[0001] Die Erfindung betrifft einen Plattenträger eines Selbstfärbestempels sowie ein Verfahren
zur Herstellung eines Plattenträgers, mit einer Klebefläche zur Anbringung einer Textplatte
auf einer Abdruckseite des Plattenträgers, wobei der Plattenträger ein in Bezug auf
die Ränder des Plattenträgers ausgerichtetes Raster zur Ausrichtung der Textplatte
beim Aufkleben auf den Plattenträger aufweist, wobei das Raster auf der Abdruckseite
des Plattenträgers angeordnet ist.
[0002] Um eine wirtschaftliche Herstellung von Stempeln und Stempelgeräten bzw. eine Massenproduktion
derselben zu ermöglichen, ist es bekannt, diese ohne Stempelplatte bzw. Textplatte
zu produzieren und die Textplatte mit dem Klischee nachträglich mit einem dafür im
oder am Stempel vorgesehenen Stempelplattenträger (im Folgenden kurz Plattenträger
genannt) zu verbinden. Die Verbindung zwischen der Textplatte und dem Plattenträger
kann eine Klebeverbindung sein und die individuelle Textplatte wird meist manuell
mit dem Plattenträger verbunden. Eine besonders effiziente Vorgangsweise dieser Art
für den Fall mehrerer entsprechend vorzubereitender Stempel ist beispielsweise in
der
AT 507 692 A1 gezeigt.
[0003] Die Ausrichtung der Textplatte auf dem Plattenträger erfolgt dabei grundsätzlich
händisch und grob nach Augenmaß. Insbesondere kann es zu einer Verdrehung der Textplatte
und/oder einer schlecht zentrierten Anordnung kommen, wodurch sich später z.B. schräge
Abdrucke und/oder eine Verschlechterung der Druckverteilung auf die Textplatte und
somit ein schlechteres Druckbild ergibt. Sobald die Textplatte jedoch verwendet wurde
und der Fehler auffällt, ist eine Korrektur der Ausrichtung nicht vorgesehen und meist
nicht oder nur aufwendig möglich. Wenn hier und im Folgenden der Einfachheit halber
zumeist auf eine Textplatte Bezug genommen wird, so ist damit ganz allgemein eine
Stempelplatte mit beliebigen Klischee-Inhalten gemeint, insbesondere auch solche mit
grafischen und/oder schriftlichen Elementen.
[0004] Die
DE 32 00 551 A1 zeigt beispielsweise einen Stempel mit einem auswechselbaren Plattenträger. Die Stempel-
oder Druckplatte bzw. das Klischee ist dabei mit dem Plattenträger durch Aufkleben
oder dergleichen Maßnahmen verbunden. Wie diese Verbindung zustande kommt, ist jedoch
nicht im Detail beschrieben.
[0005] Einen Selbstfärbestempel, bei dem der Plattenträger - wie üblich - bereits während
der Fertigung verbaut wird, zeigt die
EP 1 603 754 B1. Ein späterer Austausch des Plattenträgers ist dabei nur in Ausnahmefällen vorgesehen.
Dementsprechend ist eine korrekte Ausrichtung einer vor der ersten Verwendung auf
dem Plattenträger anzubringenden Textplatte umso wichtiger.
[0006] Die
DE 42 00 267 A1 zeigt ein Stempelgerät zum raschen Ausfüllen von Lottoscheinen. Eine Vielzahl von
Stempeltypen, die jeweils einem Kreuz am Lottoschein entsprechen, sind dabei magnetisch
in Feldern eines Rasters der Stempelplatte gehalten.
[0007] Die
DE 44 07 287 A1 zeigt ein Auftragswerk zum Auftragen von Material auf eine laufende Bedruckstoffbahn.
Dabei wird ein Klischee auf einem Klischeezylinder mittels einer Passleiste ausgerichtet.
[0008] Die
US 2010/0300314 A1 zeigt einen Stempel mit einem quaderförmigen und transparenten Griff. Eine Unterseite
des Griffs kann eine Klebefläche aufweisen. Auf einer Oberseite des Griffs kann ein
Positionierungsbild in Form eines Rasters angeordnet sein, welches einen Benutzer
bei der Zentrierung einer Stempeleinheit mit einer Textplatte auf der Klebefläche
unterstützen soll.
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Plattenträger zu schaffen, der beim Anbringen
bzw. Aufkleben einer Textplatte auf einer Klebefläche eine optimale Ausrichtung der
Textplatte gegenüber dem Plattenträger erleichtert und zugleich für die Verwendung
in einem Selbstfärbestempel geeignet ist. Dabei soll die Erfindung unabhängig von
den Abmessungen und der Form der Textplatte einsetzbar sein. Insbesondere soll die
Ausrichtung ("oben" / "unten") beim Aufkleben von Textplatten mit, mit dem Plattenträger
vergleichbaren Abmessungen, d.h. welche den Plattenträger zum Großteil bedeckt, aber
auch mit einer von einem Rechteck abweichenden Form, welche jedoch bei der Herstellung
des Plattenträgers unbekannt ist, erleichtert werden. Zudem soll die Erfindung neben
der Ausrichtung auch die horizontale und vertikale Zentrierung der Textplatte auf
dem Plattenträger beim Aufkleben verbessern, so dass bei Verwendung des Stempels ein
möglichst symmetrischer und gleichmäßiger Abdruck erzielt werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen Plattenträger nach Anspruch 1 gelöst. Bei diesem ist
die Klebefläche durch eine über dem Raster angeordnete transparente Doppelklebefolie
gebildet. Zur einfachen Zentrierung weist das Raster vorzugsweise jeweils bezüglich
einer horizontalen und/oder vertikalen Zentralachse spiegelsymmetrische Elemente auf,
wobei die Zentralachsen die Abdruckseite des Plattenträgers jeweils in zwei gleich
große Hälften, also zusammen genommen in vier Viertel teilen. Beispielsweise kann
das Raster horizontale und vertikale Markierungen aufweisen, welche vorzugsweise bezüglich
der Zentralachsen in symmetrischen Abständen angeordnet sind. Bei einem rechteckigen
Plattenträger kann das Raster aus zu den Seitenkanten des Plattenträgers jeweils parallelen
Markierungen bestehen. Die Markierungen können beispielsweise durchgezogene oder gestrichelte
Linien, Kreuze, Punkte oder ähnliches sein. Damit eine einzelne Textplatte, deren
Maximalabmessungen etwa den Abmessungen des Plattenträgers entsprechen, ausgerichtet
und zentriert werden kann, sind vor allem Markierungen im Randbereich, d.h. zwischen
dem Rand des Plattenträgers und dem Mittelpunkt des Plattenträgers, insbesondere näher
dem Rand als dem Mittelpunkt, nützlich.
[0011] Bei dem Verfahren nach Anspruch 4 wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch gelöst,
dass das Raster auf dem Plattenträger erzeugt wird. Dadurch kann die Ausrichtung des
Rasters bereits bei der Erzeugung sichergestellt werden und es sind später keine weiteren
- naturgemäß fehleranfälligen - Ausrichtvorgänge erforderlich. Da die Erzeugung des
Rasters ein auch hinsichtlich der Ausrichtung exakt reproduzierbarer Vorgang ist,
ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht erforderlich, die Ausrichtung des
Rasters zu detektieren, sondern es genügt, die Ausrichtung des Plattenträgers vor
der Erzeugung des Rasters zu gewährleisten.
[0012] In Bezug auf den Plattenträger hat es sich außerdem als günstig herausgestellt, wenn
das Raster ein Orientierungselement zur Kennzeichnung einer Vorzugs-Ausrichtung aufweist.
Das Orientierungselement durchbricht somit etwaige Spiegelsymmetrien des Rasters und
ist gerade bei ansonsten spiegelsymmetrischen (z.B. rechteckigen) Plattenträgern hilfreich.
Üblicherwei-se wird beispielsweise bei Textstempeln die Vorzugs-richtung mit der Anordnung
von Textelementen auf der Textplatte abgestimmt. Dabei ist die durch das Orientierungselement
angegebene Vorzugsrichtung für einen Benutzer des Stempels beispielsweise aus der
Form des Stempels und/oder etwaiger weiterer Kennzeichen auf einem Stempelgehäuse
oder einem Stempelgriff erkenntlich, nachdem das Orientierungselement mit einer Textplatte
überklebt wurde.
[0013] Die Klebefläche ist erfindungsgemäß durch eine über dem Raster angeordnete transparente
Doppelklebefolie gebildet. Das unter der Klebefolie bzw. zwischen Klebefolie und Plattenträger
angeordnete Raster ist somit durch die Klebefolie hindurch sichtbar. Diese Anordnung
hat den Vorteil, dass ein Verschieben der Klebefolie auf dem Plattenträger die Ausrichtung
des Rasters nicht beeinträchtigen kann. Nötigenfalls kann die Klebefolie sogar ausgewechselt
und z.B. durch eine neue transparente Doppelklebefolie ersetzt werden, ohne die Ausrichtung
des Rasters gegenüber dem Plattenträger zu verschlechtern.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es somit vorteilhaft, eine transparente Doppelklebefolie
nach dem Erzeugen des Rasters auf der Abdruckseite des Plattenträgers mit der Abdruckseite
des Plattenträgers zu verbinden. Dabei ist weder der genaue Zuschnitt der Folie noch
deren exakte Ausrichtung von wesentlicher Bedeutung.
[0015] Bei einem nicht erfindungsgemäßen Plattenträger kann die Klebefläche durch eine Doppelklebefolie
gebildet sein, wobei das Raster auf der Doppelklebefolie angeordnet ist. In diesem
Fall kann auch eine undurchsichtige Doppelklebefolie eingesetzt werden.
[0016] Dementsprechend kann bei einem nicht erfindungsgemäßen Verfahren das Raster ebenso
auf einer bereits mit dem Plattenträger verbundene Doppelklebefolie erzeugt werden.
Auch in diesem Fall muss beim Aufkleben der Folie nicht auf eine genaue Ausrichtung
geachtet werden und etwaige Fehlausrichtungen der Folie haben keinen negativen Einfluss
auf die Ausrichtung des Rasters auf dem Plattenträger bzw. letztendlich der Textplatte
auf dem Plattenträger. Solche Fehlausrichtungen können ansonsten sowohl bereits beim
Zuschnitt großflächig bedruckter Folien auf die Abmessungen der Plattenträgers als
auch bei der Ausrichtung der zugeschnittenen Folie vor dem Aufkleben auf den Plattenträger
auftreten. Das Raster kann vorteilhaft mit einem Laser, insbesondere einem Nd:YAG-Laser,
auf Plattenträgern aus gängigen Materialies erzeugt werden. Eine solche Laserbeschriftung
ist besonders gut reproduzierbar und somit äußerst präzise und außerdem sehr schnell
durchführbar. Zusätzlich hat dieses Verfahren den Vorteil, dass es einfach und ohne
Materialaufwand an verschiedene Plattenträger, d.h. an Plattenträger verschiedener
Größen und Formen, angepasst werden kann. Die Wellenlänge des Lasers wird dabei vorzugsweise
an das Material des Plattenträgers, bzw. an jenes der Doppelklebefolie, falls diese
beschriftet wird, angepasst. Als Material des Plattenträgers kann beispielsweise Polyoxymethylen
(POM) oder Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) verwendet werden. Bevorzugt
wird die Wellenlänge so gewählt, dass bei dem gegebenen Material ein Farbumschlag
erzielt wird; alternativ kann aber auch graviert bzw. anderweitig formverändernd gearbeitet
werden. Bei den vorgenannten Materialien (POM und ABS) kann etwa mit einem Nd:YAG-Laser
- im Gegensatz zu einem CO
2-Laser - ein Farbumschlag erzielt werden.
[0017] Ebenso kann das Raster mittels eines Druckverfahrens, insbesondere mittels Tampon-Druck,
auf dem Plattenträger erzeugt werden. Bei immer gleichen Plattenträgern hat dieses
Verfahren den Vorteil, dass nahezu beliebige Materialien bedruckt werden können und
dass eine gewünschte Farbe des Rasters frei gewählt werden kann.
[0018] Außerdem wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch einen Selbstfärbestempel gelöst,
der einen relativ zu einem Gehäuse verschiebbaren Betätigungsteil aufweist, mit dem
ein Plattenträger gemäß einem der Ansprüche 1 bis 2 gekuppelt ist. Bei einem solchen
Selbstfärbestempel wird durch die Kupplung des Plattenträgers mit dem Betätigungsteil
eine symmetrische Kraftverteilung beim Abdruck mechanisch erzwungen, so dass die angeführten
Vorteile - vor allem hinsichtlich einer Zentrierung entlang einer Schwenkachse des
Plattenträgers - besonders zum Tragen kommen.
[0019] Bei dem korrespondierenden Verfahren zur Herstellung eines solchen Selbstfärbestempels
ist es günstig, wenn der Plattenträger, (erst) nachdem er mit dem Raster versehen
wurde, mit dem überdem Gehäuse angebrachten Betätigungsteil gekuppelt wird. Dementsprechend
wird der Plattenträger mit dem Raster versehen und erst danach im Selbstfärbestempel
montiert. Diese Reihenfolge ist vorteilhaft, weil die Ausrichtung des einzelnen Plattenträgers
einfacher und genauer ist als die Ausrichtung des gesamten Selbstfärbestempels oder
des bereits mit dem Betätigungsteil gekuppelten Plattenträgers.
[0020] Die Offenbarung wird nachfolgend anhand von besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen,
auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
noch weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigen dabei im Einzelnen:
Fig. 1A eine Draufsicht auf einen Plattenträger mit einem Raster;
Fig. 1B bzw. Fig. 1C eine Seitenansicht von links bzw. eine Vorderansicht des Plattenträgers
gemäß Fig. 1A;
Fig. 2A eine Draufsicht auf einen Plattenträger gemäß Fig. 1A-C mit einer Textplatte;
Fig. 2B eine Schnittansicht durch den Plattenträger mit Textplatte gemäß Fig. 2A entlang
der Linie B-B in Fig. 2A; und
Fig. 3 eine Schnittansicht durch einen Selbstfärbestempel mit einem Plattenträger
gemäß Fig. 1B.
[0021] Die in Fig. 1A gezeigte Draufsicht auf einen Plattenträger 1 ist direkt auf dessen
Abdruckseite 2 gerichtet. Der Plattenträger 1 (dessen Anordnung in einem Selbstfärbestempel
nachfolgend noch näher anhand der Fig. 3 erläutert werden wird) ist im Wesentlichen
rechteckig, d.h. der Grundriss der Abdruckseite 2 ist rechteckig. Über die beiden
seitlichen (kurzen) Ränder 3 des Plattenträgers 1 hinaus erstreckt sich jeweils ein
Zapfen oder Achsteil 4. Die beiden Achsteile 4 legen eine Schwenkachse des Plattenträgers
1 fest, um welche dieser bei der Verwendung in einem Selbstfärbestempel 5 (vgl. Fig.
3) geschwenkt wird. Dementsprechend sind die langen Ränder 6, 7 des Plattenträgers
1 parallel zur Schwenkachse angeordnet. Auf der Abdruckseite 2 ist eine Doppelklebefolie
8 (s. Fig. 1B, 1C) angeordnet, welche eine Klebefläche 9 auf der Abdruckseite 2 des
Plattenträgers 1 bildet. Die Doppelklebefolie 8 bedeckt im Wesentlichen die gesamte
Abdruckseite 2, hat aber eine etwas geringere Längserstreckung als die Abdruckseite
2 und ist daher von den beiden kurzen seitlichen Rändern 3 jeweils geringfügig beabstandet.
In den beiden von der Doppelklebefolie 8 frei gelassenen, den kürzeren SeitenRändern
3 benachbarten Bereichen 10 der Abdruckseite 2 ist jeweils eine längliche Vertiefung
11 vorgesehen, welche das Ablösen einer etwaigen Abdeckfolie (nicht gezeigt) auf der
Doppelklebefolie 8 oder auch der Doppelklebefolie 8 selbst erleichtert. Eine Abdeckfolie
der Doppelklebefolie 8 kann beispielsweise ein Austrocknen der Klebefläche 9 und einen
Verlust der Klebewirkung, aber auch ein ungewolltes Einfärben des Plattenträgers 1,
welcher in einer Transport- oder Ruhestellung benachbart einem Farbkissen 12 angeordnet
sein kann (vgl. Fig. 3), verhindern.
[0022] Weiters weist der Plattenträger 1 auf der Abdruckseite 2 ein Raster 13 zur Ausrichtung
einer Textplatte 14 (vgl. Fig. 2A) beim Aufkleben auf die Klebefläche 9 des Plattenträgers
1 auf.
[0023] Da eine etwaige Abdeckfolie im Allgemeinen undurchsichtig sein kann, erscheint das
Raster 13 unter Umständen erst nach dem Abziehen der Abdeckfolie. Das Raster 13 ist
in Bezug auf die Ränder 3, 6, 7 des Plattenträgers 1 ausgerichtet, d.h. die Positionierung
des Rasters 13 auf der Abdruckseite 2 ist genau festgelegt und exakt reproduzierbar.
Das Raster 13 umfasst zueinander rechtwinkelige lange und kurze Linien 15 bzw. 16,
welche jeweils in gleichmäßigen Abständen voneinander angeordnet sind. Im Zentrum
des Rasters 13 ist ein Orientierungselement 17 vorgesehen, welches einen Richtungspfeil
18 und einen Schriftzug 19 umfasst, wobei die Linien 15, 16 des Rasters 13 im Bereich
des Orientierungselements 17 unterbrochen sind. Der Abstand des Rasters 13 von den
Rändern 3, 6, 7 ist an den jeweils gegenüber liegenden Seiten 3 bzw. 6 und 7 gleich
groß. Das Raster 13 ist unterhalb der Doppelklebefolie 8 direkt auf der Abdruckseite
2 des Plattenträgers 1 angeordnet. Die Doppelklebefolie 8 ist daher zumindest teilweise
transparent, so dass das Raster 13 beim Aufkleben einer Textplatte 14 erkennbar ist.
[0024] Das Raster 13 besteht bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ausschließlich aus
Linien 15, 16, 18, 19, und zwar zu Folge der Herstellung durch Laserbeschriftung.
Insbesondere ist das Orientierungselement 17 nicht vollflächig, beispielsweise farbig
gegen die Abdruckseite 2 des Plattenträgers 1 abgehoben, sondern es sind lediglich
die Umrisse, also Linien, gefärbt oder anderweitig markiert.
[0025] Die Abmessungen des Orientierungselements 17 sind vorzugsweise so gewählt, dass dieses
von einer durchschnittlichen Textplatte, welche zumindest 25 % der Klebefläche 9 abdeckt,
verdeckt werden kann. Dadurch kann verhindert werden, dass die Ausrichtung einer Textplatte
beim Aufkleben durch das Orientierungselement 17 - welches naturgemäß nicht die gewünschte
Symmetrie des übrigen Rasters aufweist und eine nennenswerte Hilfestellung nur bei
der Orientierung der Textplatte darstellt - beeinträchtigt wird.
[0026] In Fig. 1B ist die vertikal versetzte Anordnung der Achsteile 4 gegenüber der Abdruckseite
2 des Plattenträgers 1 ersichtlich. Unterhalb der Achsteile 4 weist der Plattenträger
1 einen zapfenförmigen Wendehebel 20 auf, welcher zur Aufnahme zwischen zwei in einem
Gehäuse 21 eines Selbstfärbestempels 5 angeordneten Zapfen-Vorsprüngen 22 (vgl. Fig.
3) eingerichtet ist. Seitlich des Wendehebels 20 sind dementsprechend halbkreisförmige
Einbuchtungen 23 zur Aufnahme der Zapfen-Vorsprünge 22 vorgesehen.
[0027] Auf der Abdruckseite 2 des Plattenträgers 1 ist in Fig. 1B und 1C die sich über den
Plattenträger 1 erhebende Doppelklebefolie 8 erkennbar, welche sich über die gesamte
Breite des Plattenträgers 1, d.h. zwischen den Rändern 6, 7, erstreckt. Die seitliche
Vertiefung 11 im Plattenträger 1 reicht etwa bis zum äußeren Umfang des Achsteils
4.
[0028] Wie aus Fig. 1C ersichtlich, erstrecken sich die Wendehebel 20 beidseitig über die
seitlichen Ränder 3 des Plattenträgers 1 hinaus, jedoch erheblich weniger als die
jeweils darüber angeordneten Achsteile 4. Durch die gegenüber dem Plattenträger 1
etwas kürzere Doppelklebefolie 8 entstehen zwischen der Klebefläche 9 und den seitlichen
Rändern 3 beidseitig Abstufungen 24 zu den der Klebefläche 9 benachbarten Bereichen
10.
[0029] In Fig. 2A und Fig. 2B ist der Plattenträger 1 gemäß der Figuren 1A bis 1C mit einer
Stempelplatte bzw. Textplatte 14 und mit einer Klebefolie 8 dargestellt. Die Textplatte
14 besteht beispielsweise aus Gummivulkanisat oder einem Polymer. Die Form der Textplatte
14 ist vorteilhaft an das Relief bzw. Klischee 25 angepasst, d.h. der Abstand zwischen
der äußeren Kontur des Klischees 25 und dem Rand 26 der Textplatte 14 ist möglichst
knapp. Eine solche Form wird üblicherweise durch Zuschnitt der Textplatte 14 auf eine
angenäherte Kontur des Klischees 25 erzielt. Durch diese Anpassung können beim Erzeugen
eines Stempelabdrucks mitgedruckte Artefakte außerhalb des gewünschten Abdrucks des
Klischees 25, welche durch einen Kontakt seitlicher Flächen der eingefärbten Textplatte
14 mit der gestempelten Oberfläche erzeugt würden, vermieden werden. Ein solcher Kontakt
kann insbesondere bei einer relativ geringen Höhe des Klischees 25 - welche häufig
aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt wird - leicht auftreten. Eine typische Abmessung
ist etwa eine Klischee-Höhe von ca. 0,8 mm (zum Vergleich: bei einer Stärke der Textplatte
von ca. 2,3 mm). Durch eine Anpassung der Textplatte 14 an die Kontur des Klischees
25 werden die seitlichen Flächen entfernt und somit gegebenenfalls mitgedruckte Artefakte
vermieden.
[0030] Andererseits ist bei derartig zugeschnittenen Textplatten 14 eine korrekte Ausrichtung
und Zentrierung auf einem Plattenträger erfahrungsgemäß schwieriger zu erreichen als
bei rechteckigen Textplatten. Wenn auf dem Plattenträger 1 jedoch - wie im vorliegenden
Ausführungsbeispiel - ein Raster 13 vorgesehen ist, kann auch bei von der rechteckigen
Form abweichenden Textplatten 14 die Ausrichtung und Zentrierung einfach bewerkstelligt
werden. Insbesondere bietet das Raster 13 auch bei in Bezug auf die Ränder 3, 6, 7
des Plattenträgers 1 schrägen Rändern 26 der Textplatte 14 optische Anhaltspunkte
zur korrekten Ausrichtung und zur Zentrierung, wobei es vorteilhaft ist, wenn der
Zuschnitt der Textplatte 14 spiegelsymmetrisch ist. Beispielsweise können die Abstände
der Textplatte 14 von den Rändern 3, 6, 7 des Plattenträgers 1 durch Abzählen der
Markierungen des Rasters 13 auf allen Seiten der Textplatte 14 abgeschätzt werden,
so dass - wenn gewünscht - etwa gleiche bzw. symmetrische Abstände erzielt werden
können. Die korrekte Orientierung der Textplatte 14, d.h. die Anordnung des durch
die Schriftorientierung definierten oberen Randes 27 der Textplatte 14 gegenüber dem
Plattenträger 1, kann mithilfe der Orientierungselemente 17 des Rasters 13 vor dem
Aufkleben einfach festgestellt werden.
[0031] Fig. 3 zeigt beispielhaft einen Selbstfärbestempel 5 mit einem Gehäuse 21 und einem
in Bezug auf das Gehäuse 21 verschieblich gelagerten Betätigungsteil bzw. Betätigungsbügel
28. In dem Gehäuse 21 sind ein Farbkissen 12 und ein Plattenträger 1 angeordnet; der
Plattenträger 1 ist mit dem Betätigungsbügel 28 schwenkbar gekuppelt und somit - wie
der Betätigungsbügel 28 selbst - gegenüber dem Gehäuse 21 verschieblich gelagert.
Der Plattenträger 1 ist hier ohne Textplatte 14 dargestellt, so dass die Abdruckseite
2 des Plattenträgers 1 in der dargestellten Ruhestellung von dem Farbkissen 12 beabstandet
ist. Auf der Abdruckseite 2 des Plattenträgers 1 ist eine Textplatte 14 angeordnet,
welche mit dem Farbkissen 12 in Kontakt steht und von diesem eingefärbt wird. Die
beiden Seitenwände 29 des Gehäuses 21 weisen jeweils einen vertikalen Führungsschlitz
30 auf, in dem die Achsteile 4 des Plattenträgers 1 aufgenommen sind. Neben jedem
Schlitz 30 sind an der Innenseite der Seitenwand 29 des Gehäuses 21 unterhalb des
Plattenträgers 1 die oben erwähnten zwei Zapfen-Vorsprünge 22 untereinander angeordnet,
zwischen welchen eine Ausnehmung 31 zur Aufnahme des Wendehebels 20 des Plattenträgers
1 gebildet ist. Durch die beiden Führungsschlitze 30, in welchen die Achsteile 4 des
Plattenträgers 1 ohne horizontales Spiel aufgenommen sind, wird die Ausrichtung des
Plattenträgers 1 in der horizontalen Ebene im Gehäuse 21 eindeutig und exakt festgelegt.
Der Benutzer des Stempels 5 kann daher durch Ausrichtung des Gehäuses 21 auf einer
zu stempelnden Oberfläche eine genaue Ausrichtung des erzielten Abdrucks erreichen,
da der Plattenträger 1 in Bezug auf das Gehäuse 21 mithilfe der Achsteile 4 und die
Textplatte 14 in Bezug auf den Plattenträger 1 mithilfe des Rasters 13 exakt ausgerichtet
sind.
1. Plattenträger (1) eines Selbstfärbestempels (5), mit einer Klebefläche (9) zur Anbringung
einer Textplatte (14) auf einer Abdruckseite (2) des Plattenträgers (1), wobei der
Plattenträger (1) ein in Bezug auf die Ränder (3, 6, 7) des Plattenträgers (1) ausgerichtetes
Raster (13) zur Ausrichtung der Textplatte (14) beim Aufkleben auf den Plattenträger
(1) aufweist, wobei das Raster (13) auf der Abdruckseite (2) des Plattenträgers (1)
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebefläche (9) durch eine über dem Raster (13) angeordnete transparente Doppelklebefolie
(8) gebildet ist.
2. Plattenträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Raster (13) ein Orientierungselement (17) zur Kennzeichnung einer Vorzugsrichtung
aufweist.
3. Selbstfärbestempel (5), der einen relativ zu einem Gehäuse (21) verschiebbaren Betätigungsteil
aufweist, mit dem ein Plattenträger (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 2 gekuppelt
ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines Plattenträgers (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis
2, dadurch gekennzeichnet, dass das Raster (13) auf dem Plattenträger (1) erzeugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Doppelklebefolie (8) nach dem Erzeugen des Rasters (13) auf der
Abdruckseite (2) des Plattenträgers (1) mit der Abdruckseite (2) des Plattenträgers
(1) verbunden wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Raster (13) mit einem Laser, insbesondere einem ND:YAG-Laser, auf dem Plattenträger
(1) erzeugt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Raster (13) mittels eines Druckverfahrens, insbesondere mittels Tampon-Druck,
auf dem Plattenträger (1) erzeugt wird.
8. Verfahren zur Herstellung eines Selbstfärbestempels (5) gemäß Anspruch 3 mit einem
gemäß einem der Ansprüche 4 bis 7 hergestellten Plattenträger (1), wobei der Plattenträger
(1), nachdem er mit dem Raster (13) versehen wurde, mit dem über dem Gehäuse (21)
angebrachten Betätigungsteil gekuppelt wird.
1. Plate carrier (1) of a self-inking stamp (5), comprising an adhesive surface (9) for
attaching a text plate (14) to a printing side (2) of the plate carrier (1), the plate
carrier (1) having a grid (13) aligned with respect to the edges (3, 6, 7) of the
plate carrier (1) for aligning the text plate (14) when adhesively bonding said text
plate to the plate carrier (1), the grid (13) being arranged on the printing side
(2) of the plate carrier (1), characterised in that the adhesive surface (9) is formed by a transparent double-sided adhesive film (8)
arranged over the grid (13).
2. Plate carrier (1) according to claim 1, characterised in that the grid (13) has an orientation element (17) for indicating a preferred direction.
3. Self-inking stamp (5) having an actuating part which can move relative to a housing
(21) and to which a plate carrier (1) according to either of claims 1 to 2 is coupled.
4. Method for producing a plate carrier (1) according to either of claims 1 to 2, characterised in that the grid (13) is produced on the plate carrier (1).
5. Method according to claim 4, characterised in that the transparent double-sided adhesive film (8) is connected to the printing side
(2) of the plate carrier (1) after the grid (13) has been produced on the printing
side (2) of the plate carrier (1).
6. Method according to either of claims 4 to 5, characterised in that the grid (13) is produced on the plate carrier (1) by means of a laser, in particular
an Nd:YAG laser.
7. Method according to either of claims 4 to 5, characterised in that the grid (13) is produced on the plate carrier (1) by means of a printing process,
in particular by means of pad printing.
8. Method for producing a self-inking stamp (5) according to claim 3, comprising a plate
carrier (1) produced according to any of claims 4 to 7, wherein the plate carrier
(1), after having been provided with the grid (13), is coupled to the actuating part
attached above the housing (21).
1. Support de plaque (1) d'un tampon auto-encreur (5), comportant une surface adhésive
(9) pour monter une plaque à texte (14) sur une face d'empreinte (2) du support de
plaque (1), le support de plaque (1) présentant une trame (13) orientée par rapport
aux bords (3, 6, 7) du support de plaque (1) pour orienter la plaque à texte (14)
lors du collage sur le support de plaque (1), la trame (13) étant agencée sur la face
d'empreinte (2) du support de plaque (1), caractérisé en ce que la surface adhésive (9) est formée par une feuille adhésive double-face (8) transparente
agencée au-dessus de la trame (13).
2. Support de plaque (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la trame (13) présente un élément d'orientation (17) pour identifier une direction
préférentielle.
3. Tampon auto-encreur (5) qui comprend une partie d'actionnement mobile en translation
par rapport à un boîtier (21), à laquelle est couplé un support de plaque (1) selon
l'une des revendications 1 à 2.
4. Procédé pour réaliser un support de plaque (1) selon l'une des revendications 1 à
2, caractérisé en ce que la trame (13) est générée sur le support de plaque (1).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'après réalisation de la trame (13) sur la face d'empreinte (2) du support de plaque
(1), la feuille adhésive double-face (8) transparente est reliée à la face d'empreinte
(2) du support de plaque (1).
6. Procédé selon l'une des revendications 4 à 5, caractérisé en ce que la trame (13) est générée par un laser, en particulier un laser ND:YAG, sur le support
de plaque (1).
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 5, caractérisé en ce que la trame (13) est générée par un procédé d'impression, en particulier par impression
au tampon, sur le support de plaque (1).
8. Procédé pour réaliser un tampon auto-encreur (5) selon la revendication 3, comportant
un support de plaque (1) réalisé selon l'une des revendications 4 à 7, le support
de plaque (1), une fois qu'il a été pourvu de la trame (13), est couplé à la partie
d'actionnement montée au-dessus du boîtier (21).