| (19) |
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(11) |
EP 2 986 264 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.2017 Patentblatt 2017/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.04.2014 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/057614 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/170322 (23.10.2014 Gazette 2014/43) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM BEDIENEN EINES MOBILEN OPERATIONSTISCHS
METHOD AND DEVICE FOR OPERATING A MOBILE OPERATING TABLE
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF POUR COMMANDER UNE TABLE D'OPÉRATION MOBILE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.04.2013 DE 102013103757
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.2016 Patentblatt 2016/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Maquet GmbH |
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76437 Rastatt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FRÜH, Michael
77855 Achern (DE)
- JÖRGER, Matthias
77855 Achern (DE)
- PFIRRMANN, Timo
Steinmauern 76479 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zacco GmbH |
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Bayerstrasse 83 80335 München 80335 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A2-02/074216 DE-A1- 4 319 525 US-A1- 2006 174 405
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WO-A2-2010/030788 US-A1- 2003 195 644
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bedienen eines mobilen
Operationstischs, der eine Patientenlagerfläche, eine Operationstischsäule und einen
Operationstischsäulenfuß hat. Der Operationstisch hat weiterhin Rollen und eine Fahrantriebseinheit
zum Verfahren des Operationstischs. Die Fahrantriebseinheit wird durch Betätigen eines
der Fahrantriebseinheit zugeordneten Bedienelements aktiviert.
[0002] Im Krankenhausbetrieb werden üblicherweise drei unterschiedliche Arten von Operationstischen
eingesetzt, nämlich stationäre Operationstische, bewegbare Operationstische und mobile
Operationstische. Stationäre Operationstische haben eine fest mit dem Fußboden des
Operationssaals verbundene Operationstischsäule. Üblicherweise haben stationäre Operationstische
keinen Operationstischsäulenfuß. Bewegbare Operationstische haben einen mit der Operationstischsäule
verbundenen Operationstischsäulenfuß, der keine Rollen und keine Transportmittel aufweist
und zumindest bei einer Operation auf dem Fußboden des Operationssaals steht. Die
bewegbaren Operationstische sind mithilfe von Transportwagen anhebbar und verfahrbar.
Ein solches System, das einen bewegbaren Operationstisch und Transportwagen umfasst,
wird auch als mobiles Operationstischsystem bezeichnet.
[0003] Die Operationstischsäulenfüße mobiler Operationstische haben Rollen zum Verfahren
des Operationstischs. Mobile Operationstische sind somit ohne weitere Hilfsmittel
verfahrbar. Bei den mobilen Operationstischen sind die Rollen feststellbar, so dass
der Operationstisch während einer Operation nicht verschiebbar ist, und/oder der Säulenfuß
ist gegenüber den Rollen absenkbar, so dass der Operationstisch während einer Operation
sicher auf dem Fußboden steht.
[0004] Bei den mobilen Operationstischen sind ferner elektrische Fahrantriebe mit Sanftanlauf
und Sicherheitsbremsfunktion bekannt, um den mobilen Operationstisch mithilfe des
elektrischen Fahrantriebs zu verfahren. Die Betätigung dieser Fahrantriebseinheit
erfolgt über mindestens ein Bedienelement, insbesondere über eine schnurgebundene
oder drahtlose Fernbedienung. Bei Fahrantriebseinheiten mit mindestens zwei Geschwindigkeitsstufen
kann dann eine Umschaltung der Geschwindigkeitsstufe erfolgen. Dies ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn ein mobiler Operationstisch aus dem Operationssaal gefahren worden
ist und weiter beispielsweise entlang eines Gangs eines Operationstrakts über eine
längere Distanz gefahren werden soll. Im Operationssaal selbst ist das Rangieren aufgrund
der üblicherweise recht engen Platzverhältnisse und einer Vielzahl von Hindernissen
problematisch, so dass hierzu eine geringe Antriebsgeschwindigkeit des Fahrantriebs
vorteilhaft ist. Auf langen Gängen, wie sie auch im Operationstrakt von Krankenhäusern
üblich sind, ist jedoch eine höhere Geschwindigkeit wünschenswert, um einen zügigen
Arbeitsablauf zu gewährleisten. Bei bekannten Umschaltvorgängen muss zur Änderung
der Geschwindigkeitsstufe die Bewegung des Operationstischs kurzzeitig gestoppt und
eine aufwendige Einstellung der gewünschten höheren Geschwindigkeitsstufe über ein
Menü des Bediengeräts bzw. der Fernbedienung durchgeführt werden. Um anschließend
wieder die geringere Geschwindigkeitsstufe einzustellen, musste die Prozedur zur Einstellung
der Geschwindigkeitsstufe im Menü des Bediengerätes wiederholt durchgeführt werden.
Dadurch ist die Umstellung der Geschwindigkeit bei bekannten mobilen Operationstischen
relativ aufwendig. Eine alternative Möglichkeit zur Geschwindigkeitsänderung könnte
darin bestehen, dass für die Geschwindigkeitsstufen jeweils ein separates Bedienelement
am Bediengerät, insbesondere bei einer Fernbedienung, vorgesehen wird. Jedoch wird
dadurch das Bediengerät recht unübersichtlich. Insbesondere dann, wenn das Bediengerät
auch zur Bedienung von verstellbaren Komponenten eines Operationstischs während einer
Operation dient, ist es aus Übersichtlichkeitsgründen nicht sinnvoll, eine Vielzahl
von Bedienelementen für Funktionen vorzusehen, die bei der Operation selbst nicht
benötigt werden.
[0005] Aus dem Dokument
DE 19955116 A1 ist eine Steuereinheit zur Ansteuerung der Antriebe einer von einer Operationstischsäule
abnehmbaren Operationstischlagerfläche mit elektromotorisch verstellbaren Komponenten,
bestehend aus einer Energieversorgung, einer Steuerung und einem Bediengerät, bekannt.
Das Bediengerät ist in einen Transportwagen zum Transport der Operationstischlagerfläche
integriert. Aus dem Dokument
US 2003/0195644 ist eine portable Kontrolleinheit für Medizingeräte bekannt. Ausgehend von dem bekannten
Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Bedienen eines mobilen Operationstischs anzugeben, durch die eine einfache Aktivierung
einer Fahrantriebseinheit zum Verfahren des Operationstischs mit unterschiedlichen
Antriebsgeschwindigkeiten möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch
eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Durch ein Verfahren zum Bedienen eines mobilen Operationstischs mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 wird erreicht, dass die erste Antriebsgeschwindigkeit durch eine Einfachbetätigung
des Bedienelements aktiviert wird und dass die zweite Antriebsgeschwindigkeit durch
eine Doppelbetätigung des Bedienelements aktiviert wird.
[0008] Als Doppelbetätigung wird dabei ein Doppelklick, d.h. ein zweimaliges Aktivieren
des Betätigungselements innerhalb einer voreingestellten Zeitdauer zwischen einer
ersten Betätigung des Bedienelements und einer zweiten Betätigung des Bedienelements,
oder ein inverser Doppelklick, d.h. das einmalige Deaktivieren des Bedienelements
für eine maximale voreingestellte Unterbrechungszeit und/oder das zweimalige Deaktivieren
des Bedienelements für jeweils eine maximale voreingestellte Unterbrechungszeit innerhalb
einer voreingestellten Zeitdauer zwischen dem ersten Deaktivieren des Bedienelements
und dem zweiten Deaktivieren des Bedienelements, angesehen.
[0009] Durch eine Doppelbetätigung des Bedienelements ist somit eine einfache Umschaltung
der Antriebsgeschwindigkeit von der ersten Antriebsgeschwindigkeit zur zweiten Antriebsgeschwindigkeit
während der mit der ersten Antriebsgeschwindigkeit aktivierten Fahrantriebseinheit
möglich, ohne dass die Fahrantriebseinheit hierzu zwischenzeitlich deaktiviert werden
muss. Auch ist die Umschaltung der Antriebsgeschwindigkeit mit nur einem Bedienelement
möglich. Dadurch ist eine einfache und zumindest nach einer Eingewöhnung intuitive
Betätigung des Bedienelements zur Aktivierung der ersten Antriebsgeschwindigkeit und
zur Aktivierung der zweiten Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit möglich.
Die erste Antriebsgeschwindigkeit ist dabei vorzugsweise kleiner als die zweite Antriebsgeschwindigkeit.
Dadurch kann die erste Antriebsgeschwindigkeit zum langsamen Verfahren des Operationstischs,
insbesondere zum exakten Positionieren und/oder zum Rangieren des Operationstischs,
genutzt werden und die zweite Antriebsgeschwindigkeit zum Zurücklegen längerer Distanzen
mit höherer Geschwindigkeit.
[0010] Vorteilhaft ist es, wenn die Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit durch
die Doppelbetätigung von der ersten Antriebsgeschwindigkeit zur zweiten Antriebsgeschwindigkeit
geändert wird. Dadurch ist eine sehr komfortable Umschaltung der Antriebsgeschwindigkeit
möglich, die den Arbeitsablauf im Operationssaal und im Operationstrakt eines Krankenhauses
geringstmöglich beeinträchtigt.
[0011] In dem Fall, bei dem eine Doppelbetätigung durch eine Unterbrechung der Betätigung
des ersten Bedienelements erfolgt, ist es ferner für die Doppelbetätigung erforderlich,
wenn die Unterbrechung kleiner als ein voreingestellter Unterbrechungszeitraum ist.
Der Unterbrechungszeitraum ist vorzugsweise auf einen Wert im Bereich zwischen 100
ms und 800 ms, insbesondere auf einen Wert im Bereich zwischen 200 ms und 500 ms voreingestellt.
Insbesondere kann ein Unterbrechungszeitraum auf einen Wert von 300 ms voreingestellt
sein. Dadurch ist eine einfache und komfortable Betätigung des Bedienelements zum
Aktivieren der zweiten Antriebsgeschwindigkeit möglich.
[0012] Dabei ist es vorteilhaft, wenn eine Doppelbetätigung nur dann akzeptiert wird, wenn
die Unterbrechung länger als 30 % des voreingestellten Unterbrechungszeitraums dauert
bzw. die Unterbrechungen jeweils länger als 30 % des voreingestellten Unterbrechungszeitraums
dauern. Bei einem voreingestellten Unterbrechungszeitraum von beispielsweise 300 ms
beträgt der Mindestunterbrechungszeitraum für die Doppelbetätigung somit 90 ms. Hierdurch
werden Fehlbedienungen, insbesondere durch ein Prellen eines Schaltelements des Betätigungselements,
wirksam vermieden.
[0013] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Fahrantriebseinheit dann deaktiviert wird, wenn
das erste Bedienelement für einen voreingestellten Unterbrechungszeitraum nicht betätigt
worden ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Fahrantriebseinheit nicht weiter
aktiviert bleibt, wenn das Betätigungselement nicht mehr betätigt ist, wodurch Gefährdungen
von Personen und Beschädigungen des Operationstischs vermieden werden.
[0014] Weiter ist es vorteilhaft, wenn bei einer Doppelbetätigung des ersten Bedienelements
bei aktivierter zweiter Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit wieder die
erste Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit aktiviert wird. Hierdurch ist
eine einfache Umschaltung von der zweiten Antriebsgeschwindigkeit zur ersten Antriebsgeschwindigkeit
möglich, ohne dass hierzu die Fahrantriebseinheit gestoppt werden muss.
[0015] Alternativ hierzu kann bei einer Doppelbetätigung des ersten Bedienelements bei aktivierter
zweiter Antriebsgeschwindigkeit eine dritte Antriebsgeschwindigkeit aktiviert werden.
Die dritte Antriebsgeschwindigkeit ist insbesondere größer als die zweite Antriebsgeschwindigkeit,
so dass hierdurch eine noch schnellere Antriebsgeschwindigkeit gewählt werden kann.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein zweites Bedienelement vorgesehen ist, bei
dessen Betätigung eine Freigabe der Fahrantriebseinheit zum Antrieb des Operationstischs
erfolgt. Bei einer Einfachbetätigung des ersten Bedienelements wird die Fahrantriebseinheit
mit der ersten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert. Bei einer Doppelbetätigung des ersten
Bedienelements wird die Fahrantriebseinheit mit der zweiten Antriebsgeschwindigkeit
aktiviert. Dabei ist die Fahrantriebseinheit nur aktivierbar, wenn das zweite Bedienelement
betätigt wird, wobei die Fahrantriebseinheit deaktiviert ist, wenn das zweite Bedienelement
nicht betätigt wird. Hierdurch muss das erste Bedienelement nur dann durch eine Einfachbetätigung
zum Aktivieren der ersten Antriebsgeschwindigkeit und durch Doppelklick zum Aktivieren
der zweiten Antriebsgeschwindigkeit betätigt werden, wodurch zur Betätigung ein nicht
inverser Doppelklick, d.h. ein "normaler" Doppelklick, genutzt werden kann, wodurch
eine noch intuitivere Bedienung möglich ist als bei einem inversen Doppelklick.
[0017] Ferner ist es vorteilhaft, wenn bei weiteren Doppelbetätigungen des ersten Bedienelements
die Fahrantriebseinheit solange jeweils mit einer höheren Antriebsgeschwindigkeit
aktiviert wird, bis die maximale Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit erreicht
ist. Alternativ kann bei einer wiederholten Doppelbetätigung des ersten Bedienelements
die Fahrantriebseinheit bei aktivierter zweiter Antriebsgeschwindigkeit wieder mit
der ersten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert werden.
[0018] Hierdurch ist eine einfache Umschaltung und Wahl unterschiedlicher Geschwindigkeitsstufen
einfach möglich.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei oder nach einer Deaktivierung der Fahrantriebseinheit
zusätzlich eine Bremseinheit aktiviert wird. Dadurch kann die Bewegung des Operationstischs
aktiv gestoppt werden, so dass Gefährdungen von Personen und eine Beschädigung des
Operationstischs wirkungsvoll vermieden werden. Mithilfe der Bremseinheit kann auf
einfache Art alternativ oder zusätzlich wirkungsvoll ein Verschieben des mobilen Operationstischs
bei nichtaktivierter Fahrantriebseinheit verhindert werden.
[0020] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bedienen eines mobilen
Operationstischs, der eine Patientenlagerfläche, eine Operationstischsäule und einen
Operationstischsäulenfuß hat, wobei der Operationstischsäulenfuß Rollen und eine Fahrantriebseinheit
zum Verfahren des Operationstischs hat. Die Vorrichtung hat ferner ein erstes Bedienelement,
durch dessen Betätigung eine Steuereinheit der Vorrichtung die Fahrantriebseinheit
aktiviert. Die Steuereinheit aktiviert durch eine Einfachbetätigung des Bedienelements
die Fahrantriebseinheit mit einer ersten Antriebsgeschwindigkeit. Ferner aktiviert
die Steuereinheit die Fahrantriebseinheit durch eine Doppelbetätigung des Bedienelements
mit einer zweiten Antriebsgeschwindigkeit. Hierdurch kann eine einfache Aktivierung
und/oder Änderung der Antriebsgeschwindigkeit der Verfahreinheit des Operationstischs
erfolgen.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mit den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche
weitergebildet werden, wobei die angegebenen Verfahrensschritte dann durch die Steuereinheit
in Verbindung mit den Bedienelementen und der Fahrantriebseinheit ausgeführt werden.
[0022] Bei der Erfindung kann das erste und/oder zweite Bedienelement über eine Fernbedienung,
insbesondere eine drahtgebundene oder drahtlose Fernbedienung des Operationstischs,
oder über direkt am Operationstisch angeordnete Bedienelemente bereitgestellt werden.
[0023] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Geschwindigkeitsänderungen vom Stillstand zur
ersten Antriebsgeschwindigkeit, von der ersten Antriebsgeschwindigkeit zur zweiten
Antriebsgeschwindigkeit, von der zweiten Antriebsgeschwindigkeit zu einer höheren
dritten Antriebsgeschwindigkeit, von der dritten Antriebsgeschwindigkeit zur zweiten
Antriebsgeschwindigkeit, von der zweiten Antriebsgeschwindigkeit zur ersten Antriebsgeschwindigkeit
und/oder von der ersten Antriebsgeschwindigkeit zum Stillstand über sogenannte Beschleunigungsrampen,
d.h. mit einer gleichmäßigen positiven bzw. negativen Beschleunigung, erfolgen. Dadurch
werden ruckartige Beschleunigungen vermieden und es erfolgt ein sogenannter Sanftanlauf.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
die die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den beigefügten
Figuren näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
- Figur 1
- einen mobilen Operationstisch mit mehreren mithilfe einer drahtlosen Fernbedienung
elektromotorisch verstellbaren Komponenten sowie einer über die drahtlose Fernbedienung
in zwei Geschwindigkeitsstufen aktivierbare Fahrantriebseinheit zum Verfahren des
Operationstischs, wobei der Operationstisch in einer ersten abgesenkten Position dargestellt
ist;
- Figur 2
- den Operationstisch nach Figur 1 in einer zweiten angehobenen Position zum Verfahren
des Operationstischs;
- Figur 3
- ein Statusdiagramm eines Abfragezyklus des Betätigungselements zum Aktivieren der
Fahrantriebseinheit des Operationstischs mit der ersten Antriebsgeschwindigkeit und
zur Umschaltung der Geschwindigkeitsstufe der Fahrantriebseinheit von der ersten Antriebsgeschwindigkeit
zur zweiten Antriebsgeschwindigkeit; und
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform einer Fernbedienung zur Bedienung eines Operationstischs.
[0026] Figur 1 zeigt eine Anordnung 10 mit einer Fernbedienung 12, die mehrere Bedienelemente
14 bis 28 hat, mit deren Hilfe verstellbare Komponenten 32 bis 46 eines mobilen Operationstischs
30 verstellt, d.h. in ihrer Lage im Raum und/oder gegenüber anderen Komponenten 32
bis 46 geändert, werden können. Die einzelnen Komponenten 32 bis 46 oder Gruppen dieser
Komponenten 32 bis 46 sind den Bedienelementen 14 bis 24 der Fernbedienung 12 zugeordnet,
so dass beim Betätigen eines Bedienelements 14 bis 24 eine entsprechende Verstellaktion
der diesem Bedienelement 14 bis 24 zugeordneten Komponente 32 bis 46 oder Komponentengruppe
ausgeführt wird. Der mobile Operationstisch 30 hat einen Operationstischsäulenfuß
41, eine Patientenlagerfläche 31, die die Komponenten 32 bis 36, 42 bis 46 umfasst
und eine zwischen dem Operationstischsäulenfuß 41 und der Patientenlagerfläche 31
angeordnete Operationstischsäule 40. Im Inneren der Operationstischsäule 40 ist eine
Fahrantriebseinheit 48 angeordnet, die eine Steuereinheit zum Steuern des Fahrantriebs
des mobilen Operationstischs 30, einen Elektromotor zum Fahrantrieb des mobilen Operationstischs
30 sowie einen Akkumulator zur Energieversorgung der Steuereinheit und des Elektromotors
umfasst. In dem in Figur 1 dargestellten abgesenkten Zustand des mobilen Operationstischs
30 sind die zum Verfahren des Operationstischs 30 vorgesehenen Rollen 50 bis 56 im
Inneren des Operationstischfußes 41 angeordnet und stehen nicht nach unter über Auflageelemente
über, auf denen sich in dem abgesenkten Zustand der Operationstischsäulenfuß auf dem
nicht dargestellten Fußboden abstützt.
[0027] In Figur 2 ist die Anordnung 10 nach Figur 1 dargestellt, wobei die Rollen 50 bis
56 des mobilen Operationstischs 30 nach unten ausgefahren worden sind, so dass der
mobile Operationstisch 30 mithilfe dieser Rollen 50 bis 56 verschoben werden kann.
Die Rollen 50 bis 56 können dabei mithilfe eines Elektromotors und/oder einer elektrisch
angetriebenen oder manuell betätigten Hydraulikeinheit von ihrer in Figur 1 gezeigten
eingefahrenen Position in ihre in Figur 2 gezeigten ausgefahrenen Position gebracht
werden. Zum Ausfahren der Rollen 50 bis 56 wird das Bedienelement 26 einmalig aktiviert.
Bei nochmaligem Betätigen des Bedienelements 26 wird der Operationstisch 30 wieder
von der in Figur 2 gezeigten angehobenen Position in die in Figur 1 gezeigte abgesenkte
Position abgesenkt. Beim einmaligen Aktivieren des Bedienelements 28 wird der Elektromotor
der Fahrantriebseinheit 48 mit einer ersten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert, so
dass der mobile Operationstisch 30 mit dieser ersten Antriebsgeschwindigkeit in Richtung
des Pfeils P1 angetrieben wird. Dabei kann der Antrieb über eine oder mehrere Rollen
50 bis 56 erfolgen oder über ein weiteres nicht dargestelltes Antriebsrad oder über
eine nicht dargestellte Antriebswalze.
[0028] Die Fahrantriebseinheit 48 bzw. der Elektromotor bleibt solange mit der ersten Antriebsgeschwindigkeit
aktiviert, solange das Bedienelement 28 betätigt wird. Wird die Betätigung des Bedienelements
28 länger als ein voreingestellter Unterbrechungszeitraum unterbrochen, so wird die
Fahrantriebseinheit 48 deaktiviert, d.h. der Antrieb des Operationstischs 30 mithilfe
des Elektromotors wird gestoppt und eine Bremse wird aktiviert. Wird hingegen die
Betätigung des Betätigungselements 28 für eine Zeit kleiner als der Unterbrechungszeitraum
unterbrochen und anschließend noch einmal für den Zeitraum kleiner als der Unterbrechungszeitraum
unterbrochen, d.h. dann, wenn eine Doppelbetätigung des Bedienelements 28 erfolgt,
wird eine zweite Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit 48 aktiviert. Vorzugsweise
wird der Elektromotor derart angesteuert, dass er eine entsprechend höhere Abtriebsdrehzahl
hat als bei der Aktivierung der ersten Antriebsgeschwindigkeit.
[0029] In Figur 3 ist ein Zustandsdiagramm von Zuständen zur Aktivierung und Deaktivierung
des Bedienelements 28 gezeigt. Nachdem das System im Schritt S10 initialisiert worden
ist, befindet sich das Bedienelement 28 im Zustand S12-"losgelassen", sodass die Fahrantriebseinheit
deaktiviert ist. Wird dann detektiert, dass das Bedienelement 28 gedrückt worden ist,
erfolgt eine Zustandsänderung zum Zustand S14-"gedrückt", wodurch die Fahrantriebseinheit
48 mit einer ersten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert wird. Wird anschließend ermittelt,
dass das Bedienelement 28 nicht mehr aktiviert, d.h. dass es losgelassen, worden ist,
erfolgt eine Zustandsänderung vom Zustand S14 zum Zustand S16-"1. Mal losgelassen".
[0030] Wird festgestellt, dass das Bedienelement 28 für mehr als 300 ms nicht betätigt wird,
erfolgt eine Zustandsänderung vom Zustand S16 in den Zustand S12-"losgelassen", in
dem die Fahrantriebseinheit 48 deaktiviert ist.
[0031] Wird jedoch innerhalb von 300 ms das Bedienelement 28 wiederholt aktiviert, so erfolgt
eine Zustandsänderung vom Zustand S16 zum Zustand S18-"1. Klick". Wird das Bedienelement
28 innerhalb von 300 ms nicht nochmals deaktiviert, so erfolgt nach 300 ms eine Zustandsänderung
vom Zustand S18 zum Zustand S14-"gedrückt".
[0032] Erfolgt jedoch innerhalb dieser 300 ms ein wiederholtes Loslassen des Bedienelements
28, so erfolgt eine Zustandsänderung vom Zustand S18 zum Zustand S20-"2. Mal losgelassen".
Wird das Bedienelement 28 innerhalb von 300 ms nicht wieder aktiviert, erfolgt eine
Zustandsänderung vom Zustand S20 zum Zustand S12-"losgelassen", in dem die Fahrantriebseinheit
48 deaktiviert wird. Erfolgt jedoch ausgehend vom Zustand S20 eine erneute Betätigung
des Bedienelements 28 innerhalb von 300 ms, so erfolgt eine Zustandsänderung vom Zustand
S20 zum Zustand S22-"2. Klick", wodurch die zweite Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit
48 aktiviert wird. Wird anschließend das Bedienelement 28 nicht betätigt, erfolgt
eine Zustandsänderung vom Zustand S22 zum Zustand S12-"losgelassen", sodass die Fahrantriebseinheit
48 deaktiviert wird.
[0033] In Figur 4 ist eine Fernbedienung 62 dargestellt, die alternativ zur Fernbedienung
12 eingesetzt werden kann. Die Fernbedienung 62 hat ein Display 64 zur Anzeige von
Informationen. Ferner hat die Fernbedienung 62 eine Vielzahl von Bedienelementen 66
bis 112, über die verschiedene Bedieneingaben zur Änderung der Position der Komponenten
32 bis 46 des mobilen Operationstischs 30 komfortabel eingebbar sind. Zusätzlich hat
die Fernbedienung 62 ein Bedienelement 26 zum Ausfahren der Transportrollen 50 bis
56 sowie ein Bedienelement 28 zum Aktivieren der Fahrantriebseinheit 48 wahlweise
bei Einfachbetätigung mit der ersten Antriebsgeschwindigkeit und bei Doppelbetätigung
mit der zweiten Antriebsgeschwindigkeit.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- Anordnung
- 12, 62
- Fernbedienung
- 14 bis 28, 66 bis 112
- Bedienelement
- 30
- Operationstisch
- 31
- Patientenlagerfläche
- 40
- Operationstischsäule
- 41
- Operationstischsäulenfuß
- 32 bis 46
- Komponenten des Operationstischs
- 48
- Fahrantriebseinheit
- 50 bis 56
- Rollen
- S10 bis S22
- Zustände des Bedienelements
1. Verfahren zum Bedienen eines mobilen Operationstischs, der eine Patientenlagerfläche
(31), eine Operationstischsäule (40) und einen Operationstischsäulenfuß (41) umfasst,
wobei der Operationstisch (30) Rollen (50 bis 56) und eine Fahrantriebseinheit (48)
zum Verfahren des Operationstischs (30) hat,
bei dem die Fahrantriebseinheit (48) durch Betätigen eines der Fahrantriebseinheit
(48) zugeordneten ersten Bedienelements (28) aktiviert wird, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fahrantriebseinheit (48) durch eine Einfachbetätigung des ersten Bedienelements
(28) mit einer ersten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert wird, und
dass die Fahrantriebseinheit (48) durch eine Doppelbetätigung des ersten Bedienelements
(28) mit einer zweiten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit (48) durch die Doppelbetätigung
von der ersten Antriebsgeschwindigkeit zur zweiten Antriebsgeschwindigkeit geändert
wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelbetätigung durch eine Unterbrechung der Betätigung des ersten Bedienelements
(28) erfolgt, wenn die Unterbrechung kleiner als ein voreingestellter Unterbrechungszeitraum
ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelbetätigung nur dann akzeptiert wird, wenn die Unterbrechung größer als
30% des voreingestellten Unterbrechungszeitraums ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrantriebseinheit (48) deaktiviert wird, wenn das erste Bedienelement (28)
für einen voreingestellten Zeitraum nicht betätigt worden ist, der vorzugsweise gleich
dem voreingestellten Unterbrechungszeitraum ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Doppelbetätigung des ersten Bedienelements (28) bei aktivierter zweiter
Antriebsgeschwindigkeit die erste Antriebsgeschwindigkeit aktiviert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Doppelbetätigung des ersten Bedienelements (28) bei aktivierter zweiter
Antriebsgeschwindigkeit eine dritte Antriebsgeschwindigkeit aktiviert wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Bedienelement vorgesehen ist, dass beim Betätigen eines zweiten Bedienelements
eine Freigabe der Fahrantriebseinheit (48) erfolgt, dass bei einer Einfachbetätigung
des ersten Bedienelements (28) die Fahrantriebseinheit (48) mit der ersten Antriebsgeschwindigkeit
aktiviert wird, und dass bei einer Doppelbetätigung des ersten Bedienelements (28)
die Fahrantriebseinheit (48) mit der zweiten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert wird,
wobei die Fahrantriebseinheit (48) nur aktivierbar ist, wenn das zweite Bedienelement
betätigt wird, und wobei die Fahrantriebseinheit (48) deaktiviert ist, wenn das zweite
Bedienelement nicht betätigt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei weiteren Doppelbetätigungen des ersten Bedienelements (28) die Fahrantriebseinheit
(48) solange jeweils mit einer höheren Antriebsgeschwindigkeit aktiviert wird, bis
die maximale Antriebsgeschwindigkeit der Fahrantriebseinheit (48) erreicht ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Deaktivierung der Fahrantriebseinheit (48) zusätzlich eine Bremseinheit
aktiviert wird.
11. Vorrichtung zum Bedienen eines mobilen Operationstischs, der eine Patientenlagerfläche
(31), eine Operationstischsäule (40) und einen Operationstischsäulenfuß (41), wobei
der Operationstisch (30) Rollen und eine Fahrantriebseinheit (48) zum Verfahren des
Operationstischs (30) hat,
mit einem ersten Bedienelement (28), durch dessen Betätigung eine Steuereinheit der
Vorrichtung die Fahrantriebseinheit (48) aktiviert, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinheit die Fahrantriebseinheit (48) durch eine Einfachbetätigung des ersten
Bedienelements (28) mit einer ersten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert, und
dass die Steuereinheit die Fahrantriebseinheit (48) durch eine Doppelbetätigung des einen
Bedienelements (28) mit einer zweiten Antriebsgeschwindigkeit aktiviert.
1. A method for operating a mobile operating table, which comprises a patient support
surface (31), an operating table column (40) and an operating table column base (41),
wherein the operating table (30) comprises rollers (50 to 56) and a drive unit (48)
for displacing the operating table (30),
in which the drive unit (48) is activated through actuation of a first operating element
(28) attached to the drive unit (48), characterised in that
the drive unit (48) is activated with a first drive velocity in the case of a single
actuation of the first operating element (28), and
the drive unit (48) is activated with a second drive velocity in the case of a double
actuation of the first operating element (28).
2. The method according to claim 1, characterised in that the drive velocity of the drive unit (48) is changed from the first drive velocity
to the second drive velocity through double actuation.
3. The method according to any of the preceding claims, characterised in that double actuation occurs through an interruption in the actuation of the first operating
element (28) if the interruption is less than a predefined interruption period.
4. The method according to claim 3, characterised in that the double actuation is only accepted if the interruption is greater than 30% of
the predefined interruption period.
5. The method according to claim 3 or 4, characterised in that the drive unit (48) is deactivated if the first operating element (28) has not been
actuated for a predefined period, which is preferably equal to the predefined interruption
period.
6. The method according to any of the preceding claims, characterised in that the first drive velocity is activated if the first operating element (28) is double
actuated while the second drive velocity is active.
7. The method according to any of the preceding claims 1 to 5, characterised in that a third drive velocity is activated if the first operating element (28) is double
actuated while the second drive velocity is active.
8. The method according to any of the preceding claims, characterised in that a second operating element is envisaged, the enabling of the drive unit (48) occurs
upon actuation of a second operating element, the drive unit (48) is activated with
a first drive velocity in the case of single actuation of the first operating element
(28) and the drive unit (48) is activated with a second drive velocity in the case
of double actuation of the first operating element (28), wherein the drive unit (48)
can only be activated if the second operating element is actuated, and wherein the
drive unit (48) is deactivated if the second operating element is not actuated.
9. The method according to claim 8, characterised in that, in the case of further double actuations of the first operating element (28) the
drive unit (48) is activated at an increased drive velocity each time until the maximum
drive velocity of the drive unit (48) is reached.
10. The method according to one of claims 8 or 9, characterised in that a braking unit is activated additionally in the case of a deactivation of the drive
unit (48).
11. A device for operating a mobile operating table, which comprises a patient support
surface (31), an operating table column (40) and an operating table column base (41),
wherein the operating table (30) comprises rollers and a drive unit (48) for displacing
the operating table (30),
with a first operating element (28) through actuation of which a control unit in the
device activates the drive unit (48), characterised in that
the control unit activates the drive unit (48) with a first drive velocity in the
case of single actuation on the first operating element (28), and the control unit
activates the drive unit (48) with a second drive velocity in the case of double actuation
of the operating element (28).
1. Procédé de commande d'une table d'opération mobile, qui comporte une surface d'appui
de patient (31), une colonne de table d'opération (40) et un pied de colonne de table
d'opération (41), dans lequel la table d'opération (30) présente des roulettes (50
à 56) et une unité d'entraînement de roulement (48) pour le déplacement de la table
d'opération (30),
pour lequel l'unité d'entraînement de roulement (48) est activée par actionnement
d'un premier élément de commande (28) associé à l'unité d'entraînement de roulement
(48), caractérisé
en ce que l'unité d'entraînement de roulement (48) est activée par un actionnement simple du
premier élément de commande (28) à une première vitesse d'entraînement, et
en ce que l'unité d'entraînement de roulement (48) est activée par un double actionnement du
premier élément de commande (28) à une seconde vitesse d'actionnement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse d'entraînement de l'unité d'entraînement de roulement (48) est modifiée
par le double actionnement de la première vitesse d'entraînement à la seconde vitesse
d'entraînement.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le double actionnement est effectué par une interruption de l'actionnement du premier
élément de commande (28) si l'interruption est inférieure à une période d'interruption
préréglée.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le double actionnement n'est accepté que si l'interruption est supérieure à 30 %
de la période d'interruption préréglée.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement de roulement (48) est désactivée si le premier élément de
commande (28) n'a pas été actionné pour une période préréglée qui est de préférence
égale à la période d'interruption préréglée.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en cas de double actionnement du premier élément de commande (28) en cas de seconde
vitesse d'entraînement activée, la première vitesse d'entraînement est activée.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'en cas de double actionnement du premier élément de commande (28) en cas de seconde
vitesse d'entraînement activée, une troisième vitesse d'entraînement est activée.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un second élément de commande est prévu, en ce que lors de l'actionnement d'un second élément de commande, une libération de l'unité
d'entraînement de roulement (48) est effectuée, en ce qu'en cas d'actionnement simple du premier élément de commande (28), l'unité d'entraînement
de roulement (48) est activée à la première vitesse d'entraînement et en ce qu'en cas de double actionnement du premier élément de commande (28), l'unité d'entraînement
de roulement (48) est activée à la seconde vitesse d'entraînement, dans lequel l'unité
d'entraînement de roulement (48) ne peut être activée que si le second élément de
commande est actionné, et dans lequel l'unité d'entraînement de roulement (48) est
désactivée si le second élément de commande n'est pas actionné.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'en cas d'autres actionnements doubles du premier élément de commande (28), l'unité
d'entraînement de roulement (48) est activée respectivement à une vitesse d'entraînement
supérieure jusqu'à ce que la vitesse d'entraînement maximale de l'unité d'entraînement
de roulement (48) soit atteinte.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce qu'en cas de désactivation de l'unité d'entraînement de roulement (48), une unité de
freinage est en outre activée.
11. Dispositif de commande d'une table d'opération mobile qui présente une surface d'appui
de patient (31), une colonne de table d'opération (40) et un pied de colonne de table
d'opération (41), dans lequel la table d'opération (30) présente des roulettes et
une unité d'entraînement de roulement (48) pour le déplacement de la table d'opération
(30),
avec un premier élément de commande (28), par l'actionnement duquel une unité de commande
du dispositif active l'unité d'entraînement de roulement (48), caractérisé
en ce que l'unité de commande active l'unité d'entraînement de roulement (48) par un simple
actionnement du premier élément de commande (28) à une première vitesse d'entraînement,
et
en ce que l'unité de commande active l'unité d'entraînement de roulement (48) par un double
actionnement d'un élément de commande (28) à une seconde vitesse d'entraînement.
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