[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Transportvorrichtung, insbesondere für den Transport
von Kühlblöcken in einer Raupengiessmaschine gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Transportvorrichtungen mit endlosen Bändern oder Ketten werden in der Technik häufig
als Fördervorrichtungen eingesetzt. Eine weitere Anwendung solcher Transportvorrichtungen
findet sich in der Giessereitechnik, wo beispielsweise die Rollglieder der Vorrichtung
einen Rollgliedkörper mit einem oder mehreren Kühlblöcken umfassen können, so dass
die Rollglieder die Kühlelemente einer Giessraupe bilden.
[0003] Giessvorrichtungen dieser Art sind als sogenannte Raupengiessmaschinen bekannt und
werden nach amerikanischer Terminologie "Machine with Caterpillar-Mold" und auch "Block-Caster"
genannt.
[0004] Mittels eines Antriebes zirkulieren die Blöcke als endlose Raupen um einen Maschinenkörper,
wobei eine Bauart zwei einander gegenüberliegende Maschinenkörper aufweist, welche
so positioniert sind, dass die Distanz zwischen den in der Giessform einander zugewandten
Wänden, unter Berücksichtigung der Schrumpfung der Schmelze bei deren Erstarrung,
der Dicke des zu giessenden Stranges entspricht.
[0005] Eine andere Bauart unterscheidet sich dadurch, dass die Maschine nur einen von einer
Raupe umfahrenen Maschinenkörper aufweist, wobei die Schmelze auf die Raupe gegossen
wird, und auf dieser fortlaufend zu einem Strang erstarrt. Der erstarrende Strang
wird dabei vorzugsweise mit einem Schutzgas bedeckt, um eine unzulässige Oxydation
auf der freien Oberseite der erstarrenden Schmelze zu verhindern.
[0007] Um die Reibung zwischen dem erstarrenden Giessgut und der Giessform möglichst gering
zu halten, bewegen sich die Blöcke mit dem entstehenden Strang mit gleicher Geschwindigkeit
bis an das Ende der Giessform, wo sie sich vom Strang abheben und beispielsweise über
Kettenräder oder bogenförmige Laufbahnen auf die Rückseite des Maschinenkörpers und
nach einer nochmaligen Umlenkung wieder an den Eintritt der Giessform geführt werden.
[0008] Eine Giessmaschine, deren Kühlelemente auf den geraden Abschnitten der Giessraupen
die Wand einer Giessform bilden, ist aus der
WO 2005/068108 LAMEC bekannt. Diese bekannte Giessmaschine umfasst zwei Giessraupen, wobei jede
der zwei Giessraupen eine Wand der Giessform bildet und jede Giessraupe aus einer
Vielzahl von endlos miteinander verbundenen Kühlblöcken besteht. Die Kühlblöcke sind
auf Tragelementen montiert, welche auf Ketten aufgesetzt werden und somit wie Glieder
einer Kette gelenkig miteinander verbunden sind. Dabei werden die Tragelemente mit
den Kühlblöcken mittels stationärer Magnete dort auf den Ketten gehalten, wo sie wegen
der Schwerkraft herunterfallen würden. Die Kettenglieder sind an ihren Verbindungsstellen
mit Rollen versehen, welche auf Führungsbahnen abrollen. Diese bekannte Giessmaschine
weist jedoch den Nachteil auf, dass insbesondere durch die aufgrund des Raupenantriebs
unter Last stehenden Kettengelenke erhebliche Reibungsverluste verursacht werden.
[0009] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Transportvorrichtung zu schaffen, deren Rollelemente einen reibungsarmen, ungestörten
Lauf auf der gesamten Umlaufbahn und insbesondere auf den Umlenkbogen und in den Übergängen
zwischen geraden Strecken und Umlenkbogen ermöglicht.
[0010] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit einer Transportvorrichtung, welche die
Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
[0011] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass:
- da jedes Rollelement mittels Rollen individuell in den Führungsbahnen auf der Umlaufbahn
geführt wird und somit durch die Schwerkraft nicht von den Führungsbahnen herunterfallen
kann, müssen die Rollelemente in Richtung der Zirkulationsbewegung nicht aneinander
gekoppelt sein. Dadurch wird ein reibungsarmer, ungestörter Lauf der Rollelemente
auf der Umlaufbahn, insbesondere in den Übergängen und auf den Umlenkbögen ermöglicht;
und
- die abgehobenen Rollelemente können auf speziell für die Aufnahme der Rollträger konzipierten
Ablagestellen abgelegt oder gestapelt werden, ohne dass sie kippen.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können wie folgt kommentiert werden:
[0013] In einer speziellen Ausführungsform sind die Rollelemente in Richtung der Zirkulationsbewegung
relativ zueinander lose. Dadurch ist der Vorteil erreichbar, dass das Aufbringen und
Entfernen der Rollelemente einzeln oder in Verbänden geschehen kann, ohne dass zwischen
den einzelnen Rollelementen Verbindungen gelöst werden müssen, weil die in der Umlaufbahn
aufeinander folgenden Rollelemente nicht wie die Glieder einer Kette zusammengekoppelt
sind. Insbesondere bei einer Verwendung der Transportvorrichtung in Raupengiessmaschinen
können die als Kühlelemente ausgebildeten Rollelemente somit mit minimalem Zeitaufwand
auf der Maschine platziert und entfernt werden.
[0014] In einer anderen Ausführungsform sind im Bereich des ersten Endes und/oder im Bereich
des zweiten Endes der Rollelementkörper Gelenkauflager angeordnet, wobei je mindestens
zwei Rollen an einem Gelenkauflager befestigt sind.
Vorzugsweise sind die Gelenkauflager mittels Gelenkachsen am Rollelementkörper drehbar
befestigt, wobei die Gelenkachsen senkrecht zu einer durch die Umlaufbahn U definierten
Mittelebene der Transportvorrichtung angeordnet sind.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform umfassen die Rollen je eine Rollenachse, wobei
die Rollenachsen fest am Rollelementkörper befestigt sind.
[0016] In einer anderen Ausführungsform weisen die Rollelementkörper in Zirkulationsrichtung
gemessen je eine maximale Länge "L" auf und unmittelbar benachbarte Rollelemente sind
auf der ersten und zweiten Führungsbahn so positionierbar, dass die geometrischen
Achsen der Rollenachsen oder der Gelenkachsen der im Bereich der ersten Enden angeordneten
Rollen oder Gelenkauflager zweier benachbarter Rollelemente im Wesentlichen auf einen
Abstand bringbar sind, welcher der maximalen Länge "L" entspricht.
[0017] In wiederum einer anderen Ausführungsform liegen die geometrischen Achsen der Rollenachsen
oder der Gelenkachsen der im Bereich der ersten Enden angeordneten Rollen oder Gelenkauflager
in einer zur Richtung der Zirkulationsbewegung orthogonalen Ebene, welche durch das
erste Ende des jeweiligen Rollelementkörpers definiert wird.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform liegen die geometrischen Achsen der Rollenachsen
oder der Gelenkachsen der im Bereich der zweiten Enden angeordneten Rollen oder Gelenkauflager
in einer zur Richtung der Zirkulationsbewegung orthogonalen Ebene, welche zu der durch
die ersten Enden des jeweiligen Rollelementkörpers definierten Ebene einen Abstand
aufweist, welcher im Wesentlichen gleich oder grösser als die Länge "L" ist. Dadurch
ist der Vorteil erreichbar, dass der Achsabstand im Wesentlichen der in der Zirkulationsrichtung
gemessenen Kühlblocklänge entspricht, wodurch ein kinematisch optimaler Lauf der Kühlelemente
auf der gesamten Umlaufbahn ermöglicht wird.
[0019] Vorzugsweise sind die geometrischen Achsen der Rollenachsen oder der Gelenkachsen,
welche an den einander zugewandten ersten und zweiten Enden zweier in Richtung der
Zirkulationsbewegung benachbarter Rollelemente angeordnet sind, im Wesentlichen koaxial.
Die koaxiale Anordnung der geometrischen Achsen der an den einander zugewandten Enden
der Rollelemente angeordneten Rollen zweier benachbarter Rollelemente zusammen mit
der Geometrie der Führungsbahnen ergibt einen kinematisch optimalen Lauf der Rollelemente
über die Umlaufbahn U. Insbesondere bei einer Verwendung der Transportvorrichtung
in Raupengiessmaschinen dringen die Kanten der Kühlblöcke beim Übergang auf die Umlenkbögen
nicht in die Giessebene ein.
[0020] In einer anderen Ausführungsform umfasst jeder Rollelementkörper mindestens einen
Kühlblock, so dass eine Giessraupe gebildet wird, welche als Wand einer Giessform
geeignet ist. Die Kühlblöcke können dabei entsprechend den erforderlichen Betriebsbedingungen
aus antimagnetischem oder ferromagnetischem Material, vorzugsweise Kupfer oder Aluminium,
wie auch Gusseisen oder Stahl bestehen.
[0021] In wiederum einer anderen Ausführungsform weisen die Kühlblöcke eine den Rollen zugewandte
Unterseite und gegenüberliegend eine ebene Kühlfläche auf und die beiden parallelen
die geometrischen Achsen der Rollenachsen oder der Gelenkachsen enthaltenden Ebenen
stehen senkrecht zur Kühlfläche. Im Falle von gekrümmten Kühlblockflanken werden die
zwei Ebenen durch die senkrecht zur Kühlfläche stehenden Lote der in der Giessebene
liegenden Kanten der Kühlblöcke definiert.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform umfasst jedes Rollelement mindestens vier Rollen,
wobei je zwei Rollen am ersten und zweiten Ende jedes Rollelementkörpers angeordnet
sind, und wobei die am ersten Ende angeordneten Rollen gegenüber den am zweiten Ende
angeordneten Rollen orthogonal zur Mittelebene versetzt sind. Damit ist der Vorteil
erreichbar, dass die hinteren Rollen eines Kühlelements in lateraler Richtung gegenüber
den vorderen Rollen des benachbarten Kühlelements so versetzt sind, dass die Kühlelemente
in Fahrtrichtung (in Richtung der Zirkulationsbewegung) zusammengeschoben werden können,
bis sich die Flanken der Kühlelemente berühren. Vorzugsweise, weisen die zwei am ersten
Ende angeordneten Rollen einen Abstand A und die zwei am zweiten Ende angeordneten
Rollen einen Abstand B ≠ A zueinander auf, wobei die Abstände A und B so bemessen
sind, dass die zwei am ersten Ende angeordneten Rollen zwischen die zwei am zweiten
Ende angeordneten Rollen des benachbarten Rollelements passen. Damit ist der Vorteil
erreichbar, dass die geometrischen Achsen der am ersten Ende angeordneten Rollen eines
Kühlelements kolinear mit den geometrischen Achsen der am zweiten Ende angeordneten
Rollen des benachbarten Kühlelements liegen.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform weisen die Führungsbahnen mindestens auf einem
Teil der Umlaufbahn U, wo die Rollelemente wegen der Schwerkraft von den Führungsbahnen
herunterfallen würden, erste und zweite Rollenlaufflächen auf, welche einander gegenüberliegen.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform weisen die Führungsbahnen Umlenkbögen auf, wobei
die Führungsbahnen im Bereich der Umlenkbögen einander in radialer Richtung gegenüberliegend
erste und zweite Rollenlaufflächen umfassen, so dass die Rollen je nach Belastungsrichtung
auf der ersten oder zweiten Rollenlauffläche abrollen. Der Vorteil dieser Ausführungsform
liegt darin, dass die Kühlelemente infolge der Schwerkraft nicht von den Führungsbahnen
wegkippen oder von diesen herunterfallen können.
Vorzugsweise umfassen die Führungsbahnen je eine gegen die Mittelebene gerichtete
erste und/oder zweite Rollenlauffläche und eine von der Mittelebene weggerichtete
erste und/oder zweite Rollenlauffläche.
[0025] In einer anderen Ausführungsform sind die Rollelementkörper der Rollelemente als
Kühlblöcke ausgebildet sind und die Rollen sind an den Kühlblöcken befestigt.
In wiederum einer anderen Ausführungsform umfassen die Rollelementkörper der Rollelemente
einen Rollträger.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform sind auf jedem Rollträger senkrecht zur Mittelebene
mehrere Kühlblöcke angeordnet. Damit ist eine Minimierung der Einflüsse von Wärmedehnungen
und Beanspruchung von Kühlblöcken und Rollträgern (Transportträger) erreichbar, um
die Ebenheit des Giessteppichs sicherzustellen und den durch Wärmespannungen bedingten
Verschleiss der Maschinenelemente zu reduzieren. Naturgemäss tendieren die einseitig
mit Wärme beaufschlagten Maschinenelemente wie die Kühlblöcke und die darunter platzierten
Rollträger als Folge von Wärmedehnungen sich zu verbiegen. Um diesem Umstand entgegen
zu wirken wurden in der Vergangenheit die über die Breite der Giessform reichenden
balkenartigen Kühlblöcke auf sehr biegesteife Träger niedergespannt. In einer weiteren
Lösung werden die Kühlblöcke in relativ kleine Stücke (Kühlblocksegmente) unterteilt,
wie dies in der
US 3,570,586 beschrieben wird. Da in der zweiten oben angegebenen Lösung die Forderung nach einer
Biegesteifigkeit der Träger über die gesamte Breite der Giessfläche wegfällt, kann
die Giessebene auch lateral aus mit Rollen versehenen Kühlblocksegmenten oder einer
Anzahl von individuellen, mit Kühlblocksegmenten bestückten und mit Rollen versehenen
Kühlblockträgerelementen durch Aneinanderreihen derselben in der jeweils geforderten
Breite aufgebaut werden, wobei ihre wärmebedingten Verwerfungen als Folge ihrer relativ
kleinen lateralen Ausdehnung auch bei leichter Bauart in für den Giessprozess tolerierbaren
Grenzen gehalten werden. Die Rollträgerelemente können dabei einen oder mehrere Kühlblöcke
tragen. Rollträger und lückenlos lateral zusammen geschobene Kühlblöcke bilden so
die Breite der Giessebene. Neben dem Umstand, dass durch die Unterteilung der Rollträger
über die Breite der Giessebene in einzelne kurze Rollträgerelemente mögliche Verwerfungen
derselben minimiert werden, ist damit auch der modulare Aufbau der Giessbreite gegeben.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Antriebsvorrichtung mindestens ein
Mitnehmerrad.
Vorzugsweise umfassen die Führungsbahnen je zwei Umlenkbögen, wobei im Bereich jedes
Umlenkbogens auf beiden Seiten der Mittelebene je ein Mitnehmerrad angeordnet ist.
Dadurch ist der Vorteil erreichbar, dass in dem Bereich der Umlaufbahn, in dem die
Rollträger auf einer Geraden geführt sind, die Kühlblöcke sich an ihren Flanken berühren
und sich dabei auf ihrer Fahrt schieben.
[0028] In einer anderen Ausführungsform weisen die Rollen eines Rollelements, deren geometrischen
Achsen auf einer gemeinsamen Geraden liegen, oder die mechanischen Achsen dieser Rollen
senkrecht zur Mittelebene Fortsätze auf und die Mitnehmerräder weisen auf ihrer Peripherie
Vertiefungen auf, welche mit den Fortsätzen in Eingriff bringbar sind. Vorteilhaft
an dieser Ausführung ist, dass jeder Rollträger in jedem der beiden Umlenkbögen der
Führungsbahnen durch ein Mitnehmerrad einzeln angetrieben wird, so dass auf den geraden
Abschnitten der Führungsbahnen, wo die Mitnehmerräder nicht mit den Rollträgern im
Eingriff sind, der nacheilende Kühlblock den vorauseilenden Kühlblock an ihrer gemeinsamen
Berührungsfläche vorwärtsschiebt.
[0029] In einer anderen Ausführungsform umfasst jede Führungsbahn in einer zum lokalen Schwerkraftvektor
parallelen Vertikalrichtung betrachtet einen oberen und einen unteren Führungsbahnabschnitt,
wobei mindestens der obere Führungsbahnabschnitt nur eine oder mehrere erste Rollenlaufflächen
aufweist. Dadurch ist der Vorteil erreichbar, dass die Kühlelemente bei horizontal
angeordneten Giessraupen auf dem oberen geraden Führungsbahnabschnitt, respektive
bei vertikal angeordneten Giessraupen auf dem oberen Umlenkbogen einzeln oder in Verbänden
von den Führungsbahnen abgehoben oder auf diese aufgebracht werden können. In diesem
Bereich der Umlaufbahn wo die Rollträger naturgemäss infolge der Schwerkraft nicht
von den Schienen kippen oder fallen bedürfen die Führungsbahnen keiner entgegenhaltenden
Rollenlauffläche.
[0030] In wiederum einer anderen Ausführungsform umfasst jede Führungsbahn einen Umlenkbogen,
welcher in einer zur Schwerkraft parallelen Vertikalrichtung im oberen Bereich eine
erste Öffnung in der gegen die Mittelebene gerichteten zweiten Rollenlauffläche und
eine zweite Öffnung in der von der Mittelebene weggerichteten zweiten Rollenlauffläche
aufweist, wobei der Abstand zwischen der ersten Öffnung und der zweiten Öffnung in
Richtung der Zirkulationsbewegung der Rollelemente gemessen dem in Richtung der Zirkulationsbewegung
gemessenen Abstand der geometrischen Achsen der an einem Rollelement angeordneten
Rollen entspricht. Die Rollen des sich in diesem Bereich des Umlenkbogens befindenden
Kühlelements können somit durch die Öffnungen durchgeführt werden, so dass das Kühlelement
von der Führungsbahn entfernt oder in diese eingeführt werden kann. Damit wird ein
einfaches Entfernen oder Anbringen der Kühlelemente ermöglicht.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform hat die Transportvorrichtung eine Längsachse und
die Führungsbahnen sind in Richtung dieser Längsachse teleskopierbar, so dass zwischen
benachbarten Rollelementen ein Zwischenraum herstellbar ist, welcher die Entfernung
eines Rollelements von den Führungsbahnen ermöglicht.
Vorzugsweise weisen die Rollenlaufflächen jeder Führungsbahn relativ zueinander verschiebbare
erste und zweite Abschnitte auf, die sich in Richtung der Zirkulationsbewegung überlappen.
[0032] In einer anderen Ausführungsform umfassen die Führungsbahnen je einen drehbar gelagerten
Umlenkbogen, wobei die drehbar gelagerten Umlenkbogen zur Mittelebene symmetrisch
angeordnet sind und um eine zur Mittelebene orthogonale Drehachse drehbar sind.
[0033] Vorzugsweise verbindet die Drehachse die Kanten der zweiten Rollenlaufflächen an
der Verbindungsstelle zwischen den drehbar gelagerten Umlenkbögen und den daran angrenzenden
unteren geraden Führungsbahnabschnitten.
[0034] In einer weiteren Ausführungsform ist im Bereich der Umlenkbogen der Führungsbahnen
je ein Mitnehmerrad auf jeder Seite der Mittelebene rotativ starr auf einer Antriebsachse
befestigt, wobei je eine Antriebsachse koaxial zu einer geometrischen Achse der Umlenkbögen
angeordnet ist. Damit ist der Vorteil erreichbar, dass die Kühlelemente im Bereich
der Umlenkbögen individuell durch die Mitnehmerräder angetrieben und daher nicht in
Richtung der Zirkulationsbewegung zusammengepresst werden.
[0035] In einer anderen Ausführungsform sind die Rollelemente in Richtung der Zirkulationsbewegung
nicht aneinandergekoppelt.
[0036] Bevorzugt wird die erfindungsgemässe Transportvorrichtung als Giessraupe verwendet.
Insbesondere kann eine erfindungsgemässe Transportvorrichtung als Grundmodul einer
modular aufgebauten Giessraupe einer Giessmaschine verwendet werden. Dadurch ist der
Vorteil erreichbar, dass die Breite der Giessfläche durch Aneinanderreihen von konstruktiv
identischen Modulen lateral aufgebaut werden kann.
[0037] Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im Folgenden anhand der teilweise
schematischen Darstellungen mehrerer Ausführungsbeispiele noch näher erläutert.
[0038] Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung,
wobei je eine Transportvorrichtung ein Grundmodul einer Giessraupe einer Giessmaschine
bildet;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht mehrerer Rollelemente gemäss der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines als Kühlelement ausgebildeten Rollelements
gemäss einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Führungsbahnen gemäss einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemässen Transportvorrichtung;
Fig. 5 eine vergrösserte Darstellung des Details A in Fig. 4;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Moduls einer Giessraupe gemäss der in Fig.
1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung;
Fig. 7 eine perspektivische Explosionsdarstellung einer drei Module umfassenden Giessraupe
gemäss der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung;
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines Moduls einer Giessraupe gemäss der in Fig.
1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung mit teilweise
entfernten Kühlblöcken und zwei gekippten Rollträgern;
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht eines Moduls einer Giessraupe gemäss wiederum
einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung;
Fig. 10 eine vergrösserte Darstellung des Details C in Fig. 9;
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht der Führungsbahnen einer Giessraupe gemäss nochmals
einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung mit geschlossenen
Führungsbahnen;
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht der Führungsbahnen der Giessraupe gemäss der
in Fig. 11 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemässen Transportvorrichtung
mit geöffneten Führungsbahnen; und
Fig. 13 eine Seitenansicht eines Rollelements gemäss einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemässen Transportvorrichtung.
[0039] Die erfindungsgemässe Transportvorrichtung 1 wird hier beispielhaft in ihrer Verwendung
in einer Raupengiessmaschine beschrieben. In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
ist die Transportvorrichtung 1 mit Rollelementen 4 ausgestattet, deren Rollelementkörper
34 beispielhaft einen Kühlblock 5 umfasst, so dass die Rollelemente 4 die Kühlelemente
40 einer Giessraupe 2, 3 bilden. Die als Kühlelemente 40 ausgebildeten Rollelemente
4 bilden auf den geraden Abschnitten der Giessraupen 2, 3 die Wand einer Giessform.
Ferner umfasst die Transportvorrichtung 1 eine Antriebsvorrichtung 33, welche Mitnehmerräder
23 zum Bewegen der Rollelemente 4 aufweist.
[0040] Die in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsform umfasst zwei Giessraupen 2, 3, welche
horizontal und übereinander angeordnet sind. Alternativ sind auch Giessmaschinen herstellbar,
deren Giessraupen 2, 3 vertikal oder geneigt angeordnet sind. Jede der beiden Giessraupen
2, 3 umfasst beispielhaft sechs nebeneinander angeordnete Transportvorrichtungen 1,
wobei jede Transportvorrichtung 1 ein Grundmodul 32 einer modular aufgebauten Giessmaschine
bildet. Jede Transportvorrichtung 1 umfasst zwei Führungsbahnen 20, die sich über
eine ovale Umlaufbahn U erstrecken und die symmetrisch zu einer Mittelebene 9 angeordnet
sind. Auf den Führungsbahnen 20 zirkulieren mehrere Rollelemente 4 raupenartig. Jedes
Rollelement 4 umfasst einen Rollelementkörper 34, welcher in Richtung der Zirkulationsbewegung
ein erstes Ende 35 und ein zweites Ende 36 aufweist. Ferner sind an jedem Rollelement
4 beispielhaft vier Rollen 10 angebracht. Die Rollelemente 4 sind in Richtung der
Zirkulationsbewegung lose zueinander angeordnet, d.h. nicht aneinandergekoppelt. Die
Zirkulationsbewegung der Rollelemente 4 auf der Umlaufbahn U kann im Uhrzeigersinn
oder im Gegenuhrzeigersinn erfolgen, wobei die Rollelemente 4 auf der ersten und zweiten
Giessraupe 2, 3 mit gegenläufigem Richtungssinn zirkulieren.
[0041] In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform sind die Kühlblöcke 5 auf individuellen,
d.h. nicht zusammengekoppelten Transportträgern fixiert, die mit Rollen 10 versehen
sind und im Weiteren als Rollträger 6 bezeichnet werden. Die Rollen 10 laufen auf
und in Führungen, welche als Führungsbahnen 20 ausgebildet sind, sodass sich die Rollträger
6 und die darauf fixierten Kühlblöcke 5 geführt und reibungsarm auf der Umlaufbahn
U bewegen. Die Kühlblöcke 5 können beispielsweise mittels Schraubverbindungen auf
den Rollträgern 6 lösbar befestigt sein. Alternativ können die Kühlblöcke 5 selbst
mit Rollen 10 versehen sein (Fig. 3), so dass keine separaten Rollträger 6 benötigt
werden.
[0042] Um einen gleichmässigen ungestörten Lauf der Kühlblöcke 5 zu gewährleisten, werden
die an jedem Rollträger 6 angebrachten Rollen 10 in Fahrrichtung gesehen derart angeordnet,
dass ihre geometrischen Achsen auf zwei parallelen Geraden 11a, 11b liegen. Dabei
sind die erste Gerade 11a im Bereich des ersten Endes 35 eines Rollelementkörpers
34 und die zweite Gerade 11b im Bereich des zweiten Endes 36 angeordnet. Vorzugsweise
liegen je eine Gerade 11a, 11b in einer Ebene, welche durch die ersten und zweiten
Enden 35, 36 jedes Kühlblocks 5 definiert werden. Die Kühlblöcke 5 weisen eine den
Rollen 10 zugewandte Unterseite und gegenüberliegend eine ebene Kühlfläche 37 auf
(Fig. 2). Bei quaderförmigen Kühlblöcken 37 liegen daher die erste Gerade 11a in der
durch die vordere Kühlblockflanke 7 definierten Ebene und die zweite Gerade 11b in
der durch die hintere Kühlblockflanke 8 definierten Ebene. Bei sich gegen die Rollen
10 verjüngenden Kühlblöcken 5 werden die beiden Ebenen durch die die Kühlfläche 37
eines Kühlblocks 5 in der Zirkulationsrichtung begrenzenden Kanten und die jeweiligen
Lote zur Kühlfläche 37 definiert.
[0043] Der Achsabstand der Rollen 10 entspricht also just der in der Richtung der Zirkulationsbewegung
gemessenen Kühlblocklänge. Im Weiteren werden die am zweiten Ende 36 angeordneten
Rollen 10 der Rollträger 6 in axialer (laterale Richtung) zur Giessmaschine 1 so versetzt
gegenüber den am ersten Ende 35 angeordneten Rollen 10 der Rollträger 6 angebracht,
dass die Rollträger 6 in Fahrtrichtung zusammengeschoben werden können bis die Flanken
der Kühlblöcke 5 sich berühren und damit die zweite Gerade 11b, auf welcher die geometrischen
Achsen der am zweiten Ende 36 angeordneten Rollen 10 eines Rollträgers 6 liegen, sich
mit derjenigen ersten Geraden 11a deckt, auf welcher die geometrischen Achsen der
am ersten Ende 35 angeordneten Rollen 10 des benachbarten Rollträgers 6 liegen. Jede
Rolle 10 eines Rollträgers 6 bewegt sich auf einer eigenen Führungsbahn. Diese Anordnung
zusammen mit der Führungsbahngeometrie ergibt einen kinematisch optimalen Lauf der
Kühlblöcke 5 über die Umlaufbahn U. Jeder Rollträger 6 weist auf einer Geraden 11a,
11b die geometrische Achse mindestens einer Rolle 10 auf.
[0044] In einer weiteren Ausführungsform (Fig. 13) sind die Rollelemente 4 derart ausgebildet,
dass im Bereich des ersten Endes 35 und im Bereich des zweiten Endes 36 der Rollelementkörper
34 Gelenkauflager 41 angeordnet sind und je mindestens zwei Rollen 10 an den Gelenkauflagern
41 befestigt sind. Die Gelenkauflager 41 sind mittels Gelenkachsen 42 am Rollelementkörper
34 drehbar befestigt, wobei die Gelenkachsen 42 senkrecht zu einer durch die Umlaufbahn
U definierten Mittelebene 9 (Fig. 1) der Transportvorrichtung angeordnet sind. Die
geometrischen Achsen der Gelenkachsen 42 der im Bereich der ersten Enden 35 angeordneten
Gelenkauflager 41 liegen je in einer zur Richtung der Zirkulationsbewegung orthogonalen
ersten Ebene, welche durch das erste Ende 35 des jeweiligen Rollelementkörpers 34
definiert wird. Die geometrischen Achsen der Gelenkachsen 42 der im Bereich der zweiten
Enden 36 angeordneten Gelenkauflager 41 liegen je in einer zur Richtung der Zirkulationsbewegung
orthogonalen zweiten Ebene, welche zu der ersten durch das erste Ende 35 des jeweiligen
Rollelementkörpers 34 definierten Ebene einen Abstand aufweist, welcher hier beispielsweise
gleich der maximalen Länge "L" des Rollelementkörpers 34 ist. Auch hier entspricht
der Achsabstand der Gelenkachsen 42 im Wesentlichen der in der Zirkulationsrichtung
gemessenen Kühlblocklänge L, wodurch ein kinematisch optimaler Lauf der Rollelemente
4 auf der gesamten Umlaufbahn ermöglicht wird.
[0045] Wie in den Fig. 4 und 5 ersichtlich sind die als Führungsbahnen 20 ausgebildeten
Rollenführungen in den Bereichen der Umlenkbögen 21, wo die Rollträger 6 als Folge
der Schwerkraft von ihnen wegkippen und abfallen würden so ausgestaltet, dass sie
einander gegenüberliegende erste und zweite Rollenlaufflächen 12a, 12b aufweisen deren
Abstand so toleriert ist, dass die Rollen 10 je nach Belastungsrichtung auf der ersten
oder zweiten Rollenlauffläche 12a, 12b zur Berührung kommen und auf ihr abrollen.
[0046] Führungsbahnen 20, die diese Bedingungen erfüllen sind vorzugsweise als profilierte
Schienen gestaltet. Die Paare von Rollen 10, deren geometrische Achsen auf der gleichen
Geraden 11a, 11b sitzen werden einander gegenüber versetzt angebracht und laufen auf
zueinander parallel angeordneten ersten oder zweiten Rollenlaufflächen 12a, 12b. Die
Führungsbahnen 20 können auf einer oder mehreren Profilschienen ausgebildet sein.
In der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform umfasst jede der zwei parallelen Führungsbahnen
20 eine separate Profilschiene und je eine gegen die Mittelebene 9 gerichtete erste
und/oder zweite Rollenlauffläche 12a, 12b und eine von der Mittelebene 9 weggerichtete
erste und/oder zweite Rollenlauffläche 12a, 12b umfassen. Geeignet profilierte Schienen
sind: U Profil für jede Rollbahn, U-Profil mit zwei nebeneinander liegenden Laufbahnen,
Doppel-T Profil mit jeweils einer Rollenlauffläche 12a, 12b links und einer rechts
des Mittelsteges. Jede Führungsbahn 20 umfasst somit je mindestens eine Rollenlauffläche
12a, 12b für die am ersten Ende 35 eines Rollelementkörpers 34 angeordneten Rollen
10 und für die bezüglich der Mittelebene 9 versetzt am zweiten Ende 36 desselben Rollelementkörpers
34 angeordneten Rollen 10. Alternativ kann eine Profilschiene beide der zwei parallelen
Führungsbahnen 20 umfassen. Dazu eignen sich beispielsweise Profilschienen, welche
als Doppel-L Profil, Doppel-U Profil oder auch Doppel-T Profil ausgebildet sind.
[0047] Dabei weisen die zwei am ersten Ende 35 angeordneten Rollen 10 einen Abstand A (Fig.
3) zueinander auf und die zwei am zweiten Ende 36 angeordneten Rollen 10 weisen einen
Abstand B > A zueinander auf, wobei die Abstände A und B so bemessen sind, dass die
zwei am ersten Ende 35 angeordneten Rollen 10 zwischen die zwei am zweiten Ende 36
angeordneten Rollen 10 des benachbarten Kühlelements 40 passen.
[0048] Im Bereich der Umlenkbögen 21 der Führungsbahnen 20 sind Mitnehmerräder 23 angebracht
deren Drehachse mit der geometrischen Achse der Umlenkbögen 21 zusammenfällt. Je zwei
Mitnehmerräder 23 sind symmetrisch zur Mittelebene 9 rotativ starr auf einer Antriebsachse
25 befestigt, wobei je eine Antriebsachse 25 koaxial zur geometrischen Achse der Umlenkbögen
21 angeordnet ist. Die Rollenträger 6 weisen seitliche Fortsätze 14 an einer oder
mehrerer ihrer Rollen 10 oder Rollenachsen auf, die als Mitnehmer, beispielsweise
in Form von auf der entsprechenden Achse gelagerten Rollen in die Vertiefungen 24
der Mitnehmerräder 23 greifen, welche die Rollenträger 6 so mit ihren Kühlblöcken
5 antreiben.
[0049] Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, umfasst jede Führungsbahn 20 in einer zur Schwerkraft
parallelen Vertikalrichtung betrachtet, einen oberen und einen unteren geraden Führungsbahnabschnitt
27a, 27b, wobei der obere gerade Führungsbahnabschnitt 27a in der Vertikalrichtung
auf gleicher Höhe bezüglich der Mittelebene 9 nebeneinander angeordnet eine gegen
die Mittelebene 9 gerichtete erste Rollenlauffläche 12a und eine von der Mittelebene
9 weggerichtete erste Rollenlauffläche 12a aufweisen kann. Dabei weisen die nebeneinander
angeordneten ersten Rollenlaufflächen 12a nur an einer Führungsbahn 20 einen mit einer
Seitenführung 44 (Fig. 5) versehenen Führungsbahnabschnitt 27a auf, so dass sich die
Kühlelemente 40 im Bereich der Giessform quer zur Mittelebene 9 ausdehnen können.
[0050] Das Aufbringen und Entfernen der Kühlblöcke 5 zusammen mit den Rollträgern 6 kann
einzeln oder in Verbänden erfolgen. Dies geschieht im Bereich der Umlaufbahn wo die
Rollträger 6 naturgemäss infolge der Schwerkraft nicht von den Führungsbahnen 20 kippen
oder fallen und keiner entgegenhaltenden zweiten Rollenlauffläche 12b bedürfen.
[0051] Eine Erschwernis allerdings ergibt sich aus der kinematischen Forderung, dass der
Abstand der die geometrischen Achsen der Rollen 10 enthaltenden Geraden 11a, 11b einer
Kühlblocklänge gleich gesetzt sind. Das erste Kühlelement 40, das herausgehoben werden
soll, bleibt an den Stellen zwischen den verbleibenden und dem zu entfernenden Kühlblock
5 hängen, weil die Rollen 10 des zu entfernenden Kühlelements 40 einen halben Durchmesser
unter die Kühlblöcke 5 der verbleibenden Kühlelemente 40 ragen. Die Entfernung eines
ersten Kühlelements 40 kann gemäss einem der folgenden Verfahren durchgeführt werden:
- 1) Im Falle dass die Kühlblöcke 5 auf Rollträgern 6 (Fig. 2) fixiert sind, genügt
es auf zwei bis drei aufeinander folgenden Kühlelementen 40 die Kühlblöcke 5 zu entfernen,
worauf die Rollträger 6 gekippt, zusammengeschoben und herausgenommen werden können
(Fig. 8).
- 2) Im oberen Bereich des Umlenkbogens 21 (Fig. 4 und 5), wo die Kühlblöcke 5 auseinandergespreizt
vorliegen, wird im Bereich der sich höher befindenden Rolle 10 eine erste Öffnung
28 in der zweiten Rollenlauffläche 12b und im Bereich der sich weiter unten befindenden
Rolle 10 eine zweite Öffnung 29 in der zweiten Rollenlauffläche 12b von je mindestens
der Länge eines Rollendurchmessers geschaffen. Die Rollen 10 des entsprechenden Kühlelements
40 passen durch die ersten und zweiten Öffnungen 28, 29 der beiden Führungsbahnen
20 und ermöglichen die Entfernung des gesamten Kühlelements 40. In der in Fig. 4 und
5 dargestellten Ausführungsform sind die ersten Öffnungen 28 für die am zweiten Ende
36 angeordneten Rollen 10 mit dem kleineren Abstand A an den gegen die Mittelebene
9 gerichteten zweiten Rollenlaufflächen 12b und die zweiten Öffnungen 29 für die am
ersten Ende 35 angeordneten Rollen 10 mit dem grösseren Abstand B an den von der Mittelebene
9 weggerichteten zweiten Rollenlaufflächen 12b angeordnet. Falls die Rollelemente
4 umgekehrt angeordnet sind und die am ersten Ende 35 angeordneten Rollen 10 den kleineren
Abstand A aufweisen, sind die ersten und zweiten Öffnungen 28, 29 in vertauschter
Reihenfolge angeordnet.
- 3) Durch Öffnen und Auseinanderschieben von teleskopierbaren Führungsbahnen 20 in
Richtung der Längsachse 30 der Transportvorrichtung 1 entsteht eine Lücke im Reihenverband
der Kühlelemente 40. Entspricht das Ausmass der Lücke mindestens dem Durchmesser einer
Rolle 10, so können die Rollen 10 genügend weit unter ihren Nachbar-Kühlelementen
40 hervorgeschoben werden, sodass beim Herausheben ein Verhaken der Rollen 10 mit
den Nachbar-Kühlelementen 40 vermieden wird.
Die Trennung der Führungsbahnen 20 kann in den geraden Führungsabschitten 27a, 27b
(Fig. 9 und 10) angeordnet sein. Die Rollenlaufflächen 12a, 12b jeder Führungsbahn
20 weisen in Richtung der Längsachse 30 der Transportvorrichtung 1 relativ zueinander
verschiebbare erste und zweite Abschnitte 38, 39 auf, so dass sich die ersten und
zweiten Abschnitte 38, 39 der Rollenlaufflächen 12a, 12b in Richtung der Zirkulationsbewegung
überlappen. Die Rollen 10 der Rollelemente 4 liegen dann bei in Richtung der Längsachse
30 der Transportvorrichtung 1 auseinandergeschobenen Führungsbahnen 20 im Bereich
der Trennstelle der Führungsbahnen 20 auf einem der ersten oder zweiten Abschnitte
38, 39 der Rollenlaufflächen 12a, 12b auf.
Alternativ kann die Übergangsstelle zwischen geraden Führungsbahnabschnitten 27a,
27b und Umlenkbogen 21 durch Wegrücken eines Umlenkbogens 21 entsprechend weit geöffnet
werden um die gewünschte Lücke zu schaffen. Dabei können die Umlenkbogen 21 translativ
von den geraden Führungsbahnabschnitten 27a, 27b weggerückt werden,
oder
die Umlenkbögen 21 können an einer Drehachse 31 drehbar gelagert sein (Fig. 11 und
12), die die Punkte verbindet in denen die zweiten Rollenlaufflächen 12b der Umlenkbögen
21 sich mit den unteren zweiten Rollenlaufflächen 12b der geraden Führungsbahnabschnitte
27b treffen. Durch Wegkippen der Umlenkbögen 21 um einen entsprechenden Winkel entsteht
die gewünschte Bahnlücke an der oberen Verbindungsstelle, d.h. dort wo die oberen
geraden Führungsbahnabschnitte 27a auf die abwärts führenden Umlenkbögen 21 treffen.
Da sich die Drehachse in der Verbindungsstelle der zweiten Rollenlaufflächen 12b zwischen
den Umlenkbogen 21 und den unteren geraden Führungsbahnabschnitten 27b befindet, bleiben
beim Kippen die unteren Führungsbahnverbindungen lückenlos erhalten, so dass keine
Kühlelemente 40 von den Führungsbahnen 20 herunterfallen können.
[0052] Die Bedürfnisse in Bezug auf die Breite der zu giessenden Erzeugnisse sind variabel
und reichen von unter 200 mm bis über 2 m. Der modulartige Aufbau der Giessmaschinen,
die den verschiedenen jeweiligen Erfordernissen in Bezug auf die Giessproduktebreite
entsprechen, vereinfacht sowohl die Konstruktion, Montage und Lagerhaltung von Ersatzteilen
und schafft gleiche Funktionalität der Mechanik und Betriebsbedingungen über die ganze
Breite der Giessebene. Um Giessmaschinen verschiedener Breiten aufzustellen, wird
ein Grundmodul 32 (Fig. 6 und 7) so konzipiert, dass durch laterales Aneinanderreihen
Giessmaschinen mit verschiedenen Giessbreiten geschaffen werden.
[0053] Ein Grundmodul 32 (Fig. 6) zeichnet sich dadurch aus, dass es in der Breite ein mit
Rollen 10 versehenes Kühlelement 40, beispielsweise einen mit einem oder mehreren
Kühlblocken 5 versehenen Rollträger 6, Umlenkbögen 21 und gerade Führungsbahnabschnitte
27a, 27b mit der Anzahl Rollenlaufflächen 12a, 12b umfasst, die der Anzahl Rollen
10 des Kühlelements 40 entspricht. Rechts und links der äussersten Umlenkbogen-Führungen
sind je ein Mitnehmerrad 23 konzentrisch mit den Umlenkbogen-Führungen angeordnet.
Die Mitnehmervertiefungen 24 sind dabei parallel zu den Achsen der Umlenkbogen-Führungen
ausgerichtet. Umlenkbogen-Führungen und Mitnehmerräder 23 weisen im Bereich ihrer
Achsen eine Öffnung auf, durch die eine Antriebswelle 25 geschoben werden kann, deren
Länge so bemessen ist, dass sie die Giessbreite bestimmende Anzahl Grundmodule 32
aufnehmen kann. Eine konzentrische und schlüssige Verbindung der Antriebswelle 25
mit den Mitnehmerrädern 23 sorgt für deren Antrieb. Die Mitnehmerräder 23 treiben
ihrerseits die Rollträger 6 und Kühlblöcke 5 auf ihrer Umlaufbahn an.
1. Transportvorrichtung, insbesondere für den Transport von Kühlblöcken (5) in einer
Raupengiessmaschine, wobei die Transportvorrichtung umfasst:
eine Vielzahl von Rollelementen (4), welche endlos auf einer Umlaufbahn U raupenartig
zirkulieren und durch eine Antriebsvorrichtung (33) antreibbar sind;
mindestens zwei parallele Führungsbahnen (20), welche je eine oder mehrere Rollenlaufflächen
(12a, 12b) umfassen und sich je über die gesamte Umlaufbahn U erstrecken; wobei
jedes Rollelement (4) einen Rollelementkörper (34) umfasst, weicher in Zirkulationsrichtung
ein erstes Ende (35) und ein zweites Ende (36) aufweist; und
jedes Rollelement (4) im Bereich des ersten Endes (35) und im Bereich des zweiten
Endes (36) je mindestens eine Rolle (10) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die im Bereich des ersten Endes (35) der Rollelementkörper (34) angeordneten Rollen
(10) auf gegenüber den im Bereich des zweiten Endes (36) der Rollelementkörper (34)
angeordneten Rollen (10) unterschiedlichen Rollenlaufflächen (12a, 12b) abrollen.
2. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollelemente (4) in Richtung der Zirkulationsbewegung nicht aneinandergekoppelt
und somit relativ zueinander lose sind.
3. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des ersten Endes (35) und/oder im Bereich des zweiten Endes (36) der Rollelementkörper
(34) Gelenkauflager (41) angeordnet sind und je mindestens zwei Rollen (10) an einem
Gelenkauflager (41) befestigt sind.
4. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkauflager (41) mittels Gelenkachsen (42) am Rollelementkörper (34) drehbar
befestigt sind, wobei die Gelenkachsen (42) senkrecht zu einer durch die Umlaufbahn
U definierten Mittelebene (9) der Transportvorrichtung angeordnet sind.
5. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (10) je eine Rollenachse (43) umfassen, wobei die Rollenachsen (43) fest
am Rollelementkörper (34) befestigt sind.
6. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollelementkörper (34) in Zirkulationsrichtung gemessen je eine maximale Länge
"L" aufweisen und unmittelbar benachbarte Rollelemente (4) auf der ersten und zweiten
Führungsbahn (20) so positionierbar sind, dass die geometrischen Achsen der Rollenachsen
(43) oder der Gelenkachsen (42) der im Bereich der ersten Enden (35) angeordneten
Rollen (10) oder Gelenkauflager (41) zweier benachbarter Rollelemente (4) im Wesentlichen
auf einen Abstand bringbar sind, welcher der maximalen Länge "L" entspricht.
7. Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrischen Achsen der Rollenachsen (43) oder der Gelenkachsen (42) der im
Bereich der ersten Enden (35) angeordneten Rollen (10) oder Gelenkauflager (41) in
einer zur Richtung der Zirkulationsbewegung orthogonalen Ebene liegen, welche durch
das erste Ende (35) des jeweiligen Rollelementkörpers (34) definiert wird.
8. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrischen Achsen der Rollenachsen (43) oder der Gelenkachsen (42) der im
Bereich der zweiten Enden (36) angeordneten Rollen (10) oder Gelenkauflager (41) in
einer zur Richtung der Zirkulationsbewegung orthogonalen Ebene liegen, welche zu der
durch die ersten Enden (35) des jeweiligen Rollelementkörpers (34) definierten Ebene
einen Abstand aufweist, welcher im Wesentlichen gleich oder grösser als die Länge
"L" ist.
9. Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrischen Achsen der Rollenachsen (43) oder der Gelenkachsen (42), welche
an den einander zugewandten ersten und zweiten Enden (35, 36) zweier in Richtung der
Zirkulationsbewegung benachbarter Rollelemente (4) angeordnet sind, im Wesentlichen
koaxial sind.
10. Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rolielementkörper (34) mindestens einen Kühlblock (5) umfasst, so dass eine
Giessraupe (2, 3) gebildet wird, welche als Wand einer Giessform geeignet ist.
11. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlblöcke (5) eine den Rollen (10) zugewandte Unterseite und gegenüberliegend
eine ebene Kühlfläche (37) aufweisen und die beiden parallelen die geometrischen Achsen
der Rollenachsen (43) oder der Gelenkachsen (42) enthaltenden Ebenen senkrecht zur
Kühlfläche (37) stehen.
12. Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rollelement (4) mindestens vier Rollen (10) umfasst, wobei je zwei Rollen (10)
am ersten und zweiten Ende (35, 36) jedes Rollelementkörpers (34) angeordnet sind,
und wobei die am ersten Ende (35) angeordneten Rollen (10) gegenüber den am zweiten
Ende (36) angeordneten Rollen (10) orthogonal zur Mittelebene (9) versetzt sind.
13. Transportvorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei am ersten Ende (35) angeordneten Rollen (10) einen Abstand A zueinander
aufweisen und die zwei am zweiten Ende (36) angeordneten Rollen (10) einen Abstand
B ≠ A zueinander aufweisen, wobei die Abstände A und B so bemessen sind, dass die
zwei am ersten Ende (35) angeordneten Rollen (10) zwischen die zwei am zweiten Ende
(36) angeordneten Rollen (10) des benachbarten Rollelements (4) passen.
14. Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen (20) mindestens auf einem Teil der Umlaufbahn U, wo die Rollelemente
(4) wegen der Schwerkraft von den Führungsbahnen (20) herunterfallen würden, erste
und zweite Rollenlaufflächen (12a, 12b) aufweisen, welche einander gegenüberliegen.
15. Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (33) mindestens ein Mitnehmerrad (23) umfasst, wobei die
Rollen (10) eines Rollelements (4), deren geometrischen Achsen auf einer gemeinsamen
Geraden (11a, 11b) liegen, oder die mechanischen Achsen dieser Rollen (10) senkrecht
zu einer durch die Umlaufbahn U definierten Mittelebene (9) Fortsätze (14) aufweisen
und das mindestens eine Mitnehmerrad (23) auf seiner Peripherie Vertiefungen (24)
aufweist, welche mit den Fortsätzen (14) in Eingriff bringbar sind.
16. Verwendung einer Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 als Giessraupe
(2, 3).
17. Verwendung einer Transportvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 als Grundmodul
(32) einer modular aufgebauten Giessraupe (2, 3) einer Giessmaschine.
1. Transport device, in particular for transporting cooling blocks (5) in a casting machine
with caterpillar mold, wherein the transport device comprises:
a plurality of roller elements (4), which endlessly circulate in a caterpillar-like
manner on a circulating path U and which are drivable by a drive device (33);
at least two parallel guide paths (20), each of which comprises one or more roller
running surfaces (12a, 12b) and extends over the entire circulating path U; wherein
each roller element (4) comprises a roller element body (34), which has a first end
(35) and a second end (36) in the direction of circulation; and
each roller element (4) comprises in the area of the first end (35) and in the area
of the second end (36) respectively at least one roller (10),
characterized in that
the rollers (10) situated in the area of the first end (35) of the roller element
bodies (34) roll on roller running surfaces (12a, 12b) different from those of the
rollers (10) situated in the area of the second end (36) of the roller element bodies
(34).
2. Transport device (1) according to claim 1, characterized in that the roller elements (4) are not coupled to one another in the direction of the circulation
movement and thus are loose relative to one another.
3. Transport device (1) according to claim 1 or 2, characterized in that in the area of the first end (35) and/or in the area of the second end (36) of the
roller element bodies (34) joint bearings (41) are situated and respectively at least
two rollers (10) are attached to a joint bearing (41).
4. Transport device (1) according to claim 3, characterized in that the joint bearings (41) are rotatably attached by way of joint axles (42) to the
roller element bodies (34), wherein the joint axles (42) are situated perpendicular
to a center plane (9) of the transport device defined by the circulating path U.
5. Transport device (1) according to claim 1, characterized in that the rollers (10) comprise respectively a roller axle (43), wherein the roller axles
(43) are fixedly attached to the roller element body (34).
6. Transport device (1) according to claim 4 or 5, characterized in that the roller element bodies (34) measured in the direction of circulation have respectively
a maximum length "L" and immediately adjacent roller elements (4) can be positioned
on the first and second guide path (20) so that the geometrical axes of the roller
axles (43) or of the joint axles (42) of the rollers (10) or the joint bearings (41)
situated in the area of the first ends (35) of two adjacent roller elements (4) can
substantially be adjusted to a distance which corresponds to the maximum length "L".
7. Transport device (1) according to one of claims 4 to 6, characterized in that the geometrical axes of the roller axles (43) or of the joint axles (42) of the rollers
(10) or the joint bearings (41) disposed in the area of the first ends (35) lie in
a plane orthogonal to the direction of the circulation movement, which plane is defined
by the first end (35) of the respective roller element body (34).
8. Transport device (1) according to claim 6 or 7, characterized in that the geometrical axes of the roller axles (43) or of the joint axles (42) of the rollers
(10) or the joint bearings (41) disposed in the area of the second ends (36) lie in
a plane orthogonal to the direction of the circulation movement, having a distance
to the plane defined by the first ends (35) of the respective roller element body
(34) which is substantially equal to or greater than the length "L".
9. Transport device (1) according to one of claims 1 to 8, characterized in that the geometrical axes of the roller axles (43) or of the joint axles (42), which are
situated at the first and second ends (35, 36) facing each other of two adjacent roller
elements (4) in the direction of the circulation movement, are substantially coaxial.
10. Transport device (1) according to one of claims 1 to 9, characterized in that each roller element body (34) comprises at least one cooling block (5) so that a
casting caterpillar (2, 3) is formed, which is suitable as the wall of a casting mold.
11. Transport device (1) according to claim 6, characterized in that the cooling blocks (5) have a bottom side facing the rollers (10) and a flat cooling
surface (37) on the opposite side, and the two parallel planes comprising the geometrical
axes of the roller axles (43) or of the joint axles (42) are perpendicular to the
cooling surface (37).
12. Transport device (1) according to one of claims 1 to 11, characterized in that each roller element (4) comprises at least 4 rollers (10), wherein respectively two
rollers (10) are disposed at the first and the second end (35, 36) of each roller
element body (34), and wherein the rollers (10) disposed at the first end (35) are
offset in an orthogonal manner to the center plane (9) vis-à-vis the rollers (10)
disposed at the second end (36).
13. Transport device (1) according to claim 12, characterized in that the two rollers (10) disposed at the first end (35) have a distance A to each other
and the two rollers disposed at the second end (36) have a distance B ≠ A to each
other, wherein the distances A and B are sized so that the two rollers (10) disposed
at the first end (35) fit between the rollers (10) disposed at the second end (36)
of the adjacent roller element (4).
14. Transport device (1) according to one of claims 1 to 13, characterized in that the guide paths (20) have at least in one portion of the circulating path U, in which
the roller elements (4) would, owing to gravity, fall down from the guide paths (20),
first and second roller running surfaces (12a, 12b), which are situated opposite each
other.
15. Transport device (1) according to one of claims 1 to 14, characterized in that the drive device (33) comprises at least one driver wheel (23), wherein the rollers
(10) of a roller element (4), the geometrical axes of which lie on a common straight
line (11a, 11b), or the mechanical axles of these rollers (10) have extensions (14)
perpendicular to a center plane (9) defined by the circulating path U and the at least
one driver wheel (23) has recesses (24) on its periphery, which can engage with the
extensions (14).
16. Use of a transport device (1) according to one of claims 1 to 15 as a casting caterpillar
(2, 3).
17. Use of a transport device (1) according to one of claims 1 to 15 as a base module
(32) of a modularly constructed casting caterpillar (2, 3) of a casting machine.
1. Dispositif de transport, en particulier pour le transport de blocs de refroidissement
(5) dans une machine de coulée à chenilles, le dispositif de transport comprenant:
une pluralité d'éléments de roulement (4) qui circulent en continu sur une trajectoire
U à la manière de chenilles et qui peuvent être entraînés par un dispositif d'entraînement
(33);
au moins deux voies de guidage (20) parallèles qui comprennent chaque fois une ou
plusieurs surfaces de roulement (12a, 12b) et qui s'étendent chaque fois sur l'intégralité
de la trajectoire U;
chaque élément de roulement (4) comprenant un corps d'élément de roulement (34) présentant,
dans le sens de circulation, une première extrémité (35) et une deuxième extrémité
(36); et
chaque élément de roulement (4) comprenant, dans la zone de la première extrémité
(35) et dans la zone de la deuxième extrémité (36), au moins un galet (10) respectif,
caractérisé en ce que
les galets (10) disposés dans la zone de la première extrémité (35) des corps d'élément
de roulement (34) roulent sur des surfaces de roulement (12a, 12b) différentes par
rapport aux galets (10) disposés dans la zone de la deuxième extrémité (36) des corps
d'élément de roulement (34).
2. Dispositif de transport (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de roulement (4) ne sont pas accouplés l'un à l'autre dans le sens du
mouvement de circulation et sont donc libres l'un de l'autre.
3. Dispositif de transport (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que dans la zone de la première extrémité (35) et/ou dans la zone de la deuxième extrémité
(36) des corps d'élément de roulement (34) sont agencés des supports articulés (41)
et au moins deux galets (10) sont fixés à chaque support articulé (41).
4. Dispositif de transport (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les supports articulés (41) sont fixés pivotants au corps d'élément de roulement
(34) au moyen d'axes d'articulation (42), les axes d'articulation (42) étant agencés
perpendiculairement à un plan médian (9) du dispositif de transport, défini par la
trajectoire U.
5. Dispositif de transport (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque galet (10) comprend un axe de galet (43), les axes de galet (43) étant rigidement
fixés au corps d'élément de roulement (34).
6. Dispositif de transport (1) selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les corps d'élément de roulement (34), mesurés dans le sens de circulation, présentent
chacun une longueur maximale "L" et que des éléments de roulement (4) immédiatement
adjacents peuvent être positionnés sur la première et sur la deuxième voie de guidage
(20) de telle manière que les axes géométriques des axes de galet (43) ou des axes
d'articulation (42) des galets (10) ou des supports articulés (41) disposés dans la
zone des premières extrémités (35) de deux éléments de roulement (4) adjacents peuvent
substantiellement être amenés à un écart qui correspond à ladite longueur maximale
"L".
7. Dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que les axes géométriques des axes de galet (43) ou des axes d'articulation (42) des
galets (10) ou des supports articulés (41) disposés dans la zone des premières extrémités
(35) s'étendent dans un plan orthogonal au sens du mouvement de circulation qui est
défini par la première extrémité (35) du corps d'élément de roulement (34) respectif.
8. Dispositif de transport (1) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que les axes géométriques des axes de galet (43) ou des axes d'articulation (42) des
galets (10) ou des supports articulés (41) disposés dans la zone des deuxièmes extrémités
(36) s'étendent dans un plan orthogonal au sens du mouvement de circulation qui présente
un écart par rapport au plan défini par les premières extrémités (35) du corps d'élément
de roulement (34) respectif qui est substantiellement égal ou supérieur à la longueur
"L".
9. Dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les axes géométriques des axes de galet (43) ou des axes d'articulation (42) qui
sont disposés à la première et à la deuxième extrémité (35, 36), en regard l'une de
l'autre, de deux éléments de roulement (4) adjacents dans le sens du mouvement de
circulation, sont substantiellement coaxiaux.
10. Dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que chaque corps d'élément de roulement (34) comprend au moins un bloc de refroidissement
(5), de manière à former une chenille de coulée (2, 3) apte à servir de paroi d'un
moule.
11. Dispositif de transport (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les blocs de refroidissement (5) présentent un côté inférieur en regard des galets
(10) et une surface de refroidissement (37) plate opposée à celui-ci, et que les deux
plans parallèles qui comprennent les axes géométriques des axes de galet (43) ou des
axes d'articulation (42) sont perpendiculaires à ladite surface de refroidissement
(37).
12. Dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que chaque élément de roulement (4) comprend au moins quatre galets (10), deux galets
(10) étant agencés à la première et à la deuxième extrémité (35, 36), respectivement,
de chaque corps d'élément de roulement (34), et les galets (10) agencés à la première
extrémité (35) étant décalés orthogonalement au plan médian (9) par rapport aux galets
(10) agencés à la deuxième extrémité (36).
13. Dispositif de transport (1) selon la revendication 12, caractérisé en ce que les deux galets (10) agencés à la première extrémité (35) présentent entre eux un
écart A et les deux galets (10) agencés à la deuxième extrémité (36) présentent entre
eux un écart B ≠ A, les écarts A et B étant dimensionnés de telle manière que les
deux galets agencés à la première extrémité (35) s'emboîtent entre les deux galets
(10) agencés à la deuxième extrémité (36) de l'élément de roulement (4) adjacent.
14. Dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les voies de guidage (20) présentent, sur une partie de la trajectoire U au moins
où les éléments de roulement (4) tomberaient des voies de guidage (20) à cause de
la pesanteur, des premières et deuxièmes surfaces de roulement (12a, 12b) opposées
l'une à l'autre.
15. Dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (33) comporte au moins une roue d'entraînement (23),
les galets (10) d'un élément de roulement (4) dont les axes géométriques s'étendent
sur une ligne droite (11a, 11b) commune, ou les axes mécaniques de ces galets (10),
présentant des prolongements (14) perpendiculaires à un plan médian défini par la
trajectoire U, et ladite au moins une roue d'entraînement (23) présente sur sa périphérie
des évidements (24) pouvant être amenés en prise avec lesdits prolongements (14).
16. Utilisation d'un dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 15
en tant que chenille de coulée (2, 3).
17. Utilisation d'un dispositif de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 15
en tant que module de base (32) d'une chenille de coulée (2, 3) de construction modulaire
d'une machine de coulée.