[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bodenverdichter, umfassend wenigstens eine
um eine Walzendrehachse drehbare Verdichterwalze, wenigstens eine Randbearbeitungsvorrichtung
sowie ein Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System zur Speicherung und Abgabe von Flüssigkeit
zu wenigstens einer Verdichterwalze und wenigstens einer Randbearbeitungsvorrichtung.
[0002] Derartige Bodenverdichter, im Allgemeinen selbstfahrende Bodenverdichter, werden
beispielsweise im Straßenbau eingesetzt, um den Straßenuntergrund oder den Straßenbelag,
insbesondere einen Asphaltbelag, zu verdichten. Bei der Verdichtung leicht anhaftender
Materialien, wie z. B. Asphalt, muss darauf geachtet werden, dass die mit diesem Material
in Kontakt kommenden Bereiche des Bodenverdichters, insbesondere also die Verdichterwalzen,
so behandelt werden, dass das zu verdichtende Material an diesen nicht anhaftet.
[0003] Aus der
US 8,500,363 B2 ist ein selbstfahrender Bodenverdichter bekannt, welcher in einem vorderen und einem
hinteren Bereich eines Maschinenrahmens jeweils eine Verdichterwalze umfasst, welche
in diesem Ausgestaltungsbeispiel bereitgestellt sind durch eine Gruppe von in Richtung
einer jeweiligen Verdichterwalzendrehachse nebeneinander liegender Räder mit Luftreifen.
Auch im Sinne der vorliegenden Erfindung kann eine derartige Gruppe von nebeneinander
liegenden Rädern als eine Verdichterwalze bereitstellend betrachtet werden.
[0004] Dieser bekannte Bodenverdichter weist ein Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System mit
einem Flüssigkeitsspeicher auf. Durch eine Pumpe wird die in diesem Flüssigkeitsspeicher
gespeicherte Flüssigkeit, also Wasser, in Richtung zu einer ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit
gefördert, durch welche die Flüssigkeit auf die Oberfläche einer der Verdichterwalzen,
d. h., der diese Verdichterwalze bereitstellenden Reifen bzw. Räder, aufgebracht wird.
Ferner fördert diese Pumpe Flüssigkeit zu einer neben einer der Walzen angeordneten
Randbearbeitungsvorrichtung, die dazu dient, den Randbereich einer aus zu verdichtendem
Asphaltmaterial aufzubauenden Fahrbahn zu glätten bzw. abzuschrägen. Dieser Randbearbeitungsvorrichtung
ist eine zweite Flüssigkeitsabgabeeinheit zugeordnet. Die Flüssigkeitszufuhr zu der
ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit bzw. der zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheit kann durch
jeweilige Ventile unterbrochen werden, die in jeweiligen Flüssigkeitsabgabeleitungen
von der Flüssigkeitspumpe zu den Flüssigkeitsabgabeeinheiten angeordnet sind.
[0005] Da bei diesem bekannten Bodenverdichter die Abgabe von Flüssigkeit zu der bzw. den
Verdichterwalzen einerseits und der Randbearbeitungsvorrichtung andererseits über
eine gemeinsame Flüssigkeitspumpe erfolgt, besteht eine starke gegenseitige Abhängigkeit
im Betrieb dieser mit Flüssigkeit zu speisenden Systembereiche. Grundsätzlich muss
die Flüssigkeitspumpe so ausgelegt werden, dass ihre Förderkapazität ausreicht, um
alle Systembereiche gleichzeitig zu speisen. Dies bedeutet, dass dann, wenn beispielsweise
nur eine Randbearbeitungsvorrichtung mit Flüssigkeit gespeist werden muss, eine Flüssigkeitspumpe
zu betreiben ist, die für diesen Arbeitsvorgang deutlich überdimensioniert ist. Bei
Ausfall der einzigen vorhandenen Flüssigkeitspumpe können weder die Verdichterwalzen,
noch die Randbearbeitung mit Flüssigkeit gespeist werden, so dass ein weiterer Betrieb
des Bodenverdichters praktisch nicht möglich ist.
[0006] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Bodenverdichter mit dem eingangs
angegebenen Aufbau derart auszubilden, dass bei einfachem Aufbau eine verbesserte
Betriebscharakteristik und eine erhöhte Betriebssicherheit des Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-Systems
erreicht wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen Bodenverdichter, umfassend
wenigstens eine um eine Walzendrehachse drehbare Verdichterwalze, wenigstens eine
Randbearbeitungsvorrichtung sowie ein Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System zur Speicherung
und Abgabe von Flüssigkeit zu wenigstens einer Verdichterwalze und wenigstens einer
Randbearbeitungsvorrichtung.
[0008] Dabei ist weiter vorgesehen, dass das Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System wenigstens
eine erste Flüssigkeitspumpe zum Fördern von Flüssigkeit zu wenigstens einer einer
Verdichterwalze zugeordneten ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit und wenigstens eine
zweite Flüssigkeitspumpe zum Fördern von Flüssigkeit zu wenigstens einer einer Randbearbeitungsvorrichtung
zugeordneten zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheit umfasst.
[0009] Bei dem erfindungsgemäß aufgebauten Bodenverdichter können also die zu speisenden
Systembereiche Verdichterwalze/n einerseits und Randbearbeitungsvorrichtung/en andererseits
voneinander unabhängig durch jeweils auch autark betreibbare Flüssigkeitspumpen mit
Flüssigkeit versorgt werden. Dies gestattet einerseits die Dimensionierung der diesen
verschiedenen Systembereichen jeweils zugeordneten Flüssigkeitspumpen derart, dass
sie für die jeweils erforderliche Flüssigkeitsmenge ausgelegt sind, eine Überdimensionierung
also vermieden werden kann. Andererseits besteht keine gegenseitige Wechselwirkung
im Betrieb, was auch die Betriebssicherheit erhöht, da beispielsweise ein Defekt einer
zweiten Flüssigkeitspumpe die Zufuhr von Flüssigkeit zu der oder den Verdichterwalzen
nicht beeinträchtigt.
[0010] Um das Flüssigkeitsleitungssystem bei dem erfindungsgemäßen Bodenverdichter möglichst
einfach gestalten zu können, wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe
und wenigstens eine zweite Flüssigkeitspumpe zueinander parallel geschaltet sind.
Insbesondere kann hier der Aufbau derart sein, dass wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe
und wenigstens eine zweite Flüssigkeitspumpe Flüssigkeit von einer Flüssigkeitszwischenleitung
aufnehmen und dass die wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe Flüssigkeit in eine
zu wenigstens einer ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit führende erste Flüssigkeitsabgabeleitung
abgibt und die wenigstens eine zweite Flüssigkeitspumpe Flüssigkeit in eine zu wenigstens
einer zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheit führende zweite Flüssigkeitsabgabeleitung
abgibt. Alle Flüssigkeitspumpen können somit über eine gemeinsame Flüssigkeitszwischenleitung
Flüssigkeit aufnehmen und diese dann jeweils separat über jeweilige Abgabeleitungen
zu den mit Flüssigkeit zu speisenden Systembereichen abgeben.
[0011] Da insbesondere die Versorgung der Verdichterwalze/n mit Flüssigkeit von herausragender
Bedeutung ist, wird vorgeschlagen, dass zwei erste Flüssigkeitspumpen und eine zweite
Flüssigkeitspumpe vorgesehen sind. Bei Ausfall einer ersten Flüssigkeitspumpe kann
über die andere erste Flüssigkeitspumpe dann Flüssigkeit zu der bzw. den Verdichterwalzen
gefördert werden und somit der Verdichtungsbetrieb eines Bodenverdichters insbesondere
beim Verdichten von Asphalt fortgesetzt werden. Da der Ausfall der Flüssigkeitszufuhr
zu der bzw. den Randbearbeitungsvorrichtungen die Betreibbarkeit des Bodenverdichters
nicht so grundsätzlich beeinflusst, wie dies bei der Flüssigkeitszufuhr zu Verdichterwalzen
der Fall ist, kann durch das Bereitstellen nur einer einzigen zweiten Flüssigkeitspumpe,
also das Verzichten auf Redundanz in diesem Bereich, der Aufbau des Gesamtsystems
einfach und kompakt gehalten werden.
[0012] Das Vorsehen voneinander unabhängig betreibbarer Flüssigkeitspumpen in Zuordnung
zu der bzw. den Verdichterwalzen einerseits und zu der bzw. den Randbearbeitungsvorrichtungen
andererseits bietet die Möglicheit, diese Flüssigkeitspumpen auch unabhängig voneinander
auszugestalten bzw. zu dimensionieren. Da im Allgemeinen ein größerer Flüssigkeitsbedarf
bei der bzw. den Verdichterwalzen besteht, kann daher vorgesehen sein, dass wenigstens
eine zweite Flüssigkeitspumpe eine geringere maximale Fördermenge aufweist, als wenigstens
eine erste Flüssigkeitspumpe.
[0013] Um bei dem erfindungsgemäßen Bodenverdichter einerseits eine ausreichende Menge an
Flüssigkeit speichern zu können, andererseits aber eine geeignete Abgabe zu den zu
speisenden Systembereichen gewährleisten zu können, wird vorgeschlagen, dass das Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System
wenigstens einen Flüssigkeitshauptspeicher und eine diesem zugeordnete und zu einem
Flüssigkeitszwischenspeicher führende Flüssigkeitshauptleitung umfasst. Dabei kann
insbesondere vorgesehen sein, dass die Flüssigkeitszwischenleitung von dem Flüssigkeitszwischenspeicher
zu wenigstens einer ersten Flüssigkeitspumpe und wenigstens einer zweiten Flüssigkeitspumpe
führt.
[0014] Gemäß einem weiteren besonders vorteilhaften Aspekt wird vorgeschlagen, dass wenigstens
ein, vorzugsweise alle Flüssigkeitshauptspeicher über diesen zugeordnete Flüssigkeitshauptleitungen
befüllbar und entleerbar sind. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass dem Flüssigkeitszwischenspeicher
ein Befüllanschluss zum Befüllen wenigstens eines mit diesem in Verbindung stehenden
Flüssigkeitshauptspeichers über den Flüssigkeitszwischenspeicher zugeordnet ist. Auf
diese Art und Weise ist der Befüllvorgang beispielsweise als Druckbefüllvorgang einfach
und schnell durchführbar.
[0015] Weiter ist der erfindungsgemäße Bodenverdichter vorteilhafterweise mit zwei Verdichterwalzen
aufgebaut, wobei jeder Verdichterwalze eine Flüssigkeitsabgabeeinheit zugeordnet ist.
Gemäß einem weiteren sehr vorteilhaften Aspekt kann über jeder Verdichterwalze ein
Flüssigkeitshauptspeicher angeordnet sein, so dass eine gleichmäßige Gewichtsverteilung
im Bodenverdichter gewährleistet werden kann.
[0016] Wenn bei dem erfindungsgemäß aufgebauten Bodenverdichter zwei Verdichterwalzen vorgesehen
sind, kann vorteilhafterweise in Zuordnung zu jeder Verdichterwalze eine Randbearbeitungsvorrichtung
vorgesehen sein. Um dabei an einer aufzubauenden Fahrbahn in beiden Seitenbereichen
den jeweiligen Rand bearbeiten zu können, wird weiter vorgeschlagen, dass in diesem
Falle die Randbearbeitungsvorrichtungen an unterschiedlichen Seiten des Bodenverdichters
in Richtung der Verdichterwalzendrehachsen vorgesehen sind. Bei Bewegung des Bodenverdichters
in einer ersten Fahrtrichtung kann somit eine erste der Randbearbeitungsvorrichtungen
zum Bearbeiten eines Fahrbahnrandes eingesetzt werden. Bewegt sich der Verdichter
in der entgegengesetzten Richtung, kann dann die an seiner anderen Seite vorgesehene
Randbearbeitungsvorrichtung eingesetzt werden, um den anderen Fahrbahnrand zu bearbeiten.
[0017] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- in prinzipartiger Seitenansicht einen Bodenverdichter mit zwei Verdichterwalzen an
einem Maschinenrahmen;
- Fig. 2
- ein Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System für den in Fig. 1 dargestellten Bodenverdichter.
[0018] In Fig. 1 ist ein beispielsweise zum Verdichten von Asphaltmaterial für eine Fahrbahn
einsetzbarer selbstfahrender Bodenverdichter 10 in prinzipartiger Darstellung in Seitenansicht
gezeigt. Der Bodenverdichter 10 umfasst einen beispielsweise als Gelenkrahmen ausgebildeten
Maschinenrahmen 12, an dem zwei Verdichterwalzen 14, 16 um jeweilige Verdichterwalzendrehachsen
drehbar getragen sind. Die beiden Verdichterwalzen 14, 16 sind am Maschinenrahmen
12 in einer Bewegungsrichtung des Bodenverdichters 10 aufeinander folgend angeordnet.
Beispielsweise kann eine davon an einem Vorderwagen und eine davon an einem Hinterwagen
des Maschinenrahmens vorgesehen sein. Es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen,
dass im Sinne der vorliegenden Erfindung jede der Verdichterwalzen 14, 16 als mit
einem in der Verdichterwalzendrehachsenrichtung durchgehenden Walzenmantel aus Stahlmaterial
ausgebildete Walze aufgebaut sein kann. Eine oder beide der Verdichterwalzen 14, 16
könnte aber grundsätzlich auch mit einer Mehrzahl von in Richtung der jeweiligen Verdichterwalzendrehachse
aufeinander folgenden einzelnen Rädern, beispielsweise mit Luftreifen, ausgebildet
sein, die in ihrer Gesamtheit dann im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Verdichterwalze
definieren. Grundsätzlich könnte aber auch jedes Rad einer derartigen Gruppe von nebeneinander
angeordneten Rädern als Verdichterwalze im Sinne der vorliegenden Erfindung betrachtet
werden.
[0019] Im Bereich zwischen den beiden Verdichterwalzen 14, 16 ist am Maschinenrahmen 12
ein Führerstand 18, beispielsweise Führerkabine, vorgesehen. Vom Führerstand 18 aus
kann eine Bedienperson den Bodenverdichter 10 während eines Arbeitsvorgangs steuern.
In einem Bereich 20 unter dem Führerstand 18 kann am Maschinenrahmen 12 das Antriebsaggregat,
also beispielsweise ein Dieselantriebsaggregat, getragen sein. Über dieses Antriebsaggregat
können die verschiedenen anzutreibenden Systembereiche des Bodenverdichters 10 mit
entsprechender Antriebsenergie beispielsweise über einen Druckfluidkreislauf, einen
Generator/Motor oder dergleichen gespeist werden.
[0020] Der Bodenverdichter 10 umfasst ein allgemein mit 22 bezeichnetes Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System.
Von diesem Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System, dessen Aufbau und Funktionsweise nachfolgend
mit Bezug auf die Fig. 2 detailliert beschrieben wird, sind in Fig. 1 zwei Flüssigkeitshaupttanks
24, 26 erkennbar, die jeweils über einer Verdichterwalze 14, 16 positioniert am Maschinenrahmen
12 getragen sind. Ferner ist in Fig. 1 schematisch ein Flüssigkeitszwischenspeicher
28 erkennbar, der am Maschinenrahmen 12 im Bereich 20 unter dem Führerstand 18 getragen
ist, also in demjenigen Bereich, in welchem auch das Antriebsaggregat untergebracht
sein kann. Ferner sind in Fig. 1 schematisch von den Flüssigkeitshauptspeichern 24,
26 zu dem Füssigkeitszwischenspeicher 28 führende Flüssigkeitshauptleitungen 30, 32
erkennbar. Über die Flüssigkeitshauptleitungen 30, 32 kann die in den Flüssigkeitshauptspeichern
24, 26 enthaltene Flüssigkeit zum Flüssigkeitszwischenspeicher 28 abgegeben und dann
in nachfolgend beschriebener Art und Weise zu mit Flüssigkeit zu speisenden Systembereichen
des Bodenverdichters 10 geleitet werden. Diese Systembereiche umfassen die beiden
Verdichterwalzen 14, 16, deren Oberfläche insbesondere während eines Asphaltverdichtungsvorgangs
mit Flüssigkeit benetzt werden muss, um das Anhaften von Asphaltmaterial an den Verdichterwalzen
14, 16 zu vermeiden. Ein weiterer mit Flüssigkeit, also beispielsweise Wasser, zu
speisender Systembereich ist in Fig. 1 in Zuordnung zur Verdichterwalze 14 dargestellt.
Dieser Systembereich umfasst eine Randbearbeitungsvorrichtung 34, die seitlich neben
der Verdichterwalze 14 angeordnet ist und zum Bearbeiten eines Fahrbahnrandes eingesetzt
werden kann. Diese Randbearbeitungsvorrichtung 34 umfasst ein beispielsweise durch
einen hydromechanischen Antrieb 36 in Höhenrichtung verstellbares Randbearbeitungsrad
38, das als Kegelrad ausgebildet sein kann und in Kontakt mit dem zu bearbeitenden
Fahrbahnrand diesen anpressen und abschrägen kann. Das Randbearbeitungsrad 38 kann
zur Durchführung eines derartigen Randbearbeitungsvorgangs in eine geeignete Höhenpositionierung
gebracht werden und zur Drehung angetrieben werden. Der Bodenverdichter 10 kann zwei
derartige Randbearbeitungsvorrichtungen 34 aufweisen, jede an einer Seite davon, betrachtet
in Richtung der Verdichterwalzendrehachsen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass
auch der am anderen Endbereich des Maschinenrahmens 12 vorgesehenen Verdichterwalze
16 an der in Fig. 1 nicht erkennbaren Seite des Bodenverdichters 10 eine derartige
Randbearbeitungsvorrichtung zugeordnet ist, so dass unabhängig von der Orientierung
bzw. von der Bewegungsrichtung des Bodenverdichters 10 jeweils ein Randbereich mit
der zugerordneten Randbearbeitungsvorrichtung bearbeitet werden kann.
[0021] Nachfolgend wird mit Bezug auf die Fig. 2 der Aufbau und die Funktionsweise des Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-Systems
22 beschrieben.
[0022] In Fig. 2 sind die beiden Flüssigkeitshauptspeicher 24, 26 erkennbar, die in ihrem
oberen Bereich jeweils eine beispielsweise durch einen Verschluss 40, 42, z. B. Schraubverschluss
abschließbare Öffnung 41, 43 aufweisen können. Diese Öffnungen 41, 43 bzw. der jeweils
zugeordnete Verschluss 40, 42 können einerseits zum Entlüften des jeweiligen Flüssigkeitshauptspeichers
24, 26 bei einem Befüllvorgang dienen, andererseits könnte grundsätzlich über diese
Öffnungen 41, 43 bei jeweils abgenommenem Verschluss 40, 42 auch eine Befüllung der
Flüssigkeitshauptspeicher 24, 26 erfolgen.
[0023] Erkennbar ist in Fig. 2 auch die dem Flüssigkeitshauptspeicher 24 zugeordnete Flüssigkeitshauptleitung
30, die von einem unteren Bereich des Flüssigkeitshauptspeichers 24 zum Flüssigkeitszwischenspeicher
28 führt. In entsprechender Weise führt die dem Flüssigkeitshauptspeicher 26 zugeordnete
Flüssigkeitshauptleitung 32 von einem unteren Bereich des Flüssigkeitshauptspeichers
26 zum Flüssigkeitszwischenspeicher 28. Man erkennt, dass die beiden Flüssigkeitshauptleitungen
30, 32 in einem oberen Bereich des Flüssigkeitszwischenspeichers 28 in diesen einmünden.
Da der Flüssigkeitszwischenspeicher 28 in Höhenrichtung unter beiden Flüssigkeitshauptspeichern
24, 26 angeordet ist, ist gewährleistet, dass über die Flüssigkeitshauptleitungen
30, 32 die Flüssigkeitshauptspeicher 24, 26 zum Flüssigkeitszwischenspeicher 28 hin
vollständig entleert werden können.
[0024] Dem Flüssigkeitszwischenspeicher 28 ist ferner ein in einem unteren Bereich an diesem
vorgesehener Befüllanschuss 44 zugeordnet. Dieser beispielsweise als Neigungswinkelanschluss
bzw. Druck-Rohr-Anschluss, vorzugsweise so genannter C-Rohr-Anschluss, ausgeführte
Befüllanschluss 44 kann dazu genutzt werden, um über den Flüssigkeitszwischenspeicher
und die zu diesem führenden Flüssigkeitshauptleitungen 30, 32 die beiden Flüssigkeitshauptspeicher
24, 26 zu befüllen. Dies bedeutet, dass die einem jeweiligen Flüssigkeitshauptspeicher
24 bzw. 26 zugeordnete Flüssigkeitshauptleitung 30 bzw. 32 nicht nur zum Entleeren
des Flüssigkeitshauptspeichers 24 bzw. 26 genutzt werden kann, sondern auch zum Befüllen
desselben. Da der Befüllanschluss 44 so aufgebaut ist, dass er zur Druckbefüllung
geeignet ist, besteht somit die Möglichkeit, die beiden Flüssigkeitshauptspeicher
parallel zueinander in sehr kurzer Zeit zu befüllen. Die dabei aus den Flüssigkeitshauptspeichern
24, 26 verdrängte Luft kann über die im oberen Bereich dieser Flüssigkeitshauptspeicher
24, 26 vorgesehenen Öffnungen 41, 43 bzw. die diesen zugeordneten und jeweilige Entlüftungsvorkehrungen
aufweisenden Verschlüsse 40, 42 entweichen.
[0025] Am Flüssigkeitszwischenspeicher 28, der beispielsweise aus Kunststoffmaterial, vorzugsweise
PE-Material, als Rotationsspritzgussteil ausgebildet sein kann und vermittels Spanngurtbefestigung
am Maschinenrahmen 12 befestigt sein kann, ist ferner eine durch einen Verschluss
46 verschließbare Flüssigkeitsablassöffnung 45 vorgesehen. Über diese Flüssigkeitsablassöffnung
45 kann in den Flüssigkeitshauptspeichern 24, 26 bzw. den Flüssigkeitshauptleitungen
30, 32 enthaltene Flüssigkeit abgelassen werden. Ferner kann an dem die Flüssigkeitsablassöffnung
45 abschließenden Verschluss 46, der als Schraubverschluss ausgebildet sein kann,
eine Flüssigkeitsfilteranordnung getragen sein, so dass diese bei Abnehmen des Verschlusses
46 leicht aus dem Flüssigkeitszwischenspeicher 28 entnommen und gereinigt werden kann.
[0026] Am Flüssigkeitszwischenspeicher 28 ist ferner ein beispielsweise als Wasserhahn ausgebildetes
Flüssigkeitsabgabeorgan 48 vorgesehen. Dieses kann dazu genutzt werden, dass im Bereich
des Bodenverdichters 10 arbeitendes Personal sich beispielsweise die Hände mit der
in den Flüssigkeitshauptspeichern 24, 26 bzw. auch im Flüssigkeitszwischenspeicher
28 gespeicherten Flüssigkeit reinigen kann.
[0027] Dem Flüssigkeitszwischenspeicher 28 kann ferner eine Füllstandserfassungsanordnung
zugeordnet sein. Diese kann beispielsweise im Flüssigkeitszwischenspeicher 28 druckabhängig
arbeiten, so dass aufgrund des erfassten Flüssigkeitsdrucks darauf geschlossen werden
kann, in welchem Ausmaß die in Höhenrichtung über dem Flüssigkeitszwischenspeicher
28 positionierten Flüssigkeitshauptspeicher 24, 26 noch mit Flüssigkeit befüllt sind.
[0028] Um zu gewährleisten, dass nach Durchführung eines Druckbefüllvorgangs über den Befüllanschluss
44 und dem Abnehmen eines zur Druckbefüllung eingesetzten und an den Befüllanschluss
44 angeschlossenen Schlauches die im Flüssigkeitszwischenspeicher 28 bzw. den Flüssigkeitshauptspeichern
24, 26 enthaltene Flüssigkeit nicht über den Befüllanschluss 44 wieder abläuft, ist
dem Befüllanschluss 44 vorzugsweise eine Ventilanordnung, vorzugsweise Rückschlagventilanordnung,
zugeordnet, die lediglich ein Einströmen von Flüssigkeit in den Flüssigkeitszwischenspeicher
28 gewährleistet, ein Entweichen von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitszwischenspeicher
28 durch den Befüllanschluss 44 jedoch unterbindet. Das Ablassen von Flüssigkeit kann,
wie vorangehend bereits dargelegt, über die durch den Verschluss 46 verschlossene
Flüssigkeitsablassöffnung 45 erfolgen.
[0029] Vom unteren Bereich des Flüssigkeitszwischenspeichers 28 führt eine Flüssigkeitszwischenleitung
50 weg zu zwei ersten Flüssigkeitspumpen 52, 54 und einer zweiten Flüssigkeitspumpe
56. Diese drei Flüssigkeitspumpen 52, 54, 56 sind zueinander parallel an die Flüssigkeitszwischenleitung
50 angeschlossen und nehmen somit parallel zueinander Flüssigkeit von der Flüssigkeitszwischenleitung
50 auf. Die beiden ersten Flüssigkeitspumpen 52, 54 sind zueinander parallel auch
an eine erste Flüssigkeitsabgabeleitung 58 angeschlossen. Die erste Flüssigkeitsabgabeleitung
58 führt von den beiden ersten Flüssigkeitspumpen 52, 54 weg und ist in zwei erste
Zweigleitungen 60, 62 aufgezweigt. Jede erste Zweigleitung 60, 62 führt zu einer jeweiligen
ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit 64, 66. Die erste Flüssigkeitsabgabeeinheit 64 ist
der Verdichterwalze 14 zugeordnet und umfasst eine Mehrzahl von in Richtung der Verdichterwalzendrehachse
aufeinander folgenden und im Förderbetrieb der ersten Flüssigkeitspumpen 52 bzw. 54
Flüssigkeit auf die Oberfläche der Verdichterwalze 14 sprühenden Flüssigkeitsabgabedüsen
68. Diese können an einem entlang der Verdichterwalze 14 vorzugsweise über einem der
Verdichterwalze 14 auch zugeordneten Abstreifer positionierten Verteilerrohr 70 vorgesehen
sein. Die durch die Flüssigkeitsabgabedüsen 68 in einem Bereich über einem Abstreifer
auf die Verdichterwalze 14 aufgesprühte Flüssigkeit wird durch den an der Oberfläche
der Verdichterwalze 14 anliegenden Abstreifer zusätzlich verteilt, so dass eine vollflächige
Benetzung der Verdichterwalze 14 mit der von der ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit
64 abgegebenen Flüssigkeit gewährleistet ist.
[0030] In entsprechender Weise ist die erste Flüssigkeitsabgabeeinheit 66 der anderen Verdichterwalze
16 zugeordnet. Auch diese mit der Verdichterwalze 16 zusammenwirkende erste Flüssigkeitsabgabeeinheit
66 umfasst ein vorzugsweise über einem der Verdichterwalze 16 zugeordneten Abstreifer
sich erstreckendes Verteilerrohr 72 mit einer Mehrzahl von daran vorgesehenen Flüssigkeitsabgabedüsen
74.
[0031] Im Verdichtungsbetrieb kann die in den Flüssigkeitshauptspeichern 24, 26 enthaltene
und über die Flüssigkeitshauptleitungen 30, 32 in den Flüssigkeitszwischenspeicher
28 schwerkraftbedingt laufende Flüssigkeit durch eine der beiden ersten Flüssigkeitspumpen
52, 54 über die Flüssigkeitszwischenleitung 50 aus dem Flüssigkeitszwischenspeicher
28 abgezogen werden und über die erste Flüssigkeitsabgabeleitung 58 und die beiden
ersten Zweigleitungen 60, 62 zu den ersten Flüssigkeitsabgabeeinheiten 64, 66 gefördert
werden. Dabei ist die Dimensionierung der ersten Flüssigkeitspumpen 52, 54 so gewählt,
dass jede einzelne davon eine ausreichende Förderkapazität aufweist, um beide Flüssigkeitsabgabeeinheiten
64, 66 mit ausreichend Flüssigkeit zu speisen. Das Vorsehen zweier zueinander parallel
geschalteter erster Flüssigkeitspumpen 52, 54 stellt sicher, dass bei Ausfall eine
der Pumpen sofort mit der anderen weitergearbeitet werden kann, so dass eine Unterbrechung
in der Flüssigkeitszufuhr zu den beiden Flüssigkeitsabgabeeinheiten 64, 66 vermieden
werden kann.
[0032] Die ebenfalls über die Flüssigkeitszwischenleitung 50 Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitszwischenspeicher
58 abziehende zweite Flüssigkeitspumpe 56 gibt die von dieser geförderte Flüssigkeit
in eine zweite Flüssigkeitsabgabeleitung 76 ab. Die zweite Flüssigkeitsabgabeleitung
76 zweigt in zwei zweite Zweigleitungen 78, 80 auf. Jede zweite Zweigleitung 78, 80
führt zu einer zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheit 82 bzw. 84. Jede dieser zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheiten
82 bzw. 84 kann eine oder mehrere Flüssigkeitsabgabedüsen 86, 88 umfassen. Über die
Flüssigkeitsabgabedüsen 86, 88 kann die von der zweiten Flüssigkeitspumpe 56 geförderte
Flüssigkeit in Richtung zu einer jeweiligen Randbearbeitungsvorrichtung 34 bzw. 34'
abgegeben werden. Beispielsweise kann die Flüssigkeit auf das jeweilige Randbearbeitungsrad
38 bzw. 38' der Randbearbeitungsvorrichtung 34 bzw. 34' aufgesprüht werden, während
dieses im Randbearbeitungsvorgang um eine Drehachse rotiert. Wie bereits vorangehend
erwähnt, kann jede dieser beiden Randbearbeitungsvorrichtungen 34, 34' jeweils einer
der beiden Verdichterwalzen 14, 16 zugeordnet sein, vorteilhafterweise verteilt auf
die beiden Seiten des Bodenverdichters 10.
[0033] Durch die zu den beiden ersten Flüssigkeitspumpen 52, 54 parallel geschaltete zweite
Flüssigkeitspumpe 56 kann unabhängig vom Betrieb der ersten Flüssigkeitspumpe 52,
54 Flüssigkeit zu den zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheiten 82, 84 gefördert werden,
und zwar mit der dafür auch erforderlichen bzw. vorteilhaften Menge. Da im Allgemeinen
im Randbearbeitungsbetrieb deutlich weniger Flüssigkeit zu den Randbearbeitungsvorrichtungen
34, 34' gefördert werden muss, als dies für die beiden Verdichterwalzen 14, 16 erforderlich
ist, kann die zweite Flüssigkeitspumpe 56 mit geringerer maximaler Fördermenge, also
Fördervolumen pro Zeiteinheit, ausgebildet sein, als die beiden ersten Flüssigkeitspumpen
52, 54. Dies führt dazu, dass dann, wenn während eines Randbearbeitungsvorgangs eine
Flüssigkeitszufuhr zu den beiden ersten Flüssigkeitsabgabeeinheiten 64, 66 nicht erforderlich
ist, deutlich weniger Energie aufgewandt werden muss, um Flüssigkeit zu fördern, da
nur eine vergleichsweise klein dimensionierte Flüssigkeitspumpe, nämlich die zweite
Flüssigkeitspumpe 56, zu betreiben ist. Ferner kann die zweite Flüssigkeitsförderpumpe
56 auch für einen anderen Förderbetrieb, beispielsweise einen intermittieren Förderbetrieb,
ausgebildet sein bzw. angesteuert werden.
[0034] Um insbesondere dann, wenn die Flüssigkeitspumpen 52, 54, 56 in Höhenrichtung unter
dem Flüssigkeitszwischenspeicher 28 angeordet sind, auch die unter der Ablassöffnung
45 liegenden Leitungsbereiche entleeren zu können, kann beispielsweise von der Flüssigkeitszwischenleitung
50 bzw. vom tiefstliegenden Leitungsbereich ein durch ein Ventil bzw. einen Hahn absperrbarer
Anschluss 90 weg führen, über welchen bei geöffnetem Ventil bzw. Hahn die Flüssigkeit
ablaufen kann. Über diesen Anschluss 90 kann auch beispielsweise Frostschutzmittel
in das Leitungssystem eingespeist werden, um dieses beispielsweise bei einem kurzen
Förderbetrieb der Flüssigkeitspumpen 52, 54, 56 zu den verschiedenen Flüssigkeitsabgabedüsen
68, 74, 86, 88 zu fördern. Somit kann sichergestellt werden, dass bei niedrigen Umgebungstemperaturen
bei Außerbetriebnahme des Bodenverdichters 10, beispielsweise über Nacht, die im Bereich
der Flüssigkeitsabgabedüsen 68, 74, 86, 88 bzw. den dahin führenden Leitungsbereichen
noch vorhandene Flüssigkeit nicht gefriert.
[0035] Der vorangehend mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 beschriebene Bodenverdichter 10 enthält
eine Vielzahl von in Kombination besonders vorteilhaften, jedoch auch einzeln sich
positiv auswirkenden Aspekten. Dies ist zum einen die Möglichkeit, einen bzw. mehrere
Flüssigkeitshauptspeicher 24, 26 über einen diesen gemeinsam zugeordneten Befüllanschluss
44 zu befüllen, insbesondere bei Durchführung eines Druckbefüllvorgangs, wozu vorteilhafterweise
der Aspekt ausgenutzt wird, dass die Flüssigkeitshauptleitungen 30, 32 nicht nur zum
Entleeren der Flüssigkeitshauptspeicher 24, 26, sondern auch zum Befüllen derselben
genutzt werden können. Ein weiterer sehr vorteilhafter Aspekt des erfindungsgemäßen
Bodenverdichters 10 liegt darin, dass die verschiedenen mit Flüssigkeit, im Allgemeinen
Wasser, zu versorgenden Systembereiche, in welchen hinsichtlich der erforderlichen
Wassermenge unterschiedliche Anforderungen bestehen, nämlich die Verdichterwalzen
14, 16 einerseits und die Randbearbeitungsvorrichtungen 34, 34' andererseits, voneinander
unabhängig durch diesen Systembereichen jeweils zugeordnete erste Flüssigkeitspumpen
52, 54 bzw. eine zweite Flüssigkeitspumpe 56 gespeist werden können. Jeder dieser
Systembereiche bzw. jede dieser Förderpumpen 52, 54, 56 kann somit mit für den jeweiligen
Betrieb optimalen Ausgestaltungsaspekten, insbesondere mit einer ausreichenden maximalen
Förderkapazität aufgebaut werden, ohne dass dies eine Beeinträchtigung in der Funktionalität
bei der Flüssigkeitszufuhr zu einem jeweiligen anderen Systembereich mit sich bringt.
[0036] Es ist darauf hinzuweisen, dass der Aspekt, dass beide Flüssigkeitshauptspeicher
24, 26 über einen gemeinsamen Befüllanschluss 44 befüllt werden können, auch dann
realisierbar ist, wenn jedem Flüssigkeitshauptspeicher 24, 26 mehrere, beispielsweise
zwei, Flüssigkeitshauptleitungen zugeordnet sind. Von jedem Flüssigkeitshauptspeicher
24, 26 könnte dann beispielsweise eine Flüssigkeitshauptleitung zum Flüssigkeitszwischenspeicher
28 führen, während jeweils eine andere Flüssigkeitshauptleitung zu dem dann beispielsweise
nicht am Flüssigkeitszwischenspeicher 28 vorgesehenen Befüllanschluss 44 führen könnten,
so dass über diese zusätzlichen Flüssigkeitshauptleitungen dann die Flüssigkeitshauptspeicher
24, 26 gemeinsam befüllt werden können.
1. Bodenverdichter, umfassend:
- wenigstens eine um eine Walzendrehachse drehbare Verdichterwalze (14, 16),
- wenigstens eine Randbearbeitungsvorrichtung (34, 34'),
- ein Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System (22) zur Speicherung und Abgabe von Flüssigkeit
zu wenigstens einer Verdichterwalze (14, 16) und wenigstens einer Randbearbeitungsvorrichtung
(34, 34'),
dadurch gekennzeichnet, dass das Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System (12) wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe
(52, 54) zum Fördern von Flüssigkeit zu wenigstens einer einer Verdichterwalze (14,
16) zugeordneten ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit (64, 66) und wenigstens eine zweite
Flüssigkeitspumpe (56) zum Fördern von Flüssigkeit zu wenigstens einer einer Randbearbeitungsvorrichtung
(34, 34') zugeordneten zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheit (82, 84) umfasst.
2. Bodenverdichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe (52, 54) und wenigstens eine zweite Flüssigkeitspumpe
(56) zueinander parallel geschaltet sind.
3. Bodenverdichter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe (52, 54) und wenigstens eine zweite Flüssigkeitspumpe
(56) Flüssigkeit von einer Flüssigkeitszwischenleitung (50) aufnehmen und dass die
wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe (52, 54) Flüssigkeit in eine zu wenigstens
einer ersten Flüssigkeitsabgabeeinheit (64, 66) führenden ersten Flüssigkeitsabgabeleitung
(58) abgibt und die wenigstens eine zweite Flüssigkeitspumpe (56) Flüssigkeit in eine
zu wenigstens einer zweiten Flüssigkeitsabgabeeinheit (82, 84) führende zweite Flüssigkeitsabgabeleitung
(76) abgibt.
4. Bodenverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass zwei erste Flüssigkeitspumpen (52, 54) und eine zweite Flüssigkeitspumpe (56) vorgesehen
sind.
5. Bodenverdichter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zweite Flüssigkeitspumpe (56) eine geringere maximale Fördermenge
aufweist, als wenigstens eine erste Flüssigkeitspumpe (52, 54).
6. Bodenverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Flüssigkeits-Speicher/Abgabe-System (22) wenigstens einen Flüssigkeitshauptspeicher
(24, 26) und eine diesem zugeordnete und zu einem Flüssigkeitszwischenspeicher (28)
führende Flüssigkeitshauptleitung (30, 32) umfasst.
7. Bodenverdichter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszwischenleitung (50) von dem Flüssigkeitszwischenspeicher (28) zu
wenigstens einer ersten Flüssigkeitspumpe (52, 54) und wenigstens einer zweiten Flüssigkeitspumpe
(56) führt.
8. Bodenverdichter nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- wenigstens ein, vorzugsweise alle Flüssigkeitshauptspeicher (24, 26) über diesen
zugeordnete Flüssigkeitshauptleitungen (30, 32) befüllbar und entleerbar sind,
oder/und
- dem Flüssigkeitszwischenspeicher (28) ein Befüllanschluss (44) zum Befüllen wenigstens
eines mit diesem in Verbindung stehenden Flüssigkeitshauptspeichers (24, 26) über
den Flüssigkeitszwischenspeicher (28) zugeordnet ist,
oder/und
- zwei Verdichterwalzen (14, 16) vorgesehen sind, wobei jeder Verdichterwalze (14,
16) eine Flüssigkeitsabgabeeinheit (64, 66) zugeordnet ist oder/und über jeder Verdichterwalze
(14, 16) ein Flüssigkeitshauptspeicher (24, 26) angeordnet ist.
9. Bodenverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass zwei Verdichterwalzen (14, 16) vorgesehen sind, wobei in Zuordnung zu jeder Verdichterwalze
(14, 16) eine Randbearbeitungsvorrichtung (34, 34'), vorzugsweise an unterschiedlichen
Seiten des Bodenverdichters (10) in Richtung der Verdichterwalzendrehachsen, vorgesehen
sind.