Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einlegen von Schussfadenenden
an einer Webmaschine mit Zusatzschusseffekten.
Stand der Technik
[0002] Bei Webmaschinen ist es im Stand der Technik bekannt, zusätzliche Fäden, die in im
Wesentlichen in Kettrichtung verlaufen, derartig an der Gewebebindung zu beteiligen,
dass bestimmte Zusatzschusseffekte erzielt werden. Zu diesem Zweck werden diese Effektfäden
vor dem Eintrag eines Schussfadens für jeden Bewegungszyklus der Webmaschine in Schussrichtung
in eine andere Position gebracht.
[0003] Ein Verfahren zur Webmusterbildung und eine Webmaschine zur Herstellung von Geweben
mit derartigen Zusatzschusseffekten zeigen zum Beispiel die Patentanmeldungen
WO 2012004021 A2 und
DE 10 2010 007 048 A1. Das Verfahren zur Gewebeherstellung gemäß
WO 2012004021 A2 ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Effektfaden oberhalb des einzutragenden Schussfadens
positioniert wird und dabei in vertikaler Richtung aus einer von Webblattzähnen gebildeten
einseitig nach oben offenen Rietlücke austaucht. Nach einer Verschiebung des Effektfadens
in Schussrichtung wird dieser unterhalb eines nächsten einzutragenden Schussfadens
positioniert und taucht dabei in eine andere gleichartig gebildete Rietlücke ein.
[0004] Um den Bewegungsablauf gemäß dem beschriebenen Verfahren zu erzeugen, wird ein Führungsmittel
des Effektfadens in vertikaler Richtung und in der Schussrichtung bewegt. Die Webmaschine
gemäß
WO 2012004021 A2 enthält einen Verschiebeantrieb, der in Schussrichtung eine Verschiebeeinrichtung
antreibt, an der mindestens ein Führungsmittel vorgesehen ist, mit dem ein Effektfaden
in der Schussrichtung verschoben und vertikal positioniert werden kann.
[0005] Bei Geweben mit Zusatzschusseffekten ist nun zusätzlich vorgesehen, Schussfadenenden
in das Webfach einzulegen, um eine sogenannte Einlegekante zu bilden.
[0007] In diesen Dokumenten wird offenbart, dass eingetragene Schussfäden von Haltemitteln
erfasst werden. Die Haltemittel bringen sodann den Schussfaden in eine Position, in
der er geschnitten wird. Das abgeschnittene Schussfadenende wird sodann von einem
Einlegemittel - zum Beispiel einer Nadel mit Haken oder mit einer Fadenöse - erfasst
und in das Webfach eingelegt.
[0008] Bei Webmustern mit Zusatzschusseffekten sollen in der Regel zwei unmittelbar aufeinanderfolgende
Schussfäden im Gewebe Bindungspunkte mit dem Effektfaden aufweisen. Dazu muss der
jeweilige Effektfaden zwischen den beiden im Gewebe aufeinanderfolgenden Schussfäden
vertikal und in Schussrichtung positioniert werden. Bei zunehmender Maschinendrehzahl
steht für das Positionieren der Führungsmittel aber immer weniger Zeit zur Verfügung.
Um trotzdem zwischen dem Bilden von Bindungspunkten mit zwei im Gewebe aufeinander
folgenden Schussfäden den Effektfaden in die richtige Position bringen zu können,
ist daher vorgesehen, zwischen zwei Bewegungszyklen mit Schusseintrag einen Bewegungszyklus
ohne Schusseintrag zu realisieren.
[0009] Wenn diese Geweben außerdem eine Einlegekante aufweisen sollen, treten bestimmte
Probleme auf. Es hat sich herausgestellt, dass die Einlegekante ungleichmäßig wird,
wenn das abgeschnittene Fadenende des zuletzt eingetragenen Schussfadens in ein Webfach
eingelegt und dort vom Webblatt angeschlagen wird, wenn in diesem Webfach kein eingetragener
Schussfaden vorhanden ist.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit dem Gewebe
mit Zusatzschusseffekten und guter Qualität der Einlegekante produziert werden können.
Beschreibung der Erfindung
[0011] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß dem unabhängigen Anspruch gelöst.
[0012] Bei dem Verfahren zum Einlegen von Schussfadenenden in ein Webfach einer Webmaschine
wird das Webfach durch Fachbildemittel gebildet, die Kettfäden vertikal in bekannter
Art und Weise bewegen. Bei dem Verfahren wird mit Hilfe von Schussfadenauswahlmitteln
vor jedem Schusseintrag ein Schussfaden ausgewählt. Die Schussfadenauswahlmittel können
elektromechanische oder elektropneumatische Mittel sein, die dem Fachmann bestens
bekannt sind. Im Verfahren findet nach der Bildung eines Webfachs ein erster Schussfadeneintrag
statt. Dazu sind Schusseintragsmittel an der Webmaschine vorhanden. Dies können bereits
bekannte mechanische oder pneumatische Schusseintragsmittel sein. Der erste Schussfaden
wird mit Hilfe einer Webblatteinrichtung an einen Geweberand angeschlagen.
[0013] Der angeschlagene erste Schussfaden wird sodann mit Haltemitteln für den Schussfaden
im Bereich der Gewebekante in einer bestimmten Position gehalten. Diese Haltemittel
können zum Beispiel mechanische Fadenklemmen oder Fadenführungselemente sein. Es sind
jedoch auch Luftdüsen einsetzbar, die den Faden in einer bestimmten Position halten.
[0014] Nach dem Schusseintrag - also unmittelbar vor oder nach dem Webblattanschlag - findet
ein Wechsel des Webfachs statt, bei dem die Position der Kettfäden durch die Fachbildemittel
von oben nach unten wechselt. Das Verfahren sieht weiterhin vor, dass der erste Schussfaden
mit Hilfe des Haltemittels für den Schussfaden verschoben wird. Zu diesem Zweck ist
das Haltemittel mit einer mechanischen oder pneumatischen Ansteuerung versehen. Das
können zum Beispiel Kurvengetriebe, Linearmotoren oder Pneumatikventile zum Ansteuern
von Luftdüsen sein.
[0015] Bei der Verschiebung gelangt der erste Schussfaden in eine Position, in der er mit
Hilfe einer Schussfadenschere geschnitten wird. Es entsteht ein erstes Schussfadenende,
das sodann von einem Einlegemittel erfasst wird. Das Einlegemittel kann eine Einlegenadel
mit Fadenhaken oder Fadenöse sein. Es kann jedoch auch eine Luftdüse vorgesehen sein,
die mittels einem Luftstrahl das erste Schussfadenende erfasst.
[0016] Mit Hilfe des Einlegemittels wird sodann das erste Schussfadenende in das Webfach
eingelegt.
[0017] Das Verfahren sieht weiterhin vor, dass ein zweiter Schussfaden mit Hilfe des Schussfadenauswahlmittels
ausgewählt wird.
[0018] Der zweite Schussfaden wird mit den Schusseintragsmittel in das Webfach eingetragen.
Anschließend wird der zweite Schussfaden mittels Webblatteinrichtung gemeinsam mit
dem erstem Schussfadenende an den Geweberand angeschlagen Das angeschlagene zweite
Schussfaden wird sodann mit den Haltemitteln für den Schussfaden im Bereich der Gewebekante
in einer bestimmten Position gehalten. Nach dem Schusseintrag - also unmittelbar vor
oder nach dem Webblattanschlag - wechselt die Position der Kettfäden mit Hilfe der
Fachbildemittel von oben nach unten- ein neues Webfach wird gebildet.
[0019] Sodann wird der zweite Schussfaden mit Hilfe des Haltemittels für den Schussfaden
verschoben.
[0020] Bei der Verschiebung gelangt der zweite Schussfaden in eine Position, in der er mit
Hilfe der Schussfadenschere geschnitten wird. Es entsteht ein zweites Schussfadenende,
das sodann von dem Einlegemittel erfasst wird.
[0021] Mit Hilfe des Einlegemittels wird sodann das zweite Schussfadenende in das Webfach
eingelegt.
[0022] Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden aufeinander folgenden
Schusseintragsvorgänge des ersten und zweiten Schussfadens ein weiterer Webblattanschlag
durch die Webblatteinrichtung stattfindet, wobei jedoch kein Schussfaden an den Geweberand
angeschlagen wird. Das wird dadurch erreicht, dass nach dem vorhergehenden Webblattanschlag
kein weiterer Schussfaden in das Webfach eingetragen wird. Um dies zu erreichen, werden
zum Beispiel die Schussfadenauswahlmittel so angesteuert, dass für einen Bewegungszyklus
der Webmaschine kein Schusseintrag stattfindet. Es findet im Verfahren somit ein Bewegungszyklus
mit einem sogenannten Leerschuss statt. Als Bewegungszyklus der Webmaschine wird hier
der Zeitraum bezeichnet, der zwischen zwei Webblattanschlägen liegt. Dabei macht die
Hauptantriebswelle der Webmaschine eine volle Umdrehung.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht weiterhin vor, dass zwischen den beiden aufeinander
folgenden Schusseintragsvorgängen des ersten und zweiten Schussfadens ein in Kettrichtung
verlaufender Effektfaden in Schussrichtung an der Webmaschine verschoben wird. Die
Schussrichtung ist die Richtung, in der der Schussfaden eingetragen wird.
[0024] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist die Rede von Verfahrensabläufen
im normalen Webbetrieb, dass heißt bei der normalen Webmusterbildung bei laufender
Webmaschine und nicht nur im Zusammenhang mit Abläufen bei Betriebsstörungen.
[0025] Vom erfindungsgemäßen Verfahren ist somit auch ein Verfahren umfasst, bei dem über
eine große Anzahl von Schusseinträgen ein ständiger Wechsel zwischen Leerschüssen
und normalen Schusseinträgen stattfindet, wobei in die Webfächer, in die kein Schussfaden
eingetragen wird, auch kein Schussfadenende eingelegt wird.
[0026] Für den Verschiebevorgang kann zum Beispiel eine aus dem Stand der Technik bereits
bekannte Verschiebeeinrichtung mit einem Führungsmittel für den Effektfaden verwendet
werden.
[0027] Die Webmusterbildung einschließlich des Verschiebevorgangs und des Einlegevorgangs
kann mit Hilfe von Datensätzen über eine Steuerung der Webmaschine zum Beispiel gemäß
WO 2012004021 A2 vorgenommen werden. Die mustergesteuerte Ansteuerung der Haltemittel für den Schussfaden
kann dabei durch das Einfügen zusätzlicher Datenwerte in die Musterpatrone des jeweiligen
Gewebes realisiert werden. Beim Leerschuss werden die Haltemittel so angesteuert,
dass der Schussfaden nicht geschnitten und vom Einlegemittel erfasst werden kann.
Dies kann zum Beispiel durch die Ansteuerung elektromagnetischer Mittel im Kurvengetriebe
erfolgen. Es kann zum Beispiel durch einen Elektromagnet, der am Rollenhebel des Kurvengetriebes
angreift, die Laufrolle des Kurvengetriebes je nach Bedarf im Webmuster von der Kurvenscheibe
abgehoben werden. Dadurch verbleibt der Schussfaden mit dem Haltemittel in einer Position
am Geweberand, in der er nicht vom Einlegemittel erfasst werden kann. Das Einlegemittel
selber-zum Beispiel eine über Kurvengetriebe gesteuerte Einlegenadel - kann demnach
auch im Leerschussbetrieb - also ohne Schusseintrag- weiter laufen, ohne dass dabei
ein Schussfadenende eingelegt wird.
[0028] Die Figuren 1 und 2 zeigen in Teilansichten einer Webmaschine zur Ausführung des
Verfahrens. Die Webmaschine enthält Fachbildeantriebe 9 zum Antreiben von Fachbildemitteln
4, durch deren vertikale Bewegung ein von Kettfäden 1 begrenztes Webfach 1.1,1.2 gebildet
wird. Die dem Fachmann an sich bekannten Fachbildeantriebe 9 können zum Beispiel aus
einer Schar von Hebeln und Stangen bestehen, die unterhalb der Fachbildemittel 4 angeordnet
sind und die die Antriebsbewegungen einer Fachbildemaschine 23 zu den Fachbildemitteln
4 übertragen.
[0029] Die Fachbildemittel 4 bestehen im vorliegenden Beispiel aus bekannten Webschäften
mit Litzen, durch deren Litzenaugen die Kettfäden 1 geführt werden. Weiterhin sind
Einrichtungen zum Eintrag eines Schussfadens 3 in das Webfach 1.1,1.2 in einer Schussrichtung
12 vorhanden. Im Beispiel in den Figuren 1 und 2 ist eine Einrichtung mit Greifern
dargestellt, die in bekannter Art und Weise über nicht dargestellte Getriebe und zwei
Antriebsräder von beiden Seiten der Webmaschine aus in das Webfach 1.1,1.2 geschoben
werden. Der Schussfaden 3 wird in diesem Ausführungsbeispiel von einer Schussspule
über einen Vorspuler und einer Auswahlvorrichtung für die Schussfadenart 19 einem
der beiden Greifer zugeführt und in Maschinenmitte an den anderen Greifer übergeben.
Natürlich ist auch die Verwendung verschiedener Schussfadenarten für verschiedene
Bewegungszyklen denkbar. Die Auswahl und Vorlage der Schussfäden 3 an einen Greifer
erfolgt z.B. mittels einer Schussfadenauswahlvorrichtung für die Schussfadenart 19.
Derartige Ausführungen sind dem Fachmann bekannt.
[0030] Die Steuereinrichtung 8 der Webmaschine ist weiterhin mit Eingabemitteln 21 und Speichermitteln
22 ausgestattet.
[0031] Die Einrichtungen zum Schusseintrag können natürlich auch als Webschützen, Projektile
oder Einrichtungen zum pneumatischen Schusseintrag ausgeführt sein.
[0032] An der Webmaschine gemäß den Figuren 1 und 2 ist weiterhin eine Webblatteinrichtung
7,7.1,10 zum Anschlagen des Schussfadens 3 an einen Geweberand 13 vorhanden, die aus
einer Webblattlagerung 10 mit Webblattzähnen 7 und einem Rietbund 7.1 besteht. Diese
Webblattzähne 7 bilden zwischen sich einseitig nach oben offene Aufnahmeräume, so
genannte Rietlücken 14, sodass Fäden, die in Richtung der Kettfäden 1 von hinten nach
vorne durch die Webmaschine laufen, von oben in diese Rietlücken 14 eintauchen und
somit von den Webblattzähnen 7 in Schussrichtung 12 geführt werden können.
[0033] Die Webblattzähne 7 sind über den Rietbund 7.1 an der Webblattlagerung 10 befestigt
und führen zusammen mit dieser bei jedem Bewegungszyklus der Webmaschine eine Anschlagbewegung
15 - 15.1 aus. Schließlich ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren
1 und 2 eine Verschiebeeinrichtung 5 mit einer Prismenführung auf dem Rahmen des Webschafts
angebracht, an der drei Führungsmittel 11 angebracht sind, mit denen drei Effektfäden
2 in der Schussrichtung 12 um den Weg A verschoben werden können.
[0034] Als Führungsmittel 11 werden im vorliegenden Ausführungsbeispiel Nadeln mit Fadenösen
18 verwendet, von denen eine oder mehrere mit einem Ende an einem Nadelbalken befestigt
sind. Dieser Nadelbalken bildet zusammen mit einer in Schussrichtung 12 verlaufenden
prismenförmigen Linearführung die Verschiebeeinrichtung 5, die zusammen mit einem
elektromotorischen Antrieb als Verschiebeantrieb 6 an der Vorderseite eines Webschafts
befestigt ist. Als Verschiebeantrieb 6 wird ein Linearantrieb vorgesehen, dessen Stator
in den Rahmen des Webschafts oder in die prismenförmige Linearführung integriert ist.
[0035] Durch den Verschiebeantrieb 6, der die Verschiebeeinrichtung 5 antreibt, sind in
jedem Bewegungszyklus der Webmaschine Verschiebewege A der Effektfäden 2 vorgebbar.
Der jeweilige Verschiebeweg A ist über eine Steuereinrichtung 8 und den Verschiebeantrieb
6 für jeden Bewegungszyklus der Webmaschine von einem Datensatz ableitbar. Ein Computerprogramm,
das in der Steuereinrichtung 8 abläuft, berechnet aus den Datensätzen die Verschiebewege
A.
[0036] In den Datensätzen können auch Werte zur Ansteuerung der Schussfadenauswahlmittel
und der Mittel zum Halten und Einlegen der Schussfäden gespeichert sein.
1. Verfahren zum Einlegen von Schussfadenenden in ein Webfach (1.1, 1.2) einer Webmaschine,
wobei das Webfach (1.1, 1.2) durch Fachbildemittel (4) gebildet wird, durch die Kettfäden
(1) vertikal bewegt werden und wobei mit Hilfe von Schussfadenauswahlmitteln (19)
ein erster Schussfaden (3) ausgewählt wird, der mittels Schusseintragsmitteln in das
Webfach (1.1, 1.2) eingetragen und mit einer Webblatteinrichtung (7,7.1,10) an einen
Geweberand (13) angeschlagen wird und wobei der angeschlagene erste Schussfaden mit
Haltemitteln für den Schussfaden im Bereich der Gewebekante in einer bestimmten Position
gehalten wird, wobei nach dem Schusseintrag durch die Fachbildemittel (4) ein Wechsel
des Webfachs (1.1, 1.2) durchgeführt wird und wobei weiterhin vorgesehen ist, dass
der erste Schussfaden mit Hilfe der Haltemittel für den Schussfaden verschoben wird,
sodass der erste Schussfaden in eine Position gelangt, in der er mit Hilfe einer Schussfadenschere
geschnitten wird, wobei ein erstes Schussfadenende entsteht, das sodann von einem
Einlegemittel erfasst wird, durch das das erste Schussfadenende in das Webfach (1.1,
1.2) eingelegt wird, weiterhin wird ein zweiter Schussfaden mit Hilfe des Schussfadenauswahlmittels
(19) ausgewählt und mit den Schusseintragsmitteln in das Webfach (1.1, 1.2) eingetragen,
woraufhin der zweite Schussfaden mittels der Webblatteinrichtung (7,7.1,10) gemeinsam
mit dem ersten Schussfadenende an den Geweberand (13) angeschlagen wird und worauf
der angeschlagene zweite Schussfaden mit den Haltemitteln für den Schussfaden im Bereich
der Gewebekante (13) in einer bestimmten Position gehalten wird und wobei nach dem
Schusseintrag durch die Fachbildemittel (4) ein Wechsel des Webfachs (1.1, 1.2) durchgeführt
wird und wobei der zweite Schussfaden mit Hilfe der Haltemittel für den Schussfaden
in eine Position verschoben wird, in der er mit Hilfe der Schussfadenschere geschnitten
wird, sodass ein zweites Schussfadenende entsteht, das sodann von dem Einlegemittel
erfasst und in das Webfach (1.1, 1.2) eingelegt wird, wobei im normalen Webbetrieb
zwischen den beiden aufeinander folgenden Schusseintragsvorgängen für den ersten und
zweiten Schussfaden folgende Vorgänge ablaufen
- es findet ein weiterer Webblattanschlag (15.1) durch die Webblatteinrichtung (7,
7.1, 10) statt, wobei jedoch die Schussfadenauswahlmittel (19) derartig angesteuert
werden, dass kein Schussfaden (3) eingetragen und an den Geweberand (13) angeschlagen
wird und
- die Haltemittel für den Schussfaden werden derartig angesteuert, dass kein Fadenende
des ersten eingetragenen Schussfaden in das Webfach (1.1, 1.2) eingelegt wird und
- ein in Kettrichtung verlaufender Effektfaden (2) zur Bildung von Zusatzschusseffekten
wird mittels einer Verschiebeeinrichtung (5) in Schussrichtung (12) an der Webmaschine
verschoben.
1. Method for tucking-in weft thread ends into a loom shed (1.1, 1.2) of a weaving machine,
wherein the loom shed (1.1, 1.2) is formed by shedding means (4) by which warp threads
(1) are moved vertically, and wherein with the aid of weft thread selection means(19)
a first weft thread (3) is selected, which is inserted into the loom shed (1.1, 1.2)
by means of weft insertion means and is beat-up against a fabric fell (13) with a
weaving reed device (7, 7.1 ,10), and wherein the beat-up first weft thread is held
in a certain position in the area of the fabric selvedge with holding means for the
weft thread, wherein after the weft insertion a change of the loom shed (1.1, 1.2)is
carried out by the shedding means (4), and wherein it is further provided that the
first weft thread is displaced with the aid of the holding means for the weft thread
so that the first weft thread comes into a position in which it is cut with the aid
of a weft thread shear, wherein a first weft thread end arises, which is then grasped
by a tucking means, by which the first weft thread end is tucked into the loom shed
(1.1, 1.2), furthermore a second weft thread is selected with the aid of the weft
thread selection means (19) and is inserted into the loom shed (1.1, 1.2) with the
weft insertion means, whereupon the second weft thread in common together with the
first weft thread end is beat-up against the fabric fell (13) by means of the weaving
reed device (7, 7.1, 10), and whereupon the beat-up second weft thread is held in
a certain position in the area of the fabric selvedge (13) with the holding means
for the weft thread, and wherein after the weft insertion a change of the loom shed
(1.1, 1.2) is carried out by the shedding means (4), and wherein the second weft thread
with the aid of the holding means for the weft thread is displaced into a position
in which it is cut with the aid of the weft thread shear, so that a second weft thread
end arises which is then grasped by the tucking means and tucked into the loom shed
(1.1, 1.2), wherein in the normal weaving operation, between the two successive weft
insertion processes for the first and second weft thread, the following processes
occur:
a further weaving reed beat-up (15.1) by the weaving reed device (7, 7.1, 10) takes
place, wherein however the weft thread selection means (19) are actuated in such a
manner so that no weft thread (3) is inserted and beat-up against the fabric fell
(13), and
the holding means for the weft thread are actuated in such a manner so that no thread
end of the first inserted weft thread is tucked into the loom shed (1.1, 1.2), and
an effect thread (2) extending in the warp direction for forming additional weft effects
is displaced in the weft direction (12) in the weaving machine by means of a displacing
device (5).
1. Procédé d'introduction d'extrémités de fil de trame dans une foule (1.1, 1.2) d'un
métier à tisser, la foule (1.1, 1.2) étant formée par le biais de moyens de formation
de foule (4), à travers laquelle des fils de chaîne (1) sont déplacés verticalement
et, à l'aide de moyens de sélection de fils de trame (19), un premier fil de trame
(3) étant sélectionné, puis introduit dans la foule (1.1, 1.2) à l'aide de moyens
d'introduction de trame et soumis à un battage au niveau d'une bordure de tissu (13)
par le biais d'un dispositif à peignes (7, 7.1, 10) et le premier fil de trame soumis
au battage étant maintenu dans une position définie, à l'aide de moyens de retenue
pour le fil de trame, dans la zone du bord de tissu, après introduction de la trame
à travers les moyens de formation de foule (4), un changement de la foule (1.1, 1.2)
étant réalisé, il est également prévu que le premier fil de trame soit déplacé à l'aide
des moyens de retenue pour le fil de trame, de sorte que le premier fil de trame parvienne
à une position, dans laquelle il est coupé à l'aide d'un coupe-fil de trame, il en
résulte une première extrémité de fil de trame, qui est saisie dans un moyen d'introduction,
par le biais duquel la première extrémité de fil de trame est introduite dans la foule
(1.1, 1.2), en outre, un deuxième fil de trame est sélectionné à l'aide des moyens
de sélection de fils de trame (19) et introduit par les moyens d'introduction de trame
dans la foule (1.1, 1.2), après quoi le deuxième fil de trame est soumis conjointement
avec la première extrémité de fil de trame à un battage au moyen du dispositif à peignes
(7, 7.1, 10) au niveau de la bordure de tissu (13), puis le deuxième fil de trame
soumis à un battage est maintenu dans une position définie avec les moyens de retenue
pour le fil de trame dans la zone du bord de tissu (13), après introduction de la
trame par le biais des moyens de formation de foule (4), un changement de la foule
(1.1, 1.2) étant réalisé et le deuxième fil de trame étant déplacé, à l'aide des moyens
de retenue pour le fil de trame, dans une position, dans laquelle il est coupé au
moyen du coupe-fil de trame, de sorte qu'il en résulte une deuxième extrémité de fil
de trame, qui est ensuite saisie par le moyen d'introduction et introduite dans la
foule (1.1, 1.2), lors du tissage normal, entre les deux opérations d'introduction
de fil de trame successives pour les premier et deuxième fils de trame, les opérations
suivantes ayant lieu
- un battage supplémentaire (15.1) est réalisé par le dispositif à peignes (7, 7.1,
10), les moyens de sélection de fils de trame (19) étant cependant commandés de sorte
qu'aucun fil de trame (3) ne soit introduit et soumis à un battage au niveau du bord
de tissu (13) et
- les moyens de retenue pour le fil de trame sont commandés de sorte qu'aucune extrémité
du premier fil de trame introduit ne soit introduite dans la foule (1.1, 1.2) et
- un fil d'effet (2) s'étendant dans le sens de la chaîne, destiné à former des effets
de trame supplémentaires est déplacé au moyen d'un dispositif de déplacement (5) dans
le sens de la trame (12) sur le métier à tisser.