[0001] Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Verfahren einer Last mittels
eines Krans, wobei die Last über ein Seilsystem des Krans an einem Lastaufhängepunkt
des Krans aufgehängt ist,
- wobei eine Steuereinrichtung des Krans durch Ansteuern eines Antriebs den Lastaufhängepunkt
zu einem Zielort verfährt,
- wobei die Steuereinrichtung während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts durch Ansteuern
eines Hubwerks eine Seillänge des Seilsystems einstellt.
[0002] Die vorliegende Erfindung geht weiterhin aus von einem Computerprogramm, wobei das
Computerprogramm Maschinencode umfasst, der von einer Steuereinrichtung für einen
Kran abarbeitbar ist, wobei die Abarbeitung des Maschinencodes durch die Steuereinrichtung
bewirkt, dass die Steuereinrichtung den Kran gemäß einem derartigen Verfahren betreibt.
[0003] Die vorliegende Erfindung geht weiterhin aus von einer Steuereinrichtung für einen
Kran, wobei die Steuereinrichtung mit einem derartigen Computerprogramm programmiert
ist.
[0004] Die vorliegende Erfindung geht weiterhin aus von einem Kran,
- wobei der Kran einen Lastaufhängepunkt aufweist, an dem über ein Seilsystem des Krans
eine Last aufgehängt ist,
- wobei der Kran mindestens einen Antrieb aufweist, mittels dessen der Lastaufhängepunkt
in einer Verfahrrichtung verfahrbar ist,
- wobei der Kran ein Hubwerk aufweist, mittels dessen eine Seillänge des Seilsystems
einstellbar ist,
- wobei der Kran eine derartige Steuereinrichtung aufweist.
[0005] Die genannten Gegenstände sind allgemein bekannt.
[0006] Zum Umschlagen von Lasten - beispielsweise zwischen zwei der Komponenten Schiff,
Lastkraftwagen, Eisenbahnwaggon, Container- oder sonstiges Lager usw. werden oftmals
Krane eingesetzt.
[0007] Krane weisen oftmals einen im Wesentlichen horizontal orientierten Ausleger auf,
auf dem eine Laufkatze linear verfahrbare ist. Die Laufkatze entspricht in diesem
Fall dem Lastaufhängepunkt der vorliegenden Erfindung. Es kann ferner oftmals der
Kran als Ganzes ebenfalls verfahrbar sein. Die Verfahrrichtung des Kranes als Ganzes
verläuft in diesem Fall in der Regel ebenfalls horizontal, jedoch orthogonal zur Verfahrrichtung
der Laufkatze. Derartige Krane können insbesondere als Containerbrücken ausgebildet
sein.
[0008] Beim Umschlagen der Last treten oftmals Pendelbewegungen der Last auf, deren (vertikale)
Pendelebene parallel zur Verfahrrichtung der Laufkatze verläuft. Im Stand der Technik
ist bekannt, die Auslenkung der Last (Pendelwinkel) beispielsweise mittels eines Kamerasystems
zu erfassen und durch eine geeignete Bewegung des Lastaufhängepunkts (= Laufkatze)
dämpfend zu beeinflussen. Eine derartige Vorgehensweise ist eine echte Regelung, welche
sowohl Schwingungen aufgrund aktiver Verfahrbewegungen des Krans oder der Laufkatze
und als auch Schwingungen aufgrund von einer äußeren Anregung wie beispielsweise Wind
dämpft. Sie ist im Stand der Technik als sogenannte sway control bekannt.
[0009] Im Stand der Technik ist weiterhin bekannt, durch eine geeignete Profilgebung von
Führungsgrößen insbesondere der Laufkatze die Anregung von Pendelbewegungen zu vermeiden
bzw. zumindest zu minimieren. Diese Vorgehensweise ist im Stand der Technik als sogenanntes
input shaping bekannt. Eine derartige Vorgehensweise ist eine Steuerung, mittels derer
Schwingungen aufgrund aktiver Verfahrbewegungen der Laufkatze gedämpft werden können,
nicht aber Schwingungen aufgrund von äußeren Anregungen.
[0010] Eine Pendelbewegung der Last wirkt sich insbesondere dann negativ aus, wenn die Last
am Zielort, an dem die Last abgesetzt werden soll, noch pendelt. Denn in diesem Fall
muss oftmals abgewartet werden, bis die Pendelbewegung abgeklungen ist. Alternativ
muss die Pendelbewegung beispielsweise durch manuelles Eingreifen des Kranführers
im Handsteuerbetrieb gedämpft werden. Beides benötigt Zeit und wirkt sich daher negativ
auf die Umschlagleistung aus.
[0011] Aus der
US 2012/0 234 787 A1 ist ein spezielles Verfahren des Input shaping bekannt. Bei diesem Verfahren wird
in Abhängigkeit von der Seillänge und deren Änderung in Verbindung mit einem Auslenkwinkel
einer Pendelbewegung der Last und den zeitlichen Ableitungen der Pendelbewegung ein
Beschleunigungsverlauf während einer Beschleunigungs- oder Verzögerungsphase ermittelt.
Die Ermittlung erfolgt derart, dass am Ende der jeweiligen Beschleunigungs- oder Verzögerungsphase
der Auslenkwinkel der Pendelbewegung zu null wird. Bei diesem Verfahren wird implizit
vorausgesetzt, dass zu Beginn der jeweiligen Beschleunigungs- oder Verzögerungsphase
die Last noch keine Pendelbewegung relativ zum Lastaufhängepunkt ausführt. Bei der
US 2012/0 234 787 A1 wird somit insbesondere vorausgesetzt, dass die Last während der Phasen, während
derer der Lastaufhängepunkt steht oder mit konstanter Geschwindigkeit bewegt wird,
nicht pendelt.
[0012] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Möglichkeiten zu schaffen,
mittels derer auf zeitoptimale Weise ein Umschlagen von Lasten möglich ist.
[0013] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche
2 bis 10.
[0014] Erfindungsgemäß wird ein Verfahren der eingangs genannten Art dadurch ausgestaltet,
- dass der Steuereinrichtung eine anfängliche Seillänge, eine am Zielort zu erreichende
Ziel-Seillänge sowie ein anfänglicher Auslenkwinkel einer Pendelbewegung, welche die
Last während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts zum Zielort in einer den Lastaufhängepunkt
enthaltenden vertikalen Ebene um den Lastaufhängepunkt ausführt, und/oder eine anfängliche
Ableitung des Auslenkwinkels der Pendelbewegung gegeben sind und
- dass die Steuereinrichtung bei gegebenem zeitlichem Verlauf der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts einen zeitlichen Verlauf der Seillänge derart ermittelt und einstellt,
dass am Zielort ein Auslenkwinkel der Pendelbewegung und/oder eine zeitliche Ableitung
des Auslenkwinkels der Pendelbewegung einen definierten Endwert annehmen.
[0015] Erfindungsgemäß wird also weder die Anregung einer Pendelbewegung unterdrückt noch
während des Verfahrens der Last zu ihrem Zielort eine angeregte Pendelbewegung gedämpft.
Stattdessen wird dafür gesorgt, dass die Last ihren Zielort mit einem definierten
Pendelzustand (= definierter Endwert des Auslenkwinkels und/oder der zeitlichen Ableitung
des Auslenkwinkels) erreicht.
[0016] Der definierte Pendelzustand kann nach Bedarf bestimmt sein. In der Regel ist der
definierte Endwert des Auslenkwinkels der Pendelbewegung Null. Alternativ oder zusätzlich
ist in der Regel der definierte Endwert der zeitlichen Ableitung des Auslenkwinkels
der Pendelbewegung Null oder maximal.
[0017] Beim Verfahren des Lastaufhängepunkts wird in der Regel, ausgehend von einem Anfangsort,
der Lastaufhängepunkt mit einer definierten (meist der maximal möglichen) Beschleunigung
beschleunigt, bis der Lastaufhängepunkt eine definierte (meist die maximal mögliche)
Geschwindigkeit erreicht. Zu Beginn des Beschleunigungsvorgangs ruht die Last, pendelt
also nicht. Das Abbremsen des Lastaufhängepunkts am Zielort erfolgt auf inverse Weise.
Insbesondere in dem Fall, dass sowohl der definierte Endwert des Auslenkwinkels als
auch der definierte Endwert der zeitlichen Ableitung des Auslenkwinkels Null sind,
wird daher in diesem Fall dafür gesorgt, dass der Pendelzustand der Last zu Beginn
des Abbremsens invers zu demjenigen Pendelzustand ist, den die Last am Ende des Beschleunigungsvorgangs
erreicht hat. Dies ist ohne weiteres möglich, da der Zeitpunkt, zu dem mit dem Abbremsen
begonnen wird, ohne weiteres vorher berechnet werden kann und weiterhin durch Variieren
der Seillänge während des Verfahrens zu einem Grenzort, an dem mit dem Bremsvorgang
begonnen wird, die Phasenlage der Pendelbewegung eingestellt werden kann.
[0018] Eine mögliche Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung besteht darin,
- dass der Steuereinrichtung zusätzlich eine Seilgeschwindigkeit, mit der die Seillänge
vor dem Zielort erhöht werden soll, gegeben ist,
- dass die Steuereinrichtung anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts, der anfänglichen Seillänge, der Ziel-Seillänge und der Seilgeschwindigkeit
einen Grenzort bestimmt,
- dass die Steuereinrichtung ab dem Erreichen des Grenzorts die Seillänge mit der Seilgeschwindigkeit
auf die Ziel-Seillänge erhöht,
- dass die Steuereinrichtung anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts vom Grenzort zum Zielpunkt, der Seilgeschwindigkeit, der Ziel-Seillänge
und des definierten Endwerts des Auslenkwinkels und/oder des definierten Endwerts
der zeitlichen Ableitung des Auslenkwinkels für den Grenzort einen Zwischenwert des
Auslenkwinkels und/oder der zeitlichen Ableitung des Auslenkwinkels ermittelt und
- dass die Steuereinrichtung anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts bis zum Grenzort, der anfänglichen Seillänge, des anfänglichen
Auslenkwinkels der Pendelbewegung und/oder der anfänglichen Ableitung des Auslenkwinkels
der Pendelbewegung den zeitlichen Verlauf der Seillänge bis zum Erreichen des Grenzorts
derart bestimmt, dass am Grenzort der Auslenkwinkel der Pendelbewegung und/oder die
zeitliche Ableitung des Auslenkwinkels der Pendelbewegung den ermittelten Zwischenwert
annehmen.
[0019] Eine alternative Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung besteht darin,
- dass die Steuereinrichtung anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts, der anfänglichen Seillänge, der Ziel-Seillänge, des anfänglichen
Auslenkwinkels der Pendelbewegung und/oder der anfänglichen zeitlichen Ableitung des
Auslenkwinkels der Pendelbewegung einen Grenzort ermittelt,
- dass die Steuereinrichtung ab dem Grenzort die Seillänge entweder mit einer mittleren
Seilgeschwindigkeit oder mit einer um die mittlere Seilgeschwindigkeit oszillierenden
Seilgeschwindigkeit erhöht,
- dass die mittlere Seilgeschwindigkeit durch die Differenz der Ziel-Seillänge und der
anfänglichen Seillänge, dividiert durch die zum Verfahren des Lastaufhängepunkts vom
Grenzort zum Zielort benötigte Zeit, gegeben ist und
- dass die Steuereinrichtung den Grenzort derart ermittelt, dass am Zielort der Auslenkwinkel
der Pendelbewegung und/oder die zeitliche Ableitung des Auslenkwinkels der Pendelbewegung
den definierten Endwert annehmen.
[0020] Wie bereits erwähnt, hängt die Last oftmals zunächst an einem Anfangsort der Verfahrbewegung
des Lastaufhängepunkts ohne Pendeln unter dem Lastaufhängepunkt, wobei weiterhin die
Steuereinrichtung den Lastaufhängepunkt durch Ansteuern des Antriebs ausgehend vom
Anfangsort mit einer vorbestimmten Beschleunigung auf den Zielort zu beschleunigt,
bis der Lastaufhängepunkt mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit verfahren wird,
und die Steuereinrichtung sodann die Beschleunigung auf Null reduziert. In diesem
Fall ist es insbesondere möglich, dass die Steuereinrichtung den anfänglichen Auslenkwinkel
der Pendelbewegung und/oder die anfängliche Ableitung des Auslenkwinkels der Pendelbewegung
anhand der vorbestimmten Beschleunigung und der vorbestimmten Geschwindigkeit sowie
der Seillänge während der Beschleunigung ermittelt.
[0021] Es ist möglich, dass die Steuereinrichtung während des Beschleunigens des Lastaufhängepunkts
durch Ansteuern des Hubwerks die Seillänge auf die anfängliche Seillänge reduziert
in diesem Fall berücksichtigt die Steuereinrichtung die Reduzierung der Seillänge
bei der Ermittlung des anfänglichen Auslenkwinkels der Pendelbewegung und/oder der
anfänglichen Ableitung des Auslenkwinkels der Pendelbewegung.
[0022] Es ist möglich, das erfindungsgemäße Verfahren rein gesteuert auszuführen. Vorzugsweise
jedoch ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts
kontinuierlich den Auslenkwinkel der Pendelbewegung und/oder die zeitliche Ableitung
des Auslenkwinkels der Pendelbewegung erfasst und den zeitlichen Verlauf der Seillänge
kontinuierlich bestimmt.
[0023] In der Regel ist der Lastaufhängepunkt auf einem Ausleger des Krans mittels einer
Laufkatze in einer Verfahrrichtung verfahrbar. Die vertikale Ebene, auf welche die
Pendelbewegung der Last bezogen ist, kann daher insbesondere parallel zur Verfahrrichtung
verlaufen. Falls es zusätzlich zum Verfahren der Laufkatze in Verfahrrichtung möglich
ist, den Kran als Ganzes orthogonal zur Verfahrrichtung der Laufkatze zu verfahren,
kann alternativ die vertikale Ebene, auf welche die Pendelbewegung der Last bezogen
ist, orthogonal zur Verfahrrichtung verlaufen.
[0024] Es ist möglich, dass der zeitliche Verlauf der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts
während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts geändert wird. In diesem Fall bestimmt
die Steuereinrichtung den zeitlichen Verlauf der Seillänge unter Berücksichtigung
der geänderten Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts neu.
[0025] Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Computerprogramm mit den Merkmalen des Anspruchs
11 gelöst. Erfindungsgemäß bewirkt die Abarbeitung des Computerprogramms, dass die
Steuereinrichtung den Kran gemäß einem erfindungsgemäßen Verfahren betreibt.
[0026] Die Aufgabe wird weiterhin durch eine Steuereinrichtung für einen Kran mit den Merkmalen
des Anspruchs 12 gelöst. Erfindungsgemäß ist die Steuereinrichtung mit einem erfindungsgemäßen
Computerprogramm programmiert.
[0027] Die Aufgabe wird weiterhin durch einen Kran mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.
Erfindungsgemäß ist die Steuereinrichtung des Krans erfindungsgemäß ausgebildet.
[0028] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die in Verbindung
mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen in schematischer Darstellung:
- FIG 1
- einen Kran von der Seite,
- FIG 2
- den Kran von FIG 1 von vorne,
- FIG 3
- den Kran der FIG 1 und 2 schematisch von der Seite,
- FIG 4
- eine Steuereinrichtung,
- FIG 5
- eine weitere Steuereinrichtung und
- FIG 6 bis 10
- Beispiele von Verfahrbewegungen einer Last.
[0029] Gemäß den FIG 1 und 2 weist ein Kran 1 einen Lastaufhängepunkt 2 auf. Der Lastaufhängepunkt
2 kann beispielsweise entsprechend der Darstellung in den FIG 1 und 2 an einer Laufkatze
3 angeordnet sein, die auf einem Ausleger 4 des Krans 1 in einer Verfahrrichtung verfahrbar
ist. Das Verfahren der Laufkatze 3 erfolgt mittels eines Katzantriebs 3'. Ausgehend
vom Lastaufhängepunkt 2 verläuft ein Seilsystem 5 zu einer Last 6. Die Last 6 ist
über das Seilsystem 5 am Lastaufhängepunkt 2 aufgehängt. Durch Einstellen einer Seillänge
L des Seilsystems 5 kann die Last 6 angehoben und abgesenkt werden. Das Einstellen
der Seillänge L erfolgt mittels eines Hubwerks 5'. In vielen Fällen ist weiterhin
der Kran 1 als Ganzes orthogonal zur Verfahrrichtung der Laufkatze 3 verfahrbar.
[0030] Das Verfahren des Krans 1 als Ganzes erfolgt mittels eines Kranantriebs 1'.
[0031] Der Kran 1 wird von einer Steuereinrichtung 7 gesteuert. Die Steuereinrichtung 7
ist in der Regel als softwareprogrammierbare Steuereinrichtung ausgebildet. Die Ausbildung
der Steuereinrichtung 7 wird in diesem Fall durch ein Computerprogramm 8 bewirkt,
mit dem die Steuereinrichtung 7 programmiert ist. Das Computerprogramm 8 umfasst Maschinencode
9, der von der Steuereinrichtung 7 abarbeitbar ist. Die Abarbeitung des Maschinencodes
9 durch die Steuereinrichtung 7 bewirkt, dass die Steuereinrichtung 7 den Kran 1 betreibt.
[0032] Die Abarbeitung des Maschinencodes 9 durch die Steuereinrichtung 7 bewirkt zunächst
den normalen Umschlag der Last 6 bzw. den normalen Betrieb des Krans 1, wie im Stand
der Technik auch. Weiterhin bewirkt die Abarbeitung des Maschinencodes 9 durch die
Steuereinrichtung 7 jedoch zusätzlich, dass die Steuereinrichtung 7 den Kran 1 während
des Umschlagens der Last 6 gemäß einem Verfahren zur Beeinflussung einer Pendelbewegung
der Last 6 betreibt, das nachstehend näher erläutert wird.
[0033] Das Computerprogramm 8 kann der Steuereinrichtung 7 auf beliebige Weise zugeführt
werden. Gemäß der Darstellung in den FIG 1 und 2 erfolgt die Zuführung des Computerprogramms
8 über einen Datenträger 10, auf dem das Computerprogramm 8 in maschinenlesbarer Form
- beispielsweise in elektronischer Form - hinterlegt ist. Der Datenträger 10 kann
entsprechend der Darstellung in den FIG 1 und 2 beispielsweise als USB-Memorystick
ausgebildet sein. Es sind jedoch ebenso andere Ausgestaltungen möglich.
[0034] Bevor auf die vorliegende Erfindung als solche näher eingegangen wird, werden nachstehend
zunächst in Verbindung mit FIG 3 die physikalischen Grundlagen näher erläutert. Hierbei
wird, soweit es die Bewegung des Lastaufhängepunkts 2 betrifft, der Fall betrachtet,
dass die Laufkatze 3 in ihrer Verfahrrichtung verfahren wird und der Kran 1 als Ganzes
in seiner Verfahrrichtung nicht verfahren wird. Die entsprechenden Ausführungen sind
jedoch in analoger Weise auch auf ein Verfahren des Krans 1 als Ganzes in seiner Verfahrrichtung
übertragbar.
[0035] Zur näheren Erläuterung wird zunächst ein Koordinatensystem eingeführt, wobei die
Richtung x mit der Verfahrrichtung der Laufkatze 3 übereinstimmt und die Richtung
z die Vertikalrichtung ist.
[0037] ϕ bezeichnet den Auslenkwinkel der Last 6 aus einer vertikalen Ebene 11, die den
Lastaufhängepunkt 2 enthält und innerhalb derer die Last 6 pendelt. Die vertikale
Ebene 11 verläuft im skizzierten Fall, in dem die Laufkatze 3 verfahren wird, parallel
zur Verfahrrichtung der Laufkatze 3. Diese Ebene ist in FIG 2 gestrichelt eingezeichnet.
Alternativ könnte die vertikale Ebene 11 orthogonal zu der Verfahrrichtung der Laufkatze
3 verlaufen. Diese Ebene ist in FIG 1 gestrichelt eingezeichnet.
[0038] Diese Gleichungen lassen sich unter Berücksichtigung des Lagrange-Funktionals F

und der Lagrange-Gleichung

zu einer einzelnen Differenzialgleichung zusammenfassen, welche die Pendelbewegung
der Last 6 beschreibt. Diese Gleichung - nachfolgend auch als Bewegungsgleichung bezeichnet
- lautet exakt

[0039] Für kleine Winkel ϕ kann diese Gleichung durch die Beziehung

angenähert werden.
[0040] Anhand der Gleichungen 7 und 8 erkennt man zunächst den charakteristischen Eigenwert
der Pendelschwingung, also die Pendelfrequenz f. Denn ohne äußere Anregung, d.h. bei
unbeschleunigter Bewegung des Lastaufhängepunkts 2 und unveränderter Seillänge L,
vereinfacht sich beispielsweise die Gleichung 7 zu

[0041] Für die Pendelfrequenz f gilt daher die Beziehung

[0042] Weiterhin erkennt man die prinzipiellen Möglichkeiten, die Pendelschwingung der Last
6 zu beeinflussen, nämlich durch eine Beschleunigung der Laufkatze 3 bzw. allgemein
des Lastaufhängepunkts 2 und durch Einstellen der Seillänge L zu Zeiten, zu denen
die Last 6 nicht ruht, die erste zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Pendelwinkels ϕ also einen von Null verschiedenen Wert aufweist.
[0043] Unabhängig davon, welche Vorgehensweise zur Beeinflussung der Pendelbewegung im Stand
der Technik ergriffen wird, besteht das Ziel der Vorgehensweisen des Standes der Technik
stets darin, Pendelbewegungen zu unterdrücken bzw. zu dämpfen. Vorliegend wurde jedoch
erkannt, dass es auf die Pendelbewegung während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts
2 nicht ankommt. Die Last 6 kann also während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts
2 durchaus pendeln. Entscheidend ist lediglich, dass an einem Zielort, zu dem die
Steuereinrichtung 7 den Lastaufhängepunkt 2 und damit auch (soweit es die horizontale
Lage betrifft) die Last 6 verfährt, die Pendelbewegung wieder zum Stillstand kommt.
[0044] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung verfährt also - wie im Stand der Technik auch
- die Steuereinrichtung 7 durch Ansteuern des Katzantriebs 3' die Laufkatze 3 zu einem
Zielort. Während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts 2 stellt die Steuereinrichtung
7 - wie im Stand der Technik auch - durch Ansteuern des Hubwerks 5' die Seillänge
L des Seilsystems 5 ein. Im Einzelfall kann dies bedeuten, dass die Steuereinrichtung
7 die einmal eingestellte Seillänge L beibehält. In der Regel wird die Seillänge L
von der Steuereinrichtung 7 jedoch während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts 2
variiert. Neuartig und Kern der Erfindung ist jedoch die Art und Weise, auf welche
das Verfahren der Laufkatze 3 und das Einstellen der Seillänge L aufeinander abgestimmt
werden.
[0045] Im Rahmen des Verfahrens sind der Steuereinrichtung 7 gemäß den FIG 4 und 5 eine
anfängliche Seillänge L0, eine am Zielort zu erreichende Ziel-Seillänge L1 sowie ein
anfänglicher Auslenkwinkel ϕ0 der Pendelbewegung der Last 6 und/oder eine anfängliche
Ableitung
ϕ̇0 des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung gegeben. Die anfänglichen Werte ϕ0 und
ϕ̇0 können als absolute Werte gegeben sein. In der Regel sind sie als relative Größen,
also bezogen auf Amplituden, gegeben.
[0046] Weiterhin ist der Steuereinrichtung 7 gemäß den FIG 4 und 5 ein Endwert ϕ1 bekannt,
welchen der Auslenkwinkel ϕ am Zielort annehmen soll. Alternativ oder zusätzlich -
in der Regel zusätzlich - ist der Steuereinrichtung 7 ein Endwert
ϕ̇1 bekannt, welchen die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ am Zielort annehmen soll. Die Endwerte ϕ1,
ϕ̇1 können der Steuereinrichtung 7 beispielsweise aufgrund des Computerprogramms 8 als
solche bekannt sein. Alternativ können die Endwerte ϕ1,
ϕ̇1 der Steuereinrichtung 7 beispielsweise von einem Benutzer 12 des Krans 1 (siehe
FIG 1 und 2) vorgegeben werden. Die Endwerte ϕ1 und
ϕ̇1 können als absolute Werte gegeben sein. In der Regel sind sie analog zu den anfänglichen
Werten ϕ0 und
ϕ̇0 als relative Größen, also bezogen auf Amplituden, gegeben.
[0047] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung gemäß FIG 4 ist der Steuereinrichtung 7 weiterhin
der zeitliche Verlauf der Verfahrbewegung xK des Lastaufhängepunkts 2 vorgegeben.
In diesem Fall ermittelt die Steuereinrichtung 7 den zeitlichen Verlauf der Seillänge
L derart, dass am Zielort der Auslenkwinkel ϕ der Pendelbewegung den definierten Endwert
ϕ1 annimmt und/oder die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ den definierten Endwert
ϕ̇1 annimmt. Die Steuereinrichtung 7 stellt in diesem Fall während des Verfahrens des
Lastaufhängepunkts 2 die Seillänge L entsprechend dem ermittelten zeitlichen Verlauf
der Seillänge L ein.
[0048] Bei der Ausgestaltung gemäß FIG 5 ist der Steuereinrichtung 7 der zeitliche Verlauf
der Verfahrbewegung xK des Lastaufhängepunkts 2 nicht vorgegeben. Auch in diesem Fall
ermittelt die Steuereinrichtung 7 den zeitlichen Verlauf der Seillänge L. Zusätzlich
ermittelt die Steuereinrichtung 7 jedoch auch den zeitlichen Verlauf der Verfahrbewegung
xK des Lastaufhängepunkts 2. Die Steuereinrichtung 7 stimmt die beiden zeitlichen
Verläufe derart aufeinander ab, dass am Zielort der Auslenkwinkel ϕ der Pendelbewegung
den definierten Endwert ϕ1 annimmt und/oder die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ den definierten Endwert
ϕ̇1 annimmt. Die Steuereinrichtung 7 verfährt in diesem Fall den Lastaufhängepunkt 2
entsprechend dem für den Lastaufhängepunkt 2 ermittelten zeitlichen Verlauf und stellt
weiterhin während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts 2 die Seillänge L entsprechend
dem ermittelten für die Seillänge L zeitlichen Verlauf ein.
[0049] Konkrete Vorgehensweisen werden nachfolgend anhand mehrerer Beispiele erläutert.
Die Beispiele werden in Verbindung damit erläutert, dass die Laufkatze 3 in ihrer
Verfahrrichtung verfahren wird. In diesem Fall verläuft die vertikale Ebene 11, auf
welche die Pendelbewegung der Last 6 bezogen ist, parallel zur Verfahrrichtung der
Laufkatze 3. Es wäre jedoch ebenso möglich, den Kran 1 als Ganzes zu verfahren. In
diesem Fall verläuft die vertikale Ebene 11, auf welche die Pendelbewegung der Last
6 bezogen ist, orthogonal zur Verfahrrichtung der Laufkatze 3.
[0050] Weiterhin wird die vorliegende Erfindung unter der Annahme erläutert, dass der definierte
Endwert ϕ1 des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung Null ist und auch der definierte
Endwert
ϕ̇1 der zeitlichen Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung Null ist. Die definierten Endwerte ϕ1,
ϕ̇1 könnten jedoch ebenso andere Größen aufweisen. Beispielsweise könnte der definierte
Endwert ϕ1 des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung Null sein und der definierte Endwert
ϕ̇1 der zeitlichen Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung maximal sein, d.h. ihren maximalen Wert aufweisen
und in die gleiche Richtung zeigen, in welche die Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts
2 gerichtet ist. Auch andere Werte sind möglich.
[0051] Die Last 6 kann nach Bedarf ausgebildet sein. Beispielsweise kann es sich bei der
Last 6 um einen Spreader mit oder ohne vom Spreader aufgenommenen Container handeln.
Alternativ kann es sich beispielsweise um einen vollen oder leeren Greifer zum Umschlagen
von Schüttgut handeln. Auch andere Ausgestaltungen der Last 6 sind möglich.
Beispiel 1 (FIG 6)
[0052] Gemäß Beispiel 1 befindet sich der Lastaufhängepunkt 2 zu dem Zeitpunkt, zu dem das
erfindungsgemäße Verfahren ausgeführt wird, an einem Anfangsort x0. Der Lastaufhängepunkt
2 wird bereits mit einer konstanten Geschwindigkeit v verfahren. Die Geschwindigkeit
v soll beibehalten werden, bis der Lastaufhängepunkt 2 einen Ort x1 (nachfolgend als
Grenzort bezeichnet) erreicht. Danach soll der Lastaufhängepunkt 2 mit konstanter
Verzögerung in den Stillstand abgebremst werden. Bis der Lastaufhängepunkt 2 zum Stillstand
gekommen ist, wird er weiter bis zum Zielort x2 verfahren. Als gewünschte Endwerte
ϕ1,
ϕ̇1 für den Auslenkwinkel ϕ und die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ sei jeweils Null vorgegeben. Am Anfangsort x0 weist die Pendelbewegung
der Last 6 einen anfänglichen Auslenkwinkel ϕ0 und eine anfängliche zeitliche Ableitung
ϕ̇0 des Auslenkwinkels ϕ auf. Die anfängliche Seillänge L0 am Anfangsort x0 soll auch
am Grenzort x1 und am Zielort x2 gegeben sein.
[0053] Aufgrund der Bewegungsgleichung kann zurückgerechnet werden, welche Zwischenwerte
der Phasenwinkel ϕ und die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Phasenwinkels ϕ am Grenzort x1 aufweisen müssen. Aufgrund des Abstands zwischen
dem Anfangsort x0 und dem Grenzort x1 sowie der konstanten Geschwindigkeit v ist weiterhin
bekannt, in welcher Zeit der Lastaufhängepunkt 2 vom Anfangsort x0 zum Grenzort x1
verfahren wird. Durch zeitliche Fortschreibung der Pendelbewegung gemäß der Bewegungsgleichung
ab dem Anfangsort x0 kann somit weiterhin ohne weiteres ermittelt werden, welche Werte
der Auslenkwinkel ϕ und die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ aufweisen, wenn zwischen dem Anfangsort x0 und dem Grenzort
x1 die Seillänge L nicht geändert wird.
[0054] Im Einzelfall kann es geschehen, dass die sich ergebenden Werte des Auslenkwinkels
ϕ und der zeitlichen Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ mit den zurückgerechneten Zwischenwerten übereinstimmen. In
diesem Fall kann die Seillänge L unverändert beibehalten werden. In der Regel wird
sich jedoch eine Abweichung ergeben. Je nach Betrag und Vorzeichen der Abweichung
kann daher beispielsweise an einem Änderungsort x3 die Seillänge L von der anfänglichen
Seillänge L0 auf einen Zwischenwert verkürzt werden oder auf einen anderen Zwischenwert
verlängert werden, so dass die Last 6 mit größerer oder kleinerer Frequenz als zuvor
pendelt. An einem weiteren Änderungsort x4 wird dann die Seillänge L wieder auf die
anfängliche Seillänge L0 eingestellt. Die Last 6 pendelt ab dem weiteren Änderungsort
x4 wieder mit der gleichen Frequenz wie vor dem Änderungsort x3. Aufgrund der geänderten
Seillänge L zwischen den Änderungsorten x3 und x4 hat sich jedoch die Phasenlage der
Pendelbewegung geändert. Durch die Änderung der Seillänge L zwischen den Änderungsorten
x3 und x4 kann somit erreicht werden, dass am Grenzort x1 die zurückgerechneten Zwischenwerte
und somit am Zielort x2 die definierten Endwerte ϕ1,
ϕ̇1 erreicht werden.
[0055] Die Änderungsorte x3 und x4 und die Änderung der Seillänge L können nach Bedarf gewählt
werden. In der Regel kommt es nur darauf an, die Phasenlage der Pendelbewegung entsprechend
einzustellen. Vorzugsweise werden, soweit möglich, die Änderungsorte x3 und x4 so
gelegt, dass ein Verringern der Seillänge L erfolgt, während die Last 6 sich in einem
Extremum ihrer Pendelbewegung befindet, und dass ein Vergrößern der Seillänge L erfolgt,
während die Last 6 sich in einem Nulldurchgang ihrer Pendelbewegung befindet.
Beispiel 2 (FIG 6)
[0056] Beispiel 2 baut auf Beispiel 1 auf. Der Unterschied besteht darin, dass gemäß Beispiel
2 die Last 6 zunächst ohne Pendeln unter dem stillstehenden Lastaufhängepunkt 2 hängt.
Sodann soll die Last 6 von der Steuereinrichtung 7 durch Ansteuern des Katzantriebs
3' mit einer vorbestimmten Beschleunigung auf den Zielort x2 zu beschleunigt werden,
bis er die konstante Geschwindigkeit v erreicht. Sodann reduziert die Steuereinrichtung
7 die Beschleunigung des Lastaufhängepunkts 2 auf Null.
[0057] Die Lösung ist völlig analog Beispiel 1. Es müssen lediglich anhand der Bewegungsgleichung
der anfängliche Auslenkwinkel ϕ0 der Pendelbewegung und die anfängliche zeitliche
Ableitung
ϕ̇0 des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung ermittelt werden, welche die Last 6 aufweist,
wenn die Beschleunigung des Lastaufhängepunkts 2 auf Null reduziert wird. Ferner muss
der zugehörige Anfangsort x0 ermittelt werden.
Beispiel 3 (FIG 7)
[0058] Auch Beispiel 3 baut auf Beispiel 1 auf. Der Unterschied besteht darin, dass gemäß
Beispiel 3 der Steuereinrichtung 7 zusätzlich eine Seilgeschwindigkeit gegeben ist,
mit der die Seillänge L vor dem Zielort x2 - beispielsweise ab dem Grenzort x1 - auf
eine Ziel-Seillänge L1 erhöht werden soll (die Last 6 also abgesenkt werden soll).
[0059] Auch hier ist die Lösung völlig analog Beispiel 1. Denn die Bewegungsgleichung ist
universell und deckt auch den Fall mit ab, dass die Seillänge L sich ändert. Insbesondere
bestimmt die Steuereinrichtung 7 anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung
des Lastaufhängepunkts 2, der anfänglichen Seillänge L0 und der Ziel-Seillänge L1
einen weiteren Grenzort x1'. Ab dem Erreichen des weiteren Grenzorts x1' erhöht die
Steuereinrichtung 7 die Seillänge L mit der Seilgeschwindigkeit auf die Ziel-Seillänge
L1.
[0060] Aufgrund der Bewegungsgleichung kann zurückgerechnet werden, welche Zwischenwerte
der Phasenwinkel ϕ und die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Phasenwinkels ϕ am Grenzort x1 und am weiteren Grenzort x1' aufweisen müssen.
Vor dem zuerst erreichten der beiden Grenzorte x1, x1' erfolgt eine gleichförmige
Bewegung des Lastaufhängepunkts 2 mit der Geschwindigkeit v und freier Pendelung der
Last 6. Ab dem zuerst erreichten der beiden Grenzorte x1, x1' werden der Lastaufhängepunkt
2 beschleunigt und/oder die Seillänge L geändert, so dass auf die Pendelbewegung Einfluss
genommen wird.
[0061] Analog zu Beispiel 1 kann daher aufgrund des Abstands zwischen dem Anfangsort x0,
dem zuerst erreichten der beiden Grenzorte x1, x1' und der konstanten Geschwindigkeit
v ermittelt werden, in welcher Zeit der Lastaufhängepunkt 2 vom Anfangsort x0 zum
zuerst erreichten Grenzort x1, x1' verfahren wird. Durch zeitliche Fortschreibung
der Pendelbewegung gemäß der Bewegungsgleichung ab dem Anfangsort x0 kann somit weiterhin
ohne weiteres ermittelt werden, welche Werte der Auslenkwinkel ϕ und die zeitliche
Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ aufweisen, wenn zwischen dem Anfangsort x0 und dem zuerst erreichten
der beiden Grenzorte x1, x1' die Seillänge L nicht geändert wird. Die Kompensation
der Phasenlage der Pendelbewegung kann wie zuvor in Beispiel 1 erfolgen.
Beispiel 4 (FIG 7)
[0062] Beispiel 4 baut auf Beispiel 2 auf. Der Unterschied besteht darin, dass gemäß Beispiel
4 die Steuereinrichtung 7 während des Beschleunigens des Lastaufhängepunkts 2 durch
Ansteuern des Hubwerks 5' die Seillänge L auf die anfängliche Seillänge L0 reduziert.
In diesem Fall berücksichtigt die Steuereinrichtung 7 die Reduzierung der Seillänge
L bei der Ermittlung des anfänglichen Auslenkwinkels ϕ0 der Pendelbewegung und/ oder
der anfänglichen Ableitung
ϕ̇0 des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung. Auch hier ist die Berücksichtigung ohne
weiteres möglich, weil die Bewegungsgleichung universell ist.
[0063] Selbstverständlich sind auch Kombinationen der Beispiele 1 bis 4 möglich.
Beispiel 5 (FIG 8)
[0064] Gemäß Beispiel 5 befindet sich der Lastaufhängepunkt 2 zu dem Zeitpunkt, zu dem das
erfindungsgemäße Verfahren ausgeführt wird, am Anfangsort x0. Der Lastaufhängepunkt
2 wird bereits mit der konstanten Geschwindigkeit v verfahren. Die Geschwindigkeit
v soll beibehalten werden, bis der Lastaufhängepunkt 2 einen noch zu bestimmenden
Ort x1 (nachfolgend wieder als Grenzort bezeichnet) erreicht. Danach soll der Lastaufhängepunkt
2 mit konstanter Verzögerung in den Stillstand abgebremst werden. Bis der Lastaufhängepunkt
2 zum Stillstand gekommen ist, wird er weiter bis zum Zielort x2 verfahren. Solange
der Lastaufhängepunkt 2 mit konstanter Geschwindigkeit v verfahren wird, soll die
Seillänge L auf ihrem ursprünglichen Wert L0 beibehalten werden. Ab dem Grenzort x1
soll die Seillänge L von ihrem ursprünglichen Wert L0 auf eine Ziel-Seillänge L1 vergrößert
werden. Das Verlängern der Seillänge L soll zwischen dem Grenzort x1 und dem Zielort
x2 mit einer konstanten Seilgeschwindigkeit erfolgen.
[0065] Die Steuereinrichtung 7 ist daher in der Lage, vorläufig den Grenzort x1 festzulegen
und ausgehend von dem Anfangsort x0 und dem dort gegebenen Pendelzustand den Pendelzustand
am Grenzort x1 zu ermitteln. Die vorläufige Festlegung des Grenzorts x1 kann mehr
oder minder willkürlich sein. Beispielsweise kann beim Ansetzen des Grenzorts x1 davon
ausgegangen werden, dass die Verzögerung des Lastaufhängepunkts 2 und/oder die Seilgeschwindigkeit
vL ihre Maximalwerte annehmen.
[0066] Sodann kann die Steuereinrichtung 7, ausgehend vom Grenzort x1 unter Berücksichtigung
der (negativen) Beschleunigung des Lastaufhängepunkts 2 und der (positiven) Änderung
der Seillänge L den Pendelzustand am Zielort x2 zu ermitteln.
[0067] In der Regel wird der sich ergebende Pendelzustand der Last 6 - also dessen Auslenkwinkel
ϕ und dessen zeitliche Änderung
ϕ̇ - am Zielort x2 von den vorgegebenen, definierten Endwerten ϕ1,
ϕ̇1 verschieden sein. Die Steuereinrichtung 7 kann daher aufgrund der sich ergebenden
Abweichungen den Grenzort x1 neu bestimmen und für den neu bestimmten Grenzort x1
erneut ermitteln, welcher Pendelzustand der Last 6 sich am Zielort x2 ergibt. Dadurch
kann durch einige wenige Iterationen schnell der korrekte Grenzort x1 ermittelt werden.
Beispiel 6 (FIG 8)
[0068] Beispiel 6 baut auf Beispiel 5 auf. Der Unterschied besteht darin, dass gemäß Beispiel
6 die Last 6 zunächst ohne Pendeln unter dem stillstehenden Lastaufhängepunkt 2 hängt.
Sodann soll die Last 6 von der Steuereinrichtung 7 durch Ansteuern des Katzantriebs
3' mit einer vorbestimmten Beschleunigung auf den Zielort x2 zu beschleunigt werden,
bis er die konstante Geschwindigkeit v erreicht. Sodann reduziert die Steuereinrichtung
7 die Beschleunigung des Lastaufhängepunkts 2 auf Null.
[0069] Die Lösung ist völlig analog Beispiel 5. Es müssen lediglich anhand der Bewegungsgleichung
der anfängliche Auslenkwinkel ϕ der Pendelbewegung und die anfängliche zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung ermittelt werden, welche die Last 6 aufweist,
wenn die Beschleunigung des Lastaufhängepunkts 2 auf Null reduziert wird. Ferner muss
der zugehörige Anfangsort x0 ermittelt werden.
Beispiel 7 (FIG 9)
[0070] Beispiel 7 baut auf Beispiel 6 auf. Der Unterschied zu Beispiel 6 besteht darin,
dass gemäß Beispiel 7 die Steuereinrichtung 7 während des Beschleunigens des Lastaufhängepunkts
2 durch Ansteuern des Hubwerks 5' die Seillänge L auf die anfängliche Seillänge L0
reduziert. In diesem Fall berücksichtigt die Steuereinrichtung 7 die Reduzierung der
Seillänge L bei der Ermittlung des anfänglichen Auslenkwinkels ϕ0 der Pendelbewegung
und/oder der anfänglichen Ableitung
ϕ̇0 des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung. Auch hier ist die Berücksichtigung ohne
weiteres möglich, weil die Bewegungsgleichung universell ist.
[0071] Selbstverständlich sind auch Variationen der Beispiele 5 bis 7 möglich. Insbesondere
(Beispiele 8 bis 10 - FIG 10) ist es möglich, dass die Seilgeschwindigkeit zwischen
dem Grenzort x1 und dem Zielort x2 nicht konstant gehalten wird, sondern um eine mittlere
Seilgeschwindigkeit oszilliert. Die zugehörige Oszillationsfrequenz sollte jedoch
derart bestimmt sein, dass in dem Zeitraum, welchen der Lastaufhängepunkt 2 zum Verfahren
vom Grenzort x1 zum Zielort x2 benötigt, mindestens drei vollständige Oszillationen
der Seilgeschwindigkeit ausgeführt werden.
[0072] Es ist möglich, die erfindungsgemäße Vorgehensweise rein gesteuert auszuführen. Beispielsweise
kann in manchen Fällen (beispielsweise beim Umschlagen von Containern) ohne weiteres
davon ausgegangen werden, dass beim Aufnehmen eines Containers mittels eines Spreaders
(in diesem Fall ist die Last 6 der Spreader mit dem Container) und beim Abheben des
Spreaders von einem abgesetzten Container (in diesem Fall ist die Last 6 der Spreader
allein) der Pendelzustand zunächst ruhend ist. Alternativ zu einer Steuerung ist es
möglich, dass die Steuereinrichtung 7 eine Regelung realisiert. In diesem Fall erfasst
die Steuereinrichtung 7 während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts 2 kontinuierlich
den Auslenkwinkel ϕ der Pendelbewegung und/oder die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung. Dadurch ist die Steuereinrichtung 7 in der
Lage, in dem Fall, dass der zeitliche Verlauf der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts
2 gegeben ist, den zeitlichen Verlauf der Seillänge L kontinuierlich - also in Echtzeit
- zu bestimmen. Ebenso ist die Steuereinrichtung 7 in dem Fall, dass der zeitliche
Verlauf der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts 2 nicht gegeben ist, in der Lage
den zeitlichen Verlauf der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts 2 und den zeitlichen
Verlauf der Seillänge L kontinuierlich - also in Echtzeit - zu bestimmen. Eine Regelung
ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das Anfahren des Lastaufhängepunkts 2 aus dem
Stillstand manuell erfolgt und sodann in ein automatisiertes Verfahren zum Zielort
x2 übergegangen wird.
[0073] Die Verfahrbewegungen des Lastaufhängepunkts 2 und die Bestimmung der Seillänge L
können unter Verwendung der Bewegungsgleichung ebenso mittels Verfahren der mathematischen
Optimierung berechnet werden. In diesem Fall sucht ein numerischer Algorithmus nach
einem vorgegebenen Optimierungskriterium (beispielsweise zeitoptimal oder energieoptimal)
und unter Berücksichtigung von Randbedingungen wie beispielsweise maximal möglichen
Geschwindigkeiten und Beschleunigungen, zu umfahrenden Hindernissen und dergleichen
mehr die beste Lösung.
[0074] Die entsprechende Erfassungseinrichtung 13 zur Erfassung des Pendelzustands der Last
6, also von Daten, die für den Auslenkwinkel ϕ des Seilsystems 5 und/oder mindestens
eine zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ - beispielsweise die Winkelgeschwindigkeit oder die Winkelbeschleunigung
- charakteristisch sind, kann nach Bedarf ausgebildet sein. Beispielsweise können
gemäß der Darstellung in den FIG 1 und 2 mittels ortsfester Kameras Bilder erfasst
werden, durch deren Auswertung der Auslenkwinkel ϕ und/oder dessen zeitliche Ableitung
ϕ̇ ermittelt werden können. Alternativ ist es möglich, mittels einer auf der Laufkatze
3 angeordneten Kamera ein nach unten gerichtetes Bild zu erfassen und durch dessen
Auswertung den Auslenkwinkel ϕ und/oder dessen zeitliche Ableitung
ϕ̇ zu ermitteln. Weiterhin ist es möglich, eine Kraft zu erfassen, die auf die Laufkatze
3 wirkt, und diese Kraft im Sinne einer entsprechenden Auswertung zu verarbeiten.
Die letztgenannte Vorgehensweise ist insbesondere dann möglich, wenn die vertikale
Ebene 11 parallel zur Verfahrrichtung der Laufkatze 3 verläuft. Welche Vorgehensweise
konkret ergriffen wird, ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung von untergeordneter
Bedeutung. Entscheidend ist lediglich, dass anhand der erfassten Daten der Auslenkwinkel
ϕ und/oder dessen zeitliche Ableitung
ϕ̇ ermittelt werden können.
[0075] In dem Fall, dass der Steuereinrichtung 7 der zeitliche Verlauf der Verfahrbewegung
des Lastaufhängepunkts 2 vorgegeben ist, ist es möglich, dass ein einmal vorgegebener
zeitlicher Verlauf nicht mehr geändert werden kann. Alternativ ist es möglich, dass
der zeitliche Verlauf - beispielsweise aufgrund einer entsprechenden Eingabe durch
den Benutzer 12 (siehe ebenfalls FIG 1 und 2) - während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts
2 geändert wird. In diesem Fall bestimmt die Steuereinrichtung 7 den zeitlichen Verlauf
der Seillänge L unter Berücksichtigung der geänderten Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts
2 neu.
[0076] Je nach Zeitpunkt und Ausmaß einer Änderung der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts
2 kann es im Einzelfall geschehen, dass im Rahmen der Möglichkeiten (beispielsweise
der maximal möglichen Seilgeschwindigkeit und der verbleibenden Zeit) das erfindungsgemäße
Verfahren nicht mehr ausgeführt werden kann. In diesem Fall bestimmt die Steuereinrichtung
7 den zeitlichen Verlauf der Seillänge L derart, dass der definierte Endwert ϕ1,
ϕ̇1 des Auslenkwinkel ϕ und der zeitlichen Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ so weit wie möglich angenähert werden. Insbesondere für den
Fall, dass sowohl der definierte Endwert ϕ1 des Auslenkwinkels ϕ als auch der definierte
Endwert
ϕ̇1 der zeitlichen Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ Null sind, bestimmt die Steuereinrichtung 7 in einem derartigen
Fall den zeitlichen Verlauf der Seillänge L derart, dass die Energie der nicht mehr
zu vermeidenden Restpendelbewegung möglichst gering ist.
[0077] Zusammengefasst betrifft die vorliegende Erfindung somit folgenden Sachverhalt:
Eine Last 6 ist über ein Seilsystem 5 eines Krans 1 an einem Lastaufhängepunkt 2 aufgehängt.
Eine Steuereinrichtung 7 verfährt durch Ansteuern eines Antriebs 3', 5' den Lastaufhängepunkt
2 zu einem Zielort x2. Die Steuereinrichtung 7 stellt während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts
2 durch Ansteuern eines Hubwerks 5' eine Seillänge L des Seilsystems 5 ein.
[0078] Der Steuereinrichtung 7 sind eine anfängliche Seillänge L0, eine am Zielort x2 zu
erreichende Ziel-Seillänge L1 sowie ein anfänglicher Auslenkwinkel ϕ0 einer Pendelbewegung,
welche die Last 6 während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts 2 zum Zielort x2 in
einer den Lastaufhängepunkt 2 enthaltenden vertikalen Ebene 11 um den Lastaufhängepunkt
2 ausführt, und/oder eine anfängliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung gegeben. Die Steuereinrichtung 7 ermittelt
bei gegebenem zeitlichem Verlauf der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts 2 einen
zeitlichen Verlauf der Seillänge L und stellt die Seillänge L entsprechend dem ermittelten
zeitlichen Verlauf ein. Die Ermittlung erfolgt derart, dass am Zielort x2 der Auslenkwinkel
ϕ der Pendelbewegung und/oder die zeitliche Ableitung
ϕ̇ des Auslenkwinkels ϕ der Pendelbewegung einen definierten Endwert ϕ1,
ϕ̇1 annehmen.
[0079] Die vorliegende Erfindung weist viele Vorteile auf. Insbesondere kann das erfindungsgemäße
Verfahren direkt in die Kransteuerung integriert werden. In der Kransteuerung sind
alle erforderlichen Anlagenparameter und Sensorinformationen bekannt. Vor allem aber
kann die Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts 2 in erheblichem Umfang unabhängig
von einer dadurch bewirkten Pendelbewegung der Last 6 bestimmt werden. Ein Pendeln
der Last 6 während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts 2 kann hingenommen werden.
Es muss lediglich dafür gesorgt werden, dass am Endpunkt der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts
2, also am Zielort x2, der gewünschte Pendelzustand erreicht wird. Dies kann durch
Einstellen der Seillänge L während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts 2 erreicht
werden.
[0080] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung, gemäß den Ansprüchen, zu verlassen.
1. Verfahren zum Verfahren einer Last (6) mittels eines Krans (1), wobei die Last (6)
über ein Seilsystem (5) des Krans (1) an einem Lastaufhängepunkt (2) des Krans (1)
aufgehängt ist,
- wobei eine Steuereinrichtung (7) des Krans (1) durch Ansteuern eines Antriebs (3',
1') den Lastaufhängepunkt (2) zu einem Zielort (x2) verfährt,
- wobei die Steuereinrichtung (7) während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts (2)
durch Ansteuern eines Hubwerks (5') eine Seillänge (L) des Seilsystems (5) einstellt,
- wobei der Steuereinrichtung (7) eine anfängliche Seillänge (L0), eine am Zielort
(x2) zu erreichende Ziel-Seillänge (L1) sowie ein anfänglicher Auslenkwinkel (ϕ0)
einer Pendelbewegung, welche die Last (6) während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts
(2) zum Zielort (x2) in einer den Lastaufhängepunkt (2) enthaltenden vertikalen Ebene
(11) um den Lastaufhängepunkt (2) ausführt, und/oder eine anfängliche Ableitung (ϕ̇0) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung gegeben sind und
- wobei die Steuereinrichtung (7) bei gegebenem zeitlichem Verlauf der Verfahrbewegung
des Lastaufhängepunkts (2) einen zeitlichen Verlauf der Seillänge (L) derart ermittelt
und einstellt, dass am Zielort (x2) der Auslenkwinkel (ϕ) der Pendelbewegung und/oder
eine zeitliche Ableitung (ϕ̇) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung einen definierten Endwert (ϕ1, ϕ̇1) annehmen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der definierte Endwert (ϕ1) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung Null ist und/oder
dass der definierte Endwert (ϕ̇1) der zeitlichen Ableitung (ϕ̇) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung Null oder maximal ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Steuereinrichtung (7) zusätzlich eine Seilgeschwindigkeit, mit der die Seillänge
(L) vor dem Zielort (x2) erhöht werden soll, gegeben ist,
- dass die Steuereinrichtung (7) anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts (2), der anfänglichen Seillänge (L0), der Ziel-Seillänge (L1) und
der Seilgeschwindigkeit einen Grenzort (x1) bestimmt,
- dass die Steuereinrichtung (7) ab dem Erreichen des Grenzorts (x1) die Seillänge (L) mit
der Seilgeschwindigkeit auf die Ziel-Seillänge (L1) erhöht,
- dass die Steuereinrichtung (7) anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts (2) vom Grenzort (x1) zum Zielpunkt (x2), der Seilgeschwindigkeit,
der Ziel-Seillänge (L1) und des definierten Endwerts (ϕ1) des Auslenkwinkels (ϕ) und/oder
des definierten Endwerts ( ϕ̇1) der zeitlichen Ableitung (ϕ̇) des Auslenkwinkels (ϕ) für den Grenzort (x1) einen Zwischenwert des Auslenkwinkels
(ϕ) und/oder der zeitlichen Ableitung (ϕ̇) des Auslenkwinkels (ϕ) ermittelt und
- dass die Steuereinrichtung (7) anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts (2) bis zum Grenzort (x1), der anfänglichen Seillänge (L0), des
anfänglichen Auslenkwinkels (ϕ0) der Pendelbewegung und/oder der anfänglichen Ableitung
(ϕ̇0) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung den zeitlichen Verlauf der Seillänge
(L) bis zum Erreichen des Grenzorts (x1) derart bestimmt, dass am Grenzort (x1) der
Auslenkwinkel (ϕ) der Pendelbewegung und/oder die zeitliche Ableitung (ϕ̇) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung den ermittelten Zwischenwert annehmen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Steuereinrichtung (7) anhand des zeitlichen Verlaufs der Verfahrbewegung des
Lastaufhängepunkts (2), der anfänglichen Seillänge (L0), der Ziel-Seillänge (L1),
des anfänglichen Auslenkwinkels (ϕ0) der Pendelbewegung und/ oder der anfänglichen
zeitlichen Ableitung (ϕ̇0) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung einen Grenzort (x1) ermittelt,
- dass die Steuereinrichtung (7) ab dem Grenzort (x1) die Seillänge (L) entweder mit einer
mittleren Seilgeschwindigkeit oder mit einer um die mittlere Seilgeschwindigkeit oszillierenden
Seilgeschwindigkeit erhöht,
- dass die mittlere Seilgeschwindigkeit durch die Differenz der Ziel-Seillänge (L1) und
der anfänglichen Seillänge (L0), dividiert durch die zum Verfahren des Lastaufhängepunkts
(2) vom Grenzort (x1) zum Zielort (x2) benötigte Zeit gegeben ist und
- dass die Steuereinrichtung (7) den Grenzort (x1) derart ermittelt, dass am Zielort (x2)
der Auslenkwinkel (ϕ) der Pendelbewegung und/oder die zeitliche Ableitung (ϕ̇) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung den definierten Endwert (ϕ1, ϕ̇1) annehmen.
5. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Last (6) zunächst an einem Anfangsort (x0) der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts
(2) ohne Pendeln unter dem Lastaufhängepunkt (2) hängt, dass die Steuereinrichtung
(7) den Lastaufhängepunkt (2) durch Ansteuern des Antriebs (3', 1') ausgehend vom
Anfangsort (x0) mit einer vorbestimmten Beschleunigung auf den Zielort (x2) zu beschleunigt,
bis der Lastaufhängepunkt (2) mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit (v) verfahren
wird, dass die Steuereinrichtung (7) sodann die Beschleunigung auf Null reduziert
und dass die Steuereinrichtung (7) den anfänglichen Auslenkwinkel (ϕ0) der Pendelbewegung
und/oder die anfängliche Ableitung (ϕ̇0) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung anhand der vorbestimmten Beschleunigung
und der vorbestimmten Geschwindigkeit sowie der Seillänge (L) während der Beschleunigung
ermittelt.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinrichtung (7) während des Beschleunigens des Lastaufhängepunkts (2) durch
Ansteuern des Hubwerks (5') die Seillänge (L) auf die anfängliche Seillänge (L0) reduziert
und dass die Steuereinrichtung (7) die Reduzierung der Seillänge (L) bei der Ermittlung
des anfänglichen Auslenkwinkels (ϕ0) der Pendelbewegung und/oder der anfänglichen
Ableitung ( ϕ̇0) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung berücksichtigt.
7. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinrichtung (7) während des Verfahrens des Lastaufhängepunkts (2) kontinuierlich
den Auslenkwinkel (ϕ) der Pendelbewegung und/oder die zeitliche Ableitung (ϕ̇) des Auslenkwinkels (ϕ) der Pendelbewegung erfasst und dass die Steuereinrichtung
(7) den zeitlichen Verlauf der Seillänge (L) kontinuierlich bestimmt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lastaufhängepunkt (2) auf einem Ausleger (4) des Krans (1) mittels einer Laufkatze
(3) in einer Verfahrrichtung verfahrbar ist und dass die vertikale Ebene (11), auf
welche die Pendelbewegung der Last (6) bezogen ist, parallel zur Verfahrrichtung verläuft.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lastaufhängepunkt (2) auf einem Ausleger (4) des Krans (1) mittels einer Laufkatze
(3) in einer Verfahrrichtung verfahrbar, dass zusätzlich der Kran (1) als Ganzes orthogonal
zur Verfahrrichtung der Laufkatze (3) verfahrbar ist und dass die vertikale Ebene
(11), auf welche die Pendelbewegung der Last (6) bezogen ist, orthogonal zur Verfahrrichtung
verläuft.
10. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zeitliche Verlauf der Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts (2) während des
Verfahrens des Lastaufhängepunkts (2) geändert wird und dass die Steuereinrichtung
(7) den zeitlichen Verlauf der Seillänge (L) unter Berücksichtigung der geänderten
Verfahrbewegung des Lastaufhängepunkts (2) neu bestimmt.
11. Computerprogramm, wobei das Computerprogramm Maschinencode (9) umfasst, der von einer
Steuereinrichtung (7) für einen Kran (1) abarbeitbar ist, wobei die Abarbeitung des
Maschinencodes (9) durch die Steuereinrichtung (7) bewirkt, dass die Steuereinrichtung
(7) den Kran (1) gemäß einem Verfahren nach einem der obigen Ansprüche betreibt.
12. Steuereinrichtung für einen Kran (1), wobei die Steuereinrichtung mit einem Computerprogramm
(8) nach Anspruch 11 programmiert ist.
13. Kran,
- wobei der Kran einen Lastaufhängepunkt (2) aufweist, an dem über ein Seilsystem
(5) des Krans eine Last (6) aufgehängt ist,
- wobei der Kran mindestens einen Antrieb (3', 1') aufweist, mittels dessen der Lastaufhängepunkt
(2) in einer Verfahrrichtung verfahrbar ist,
- wobei der Kran ein Hubwerk (5') aufweist, mittels dessen eine Seillänge (L) des
Seilsystems (5) einstellbar ist,
- wobei der Kran eine Steuereinrichtung (7) aufweist, die gemäß Anspruch 12 ausgebildet
ist.
1. Method of moving a load (6) by means of a crane (1), wherein the load (6) is suspended
at a load suspension point (2) of the crane (1) via a cable system (5) of the crane
(1),
- wherein a control device (7) of the crane (1) moves the load suspension point (2)
to a destination (x2) by actuating a drive (3', 1'),
- wherein during the travel of the load suspension point (2) the control device (7)
adjusts a cable length (L) of the cable system (5) by actuating a hoisting mechanism
(5'),
- wherein the control device (7) is given an initial cable length (L0), a target cable
length (L1) to be achieved at the destination (x2) and an initial deflection angle
(ϕ0) of an oscillating motion which the load (6) executes about the load suspension
point (2) during the travel of the load suspension point (2) to the destination (x2)
on a vertical plane (11) containing the load suspension point (2), and/or an initial
derivative (ϕ̇0) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion and
- wherein for a given time characteristic of the travel of the load suspension point
(2) the control device (7) determines and adjusts a time characteristic of the cable
length (L) such that at the destination (x2) the deflection angle (ϕ) of the oscillating
motion and/or a time derivative (ϕ̇) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating
motion assume a defined final value (ϕ1, ϕ̇1).
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the defined final value (ϕ1) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion
is zero and/or the defined final value (ϕ̇1) of the time derivative (ϕ̇) of the deflection
angle (ϕ) of the oscillating motion is zero or the maximum.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
- the control device (7) is additionally given a cable velocity at which the cable
length (L) is to be increased upstream of the destination (x2),
- on the basis of the time characteristic of the travel of the load suspension point
(2), the initial cable length (L0), the target cable length (L1) and the cable velocity
the control device (7) determines a limit point (x1),
- on reaching the limit point (x1) the control device (7) increases the cable length
(L) at the cable velocity to the target cable length (L1),
- on the basis of the time characteristic of the travel of the load suspension point
(2) from the limit point (x1) to the destination (x2), the cable velocity, the target
cable length (L1) and the defined final value (ϕ1) of the deflection angle (ϕ) and/or
of the defined final value (ϕ̇1) of the time derivative (ϕ̇) of the deflection angle
(ϕ) for the limit point (x1) the control device (7) determines an intermediate value
of the deflection angle (ϕ) and/or the time derivative (ϕ̇) of the deflection angle
(ϕ) and
- on the basis of the time characteristic of the travel of the load suspension point
(2) up to the limit point (x1), the initial cable length (L0), the initial deflection
angle (ϕ0) of the oscillating motion and/or the initial derivative (ϕ̇0) of the deflection
angle (ϕ) of the oscillating motion the control device (7) determines the time characteristic
of the cable length (L) until reaching the limit point (x1), such that at the limit
point (x1) the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion and/or the time derivative
(ϕ̇) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion assume the intermediate
value determined.
4. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
- on the basis of the time characteristic of the travel of the load suspension point
(2), the initial cable length (L0), the target cable length (L1), the initial deflection
angle (ϕ0) of the oscillating motion and/or the initial time derivative (ϕ̇0) of the
deflection angle (ϕ) of the oscillating motion the control device (7) determines a
limit point (x1),
- the control device (7), as from the limit point (x1), increases the cable length
(L) either at an average cable velocity or at a cable velocity oscillating around
the average cable velocity,
- the average cable velocity is given by the difference between the target cable length
(L1) and the initial cable length (L0), divided by the time required to move the load
suspension point (2) from the limit point (x1) to the destination (x2) and
- the control device (7) determines the limit point (x1) such that at the destination
(x2) the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion and/or the time derivative
(ϕ̇) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion assume the defined final
value (ϕ1, ϕ̇1).
5. Method according to one of the above claims,
characterised in that
the load (6) initially hangs beneath the load suspension point (2) at an initial location
(x0) of the travel of the load suspension point (2) without oscillation, the control
device (7) accelerates the load suspension point (2) by actuating the drive (3', 1')
starting from the initial location (x0) at a predetermined acceleration to the destination
(x2) until the load suspension point (2) is travelling at a predetermined velocity
(v), the control device (7) then reduces the acceleration to zero, and the control
device (7) determines the initial deflection angle (ϕ0) of the oscillating motion
and/or the initial derivative (ϕ̇0) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating
motion on the basis of the predetermined acceleration and the predetermined velocity
as well as the cable length (L) during the acceleration.
6. Method according to claim 5,
characterised in that
the control device (7) reduces the cable length (L) to the initial cable length (L0)
during the acceleration of the load suspension point (2) by actuating the hoisting
mechanism (5'), and the control device (7) takes account of the reduction of the cable
length (L) when determining the initial deflection angle (ϕ0) of the oscillating motion
and/or the initial derivative (ϕ̇0) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating
motion.
7. Method according to one of the above claims,
characterised in that
the control device (7) continuously records, during the travel of the load suspension
point (2), the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion and/or the time derivative
(ϕ̇) of the deflection angle (ϕ) of the oscillating motion, and the control device
(7) continuously determines the time characteristic of the cable length (L).
8. Method according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
the load suspension point (2) can travel in a direction of travel on a jib (4) of
the crane (1) by means of a trolley (3), and the vertical plane (11) to which the
oscillating motion of the load (6) relates extends parallel to the direction of travel.
9. Method according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
the load suspension point (2) can travel in a direction of travel on a jib (4) of
the crane (1) by means of a trolley (3), in addition the crane (1) as a whole can
travel orthogonally to the direction of travel of the trolley (3), and the vertical
plane (11) to which the oscillating motion of the load (6) relates extends orthogonally
to the direction of travel.
10. Method according to one of the above claims,
characterised in that
the time characteristic of the travel of the load suspension point (2) is modified
during the travel of the load suspension point (2), and the control device (7) determines
the time characteristic of the cable length (L) afresh, taking into account the modified
travel of the load suspension point (2).
11. Computer program, wherein the computer program comprises machine code (9) which can
be executed by a control device (7) for a crane (1), wherein the execution of the
machine code (9) by the control device (7) causes the control device (7) to operate
the crane (1) in accordance with a method according to one of the above claims.
12. Control device for a crane (1), wherein the control device is programmed with a computer
program (8) according to claim 11.
13. Crane,
- wherein the crane has a load suspension point (2) at which a load (6) is suspended
via a cable system (5) of the crane,
- wherein the crane has at least one drive (3', 1'), by means of which the load suspension
point (2) can travel in a direction of travel,
- wherein the crane has a hoisting mechanism (5'), by means of which a cable length
(L) of the cable system (5) can be adjusted,
- wherein the crane has a control device (7) which is embodied in accordance with
claim 12.
1. Procédé de déplacement d'une charge (6) au moyen d'une grue (1), la charge (6) étant
suspendue par un système (5) à câble de la grue (1) à un point (2) de suspension de
la charge de la grue (1),
- dans lequel un dispositif (7) de commande de la grue (1) déplace, en commandant
un entraînement (3', 1'), le point (2) de suspension de la charge vers un emplacement
(x2) cible,
- dans lequel le dispositif (7) de commande règle pendant le déplacement du point
(2) de suspension de la charge, une longueur (L) de câble du système (5) à câble en
commandant un dispositif (5') de levage,
- dans lequel on donne au dispositif (7) de commande une longueur (L0) initiale de
câble, une longueur (L1) cible de câble à atteindre à l'emplacement (x2) cible ainsi
qu'un angle (ϕ0) initial de déviation d'un mouvement oscillant que la charge exécute
autour du point (2) de suspension de la charge dans un plan (11) vertical contenant
le point (2) de suspension de la charge pendant le déplacement du point (2) de suspension
de la charge vers l'emplacement (x2) cible et/ou une dérivée (ϕ'0) de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant et
- dans lequel le dispositif (7) de commande détermine et règle, pour une variation
en fonction du temps donné du mouvement de déplacement du point (2) de suspension
de charge, une variation en fonction du temps de la longueur (L) du câble de manière
à ce qu'à l'emplacement (x2) cible, l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant
et/ou une dérivée (ϕ') en fonction du temps de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant, prenne
une valeur (ϕ1, ϕ'1) finale définie.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que la valeur (ϕ1) finale définie de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant
est nulle et/ou en ce que la valeur (ϕ' 1) finale définie de la dérivée (ϕ') en fonction du temps de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant est nulle
ou maximale.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé
- en ce qu'il est donné au dispositif (7) de commande, en outre, une vitesse du câble à laquelle
la longueur (L) du câble doit être augmentée avant l'emplacement (x2) cible,
- en ce que le dispositif (7) de commande détermine un emplacement (x1) limite à l'aide de la
courbe en fonction du temps du mouvement de déplacement du point (2) de suspension
de la charge, de la longueur (L0) initiale du câble, de la longueur (L1) cible du
câble et de la vitesse du câble,
- en ce que le dispositif (7) de commande augmente jusqu'à la longueur (L1) cible du câble, à
la vitesse du câble, la longueur (L) du câble, à partir du moment où l'emplacement
(x1) limite est atteint,
- dans lequel le dispositif (7) de commande détermine, pour l'emplacement (x1) limite,
une valeur intermédiaire de l'angle (ϕ) de déviation et/ou de la dérivée (ϕ') en fonction du temps de l'angle (ϕ) de déviation à l'aide de la variation en fonction
du temps du mouvement de déplacement du point (2) de suspension de la charge de l'emplacement
(x1) limite au point (x2) cible, de la vitesse du câble, de la longueur (L1) cible
du câble et de la valeur (ϕ'1) finale définie de l'angle (ϕ) de déviation et/ou de la valeur (ϕ'1) finale définie de la dérivée (ϕ') en fonction du temps de l'angle (ϕ) de déviation, et- en ce que le dispositif (7)
de commande détermine la courbe en fonction du temps de la longueur ( L) du câble
jusqu'à ce que l'emplacement (x1) limite soit atteint à l'aide de la courbe en fonction
du temps du mouvement de déplacement du point (2) de suspension de charge jusqu'à
l'emplacement (x1) limite, de la longueur (L0) initiale du câble, de l'angle (ϕ0)
initial de déviation du mouvement oscillant et/ou de la dérivée (ϕ'0 ) initiale de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant, la courbe en fonction
du temps de la longueur ( L) du câble jusqu'à ce que l'emplacement (x1) limite soit
atteint, de manière à ce que, à l'emplacement (x1) limite, l'angle (ϕ) de déviation
du mouvement oscillant et/ou la dérivée (ϕ') en fonction du temps de l'angle (ϕ ) de déviation du mouvement oscillant prenne
la valeur intermédiaire déterminée.
4. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé
- en ce que le dispositif (7) de commande détermine un emplacement (x1) limite à l'aide de la
courbe en fonction du temps du mouvement de déplacement du point (2) de suspension
de la charge, de la longueur (L0) initiale du câble, de la longueur (L1) cible du
câble, de l'angle (ϕ0) initial de déplacement du mouvement oscillant et/ou de la dérivée
la dérivée (ϕ'0) initiale en fonction du temps de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant,
- en ce que le dispositif (7) de commande augmente, à partir de l'emplacement (x1) limite, la
longueur (L) du câble soit à une vitesse moyenne du câble, soit à une vitesse du câble
oscillant autour de la vitesse moyenne du câble,
- en ce que la vitesse moyenne du câble est donnée par la différence entre la longueur (L1) cible
du câble et la longueur (L0) initiale du câble, divisée par le temps nécessaire pour
que le point (2) de suspension de charge se déplace de l'emplacement (x1) limite à
l'emplacement (x2) cible,
- en ce que le dispositif (7) de commande détermine l'emplacement (x1) limite de manière à ce
qu'à l'emplacement (x2) cible, l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant et/ou
la dérivée (ϕ') en fonction du temps de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant prenne la
valeur (ϕ1, ϕ'1) finale définie.
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la charge (6) pend d'abord en un emplacement (x0) initial du mouvement de déplacement
du point (2) de suspension de la charge sans osciller sous le point (2) de suspension
de la charge, en ce que le dispositif (7) de commande accélère le point (2) de suspension
de la charge par commande de l'entraînement (3', 1') à partir de l'emplacement (x0)
initial à une accélération déterminée à l'avance jusqu'à l'emplacement (x2) cible,
jusqu'à ce que le point (2) de suspension de la charge se déplace à une vitesse (v)
déterminée à l'avance, en ce que le dispositif (7) de commande, réduit alors à zéro
l'accélération et en ce que le dispositif (7) de commande détermine l'angle (ϕ0) initial
de déviation du mouvement oscillant et/ou la dérivée (ϕ'0) initiale de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant, à l'aide de l'accélération
déterminée auparavant et de la vitesse déterminée auparavant ainsi que de la longueur
(L) du câble pendant l'accélération.
6. Procédé suivant la revendication 5,
caractérisé en ce que
le dispositif (7) de commande réduit pendant l'accélération du point (2) de suspension
de la charge en commandant le dispositif (5') de levage, la longueur (L) du câble
à la longueur (L0) initiale du câble et en ce que le dispositif (7) de commande prend en compte la réduction de la longueur (L) du
câble lors de la détermination de l'angle (ϕ0) initial de déviation du mouvement oscillant
et/ou la dérivée (ϕ'0) initiale de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le dispositif (7) de commande détecte, pendant le déplacement du point (2) de suspension
de la charge en continu, l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant et/ou la
dérivée (ϕ') en fonction du temps de l'angle (ϕ) de déviation du mouvement oscillant et en ce
que le dispositif (7) de commande détermine, en continu, la courbe en fonction du
temps de la longueur (L) du câble.
8. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
le point (2) de suspension de la charge peut être déplacé dans une direction de déplacement
sur une flèche (4) de la grue (1) au moyen d'un pont roulant (3) et en ce que le plan (11) vertical, auquel est rapporté le mouvement oscillant de la charge (5),
est parallèle à la direction de déplacement.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
le point (2) de suspension de la charge peut être déplacé dans une direction de déplacement
sur une flèche (4) de la grue (1) au moyen d'un pont roulant (3) en ce qu'en outre, la grue (1) peut être déplacée dans son ensemble orthogonalement à la direction
de déplacement du pont roulant (3) et en ce que le plan (11) vertical, auquel est rapporté le mouvement oscillant de la charge (6),
est orthogonal à la direction de déplacement.
10. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la courbe en fonction du temps de mouvement de déplacement du point (2) de suspension
de la charge est modifiée pendant le déplacement du point (2) de suspension de la
charge et en ce que le dispositif (7) de commande redétermine la courbe en fonction du temps de la longueur
(L) du câble en tenant compte de la modification du mouvement de déplacement du point
(2) de suspension de la charge.
11. Programme d'ordinateur, le programme d'ordinateur comprenant un code (9) machine qui
peut être exploité par un dispositif (7) de commande d'une grue (1), l'exploitation
du code (9) machine par le dispositif (7) de commande faisant que le dispositif (7)
de commande fait fonctionner la grue (1) selon un procédé suivant l'une des revendications
précédentes.
12. Dispositif de commande d'une grue (1), le dispositif de commande étant programmé par
un programme (8) d'ordinateur suivant la revendication 11.
13. Grue
dans laquelle la grue a un point (2) de suspension d'une charge auquel une charge
(6) est suspendue par un système (5) de câble de la grue,
- dans laquelle la grue a au moins un entraînement (3', 1') à l'aide duquel le point
(2) de suspension de la charge peut être déplacé dans une direction de déplacement,
- dans laquelle la grue a un dispositif (5') de levage à l'aide duquel une longueur
(L) de câble du système (5) de câble peut être réglée,
- dans laquelle la grue a un dispositif (7) de commande constitué suivant la revendication
12.