[0001] Die Erfindung betrifft zunächst einen auf einem Rahmen, nämlich einem Fenster- oder
Türrahmen, in einem Gebäude aufgesetzten Rollladenkasten mit einer Raumseite und einer
Außenseite, wobei der Rollladenkasten an seiner Raumseite, bevorzugt oberseitig, einer
Gebäudedecke zugeordnet ist und der Rahmen mittels eines den Rollladenkasten durchsetzenden
metallischen Statikteils mit der Gebäudedecke verbunden ist, wobei das Statikteil
einen im Einbauzustand oberen Befestigungsflansch aufweist und der Rollladenkasten
eine Kastendecke aufweist.
[0002] Derartige Rollladenkästen mit einem Statikteil sind bereits in verschiedener Hinsicht
bekannt geworden. Es wird beispielsweise auf die
EP 2 636 839 A2 verwiesen.
[0003] Der bekannte Rollladenkasten und das bekannte Statikteil werden im Hinblick auf die
Verbindung mit der Gebäudedecke oder einem Fenster, speziell einer Fensterlaibung,
und/oder dem Fenster- oder Türrahmen noch verbesserungswürdig angesehen.
[0004] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik beschäftigt sich die Erfindung mit
der Aufgabenstellung, einen Rollladenkasten und/oder ein hierfür geeignetes Statikteil
anzugeben, das günstig mit einer Gebäudedecke, insbesondere einer Fenster- oder Türlaibung
verbindbar ist.
[0005] Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungsgedanken bei einem
aufgesetzten Rollladenkasten gegeben, bei welchem darauf abgestellt ist, dass sich
der Befestigungsflansch oberhalb der Kastendecke erstreckt.
[0006] In vorteilhafter Weise kann zufolge der vorgeschlagenen Ausgestaltung eine Befestigung
des Statikteiles an der Gebäudedecke auch so erreicht sein, dass die Befestigungsmittel
zur Festlegung des Statikteiles die Kastendecke nicht durchsetzen. Es ist aber auch
möglich, dass sich beispielsweise ein Schraubenkopf im Einbauzustand in der Kastendecke
befindet, beispielsweise zufolge einer von oben ausgehenden Ausnehmung in der Kastendecke,
welche diese bevorzugt nicht durchsetzt. Auch ist hierdurch in günstiger Weise die
Montage des Statikteiles an der Gebäudedecke vereinfacht, indem das Statikteil oder
zumindest ein den Befestigungsflansch aufweisendes Teil des Statikteils zunächst an
der Gebäudedecke befestigt werden kann, ohne hierbei zugleich den Rollladenkasten
in der gewünschten Einbauposition zu halten.
[0007] Auch ist hierdurch eine unmittelbare Anlage des Befestigungsflansches an der Gebäudedecke
erreichbar, womit eine günstige Verspannung des Statikteiles gegen die Gebäudedecke
bzw. die Fensterlaibung vorgenommen werden kann, ohne dass beispielsweise ein federnder
Anteil, wie etwa die Kastendecke des Rollladenkastens, zwischengeschaltet ist.
[0008] Weiter betrifft die Erfindung einen zum Aufsetzen auf einen Rahmen, nämlich einen
Fenster- oder Türrahmen, in einem Gebäude geeigneten Rollladenkasten, mit einer Raumseite
und einer Außenseite sowie einer Kastendecke, wobei der Rollladenkasten ein gesondertes
Statikteil aufweist, zur Verbindung mit einer Gebäudedecke und dem Rahmen, wobei das
Statikteil zur Herstellung der Verbindung mit der Gebäudedecke jedenfalls oberseitig
einen Befestigungsflansch aufweist, der sich im Wesentlichen in einer der Kastendecke
entsprechenden Ebene erstreckt und über einen demgegenüber rechtwinklig verlaufenden
Verbindungsabschnitt in das im Inneren des Rollladenkastens sich erstreckende Teil
des Statikteils übergeht.
[0009] Zur Lösung der Eingangs gestellten Aufgabe ist nach einem weiteren Erfindungsgedanken
bei einem aufgesetzten Rollladenkasten vorgesehen, dass das Verbindungsteil eine Öffnung
in der Kastendecke und/ oder eine der Raumseite zugeordnete Rückwand des Rollladenkastens
durchsetzt die kleiner ist als es einer Vertikalprojektion des Befestigungsflansches
entspricht.
[0010] Der Befestigungsflansch kann in der Einbausituation zumindest teilweise unterseitig
überdeckt sein durch einen Bereich der Kastendecke.
[0011] Das Statikteil durchsetzt bevorzugt nur mit dem Verbindungsteil eine Öffnung des
Rollladenkastens in der Kastendecke und/oder der Rückwand, sodass ein Einsetzen des
Statikteils in den Rollladenkasten quasi von oben und/oder von der Raumseite her erfolgen
kann.
[0012] Der Befestigungsflansch erstreckt sich in Einbausituation oberhalb der Kastendecke.
Die Kastendecke kann sich unterseitig zumindest an einem Teilabschnitt des Befestigungsflansches
abstützen.
[0013] Das in das Innere des Rollladenkasten einragende Verbindungsteil ist bevorzugt ein
Flachteil mit einer im Horizontalquerschnitt betrachteten Breitenerstreckung, die
dem 5- bis 30-Fachen, beispielsweise dem 20-Fachen der quer hierzu betrachteten Dicke
des Verbindungsteiles entspricht.
[0014] Das Verbindungsteil taucht bevorzugt schwertartig in das Innere des Rollladenkastens
ein.
[0015] Die Öffnung insbesondere in der Kastendecke ist bevorzugt kleiner als es einer Vertikalprojektion
des Befestigungsflansches entspricht. So ist weiter bevorzugt die Öffnung in der Kastendecke
schlitzartig gestaltet mit im Grundriss betrachteten Längs- und Querabmessungen, die
angepasst sind an die entsprechenden Querschnittsmaße des Verbindungsteiles. Die schlitzartige
Öffnung ist bevorzugt mit einer Länge und einer Breite versehen, die die entsprechenden
Querschnittsmaße des Verbindungsteils um 1, 2 oder 3 mm, bis hin zu 10 mm überschreiten.
[0016] Auch kann die Öffnung insbesondere in der Kastendecke gleich oder größer sein als
die Vertikalprojektionsfläche des Befestigungsflansches. Die Öffnung kann in ihrer
Längs- und/oder Breitenerstreckung die korrespondierende Erstreckung des Befestigungsflanschs
um das 1,05- bis 3-Fache übersteigen, beispielsweise um das 1,2- bis 1,5-Fache.
[0017] Eine etwaig vorgesehene Öffnung in der der Raumseite zugewandten Rückwand des Rollladenkastens
weist eine senkrecht zur Deckenebene des Rollladenkastens betrachtete Höhe auf, die
bevorzugt der in derselben Erstreckungsrichtung betrachteten Länge des Verbindungsteils
oder mehr bis hin zu einem 1,5-Fachen dessen Länge entspricht. Bevorzugt endet eine
solche rückwandseitige Öffnung, beginnend in der Ebene der Kastendecke, mit Abstand
zu der Ebene des Kastenbodens. Die quer zu der Höhe betrachtete Breite einer rückwandseitigen
Öffnung entspricht mindestens der Materialstärke des Verbindungsteils bis hin zu einem
10-Fachen, bevorzugt etwa einem 5-Fachen.
[0018] Bevorzugt ist das Statikteil zunächst mittels des Befestigungsflansches an der Gebäudedecke
befestigt, insbesondere schraubbefestigt. Das Verbindungsteil erstreckt sich in Einbausituation
ausgehend von dem Befestigungsflansch nach vertikal unten. Der Rollladenkasten ist
hiernach unter Durchsetzung der kastendecken- und/oder kastenrückseitigen Öffnung
durch das Verbindungsteil gegen die Unterseite des Befestigungsflansches geschoben.
[0019] In vorteilhafter Weise ist durch die vorgeschlagene Ausgestaltung eine günstige Montage
insbesondere des Statikteiles an der Gebäudedecke erreichbar. Die Befestigung des
Statikteiles an der Gebäudedecke vom Inneren des Rollladenkastens, wie dies insbesondere
bei Statikteilen vorgenommen wird, deren Befestigungsflansch sich im Einbauzustand
unterhalb der Kastendecke erstreckt, erweist sich oft als umständlich in der Handhabung.
Diesem Umstand ist durch die vorgeschlagene Lösung entgegengewirkt. Alternativ jedoch
ist auch eine Befestigung des Statikteils an der Gebäudedecke vom Kasteninneren her
möglich, wozu in diesem Fall im Bereich der Kastendecke, bevorzugt benachbart zu der
vom Verbindungsabschnitt durchsetzten Öffnung, Arbeitsöffnungen vorgesehen sein können.
Auch kann eine derartige Befestigung erfolgen bei einer Öffnung in der Kastendecke,
die gleich oder größer ist als es der Vertikalprojektion des Befestigungsflanschs
entspricht.
[0020] Die Kastendecke kann auch als Schaumstoffteil ausgebildet sein. Darüber hinaus können
auch die Seitenwände des Rollladenkastens aus einem Schaumstoff gebildet sein. Es
bietet sich diesbezüglich eine einteilige, materialeinheitliche Ausbildung von Kastendecke
und Seitenwänden an. Bekannt sind solche Kästen als sogenannte Neubau-Rollladenkästen.
[0021] Bevorzugt kommen Extrusions- oder Partikelschaumstoffe, wie XPS, EPP oder EPS zur
Anwendung.
[0022] Der Rollladenkastenboden ist bevorzugt als Kunststoff-Extrusionsteil gebildet. Auch
kann insgesamt der Rollladenkasten aus, den Boden, die Seitenwände und die Decke bildenden
Kunststoff-Extrusionsteilen gebildet sein.
[0023] Ein Teil der Öffnung, kastendeckenseitige und/oder rückseitige Öffnung, kann, insbesondere
nach einer Festlegung des Befestigungsteils an der Gebäudedecke, verschlossen werden
durch ein Verschlussteil. So wird bevorzugt der von dem Statikteil beziehungsweise
von dem die Öffnung durchsetzenden Verbindungsteil nicht genutzte Teil der Öffnung
zumindest größtenteils verschlossen.
[0024] Es können diesbezüglich Formteile als Verschlussteile vorliegen, insbesondere, bevorzugt
angepasst an die Rollladenkastenausbildung, in Form von Kunststoffextrusions- oder
Schaumstoffteilen.
[0025] Das Verschlussteil kann mit der korrespondierenden Kastendecke und/oder Rückwand
verklebt sein. Auch ist diesbezüglich eine Rast- oder Clipsverbindung möglich.
[0026] Auch kann das Verschlussteil durch eine Folie gebildet sein, beispielsweise eine
Kunststofffolie. Diese ist vorzugsweise zum Verschluss der Öffnung mit dem Rollladenkasten
verklebt. Beispielsweise kann die Folie hierzu mit einer Selbstklebeschicht versehen
sein.
[0027] Auch kann der Rollladenkasten mittels den Befestigungsflansch des Statikteils durchsetzenden
Befestigungsmitteln mit der Gebäudedecke verbunden sein, wobei sich die Befestigungsmittel
außerhalb des Rollladenkastens erstrecken. Die Befestigungsmittel sind bevorzugt Schrauben.
Diese durchsetzen bevorzugt nicht die Kastendecke des Rollladenkastens.
[0028] Der Befestigungsflansch kann mit einem Unterteil des Statikteils lösbar verbunden
sein. Das Unterteil erstreckt sich bevorzugt innerhalb des Rollladenkastens, so zumindest
mit einem Teilabschnitt. Weiter dient das Unterteil bevorzugt zur Befestigung des
Rahmens über das Statikteil mit der Gebäudedecke.
[0029] Die lösbare Verbindung von Befestigungsflansch und Unterteil bietet in vorteilhafter
Weise die Möglichkeit der Anordnung des Statikteiles in zwei Schritten, nämlich bevorzugt
zunächst in Form einer Befestigung des den Befestigungsflansch aufweisenden Teils
des Statikteils an der Gebäudedecke und, bevorzugt nach Ansetzen des Rollladenkastens,
in einem zweiten Schritt die Anordnung des Unterteils. Die lösbare Verbindung ist
bevorzugt durch eine Schraubverbindung hergestellt. Bevorzugt ist die Schraubverbindung
von Ober- und Unterteil des Statikteils im Inneren des Rollladenkastens vorgenommen.
[0030] Die Verbindung zwischen dem Unterteil und einem den Befestigungsflansch aufweisenden
Oberteil kann bezogen auf den Einbauzustand in Vertikalrichtung teleskopierbar sein.
Hierdurch ist insbesondere eine Anpassung der - im Einbauzustand vertikalen - Statikteillänge
innerhalb des Rollladenkastens bzw. eine Anpassung an den Abstand zwischen Gebäudedecke
und Rahmen an die Gegebenheiten ermöglicht. Die Teleskopstellung ist bevorzugt festlegbar,
wozu eine Schraubverbindung in bevorzugter Ausgestaltung dient.
[0031] Der Befestigungsflansch kann sich in einer Vertikalprojektion zumindest teilweise
außerhalb eines Grundrisses des Rollladenkastens erstrecken. Dies bietet die Möglichkeit
der Befestigung des Befestigungsflansches an der Gebäudedecke in einem Bereich außerhalb
des Rollladenkastens, sodass dieser Bereich auch nach Ansetzen des Rollladenkastens
weiter zugänglich bleibt.
[0032] Der Befestigungsflansch erstreckt sich in bevorzugter Ausgestaltung bezogen auf seine
im Einbauzustand horizontale Erstreckungslänge mit bis zu 90% seiner Länge über den
Grundriss des Rollladenkastens hinaus, weiter bevorzugt mit etwa 30 bis 60 % seiner
Länge.
[0033] Der Befestigungsflansch ist bevorzugt ausgelegt zur Festlegung des Statikteiles an
einer Horizontalfläche der Gebäudedecke. Alternativ kann der Befestigungsflansch auch
zur Befestigung des Statikteiles an einer Vertikalfläche der Gebäudedecke ausgebildet
sein. Diese Vertikalfläche der Gebäudedecke kann sowohl außen als auch raumseitig
vorgesehen sein.
[0034] Betrachtet in einem Vertikalschnitt kann der Befestigungsflansch winkelförmig ausgebildet
sein, mit einem Horizontalabschnitt und einem Vertikalabschnitt. Mittels des Horizontalabschnittes
erfolgt bevorzugt eine Abstützung gegen die nach unten weisende Fläche der Gebäudedecke,
während sich der Vertikalabschnitt gegen eine Vertikalfläche der Gebäudedecke abstützt.
Die Befestigung kann im Bereich des Vertikalabschnittes an der Gebäudedecke erfolgen
und/oder im Bereich des Horizontalabschnittes.
[0035] Auch kann der Vertikalabschnitt des Befestigungsflansches relativ zu dem Horizontalabschnitt
bewegbar ausgebildet sein, beispielsweise zufolge schienenartiger Verlagerbarkeit
des Vertikalabschnittes relativ zu dem Horizontalabschnitt in Längserstreckung des
Horizontalabschnittes. Bevorzugt ist die gefundene Stellung des Vertikalabschnittes
festlegbar, beispielsweise zufolge einer Verschraubung. Durch die Verschiebbarkeit
ist eine Anpassung des vor Ort gegebenen Abstandes zwischen der Vertikalfläche der
Gebäudedecke und dem vertikal ausgerichteten, beispielsweise schwertartigen Abschnitt
des Statikteiles innerhalb des Rollladenkastens ermöglicht.
[0036] Die vor- und nachstehend angegebenen Bereiche bzw. Wertebereiche oder Mehrfachbereiche
schließen hinsichtlich der Offenbarung auch sämtliche Zwischenwerte ein, insbesondere
in 1/10-Schritten der jeweiligen Dimension, ggf. also auch dimensionslos. Beispielsweise
beinhaltet die Angabe 30 bis 60% auch die Offenbarung von 30,1 bis 60%, 30 bis 59,9%,
37,4 bis 48,3% etc., die Offenbarung von 5- bis 30-Fachen auch die Offenbarung von
5,1- bis 30-Fachen, 5- bis 29,9-Fachen oder auch 13,4- bis 27,2-Fachen etc. Die Offenbarung
kann einerseits zur Eingrenzung einer genannten Bereichsgrenze von unten und/oder
oben, alternativ oder ergänzend aber zur Offenbarung eines oder mehrerer singulärer
Werte aus einem jeweilig angegebenen Bereich dienen.
[0037] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die aber
lediglich Ausführungsbeispiele darstellt. Ein Teil, das nur bezogen auf eines der
Ausführungsbeispiele erläutert ist und bei einem weiteren Ausführungsbeispiel aufgrund
der dort herausgestellten Besonderheiten nicht durch ein anderes Teil ersetzt ist,
ist damit auch für dieses weitere Ausführungsbeispiel als jedenfalls mögliches vorhandenes
Teil beschrieben. Auf der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- Ein Statikteil in perspektivischer Darstellung, eine erste Ausführungsform betreffend;
- Figur 2
- das Statikteil gemäß Figur 1 in weiterer perspektivischer Darstellung;
- Figur 3
- einen Vertikalschnitt durch den Bereich einer Gebäudedecke bei Anordnung eines Rollladenkastens
und eines Rahmens unter Verwendung eines Statikteiles gemäß Figur 1;
- Figur 4
- eine geschnittene Perspektivdarstellung der Anordnung gemäß Figur 3;
- Figur 5
- das Statikteil in einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 6
- eine der Figur 3 entsprechende Darstellung, jedoch unter Verwendung des Statikteiles
gemäß Figur 5;
- Figur 7
- in einer dritten Ausführungsform ein Statikteil in perspektivischer Darstellung;
- Figur 8
- eine weitere perspektivische Darstellung des Statikteiles gemäß Figur 7;
- Figur 9
- eine der Figur 3 entsprechende Darstellung, bei Verwendung eines Statikteiles gemäß
Figur 7;
- Figur 10
- das Statikteil in perspektivischer Darstellung, eine vierte Ausführungsform betreffend;
- Figur 11
- das Statikteil gemäß Figur 10 in weiterer perspektivischer Darstellung;
- Figur 12
- eine der Figur 3 entsprechende Darstellung, betreffend eine weitere Ausführungsform;
- Figur 13
- eine weitere Ausführungsform gemäß der Darstellung in Figur 3;
- Figur 14
- in geschnittener Perspektivdarstellung die Ausführungsform gemäß Figur 13;
- Figur 15
- eine der Figur 14 entsprechende Darstellung, betreffend eine alternative Ausführung
einer kastendeckenseitigen Öffnung;
- Figur 16
- eine weitere der Figur 14 entsprechende Darstellung, eine Ausführungsform mit einem
Verschlussteil betreffend;
- Figur 17
- eine der Figur 16 entsprechende Darstellung, bei Ausbildung des Rollladenkastens aus
Extrusionsteilen;
- Figur 18
- eine der Figur 3 entsprechende Darstellung, die Ausführungsform gemäß Figur 17 betreffend.
[0038] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Figur 1 ein Statikteil 1, das
im Einzelnen aus einem Oberteil 2 und einem Unterteil 3 besteht.
[0039] Oberteil 2 und Unterteil 3 sind bevorzugt als Stahlblech-Biegeteile hergestellt.
Auch können Oberteil 2 und Unterteil 3 Kunststoffteile, insbesondere Hartkunststoffteile
sein.
[0040] Das Oberteil 2 und das Unterteil 3 sind durch Verbindungsschrauben 4 miteinander
verbunden. Die Verbindungsschrauben 4 durchsetzen entsprechend positionierte Bohrungen
im Bereich des Unterteils 3 und eine schlitzförmige Langlochöffnung 5 in einem Überlappungsbereich
des Oberteils 2 zu Unterteil 3.
[0041] Unterteil 3 und Oberteil 2 sind jeweils mit Bezug auf einen Einbauzustand gemäß Figur
3 in einem Vertikalschnitt betrachtet L-förmig gestaltet, mit jeweils einem schwertartigen
Vertikalschenkel und einem von dem Vertikalschenkel senkrecht abragenden Horizontalschenkel.
[0042] Das Langloch 5 ist im Bereich des, den Verbindungsabschnitt zum Unterteil 3 bildenden
Vertikalschenkels 26 des Oberteils 2 ausgebildet, hierbei ausgerichtet entlang einer
Vertikallinie. Oberteil 2 und Unterteil 3 liegen mit zugewandten Breitflächen der
jeweiligen Vertikalschenkel 26 und 28 aneinander.
[0043] Über die Langloch-Verbindung ist bezogen auf den Einbauzustand gemäß Figur 3 eine
Teleskopierbarkeit in Vertikalrichtung ermöglicht, zur Anpassung des vertikalen Abstandes
der Horizontalabschnitte 27 und 29 von Oberteil 2 und Unterteil 3 zueinander.
[0044] Die Horizontalabschnitte 27 und 29 von Oberteil 2 und Unterteil 3 können ausgehend
von den Vertikalschenkeln 26 und 28 in entgegengesetzte Richtungen weisen. Auch können
diese in dieselbe Richtung weisen.
[0045] Fußseitig ist das Statikteil 1 bzw. das Unterteil 3 des Statikteils 1, wie auch aus
der eingangs genannten
EP 2 636 839 A2 bekannt und dort beschrieben, hier vorzugsweise durch Einsteckverbindung, mit einer
nicht näher dargestellten Adapterleiste fest verbunden. Die feste Verbindung bezieht
sich hier jedenfalls auf eine Horizontalrichtung, in Querrichtung des Rollladenkastens
6 aber auch, wie bevorzugt vorgesehen und dargestellt, in Vertikalrichtung. In einer
einer Längsrichtung des Rollladenkastens 6 entsprechenden Horizontalrichtung kann
eine Verschieblichkeit verbleiben. Die Adapterleiste wiederum ist durch in einzelnen
nicht dargestellte Schrauben unmittelbar mit dem Rahmen 7, beispielsweise Fenster-
oder Türrahmen fest verbunden.
[0046] Das Statikteil 1 erstreckt sich mit seinem gesamten Unterteil 3 und mit dem Vertikalschenkel
26 des Oberteils 2 innerhalb des Rollladenkastens 6. Im Bereich des Horizontalschenkels
27 des Oberteiles 2, welcher sich in der Einbausituation gemäß Figur 3 oberhalb einer
Kastendecke 8 erstreckt, erfolgt eine Befestigung des Statikteiles 1 mit einer Gebäudedecke
8, beispielsweise mit einem Fenstersturz.
[0047] Durch diese durchgehende feste Verbindung können etwa auf ein Fenster oder Tür wirkende
Windlasten, welche das Fenster oder die Türe in Querrichtung des Rollladenkastens
6 zu bewegen suchen, unmittelbar statisch in der Gebäudedecke 8 oder einer Fensterlaibung
aufgenommen werden. Der Rollladenkasten 6 als solcher ist in die Statik dann bevorzugt
nicht eingebunden.
[0048] Der Rollladenkasten 6 selbst ist in Figur 3 dargestellt. Diesbezüglich wird auch
auf die eingangs genannte
EP 2 636 839 A2 verwiesen und der diesbezügliche Offenbarungsgehalt, betreffend die Ausgestaltung
des Rollladenkastens 6 und die Zuordnung des Statikteils 1 zu dem Rollladenkasten
6, vollinhaltlich in die Offenbarung vorliegender Anmeldung mit einbezogen, auch um
Merkmale der genannten Druckschrift in Ansprüche vorliegender Anmeldung einzubeziehen.
[0049] Das Statikteil 1 ist bevorzugt der Raumseite 10 des Rollladenkastens 6 in diesem
angeordnet. Entsprechend ist die Außenseite 11 des Rollladenkastens 6 dem Statikteil
1 abgewandt.
[0050] Zur Festlegung des Statikteiles 1 an dem rahmenseitigen Adapterteil ist im Bereich
des Horizontalschenkels 29 des Unterteiles 3 ein laschenartiger Befestigungsfuß 12
ausgeformt.
[0051] Das Oberteil 2 durchsetzt mit seinem schwertartigen Vertikalschenkel 26 eine an den
Horizontalquerschnitt des Vertikalschenkels 26 des Oberteils 2 angepasste, schlitzartige
Öffnung 13 im Bereich der Kastendecke 9.
[0052] Das Oberteil 2 ist bevorzugt mit dessen schwertartigen Vertikalschenkel 26 von oben
durch die Öffnung 13 der Kastendecke 9 in das Innere des Rollladenkastens 6 eingeführt.
Der Horizontalschenkel 27 des Oberteiles 2 erstreckt sich oberseitig der Kastendecke
9, wobei in dem Einbauzustand die Kastendecke 9 unterseitig des Horizontalschenkels
27 des Oberteiles 2 ggf. mit Abstand verläuft. Bevorzugt stützt sich die Kastendecke
9 nicht an dem Horizontalschenkel 27 ab.
[0053] Der Horizontalschenkel 27 des Oberteiles 2 ist in der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten
ersten Ausführungsform unmittelbar als Befestigungsflansch 14 ausgebildet. Der Befestigungsflansch
14 kann entsprechend einteilig und materialeinheitlich mit dem Vertikalschenkel 26
des Oberteiles 2 ausgebildet sein. Der Befestigungsflansch 14 ist in einem Querschnitt
quer zu seiner Längserstreckung im Wesentlichen U-förmig gestaltet, mit im Einbauzustand
nach unten weisender U-Öffnung.
[0054] Der Befestigungsflansch 14 ragt mit Bezug auf eine Vertikalprojektion in Richtung
auf die Ebene des unterteilseitigen Horizontalschenkels 29 über eine im Einbauzustand
an oder mit geringem Abstand zu der Innenseite der raumseitigen Wand des Rollladenkastens
6 verlaufenden Randkante des Oberteiles 2 frei hinaus, dies etwa über ein Maß, welches
dem halben Gesamt-Längserstreckungsmaß des Befestigungsflansches 14 entspricht.
[0055] Der Befestigungsflansch 14 ist über die Länge betrachtet mit mehreren, hier vier
Durchgangsbohrungen 15 versehen. Durch diese greifen in Einbausituation Befestigungsmittel
16 in Form von Schraubankern, welche in die Gebäudedecke 8 greifen.
[0056] Figur 3 zeigt die Einbausituation. Der Befestigungsflansch 14 ragt mit einem Abschnitt
frei über das raumseitige Ende des Rollladenkastens 6 hinaus. Die Befestigungsmittel
16 durchsetzen die in diesem frei auskragenden Bereich des Befestigungsflansches 14
vorgesehenen Durchgangsbohrungen 15.
[0057] Diese Konfiguration bietet sich insbesondere bei einer bevorzugten Revision von außen
und einer Befestigung innen an.
[0058] Weiter bietet sich durch das vorgeschlagene Statikteil 1 an, das Oberteil 2 zunächst
mittels Befestigungsmitteln 16 an der Gebäudedecke 8 zu befestigen. Hiernach wird
der Rollladenkasten 6 unter Einführen des oberteilseitigen Vertikalschenkels 26 durch
die kastendeckenseitige Öffnung 13 angesetzt, wonach in dem Rollladenkasten 6 das
Unterteil 3 mittels der Verbindungsschrauben 4 mit dem Oberteil 2 des Statikteils
1 verbunden wird. Auch kann das Oberteil 2 zunächst unter schwertartigem Eintauchen
in das Kasteninnere lose vorliegen, wobei erst nach einer Befestigung des Rollladenkastens
6 an dem Rahmen 7 eine Schraubfestlegung des Oberteils 2 an der Gebäudedecke 8 durchgeführt
wird.
[0059] Die zweiteilige Ausgestaltung des Statikteiles 1 bietet auch die Möglichkeit entgegen
der Darstellung in den Figuren 1 und 2 ein Oberteil 2 mit einem entsprechend ausgerichteten
Befestigungsflansch 14 bzw. Horizontalschenkel 27 so relativ zu dem Unterteil 3 anzuordnen,
dass beide Horizontalschenkel 27 und 29 in dieselbe Richtung weisen.
[0060] Auch kann eine Befestigung des Befestigungsflansches 14 an einer Vertikalfläche 17
der Gebäudedecke 8 erfolgen.
[0061] Die Figuren 5 und 6 zeigen ein diesbezügliches Ausführungsbeispiel zur Befestigung
des Statikteiles 1 an einer außenseitigen Vertikalfläche 17 der Gebäudedecke 8. Auch
ist bei entsprechender Anordnung des Oberteiles 2 relativ zum Unterteil 3 eine Befestigung
an einer zur Raumseite weisenden Vertikalfläche 17 der Gebäudedecke 8 möglich.
[0062] Der Befestigungsflansch 14 ist in diesem Fall als Winkelblech 18 ausgebildet, welches
in Längserstreckung des oberteilseitigen Horizontalschenkels 27 verschieblich an diesem
gelagert und gehaltert ist.
[0063] Das Winkelblech 18 weist einen Horizontalabschnitt 19 und einen Vertikalabschnitt
20 auf.
[0064] Der Horizontalabschnitt 19 sitzt auf der Oberfläche des oberteilseitigen Horizontalschenkels
27 auf und besitzt zwei parallel zueinander ausgerichtete Langlöcher 21. Diese korrespondieren
mit zwei nicht näher dargestellten Bohrungen in dem oberteilseitigen Horizontalschenkel
27. Bohrungen und Langlöcher 21 sind durchsetzt von Befestigungsschrauben 22, mittels
welchen die horizontale Ausrichtung des Befestigungsflansches 14 relativ zu dem oberteilseitigen
Horizontalschenkel 27 festgelegt werden kann.
[0065] Die unterseitig des oberteilseitigen Horizontalschenkels 27 angeordneten Schraubenköpfe
liegen in vorteilhafter Weise in der U-Öffnung des Horizontalschenkels 27 ein.
[0066] In dem Vertikalabschnitt 20 des Befestigungsflansches 14 sind Durchgangsbohrungen
23 vorgesehen, zum Durchsatz von Befestigungsmitteln 16.
[0067] Figur 6 zeigt die Einbausituation unter Nutzung eines Statikteiles 1 gemäß Figur
5. Der Horizontalschenkel 27 des Oberteils 2 wie auch der winkelförmige Befestigungsflansch
14 erstrecken sich oberhalb des Rollladenkastens 6, insbesondere oberhalb der Kastendecke
9. Auch hier ist, wie auch in den weiteren Ausführungsbeispielen, die Kastendecke
9 nicht von Befestigungsmitteln, insbesondere Befestigungsmitteln zur Festlegung des
Statikteiles 1 an der Gebäudedecke 8 durchsetzt.
[0068] Auch kann der oberteilseitige Horizontalschenkel 27 Träger eines plattenartigen Befestigungsflansches
14 sein. Der Befestigungsflansch 14 ist mit dem Horizontalschenkel 27 des Oberteiles
2 verschraubt, wozu Befestigungsschrauben 24 entsprechend positionierte Bohrungen
im Horizontalschenkel 27 von unten durchsetzen und in Gewindebohrungen 25 des Befestigungsflansches
14 eingreifen.
[0069] Der frei über den Horizontalschenkel 27 und den Vertikalschenkel 26 des Oberteiles
2 hinausragende Abschnitt des Befestigungsflansches 14 ist mit Durchgangsbohrungen
15 versehen, zur Festlegung des Oberteiles 2 bzw. des Statikteiles 1 an einer Gebäudedecke
8 mittels Befestigungsmitteln 16.
[0070] Der Befestigungsflansch 14 kann zufolge der Schraubverbindung mit dem Oberteil 2
wahlweise so angeordnet werden, dass dieser entgegengesetzt zu dem Horizontalschenkel
29 des Unterteiles 3 oder in derselben Richtung zu diesem ausgerichtet ist. So ist
hierdurch auch eine Festlegung entsprechend der Ausbildung in Figur 3 möglich, bei
welcher die Verschraubung des Statikteiles 1 mit der Gebäudedecke 8 rauminnenseitig
außerhalb des Rollladenkastens 6 erfolgen kann.
[0071] Figur 9 zeigt eine Konfiguration, bei welcher der Befestigungsflansch 14 der Ausführungsform
gemäß der Figuren 7 und 8 in dieselbe Richtung weist wie der Horizontalschenkel 29
des Unterteiles 3, nämlich nach außen.
[0072] Der Befestigungsflansch 14 erstreckt sich hierbei bevorzugt über seine gesamte Länge
oberhalb der Kastendecke 9 zwischen dem Rollladenkasten 6 und der Unterseite der Gebäudedecke
8. Die Schraubenköpfe der Befestigungsmittel 16 zur Festlegung des Oberteiles an der
Gebäudedecke 8 können sich in einem zwischen der Unterfläche des Befestigungsflansches
14 und der Oberseite der Kastendecke 9 sich ergebenden Freiraum erstrecken. Dieser
ergibt sich durch die Materialstärke und die U-Ausbildung des oberteilseitigen Horizontalschenkels
27. Auch können oberseitig der Kastendecke 9, die Schraubenköpfe aufnehmende Einsenkungen
vorgesehen sein. Es sind auch Ausbildungen möglich, die den Freiraum und/oder die
Einsenkungen für Schraubenköpfe nicht aufweisen.
[0073] Auch kann der plattenartige, an dem oberteilseitigen Horizontalschenkel 27 befestigte
Ausleger Träger eines winkelförmigen Befestigungsflansches 14 sein, welcher wie mit
Bezug zu der Ausführungsform in Figur 5 beschrieben längsverschieblich gehaltert sein
kann. Je nach Anordnung des langgestreckt plattenförmigen Auslegers mit dem hieran
angeordneten winkelförmigen Befestigungsflansch 14 ist eine Befestigung an einer außenseitigen
oder auch raumseitigen Vertikalfläche 17 ermöglicht.
[0074] Der Rollladenkasten 6 gemäß der Ausführungsform in Figur 12 ist insbesondere hinsichtlich
der Kastendecke 9, wie weiter bevorzugt auch hinsichtlich der der Raumseite 10 und
der Außenseite 11 zugewandten Seitenwände als Schaumstoffteil ausgebildet. Es kann
sich um einen Extrusionsschaumstoff wie XPS oder auch um einen Partikelschaumstoff
wie EPP oder EPS handeln.
[0075] Der Rollladenkastenboden kann, wie dargestellt, ein Kunststoff-Extrusionsteil sein.
[0076] Das Oberteil 2 durchsetzt mit seinem schwertartigen Vertikalschenkel 26 eine an den
Horizontalquerschnitt des Vertikalschenkels 26 des Oberteils 2 angepasste, schlitzartige
Öffnung 13 im Bereich der Kastendecke 9. Die schlitzartige Öffnung 13 weist gegenüber
den Querschnittsabmessungen des Vertikalschenkels 17 des Verbindungsteils ein Übermaß
von bevorzugt 5 bis 10 mm auf.
[0077] Der Horizontalschenkel 27 des Oberteiles 2 ist unmittelbar als Befestigungsflansch
14 ausgebildet. Der Befestigungsflansch 14 ist entsprechend einteilig und materialeinheitlich
mit dem Vertikalschenkel 26 des Oberteiles 2 ausgebildet.
[0078] Der Befestigungsflansch 14 ist über die Länge betrachtet mit zwei Durchgangsbohrungen
15 versehen. Durch diese greifen in Einbausituation Verankerungsschrauben 16, welche
in die Gebäudedecke 8 greifen.
[0079] Im Zuge des Einbaus wird das Oberteil 2 mit seinem schwertartigen Verbindungsteil
(Vertikalabschnitt 20) durch die deckenseitige Öffnung 13 geführt, so dass hiernach
das dem Befestigungsflansch 14 abgewandte freie Ende des Oberteils 2 frei in das Innere
des Rollladenkastens 6 ragt.
[0080] Der Rollladenkasten 6 wird hiernach in üblicher Weise an dem Rahmen 7 befestigt,
wonach sich der Befestigungsflansch 14 zwischen Rollladenkastendecke 9 und der Gebäudedecke
8 erstreckt.
[0081] Benachbart zu der schlitzartigen Öffnung 13 sind in der Kastendecke 9 zwei bohrungsartige
Arbeitsöffnungen 30 vorgesehen. Diese sind bezüglich ihrer Anordnung angepasst an
die Positionierung der Durchgangsbohrungen 15 im Befestigungsflansch 14.
[0082] Durch die Arbeitsöffnungen 30 werden vom Kasteninneren her Löcher in der Gebäudedecke
8 gebohrt und hiernach die Verankerungsschrauben 16 zum Festlegen des Oberteils 2
an der Gebäudedecke 8 festgezogen. Das Unterteil des Statikteils 1 kann anschließend
im Kasteninneren mit dem Oberteil 2 schraubverbunden werden.
[0083] Auch kann bei einem Schaumstoff-Rollladenkasten zunächst eine Befestigung des Statikteil-Oberteils
2 an der Gebäudedecke 8 erfolgen, wonach der Rollladenkasten 6 unter Durchtritt des
schwertartigen Verbindungsteils durch die gegebenenfalls schlitzartige Öffnung 13
montiert wird (vergleiche Figuren 13 und 14).
[0084] Die Öffnung 13 in der Kastendecke 9 kann gemäß der Darstellung in Figur 15 auch eine
Erstreckung aufweisen, die gleich oder größer der Fläche des Befestigungsflansches
14 oder eines Teils desselben in einer Vertikalprojektion ist. Dies bietet weitere
Vorteile bei der Montage, insbesondere bei der Befestigung des Statikteils 1 an der
Gebäudedecke 8 und bei einem Einsetzen des Statikteils 1 in den Rollladenkasten 6.
[0085] Die Öffnung 13 kann beispielsweise gemäß den Darstellungen in den Figuren 14 und
15 fensterartig in der Kastendecke 9 ausgebildet sein. Auch kann sich die Öffnung
13 bis in den Rand zur, im montierten Zustand der Raumseite 10 zugewandten Rückwand
31 erstrecken. Eine solche randoffene Öffnung kann gemäß den Ausführungsbeispielen
der Figuren 16 bis 18 in eine vertikal gerichtete Ausnehmung 32 übergehen.
[0086] Die Ausnehmung 32 erstreckt sich bevorzugt nur über einen Teilbereich der Vertikalerstreckung
der Rückwand 31; alternativ bis hinab zum Kastenboden.
[0087] Hierdurch ist auch eine Einfädelung des gesamten, vormontierten Statikteils 1 in
den Rollladenkasten 6 möglich.
[0088] Die gegenüber dem die Öffnung 13 und/oder die Ausnehmung 32 durchsetzenden Statikteil-Querschnitt
verbleibenden Bereiche der Öffnung 13 und/ oder Ausnehmung 32 werden bevorzugt durch
Verschlussteile 33 zumindest größtenteils verschlossen, so weiter bevorzugt zu mehr
als 80% bis hin zu 100% der jeweiligen verbleibenden Öffnungsfläche.
[0089] Hierzu dient bei einem Schaumstoff-Rollladenkasten 1 bevorzugt ein angepasstes Schaumstoffteil
als Verschlussteil 33 (vergleiche Figur 16), das zum Durchsatz des schwertartigen
Verbindungsteils im Bereich des Deckenabschnitts einen Schlitz 34 aufweist.
[0090] Das Schaumstoff-Verschlussteil ist bevorzugt mit den korrespondierenden Wandungen
des Rollladenkastens verklebt.
[0091] Bei einem Rollladenkasten 6 aus Kunststoff-Extrusionsteilen bestehen bevorzugt auch
die entsprechenden Verschlussteile 33 aus einem extrudierten Kunststoff, alternativ
aus einem gespritzten Kunststoff. Das Deckenteil der Verschlussteile 33 ist mit einem
Schlitz 34 (hier randoffen) versehen.
[0092] Die Verschlussteile 33 der Ausführungsform gemäß den Figuren 17 und 18 werden bevorzugt
über eine Rast- bzw. Clipsverbindung an dem Rollladenkasten 6 festgelegt.
[0093] Weiter alternativ kann die Öffnung 13 und/oder die Ausnehmung 32 von einer Folie,
bevorzugt einer selbstklebenden Folie verschlossen sein. Die Folie ist dann mit den
die Öffnung 13 beziehungsweise die Ausnehmung 32 umgebenden Flächen des Rollladenkastens
6 verklebt.
[0094] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt
erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zumindest durch die folgenden Merkmalskombinationen
jeweils eigenständig weiterbilden, nämlich:
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass sich der Befestigungsflansch
14 oberhalb der Kastendecke 9 erstreckt.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verbindungsteil eine
Öffnung 13 in der Kastendecke 9 und/oder eine der Raumseite 10 zugeordnete Rückwand
31 des Rollladenkastens 6 durchsetzt.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Öffnung 13 in der Kastendecke
9 kleiner, gleich oder größer ist als es einer Vertikalprojektion des Befestigungsflansches
14 entspricht.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Teil der Öffnung 13
durch ein Verschlussteil 33 verschließbar ist.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verschlussteil 33 durch
eine Folie gebildet ist.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Rollladenkasten mittels
den Befestigungsflansch 14 des Statikteiles 1 durchsetzenden Befestigungsmitteln 16
mit der Gebäudedecke 8 verbunden ist und dass sich die Befestigungsmittel 16 außerhalb
des Rollladenkastens 6 erstrecken.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Befestigungsflansch
14 mit einem Unterteil 3 des Statikteils 1 lösbar verbunden ist.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Verbindung zwischen
dem Unterteil 3 und einem den Befestigungsflansch 14 aufweisenden Oberteil 2 bezogen
auf den Einbauzustand in Vertikalrichtung teleskopierbar ist.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass sich der Befestigungsflansch
14 in einer Vertikalprojektion zumindest teilweise außerhalb eines Grundrisses des
Rollladenkastens 6 erstreckt.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Befestigungsflansch
14 zur Befestigung des Statikteiles 1 an einer Vertikalfläche 17 der Gebäudedecke
8 ausgebildet ist.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Befestigungsflansch
14 in einem Vertikalschnitt betrachtet winkelförmig ausgebildet ist, mit einem Horizontalabschnitt
19 und einem Vertikalabschnitt 20.
Ein Rollladenkasten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Vertikalabschnitt 20
des Befestigungsflansches 14 relativ zu dem Horizontalabschnitt 19 bewegbar ausgebildet
ist.
[0095] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander)
erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt
der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich
mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender
Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren mit ihren Merkmalen
eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere
um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Statikteil |
25 |
Gewindebohrung |
| 2 |
Oberteil |
26 |
Vertikalschenkel |
| 3 |
Unterteil |
27 |
Horizontalschenkel |
| 4 |
Verbindungsschraube |
28 |
Vertikalschenkel |
| 5 |
Langloch |
29 |
Horizontalschenkel |
| 6 |
Rollladenkasten |
30 |
Arbeitsöffnung |
| 7 |
Rahmen |
31 |
Rückwand |
| 8 |
Gebäudedecke |
32 |
Ausnehmung |
| 9 |
Kastendecke |
33 |
Verschlussteil |
| 10 |
Raumseite |
34 |
Schlitz |
| 11 |
Außenseite |
|
|
| 12 |
Befestigungsfuß |
|
|
| 13 |
Öffnung |
|
|
| 14 |
Befestigungsflansch |
|
|
| 15 |
Durchgangsbohrung |
|
|
| 16 |
Befestigungsmittel |
|
|
| 17 |
Vertikalfläche |
|
|
| 18 |
Winkelblech |
|
|
| 19 |
Horizontalabschnitt |
|
|
| 20 |
Vertikalabschnitt |
|
|
| 21 |
Langloch |
|
|
| 22 |
Befestigungs schraube |
|
|
| 23 |
Durchgangsbohrung |
|
|
| 24 |
Befestigungs schraube |
|
|
1. Auf einem Rahmen (7) nämlich einem Fenster- oder Türrahmen, in einem Gebäude aufgesetzter
Rollladenkasten (6) mit einer Raumseite (10) und einer Außenseite (11), wobei der
Rollladenkasten (6) an seiner Raumseite (10) bevorzugt oberseitig, einer Gebäudedecke
(8) zugeordnet ist und der Rahmen (7) mittels eines den Rollladenkasten (6) durchsetzenden
metallischen Statikteils (1) mit der Gebäudedecke (8) verbunden ist, wobei das Statikteil
(1) einen im Einbauzustand oberen Befestigungsflansch (14) aufweist und der Rollladenkasten
(6) eine Kastendecke (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Befestigungsflansch (14) oberhalb der Kastendecke (9) erstreckt.
2. Zum Aufsetzen auf einen Rahmen (7), nämlich einen Fenster- oder Türrahmen, in einem
Gebäude geeigneter Rollladenkasten (6), mit einer Raumseite (10) und einer Außenseite
(11) sowie einer Kastendecke (9), wobei der Rollladenkasten (6) ein gesondertes Statikteil
(1) aufweist, zur Verbindung mit einer Gebäudedecke (8) und dem Rahmen (7), wobei
das Statikteil (1) zur Herstellung der Verbindung mit der Gebäudedecke (8) jedenfalls
oberseitig einen Befestigungsflansch (14) aufweist, der sich im Wesentlichen in einer
der Kastendecke (9) entsprechenden Ebene erstreckt und über einen demgegenüber rechtwinklig
verlaufenden Verbindungsabschnitt in das im Inneren des Rollladenkastens (6) sich
erstreckenden Teil des Statikteils (1) übergeht, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil eine Öffnung (13) in der Kastendecke (9) und/ oder eine der Raumseite
(10) zugeordnete Rückwand (31) des Rollladenkastens (6) durchsetzt.
3. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (13) in der Kastendecke (9) kleiner, gleich oder größer ist als es einer
Vertikalprojektion des Befestigungsflansches (14) entspricht.
4. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Öffnung (13) durch ein Verschlussteil (33) verschließbar ist.
5. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil (33) durch eine Folie gebildet ist.
6. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollladenkasten (6) mittels den Befestigungsflansch (14) des Statikteiles (1)
durchsetzenden Befestigungsmitteln (16) mit der Gebäudedecke (8) verbunden ist und
dass sich die Befestigungsmittel (16) außerhalb des Rollladenkastens (6) erstrecken.
7. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsflansch (14) mit einem Unterteil (3) des Statikteils (1) lösbar verbunden
ist.
8. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Unterteil (3) und einem den Befestigungsflansch (14)
aufweisenden Oberteil (2) bezogen auf den Einbauzustand in Vertikalrichtung teleskopierbar
ist.
9. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Befestigungsflansch (14) in einer Vertikalprojektion zumindest teilweise
außerhalb eines Grundrisses des Rollladenkastens (6) erstreckt.
10. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsflansch (14) zur Befestigung des Statikteiles (1) an einer Vertikalfläche
(17) der Gebäudedecke (8) ausgebildet ist.
11. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsflansch (14) in einem Vertikalschnitt betrachtet winkelförmig ausgebildet
ist, mit einem Horizontalabschnitt (19) und einem Vertikalabschnitt (20).
12. Rollladenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vertikalabschnitt (20) des Befestigungsflansches (14) relativ zu dem Horizontalabschnitt
bewegbar ausgebildet ist.
13. Vorrichtung, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der kennzeichnenden Merkmale eines der vorhergehenden Ansprüche.