[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Walzgerüstes zum Kaltwalzen
von Walzgut. Das Walzgerüst umfasst mindestens eine obere und eine untere Stützwalze
sowie eine obere und eine untere Arbeitswalze, welche einen Walzspalt aufspannen.
Optional kann zwischen den Arbeitswalzen und den Stützwalzen auch noch eine untere
und eine obere Zwischenwalze vorgesehen sein. Neben dem Verfahren betrifft die Erfindung
auch das besagte Walzgerüst.
[0002] Walzgerüste und Verfahren zu deren Betrieb sind im Stand der Technik grundsätzlich
bekannt, beispielsweise aus der der
EP 1 318 879 B1, der
DE 4417274 C2, der
EP 1 420 898 oder der
DE 4417274. Darüber hinaus wird zum Thema Kühl- oder Schmiermittelaufgabe beim Kaltwalzen von
Walzgut auf folgende Literatur verwiesen:
DE 19744503 A1,
EP 1 173 295,
DE 10 2004 025058,
EP 1 399 277 und
DE 10 2007 0324857 (=
WO 2008/071277),
JP 620688613 A und
Selzer, H., Entwicklungen im Kaltwalzbereich, Kaltwalz-Symposium der SMS Siemag AG,
Hilchenbach-Dahlbruch, DE, 16.- 17.02.2000.
[0003] Im Stand der Technik wird bei Walzgerüsten grundsätzlich unterschieden zwischen Reduziergerüsten
und Dressiergerüsten.
[0004] Reduziergerüste haben die Aufgabe, pro Stich 30 bis 80 % der Dicke des Walzgutes
zu reduzieren. Bei diesen hohen Umformgraden treten hohe Walzkräfte und Walzmomente
auf. Deshalb ist eine Walzenkühlung mit hoher Effektivität notwendig. Dabei werden
bis zu 10.000 l/min. je Walzgerüst an Kühlmenge umgesetzt. Die Arbeitswalzen im Reduziergerüst
sind von relativ glatter Oberfläche ohne spezielle Texturierung. Im Reduzierbetrieb
liegt die obere Stützwalze auf der oberen Zwischenwalze und diese wiederum auf der
oberen Arbeitswalze auf. Fehlt die Zwischenwalze, wie im Vierwalzen-Gerüst, dann liegt
die obere Stützwalze direkt auf der oberen Arbeitswalze auf. Die Walzkräfte liegen
im Bereich von 10 bis 20 MN. Die Walzmomente liegen in einem Bereich von 100 bis 200
kNm. Beim Reduzieren wird eine spezielle Dickenregelung eingesetzt, die sowohl im
Positionsregelmodus, als auch Walzkraftregelmodus betrieben werden kann. Wesentliches
Stellglied der Dickenregelung beim Reduzieren sind fast ausschließlich die Anstellzylinder
der Stützwalzen und nur in Randgebieten der Bandzug.
[0005] Reduziergerüste können in Sechswalzen- oder Vierwalzen-Ausführung, d. h. mit sechs
oder vier Walzen ausgebildet sein. Im Reduzierbetrieb werden typischerweise beide
Arbeitswalzen drehangetrieben, um auf beide Arbeitswalzen ein Walzmoment zu übertragen.
Derartige Reduziergerüste sind sowohl zum Reduzieren von Eisenmetall wie auch zum
Reduzieren von Nichteisenmetall bekannt. Der einzige nennenswerte Unterschied zwischen
dem Betrieb der Reduziergerüste für Eisenmetall und Nichteisenmetall liegt in der
Verwendung des jeweils geeigneten Kühl-Schmiermittels; bei dem Kühl-Schmiermittel
handelt es sich um ein (Zahlwort) Mittel mit den beiden Funktionen Kühlen und Schmieren.
Für Nichteisenmetall wird, insbesondere für Aluminium typischerweise Walzöl als Kühl-
Schmiermittel verwendet.
[0006] Neben den soeben beschriebenen reinen Reduziergerüsten für Eisenmetall und Nichteisenmetall
sind auch reine Dressiergerüste allerdings nur für Eisenmetall bekannt. Dressiergerüste
haben die Aufgabe, eine Textur auf das Walzgut einzuprägen, die Bandplanheit zu verbessern
und/oder die Werkstoffeigenschaften des Walzgutes zu verbessern, z. B. Lüders-Bänder
zu eliminieren oder bestimmte Festigkeiten einzustellen. Zum Einprägen der Textur
auf das Walzgut werden deshalb die typischerweise glatten Arbeitswalzen durch spezielle
Dressierwalzen mit in vorbestimmter Weise aufgerauter Oberfläche verwendet. Beim Dressieren
wird typischerweise nur ein einzelner Stich durchgeführt mit einer Dickenreduktion
des Walzgutes von 0,3 bis 10 %. Durch das Einprägen der Textur entsteht Werkstoffabrieb
am Walzgut, sogenannter Flitter, der für die Weiterverarbeitung störend wirkt und
das Dressiermedium stark verunreinigt. Beim Dressieren sind die Walzkraft und das
Walzmoment im Vergleich zu einem Reduzierbetrieb sehr niedrig, konkret bewegen sich
die Walzkräfte beim Dressieren in einem Bereich von 1 bis 4 MN. Die Walzmomente liegen
typischerweise in einem Bereich von 0 bis 20 kNm. Die aufgebrachte Menge an Dressiermittel
liegt mit ca. 20 l/min. pro Seite des Walzgutes auf einem deutlich geringem Niveau
als im Vergleich zum Reduzierbetrieb. Die Hauptaufgabe des Dressiermittels ist im
Wesentlichen die Reinigung des Walzgutes oder der Walzen. Beim Dressierbetrieb wird
typischerweise keine der beiden Arbeitswalzen angetrieben; stattdessen wird lediglich
die untere Stützwalze angetrieben und damit ein Walzmoment auf diese übertragen. Beim
Dressierbetrieb kann die Walzkraft entweder über die Anstellzylinder der oberen Stützwalze
aufgebracht werden; dies setzt jedoch voraus, dass die obere Stützwalze entweder auf
der oberen Arbeitswalze oder - falls vorhanden - auf der oberen Zwischenwalze aufliegt.
Alternativ dazu kann die obere Stützwalze auch von der oberen Arbeitswalze oder -
falls vorhanden - von der oberen Zwischenwalze abgehoben sein. Dann erfolgt das Aufbringen
der Walzkraft im Dressierbetrieb über eine geeignete Anstellung der oberen Biegezylinder,
welche entweder auf die obere Arbeitswalze oder - falls vorhanden - auf die obere
Zwischenwalze wirken.
[0007] Neben den soeben beschriebenen reinen Reduziergerüsten und reinen Dressiergerüsten
gibt es auch Kombigerüste, welche sowohl in einem Reduzierbetrieb wie auch in einem
Dressierbetrieb, allerdings nur für Eisenmetall, nicht für Nichteisenmetall betrieben
werden können.
[0008] Die bekannten reinen Reduziergerüste für Nichteisenmetall sind für einen Kombi-Betrieb,
d. h. für einen alternativen Dressierbetrieb für Nichteisenmetall, nicht geeignet,
weil die Reduziergerüste für Walzkräfte ausgelegt sind, die für einen Dressierbetrieb
für Nichteisenmetall zu groß wären. Die Reibkräfte innerhalb der hydraulischen Anstellung
sind in etwa proportional zur maximalen Kraft, d.h. ein Anstellzylinder, der für hohe
Kräfte ausgelegt wurde kann aufgrund seiner inneren Reibung nicht in der erforderlichen
Genauigkeit bei geringen Walzkräften arbeiten.
[0009] In Reduziergerüsten werden üblicher Weise zwei Walzen, i.d.R. die Arbeitswalzen angetrieben,
um das erforderliche Walzmoment möglichst gleichmäßig in den Walzspalt zu übertragen.
Kleinste Durchmesserdifferenzen zwischen den Arbeitswalzen führen zu Momentenunterschieden
zwischen den Walzen, die jedoch nicht schädlich auf das Walzergebnis wirken, weil
durch die hohen Abnahmen ein Ausgleich im Walzgut, z.B. durch Scherwirkungen, stattfindet.
Beim Dressierbetrieb mit kleinen Reduktionen / Dressiergraden kann dieser interne
Ausgleich nicht stattfinden, weil nur walzgutoberflächennahe Umformungen stattfinden.
Zudem sind die Walzmomente so gering, dass der Antrieb von nur einer Walze ausreicht.
[0010] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein bekanntes Verfahren und ein bekanntes wahlweise in einem Reduzierbetrieb oder
einem Dressierbetrieb betreibbares Walzgerüst zum Kaltwalzen von Walzgut dahingehend
weiterzubilden, dass die Qualität des Walzgutes und die Stabilität der Walzbedingungen
im Dressierbetrieb verbessert werden.
[0011] Diese Aufgabe wird durch das im Patentanspruch 1 beanspruchte Verfahren gelöst. Dieses
Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass im Dressierbetrieb die obere oder die untere
Arbeitswalze von ihrer Antriebseinrichtung abgekoppelt wird. Weder die obere noch
die untere Stützwalze sind bei dem erfindungsgemäßen Dressierbetrieb angetrieben.
[0012] Der Begriff "oder" ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung als ausschließende Alternative
zu verstehen. Eine gleichzeitige Abkopplung beider Arbeitswalzen im Dressierbetrieb,
wie im Stand der Technik bekannt, ist ausdrücklich nicht gemeint und vom Schutzumfang
ausgeschlossen.
[0013] Die einleitend vorgetragenen Definitionen von Reduzierbetrieb und Dressierbetrieb
gelten - abgesehen von dem Antriebskonzept für die Arbeitswalzen im Dressierbetrieb
- für den Gegenstand der vorliegenden Erfindung gleichermaßen. Für den Antrieb der
Arbeitswalzen im Dressierbetrieb gilt dagegen das beanspruchte Antriebskonzept.
[0014] Das beanspruchte Verfahren sieht vor, dass das Walzgerüst alternativ zu dem Dressierbetrieb
auch in einem Betriebsmodus Reduzierbetrieb zum signifikanten Reduzieren der Dicke
des Walzgutes betrieben werden kann. Ein solches Kombi-Gerüst, welches Dressieren
von Eisenmetall und Nichteisenmetall und Reduzieren von Eisenmetall und Nichteisenmetall
an einem Gerüst ermöglicht, bietet deutliche Vorteile insbesondere in finanzieller
Hinsicht im Vergleich zu zwei separaten Gerüsten, d. h. einem Reduziergerüst und einem
separaten Dressiergerüst.
[0015] Kleinste Durchmesserunterschiede bei den beiden Arbeitswalzen, wie sie z. B. durch
Schleiffehler oder unterschiedliche thermische Expansion auftreten können und zu Drehzahlunterschieden
bei den beiden Arbeitswalzen führten, werden durch das beanspruchte Antriebskonzept,
bei welchem die beiden Arbeitswalzen im Dressierbetrieb jeweils über Reibschluss am
Walzgut miteinander drehgekoppelt sind, vorteilhafterweise vermieden. Auch Momenten-Vertrimmungen,
Rattern, Oberflächendefekte und/oder instabile Walzbedingungen, wie sie typischerweise
bei einer Zwangskopplung beider Arbeitswalzen an das Kammwalzgetriebe entstehen, werden
durch den beanspruchten Antrieb von nur einer der beiden Arbeitswalzen vorteilhafterweise
vermieden. Insgesamt wird durch das beanspruchte Antriebskonzept im Dressierbetrieb
die Qualität des Walzgutes verbessert und die Walzbedingungen stabilisiert. Damit
eignet sich das beanspruchte Verfahren insbesondere auch zum Dressieren von Nichteisenmetallband.
[0016] Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens wird im Dressierbetrieb
die obere Stützwalze von der oberen Arbeitswalze oder - falls vorhanden - von der
oberen Zwischenwalze abgehoben und es erfolgt das Aufbringen und die Einstellung der
Walzkraft durch die Einwirkung der oberen Biegezylinder auf die obere Arbeitswalze
oder - falls vorhanden - auf die obere Zwischenwalze.
[0017] Der Kraftfluss im Walzgerüst und die Ausprägung der Bauteile sind wesentlich für
das elastische Verhalten des Walzgerüstes. Spiele und Lose sind deshalb zu vermeiden,
da ein freies Bewegen der sehr schweren Bauteile innerhalb kurzer Zeit zu Schäden
führen würde. Deshalb sind alle Fugen zwischen beweglichen Bauteilen, wie z. B. zwischen
übereinander angeordneten Lagergehäusen, d. h. Einbaustücken, benachbarter Walzen
mit Hilfe hydraulischer Anstellung balanciert, d. h. vorgespannt. Eine Stützwalze
kann bis zu 200 t wiegen. Dies entspricht einer notwendigen Balancierkraft von 2 MN.
Dies entspricht der gleichen Größe wie die erforderliche Walzkraft im Dressierbetrieb.
Wenn dann noch zusätzlich eine Anstellung der Stützwalzen über deren Anstellzylinder
vorgesehen wäre, würde die auf das Walzgut wirkende Walzkraft sehr schnell die im
Dressierbetrieb benötigten geringeren Dressierkräfte übersteigen. Auch wären die (geringeren)
Dressierkräfte nicht mehr sauber regelbar, weil alleine die Gewichtskraft der Stützwalze
in derselben Größenordnung liegt.
[0018] Das gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel vorgesehene Abheben der oberen Stützwalze
von der oberen Arbeitswalze oder von der oberen Zwischenwalze vermeidet deshalb das
beschriebene Problem der zu großen Walzkraft, wenn die Stützwalze aufliegt.
[0019] Eventuellen Nebenwirkungen des Anhebens der Stützwalze, wie eine mögliche Veränderung
des Walzspaltprofiles werden abgeholfen durch das Aufbringen und die Einstellung der
Walzkraft durch die Einwirkung der oberen Biegezylinder auf die obere Arbeitswalze
oder - falls vorhanden - auf die obere Zwischenwalze, wie beansprucht.
[0020] Grundsätzlich kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung während des Dressierbetriebs
die obere Stützwalze auch auf der oberen Arbeitswalze oder auf der oberen Zwischenwalze
aufliegen bleiben; dann allerdings bestehen die besagten Nachteile bei der Feineinstellung
der Dressierkräfte weiter fort.
[0021] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel sieht das erfindungsgemäße Verfahren vor,
dass im Dressierbetrieb die Dicke des Walzgutes mit Hilfe eines Dressiergrad-Regelkreises
auf eine vorgegebene konstante Solldicke geregelt wird, z.B. durch geeignete Variation
des Bandzugs des Walzgutes oder der Walzgeschwindigkeit als Stellgrößen. Die Dressiergrad-Regelung,
d. h. die Dickenregelung beim Dressieren, setzt voraus, dass die Walzkraft konstant
gehalten werden muss, um eine gleichmäßige Abprägung der Rauigkeit der Dressierwalze
auf das Band zu erhalten. Es sollen möglichst keine Dickensprünge auftreten. Zu diesem
Zweck sieht das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhafterweise eine Regelung der auf
das Walzgut aufgebrachten Walzkraft mit Hilfe eines Walzkraftregelkreises vor, wobei
die Biegezylinder als Stellglieder für die Walzkraft dienen. Vorzugsweise ist alternativ
oder zusätzlich ein Positionsregelkreis vorgesehen, um die Anstellposition der Arbeitswalzen
konstant zu halten.
[0022] Sowohl die Walzkraftregelung wie auch die Positionsregelung müssen nach Möglichkeit
in Echtzeit erfolgen, weshalb die Sprungantworten der beiden Regelkreise vorzugsweise
kleiner 80 ms dauern.
[0023] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel sieht das erfindungsgemäße Verfahren vor,
dass optional auch ein Planheitsregelkreis vorgesehen sein kann zum Regeln der Planheit
des Walzgutes. Der Planheitsregelkreis umfasst dann eine Planheitsmesseinrichtung,
z. B. eine Planheitsmessrolle am Ausgang des Walzgerüstes zum Erfassen der Ist-Planheit
des Walzgutes. Die so gemessene Ist-Planheit wird mit einer vorgegebenen Soll-Planheit
verglichen, d. h. es wird die Differenz zwischen diesen beiden Planheiten gebildet
und diese Differenz wird als Planheitsregelabweichung einem Planheitsregler zugeführt,
der nach Maßgabe der Planheitsregelabweichung ein geeignetes Stellsignal für ein Stellglied,
zum Beispiel die oberen Biegezylinder der oberen Zwischen- oder Arbeitswalze, generiert.
Auf diese Weise werden die Biegezylinder derart angesteuert, dass die Planheit am
Ausgang des Walzgerüstes idealerweise der vorgegebenen Soll-Planheit entspricht.
[0024] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das Schmiermittel in
einem Kreislauf geführt und nach seinem Gebrauch und vor seiner erneuten Verwendung
beziehungsweise vor seinem erneuten Umlauf vorgefiltert. Bei seiner Vorfilterung wird
das Schmiermittel von Flitter-Partikeln, die beim Dressierbetrieb anfallen können,
befreit. Das Vorfiltern erfolgt vorzugsweise bereits vor einem typischerweise ohnehin
durchgeführten Feinstfiltern des Schmiermittels.
[0025] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass im Dressierbetrieb
nur eine minimale Menge an reinem Schmiermittel verwendet wird. Bei der minimalen
Menge handelt es sich idealerweise um eine solch kleine Menge, die während des Dressierbetriebs
im Walzspalt vollständig verbraucht wird, so dass im Auslauf des Walzgerüstes idealerweise
kein Schmiermittel mehr auf der Oberfläche des Walzgutes verbleibt und seitlich kein
Schmiermittel vom Walzgut abläuft. Diese Minimalmengenschmierung erfolgt grundsätzlich
alternativ zu der Kreislaufführung des Schmiermittels, wie im vorherigen Absatz beschrieben.
Falls in der Realität der Minimalmengenschmierung dennoch kleine Restmengen an Schmiermittel
auf dem Walzgut verbleiben, so können diese Restmengen natürlich trotzdem einem Kreislauf
zugeführt und nach Vorfilterung wiederverwendet werden.
[0026] Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorgesehen für Nichteisenmetallband oder Eisenmetallband
als Walzgut. Beim Dressieren von Nichteisenmetallband als Walzgut wird vorzugsweise
Walzöl - unter Ausnutzung von dessen Schmiermittelfunktion - als Schmiermittel verwendet.
Grundsätzlich kann Walzöl jedoch in allen Betriebsarten, das heißt sowohl zum Reduzieren
von Nichteisenmetallband oder Eisenmetallband wie auch zum Dressieren von Nichteisenmetallband
oder Eisenmetallband verwendet werden.
[0027] Im Dressierbetrieb gemäß der vorliegenden Erfindung werden Dressierwalzen, typischerweise
mit einer bestimmten Oberflächenrauheit als Arbeitswalzen verwendet. Diese Dressierwalzen
werden in den Pausen des Dressierbetriebs vorteilhafterweise durch eine Hochdruckbesprühung
mit dem Schmiermittel oder mit Hilfe von Bürsten gereinigt. Der Reinigungsvorgang
bietet den Vorteil, dass die Standzeit der für den Dressiervorgang speziell aufgerauten
Dressierwalzen erhöht wird.
[0028] Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein Walzgerüst gemäß Patentanspruch
11 gelöst. Diese Lösung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentenübertragungseinrichtung
mindestens eine Kupplungseinrichtung und eine zugehörige Steuereinrichtung aufweist
zum Abkuppeln der oberen oder der unteren Arbeitswalze von der mindestens einen Antriebseinrichtung
während des Dressierbetriebs. Die Vorteile dieser Lösung entsprechen den oben mit
Bezug auf das beschriebene Verfahren genannten Vorteilen.
[0029] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und des erfindungsgemäßen
Walzgerüstes sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0030] Der Beschreibung sind insgesamt drei Figuren beigefügt, wobei
- Figur 1
- ein erfindungsgemäß ausgebildetes Vierwalzen-Walzgerüst;
- Figur 2
- ein erfindungsgemäß ausgebildetes Sechswalzen-Walzgerüst; und
- Figur 3
- das erfindungsgemäße Verfahren zur Einstellung eines Reduzierbetriebs oder Dressierbetriebs
auf einem Kombi-Walzgerüst
zeigt.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der besagten Figuren in Form von Ausführungsbeispielen
detailliert beschrieben. In allen Figuren sind gleiche technische Elemente mit gleichen
Bezugszeichen bezeichnet.
[0032] Figur 1 zeigt ein Vierwalzen-Walzgerüst 100. Konkret umfasst das Walzgerüst eine
obere Arbeitswalze 120-1, eine untere Arbeitswalze 120-2 sowie eine obere Stützwalze
110-1 und eine untere Stützwalze 110-2. Die Arbeitswalzen sind zwischen den beiden
Stützwalzen angeordnet. Die beiden Arbeitswalzen spannen im Walzbetrieb einen Walzspalt
128 auf, um dazwischen geführtes Walzgut kalt zu walzen.
[0033] Auf der Einlaufseite des Walzgerüstes sind auf Höhe der oberen und unteren Arbeitswalzen
120-1, 120-2 Sprühbalken 195 angeordnet zum Aufbringen von Kühlmittel und Schmiermittel
auf die Arbeitswalzen.
Dem Walzgerüst 100 zugeordnet ist ein Dickenregelkreis 150, ein Walzkraftregelkreis
160, ein Positionsregelkreis 170 und/oder ein Planheitsregelkreis 180.
[0034] Weiterhin ist dem Walzgerüst 100 ein Schmier- und Kühlmittelkreislauf zugeordnet,
welcher Einrichtungen umfasst zum Aufsammeln des von den Walzen ablaufenden Kühl-
oder Schmiermittels, zum Filtern des gebrauchten Kühl- und Schmiermittels sowie zum
Rückführen des gereinigten Kühl- oder Schmiermittels an insbesondere die Arbeitswalzen.
Das Rückführen erfolgt typischerweise mit einer Umlaufanlage 192. Die Reinigung bzw.
Filterung des Kühl- und/oder Schmiermittels erfolgt typischerweise in einem Feinstfilter
194. Erfindungsgemäß ist diesem Feinstfilter jedoch zusätzlich noch ein Vorfilter
190 vorgeschaltet, zum Herausfiltern von Flitter aus dem Kühl- oder Schmiermittel,
wie er beim Dressieren von Walzgut anfällt. Dieser Vorfilter 190 kann, wie in Figur
1 gezeigt, entweder vor oder hinter einer Umlaufanlage 192 angeordnet sein; in jedem
Fall aber ist er in Fließrichtung vordem Feinstfilter 194 angeordnet.
[0035] Alternativ zu dem soeben beschriebenen Umlauf des Schmiermittels kann auch eine Minimalmengenschmierung
erfolgen, bei welcher lediglich so viel Schmiermittel auf der Einlaufseite auf das
Walzgut und/oder auf die Arbeitswalzen aufgebracht wird, wie beim Walzen im Walzspalt
auch tatsächlich verbraucht oder benötigt wird.
[0036] Der Antrieb der Arbeitswalzen 120-1, 120-2 erfolgt durch mindestens eine Antriebseinrichtung
124, 124-1, 124-2 unter Zwischenschaltung einer Drehmomentenübertragungseinrichtung
120', 120".
[0037] In einer ersten Ausführungsform, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, weist die Drehmomentenübertragungseinrichtung
120' eine obere Kupplungseinrichtung 126-1, eine obere Antriebsspindel 122-1 sowie
optional ein oberes Übersetzungsgetriebe auf zum Übertragen eines Drehmomentes von
der oberen Antriebseinrichtung 124-1 auf die obere Arbeitswalze 120-1. Dabei ist die
obere Antriebsspindel 122-1 zwischen der oberen Arbeitswalze und der oberen Antriebseinrichtung
124-1 und das optionale Übersetzungsgetriebe 129-1 zwischen der oberen Antriebsspindel
und der oberen Antriebseinrichtung angeordnet. Die obere Kupplungseinrichtung 126-1
kann zwischen der oberen Arbeitswalze und der oberen Antriebsspindel und/oder zwischen
der oberen Antriebsspindel und dem oberen Übersetzungsgetriebe und/oder zwischen dem
oberen Übersetzungsgetriebe und der oberen Antriebseinrichtung angeordnet sein, und/oder
sie ist als Leerlaufstellung des oberen Übersetzungsgetriebes ausgebildet.
[0038] Weiterhin weist die Drehmomentenübertragungseinrichtung 120' gemäß ihrer ersten Ausführungsform
eine untere Kupplungseinrichtung 126-2, eine untere Antriebsspindel 122-2 sowie optional
ein unteres Übersetzungsgetriebe 129-2 auf zum Übertragen eines Drehmomentes von der
unteren Antriebseinrichtung 124-2 auf die untere Arbeitswalze 120-2. Dabei ist die
untere Antriebsspindel 122-2 zwischen der unteren Arbeitswalze und der unteren Antriebseinrichtung
124-2 und das optionale untere Übersetzungsgetriebe 129-2 zwischen der unteren Antriebsspindel
und der unteren Antriebseinrichtung angeordnet. Die untere Kupplungseinrichtung 126-2
kann zwischen der unteren Arbeitswalze und der unteren Antriebsspindel und/oder zwischen
der unteren Antriebsspindel und dem unteren Übersetzungsgetriebe und/oder zwischen
dem unteren Übersetzungsgetriebe und der unteren Antriebseinrichtung angeordnet sein,
und/oder sie ist als Leerlaufstellung des unteren Übersetzungsgetriebes ausgebildet.
[0039] In Figur 1 ist die obere Kupplungseinrichtung beispielhaft in offenem, das heißt
entkuppeltem Zustand gezeigt, während die untere Kupplungseinrichtung in geschlossenem,
das heißt gekuppeltem Zustand gezeigt ist.
Der Momentenfluss von den Antriebseinrichtungen 124, 124-1, 124-2 zu den Arbeitswalzen
kann mit Hilfe der Kupplungseinrichtungen wahlweise unterbrochen werden. Möglich sind
formschlüssige, reibschlüssige, magnetische oder fluiddynamische Wirkprinzipien bei
der Kupplungseinrichtung. Die Betätigung der schaltbaren Kupplungseinrichtung kann
mechanisch, elektrisch, elektromagnetisch, pneumatisch oder in jeder anderen Bauweise
ausgeführt sein. Die Anordnung der schaltbaren Kupplungseinrichtung kann am oder im
Kammwalzgetriebe, innerhalb der Spindel, oder am Walzenzapfen erfolgen.
[0040] Das in Figur 1 gezeigte Vierwalzen-Walzgerüst 100 kann in einem Betriebsmodus Dressierbetrieb
betrieben werden; die dazugehörige Konfiguration des Walzgerüstes 100 ist in Figur
1 schematisch veranschaulicht. Die beiden Stützwalzen 110-1, 110-2 sind im Dressierbetrieb
nicht angetrieben.
[0041] In Figur 1 sind weiterhin obere Biegezylinder 140 zu erkennen, welche auf der Antriebsseite
AS und auf der Bedienseite BS auf die obere Arbeitswalze 120-1 wirken. Wenn sich Walzgut
in dem Walzspalt 128 befindet und die beiden Biegezylinder 140 jeweils eine halbe
Biegekraft F/2 auf die obere Arbeitswalze 120-1 ausüben, bewirkt diese Einwirkung
der Biegekraft eine negative Biegung der oberen Arbeitswalze.
[0042] Im Dressierbetrieb ist zunächst die obere Stützwalze 110-1 von der oberen Arbeitswalze
120-1 abgehoben. Dies hat den Vorteil, dass die auf das Walzgut im Walzspalt 128 wirkende
Walzkraft, soweit sie durch die Gewichtskraft der aufliegenden Walzen bestimmt wird,
bei abgehobener oberer Stützwalze deutlich geringer ist als wenn die obere Stützwalze
auf der oberen Arbeitswalze und damit auf dem Walzgut aufliegenden würde. Die im Dressierbetrieb
im Vergleich zu einem Reduzierbetrieb deutlich geringere Walzkraft ist im Dressierbetrieb
ausdrücklich gewünscht, weil im Dressierbetrieb nicht die Dickenreduktion, sondern
lediglich das Aufprägen einer durch die Arbeitswalzen in Form von Dressierwalzen vorgegebene
Oberflächenrauheits-Struktur auf die Oberfläche des Walzguts im Vordergrund steht.
[0043] Neben der Gewichtskraft der oberen Arbeitswalze 120-1 wird die im Dressierbetrieb
auf das Walzgut aufgebrachte Walzkraft zusätzlich bestimmt durch die von den beiden
Biegezylindern 140 auf der Bedienseite BS und der Antriebsseite AS des Walzgerüstes
jeweils zur Hälfte zusätzlich aufgebrachte Biegekraft definiert. Mit Hilfe der Biegezylinder
ist es möglich, einen Arbeitspunkt für die insgesamt auf das Walzgut einwirkende Walzkraft
zu definieren und diese Walzkraft, falls gewünscht, mit Hilfe des zugeordneten Walzkraftregelkreises
160 auf einem vorgegebenen konstanten Walzkraft-Sollwert konstant zu halten bzw. auszuregeln.
Wenn die Biegezylinder 140 in dieser Weise zur genauen Einstellung der Walzkraft verwendet
werden, wird dies auch als erweitertes Biegesystem bezeichnet.
[0044] Besonderes Kennzeichen des erfindungsgemäßen Dressierbetriebs ist weiterhin, dass
keine der beiden Stützwalzen 110-1, 110-2 und auch nur eine der beiden Arbeitswalzen
120-1, 120-2 angetrieben wird. In Figur 1 ist dies beispielhaft die untere Arbeitswalze
120-2. Sie ist über die geschlossene untere Kupplungseinrichtung 126-2 und die untere
Antriebswelle 122-2 sowie optional über das Übersetzungsgetriebe 129-2 an die untere
Antriebseinrichtung 124-2 angekoppelt, während die obere Arbeitswalze 120-2 über die
geöffnete obere Kupplungseinrichtung 126-1 von der ihr zugeordneten oberen Antriebseinrichtung
124-1 abgekoppelt ist.
[0045] Wie bereits gesagt, ist im Dressierbetrieb die Dickenreduktion des Walzgutes deutlich
geringer als in einem Reduzierbetrieb. Dennoch kann auch während eines Dressierbetriebes
eine Dickenregelung erfolgen; sie wird dann typischerweise als Dressiergrad-Regelung
bezeichnet und mit Hilfe eines Dressiergrad-Regelkreises 150 durchgeführt. Der Dressiergrad-Regelkreis
regelt die Dickenabnahme des Walzgutes während des Dressierbetriebs auf eine vorgegebene
konstante Solldicke durch geeignete Variation des Bandzugs des Walzgutes oder durch
geeignete Variation der Walzgeschwindigkeit. Der Bandzug oder die Walzgeschwindigkeit
dienen bei der Dressiergrad-Regelung als Stellgrößen.
[0046] Alternativ oder zusätzlich zu dem oben beschriebenen Walzkraftregelkreis kann dem
Walzgerüst ein Positionsregelkreis 170 zugeordnet sein zum Konstanthalten der Anstellposition
der Arbeitswalzen. Diese kann messtechnisch entweder direkt oder indirekt durch Auswerten
der Positionen der Biegezylinder 140 erfasst werden und über die Biegezylinder als
Stellglieder geregelt werden. Sowohl die Regelung der Walzkraft wie auch die Regelung
der Position der Arbeitswalzen erfolgen vorzugsweise in Echtzeit. Dazu müssen die
entsprechenden Regelkreise entsprechend schnell sein; vorzugsweise sind ihre Sprungantworten
kürzer als 80 ms.
[0047] Zusätzlich kann dem Walzgerüst ein Planheitsregelkreis 180 zugeordnet sein zum Regeln
der Planheit des Walzgutes. Der Planheitsregelkreis 180 umfasst ein Messglied 197,
beispielsweise eine Planheitsmessrolle zum Erfassen des Walzgutes am Ausgang des Walzgerüstes
zum dortigen Erfassen der Ist-Planheit des Walzgutes. Diese gemessene Ist-Planheit
des Walzgutes wird durch Differenzbildung verglichen mit einer vorgegebenen Soll-Planheit
und die aus der Differenzbildung resultierende Planheits-Regelabweichung wird von
einem Planheitsregler ausgewertet, welcher nach Maßgabe der Planheits-Regelabweichung
ein Steuersignal an die Stellglieder, z.B. die oberen negativwirkenden Biegezylinder
140, ausgibt zum Regeln der Planheit auf die vorgegebene Soll-Planheit.
[0048] Im Dressierbetrieb wird grundsätzlich nur eine minimale Menge an Schmiermittel verwendet.
D. h., es wird nur so viel Schmiermittel verwendet, wie im Walzspalt tatsächlich verbraucht
bzw. benötigt wird; idealerweise läuft insbesondere während des Dressierbetriebs kein
Schmiermittel seitlich vom Walzgut ab und idealerweise verbleibt auch kein Schmiermittel
auf dem Walzgut nach Durchlaufen des Walzspaltes.
[0049] Das Walzgerüst ist ausgebildet entweder zum Kaltwalzen von Eisenmetallband oder von
Nichteisenmetallband. Beim Kaltwalzen von Nichteisenmetallband wird sogenanntes Walzöl
oder auch eine Wasser-Öl Mischung als Kühl-Schmiermittel verwendet.
[0050] Das Walzgerüst ist als Kombi-Walzgerüst ausgebildet, welches entweder in einem Reduzierbetriebsmodus
oder in einem Dressierbetriebsmodus betrieben werden kann.
[0051] Figur 2 zeigt im Unterschied zu Figur 1 ein Sechswalzen-Walzgerüst. Dieses unterscheidet
sich von dem in Figur 1 gezeigten Vierwalzen-Walzgerüst durch eine obere Zwischenwalze
130-1, welche zwischen der oberen Arbeitswalze und der oberen Stützwalze angeordnet
ist, und eine untere Zwischenwalze 130-2, welche zwischen der unteren Arbeitswalze
und der unteren Stützwalze angeordnet ist. Figur 2 zeigt den Betrieb dieses Sechswalzen-Walzgerüstes
in dem Dressierbetriebsmodus, bei welchem die obere Stützwalze 110-1 von der oberen
Zwischenwalze 130-1 abgehoben ist. Die oberen Biegezylinder 140 wirken nun nicht auf
die obere Arbeitswalze 120-1, sondern auf die obere Zwischenwalze 130-1. Ansonsten
entsprechen der Aufbau des Walzgerüstes und die Funktionsweise bzw. Betriebsweise
des Walzgerüstes im Dressierbetrieb den oben unter Bezugnahme auf Figur 1 beschriebenen
Angaben.
[0052] Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Drehmomentenübertragungseinrichtung
120". Gemäß dieser zweiten Ausführungsform weist die Drehmomentenübertragungseinrichtung
120" neben der Kupplungseinrichtung 126 eine obere und eine untere Antriebsspindel
122-1, 122-2 sowie ein Kammwalzgetriebe 129 auf zum Übertragen eines Drehmomentes
von der einzigen Antriebseinrichtung 124 auf mindestens eine der Arbeitswalzen 120-1,
120-2. Das Kammwalzgetriebe ist an seinem Momenteneingang mit der einzigen Antriebseinrichtung
124 verbunden. Die obere Antriebsspindel 122-1 ist zwischen der oberen Arbeitswalze
und dem oberen Momentenausgang des Kammwalzgetriebes, die untere Antriebsspindel 122-2
ist zwischen der unteren Arbeitswalze und dem unteren Momentenausgang des Kammwalzgetriebes
und das Kammwalzgetriebe 129 ist zwischen der oberen und der unteren Antriebsspindel
und der Antriebseinrichtung 124 angeordnet. Die Kupplungseinrichtung 126 kann zwischen
der oberen Arbeitswalze und der oberen Antriebsspindel und/oder zwischen der oberen
Antriebsspindel und dem Kammwalzgetriebe und/oder zwischen der unteren Arbeitswalze
und der unteren Antriebsspindel und/oder zwischen der unteren Antriebsspindel und
dem Kammwalzgetriebe angeordnet sein oder sie ist als Leerlaufstellung des Kammwalzgetriebes
ausgebildet.
[0053] Die Drehmomentenübertragungseinrichtung 120' gemäß ihrer ersten Ausführungsform kann
nicht nur, wie in Fig. 1 gezeigt, in Verbindung mit einem Vierwalzengerüst, sondern
auch in Verbindungmit einem Sechswalzengerüst betrieben werden. Die Drehmomentenübertragungseinrichtung
120" gemäß ihrer zweiten Ausführungsform kann nicht nur, wie in Fig. 2 gezeigt, in
Verbindung mit einem Sechswalzengerüst, sondern auch in Verbindung mit einem Vierwalzengerüst
betrieben werden.
[0054] In beiden Ausführungsformen der Drehmomentenübertragungseinrichtung 120', 120" ist
den Kupplungseinrichtungen eine Steuereinrichtung 127 zugeordnet. Die Steuereinrichtung
ermöglicht ein Öffnen oder Schließen der Kupplungseinrichtungen je nach Betrieb des
Walzgerüstes entweder in der Betriebsart Reduzierbetrieb oder in der Betriebsart Dressierbetrieb.
[0055] Figur 3 zeigt schließlich die notwendigen Verfahrensschritte zur Auswahl von entweder
dem Reduzierbetriebsmodus oder dem Dressierbetriebsmodus bei einem Kombi-Walzgerüst,
welches beide Betriebsmodi alternativ fahren kann.
[0056] Bei der Auswahl der Betriebsart Reduzierbetrieb werden zunächst die Gerüstparameter
auf Reduzierbetrieb eingestellt. Dies bedeutet insbesondere, dass die technologischen
Regelkreise wie der Dickenregelkreis, für den Walzkraft- und Positionserfassung der
Anstellungen wesentlich sind, sowie der Planheitsregelkreis, für den die zur Verfügung
stehenden Stellglieder wesentlich sind, entsprechend parametriert werden. Die technologischen
Regelkreise sind sowohl im Dressierbetrieb, als auch im Reduzierbetrieb aktiviert,
aber evtl. unterschiedlich parametriert.
[0057] Im Reduzierbetrieb erfolgt die Dickenregelung typischerweise in Form einer Monitor-
oder Massenflussregelung. Alle Walzen sind in den Kraftfluss eingebunden. Die Einstellung
der Walzkraft und der Position der Arbeitswalzen erfolgt im Reduzierbetrieb über die
Anstellzylinder, die auf die obere auf der oberen Zwischenwalze oder der oberen Arbeitswalze
aufliegende Stützwalze wirken. Sofern Zwischenwalzen vorhanden sind, liegen diese
in Kontakt mit den Arbeitswalzen. Dementsprechend sind diese Anstellzylinder im Reduzierbetrieb
als Stellglieder in den besagten Regelkreisen anzusprechen.
[0058] Im Reduzierbetrieb sind beide Arbeitswalzen über die Drehmomentenübertragungseinrichtung
120', 120" von der mindestens einen Antriebseinrichtung 124, 124-1, 124-2 drehangetrieben.
Als Arbeitswalzen werden im Reduzierbetrieb typischerweise Walzen mit glatter Oberfläche
gewählt. Nach Durchführung aller besagten Schritte ist das Walzgerüst dann im Wesentlichen
walzbereit.
[0059] Wenn alternativ die Betriebsart Dressierbetrieb gewählt wird, so wird erfindungsgemäß
eine der beiden Arbeitswalzen innerhalb der Drehmomentenübertragungseinrichtung 120',
120' mit Hilfe der Kupplungseinrichtung von der Antriebseinrichtung abgekuppelt, während
die andere Arbeitswalze angekuppelt verbleibt. Nachfolgend wird dann überprüft, ob
die zu erwartende Walzkraft im Dressierbetrieb größer als ein vorgegebener Walzkraftschwellenwert
F
_Grenz ist oder nicht. Falls dies nicht der Fall ist, wird die obere Stützwalze von der
oberen Arbeitswalze oder von der oberen Zwischenwalze abgehoben.
[0060] Der Walzkraft- und der Positionsregelkreis werden derart konfiguriert, dass als Stellglieder
die oberen Biegezylinder 140 angesteuert werden. Die Dickenregelung im Dressierbetrieb
erfolgt typischerweise als Dressiergradregelung. Falls die im Dressierbetrieb einzustellende
Walzkraft größer als der vorgegebene Schwellenwert ist, wird die obere Stützwalze
auf die obere Arbeitswalze oder die obere Zwischenwalze aufgelegt.
[0061] Schließlich werden sämtliche Gerüstparameter, insbesondere sämtliche Sollwerte für
die im Dressierbetrieb aktivierten Regelkreise auf geeignete Soll-Werte im Dressierbetrieb
eingestellt. Im Dressierbetrieb erfolgt die Einstellung der Gerüstparameter, um den
konkreten Durchgriff der Biegesysteme und der für die Dickenregelung benötigten Gerüststeifigkeitsparameter
zu gewährleisten.
Diese Parameter unterscheiden sich wesentlich, je nach gewählter Betriebsart, aber
auch in der gewählten Einsatzform der oberen Stützwalze.
[0062] Als Arbeitswalzen werden im Dressierbetrieb typischerweise spezielle Dressierwalzen
mit einer vorbestimmten Oberflächenrauigkeit verwendet. Im Dressierbetrieb kann eine
Minimalmengenschmierung oder alternativ ein Schmiermittelkreislauf mit dem Vorfilter
190 vorgesehen sein, um den Abrieb (Flitter) im Dressierbetrieb aus dem Schmierstoff
herauszufiltern und somit den Hauptfilter zu entlasten. Nach Durchführung der besagten
Schritte ist dann das Walzgerüst im Dressierbetrieb walzbereit.
[0063] Das erfindungsgemäße Kombi-Walzgerüst ist ausgebildet, von der Reduzierkonfiguration
in die Dressierkonfiguration umgerüstet werden zu können und umgekehrt. Konkret müssen
dazu insbesondere die obere Stützwalze wahlweise auf die obere Arbeitswalze ablegbar
und von dieser abhebbar sein, die obere und die untere Arbeitswalze einzeln oder beide
an die Antriebseinrichtung an- und abkuppelbar sein und es müssen die glatten Reduzier-Arbeitswalzen
gegen die aufgerauten Dressier-Arbeitswalzen austauschbar sein. Optional kann auch
noch der Vorfilter zum Filtern von Flitter im Dressierbetrieb bei einer Umstellung
auf Reduzierbetrieb entfernbar sein, weil dieser Vorfilter im Reduzierbetrieb typischerweise
entbehrlich ist.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 100
- Walzgerüst
- 110-1
- obere Stützwalze
- 110-1
- untere Stützwalze
- 120'
- Drehmomentenübertragungseinrichtung gemäß 1. Ausführungsbeispiel
- 120"
- Drehmomentenübertragungseinrichtung gemäß 2. Ausführungsbeispiel
- 120-1
- obere Arbeitswalze
- 120-2
- untere Arbeitswalze
- 122-1
- obere Antriebsspindel für obere Arbeitswalze
- 122-2
- untere Antriebsspindel für untere Arbeitswalze
- 124
- (einzige) Antriebseinrichtung für Kammwalzgetriebe
- 124-1
- obere Antriebseinrichtung für obere Arbeitswalze
- 124-2
- untere Antriebseinrichtung für untere Arbeitswalze
- 126
- Kupplungseinrichtung bei Verwendung von Kammwalzgetriebe
- 126-1
- obere Kupplungseinrichtung
- 126-2
- untere Kupplungseinrichtung
- 127
- Steuereinrichtung
- 128
- Walzspalt
- 129
- Kammwalzgetriebe
- 129-1
- oberes Übersetzungsgetriebe
- 129-2
- unteres Übersetzungsgetriebe
- 130-1
- obere Zwischenwalze
- 130-2
- untere Zwischenwalze
- 140
- Biegezylinder
- 150
- Dickenregelkreis
- 160
- Walzkraftregelkreis
- 170
- Positionsregelkreis
- 180
- Planheitsregelkreis
- 190
- Vorfilter
- 192
- Umlaufanlage
- 194
- Feinstfilter
- 195
- Sprühbalken
- 197
- Messglied
- 200
- Walzgut
- AS
- Antriebsseite
- BS
- Bedienseite
- F
- Biegekraft
1. Verfahren zum Betrieb eines Walzgerüstes (100) zum Kaltwalzen von Walzgut (200),
wobei das Walzgerüst mindestens eine obere und eine untere Stützwalze (110-1, 110-2)
sowie eine obere und eine untere Arbeitswalze (120-1, 120-2), welche einen Walzspalt
(128) aufspannen, und optional auch eine obere und untere Zwischenwalze (130-1, 130-2),
aufweist, und
wobei das Walzgerüst wahlweise in einem Betriebsmodus Reduzierbetrieb zum Reduzieren
der Dicke des Walzgutes (200) oder in einem Betriebsmodus Dressierbetrieb betrieben
werden kann;
dadurch gekennzeichnet,
dass im Dressierbetrieb weder die obere noch die untere Stützwalze angetrieben werden;
und
dass im Dressierbetrieb die obere oder die untere Arbeitswalze (120-1, 120-2) von ihrer
Antriebseinrichtung (124, 124-1, 124-2) abgekoppelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass für den Dressierbetrieb die obere Stützwalze (110-1) von der oberen Arbeitswalze
(120-1) oder -falls vorhanden - von der oberen Zwischenwalze (130-1) abgehoben wird;
und
dass das Aufbringen und die Einstellung einer Walzkraft (F) durch die Einwirkung oberer
Biegezylinder (140) auf die obere Arbeitswalze (120-1) oder - falls vorhanden - auf
die obere Zwischenwalze (130-1) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass im Dressierbetrieb die Dicke des Walzgutes (200) mit Hilfe eines Dressiergrad-Regelkreises
(150) auf eine vorgegebene konstante Solldicke geregelt wird, durch geeignete Variation
des Bandzugs des Walzgutes oder der Walzgeschwindigkeit als Stellgrößen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die von den Biegezylindern (140) auf das Walzgut (200) aufgebrachte Biegekraft (F)
mit Hilfe eines Walzkraftregelkreises (160) und/oder vorzugsweise auch die Anstellposition
der Arbeitswalzen (120-1, 120-2) mit Hilfe eines Positionsregelkreises (170) konstant
gehalten wird/werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Planheit des Walzgutes mit Hilfe eines Planheitsregelkreises (180) geregelt wird
durch Messung der Ist-Planheit am Ausgang des Walzgerüstes und geeignetes Einwirken
auf Stellglieder nach Maßgabe einer Planheitsregelabweichung als Differenz aus einer
vorgegebenen Soll-Planheit und der gemessenen Ist-Planheit.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Schmiermittel nach seinem Gebrauch und vor seiner erneuten Verwendung vorgefiltert
wird.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
dass im Dressierbetrieb nur eine minimale Menge an reinem Schmiermittel verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass es sich bei dem Walzgut (200) um Nichteisenmetallband oder Eisenmetallband handelt.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Dressieren von Nichteisenmetallband als Walzgut Walzöl als Schmiermittel verwendet
wird.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Dressierbetrieb Dressierwalzen mit einer Oberflächenaufrauhung als Arbeitswalzen
(120-1, 1202) verwendet werden; und
dass vorzugsweise die Dressierwalzen in den Pausen des Dressierbetriebs durch Hochdruckbesprühung
mit dem Schmiermittel und/oder mit Hilfe von Bürsten gereinigt werden.
11. Walzgerüst (100) zum Kaltwalzen von Walzgut, aufweisend:
eine obere und eine untere Stützwalze (110-1, 110-2);
eine obere und eine untere Arbeitswalze (120-1, 120-2), welche zwischen den Stützwalzen
gelagert sind und einen Walzspalt (128) aufspannen;
optional auch eine obere und untere Zwischenwalze (130-1, 130-2), welche zwischen
den Arbeits- und Stützwalzen gelagert sind;
zumindest eine Antriebseinrichtung (124, 124-1, 124-2) zum Antreiben der Arbeitswalzen;
und
eine Drehmomentenübertragungseinrichtung (120', 120") zum Übertragen eines Drehmomentes
von der zumindest einen Antriebseinrichtung auf die Arbeitswalzen,
wobei das Walzgerüst als kombiniertes Reduzier- und Dressiergerüst mit den alternativen
Betriebsmodi Reduzierbetrieb zum Reduzieren der Dicke des Walzgutes oder Dressierbetrieb
ausgebildet ist;
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehmomentenübertragungseinrichtung (120', 120") mindestens eine Kupplungseinrichtung
(126, 126-1, 126-2) und eine zugehörige Steuereinrichtung (127) aufweist zum Abkuppeln
der oberen oder der unteren Arbeitswalze von der mindestens einen Antriebseinrichtung
(124, 124-1, 124-2) während des Dressierbetriebs, bei dem die beiden Stützwalzen (110-1,
110-2) nicht angetrieben sind.
12. Walzgerüst (100) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass
die Antriebseinrichtung in Form einer oberen Antriebseinrichtung (124-1) vorgesehen
ist zum Antreiben der oberen Arbeitswalze; und
die Drehmomentenübertragungseinrichtung (120') die Kupplungseinrichtung in Form einer
oberen Kupplungseinrichtung (126-1), eine obere Antriebsspindel (122-1) sowie optional
ein oberes Übersetzungsgetriebe (129-1) aufweist zum Übertragen eines Drehmomentes
von der oberen Antriebseinrichtung (124-1) auf die obere Arbeitswalze (120-1),
wobei die obere Antriebsspindel (122-1) zwischen der oberen Arbeitswalze und der oberen
Antriebseinrichtung (124-1) und das optionale Übersetzungsgetriebe (129-1) zwischen
der oberen Antriebsspindel und der oberen Antriebseinrichtung angeordnet ist; und
wobei die obere Kupplungseinrichtung (126-1) zwischen der oberen Arbeitswalze und
der oberen Antriebsspindel und/oder zwischen der oberen Antriebsspindel und dem oberen
Übersetzungsgetriebe und/oder zwischen dem oberen Übersetzungsgetriebe und der oberen
Antriebseinrichtung angeordnet ist und/oder als Leerlaufstellung des oberen Übersetzungsgetriebes
(129-1) ausgebildet ist.
13. Walzgerüst (100) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebseinrichtung neben der oberen Antriebseinrichtung (124-1) auch eine untere
Antriebseinrichtung (124-2) aufweist zum Antreiben der unteren Arbeitswalze (120-2);
und
die Drehmomentenübertragungseinrichtung (120') weiterhin eine untere Kupplungseinrichtung
(126-1), eine untere Antriebsspindel (122-2) sowie optional ein unteres Übersetzungsgetriebe
(129-2) aufweist zum Übertragen eines Drehmomentes von der unteren Antriebseinrichtung
(124-2) auf die untere Arbeitswalze (120-2),
wobei die untere Antriebsspindel (122-2) zwischen der unteren Arbeitswalze und der
unteren Antriebseinrichtung (124-2) und das optionale untere Übersetzungsgetriebe
(129-2) zwischen der unteren Antriebsspindel und der unteren Antriebseinrichtung angeordnet
ist; und
wobei die untere Kupplungseinrichtung (126-2) zwischen der unteren Arbeitswalze und
der unteren Antriebsspindel und/oder zwischen der unteren Antriebsspindel und dem
unteren Übersetzungsgetriebe (129-2) und/oder zwischen dem unteren Übersetzungsgetriebe
und der unteren Antriebseinrichtung (124-2) angeordnet ist und/oder als Leerlaufstellung
des unteren Übersetzungsgetriebes ausgebildet ist.
14. Walzgerüst nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Drehmomentenübertragungseinrichtung (120") neben der Kupplungseinrichtung (126)
eine obere und eine untere Antriebsspindel (122-1, 122-2) sowie ein Kammwalzgetriebe
(129) aufweist zum Übertragen eines Drehmomentes von der Antriebseinrichtung (124)
auf mindestens eine der Arbeitswalzen (120-1, 120-2),
wobei das Kammwalzgetriebe an seinem Momenteneingang mit der einzigen Antriebseinrichtung
(124) verbunden ist;
wobei die obere Antriebsspindel (122-1) zwischen der oberen Arbeitswalze und dem oberen
Momentenausgang des Kammwalzgetriebes, die untere Antriebsspindel (122-2) zwischen
der unteren Arbeitswalze und dem unteren Momentenausgang des Kammwalzgetriebes und
das Kammwalzgetriebe zwischen den Antriebsspindeln (122-1, 122-2) und der Antriebseinrichtung
(124) angeordnet ist; und
wobei die Kupplungseinrichtung (126) zwischen der oberen Arbeitswalze und der oberen
Antriebsspindel und/oder zwischen der oberen Antriebsspindel und dem oberen Momentenausgang
des Kammwalzgetriebes und/oder zwischen der unteren Arbeitswalze und der unteren Antriebsspindel
und/oder zwischen der unteren Antriebsspindel und dem unteren Momentenausgang des
Kammwalzgetriebes angeordnet ist und/oder als Leerlaufstellung des Kammwalzgetriebes
ausgebildet ist.
15. Walzgerüst (100) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, gekennzeichnet durch
zumindest obere Biegezylinder (140) zum Aufbringen und Einstellen einer Walzkraft
(F) im Walzspalt (128) durch Einwirkung auf die obere Arbeitswalze (120-1) oder - falls vorhanden - auf die obere
Zwischenwalze (130-1).
16. Walzgerüst (100) nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Walzgerüst (100) einen Dressiergrad-Regelkreis (150) zum Regeln der Dicke des
Walzgutes im Betriebsmodus Dressierbetrieb, einen Walzkraftregelkreis (160) zum Konstanthalten
der Walzkraft während des Dressierbetriebs, einen Positionsregelkreis (170) und/ oder
einen Planheitsregelkreis (180) zum Gewährleisten der Planheit des Walzgutes aufweist.
17. Walzgerüst (100) nach einem der Ansprüche 11 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Walzgerüst (100) ausgebildet ist, um gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 10 betrieben zu werden.
18. Walzgerüst (100) nach einem der Ansprüche 11-17,
gekennzeichnet durch
einen Sprühbalken (195) für Walzöl im Einlauf des Walzgerüstes zum Dressieren von
Nichteisenmetallband als Walzgut.
1. Method of operating a roll stand (100) for the cold-rolling of rolling material (200),
wherein the roll stand comprises at least one upper backing roll (110-1) and lower
backing roll (110-2), as well as an upper work roll (120-1) and lower work roll (120-2),
which span a rolling gap (128), and optionally also an upper intermediate roll (130-1)
and lower intermediate roll (130-2); and
wherein the roll stand can be operated selectably in an operating mode of reducing
operation for reducing the thickness of the rolling material (200) or an operating
mode of skin-pass operation;
characterised in that
in skin-pass operation neither the upper nor the lower backing roll is driven; and
in skin-pass operation the upper or the lower work roll (120-1, 120-2) is decoupled
from its drive device (124, 124-1, 124-2).
2. Method according to claim 1, characterised in that
for the skin-pass operation the upper backing roll (110-1) is lifted off the upper
work roll (120-1) or, if present, the upper intermediate roll (130-1); and
the application and setting of a rolling force (F) is carried by the action of upper
bending cylinders (140) on the upper work roll (120-1) or, if present, on the upper
intermediate roll (130-1).
3. Method according to claim 2, characterised in that
in skin-pass operation the thickness of the rolling stock (200) is regulated, by suitable
variation of the strip tension of the rolling stock or the rolling speed as setting
variables, to a predetermined constant target thickness with the help of a regulating
circuit (150) for degree of skin pass.
4. Method according to claim 3, characterised in that
the bending force (F) applied by the bending cylinders (140) to the rolling stock
(200) is kept constant with the help of a rolling force regulating circuit (160) and/or
preferably also the adjustment position of the work rolls (120-1, 120-2) is kept constant
with the help of a position regulating circuit (170).
5. Method according to any one of claims 2 to 4, characterised in that the planarity of the rolling stock is regulated with the help of a planarity regulating
circuit (180) by measurement of the actual planarity at the outlet of the roll stand
and appropriate action on setting elements in accordance with a planarity regulating
deviation as difference between a predetermined target planarity and the measured
actual planarity.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the lubricant is prefiltered after use thereof and prior to renewed use thereof.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that only a minimum quantity of clean lubricant is used is used in the skin-pass operation.
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the rolling stock (200) is non-ferrous metal strip or ferrous metal strip.
9. Method according to claim 8, characterised in that
rolling oil is used as lubricant in the case of skin-passing of non-ferrous metal
strip as rolling stock.
10. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that in skin-pass operation skin-pass rolls with a surface roughness are used as work
rolls (120-1, 120-2); and
the skin-pass rolls are preferably cleaned by high-pressure spraying with the lubricant
and/or with the help of brushes in the pauses in the skin-pass operation.
11. Roll stand (100) for the cold-rolling of rolling stock, comprising:
an upper backing roll (110-1) and a lower backing roll (110-2);
an upper work roll (120-1) and a lower work roll (120-2), which are mounted between
the backing rolls and span a rolling gap (128);
optionally also an upper intermediate roll (130-1) and lower intermediate roll (130-2),
which are mounted between the work rolls and the backing rolls;
at least one drive device (124, 124-1, 124-2) for driving the work rolls; and
a torque transmission device (120, 120") for transmission of a torque from the at
least one drive device to the work rolls;
wherein the roll stand is constructed as a combined reducing and skin-pass stand with
the alternative operating modes of reducing operation for reducing the thickness of
the rolling stock or skin-pass operation;
characterised in that
the torque transmission device (120', 120") comprises at least one coupling device
(126, 126-1, 126-2) and an associated control device (127) for decoupling the upper
or lower work roll from the at least one drive device (124, 124-1, 124-2) during the
skin-pass operation in which the two backing rolls (110-1, 110-2) are not driven.
12. Roll stand (100) according to claim 11, characterised in that
the drive device is provided in the form of an upper drive device (124-1) for driving
the upper work roll; and
the torque transmission device (120') comprises the coupling device in the form an
upper coupling device (126-1), an upper drive spindle (122-1) and optionally an upper
translation transmission (129-1), for transmission of a torque from the upper drive
device (124-1) to the upper work roll (120-1);
wherein the upper drive spindle (122-1) is arranged between the upper work roll and
the upper drive device (124-1) and the optional translation transmission (129-1) is
arranged between the upper drive spindle and the upper drive device; and
wherein the upper coupling device (126-1) is arranged between the upper work roll
and the upper drive spindle and/or between the upper drive spindle and the upper translation
transmission and/or between the upper translation transmission and the upper drive
device and/or is constructed as an idle setting of the upper translation transmission
(129-1).
13. Roll stand (100) according to claim 12, characterised in that
the drive device apart from the upper drive device (124-1) also comprises a lower
drive device (124-2) for driving the lower work roll (120-2); and
the torque transmission device (120') further comprises a lower coupling device (126-1),
a lower drive spindle (122-2) and optionally a lower translation transmission (129-2),
for transmission of a torque from the lower drive device (124-2) to the lower work
roll (120-2); wherein the lower drive spindle (122-2) is arranged between the lower
work roll and the lower drive device (124-2) and the optional lower translation transmission
(129-2) is arranged between the lower drive spindle and the lower drive device; and
wherein the lower coupling device (126-2) is arranged between the lower work roll
and the lower drive spindle and/or between the lower drive spindle and the lower translation
transmission (129-2) and/or between the lower translation transmission and the lower
drive device (124-2) and/or is constructed as an idle setting of the lower translation
transmission.
14. Roll stand according to claim 11, characterised in that
the torque transmission device (120") comprises apart from the coupling device (126)
an upper drive spindle (122-1) , a lower drive spindle (122-2) and a pinion gear transmission
(129), for transmission of a torque from the drive device (124) to at least one of
the work rolls (120-1, 120-2);
wherein the pinion gear transmission is connected at its torque input with the single
drive device (124);
wherein the upper drive spindle (122-1) is arranged between the upper work roll and
the upper torque output of the pinion gear transmission, the lower drive spindle (122-2)
between the lower work roll and the lower torque output of the pinion gear transmission
and the pinion gear transmission between the drive spindles (122-1, 122-2) and the
drive device (124); and
wherein the coupling device (126) is arranged between the upper work roll and the
upper drive spindle and/or between the upper drive spindle and the upper torque output
of the pinion gear transmission and/or between the lower work roll and the lower drive
spindle and/or between the lower drive spindle and the lower torque output of the
pinion gear transmission and/or is constructed as an idle setting of the pinion gear
transmission.
15. Roll stand (100) according to any one of claims 11 to 14, characterised by at least upper bending cylinders (140) for application and setting of a rolling force
(F) in the rolling gap (128) by action on the upper work roll (120-1) or, if present,
on the upper intermediate roll (130-1).
16. Roll stand (100) according to any one of claims 11 to 15, characterised in that the roll stand (100) comprises a skin-pass-degree regulating circuit (150) for regulating
the thickness of the rolling material in the operating mode of skin-pass operation,
a rolling force regulating circuit (160) for keeping the rolling force constant during
the skin-pass operation, a position regulating circuit (170) and/or a planarity regulating
circuit (180) for ensuring planarity of the rolling stock.
17. Roll stand (100) according to any one of claims 11 to 16, characterised in that the roll stand (100) is constructed for operating in accordance with the method according
to any one of claims 1 to 10.
18. Roll stand (100) according to any one of claims 11 to 17, characterised by a spray bar (195) for rolling oil in the entry of the roll stand for skin-passing
of non-ferrous metal strip as rolling material.
1. Procédé pour l'exploitation d'une cage de laminoir (100) pour le laminage à froid
d'un produit à laminer (200),
dans lequel la cage de laminoir présente au moins un cylindre de soutien supérieur
et un cylindre de soutien inférieur (110-1, 110-2), ainsi qu'un cylindre de travail
supérieur et un cylindre de travail inférieur (120-1, 120-2), qui serrent une emprise
de laminage (128), et de manière facultative également un cylindre intermédiaire supérieur
et un cylindre intermédiaire inférieur (130-1, 130-2), et
dans lequel la cage de laminoir peut être entraînée de manière sélective dans un mode
d'exploitation du type « exploitation par réduction » pour réduire l'épaisseur du
produit à laminer (200) ou dans un mode d'exploitation du type «dressage par laminage
à froid» ;
caractérisé
en ce que, dans l'exploitation du type dressage par laminage à froid, ni le cylindre de soutien
supérieur, ni le cylindre de soutien inférieur ne sont entraînés ; et
en ce que, dans l'exploitation du type dressage par laminage à froid, le cylindre de travail
supérieur ou le cylindre de travail inférieur (120-1, 120-2) est découplé de son mécanisme
d'entraînement (124, 124-1, 124-2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour l'exploitation du type dressage par laminage à froid, on soulève le cylindre
de soutien supérieur (110-1) par rapport au cylindre de travail supérieur (120-1)
ou - lorsqu'il est présent - par rapport au cylindre intermédiaire supérieur (130-1)
; et
en ce que l'application et le réglage d'une force de laminage (F) ont lieu via l'intervention
du cylindre de flexion supérieur (140) sur le cylindre de travail supérieur (120-1)
ou - lorsqu'il est présent - sur le cylindre intermédiaire supérieur (130-1).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, dans l'exploitation du type dressage par laminage à froid, on règle l'épaisseur
du produit à laminer (200) à l'aide d'un circuit de commande du degré de dressage
(150) à une épaisseur de consigne constante prédéfinie, via une variation appropriée
de la traction de bande du produit à laminer ou de la vitesse de laminage, à titre
de valeurs de réglage.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la force de flexion (F) qui s'exerce à partir des cylindres de flexion (140) sur
le produit à laminer (200) est maintenue constante à l'aide d'un circuit de réglage
de la force de laminage (160) et/ou de préférence également la position d'approche
des cylindres de travail (120-1, 120-2) est maintenue constante à l'aide d'un circuit
de réglage de la position (170).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'on règle la planéité du produit à laminer à l'aide d'un circuit de réglage de la planéité
(180), via la mesure de la planéité réelle à la sortie de la cage de laminoir et en
agissant de manière appropriée sur des éléments de réglage en fonction d'un décalage
du réglage de la planéité sous la forme d'une différence entre une planéité de consigne
prédéfinie et la planéité réelle mesurée.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'on soumet le lubrifiant, après son emploi et avant son utilisation renouvelée, à une
filtration préalable.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que, dans l'exploitation du type dressage par laminage à froid, on n'utilise qu'une quantité
minimale de lubrifiant pur.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que, en ce qui concerne le produit à laminer (200), il s'agit d'une bande de métal non-ferreux
ou d'une bande de métal ferreux.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que, lors du dressage par laminage à froid d'une bande de métal non-ferreux faisant office
de produit à laminer, on utilise de l'huile de laminage à titre de lubrifiant.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que, dans le dressage par laminage à froid, on utilise des cylindres de dressage par
laminage à froid qui possèdent une rugosité superficielle, pour faire office de cylindres
de travail (120-1, 120-2) ; et
en ce que, de préférence, on nettoie les cylindres de dressage par laminage à froid au cours
des pauses de l'exploitation du type dressage par laminage à froid via une pulvérisation
sous haute pression avec le lubrifiant et/ou à l'aide de brosses.
11. Cage de laminoir (100) pour le laminage à froid d'un produit à laminer, présentant
:
un cylindre de soutien supérieur et un cylindre de soutien inférieur (110-1, 110-2)
;
un cylindre de travail supérieur et un cylindre de travail inférieur (120-1, 120-2),
qui sont montés entre les cylindres de soutien et qui serrent une emprise de laminage
(128) ;
de manière facultative également un cylindre intermédiaire supérieur et un cylindre
intermédiaire inférieur (130-1, 130-2) qui sont montés entre les cylindres de travail
et les cylindres de soutien ;
au moins un mécanisme d'entraînement (124, 124-1, 124-2) pour l'entraînement des cylindres
de travail ; et
un mécanisme de transmission d'un couple de rotation (120', 120") pour la transmission
d'un couple de rotation dudit au moins un mécanisme d'entraînement aux cylindres de
travail ;
dans laquelle la cage de laminoir est réalisée sous la forme d'une cage combinée de
réduction et de dressage par laminage à froid avec les modes d'exploitation alternatifs
«exploitation du type réduction » pour la réduction de l'épaisseur du produit à laminer
ou « exploitation du type dressage par laminage à froid » ;
caractérisé
en ce que le mécanisme de transmission d'un couple de rotation (120', 120") présente au moins
un mécanisme d'accouplement (126, 126-1, 126-2) et un mécanisme de commande correspondant
(127) pour le désaccouplement du cylindre de travail supérieur ou du cylindre de travail
inférieur par rapport audit au moins un mécanisme d'entraînement (124, 124-1, 124-2)
au cours de l'exploitation du type dressage par laminage à froid, dans laquelle les
deux cylindres de soutien (110-1, 110-2) ne sont pas entraînés.
12. Cage de laminoir (100) selon la revendication 11, caractérisée en ce que le mécanisme d'entraînement est prévu sous la forme d'un mécanisme d'entraînement
supérieur (124-1) pour l'entraînement du cylindre de travail supérieur, et le mécanisme
de transmission du couple de rotation (120') présente le mécanisme d'accouplement
sous la forme d'un mécanisme d'accouplement supérieur (126-1), une broche d'entraînement
supérieure (122-1) et, de manière facultative, un démultiplicateur supérieur (129-1)
pour la transmission d'un couple de rotation du mécanisme d'entraînement supérieur
(124-1) au cylindre de travail supérieur (120-1) ;
dans laquelle la broche d'entraînement supérieure (122-1) vient se disposer entre
le cylindre de travail supérieur et le mécanisme d'entraînement supérieur (124-1)
et le démultiplicateur facultatif (129-1) vient se disposer entre la broche d'entraînement
supérieure et le mécanisme d'entraînement supérieur ; et
dans laquelle le mécanisme d'accouplement supérieur (126-1) vient se disposer entre
le cylindre de travail supérieur et la broche d'entraînement supérieure et/ou entre
la broche d'entraînement supérieure et le démultiplicateur supérieur et/ou entre le
démultiplicateur supérieur et le mécanisme d'entraînement supérieur et/ou est réalisé
sous la forme du point mort du démultiplicateur supérieur (129-1).
13. Cage de laminoir (100) selon la revendication 12, caractérisée en ce que le mécanisme d'entraînement présente également, à côté du mécanisme d'entraînement
supérieur (124-1), un mécanisme d'entraînement inférieur (124-2) pour l'entraînement
du cylindre de travail inférieur (120-2) ; et
le mécanisme de transmission d'un couple de rotation (120') présente en outre un mécanisme
d'accouplement inférieur (126-1), une broche d'entraînement inférieure (122-2), ainsi
que, de manière facultative, un démultiplicateur inférieur (129-2) pour la transmission
d'un couple de rotation du mécanisme d'entraînement inférieur (124-2) au cylindre
de travail inférieur (120-2) ;
dans laquelle la broche d'entraînement inférieure (122-2) vient se disposer entre
le cylindre de travail inférieur et le mécanisme d'entraînement inférieur (124-2),
et le démultiplicateur inférieur facultatif (129-2) venant se disposer entre la broche
d'entraînement inférieure et le mécanisme d'entraînement inférieur ; et
dans laquelle le mécanisme d'accouplement inférieur (126-2) vient se disposer entre
le cylindre de travail inférieur et la broche d'entraînement inférieure et/ou entre
la broche d'entraînement inférieure et le démultiplicateur inférieur (129-2) et/ou
entre le démultiplicateur inférieur et le mécanisme d'entraînement inférieur (124-2)
et/ou est réalisé sous la forme du point mort du démultiplicateur inférieur.
14. Cage de laminoir (100) selon la revendication 11, caractérisée en ce que le mécanisme de transmission d'un couple de rotation (120") présente également, à
côté du mécanisme d'accouplement (126), une broche d'entraînement supérieure et une
broche d'entraînement inférieure (122-1, 122-2), ainsi qu'une transmission de laminage
à pignons (129) pour la transmission d'un couple de rotation du mécanisme d'entraînement
(124) à au moins un des cylindres de travail (120-1, 120-2) ;
dans laquelle la transmission de laminage à pignons est reliée à son entrée de couple
au mécanisme d'entraînement unique (124) ;
dans laquelle la broche d'entraînement supérieure (122-1) vient se disposer entre
le cylindre de travail supérieur et la sortie de couple supérieure de la transmission
de laminage à pignons, la broche d'entraînement inférieure (122-2) venant se disposer
entre le cylindre de travail inférieur et la sortie de couple inférieure de la transmission
de laminage à pignons et la transmission de laminage à pignons venant se disposer
entre les broches d'entraînement (122-1, 122-2) et le mécanisme d'entraînement (124)
; et
dans laquelle le mécanisme d'accouplement (126) vient se disposer entre le cylindre
de travail supérieur et la branche d'entraînement supérieure et/ou entre la broche
d'entraînement supérieure et la sortie de couple supérieure de la transmission de
laminage à pignons et/ou entre le cylindre de travail inférieur et la broche d'entraînement
inférieure et/ou entre la broche d'entraînement inférieure et la sortie de couple
inférieure de la transmission de laminage à pignons et/ou est réalisée sous la forme
du point mort de la transmission de laminage à pignons.
15. Cage de laminoir (100) selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, caractérisée
par au moins un cylindre de flexion supérieur (140) destiné à exercer et à régler une
force de laminage (F) dans l'emprise de laminage (128) en agissant sur le cylindre
de travail supérieur (120-1) ou - lorsqu'il est présent - sur le cylindre intermédiaire
supérieur (130-1).
16. Cage de laminoir (100) selon l'une quelconque des revendications 11 à 15, caractérisée
en ce que la cage de laminoir (100) présente un circuit de réglage du degré de dressage par
laminage à froid (150) pour le réglage de l'épaisseur du produit à laminer dans le
mode d'exploitation « dressage par laminage à froid », un circuit de réglage de la
force de laminage (160) pour maintenir constante la force de laminage au cours de
l'exploitation du type dressage par laminage à froid, un circuit de réglage de la
position (170) et/ou un circuit de réglage de la planéité (180) pour garantir la planéité
du produit à laminer.
17. Cage de laminoir (100) selon l'une quelconque des revendications 11 à 16, caractérisée
en ce que la cage de laminoir (100) est réalisée pour pouvoir être exploitée conformément au
procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10.
18. Cage de laminoir (100) selon l'une quelconque des revendications 11 à 17, caractérisée
par une barre de pulvérisation (195) pour de l'huile de laminage à l'entrée de la cage
de laminoir pour le dressage par laminage à froid d'une bande de métal non-ferreux
à titre de produit à laminer.