[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein bewegbares Möbelteil mit
einem Ausstoßelement, einem Ausstoßkraftspeicher und einer Verriegelungsvorrichtung
für das Ausstoßelement, wobei die Verriegelungsvorrichtung einen in einem Rastbereich
einer Führungsbahn in einer Verriegelungsposition verriegelbaren, vom Ausstoßkraftspeicher
beaufschlagten Verriegelungszapfen aufweist, wobei die Führungsbahn herzkurvenförmig
ausgebildet ist und die herzkurvenförmige Führungsbahn einen Spannabschnitt, in der
der Verriegelungszapfen beim Spannen des Ausstoßkraftspeichers bewegbar ist, und einen
Einrastbewegungsbereich des Verriegelungszapfens vor Erreichen der Verriegelungsposition
im Rastbereich aufweist. Zudem betrifft die Erfindung ein Möbel mit einem Möbelkorpus,
einem relativ zum Möbelkorpus bewegbaren Möbelteil und einer derartigen Antriebsvorrichtung
für das bewegbare Möbelteil.
[0002] Im Möbelbeschlägebau gibt es bereits seit vielen Jahren Antriebsvorrichtungen zum
Ausstoßen eines bewegbaren Möbelteils aus einer Schließstellung in eine Offenstellung.
Um ein sicheres Halten des Ausstoßelements bzw. des bewegbaren Möbelteils in einer
Schließstellung zu garantieren, sind dabei Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen.
Wenn das Öffnen des bewegbaren Möbelteils gewünscht ist, kann dann durch Betätigen
eines Auslösemechanismus diese Verriegelungsvorrichtung entriegelt werden. Das Entriegeln
kann beispielsweise durch Drücken auf das bewegbare Möbelteil in eine Überdrückstellung
erfolgen. Auch durch Ziehen ist ein Auslösen bzw. entriegeln möglich. Nach dieser
Entriegelung kann ein Ausstoßkraftspeicher seine Kraft abgeben und dabei über das
Ausstoßelement das bewegbare Möbelteil in Öffnungsrichtung bewegen.
[0003] Nachdem der Ausstoßkraftspeicher sich beim Öffnen des bewegbaren Möbelteils entladen
hat, muss diese Ausstoßkraft wieder durch Spannen in den Ausstoßkraftspeicher gelangen.
Dies erfolgt meist beim Schließen eines bewegbaren Möbelteils (kann aber auch beim
Öffnen erfolgen) durch einen Bediener, der das bewegbare Möbelteil per Hand bewegt.
Wenn somit beim Schließen auf das bewegbare Möbelteil gedrückt wird, wird auch gegen
die Kraft des Ausstoßkraftspeichers gedrückt.
[0004] Sobald der Ausstoßkraftspeicher voll gespannt ist, gelangt der Verriegelungszapfen
der Verriegelungsvorrichtung entlang der Führungsbahn in den Rastbereich, wobei dann
nicht mehr die Hand den Ausstoßkraftspeicher in seiner gespannten Stellung hält, sondern
der Verriegelungszapfen den gespannten Ausstoßkraftspeicher am Rastbereich in der
Verriegelungsposition verriegelt bzw. hält.
[0005] Ein kritischer Bereich beim Spannen und Verriegeln ist der Bereich unmittelbar vor
Erreichen der Verriegelungsposition im Rastbereich. Wenn nämlich der Verriegelungszapfen
aufgrund der Ausbildung der Führungsbahn in einem Bereich kurz vor Erreichen des Rastbereichs
gelangt, so kann der Ausstoßkraftspeicher mit relativ großer Kraft auf diesen Verriegelungszapfen
wirken, wobei dieser dann unter relativ starker Lärmentwicklung und großer Abnutzung
im Rastbereich anschlägt.
[0007] Die
WO 2007/112463 A2 geht auf das Problem der Geräuschentwicklung ein, wofür aber das gesamte bewegbare
Möbelteil gebremst wird, bevor der Ausstoßkraftspeicher geladen wird.
[0008] Aus der gattungsfremden
EP 0 483 590 A1 geht hervor, dass ein Gelenkhebel, an welchem ein Bolzen (=Verriegelungszapfen) angebracht
ist, über eine Federzunge leichtgängig an einer Gehäusewandung gleiten kann. Der Bolzen
wird dabei nicht von der Öffnungsfeder beaufschlagt.
[0009] Bei der gattungsfremden
US 4,828,344 ist der Verriegelungszapfen nicht vom Ausstoßkraftspeicher beaufschlagt. Lediglich
die Drehbewegung des Ritzels, in welcher die Herzkurve ausgebildet ist, wird durch
eine von einem Silikonöl ausgelöste Bremskraft gebremst.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine gegenüber dem Stand
der Technik verbesserte Antriebsvorrichtung zu schaffen. Insbesondere soll die Verriegelung
möglichst leise erfolgen können. Auch soll die Verriegelung unter möglichst geringer
Beanspruchung der beteiligten Komponenten erfolgen können.
[0011] Dies wird durch eine Antriebsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Demgemäß ist erfindungsgemäß unter anderem vorgesehen, dass der vom gespannten Ausstoßkraftspeicher
beaufschlagte Verriegelungszapfen gebremst und/oder gedämpft im Einrastbewegungsbereich
bewegbar und im Rastbereich ablegbar ist. Somit wirkt nicht mehr die volle Kraft des
Ausstoßkraftspeichers auf den Verriegelungszapfen bei Erreichen des Rastbereichs,
sondern die Bewegung des Verriegelungszapfens wird vor Erreichen des Rastbereichs
gedämpft bzw. abgebremst.
[0012] Bei einer solchen herzkurvenförmigen Führungsbahn ist bevorzugt vorgesehen, dass
der Rastbereich in Öffnungsrichtung des bewegbaren Möbelteils von einem zwischen dem
Spannabschnitt und dem Einrastbewegungsbereich liegenden Übergangsbereich, vorzugsweise
um 0,2 mm bis 3 mm, beabstandet ist. Da der Verriegelungszapfen ab Erreichen des Übergangsbereichs
von einer Bewegung des bewegbaren Möbelteils, vorzugsweise vollständig, entkoppelbar
ist und da der Verriegelungszapfen somit durch den Ausstoßkraftspeicher entlang des
Einrastbewegungsbereichs in den Rastbereich bewegbar ist, ist genau dieser Abstand
zwischen dem Übergangsbereich und dem Rastbereich bei den bisherigen herzkurvenförmigen
Führungsbahnen der Grund, dass aufgrund der hohen Kraft, die vom Ausstoßkraftspeicher
auf den Verriegelungzapfen wirkt, relativ starke Anschlag- bzw. Verriegelungsgeräusche
auftreten. Je größer dabei die Kraft des Ausstoßkraftspeichers ist, desto lauter und
störender können die Verriegelungsgeräusche sein. Durch die Abbremsung bzw. Dämpfung
des Verriegelungszapfens wird dies nun verhindert.
[0013] Erfindungsgemäß ist weiters vorgesehen, dass eine zwischen Ausstoßkraftspeicher und
Verriegelungszapfen wirkende Dämpfvorrichtung vorgesehen ist, die die vom Ausstoßkraftspeicher
in den Verriegelungszapfen übertragene Bewegungsenergie vor Erreichen der Verriegelungsposition
dämpft. Somit wird nicht die volle Energie ab Erreichen des Übergangsbereichs auf
den Verriegelungszapfen übertragen. Mit anderen Worten ist die auf den Verriegelungszapfen
wirkende Bewegungsenergie durch die Dämpfvorrichtung verringert. Besonders bevorzugt
ist hierzu vorgesehen, dass die auf den Verriegelungszapfen wirkende Bewegungsenergie
durch die Dämpfvorrichtung nur im Einrastbewegungsbereich des Verriegelungszapfens
verringert ist. Diese Dämpfvorrichtung muss auch nicht im gesamten Einrastbewegungsbereich
die Bewegung des Verriegelungszapfens dämpfen sondern kann diesen auch nur in einem
Teilabschnitt des Einrastbewegungsbereichs dämpfen.
[0014] Eine Variante, um den Verriegelungszapfen gebremst und/oder gedämpft im Rastbereich
abzulegen, liegt darin, nicht die Bewegungsenergieübergabe auf den Verriegelungszapfen
zu verzögern oder zu steuern, sondern die Bewegung des Verriegelungszapfens selbst
- auf den bereits die volle Kraft des Ausstoßkraftspeichers wirkt - zu dämpfen bzw.
zu bremsen. Dazu sieht eine erfindungsgemäße Ausführungsvariante vor, dass die Dämpfvorrichtung
ein bewegbares Dämpfelement, vorzugsweise einen Rotationsdämpfer, aufweist, wobei
das Dämpfelement ein gedämpft drehbar gelagertes Zahnrad umfasst, wobei zumindest
ein Zahn des Zahnrads im Einrastbewegungsbereich vom Verriegelungszapfen kontaktierbar
und in Richtung Rastbereich gedämpft bewegbar ist. Somit bildet praktisch der Zahn
des Zahnrads im Einrastbewegungsbereich eine Art Bremse, sodass sich der Verriegelungszapfen
nicht ungehindert in den Rastbereich bewegen kann. Da der Verriegelungszapfen bevorzugt
an einem schwenkbaren Verriegelungshebel angeordnet ist, kann die Verriegelungszapfendämpfung
auch dadurch erfolgen, dass ein Rotationsdämpfer oder eine Reibbremse im Bereich der
Drehachse des Verriegelungshebels vorgesehen ist.
[0015] Grundsätzlich ist für eine konstruktiv einfache Ausführung bevorzugt eine Grundplatte
und ein das Ausstoßelement bildender Schlitten vorgesehen, wobei der Schlitten relativ
zur Grundplatte bewegbar und über die Verriegelungsvorrichtung an der Grundplatte
verriegelbar ist. Dabei ist der, vorzugsweise als Zugfeder ausgebildete, Ausstoßkraftspeicher
einerseits an der Grundplatte und andererseits am Schlitten befestigt. Um die Bewegung
des Verriegelungszapfens in der Führungsbahn zu ermöglichen, ist bevorzugt vorgesehen,
dass der Verriegelungszapfen über einen Verriegelungshebel drehbar am Schlitten gelagert
und in die in der Grundplatte ausgebildete Führungsbahn eingreift. Dabei kann wie
gesagt auch die Bewegung des Verriegelungshebels über eine Dämpfvorrichtung gedämpft
sein.
[0016] Grundsätzlich kann weiters vorgesehen sein, dass der Ausstoßkraftspeicher durch Öffnen
und/oder Schließen des bewegbaren Möbelteils ladbar ist. Es ist auch möglich, dass
die gesamte Antriebsvorrichtung durch Überdrücken des bewegbaren Möbelteils in eine
Schließrichtung hinter der Schließstellung liegende Überdrückstellung und/oder durch
Ziehen am bewegbaren Möbelteil in eine vor der Schließstellung liegende Offenstellung
entriegelbar bzw. auslösbar ist.
[0017] Schutz wird auch begehrt für ein Möbel mit einem Möbelkorpus. Dabei kann vorgesehen
sein, dass die wesentlichen Komponenten der Antriebsvorrichtung am Möbelkorpus angeordnet
sind und über einen am bewegbaren Möbelteil bzw. an einem an der Ladenschiene angebrachten
Mitnehmer das bewegbare Möbelteil ausstoßen. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist allerdings vorgesehen, dass die Grundplatte der Antriebsvorrichtung
am bewegbaren Möbel angeordnet ist und ein mit dem Ausstoßelement in Eingriff bringbarer
Mitnehmer am Möbelkorpus angeordnet ist. Somit stößt sich das bewegbare Möbelteil
über die Antriebsvorrichtung quasi selbst am Möbelkorpus ab.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im
Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- ein Möbel mit bewegbaren Möbelteilen in verschiedenen Stellungen,
- Fig. 2
- eine 3D-Ansicht eines bewegbaren Möbelteils,
- Fig. 3
- das bewegbare Möbelteil von unten mit einer Antriebsvorrichtung,
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung einer nicht erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung,
- Fig. 5
- bis 18 die nicht erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung in verschiedenen Stellungen,
- Fig. 19
- eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung,
- Fig. 20
- Details der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung,
- Fig. 20a - 20g
- ein Ausführungsbeispiel der Dämpfvorrichtung hergestellt im ZweiKomponenten-Spritzguss,
- Fig. 20h - 20k
- ein Ausführungsbeispiel der Dämpfvorrichtung hergestellt im MehrKomponenten-Spritzguss,
- Fig. 21 bis 26
- verschiedene Stellung der zweiten Antriebsvorrichtung,
- Fig. 27 bis 28
- ein weiteres Beispiel einer nicht erfindungsgemäßen Dämpfvorrichtung,
- Fig. 29 bis 30
- eine nicht erfindungsgemäße Dämpfvorrichtung in Form eines gepolsterten Anschlags,
- Fig. 31
- schematisch das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 32
- ein Diagramm der Federkraft des Ausstoßkraftspeichers passend zur ersten Ausführungsvariante
und
- Fig. 33
- bis 40 weitere Beispiele für ein Auslösen durch Ziehen.
[0019] In Fig. 1 ist ein Möbel 17 mit mehreren am Möbelkorpus 18 bewegbar gelagerten bewegbaren
Möbelteilen 2 in Form von Schubladen dargestellt. Dabei sind die einzelnen bewegbaren
Möbelteile 2 jeweils über eine Ausziehführung 24 am Möbelkorpus 18 befestigt, wobei
die Ausziehführung 24 zumindest eine Korpusschiene 22 und eine Ladenschiene 23 umfasst.
Gegebenenfalls kann auch noch eine Mittelschiene vorhanden sein. Das bewegbare Möbelteil
2 selbst weist zumindest ein Schubladenbehältnis 20 und eine Frontblende 21 auf. Das
ganz oben dargestellte bewegbare Möbelteil 2 befindet sich in einer Offenstellung
OS und es ist schematisch ersichtlich, dass am Schubladenbehältnis 20 bzw. an der
Ladenschiene 23 die Antriebsvorrichtung 1 angebracht ist. Als wesentliche Komponenten
weist diese Antriebsvorrichtung 1eine Grundplatte 14 und ein relativ zur Grundplatte
14 bewegbares Ausstoßelement 3 auf. Dieses Ausstoßelement 3 ist als verfahrbarer Schlitten
15 ausgebildet und wird vom Ausstoßkraftspeicher 4 beaufschlagt. Das Ausstoßelement
3 steht über einen Mitnehmer 19 in Eingriff mit der Korpusschiene 22 bzw. mit dem
Möbelkorpus 18. Beim Ausstoßen stößt sich die Antriebsvorrichtung 1 über das Ausstoßelement
3 und dem in diesem Fall als Druckfeder ausgebildeten Ausstoßkraftspeicher 4 am Mitnehmer
19 ab und bewegt das bewegbare Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung OR. Dieses Ausstoßelement
3 ist über eine Verrieglungsvorrichtung 5 an der Grundplatte 14 verriegelbar. Dazu
weist die Verriegelungsvorrichtung 5 einen am Schlitten 15 schwenkbar gelagerten Verriegelungshebel
16, den am vorderen Ende des Verriegelungshebels 16 angebrachten Verriegelungszapfen
7 und die in der Grundplatte 14 ausgebildete Führungsbahn 6 samt Rastbereich R auf.
Wenn das bewegbare Möbelteil 2 von der Stellung gemäß der obersten Schublade in die
darunter dargestellte Stellung bewegt wird, so wird bei dieser Bewegung in Schließrichtung
SR der Schlitten 15 relativ zur Grundplatte 14 nach rechts bewegt, wobei der Ausstoßkraftspeicher
4 gespannt wird. Sobald dabei der Verriegelungszapfen 7 in den Rastbereich R der Führungsbahn
6 gelangt, ist die Verriegelungsposition V der Verriegelungsvorrichtung 5 erreicht.
Dies kann bereits bei noch offenem bewegbaren Möbelteil 2 der Fall sein, vor allem
dann, wenn das bewegbare Möbelteil 2 von der zweiten dargestellten Stellung in die
dritte dargestellte Stellung von einer hier nur schematisch angedeuteten Einziehvorrichtung
25 in die Schließstellung SS bewegt wird. Gemäß der untersten Darstellung von Fig.
1 ist die Auslösestellung bzw. Überdrückstellung ÜS gezeigt, bei der in Schließrichtung
SR auf das bewegbare Möbelteil 2 gedrückt wird, um somit die Verriegelungsvorrichtung
5 zu entriegeln. Es kann aber auch ein Entriegeln durch Ziehen erfolgen.
[0020] In Fig. 2 ist das bewegbare Möbelteil 2 in einer 3D-Ansicht dargestellt, wobei ersichtlich
ist, dass das bewegbare Möbelteil 2 aus einem Schubladenbehältnis 20 und der Frontblende
21 besteht. Weiters ist erkennbar, dass das bewegbare Möbelteil 2 mit einer Ausziehführung
24 verbunden ist.
[0021] In Fig. 3 ist das bewegbare Möbelteil 2 von unten dargestellt, wobei auf dem Schubladenboden
27 die Antriebsvorrichtung 1 mitsamt der Grundplatte 14 angebracht ist. An der Korpusschiene
22 ist die Mitnehmerplatte 26 befestigt, an der der Mitnehmer 19 angebracht ist.
[0022] Fig. 4 zeigt eine Explosionsdarstellung der Antriebsvorrichtung 1, wobei die beiden
Hauptkomponenten die Grundplatte 14 und der das Ausstoßelement 3 bildende Schlitten
15 sind. Die lineare Bewegung dieser beiden Komponenten 14 und 15 zueinander ist zumindest
durch den an der Grundplatte 14 angebrachten Schlittenbahnbegrenzer 37 und die im
Schlitten 15 ausgebildete Schlittenbahn 36 begrenzt. Eine weitere wichtige Komponente
ist der Ausstoßkraftspeicher 4, der an der an der Grundplatte 14 ausgebildeten Federbasis
31 und an der am Schlitten 15 ausgebildeten Federbasis 32 gehalten ist. Dieser Ausstoßkraftspeicher
4 ist als Zugfeder ausgebildet. Als Verriegelungsvorrichtung 5 ist der Verriegelungshebel
16 samt Verriegelungszapfen 7 und die herzkurvenförmige Führungsbahn 6 vorgesehen.
Der Verriegelungshebel 16 ist am Drehlager 28 im Schlitten 15 drehbar bzw. verschwenkbar
gelagert. Der Verriegelungszapfen 7 greift im Montagezustand in die Führungsbahn 6
ein. Weiters ist ein Übertragungselement 42 vorgesehen, das über die Führungsbegrenzung
52 an einer an der Unterseite des Schlittens 15 ausgebildeten und nicht dargestellten
Bahn begrenzt bewegbar gelagert ist. An diesem Übertragungselement 42 ist das Koppelelement
33 am Schwenklager 73 schwenkbar gelagert. Dieses Koppelelement 33 weist den Fangbereich
34 für den hier nicht dargestellten Mitnehmer 19 auf. Über das Führungselement 74
wird die Schwenkbewegung des Koppelelements 33 gesteuert, da dieses Führungselement
74 in der im Schlitten 15 ausgebildeten Koppelelementführungsbahn 35 geführt ist.
Weiters ist ein Verbindungselement 41 vorgesehen, das im Drehlager 44 drehbar gelagert
ist. An diesem Verbindungselement 41 ist ein Spannanschlag 55 vorgesehen. Als weitere
Komponente ist das Steuerelement 29 vorgesehen, welches über die Führungselemente
57 in der in der Grundplatte 14 ausgebildeten Steuerelementführungsbahn 30 verschiebbar
bzw. bewegbar ist. Am Steuerelement 29 ist auch das Spannelement 56 angebracht, welches
beim Spannen des Ausstoßkraftspeichers 4 am Spannanschlag 55 des Verbindungselement
41 anliegt. Das Steuerelement 29 weist auch die Steuerkurve 9 auf, an der der Anschlag
43 des Übertragungselements 42 je nach Stellung anliegt. Diese beiden Komponenten
43 und 9 bilden zusammen eine Art Wegübersetzungsmechanismus und dadurch die Dämpfvorrichtung
8 um den Verriegelungszapfen 7 gedämpft in den Rastbereich R zu bewegen (näheres wird
dazu in den nachfolgenden Figuren beschrieben). Weiters ist an der Grundplatte 14
über das Drehlager 49 das erste Zugauslösungselement 46 drehbar gelagert. Dieses erste
Zugauslösungselement 46 weist die beiden Begrenzungselemente 61 auf, zwischen denen
in der Schließstellung SS der Anschlag 43 des Übertragungselements 42 positioniert
ist. Zudem ist ein zweites Zugauslösungselement 47 vorgesehen, an dem der den Rastbereich
R mitbildende Verriegelungsanschlag 45 ausgebildet ist. Dieser Verriegelungsanschlag
45 bildet somit einen Teil der Führungsbahn 6 und ist relativ zur Grundplatte 14 bewegbar.
Die Verschiebung dieses zweiten Zugauslösungselements 47 ist vom Führungsanschlag
75 und der Seitenfläche 76 der Grundplatte 14 begrenzt. Zudem ist dieses zweite Zugauslösungselement
46 über die Druckfeder 48 kraftbeaufschlagt, wobei diese Druckfeder 48 einerseits
an der Federbasis 50 und andererseits an der am zweiten Zugauslösungselement 47 ausgebildeten
Federbasis 51 gehalten bzw. befestigt ist. Als letztes weist die Antriebsvorrichtung
1 auch noch eine Einziehvorrichtung 25 auf, welche als wesentliche Komponenten den
Einziehkraftspeicher 40, das Einziehkoppelelement 39 und das Abdeckelement 38 aufweist,
wobei das Abdeckelement 38 über die Haltebügel 77 an den in der Grundplatte 14 ausgebildeten
Ausnehmungen 78 gehalten ist. Der Einziehkraftspeicher 40 ist als Zugfeder ausgebildet.
[0023] Gemäß Fig. 5 befindet sich das gesamte bewegbare Möbelteil 2 in einer Offenstellung
OS, wobei sich das bewegbare Möbelteil 2 noch im Freilauf befindet. Das heißt, es
besteht noch kein Kontakt mit dem schematisch dargestellten Mitnehmer 19. Der Ausstoßkraftspeicher
4 ist noch entspannt, zieht aber den Schlitten 15 soweit, bis das Ende der Schlittenbahn
36 am Schlittenbahnbegrenzer 37 anliegt. Der Verriegelungszapfen 7 ist in einem Spannabschnitt
S der Führungsbahn 6 geführt. Das Spannelement 56 des Steuerelements 29 liegt noch
nicht am Spannanschlag 55 des Verbindungselements 41 an, dagegen liegt der Anschlag
43 des Übertragungselements 42 bereits am Steuerelement 29 und dort am Beginn der
Steuerkurve 9 an. Das Verbindungselement 41 ist aufgrund einer zwischen der Federbasis
53 und der Federbasis 54 aufgespannten und nicht dargestellten Druckfeder um das Drehlager
44 nach links verschwenkt. Im detaillierten Bild rechts unten ist weiter ersichtlich,
dass die Führungsbahn 6 nach dem Spannabschnitt S und dem Übergangsbereich Ü den Einrastbewegungsbereich
E aufweist. Am Ende dieses Einrastbewegungsbereichs E befindet sich der Rastbereich
R, der vom am zweiten Zugauslösungselement 47 angebrachten Verriegelungsanschlag 45
mitgebildet wird. Nach diesem Rastbereich R folgt der Ausstoßabschnitt A, wobei der
Verriegelungszapfen 7 über die Abweisfläche 79 in diesen Ausstoßabschnitt A gelangt.
Nur beim Entriegeln durch Überdrücken gelangt der Verriegelungszapfen 7 an diese Abweisfläche
79. Dagegen wird beim Entriegeln durch Ziehen der Verriegelungsanschlag 45 nach unten
weggezogen, sodass auch der Weg für den Verriegelungszapfen 7 in den Ausstoßabschnitt
A frei ist und der Ausstoßkraftspeicher 4 sich entspannen kann. In den im Folgenden
beschriebenen Fig. 6 bis 18 sind nicht nicht immer alle Bezugszeichen eingezeichnet.
Natürlich gelten aber die Bezugszeichen immer sinngemäß für jede der Fig. 5 bis 18.
[0024] Wenn nun gemäß Fig. 6 das bewegbare Möbelteil 2 mitsamt der Antriebsvorrichtung 1
in Schließrichtung SR bewegt wird, so gelangt das Koppelelement 33 in Anschlag mit
dem korpusfesten Mitnehmer 19. Dadurch wird das Koppelelement 33 aufgrund der Ausbildung
der Koppelelementsführungsbahn 35 und des darin geführten Führungselements 74 um die
Schwenkachse 73 verschwenkt und der Mitnehmer 19 ist im Fangbereich 34 des Koppelelements
33 gefangen. Durch die händische Schließbewegung des bewegbaren Möbelteils 2 in Schließrichtung
SR hat sich das Koppelelement 33 mitsamt dem Übertragungselement 42 gemäß Fig. 6 schon
um einen beträchtlichen Weg gegenüber der Stellung gemäß Fig. 5 bewegt. Durch diese
Bewegung wird über den Anschlag 43 auch das Steuerelement 29 mitbewegt. Da an diesem
Steuerelement 29 wiederum das Spannelement 56 ausgebildet ist, wird über den Spannanschlag
55 auch das Verbindungselement 41 mitbewegt. Da dieses Verbindungselement 41 wiederum
im Drehlager 44 des Schlittens 15 gelagert ist, wird der gesamte Schlitten 15 und
somit das Ausstoßelement 3 unter Spannen des Ausstoßkraftspeichers 4 relativ zur Grundplatte
14 verschoben. Durch diese Verschiebung gelangt auch der Verriegelungszapfen 7 weiter
entlang des Spannabschnitts S bereits in die Nähe des Übergangsbereichs Ü. In Fig.
6 ist auch bereits ersichtlich, dass sich das Steuerelement 29 über das Führungselement
57 und die Steuerelementführungsbahn 30 leicht verschwenkt.
[0025] Gemäß Fig. 7 hat sich diese Verschwenkbewegung des Steuerelements 29 bereits weiter
fortgesetzt, wodurch der Anschlag 43 des Übertragungselements 42 sich bereits entlang
der Steuerkurve 9 am Steuerelement 29 bewegt hat. Gleichzeitig hat auch der Verriegelungszapfen
7 bereits den Übergangsbereich Ü überfahren und befindet sich am Beginn des Einrastbewegungsbereichs
E. Bei bisherigen Ausführungen erfolgt in diesem Moment die Entkoppelung des Ausstoßelements
3 bzw. des Schlittens 5 von der Drückbewegung eines Bedieners und der Schlitten 15
war frei. Dadurch konnte die volle Ausstoßkraft des Ausstoßkraftspeichers 4 auf den
Verriegelungszapfen 7 wirken und bewegte diesen schnell und mit großer Kraft entlang
des Einrastbewegungsbereichs E in den Rastbereich R. Dadurch kam es bei bisherigen
Ausführungen nachteilig zu einer großen Lärmentwicklung und einer großen Beanspruchung
der Teile der Verriegelungsvorrichtung 5. Demgegenüber ist in der Fig. 7 ersichtlich,
dass über den Ausstoßkraftspeicher 4 der Schlitten 15 zwar bereits leicht vom Übertragungselement
42 und dessen Anschlag 43 entkoppelt wurde, aufgrund der Ausführung der Steuerkurve
9 ist aber noch keine gänzliche Entkoppelung erfolgt. Vielmehr bildet der Anschlag
43 und die Steuerkurve 9 einen Wegübersetzungsmechanismus und dadurch eine Art Dämpfvorrichtung
8 für den Verriegelungszapfen 7. Somit vergrößert sich die vom Ausstoßkraftspeicher
auf den Verriegelungszapfen 7 wirkende Bewegungsenergie nur langsam.
[0026] Dies ist auch aus Fig. 8 ersichtlich, gemäß der sich der Anschlag 43 wieder weiter
entlang der Steuerkurve 9 bewegt hat und gleichzeitig auch eine Weiterbewegung des
Verriegelungszapfens 7 im Einrastbewegungsbereich E erfolgt ist. Dass der Ausstoßkraftspeicher
4 den Schlitten 15 bereits wieder relativ zur Grundplatte 14 bewegt hat ist auch daran
erkennbar, dass sich gegenüber Fig. 7 der Schlittenbahnbegrenzer 37 relativ zur Schlittenbahn
36 bewegt hat.
[0027] In Fig. 9 besteht kein Kontakt mehr zwischen dem Anschlag 43 und der Steuerkurve
9 des Steuerelements 29, wodurch die volle Kraft des Ausstoßkraftspeichers 4 über
den Schlitten 15, das Drehlager 28 und den Verriegelungshebel 16 auf den Verriegelungszapfen
7 wirkt. Da sich im Moment der vollen Kraftausübung vom Ausstoßkraftspeicher 4 auf
den Verriegelungszapfen 7 dieser Verriegelungszapfen 7 aber bereits im Rastbereich
R befindet, entstehen keine lauten Geräusche und es tritt keine große Abnützung auf.
In dieser Stellung gemäß Fig. 9 befindet sich das Steuerelement 29 lose und nicht
kraftbeaufschlagt in der Steuerelementführungsbahn 30. Weiters ist ersichtlich, dass
sich aufgrund der Weiterbewegung des Übertragungselements 42 das Verbindungselement
41 im Uhrzeigersinn gegen die Kraft der nicht dargestellten Druckfeder verschwenkt.
Dies erfolgt, da der am Verbindungselement 41 ausgebildete Abweisanschlag 58 von der
am Übertragungselement 42 ausgebildeten Abweisfläche 59 abgewiesen bzw. bewegt wird.
Weiters ist aus Fig. 9 ersichtlich, dass sich die Verriegelungsvorrichtung 5 zwar
bereits in der Verriegelungsposition V befindet, dennoch ist das bewegbare Möbelteil
2 immer noch in einer Offenstellung OS. Aufgrund der händischen Schließbewegung hat
sich aber das Koppelelement 33 bereits soweit relativ zur Grundplatte 14 bewegt, dass
das Einziehkoppelelement 39 aus dem abgewinkelten Endabschnitt 80 der Einziehvorrichtung
25 bewegt hat, sodass das Einziehkoppelelement 39 mit dem am Koppelelement 33 ausgebildeten
Koppelzapfen 60 gekoppelt ist. Dadurch, dass sich das Einziehkoppelelement 39 nicht
mehr im abgewinkelten Endabschnitt 80 befindet, kann sich auch der Einziehkraftspeicher
40 unter Zusammenziehen entspannen, sodass das gesamte bewegbare Möbelteil 2 weiter
in Schließrichtung SR bewegt wird und die Stellung gemäß Fig. 10 gelangt. Diese Stellung
entspricht einer Stellung knapp vor Erreichen der Schließstellung SS. In dieser Fig.
10 ist auch ersichtlich, dass sich aufgrund der weiteren Bewegung des Übertragungselements
42 relativ zum Schlitten 15 das Verbindungselement 41 über den Abweisanschlag 58 weiter
im Uhrzeigersinn verschwenkt hat. Dadurch gelangt das Spannelement 56 des Steuerelements
29 außer Eingriff mit dem Spannanschlag 55 des Verbindungselements 41. In Fig. 10
ist weiters ersichtlich, dass sich der Anschlag 43 des Übertragungselements 42 nun
zwischen den Begrenzungselementen 61 des ersten Zugauslösungselements 46 befindet,
wobei der Arm 81 des ersten Zugauslösungselements 46 seitlich am elastischen Arm 62
des zweiten Zugauslösungselements 47 anliegt.
[0028] Wenn sich nun der Einziehkraftspeicher 40 gemäß Fig. 11 entspannt hat, ist die Schließstellung
SS gemäß Fig. 11 erreicht. Gemäß dieser Fig. 11 hat sich auch das erste Zugauslösungselement
46 aufgrund der Druckausübung über den Anschlag 43 und das Übertragungselement 42
gegen den Uhrzeigersinn um das Drehlager 49 gedreht, wobei der Arm 81 unter Verbiegung
des elastischen Arms 62 nun an der Vorderseite dieses elastischen Arms 62 anliegt.
[0029] Wenn nun ausgehend von dieser Schließstellung SS gemäß Fig. 11 in Schließrichtung
SR auf das bewegbare Möbelteil 2 gedrückt wird, so gelangt das bewegbare Möbelteil
in die Überdrückstellung ÜS gemäß Fig. 12. Da das Übertragungselement 42 über die
Führungsbegrenzung 52 gemäß Fig. 11 bereits das Ende der im Schlitten 15 ausgebildeten
Bahn 82 erreicht hat, wird beim Überdrücken der gesamte Schlitten 15 relativ zur Grundplatte
14 bewegt, wodurch auch der Verriegelungszapfen 7 aus dem Rastbereich R über die Abweisfläche
79 in den Ausstoßabschnitt A gelangt.
[0030] Alternativ dazu kann auch gemäß Fig. 13 ein Entriegeln durch Ziehen erfolgen. Dabei
wird ausgehend von der Stellung gemäß Fig. 11 am bewegbaren Möbelteil 2 gezogen, wobei
über das Koppelelement 33 das Übertragungselement 42 und dessen Anschlag 43 relativ
zum Schlitten 15 bewegt wird. Da der Anschlag 43 gemäß Fig. 11 noch zwischen den Begrenzungselementen
61 gefangen ist, wird durch diese Ziehbewegung das erste Zugauslösungselement 46 im
Uhrzeigersinn um das Drehlager 49 gedreht. Da der Arm 81 dieses ersten Zugauslösungselements
46 am Ende des elastischen Arms 62 - der, wenn er von diesem Ende kraftbeaufschlagt
wird nicht elastisch nachgibt sondern steif bleibt - des zweiten Zugauslösungselements
47 anliegt, wird dieses Zugsauslösungselement 47 gegen die Kraft der in Fig. 13 zusammengedrückten
Feder 48 relativ zur Grundplatte 14 bewegt, wodurch sich auch der Verriegelungsanschlag
45 vom Rastbereich R entfernt. Dadurch wird der Verriegelungszapfen 7 nicht mehr im
Rastbereich R gehalten bzw. verriegelt und gelangt aufgrund der Federkraft des Ausstoßkraftspeichers
4 in den Ausstoßabschnitt A.
[0031] Egal ob die Verriegelungsvorrichtung 5 durch Ziehen oder durch Überdrücken entriegelt
wurde, die Antriebsvorrichtung 1 gelangt dann jedenfalls in die Offenstellung OS gemäß
Fig. 14. Mit dieser Bewegung wird auch das erste Zugauslösungselement 46 über den
Anschlag 43 weiter im Uhrzeigersinn gedreht, wodurch das zweite Zugauslösungselement
47 soweit gegen die Kraft der Feder 48 bewegt wird, bis das erste Zugauslösungselement
46 in die Stellung gemäß Fig. 14 gelangt.
[0032] Während dieser Ausstoßbewegung wird auch über den Koppelzapfen 16 der Einziehkraftspeicher
40 der Einziehvorrichtung 25 gespannt. Der Verriegelungszapfen 7 gelangt wieder in
den Spannabschnitt S (siehe Fig. 15).
[0033] In Fig. 16 ist das Einziehkoppelelement 39 wieder vom Koppelzapfen 60 des Koppelelements
33 entkoppelt und das Einziehkoppelelement 39 ist im abgewinkelten Endabschnitt 80
bei gespanntem Einziehkraftspeicher 40 gehalten. Gemäß Fig. 16 ist der Ausstoßkraftspeicher
4 noch nicht gänzlich entspannt.
[0034] Gemäß Fig. 17 hat sich der Ausstoßkraftspeicher 4 aber soweit entspannt, dass nun
der Schlitten 15 über die Schlittenbahn 36 und den Schlittenbahnbegrenzer 37 in einer
Endstellung an der Grundplatte 14 anliegt. Das bewegbare Möbelteil 2 ist nun frei
beweglich bzw. kann sich z. B. noch durch den vom Ausstoßkraftspeicher 4 ausgelösten
Schwung weiter in Öffnungsrichtung OR bewegen. Da der Mitnehmer 19 noch im Fangbereich
34 des Koppelelements gehalten ist, wird bei der weiteren Bewegung in Öffnungsrichtung
OR das Koppelelement 33 samt Übertragungselement 42 relativ zum Schlitten 15 weiter
bewegt, wobei der Anschlag 43 bereits gemäß Fig. 16 in Kontakt mit dem am Steuerelement
29 ausgebildeten Anschlag 63 gelangt, wodurch das Steuerelement 29 entlang der Steuerelementführungsbahn
30 vom Übertragungselement 42 relativ zum Schlitten 15 mitbewegt wird.
[0035] Gemäß Fig. 18 hat sich das Übertragungselement 42 soweit relativ zum Schlitten 15
bewegt, dass das Steuerelement 29 wieder auf Höhe des Verbindungselements 41 liegt.
Gleichzeitig hat sich auch die nicht dargestellte Feder zwischen dem Verbindungselement
41 und dem Schlitten 15 aufgrund des nicht mehr von der Abweisfläche 59 abgewiesenen
Abweisanschlags 58 entspannt. In Fig. 18 hat auch das Koppelelement 33 den abgewinkelten
Endabschnitt der Koppelelementführungsbahn 35 erreicht, sodass sich das Koppelelement
33 um das Schwenklager 73 verschwenkt hat, sodass der Mitnehmer 19 aus dem Fangbereich
34 des Koppelelements 33 freigelassen ist. Somit ist wieder die Ausgangsstellung gemäß
Fig. 5 erreicht.
[0036] Eine andere Art, um - wie beim Wegübersetzungsmechanismus - nicht sofort die gesamte
Kraft vom Ausstoßkraftspeicher 4 auf den Verriegelungszapfen 7 wirken zu lassen, besteht
darin, dass der Ausstoßkraftspeicher selbst gedämpft ist. Dazu kann vor allem im ersten
in Öffnungsrichtung OR wirkenden Bewegungsbereich des Ausstoßkraftspeichers 4 von
der Überdrückstellung ÜS bis zur Schließstellung SS eine Dämpfvorrichtung 8 die Kraftweitergabe
vom Ausstoßkraftspeicher 4 auf den Schlitten 15 verringern. Dies ist schematisch in
Fig. 32 dargestellt. Im Diagramm gemäß Fig. 32 ist ersichtlich, wie die Federkraft
F des Ausstoßkraftspeichers 4 entlang des Bewegungswegs des bewegbaren Möbelteils
2 wirkt. Beim normalen Ausstoßen, welches durch die strichlierte Linie dargestellt
ist, wird beim Loslassen des bewegbaren Möbelteils 2 in der Überdrückstellung ÜS sofort
eine hohe Kraft des Ausstoßkraftspeichers 4 frei, wodurch die Federkraft F noch vor
Erreichen der Schließstellung SS auf einen hohen Newtonwert N ansteigt. Da das gleiche
für die Kraftübertragung vom Ausstoßkraftspeicher 4 auf den Verriegelungszapfen 7
nicht nur im Bereich zwischen Überdrückstellung ÜS und Schließstellung SS gilt, sondern
auch für den im Wesentlichen identischen Schubladenbewegungswegbereich zwischen Übergangsbereich
Ü und Rastbereich R, so ist ersichtlich, dass bei Erreichen des Rastbereichs R vom
Ausstoßkraftspeicher 4 eine sehr hohe Federkraft F auf den Verriegelungszapfen 7 und
auf die Führungsbahn 6 im Rastbereich R wirkt, was laute Anschlaggeräusche verursachen
kann. Um diese hohe Kraftübertragung in diesem Einrastbewegungsbereich E zu verringern,
ist entweder der dämpfend wirkende Wegübersetzungsmechanismus gemäß dem ersten nicht
erfindungsgemäßen Beispiel oder eine Dämpfvorrichtung 8 (z.B. Lineardämpfer) zwischen
dem Ausstoßkraftspeicher 4 und dem Schlitten 15 vorgesehen. Z. B. kann diese Dämpfvorrichtung
8 in den Ausstoßkraftspeicher 4 integriert sein bzw. parallel zu dieser geschaltet
sein.
[0037] Ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Antriebsvorrichtung 1, bei dem der
Verriegelungszapfen 7 gebremst und/oder gedämpft im Rastbereich R ablegbar ist, ist
in einer Explosionsdarstellung in Fig. 19 gezeigt. Dabei ist wiederum in der Grundplatte
14 die Führungsbahn 6 samt Rastbereich R ausgebildet. Diese Grundplatte 14 kann über
das Tiefenverstellungsrad 65 relativ zum bewegbaren Möbelteil 2 verstellt werden,
sodass eine Frontspalteinstellung erfolgen kann. Entlang der Koppelelementführungsbahn
35 ist das Ausstoßelement 33 bzw. der Schlitten 15 relativ zur Grundplatte 14 verfahrbar
gelagert. Am Schlitten 15 ist auch das Koppelelement 33 verschwenkbar gelagert. Zudem
ist mit dem Schlitten 15 auch das Synchronisationselement 67 verbunden. Über dieses
Synchronisationselement 67 können auf gegenüberliegenden Seiten des bewegbaren Möbelteils
2 angeordnete Antriebsvorrichtungen 1 gekoppelt bzw. synchronisiert werden. Am Schlitten
15 ist der Verriegelungshebel 16 über das Verriegelungshebelschwenklager 70 drehbar
bzw. verschwenkbar gelagert. Am Verriegelungshebel 16 ist auch der Verriegelungszapfen
7 befestigt. Zwischen dem Schlitten 15 und der Grundplatte 14 ist der Ausstoßkraftspeicher
4 aufgespannt. Als zusätzliches Element ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel ein Grundplattendeckel
64 vorgesehen, in dem die Dämpfvorrichtung 8 ausgebildet ist. Dazu ist im Grundplattendeckel
64 ein Zahnraddrehlager 66 ausgebildet, in welchem das Zahnrad 11 drehbar gelagert
ist. Dieses Zahnrad 11 und das Zahnraddrehlager 66 bilden gemeinsam mit einem dazwischen
befindlichen Dämpfmedium den Rotationsdämpfer 10. Um eine gute Verbindung zwischen
dem Zahnrad 11 und dem Zahnraddrehlager 66 zu erreichen, ist das Halteelement 68 vorgesehen,
welches das Zahnrad 11 an das Zahnraddrehlager 66 drückt.
[0038] In Fig. 20 ist in den Details ersichtlich, dass das Zahnrad 11 und das Zahnraddrehlager
66 korrespondierende konzentrische Rillen aufweist. Für eine gute Dämpfwirkung ist
in diesen Rillen ein geeignetes, vorzugsweise zähflüssiges, Dämpfmedium, beispielsweise
Opanol, vorhanden bzw. eingefüllt. Zusätzlich ist in Fig. 20 bereits erkennbar, dass
im Grundplattendeckel 64 eine Öffnung 69 ausgebildet ist. Der Rand dieser Öffnung
69 stimmt im Wesentlichen mit einem Teil der Führungsbahn 6 überein und ist entsprechend
genau gegenüber bzw. oberhalb dieses Bereichs der Führungsbahn 6 in der Grundplatte
14 im Grundplattendeckel 64 ausgebildet. Dieser Rand der Öffnung 69 entspricht somit
in einem Bereich auch dem Einrastbewegungsbereich E, in welchen im Montagezustand
ein Zahn 12 des Zahnrads 11 ragt.
[0039] In den Fig. 20a bis 20g ist ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer
Dämpfvorrichtung 8 abgebildet. Bei dieser Variante wird kann auf die Verwendung eines
Dämpfmediums verzichtet werden, indem die Dämpfwirkung durch Reibung zwischen zwei
Komponenten, die vorzugsweise in einem Zwei-Komponenten-Spritzguss hergestellt werden,
erzeugt wird. Gemäß Fig. 20a und 20b ist das sternförmige Zahnrad 11 und das Halteelement
68 ersichtlich, die gemeinsam den Rotationsdämpfer 10 bilden. Das aus Stahl hergestellte
Halteelement 68 weist einen aufgebogenen Fortsatz 83 und eine Öffnung auf, wobei der
aufgebogene Fortsatz 83 gleichzeitig das Zahnraddrehlager 66 bildet. In den Fig. 20c
und 20d ist in den Schnitten ersichtlich, dass der aufgebogene Fortsatz 83 in das
aus Kunststoff bestehende Zahnrad 11 hineinragt. Kurz nach dem Zwei-Komponenten-Spritzguss
kontaktieren sich der aufgebogene Fortsatz 83 und das Zahnrad im Wesentlichen auf
der gesamten Oberfläche (siehe Fig. 20e). Durch den Schwund 84 bzw. die Schrumpfung
des Kunststoffs nach dem Spritzgießen löst sich die Verbindung zwischen dem aufgebogenen
Fortsatz 83 und dem Zahnrad 11 zumindest teilweise (siehe Fig. 20f). Es entsteht eine
Untermaß zur Blechstärke. Dadurch kann sich das Zahnrad 11 relativ zum Halteelement
68 drehen. Das Drehmoment kann durch Anpassung der Wandstärke und der Materialauswahl
eingestellt werden. Fig. 20g zeigt die Dämpfvorrichtung 8 in eingebautem Zustand am
Grundplattendeckel 64.
[0040] Eine Möglichkeit der Ausgestaltung der Dämpfvorrichtung 8 in Form eines MehrKomponenten-Spritzgusses
ist in den Fig. 20h bis 20k dargestellt. Gemäß diesen Darstellungen ist das Zahnraddrehlager
66 nicht als Teil des Halteelements 68 ausgebildet, sondern es ist als separates Kunststoffteil
an das Halteelement 68 "angespritzt" und ragt durch eine Öffnung im Halteelement 68
hindurch. An diesem, das Zahnraddrehlager 66 bildende Kunststoffteil ist noch ein
weiteres, das Zahnrad 11 bildende Kunststoffteil drehbar gelagert. Die Dämpfwirkung
wird durch die Reibung zwischen diesem Zahnrad 11 und dem Zahnraddrehlager 66 erzeugt
[0041] Es ist mit diesen Ausgestaltungen der Dämpfvorrichtung 8 kein Dämpfmedium mehr nötig,
es gibt geringe Drehmomentschwankungen, eine geringe Temperaturempfindlichkeit ist
gegeben und eine längere Lebensdauer wird erreicht.
[0042] Gemäß Fig. 21 befindet sich das bewegbare Möbelteil 2 in einer Offenstellung OS,
wobei der Verriegelungszapfen 7 sich noch zu Beginn einer Spannbewegung des Ausstoßkraftspeichers
4 befindet. Es ist auch bereits ersichtlich, dass ein Zahn 12 des Zahnrades 11 in
den Einrastbewegungsbereich E der Führungsbahn 6 ragt.
[0043] Wenn nun das bewegbare Möbelteil 2 in Schließrichtung SR bewegt wird, wird der Mitnehmer
19 im Fangbereich 34 des Koppelelements 33 gefangen. Gleichzeitig bewegt sich der
Verriegelungszapfen 7 entlang des Spannabschnittes S (siehe Fig. 22).
[0044] Gemäß Fig. 23 hat der Verriegelungszapfen 7 den Übergangsbereich Ü überwunden und
gelangt dadurch in den Einrastbewegungsbereich E, in welchem die volle Kraft des Ausstoßkraftspeichers
4 auf den Verriegelungszapfen 7 wirkt. Diese Kraft kann allerdings nur so lange wirken,
bis der Verriegelungszapfen 7 am in den Einrastbewegungsbereich E ragenden Zahn 12
anliegt. Sobald dieser Verriegelungszapfen 7 nämlich an diesem Zahn 12 anliegt, wird
die Bewegung des Verriegelungszapfens 7 aufgrund der Dämpfwirkung des Rotationsdämpfers
10 gebremst und der Verriegelungszapfen 7 bewegt sich nur langsam in Richtung Rastbereich
R.
[0045] Sobald sich das Zahnrad 11 soweit gegen den Uhrzeigersinn unter Dämpfung der Bewegung
des Verriegelungszapfens 7 bewegt hat, bis es nicht mehr in den Einrastbewegungsbereich
E ragt, so liegt der Verriegelungszapfen 7 gemäß Fig. 24 im Rastbereich R der Führungsbahn
6. Somit ist durch die als Rotationsdämpfer 10 ausgebildete Dämpfvorrichtung 8 die
Bewegung des Verriegelungszapfens 7 zumindest in einem Teilabschnitt des Einrastbewegungsbereichs
E gebremst.
[0046] In Fig. 25 ist - wie an sich bekannt - die Überdrückstellung ÜS gezeigt, bei der
durch Überdrücken des bewegbaren Möbelteils 2 in eine in Schließrichtung SR hinter
der Schließstellung SS liegende Überdrückstellung ÜS der Verriegelungszapfen 7 vom
Rastbereich R über die Abweisfläche 79 in den Ausstoßabschnitt A gelangt.
[0047] In Fig. 26 ist dann wieder eine Offenstellung OS erreicht, bei der der Verriegelungszapfen
7 wieder in den Bereich der Ausgangsstellung gelangt. Auf eine nähere Beschreibung
der restlichen Komponenten und der restlichen Abläufe dieses Ausführungsbeispiels
gemäß den Fig. 19 bis 26 wird verzichtet, da der grundsätzliche Ablauf im Wesentlichen
dem ersten Ausführungsbeispiel entspricht und deswegen entsprechend sinngemäß darauf
verwiesen wird.
[0048] Ein nicht erfindungsgemäßes Beispiel einer Möglichkeit, den Verriegelungszapfen 7
gebremst oder gedämpft im Rastbereich R abzulegen, ist in den Fig. 27 und 28 angegeben.
Der grundsätzliche Aufbau entspricht gemäß diesem Beispiel auch dem Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 19 bis 26, es ist lediglich die Dämpfvorrichtung 8 anders ausgebildet.
Es gibt bei diesem Beispiel keinen Rotationsdämpfer 10 im Bereich des Einrastbewegungsbereichs
E, sondern die Schwenkbewegung des Verriegelungshebels 16 ist durch eine Dämpfvorrichtung
8 gedämpft. Dazu befindet sich diese Dämpfvorrichtung 8 im Bereich der Drehachse D
des Verriegelungshebels 16 am Synchronisationselement 67 bzw. am Schlitten 15. Konkret
ist in Fig. 28 im Schnitt ersichtlich, dass ein Achsbolzen 71 die Drehachse D für
den Verriegelungshebel 16 bildet. Zwischen diesem Achsbolzen 71 und dem Verriegelungshebel
16 ist ringförmig eine Reibbremse 72 angeordnet. Dadurch, dass diese sehr stark in
den Bereich zwischen dem Verriegelungshebel 16 und dem Achsbolzen 71 eingeklemmt ist,
kann die Schwenkbewegung des Verriegelungshebels 16 gedämpft werden. Dadurch wird
der Verriegelungszapfen 7 verlangsamt entlang des Einrastbewegungsbereichs E bewegt.
Natürlich sind auch andere Arten von nicht erfindungsgemäßen Achsdämpfern denkbar.
[0049] Eine nicht erfindungsgemäße Variante zum gebremsten bzw. gedämpften Ablegen des Verriegelungszapfens
im Rastbereich R ist in den Fig. 29 und 30 dargestellt. Dabei wird nicht die Kraftübertragung
vom Ausstoßkraftspeicher 4 auf den Schlitten 15 gedämpft und auch nicht der Verriegelungszapfen
7 im Einrastbewegungsbereich E gebremst, sondern es wird im Rastbereich R eine Dämpfvorrichtung
8 in Form einer Polsterung 13 bzw. eines elastisch nachgiebigen Elements vorgesehen.
Dazu ist in Fig. 29 ersichtlich, wie der Verriegelungszapfen 7 nach Überfahren des
Übergangsbereich Ü den Einrastbewegungsbereich E erreicht. In diesem Einrastbewegungsbereich
E bewegt sich der Verriegelungszapfen 7 mit voller Geschwindigkeit und unter voller
Last in Richtung Rastbereich R, wo er gemäß Fig. 30 ankommt. Um die Lärmentwicklung
zu verringern, ist im Rastbereich R die Polsterung 13 vorgesehen. Dadurch wird der
Anschlag gedämpft.
[0050] In Fig. 31 sind nochmals schematisch zusammengefasst die grundlegenden Erfindungsgedanken
der vorliegenden Erfindung zusammengefasst. Wesentlich ist, dass das Verriegeln des
Verriegelungszapfens 7 im Rastbereich R der Führungsbahn 6 möglichst leise erfolgt.
[0051] Dazu kann gemäß einem Ausführungsbeispiel (Fig. 19 bis 28) die Bewegung des Verriegelungszapfens
7 in diesem Bewegungsbereich B zumindest abschnittsweise von einer Dämpfvorrichtung
8 z.B. in Form eines Rotationsdämpfers oder eines Schwenkbewegungsdämpfers gebremst
werden.
[0052] Als nicht erfindungsgemäße Variante (siehe auch Fig. 29 und 30) kann der Anschlag
im Rastbereich R an sich gedämpft sein. Dazu kann die Dämpfvorrichtung 8 in Form einer
Polsterung 13 bzw. eines elastischen Elements, das an der Wandung der Führungsbahn
6 angebracht ist, ausgebildet sein.
[0053] In Fig. 13 ist ein Beispiel für das Entriegeln und Ausstoßen durch Ziehen gezeigt.
Eine weitere Variante für eine Entriegelung durch Ziehen ist in den Fig. 33 bis 36
dargestellt, wonach die Antriebsvorrichtung 1 ein um das Drehlager 49 drehbares Zugauslösungselement
46 aufweist. Dieses Zugauslösungselement 46 greift über einen Arm 81 in eine im Zugauslösungselement
47 ausgebildete Ausnehmung ein. An diesem Zugauslösungselement 47 ist der Verriegelungsanschlag
45 ausgebildet. Wenn ausgehend von der Schließstellung SS gemäß Fig. 34 am bewegbaren
Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung OR gezogen wird, wird das Zugauslösungselement 46
vom Anschlag 43 im Uhrzeigersinn um das Drehlager 49 gedreht, sodass über den Arm
81 das Zugauslösungselement 47 gegen die Kraft der Feder 48 bewegt wird (siehe Fig.
35). Dadurch wird auch der Verriegelungsanschlag 45 bewegt und gibt einen Kanal für
den Verriegelungszapfen 7 frei. Dadurch kann sich der Ausstoßkraftspeicher 4 entspannen
und das bewegbare Möbelteil 2 wird in eine Offenstellung OS bewegt, wobei der Verriegelungszapfen
7 in die Position gemäß Fig. 36 gelangt.
[0054] Eine weitere Zugauslösungsvariante ist in den Fig. 37 bis 40 gezeigt, wonach der
Verriegelungsanschlag 45 an einem quer zur Schließrichtung SR bewegbaren Zugauslösungselement
47 ausgebildet ist. Wenn ausgehend von der Schließstellung SS gemäß Fig. 38 am bewegbaren
Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung OR gezogen wird, so bewegt der Verriegelungszapfen
7 selbst das Zugauslösungselement 47 samt Verriegelungsanschlag 45 gegen die Kraft
der Feder 48 in die Position gemäß 39. Damit ist der Verriegelungszapfen 7 nicht mehr
verriegelt und es ist ein Kanal für den Verriegelungszapfen 7 frei bzw. geöffnet.
Dann kann sich der Ausstoßkraftspeicher 4 entspannen und stößt das bewegbare Möbelteil
2 in Öffnungsrichtung OR in eine Offenstellung OS aus, wodurch der Verriegelungszapfen
7 in die Position gemäß Fig. 40 gelangt.
1. Antriebsvorrichtung (1) für ein bewegbares Möbelteil (2) mit einem Ausstoßelement
(3), einem Ausstoßkraftspeicher (4) und einer Verriegelungsvorrichtung (5) für das
Ausstoßelement (3), wobei die Verriegelungsvorrichtung (5) einen in einem Rastbereich
(R) einer Führungsbahn (6) in einer Verriegelungsposition (V) verriegelbaren, vom
Ausstoßkraftspeicher (4) beaufschlagten Verriegelungszapfen (7) aufweist, wobei die
Führungsbahn (6) herzkurvenförmig ausgebildet ist und die herzkurvenförmige Führungsbahn
(6) einen Spannabschnitt (S), in der der Verriegelungszapfen (7) beim Spannen des
Ausstoßkraftspeichers (4) bewegbar ist, und einen Einrastbewegungsbereich (E) des
Verriegelungszapfens (7) vor Erreichen der Verriegelungsposition (V) im Rastbereich
(R) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen Ausstoßkraftspeicher (4) und Verriegelungszapfen (7) wirkende Dämpfvorrichtung
(8) vorgesehen ist, die die vom Ausstoßkraftspeicher (4) in den Verriegelungszapfen
(7) übertragene Bewegungsenergie vor Erreichen der Verriegelungsposition (V) dämpft,
wodurch der vom gespannten Ausstoßkraftspeicher (4) beaufschlagte Verriegelungszapfen
(7) gebremst und/oder gedämpft im Einrastbewegungsbereich (E) bewegbar und im Rastbereich
(R) ablegbar ist, wobei die Dämpfvorrichtung (8) ein bewegbares Dämpfelement aufweist
und das Dämpfelement ein gedämpft drehbar gelagertes Zahnrad (11) umfasst, wobei zumindest
ein Zahn (12) des Zahnrads (11) im Einrastbewegungsbereich (E) vom Verriegelungszapfen
(7) kontaktierbar und in Richtung Rastbereich (R) gedämpft bewegbar ist.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastbereich (R) in Öffnungsrichtung (OR) des bewegbaren Möbelteils (2) von einem
zwischen dem Spannabschnitt (S) und dem Einrastbewegungsbereich (E) liegenden Übergangsbereich
(Ü), vorzugsweise um 0,2 mm bis 3 mm, beabstandet ist.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungszapfen (7) ab Erreichen des Übergangsbereichs (Ü) von einer Bewegung
des bewegbaren Möbelteils (2), vorzugsweise vollständig, entkoppelbar ist, sodass
der Verriegelungszapfen (7) durch den Ausstoßkraftspeicher (4) entlang des Einrastbewegungsbereichs
(E) in den Rastbereich (R) bewegbar ist.
4. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Verriegelungszapfen (7) wirkende Bewegungsenergie durch die Dämpfvorrichtung
(8) nur im Einrastbewegungsbereich (E) des Verriegelungszapfens (7) verringert ist.
5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die vom Ausstoßkraftspeicher (4) auf den Verriegelungszapfen (7) wirkende Bewegungsenergie
entlang des Einrastbewegungsbereichs (E) in Abhängigkeit von der Steuerkurve (9) stetig
vergrößert.
6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfelement der Dämpfvorrichtung (8) ein Rotationsdämpfer (10) ist.
7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Grundplatte (14) und einen das Ausstoßelement (3) bildenden Schlitten (15),
wobei der Schlitten relativ zur Grundplatte (14) bewegbar und über die Verriegelungsvorrichtung
(5) an der Grundplatte (14) verriegelbar ist.
8. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der, vorzugsweise als Zugfeder ausgebildete, Ausstoßkraftspeicher (4) einerseits
an der Grundplatte (14) und andererseits am Schlitten (15) befestigt ist.
9. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungszapfen (7) über einen Verriegelungshebel (16) drehbar am Schlitten
(15) gelagert und in die in der Grundplatte (14) ausgebildete Führungsbahn (6) eingreift.
10. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstoßkraftspeicher (4) durch Öffnen und/oder Schließen des bewegbaren Möbelteils
(2) ladbar ist.
11. Möbel (17) mit einem Möbelkorpus (18), einem relativ zum Möbelkorpus (18) bewegbaren
Möbelteil (2) und einer Antriebsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10
für das bewegbare Möbelteil (2).
12. Möbel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (14) der Antriebsvorrichtung (1) am bewegbaren Möbel (2) angeordnet
ist und ein mit dem Ausstoßelement (3) in Eingriff bringbarer Mitnehmer (19) am Möbelkorpus
(18) angeordnet ist.
1. A drive device (1) for a moveable furniture part (2) comprising an ejection element
(3), an ejection force storage means (4) and a locking device (5) for the ejection
element (3), wherein the locking device (5) has a locking pin (7) which is acted upon
by the ejection force storage means (4) and which is lockable in a locking position
(V) in a latching region (R) of a guide path (6), wherein the guide path (6) is of
a cardioid-shaped configuration and the cardioid-shaped guide path (6) has a stressing
portion (S) in which the locking pin (7) is moveable upon stressing of the ejection
force storage means (4) and a latching engagement movement region (E) of the locking
pin (7) before the locking position (V) in the latching region (R) is reached, characterised in that there is provided a damping device (8) which is operative between the ejection force
storage means (4) and the locking pin (7) and which damps the kinetic energy transmitted
from the ejection force storage means (4) into the locking pin (7) before the locking
position (V) is reached, whereby the locking pin (7) which is acted upon by the stressed
ejection force storage means (4) is moveable braked and/or damped in the latching
engagement movement region (E) and can be placed braked and/or damped into the latching
region (R), wherein the damping device (8) comprises a movable damping element and
the damping element includes a gear (11) which is mounted in damped rotary relationship,
wherein at least one tooth (12) of the gear (11) can be contacted by the locking pin
(7) in the latching engagement movement region (E) and is moveable in damped relationship
in the direction of the latching region (R).
2. A drive device as set forth in claim 1 characterised in that the latching region (R) is spaced in the opening direction (OR) of the moveable furniture
part (2) from a transitional region (Ü) which is between the stressing portion (S)
and the latching engagement movement region (E), preferably by between 0.2 mm and
3 mm.
3. A drive device as set forth in claim 2 characterised in that the locking pin (7) can be preferably completely uncoupled from a movement of the
moveable furniture part (2) as from attainment of the transitional region (Ü) so that
the locking pin (7) is moveable into the latching region (R) along the latching engagement
movement region (E) by the ejection force storage means (4).
4. A drive device as set forth in on of claims 1 to 3 characterised in that the kinetic energy acting on the locking pin (7) is reduced by the damping device
(8) only in the latching engagement movement region (E) of the locking pin (7).
5. A drive device as set forth in on of claims 1 to 4 characterised in that the kinetic energy acting from the ejection force storage means (4) on the locking
pin (7) is steadily increased along the latching engagement movement region (E) in
dependence on the control cam (9).
6. A drive device as set forth in one of claims 1 to 5 characterised in that the damping element of the damping device (8) is a moveable damping element, preferably
a rotational damper (10).
7. A drive device as set forth in one of claims 1 through 6 characterised by a base plate (14) and a slider (15) forming the ejection element (3), wherein the
slider is moveable relative to the base plate (14) and is lockable to the base plate
(14) by way of the locking device (5).
8. A drive device as set forth in claim 7 characterised in that the ejection force storage means (4) which is preferably in the form of a tension
spring is fixed on the one hand to the base plate (14) and on the other hand to the
slider (15).
9. A drive device as set forth in claim 7 or claim 8 characterised in that the locking pin (7) is mounted rotatably to the slider (15) by way of a locking lever
(16) and engages into the guide path (6) in the base plate (14).
10. A drive device as set forth in one of claims 1 through 9 characterised in that the ejection force storage means (4) can be loaded by opening and/or closing the
moveable furniture part (2).
11. An article of furniture (17) comprising a furniture carcass (18), a furniture part
(2) moveable relative to the furniture carcass (18) and a drive device (1) as set
forth in one of claims 1 through 10 for the moveable furniture part (2).
12. An article of furniture as set forth in claim 11 characterised in that the base plate (14) of the drive device (1) is arranged on the moveable article of
furniture (2) and an entrainment portion (19) which can be brought into engagement
with the ejection element (3) is arranged on the furniture carcass (18).
1. Mécanisme moteur (1) pour une partie de meuble mobile (2) avec un élément d'éjection
(3), un accumulateur de force d'éjection (4) et un dispositif de verrouillage (5)
pour l'élément d'éjection (3), dans lequel le dispositif de verrouillage (5) présente
un tourillon de verrouillage (7) sollicité par l'accumulateur de force d'éjection
(4) et pouvant être verrouillé dans une position de verrouillage (V) dans une zone
d'arrêt (R) d'une glissière de guidage (6), dans lequel la glissière de guidage (6)
est conçue en forme de cardioïde et la glissière de guidage en forme de cardioïde
(6) présente un tronçon de serrage (S), dans laquelle le tourillon de verrouillage
(7) est mobile lors du serrage de l'accumulateur de force d'éjection (4), et une zone
de mouvement d'encliquetage (E) du tourillon de verrouillage (7) avant d'atteindre
la position de verrouillage (V) dans la zone d'arrêt (R), caractérisé en ce qu'est prévu un dispositif amortisseur (8) agissant entre l'accumulateur de force d'éjection
(4) et le tourillon de verrouillage (7), qui amortit l'énergie cinétique transmise
par l'accumulateur de force d'éjection (4) dans le tourillon de verrouillage (7) avant
d'atteindre la position de verrouillage (V), ce par quoi le tourillon de verrouillage
(7) sollicité par l'accumulateur de force d'éjection tendu (4) est mobile en étant
freiné et / ou amorti dans la zone de mouvement d'encliquetage (E) et déposé dans
la zone d'arrêt (R), dans lequel le dispositif amortisseur (8) présente un élément
amortisseur mobile et l'élément amortisseur comprend une roue dentée (11) logée en
pouvant tourner de façon amortie, dans lequel au moins une dent (12) de la roue d'entée
(11) peut être mise en contact par le tourillon de verrouillage (7) dans la zone du
mouvement d'encliquetage (E) et être déplacée de façon amortie dans le sens de la
zone d'arrêt (R).
2. Mécanisme moteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone d'arrêt (R) dans le sens d'ouverture (OR) de la partie de meuble mobile (2)
est espacée, de préférence de 0,2 mm à 3 mm, d'une zone de transition (Ü) située entre
le tronçon de serrage (S) et la zone du mouvement d'encliquetage (E).
3. Mécanisme moteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que le tourillon de verrouillage (7) peut être découplé, de préférence intégralement,
d'un mouvement de la partie de meuble mobile (2) lorsqu'il atteint la zone de transition
(Ü), de sorte que le tourillon de verrouillage (7) peut être déplacé par l'accumulateur
de force d'éjection (4) le long de la zone du mouvement d'encliquetage (E) dans la
zone d'arrêt (R).
4. Mécanisme moteur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'énergie cinétique agissant sur le tourillon de verrouillage (7) est réduite par
le dispositif amortisseur (8) uniquement dans la zone du mouvement d'encliquetage
(E) du tourillon de verrouillage (7).
5. Mécanisme moteur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'énergie cinétique agissant de l'accumulateur de force d'éjection (4) au tourillon
de verrouillage (7) est constamment accrue le long de la zone du mouvement d'encliquetage
(E) en fonction de la came de commande (9).
6. Mécanisme moteur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément amortisseur du dispositif amortisseur (8) est un amortisseur rotatif (10).
7. Mécanisme moteur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par une plaque de base (14) et un chariot (15) formant l'élément d'éjection (3), dans
lequel le chariot est mobile par rapport à la plaque de base (14) et peut être verrouillé
à la plaque de base (14) par le dispositif de verrouillage (5).
8. Mécanisme moteur selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'accumulateur de force d'éjection (4), conçu de préférence comme un ressort de traction,
est fixé, d'une part, à la plaque de base (14) et, d'autre part, au chariot (15).
9. Mécanisme moteur selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le tourillon de verrouillage (7) est logé de façon rotative sur le chariot (15) par
un levier de verrouillage (16) et engrène dans la glissière de guidage (6) conçue
dans la plaque de base (14).
10. Mécanisme moteur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'accumulateur de force d'éjection (4) peut être chargé par ouverture et / ou fermeture
de la partie de meuble mobile (2).
11. Meuble (17) avec un corps formant meuble (18), une partie de meuble mobile (2) par
rapport au corps de meuble (18) et un mécanisme moteur (1) selon l'une des revendications
1 à 10 pour la partie de meuble mobile (2).
12. Meuble selon la revendication 11, caractérisé en ce que la plaque de base (14) du mécanisme moteur (1) est disposée sur le meuble mobile
(2) et en ce qu'un toc d'entraînement (19) pouvant être mis en prise avec l'élément d'éjection (3)
est disposé sur le corps de meuble (18).