[0001] Die Erfindung betrifft eine Vibrationsrammanordnung umfassend ein Hydraulikaggregat,
einen Vibrator, der räumlich von dem Hydraulikaggregat getrennt und über Hydraulikschläuche
an das Hydraulikaggregat angeschlossen ist und eine dem Hydraulikaggregat zugeordnete
Steuerung, wobei das Hydraulikaggregat einen Verbrennungsmotor und eine von dem Verbrennungsmotor
angetriebene Hydraulikpumpe aufweist, wobei der Vibrator drehbar gelagerte Unwuchten
und zumindest einen verstellbaren Hydraulikmotor mit veränderlichem Schluckvolumen
als Antrieb der Unwuchten aufweist und wobei eine Hydraulikflüssigkeit durch das Hydraulikaggregat,
die Hydraulikschläuche und den zumindest einen Hydraulikmotor in einem Kreislauf geführt.
[0002] Aus der
EP 2 557 233 A1 ist ein Arbeitsgerät mit hydraulischem Antrieb für Tiefbauarbeiten bekannt, wobei
es sich dabei insbesondere um ein Ramm- oder Bohrgerät handeln kann.
[0003] Um eine Anpassung des Arbeitsgerätes an die jeweiligen Leistungsanforderungen zu
ermöglichen, ist in einem Hydraulikreislauf des Arbeitsgerätes ein Sensor zur Messung
des Fluiddruckes angeordnet, der mit einer Steuer- und Regeleinheit verbunden ist.
Über diese Steuer- und Regeleinheit sind sowohl das Schluckvolumen des verstellbaren
Hydraulikmotors als auch ein für die Drehung einer verstellbaren Hydraulikpumpe vorgesehener
Verbrennungsmotor steuerbar.
[0004] Die
EP 2 557 233 A1 beschäftigt sich mit dem Problem, dass bei einem Bohren oder auch einem Vibrationsrammen
eine Höchstdrehzahl nicht überschritten bzw. ein vorgegebener Frequenzbereich nicht
verlassen werden sollen. Zu Beginn derartiger Tiefbauarbeiten ist die Belastung und
damit auch die Leistungsanforderung noch gering, so dass von dem Verbrennungsmotor
auch nur eine geringe Leistung zur Verfügung gestellt wird. Um diesen Anforderungen
gerecht zu werden und insbesondere unterschiedliche Leistungen des Arbeitsgerätes
bereit zu stellen, wird ein an sich bekanntes hydraulisches Getriebe eingesetzt, wobei
auch die Drehzahl des Verbrennungsmotors mit berücksichtigt wird. Ähnliche Konzepte
sind beispielsweise auch in
DE 20 2007 014 676 A1,
DE 27 00 803 A1,
DE 2 236 134 und
DE 38 06 194 beschrieben.
[0005] Die vorliegende Erfindung bezieht sich konkret auf eine Vibrationsrammanordnung gemäß
dem Prospekt "
Müller-Vibratoren. Die perfekte Lösung zum Rammen und Ziehen", ThyssenKrupp GfT Bautechnik
GmbH 5/2011. Der Vibrator als hydraulisch angetriebene Arbeitsmaschine ist dabei über einen Schwingungsisolator
beispielsweise an dem Haken eines Krans angeordnet und räumlich von dem Hydraulikaggregat
getrennt. Das Hydraulikaggregat mit der Hydraulikpumpe ist über flexible Schläuche
an den Vibrator angeschlossen und damit von der Erzeugung der Vibrationen entkoppelt.Eine
solche Vibrationsrammanordnung ist auch vom Dokument
EP 2 014 835A1 bekannt. Aufgrund der sehr großen mechanischen Belastungen des Vibrators wird in
der Regel auf eine Steuerelektronik an dem Vibrator selbst verzichtet, wobei die Bedienung
und Verstellung des Vibrators über das Hydraulikaggregat erfolgt. Selbst die Anordnung
elektronischer Sensoren ist aufgrund der extremen mechanischen Belastungen problematisch
und kann zu einem erhöhten Ausfallrisiko führen, weshalb der Einsatz solcher Sensoren
sowie von anderen elektrischen Einrichtungen wie Stellantrieben oder dergleichen möglichst
zu vermeiden ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vibrationsrammanordnung
mit den eingangs, beschriebenen Merkmalen anzugeben, welche mit einfachen und zuverlässigen
Mitteln einen effizienten und insbesondere bei geringem Leistungsbedarf des Vibrators
energetisch günstigen Betriebs sowie eine hohe Betriebssicherheit ermöglicht.
[0007] Gegenstand der Erfindung und Lösung der Aufgabe ist eine Vibrationsrammanordnung
gemäß dem Patentanspruch 1, wobei der Vibrator erfindungsgemäß eine von der Steuerung
unabhängige Einrichtung zur Verstellung des Schluckvolumens des Hydraulikmotors in
Abhängigkeit eines Druckes innerhalb des Kreislaufes aufweist, wobei ein Frequenzsensor
zur Bestimmung der Frequenz des Vibrators an die Steuerung angeschlossen ist und wobei
die Steuerung dazu eingerichtet ist, den durch den Kreislauf geführten Volumenstrom
in Abhängigkeit des Signals des Frequenzsensors zu steuern. Dabei wird bevorzugt die
Drehzahl des Verbrennungsmotors in Abhängigkeit des Signals des Frequenzsensors gesteuert.
[0008] Erfindungsgemäß erfolgt im Gegensatz zu dem Stand der Technik eine Verstellung des
Schluckvolumens des verstellbaren Hydraulikmotors nicht über eine zentrale Steuerung,
sondern über eine separate Einrichtung zur Verstellung des Schluckvolumens die selbsttätig
in Abhängigkeit eines Druckes innerhalb des Kreislaufes eine Anpassung des Schluckvolumens
vornimmt. Entsprechend ist die Einrichtung zur Verstellung des Schluckvolumens an
dem Vibrator, besonders bevorzugt direkt an dem Hydraulikmotor des Vibrators angeordnet
und damit auch räumlich von der dem Hydraulikaggregat zugeordneten Steuerung getrennt
ist.
[0009] Die Einrichtung zur Verstellung des Schluckvolumens kann insbesondere hydraulisch
an einen Vorlauf des Hydraulikmotors angeschlossen sein. Bei einem geringen Leistungsbedarf
ergibt sich dann ein vergleichsweise geringer Druck.
[0010] Um eine möglichst einfache und zuverlässige Ausgestaltung der Einrichtung zur Verstellung
des Schluckvolumens zu erreichen, kann diese ein an den Kreislauf angeschlossenes
hydraulisches Stellglied aufweisen. Ein solches Stellglied kann insbesondere eine
mechanische Verstellung des Hydraulikmotors bewirken, wobei das Stellglied dazu nach
Art einer Druckdose oder eines federbelasteten Stellzylinders ausgestaltet sei kann.
Eine Verstellung des Schluckvolumens ist darüber hinausgehend auch über einen von
Druckventilen gesteuerten Volumenstrom möglich.
[0011] Im Rahmen der Erfindung ist es grundsätzlich möglich, dass das Schluckvolumen abhängig
von einem Druck, insbesondere einem Überdruck in einem Vorlauf des Hydraulikmotors,
kontinuierlich verstellt wird. Da das Schluckvolumen die Ölmenge für einen Hub bzw.
eine Drehung des Hydraulikmotors bestimmt, führt eine Veränderung des Schluckvolumens
bei einem konstanten Volumenstrom unmittelbar zu einer Drehzahlveränderung. Im Rahmen
der Erfindung wird eine solche Änderung der Drehzahl des Hydraulikmotors aber durch
den Frequenzsensor bestimmt, welcher an die Steuerung angeschlossen ist. Die Steuerung
ist dazu eingerichtet, abhängig von der Frequenz des Vibrators, die üblicherweise
der Drehzahl des zumindest einen Hydraulikmotors entspricht, den Volumenstrom im Kreislauf
zu verändern. Beispielsweise führt eine Erhöhung des Schluckvolumens dazu, dass für
einen Hub bzw. eine Drehung des Hydraulikmotors eine größere Menge an Hydrauliköl
benötigt wird, wodurch sich auch eine Steigerung des Drehmomentes ergibt. Um dann
die Frequenz des Vibrators konstant zu halten, kann die Drehzahl des Verbrennungsmotors
entsprechend erhöht werden. Wenn die von dem Verbrennungsmotor angetriebene Hydraulikpumpe
verstellbar ist, kann zusätzlich oder alternativ auch das Schluckvolumen der Hydraulikpumpe
verändert werden.
[0012] Um eine weitere Vereinfachung zu erreichen, kann das Schluckvolumen des Hydraulikmotors
stufenweise verstellbar sein. Wenn dann an einer vorgegebenen Stelle des Kreislaufes,
an dem die Einrichtung zur Verstellung des Schluckvolumens angeschlossen ist, ein
vorgegebener Druckwert überschritten bzw. unterschritten wird, wird der Hydraulikmotor
auf ein anderes Schluckvolumen umgeschaltet. Insbesondere kann der Hydraulikmotor
in zwei Stufen schaltbar sein, wodurch eine sehr einfache konstruktive Ausgestaltung
ermöglicht wird. Darüber hinaus kann durch eine solche einfache Ausgestaltung auch
ein Aufschwingen zwischen der Einrichtung zur Verstellung des Schluckvolumens und
der Anpassung des Volumenstroms durch die Steuerung vermieden werden.
[0013] Die Vibrationsrammung beruht auf dem Prinzip, den Boden in einen quasi flüssigen
Zustand zu versetzen. Dies wird durch das Vibrieren des Rammgutes beim Auftreffen
auf den Boden erreicht. Die Mantelreibung des einzutreibenden Materials wird durch
das Schwingen deutlich herabgesetzt und hierdurch wird ein zügiger Eindringfortschritt
ermöglicht. Die Schwingungsfrequenz kann beispielsweise zwischen 10 Hz und 60 Hz,
insbesondere zwischen 30 Hz und 50 Hz betragen.
[0014] Um so tiefer das Rammgut in den Boden eindringt, um so größer wird jedoch der Widerstand
und die Reibung. Der Vibrator wird gleichsam durch das Rammgut "festgehalten" und
kann nicht mehr frei schwingen. Die für eine Drehung der Unwuchten notwendige Antriebsleistung
steigt dabei an.
[0015] Bei dem Vibrationsrammen ergibt sich des Weiteren die Besonderheit, dass der Eindringfortschritt
in etwas quadratisch von der Frequenz des Vibrators abhängt. Wenn also bei einem erhöhten
Widerstand eine ausreichend hohe Frequenz nicht mehr aufrechterhalten werden kann,
ist ein weiteres Eintreiben nicht mehr möglich.
[0016] Vibrationsrammanordnungen müssen deshalb so ausgelegt sein, dass diese auch unter
den größten zulässigen Belastungen und damit auch bei einem maximalen Druckabfall
in dem Kreislauf eine vorgegebene Vibrationsfrequenz aufrechterhalten. Eine entsprechend
große Auslegung der Vibrationsrammanordnung führt aber andererseits dazu, dass diese
bei geringeren Leistungsanforderungen, also insbesondere zu Beginn eines Eintreibvorganges,
überdimensioniert ist.
[0017] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betrieb der beschriebenen Vibrationsrammanordnung,
wobei in einem ersten Betriebsmodus mit geringer Leistungsanforderung des Vibrators,
insbesondere bei einer vorgegebenen Frequenz, der Hydraulikmotor mit einem ersten
Schluckvolumen V
1 und der Verbrennungsmotor mit einer ersten Verbrennungsmotordrehzahl D
1 betrieben werden, wobei sich ein erster Druck p
1 in dem Kreislauf ergibt, wobei eine Erhöhung der Leistungsanforderung des Vibrators
eine Änderung, insbesondere eine Erhöhung des Druckes in dem Kreislauf bewirkt, worauf
die Einrichtung zur selbsttätigen Verstellung des Schluckvolumens den Hydraulik-motor
zur Erhöhung des Drehmomentes auf ein höheres Schluckvolumen S
2 verstellt und eine erhöhte zweite Verbrennungsmotordrehzahl V
2 eingestellt wird. Die erhöhte zweite Verbrennungsmotordrehzahl wird dadurch eingestellt,
dass die Frequenz des Vibrators mit dem Frequenzsensor bestimmt wird, wobei die Steuerung
die Verbrennungsmotordrehzahl verändert, um die Frequenz konstant oder zumindest in
einem vorgegebenen Frequenzbereich zu halten.
[0018] Durch die beschriebenen Maßnahmen wird der Verbrennungsmotor des Hydraulikaggregates
zu Beginn eines Eintreibvorganges zum Vibrationsrammen mit einer deutlich reduzierten
Leistung betrieben, wodurch sich eine geringere Geräuschentwicklung und auch ein geringerer
Verbrauch ergeben. Der Verbrennungsmotor der erfindungsgemäßen Vibrationsrammanordnung
verwenden üblicherweise Diesel als Brennstoff.
[0019] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert:
- Fig. 1
- eine Vibrationsrammanordnung;
- Fig. 2
- ein vereinfachter Hydraulikschaltkreis der in Fig. 1 dargestellten Vibrationsrammanordnung..
[0020] Die Fig. 1 zeigt eine Vibrationsrammanordnung, die ein Hydraulikaggregat 1 und einen
Vibrator 2 umfasst, die über flexible Hydraulikschläuche 3 räumlich getrennt voneinander
und damit mechanisch entkoppelt angeordnet sind. Das Hydraulikaggregat 1 weist eine
hydraulische Steuerung S auf (siehe Fig. 2), wobei die Bedienung der Steuerung S mittels
einer per Kabel oder kabellos mit der Steuerung S kommunizierenden Fernbedienung 4
erfolgen kann. Das Hydraulikaggregat 1 umfasst einen mit Diesel betriebenen Verbrennungsmotor
5 sowie eine von dem Verbrennungsmotor 5 angetriebene Hydraulikpumpe 6.
[0021] Der Vibrator 2 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel über einen Schwingungsisolator
7 abgestützt, der an einem Kran aufgehängt ist. An der Unterseite des Vibrators 2
ist ein einzutreibendes Rammengut 8 in einer hydraulischen Spannzange 9 eingespannt.
[0022] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Hydraulikmotoren 10 vorgesehen,
die jeweils zwei entgegengesetzt rotierende Unwuchten 11 antreiben. Durch die exzentrisch
gelagerten Unwuchten 11 wird der Vibrator 2 in vertikaler Richtung in Schwingung versetzt,
wobei sich durch eine gegenläufige Bewegung der Unwuchten 11 die Momente in horizontaler
Richtung aufheben. Der Antrieb der Unwuchten 11 erfolgt über nicht dargestellte Zahnräder.
[0023] Das Vibrationsrammen erfolgt in der Praxis bei einer vorgegebenen Frequenz bzw. bei
einem vorgegebenen Frequenzbereich des Vibrators 2.
[0024] Zu Beginn eines Eintreibvorganges des Rammengutes 8 wird nur eine vergleichsweise
geringe Leistung an dem Vibrator 2 benötigt, weil die Reibung zwischen dem Rammengut
8 und dem Untergrund noch gering ist. Mit zunehmender Eindringtiefe des Rammengutes
8 nimmt der Widerstand zu, so dass zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen Frequenz
bzw. des vorgegebenen Frequenzbereiches des Vibrators 2 eine größere Leistung bereitgestellt
werden muss. Insbesondere muss das Hydraulikaggregat 1 für sehr große Leistungen am
Ende eines Eintreibvorganges ausgelegt sein.
[0025] Zu Beginn des Eintreibvorganges ist die Vibrationsrammanordnung also gewissermaßen
überdimensioniert. Um dadurch bedingten Effizienzverlusten entgegenzuwirken, ist die
in Fig. 2 dargestellte Ausgestaltung eines Hydraulikkreislaufes vorgesehen, wonach
die Hydraulikmotoren 10 bzw. zumindest ein für den Antrieb der Unwuchten 11 vorgesehene
Hydraulikmotor 10 mit einem veränderlichen Schluckvolumen verstellbar ist.
[0026] Erfindungsgemäß ist dazu gemäß der Fig. 2 eine direkt an dem Hydraulikmotor 10 angebrachte
Einrichtung 12 zur selbsttätigen Verstellung des Schluckvolumens abhängig von einem
Druck innerhalb des Kreislaufes angeordnet. Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist die
Einrichtung 12 an einen Vorlauf des Hydraulikmotors 10 mit einer Abzweigung angeschlossen,
wobei die Einrichtung 12 ein hydraulisches Stellglied 13 in Form eines federbelasteten
Hubzylinders aufweist. Durch das hydraulische Stellglied 13 wird eine Druckänderung
an dem Vorlauf des Hydraulikmotors 10 in eine mechanische Hubbewegung umgewandelt,
mit der eine direkte Verstellung des Hydraulikmotors 10 erfolgt. Erfindungsgemäß kann
also für die Verstellung des Schluckvolumens des Hydraulikmotors 10 auf eine Verbindung
mit der Steuerung S verzichtet werden.
[0027] Die Einrichtung 12 ist besonders einfach ausgestaltet und wandelt einen hydraulischen
Druck direkt in eine mechanische Bewegung zur Verstellung des Hydraulikmotors 10 um,
so dass diese Anordnung auch bei extremen mechanischen Belastungen des Vibrators 2
zuverlässig arbeitet.
[0028] Wenn beispielsweise der Vibrator 2 in einem ersten Betriebsmodus mit geringer Leistungsanforderung
bei einer vorgegebenen Frequenz betrieben wird, weist der Hydraulikmotor 10 ein erstes
Schluckvolumen V
1 auf, wobei der zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen Frequenz notwendige Volumenstrom
durch die von dem Verbrennungsmotor 5 angetriebene Hydraulikpumpe 6 bereitgestellt
wird.
[0029] Bei der Erhöhung der Leistungsanforderung des Vibrators 2 wird an dem Vorlauf des
Vibrators 2 eine Druckerhöhung von einem ersten Druck p
1 auf einen zweiten Druck p
2 beobachtet, worauf bei einer vorgegebenen Schwelle des Druckes das hydraulische Stellglied
13 das Schluckvolumen des Hydraulikmotors 10 auf ein höheres zweites Schluckvolumen
V
2 verstellt. Durch die Erhöhung des Schluckvolumens auf den zweiten Wert V
2 wird das Drehmoment des Hydraulikmotors 10 erhöht, so dass dieser größeren Leistungsanforderung
des Vibrators 2 gerecht werden kann.
[0030] Gleichzeitig benötigt der Hydraulikmotor 10 aber auch eine größere Menge an Hydraulikflüssigkeit
für eine Umdrehung bzw. für einen Hub. Um dabei die Frequenz des Vibrators 2 auf einem
vorgegebenen Wert oder in einem vorgegebenen Frequenzbereich halten zu können, ist
also mit der Verstellung des Schluckvolumens auch der Volumenstrom an Hydraulikflüssigkeit
in dem Kreislauf zu verändern, vorliegend also zu erhöhen. Um eine solche Veränderung
zu ermöglichen, ist ein Frequenzsensor 14 zur Bestimmung der Frequenz des Vibrators
2 an die Steuerung S angeschlossen.
[0031] Zur Bestimmung der Frequenz mittels des Frequenzsensors 14 ist an dem Vibrator 2
nicht unbedingt eine elektronische Einrichtung notwendig. Beispielsweise kann ein
durch die Frequenz des Vibrators 2 moduliertes Drucksignal an dem Vibrator 2 abgegriffen
werden, welches dann hydraulisch über einen zugeordneten Hydraulikschlauch an das
Hydraulikaggregat 1 weitergeleitet wird. Die Umwandlung in ein elektronisches Signal
kann dann in dem Hydraulikaggregat 1 erfolgen.
[0032] Mit der Steuerung S kann eine Änderung der Verbrennungsmotordrehzahl erfolgen, um
Änderungen der Frequenz des Vibrators 2 zu kompensieren. Zusätzlich oder alternativ
kann auch die Hydraulikpumpe 6 ein veränderbares Schluckvolumen aufweisen, wobei dann
die Erhöhung des Volumenstroms auch oder ausschließlich durch eine Verstellung der
Hydraulikpumpe 6 erfolgt.
[0033] Erfindungswesentlich ist im Rahmen der Erfindung, dass die Veränderung des Volumenstroms
einerseits und die Verstellung des Schluckvolumens des zumindest einen Hydraulikmotors
10 unabhängig voneinander erfolgen, so dass keine gemeinsame, aufeinander abgestimmte
Steuerung notwendig ist. Im Rahmen der Erfindung erfolgt die Verstellung des Schluckvolumens
des Hydraulikmotors 10 durch die zugeordnete Einrichtung 12 selbsttätig, worauf sich
ohne eine weitere Steuerung des Volumenstroms eine geringere Frequenz des Vibrators
2 ergeben würde. Da die Frequenz des Vibrators 2 aber separat überwacht und durch
die Steuerung S nachgeführt wird, wird durch die separate Steuerung S der Volumenstrom
durch eine Verstellung des Schluckvolumens der Hydraulikpumpe 6 und/oder durch eine
Änderung der Verbrennungsmotordrehzahl kompensiert.
1. Vibrationsrammanordnung umfassend ein Hydraulikaggregat (1), einen Vibrator (2), der
räumlich von dem Hydraulikaggregat (1) getrennt und über Hydraulikschläuche (3) an
das Hydraulikaggregat (1) angeschlossen ist und eine dem Hydraulikaggregat (1) zugeordnete
Steuerung (S), wobei das Hydraulikaggregat (1) einen Verbrennungsmotor (5) und eine
von dem Verbrennungsmotor (5) angetriebene Hydraulikpumpe (6) aufweist, wobei der
Vibrator (2) drehbar gelagerte Unwuchten (11) und zumindest einen verstellbaren Hydraulikmotor
(2) mit veränderlichem Schluckvolumen als Antrieb der Unwuchten (11) aufweist und
wobei eine Hydraulikflüssigkeit durch das Hydraulikaggregat (1), die Hydraulikschläuche
(3) und den zumindest einen Hydraulikmotor (10) in einem Kreislauf geführt ist, wobei
ein Frequenzsensor (14) zur Bestimmung der Frequenz des Vibrators (2) an die Steuerung
(S) angeschlossen ist, wobei die Steuerung (S) dazu eingerichtet ist, den durch den
Kreislauf geführten Volumenstrom in Abhängigkeit des Signals des Frequenzsensors (14)
zu steuern, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrator (2) eine von der Steuerung (S) unabhängige Einrichtung (12) zur Verstellung
des Schluckvolumens des Hydraulikmotors (10) in Abhängig eines Druckes innerhalb des
Kreislaufes aufweist.
2. Vibrationsrammanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (12) zur Verstellung des Schluckvolumens hydraulisch an einen Vorlauf
des Hydraulikmotors (10) angeschlossen ist.
3. Vibrationsrammanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (12) zur Verstellung des Schluckvolumens ein an den Kreislauf angeschlossenes
hydraulisches Stellglied (13) aufweist.
4. Vibrationsrammanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schluckvolumen des Hydraulikmotors (10) stufenweise, insbesondere in zwei Stufen,
verstellbar ist.
5. Vibrationsrammanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (S) dazu eingerichtet ist, durch eine Änderung der Verbrennungsmotordrehzahl
Änderungen der Frequenz des Vibrators (2) zu kompensieren.
6. Vibrationsrammanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, das die Hydraulikpumpe (6) des Hydraulikaggregates (1) ein veränderbares Schluckvolumen
aufweist.
7. Verfahren zum Betrieb einer Vibrationsrammanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
6, wobei ein einem ersten Betriebsmodus mit geringer Leistungsanforderung des Vibrators
(2) der Hydraulikmotor (10) mit einem ersten Schluckvolumen (V1) und der Verbrennungsmotor mit einer ersten Verbrennungsmotordrehzahl (D1) betrieben werden, wobei sich ein erster Druck (p1) in dem Kreislauf ergibt, wobei eine Erhöhung der Leistungsanforderung des Vibrators
(2) eine Änderung des Druckes in dem Kreislauf bewirkt, wobei die Einrichtung (12)
zur Verstellung des Schluckvolumens den Hydraulikmotor (10) zur Erhöhung des Drehmomentes
auf ein höheres Schluckvolumen (V2) verstellt und eine erhöhte zweite Verbrennungsmotordrehzahl (D2) eingestellt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die erhöhte zweite Verbrennungsmotordrehzahl (V2) dadurch eingestellt wird, dass die Frequenz des Vibrators (2) mit dem Frequenzsensor
(14) bestimmt wird, wobei die Steuerung die Verbrennungsmotordrehzahl verändert um
die Frequenz des Vibrators (2) konstant oder in einem vorgegebenen Frequenzbereich
zu halten.
1. Vibrating ram arrangement comprising a hydraulic assembly (1), a vibrator (2), which
is spatially separated from the hydraulic assembly (1) and is connected to the hydraulic
assembly (1) via hydraulic hoses (3), and a controller (S) which is assigned to the
hydraulic assembly (1), wherein the hydraulic assembly (1) has an internal combustion
engine (5) and a hydraulic pump (6) which is driven by the internal combustion engine
(5), wherein the vibrator (2) has rotatably mounted imbalances (11) and at least one
adjustable hydraulic motor (2) with a variable displacement volume as a drive of the
imbalances (11), and wherein a hydraulic fluid is conducted in a circuit through the
hydraulic assembly (1), the hydraulic hoses (3) and the at least one hydraulic motor
(10), wherein a frequency sensor (14) for determining the frequency of the vibrator
(2) is connected to the controller (S), wherein the controller (S) is configured to
control the volume flow, conducted through the circuit, as a function of the signal
of the frequency sensor (14), characterized in that the vibrator (2) has a device (12) which is independent of the controller (S) and
has the purpose of adjusting the displacement volume of the hydraulic motor (10) as
a function of a pressure within the circuit.
2. Vibrating ram arrangement according to Claim 1, characterized in that the device (12) for adjusting the displacement volume is hydraulically connected
to a feed line of the hydraulic motor (10).
3. Vibrating ram arrangement according to Claim 1 or 2, characterized in that the device (12) for adjusting the displacement volume has a hydraulic actuator element
(13) which is connected to the circuit.
4. Vibrating ram arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the displacement volume of the hydraulic motor (10) can be adjusted incrementally,
in particular in two increments.
5. Vibrating ram arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the controller (S) is configured to compensate for changes in the frequency of the
vibrator (2) by means of a change in the rotational speed of the internal combustion
engine.
6. Vibrating ram arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the hydraulic pump (6) of the hydraulic assembly (1) has a variable displacement
volume.
7. Method for operating a vibrating arrangement according to one of Claims 1 to 6, wherein
in a first operating mode with a low power requirement of the vibrator (2) the hydraulic
motor (10) is operated with a first displacement volume (V1), and the internal combustion engine is operated with a first rotational speed (D1) of the internal combustion engine, wherein a first pressure (p1) occurs in the circuit, wherein increasing the power requirement of the vibrator
(2) brings about a change in the pressure in the circuit, wherein the device (12)
for adjusting the displacement volume adjusts the hydraulic motor (10) in order to
increase the torque to a relatively high displacement volume (V2) and an increased second rotational speed (D2) of the internal combustion engine is set.
8. Method according to Claim 7, wherein the increased second rotational speed (V2) of the internal combustion engine is set by determining the frequency of the vibrator
(2) with the frequency sensor (14), wherein the controller varies the rotational speed
of the internal combustion engine in order to keep the frequency of the vibrator (2)
constant or keep it in a predefined frequency range.
1. Ensemble de battage par vibrations comprenant un groupe hydraulique (1), un vibrateur
(2), qui est spatialement séparé du groupe hydraulique (1) et qui est raccordé au
groupe hydraulique (1) par des tuyaux flexibles hydrauliques (3) et une commande (S)
associée au groupe hydraulique (1), dans lequel le groupe hydraulique (1) présente
un moteur à combustion interne (5) et une pompe hydraulique (6) entraînée par le moteur
à combustion interne (5), dans lequel le vibrateur (2) présente des balourds (11)
montés de façon rotative et au moins un moteur hydraulique réglable (2) à volume d'absorption
variable comme entraînement des balourds (11) et dans lequel un liquide hydraulique
est transporté à travers le groupe hydraulique (1), les tuyaux flexibles hydrauliques
(3) et ledit au moins un moteur hydraulique (10) en un circuit hydraulique, dans lequel
un détecteur de fréquence (14) pour la détermination de la fréquence du vibrateur
(2) est relié à la commande (S), dans lequel la commande (S) est conçue pour commander
le débit volumétrique transporté à travers le circuit en fonction du signal du détecteur
de fréquence (14), caractérisé en ce que le vibrateur (2) présente un dispositif (12) indépendant de la commande (S) pour
le réglage du volume d'absorption du moteur hydraulique (10) en fonction d'une pression
à l'intérieur du circuit.
2. Ensemble de battage par vibrations selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif (12) pour le réglage du volume d'absorption est raccordé hydrauliquement
à une arrivée du moteur hydraulique (10).
3. Ensemble de battage par vibrations selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif (12) pour le réglage du volume d'absorption présente un organe de réglage
hydraulique (13) raccordé au circuit.
4. Ensemble de battage par vibrations selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le volume d'absorption du moteur hydraulique (10) est réglable par étapes, en particulier
en deux étapes.
5. Ensemble de battage par vibrations selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la commande (S) est conçue pour compenser des variations de la fréquence du vibrateur
(2) par une variation de la vitesse de rotation du moteur à combustion interne.
6. Ensemble de battage par vibrations selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la pompe hydraulique (6) du groupe hydraulique (1) présente un volume d'absorption
variable.
7. Procédé de conduite d'un ensemble de battage par vibrations selon l'une quelconque
des revendications 1 à 6, dans lequel, dans un premier mode de fonctionnement avec
une faible demande de puissance du vibrateur (2), on fait fonctionner le moteur hydraulique
(10) avec un premier volume d'absorption (V1) et le moteur à combustion interne avec une première vitesse de rotation (D1) du moteur à combustion interne, dans lequel il en résulte une première pression
(p1) dans le circuit, dans lequel une augmentation de la demande de puissance du vibrateur
(2) entraîne une variation de la pression dans le circuit, dans lequel le dispositif
(12) pour le réglage du volume d'absorption règle le moteur hydraulique (10) pour
l'augmentation du couple de rotation à un volume d'absorption plus élevé (V2) et on règle une deuxième vitesse de rotation accrue (D2) du moteur à combustion interne.
8. Procédé selon la revendication 7, dans lequel on règle la deuxième vitesse de rotation
accrue (V2) du moteur à combustion interne, par le fait que l'on détermine la fréquence du vibrateur
(2) avec le détecteur de fréquence (14), dans lequel la commande modifie la vitesse
de rotation du moteur à combustion interne afin de maintenir la fréquence du vibrateur
(2) constante ou dans une plage de fréquence prédéterminée.