[0001] Die Erfindung betrifft Kupfergusslegierungen sowie daraus mittels Urformverfahren
hergestellte, stromführende Konstruktionsteile. Insbesondere betrifft die Erfindung
gegossene Käfigläufer für Asynchronmaschinen.
[0002] Bereits aus der Patentschrift
DE 503 187 ist bekannt, Käfigläufer für Asynchronmaschinen durch gleichzeitiges Gießen der Läuferstäbe
und der Kurzschlussringe herzustellen. Läuferstäbe und Kurzschlussringe sind damit
als einstückiges Bauteil ausgeführt, dessen Werkstoff sich im Gusszustand befindet.
Als mögliche Gießverfahren sind beispielsweise in
DE 43 29 679 C2 der Druckguss, in
US 7,337,526 B2 der Vollformguss und in
US 2,304,067 der Schleuderguss genannt. Kupfer und Kupferlegierungen sind aufgrund ihrer hohen
elektrischen Leitfähigkeit wichtige Werkstoffe für die Herstellung von gegossenen
Käfigläufern. Da sich der Werkstoff im Gusszustand befindet, ist er leicht verformbar.
Deshalb kommt der Festigkeitssteigerung des Kupferwerkstoffs durch Legierungselemente
eine große Bedeutung zu. Andererseits ist erwünscht, dass die elektrische Leitfähigkeit
durch die Legierungselemente nur wenig reduziert wird. Ferner muss der Werkstoff eine
gute Gießbarkeit aufweisen. Als Legierungsbestandteile werden oft Zirkon und/oder
Chrom verwendet. In
JP 56010059 A wird für das Druckgussverfahren eine Kupferlegierung vorgeschlagen, die Zink, Chrom,
Zirkon und Titan enthält.
[0003] Weitere Kupferlegierungen für Käfigläufer sind im Zusammenhang mit Herstellverfahren
bekannt, bei denen der Käfigläufer nicht einstückig gegossen wird, sondern aus einzelnen
Komponenten zusammengebaut wird. Dabei werden die Leiterstäbe und/oder die Kurzschlussringe
mittels umformtechnischer Verfahren hergestellt. So wird beispielsweise in
GB 949,570 für stromführende Teile eine kalt umgeformte und wärmebehandelte Kupferlegierung
vorgeschlagen, die zwischen 0,1 % und 0,25 % Zirkon enthält. In
JP 58006950 A wird eine Kupferlegierung vorgeschlagen, die Eisen, Zink und optional Zinn und Phosphor
enthält. Der aus dieser Legierung hergestellte Käfigläufer wird aus einem warmgewalzten
Band gefertigt. In
DE 100 14 643 C2 werden für die Kurzschlussringe die Legierungen CuCrZr und CuNi vorgeschlagen, wobei
letztere zur Erzielung einer durch Ausscheidungshärtung erhöhten Festigkeit durch
weitere Elemente wie beispielsweise Silicium ergänzt werden kann. In
DE 10 2009 018 951 A1 sind Käfigläufer vorgeschlagen, bei denen die Kurzschlussringe aus einer Kupfer-Silber-Legierung
bestehen. Der
DE 33 24 687 A1 ist der Vorschlag zu entnehmen, die Leiterstäbe aus einer Kupfer-Silber-Legierung
zu fertigen. In der gleichen Schrift wird alternativ auch eine Kupfer-Zink-Legierung
vorgeschlagen.
EP 0 652 624 A1 beschreibt einen mehrteiligen Aufbau der Leiterstäbe. Für den in Radialrichtung äußeren,
keilartigen Teil werden verschiedene Kupferlegierungen vorgeschlagen, deren Leitfähigkeit
mit mindestens 20% IACS charakterisiert ist. Der Fachmann kann der Schrift keinen
Hinweis auf die Gießbarkeit der Legierungen entnehmen.
[0004] JP 2011 027280 A offenbart eine Kupferlegierung mit 0,1 bis 2 Gew.-% Aluminium, Zinn von 0,1 Gew.-%
bis zum Aluminiumgehalt, Zink von 0,05 Gew.-% bis zum Aluminiumgehalt und Phosphor
von 0,001 bis 0,1 Gew.-%. Aus der Legierung werden Rohre für Wärmetauscher hergestellt.
[0005] Durch umformtechnische Verfahren bearbeitete Kupferwerkstoffe zeichnen sich durch
eine höhere Festigkeit als Kupferwerkstoffe im Gusszustand aus. Aus dem oben genannten
Stand der Technik kann der Fachmann also keinen Hinweis entnehmen, welche Kupferlegierung
auch im Gusszustand eine günstige Eigenschaftskombination hinsichtlich elektrischer
Leitfähigkeit und Festigkeit aufweist.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, hinsichtlich Festigkeit, Leitfähigkeit
und Gießbarkeit verbesserte Kupfergusslegierungen sowie hinsichtlich Festigkeit und
Leitfähigkeit verbesserte stromführende Konstruktionsteile anzugeben. Insbesondere
soll die Erfindung verbesserte, einstückig gegossene Käfigläufer für Asynchronmaschinen
angeben. Dabei soll die Auswahl der Legierungselemente auch im Hinblick auf Auswirkungen
für Gesundheit und Umwelt erfolgen. Insbesondere sollen Blei und Cadmium vermieden
werden.
[0007] Die Erfindung wird bezüglich einer Kupferlegierung durch die Merkmale des Anspruchs
1, bezüglich eines Konstruktionsteils durch die Merkmale des Anspruchs 10 und alternativ
des Anspruchs 12 und bezüglich eines Käfigläufers durch die Merkmale des Anspruchs
11 und alternativ des Anspruchs 13 wiedergegeben. Die weiteren rückbezogenen Ansprüche
betreffen vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung.
[0008] Die Erfindung schließt Kupferlegierungen mit folgender Zusammensetzung in Gewichts-%
ein:
0,05 bis 0,5 % Ag, jeweils 0,05 bis 0,5 % von mindestens zwei Elementen aus der Gruppe,
die aus Ni, Zn, Sn und Al besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
[0009] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass die Festigkeit von Metallen
durch den Einbau von Fremdatomen gesteigert wird. Insbesondere für Gusslegierungen
ist dieser Effekt interessant, weil auf diese Weise ohne weitere Umformschritte bereits
hohe Festigkeitswerte erreicht werden können. Eine besonders große Wirkung auf die
Mischkristallverfestigung bei Kupfer haben die Elemente Al, Sn, Ni und Zn. Wenn die
Festigkeit von Reinkupfer durch Mischkristallverfestigung gesteigert werden soll,
ist der Zusatz von Al und Sn besonders verfolgenswert. Es ist ferner bekannt, dass
der Zusatz von Legierungselementen grundsätzlich die elektrische und thermische Leitfähigkeit
von Reinkupfer verschlechtert. Im Gebiet der Mischkristallbildung wird die Leitfähigkeit
von Kupfer durch die Elemente Zn, Ag, Ni, Sn und Al jedoch relativ wenig beeinflusst.
Soll die elektrische Leitfähigkeit von Kupfer möglichst wenig beeinträchtigt werden,
ist der Zusatz von Zn und Ag besonders verfolgenswert. Durch eine geeignete Auswahl
von mindestens drei Elementen aus der Gruppe, die aus den Elementen Ag, Ni, Zn, Sn
und Al besteht, kann ein Gusswerkstoff gefunden werden, der eine besonders günstige
Kombination von Festigkeit und Leitfähigkeit besitzt. Der Gehalt der einzelnen Elemente
sollte dabei mindestens 0,05 Gew.-% und höchstens 0,5 Gew.-% betragen. Bei Elementgehalten
kleiner als 0,05 Gew.-% ist die Wirkung der Legierungselemente zu gering. Bevorzugt
kann auch bei weniger als fünf Legierungselementen die Summe der Elementgehalte mindestens
0,25 Gew.-% sein. Bei Elementgehalten größer als 0,5 Gew.-% kann es zu einem unerwünschten
Entmischen der Legierung beziehungsweise zu Seigerungen kommen. Um solche Effekte
sicher zu vermeiden, kann der Gehalt der einzelnen Elemente bevorzugt höchstens 0,3
Gew.-% betragen. Durch das Zulegieren von drei oder mehr Elementen entsteht eine Legierung,
deren Schmelzintervall größer ist als das Schmelzintervall von Legierungen mit weniger
Elementen. Dies wirkt sich günstig auf die Gießbarkeit des Werkstoffs aus. Bevorzugt
enthält die Kupferlegierung das Element Sn. Dadurch ergeben sich besonders günstige
Eigenschaften. Die Kupferlegierung enthält das Element Ag. Dadurch ergeben sich besonders
günstige Eigenschaften hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit. Optional kann
der Legierung 0,01 bis 0,2 Gew.-% von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe,
die aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht, zugegeben werden. Diese Elemente bewirken
eine Kornfeinung des Gussgefüges und erhöhen so die Festigkeit des Gusswerkstoffs.
Durch Desoxidation der Schmelze können sie ferner die Gasaufnahme reduzieren. Um unerwünschte
Wechselwirkungen zwischen den Elementen zu vermeiden, kann die Summe der Gehalte der
Elemente Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb auf maximal 0,5 Gew.-% beschränkt sein. Alternativ
kann der Gehalt der einzelnen Elemente auf maximal 0,07 Gew.-% beschränkt sein.
[0010] Bevorzugt kann die Kupferlegierung folgende Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
0,05 bis 0,5 % Ag, jeweils 0,05 bis 0,5 % von zwei Elementen aus der Gruppe, die aus
Ni, Zn, Sn und Al besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
Die Zugabe von genau drei Legierungselementen aus der Gruppe, die aus den Elementen
Ag, Ni, Zn, Sn und Al besteht, ermöglicht eine ausreichende Variation der Parameter,
um einen Gusswerkstoff zu finden, der eine besonders günstige Kombination von Festigkeit
und Leitfähigkeit besitzt. Bei genau drei Legierungselementen kann die Legierung leicht
kontrollierbar hergestellt werden. Die Kupferlegierung enthält das Element Ag. Dadurch
ergeben sich besonders günstige Eigenschaften hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit.
Die anderen beiden Legierungselemente sind dann aus der Gruppe auszuwählen, die aus
den Elementen Ni, Zn, Sn und Al besteht. Folgende Kombinationen von Legierungselementen
haben sich als besonders attraktiv erwiesen:
- a) Kupferlegierung mit jeweils 0,05 - 0,5 Gew.-% aus Ag, Ni, Zn
- b) Kupferlegierung mit jeweils 0,05 - 0,5 Gew.-% aus Ag, Sn, Ni
- c) Kupferlegierung mit jeweils 0,05 - 0,5 Gew.-% aus Ag, Zn, Al Bevorzugt ist der
Ag-Anteil hierbei maximal 0,15 Gew.-%.
Überraschenderweise ergibt auch folgende Kombination von Elementen eine Legierung
mit günstigen Eigenschaften:
- d) Kupferlegierung mit jeweils 0,05 - 0,5 Gew.-% aus Sn, Zn, Al.
[0011] Zu den vorstehend mit a), b), c) und d) bezeichneten Legierungen können optional
0,01 bis 0,2 Gew.-% von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe hinzutreten,
die aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
[0012] Bevorzugt kann die Kupferlegierung folgende Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
0,06 bis 0,3 % Ag, jeweils 0,06 bis 0,3 % von zwei Elementen aus der Gruppe, die aus
Ni, Zn, Sn und Al besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 Gew.-% von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die
aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
Bezüglich der Elemente aus der Gruppe, die aus Ag, Ni, Zn, Sn und Al besteht, ist
bei Gehalten kleiner als 0,06 Gew.-% die Steigerung der Festigkeit nicht immer ausreichend.
Bei Elementgehalten größer als 0,3 Gew.-% kann die elektrische Leitfähigkeit zu stark
reduziert sein, beispielsweise unter 70 % IACS. Bevorzugt beträgt die Summe der Anteile
der Elemente aus der Gruppe, die aus Ag, Ni, Zn, Sn und Al besteht, mindestens 0,20
Gew.-% und maximal 0,75 Gew.-%. Damit ergeben sich Legierungen mit besonders günstigen
Eigenschaftskombinationen bezüglich Festigkeit und elektrischer Leitfähigkeit im Gusszustand.
Besonders bevorzugt ist der Ag-Anteil aus Kostengründen maximal 0,15 Gew.-%.
[0013] Besonders bevorzugt kann die Kupferlegierung folgende Zusammensetzung in Gewichts-%
aufweisen:
0,06 bis 0,15 % Ag, jeweils 0,06 bis 0,15 % von zwei Elementen aus der Gruppe, die
aus Ni, Zn, Sn und Al besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
[0014] Bezüglich der Elemente aus der Gruppe, die aus Ag, Ni, Zn, Sn und Al besteht, ist
bei Gehalten kleiner als 0,06 Gew.-% die Steigerung der Festigkeit nicht immer ausreichend.
Bei Elementgehalten größer als 0,15 Gew.-% kann die elektrische Leitfähigkeit zu stark
reduziert sein, beispielsweise unter 75 % IACS. Bevorzugt beträgt die Summe der Anteile
der Elemente aus der Gruppe, die aus Ag, Ni, Zn, Sn und Al besteht, mindestens 0,20
Gew.-% und maximal 0,35 Gew.-%. Bevorzugt können bei der erfindungsgemäßen Kupferlegierung
die Anteile der Legierungselemente so ausgewählt sein, dass das Verhältnis der Gewichtsanteile
zweier beliebiger Legierungselemente aus der Gruppe, die aus Ag, Ni, Zn, Sn und Al
besteht, maximal 1,5 beträgt. Das häufigere der beiden Legierungselemente bildet hierbei
den Zähler des zu berechnenden Quotienten. Besonders bevorzugt beträgt dieses Gewichtsverhältnis
maximal 1,3. Es hat sich hinsichtlich Festigkeit und Leitfähigkeit im Gusszustand
als günstig erwiesen, wenn die Elemente, die aus der Gruppe, die aus Ag, Ni, Zn, Sn
und Al besteht, für die jeweilige Legierung ausgewählt sind, in ungefähr gleichen
Gewichtsanteilen zulegiert sind.
[0015] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung kann die Kupferlegierung folgende Zusammensetzung
in Gewichts-% aufweisen:
| Ag: |
0,06 bis 0,5 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,5 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,5 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht. Eine derartige Legierung weist eine elektrische
Leitfähigkeit von mindestens 68 % IACS auf und kann die Festigkeit von Reinkupfer
um bis zu 35 % übertreffen.
[0016] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung kann die Kupferlegierung folgende
Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht. Eine derartige Legierung weist mit ungefähr 90 %
IACS eine elektrische Leitfähigkeit auf, die ungefähr gleich zu einer Kupferlegierung
ist, die 1 Gew.-% Ag enthält (CuAg1). Die Steigerung der Festigkeit gegenüber Reinkupfer
beträgt im Gusszustand ungefähr 20 %. Damit weist eine solche Legierung eine sehr
günstige Kombination von Eigenschaften auf. Die relative Steigerung der Festigkeit
ist größer als die relative Abnahme der Leitfähigkeit. Aufgrund der geringen Legierungsanteile
liegt die Legierung auf dem Kostenniveau handelsüblicher Kupferlegierungen.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Kupferlegierung
folgende Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Sn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht. Eine derartige Legierung weist eine elektrische
Leitfähigkeit von ungefähr 85 % IACS auf. Die Steigerung der Festigkeit gegenüber
Reinkupfer beträgt im Gusszustand ungefähr 20 %. Damit weist eine solche Legierung
eine sehr günstige Kombination von Eigenschaften auf. Die relative Steigerung der
Festigkeit ist größer als die relative Abnahme der Leitfähigkeit. Aufgrund der geringen
Legierungsanteile liegt die Legierung auf dem Kostenniveau handelsüblicher Kupferlegierungen.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Kupferlegierung
folgende Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Al: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht. Eine derartige Legierung weist eine elektrische
Leitfähigkeit von ungefähr 85 % IACS auf. Die Steigerung der Festigkeit gegenüber
Reinkupfer beträgt im Gusszustand ungefähr 10 %. Aufgrund der Elemente Zn und Al stellt
diese Legierung eine kostengünstige Alternative dar.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Kupferlegierung kann folgende Zusammensetzung in Gewichts-%
aufweisen:
| Sn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Al: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht. Eine derartige Legierung weist eine elektrische
Leitfähigkeit von ungefähr 80 % IACS auf. Die Steigerung der Festigkeit gegenüber
Reinkupfer beträgt im Gusszustand ungefähr 10 %. Da diese Legierung kein Silber enthält,
stellt sie eine besonders kostengünstige Alternative dar.
[0020] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft stromführende Konstruktionsteile aus Kupferlegierungen,
wobei die Konstruktionsteile mittels eines urformtechnischen Verfahrens hergestellt
sind und wobei die Kupferlegierungen folgende Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
0,05 bis 0,5 % Ag, jeweils 0,05 bis 0,5 % von mindestens zwei Elementen aus der Gruppe,
die aus Ni, Zn, Sn und Al besteht, Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen, optional
0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus Mg, Ti, Zr,
B, P, As, Sb besteht. Alternativ kann die Kupferlegierung des Konstruktionsteils folgende
Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
| Sn: |
0,06 bis 0,15 %, |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 %, |
| Al: |
0,06 bis 0,15 %, |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen, optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder
mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
[0021] Solche Konstruktionsteile können beispielsweise Schalter, Kommutatoren, Schleifkörper,
Stromschienen, Kontakte, Bürsten, Brücken, Komponenten für Schaltgeräte, Leiterstäbe
oder Kurzschlussringe von Käfigläufern oder andere Bauteile sein. Unter urformtechnischen
Verfahren werden Gießverfahren wie beispielsweise Druckguss, Feinguss, Vollformguss
oder andere Verfahren verstanden. Im Gegensatz zum Kokillenguss, mit dem vorwiegend
Ausgangsmaterial für die Halbzeugfertigung gegossen wird, hat bei den vorstehend genannten
Gießverfahren der Gusskörper im Wesentlichen bereits die Gestalt des gewünschten Konstruktionsteils.
Mittels Trennverfahren können ein oder mehrere weitere Bearbeitungsschritte durchgeführt
werden, die die Gestalt des Konstruktionsteils geringfügig verändern. Beispiele hierfür
sind das Abtrennen des Angusses oder die Nachbearbeitung der Oberfläche des Konstruktionsteils.
Umformtechnische Bearbeitungsschritte, durch die der Werkstoff des Konstruktionsteils
in einen anderen Zustand gebracht wird, schließen sich jedoch nicht an. Das fertige
Konstruktionsteil befindet sich folglich im Gusszustand. Die erfindungsgemäßen Kupferlegierungen
weisen aufgrund der Mischkristallverfestigung im Gusszustand eine höhere Festigkeit
auf als Reinkupfer. Die elektrische Leitfähigkeit ist gegenüber Reinkupfer verhältnismäßig
wenig reduziert. Die erfindungsgemäßen Legierungen weisen ferner eine gute Gießbarkeit
aus: Sie zeigen nur eine geringe Tendenz zur Gasaufnahme und sind durch ein gutes
Formfüllvermögen gekennzeichnet. Durch eine geeignete Auswahl der Legierungselemente
und der Legierungszusammensetzung kann eine auf die jeweilige Anwendung angepasste
Legierung gefunden werden. Insbesondere kann der Gehalt an Ag auf 0,15 Gew.-% beschränkt
werden. Die Metallkosten der erfindungsgemäßen Legierungen sind gegenüber Reinkupfer
um maximal 15 % erhöht. Durch urformtechnische Verfahren hergestellte Konstruktionsteile
weisen einen geringeren Herstellaufwand auf als Konstruktionsteile, die aus Halbzeugen
gefertigt sind. Die Gesamtkosten der erfindungsgemäßen Konstruktionsteile können folglich
günstiger sein als die Gesamtkosten anderer Konstruktionsteile. Optional kann die
erfindungsgemäße Legierung 0,01 bis 0,2 Gew.-% von einem oder mehreren Elementen aus
der Gruppe enthalten, die aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht. Diese Elemente bewirken
eine Kornfeinung des Gussgefüges und erhöhen so die Festigkeit des Gusswerkstoffs.
Durch Desoxidation der Schmelze können sie ferner die Gasaufnahme reduzieren.
[0022] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft Käfigläufer mit mehreren Leiterstäben
und zwei Kurzschlussringen, die aus einer Kupferlegierungen einstückig gegossen sind.
Erfindungsgemäß weist die Kupferlegierung folgende Zusammensetzung in Gewichts-% auf:
0,05 bis 0,5 % Ag, jeweils 0,05 bis 0,5 % von mindestens zwei Elementen aus der Gruppe,
die aus Ni, Zn, Sn und Al besteht, Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen, optional
0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus Mg, Ti, Zr,
B, P, As, Sb besteht. Alternativ kann die Kupferlegierung des Käfigläufers folgende
Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen:
| Sn: |
0,06 bis 0,15 %, |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 %, |
| Al: |
0,06 bis 0,15 %, |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen, optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder
mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
[0023] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, Leiterstäbe und Kurzschlussringe
von Käfigläufern einstückig zu gießen. Geeignete Gießverfahren hierfür können Druckguss,
Feinguss, Vollformguss und andere Verfahren sein. Aufgrund ihrer hohen elektrischen
Leitfähigkeit sind Kupferlegierungen für die Herstellung von Käfigläufern gut geeignet.
Da aufgrund der hohen Drehzahlen der Asynchronmaschinen große Kräfte insbesondere
auf die Leiterstäbe der Käfigläufer wirken, müssen die verwendeten Kupferlegierungen
bereits im Gusszustand eine hohe Festigkeit aufweisen. Besonders geeignet sind deshalb
Kupferlegierungen, die folgende Zusammensetzung in Gewichts-% aufweisen: 0,05 bis
0,5 % Ag, jeweils 0,05 bis 0,5 % von mindestens zwei Elementen aus der Gruppe, die
aus Ni, Zn, Sn und Al besteht, Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen. Die erfindungsgemäßen
Kupferlegierungen weisen aufgrund der Mischkristallverfestigung im Gusszustand eine
höhere Festigkeit auf als Reinkupfer. Die elektrische Leitfähigkeit ist gegenüber
Reinkupfer verhältnismäßig wenig reduziert. Die erfindungsgemäßen Legierungen weisen
ferner eine gute Gießbarkeit auf: Sie zeigen nur eine geringe Tendenz zur Gasaufnahme
und sind durch ein gutes Formfüllvermögen gekennzeichnet. Optional kann die erfindungsgemäße
Legierung 0,01 bis 0,2 Gew.-% von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe enthalten,
die aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht. Diese Elemente bewirken eine Kornfeinung
des Gussgefüges und erhöhen so die Festigkeit des Gusswerkstoffs. Durch eine geeignete
Auswahl der Legierungselemente und der Legierungszusammensetzung kann eine auf die
jeweilige Anwendung angepasste Legierung gefunden werden. Insbesondere erweisen sich
folgende Legierungen als vorteilhaft:
Kupferlegierung mit folgender Zusammensetzung in Gewichts-%:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen;
Alternativ: Kupferlegierung mit folgender Zusammensetzung in Gewichts-%:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Sn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen;
Alternativ: Kupferlegierung mit folgender Zusammensetzung in Gewichts-%:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Al: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen;
Alternativ: Kupferlegierung mit folgender Zusammensetzung in Gewichts-%:
| Sn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Al: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen.
[0024] Zu jeder der vorgenannten Legierungen kann optional 0,01 bis 0,2 Gew.-% von einem
oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht,
hinzutreten. Die Metallkosten der erfindungsgemäßen Legierungen sind gegenüber Reinkupfer
um maximal 15 % erhöht.
[0025] Die Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0026] Tabelle 1 zeigt eine Zusammenstellung der untersuchten Legierungen. Es ist für jede
Legierung die Zusammensetzung der Probe, die ermittelte Zugfestigkeit R
m im Gusszustand und die relative elektrische Leitfähigkeit, ausgedrückt durch den
IACS-Wert, angegeben. Die Metallkosten, die sich aus der Legierungszusammensetzung
rechnerisch ergeben, sind auf die Metallkosten von reinem Kupfer (Probe Nr. 1) normiert.
Tabelle 1: Charakterisierung der untersuchten Proben
| Nr. |
Legierung |
Cu |
Ag |
Sn |
Ni |
Zn |
Al |
Zugfestigkeit Rm |
IACS |
Metallkosten |
| |
|
Gew.-% |
Gew.-% |
Gew.-% |
Gew.-% |
Gew.-% |
Gew.-% |
MPa |
|
normiert |
| 1 |
Cu |
100 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
161 |
99% |
1 |
| 2 |
CuAg1 |
99,0 |
1,00 |
0 |
0 |
0 |
0 |
233 |
92% |
2,27 |
| 3 |
CuAgNiZn |
98,6 |
0,48 |
0 |
0,45 |
0,48 |
0 |
215 |
68% |
1,61 |
| 4 |
CuAgNiZn |
99,7 |
0,10 |
0 |
0,10 |
0,11 |
0 |
192 |
91% |
1,13 |
| 5 |
CuAgSnNi |
99,7 |
0,12 |
0,13 |
0,09 |
0 |
0 |
193 |
84% |
1,15 |
| 6 |
CuAgZnAl |
99,7 |
0,10 |
0 |
0 |
0,10 |
0,09 |
170 |
84% |
1,13 |
| 7 |
CuSnZnAl |
99,7 |
0 |
0,12 |
0 |
0,11 |
0,12 |
174 |
78% |
1 |
[0027] Probe Nr. 2 ist eine Referenzlegierung mit 99 % Kupfer und 1 % Silber. Diese Legierung
hat hinsichtlich Festigkeit und Leitfähigkeit attraktive Eigenschaften, aufgrund der
hohen Metallkosten ist sie jedoch nur in ganz speziellen Anwendungsfällen wirtschaftlich
einsetzbar.
[0028] Probe Nr. 3 ist eine Kupferlegierung mit ungefähr 0,5 % Silber, 0,5 % Nickel und
0,5 % Zink. Mit dieser Legierung wird eine Festigkeit erreicht, die ca. 35 % über
der von Reinkupfer liegt. Die elektrische Leitfähigkeit beträgt 68 % IACS.
[0029] Probe Nr. 4 ist eine Kupferlegierung mit ungefähr 0,1 % Silber, 0,1 % Nickel und
0,1 % Zink. Mit dieser Legierung wird eine Festigkeit erreicht, die ca. 20 % über
der von Reinkupfer liegt. Die elektrische Leitfähigkeit beträgt 91 % IACS. Die relative
Steigerung der Festigkeit ist damit deutlich größer als die relative Abnahme der elektrischen
Leitfähigkeit. Diese überraschende Eigenschaftskombination der Legierung ist aus den
individuellen Beiträgen der einzelnen Legierungselemente nicht zu erwarten. Die relative
Steigerung der Metallkosten ist geringer als die relative Steigerung der Festigkeit
und kann somit beispielsweise durch eine Reduktion des Querschnitts der Leiterstäbe
kompensiert werden. Damit bietet diese Legierung eine sehr attraktive Kombination
von Eigenschaften für die Verwendung in gegossenen Käfigläufern von Asynchronmaschinen.
[0030] Probe Nr. 5 ist eine Kupferlegierung mit ungefähr 0,1 % Silber, 0,13 % Zinn und 0,1
% Nickel. Mit dieser Legierung wird eine Festigkeit erreicht, die ca. 20 % über der
von Reinkupfer liegt. Die elektrische Leitfähigkeit beträgt 84 % IACS. Die relative
Steigerung der Festigkeit ist damit größer als die relative Abnahme der elektrischen
Leitfähigkeit. Diese überraschende Eigenschaftskombination der Legierung ist aus den
individuellen Beiträgen der einzelnen Legierungselemente nicht zu erwarten. Die relative
Steigerung der Metallkosten ist geringer als die relative Steigerung der Festigkeit.
[0031] Probe Nr. 6 ist eine Kupferlegierung mit ungefähr 0,1 % Silber, 0,1 % Zink und 0,1
% Aluminium. Mit dieser Legierung wird eine Festigkeit erreicht, die ca. 6 % über
der von Reinkupfer liegt. Die elektrische Leitfähigkeit beträgt 84 % IACS. Aufgrund
der Elemente Zn und Al stellt diese Legierung eine kostengünstige Alternative dar.
[0032] Probe Nr. 7 ist eine Kupferlegierung mit ungefähr 0,1 % Zinn, 0,1 % Zink und 0,1
% Aluminium. Mit dieser Legierung wird eine Festigkeit erreicht, die ca. 8 % über
der von Reinkupfer liegt. Die elektrische Leitfähigkeit beträgt 78 % IACS. Da diese
Legierung kein Silber enthält, stellt sie eine besonders kostengünstige Alternative
dar.
1. Kupferlegierung mit folgender Zusammensetzung [in Gewichts-%]:
0,05 bis 0,5 % Ag,
jeweils 0,05 bis 0,5 % von mindestens zwei Elementen aus der Gruppe, die aus Ni, Zn,
Sn und Al besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
2. Kupferlegierung gemäß Anspruch 1 mit folgender Zusammensetzung [in Gewichts-%]:
jeweils 0,05 bis 0,5 % von zwei Elementen aus der Gruppe, die aus Ni, Zn, Sn und Al
besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
3. Kupferlegierung gemäß Anspruch 2 mit folgender Zusammensetzung [in Gewichts-%]:
0,06 bis 0,3 % Ag,
jeweils 0,06 bis 0,3 % von zwei Elementen aus der Gruppe, die aus Ni, Zn, Sn und Al
besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
4. Kupferlegierung gemäß Anspruch 3 mit folgender Zusammensetzung [in Gewichts-%]:
0,06 bis 0,15 % Ag,
jeweils 0,06 bis 0,15 % von zwei Elementen aus der Gruppe, die aus Ni, Zn, Sn und
Al besteht,
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
5. Kupferlegierung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Gewichtsanteile jeweils zweier Legierungselemente aus der Gruppe,
die aus Ag, Ni, Zn, Sn und Al besteht, maximal 1,5 beträgt.
6. Kupferlegierung gemäß einem der Ansprüche 2 oder 5 mit folgender Zusammensetzung [in
Gewichts-%]:
| Ag: |
0,06 bis 0,5 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,5 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,5 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
7. Kupferlegierung gemäß Anspruch 6 mit folgender Zusammensetzung [in Gewichts-%]:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
8. Kupferlegierung gemäß einem der Ansprüche 4 oder 5 mit folgender Zusammensetzung [in
Gewichts-%]:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Sn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Ni: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
9. Kupferlegierung gemäß einem der Ansprüche 4 oder 5 mit folgender Zusammensetzung [in
Gewichts-%]:
| Ag: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Al: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht.
10. Stromführendes Konstruktionsteil aus einer Kupferlegierung gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Konstruktionsteil mittels eines urformtechnischen Verfahrens hergestellt ist.
11. Käfigläufer aus einer Kupferlegierung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der
Käfigläufer mehrere Leiterstäbe und zwei Kurzschlussringe umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterstäbe und die Kurzschlussringe einstückig gegossen sind.
12. Stromführendes Konstruktionsteil aus einer Kupferlegierung mit folgender Zusammensetzung
[in Gewichts-%]:
| Sn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Al: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass das Konstruktionsteil mittels eines urformtechnischen Verfahrens hergestellt ist.
13. Käfigläufer aus einer Kupferlegierung mit folgender Zusammensetzung [in Gewichts-%]:
| Sn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Zn: |
0,06 bis 0,15 % |
| Al: |
0,06 bis 0,15 % |
Rest Cu sowie unvermeidbare Verunreinigungen,
optional 0,01 bis 0,2 % von einem oder mehreren Elementen aus der Gruppe, die aus
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb besteht,
wobei der Käfigläufer mehrere Leiterstäbe und zwei Kurzschlussringe umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterstäbe und die Kurzschlussringe einstückig gegossen sind.
1. Copper alloy having the following composition [in % by weight] :
from 0.05 to 0.5% Ag,
in each case from 0.05 to 0.5% of at least two elements from the group which comprises
Ni, Zn, Sn and Al,
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
2. Copper alloy according to claim 1 having the following composition [in % by weight]:
in each case from 0.05 to 0.5% of two elements from the group which comprises Ni,
Zn, Sn and Al,
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
3. Copper alloy according to claim 2 having the following composition [in % by weight]:
from 0.06 to 0.3% Ag,
in each case from 0.06 to 0.3% of two elements from the group which comprises Ni,
Zn, Sn and Al,
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
4. Copper alloy according to claim 3 having the following composition [in % by weight]:
from 0.06 to 0.15% Ag,
in each case from 0.06 to 0.15% of two elements from the group which comprises Ni,
Zn, Sn and Al,
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
5. Copper alloy according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the ratio of the weight proportions in each case of two alloy elements from the group
which comprises Ag, Ni, Zn, Sn and Al is a maximum of 1.5.
6. Copper alloy according to either claim 2 or claim 5, having the following composition
[in % by weight]:
| Ag: |
0.06 to 0.5% |
| Ni: |
0.06 to 0.5% |
| Zn: |
0.06 to 0.5% |
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
7. Copper alloy according claim 6 having the following composition [in % by weight]:
| Ag: |
0.06 to 0.15% |
| Ni: |
0.06 to 0.15% |
| Zn: |
0.06 to 0.15% |
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
8. Copper alloy according to either claim 4 or claim 5 having the following composition
[in % by weight]:
| Ag: |
0.06 to 0.15% |
| Sn: |
0.06 to 0.15% |
| Ni: |
0.06 to 0.15% |
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
9. Copper alloy according to either claim 4 or claim 5 having the following composition
[in % by weight]:
| Ag: |
0.06 to 0.15% |
| Zn: |
0.06 to 0.15% |
| Al: |
0.06 to 0.15% |
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb.
10. Current-carrying construction component comprising a copper alloy according to any
one of the preceding claims, characterised in that the construction component is produced by means of a technical original forming method.
11. Cage rotor comprising a copper alloy according to any one of claims 1 to 9, wherein
the cage rotor comprises a plurality of conductor rods and two short-circuit rings,
characterised in that the conductor rods and the short-circuit rings are cast integrally.
12. Current-carrying construction component comprising a copper alloy having the following
composition [in % by weight] :
| Sn: |
0.06 to 0.15% |
| Zn: |
0.06 to 0.15% |
| Al: |
0.06 to 0.15% |
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb,
characterised in that the construction component is produced by means of a technical original forming method.
13. Cage rotor comprising a copper alloy having the following composition [in % by weight]:
| Sn: |
0.06 to 0.15% |
| Zn: |
0.06 to 0.15% |
| Al: |
0.06 to 0.15% |
balance Cu and inevitable impurities,
optionally from 0.01 to 0.2% of one or more elements from the group which comprises
Mg, Ti, Zr, B, P, As, Sb,
wherein the cage rotor comprises a plurality of conductor rods and two short-circuit
rings,
characterised in that the conductor rods and the short-circuit rings are cast integrally.
1. Alliage de cuivre ayant la composition suivante [en % en poids] :
0,05 à 0,5 % de Ag,
dans chaque cas 0,05 à 0,5 % d'au moins deux éléments du groupe qui consiste en Ni,
Zn, Sn et Al,
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
2. Alliage de cuivre selon la revendication 1 ayant la composition suivante [en % en
poids]:
dans chaque cas 0,05 à 0,5 % de deux éléments du groupe qui consiste en Ni, Zn, Sn
et Al,
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
3. Alliage de cuivre selon la revendication 2 ayant la composition suivante [en % en
poids]:
0,06 à 0,3% de Ag,
dans chaque cas 0,06 à 0,3% de deux éléments du groupe qui consiste en Ni, Zn, Sn
et Al,
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
4. Alliage de cuivre selon la revendication 3 ayant la composition suivante [en % en
poids]:
0,06 à 0,15 % de Ag,
dans chaque cas 0,06 à 0,15 % de deux éléments du groupe qui consiste en Ni, Zn, Sn
et Al,
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
5. Alliage de cuivre selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le rapport des proportions en poids dans chaque cas de deux éléments d'alliage du
groupe qui consiste en Ag, Ni, Zn, Sn et Al est au maximum de 1,5.
6. Alliage de cuivre selon l'une des revendications 2 ou 5 ayant la composition suivante
[en % en poids]:
Ag: 0,06 à 0,5 %
Ni: 0,06 à 0,5 %
Zn: 0,06 à 0,5 %
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
7. Alliage de cuivre selon la revendication 6 ayant la composition suivante [en % en
poids]:
Ag: 0,06 à 0,15 %
Ni: 0,06 à 0,15 %
Zn: 0,06 à 0,15 %
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
8. Alliage de cuivre selon l'une des revendications 4 ou 5 ayant la composition suivante
[en % en poids]:
Ag: 0,06 à 0,15 %
Sn: 0,06 à 0,15 %
Ni: 0,06 à 0,15 %
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
9. Alliage de cuivre selon l'une des revendications 4 ou 5 ayant la composition suivante
[en % en poids]:
Ag: 0,06 à 0,15 %
Zn: 0,06 à 0,15 %
Al: 0,06 à 0,15 %
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb.
10. Pièce de construction conduisant le courant en un alliage de cuivre selon l'une des
revendications précédentes, caractérisée en ce que la pièce de construction est fabriquée au moyen d'un procédé de moulage en la forme
originale.
11. Induit à cage d'écureuil en un alliage de cuivre selon l'une des revendications 1
à 9 dans lequel l'induit à cage d'écureuil comprend plusieurs barres conductrices
et deux bagues de court-circuit, caractérisé en ce que les barres conductrices et les bagues de court-circuit sont coulées en une seule
pièce.
12. Pièce de construction conduisant le courant en un alliage de cuivre ayant la composition
suivante [en % en poids]:
Sn: 0,06 à 0,15 %
Zn: 0,06 à 0,15 %
Al: 0,06 à 0,15 %
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb,
caractérisée en ce que la pièce de construction est fabriquée au moyen d'un procédé de moulage en la forme
originale.
13. Induit à cage d'écureuil en un alliage de cuivre ayant la composition suivante [en
% en poids]:
Sn: 0,06 à 0,15 %
Zn: 0,06 à 0,15 %
Al: 0,06 à 0,15 %
le reste Cu et des impuretés inévitables,
éventuellement 0,01 à 0,2 % d'un ou plusieurs éléments du groupe qui consiste en Mg,
Ti, Zr, B, P, As, Sb,
dans lequel l'induit à cage d'écureuil comprend plusieurs barres conductrices et deux
bagues de court-circuit, caractérisé en ce que les barres conductrices et les bagues de court-circuit sont coulées en une seule
pièce.