[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hohlwandanker, bestehend aus einem länglichen
Metallteil im Wesentlichen konstanten Querschnitts, welches zu einer U-Form gebogen
ist, und das durch einen 180°-U-Bogen und zwei sich in parallelen Ebenen erstreckende
U-Schenkel definiert ist, die durch eine Querstrebe miteinander verbunden sind.
[0002] Hohlwände bestehen aus mindestens zwei parallelen und im Abstand zueinander angeordneten
massiven Platten, die durch teilweise in die Platten integrierte, d. h. im Allgemeinen
eingegossene, Abstandhalter, zum Beispiel in Form von Bewehrungselementen bzw. Bewehrungskörben
im Abstand parallel zueinander gehalten werden, so dass zwischen den Platten ein Hohlraum
gebildet wird. Die Platten beststehen zumeist aus Beton, können jedoch im Prinzip
auch aus jedem anderen gießfähigen und aushärtenden Material bestehen. Sie sind "massiv"
in dem Sinne, dass sie aus einem fließfähigen Material gegossen sind, in das andere
Gegenstände, wie zum Beispiel die Bewehrungen und auch die in Rede stehenden Hohlwandanker,
eingegossen und somit fest integriert werden können, was aber kleine Hohlräume und
Poren in den Platten nicht ausschließt.
[0003] Die Platten selbst haben dabei eine Dicke, die typischerweise zwischen 3 und 8 cm
beträgt, während der lichte Abstand zwischen den beiden parallelen Platten, welche
die Hohlwand bilden und welche durch Bewehrungselemente bzw. einen Bewehrungskorb
in diesem Abstand gehalten werden, ein Mehrfaches der Dicke der massiven Plattenabschnitte
beträgt.
[0004] Solche Hohlwandelemente sind typische Fertigbauteile, welche Trennwände zwischen
Innenräumen bilden, gegebenenfalls aber auch tragende Wände und Außenwände in Gebäuden
bilden können. Hohlwandelemente bzw. Hohlwände, die aus einem oder mehreren Hohlwandelementen
zusammengesetzt sind, können insgesamt eine relativ große Wandstärke zwischen beispielsweise
12 und 36 cm haben. Sie bieten einen verbesserten Schall- und Wärmedämmschutz und
haben ein deutlich geringeres Gewicht als entsprechende massive Wände. Zum Ausrichten
und für den Transport derartiger Hohlwände werden die in Rede stehenden Transportanker
verwendet, die jeweils in ein Hohlwandelement integriert sind.
[0005] Entsprechende Hohlwandanker sind im Prinzip bekannt und werden mit ihren sich in
parallelen Ebenen erstreckenden Schenkeln in die massiven Platte von Hohlwänden integriert,
während die Querstrebe und der U-förmige Bogen des Hohlwandankers den Abstand zwischen
den massiven Platten überbrücken, sodass der U-Bogen des Hohlwandankers als Halteöse
für den Transport entsprechender Hohlwände mit Hilfe eines Kranhakens oder dergleichen
verwendet werden kann.
[0006] Entsprechende Hohlwandanker sind im Stand der Technik im Allgemeinen aus Baustahl
hergestellt und im Wesentlichen zu einer U-Form gebogen, sodass zwei parallele Schenkel
der U-Form jeweils in eine der beiden massiven Platten einer Hohlwand eingegossen
werden können, während der U-Bogen stirnseitig oder seitlich in den Zwischenraum zwischen
den massiven Platen aus den Plattenoberflächen herausragt und als Transportanker verwendet
werden kann.
[0007] Zur besseren Verankerung der parallelen U-Schenkel in den massiven Abschnitten der
Hohlwand sind deren freie Enden oftmals in der Ebene der massiven Platten umgebogen.
[0008] Die Querstrebe besteht zumeist ebenfalls aus Baustahl und ist mit den parallelen
Schenkeln bzw. den Enden des U-Bogens verschweißt. Die Querstrebe bestimmt dabei den
Abstand der beiden U-Schenkel, die im Allgemeinen etwa mittig in die massiven Platten
eingegossen sind, die in aller Regel aus Beton bestehen.
[0009] Die herkömmlichen Transportanker haben dabei den Nachteil, dass sie jeweils fertig
vorkonfektioniert sind und somit nur für Hohlwände geeignet sind, deren massive Wandabschnitte
einen bestimmten Abstand haben, der es ermöglicht, jeweils einen der beiden parallelen
Schenkel hinreichend sicher und möglichst zentrisch in je einem der massiven Platte
einzubetten und zu vergießen.
[0010] Die Herstellung entsprechender Transportanker erfordert das Vorbiegen des Baustahls
zu der gewünschten U-Form und das Verbinden der beiden parallelen Schenkel durch die
Querstrebe, was im Allgemeinen durch Verschweißen geschieht.
[0011] Der sich über 180° erstreckende U-Bogen des Hohlwandankers muss dabei nicht notwendigerweise
entlang eines konstanten Krümmungsradius verlaufen, sondern kann auch mehr oder weniger
V-förmig mit entsprechenden Übergangsrundungen im Verbindungsbereich der beiden V-Schenkel
und am Übergang zu den parallelen Schenkeln der "U-Form" ausgebildet sein.
[0012] Da die herkömmlichen Hohlwandanker jeweils für eine bestimmte Hohlwandstärke vorkonfektioniert
sind, müssen für unterschiedliche Wandstärken jeweils unterschiedliche Hohlwandanker
hergestellt werden, die jeweils unterschiedliche U-Bögen und einen unterschiedlichen
Abstand der Ebenen haben, in welchen die U-Schenkel angeordnet sind. Ein einmal hergestellter
Hohlwandanker kann nur für einen bestimmten, engen Bereich von Hohlwandstärken verwendet
werden und ist nicht flexibel einsetzbar. Außerdem sind die herkömmlichen Hohlwandanker
sperrig, insbesondere wenn die freien Enden der Schenkel seitlich und/oder rückwärts
umgebogen sind, um eine bessere Verankerung der parallelen Schenkel in den massiven
Platten zu gewährleisten.
[0013] Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Hohlwandanker zu schaffen, der einfacher herstellbar ist, gegebenenfalls flexibler
eingesetzt werden kann und in der Handhabung und im Transport weniger sperrig ist.
[0014] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das U-förmige Metallteil aus einem Stahldrahtseil
besteht.
[0015] Ein solches Stahldrahtseil kann einfach an verschiedene, beliebige Querstreben angepasst
werden, und der Arbeitsschritt des Vorbiegens zu einer U-Form mit zwei parallelen
Schenkeln kann ersatzlos entfallen, da das Biegen unmittelbar während der Verbindung
mit einer Querstrebe erfolgen kann. Vorzugsweise sollte die Querstrebe dabei eine
Mindestlänge nicht unterschreiten, die in etwa dem Siebenfachen des Drahtseildurchmessers
entspricht.
[0016] Zweckmäßigerweise ist das Stahldrahtseil mit der Querstrebe lösbar verbunden, sodass
die Querstrebe gegebenenfalls auch wieder von den Stahldrahtseil trennbar ist, welches
dann z. B. mit einer Querstrebe anderer Länge verbunden werden kann, um den Hohlwandanker
gegebenenfalls an eine andere Gesamtstärke einer Hohlwand anzupassen. Das Stahldrahtseil
muss nicht auf unterschiedliche Abstände der parallelen Drahtseilenden vorgebogen
werden, sondern es wird einfach jeweils bei der Montage an der Querstrebe durch Biegen
an die Länge der Querstrebe angepasst, wobei die Querstrebe in Längsrichtung der parallelen
Stahldrahtseilenden so positioniert wird, dass diese Enden in in etwa parallelen Ebenen
verlaufen, vorzugsweise auch in einer gemeinsamen Ebene liegen.
[0017] Die Querstrebe kann für die Verbindung mit dem Drahtseil und für das Halten des Drahtseiles
in U-Form beispielsweise in der Nähe ihrer Enden zwei Bohrungen aufweisen, deren Durchmesser
auf den Drahtseildurchmesser abgestimmt ist, sodass das Drahtseil zwar in Längsrichtung
in den Bohrungen verschiebbar ist, die Querstrebe jedoch aufgrund der Reibung mit
dem Drahtseil in den Bohrungen ihre eingestellte Position an den parallelen Drahtseilenden
hält, solange nicht größere äußere Kräfte auf die Querstrebe bzw. das Drahtseil einwirken.
Auch die durch das U-förmige Biegen in dem Drahtseil erzeugte Spannung hält die Querstrebe
im Allgemeinen an einer einmal eingestellten Position fest. Anstelle entsprechender
Bohrungen kann in einer Ausführungsform der Erfindung eine Querstrebe auch Nuten zur
Aufnahme und Haltern der parallelen Seilabschnitte aufweisen, wobei eine solche Nut
vorzugsweise einen hinterschnittenen Querschnitt hat, sodass die Eintrittsbreite der
Nut etwas geringer ist als der Drahtseildurchmesser und das Drahtseil nicht ohne weiteres
aus der Nut herausbewegt werden kann, nachdem es darin eingeklemmt wurde. Eine solche
Nut kann sowohl zu den Stirnseiten der Querstrebe als auch zu den Seitenflächen der
Querstrebe hin offen sein. Die Querstrebe kann aus sehr unterschiedlichen Materialien
hergestellt sein und besteht in einer Ausführungsform aus einem thermoplastischen
oder duroplastischen Kunststoff. Ansonsten hat die Querstrebe die Form eines Stabes
mit im Prinzip beliebigen Querschnitt, jedoch mit einer ausreichenden Dicke von beispielsweise
mindestens 5, vorzugsweise mindestens 10 mm, um sicherzustellen, dass die durch entsprechende
Nuten oder Bohrungen, die sich über die Dicke der Querstrebe hinweg erstrecken, einen
ausreichenden seitlichen Halt finden, sodass die aufgrund der U-förmigen Biegung des
Drahtseiles unter Spannungen stehenden parallelen Seilabschnitte auch tatsächlich
in einer parallelen Ausrichtung gehalten werden können. Hierzu benötigen die gerade
verlaufenden Seilabschnitte zumindest über eine gewisse Mindeststrecke hinweg eine
Führung und Zwangsausrichtung, welche durch eine Bohrung oder Nut ausreichender Länge
gewährleistet wird, wobei die Bohrungs- oder Nutlänge durch die entsprechende Dicke
der Querstrebe definiert ist.
[0018] Die Querstrebe kann insbesondere auch ein Hohlprofil sein, wie z. ein Kasten- oder
U-Profil, solange eine entsprechende Bohrung durch die Wände des Profils bzw. entsprechende
nutartige Aussparung in diesen Wänden einem Drahtseil genügend Halt und Führung für
eine parallele Ausrichtung der U-Schenkel bieten des Drahtseiles bieten-
[0019] Vorzugsweise sollte die Querstrebe lösbar mit dem Drahtseil verbunden sein, da diese
lösbare Verbindung auch den Austausch von Querstreben an einem Drahtseil ermöglicht,
sodass der Hohlwandanker gegebenenfalls an einen unterschiedlichen Abstand der Platte
angepasst werden kann.
[0020] Zur Herstellung der U-Form wird ein entsprechendes Stahldrahtseil einfach in U-Form
gebogen, wobei kurze Abschnitte des Stahldrahtseiles außerhalb eines 180°-Bogens mit
den Nuten oder Bohrungen einer Querstrebe in Eingriff gebracht bzw. durch diese hindurchgeführt
werden, und durch Längsverschieben der Querstrebe entlang der beiden U-Schenkel die
Ausrichtung dieser Schenkel in parallelen Ebenen sichergestellt wird. Vorzugsweise
liegen auch die parallelen Schenkel selbst in einer gemeinsamen Ebene, was aber für
die konkrete Verwendung als Hohlwandanker nicht zwingend erforderlich ist. Wenn aber
die Achsen entsprechender Nuten bzw. Bohrungen in der Querstrebe parallel ausgerichtet
sind und in einer gemeinsamen Ebene verlaufen, sind im Allgemeinen auch die beiden
geraden Schenkel des U-förmig gebogenen Drahtseiles parallel und in einer gemeinsamen
Ebene. Bei der Messung des Abstandes der entsprechenden Bohrungen oder Nuten in einer
Querstrebe ist jedoch darauf zu achten, dass dieser Abstand möglichst nicht weniger
beträgt als das Siebenfache des Durchmessers des Stahldrahtseiles. Dadurch kann man
den minimalen Krümmungsradius des U-Bogens auf etwa das 3,5-fache des Drahtseildurchmessers
beschränken, was zur Vermeidung von Brüchen einzelner Drähte in dem Drahtseil zweckmäßig
ist, insbesondere wenn durch Anheben einer Hohlwand mit Hilfe von Kranhaken, die in
den U-Bogen des Hohlwandankers eingreifen, die lokale Krümmung des Drahtseiles unvermeidlich
noch weiter reduziert wird.
[0021] Die freien Enden des Drahtseiles des Hohlwandankers sind vorzugsweise gegen Auffasern
gesichert, z.B. durch Umwickeln, Verlöten, Verschweißen oder Verkleben der Endabschnitte.
[0022] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsformen
und der dazugehörigen Figuren. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Hohlwandankers,
Figur 2 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Querstrebe,
Figur 3 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Querstrebe,
Figur 4 eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform einer Querstrebe,
Figur 5 eine perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform einer Querstrebe,
Figur 6 eine perspektivische Ansicht einer fünften Ausführungsform einer Querstrebe,
Figur 7 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform gemäß Figur 3,
Figur 8 einen Schnitt durch eine Hohlwand mit eingegossenem Hohlwandanker und
Figur 9 verschiedene Querschnittsvarianten für Querstreben.
[0023] Man erkennt in Figur 1 den insgesamt mit 10 bezeichneten Hohlwandanker, der aus einem
U-förmig gebogenen Stahlseil 1 und einer Querstrebe 2 besteht. Der U-Bogen 3 des Stahlseiles
1 erstreckt sich über 180° mit einem minimalen Krümmungsradius R, der größer als das
3,5-Fache des Drahtseildurchmessers ist.
[0024] Die Querstrebe 2 besteht aus einem länglichen, stabförmigen Rechteckprofil mit zwei
parallelen Bohrungen 5, von denen jeweils eine in der Nähe der beiden Enden des Rechteckprofils
vorgesehen ist und sich durch das Rechteckprofil mit der Dicke d hindurch erstreckt.
Der Durchmesser der Bohrung 5 ist dabei auf den Durchmesser des Stahldrahtseiles 1
so abgestimmt, dass das Stahldrahtseil zwar in Längsrichtung durch die Bohrungen 5
hindurchgeführt werden kann und die Querstrebe 2 in Längsrichtung auf den parallelen
U-Schenkeln 4 bewegbar bleibt, das Drahtseil jedoch gleichzeitig möglichst eng in
den Bohrungen 5 geführt wird, um auf diese Weise eine parallele Ausrichtung der Schenkel
4 der U-Form sicherstellen zu können.
[0025] Die aufgrund der Krümmung der U-Bogens 3 dem Stahlseil 1 innewohnende Spannung kann
sich je nach der Position der Querstrebe 2 auch auf die Schenkel 4 auswirken und diese
in Extremfällen aus der dargestellten parallelen Ausrichtung herausdrücken, jedoch
lässt sich bei ausreichender Gesamtlänge des Stahldrahtseiles 1, die im Allgemeinen
mindestens das Fünffache der Länge der Querstrebe 2 beträgt, immer eine geeignete
Position der Querstrebe 2 finden, in welcher die beiden Schenkel 4 sich exakt parallel
bzw. zumindest in zwei parallelen Ebenen erstrecken, deren Abstand vorzugsweise dem
Mittenabstand entsprechender Platten von Hohlwänden entspricht, sodass die beiden
Schenkel 4 gleichzeitig in zwei parallele Platten einer Hohlwand eingegossen sein
können. Zu der parallelen Ausrichtung der beiden U-Schenkel trägt insbesondere auch
die Bohrung 5, genauer gesagt der Abstand der beiden miteinander ausgerichteten Teilbohrungen
in den Wänden hohlen Rechteckprofils bei, welche gemeinsam eine Bohrung 5 bilden,
wobei dieser Abstand im Wesentlichen der Dicke d des Rechteckprofils entspricht.
[0026] Bezogen auf die Gesamtlänge des U-förmig gebogenen Hohlwandankers, gemessen von den
freien Seilenden bis zum Scheitel des U-Bogens, liegt die Querstrebe 2 im Allgemeinen
deutlich näher an dem Scheitel des U-Bogens als an den freien Seilenden, z.B. bei
1/4 bis 1/5 der Gesamtlänge. Der U-Bogen 3 hat nicht notwendigerweise einen konstanten
Krümmungsradius R. Vielmehr wird sich durch das Haltern mit Hilfe der Querstrebe 2
im Allgemeinen ein leicht variierender Radius einstellen, der sich darüber hinaus
selbstverständlich auch beim Anheben eines Hohlwandelementes mit Hilfe eines Kranhakens
oder dergleichen, der in den U-Bogen 3 eingreift, ändern.
[0027] Die Figuren 2 bis 5 zeigen verschiedene Varianten einer Querstrebe 2.
[0028] In Figur 2 hat die Querstrebe 2 die Form eines hohlen Quaders oder Rechteckprofils
der Dicke d mit zwei Bohrungen 5 in der Nähe der Enden des länglichen Quaders, die
sich durch die Dicke d des Quaders hindurch erstrecken. Der Quader kann also sowohl
ein massiver Quader als auch ein hohles Rechteck- oder U-Profil sein, bei welchem
die Bohrung sich durch zwei parallele, gegenüberliegende Wände des Profils erstreckt.
Beispiele für verschiedene Querschnittsvarianten der im Übrigen stabförmigen Querstreben
sind in Figur 9 wiedergegeben, wobei die Querstrebe über ihre jeweilige Länge hinweg
nicht unbedingt einen konstanten Querschnitt aufweisen muss.
[0029] In den Figuren 3 bis 6 sind vier weitere Varianten einer Querstrebe 2' dargestellt,
bei welcher anstelle der Bohrungen 5 einseitig offene Nuten 6 vorgesehen sind, um
die gerade verlaufenden U-Schenkel 4 des Drahtseiles aufzunehmen. In der Ausführungsform
gemäß Figur 3 sowie 5 und 6 sind die entsprechenden Nuten 6 zu den Stirnseiten des
länglichen Quaders bzw. Rechteckprofils hin offen (wobei die Stirnseiten durch die
kleinsten Flächen der Quaderform definiert sind).
[0030] Insbesondere an einem Ende der Draufsicht gemäß Figur 7 erkennt man, dass die Nuten
6 leicht hinterschnitten sind, d.h. eine schmale Eintrittsöffnung der Breite b haben,
die geringer ist als die maximale Breite oder der Durchmesser der Nut 6, der mit B
bezeichnet ist. Die Hinterschneidung ist an einem Ende der Figur 7 etwas übertrieben
dargestellt und grundsätzlich an beiden Enden der Querstrebe gleich. Das Maß der Hinterschneidung
hängt selbstverständlich auch von dem Material und der Wandstärke der Querstrebe ab
und wird zweckmäßigerweise so gewählt, dass bei allen während der normalen Handhabung
und beim Einbau des Hohlwandankers in eine Schalung auftretenden Belastungen die Schenkel
4 nicht aus der jeweiligen Nut heraustreten und in ihrer parallelen Ausrichtung gehalten
werden.
[0031] Dabei entspricht die Breite bzw. der Durchmesser B der Nut 6 in etwa dem Durchmesser
des Drahtseiles 1, während die Breite b der Eintrittsöffnung der Nut 6 etwas geringer
ist als dieser Durchmesser B, sodass die beiden die Nut begrenzenden Schenkel 7 beim
seitlichen Eindrücken des Drahtseiles 1 bzw. der Schenkel 4 leicht auseinander bewegt
werden müssen und nach dem Passieren der Engstelle mit der Breite b wieder in ihre
Ausgangsposition zurückkehren. Dadurch wird das Seil 1 bzw. werden die Schenkel 4
des Drahtseiles 1 in ihrer jeweiligen Nut festgeklemmt und entlang der Achse bzw.
der Längsrichtung der Nut 6 in gleicher Weise ausgerichtet wie bei der Hindurchführung
durch die Bohrungen 5 in der Ausführungsform gemäß Figur 2.
[0032] Es versteht sich, dass die Querstrebe 2' und entsprechend auch die Querstrebe 2"
aus einem hinreichend elastischen und gleichzeitig auch stabilen Material hergestellt
sein muss, um ein sicheres Festhalten der Schenkel 4 des Drahtseiles 1 zu gewährleisten.
Alternativ kann das Drahtseil auch wie bei einer Bohrung in die Nut eigefädelt werden
ohne die gegebenenfalls starren Schenkel 7 der Nut auseinander zu drücken, wobei aber
das seitliche Eindrücken und Festklemmen zwischenelastisch biegbare Schenkel 7 einfacher
und deshalb bevorzugt ist.
[0033] Dabei ist die Ausführungsform gemäß Figur 4, bei welcher die entsprechenden Nuten
6', deren Querschnitt mit den entsprechenden Nuten 6 gemäß Figur 3 und 4 übereinstimmt,
zu einer Seitenfläche der länglichen Quaderformen der Querstrebe 2" hin offen, wodurch
etwaige Spannungen in dem Drahtseil 1, die aufgrund der Verbiegung in dem U-Bogen
3 auftreten, noch besser aufgefangen werden können.
[0034] Es versteht sich, dass die Querstreben 4 nicht die dargestellte längliche Quaderform
haben müssen, da es für eine geradlinige Führung der Schenkel 4 des Drahtseiles ausreicht,
wenn jedenfalls die Endabschnitte der Querstrebe 2 bzw. 2' bzw. 2" eine hinreichende
Dicke haben, um eine Bohrung 5 bzw. eine Nut 6 mit einem konstanten Querschnitt über
eine gewisse Länge hinweg oder ausgerichtete Bohrungen 5 oder Nuten 6 in den Wänden
von Hohlprofilen in einem hinreichenden Abstand ausbilden zu können,.
[0035] Diese Endabschnitte müssen weiterhin so miteinander verbunden sein, dass eine relative
Verkippung oder Verdrehung durch die in dem gebogenen Drahtseil 1 aufgetretenen Spannungen
aus den parallelen Ebenen der Schenkel 4 heraus ausgeschlossen ist, damit die beiden
Schenkel 4 mit Hilfe der Querstrebe und der darin vorgesehenen Bohrungen 5 bzw. Nuten
6, 6' in parallelen Ebenen ausgerichtet bleiben. Die äußere Form der Querstrebe 2
und insbesondere des mittleren Abschnittes der Querstrebe 2 ist daher weitgehend beliebig.
Es versteht sich, dass die Querstreben 2 in beliebigen Längen hergestellt werden können,
wobei die Länge der Querstreben vor allem durch den Mittenabstand entsprechender Bohrungen
5 bzw. Nuten 6, 6' zu definieren ist, da dieser Mittenabstand auch den Abstand der
Schenkel 4 festlegt, die in massive Platte eingegossen bzw. einbetoniert werden müssen,
damit der Hohlwandanker zum Transportieren einer entsprechenden Hohlwand verwendet
werden kann.
[0036] Im Falle der Ausführungsbeispiele gemäß den Figuren 5 und 6 sind die Endabschnitte
der Querstreben 2'" bzw. 2"" als Stopfen ausgebildet die auf die Enden einer Querstrebe
auf- bzw. in die offenen Enden eines Querstrebenprofils eingesteckt werden können.
Dies ermöglicht die Verwendung desselben Querstrebenprofils für eine Mehrzahl verschiedener
Endstopfen für unterschiedliche Seildurchmesser.
[0037] Es versteht sich, dass auch die Bohrungen 5 und Nuten 6, 6' abhängig von dem jeweiligen
Seildurchmesser eines Drahtseiles 1 einen unterschiedlichen Durchmesser bzw. Querschnitt
haben können. Bei gleichem Seildurchmesser können jedoch durchaus Querstreben unterschiedlicher
Länge, d.h. mit unterschiedlichem Mittenabstand der Bohrungen 5 bzw. Nuten 6, 6' vorgesehen
sein, sodass ein und dasselbe Seil bzw. ein und derselbe Seiltyp zur Herstellung unterschiedlicher
Hohlwandanker verwendet werden kann.
[0038] Figur 8 zeigt schematisch im Schnitt einen Abschnitt einer entsprechenden Hohlwand
20 mit einem integrierten Hohlwandanker 10 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Hohlwand
20 besteht aus zwei massiven Platten 21, 22, die im Allgemeinen aus Beton hergestellt
sind und die durch eine Bewehrung 23 miteinander verbunden sind. Auch der Hohlwandanker
10 bildet eine zusätzliche Verbindung der beiden Platte 21, 22 und ermöglicht durch
Eingriff eines Kranhakens in den U-Bogen 3 das Anheben des gesamten Hohlwandelementes
20, da die beiden parallelen U-Schenkel 4 des Drahtseiles 1, aus welchem der Hohlwandanker
im Wesentlichen besteht, in die Platte 21, 22 eingegossen und mit diesem fest verbunden
sind.
[0039] Der erfindungsgemäße Hohlwandanker ist sehr leicht herzustellen und zu konfektionieren
und auch bei bereits konfektionierten Hohlwandankern können gemäß der bevorzugten
Ausführungsform die Querstreben 2 gegen andere Querstreben ausgetauscht werden, die
gegebenenfalls eine andere Länge und/oder eine andere Verbindung mit den Schenkeln
4 des Drahtseiles 1 haben.
1. Hohlwandanker, bestehend aus einem länglichen Metallteil konstanten Querschnitts,
welches zu einer U-Form gebogen ist, die durch einen 180° U-Bogen (3) und zwei sich
in parallelen Ebenen erstreckende U-Schenkel (4) definiert ist, die durch eine Querstrebe
(2, 2', 2", 2"', 2"") miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das U-förmige Metallteil aus einem Stahldrahtseil (1) besteht,
2. Hohlwandanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahldrahtseil (1) mit der Querstrebe (2, 2', 2", 2"', 2"") lösbar verbunden
ist,
3. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dass die Querstrebe (2, 2', 2", 2"', 2"") Führungselemente (5, 6) für die Aufnahme und
Hindurchführung je eines Stahldrahtseilabschnittes aufweist.
4. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, Dass die Querstrebe(2, 2', 2", 2"', 2"") in der Nähe ihrer Enden eine durchgehende Bohrung
(5) zur Hindurchführung je eins Strahldrahtseilabschnittes aufweist,
5. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstrebe (2, 2', 2", 2"', 2"") an ihren Enden je eine an den Querschnitt des
Stahldrahtseiles angepasste zu den Enden oder Seiten der Querstrebe einseitig offene
Aufnahmenut (6, 6') aufweist,
6. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (6, 6') zur Erzielung eines Klemmeffektes für das Stahldrahtseil (1) hinterschnitten
ist
7. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, Dass die Querstrebe (2, 2', 2", 2"', 2"") aus Metall oder aus vorzugsweise duroplastischem
Kunststoff besteht.
8. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstrebe (2, 2', 2", 2"', 2"") ein U- oder kastenförmiges Profilteil ist
9. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, Dass der minimale Krümmungsradius des U-Bogens mindestens das 3,5 fache des Durchmessers
des Stahldrahtseiles beträgt.
10. Hohlwandanker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, Dass die freien Enden der parallelen Schenkel (4) des U-förmig gebogenen Stahldrahtseiles
gegen Auffasern des Stahldrahtseiles (1) gesichert sind.
11. Hohlwand, bestehend aus mindestens zwei parallel zueinander angeordneten massiven
Plattenelementen (21, 22), die durch in die Plattenelemente integrierte Bewehrungselemente
im Abstand zueinander gehalten werden, gekennzeichnet durch mindestens einen in die Plattenelemente integrierten Hohlwandanker (10) nach einem
der Ansprüche 1 - 10
12. Hohlwand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Hohlwandanker (10) in die Plattenelemente integriert sind, deren
U-Bögen voneinander beabstandet und in der Nähe der Kanten der Plattenelemente jeweils
auf den einander zugewandten Flächen der Plattenelemente in den Plattenzwischenraum
austritt, wobei der Scheitel des U-Bogens innerhalb des durch den Rand der Plattenelemente
umgrenzten und definierten Plattenzwischenraumes liegt.