurch erfolgen, dass der Griff des ohne
elektromechanische Kupplung ausgerüsteten Betätigungsknaufs abgeschraubt wird. Dieser
ohne aktive elektrische oder elektronische Bauelemente ausgerüstete Betätigungsknauf
mit abnehmbarem Griff ist für den unsicheren Bereich vorgesehen, um eine Manipulation
sicherheitsrelevanter Bauteile zu verhindern, die in dem elektromechanischen Betätigungsknauf
der gegenüberliegenden Seite angeordnet sind.
[0006] Eine Auslösung der Ver- oder Entriegelung mittels der Vaterstücke mit Hilfe eines
Transponders von der unsicheren Seite ist aufgrund der Entfernung zu dem mit Elektronik
ausgerüsteten elektromechanischen Betätigungsknauf der gegenüberliegenden Seite problematisch.
[0007] In der Praxis sind Schließzylinderanordnungen gefordert, bei denen an beiden Seiten
des Schließzylinders elektromechanische Betätigungsknäufe mit integrierter Elektronik
und elektromechanischer Kupplung angeordnet sind, welche manipulationssicher in dem
Betätigungsknauf aufgenommen werden. In diesem Falle müsste aber mindestens einer
der beidseits an dem Schließzylindergehäuse anzuordnenden Betätigungsknäufe erst nach
dem Einbau des Schließzylindergehäuses in ein Schloss fest mit dem Schließzylindergehäuse
verbunden werden.
[0008] WO 2012/104456 A1 zeigt eine Schließzylinderanordnung mit einem von der Stulpschrauben-Gewindebohrung
zu einer Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung führenden Kanal, in dem ein Verriegelungsorgan
gelagert ist. Dabei ist ein Rastelement mittels einer Feder in Richtung einer Nut
des Betätigungselementes beaufschlagt. Die Feder drückt das Rastelement in die Verriegelungsstellung.
Für die Entriegelung muss ein separates Werkzeug eingesetzt werden. Hierzu ist das
Schließzylindergehäuse in einer Seite zum Verriegelungsorgan hin geöffnet.
[0009] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Schließzylinderanordnung
zu schaffen, die beidseits zwei vorzugsweise manipulationssicher verkapselte Betätigungsknäufe
hat, wobei mindestens einer der Betätigungsknäufe nach Einbau des Schließzylindergehäuses
in ein Schloss mit dem Schließzylindergehäuse auf einfache und zuverlässige Weise
verriegelbar ist.
[0010] Die Aufgabe wird durch die Schließzylinderanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0011] Bei einer Schließzylinderanordnung der eingangs genannten Art ist vorgesehen.Es wird
somit vorgeschlagen, die zur Befestigung eines Schließzylinders an ein Schloss genutzte
Stulpschraube zur Verriegelung mindestens eines Betätigungsknaufs an dem Schließzylindergehäuse
mit zu nutzen. Dies gelingt dadurch, dass von der in herkömmlichen Schließzylindergehäusen
vorhandenen Stulpschrauben-Gewindebohrung ausgehend ein Kanal eingebracht ist, der
zu der Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung führt, in die eine Betätigungswelle eines
zugeordneten Betätigungsknaufs einführbar ist. Die Betätigungswelle wird dann mit
einem Verriegelungsorgan verriegelt, das beweglich in dem Kanal gelagert und beim
Einschrauben einer Stulpschraube in die Stulpschrauben-Gewindebohrung mit Hilfe der
Stulpschraube zur Verriegelung der Betätigungswelle in Richtung der Betätigungswelle
derart verlagert wird, dass das Verriegelungsorgan mit der Verriegelungskontur der
Betätigungswelle verriegelnd zusammenwirkt.
[0012] Der erste und zweite Verriegelungsstift sind mit einem Schubgelenk oder einem Kugelgelenk
miteinander gekoppelt sind. Hierzu haben der erste und zweite Verriegelungsstift an
ihrer aufeinander zuweisenden Stirnseite jeweils eine schräg zur jeweiligen Längserstreckungsrichtung
des Verriegelungsstiftes verlaufende Schrägfläche. Die Schrägflächen des ersten und
zweiten Verriegelungsstiftes grenzen aneinander an. Ein solches Schubgelenk mit planparallelen
Schrägflächen oder ein Kugelgelenk mit gekrümmten Schrägflächen ist einfach zu fertigen
und verschleißunanfällig. Durch die Schrägflächen können der in dem ersten Kanalabschnitt
gelagerte erste Verriegelungsstift und der in dem zweiten Kanalabschnitt gelagerte
zweite Verriegelungsstift miteinander zusammenwirken. Diese schräg zueinander angeordnete
Kanalabschnitte können bei der Fertigung des Schließzylindergehäuses prozesssicher
eingebracht werden, wobei gegebenenfalls nicht zur Aufnahme der Verriegelungsstifte
genutzte Kanalabschnitte später wieder vorzugsweise durch Bohrschutzelemente verschlossen
werden.
[0013] Das Verriegelungsorgan steht mittels eines zwischen dem Schließzylindergehäuse und
dem Verriegelungsorgan wirkenden Spannelementes unter einer Vorspannung, mit der das
Verriegelungsorgan aus dem verriegelten Eingriff mit der zugeordneten Betätigungswelle
gelangt. Ein solches Spannelement kann insbesondere als Druckfeder ausgebildet sein,
die sich einerseits am Schließzylindergehäuse und andererseits an dem Verriegelungsorgan
abstützt. So kann bspw. eine Druckfeder zwischen dem Schließzylindergehäuse und dem
zweiten Verriegelungsstift in die den zweiten Kanalabschnitt bildende Bohrung eingebracht
sein. Die Druckfeder kann bspw. auf einem verbreiterten Sockel des zweiten Verriegelungsstiftes
aufliegen, an dem die Schrägfläche zur Bildung des Umlenkmechanismusses angeordnet
ist, welche mit dem ersten Verriegelungsstift zusammenwirkt. Der sich an den Sockel
anschließende und im Innenraum der Druckfeder befindliche Abschnitt des Verriegelungsstiftes
hat einen geringeren Durchmesser als der Sockel. Dieser Abschnitt ragt dann durch
eine in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung mündende Bohrung im Schließzylindergehäuse
hinein, welche einen entsprechend geringeren Durchmesser als der zweite Kanalabschnitt
hat. Damit bildet die an diese Bohrung angrenzende Stirnfläche des zweiten Kanalabschnitts
ein Gegenlager für die Druckfeder, die sich dort an dem Schließzylindergehäuse abstützt.
Mit einem solchen Spannelement wird sichergestellt, dass bei Entnahme der Stulpschraube
die Verriegelung des zugeordneten Betätigungsknaufs am Schließzylindergehäuse aufgehoben
wird und der Betätigungsknauf vom Schließzylindergehäuse abgezogen werden kann.
[0014] Das Verriegelungsorgan kann einteilig sein, z.B. ein gekrümmter, in einem gekrümmten
Kanal verschiebbar geführter Verriegelungsstift.
[0015] Eine besonders einfache Fertigung der Kanalabschnitte und eine Montage der Verriegelungsstifte
gelingt dadurch, dass der erste und zweite Kanalabschnitt im rechten Winkel zueinander
angeordnet sind, d.h. dass die Erstreckungsrichtung der Kanalabschnitte im rechten
Winkel zueinander stehen. Dies ermöglicht auch die Realisierung eines einfachen Umlenkmechanismusses,
bei dem durch Verlagerung des ersten Verriegelungsstiftes beim Einschrauben einer
Stulpschraube der zweite Betätigungsstift durch den verlagerten ersten Verriegelungsstift
in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung hinein zur Verriegelung der Betätigungswelle
verschoben wird.
[0016] Alternativ ist allerdings auch denkbar, dass der erste und zweite Kanalabschnitt
in einem anderen Winkel zueinander stehen bzw. in einem Winkel im Bereich von 70 bis
110°.
[0017] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der erste Verriegelungsstift an seiner an die
Stulpschrauben-Gewindebohrung angrenzenden Stirnseite eine schräg zur Erstreckungsrichtung
des Verriegelungsstiftes verlaufende Rampe hat. Beim Einschrauben einer Stulpschraube
in die Stulpschrauben-Gewindebohrung übt die Stulpschraube eine Kraft auf die Rampe
mit einer in Längserstreckungsrichtung des ersten Verriegelungsstiftes wirkenden Kraftkomponente
auf, welche den Verriegelungsstift aus der Stulpschrauben-Gewindeöffnung heraus in
Richtung des zweiten Verriegelungsstiftes verlagert. Dabei wirkt die Kopplung mit
dem zweiten Verriegelungsstift derart, dass dieser mit Hilfe einer Kraftumlenkung
zur Verriegelung in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung hinein verschoben wird. Der
übliche relativ geringe Durchmesser einer Stulpschrauben-Gewindebohrung (M5) reicht
überraschend aus, um den zur Verriegelung mindestens eines Betätigungsknaufs erforderlichen
Hub für das Verriegelungsorgan bereitzustellen.
[0018] Die Verriegelungskontur der Betätigungswelle ist vorzugsweise als Nut ausgebildet,
die sich am Außenumfang der Betätigungswelle mindestens teilweise über die Umfangslänge
erstreckt. Die Nut erstreckt sich vorzugsweise ringförmig um den gesamten Umfang,
sodass der Betätigungsknauf ungehindert um 360° gedreht werden kann, auch wenn das
Verriegelungsorgan zur Verriegelung des Betätigungsknaufs am Schließzylindergehäuse
in die Nut eintaucht. Denkbar ist aber auch, dass die Nut mindestens eine Unterbrechung
hat, sodass mit Hilfe des Verriegelungsorgans auch der Drehwinkel des Betätigungsknaufs
relativ zum Schließzylindergehäuse eingeschränkt werden kann.
[0019] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass für beide Betätigungswellen
jeweils ein von der Stulpschrauben-Gewindebohrung zur Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
führender Kanal mit einem in dem Kanal beweglich gelagerten Verriegelungsorgan vorgesehen
ist. Die Verriegelung beider Betätigungsknäufe beidseits des Schließzylindergehäuses
erfolgt somit gleichermaßen erst durch Eindrehen der Stulpschraube in die Stulpschrauben-Gewindebohrung.
[0020] Mindestens einer der Betätigungsknäufe hat vorzugsweise einen elektromechanischen
Aktor zur Verlagerung des mit dem Schließbart koppelbaren Kupplungselementes. Ein
solcher elektromechanischer Betätigungsknauf ist vorzugsweise so ausgebildet, dass
die Elektromechanik manipulationssicher in einem Knaufgehäuse untergebracht ist, dass
sich von außen nach Einbau in das Schließzylindergehäuse und Verriegelung nicht mehr
öffnen lässt.
[0021] In einer alternativen Ausführungsform ist der erste Verriegelungsstift drehbar (d.h.
um seine Längsachse rotierbar) in dem ersten Kanal gelagert. Er hat an seiner an die
Stulpschrauben-Gewindebohrung angrenzenden Stirnseite einen zum Eingriff in ein Außengewinde
einer Stulpschraube ausgebildeten Zahnkranz. Beim Einschrauben einer Stulpschraube
in die Stulpschrauben-Gewindebohrung wird der erste Verriegelungsstift über das Außengewinde
somit um seine Längsachse gedreht. Diese Drehbewegung wird dann in eine Verschiebebewegung
des zweiten Verriegelungsstiftes des Verriegelungsorgans umgesetzt, indem dem der
erste und zweite Verriegelungsstift über ein Zahnradgetriebe miteinander gekoppelt
sind. Hierzu kann der zweite Verriegelungsstift bspw. als Zahnstange ausgebildet sein.
[0022] Unter einem "Stift" im Sinne der vorliegenden Erfindung wird nicht nur ein im Querschnitt
kreisförmiges, sich in eine Längserstreckungsrichtung erstreckendes zylinderförmiges
Gebilde verstanden, sondern auch andere längliche Elemente mit an sich beliebigem
Querschnitt (z.B. dreieckig, viereckig, mehreckig, schwalbenschwanzförmig oder ähnliches).
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - Seiten-Teilschnittansicht einer Schließzylinderanordnung mit Verriegelungsorgan
im entriegelten Zustand;
- Figur 2
- - Seiten-Teilschnittansicht einer Schließzylinderanordnung mit Verriegelungsorgan
im verriegelten Zustand;
- Figur 3
- - Längsschnittansicht der Schließzylinderanordnung aus Figur 1 und 2 mit Betätigungsknauf.
[0024] Figur 1 lässt eine Seiten-Teilschnittansicht einer Schließzylinderanordnung 1 erkennen,
die in an sich bekannter Weise ein Schließzylindergehäuse 2 zum Einbau in ein Schloss
hat. An beiden Stirnseiten des Schließzylindergehäuses 2 ist jeweils ein Betätigungsknauf
3a, 3b angeordnet. Die Betätigungsknäufe 3a, 3b haben jeweils eine Betätigungswelle
4, die in eine Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung im Schließzylindergehäuse 2 aufgenommen
werden. Bei den Betätigungsknäufen 3a, 3b handelt es sich vorzugsweise um elektromechanische
Betätigungsorgane mit einer Elektronik und einem Aktor zur Ein- und Auskupplung eines
Kupplungselementes an der Betätigungswelle 4 mit einem Schließbart 5, der drehbar
an dem Schließzylindergehäuse 2 angeordnet ist. Nach Einkuppeln des Kupplungselementes
an dem Schließbart 5 kann der Schließbart 5 durch manuelle oder gegebenenfalls auch
motorisch unterstützte Drehung des Betätigungsknaufs 3a, 3b zum Öffnen oder Schließen
des Schlosses mit Hilfe des Schließbartes 5 verdreht werden.
[0025] Zum Einbau des Schließzylindergehäuses 2 in ein Schloss ist es notwendig, dass mindestens
einer der Betätigungsknäufe 3a, 3b von dem Schließzylindergehäuse 2 abgenommen wird.
Erst dadurch kann das Schließzylindergehäuse 2 in eine Aufnahmeöffnung im Schloss
eingeschoben werden, die an die Kontur des Schließzylindergehäuses 2 angepasst ist.
Zur Befestigung des Schließzylindergehäuses 2 an einem Schloss ist an dem Schließzylindergehäuse
2 eine quer durch das Schließzylindergehäuse 2 führende Stulpschrauben-Gewindebohrung
6 vorhanden, in die eine durch das Schloss führbare Stulpschraube eingeschraubt wird.
[0026] Zur Verriegelung der Betätigungsknäufe 3a, 3b an dem Schließzylindergehäuse 2 ist
an den Betätigungswellen 4a, 4b jeweils eine Verriegelungskontur 7 vorgesehen. Diese
Verriegelungskontur 7 kann bspw. als eine ringförmig am Umfang der Betätigungswelle
4a, 4b umlaufende Nut ausgebildet sein. In dem Schließzylindergehäuse 2 sind zu den
Verriegelungskonturen 7 führende Bohrungen 8, 9 eingebracht. Die an der linken Seite
für den linken Betätigungsknauf 3a vorgesehene Bohrung 8 ist als Gewindebohrung mit
einem Innengewinde ausgebildet, um eine Verriegelungsschraube aufzunehmen, die von
der Unterseite in die Bohrung 8 eingeschraubt wird und die in die als Nut ausgebildete
Verriegelungskontur 7 der Betätigungswelle 4a eintaucht, wenn der Betätigungsknauf
3a passend in das Schließzylindergehäuse 2 eingesteckt ist. Damit kann der linke Betätigungsknauf
3a vor Einbau des Schließzylindergehäuses 2 in ein Schloss durch Einschrauben einer
Verriegelungsschraube in die Bohrung 8 fest mit dem Schließzylindergehäuse 2 verriegelt
werden.
[0027] Dies ist für den gegenüberliegenden Betätigungsknauf 3b nicht möglich, da dieser
erst nach Einbau des Schließzylindergehäuses 2 in das Schließzylindergehäuse 2 eingesetzt
und damit verriegelt werden kann.
[0028] Hierzu ist ein Kanal vorgesehen, der sich von der Stulpschrauben-Gewindebohrung 6
zur Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung im Schließzylindergehäuse 2 bzw. zur Verriegelungskontur
7b der Betätigungswelle 4b erstreckt. Dieser Kanal ist aus einem zweiten Kanalabschnitt
9 und einem ersten Kanalabschnitt 10 gebildet. Der zweite Kanalabschnitt 9 entspricht
im Wesentlichen der Bohrung 8 auf der linken Seite und erstreckt sich von der Unterseite
des Schließzylindergehäuses 2 zur Verriegelungskontur 7b hin. Der erste Kanalabschnitt
10 ist winklig hierzu ausgerichtet und erstreckt sich von der Stulpschrauben-Gewindebohrung
6 in den zweiten Kanalabschnitt 9 hinein. Der erste Kanalabschnitt 10 ist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel parallel zur Erstreckungsrichtung der Betätigungswelle 4b und
der Längserstreckungsrichtung der Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung ausgerichtet, die
sich von den Stirnseiten zum Drehzentrum des Schließbarts 5 hin erstreckt. Der zweite
Kanalabschnitt 9 ist im rechten Winkel quer hierzu parallel zur Erstreckungsrichtung
der Nase des Schließbarts 5 ausgerichtet.
[0029] Zur Verriegelung des Betätigungsknaufs 3b an dem Schließzylinder 2 ist ein Verriegelungsorgan
in dem aus dem ersten und zweiten Kanalabschnitt 9, 10 ausgebildeten Kanal beweglich
aufgenommen. Das Verriegelungsorgan ist aus einem ersten Verriegelungsstift 11, der
verschiebbar in dem ersten Kanalabschnitt 10 gelagert ist, sowie einem zweiten Verriegelungsstift
12 gebildet, der in seiner Längserstreckungsrichtung verschiebbar in dem zweiten Kanalabschnitt
9 aufgenommen ist. An den aneinander angrenzenden Stirnseiten des ersten und zweiten
Verriegelungsstiftes 11, 12 ist jeweils eine Schrägfläche 13a, 13b vorhanden, die
ein Schubgelenk bilden. Mit Hilfe dieses Schubgelenks wird die Verschiebebewegung
bzw. Verschiebekraft des ersten Verriegelungsstiftes 11 in eine senkrecht hierzu ausgerichtete
Verschiebebewegung des zweiten Verriegelungsstiftes 12 umgelenkt. Wenn nun der Verriegelungsstift
11, der mit seiner linken Stirnseite in die Stulpschrauben-Gewindebohrung 6 eintaucht,
durch das Einschrauben einer Stulpschraube in die Stulpschrauben-Gewindebohrung 6
aus der Stulpschrauben-Gewindebohrung 6 herausgedrängt wird, dann verlagert sich durch
das Schubgelenk der zweite Verriegelungsstift 12 nach oben in die Verriegelungskontur
7b hinein, um die Betätigungswelle 4b an dem Schließzylinder 2 zu sichern. Zur Verlagerung
des ersten Verriegelungsstiftes 11 ist an der Stirnseite, die an die Stulpschrauben-Gewindebohrung
angrenzt, eine schräg zur Erstreckungsrichtung des ersten Verriegelungsstiftes 11
verlaufende Rampe 14 vorhanden.
[0030] Zur Entriegelung steht der zweite Verriegelungsstift 12 mit Hilfe einer Druckfeder
15 unter einer Vorspannung derart, dass der zweite Verriegelungsstift 12 aus der Verriegelungskontur
7b herausgedrückt wird, wenn die Stulpschrauben-Gewindebohrung 6 nicht durch eine
Stulpschraube belegt wird. Hierzu ist in dem zweiten Kanalabschnitt 9 eine Druckfeder
15 aufgenommen, die einen Abschnitt des zylinderförmigen Verriegelungsstiftes 12 umgibt,
der einen kleineren Querschnitt als der mit der Schrägfläche 13b versehene Sockel
hat. Damit stützt sich die Druckfeder 15 an einem Ende an dem mit der Schrägfläche
13b versehenen Sockels 16 ab. Auf der dem Sockel 16 gegenüberliegenden Seite hat der
zweite Kanalabschnitt 9 eine Bohrung 17 mit einem geringeren Durchmesser als der Durchmesser
des Sockels 16. Hierdurch wird ein Auflagesockel an dem Schließzylindergehäuse 2 geschaffen,
an dem sich die Druckfeder 15 abstützt, um ein Gegenlager zu bilden.
[0031] Erkennbar ist weiterhin, dass von den Stirnseiten des Schließzylindergehäuses 2 gesehen
vor der jeweiligen Bohrung 8 bzw. dem zweiten Kanalabschnitt 9 ein Bohrschutzelement
18 eingebracht ist, das ein unzulässiges Aufbohren des Schließzylinders verhindern
soll und hierzu vorzugsweise aus einem härterem Material als das Schließzylindergehäuse
2 besteht. Mit Hilfe dieses Bohrschutzelementes 18 wird auf der rechten Seite auch
die zur Herstellung des ersten Kanalabschnitts 10 erforderliche Verlängerung des ersten
Kanalabschnitts 10 verschlossen, die an der Stirnseite aus dem Schließzylindergehäuse
2 herausführt und nach Einsetzen des ersten Verriegelungsstiftes 11 nicht mehr benötigt
wird.
[0032] Figur 2 lässt eine Seiten-Teilschnittansicht der Schließzylinderanordnung 1 aus Figur
1 im verriegelten Zustand erkennen. Deutlich wird, dass nunmehr eine Stulpschraube
18 in die Stulpschrauben-Gewindebohrung 6 eingeschraubt ist. Hierdurch wird der erste
Verriegelungsstift 11 aus der Stulpschrauben-Gewindeöffnung herausgeführt und in den
zweiten Kanalabschnitt 9 hinein verlagert. Mit Hilfe des durch die Schrägflächen 13a,
13b gebildeten Schubgelenks wird der zweite Verriegelungsstift 12 hierdurch nach oben
in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung des Schließzylindergehäuses 2 und in die Verriegelungskontur
7b der Betätigungswelle 4b des Betätigungsknaufs 3b hinein verlagert. Damit wird ein
Anschlag für die Betätigungswelle 4b gebildet, die ein Herausziehen des Betätigungsknaufs
3b aus dem Schließzylindergehäuse 2 verhindert. Damit ist der Betätigungsknauf 3b
mit seiner Betätigungswelle 4b axial fest an dem Schließzylindergehäuse 2 gelagert.
Bei einem geeigneten inneren Aufbau, der eine Drehung des Betätigungsknaufs 3b und
eine Kupplung mit dem Schließbart 5 zur Drehung des Schließbarts 5 sicherstellt, kann
die Betätigungswelle 4b mit Hilfe der Verriegelungskontur 7b und des zweiten Verriegelungsstiftes
12 auch drehfest an dem Schließzylindergehäuse 2 arretiert sein. Vorteilhaft ist es
allerdings, wenn die Betätigungswelle 4b durch den zweiten Verriegelungsstift 12 in
axialer Richtung fest, jedoch um seine Rotationsachse drehbar gelagert wird. Hierzu
ist der zweite Verriegelungsstift 12 im dargestellten Verriegelungszustand gleitend
in der den Umfang der Betätigungswelle 4b mindestens teilweise ringförmig umlaufenden
Nut, die die Verriegelungskontur 7b bildet, aufgenommen.
[0033] Durch die Figuren 1 und 2 wird deutlich, dass mit Hilfe der Stulpschraube 6, die
zur Befestigung des Schließzylindergehäuses 2 an einem Schloss in die Stulpschrauben-Gewindebohrung
6 eingeschraubt wird, gleichzeitig auch eine Verriegelung des Betätigungsknaufs 3b
an dem Schließzylindergehäuse 2 erfolgt.
[0034] Figur 3 lässt eine Längsschnittansicht durch die Schließzylinderanordnung 1 aus Figuren
1 und 2 im Bereich des Schließbarts 5 erkennen. Der Schließbart 5 hat ein zur drehfesten
Kupplung eines Betätigungsknaufs 3b mit dem Schließbart 5 ausgebildetes Kupplungselement
19 in Form eines Mutterstücks. Dieses Kupplungselement 19 kann bspw. eine sternförmige
Vertiefung sein, in die ein Kupplungselement 20 der Betätigungswelle 4b des Betätigungsknaufs
3b eingreift. Dieses Kupplungselement 20 ist als an das Kupplungselement 19 angepasstes
sternförmiges Vaterstück ausgebildet.
[0035] Erkennbar ist, dass die Betätigungswelle 4b mit dem Kupplungselement 20 in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
21 im Schließzylindergehäuse 2 eingeführt ist.
[0036] Der Betätigungsknauf 3b hat elektromechanische Bauelemente, um auf Anforderung mit
Hilfe eines Aktors (nicht sichtbar) das Kupplungselement 20 der Betätigungswelle 4b
in das Kupplungselement 19 (Mutterstück) des Schließbarts 5 hineinzuschieben. Damit
ist dann der Betätigungsknauf 3b drehfest mit dem Schließbart 5 gekoppelt, sodass
durch Drehen des Betätigungsknaufs 3b mit der Hand ein Schloss geöffnet werden kann.
[0037] Die Betätigungsknäufe 3a, 3b haben vorzugsweise eine Funkelektronik, die eingerichtet
ist, um das Ein- und Auskuppeln des Kupplungselementes 20 mit Hilfe von RFID-Transpondern
zu steuern. Durch Verwendung solcher elektromechanischer RFID-Betätigungsknäufe 3a,
3b auf beiden Seiten des Schließzylinders 2 ist eine transpondergesteuerte Zugangskontrolle
nunmehr im Nahfeld von beiden Seiten einer Tür möglich.
[0038] Dies bietet weitere Möglichkeiten dahingehend, dass jeder der Betätigungsknäufe 3a,
3b auf den beiden Seiten des Schließzylinders 2 unterschiedliche Zugangsberechtigungen
zugeteilt bekommen. So kann die Berechtigung gesteuert werden, von welcher Seite aus
ein Zugang durch eine mit der Schließzylinderanordnung 1 gesicherten Tür möglich ist.
[0039] Beispielsweise kann der Eintritt in einen geschützten Bereich nur einer eingeschränkten
Anzahl an Personen bzw. deren RFID-Transponderschlüsseln zugeteilt werden. Der Ausgang
aus einem solchen gesicherten Bereich kann hingegen einer größeren Anzahl an Personen
gestattet werden, die vorher unter Kontrolle einer berechtigten Person Zutritt zu
diesem gesicherten Bereich erhalten haben. Mit Hilfe dieser elektromechanischen Betätigungsknäufe
3a, 3b an beiden Seiten des Schließzylindergehäuses 2 kann auch eine über die Zugangskontrolle
hinausgehende Protokollierung der Gehrichtung erfolgen.
1. Schließzylinderanordnung (1) mit
- einem Schließzylindergehäuse (2), das einen schwenkbar am Schließzylindergehäuse
(2) gelagerten Schließbart (5), eine quer durch das Schließzylindergehäuse (2) führende
Stulpschrauben-Gewindebohrung (6) zur Aufnahme einer Stulpschraube (18) und eine Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
(21) hat, die sich von diametral gegenüberliegenden Stirnseiten des Schließzylindergehäuses
(2) zum Schließbart (5) hin erstreckt, und
- mit zwei Betätigungsknäufen (3a, 3b), die jeweils eine zum Einführen in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
(21) des Schließzylindergehäuses (2) angepasste Betätigungswelle (4a, 4b) mit einem
Kupplungselement (20) zum Ankoppeln an den Schließbart (5) haben, wobei die Betätigungswellen
(4a, 4b) eine zur Verriegelung der Betätigungswelle (4a, 4b) an dem Schließzylindergehäuse
(2) ausgebildete Verriegelungskontur (7a, 7b) haben,
wobei im Schließzylindergehäuse (2) mindestens ein von der Stulpschrauben-Gewindebohrung
(6) zur Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung (21) führender Kanal (9, 10) vorhanden ist
und in dem Kanal (9, 10) ein Verriegelungsorgan (11, 12) gelagert ist, und dass der
Kanal (9, 10) mit seinem Verriegelungsorgan (11, 12) an die Verriegelungskontur (7a,
7b) einer zugeordneten Betätigungswelle (4a, 4b) eines Betätigungsknaufs (3a, 3b)
angepasst ist, um bei Einschrauben einer Stulpschraube (18) in die Stulpschrauben-Gewindebohrung
(6) das Verriegelungsorgan (11, 12) mit Hilfe der Stulpschraube (18) zu verlagern
und eine in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung (21) eingeführte Betätigungswelle
(4a, 4b) durch Eingriff des Verriegelungsorgans (11, 12) in die Verriegelungskontur
(7a, 7b) der Betätigungswelle (4a, 4b) zu verriegeln, und wobei das Verriegelungsorgan
mindestens zwei zusammenwirkende Verriegelungsstifte (11, 12) hat, wobei ein erster
Verriegelungsstift (11) in einem in die Stulpschrauben-Gewindebohrung (6) einmündenden
ersten Kanalabschnitt (10) und einen zweiter Verriegelungsstift (12) in einem in die
Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung (21) einmündenden zweiten Kanalabschnitt (9) des
Kanals angeordnet sind, und wobei der erste und zweite Kanalabschnitt (9, 10) ineinander
übergehen und winklig zueinander ausgerichtet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Verriegelungsstift (11, 12) an ihrer aufeinander zuweisenden
Stirnseite jeweils eine schräg zur Längserstreckungsrichtung des jeweiligen Verriegelungsstiftes
(11, 12) verlaufende Schrägfläche (13a, 13b) haben, wobei die Schrägflächen (13a,
13b) des ersten und zweiten Verriegelungsstiftes (11, 12) aneinander angrenzen und
ein Schub- oder Kugelgelenk bilden und dass das Verriegelungsorgan (11, 12) mittels
eines zwischen Schließzylindergehäuse (2) und Verriegelungsorgan (11, 12) wirkenden
Spannelementes, insbesondere einer Druckfeder (15), unter einer Vorspannung steht,
um das Verriegelungsorgan (11, 12) aus dem verriegelten Eingriff mit der zugeordneten
Betätigungswelle (4a, 4b) zu bringen.
2. Schließzylinderanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste und zweite Kanalabschnitt (9, 10) rechtwinklig zueinander erstrecken.
3. Schließzylinderanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verriegelungsstift (11) an seiner an die Stulpschrauben-Gewindebohrung
(6) angrenzenden Stirnseite eine schräg zur Erstreckungsrichtung des ersten Verriegelungsstiftes
(11) verlaufende Rampe (14) hat.
4. Schließzylinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungskontur (7a, 7b) der Betätigungswelle (4a, 4b) als Nut ausgebildet
ist, die sich am Außenumfang der Betätigungswelle (4a, 4b) mindestens teilweise über
die Umfangslänge erstreckt.
5. Schließzylinderanordnung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut mindestens eine Unterbrechung hat oder dass sich die Nut ringförmig um den
gesamten Umfang erstreckt.
6. Schließzylinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für beide Betätigungswellen (4a, 4b) jeweils ein von der Stulpschrauben-Gewindebohrung
(6) zur Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung (21) führender Kanal (10, 9) mit mindestens
einem in dem Kanal (10, 9) beweglich gelagerten Verriegelungsorgan (11, 12) vorgesehen
ist.
7. Schließzylinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Betätigungsknauf (3a, 3b) einen elektromechanischen Aktor zur Verlagerung
des mit dem Schließbart (5) koppelbaren Kupplungselementes (20) hat.
8. Schließzylinderanordnung (1) mit
- einem Schließzylindergehäuse (2), das einen schwenkbar am Schließzylindergehäuse
(2) gelagerten Schließbart (5), eine quer durch das Schließzylindergehäuse (2) führende
Stulpschrauben-Gewindebohrung (6) zur Aufnahme einer Stulpschraube (18) und eine Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
(21) hat, die sich von diametral gegenüberliegenden Stirnseiten des Schließzylindergehäuses
(2) zum Schließbart (5) hin erstreckt, und
- mit zwei Betätigungsknäufen (3a, 3b), die jeweils eine zum Einführen in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung
(21) des Schließzylindergehäuses (2) angepasste Betätigungswelle (4a, 4b) mit einem
Kupplungselement (20) zum Ankoppeln an den Schließbart (5) haben, wobei die Betätigungswellen
(4a, 4b) eine zur Verriegelung der Betätigungswelle (4a, 4b) an dem Schließzylindergehäuse
(2) ausgebildete Verriegelungskontur (7a, 7b) haben,
wobei im Schließzylindergehäuse (2) mindestens ein von der Stulpschrauben-Gewindebohrung
(6) zur Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung (21) führender Kanal (9, 10) vorhanden ist
und in dem Kanal (9, 10) ein Verriegelungsorgan (11, 12) gelagert ist, und dass der
Kanal (9, 10) mit seinem Verriegelungsorgan (11, 12) an die Verriegelungskontur (7a,
7b) einer zugeordneten Betätigungswelle (4a, 4b) eines Betätigungsknaufs (3a, 3b)
angepasst ist, um bei Einschrauben einer Stulpschraube (18) in die Stulpschrauben-Gewindebohrung
(6) das Verriegelungsorgan (11, 12) mit Hilfe der Stulpschraube (18) zu verlagern
und eine in die Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung (21) eingeführte Betätigungswelle
(4a, 4b) durch Eingriff des Verriegelungsorgans (11, 12) in die Verriegelungskontur
(7a, 7b) der Betätigungswelle (4a, 4b) zu verriegeln und wobei das Verriegelungsorgan
mindestens zwei zusammenwirkende Verriegelungsstifte (11, 12) hat, wobei ein erster
Verriegelungsstift (11) in einem in die Stulpschrauben-Gewindebohrung (6) einmündenden
ersten Kanalabschnitt (10) und einen zweiter Verriegelungsstift (12) in einem in die
Betätigungsorgan-Aufnahmeöffnung (21) einmündenden zweiten Kanalabschnitt (9) des
Kanals angeordnet sind, und wobei der erste und zweite Kanalabschnitt (9, 10) ineinander
übergehen und winklig zueinander ausgerichtet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verriegelungsstift (11) drehbar in dem ersten Kanalabschnitt (10) gelagert
ist und an seiner an die Stulpschrauben-Gewindebohrung (6) angrenzenden Stirnseite
einen zum Eingriff in ein Außengewinde einer Stulpschraube (18) ausgebildeten Zahnkranz
hat, und dass der erste und zweite Verriegelungsstift (11, 12) über ein Zahnradgetriebe
miteinander gekoppelt sind.
1. Lock-cylinder arrangement (1)
- which comprises a lock-cylinder housing (2) having a locking bit (5), which is mounted
in a pivotable manner in the lock-cylinder housing (2), having a threaded bore (6),
which leads transversely through the lock-cylinder housing (2) and is intended for
accommodating a faceplate screw (18), and having an actuating-member-accommodating
opening (21), which extends from diametrically opposite end sides of the lock-cylinder
housing (2) in the direction of the locking bit (5), and
- also comprises two actuating knobs (3a, 3b), each having an actuating shaft (4a,
4b), which is adapted for introduction into the actuating-member-accommodating opening
(21) of the lock-cylinder housing (2) and has a coupling element (20) for coupling
to the locking bit (5), wherein the actuating shafts (4a, 4b) have a locking contour
(7a, 7b), which is designed for locking the actuating shaft (4a, 4b) on the cylinder-lock
housing (2),
wherein the lock-cylinder housing (2) contains at least one channel (9, 10), which
leads from the faceplate-screw threaded bore (6) to the actuating-member-accommodating
opening (21), and a locking member (11, 12) is mounted in the channel (9, 10), and
in that the channel (9, 10) is adapted, by way of its locking member (11, 12), to
the locking contour (7a, 7b) having an associated actuating shaft (4a, 4b) of an actuating
knob (3a, 3b) so that, when a faceplate screw (18) is being screwed into the faceplate-screw
threaded bore (6), the locking member (11, 12) can be shifted with the aid of the
faceplate screw (18) and an actuating shaft (4a, 4b) introduced into the actuating-member-accommodating
opening (21) can be locked by engagement of the locking member (11, 12) in the locking
contour (7a, 7b) of the actuating shaft (4a, 4b), and wherein the locking member has
at least two interacting locking pins (11, 12), wherein a first locking pin (11) is
arranged in a first channel portion (10), which opens out into the faceplate-screw
threaded bore (6), and a second locking pin (12) is arranged in a second channel portion
(9) of the channel, which opens out into the actuating-member-accommodating opening
(21), and wherein the first and second channel portions (9, 10) merge one into the
other and are oriented at an angle in relation to one another,
characterized in that, on their end sides which face towards one another, the first and second locking
pins (11, 12) each have an oblique surface (13a, 13b), which runs obliquely in relation
to the direction of longitudinal extent of the respective locking pin (11, 12), wherein
the oblique surfaces (13a, 13b) of the first and second locking pins (11, 12) are
adjacent to one another and form a sliding joint or ball joint, and
in that the locking member (11, 12) is subjected to prestressing by means of a bracing element,
in particular of a compression spring (15), acting between the lock-cylinder-housing
(2) and locking member (11, 12), so that the locking member (11, 12) can be moved
out of locking engagement with the associated actuating shaft (4a, 4b).
2. Lock-cylinder arrangement (1) according to Claim 1, characterized in that the first and second channel portions (9, 10) extend at right angles to one another.
3. Lock-cylinder arrangement (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that, on its end side which is adjacent to the faceplate-screw threaded bore (6), the
first locking pin (11) has a ramp (14), which runs obliquely in relation to the direction
in which the locking pin (11) extends.
4. Lock-cylinder arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the locking contour (7a, 7b) of the actuating shaft (4a, 4b) is designed in the form
of a groove which extends, at least in part, over the circumferential length of the
outer circumference of the actuating shaft (4a, 4b).
5. Lock-cylinder arrangement (1) according to Claim 4, characterized in that the groove has at least one interruption, or in that the groove extends in the form of a ring around the entire circumference.
6. Lock-cylinder arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a respective channel (10, 9), which leads from the faceplate-screw threaded bore
(6) to the actuating-member-accommodating opening (21) and has at least one locking
member (11, 12) mounted in a movable manner in the channel (10, 9), is provided for
both the actuating shafts (4a, 4b).
7. Lock-cylinder arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one actuating knob (3a, 3b) has an electromechanical actuator for shifting
the coupling element (20), which can be coupled to the locking bit (5).
8. Lock-cylinder arrangement (1)
- which comprises a lock-cylinder housing (2) having a locking bit (5), which is mounted
in a pivotable manner in the lock-cylinder housing (2), having a threaded bore (6),
which leads transversely through the lock-cylinder housing (2) and is intended for
accommodating a faceplate screw (18), and having an actuating-member-accommodating
opening (21), which extends from diametrically opposite end sides of the lock-cylinder
housing (2) in the direction of the locking bit (5), and
- also comprises two actuating knobs (3a, 3b), each having an actuating shaft (4a,
4b), which is adapted for introduction into the actuating-member-accommodating opening
(21) of the lock-cylinder housing (2) and has a coupling element (20) for coupling
to the locking bit (5), wherein the actuating shafts (4a, 4b) have a locking contour
(7a, 7b), which is designed for locking the actuating shaft (4a, 4b) on the cylinder-lock
housing (2),
wherein the lock-cylinder housing (2) contains at least one channel (9, 10), which
leads from the faceplate-screw threaded bore (6) to the actuating-member-accommodating
opening (21), and a locking member (11, 12) is mounted in the channel (9, 10), and
in that the channel (9, 10) is adapted, by way of its locking member (11, 12), to
the locking contour (7a, 7b) having an associated actuating shaft (4a, 4b) of an actuating
knob (3a, 3b) so that, when a faceplate screw (18) is being screwed into the faceplate-screw
threaded bore (6), the locking member (11, 12) can be shifted with the aid of the
faceplate screw (18) and an actuating shaft (4a, 4b) introduced into the actuating-member-accommodating
opening (21) can be locked by engagement of the locking member (11, 12) in the locking
contour (7a, 7b) of the actuating shaft (4a, 4b), and wherein the locking member has
at least two interacting locking pins (11, 12), wherein a first locking pin (11) is
arranged in a first channel portion (10), which opens out into the faceplate-screw
threaded bore (6), and a second locking pin (12) is arranged in a second channel portion
(9) of the channel, which opens out into the actuating-member-accommodating opening
(21), and wherein the first and second channel portions (9, 10) merge one into the
other and are oriented at an angle in relation to one another,
characterized in that the first locking pin (11) is mounted in a rotatable manner in the first channel
portion (10) and, on its end side which is adjacent to the faceplate-screw threaded
bore (6), has a toothed ring designed for engagement in an external thread of a faceplate
screw (18), and
in that the first and second locking pins (11, 12) are coupled to one another via a toothed
gear mechanism.
1. Arrangement cylindre de fermeture (1), comprenant
- un boîtier de cylindre de fermeture (2) qui comporte un panneton de fermeture (5)
monté pivotant sur le boîtier de cylindre de fermeture (2), un perçage taraudé à vis
emboutie (6) qui passe transversalement à travers le boîtier de cylindre de fermeture
(2) et qui est destiné à accueillir une vis emboutie (18) ainsi qu'une ouverture d'accueil
d'organe d'actionnement (21), laquelle s'étend des côtés frontaux diamétralement opposés
du boîtier de cylindre de fermeture (2) en direction du panneton de fermeture (5),
et
- comprenant deux poignées d'actionnement (3a, 3b), qui comportent respectivement
un axe d'actionnement (4a, 4b), adapté pour être inséré dans l'ouverture d'accueil
d'organe d'actionnement (21) du boîtier de cylindre de fermeture (2) et doté d'un
élément d'accouplement (20) servant à l'accouplement au panneton de fermeture (5),
les axes d'actionnement (4a, 4b) comportant un profil de verrouillage (7a, 7b) configuré
pour verrouiller l'axe d'actionnement (4a, 4b) au niveau du boîtier de cylindre de
fermeture (2), au moins un canal (9, 10) qui mène du perçage taraudé à vis emboutie
(6) à l'ouverture d'accueil d'organe d'actionnement (21) se trouvant dans le boîtier
de cylindre de fermeture (2) et un organe de verrouillage (11, 12) étant logé dans
le canal (9, 10), et en ce que le canal (9, 10) est adapté avec son organe de verrouillage
(11, 12) au profil de verrouillage (7a, 7b) d'un axe d'actionnement (4a, 4b) associé
d'une poignée d'actionnement (3a, 3b) afin de déplacer l'organe de verrouillage (11,
12) à l'aide d'une vis emboutie (18) lors du vissage de la vis emboutie (18) dans
le perçage taraudé à vis emboutie (6) et verrouiller un axe d'actionnement (4a, 4b)
introduit dans l'ouverture d'accueil d'organe d'actionnement (21) par mise en prise
de l'organe de verrouillage (11, 12) dans le profil de verrouillage (7a, 7b) de l'axe
d'actionnement (4a, 4b),
et l'organe d'actionnement comportant au moins deux goupilles de verrouillage (11,
12) coopérantes, une première goupille de verrouillage (11) étant disposée dans une
première portion de canal (10) qui débouche dans le perçage taraudé à vis emboutie
(6) et une deuxième goupille de verrouillage (12) dans une deuxième portion de canal
(9) du canal qui débouche dans l'ouverture d'accueil d'organe d'actionnement (21),
et les première et deuxième portions de canal (9, 10) fusionnant l'une dans l'autre
et étant orientées de manière angulaire l'une par rapport à l'autre,
caractérisé en ce que les première et deuxième goupilles de verrouillage (11, 12) comportent respectivement
une surface inclinée (13a, 13b) qui s'étend en biais par rapport au sens de projection
longitudinal de la goupille de verrouillage (11, 12) respective, les surfaces inclinées
(13a, 13b) de la première et de la deuxième goupille de verrouillage (11, 12) étant
adjacentes l'une de l'autre et formant un joint coulissant ou pivotant, et
en ce que l'organe de verrouillage (11, 12) se trouve sous une précontrainte au moyen d'un
élément de contrainte agissant entre le boîtier de cylindre de fermeture (2) et l'organe
de verrouillage (11, 12), notamment un ressort de compression (15), afin d'amener
l'organe de verrouillage (11, 12) hors de la prise verrouillée avec l'axe d'actionnement
(4a, 4b) associé.
2. Arrangement cylindre de fermeture (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première et la deuxième portion de canal (9, 10) s'étendent perpendiculairement
l'une à l'autre.
3. Arrangement cylindre de fermeture (1) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la première goupille de verrouillage (11) comporte au niveau de son côté frontal
adjacent au perçage taraudé à vis emboutie (6) une rampe (14) qui s'étend en biais
par rapport au sens de l'extension de la première goupille de verrouillage (11).
4. Arrangement cylindre de fermeture (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le profil de verrouillage (7a, 7b) de l'axe d'actionnement (4a, 4b) est réalisé sous
la forme d'une rainure qui s'étend sur le pourtour extérieur de l'axe d'actionnement
(4a, 4b) au moins partiellement sur la longueur du pourtour.
5. Arrangement cylindre de fermeture (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que la rainure comporte au moins une interruption et en ce que la rainure s'étant en forme d'anneau autour de la totalité du pourtour.
6. Arrangement cylindre de fermeture (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un canal (10, 9) qui mène du perçage taraudé à vis emboutie (6) à l'ouverture d'accueil
d'organe d'actionnement (21) est respectivement présent pour les deux axes d'actionnement
(4a, 4b), avec au moins un organe de verrouillage (11, 12) monté mobile dans le canal
(10, 9).
7. Arrangement cylindre de fermeture (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins une poignée d'actionnement (3a, 3b) comporte un actionneur électromécanique
destiné à déplacer l'élément d'accouplement (20) qui peut être accouplé au panneton
de fermeture (5).
8. Arrangement cylindre de fermeture (1), comprenant
- un boîtier de cylindre de fermeture (2) qui comporte un panneton de fermeture (5)
monté pivotant sur le boîtier de cylindre de fermeture (2), un perçage taraudé à vis
emboutie (6) qui passe transversalement à travers le boîtier de cylindre de fermeture
(2) et qui est destiné à accueillir une vis emboutie (18) ainsi qu'une ouverture d'accueil
d'organe d'actionnement (21), laquelle s'étend des côtés frontaux diamétralement opposés
du boîtier de cylindre de fermeture (2) en direction du panneton de fermeture (5),
et
- comprenant deux poignées d'actionnement (3a, 3b), qui comportent respectivement
un axe d'actionnement (4a, 4b), adapté pour être inséré dans l'ouverture d'accueil
d'organe d'actionnement (21) du boîtier de cylindre de fermeture (2) et doté d'un
élément d'accouplement (20) servant à l'accouplement au panneton de fermeture (5),
les axes d'actionnement (4a, 4b) comportant un profil de verrouillage (7a, 7b) configuré
pour verrouiller l'axe d'actionnement (4a, 4b) au niveau du boîtier de cylindre de
fermeture (2), au moins un canal (9, 10) qui mène du perçage taraudé à vis emboutie
(6) à l'ouverture d'accueil d'organe d'actionnement (21) se trouvant dans le boîtier
de cylindre de fermeture (2) et un organe de verrouillage (11, 12) étant logé dans
le canal (9, 10), et en ce que le canal (9, 10) est adapté avec son organe de verrouillage
(11, 12) au profil de verrouillage (7a, 7b) d'un axe d'actionnement (4a, 4b) associé
d'une poignée d'actionnement (3a, 3b) afin de déplacer l'organe de verrouillage (11,
12) à l'aide d'une vis emboutie (18) lors du vissage de la vis emboutie (18) dans
le perçage taraudé à vis emboutie (6) et verrouiller un axe d'actionnement (4a, 4b)
introduit dans l'ouverture d'accueil d'organe d'actionnement (21) par mise en prise
de l'organe de verrouillage (11, 12) dans le profil de verrouillage (7a, 7b) de l'axe
d'actionnement (4a, 4b),
et l'organe d'actionnement comportant au moins deux goupilles de verrouillage (11,
12) coopérantes, une première goupille de verrouillage (11) étant disposée dans une
première portion de canal (10) qui débouche dans le perçage taraudé à vis emboutie
(6) et une deuxième goupille de verrouillage (12) dans une deuxième portion de canal
(9) du canal qui débouche dans l'ouverture d'accueil d'organe d'actionnement (21),
et les première et deuxième portions de canal (9, 10) fusionnant l'une dans l'autre
et étant orientées de manière angulaire l'une par rapport à l'autre,
caractérisé en ce que la première goupille de verrouillage (11) et montée rotative dans la première portion
de canal (10) et comporte au niveau de sa surface frontale adjacente au perçage taraudé
à vis emboutie (6) une couronne dentée configurée pour venir en prise dans un filet
mâle d'une vis emboutie (18), et
en ce que les première et deuxième goupilles de verrouillage (11, 12) sont accouplées l'une
à l'autre par le biais d'une transmission à roues dentées.