[0001] Die Erfindung betrifft einen Ohrkanal-Hörer.
[0002] Ohrkanal-Hörer weisen im Allgemeinen einen akustischen Schallwandler auf, der in
ein Gehäuse eingebaut ist, das intra-aural, also in den Ohrkanal, eingesetzt wird.
Um das Gehäuse wird häufig ein Ohrpolster angeordnet, so dass das Tragen des Ohrkanal-Hörers
im Ohr für den Anwender angenehmer wird. An dem Gehäuse befindet sich ein elektrischer
Anschluss für ein Kabel, das ein elektrisches Signal zu dem Schallwandler führt.
[0003] Um den Tragekomfort für den Anwender zu verbessern und um eine höhere Dichtigkeit
des Hörers im Ohrkanal zu erreichen, können die Hörer in eine Otoplastik eingebaut
werden, hier auch als ohrangepasster Ohrkanal-Hörer bezeichnet.
[0004] Ferner kann ein Ohrkanal-Hörer nicht mit einem Ohrpolster versehen werden, sondern
an einer Otoplastik befestigt werden. In diesem Fall sind Otoplastik und Hörer keine
Einheit, sondern können getrennt werden. Diese Otoplastik wird hier als Ohrpassstück
bezeichnet.
[0005] Die Vorteile einer ohrangepassten Lösung sind ein sicherer Sitz des Hörers im Ohrkanal
und eine bessere Tiefenwiedergabe durch eine bessere Abdichtung des Hörers.
[0006] Die meisten hochwertigen ohrangepassten Ohrkanal-Hörer weisen Mehrwegsysteme bestehend
aus magnetischen Treibern auf. Ohrangepasste Ohrkanal-Hörer mit dynamischen Treibern
werden aufgrund der geringeren Klangqualität hier meist nicht verwendet. Der Schallwandler
wird über eine Bohrung oder einen Schlauch mit der Öffnung der Otoplastik verbunden.
[0007] Wenn ein derartiger Ohrkanal-Hörer in den Ohrkanal eines Anwenders eingesetzt ist,
so verschließt der Ohrkanal-Hörer den Ohrkanal im Wesentlichen luftdicht. Der von
dem Schallwandler abgestrahlte Schall gelangt so von dem Ohrkanal-Hörer über den Ohrkanal
zu dem Trommelfell des Anwenders.
[0008] Der Frequenzgang einer solchen Anordnung ergibt sich aus dem Frequenzgang des Hörers
und den Übertragungsfunktionen der Schallführungen und des Ohrkanals. Der Frequenzgang
ist also stark abhängig von den akustischen Eigenschaften des Schallwandlers, von
der Position des Wandlers in der Schallführung und von der Geometrie der Schallführung
und des Ohrkanals. Vor allem sind auch die Eigenschaften der Resonanzen, die sich
zwischen Schallwandler und Trommelfell ausbilden, von diesen Faktoren abhängig. Der
mit dem Ohrkanal-Hörer verschlossene Ohrkanal weist ein Resonanzverhalten bei der
Anregung mit einer der sich ergebenden Resonanzfrequenzen auf.
[0009] Die betrachtete Resonanzfrequenz kann beispielsweise in etwa bei 6 kHz liegen. Die
durch das Resonanzverhalten hervorgerufene Überhöhung des Schallpegels im Bereich
von etwa 6 kHz wirkt sich nachteilig auf die Klangqualität aus.
[0010] Die betrachtete Resonanzfrequenz kann beispielsweise in etwa bei 6 kHz liegen. Die
durch das Resonanzverhalten hervorgerufene Überhöhung des Schallpegels im Bereich
von etwa 6 kHz wirkt sich nachteilig auf die Klangqualität aus.
[0012] US 2010/0322453 A1 zeigt einen Ohrkanal-Hörer mit einem elektroakustischen Schallwandler und einer Schallführung
sowie einem Ohranpass-Stück.
[0015] US 4,311,206 zeigt einen Hörer mit einer Ohranpass-Einheit.
[0016] US 2,964,596 zeigt einen Ohrkanal-Hörer mit einem elektroakustischen Schallwandler und einer Schallführung
sowie einer Ohranpass-Einheit.
[0017] US 4,870,688 zeigt einen Ohrkanal-Hörer mit einem elektroakustischen Schallwandler sowie einer
Schallführung und einem Ohranpass-Stück.
[0018] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Klangqualität eines Hörers zu verbessern.
Insbesondere sollen Einflüsse des Ohrkanals auf die Klangqualität kompensiert werden.
[0019] Diese Aufgabe wird durch einen Ohrkanal-Hörer gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0020] Somit wird ein Ohrkanal-Hörer mit einem elektroakustischen Schallwandler, einer ersten
Schallführungseinheit zum Führen des Schalls von dem elektroakustischen Schallwandler
und einer Ohranpass-Einheit, welche eine zweite Schallführungseinheit zum Verlängern
der ersten Schallführungseinheit und eine dritte Schallführungseinheit aufweist. Die
dritte Schallführungseinheit ist als Otoplastik ausgestaltet und umgibt die zweite
Schalführungseinheit. Die dritte Schallführungseinheit dient dazu, Schall weiter in
einen Ohrkanal eines Anwenders zu leiten. Eine Außenkontur der dritten Schallführungseinheit
ist an die Innenkontur des Ohrkanals des Anwenders angepasst. Ferner weist die Ohranpass-Einheit
eine im Wesentlichen akustisch dichte Schallwand im Bereich der zweiten Schallführungseinheit
auf. Die Schallwand erstreckt sich zwischen der zweiten und dritten Schallführungseinheit
und bildet einen akustischen Abschluss für einen akustisch wirksamen Bereich der dritten
Schallführungseinheit. Die Schallwand trennt eine Vorderseite von einer Rückseite
des elektroakustischen Schallwandlers. Die Schallwand ist an einem ohrabgewandten
Ende der dritten Schallführungseinheit vorgesehen. Die Ohranpass-Einheit ist mit der
zweiten und dritten Schallführungseinheit von der ersten Schallführungseinheit abnehmbar
ausgestaltet. Ein Innendurchmesser der dritten Schallführungseinheit ist größer als
ein Innendurchmesser der zweiten Schallführungseinheit. Die dritte Schallführungseinheit
weist eine geringe Wandstärke zur Vergrößerung der akustisch wirksamen Querschnittsfläche
und eine Mindestwandstärke zur Gewährleistung einer mechanischen Stabilität auf. Im
gesamten akustisch wirksamen Bereich der dritten Schallführungseinheit ist ein Verhältnis
einer akustisch wirksamen Querschnittsfläche zu einer Gesamtquerschnittsfläche der
Außenkontur der dritten Schallführungseinheit überall größer als 40 %.
[0021] Gemäß der Erfindung kann die akustische Belastung des Schallwandlers durch die Schallführung
und den Ohrkanal minimiert und die Einflüsse der Ohrkanalresonanzen auf die Klangqualität
kompensiert werden.
[0022] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung schließt die Schallwand mit einem ersten
und zweiten Ende der Schallführungseinheit ab oder ein zweites Ende der Schallführungseinheit
ragt über die Schallwand hinaus.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein λ/4 Resonator in der
Schallwand vorgesehen.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Helmholtz-Resonator
zumindest teilweise in der Schallwand angeordnet.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erstreckt sich ein Volumen
des Helmholtz-Resonators zumindest teilweise in den Bereich der ohrabgewandten Seite
des Hörers und außerhalb der Schallwand.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform, die nicht durch die beanspruchte Erfindung abgedeckt
ist, ist eine Ohrpass-Einheit für einen Hörer mit einem Schallwandler und einer ersten
Schallführungseinheit zum Führen des Schalls von dem elektroakustischen Schallwandler
vorgesehen. Die Ohrpass-Einheit weist eine zweite Schallführungseinheit zum Verlängern
der ersten Schallführungseinheit, eine dritte Schallführungseinheit, deren Außenkontur
an eine Innenkontur eines Ohrkanals eines Anwenders angepasst ist und welche die zweite
Schallführungseinheit umgibt und eine Schallwand im Bereich der zweiten Schallführungseinheit
auf, wobei die Schallwand sich zwischen der zweiten und dritten Schallführungseinheit
erstreckt.
[0027] Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0028] Die Erfindung betrifft einen Gedanken, einen ohrangepassten Ohrkanal-Hörer vorzusehen,
welcher einen breitbandigen und störungsfreien Frequenzgang aufweist. Hierbei wird
eine Erweiterung des Frequenzganges zu hohen Frequenzen ohne störende Einbrüche im
Frequenzgang vorgesehen.
[0029] Die Ausführungsbeispiele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachstehend
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1A
- zeigt einen typischen Frequenzgang einer Anordnung mit einem Ohrkanal-Hörer und einem
Ohrkanal gemäß dem Stand der Technik,
- Fig. 1B
- zeigt einen typischen Frequenzgang mit einem ohrangepassten Ohrkanal-Hörer,
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- zeigt einen Frequenzgang einer Anordnung eines Ohrkanals und eines Hörers gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5A
- zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5B
- zeigt einen Frequenzgang eines Ohrkanal-Hörers gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 7
- zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel,
und
- Fig. 8
- zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem sechsten
Ausführungsbeispiel.
[0030] Fig. 1A zeigt einen typischen Frequenzgang einer Anordnung eines Ohrkanal-Hörers
mit einem Ohrkanal und einem Ohrkanal-Hörer gemäß dem Stand der Technik. Auf der X-Achse
ist die Frequenz von 20 Hz bis 20 kHz logarithmisch dargestellt. Die Y-Achse stellt
die Amplitude des Frequenzgangs von 80 bis 130 dBV dar. Der Ohrkanal eines Anwenders
ist durch den Ohrkanal-Hörer verschlossen und diese Anordnung weist eine Resonanzfrequenz
auf. Das heißt, bestimmte Töne, also Schall bestimmter Frequenzen, die der Hörer abgibt,
liegen im Resonanzbereich der Anordnung und können demnach von einem Anwender verstärkt
wahrgenommen werden. Diese Resonanz ist eine Eigenschaft des durch den Ohrkanal-Hörer
verschlossenen Ohrkanals. Die genaue Lage der Resonanzfrequenz ist abhängig von der
Geometrie des Ohrkanals, von der Position, an der sich der Ohrkanal-Hörer im Ohrkanal
befindet, und von den akustischen Eigenschaften des Ohrkanal-Hörers. Diese Resonanz
liegt häufig bei etwa 7,5 kHz. Die in der Fig. 1 dargestellte Resonanzüberhöhung in
dem Bereich zwischen 6 bis 9 kHz, wobei das Maximum bei etwa 7,5 kHz liegt, ist auf
die Resonanz des verschlossenen Ohrkanals zurückzuführen.
[0031] Fig. 1B zeigt einen typischen Frequenzgang einer Anordnung mit einem ohrangepassten
Ohrkanal-Hörer. Durch einen ohrangepassten Ohrkanal-Hörer wird der Hörer akustisch
anders belastet und die Abstandsverhältnisse zum Trommelfell sind anders als bei einem
nicht-ohrangepassten Ohrkanal-Hörer. Dies führt zu einer Verschiebung der Resonanz
zu deutlich tieferen Frequenzen wie beispielsweise bei 5 oder 6 kHz. Bei Frequenzen
zwischen 3 kHz und 10 kHz sind Einbrüche vorhanden.
[0032] Sogenannte ohrangepasste Ohr-Kanalhörer sind Hörer, die z. B. mittels eines Ohrpassadapters
oder mittels einer Otoplastik genau an einen Ohrkanal eins Anwenders angepasst sind.
Der Schall wird dann von dem elektroakustischen Wiedergabewandler über eine Bohrung
(runde, meist mit genormten kleinen Durchmessern erstellte Kanäle) vom Wandler in
den hinteren Teil des Ohrkanals des Anwenders geführt. Da das Ohranpass-stück bzw.
die Otoplastik nicht gerade ist, ist somit auch der Kanal zwischen dem elektroakustischen
Schallwandler und dem ohrseitigen Ende des Ohrpassstückes oder der Otoplastik keine
gerade, sondern eine gebogene Bohrung.
[0033] Durch einen Ohrkanal-Hörer mit einer (aufgesetzten) Otoplastik wird der Schallwandler
akustisch anders belastet und die Abstandsverhältnisse zum Trommelfell sind anders
als bei einem nicht-ohrangepassten Ohrkanal-Hörer.
[0034] Bei einer Otoplastik ist die äußere Kontur der Otoplastik an die Innenkontur eines
Ohrkanals eines Anwenders angepasst. Somit wird der elektroakustische Schallwandler
des Hörers in einem bestimmten Abstand zu dem ohrseitigen Ende der Otoplastik bzw.
des Ohrpassadapters vorgesehen. Hierbei hat die Position einen Einfluss auf den Frequenzgang
des Schalldruckes, welcher an dem Trommelfell des Anwenders erzeugt wird. Durch die
Größe bzw. den Außendurchmesser des Wandlers ist festgelegt, bis zu welchem minimalen
Abstand zum Trommelfell der Wandler eingebaut werden kann. Typischerweise ist die
Größe bzw. der Außendurchmesser des Wandlers durch den minimalen Abstand zum Ohrkanal
festgelegt. Dies ist der Fall, da der Hörer mit dem Ohrpassstück oder der Otoplastik
nur bis zu einem bestimmten Punkt in dem Ohrkanal eingeführt werden kann. Der durch
den elektroakustischen Schallwandler erzeugte Schall wird durch die Bohrung bzw. den
Kanal in dem Ohrpassstück bzw. der Otoplastik in den Ohrkanal des Anwenders geführt.
[0035] Fig. 2 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel. Der Hörer 100 weist einen elektroakustischen Wiedergabewandler
110, eine erste Schallführungseinheit 120, eine zweite Schallführungseinheit 130 und
eine dritte Schallführungseinheit 140 auf. Die erste Schallführungseinheit 120 ist
im Bereich eines Volumens vor einer Membran des elektroakustischen Wiedergabewandlers
110 vorgesehen. Die dritte Schallführungseinheit 140 ist als ein Ohrpassstück oder
als eine Otoplastik ausgestaltet. Ihre Außenkontur ist an die Innenkontur eines Ohrkanals
angepasst. Die zweite Schallführungseinheit 130 dient der Verlängerung der ersten
Schallführungseinheit 120. Optional kann die zweite Schallführungseinheit zylindrisch
ausgestaltet sein. Die Länge und der Durchmesser der Schallführung der zweiten Schallführungseinheit
130 ist derart ausgestaltet, dass die akustische Masse der ersten und zweiten Schallführungseinheit
120, 130 zusammen mit dem Volumen vor der Membran des Wiedergabewandlers 110 eine
Resonanzfrequenz erzeugen, die den Frequenzgang um die erwünschten Anteile erweitert.
[0036] Die erste Schallführungseinheit 120 weist ein erstes Ende 121 und ein zweites Ende
122 auf. Das zweite Ende 122 ist an der ohrzugewandten Seite angeordnet, während das
erste Ende 121 an der ohrabgewandten Seite vorgesehen ist und den elektroakustischen
Wiedergabewandler 110 aufnehmen kann. Die zweite Schallführungseinheit 130 weist ein
erstes Ende 131 an der ohrabgewandten Seite und ein zweites Ende 132 an der ohrzugewandten
Seite auf. Die dritte Schallführungseinheit weist ein erstes Ende 141 an der ohrabgewandten
Seite und ein zweites Ende 142 an der ohrzugewandten Seite auf.
[0037] Die zweite Schallführungseinheit 130 weist eine Schallwand 150 auf, um einen klar
begrenzten akustischen Abschluss vorzusehen. Die Schallwand 150 ist akustisch im Wesentlichen
dicht ausgestaltet. Durch die akustisch im Wesentlichen dichte Schallwand 150 wird
die Vorderseite des elektroakustischen Wandlers akustisch von der Rückseite des Wandlers
getrennt. Die Schallwand 150 kann auch als Teil der dritten Schallführungseinheit
140 oder als ein separates Teil ausgestaltet sein und in ein erstes Ende 141 der dritten
Schallführungseinheit 140 eingeführt werden.
[0038] Die Schallwand 150 ist in einem Innenvolumen 143 der dritten Schallführungseinheit
140 im Bereich des ersten Endes 141 vorgesehen.
[0039] Optional schließt die Schallwand 150 mit dem ersten und zweiten Ende 131, 132 der
zweiten Schallführungseinheit 130 ab.
[0040] Die dritte Schallführungseinheit 140 weist einen Querschnitt bzw. Innendurchmesser
auf, welcher größer ist als der Querschnitt bzw. der Innendurchmesser der zweiten
Schallführungseinheit 130.
[0041] Die Außenkontur der dritten Schallführungseinheit 140 ist im Wesentlichen an die
Innenkontur des Ohrkanals angepasst. Die Dicke der dritten Schallführungseinheit 140
ist so dünn wie möglich ausgestaltet. Hierbei muss ein Kompromiss zwischen einer möglichst
geringen Dicke der dritten Schallführungseinheit 140 im Hinblick auf die Akustik einerseits
und eine Mindestwandstärke gewählt werden, um andererseits eine gewisse mechanische
Stabilität der dritten Schallführungseinheit 140 vorzusehen.
[0042] Vorzugsweise weist die dritte Schallführungseinheit 140 keine Einschnürung im Hinblick
auf die Geometrie des Ohrkanals auf.
[0043] Die Außenkontur der dritten Schallführungseinheit 140 folgt weitestgehend der Innenkontur
des Ohrkanals des Anwenders.
[0044] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist im gesamten Bereich der dritten Schallführungseinheit
das Verhältnis der akustisch wirksamen Querschnittsfläche im Vergleich zur Gesamtquerschnittsfläche
der Außenkontur überall größer als 40%.
[0045] Die zweite und dritte Schallführungseinheit 130, 140 sind von dem Wandler 110 und
der ersten Schallführungseinheit 120 abnehmbar ausgestaltet.
[0046] Fig. 3 zeigt einen Frequenzgang einer Anordnung eines Ohrkanals und eines Hörers
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Im Vergleich zu dem Frequenzgang von Fig. 1B
ist insbesondere im Frequenzbereich zwischen 3 kHz und 10 kHz eine wesentliche Verbesserung
zu sehen, weil der Einbruch in diesem Frequenzbereich mit einem erfindungsgemäßen
Hörer vermieden werden kann. Es ist allenfalls noch eine Resonanzspitze bei 6 kHz
vorhanden.
[0047] Fig. 4 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel. Der Ohrkanal-Hörer gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel entspricht
hierbei im Wesentlichen dem Ohrkanal-Hörer gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel von
Fig. 2. Während die Schallwand 150 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen
bündig mit der zweiten Schallführungseinheit 130 (d. h. mit ihrem ersten und zweiten
Ende 131, 132) abschließt, ist die Schallwand 150 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
weiter in Richtung des ersten Endes 141 der dritten Schallführungseinheit 140 zurückgesetzt.
Optional kann die Schallwand 150 Teil der dritten Schallführungseinheit 140 sein.
Alternativ bzw. zusätzlich dazu kann die Schallwand als ein separates Bauteil eingebaut
oder eingeklebt werden. Alternativ bzw. zusätzlich dazu kann die Schallwand durch
Einbringen von Klebstoff erzeugt werden.
[0048] Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel muss die zweite Schallführungseinheit 130 auch
nicht zylindrisch ausgestaltet sein. Ein ovaler Querschnitt oder ein Übergang von
einem ovalen auf einen runden Querschnitt oder umgekehrt ist ebenfalls möglich. Die
zweite Schallführungseinheit 130 kann ebenfalls als ein Trichter ausgestaltet sein.
[0049] Beim Tragen eines Ohrkanal-Hörers kommt der Hörer unvermeidlich mit Ohrschmalz (Cerumen)
in Kontakt. Ein besonderes Problem ergibt sich, wenn Cerumen in die Schallführungen
gemäß dem Stand der Technik gedrückt wird: Selbst kleine Partikel beeinflussen die
akustischen Eigenschaften bereits sehr stark. Die Hersteller versuchen das Problem
zu reduzieren, indem vor die Öffnungen sog. Cerumenfilter eingebaut werden, die regelmäßig
ausgetauscht werden müssen. Aber selbst wenn der Cerumen in dem Filter aufgefangen
wird, verändert sich der Frequenzgang bereits.
[0050] Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist die Öffnung, die zum Ohrkanal weist, so groß,
dass zum einen Cerumen, der dort eindringt, praktisch keinen Einfluss auf die Akustik
hat und zum anderen der Cerumen sich dort nicht festsetzen kann und bei Bewegung praktisch
wieder rausfällt.
[0051] Fig. 5A zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel. Der Ohrkanal-Hörer gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
entspricht im Wesentlichen dem Ohrkanal-Hörer gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
von Fig. 2. Somit weist der Ohrkanal-Hörer 100 einen elektroakustischen Wiedergabewandler
110, eine erste, zweite und dritte Schallführungseinheit 120, 130 und 140 sowie eine
Schallwand 150 im Bereich der zweiten Schallführungseinheit 130 auf. Zusätzlich weist
der Hörer gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel einen λ/4 Resonator 160 im Bereich
der Schallwand 150 auf. Der λ /4 Resonator 160 weist ein erstes offenes Ende 161 an
einer ohrzugewandten Seite und ein geschlossenes Ende 162 an der ohrabgewandten Seite
auf. Das geschlossene Ende 162 kann sich optional über die Schallwand 150 hinaus erstrecken.
[0052] Das offene Ende 161 kann sich optional über die Schallwand 150 hinaus erstrecken.
Die Länge des Resonators wird bestimmt durch die Wellenlänge der zu reduzierenden
Frequenz.
[0053] Der Helmholtzresonator wirkt als akustischer Saugkreis und reduziert somit den Schalldruck
im Ohrkanal im Bereich der Helmholtzresonanz.
[0054] Fig. 5B zeigt den Frequenzgang 700 von Fig. 3 als gestrichelte Linie. Die durchgezogene
Linie zeigt den im Bereich um 6 kHz geglätteten Frequenzgang 800 gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel.
[0055] Der Durchmesser und die Formgebung des Querschnitts des Resonators 160 bestimmen
die Güte des Reduktionseffektes. Der Querschnitt des Resonators 160 kann rund, oval,
eckig etc. sein. Der Querschnitt muss nicht über die Länge konstant sein. Der Resonator
160 muss nicht gerade sein, sondern kann auch gebogen oder beliebig geformt sein.
In dem Resonator 160 können ein oder mehrere akustische Widerstände angeordnet sein.
[0056] In einem Hörer können auch mehrere akustische Saugkreise, d. h. Resonatoren 160,
gemäß der Erfindung verwendet werden, die dann vorzugsweise auf verschiedene Frequenzen
abgestimmt sind.
[0057] Fig. 6 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel. Der Ohrkanal-Hörer gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel kann
auf einem Ohrkanal-Hörer gemäß dem ersten oder zweiten Ausführungsbeispiel beruhen.
Somit weist der Ohrkanal-Hörer 100 einen elektroakustischen Schallwandler 110, eine
erste, zweite und dritte Schallführungseinheit 120, 130, 140 und eine Schallwand 150
im Bereich der zweiten Schallführungseinheit 130 auf. Zusätzlich zu dem Hörer gemäß
dem ersten oder zweiten Ausführungsbeispiel weist der Hörer gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel
einen Helmholtz-Resonator 170 im Bereich der Schallwand 150 auf. Der Helmholtz-Resonator
170 weist ein erstes offenes Ende 171 an der ohrzugewandten Seite und ein Volumen
172 im Bereich der ohrabgewandten Seite auf.
[0058] Ein Helmholtz-Resonator besteht aus einem Element 173, welches vorrangig eine akustische
Masse bildet und aus einem abgeschlossenen Volumen 172. Dieser wird so abgestimmt,
dass die Helmholtzresonanz der störenden Resonanz entspricht. Der Helmholtzresonator
wirkt als akustischer Saugkreis und reduziert somit den Schalldruck im Ohrkanal im
Bereich der Helmholtzresonanz.
[0059] Mit einem Ohrkanal-Hörer gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel kann ebenfalls ein
in Fig. 5B gezeigter verbesserter Frequenzgang erzielt werden.
[0060] Gemäß dem dritten und vierten Ausführungsbeispiel kann die Schallwand 150 bündig
mit der zweiten Schallführungseinheit 130 abschließen. Alternativ dazu kann die zweite
Schallführungseinheit 130 über die Schallwand hinaus in Richtung der ohrzugewandten
Seite hineinragen, wie es beispielsweise gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel beschrieben
worden ist.
[0061] Gemäß der Erfindung ist es durch die Ausgestaltung des Ohrpassstückes bzw. der Otoplastik
möglich, dass der Hörer weiter in den Ohrkanal eines Anwenders hinein platziert werden
kann, so dass ein relativ kleiner elektroakustischer Schallwandler 110 verwendet werden
kann, welcher weiter in den Ohrkanal hinein platziert werden kann.
[0062] Gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel kann das Volumen 172 des HelmholtzResonators
170 aus der Schallwand 150 herausgeführt und kann beispielsweise neben oder hinter
dem elektroakustischen Schallwandler 110 platziert werden.
[0063] Optional können in der ersten, zweiten und dritten Schallführungseinheit Öffnungen
vorgesehen sein, durch welche eine Dämpfung eingestellt werden kann.
[0064] Gemäß der Erfindung kann der elektroakustische Schallwandler als ein dynamischer
oder magnetischer Schallwandler ausgestaltet sein.
[0065] Die dritte Schallführungseinheit 140 kann als ein Ohrpassstück ausgestaltet sein.
Ferner können die Schallführungseinheiten als Teil einer Otoplastik ausgestaltet sein.
[0066] Um ein druckfreies Tragen und ein einfaches Einsetzen und Entfernen der Otoplastik
aus dem Ohrkanal zu ermöglichen, wird an manchen Stellen Material entfernt und damit
bewusst von der Innenkontur des Ohrkanals abgewichen.
[0067] Fig. 7 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel. Der Hörer gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel kann auf einem
Hörer gemäß dem ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausführungsbeispiel beruhen.
Der Hörer ist als ohrangepasster Ohrkanal-Hörer realisiert, d. h. der Hörer kann in
eine Otoplastik eingebaut werden.
[0068] Fig. 8 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem sechsten
Ausführungsbeispiel. Der Hörer gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel kann auf einem
Hörer gemäß dem ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausführungsbeispiel beruhen.
Bei dem Hörer wurde das Ohrpolster durch ein Ohrpassstück ersetzt. Das Ohrpassstück
kann als eine Otoplastik ausgestaltet und über den Hörer geschoben werden.
[0069] Die Verbindung zwischen dem Hörer und dem Ohrpassstück ist eine Verbindung, die vom
Benutzer wieder gelöst werden kann, z.B. durch eine Rastverbindung.
[0070] Optional können in der ersten, zweiten und dritten Schallführungseinheit Dämpfungselemente
vorgesehen sein, um den Frequenzgang zusätzlich zu beeinflussen.
[0071] Gemäß der Erfindung kann die zweite und dritte Schallführungseinheit als Teil des
Hörers (z. B. als Teil der Otoplastik) oder als Ohrpassstück (Ohrpass-Einheit) ausgebildet
sein.
1. Ohrkanal-Hörer, mit
einem elektroakustischen Schallwandler (110),
einer ersten Schallführungseinheit (120) zum Führen des Schalls von dem elektroakustischen
Schallwandler (110), und
einer Ohranpass-Einheit, welche aufweist:
eine zweite Schallführungseinheit (130) zum Verlängern der ersten Schallführungseinheit
(120), und
eine dritte Schallführungseinheit (140), welche als Otoplastik ausgestaltet ist, und
die zweite Schallführungseinheit (130) umgibt und dazu ausgestaltet ist, Schall weiter
in einen Ohrkanal eines Anwenders zu leiten, und
wobei eine Außenkontur der dritten Schallführungseinheit (140) an eine Innenkontur
des Ohrkanals des Anwenders angepasst ist,
eine im Wesentlichen akustisch dichte Schallwand (150) im Bereich der zweiten Schallführungseinheit
(130), wobei die Schallwand (150) sich zwischen der zweiten und dritten Schallführungseinheit
(130, 140) erstreckt und einen akustischen Abschluss für einen akustisch wirksamen
Bereich der dritten Schallführungseinheit (140) bildet und eine Vorderseite von einer
Rückseite des elektroakustischen Schallwandlers (110) akustisch trennt,
wobei die Schallwand (150) an einem ohrabgewandten Ende (141) der dritten Schallführungseinheit
(140) vorgesehen ist,
wobei die Ohranpass-Einheit mit der zweiten und dritten Schallführungseinheit (130,
140) von der ersten Schallführungseinheit (120) abnehmbar ausgestaltet ist,
wobei ein Innendurchmesser der dritten Schallführungseinheit (140) größer ist als
ein Innendurchmesser der zweiten Schallführungseinheit (130),
wobei die dritte Schallführungseinheit (140) eine geringe Wandstärke zur Vergrößerung
der akustisch wirksamen Querschnittsfläche und eine Mindestwandstärke zur Gewährleistung
einer mechanischen Stabilität aufweist, wobei im gesamten akustisch wirksamen Bereich
der dritten Schallführungseinheit (140) ein Verhältnis einer akustisch wirksamen Querschnittsfläche
zu einer Gesamtquerschnittsfläche der Außenkontur der dritten Schallführungseinheit
(140) überall größer als 40 % ist.
2. Ohrkanal-Hörer nach Anspruch 1, wobei
die Schallwand (150) mit einem ersten und zweiten Ende (130, 132) der zweiten Schallführungseinheit
(130) abschließt oder
wobei ein zweites Ende (132) der zweiten Schallführungseinheit (130) über die Schallwand
(150) hinausragt.
3. Ohrkanal-Hörer nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei
ein λ/4 Resonator (160) in der Schallwand (150) vorgesehen ist.
4. Ohrkanal-Hörer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei
ein Helmholtz-Resonator (170) zumindest teilweise in der Schallwand (150) angeordnet
ist.
5. Ohrkanal-Hörer nach Anspruch 4, wobei
ein Volumen (172) des Helmholtz-Resonators (170) sich im Bereich der ohrabgewandten
Seite des Hörers außerhalb der Schallwand (150) erstreckt.
1. An ear canal earpiece comprising
an electroacoustic sound transducer (110),
a first sound guide unit (120) for guiding the sound from the electroacoustic sound
transducer (110),
an ear mould unit which comprises:
a second sound guide unit (130) for prolonging the first sound guide unit (120), and
a third sound guide unit (140) which is embodied as otoplastic means and surrounds
the second sound guide unit (130) and is adapted to guide sound further into the ear
canal of a user,
wherein an outside contour of the third sound guide unit is matched to an inside contour
of an ear canal of a user, and
a sound wall (150) which is acoustically of a substantially sealing nature and is
arranged in the region of the second sound guide unit (130), wherein the sound wall
(150) extends between the second and third sound guide units (130, 140) and provides
an acoustic termination for the acoustically effective region of the third sound guide
unit (140) and acoustically separates a front side from the rear side of the electroacoustic
transducer (110),
wherein the sound wall (150) is arranged at the end (141) of the third sound guide
unit (140) remote from the ear,
wherein the ear mould unit is removable together with the second and third sound guide
unit (130, 140) from the first sound guide unit (120),
wherein an inner diameter of the third sound guide unit (140) is bigger than an inner
diameter of the second sound guide unit (130),
wherein the third sound guide unit (140) comprises a reduced wall thickness for increasing
the acoustically effective cross section and a minimum wall thickness for providing
a certain mechanical stability,
wherein in the entire acoustically effective region of the third sound guide unit
(140), a ratio of the acoustically effective cross section to a total cross sectional
area of the outside contour of the third sound guide unit (140) is everywhere greater
than 40%.
2. An ear canal earpiece as set forth in claim 1 wherein
the sound wall (150) terminates with a first and second end (130, 132) of the second
sound guide unit (130), or
wherein a second end (132) of the second sound guide unit (130) projects beyond the
sound wall (150).
3. An ear canal earpiece as set forth in one of claims 1 through 2 wherein there is provided
a λ/4 resonator (160) in the sound wall (150).
4. An ear canal earpiece as set forth in one of claims 1 through 3 wherein
a Helmholtz resonator (170) is arranged at least partially in the sound wall (150).
5. An ear canal earpiece as set forth in claim 4 wherein
a volume (172) of the Helmholtz resonator (170) extends in the region of the side
remote from the ear of the earpiece outside the sound wall (150).
1. Ecouteur intra-auriculaire avec
un transducteur électroacoustique (110),
une première unité de guidage du son (120) pour guider le son depuis le transducteur
électroacoustique (110), et
une unité intra-auriculaire sur mesure, laquelle présente :
une deuxième unité de guidage de son (130) pour prolonger la première unité de guidage
de son (120), et
une troisième unité de guidage de son (140), laquelle est configurée en tant qu'embout
auriculaire, et
entoure la deuxième unité de guidage de son (130) et est configurée pour poursuivre
l'acheminement du son dans un canal intra-auriculaire d'un utilisateur, et
dans lequel un contour extérieur de la troisième unité de guidage de son (140) est
adapté à un contour intérieur du canal intra-auriculaire de l'utilisateur,
une paroi acoustique (150) sensiblement acoustiquement étanche dans la zone de la
deuxième unité de guidage de son (130), dans lequel la paroi acoustique (150) s'étend
entre la deuxième et la troisième unité de guidage de son (130, 140) et forme une
terminaison acoustique pour une zone acoustiquement active de la troisième unité de
guidage de son (140) et sépare acoustiquement un côté avant d'un côté arrière du transducteur
électroacoustique (110),
dans lequel la paroi acoustique (150) est prévue sur une extrémité opposée à l'oreille
(141) de la troisième unité de guidage de son (140),
dans lequel l'unité intra-auriculaire sur mesure avec la deuxième et la troisième
unité de guidage de son (130, 140) est configurée de manière à pouvoir être retirée
de la première unité de guidage de son (120),
dans lequel un diamètre intérieur de la troisième unité de guidage de son (140) est
supérieur à un diamètre intérieur de la deuxième unité de guidage de son (130),
dans lequel la troisième unité de guidage de son (140) présente une épaisseur de paroi
inférieure pour agrandir la surface de section transversale acoustiquement active
et une épaisseur de paroi minimale pour assurer une stabilité mécanique, dans lequel
un rapport entre une surface de section transversale acoustiquement active et une
surface de section transversale totale du contour extérieur de la troisième unité
de guidage de son (140) est partout supérieur à 40 % dans la totalité de la zone acoustiquement
active de la troisième unité de guidage de son (140).
2. Ecouteur intra-auriculaire selon la revendication 1, dans lequel
la paroi acoustique (150) se termine par une première et une deuxième extrémité (130,
132) de la deuxième unité de guidage de son (130), ou
dans lequel une deuxième extrémité (132) de la deuxième unité de guidage de son (130)
dépasse de la paroi acoustique (150).
3. Ecouteur intra-auriculaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, dans lequel
un résonateur λ/4 (160) est prévu dans la paroi acoustique (150).
4. Ecouteur intra-auriculaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
un résonateur Helmholtz (170) est disposé au moins en partie dans la paroi acoustique
(150).
5. Ecouteur intra-auriculaire selon la revendication 4, dans lequel
un volume (172) du résonateur Helmholtz (170) s'étend dans la zone du côté opposé
à l'oreille de l'écouteur à l'extérieur de la paroi acoustique (150).