| (19) |
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(11) |
EP 2 981 381 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.2019 Patentblatt 2019/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.05.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/059612 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/187688 (27.11.2014 Gazette 2014/48) |
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VERFAHREN ZUM ERZEUGEN EINES SCHALENFÖRMIGEN BAUTEILS SOWIE ZUR ANWENDUNG DIESES VERFAHRENS
GEEIGNETE HERSTELLUNGSANLAGE
METHOD FOR PRODUCING A SHELL-SHAPED COMPONENT AND PRODUCTION SYSTEM SUITABLE FOR THE
USE OF SAID METHOD
PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN ÉLÉMENT STRUCTURAL CONCAVE AINSI QU'ÉQUIPEMENT DE PRODUCTION
POUR LA MISE EN OEUVRE DE CE PROCÉDÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
22.05.2013 DE 102013209477 20.08.2013 DE 102013216439
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.02.2016 Patentblatt 2016/06 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DOYE, Christian
13156 Berlin (DE)
- KRÜGER, Ursus
14089 Berlin (DE)
- STIER, Oliver
12163 Berlin (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2004/065052 DE-A1-102010 060 362 US-A- 5 257 657
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WO-A1-2009/109016 US-A- 4 775 092
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines schalenförmigen Bauteils
mit einer Wandung und einer zur Öffnung dieses Bauteils hin offenen Vertiefung. Außerdem
betrifft die Erfindung eine Herstellungsanlage für ein Bauteil, aufweisend eine Kaltspritzdüse
und eine Haltevorrichtung für das Bauteil, wobei die Kaltspritzeinrichtung und die
Aufnahme relativ zueinander beweglich sind.
[0002] Ein Verfahren der eingangs angegebenen Art ist allgemein bekannt. Schalenförmige
Bauteile werden bevorzugt durch Tiefziehen hergestellt. Hierbei wird ein Blech über
einen Formkörper (Matrize) umformtechnisch bearbeitet. Allerdings können Bauteile
auf diese Weise nur bei größeren Stückzahlen wirtschaftlich hergestellt werden, da
die Formwerkzeuge vergleichsweise teuer in der Herstellung sind und bei kleineren
Stückzahlen die Stückkosten daher negativ beeinflussen. Dies gilt auch für eine Herstellung
durch Gießen, da in diesem Fall Gussformen hergestellt werden müssen. Grundsätzlich
technisch möglich ist auch eine spanende Bearbeitung, beispielsweise durch Fräsen.
Allerdings ist bei schalenförmigen Bauteilen ein großes Volumen spanend abzuheben,
weswegen dieses Verfahren wegen des anfallenden Fertigungsaufwandes wirtschaftlich
nicht vertretbar ist.
[0003] Als schalenförmige Bauteile im Sinne der Erfindung sollen Bauteile verstanden werden,
deren Schalendicke, d. h. Wandstärke der Wandung, klein gegenüber den Gesamtabmessungen
des Bauteils ist. Unter klein ist beispielsweise ein Verhältnis zu verstehen, bei
dem die mittlere Schalendicke des Bauteils im Vergleich zu seiner längsten Gesamtabmessung
unter 5 %, bevorzugt sogar unter 2 % und noch bevorzugter sogar unter 0,5 %, beträgt.
Derartige Schalenbauteile finden in der Technik mannigfache Verwendung. Gemäß der
DE 10 2010 040 855 A1 ist beispielsweise eine Verwendung solcher schalenförmiger Bauteile in Gleichspannungs-Teilchenbeschleunigern
beschrieben. Diese Teilchenbeschleuniger weisen Elektroden auf, welche ineinander
verschachtelt werden und daher aus schalenförmigen Bauteilen unterschiedlicher Abmessungen
bestehen. Diese Elektroden werden daher nur in geringer Stückzahl hergestellt, wobei
ein Interesse daran besteht, dass diese wirtschaftlich hergestellt werden können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher einerseits darin, ein Verfahren zum Erzeugen
eines schalenförmigen Bauteils anzugeben, mit dem sich schalenförmige Bauteile auch
in kleinen Stückzahlen wirtschaftlich herstellen lassen.
[0004] Die eingangs angegebene Herstellungsanlage ist aus dem Stand der Technik ebenfalls
bekannt. Das Kaltgasspritzen sowie eine zur Anwendung dieses Verfahrens geeignete
Anlage ist beispielsweise in der
DE 690 164 33 T2 beschrieben. Dabei wird ein Partikelstrahl durch ein unter Druck stehendes Gas durch
eine konvergent-divergent ausgeführte Düse stark beschleunigt, wodurch es zu einer
Abscheidung der Partikel auf einem geeigneten Substrat kommt.
[0005] Idealerweise wird der Partikelstrahl mit einem Spritzwinkel α = 0° eingestellt (d.
h., dass die Strahlachse des Kaltgasstrahls senkrecht auf der zu beschichtenden Oberfläche
steht). Jede davon abweichende Orientierung der Strahlachse führt zu einem positiven
Wert des Spritzwinkels a. Abhängig von den Randbedingungen wie verarbeitete Partikel,
Oberflächenmaterial und Spritzparameter gibt es ein zulässiges Intervall für den Spritzwinkel,
innerhalb dessen die Haftfestigkeit der abgeschiedenen Partikel maximale Werte erreichen.
Der Nullwinkel kann in diesem Intervall enthalten sein oder nicht. Die Schar aller
zulässigen Spritzwinkel ergibt damit einen Raum zwischen zwei Kegelflächen, deren
Spitzen im Auftreffpunkt des Partikelstrahls zusammenfallen. Wenn in dem Intervall
der Nullwinkel enthalten ist (was normalerweise der Fall ist), benötigt man zur Beschreibung
des Spritzwinkelintervalls nur einen Kegel, den sogenannten Kaltspritzkegel, der in
der beschriebenen Weise ausgerichtet ist.
[0006] Das Kaltgasspritzen ist ein an sich bekanntes Verfahren, bei dem für die Beschichtung
vorgesehene Partikel mittels einer konvergent-divergenten Düse vorzugsweise auf Überschallgeschwindigkeit
beschleunigt werden, damit diese aufgrund ihrer eingeprägten kinetischen Energie auf
der zu beschichtenden Oberfläche haften bleiben. Hierbei wird die kinetische Energie
der Teilchen genutzt, welche zu einer plastischen Verformung derselben führt, wobei
die Beschichtungspartikel beim Auftreffen lediglich an ihrer Oberfläche aufgeschmolzen
werden. Deshalb wird dieses Verfahren im Vergleich zu anderen thermischen Spritzverfahren
als Kaltgasspritzen bezeichnet, weil es bei vergleichsweise tiefen Temperaturen durchgeführt
wird, bei denen die Beschichtungspartikel im Wesentlichen festbleiben. Vorzugsweise
wird zum Kaltgasspritzen, welches auch als kinetisches Spritzen bezeichnet wird, eine
Kaltgasspritzanlage verwendet, die eine Gasheizeinrichtung zum Erhitzen eines Gases
aufweist. An die Gasheizeinrichtung wird eine Stagnationskammer angeschlossen, die
ausgangsseitig mit der konvergent-divergenten Düse, vorzugsweise einer Lavaldüse verbunden
wird. Konvergent-divergente Düsen weisen einen zusammenlaufenden Teilabschnitt sowie
einen sich aufweitenden Teilabschnitt auf, die durch einen Düsenhals verbunden sind.
Die konvergent-divergente Düse erzeugt ausgangsseitig einen Pulverstrahl in Form eines
Gasstroms mit darin befindlichen Partikeln mit hoher Geschwindigkeit, vorzugsweise
Überschallgeschwindigkeit. Mit dem Kaltgasstrahl lassen sich Schichten abscheiden,
um zum Beispiel ein Rohr auf einer zylindrischen Rohrmatrize herzustellen, wie in
der
DE 10 2010 060362 A1 und der
WO 2009/109016 A1 beschrieben. Die Rohrmatrize kann nach der Herstellung des Rohres aus dessen Inneren
entfernt werden.
[0007] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht damit darin, eine Herstellungsanlage zum
Kaltgasspritzen so zu modifizieren, dass sich das eingangs angegebene Verfahren mit
dieser durchführen lässt. Dies bedeutet, dass mittels der Herstellungsanlage die Herstellung
von schalenförmigen Bauteilen auch bei Kleinserien vorteilhaft kostengünstig durchführbar
sein soll.
[0008] Die erstgenannte Aufgabe wird durch das eingangs angegebene Verfahren erfindungsgemäß
durch folgende Maßnahmen gelöst. Das Bauteil wird durch Kaltgasspritzen hergestellt.
Hierbei wird ein Stützkörper mit einer gekrümmten Oberfläche aus einem Material zur
Verfügung gestellt, auf dem die Partikel des Kaltgasstrahls nicht haften bleiben.
Auf diesem Stützkörper kann eine Startstruktur auf der Oberfläche temporär fixiert
werden. Diese Fixierung darf nicht durch ein inniges, beispielsweise stoffschlüssiges
Verbinden der Startstruktur mit dem Stützkörper folgen. Eine bessere Möglichkeit besteht
aber darin, die Startstruktur mittels einer Haltevorrichtung zu halten und auf diesem
Wege mit dem Stützkörper in Kontakt zu bringen.
[0009] Wenn im Zusammenhang mit der Erfindung davon die Rede ist, dass die Partikel des
Kaltgasstrahls nicht an dem Material des Stützkörpers haften bleiben, so hängt dies
wesentlich von der Wahl des Spritzwinkels ab. Beträgt der Spritzwinkel 0°, so lassen
sich auf den meisten Materialien Schichten abscheiden, während dies nicht möglich
ist, wenn der Spritzwinkel außerhalb des Kaltspritzkegels liegt. Mit anderen Worten
lässt sich ein Stützkörper, auf dem die Partikel des Kaltgasstrahls möglichst wenig
haften bleiben, vorteilhaft dadurch auswählen, dass die abzuscheidenden Partikel auf
dem Material des Stützkörpers nur in einem vergleichsweise spitzen Kaltspritzkegel
oder gar nicht abgeschieden werden können.
[0010] Erfindungsgemäß ist außerdem vorgesehen, dass das Bauteil durch einen Materialauftrag
aus dem Kaltgasstrahl jeweils an den Saum des in Entstehung befindlichen Bauteils
hergestellt wird, wobei der Stützkörper und der Kaltgasstrahl synchron derart bewegt
werden, dass der Kaltgasstrahl in einem Winkel innerhalb des Kaltspritzkegels des
Saumes, aber außerhalb des Kaltspritzkegels des Stützkörpers auf den Saum auftrifft.
Der Saum des in Herstellung befindlichen Bauteils wird sich immer in einem Winkel
zu dem Stützkörper befinden, bei dem die Oberfläche des Stützkörpers so ausgerichtet
ist, dass sich bezogen auf den Stützkörper der Kaltgasstrahl außerhalb des Kaltspritzkegels
befindet. Bevorzugt beträgt die Ausrichtung der Oberfläche des Saums gegenüber der
Oberfläche des Stützkörpers ca. 90° oder wenigstens mehr als 70° bis 90°. Hierdurch
kommt der erfindungsgemäße Effekt zustande, dass der Stützkörper das in Entstehung
befindliche Bauteil im Auftreffpunkt des Kaltgasstrahls stützt. Dadurch, dass eine
Herstellung des Bauteils durch Kaltgasspritzen eine Stützung des Bauteils immer nur
im Auftreffbereich des Kaltgasstrahls erfordert, kann das Volumen des Stützkörpers
vorteilhaft sehr viel kleiner als das Innenvolumen der Vertiefung des schalenförmigen
Bauteils sein. Erforderlich ist es nur, dass bei einer konvexen Oberfläche des Stützkörpers
der Krümmungsradius an der Auftreffstelle des Kaltgasstrahls gerade geringer ausfällt,
als der lokale Krümmungsradius des schalenförmigen Bauteils auf der Innenseite. Wird
eine konkave Stützstruktur verwendet, dann muss der Krümmungsradius des Bauteils außen
geringer sein als der Krümmungsradius der Stützstruktur. Nur so kann erreicht werden,
dass sich die Stützstruktur jeweils an die in Entstehung befindliche Partie des schalenförmigen
Bauteils bevorzugt tangential anschmiegen kann und diese dadurch stützt.
[0011] Vorteilhaft kann das Bauteil schüsselförmig ausgebildet sein. Hiermit ist gemeint,
dass das schalenförmige Bauteil rotationssymmetrisch ist und die Symmetrieachse senkrecht
auf der die Öffnung enthaltenden Ebene steht. Besonders bevorzugt kann das Bauteil
als Elektrodenschale eines Teilchenbeschleunigers hergestellt werden.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stützkörper
aus einem Hartmetall besteht. Dieses Material hat den Vorteil, dass sich Partikel
mittels Kaltgasspritzen vergleichsweise schlecht auf diesem Material abscheiden lassen
und daher die Stützwirkung eines so hergestellten Stützkörpers gut genutzt werden
kann. Außerdem ist ein solcher Stützkörper nur einem geringen Verschleiß ausgesetzt,
so dass dieser selten ausgetauscht werden muss.
[0013] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stützkörper
eine Oberfläche aufweist, die die Form einer Kugel oder eines Kugelabschnitts hat.
Diese Formen der Stützkörper gehören zur Gruppe der Stützkörper mit konvexer Oberfläche.
Kugelförmige Stützkörper lassen sich dabei vorteilhaft einfach handhaben, da unabhängig
von der Positionierung der Kugel gegenüber der in Entstehung befindlichen Wandung
des Bauteils immer derselbe Krümmungsradius zur Stützung zur Verfügung steht. Gemäß
einer anderen Ausgestaltung ist der Stützkörper mit konkaver Oberfläche ausgebildet,
wobei auch diese konkave Oberfläche vorteilhaft die eines Kugelabschnitts bilden kann.
[0014] Auch an sich schwierig zu verarbeitende Materialien wie Titan und Tantal lassen sich
vorteilhaft erfindungsgemäß mit dem Verfahren abscheiden. Dadurch können vorteilhaft
auch diese Materialien einer breiteren Anwendung zugeführt werden.
[0015] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass mehrere
Stützkörper mit unterschiedlichen Krümmungsradien ihrer gekrümmten Oberfläche zur
Verfügung gestellt werden. Diese können in dem Verfahren dann ausgewechselt werden,
wobei sich vorteilhaft auf diesem Wege auch schalenförmige Bauteile herstellen lassen,
bei denen die Krümmungradien der Schale lokal unterschiedlich sind (d. h. andere Formen
als Kugelschalen). Hierbei muss berücksichtigt werden, dass der Krümmungsradius des
Stützkörpers nicht zu stark von dem gerade herzustellenden Krümmungsradius der Wandung
abweichen darf, da der Stützeffekt ansonsten zu gering ausfällt.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Kaltspritzdüse und/oder der Stützkörper jeweils
durch einen Roboterarm geführt werden. Durch Führung mittels eines Roboterarms können
die Kaltspritzdüse sowie der Stützkörper vorteilhaft optimal gegeneinander ausgerichtet
werden, wodurch sich die Vielfalt der herstellbaren Formen von schüsselförmigen Bauteilen
erhöht. Um eine möglichst raumunabhängige Führungsmöglichkeit für die Kaltspritzdüse
und/oder den Stützkörper zu erreichen, kann der Roboterarm vorteilhaft jeweils mindestens
drei Achsen aufweisen. Mehr Freiheitsgrade erhöhen selbstverständlich die geometrische
Flexibilität des gesamten Systems.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung erhält man, wenn als Startstruktur eine
ringförmig geschlossene Struktur verwendet wird, die den Rand der Öffnung des schalenförmigen
Bauteils definiert, wobei die Wandung des Bauteils ausgehend von der Startstruktur
aufgebaut wird. Ringförmig geschlossen muss die Struktur deswegen sein, damit sie
eine Umrandung der Öffnung des schalenförmigen Bauteils darstellt. Dies bedeutet jedoch
nicht, dass diese Öffnung kreisringförmig sein muss. Unter ringförmig geschlossen
ist im Sinne der Erfindung lediglich zu verstehen, dass die Startstruktur länglich
ausgebildet ist und keinen Anfang und kein Ende aufweist.
[0018] Vorteilhaft kann die Startstruktur auch als ringförmig geschlossene Struktur auf
einer Unterlage durch Kaltgasspritzen hergestellt werden. Diese bildet dann den Rand
der Öffnung des schalenförmigen Bauteils und die Wandung wird ausgehend von der Startstruktur
durch Kaltgasspritzen aufgebaut. Die hiermit verbundenen Vorteile sind vorstehend
bereits beschrieben worden. Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, dass die Unterlage
besser zur Abscheidung von Material durch Kaltgasspritzen geeignet ist, als der Stützkörper,
der an sich schwer zu beschichten ist, damit die Partikel beim Stützen der herzustellenden
Wandung nicht an diesem haften bleiben.
[0019] Die auf die eingangs angegebene Herstellungsanlage gerichtete Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Herstellungsanlage einen Stützkörper aufweist, der eine konvex
oder konkav gekrümmte Oberfläche aufweist und relativ zur Aufnahme beweglich ist.
Die mit der Anwendung eines solchen Stützkörpers verbundenen Vorteile sind im Zusammenhang
mit dem oben beschriebenen Verfahren bereits erwähnt worden. Die freie Beweglichkeit
des Stützkörpers sowie der Kaltspritzdüse stellen sicher, dass die Bewegung dieser
beiden Elemente synchronisiert werden kann, um lokal den Auftrag von Partikeln auf
den Saum des in Herstellung befindlichen Bauteils zu stützen. Zu bemerken ist im Zusammenhang
mit der Herstellungsanlage, dass die relative Beweglichkeit zwischen der Haltevorrichtung
für das herzustellende Bauteil, der Kaltspritzdüse sowie des Stützkörpers nicht unbedingt
durch eine Bewegung von Kaltspritzdüse und Stützkörper alleine, sondern auch durch
eine Bewegung des Bauteils in der Haltevorrichtung bewerkstelligt werden kann. Insbesondere
bei rotationssymmetrischen Bauteilen bietet sich beispielsweise an, dass das schüsselförmige
Bauteil um seine Rotationsachse gedreht wird. Dann müssen die Kaltspritzdüse sowie
der Stützkörper nur noch Schwenkbewegungen in einer Ebene ausführen. Abhängig vom
Anwendungsfall kann die Konstruktion der Herstellungsanlage also vereinfacht werden.
Erkauft wird diese Vereinfachung aber durch eine geringere geometrische Flexibilität
der Herstellungsanlage. Hierbei muss ein technischer Kompromiss gefunden werden.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Herstellungsanlage
kann der Stützkörper an einem Roboterarm befestigt werden. Genauso kann gemäß einer
anderen Ausgestaltung dieser Herstellungsanlage die Kaltspritzdüse an einem Roboterarm
befestigt werden. Hierdurch lässt sich vorteilhaft eine vergleichsweise hohe Flexibilität
der Herstellungsanlage erreichen. Insbesondere, wenn die Roboterarme mehrere rotatorische
Freiheitsgrade haben (3 oder mehr), kann eine Freiformfläche beliebiger Geometrie
vorteilhaft ohne größeren Rüstaufwand der Herstellungsanlage hergestellt werden.
[0021] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Gleiche oder sich entsprechende Zeichnungselemente sind jeweils mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und werden nur insoweit mehrfach erläutert, wie sich Unterschiede zwischen
den einzelnen Figuren ergeben. Es zeigen:
- Figur 1 und 2
- ausgewählte Schritte eines Ausführungsbei*spiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
in geschnittener Darstellung,
- Figur 3 bis 5
- ausgewählte Fertigungsschritte eines anderen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens, teilweise in dreidimensionaler und teilweise in geschnittener Darstellung,
- Figur 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in Schnittdarstellung
und
- Figur 7
- ein schematisches Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Herstellungsanlage im
schematischem Schnitt.
[0022] In Figur 1 ist zu erkennen, wie das erfindungsgemäße Verfahren gestartet wird. Zu
diesem Zweck ist eine Startstruktur 11a vorgesehen, die ringförmig ausgebildet ist
und den Rand einer herzustellenden Öffnung 12 eines noch nicht zu erkennenden, herzustellenden
schalenförmigen Bauteils bildet. Die Startstruktur 11a ist mit einer Haltevorrichtung
13 fixiert.
[0023] Um die Wandung des herzustellenden Bauteils zu erzeugen, wird eine Kaltspritzdüse
14, die an einem Roboterarm 15 befestigt ist, auf den Rand der Startstruktur 11a gerichtet.
Gleichzeitig wird ein kugelförmiger Stützkörper 16 von der anderen Seite mit einem
weiteren Roboterarm 15b an den Rand der Startstruktur 11a herangeführt. Hierdurch
wird lokal eine Stützung der im Aufbau befindlichen Wandung des herzustellenden Bauteils
erreicht, und zwar genau an der Auftreffstelle eines Kaltgasstrahls 17, der die von
der Kaltspritzdüse 14 beschleunigten Partikel enthält.
[0024] In Figur 2 ist ausschnitthaft zu erkennen, wie eine Wandung 18 des herzustellenden
Bauteils 19 entsteht. Es ist zu erkennen, dass der Stützkörper 16 derart nachgeführt
wird, dass er sich immer an der Auftreffstelle des Kaltgasstrahls 17 befindet. Dieser
wird auf den Saum 20 der in Herstellung befindlichen Wandung 18 gerichtet und trifft
in der in Figur 2 dargestellten Variante genau in einem Winkel von 90° auf den Saum
20. Der Spritzwinkel α liegt insofern bei 0°. Allerdings kann dieser, wie durch den
Kaltspritzkegel 21 angedeutet, auch von den dargestellten 0° abweichen, solange dieser
innerhalb des Kaltspritzkegels 21 liegt.
[0025] Weiterhin ist zu erkennen, dass sich der Stützkörper 16 derart an die konkave Innenseite
der Wandung 18 anschmiegt, dass im Bereich des Saums 20 eine tangentiale Berührung
der Wandung 18 mit der Oberfläche des Stützkörpers 16 erfolgt. Dabei ist die Ausrichtung
des Saums in Bezug auf eine auf der Oberfläche des Stützkörpers 16 stehenden Normalen
22 um den Winkel β geneigt, wobei der Winkel β gering genug gewählt wird, damit eine
Ausrichtung des Kaltstrahls 17 außerhalb des (nicht dargestellten) Spritzkegels auf
der Oberfläche des Stützkörpers liegt (β kann auch Null betragen). Damit wird vermieden,
dass Partikel auf der Oberfläche des Stützkörpers abgeschieden werden.
[0026] In Figur 3 ist zu erkennen, wie eine Startstruktur 11b auf einer Unterlage 24 in
Form eines flachen Tisches hergestellt wird. Hierbei wird der Kaltgasstrahl 17 auf
diese Unterlage 24 gerichtet und so die ringförmige Startstruktur hergestellt. Diese
besteht vorteilhaft bevorzugt aus demselben Material wie die herzustellende Wandung.
In der Mitte der Unterlage ist ein Loch 25 vorgesehen, durch das die Stützstruktur
16 (vgl. Figur 5) in die Vertiefung 26 des schalenförmigen Bauteils 19 eingeführt
werden kann.
[0027] In Figur 4 ist zu erkennen, dass die dort zur Anwendung kommende Stützstruktur 16
die Form einer Halbkugel aufweist, damit diese an den Saum 20 herangeführt werden
kann, ohne dass die Unterlage 24 dabei stört. Ansonsten erfolgt die Herstellung der
Wandung gemäß Figur 4 in der zu Figur 2 bereits beschriebenen Weise.
[0028] In Figur 5 ist zu erkennen, wie das Bauteil 19 kurz vor dessen endgültiger Fertigstellung
hergestellt wird. Die Wandung 18 ist bereits fast geschlossen, wobei der Stützkörper
16 mit dem Roboterarm 15b durch das Loch 25 an die letzte offene Stelle der Wandung
herangeführt wird. Die Stützstruktur 16 vermag das verbleibende offene Areal der Wandung
komplett zu verschließen, so dass mittels des Kaltgasstrahls 17 dieses Loch geschlossen
werden kann. Anschließend kann das Bauteil 19 in nicht dargestellter Weise beispielsweise
durch Drahterodieren von der Unterlage 24 getrennt werden.
[0029] In Figur 6 ist ein konkaver Stützkörper 16 dargestellt, der von außen an die Wandung
18 des nicht näher dargestellten herzustellenden Bauteils herangeführt wird. Es ist
zu erkennen, dass der Krümmungsradius des konkaven Stützkörpers 16 nur so groß sein
kann, dass der Kaltgasstrahl 17 noch an den Saum 20 des Bauteils herangeführt werden
kann. Daher eignet sich ein konkaver Stützkörper bevorzugt für die Herstellung großer
Radien, die durch eine Heranführung des Stützkörpers von innen erschwert werden würde.
[0030] In Figur 7 lässt sich das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Herstellungsanlage
erkennen. Die Herstellungsanlage weist ein Gehäuse 27 auf, damit diese mit einem Schutzgas
befüllt werden kann. In dem Gehäuseraum sind zwei Roboter 28a, 28b angeordnet, die
die Roboterarme 15a, 15b aufweisen. An dem Roboterarm 15a ist die Kaltspritzdüse 14
befestigt, die über eine flexible Leitung 29 mit einer Kaltspritzanlage 30 verbunden
ist. Die Haltevorrichtung 13 ermöglicht die Aufnahme einer Startstruktur (nicht dargestellt).
Diese kann bei einer Herstellung der Wandung gemäß den bereits beschriebenen Verfahren
über die Stützstruktur 16 gestützt werden, die mittels des Roboters 28b in geeigneter
Weise nachgeführt wird. Sollte das herzustellende Bauteil Bereiche unterschiedlicher
Durchmesser aufweisen, so sind weitere Stützkörper 16 in einem Magazin 31 vorgesehen.
Dieses Magazin 31 kann von dem Roboterarm 15b angefahren werden, damit die Stützkörper
16 ausgewechselt werden können.
1. Verfahren zum Erzeugen eines schalenförmigen Bauteils (19) mit einer Wandung (18)
und einer zu einer Öffnung (12) hin offenen Vertiefung,
wobei dieses Bauteil (19) durch Kaltgasspritzen hergestellt wird, wobei
- ein Stützkörper (16) mit einer konvex oder konkav gekrümmten Oberfläche aus einem
Material zur Verfügung gestellt wird, auf dem die Partikel des Kaltgasstahls (17)
nicht haften bleiben,
- eine Startstruktur (11a) von einer Haltevorrichtung (13) gehalten wird und mit der
Oberfläche des Stützkörpers (16) in Kontakt gebracht wird,
- das Bauteil durch einen Materialauftag aus dem Kaltgasstrahl (17) jeweils an den
Saum (20) des in Entstehung befindlichen Bauteils (19) hergestellt wird, wobei der
Stützkörper (16) und der Kaltgasstrahl (21) synchron derart bewegt werden, dass der
Kaltgasstrahl (17) in einem Winkel innerhalb des Kaltspritzkegels (21) auf den Saum
(20) auftrifft und der Stützkörper (16) das in Entstehung befindliche Bauteil (19)
im Auftreffpunkt des Kaltgasstrahls (17) stützt, während die Ausrichtung des Kaltgasstrahls
(21) außerhalb des Spritzkegels auf der Oberfläche des Stützkörpers (16) liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein schüsselförmiges Bauteil (19) hergestellt wird.
3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Bauteil (19) eine Elektrodenschale eines Teilchenbeschleunigers hergestellt wird.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stützkörper (16) aus einem Hartmetall besteht.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stützkörper (16) eine Oberfläche aufweist, die die Form einer Kugel oder eines
Kugelabschnittes aufweist.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das der Stützkörper (16) konkav ausgebildet ist.
7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Material Titan oder Tantal verarbeitet wird.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Stützkörper (16) mit unterschiedlichen Krümmungsradien ihrer gekrümmten Oberfläche
zur Verfügung gestellt werden.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaltspritzdüse (14) und/oder der Stützkörper (16) jeweils durch einen Roboterarm
(15a, 15b) geführt werden.
10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Startstruktur (11a, 11b) eine ringförmig geschlossene Struktur verwendet wird,
die den Rand der Öffnung (12) des schalenförmigen Bauteils (19) definiert und dass
die Wandung (18) des Bauteils (19) ausgehend von der Startstruktur (11a, 11b) aufgebaut
wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Startstruktur (11b) als ringförmig geschlossene Struktur auf einer Unterlage
(24) durch Kaltgasspritzen hergestellt wird und den Rand der Öffnung (12) des schalenförmigen
Bauteils (19) definiert und dass die Wandung (18) des Bauteils (19) ausgehend von
der Startstruktur (11a, 11b) aufgebaut wird.
12. Herstellungsanlage für ein schalenförmiges Bauteil, aufweisend eine Kaltspritzdüse
(14), und eine Haltevorrichtung (13) mit einer Aufnahme für das Bauteil, wobei die
Kaltspritzeinrichtung und die Aufnahme relativ zueinander beweglich sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Herstellungsanlage außerdem einen Stützkörper aufweist, der eine konvex oder
konkav gekrümmte Oberfläche aufweist und relativ zur Aufnahme beweglich ist.
13. Herstellungsanlage nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stützköper (16) an einem Roboterarm (15a, 15b) befestigt ist.
14. Herstellungsanlage nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaltspritzdüse (14) an einem Roboterarm (15a, 15b) befestigt ist.
1. Method for producing a shell-shaped component (19), having a wall (18) and a depression
open toward an opening (12), wherein
said component (19) is produced by cold gas spraying, wherein
- a supporting body (16) having a convexly or concavely curved surface composed of
a material to which the particles of the cold gas jet (17) do not adhere is made available,
- a starting structure (11a) is held by a holding fixture (13) and is brought into
contact with the surface of the supporting body (16),
- the component is produced by application of material from the cold gas jet (17)
in each case to the edge (20) of the component (19) being formed, wherein the supporting
body (16) and the cold gas jet (21) are moved synchronously in such a way that the
cold gas jet (17) impinges on the edge (20) at an angle within the cold spraying cone
(21), and the supporting body (16) supports the component (19) being formed at the
point of impact of the cold gas jet (17), while the cold gas jet (21) is aligned outside
the spraying cone on the surface of the supporting body (16).
2. Method according to Claim 1,
characterized
in that a bowl-shaped component (19) is produced.
3. Method according to either of the preceding claims,
characterized
in that an electrode shell of a particle accelerator is produced as a component (19).
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the supporting body (16) is composed of a hard metal.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the supporting body (16) has a surface which has the shape of a sphere or of a spherical
segment.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the supporting body (16) is of concave design.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that titanium or tantalum are used as the material.
8. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that a plurality of supporting bodies (16) having different radii of curvature of the
curved surface thereof are made available.
9. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the cold spraying nozzle (14) and/or the supporting body (16) are each guided by
a robot arm (15a, 15b).
10. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that a structure in the form of a closed ring is used as a starting structure (11a, 11b),
defining the rim of the opening (12) of the shell-shaped component (19), and in that
the wall (18) of the component (19) is built up starting from the starting structure
(11a, 11b).
11. Method according to one of Claims 1 to 9,
characterized
in that the starting structure (11b) is produced as a structure in the form of a closed ring
on a base (24) by cold gas spraying and defines the rim of the opening (12) of the
shell-shaped component (19), and in that the wall (18) of the component (19) is built
up starting from the starting structure (11a, 11b).
12. Production system for a shell-shaped component, having a cold spraying nozzle (14)
and a holding fixture (13) having a holder for the component, wherein the cold spraying
device and the holder can be moved relative to one another,
characterized
in that the production system furthermore has a supporting body, which has a convexly or
concavely curved surface and can be moved relative to the holder.
13. Production system according to Claim 12,
characterized
in that the supporting body (16) is secured on a robot arm (15a, 15b).
14. Production system according to either of Claims 12 and 13,
characterized
in that the cold spraying nozzle (14) is secured on a robot arm (15a, 15b).
1. Procédé de production d'une pièce (19) en forme de coupelle, ayant une paroi (18)
et une cavité ouverte vers une ouverture (12),
dans lequel
on produit cette pièce (19) par projection de gaz froid, dans lequel
- on se procure un corps (16) d'appui, ayant une surface incurvée de manière convexe
ou concave, en un matériau sur lequel les particules du jet (17) de gaz froid ne restent
pas en adhérence,
- on maintient une structure (11a) de départ par un dispositif (13) de maintien et
on la met en contact avec la surface du corps (16) d'appui,
- on produit la pièce par un dépôt de matière à partir du jet (17) de gaz froid, respectivement
à la lisière de la pièce (19) se trouvant en création, le corps (16) d'appui et le
jet (21) de gaz froid étant déplacés en synchronisme, de manière à ce que le jet (17)
de gaz froid arrive sur la lisière (20) suivant un angle à l'intérieur du cône (10,
21) d'injection à froid, et de manière à ce que le corps (16) d'appui appuie, au point
d'incidence du jet (17) de gaz froid, la pièce (19) se trouvant en création, pendant
que l'orientation du jet (21) de gaz froid se trouve à l'extérieur du cône d'injection
sur la surface du corps (16) d'appui.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'on produit une pièce (19) en forme de cuve.
3. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'on produit, comme pièce (19), une coupelle d'électrode d'un accélérateur de particules.
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le corps (16) d'appui est en un métal (12).
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le corps (16) d'appui a une surface, qui a la forme d'une sphère ou d'un segment
de sphère.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le corps (16) d'appui est concave.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'on traite, comme matériau, du titane ou du tantale.
8. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'on se procure plusieurs corps (16) d'appui, ayant des rayons de courbure différents
de la surface incurvée.
9. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'on guide la buse (14) d'injection à froid et/ou le corps (16) d'appui, chacune
par un bras (15a, 15b ) de robot.
10. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'on utilise, comme structure (11a, 11b) de départ, une structure fermée annulairement,
qui définit le bord de l'ouverture (12) de la pièce (19) en forme de coupelle et en ce que l'on forme la paroi (18) de la pièce (19) à partir de la structure (11a, 11b) de
départ.
11. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé
en ce que l'on produit la structure (11b) de départ par projection de gaz froid, sous la forme
d'une structure fermée annulairement sur un support (24) et on définit le bord de
l'ouverture (12) de la pièce (19) en forme de coupelle et en ce que l'on forme la paroi (18) de la pièce (19) à partir de la structure (11a, 11b) de
départ.
12. Installation de production d'une pièce en forme de coupelle, comportant une buse (14)
de projection à froid et un dispositif (13) de maintien, ayant un logement pour la
pièce, le dispositif de projection à froid et le logement étant mobiles l'un par rapport
à l'autre,
caractérisée
en ce que l'installation de production a, en outre, un corps d'appui, qui a une surface incurvée
de manière convexe ou concave, et est mobile par rapport au logement.
13. Installation de production suivant la revendication 12,
caractérisée
en ce que le corps (16) d'appui est fixé à un bras (15a, 15b) de robot.
14. Installation de production suivant l'une des revendications 12 à 13,
caractérisée
en ce que la buse (14) de projection à froid est fixée à un bras (15a, 15b) de robot.
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