[0001] Die Erfindung betrifft einen Bogen aus Karton oder Kunststoff zum Falten eines schließbaren
Tabletts, im Sinne einer Schachtel, insbesondere zum Bereitstellen von Nahrung. Des
Weiteren betrifft die Erfindung ein Tablett, konfektioniert aus einem entsprechenden
Bogen.
[0002] Der Begriff "Tablett" ist im weitesten Sinne zu verstehen, insbesondere auch im Sinne
einer Schachtel bzw. eines Behältnisses zum Bereitstellen von Nahrung. Im einfachsten
Falle kann es sich dabei um ein Behältnis zur Aufnahme von Nahrung handeln.
[0003] Lediglich beispielhaft sei auf die Personenbeförderung mittels Flugzeug verwiesen.
Insbesondere bei Langstreckenflügen werden Mahlzeiten mit Hilfe entsprechender Tabletts
zur Verfügung gestellt, wobei auf den Tabletts, meist in loser Form, verschiedene
Behältnisse mit Bestandteilen eines Menüs angeordnet sind. Dabei handelt es sich teilweise
um wiederverwendbare Teile, beispielsweise in Bezug auf den Untersatz und auf einzelne
Schälchen, und ansonsten um Wegwerfartikel, die nach Gebrauch dem Müll zuzuführen
sind. Die Gesamtkosten des Tabletts inklusive der Verpackung sind relativ hoch und
die Handhabung ist regelmäßig umständlich.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zur
preiswerten Bereitstellung von Nahrungsmitteln "für unterwegs" anzubieten, wobei das
gesamte Material zur einmaligen Verwendung dienen soll.
[0005] Voranstehende Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, nämlich
durch einen Bogen aus Karton oder Kunststoff, der zum Falten eines schließbaren Tabletts,
vorzugsweise im Sinne einer Schachtel, dient.
[0006] Für den erfindungsgemäßen Bogen ist wesentlich, dass er einteilig ausgeführt ist,
nämlich dahingehend, dass er regelmäßig aus einem Stanzteil besteht. Beliebige Aufdrucke
auf den jeweiligen Flächen sind möglich.
[0007] Der erfindungsgemäße Bogen umfasst einen Aufnahmebereich für mindestens ein Behältnis,
an dessen freie Seite sich eine Verbindelasche anschließt.
[0008] Auf der der Verbindelasche abgewandten Seite des Aufnahmebereichs schließt sich ein
erster Steg an, dessen Tiefe, ggf. gemeinsam mit der Tiefe der Verbindelasche, die
Höhe des gefalteten Tabletts, d.h. des Tabletts im konfektionierten Zustand, vorgibt.
Mit anderen Worten bildet die Verbindelasche die seitliche Wandung des Tabletts und
definiert somit die zur Verfügung stehende Höhe zum Einsetzen von die Nahrung enthaltenden
Behältnissen.
[0009] Der Bogen umfasst des Weiteren einen sich an den ersten Steg anschließenden, in sich
geschlossenen Bodenbereich. Dieser Bodenbereich ist im konfektionierten Zustand, d.h.
durch entsprechende Faltung, parallel unter dem Aufnahmebereich angeordnet, entsprechend
der Ausgestaltung der Verbindelasche zum Aufnahmebereich beabstandet. Ein zweiter
Steg schließt sich an den Bodenbereich unmittelbar an. Dessen Tiefe gibt gemeinsam
mit dem ersten Steg und ggf. mit der Verbindelasche die Höhe des gefalteten Tabletts
vor. Entsprechend handelt es sich bei den beiden Stegen - erster Steg und zweiter
Steg - um die vordere und hintere Wand des Tabletts.
[0010] An den zweiten Steg schließt sich ein Deckelbereich an, der im gefalteten Zustand
des Tabletts den Aufnahmebereich überdecken kann. Durch Schwenken des Deckelbereichs
ist der Aufnahmebereich und sind die darin angeordneten Behältnisse freigebbar oder
abdeckbar bzw. schließbar.
[0011] Desweiteren schließt sich an den Deckelbereich eine Verschlusslasche zum Festlegen
an der Oberfläche des ersten Stegs an. Nach Einsetzen des Behältnisses oder der Behältnisse
lässt sich die gesamte Anordnung durch den Deckelbereich verschließen, nämlich dadurch,
dass die Verschlusslasche an der Oberfläche des ersten Stegs beliebig festgelegt wird.
[0012] Wie bereits zuvor ausgeführt, kann der Aufnahmebereich zum Einsetzen eines Behältnisses
oder mehrerer Behältnisse ausgebildet sein. Entsprechend der Größe können beispielsweise
zwei oder drei Ausnehmungen zum Einstellen/Einstecken entsprechender Behältnisse vorgesehen
sein. Auch ist es denkbar, dass eine langgestreckte Ausnehmung zum Einsetzen eines
länglichen Behältnisses für Besteck vorgesehen ist. Gleiches gilt für die Vorkehrung
kleiner Ausnehmungen für kleine Behältnisse, beispielsweise zur Bereitstellung von
Salz, Pfeffer, Zucker, etc.
[0013] Zum Begünstigen der Faltung des Bogens, d.h. zur Begünstigung der Konfektionierung
des Tabletts, ist es von Vorteil, wenn zwischen den einzelnen Bereichen Prägungen,
Falzungen, Lochungen bzw. Perforationen zur Definition von Faltkanten ausgebildet
sind. Dadurch lässt sich das Tablett an den definierten Stellen abkanten und einfach
konfektionieren. Gefaltet wird ausschließlich in eine Richtung, nämlich aufgrund der
besonderen Reihenfolge und Anordnung/Ausgestaltung der einzelnen Bereiche.
[0014] Es ist von weiterem Vorteil, wenn der Aufnahmebereich und der Deckelbereich im Wesentlichen
die gleiche Fläche haben. Es ist auf jeden Fall sicher zu stellen, dass der Deckelbereich
den Aufnahmebereich überdeckt, so dass die im Aufnahmebereich befindlichen Behältnisse
sicher gehalten und durch die Überdeckung geschützt sind.
[0015] Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn der Bodenbereich zumindest geringfügig schmaler
als der Aufnahmebereich und der Deckelbereich ausgeführt ist. Letztendlich sollte
der Bodenbereich zumindest so groß ausgeführt sein, dass die in den Aufnahmebereich
eingesetzten Behältnisse insgesamt auf dem Bodenbereich stehen bzw. durch den Bodenbereich
unterdeckt sind.
[0016] Die beiden Stege und ggf. die Verbindungslasche und/oder die Verschlusslasche können
im Wesentlichen die gleiche Fläche haben, wodurch die Herstellung abermals begünstigt
ist.
[0017] Zum einfachen Konfektionieren ist es von Vorteil, wenn von vorneherein Konfektionierhilfen
vorgesehen sind. Dabei kann es sich um Klebeflächen handeln, die entweder nach ihrer
Aufbringung auf den jeweiligen Flächen mit einer abziehbaren Folie abgedeckt sind
oder erst kurz vor der Konfektionierung, ohne Schutz, auf die jeweiligen Flächen aufgebracht
werden. So können die Verbindelasche und der erste Steg mit Klebeflächen ausgestattet
sein, nämlich zum Festlegen der Rückseite der Verschlusslasche an dem ersten Steg.
[0018] Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Bögen zunächst, mit oder ohne Bedruckung,
hergestellt und geliefert werden, wobei die Konfektionierung zu einem späteren Zeitpunkt
stattfindet. Dies ist platzsparend.
[0019] Bei entsprechender Handhabung ist es notwendig, dass die Klebeflächen mit einer Schutzfolie
überdeckt sind. Zum Konfektionieren wird die Schutzfolie abgezogen und findet der
Faltvorgang entsprechend der Anordnung der einzelnen Bereiche entlang der jeweiligen
Falzung statt. Vor dem eigentlichen Falten sind die Schutzfolien jedenfalls abzuziehen.
[0020] Die Verschlusslasche kann so ausgeführt sein, dass sie zum Öffnen des Tabletts von
der gegenüberliegenden Klebefläche abgezogen wird. Auch ist es denkbar, dass die Verschlusslasche
einem zum Öffnen dienenden Abreißstreifen umfasst, der in einem Bereich der Verschlusslasche
vorgesehen ist, der im konfektionierten Zustand des Tabletts keinen Kontakt zur Klebefläche
des ersten Stegs der gegenüberliegenden Fläche, d.h. des ersten Stegs, hat. Entsprechend
lässt sich das Tablett durch Abreißen des Abreißstreifens öffnen, ohne dass die Verklebung
aufgehoben wird. Gleichzeitig ist eine Art Frischesiegel geschaffen, um dem Verbraucher
gegenüber zu gewährleisten, dass bislang keine Öffnung des Tabletts stattgefunden
hat.
[0021] Wie bereits eingangs ausgeführt, besteht der Bogen aus Karton oder aus Kunststoff.
Die Verwendung von Karton ist besonders preiswert, nämlich die Verwendung eines Kartons,
ähnlich der Umverpackung von Praline, etc. Dabei ist es wiederum von Vorteil, wenn
der Bogen eine feuchtigkeitsabweisende Oberfläche hat, damit auch bei Einwirkung von
Feuchtigkeit, Kondenswasser, etc. die Ansehnlichkeit und die erforderliche Formstabilität
erhalten bleibt.
[0022] Das erfindungsgemäße Tablett löst die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des
nebengeordneten Anspruchs 10. Dabei ist wesentlich, dass das Tablett aus einem Bogen
nach einem der Ansprüche 1 bis 9 konfektioniert und gefaltet wird. Das Tablett umfasst
neben dem eigentlichen Körper, gefertigt aus dem erfindungsgemäßen Bogen, mindestens
ein Behältnis, welches einen Rand aufweist und derart dimensioniert und ausgebildet
ist, dass es in die Ausnehmung des Aufnahmebereichs passt und mit dem Rand an der
Oberfläche des Aufnahmebereichs zur Anlage kommt oder zumindest geringfügig oberhalb
der Oberfläche des Aufnahmebereichs sitzt.
[0023] Wie bereits zu dem erfindungsgemäßen Bogen ausgeführt, können unterschiedlich viele
und unterschiedlich große bzw. geformte Ausnehmungen im Aufnahmebereich vorgesehen
sein, nämlich zur Aufnahme unterschiedlichster Behältnisse, die zur Bereitstellung
von Nahrung, Gewürzen, Besteck, etc. dienen. So lässt sich das erfindungsgemäße Tablett
im einfachsten Falle mit einem darin befindlichen Behältnis, beispielsweise zum Bereitstellen
eines frisch gehaltenen Sandwichs, oder aber mit mehreren Behältnissen, zur Bereitstellung
eines aufwändigen Menüs, nutzen.
[0024] Das als Inlay dienende Behältnis kann aus Kunststoff oder Aluminium hergestellt sein.
Im gefüllten Zustand ist das Behältnis geschlossen, vorzugsweise mit einer durchsichtigen
Folie auf der Randoberseite. Die Folie kann mit dem Behältnis verschweißt oder verklebt
sein. Beliebige Verbindetechniken sind realisierbar, wobei die Verbindung auch hier
im Sinne eines Frischesiegels zu verstehen ist.
[0025] Schließlich sei ganz besonders darauf hingewiesen, dass das Tablett zum Bereitstellen
verpackter Nahrung, insbesondere bei der Personenbeförderung in Bussen, Bahnen und
in Flugzeugen, verwendet werden kann. Das Tablett ist aus dem erfindungsgemäßen Bogen
hergestellt und kann Behältnisse mit beliebigen Inhalten in sich aufnehmen. Nach Gebrauch
lässt sich das Tablett inklusive der Behältnisse insgesamt entsorgen, wobei zum sortenreinen
Entsorgen eine Trennung des eigentlichen Tabletts und der Behältnisse möglich ist.
[0026] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bogens
aus Karton, zum Falten eines erfindungsgemäßen schließbaren Tabletts und
- Fig. 2
- in einer schematischen Ansicht ein aus einem erfindungsgemäßen Bogen konfektioniertes
Tablett mit davor stehenden Behältnissen zum Einsatz in das Tablett.
[0027] Fig. 1 zeigt den erfindungsgemäßen Bogen, bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel
aus Karton. Der Bogen dient zum Falten bzw. Konfektionieren eines schließbaren Tabletts,
wobei dieses im Sinne einer Schachtel bzw. eines Behältnisses zu verstehen ist. Das
Tablett dient zum Bereitstellen von Nahrung, beispielsweise in Flugzeugen zur Verpflegung
der Fluggäste.
[0028] Der Bogen umfasst einen Aufnahmebereich 1 für mindestens ein in Figur 1 nicht gezeigtes
Behältnis. An der freien Seite des Aufnahmebereichs 1 schließt sich eine Verbindelasche
2 an.
[0029] Auf der der Verbindelasche 2 gegenüberliegenden Seite schließt sich an den Aufnahmebereich
1 ein erster Steg 3 an, dessen Tiefe, ggf. gemeinsam mit der Tiefe der Verbindelasche
2, die Höhe des konfektionierten bzw. gefalteten Tabletts vorgibt.
[0030] An den ersten Steg 3 schließt sich ein in sich geschlossener Bodenbereich 4 an, der
parallel unter dem Aufnahmebereich 1 angeordnet ist, nämlich im konfektionierten Zustand
des Tabletts.
[0031] An den Bodenbereich 4 schließt sich ein zweiter Steg 5 an, dessen Tiefe gemeinsam
mit dem ersten Steg 3 und gegebenenfalls mit der Verbindelasche 2 die Höhe des gefalteten
Tabletts vorgibt. Die beiden Stege 3 und 5 definieren somit die rück- und stirnseitigen
Wandungen des Tabletts, während das Tablett zur Seite hin offen ist, nämlich in Ermangelung
seitlicher Stege des Bodenbereichs 4. Dadurch ist die Konstruktion einfach und benötigt
wenig Material.
[0032] An den zweiten Steg 5 schließt sich ein Deckelbereich 6 an, der im gefalteten Zustand
des Tabletts den Aufnahmebereich 1 überdecken kann. Durch Schwenken des Deckelbereichs
6 ist der Aufnahmebereich 1 schließbar bzw. freigebbar.
[0033] An den Deckelbereich 6 kann sich eine Verschlusslasche 7 anschließen. Diese dient
zum Festlegen an der Oberfläche des ersten Stegs 3, so dass ein sicherer Verschluss
des Tabletts durch Überdecken des Aufnahmebereichs 1 mittels Deckelbereich 6 möglich
ist.
[0034] Figur 1 zeigt des Weiteren die Ausbildung zweier Ausnehmungen 8, 9, die zur Aufnahme
zweier in Figur 1 nicht gezeigter Behältnisse dient, nämlich zum Hineinstellen bzw.
Hineinstecken der Behältnisse. Entsprechend der Größe des Tabletts können mehrere
Ausnehmungen mit unterschiedlichen Konturen vorgesehen sein.
[0035] Figur 1 zeigt des Weiteren, dass zwischen den unterschiedlichen Bereichen Faltkanten
10 vorgesehen sind, die das Falten der einzelnen Bereiche, Laschen und Stege erleichtern.
Zur Ausgestaltung der Faltkanten 10 sei zur Vermeidung von Wiederholungen auf den
allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen.
[0036] Zur Konfektionierung eines erfindungsgemäßen Tabletts aus dem erfindungsgemäßen Bogen
ist es erforderlich, dass einzelne Bereiche bzw. Laschen miteinander verklebt werden.
Dazu ist es von Vorteil, wenn Klebeflächen 11, 12 vorgesehen sind. An dieser Stelle
sei angemerkt, dass die Anordnung der Klebefläche bei dem hier erörterten Ausführungsbeispiel
so gewählt ist, dass die Klebefläche 11 oder 12 von einer Seite her, in diesem Falle
von der Oberseite her, auf den Bogen bzw. den entsprechenden Bereich aufbringbar ist.
Ebenso ist es denkbar, dass die Klebefläche 11 oder 12 dem jeweils gegenüberliegenden
Teil zugeordnet wird, nämlich auf der jeweiligen Rückseite. Beliebige Anordnungen
und Ausgestaltungen der Klebeflächen 11 oder 12 sind denkbar.
[0037] Bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel sind die Verbindungslasche 2 und der ersten
Steg 3 mit Klebeflächen 11, 12 ausgestattet, nämlich zum Festlegen der Rückseite des
zweiten Stegs 5 an der Verbindelasche 2 und zum Festlegen der Rückseite der Verschlusslasche
7 an dem ersten Steg 3. Noch einmal sei darauf hingewiesen, dass die Klebeflächen
11 oder 12 auch den jeweils gegenüberliegenden Seiten zugeordnet sein können, also
beispielsweise der Rückseite des zweiten Stegs 5 und der Rückseite der Verschlusslasche
7. Die konkrete Anordnung gemäß nebengeordnetem Anspruch 7 ist lediglich beispielhaft.
[0038] Schließlich zeigt Figur 1 deutlich, dass die Verschlusslasche 7 einen Abreißstreifen
13 aufweist, der durch Lochung, Perforation oder dergleichen hergestellt ist. Durch
Abreißen des Abreißstreifens 13 lässt sich das konfektionierte und per Klebung verschlossene
Tablett öffnen.
[0039] Figur 2 zeigt im oberen Bereich ein konfektioniertes, geöffnetes Tablett 14, wobei
dort entsprechend der Darstellung in Figur 1 zwei Ausnehmungen 8, 9 vorgesehen sind.
[0040] Vor dem "leeren" Tablett 14 stehen zwei Behältnisse 15, 16, die zum Einsetzen in
die beiden Ausnehmungen 8, 9, entsprechend ihrer Anordnung, dienen.
[0041] In Figur 2 ist angedeutet, dass die beiden Behältnisse 15, 16 durch eine durchsichtige
Folie 17 geschlossen sind, wobei die Folie 17 adhäsiv mit dem Rand 18 des jeweiligen
Behältnisses 15, 16 verbunden ist.
[0042] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lehre wird
zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie
auf die beigefügten Patentansprüche verwiesen.
[0043] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das voranstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lehre lediglich zur Erörterung der beanspruchten
Lehre dient, diese jedoch nicht auf das Ausführungsbeispiel einschränkt.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Aufnahmebereich
- 2
- Verbindelasche
- 3
- erster Steg
- 4
- Bodenbereich
- 5
- zweiter Steg
- 6
- Deckelbereich
- 7
- Verschlusslasche
- 8
- Ausnehmung
- 9
- Ausnehmung
- 10
- Faltkante
- 11
- Klebefläche (an der Verbindelasche)
- 12
- Klebefläche (am ersten Steg)
- 13
- Abreißstreifen
- 14
- Tablett
- 15
- Behältnis
- 16
- Behältnis
- 17
- Folie
- 18
- Rand (des jeweiligen Behältnisses)
1. Bogen aus Karton oder Kunststoff zum Falten eines schließbaren Tabletts, im Sinne
einer Schachtel, insbesondere zum Bereitstellen von Nahrung,
mit einem Aufnahmebereich (1) für mindestens ein Behältnis (15, 16), an dessen freie
Seite sich eine Verbindelasche (2) anschließt,
einer sich an den Aufnahmebereich (1), auf der der Verbindelasche (2) gegenüberliegenden
Seite, anschließenden ersten Steg (3), dessen Tiefe, ggf. gemeinsam mit der Tiefe
der Verbindelasche (2), die Höhe des gefalteten Tabletts (14) vorgibt, einem sich
an den ersten Steg (3) anschließenden, in sich geschlossenen Bodenbereich (4) zur
Anordnung vorzugsweise parallel unter dem Aufnahmebereich (1), einem sich an den Bodenbereich
(4) anschließenden zweiten Steg (5), dessen Tiefe gemeinsam mit dem ersten Steg (3)
und ggf. mit der Verbindelasche (2) die Höhe des gefalteten Tabletts (14) vorgibt,
einem sich an den zweiten Steg (5) anschließenden Deckelbereich (6), der im gefalteten
Zustand des Tabletts (14) den Aufnahmebereich (1) überdecken und durch Schwenken freigeben
kann, und
einer sich an den Deckelbereich (6) anschließenden Verschlusslasche (7) zum Festlegen
an der Oberfläche des ersten Stegs (3).
2. Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (1) zwei oder drei Ausnehmungen zum Einstellen/Einstecken entsprechender
Behältnisse (15, 16) aufweist.
3. Bogen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Bereichen Prägungen, Falzungen, Lochungen bzw. Perforationen zur Definition
von Faltkanten (10) ausgebildet sind.
4. Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (1) und der Deckelbereich (6) im Wesentlichen die gleiche Fläche
haben.
5. Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenbereich (4) zumindest geringfügig schmaler als der Aufnahmebereich (1) und
der Deckelbereich (6) ausgeführt ist.
6. Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stege (3, 5) und ggf. die Verbindelasche (2) und/oder die Verschlusslasche
(7) im Wesentlichen die gleiche Fläche haben.
7. Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindelasche (2) und der erste Steg (3) mit Klebeflächen (11, 12) ausgestattet
sind, nämlich zum Festlegen der Rückseite des zweiten Stegs (5) an der Verbindelasche
(2) und zum Festlegen der Rückseite der Verschlusslasche (7) an dem ersten Steg (3).
8. Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusslasche (7) einen zum Öffnen dienenden Abreißstreifen (13) umfasst,
der in einem Bereich der Verschlusslasche (7) ausgebildet ist, der im konfektionierten
Zustand keinen Kontakt zur Klebefläche (12) des ersten Stegs (3) hat.
9. Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Feuchtigkeit abweisende Oberfläche.
10. Tablett im Sinne einer Schachtel, insbesondere zum Bereitstellen von Nahrung, umfassend
einen Körper, der aus einem Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 9 konfektioniert
und gefaltet ist, mit mindestens einem Behältnis (15, 16), welches einen Rand (18)
aufweist und derart dimensioniert und ausgebildet ist, dass es in die Ausnehmung (8,
9) des Aufnahmebereichs (1) passt und mit dem Rand (18) an der Oberfläche des Aufnahmebereichs
(1) zur Anlage kommt oder zumindest geringfügig oberhalb der Oberfläche sitzt.
11. Tablett nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (15, 16) aus Kunststoff oder aus Aluminium hergestellt ist.
12. Tablett nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (15, 16), im gefüllten Zustand, mit einer vorzugsweise durchsichtigen
Folie (17) auf der Randoberseiten (18) verschweißt oder verklebt ist.
13. Tablett zum Bereitstellen von verpackter Nahrung, insbesondere bei der Personenbeförderung
in Bussen, Bahnen und Flugzeugen, hergestellt aus einem Bogen nach einem der Ansprüche
1 bis 9 und/oder mit den Merkmalen der Ansprüche 10 bis 12.