[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät mit einem Wasserkreislauf im Inneren
des Kältegerätes.
[0002] Die Druckschrift
DE 11 2006 000 552 T5 beschreibt eine Kühlvorrichtung mit einem Flüssigkeitsversorgungssystem für eine
Benutzervorrichtung mit einem Schutzsystem, um von einem möglichen Auslaufen von Flüssigkeit
herrührendes Überlaufen zu verhindern.
[0003] Die Druckschrift
EP 1 624 266 A1 offenbart ein Kältegerät mit einem Hydraulikkreislauf, umfassend eine Wasserverteilung
und Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. Die Vorrichtung umfasst ein erstes
Magnetventil und zweites Magnetventil in dem Wasserkreislauf und ein elektronisches
Steuersystem. Das elektronische Steuersystem ist geeignet, die Magnetventile zu betätigen,
um den Wasserfluss in der Schaltung und den Wasserfluss in dem Verteiler zu steuern,
sowie die Wassermenge zu bestimmen.
Die Druckschrift
DE 10 2006 002 445 A1 offenbart einen Flüssigkeitstank, der in einem Kühlschrank verbaut ist. Der Flüssigkeitstank
ist zur Aufbewahrung und Kühlung von Flüssigkeit vorgesehen. Über einen Spenderabschnitt
wird die gekühlte Flüssigkeit abgegeben. Der Spenderabschnitt umfasst ein Endstück,
das einen Endbereich des Reservoirabschnittes überstehend umgibt und ein Rückschlagventil
umfasst, dass an den Reservoirabschnitt angrenzend in das Endstück eingesteckt ist.
[0004] Die Druckschrift
US 5 782 263 A offenbart eine Flut-Steuervorrichtung, dessen Volumen in einem kontinuierlichen stetigen
Fluss zu einem Haus oder Gebäude steht und den Fluidfluss schaltet, wenn eine voreingestellte
maximale Grenze des geförderten Fluids durch Lecks im Wassersystem erreicht ist.
[0005] Es ist die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, ein Kältegerät mit wasserführenden
Komponenten anzugeben, bei dem das Kältegerät und seine Umgebung weitergehend vor
möglichen Folgen eines Wasserlecks geschützt sind.
[0006] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand mit den Merkmalen nach dem unabhängigen Anspruch
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Figuren,
der Beschreibung und der abhängigen Ansprüche.
[0007] Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Kältegerät mit einer
Wasserleitung im Inneren des Kältegerätes gelöst, bei dem das Kältegerät eine Auffangwanne
zum Sammeln von Leckwasser und ein Leerrohr zum Leiten des Leckwassers aus der Wasserleitung
im Inneren des Leerrohres zu der Auffangwanne umfasst. Dadurch wird beispielsweise
der technische Vorteil erreicht, dass Leckwasser aus einem Schlauch über die Leerrohre
zur Schlauchführung abgeführt werden kann.
[0008] Erfindungsgemäß ist die Auffangwanne in einem Ventilgehäuse mit einem Funktionsventil
zum steuerbaren Ausgeben von Wasser angeordnet. Dadurch wird beispielsweise der technische
Vorteil erreicht, dass zusätzlich Leckwasser aufgefangen werden kann, das aus einem
Funktionsventil austritt.
[0009] Beim erfindungsgemäßen Kältegerät umfasst das Ventilgehäuse einen Anschluss für einen
Zulaufschlauch von einem Wasseranschluss des Kältegerätes, der einen Außenschlauch
und einen Innenschlauch umfasst. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil
erreicht, dass Leckwasser aus dem Innenschlauch des Zulaufschlauches direkt in das
Innere des Ventilgehäuses geleitet wird.
[0010] Unter einem Kältegerät wird insbesondere ein Haushaltskältegerät verstanden, also
ein Kältegerät, das zur Haushaltsführung in Haushalten oder im Gastronomiebereich
eingesetzt wird, und insbesondere dazu dient Lebensmittel und/oder Getränke bei bestimmten
Temperaturen zu lagern, wie beispielsweise ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank, eine
Kühlgefrierkombination, eine Gefriertruhe oder ein Weinkühlschrank.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes umfasst die Auffangwanne
einen Überlauf zum Ableiten von Leckwasser zu einer Verdunstungsschale. Dadurch wird
beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass Leckwasser in einem zusätzlichen
Auffangvolumen gesammelt werden kann.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes ist das Leerrohr
in einer Wand des Kältegerätes eingeschäumt. Dadurch wird beispielsweise der technische
Vorteil erreicht, dass selbst bei einem Leck des Leerrohrs ein unmittelbarer Austritt
von Wasser verhindert wird.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes ist die Verdunstungsschale
unterhalb des Ventilgehäuses angeordnet. Dadurch wird beispielsweise der technische
Vorteil erreicht, dass ein kompaktes Ventilgehäuse realisiert werden kann.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes ist die Verdunstungsschale
in thermischem Kontakt mit einem Verdichter angeordnet. Dadurch wird beispielsweise
der technische Vorteil erreicht, dass eine Verdunstung von gesammeltem Waser aus der
Verdunstungsschale erhöht wird.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes umfasst das Ventilgehäuse
einen Anschluss für ein Leerrohr. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil
erreicht, dass das Leerrohr auf das Ventilgehäuse aufgesteckt werden kann und Leckwasser
direkt in das Innere des Ventilgehäuses geleitet wird.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes umfasst das Kältegerät
ein Sicherheitsventil zum Absperren des Wasseranschlusses. Dadurch wird beispielsweise
der technische Vorteil erreicht, dass ein Wasserkreislauf im Inneren des Kältegerätes
drucklos geschaltet werden kann.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes ist die Auffangwanne
in dem Ventilgehäuse integriert. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil
erreicht, dass sich der Aufbau des Kältegerätes vereinfacht.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes umfasst das Ventilgehäuse
eine Leckerfassungseinrichtung zum Erfassen eines Lecks in dem Wasserkreislauf. Dadurch
wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass bei einem erfassten Leck
automatisch geeignete Maßnahmen durchgeführt werden können.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes umfasst die Leckerfassungseinrichtung
einen Mikroschalter zum Unterbrechen einer Stromzufuhr bei einem erfassten Leck. Dadurch
wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass ein Kurzschluss bei austretendem
Wasser verhindert wird.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes umfasst die Leckerfassungseinrichtung
einen Schwimmer zum Betätigen des Mikroschalters. Dadurch wird beispielsweise der
technische Vorteil erreicht, dass ein Leckwasserpegel auf einfache Weise erfasst werden
kann.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes umfasst das Ventilgehäuse
ein Rückschlagventil zwischen dem Anschluss für einen Zulaufschlauch und dem Funktionsventil.
Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass ein unbeabsichtigtes
Austreten von Wasser aus dem Kältegerät verhindert wird.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Kältegerätes ist die Verdunstungsschale
aus einem thermisch leitfähigen Material gebildet. Dadurch wird beispielsweise der
technische Vorteil erreicht, dass sich die Verdunstung des Wassers aus der Verdunstungsschale
erhöht.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Kältegerätes;
- Fig. 2
- ein Kältegerät mit Wasserführung; und
- Fig. 3
- einen Aufbau eines Ventilgehäuses und weitere Funktionskomponenten.
[0025] Fig.1 zeigt einen Kühlschrank stellvertretend für ein allgemeines Kältegerät 100.
Der Kühlschrank dient beispielsweise zur Kühlung von Lebensmitteln und umfasst einen
Kältemittelkreislauf mit einem Verdampfer, einem Verdichter, einem Verflüssiger und
einem Drosselorgan. Der Verdampfer ist ein Wärmeaustauscher, in dem nach der Expansion
das flüssige Kältemittel durch Wärmeaufnahme von dem zu kühlenden Medium, d.h. der
Luft im Inneren des Kühlschranks, verdampft wird.
[0026] Der Verdichter ist ein mechanisch betriebenes Bauteil, das Kältemitteldampf vom Verdampfer
absaugt und bei einem höheren Druck zum Verflüssiger ausstößt. Der Verflüssiger ist
ein Wärmeaustauscher, in dem nach der Kompression das verdampfte Kältemittel durch
Wärmeabgabe an ein äußeres Kühlmedium, d.h. die Umgebungsluft, verflüssigt wird. Das
Drosselorgan ist eine Vorrichtung zur ständigen Verminderung des Druckes durch Querschnittsverengung.
[0027] Das Kältemittel ist ein Fluid, das für die Wärmeübertragung in dem kälteerzeugenden
System verwendet wird, das bei niedrigen Temperaturen und niedrigem Druck des Fluids
Wärme aufnimmt und bei höherer Temperatur und höherem Druck des Fluids Wärme abgibt,
wobei üblicherweise Zustandsänderungen des Fluids inbegriffen sind.
[0028] Fig. 2 zeigt eine Wasserführung im Kältegerät 100 von der Gerätefront aus gesehen.
Das Kältegerät 100 ist an eine externe Wasserversorgung angeschlossen und ist mit
einer automatischen Eis- und/oder Wasserausgabe mit entsprechenden wasserführenden
Komponenten ausgestattet. Das Kältegerät 100 ist an einen externen Wasseranschluss
117 durch einen Zulaufschlauch 127 angeschlossen, der eine Zulaufleitung von dem Wasseranschluss
117 bildet. Der Zulaufschlauch 127 umfasst ein elektrisches Sicherheitsventil 121,
das direkt am Wasseranschluss 117 angeordnet ist und vom Kältegerät 100 angesteuert
wird. Das Sicherheitsventil 121 befindet sich am Anfang des Zulaufschlauches 127.
[0029] Das Sicherheitsventil 121 dient als ein Wasserventil im Wasserkreislauf des Kältegerätes
100 und sperrt den Leitungsdruck an dem externen Wasseranschluss 117 ab, sodass der
nachfolgende Wasserkreislauf im Inneren des Kältegerätes 100 drucklos geschaltet wird.
[0030] Der Zulaufschlauch 127 weist einen Innenschlauch 125 auf, der das Wasser von dem
Wasseranschluss 117 zum Kältegerät 100 führt und einen Außenschlauch 123, der den
Innenschlauch 125 umgibt und das mögliche Leckwasser von dem Innenschlauch 125 oder
dem Sicherheitsventil 121 und deren Verbindungsstellen zu einer Auffangwanne 103 führt.
Der Zulaufschlauch 127 ist mit einem Ventilgehäuse 113 verbunden, das im Inneren des
Kältegerätes 100 angeordnet ist und eine Leckerfassungseinrichtung 101 umfasst. Aus
dem Funktionsventil und dem Ventilgehäuse 113 führt eine Wasserleitung 111 zu einem
automatischen Eisbereiter 139 und/oder zu einer anderen Wasserausgabe.
[0031] In dem Ventilgehäuse 113 ist die Auffangwanne 103 für das Leckwasser integriert.
Das Ventilgehäuse 113 dient gleichzeitig als ein Aufnahmegehäuse für ein Funktionsventil
und für die Komponenten, die für die Leckerfassung zuständig sind. Leckstellen im
Inneren des Kältegerätes 100 können insbesondere an Verbindungsstellen oder Anschlusspunkten
von unterschiedlichen wasserführenden Komponenten auftreten.
[0032] Die elastische Wasserleitung 111 wird durch ein Leerrohr 109 zur Schlauchführung
geführt, das im Isolationsschaum des Kältegerätes 100 verlegt ist. Das Leerrohr 109
dient der einfachen Schlauchverlegung. Darüber hinaus dient das Leerrohr 109 zur Abführung
des Leckwassers, welches im Verlauf der Wasserleitung 111 und deren Verbindungsstelle
zu weiteren Komponenten auftreten kann. Zu diesem Zweck sind die Leerrohre 109 so
mit dem Ventilgehäuse 113 verbunden, dass das Leckwasser in die Auffangwanne 103 im
Inneren des Ventilgehäuses 113 geleitet wird. Insbesondere können die Anschlussstellen
und Übergänge unterschiedlicher wasserführender Komponenten durch umgebende Leerrohre
109 vor einem Wasseraustritt geschützt sein.
[0033] Fig. 3 zeigt einen Aufbau des Ventilgehäuses 113 und weitere Funktionskomponenten.
Das Kältegerät 100 umfasst das Sicherheitsventil 121 am Wasseranschluss 117 und das
Funktionsventil 115 im Inneren des Kältegerätes 100. Das Funktionsventil 115 ermöglicht
einen geregelten Wasserdurchfluss zur Ausgabe von Wasser aus dem Wasserkreislauf.
Das Sicherheitsventil 115 ist ein Ventil ohne eine Durchflussregelung zum vollständigen
Freigeben oder Sperren der Wasserzuführung.
[0034] Das Sicherheitsventil 121 und das Funktionsventil 115 sind in Reihe geschaltet. Das
Funktionsventil 115 ist in Richtung des Wasserflusses im Wasserkreislauf nach dem
Sicherheitsventil 121 angeordnet. Selbst falls eines der beiden Ventile eine Wasserzufuhr
aufgrund einer Fehlfunktion nicht mehr schließen können sollte, kann in diesem Fall
die Wasserzufuhr von dem anderen der beiden Ventile geschlossen werden. Auch bei einem
temporär tropfenden Ventil kann daher die Wasserzufuhr vollständig geschlossen werden.
[0035] Sowohl das Sicherheitsventil 121 als auch das Funktionsventil 115 können von einer
Steuereinrichtung elektrisch geschaltet werden. Durch die elektronische Ansteuerung
der Ventile ist sowohl ein gleichzeitiges als auch ein zeitversetztes Ein- und Ausschalten
der Ventile möglich.
[0036] Die wasserführenden Komponenten und deren Wasseranschlüsse sind in dem Ventilgehäuse
113 derart angeordnet, dass möglicherweise auftretendes Leckwasser in der Auffangwanne
103 gesammelt wird. Die Auffangwanne 103 weist einen Überlauf 105 für gesammeltes
Leckwasser auf. Der Überlauf 105 dient zum einen dazu, die elektrischen Komponenten
vor steigendem Leckwasser zu schützen und zum anderen der Abführung des überschüssigen
Leckwassers.
[0037] Um dieses überschüssige Leckwasser aufzufangen, ist die Auffangwanne 103 oberhalb
von einer Verdunstungsschale 107 angeordnet. Der eigentliche Zweck der Verdunstungsschale
107 liegt im Auffangen von Abtauwasser aus dem Kältegerät 100. Durch die Anordnung
der Auffangwanne 103 über der Verdunstungsschale 107 entsteht ein zusätzliches Auffangvolumen
für das Leckwasser, so dass das Ventilgehäuse 113 selbst möglichst kompakt ausgeführt
werden kann.
[0038] Das Leckwasser wird zur Auffangwanne 103 als Teil der Leckerfassungseinrichtung 101
geführt. Dort ist ein Schwimmer 131 angeordnet, der durch das steigende Leckwasser
aufschwimmt und über einen Schalterhebel 133 einen Mikroschalter 129 betätigt. Die
Auffangwanne 103 im Inneren des Ventilgehäuses 113 weist ein geringes Auffangvolumen
für Leckwasser auf. Zur Betätigung des Mikroschalters 129 mittels des Schwimmers 131
im Falle eines Lecks ist daher lediglich ein geringes Wasservolumen erforderlich.
Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass bereits bei geringen Mengen an austretendem
Wasser ein Leck zuverlässig erfasst werden kann. Strömt weiteres Wasser aus dem Leck
aus, wird dieses über den Überlauf 105 kontrolliert an die Verdunstungsschale 107
mit einem größeren Auffangvolumen weitergeleitet. Die Auffangwanne 103 ist oberhalb
der Verdunstungsschale 107 angeordnet, so dass Wasser aufgrund der Schwerkraft in
die Verdunstungsschale vom Überlauf 105 in die Verdunstungsschale 107 fließt. Zu diesem
Zweck kann der Überlauf 105 mit der Verdunstungsschale 107 mittels eines Schlauches
verbunden sein.
[0039] Dadurch wird sowohl eine Erfassung des Lecks durch geringe Mengen an Leckwasser als
auch ein Austritt des Leckwassers verhindert. Zudem kann aufgrund des geringen Auffangvolumens
der Auffangwanne 103 das Ventilgehäuse 117 in einer kompakten Bauform hergestellt
werden.
[0040] Der Mikroschalter 129 ist so in den Stromkreis des Sicherheitsventils 121 eingebunden,
dass er die Stromzufuhr zum Sicherheitsventil 121 unterbricht. Die Stromzufuhr ist
beispielsweise durch eine Stromnetzversorgung bereitgestellt. Dadurch ist gewährleistet,
dass im Falle einer Leckage das Sicherheitsventil 121 mechanisch von Stromzuführung
getrennt ist. Stromleitungen und die Leitungsverbinder im Inneren des Kältegerätes
100 sind räumlich so angeordnet, dass diese nicht mit Wasser in Kontakt kommen können.
Dazu sind wasserführende Komponenten und mögliche Leckstellen unterhalb der elektrischen
Stromleitungen und Stecker angeordnet.
[0041] Dadurch wird das Sicherheitsventil 121 bei einem Leck geschlossen und der Wasserfluss
zum Kältegerät 100 wird an der Anschlussstelle zur Wasserversorgung unterbrochen.
Der betätigte Mikroschalter 129 gibt ein Signal an eine Steuereinrichtung aus, so
dass eine Stromzufuhr zu dem Funktionsventil 115 über die Steuereinrichtung ebenfalls
unterbrochen wird. Bei unterbrochener Stromzufuhr befinden sich sowohl das Funktionsventil
115 als auch das Sicherheitsventil 121 im geschlossenen Zustand. Wird die Stromzufuhr
unterbrochen, schließen sich die Ventile demnach automatisch. Die direkte Unterbrechung
der Stromzuführung bietet mechanisch eine maximale Abschaltsicherheit.
Wird ein Wasserleck von der Leckerfassungseinrichtung 101 mit dem Mikroschalter 129
erfasst, wird ein sichtbarer oder hörbarer Alarm am Bedienteil des Kältegerätes 100
ausgegeben.
[0042] Zudem ist in dem Ventilgehäuse 113 ein Rückschlagventil 133 zwischen dem Sicherheitsventil
121 und dem Funktionsventil 115 eingebaut. Das Rückschlagventil 133 verhindert ein
unkontrolliertes Ausströmen von Wasser aus dem Wasserkreislauf des Kältegerätes, beispielsweise
wenn das Kältegerät 100 bei einer Demontage von einer externen Wasserversorgung getrennt
wird. Daneben verhindert das Rückschlagventil 133, dass das im Kältegerät 100 befindliche
Wasser zurück in die Hauswasserleitung fließt. Durch die Verwendung des Rückschlagventils
133 im Inneren des Wasserkreislaufs kann dies auf eine besonders sichere und platzsparende
Weise erreicht werden. Im Gegensatz zu anderen Haushaltsgeräten, wie beispielsweise
Geschirrspülern, die eine freie Fließstrecke verwenden, ist die Verwendung des Rückschlageventils
133 im Wasserkreislauf des Kältegerätes 100 problemlos möglich, da das Wasser im Wasserkreislauf
des Kältegerätes 100 keine Schmutzreste mit sich führt und eine hohe Wasserqualität
aufweist.
[0043] Die Verlegung von Wasserleitungen 111 im Kältegerät 100 erfolgt über die Leerrohre
109, in denen Schläuche geführt sind. Diese Leerrohre 109 werden zur Leitung des Leckwassers
von den wasserführenden Komponenten zu der Auffangwanne 103 verwendet. Zu diesem Zweck
weist das Ventilgehäuse 113 einen Leerrohranschluss 135 mit einem Schlauchausgang
143 auf. Der Zulaufschlauch 127 von dem Sicherheitsventil 121 ist an einem Anschluss
119 mit einem Schlaucheingang mit dem Ventilgehäuse 113 verbunden.
[0044] Die Auffangwanne 103 weist den Überlauf 105 auf, der direkt über einer Verdunstungsschale
107 liegt. Das Funktionsventil 115 ist mechanisch über ein Verbindungsteil 141 mit
dem Rückschlagventil 133 gekoppelt. Zusätzlich weist das Ventilgehäuse 113 mehrere
Steckanschlüsse 137 zur Versorgung der Leckerfassungseinrichtung mit elektrischer
Energie auf. Die Steckanschlüsse 137 dienen der Zuführung von elektrischer Energie
oder zur Übermittlung von Steuersignalen. Ein erster Steckanschluss 137 ist beispielsweise
zur Energieversorgung des Funktionsventils 115 vorgesehen, ein zweiter Steckanschluss
137 ist beispielsweise zur Übermittlung von elektrischen Signalen von dem Mikroschalter
129 vorgesehen und ein dritter Steckanschluss 137 ist zum Anschließen einer Steuerleitung
für das Sicherheitsventil 121 vorgesehen.
[0045] In weiteren Ausführungsformen kann das Rückschlagventil 133 zwischen dem Sicherheitsventil
121 und dem Wasseranschluss 117 positioniert sein. Der Zulaufschlauch 127 kann ohne
ein Verbindungsstück direkt an dem Sicherheitsventil 121 angeschlossen sein. Das Funktionsventil
115 kann direkt hinter dem Sicherheitsventil 121 im Zulaufschlauch 127 integriert
sein.
[0046] Das erläuterte System kann in allen Kältegeräten eingesetzt werden, wie beispielsweise
Kühl-, Gefrier- oder Kombigeräte. Durch das System wird eine Verhinderung von Schäden
durch Leckwasser aus wasserführenden Komponenten und deren Verbindungsstellen erreicht.
Eine direkte Anordnung des Sicherheitsventils 121 am Wasseranschluss 117 ermöglicht
ein druckloses Wassersystem im Inneren des Kältegerätes 100, wenn kein Wasser vom
Kältegerät 100 angefordert wird. Durch eine Kombination aus Sicherheitsventil 121
und Funktionsventil 115 wird eine erhöhte Funktionssicherheit des Wasserkreislaufes
erreicht. Die Leerrohre 109 im Isolationsschaum des Kältegerätes 100 dienen nicht
nur der Führung von Wasserleitungen und Schläuchen, sondern auch zur Abführung von
Leckwasser. Das Sicherheitsventil 121 und/oder das Funktionsventil 115 können durch
ein Magnetventil gebildet sein.
[0047] Durch den Überlauf 105 für Leckwasser aus der Auffangwanne 103 in die Verdunstungsschale
107 kann das Ventilgehäuse 113 in kompakter Weise realisiert werden. Die Verdunstungsschale
107 kann einen Teil des Ventilgehäuses 113 bilden. Daneben kann die Verdunstungsschale
107 aus einem thermisch leitfähigen Material wie Metall oder Blech gebildet sein,
so dass sich die Übertragung von Wärme auf die Verdunstungsschale 107 verbessert und
die Verdunstung erhöht wird.
[0048] Alle in Verbindung mit einzelnen Ausführungsformen der Erfindung erläuterten und
gezeigten Merkmale können in unterschiedlicher Kombination in dem erfindungsgemäßen
Gegenstand vorgesehen sein, um gleichzeitig deren vorteilhafte Wirkungen zu realisieren.
[0049] Der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung ist durch die Ansprüche gegeben und
wird durch die in der Beschreibung erläuterten oder den Figuren gezeigten Merkmale
nicht beschränkt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0050]
- 100
- Kältegerät
- 101
- Leckerfassungseinrichtung
- 103
- Auffangwanne
- 105
- Überlauf
- 107
- Verdunstungsschale
- 109
- Leerrohr
- 111
- Wasserleitung
- 113
- Ventilgehäuse
- 115
- Funktionsventil
- 117
- Wasseranschluss
- 119
- Anschluss
- 121
- Sicherheitsventil
- 123
- Außenschlauch
- 125
- Innenschlauch
- 127
- Zulaufschlauch/Zulaufleitung
- 129
- Mikroschalter
- 131
- Schwimmer
- 133
- Rückschlagventil
- 135
- Leerrohranschluss
- 137
- Steckanschluss
- 139
- Eisbereiter
- 141
- Verbindungsteil
- 143
- Schlauchausgang
1. Kältegerät (100) mit einer Wasserleitung (111) im Inneren des Kältegerätes (100),
das eine Auffangwanne (103) zum Sammeln von Leckwasser umfasst, wobei das Kältegerät (100) ein Leerrohr (109) zum Leiten des Leckwassers aus der Wasserleitung
(111) im Inneren des Leerrohres (109) zu der Auffangwanne (103) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangwanne (103) in einem Ventilgehäuse (113) mit einem Funktionsventil (115)
zum steuerbaren Ausgeben von Wasser angeordnet ist und das Ventilgehäuse (113) eine
Leckerfassungseinrichtung (101) zum Erfassen eines Lecks in dem Wasserkreislauf umfasst.
2. Kältegerät (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangwanne (103) einen Überlauf (105) zum Ableiten von Leckwasser zu einer
Verdunstungsschale (107) umfasst.
3. Kältegerät (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Leerrohr (109) in einer Wand des Kältegerätes (100) eingeschäumt ist.
4. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdunstungsschale (107) unterhalb des Ventilgehäuses (113) angeordnet.
5. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdunstungsschale (107) in thermischem Kontakt mit einem Verdichter angeordnet
ist.
6. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (113) einen Anschluss (135) für das Leerrohr (109) umfasst.
7. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das das Ventilgehäuse (113) einen Anschluss (119) für einen Zulaufschlauch (127)
von einem Wasseranschluss (117) des Kältegerätes (100) umfasst, der einen Außenschlauch
(123) und einen Innenschlauch (125) umfasst.
8. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kältegerät (100) ein Sicherheitsventil (121) zum Absperren des Wasseranschlusses
(117) umfasst.
9. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangwanne (103) in dem Ventilgehäuse (113) integriert ist.
10. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leckerfassungseinrichtung (101) einen Mikroschalter (129) zum Unterbrechen einer
Stromzufuhr bei einem erfassten Leck umfasst.
11. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leckerfassungseinrichtung (101) einen Schwimmer (131) zum Betätigen des Mikroschalters
(129) umfasst.
12. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (113) ein Rückschlagventil (133) zwischen dem Anschluss (119) für
einen Zulaufschlauch (127) und dem Funktionsventil (115) umfasst.
13. Kältegerät (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdunstungsschale (107) aus einem thermisch leitfähigen Material gebildet ist.
1. Refrigeration appliance (100) comprising a water pipe (111) inside the refrigeration
appliance (100) which comprises a collecting tray (103) for collecting leakage water,
wherein the refrigeration appliance (100) comprises an empty conduit (109) for conducting
the leakage water from the water pipe (111) inside the empty conduit (109) to the
collecting tray (103), characterised in that the collecting tray (103) is arranged in a valve housing (113) comprising a function
valve (115) for the controllable dispensing of water and the valve housing (113) comprises
a leakage detection device (101) for detecting a leakage in the water circuit.
2. Refrigeration appliance (100) according to claim 1, characterised in that the collecting tray (103) comprises an overflow (105) for diverting leakage water
to an evaporation tray (107).
3. Refrigeration appliance (100) according to claim 1 or 2, characterised in that the empty conduit (109) is incorporated by foam in a wall of the refrigeration appliance
(100).
4. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the evaporation tray (107) is arranged below the valve housing (113).
5. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the evaporation tray (107) is arranged in thermal contact with a compressor.
6. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the valve housing (113) comprises a connector (135) for the empty conduit (109).
7. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the valve housing (113) comprises a connection (119) for an inlet hose (127) from
a water supply connection (117) of the refrigeration appliance (100), said inlet hose
comprising an outer hose (123) and an inner hose (125).
8. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the refrigeration appliance (100) comprises a safety valve (121) for shutting off
the water supply connection (117).
9. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the collecting tray (103) is integrated in the valve housing (113).
10. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the leakage detection device (101) comprises a microswitch (129) for interrupting
a power supply in the event of a detected leakage.
11. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the leakage detection device (101) comprises a float (131) for actuating the microswitch
(129).
12. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the valve housing (113) comprises a non-return valve (133) between the connection
(119) for an inlet hose (127) and the function valve (115).
13. Refrigeration appliance (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the evaporation tray (107) is formed from a thermally conductive material.
1. Appareil frigorifique (100) comprenant une conduite d'eau (111) à l'intérieur de l'appareil
frigorifique (100) qui comprend un bac de réception (103) destiné à rassembler l'eau
de fuite ; dans lequel l'appareil frigorifique (100) comprend un tube vide (109) destiné
à guider l'eau de fuite à partir de la conduite d'eau (111) à l'intérieur du tube
vide (109) en direction du bac de réception (103), caractérisé en ce que le bac de réception (103) est disposé dans un logement de soupape (113) comprenant
une soupape fonctionnelle (115) pour la distribution réglable d'eau et le logement
de soupape (113) comprend un mécanisme de détection de fuite (101) pour la détection
d'une fuite dans le circuit d'eau.
2. Appareil frigorifique (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bac de réception (103) comprend un trop-plein (105) destiné à la dérivation de
l'eau de fuite en direction d'une cuvette d'évaporation (107).
3. Appareil frigorifique (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le tube vide (109) est enveloppé de mousse dans une paroi de l'appareil frigorifique
(100).
4. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la cuvette d'évaporation (107) est disposée en dessous du logement de soupape (113).
5. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la cuvette d'évaporation (107) est disposée en contact thermique avec un compresseur.
6. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le logement de soupape (113) comprend un raccord (135) pour le tube vide (109).
7. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le logement de soupape (113) comprend un raccord (119) pour un tuyau d'arrivée (127)
d'une alimentation en eau (117) de l'appareil frigorifique (100), qui comprend un
tuyau externe (123) et un tuyau interne (125).
8. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appareil frigorifique (100) comprend une soupape de sûreté (121) destinée à bloquer
l'alimentation en eau (117).
9. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le bac de réception (103) est intégré dans le logement de soupape (113).
10. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le mécanisme de détection de fuite (101) comprend un microrupteur (129) destiné à
interrompre une alimentation en courant dans le cas d'une détection de fuite.
11. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le mécanisme de détection de fuite (101) comprend un flotteur (131) pour l'activation
du microrupteur (129).
12. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le logement de soupape (113) comprend un clapet antiretour (133) entre le raccord
(119) pour un tuyau d'arrivée (127) et la soupape fonctionnelle (115).
13. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la cuvette d'évaporation (107) est réalisée à partir d'un matériau thermoconducteur.