[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Umfalten und Verschweißen
von oberseitigen Folienüberständen beim Umhüllen von gestapelten Gütern, insbesondere
von auf Paletten gestapelten Gütern mit einer Folie aus Kunststoff, mit einem Gestell
bestehend aus zumindest zwei Ständern, die oberhalb der maximalen Stapelhöhe durch
Querträger untereinander verbunden sind, mit einer Flurfördereinrichtung zum Transport
der Güter, die zwischen den Ständern des Gestells hindurch führt und mit einem an
dem Gestell auf über die Höhe der gestapelten Güter auf- und abfahrbaren, rechteckigen
Rahmen zum Umfalten und Verschweißen von oberseitig überlappenden Folienüberständen
der vertikalen Folienummantelung auf die Stapeloberseite.
[0002] Eine Vorrichtung zum Umfalten und Verschweißen von oberseitigen Folienüberständen
ist beispielsweise in der
DE 30 01 541 A1 beschrieben. Während des Umhüllens der vertikalen Flächen der Palettenladung wird
die vordere, stirnseitige, die obere Stirnkante der Palettenladung überragende Folienwand
mit einem Faltkörper auf die obere Begrenzungsfläche der Palettenladung gefaltet,
danach bewegt ein Faltblech die hintere, die obere Stirnkante der Palettenladung überragende
Folienwand hintergreifend in den mittleren Bereich der hinteren Folienwand und das
Faltblech und der Faltkörper werden gleichzeitig in der Bewegungsrichtung der Förderbahn
verfahren, wobei die hintere Folienwand auf die Begrenzungsfläche der Palettenladung
gefaltet wird, und darauf werden die seitlichen, trapezförmigen Folienwände über quer
zur Bewegungsrichtung der Förderbahn verfahrbare Schweißbalken auf die umgelegten
Folienwände gelegt und die aufstehenden Längsränder dieser Folienwände miteinander
verschweißt.
[0003] Die Vorrichtung arbeitet bei kontinuierlicher Bewegung des Flurförderers und faltet
die Folienüberstände nacheinander auf die Stapeloberfläche. Das Verschweißen erfolgt
nur an den Längsrändern der seitlichen Folienwände, ein Glattstreifen der Folie findet
nicht statt.
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung soll vorzugsweise im Verbund mit zwei weiteren Vorrichtungen
verwendet werden. In einer vorhergehenden Vorrichtung wird zunächst eine Deckfolie
auf den Gutstapel gelegt. Danach durchläuft der Gutstapel auf einer Flurfördereinrichtung
einen aufgespannten Folienvorhang, der durch von zwei jeweils seitlich neben der Fördereinrichtung
mit senkrechter Achse gehaltenen Folienrollen erzeugt wird und die mittig der Transportstrecke
verschweißt sind. Durch die Bewegung des Gutstapels legen sich die Folien an den Seiten
des Gutstapels an, wobei die beiden Folien ab Ende des Gutstapels zusammengeführt
und verschweißt werden. Der Gutstapel ist in der Folge an seiner Oberseite mit einer
Deckfolie bedeckt und an seinen vertikalen Seiten mit einer Folie ummantelt, die oberseitig
übersteht. In der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der oberseitige Folienüberstand
umgefaltet und verschweißt. In einem auf die erfindungsgemäße Vorrichtung folgenden
Ofen wird die den Gutstapel seitlich und oberseitig umschließende Folie geschrumpft.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Umfalten und Verschweißen oberseitiger Folienüberstände beim Umhüllen von Gutstapeln
mit einer Folie zu schaffen, welche platzsparend und mit möglichst wenig Aufwand das
gleichzeitige Umfalten und Verschweißen aller vier Folienüberstände mit einer Vorrichtung
ermöglicht. Dabei soll die Vorrichtung unterschiedliche Stapelformate und in der Länge
variierende Stapelüberstände verarbeiten können und die Folie eng am Gutstapel anliegen.
[0006] Diese Aufgaben werden durch die im Patentanspruch 1 bzw. im Patentanspruch 7 aufgeführten
Merkmale gelöst.
[0007] Die Erfindung ermöglicht es, beim Umhüllen von gestapelten Gütern mit einer Folie
in ihrer Länge wechselnde, oberseitige Folienüberstände der vertikalen Folienummantelung
gleichzeitig auf die Oberseite des Deckstapels umzufalten und zu verschweißen. Durch
die in der horizontalen Ebene paarweise frei verfahrbaren Stempelecken in Kombination
mit dem vertikal verfahrbaren Rahmen können wechselnde Stapelhöhen und Stapelgrundflächen
bearbeitet werden. Bei höheren Stapeln kann der Rahmen innerhalb des Gestells auf
eine höhere Position fahren und in der nachfolgend erläuterten Art und Weise die Folienüberstände
umfalten und verschweißen. Eine Anpassung der Vorrichtung ist nicht nötig. Bei größerer
Stapelgrundfläche fahren die Stempelecken weiter auseinander und verlängern so alle
vier Seilabschnitte zwischen den Stempelecken. Auch auf eine Änderung des Seitenverhältnisses
der Gutstapel kann durch die in ihrer Bewegung paarweise entkoppelten Stempelecken
reagiert werden.
[0008] Die freiliegenden Seilabschnitte im Rahmen streifen die Folienummantelung an den
vier vertikalen Seiten des Gutstapels glatt, falten die Folienüberstände auf die Stapeloberfläche
um, wobei die Folienüberstände auch auf der Stapeloberfläche in horizontaler Lage
glattgestriffen werden. Bis auf welche Höhe der Rahmen herunterfährt und ab welche
Höhe damit das Glattstreifen der Folie beginnt, bleibt variabel.
[0009] Die zwei Seile werden in solch einer Art und Weise von den zwei Schlitten und vier
Stempelecken umgelenkt, dass unabhängig von der Position der Stempelecken im Rahmen
die Seilspannung sich nicht relevant ändert. Die Seile können also mit beiden Enden
starr an in der horizontalen Ebene unbeweglichen Punkten verankert sein, eine Seillängenkompensation
in Abhängigkeit von der Länge der Seilabschnitte, d.h. von der Position der Stempelecken
durch beispielsweise Seilrollen ist nicht nötig. Die Spannung der Seile wird einmalig
eingestellt und bleibt im Betrieb unverändert.
[0010] Bei Folienüberständen größerer Länge kann der Folienüberstand vom Stapel wegknicken.
Das Entlangfahren der Stempelecken und Seilabschnitte am Gutstapel vertikal von unten
nach oben führt zu einem Einfangen der weggeknickten Folienüberstände vor dem Umfalten
und Verschweißen.
[0011] Die paarweise Steuerung der Stempelecken ermöglicht zusätzlich, die Folienüberstände
nicht zeitgleich, sondern nacheinander in vorzugsweise zwei Schritten umzufalten.
Dafür wird das diagonale Aufeinanderzufahren aller vier Stempelecken in zwei Bewegungen,
eine quer und eine längs der Förderrichtung aufgeteilt. Die Reihenfolge der Bewegungsabläufe
kann hierbei frei gewählt werden.
[0012] Als Seile können sowohl Nylonseile als auch Stahlseile verwendet werden.
[0013] Die vertikale Federung der Stempelecken und ein elastischer Überzug über den Stempelflächen
vorzugsweise aus Moosgummi verhindern ein zu kräftiges Anpressen. Das vertikale Aus-
und Einfahren der Heizstempel aus den Stempelflächen der Stempelecken verhindert ein
Aufreißen der frischen Schweißstelle, da die direkte Umgebung der Schweißstelle bei
Hochfahren des Heizstempels von der Stempelfläche auf die Stapeloberfläche gedrückt
wird.
[0014] Die Heizstempel sind in den Stempelecken austauschbar montiert.
[0015] Die Lage der Schweißstelle kann aufgrund der verfahrbaren Stempelecken nahezu frei
gewählt werden, beispielsweise in Abhängigkeit von der Länge der Folienüberstände
und des Stapelformats.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0017] Es zeigen
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem zu umhüllenden Gutstapel
- Fig. 2
- den auf- und abfahrbaren Rahmen in einer Ansicht von schrägunten
- Fig. 3
- schematische Darstellung der Verläufe der Seile
- Fig. 4
- eine Stempelecke in einer Ansicht von schräg-oben
- Fig. 5
- eine Stempelecke in einer Ansicht von schräg-unten
[0018] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel dient die Vorrichtung dazu, eine Schutzhülle
aus Kunststofffolie eines auf einer Palette gebildeten Gutstapels aus Wellpappebögen,
Papierbögen oder Feinkarton auf die Oberseite des Gutstapels umzufalten und dort mit
einer Deckfolie zu verschweißen. Die Deckfolie wurde entsprechend den Anforderungen
an die erfindungsgemäße Vorrichtung bereits in einer vorhergehenden Vorrichtung auf
den Gutstapel gelegt. Ebenso wurde bereits der umzufaltende, seitliche Folienmantel,
der den Stapel im vollen Umfang umfasst und oberseitig an allen vier vertikalen Seiten
übersteht, um die vertikalen Seiten des Gutstapels geschweißt. Die Folie ist in den
Figuren nicht erkennbar. Die Größe des Überstands ist abhängig vom gewählten Folienformat
und liegt im Ausführungsbeispiel zwischen 50mm und 200mm.
[0019] Wie Figur 1 zeigt, weist die Vorrichtung ein Gestell 1 auf, das auf vier Ständern
2 steht, die oberhalb der maximalen Stapelhöhe mit vier Querträgern verbunden sind.
Durch das Gestell fördert ein Flurförderer 3 einen auf einer Palette gebildeten Gutstapel
4. In Förderrichtung zeigt Pfeil 5. Das Gestell 1 hält einen mit Riemenantrieb an
Führungsschienen auf- und abfahrbaren Rahmen 6, einzeln dargestellt in Figur 2, an
dem in Förderrichtung links- und rechtsseitig des Flurförderers 3 jeweils eine Führungsschiene
7 längs zur Förderrichtung angebracht ist, schematisch ebenfalls abgebildet in Figur
3. Auf den Führungsschienen 7 sind jeweils zwei mit einem Linearantrieb angetriebene
Schlitten 8 gegenläufig verfahrbar, wobei von diesen jeweils zwei gegenüberliegende
Schlitten über eine weitere, senkrecht und horizontal zur Förderrichtung verlaufende
Querschiene 9 starr verbunden sind. Die zwei parallel verlaufenden Querschienen 9
lassen sich so durch Verfahren der Schlitten 8 auf den Längsschienen 7 innerhalb des
Rahmens 6 in Förderrichtung gegenläufig vor- und zurück-, sowie durch Verfahren des
Rahmens 6 im Gestell 1 auf- und abbewegen. Auf beiden der zwei Querschienen 9 sind
wiederum jeweils zwei mit Linearantrieb gegenläufig bewegliche Stempelecken 10 angeordnet.
Die in der Summe vier Stempelecken 10 sind folglich auf den Querschienen 9 quer zur
Förderrichtung verfahrbar und bilden zusammen die vier Ecken eines Rechtecks.
[0020] Zwei Stahlseile 11, 12 (die Seile werden zur besseren Unterscheidung im Folgenden
Seil A 11 und Seil B 12 genannt), es können alternativ auch Nylonseile verwendet werden,
sind zwischen den Innenseiten von zwei diagonal gegenüber liegenden Ecken des auf-
und abfahrbaren Rahmens 6 gespannt und werden unter anderem an den vier Stempelecke
10 über in Figur 4 gezeigte Umlenkrollen 13 in solch einer Weise umgelenkt, dass jedes
Seil 11, 12 jeweils zwei Seiten des von den Stempelecken 10 gebildeten Rechtecks abläuft.
Dazu sind die Seile 11, 12 mit einem ihrer Enden an der Innenseite einer Ecke 14 des
Rahmens nebeneinander starr befestigt und laufen längs der Förderrichtung in Richtung
des nächstliegenden Schlittens 8.1 auf der Längsschiene 7.1. An diesem werden beide
Seile 11, 12 zunächst in Richtung der am Schlitten 8.1 montierten Querschiene 9.1
um 90° horizontal umgelenkt. Auf dieser ersten Querschiene 9.1 wird Seil A 11 an der
ersten Stempelecke 10.1 der Querschiene 9.1 mittels Umlenkrollen erneut um 90° horizontal
umgelenkt und verläuft dann wieder längs der Förderrichtung entlang einer Seite des
von den Stempelecken 10 gebildeten Rechtecks zur gegenüberliegenden Stempelecke 10.3
auf der anderen, zweiten Querschiene 9.2. Seil B 12 wird mittels Rollen durch die
erste Stempelecke 10.1 durchgeführt, behält seine Richtung bei und läuft entlang der
ersten Querschiene 9.1 bis zur zweiten Stempelecke 10.2 der Querschiene 9.1. An den
zwei diagonal gegenüberliegenden Stempelecken 10.2, 10.3 werden beide Seile 11, 12
jeweils wieder um 90° so umgelenkt, dass die Seile 11, 12 an den zwei noch offenen
Seiten des von den Stempelecken 10 gebildeten Rechtecks entlanglaufen, wobei Seil
A 11 quer zur Förderrichtung entlang der zweiten Querschiene 9.2 geführt wird und
Seil B 12 längs der Förderrichtung von der ersten Querschiene 9.1 zur zweiten Querschiene
9.2 verläuft. Analog zur diagonal gegenüberliegenden Stempelecke 10.1 werden beide
Seile 11, 12 an der zweiten Stempelecke 10.4 der zweiten Querschiene 9.2 in Richtung
des auf der Längsschiene 7.2 laufenden Schlittens 8.4 geführt, wobei Seil A 11 dafür
die Richtung beibehält und mittels Rollen durch die Stempelecke 10.4 geführt wird,
während Seil B 12 mit einer Umlenkrolle um 90° umgelenkt wird. An dem Schlitten 8.4
werden sowohl Seil A 11 als auch Seil B 12 um 90° in Richtung längs der Förderrichtung
umgelenkt und zur Innenseite der Ecke 15 des Rahmens 6 geführt, wo sie mit ihrem anderen
Ende analog zur diagonal gegenüber liegenden Ecke 14 starr nebeneinander befestigt
sind.
[0021] Durch Verfahren der Schlitten 8 und Stempelecken 10 kann das von den Stempelecken
10 und Seilen 11, 12 gebildete Rechteck innerhalb des Rahmens 6 jede beliebige Größe
und Form annehmen, wobei die Spannung der Seile 11, 12 sich nicht relevant ändert
und die Seillängen nicht der Stellung der Stempelecken 10 angepasst werden müssen,
beispielsweise über Seiltrommeln.
[0022] Die Stempelecken 10 pressen die Folienüberstände auf die Stapeloberseite und verschweißen
diese mit der Deckfolie. Figur 4 und Figur 5 zeigen den Aufbau einer Stempelecke.
[0023] Die Grundfläche der Stempelecke, die Stempelfläche 16, mit der die Stempelecke auf
die Stapeloberfläche drückt, ist als in der horizontalen Ebene gewinkelte Fläche ausgeführt
und mit Moosgummi zur Dämpfung überzogen. Die gewinkelte Stempelecke legt sich passgenau
an die vertikale Kante des Gutstapels 4 an. In der Stempelfläche 16 ist eine ebenfalls
länglich gewinkelte Aussparung 17 für den Heizstempel 18. Der Heizstempel 18 ist mit
zwei Schraubverbindungen 19 an einem vertikal auf- und abfahrbaren Hubarm 20 befestigt.
Durch lösen der zwei Schraubverbindungen 19 kann der Heizstempel 18 ausgewechselt
werden. Mittels Hubbewegung des Hubarms 20 fährt der Heizstempel 18 durch die Aussparung
17 aus der Stempelfläche 16 heraus und verschweißt den angepressten Folienüberstand
mit der Deckfolie. Figur 4 zeigt zudem die Umlenkrollen 13 zur Führung der Seile 11,
12 durch die Stempelecke.
[0024] Die Vorrichtung nach der Erfindung arbeitet wie folgt:
In der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der Gutstapel 4 mit dem Flurförderer 3 auf
eine Position im Gestell 1 bewegt, ähnlich der Position in Figur 1. Der Rahmen 6 und
die Stempelecken 10 sind in ihrer Ausgangsposition. D.h. der Rahmen 6 befindet sich
im Gestell 1 in einer hohen Stellung oberhalb der Stapelhöhe, wobei die Stempelecken
10 weit auseinander gefahren sind, so dass das von den Stempelecken 10 und Seifen
11, 12 gebildete Rechteck eine möglichst große Fläche aufweist. Der Flurförderer stoppt
und der Rahmen 6 wird auf eine tiefere Position unterhalb der Stapeloberfläche heruntergefahren,
beispielsweise auf halbe Stapelhöhe. Die vier Stempelecken 10 fahren dann an die vier
vertikalen Kanten des Stapels 4 heran und anschließend an diesen entlang aufwärts
bis über die Stapelhöhe. Die Seilabschnitte zwischen den Stempelecken 10 drücken auf
diese Weise die ummantelnde Folie an die vier vertikalen Seiten des Gutstapels 4 und
streifen sie glatt. Wellung oder grobe Unebenheiten in der Folie werden so nach oben
heraus gestriffen und die Folie an den Gutstapel 4 angelegt. Kurz oberhalb der Stapeloberfläche
bleibt der Rahmen 6 stehen und die Stempelecken 10 fahren diagonal zusammen. Möglich
ist aber auch, die Diagonalbewegung in zwei aufeinanderfolgenden Schritten durchzuführen,
beispielsweise durch gegenseitiges Verfahren der Stempelecken 10 zunächst längs der
Förderrichtung und dann quer zur Förderrichtung bzw. umgekehrt. Auf diese Weise erfolgt
ein Umfalten der oberseitig überstehenden Folie der seitlichen Folienummantelung auf
die Stapeloberfläche. Zugleich streifen die freien Seilabschnitte der Seile 11, 12
die Folienüberstände auf der Stapeloberfläche glatt.
[0025] Nach dem Umfalten und Glattstreifen der Folienüberstände pressen die vier Stempelecken
10 die Folienüberstände durch Herabfahren des Rahmens 6 auf die Deckfolie, wobei die
Pressfläche der Stempelfläche 16 der Stempelecken 10 entspricht. Während des Anpressens
werden die Heizstempel 18 aus einer Aussparung 17 in der Stempelfläche 16 der Stempelecken
10 ausgefahren und Verschweißen die Folienüberstände mit der Deckfolie. Der Heizstempel
18 fährt zurück in die Stempelecke 10, bevor die Stempelecke 10 durch Hochfahren des
Rahmens 6 sich wieder von der Stapeloberfläche hebt. Auf diese Weise wird ein Aufreißen
der frischen Schweißstelle durch Verklebung der Folie mit dem Heizstempel 18 verhindert,
da die direkte Umgebung der Schweißstelle bei Hochfahren des Heizstempels 18 von der
Stempelfläche 16 auf die Stapeloberfläche gedrückt wird.
[0026] Haben sich die Stempelecken 10 mit der Stapeloberfläche des Gutstapels 4 keinen Kontakt
mehr, kann der Gutstapel 4 aus dem Bereich des Gestells 1 mittels des Flurförderers
3 weiter gefördert werden. Die Stempelecken 10 und der Rahmen 6 fahren wieder in ihre
Ausgangsposition und das Verfahren ist abgeschlossen.
1. Vorrichtung zum Umfalten und Verschweißen von oberseitigen Folienüberständen beim
Umhüllen von gestapelten Gütern, insbesondere von auf Paletten gestapelten Gütern
mit einer Folie aus Kunststoff, mit
- einem Gestell bestehend aus zumindest zwei Ständern, die oberhalb der maximalen
Stapelhöhe durch Querträger untereinander verbunden sind,
- einer Flurfördereinrichtung zum Transport der Güter, die zwischen den Ständern des
Gestells hindurch führt,
gekennzeichnet durch einen an dem Gestell auf über die Höhe der gestapelten Güter aufund abfahrbaren,
rechteckigen Rahmen zum Umfalten und Verschweißen von oberseitigen Folienüberständen
der vertikalen Folienummantelung auf die Stapeloberseite,
wobei am Rahmen längs und quer Führungsschienen gelagert sind, auf denen vier Stempelecken
verfahrbar angeordnet sind,
- zwischen denen zwei oder mehr vorgespannte Seile konstanter Länge so umgelenkt werden,
dass sie ein horizontal im Rahmen liegendes Rechteck bilden, wobei die Seile mit beiden
Enden am auf- und abfahrbaren Rahmen starr befestigt sind, und
- die quer und längs zur Flurförderrichtung verfahrbar sind, so dass das von den Seilen
gebildete Rechteck in Form und Größe veränderlich ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Führungsschienen in Längsrichtung fest am Rahmen angeordnet sind, auf denen
zwei Führungsschienen quer zur Förderrichtung verfahrbar gelagert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile als Nylonseile ausgeführt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stempelecke im Querschnitt die Form von zwei gegeneinander gesetzten Rechtecken
aufweist und vertikal elastisch federnd gestaltet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseiten der Stempelecken mit einem elastischen Material, vorzugsweise Moosgummi
überzogen sind und ausfahrbare Heizstempel als Schweißelemente aufweisen, die von
Heizbändern erhitzt werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizstempel mit den Heizbändern austauschbar montiert sind.
7. Verfahren zum Umfalten und Verschweißen von oberseitigen Folienüberständen beim Umhüllen
von gestapelten Gütern mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1, mit den Schritten:
- Einfahren der gestapelten Güter in den Bereich des Gestells,
- Absenken des auf- und abfahrbaren Rahmens mit weitem Abstand zwischen Stempelecken
und Gütern mindestens bis auf eine Position unterhalb der Stapeloberfläche,
- Glattstreifen der umhüllenden Folie an den Stapelseiten mittels der gespannten Seile
durch Heranfahren der Stempelecken an den Kanten des Stapels und Hochfahren des Rahmens
entlang zumindest einem Teil der Stapelhöhe,
- Umfalten der oberseitig überlappenden Folienüberstände durch diagonales Zusammenfahren
der Stempelecken bei geringem Abstand zur Stapeloberfläche,
- Fixieren der Folienüberstände auf der Deckfolie auf der Stapeloberseite durch Herabsenken
des Rahmens und Anpressen der Stempelecken auf die Stapeloberseite,
- Verschweißen der Folienüberstände mit der Deckfolie mit einem aus der Unterseite
der Stempelecke ausfahrbaren Heizstempel.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Umfalten der Folienüberstände nicht zeitgleich, sondern in einer vorgegebenen
Sequenz nacheinander erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verschweißen zunächst der Heizstempel wieder in die Stempelecke fährt und
erst danach die Stempelecke hochgefahren wird.
1. Apparatus for folding over and welding upper-side overhangs of film when stacked goods,
in particular goods stacked on pallets, are being wrapped in a film made of plastics
material, having
- a framework comprising at least two uprights, which are connected to one another
by crossmembers above the maximum height of the stack,
- an industrial truck for transporting the goods, the truck leading through between
the uprights of the framework,
characterized by a rectangular frame which can be moved up and down the framework over the height
of the stacked goods and is intended for folding over and welding upper-side overhangs
of film from the vertical film covering onto the upper side of the stack,
wherein guide rails are mounted longitudinally and transversely on the frame and have
arranged on them and in a displacable manner four stamping corners
- between which two or more prestressed cables of constant length are deflected such
that they form a rectangle which lies horizontally in the frame, wherein the cables
have both ends fastened rigidly on the frame, which can be moved up and down, and
- which can be displaced transversely and longitudinally in relation to the industrial
truck, so that it is possible to alter the shape and size of the rectangle formed
by the cables.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that two guide rails are fixed on the frame in the longitudinal direction and have two
guide rails mounted thereon which can be displaced transversely in relation to the
conveying direction.
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the cables are in the form of nylon cables.
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the stamping corner, as seen in cross section, is in the form of two rectangles positioned
against one another and is of elastically resilient configuration in the vertical
direction.
5. Apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the undersides of the stamping corners are covered with an elastic material, preferably
foam rubber, and have extensible heating stamps in the form of welding elements, which
are heated by heating tapes.
6. Apparatus according to Claim 5, characterized by interchangeable mounting of the heating stamps with the heating tapes.
7. Method of folding over and welding upper-side overhangs of film when stacked goods
are being wrapped using an apparatus according to Claim 1, the method having the following
steps:
- the stacked goods are moved into the region of the framework,
- the frame, which can be moved up and down, is lowered, with a sizeable distance
between the stamping corners and goods, at least to a position beneath the stack surface,
- the wrapping film on the sides of the stack is smoothed by means of the braced cables
by virtue of the stamping corners being moved onto the edges of the stack and the
frame being moved upwards along at least part of the height of the stack,
- the overhangs of film overlapping on the upper side are folded over by virtue of
the stamping corners being moved together diagonally at a small distance from the
stack surface,
- the overhangs of film are fixed on the cover film on the upper side of the stack
by virtue of the frame being lowered and of the stamping corners being pressed onto
the upper side of the stack,
- the overhangs of film are welded to the cover film by means of a heating stamp which
can be extended from the underside of the stamping corner.
8. Method according to Claim 7, characterized in that, rather than being folded over at the same time, the overhangs of film are folded
over one after the other in a predetermined sequence.
9. Method according to Claim 7 or 8, characterized in that, following the welding operation, in the first instance the heating stamp moves into
the stamping corner again and only then is the stamping corner moved upwards.
1. Dispositif pour replier et souder des dépassements de feuille supérieurs lors de l'enveloppement
de marchandises empilées, en particulier de marchandises empilées sur des palettes,
avec un film en matière plastique, avec
- un châssis se composant d'au moins deux montants, qui sont reliées l'un à l'autre
par des traverses au-dessus de la hauteur d'empilement maximale,
- un dispositif de manutention pour le transport des marchandises, qui s'engage entre
les montants du châssis,
caractérisé par un cadre rectangulaire, relevable et abaissable dans le châssis au-dessus de la hauteur
des marchandises empilées, pour replier et souder des dépassements de feuille supérieurs
de l'enveloppe de film verticale sur le côté supérieur de la pile,
dans lequel des rails de guidage sont disposés en direction longitudinale et en direction
transversale sur le cadre, sur lesquels quatre coins de poinçon sont disposés de façon
déplaçable,
- entre lesquels deux ou plusieurs câbles précontraints de longueur constante sont
déviés de telle manière qu'ils forment un rectangle situé horizontalement dans le
cadre, dans lequel les câbles sont rigidement fixés par les deux extrémités au cadre
relevable et abaissable, et
- qui sont déplaçables en direction longitudinale et en direction transversale par
rapport à la direction de manutention, de telle manière que le rectangle formé par
les câbles soit variable en forme et en grandeur.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux rails de guidage sont fixés au cadre en direction longitudinale, sur lesquels
deux rails de guidage sont montés de façon déplaçable transversalement à la direction
de transport.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les câbles sont constitués par des câbles en nylon.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le coin de poinçon présente en section transversale la forme de deux rectangles placés
l'un contre l'autre et est de forme élastiquement déformable verticalement.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les côtés inférieurs des coins de poinçon sont recouverts d'un matériau élastique,
de préférence de caoutchouc-mousse, et présentent des poinçons chauffants amovibles
en tant qu'éléments de soudage, qui sont chauffés par des bandes chauffantes.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les poinçons chauffants avec les bandes chauffantes sont montés de façon remplaçable.
7. Procédé pour replier et souder des dépassements de film supérieurs lors de l'enveloppement
de marchandises empilées avec un dispositif selon la revendication 1, comportant les
étapes suivantes:
- introduire les marchandises empilées dans la zone du châssis;
- abaisser le cadre relevable et abaissable avec une grande distance entre les coins
de poinçon et les marchandises au moins jusqu'à une position située en dessous de
la face supérieure de la pile,
- lisser le film d'enveloppe sur les côtés de la pile au moyen des câbles tendus par
approche des coins de poinçon jusqu'aux arêtes de la pile et remonter le cadre le
long d'au moins une partie de la hauteur de la pile,
- replier les dépassements de film en chevauchement sur le côté supérieur par rapprochement
diagonal des coins de poinçon à faible distance de la face supérieure de la pile,
- fixer les dépassements de film sur le film de recouvrement sur la face supérieure
de la pile par abaissement du cadre et application des coins de poinçon sur le côté
supérieur de la pile,
- souder les dépassements de film au film de recouvrement avec un poinçon chauffant
extensible hors du côté inférieur du coin de poinçon.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on effectue le pliage des dépassements de film non de façon simultanée, mais l'un
après l'autre selon une séquence prédéterminée.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que l'on ramène d'abord le poinçon chauffant dans le coin de poinçon après le soudage
et on relève seulement ensuite le coin de poinçon.