[0001] Die Erfindung betrifft ein Etikett zum Beurkunden eines Dokuments. Für Dokumente,
die durch z.B. staatlich autorisierte Institutionen oder sonstige Stellen beurkundet
werden müssen, sind Stempelaufdrucke, Siegel und sonstige Prüf- und Gewährzeichen
im Einsatz, die die Echtheit des Dokuments oder die Wirksamkeit der damit bestätigten
Erlaubnis oder sonstigen Maßnahme amtlich bestätigen. Als Beispiele seien hier nur
die Stempel, Siegel und sonstigen Kennzeichnungen des TÜV auf KFZ-Scheinen, Führerscheinen
oder Bescheinigungen für die Abgas-Sonderuntersuchung erwähnt; ferner Stempel und
sonstige Prüfzeichen für Personalausweise, Reisepässe oder für Zugangsberechtigungen
bestimmter Personen zu Gebäuden oder für sonstige staatlich oder von anderer Seite
ausgestellte Genehmigungen, Zeugnisse oder Bescheinigungen.
[0002] Es ist bekannt, die Beurkundung eines Dokuments in der Weise vorzunehmen, dass anstelle
eines Stempelaufdrucks durch einen mehrfach verwendbaren Druckstempel jeweils ein
vorgefertigtes Etikett aufgeklebt wird, welches das gewünschte Prüfzeichen bzw. das
Siegel oder den Stempel bereits in Form einer vorgefertigten Beschriftung, insbesondere
Bedruckung enthält. Durch Aufkleben eines solchen Etiketts oder jedenfalls eines Teils
davon wird das gemäß diesem Prüfzeichen gestaltete Druckbild auf das Dokument übertragen.
Derartige Etiketten dienen als Stempelersatz und haben den Vorteil, dass sie fortlaufend
nummerierbar und somit abzählbar sind, was eine Nachverfolgung der vorgenommenen Beurkundungen
anhand der ausgestellten Prüfzeichen bzw. damit versehenen Ausstellungsformulare,
Zulassungsdokumente oder sonstigen Urkunden ermöglicht. Im nachfolgenden Text wird
nicht mehr zwischen Siegel oder Stempel unterschieden; vielmehr steht ein Siegel nachstehend
gleichermaßen für einen Stempel oder Stempelersatz, da das Etikett lediglich das jeweilige
Druckbild enthält.
[0003] Solche Siegel sind aus
DE 100 20 556 A1,
DE 103 04 795 A1 und
DE 20 2010 007 019 U1 bekannt und heißen auch Transferetiketten, da sie bestimmungsgemäß zum Transferieren
bzw. Übertragen des Druckbildes auf jeweils genau ein konkretes Dokument bestimmt
sind. Zur leichteren Handhabung und zielsicheren Positionierung des Siegels bzw. Prüfzeichens
auf dem Dokument besitzen manche Transferetiketten eine Anfasslasche, die aus einem
Teil einer z.B. vorderseitigen Oberfolie besteht, der über den eigentlichen Siegeltransferbereich,
der hier als erster Etikettenabschnitt bezeichnet wird, seitlich übersteht. Nicht
nur die seitlich überstehende Anfasslasche, sondern die Oberfolie insgesamt wird nach
dem Übertragen des Etikettensiegels auf das Dokument verworfen. Andere Transferetiketten
besitzen oberhalb einer ersten Folie, die zugleich die Stanzkontur für die Schichten
des eigentlichen Siegels vorgibt, noch eine zweite Folie, die oberhalb der ersten
Folie über diese seitlich herausragt und ebenfalls als Positionierhilfe dient, jedoch
nachher ebenfalls verworfen wird.
[0004] Die mit Hilfe von Transferetiketten verspendeten Siegel oder sonstigen Prüfzeichen
lassen sich abzählbar gestalten, indem eine fortlaufende Nummerierung oder jedenfalls
eine für das jeweilige Siegel individuelle, von vergleichbaren Siegeln sich unterscheidende
Kennzeichnung im Transferetikett untergebracht wird. Beispielsweise kann das Druckbild
für das Prüfzeichen - zusätzlich zu einem standardmäßigen, einheitlichen Wort- und/oder
Bildanteil, etwa einem Wappen, einem Logo oder einer namentlichen Angabe der ausstellenden
Behörde, Universität oder sonstigen Institution - noch eine fortlaufende Nummer aufweisen,
die das individuelle Siegel von allen übrigen Siegeln unterscheidet.
[0005] Sofern solche vornummerierten Transfersiegel bzw. damit ausgestatteten Etiketten
verwendet werden und deren individuelle Kennzeichnung noch anderweitig notiert werden
soll, etwa um die Vergabepraxis der vergebenen Urkundszeichen nachverfolgen zu können,
ist es bisher gängige Praxis, die individuelle Nummer des verspendeten Siegels von
Hand auf einem anderen Gegenstand, beispielsweise einer Dokumentationsunterlage oder
einer Akte zu vermerken. Ebenso wäre denkbar, das amtlich vergebene Siegel oder Prüfzeichen
vor oder nach dem Beurkunden des jeweiligen Dokuments einzuscannen.
[0006] DE 10 2004 032 490 A1 betrifft ein Etikett, mit dem eine Einstichöffnung einer Spritzkanüle versiegelbar
ist. Das Etikett dient somit nicht als Siegeltransfer-Etikett zum Beurkunden der Echtheit
eines Dokuments, sondern als Erstöffnungsnachweis an einer Injektat-Phiole.
[0007] DE 20 2004 012 755 U1 betrifft ein Siegeltransfer-Etikett, das beispielsweise als Fahrzeugplakette verwendbar
ist. Eine Vielzahl von Siegeltransfer-Etiketten ist auf einer gemeinsamen Trägerfolie
abziehbar aufgeklebt, über die sie seitlich geringfügig überstehen, um sie vor Gebrauch
leichter abzuziehen. Die gemeinsame Trägerfolie besitzt eine Perforierung, die durch
eine gestrichelte Linie dargestellt ist und ein leichteres Hochbiegen der überstehenden
Ränder der Etiketten ermöglicht. Die Siegeltransfer-Etiketten selbst besitzen keine
Perforierung.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Anmeldung, ein zum Beurkunden eines Dokuments
geeignetes Etikett bereitzustellen, das eine zuverlässigere, einfachere und/oder schnellere
Dokumentation und/oder Nachverfolgung der ausgestellten Prüfzeichen ermöglicht als
herkömmliche Etiketten. Zugleich soll das Etikett möglichst einfach und kostengünstig
herstellbar sein.
[0009] Diese Aufgabe wird durch das Etikett gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0010] Einige exemplarische Ausführungsformen werden nachstehend mit Bezug auf die Figuren
beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Draufsicht auf ein zum Beurkunden eines Dokuments bestimmtes
Etikett,
Figur 2 eine Querschnittsansicht durch ein Etikett gemäß Figur 1 oder einer sonstigen
Ausführungsform,
Figur 3 ein mit Hilfe des Etiketts aus Figur 2 beurkundetes Dokument, auf dem ein
mit einem Prüfzeichen versehener rückseitiger Teil eines ersten Etikettenabschnitts
des Etiketts verblieben ist,
Figur 4 den nach Abziehen von dem Dokument verbleibenden Rest des Etiketts aus Figur
2, umfassend einen vorderen Teil des ersten Etikettenabschnitts sowie einen zuvor
als Anfasslasche verwendeten, zum Aufkleben auf einen weiteren Gegenstand nutzbaren
zweiten Etikettenabschnitt mit einer eigenen Bedruckung,
Figur 5 den mit dem zweiten Etikettenabschnitt beklebten Gegenstand nach Abreißen
des restlichen Teils des ersten Etikettenabschnitts vom zweiten Etikettenteil,
die Figuren 6A bis 6D ein anderes beispielhaftes Etikett mit einer Trägerschicht,
die eine Stanzlinie aufweist, die innerhalb der Grundfläche des zweiten Etikettenabschnitts
ein Flächenstück der Trägerschicht umläuft,
die Figuren 7A und 7B zwei Weiterbildungen zu Figur 1, bei denen das Etikett zwei
zweite Etikettenabschnitte bzw. zwei erste Etikettenabschnitte aufweist, und
Figur 8 ein nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Etiketts mit einem von
Figur 2 abweichenden Schichtaufbau.
[0011] Bei dem in dieser Anmeldung vorgeschlagenen Transferetikett ist zusätzlich zu einem
ersten Etikettenabschnitt, in dem das eigentliche Siegel oder Prüfzeichen ausgebildet
oder auszubilden ist, noch ein seitlich davon angeordneter, zweiter Etikettenabschnitt
vorgesehen, der eine Mehrfachfunktion besitzt, da er während des Aufspendens des Prüfzeichens
als Anfasslasche dient, danach aber als eigenständiger Dokumentationsteil zum Aufkleben
auf einen weiteren Gegenstand verwendbar ist. Der zweite Etikettenabschnitt besitzt
einen Schichtaufbau, der außer der oberen Folie, die vorzugsweise eine transparente
Kunststofffolie ist, weiterhin noch eine rückseitige Klebeschicht umfasst und spätestens
unmittelbar vor dem Verspenden des Etiketts noch mit einer Bedruckung zu versehen
ist. Je nach Ausführungsform kann die Bedruckung auf einer von der Folie abgewandten
Rückseite der Klebeschicht oder zwischen der Klebeschicht und der durchsichtigen Folie
angeordnet sein; etwa in einer Zwischenschicht bzw. auf oder unter ihr oder als eigenständige
Bedruckung zwischen diesen Schichten.
[0012] Belegetiketten sind bislang nur bei bestimmten Aufdrucketiketten gebräuchlich, bei
denen das Druckbild des Etiketts in einem oberen Teil des Schichtaufbaus, und zwar
meist ganz außen auf der Oberseite vorgesehen ist. Transferetiketten mit einem Belegetikett
sind jedoch bislang nicht bekannt.
[0013] Das hier vorgeschlagene Etikett ist auch im zweiten Etikettenabschnitt als Schichtverbund
ausgebildet, kommt jedoch andererseits mit nur einer einzigen Folie bzw. einem einzigen
Stanzmuster aus, was eine einfache, kostengünstige und zudem umweltfreundliche Herstellung
und Verspendung ermöglicht. Als Folie bzw. Kunststofffolie wird hier eine Materialschicht
bezeichnet, die anders als eine bloße Beschichtung eine eigene, ausreichende Verbindungssteifigkeit
und/oder Formbeständigkeit besitzt und klar definierte, insbesondere harte und glatte
Grenzflächen an ihren beiden Hauptflächen aufweist. Die für das Etikett verwendete
Folie ist durchsichtig, besteht aus einem geeigneten Kunststoff wie beispielsweise
PET und dient als Oberfolie bzw. Haupt- oder Deckfolie, die ein Betrachten und Lesen
des Prüfzeichens und ggfs. dessen Prüfzeichennummer von oben her ermöglicht. Die durchsichtige
Deckfolie definiert somit unabhängig von der späteren Orientierung des Etiketts oder
des daraus übertragenen Prüfzeichens eine Etikettenoberseite bzw. - vorderseite, von
der aus das Prüfzeichen sichtbar und lesbar ist.
[0014] Der Schichtaufbau des Etiketts im ersten Etikettenabschnitt ist so gestaltet, dass
ein rückseitiger Teil des ersten Etikettenabschnitts, in dem das Prüfzeichen ausgebildet
ist, beim Abziehen des Etiketts von einem zu beurkundenden Dokument von der transparenten
Folie getrennt wird und somit an dem Dokument haften bleibt. Das Etikett ist somit
im ersten Etikettenabschnitt so ausgebildet ist, dass zum Übertragen des Siegels oder
sonstigen Prüfzeichens auf ein Dokument ein rückseitiger Teil des ersten Etikettenabschnitts,
der das Siegel oder sonstige Prüfzeichens umfasst, von einem vorderseitigen Teil des
ersten Etikettenabschnitts, der zumindest die durchsichtige Folie umfasst, ablösbar
ist.
[0015] Der obere Bereich des ersten Etikettenabschnitts, der im Wesentlichen die Folie umfasst,
sowie der Schichtverbund des Etiketts im zweiten Etikettenabschnitt sind danach weiter
verwendbar, um einen anderen Gegenstand, beispielsweise eine Akte oder sonstige Dokumentationsunterlage,
mit dem zweiten Etikettenabschnitt zu etikettieren.
[0016] Mit Hilfe des zweiten Etikettenabschnitts lässt sich eine fortlaufende Nummer oder
sonstige individuelle Kennzeichnung des Etiketts, die vorzugsweise in identischer
oder jedenfalls inhaltsgleicher Form zugleich auch im ersten Etikettenabschnitt enthalten
ist, einfach und kostengünstig und vor allem fehlerfrei auf den weiteren Gegenstand
übertragen. Ein fehlerbehaftetes Notieren der Nummer des vergebenen Siegels von Hand
erübrigt sich dadurch. Zudem lässt sich die Anzahl und die Identität der vergebenen
Siegel oder sonstigen Prüfzeichen mit Hilfe der hier vorgeschlagenen Etiketten zuverlässig
nachverfolgen, etwa seitens des Herstellers oder Zulieferers der Etiketten oder seitens
der ausstellenden Behörde. Hierzu können beispielsweise die am zweiten Etikettenabschnitt
der verwendeten Etiketten enthaltenen Kennzeichnungen eingescannt und/oder in einer
Datenbank erfasst werden. Dies ermöglicht es, die vergebenen bzw. verbrauchten ID-Codes
erteilter Prüfsiegel automatisch einzulesen und ggfs. in ein ERP-System (Enterprise
Resource Planning) einzubinden. Der zweite Etikettenabschnitt ist somit außer als
Anfasslasche für das Übertragen des Siegels auch als selbstklebender Dokumentationsteil
und Informationsträger zum automatisierten Einlesen der Kennnummern verbrauchter Siegel
nutzbar. Am zweiten Etikettenteil kann die etikettenspezifische Kennnummer ferner
in größerer oder leichter ablesbarer Form als in dem mit dem Siegel versehenen ersten
Etikettenabschnitt aufgedruckt sein, und zwar wahlweise mit oder ohne Überlappung
mit einer ggfs. farbigen Untergrundbedruckung oder mit sonstigen offenen oder verborgenen
Sicherheitsmerkmalen des Dokumentationsteils. Auch am Siegel, d.h. dem abtrennbaren,
rückseitigen Teil des ersten Etikettenabschnitts können die individuellen Kennzeichnungen
und/oder die sonstigen Beschriftungsteile wahlweise mit einer Untergrundbedruckung
und/oder mit offenen Sicherheitsmerkmalen überlappend oder alternativ überlappungsfrei
angeordnet sein.
[0017] Das hier vorgeschlagene Etikett ist trotz seiner Mehrfachfunktion mit einem sehr
einfachen Schichtaufbau und im Übrigen aus einem einheitlichen Stanzmuster realisierbar;
zum Verspenden des Prüfzeichens dient der zweite Etikettenabschnitt (ggfs. einschließlich
einer dort noch vorhandenen rückseitigen Trägerschicht) als Anfasslasche. Umgekehrt
ist nach dem Abtrennen des Siegels bzw. des unteren Teil des ersten Etikettenabschnitts
die dort zurückbleibende transparente Oberfolie nachträglich selbst noch als Anfasslasche
verwendbar, um den zweiten Etikettenabschnitt an einer Dokumentationsunterlage oder
einem sonstigen Gegenstand zu positionieren und aufzuspenden. Erst danach werden beide
Etikettenabschnitte auseinandergerissen und der aus dem ersten Etikettenabschnitt
stammende Teil der Oberfolie verworfen. Auch der erste Folienabschnitt besitzt somit
eine Doppelfunktion; er dient als Schutzfolie des Siegels vor und während der Übertragung
auf das zu beurkundende Dokument und danach als Anfasslasche für den als Dokumentationsteil
nutzbaren zweiten Etikettenabschnitt. Eine solche Mehrfachfunktion beider Folienteile
ist bisher nicht vorgesehen. Da zudem der gesamte zweite Etikettenabschnitt weiterverwendet
wird, fallt weniger Abfallmaterial an, wodurch in Verbindung mit dem einlagigen Etikettenaufbau
mit nur einer einzigen Kunststofffolie ein besonders umweltfreundliches Etikett vorliegt,
mit dem die REACH-Verordnung und andere Gefahrstoff- und Umweltverordnungen leichter
erfüllbar sind.
[0018] Das hier vorgeschlagene Etikett besitzt unter beiden Etikettenabschnitten eine abziehbare
Trägerfolie, so dass der zweite Etikettenabschnitt zunächst als Anfasslasche zum Übertragen
des Siegels verwendbar ist, aber nach Abziehen der Trägerfolie auch selbst noch als
eigenständiges Etikett zu Dokumentationszwecken verspendbar ist; dies wird durch eine
Perforierung ermöglicht, die zwischen beiden Etikettenabschnitten zumindest in der
oberen Folie ausgebildet ist.
[0019] Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein Etikett gemäß einer exemplarischen
Ausführungsform hinsichtlich der Kontur bzw. Etikettengrundfläche. Es ist die Vorderseite
10a des Etiketts 10 dargestellt, die z.B. durch eine Folie 1 aus transparenten Kunststoff
wie etwa PET gebildet wird. Das Etikett 10 besitzt einen ersten Etikettenabschnitt
11 und einen zweiten Etikettenabschnitt 12. Der erste Etikettenabschnitt 11 bildet
bzw. enthält das Druckbild eines Siegels 15, Stempels oder eines sonstigen Prüfzeichens
25. In Figur 1 ist die Grundfläche des ersten Etikettenabschnitts 11 näherungsweise
kreisscheibenförmig ausgebildet, wobei der Umfangs- oder Randbereich gezackt oder
anderweitig mit Vorsprüngen versehen sein kann, um Fälschungs- oder sonstige Manipulationsversuche
zu erschweren. Das Siegel 15 oder sonstige Prüfzeichen 25 kann beispielsweise ein
Wappen, Logo oder sonstiges graphisches Symbol sein und ferner einen Textbestandteil
24 (in Figur 1 exemplarisch als "ABC-XYZ" dargestellt) enthalten, der den Gegenstand
der Beurkundung, die ausstellende Behörde oder und/oder ein Datum oder eine Gültigkeitszeitraum
angibt. Diese Elemente können Bestandteil einer Bedruckung sein, die vorzugsweise
im Inneren oder auf der Rückseite des ersten Etikettenabschnitts 11 angeordnet sind.
[0020] Vorzugsweise enthält die Bedruckung 5 auch eine individuelle Kennzeichnung 16 dieses
spezifischen Siegels bzw. des damit versehenen, einzelnen Etiketts 10, beispielsweise
einen Strichcode und/oder ein Zahlenaufdruck (in Figur 1 exemplarisch dargestellt
als mehrstellige, z.B. sechsstellige Zahl "003158" einer fortlaufenden Zahlenserie).
Anstelle einer numerischen, alphanumerischen oder sonstigen als Klartext lesbaren
Kennzeichnung kann auch ein Strichcode, QR-Code oder sonstiger scanbarer Code vorgesehen
sein, der nur einmalig, nämlich für genau dieses einzelne Etikett vergeben wurde.
Ein Satz mit einer Vielzahl solcher Etiketten kann außer den einheitlich ausgebildeten
Textbestandteilen 24, insbesondere dem Siegel 15 oder Prüfzeichen 25 auch etikettenspezifische,
unterschiedliche individuelle Kennzeichnungen 16 enthalten, mit denen die einzelnen
Etiketten voneinander unterscheidbar sind. So lässt sich in ERP-Systemen oder zu sonstigen
Zwecken die Vergabepraxis, insbesondere die Anzahl und Nummer hergestellter, ausgelieferter
oder verspendeter Etiketten nachverfolgen. Die mit Hilfe der Etiketten ausgestellten
Prüfzeichen sind so anhand ihrer individuellen Kennzeichnung identifizierbar und mit
Hilfe einer Datenbank ist auch ihre Echtheit nachprüfbar.
[0021] Hierzu kann auch der zweite Etikettenabschnitt 12 des Etiketts 10 verwendet werden,
der sonst nur als Anfasslasche 22 zum Positionieren und Aufkleben des Siegels benötigt
wird, hier jedoch als eigenständiger Dokumentationsteil gestaltet ist. Der zweite
Etikettenabschnitt 12 ist ebenfalls mit einer Beschriftung bzw. Bedruckung 5 versehen
und rückseitig klebend ausgebildet. Beide Etikettenabschnitte 11, 12 sind voneinander
abtrennbar; hierzu ist zwischen ihnen eine Perforation 13 oder sonstige Schwächungslinie
23 vorgesehen. Diese ist zumindest in der transparenten Kunststofffolie 1 ausgebildet,
vorzugsweise auch in allen darunter liegenden Schichten des Etiketts; sie kann ferner
auch in einer darunter liegenden Trägerschicht 9 (Figur 2), die zur Konfektionierung
einer Vielzahl von Etiketten dient, ausgebildet sein. Die Trägerschicht 9 (Liner)
ist beispielsweise eine Papierbahn bzw. ein silikonisiertes Trägerpapier oder eine
silikonisierte rückseitige Kunststofffolie, die ein oder mehrere Etiketten trägt und
über einen Teil des Etikettenrandes oder über den gesamten Etikettenrand allseitig
hinausragt. Ein aus einer Vielzahl von Etiketten bestehender Etikettensatz kann beispielsweise
eine Mehrzahl von Trägerfolien mit jeweils einem oder einigen Etiketten oder alternativ
eine oder mehrere mit Etiketten bestückte Trägerbahnrollen umfassen.
[0022] Zwischen dem ersten und dem zweiten Etikettenabschnitt 11, 12 kann in der Nähe der
Schwächungslinie 23 bzw. Perforierung 13 ein Übergangsbereich oder Brückenbereich
14 vorgesehen sein; je nach gewünschter Außenkontur des ersten und/oder zweiten Etikettenabschnitts
11, 12. Zur einfacheren Darstellung ist in den nachfolgenden Figuren kein eigener
Brückenbereich mehr dargestellt, sondern nur die Position der Perforations- oder Schwächungslinie
13; 23 angedeutet.
[0023] Die Kontur des Etiketts 10 in Figur 1 ist lediglich beispielhaft; zwischen beiden
Etikettenabschnitten 11, 12 braucht keine Einschnürung vorhanden zu sein. Ferner kann
die Kontur des ersten Etikettenabschnitts statt kreisförmig z.B. rechteckig oder in
sonstiger Weise gestaltet sein. An zumindest einer Seite vom Rand des ersten Etikettenabschnitts
11 ist der zweite Etikettenabschnitt 12 abtrennbar verbunden. Beim Gebrauch des Etiketts
10 wird zunächst ein rückseitiger, d.h. unterer Teil des ersten Etikettenabschnitts
abgetrennt, indem der übrige Teil des Etiketts hiervon abgerissen wird, und danach
wird der verbleibende, vordere Teil des ersten Etikettenabschnitts 11 von dem zweiten
Etikettenabschnitt 12 abgerissen, wie nachstehend anhand der Figuren 2 bis 5 erläutert
ist.
[0024] Figur 2 zeigt eine lediglich beispielhafte Ausführungsform hinsichtlich des Schichtaufbaus
eines Etiketts 10. Seine Grundfläche kann wie in Figur 1 oder abweichend davon (z.B.
wie in Figur 6A, 7A oder 7B) gestaltet sein. Figur 2 zeigt die Querschnittsansicht
durch das Etikett 10 im Bereich beider Etikettenabschnitte 11, 12; eine unterhalb
des Etiketts 10 zur Konfektionierung dienende Trägerschicht 9 ist lediglich gestrichelt
angedeutet. Die Trägerschicht 9 kann beispielsweise ein Bogen oder eine Rolle, d.h.
eine Trägerschicht für Blattware bzw. Bogenware oder alternativ für Rollenware sein
und ist aus ihrer Oberseite silikonisiert oder anderweitig haftungsmindernd ausgebildet,
so dass das eigentliche Transferetikett von der zur Konfektionierung vorgesehenen
Trägerschicht leicht ablösbar ist. Ungeachtet dessen enthält jedoch auch das Transferetikett
in sich eine (weitere) Antihaftschicht, um einen unteren Teil des Schichtaufbaus des
Transfersiegels, der das Siegel oder Prüfzeichen enthält, von einem zu verwerfenden
oberen Teil des Schichtaufbaus des Transfersiegels abzulösen. Im Flächenbereich des
ersten Etikettenabschnitts befindet sich somit der mit dem Siegel oder Prüfzeichen
versehene untere, d.h. rückseitige Teil des Schichtaufbaus des Transferetiketts zwischen
einem oberen Teil des Schichtaufbaus des Transferetiketts und der zur Konfektionierung
auf der Rückseite des Transferetiketts angeordneten Trägerfolie. An der Vorderseite
10a des Etiketts 10 befindet sich eine Kunststofffolie 1, die transparent, d.h. für
sichtbares Licht durchsichtig ist und sich über die Grundfläche beider Etikettenabschnitte
11, 12 erstreckt. Unabhängig von der späteren Orientierung des Etiketts oder von Teilen
davon definiert die transparente Folie 1 bestimmungsgemäß die Vorderseite 10a des
Etiketts 10, von der aus die Beschriftung des jeweiligen Etikettenteils 11, 12 lesbar
oder mittels eines Scanners, Handys oder einer sonstigen Einrichtung erfassbar ist.
[0025] Nach dem Abziehen des Transferetiketts von der zur Konfektionierung rückseitig angebrachten
Trägerfolie, Aufdrücken des ersten Etikettenabschnitts 11 des Transferetiketts auf
ein zu beurkundendes Dokument und Abziehen des als Anfasslasche verwendeten zweiten
Etikettenabschnitts 12 von dem Dokument reißt der erste Etikettenabschnitt 11 aufgrund
der Beschaffenheit des Transferetiketts in zwei Teile auseinander, nämlich in einen
unteren, d.h. rückseitigen Teil 11a, der das Siegel oder sonstige Prüfzeichen enthält
und auf der Oberfläche des etikettierten Dokuments verbleibt, und in einen oberen,
d.h. vorderseitigen Teil 11b, der zumindest die durchsichtige Folie umfasst und zunächst
- bis zum manuellen Aufreißen der Perforierung 13 - mit dem zweiten Etikettenabschnitt
12 verbunden bleibt. Der Schichtaufbau des Etiketts 10 kann in beiden Flächenbereichen
bzw. Etikettenabschnitten 11, 12 unterschiedlich sein; er kann etwa so beschaffen
sein, dass der mit dem Siegel 15 bzw. Prüfzeichen 25 versehene untere, rückseitig
klebende Teil 11a zunächst allein abgetrennt wird. Gemäß Figur 2 wird dies dadurch
erreicht, dass eine vorzugsweise durchsichtige Antihaftschicht 3 vorgesehen ist, die
im ersten Etikettenabschnitt 11 angeordnet ist bzw. dessen Grundfläche vollständig
ausfüllt, jedoch im zweiten Etikettenabschnitt ausgespart ist. Die Antihaftschicht
3 ist beispielsweise eine Silikonschicht bzw. ein Silikonlack, der auf die Rückseite
der transparenten Folie aufgebracht ist, d.h. an diese angrenzt. Vorzugsweise reicht
die Antihaftschicht 3 bis zum Übergang zwischen beiden Etikettenabschnitten 11, 12,
d.h. in etwa bis zur Perforation 13 bzw. Schwächungslinie 23. Der zweite Etikettenabschnitt
12 ist hingegen frei von einer Antihaftbeschichtung 3 zwischen der Folie 1 und der
Klebeschicht 8.
[0026] Das Etikett 10 besitzt an seiner Rückseite 10b eine Klebeschicht 8 (Klebstofffilm),
die sich über die Grundfläche beider Etikettenabschnitte 11, 12 erstreckt und vorzugsweise
die gesamte Etikettengrundfläche einnimmt. Zusätzlich kann wie dargestellt eine Zwischenschicht,
insbesondere eine Schutzschicht 4 vorgesehen sein, die zwischen der transparenten
Folie 1 und der Klebeschicht 8 angeordnet ist; sie bildet bestimmungsgemäß die Vorderseite
des verspendeten Prüfzeichens bzw. die oberste Schicht des rückseitigen Teils 11a
des ersten Etikettenabschnitts 11, sobald dieser abgetrennt und auf das Dokument übertragen
ist. Die Schutzschicht 4 ist ebenfalls transparent; sie ist beispielsweise ein nichtklebender
Film aus einem Kunststoff, einem Lack oder einem sonstigen Material und ist vorzugweise
leichter verformbar ist als die vergleichsweise dicke Kunststofffolie 1 (Die Schichtdicken
in den Figuren sind allerdings übertrieben groß dargestellt und sind nicht notwendigerweise
maßstabgerecht).
[0027] Gemäß Figur 2 grenzen die Antihaftschicht 3 und die Schutzschicht 4 unmittelbar aneinander
an. Entlang ihrer gemeinsamen Grenzfläche, die links in Figur 2 mit einem Pfeil angedeutet
ist, reißt der erste Etikettenabschnitt 11 bestimmungsgemäß in zwei Teile auseinander,
allerdings beginnend vom entgegengesetzten Rand des ersten Etikettenabschnitts 11
her. Dort befindet sich der Übergang zum zweiten Etikettenabschnitt 12, wo die Perforierung
13 angeordnet ist und/oder der innere, ihr zugewandte Rand der Antihaftschicht 3 verläuft.
[0028] Zum Aufspenden des unteren, rückseitig klebenden Teils 11a bzw. des Siegels 15 bzw.
Prüfzeichens 25 wird das Etikett 10 zumindest im Bereich seines ersten Etikettenabschnitts
11 auf das durch das Siegel zu beurkundende Dokument aufgedrückt. Eine zunächst noch
unterseitig angebrachte Trägerschicht 9 wird hierzu von der Etikettenrückseite entfernt,
und zwar beispielsweise nur im Bereich des ersten Etikettenabschnitts 11. Die Perforation
13 bzw. Schwächungslinie 23 des Übergangsbereichs kann daher auch in der Trägerschicht
9 ausgebildet sein; die Trägerfolie verbleibt dann zunächst noch vollflächig (statt
gemäß Figur 6C und 6D nur teilflächig) unter dem zweiten Etikettenabschnitt 12.
[0029] Der Schichtaufbau des Schichtverbunds kann je nach Ausführungsform von Figur 2 abweichen.
Beispielsweise können zusätzliche Schichten vorgesehen sein, und die abgebildeten
und/oder zusätzlichen Schichten können Sicherheitsmerkmale enthalten. Ferner ist denkbar,
zwischen der Antihaftschicht des ersten Etikettenabschnitts und der Kunststofffolie
1 weitere Schichten vorzusehen. Der Schichtaufbau des Schichtverbunds des ersten Etikettenabschnitts
kann auch so gestaltet sein, dass die Antihaftschicht beim Abtrennen des unteren,
rückseitigen Teils 11a an diesem als dessen oberste Schicht verbleibt.
[0030] Figur 3 zeigt den an dem beurkundeten Dokument 30 zurückbleibenden rückseitigen Teil
11a des ersten Etikettenabschnitts 11, nachdem der übrige Teil des Etiketts 10 durch
Greifen und Abziehen des als Anfasslasche 22 dienenden zweiten Etikettenteils 12 abgetrennt
wurde. Auf der Oberfläche des Dokuments 30 haftet nun die Klebeschicht 8. Die Schutzschicht
4 schützt das Siegel 15 bzw. Prüfzeichen 25 dieses Etikettenteils 11a von oben. Vorzugsweise
zwischen den Schichten 4 und 8 ist die Bedruckung 5 angeordnet, die das Siegel 15
bzw. Prüfzeichen 25, den einheitlichen Textbestandteil 24 und/oder die individuelle
Kennzeichnung 16 umfasst. Zwar kann die Bedruckung 5 grundsätzlich auch auf der Unterseite
der Klebeschicht 8 angeordnet sein, doch wird sie vorzugsweise bei der Herstellung
des Etiketts in das Innere seines Schichtverbunds eingebracht, d.h. als Innenbedruckung
realisiert.
[0031] Vorzugsweise sind an dem Etikett 10 auch Sicherheitsmerkmale vorhanden, und zwar
insbesondere an dem abtrennbaren bzw. abzutrennenden unteren Teil 11a des ersten Etikettenabschnitts
11, der zum Aufspenden auf ein Dokument 30 bestimmt ist. Hierzu sind in Figur 1, in
der die Draufsicht dargestellt ist, stellvertretend jeweils ein offenes, d.h. unmittelbar
sichtbares Sicherheitsmerkmal 26 und ein verborgenes, d.h. verdecktes bzw. verstecktes
Sicherheitsmerkmal 27 im Bereich des Etikettenteils 11a angedeutet. Das oder die Sicherheitsmerkmale
sind vorzugsweise innerhalb des Schichtverbunds des Etiketts angeordnet. Als offenes
Sicherheitsmerkmal 26 können beispielsweise eine oder mehrere der folgenden Optionen
vorgesehen sein: eine oder mehrere Kippfarben; eine (reversibel) thermochrome Farbe;
ein Hologramm; iridierende Farben bzw. Kombinationen davon oder eine bei Tageslicht
stark leuchtend erscheinende Farbe wie z.B. "Orange Pantone 804", die bei einem Kopiervorgang
nicht reproduzierbar ist.
[0032] Als verborgenes Sicherheitsmerkmal 27 können beispielsweise ein Fluoreszenzlack oder
sonstige einfarbig oder mehrfarbig lumineszierende Materialien, z.B. entsprechende
Pigmente bzw. (seltene) Erden vorgesehen sein; diese können unter verschiedenen Lichtquellen
bzw. Wellenlängen anregbar sein. Ferner kommen beliebige maschinenlesbare und/oder
maschinell aktivierbare, d.h. maschinell in einen beobachtbaren oder jedenfalls erfassbaren
Zustand versetzbare Sicherheitsmerkmale in Betracht.
[0033] Diese Sicherheitsmerkmale oder einige von ihnen können statt auf dem ersten Etikettenabschnitt
11 (bzw. auf dessen unterem Teil 11a) oder zusätzlich zum ersten Etikettenabschnitt
11 auch auf dem als Dokumentationsteil dienenden zweiten Etikettenabschnitt 12 vorgesehen
sein. In Figur 1 sind die offenen Sicherheitsmerkmale des zweiten Etikettenabschnitts
12 stellvertretend mit 26' gekennzeichnet und die verborgenen Sicherheitsmerkmale
des zweiten Etikettenabschnitts 12 stellvertretend mit 27' gekennzeichnet. Der zweite
Etikettenabschnitt 12 kann beispielsweise diejenigen offenen Sicherheitsmerkmale 26'
und/oder verborgenen Sicherheitsmerkmale 27' aufweisen, die bereits oben als exemplarische
Sicherheitsmerkmale 26 bzw. 27 des ersten Etikettenabschnitts 11 aufgezählt worden
sind. Selbstverständlich braucht der zweite Etikettenabschnitt 12 nicht alle und nicht
genau diejenigen Sicherheitsmerkmale aufzuweisen, die der erste Etikettenabschnitt
11 bzw. dessen abtrennbarer Teil 11a aufweist, sondern kann ebenso auch andere Sicherheitsmerkmale
oder eine andere Auswahl von Sicherheitsmerkmalen aufweisen. Sowohl der erste als
auch der zweite Etikettenabschnitt können zudem wahlweise nur ein einziges oder mehrere
offene Sicherheitsmerkmale und/oder nur ein oder mehrere verborgene Sicherheitsmerkmale
26, 27 bzw. 26', 27' aufweisen. Ferner kann vorgesehen sein, dass der erste und/oder
der zweite Etikettenabschnitt wahlweise nur offene Sicherheitsmerkmale oder nur verborgene
Sicherheitsmerkmale aufweist.
[0034] Des Weiteren können Sicherheitsmerkmale des Etiketts 10 so ausgebildet sein, dass
sie wahlweise entweder auf beiden Etikettenabschnitten 11, 12 übereinstimmend, d.h.
in identischer Form ausgebildet sind, oder sich in beiden Etikettenabschnitten 11,
12 ergänzen. Beispielsweise kann eine Kippfarbe oder ein Hologramm in beiden Etikettenabschnitten
11, 12 einheitlich ausgebildet sein oder alternativ zwar auf beiden Etikettenabschnitten
11, 12 vorgesehen, aber so ausgebildet sein, dass sich Elemente des Sicherheitsmerkmals
des ersten Etikettenabschnitts 11 und Elemente des Sicherheitsmerkmals des ersten
Etikettenabschnitts 12 gegenseitig ergänzen. In beiden Fällen ist durch einen Vergleich
mit dem Auge, etwa durch Übereinanderlegen oder Nebeneinanderhalten beider Etikettenabschnitte
11, 12 überprüfbar, ob das Siegel bzw. der abtrennbare Teil 11a und das Dokumentationsteil
12 aus demselben Etikett 10 stammen, d.h. zusammengehören oder jedenfalls einander
zugeordnet oder zuzuordnen sind. Auch im Fall eines verborgenen Sicherheitsmerkmals,
etwa eines durch Strahlung anregbaren lumineszierenden Materials oder eines maschinenlesbaren
Sicherheitsmerkmals ist denkbar, dass dieses in identischer Form - oder alternativ
zu sich jeweils ergänzenden Teilen - in den beiden Etikettenabschnitten, d.h. im Siegel
11a und im Dokumentationsteil 12 ausgebildet ist.
[0035] Im Übrigen können die Sicherheitsmerkmale mit der Beschriftung oder mit sonstigen
Flächenbereichen des jeweiligen Etikettenabschnitts überlappen; beispielsweise können
sie als Untergrund oder Hintergrund unterhalb oder in der Umgebung der individuellen
Kennzeichnung 16; 17; 18 oder sonstiger gedruckter Beschriftungsteile 24, 25 des jeweiligen
Etikettenabschnitts vorgesehen sein.
[0036] Der in Figur 3 dargestellte Etikettenteil 11a verkörpert das fertige Siegel bzw.
Prüfzeichen, mit dem die Echtheit bzw. Gültigkeit des Dokuments 30 bestätigt wird.
Der restliche Teil des Etiketts 10 wird bislang verworfen, zumal der überstehende
Teil, der den zweiten Etikettenabschnitt bildet, herkömmlich nur aus der transparenten
Kunststofffolie 1 besteht und lediglich als Anfasslasche dient. Bei dem in Figur 2
dargestellten Etikett 10 jedoch ist der zweite Etikettenabschnitt weiter verwendbar,
wie aus Figur 4 hervorgeht.
[0037] Gemäß Figur 4 wird der zweite Etikettenabschnitt 12 (nach Abziehen der Trägerfolie
bzw. Trägerschicht 9) auf eine andere Dokumentationsunterlage oder einen sonstigen
Gegenstand 40 aufgeklebt, an dem zumindest die für dieses Exemplar des Etiketts oder
Siegels spezifische Kennzeichnung 16 angebracht werden soll. Hierbei kann nun der
verbliebene vordere Teil 11b des ersten Etikettenabschnitts 11 wiederum als Anfasslasche
zur besseren Positionierung und Handhabung des zweiten Etikettenabschnitts 12 dienen.
Nach dem Aufkleben des zweiten Etikettenabschnitts 12 auf den Gegenstand 40 wird der
vordere Teil 11b des ersten Etikettenabschnitts 11 abgerissen, d.h. vom verspendeten
zweiten Etikettenabschnitt 12 abgetrennt. Die Perforation 13 bzw. Schwächungslinie
23 wird dabei durchtrennt, und lediglich der obere Etikettenteil 11b wird anschließend
verworfen. Die Klebeschicht 9 ist beispielsweise eine zum Aufkleben auf eine Papp-
oder Papieroberfläche bestimmte Klebeschicht, eine zum Aufkleben auf beschichtetes
Papier wie z.B. Neobond bestimmte Klebeschicht oder eine zum Aufkleben auf eine Kunststofffolie
bestimmte Klebeschicht.
[0038] Figur 5 zeigt den verspendeten zweiten Etikettenabschnitt 12 auf der Dokumentationsunterlage
oder dem sonstigen Gegenstand 40. Im Gegensatz zu herkömmlichen Siegeltransfer-Etiketten
ist hier ein manuelles Abschreiben bzw. Übertragen der individuellen Etikettenkennzeichnung
16, beispielsweise des Strichcodes 17 oder Zahlenaufdrucks 18 nicht mehr erforderlich.
Nach der Applikation des zweiten Etikettenabschnitts 12 kann die für das verwendete
Etikett spezifische Kennzeichnung 16, die nun auf der Dokumentationsunterlage oder
dem sonstigen Gegenstand angebracht ist, mit einem Handscanner erfasst werden, wobei
ggfs. der Kontrast zwischen der hellen Oberfläche der Dokumentationsunterlage und
der schwarzen Bedruckung, aus der die Etikettenkennzeichnung 16 gebildet ist, deren
elektronische Erfassung erleichtert. Wahlweise kann die Etikettenkennzeichnung 16
auch schon vor dem Übertragen des Urkundszeichens des ersten Etikettenabschnitts 11
auf das Dokument eingescannt werden, da die unterseitige Trägerschicht 9 ebenfalls
einen hohen (Helligkeits-)Kontrast gewährleistet.
[0039] Die Figuren 6A bis 6D zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel hinsichtlich der Außenkontur
des Etiketts 10. Figur 6A zeigt die Vorderseite des Etiketts, Figur 6B die Rückansicht
mit Blick auf die Trägerschicht 9 unterhalb des Etiketts bzw. unter der Klebeschicht
8. Figur 6C zeigt die seitliche Querschnittsansicht vor dem Abheben des Etiketts 10
von der Trägerschicht 9 und Figur 6D zeigt die Querschnittsansicht nach dem Abheben
des Etiketts 10 von der Trägerschicht 9. Das Etikett 10 besitzt einen Schichtaufbau
wie beispielsweise anhand Figur 2 erläutert. In den Figuren 6C und 6D ist der Schichtaufbau
nicht mehr eigens dargestellt; lediglich die Trägerschicht 9 auf der Unterseite des
Etiketts 10 bzw. seiner rückseitigen Klebeschicht 8 ist gekennzeichnet. Gemäß Figur
6A ist in beiden Etikettenabschnitten 11, 12 eine etikettenspezifische, individuelle
Kennzeichnung 16 vorgesehen. Der erste Etikettenabschnitt 11 enthält ferner das Urkundszeichen
15 bzw. 25.
[0040] In den Figuren 6A bis 6D ist abgesehen von der veränderten Grundfläche insgesamt
auch noch eine Weiterbildung veranschaulicht. Die Perforation 13 bzw. Schwächungslinie
23 zwischen beiden Etikettenabschnitten 11, 12 erstreckt sich durch das Etikett 10
oder einen Teil seiner Schichtdicke, aber jedenfalls nicht durch die Trägerschicht
9 hindurch (Figuren 6C und 6D). Das Etikett 10 ist auf einer Trägerschicht 9 (Liner;
wahlweise eine Trägerfolie aus Kunststoff, eine Papierbahn oder ein Papierbogen) angeordnet
bzw. umfasst die Trägerschicht 9, welche gemäß dieser Weiterbildung innerhalb der
Grundfläche des zweiten Etikettenabschnitts 12 ein durch eine Stanzlinie 21 umrandetes,
von dem umgebenden Flächenbereich der Trägerschicht 9 getrenntes Flächenstück 19 aufweist.
Die Stanzlinie 21 durchtrennt die Trägerschicht 9, ist jedoch nicht in dem Etikett
10 oberhalb der Trägerschicht 9 bzw. in den über der Trägerschicht 9 angeordneten
Etikettenschichten 1, 4, 8 ausgebildet.
[0041] Die Stanzlinie verläuft zumindest streckenweise oder wie dargestellt sogar vollständig
innerhalb des Flächenbereichs des zweiten Etikettenabschnitts 12 und umrandet daher
ein Flächenstück 19 der Trägerschicht 9, das beim Abheben bzw. Abziehen des (übrigen)
Etiketts von der Trägerschicht 9 aus dieser herausgehoben wird und an der Rückseite
der Klebeschicht 8 haften bleibt. Das Flächenstück 19 der Trägerschicht 9 dient als
Kontrastfläche für die z.B. schwarze oder farbige Kennzeichnung 16 des transparenten
zweiten Etikettenabschnitts 12. Dadurch lässt sich die Kennzeichnung 16 unabhängig
von der Farbe der Dokumentationsunterlage oder des sonstigen Gegenstandes 40, auf
den der zweite Etikettenabschnitt 12 aufgespendet wird, mit genügend hohem Kontrast
lesen oder einscannen (Bei allen Ausführungsformen der Anmeldung und insbesondere
der Figuren sind übrigens alle explizit dargestellten Schichten 1, 3, 4, 8 mit Ausnahme
der Druckfarbenschicht 5 vorzugsweise transparent; sie sind zudem vorzugsweise farblos).
Das gemäß Figur 6D aufgegriffene Etikett 10 lässt sich am zweiten Etikettenabschnitt
12 greifen und zum Verspenden des rückseitigen Teils 11a des ersten Etikettenabschnitts
11 zunächst als Anfasslasche handhaben, ohne dass nochmals ein restlicher Teil der
Trägerschicht 9 entfernt werden müsste. Danach lässt sich der zweite Etikettenabschnitt
12 gemeinsam mit dem Flächenstück 19 der Trägerschicht 9 auf den Gegenstand 40 aufkleben,
da die Grundfläche des zweiten Etikettenabschnitts 12 zumindest bereichsweise - oder
wie dargestellt sogar allseitig - seitlich über das Flächenstück 19 der Trägerschicht
9 hinausragt (Die Schichtdicke der Trägerschicht 9 und ihres Flächenstücks 19 ist
zur besseren Erkennbarkeit übertrieben groß dargestellt).
[0042] Die Figuren 7A und 7B zeigen zwei Weiterbildungen, bei denen das Etikett 10 zwei
zweite Etikettenabschnitte 12', 12" bzw. zwei erste Etikettenabschnitte 11', 11" aufweist.
Diese abgewandelten Ausführungsformen eigenen sich für Anwendungen, bei denen pro
Etikett bzw. für jede Seriennummer jeweils ein Paar oder eine noch größere Mehrzahl
von Dokumentationsteilen 12', 12" bzw. von Etikettensiegeln 11', 11" zum Aufkleben
auf eine entsprechende Anzahl von Dokumentationsunterlagen 40 und/oder Dokumenten
30 benötigt wird.
[0043] Figur 8 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Ausführungsform eines Etiketts 10, bei
dem im Gegensatz zu Figur 2 die Antihaftschicht 3 (und vorzugsweise auch die Schutzschicht
4) nicht nur im ersten, sondern auch im zweiten Etikettenabschnitt 12 ausgebildet
ist. Dadurch besitzt auch der zweite Etikettenabschnitt 12 einen von der Folie 1 abtrennbaren,
rückseitigen Teil 12a, der - anstelle des gesamten zweiten Etikettenabschnitts 12
- zum Übertragen auf eine Dokumentationsunterlage oder einen sonstigen Gegenstand
40 bestimmt ist; der Teil 12a reißt in Höhe des in Figur 8 rechts dargestellten Pfeils
von der Antihaftschicht 3 ab, allerdings beginnend vom entgegengesetzten Rand des
zweiten Etikettenabschnitts 12 her, wo zwischen beiden Etikettenabschnitten 11, 12
die Schwächungslinie 23, insbesondere in Form einer Stanzlinie 21' in der Trägerschicht
9 ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform wird die Folie 1 insgesamt verworfen,
nachdem auch der rückseitige Etikettenabschnitt 12a abgelöst wurde.
[0044] Um vor dem Aufspenden des zweiten Etikettenabschnitts 12 (gemäß Figur 2) oder seines
rückseitigen Teils 12a (gemäß Figur 8) auf die Dokumentationsunterlage oder den sonstigen
Gegenstand 40 zunächst ein selektives Abtrennen des rückseitigen Teils des ersten
Etikettenabschnitts 11 zu ermöglichen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Etikett
eine rückseitige Trägerschicht 9 umfasst, die im Bereich zwischen dem ersten Etikettenabschnitt
11 und dem zweiten Etikettenabschnitt 12 durch eine Stanzlinie 21', Perforierung 13
oder sonstige Schwächungslinie 23 derart unterbrochen ist, dass dann, wenn die Trägerschicht
9 (bzw. deren erster Abschnitt 9a) von dem im ersten Etikettenabschnitt 11 gelegenen
Teil der Klebeschicht 8 abgezogen wird, die Trägerschicht 9 im Bereich zwischen beiden
Etikettenabschnitten auseinanderreißt und die Trägerschicht 9 (bzw. deren restlicher,
zweiter Abschnitt 9b) im Bereich des zweiten Etikettenabschnitts 12 an der Klebeschicht
8 haften bleibt.
[0045] Bei der nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform gemäß Figur 8 wird nach dem Übertragen
des rückseitigen Teils 11a (Siegel) des ersten Etikettenabschnitts 11 zunächst der
zweite Abschnitt 9b der Trägerschicht 9 im Bereich des zweiten Etikettenabschnitts
12 abgezogen, bevor der untere, rückseitig klebende Teil 12a des zweiten Etikettenabschnitts
12 (Dokumentationsteil) auf einen anderen Gegenstand 40 verspendet wird. Der hierauf
übertragene Teil 12a des zweiten Etikettenabschnitts 12 umfasst beispielsweise die
Klebeschicht 8, die Schutzschicht 4 und entsprechende, ebenfalls aus dem zweiten Etikettenabschnitt
12 stammende Teile der Bedruckung 5, insbesondere diejenigen Bedruckungsteile 16;
17; 18 zur individuellen Kennzeichnung des zweiten Etikettenabschnitts 12. Nach dem
Übertragen des rückseitigen Teils 12a des zweiten Etikettenabschnitts 12 wird die
Folie 1 schließlich insgesamt verworfen.
[0046] Das anhand der Figuren beschriebene Etikett 10 besitzt vorzugsweise eine über seine
gesamte Schichtdicke einheitliches Stanzmuster. Insbesondere der Verlauf der Perforierung
13 oder sonstigen Schwächungslinie 23 kann durch das über die gesamte Schichtdicke
des Etiketts 10 einheitliche Stanzmuster vorgegeben sein. Zumindest ein unterer Teil
des ersten Etikettenabschnitts 11 und der zweite Etikettenabschnitt 12 sind voneinander
abreißbar. Ferner können der erste Etikettenabschnitt 11 und der zweite Etikettenabschnitt
12 entlang einer Perforierung 13 oder sonstigen Schwächungslinie 23, die über die
gesamte Schichtdicke des Etiketts 10 einheitlich verläuft, zusätzlich voneinander
abreißbar sein. Der zweite Etikettenabschnitts 12 bildet einen eigenständigen Dokumentationsteil,
der getrennt von dem Siegel 15 oder sonstigen Prüfzeichen 25 verspendbar, insbesondere
erst nach dem Verspenden des Siegels 15 oder Prüfzeichens 25 selbst verspendbar ist.
[0047] Ferner kann die Perforierung oder Schwächungslinie zwischen beiden Etikettenabschnitten
auch in der transparenten Deckschicht bzw. Folie ausgebildet sein. Unter Umständen
kann die transparente Folie statt nicht nur stellenweise, sondern über ihre gesamte
Länge der Perforierung oder Schwächungslinie durch diese unterbrochen sein. Alternativ
kann die Perforierung oder Schwächungslinie aber auch im Bereich der Grenze zwischen
beiden Flächenbereichen, bzw. Etikettenabschnitten gänzlich ausgespart sein, d.h.
lediglich entlang des Umfangs bzw. Außenrandes des gesamten Transferetiketts verlaufen;
sodass nach Verspenden des Siegels oder Prüfzeichens beide Etikettenabschnitte besonders
fest zusammenhängen.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Folie
- 3
- Antihaftschicht
- 4
- Schutzschicht
- 5
- Bedruckung
- 8
- Klebeschicht
- 9
- Trägerschicht
- 9a
- erster Abschnitt
- 9b
- zweiter Abschnitt
- 10
- Etikett
- 10a
- Vorderseite
- 10b
- Rückseite
- 11; 11', 11"
- erster Etikettenabschnitt
- 11a
- rückseitiger Teil
- 11b
- vorderer Teil
- 12; 12', 12"
- zweiter Etikettenabschnitt
- 12a
- rückseitiger Teil
- 13
- Perforierung
- 14
- Brückenbereich
- 15
- Siegel
- 16
- individuelle Kennzeichnung
- 17
- Strichcode
- 18
- Zahlenaufdruck
- 19
- Flächenstück
- 21; 21'
- Stanzlinie
- 22
- Anfasslasche
- 23
- Schwächungslinie
- 24
- Textbestandteil
- 25
- Prüfzeichen
- 26; 26'
- offenes Sicherheitsmerkmal
- 27; 27'
- verborgenes Sicherheitsmerkmal
- 30
- Dokument
- 40
- Gegenstand
1. Etikett (10) zum Beurkunden eines Dokuments,
wobei das Etikett (10) zumindest Folgendes aufweist:
- einen ersten Etikettenabschnitt (11), der zum Übertragen eines zum Beurkunden eines
Dokuments geeigneten Siegels (15) oder sonstigen Prüfzeichens (25) auf ein Dokument
bestimmt ist, sowie einen als Anfasslasche (22) zur Handhabung des ersten Etikettenabschnitts
(11) verwendbaren zweiten Etikettenabschnitt (12), wobei der erste Etikettenabschnitt
(11) und der zweite Etikettenabschnitt (12) zwei verschiedene Flächenbereiche des
Etiketts (10) sind,
- eine durchsichtige Folie (1), die im ersten Etikettenabschnitt (11) und im zweiten
Etikettenabschnitt (12) ausgebildet ist und die an einer Vorderseite (10a) des Etiketts
(10) angeordnet ist,
- eine rückseitige Klebeschicht (8), die sowohl im ersten Etikettenabschnitt (11)
als auch im zweiten Etikettenabschnitt (12) ausgebildet ist,
- eine unter der Klebeschicht (8) befindliche rückseitige Trägerschicht (9), die sowohl
im ersten Etikettenabschnitt (11) als auch im zweiten Etikettenabschnitt (12) ausgebildet
ist und die von der Klebeschicht (8) abziehbar ist, und
- eine zwischen dem ersten Etikettenabschnitt (11) und dem zweiten Etikettenabschnitt
(12) angeordnete Perforierung (13) oder sonstige Schwächungslinie (23), die sich durch
das Etikett (10) oder durch einen Teil der Schichtdicke des Etiketts (10) hindurch,
zumindest aber durch die durchsichtige Folie (1) hindurch erstreckt,
- wobei der erste Etikettenabschnitt (11) einen vorderseitigen Teil (11b) und einen
rückseitigen Teil (11a) aufweist,
- wobei der rückseitige Teil (11a) des ersten Etikettenabschnitts (11) ein zum Beurkunden
eines Dokuments geeignetes Siegel (15) oder sonstiges Prüfzeichen (25) umfasst und
der vorderseitige Teil (11b) des ersten Etikettenabschnitts (11) zumindest die durchsichtige
Folie (1) umfasst,
- wobei der rückseitige Teil (11a) von dem vorderseitigen Teil (11b) ablösbar ist,
um das Siegel (15) oder sonstige Prüfzeichen (25) auf ein Dokument zu übertragen,
und
- wobei der rückseitige Teil (11a) des ersten Etikettenabschnitts (11) und der zweite
Etikettenabschnitt (12) mit einer Bedruckung (5) oder einer anderweitigen Beschriftung
versehen und/oder versehbar sind,
- wobei das Etikett (10) in dem ersten Etikettenabschnitt (11) eine Antihaftschicht
(3) auf weist, die zwischen der Folie (1) und der rückseitigen Klebeschicht (8) angeordnet
ist, und
- wobei die Antihaftschicht (3) im ersten Etikettenabschnitt (11) ausgebildet, jedoch
im zweiten Etikettenabschnitt (12) ausgespart ist.
2. Etikett nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Etikett (10) eine durchsichtige Schutzschicht (4) zum Schutz eines auf ein Dokument
zu übertragenden Siegels (15) oder sonstigen Prüfzeichens (25) aufweist, wobei die
Schutzschicht (4) zumindest im ersten Etikettenabschnitt (11) ausgebildet ist und
dort zwischen der Antihaftschicht (3) und der Klebeschicht (8) verläuft.
3. Etikett nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Etikettenabschnitt (11) so aufgebaut ist, dass dann, wenn der erste Etikettenabschnitt
(11) nach dem Aufdrücken auf ein Dokument wieder von dem Dokument abgezogen wird,
die Schutzschicht (4) sich von der Antihaftschicht (3) ablöst und als oberste Schicht
des rückseitigen Teils (11a) des ersten Etikettenabschnitts (11) auf dem Dokument
zurückbleibt.
4. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Etikett (10) eine Bedruckung (5) aufweist, die eine individuelle Kennzeichnung
(16) des Etiketts (10) umfasst, wobei die individuelle Kennzeichnung (16) des Etiketts
(10) zumindest in oder an dem zweiten Etikettenabschnitt (12) ausgebildet ist.
5. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Etikett (10) eine Bedruckung (5) aufweist, die eine individuelle Kennzeichnung
(16) des Etiketts (10) umfasst, welche sowohl im oder am rückseitigen Teil (11a) des
ersten Etikettenabschnitts (11) als auch im oder am zweiten Etikettenabschnitt (12)
ausgebildet ist.
6. Etikett nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die individuelle Kennzeichnung (16) des Etiketts (10) einen Zahlenaufdruck (18) einer
fortlaufenden Zahl oder einer sonstigen Nummerierung, einen Strichcode (17), einen
QR-Code und/oder eine anderweitige alphanumerische Kennzeichnung in lesbarer und/oder
scannbarer Form umfasst.
7. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Perforierung (13) oder sonstige Schwächungslinie (23) von der durchsichtigen,
vorderseitigen Folie (1) bis durch die rückseitige Klebeschicht (8) und/oder bis durch
die unter der Klebeschicht (8) befindliche rückseitige Trägerschicht (9) hindurch
erstreckt.
8. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die rückseitige Trägerschicht (9) im Bereich zwischen dem ersten Etikettenabschnitt
(11) und dem zweiten Etikettenabschnitt (12) durch eine Stanzlinie (21 '), Perforierung
(13) oder sonstige Schwächungslinie (23) derart unterbrochen ist, dass dann, wenn
die Trägerschicht (9) von dem im ersten Etikettenabschnitt (11) gelegenen Teil der
Klebeschicht (8) abgezogen wird, die Trägerschicht (9) im Bereich zwischen dem ersten
Etikettenabschnitt (11) und dem zweiten Etikettenabschnitt (12) auseinanderreißt und
im Bereich des zweiten Etikettenabschnitts (12) an der Klebeschicht (8) haften bleibt.
9. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerschicht (9) ein Flächenstück (19) umfasst, das durch eine Stanzlinie (21),
die zumindest streckenweise innerhalb des Flächenbereichs der Grundfläche des zweiten
Etikettenabschnitts (12) verläuft, umrandet ist und das beim Abziehen der Klebeschicht
(8) von der Trägerschicht (9) an der Rückseite der Klebeschicht (8) haften bleibt.
10. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die durchsichtige Folie (1) im ersten Etikettenabschnitt (11) mit der Antihaftschicht
(3) verbunden und/oder verklebt, im zweiten Etikettenabschnitt (12) jedoch mit der
Klebeschicht (8) oder der Schutzschicht (4) verbunden und/oder verklebt ist.
11. Etikett nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Etikett (10) über seine gesamte Schichtdicke ein einheitliches Stanzmuster besitzt
und dass der Verlauf der Perforierung (13) oder sonstigen Schwächungslinie (23) durch
das über die gesamte Schichtdicke des Etiketts (10) einheitliche Stanzmuster vorgegeben
ist.
12. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Etikettenabschnitt (11) und der zweite Etikettenabschnitt (12) entlang einer
Perforierung (13) oder sonstigen Schwächungslinie (23), deren Verlauf über die gesamte
Schichtdicke des Etiketts (10) einheitlich ist, voneinander abreißbar sind.
13. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite Etikettenabschnitt (12) einen eigenständigen Dokumentationsteil umfasst,
der getrennt von dem Siegel (15) oder sonstigen Prüfzeichen (25) verspendbar ist.
14. Satz von Etiketten zum Beurkunden von Dokumenten, wobei der Satz eine Mehrzahl von
Etiketten (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 umfasst und wobei jedes Etikett (10)
sowohl im ersten Etikettenabschnitt (11) als auch im zweiten Etikettenabschnitt (12)
eine individuelle Kennzeichnung (16) aufweist, welche im ersten Etikettenabschnitt
(11) und im zweiten Etikettenabschnitt (12) des jeweiligen Etiketts (10) identisch
ist, aber für jedes Etikett (10) des Satzes verschieden ist.
1. A label (10) for certifying a document,
the label (10) comprising at least the following:
- a first label portion (11) destined for transferring a seal (15) or of another certification
mark (25) suitable for certifying a document to a document, and a second label portion
(12) usable as a handle tab (22) for handling the first label portion (11), the first
label portion (11) and the second label portion (12) representing two different surface
areas of the label (10),
- a transparent film (1) formed in the first label portion (11) and in the second
label portion (12) and arranged at a front side (10a) of the label (10),
- a rear-side adhesive layer (8) formed in both the first label portion (11) and the
second label portion (12),
- a rear-side support layer (9) located under the adhesive layer (8), which is formed
in both the first label portion (11) and the second label portion (12) and which can
be peeled off the adhesive layer (8), and
- a perforation (13) or another weakening line (23) disposed between the first label
portion (11) and the second label portion (12) and extending through the label (10)
or through part of the layer thickness of the label (10), but at least through the
transparent film (1),
- wherein the first label portion (11) comprises a front-side part (11b) and a rear-side
part (11a),
- wherein the rear-side part (11a) of the first label portion (11) comprises a seal
(15) or other certification mark (25) suitable for certifying a document, and the
front-side part (11b) of the first label portion (11) comprises at least the transparent
film (1),
- wherein the rear-side part (11a) can be peeled off the front-side part (11b) for
transferring the seal (15) or other certification mark (25) to a document, and
- wherein the rear-side part (11a) of the first label portion (11) and the second
label portion (12) are provided with an imprint (5) or other inscription and/or can
be provided therewith,
wherein the label (10), in the first label portion (11), comprises a non-stick layer
(3) which is disposed between the film (1) and the rear-side adhesive layer (8), and
wherein the non-stick layer (3) is formed in the first label portion (11) but is omitted
in the second label portion (12) .
2. The label according to claim 1,
characterized in that
the label (10) has a transparent protective layer (4) for protecting a seal (15) or
for another certification mark (25) to be transferred to a document, the protective
layer (4) being formed at least in the first label portion (11) and extending there
between the non-stick layer (3) and the adhesive layer (8).
3. The label according to claim 1,
characterized in that
the first label portion (11) is designed such that when the first label portion (11),
after having being pressed onto the document, is peeled off the document, the protective
layer (4) detaches from the non-stick layer (3) and remains on the document as the
topmost layer of the rear-side part (11a) of the first label portion (11).
4. The label according to any of claims 1 to 3,
characterized in that
the label (10) has an imprint (5) comprising an individual identification (16) of
the label (10), the individual identification (16) of the label (10) being formed
at least in or at the second label portion (12).
5. The label according to any of claims 1 to 4,
characterized in that
the label (10) has an imprint (5) comprising an individual identification (16) of
the label (10), which is formed in or on both the rear-side part (11a) of the first
label portion (11) and the second label portion (12).
6. The label according to claim 4 or 5,
characterized in that
the individual identification (16) of the label (10) comprises a number imprint (18)
of a consecutive number or other numbering, a bar code (17), a QR code and/or another
alphanumeric identification in legible form and/or in a form suitable for scanning.
7. The label according to any of claims 1 to 6,
characterized in that
the perforation (13) or other weakening line (23) extends from the transparent, front-side
film (1) down through the rear-side adhesive layer (8) and/or through the rear-side
support layer (9) located under the adhesive layer (8).
8. The label according to any of claims 1 to 7,
characterized in that
the rear-side support layer (9) is interrupted in the area between the first label
portion (11) and the second label portion (12) by a punching line (21'), a perforation
(13) or another weakening line (23) such that, when the support layer (9) is peeled
off the part of the adhesive layer (8) located in the first label portion (11), the
support layer (9) is torn apart in the area between the first label portion (11) and
the second label portion (12) and remains adhered to the adhesive layer (8) in the
area of the second label portion (12).
9. The label according to any of claims 1 to 8,
characterized in that
the support layer (9) comprises a surface part (19) which is framed by a punching
line (21) which at least partially extends within the footprint area of the second
label portion (12) and remains adhered to the rear side of the adhesive layer (8)
when the adhesive layer (8) is peeled off the support layer (9).
10. The label according to any of claims 1 to 3 or 5 to 9,
characterized in that
the transparent film (1) is bonded and/or glued to the non-stick layer (3) in the
first label portion (11), but is bonded and/or glued to the adhesive layer (8) or
to the protective layer (4) in the second label portion (12).
11. The label according to any of claims 7 to 10,
characterized in that
the label (10), across its entire layer thickness, has a uniform punched pattern and
in that the course of the perforation (13) or other weakening line (23) across the entire
layer thickness of the label (10) is predetermined by the uniform punched pattern.
12. The label according to any of claims 1 to 11,
characterized in that
the first label portion (11) and the second label portion (12) can be torn apart along
a perforation (13) or other weakening line (23), the course of which is uniform across
the entire layer thickness of the label (10).
13. The label according to any of claims 1 to 12,
characterized in that
the second label portion (12) comprises an independent documentation part which can
be dispensed separately from the seal (15) or other certification mark (25).
14. A set of labels for certifying documents, the set comprising a plurality of labels
(10) according to any of claims 1 to 13, wherein each label (10) has an individual
identification (16) in both the first label portion (11) and the second label portion
(12), said individual identification being identical in the first label portion (11)
and in the second label portion (12) of a respective label (10), but different for
each label (10) of the set.
1. Étiquette (10) permettant de certifier un document, sachant que l'étiquette (10) présente
au moins ce qui suit :
- une première section d'étiquette (11) qui est destinée à transposer sur un document
un cachet (15) ou autre signe de contrôle (25) apte à certifier un document, ainsi
qu'une deuxième section d'étiquette (12) utilisable comme languette de prise (22)
pour manipuler la première section d'étiquette (11), sachant que la première section
d'étiquette (11) et la deuxième section d'étiquette (12) sont deux zones de surface
différentes de l'étiquette (10),
- un film (1) transparent qui est constitué dans la première section d'étiquette (11)
et dans la deuxième section d'étiquette (12) et qui est disposé sur un recto (10a)
de l'étiquette (10),
- une couche adhésive (8) verso qui est constituée aussi bien dans la première section
d'étiquette (11) que dans la deuxième section d'étiquette (12),
- une couche support (9) verso située sous la couche adhésive (8), qui est constituée
aussi bien dans la première section d'étiquette (11) que dans la deuxième section
d'étiquette (12) et qui est détachable de la couche adhésive (8), et
- une perforation (13) ou autre ligne d'affaiblissement (23) disposée entre la première
section d'étiquette (11) et la deuxième section d'étiquette (12), et qui s'étend à
travers l'étiquette (10) ou à travers une partie de l'épaisseur de couche de l'étiquette
(10) mais au moins à travers le film (1) transparent,
- sachant que la première section d'étiquette (11) présente une partie recto (11b)
et une partie verso (11a),
- sachant que la partie verso (11a) de la première section d'étiquette (11) comprend
un cachet (15) ou autre signe de contrôle (25) apte à certifier un document et la
partie recto (11b) de la première section d'étiquette (11) comprend au moins le film
(1) transparent,
- sachant que la partie verso (11a) est détachable de la partie recto (11b) pour transposer
le cachet (15) ou autre signe de contrôle (25) sur un document, et
- sachant que la partie verso (11a) de la première section d'étiquette (11) et la
deuxième section d'étiquette (12) sont dotées et/ou peuvent être dotées d'une impression
(5) ou autre type d'inscription,
- sachant l'étiquette (10) présente dans la première section d'étiquette (11) une
couche antiadhérente (3) qui est disposée entre le film (1) et la couche adhésive
(8) verso,
- sachant la couche antiadhérente (3) est constituée dans la première section d'étiquette
(11) mais omise dans la deuxième section d'étiquette (12).
2. Étiquette selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'étiquette (10) présente une couche de protection (4) transparente destinée à protéger
un cachet (15) ou autre signe de contrôle (25) à transposer sur un document, sachant
que la couche de protection (4) est constituée au moins dans la première section d'étiquette
(11) et y passe entre la couche antiadhérente (3) et la couche adhésive (8).
3. Étiquette selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la première section d'étiquette (11) est construite de telle sorte que, lorsque la
première section d'étiquette (11), après avoir été appuyée sur un document, est retirée
du document,la couche de protection (4) se détache de la couche antiadhérente (3)
et demeure sur le document comme couche supérieure de la partie verso (11a) de la
première section d'étiquette (11).
4. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
l'étiquette (10) présente une impression (5) qui comprend une caractérisation (16)
individuelle de l'étiquette (10), sachant que la caractérisation (16) individuelle
de l'étiquette (10) est constituée au moins dans ou sur la deuxième section d'étiquette
(12).
5. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
l'étiquette (10) présente une impression (5) qui comprend une caractérisation (16)
individuelle de l'étiquette (10), laquelle est constituée aussi bien dans ou sur la
partie verso (11a) de la première section d'étiquette (11) que dans ou sur la deuxième
section d'étiquette (12).
6. Étiquette selon la revendication 4 ou 5,
caractérisée en ce que
la caractérisation (16) individuelle de l'étiquette (10) comprend une impression chiffrée
(18) d'un nombre courant ou d'une autre numérotation, un code-barres (17), un code
QR et/ou un autre type de caractérisation alphanumérique sous forme lisible et/ou
numérisable.
7. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
la perforation (13) ou autre ligne d'affaiblissement (23) s'étend du film (1) recto
transparent jusqu'à travers la couche adhésive (8) verso et/ou jusqu'à travers la
couche support (9) verso située sous la couche adhésive (8).
8. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
la couche support (9) verso est interrompue dans la zone entre la première section
d'étiquette (11) et la deuxième section d'étiquette (12) par une ligne de découpe
(21'), perforation (13) ou autre ligne d'affaiblissement (23) de telle façon que,
lorsque la couche support (9) est retirée de la partie de la couche adhésive (8) située
dans la première d'étiquette (11), la couche support (9) se déchire dans la zone entre
la première section d'étiquette (11) et la deuxième section d'étiquette (12) et continue
d'adhérer à la couche adhésive (8) dans la zone de la deuxième section d'étiquette
(12).
9. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
la couche support (9) comprend une partie de surface (19) qui est entourée par une
ligne de découpe (21), laquelle passe au moins par portion à l'intérieur de la zone
de surface de la surface de base de la deuxième section d'étiquette (12), et qui continue
d'adhérer au verso de la couche adhésive (8) lors du retrait de la couche adhésive
(8) par rapport à la couche support (9).
10. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 3 ou 5 à 9,
caractérisée en ce que
le film (1) transparent est relié et/ou collé à la couche antiadhérente (3) dans la
première section d'étiquette (11) mais relié et/ou collé à la couche adhésive (8)
ou à la couche de protection (4) dans la deuxième section d'étiquette (12) .
11. Étiquette selon l'une des revendications 7 à 10,
caractérisée en ce que
l'étiquette (10) présente un motif de découpe homogène sur toute son épaisseur de
couche et en ce que le tracé de la perforation (13) ou autre ligne d'affaiblissement (23) est spécifié
par le motif de découpe homogène sur toute l'épaisseur de couche de l'étiquette (10).
12. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce que
la première section d'étiquette (11) et la deuxième section d'étiquette (12) sont
détachables l'une de l'autre le long d'une perforation (13) ou autre ligne d'affaiblissement
(23) dont le tracé est homogène sur toute l'épaisseur de couche de l'étiquette (10).
13. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisée en ce que
la deuxième section d'étiquette (12) comprend une partie de documentation indépendante
qui est distribuable séparément du cachet (15) ou autre signe de contrôle (25).
14. Jeu d'étiquettes permettant de certifier des documents, sachant que le jeu comprend
une pluralité d'étiquettes (10) selon l'une des revendications 1 à 13 et sachant que
chaque étiquette (10) présente, aussi bien dans la première section d'étiquette (11)
que dans la deuxième section d'étiquette (12), une caractérisation (16) individuelle,
laquelle est identique dans la première section d'étiquette (11) et dans la deuxième
section d'étiquette (12) de l'étiquette (10) respective mais différente pour chaque
étiquette (10) du jeu.