Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Wandsägesystems
beim Erstellen eines Trennschnittes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Aus
EP 1 693 173 B1 ist ein Verfahren zur Steuerung eines Wandsägesystems beim Erstellen eines Trennschnittes
in einem Werkstück zwischen einem ersten Endpunkt und einem zweiten Endpunkt bekannt.
Das Wandsägesystem umfasst eine Führungsschiene und eine Wandsäge mit einem Sägekopf,
einer motorischen Vorschubeinheit, die den Sägekopf parallel zu einer Vorschubrichtung
entlang der Führungsschiene verschiebt und mindestens einem Sägeblatt, das an einem
Sägearm des Sägekopfes befestigt und von einem Antriebsmotor um eine Drehachse angetrieben
wird. Der Sägearm ist mittels eines Schwenkmotors um eine Schwenkachse schwenkbar
ausgebildet. Durch eine Schwenkbewegung des Sägearms um die Schwenkachse wird die
Eindringtiefe des Sägeblattes in das Werkstück verändert. Die motorische Vorschubeinheit
umfasst einen Führungsschlitten und einen Vorschubmotor, wobei der Sägekopf auf dem
Führungsschlitten angebracht und über den Vorschubmotor entlang der Führungsschiene
verschoben wird. Zur Überwachung des Wandsägesystems ist eine Sensoreinrichtung mit
einem Schwenkwinkelsensor und einem Wegsensor vorgesehen. Der Schwenkwinkelsensor
misst den momentanen Schwenkwinkel des Sägearms und der Wegsensor misst die aktuelle
Position des Sägekopfes auf der Führungsschiene. Die gemessenen Werte für den aktuellen
Schwenkwinkel des Sägearms und die aktuelle Position des Sägekopfes werden regelmäßig
an eine Kontrolleinheit der Wandsäge übermittelt.
[0003] Das bekannte Verfahren zur Steuerung eines Wandsägesystems ist in einen Vorbereitungsteil
und eine, von der Kontrolleinheit gesteuerten Bearbeitung des Trennschnittes unterteilt.
Im Vorbereitungsteil legt der Bediener zumindest den Sägeblattdurchmesser des Sägeblattes,
die Positionen des ersten und zweiten Endpunktes in Vorschubrichtung und die Endtiefe
des Trennschnittes fest; weitere Parameter können das Material des zu bearbeitenden
Werkstückes und die Abmessungen von eingebetteten Armierungseisen sein. Aus den eingegebenen
Parametern bestimmt die Kontrolleinheit für den Trennschnitt eine geeignete Hauptschnittfolge
von Hauptschnitten, wobei die Hauptschnittfolge zumindest einen ersten Hauptschnitt
mit einem ersten Hauptschnittwinkel des Sägearms und einem ersten Durchmesser des
verwendeten Sägeblattes sowie einen folgenden zweiten Hauptschnitt mit einem zweiten
Hauptschnittwinkel des Sägearms und einem ersten Durchmesser des verwendeten Sägeblattes
umfasst.
[0004] Nach dem Start der gesteuerten Bearbeitung wird der Sägekopf in eine Startposition
positioniert. In der Startposition wird der Sägearm in einer negativen Drehrichtung
um die Schwenkachse geschwenkt und unter dem negativen ersten Hauptschnittwinkel angeordnet.
Der Sägekopf wird in einer positiven Vorschubrichtung entlang der Führungsschiene
in Richtung des zweiten Endpunktes verfahren, wobei sich der Sägearm bei der Bearbeitung
in einer ziehenden Anordnung befindet. Vor dem Erreichen des zweiten Endpunktes wird
der Sägekopf angehalten und in einer, zur positiven Vorschubrichtung entgegen gerichteten,
negativen Vorschubrichtung hinreichend weit zurückgesetzt. Der Sägearm wird in einer,
zur negativen Drehrichtung entgegen gerichteten, positiven Drehrichtung aus dem negativen
ersten Hauptschnittwinkel in einen positiven Hauptschnittwinkel des Sägearms umgeschwenkt.
[0005] In einer ersten Variante wird der Sägearm aus dem negativen ersten Hauptschnittwinkel
in den positiven ersten Hauptschnittwinkel umgeschwenkt und der Sägekopf wird in der
positiven Vorschubrichtung auf den zweiten Endpunkt zu bewegt, wobei sich der Sägearm
in einer stoßenden Anordnung befindet. Bei Erreichen des zweiten Endpunktes wird die
Vorschubrichtung umgekehrt und der Sägekopf wird in der negativen Vorschubrichtung
auf den ersten Endpunkt zu bewegt, wobei sich der Sägearm in einer ziehenden Anordnung
befindet. Vor dem ersten Endpunkt wird der Sägekopf angehalten und in der positiven
Vorschubrichtung hinreichend weit zurückgesetzt. Der Sägearm wird aus dem positiven
ersten Hauptschnittwinkel in den negativen ersten Hauptschnittwinkel umgeschwenkt
und der Sägekopf wird in der negativen Vorschubrichtung auf den ersten Endpunkt zu
bewegt, wobei sich der Sägearm in einer stoßenden Anordnung befindet.
[0006] In einer zweiten Variante wird der Sägearm aus dem negativen ersten Hauptschnittwinkel
in den positiven zweiten Hauptschnittwinkel umgeschwenkt und der Sägekopf wird in
der positiven Vorschubrichtung auf den zweiten Endpunkt zu bewegt, wobei sich der
Sägearm in einer stoßenden Anordnung befindet. Bei Erreichen des zweiten Endpunktes
wird die Vorschubrichtung umgekehrt und der Sägekopf wird in der negativen Vorschubrichtung
auf den ersten Endpunkt zu bewegt, wobei sich der Sägearm in einer ziehenden Anordnung
befindet. Vor dem ersten Endpunkt wird der Sägekopf angehalten und in der positiven
Vorschubrichtung hinreichend weit zurückgesetzt. Der Sägearm wird aus dem negativen
zweiten Hauptschnittwinkel in einen positiven Hauptschnittwinkel umgeschwenkt und
der Sägekopf wird in der negativen Vorschubrichtung auf den ersten Endpunkt zu bewegt,
wobei sich der Sägearm in einer stoßenden Anordnung befindet. Wenn der zweite Hauptschnitt
den letzten Hauptschnitt darstellt, wird der Sägearm in den positiven zweiten Hauptschnittwinkel
umgeschwenkt. Wenn ein dritter Hauptschnitt mit einem dritten Hauptschnittwinkel durchgeführt
wird, wird der Sägearm aus dem negativen zweiten Hauptschnittwinkel in den positiven
dritten Hauptschnittwinkel des dritten Hauptschnittes umgeschwenkt. Die Verfahrensschritte
werden solange wiederholt, bis die Endtiefe des Trennschnittes erreicht ist.
[0007] Das bekannte Verfahren zur Steuerung eines Wandsägesystems hat den Nachteil, dass
der Sägekopf vor der Bearbeitung in stoßender Anordnung des Sägearms zurückgesetzt
wird. Beim Zurücksetzen erfolgen lediglich eine Positionierung des Sägekopfes und
keine Bearbeitung des Werkstückes. Die zur Positionierung erforderliche Zeit verlängert
vor allem bei kurzen Schnitten die Nebenzeiten.
Darstellung der Erfindung
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Steuerung
eines Wandsägesystems mit einer hohen Bearbeitungsqualität zu entwickeln, bei dem
die Nebenzeiten zum Positionieren des Sägekopfes und des Sägearms reduziert sind.
[0009] Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren zur Steuerung eines Wandsägesystems
erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Sägekopf bei der von der Kontrolleinheit
gesteuerten Bearbeitung so verfahren wird, dass eine, dem zweiten Endpunkt zugewandte
zweite Begrenzung der Wandsäge mit dem zweiten Endpunkt zusammenfällt, wobei die zweite
Begrenzung der Wandsäge durch einen, dem zweiten Endpunkt zugewandten, zweiten oberen
Austrittspunkt des verwendeten Sägeblattes an einer Oberseite des Werkstückes gebildet
wird, wenn der zweite Endpunkt kein Hindernis darstellt, durch eine, dem zweiten Endpunkt
zugewandte, zweite Sägeblattkante des verwendete Sägeblattes, wenn der zweite Endpunkt
ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung ohne Blattschutz erfolgt, und durch eine,
dem zweiten Endpunkt zugewandte, zweite Blattschutzkante des verwendete Blattschutzes,
wenn der zweite Endpunkt ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung mit Blattschutz
erfolgt.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung eines Wandsägesystems hat den Vorteil,
dass eine Bearbeitung mit einem ziehend und stoßend angeordneten Sägearm möglich ist
und Nebenzeiten zum Positionieren des Sägekopfes durch eine entsprechende Positionssteuerung
des Sägekopfes reduziert sind. Ein schmaler Schnittspalt wird dadurch erreicht, dass
der erste Hauptschnitt der Hauptschnittfolge grundsätzlich mit einem ziehend angeordneten
Sägearm erfolgt und das Sägeblatt bei den folgenden Hauptschnitten mit stoßend angeordnetem
Sägearm durch den schmalen Schnittspalt des ersten Hauptschnittes geführt wird. Ein
Trennschnitt, bei dem der Sägearm abwechselnd ziehend und stoßend angeordnet wird,
hat den Vorteil, dass die zum Positionieren des Sägekopfes und Schwenken des Sägearms
notwendigen Nebenzeiten gegenüber einer Bearbeitung mit einem ausschließlich ziehend
angeordneten Sägearm reduziert sind.
[0012] Bevorzugt werden vor dem Start der von der Kontrolleinheit gesteuerten Bearbeitung
zusätzlich eine Sägearmlänge des Sägearms, die als Abstand zwischen der Schwenkachse
des Sägearms und der Drehachse des Sägeblattes definiert ist, und ein Abstand zwischen
der Schwenkachse und der Oberseite des Werkstückes festgelegt. Für eine gesteuerte
Bearbeitung eines Trennschnittes müssen der Kontrolleinheit verschiedene Parameter
bekannt sein. Dazu gehören die Sägearmlänge, die eine feste gerätespezifische Größe
der Wandsäge darstellt, und der senkrechte Abstand zwischen der Schwenkachse und der
Oberfläche des Werkstückes, die neben der Geometrie der Wandsäge auch von der Geometrie
der verwendeten Führungsschiene abhängt.
[0013] Besonders bevorzugt wird vor dem Start der gesteuerten Bearbeitung zusätzlich eine
erste Breite für einen, beim ersten Hauptschnitt, verwendeten Blattschutz und eine
zweite Breite für einen, beim zweiten Hauptschnitt, verwendeten Blattschutz festgelegt,
wobei die erste und zweite Breite jeweils aus einem ersten Abstand der Drehachse zur
ersten Blattschutzkante und einem zweiten Abstand der Drehachse zur zweiten Blattschutzkante
zusammengesetzt sind. Wenn ein Endpunkt ein Hindernis darstellt, erfolgt die Positionssteuerung
des Sägekopfes über die, dem Hindernis zugewandte, Blattschutzkante des verwendeten
Blattschutzes. Bei einem asymmetrischen Blattschutz sind der erste und zweite Abstand
der Drehachse zu den Blattschutzkanten verschieden, wohingegen bei einem symmetrischen
Blattschutz der erste und zweite Abstand der Blattschutzkanten mit der halben Breite
des Blattschutzes übereinstimmen.
[0014] Bevorzugt fällt der zweite obere Austrittspunkt des verwendeten Sägeblattes mit dem
zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum zweiten Endpunkt
von √[h
1·(D
1 - h
1)] + δ·sin(-α
1) aufweist, wobei h
1 = h(-α
1) = D
1/2 - Δ - δ cos(-α
1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen ersten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die zweite Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
fällt mit dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum zweiten
Endpunkt von D
1/2 + δ·sin(-α
1) aufweist, und die zweite Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes fällt mit
dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum zweiten Endpunkt
von B
1b + δ·sin(-α
1) aufweist.
[0015] Besonders bevorzugt wird der Sägekopf in einer, zur positiven Vorschubrichtung entgegen
gerichteten, negativen Vorschubrichtung so positioniert, dass die zweite Begrenzung
der Wandsäge nach der Schwenkbewegung des Sägearms in den negativen zweiten Hauptschnittwinkel
mit dem zweiten Endpunkt zusammenfällt. Dabei fällt nach der Schwenkbewegung des Sägearms
in den negativen zweiten Hauptschnittwinkel der zweite obere Austrittspunkt des verwendeten
Sägeblattes mit dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand
zum zweiten Endpunkt von √[h
2·(D
2 - h
2)] + δ·sin(-α
2) aufweist, wobei h
2 = h(-α
2) = D
2/2 - Δ - δ·cos(-α
2) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen zweiten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die zweite Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
fällt mit dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum zweiten
Endpunkt von D
2/2 + δ·sin(-α
2) aufweist, und die zweite Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes fällt mit
dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum zweiten Endpunkt
von B
2b + δ·sin(-α
2) aufweist.
[0016] In einer bevorzugten Weiterentwicklung wird der Sägekopf bei der gesteuerten Bearbeitung
des zweiten Hauptschnittes so verfahren wird, dass eine, dem ersten Endpunkt zugewandte
erste Begrenzung der Wandsäge mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wobei die erste
Begrenzung der Wandsäge durch einen, dem ersten Endpunkt zugewandten, ersten oberen
Austrittspunkt des verwendeten Sägeblattes an der Oberseite des Werkstückes gebildet
wird, wenn der erste Endpunkt kein Hindernis darstellt, durch eine, dem ersten Endpunkt
zugewandte, erste Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes, wenn der erste Endpunkt
ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung ohne Blattschutz erfolgt, und durch eine,
dem ersten Endpunkt zugewandte, erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes,
wenn der erste Endpunkt ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung mit Blattschutz
erfolgt.
[0017] In einer ersten Ausführungsform stellt der zweite Hauptschnitt den letzten Hauptschnitt
der Hauptschnittfolge dar und die Wandsäge wird nach dem zweiten Hauptschnitt in eine
Endposition verfahren. Die Anzahl der Hauptschnitte hängt unter anderem von der Spezifikation
des verwendeten Sägeblattes, der Härte des Werkstoffes, der Leistung und dem Drehmoment
des Antriebsmotors für das Sägeblatt sowie von der Endtiefe des Trennschnittes ab.
[0018] In einer zweiten Ausführungsform weist die Hauptschnittfolge einen, auf den zweiten
Hauptschnitt folgenden, dritten Hauptschnitt mit einem dritten Hauptschnittwinkel
des Sägearms, einem dritten Durchmesser des verwendeten Sägeblattes und einer dritten
Breite des verwendeten Blattschutzes mit einem ersten und zweiten Abstand aufweist,
wobei der Sägearm beim dritten Hauptschnitt in einer ziehenden Anordnung angeordnet
wird und der Sägekopf in der positiven Vorschubrichtung verfahren wird.
[0019] Der Sägekopf wird in der positiven Vorschubrichtung so positioniert, dass die erste
Begrenzung der Wandsäge nach der Schwenkbewegung des Sägearms in den negativen dritten
Hauptschnittwinkel mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt.
[0020] Dabei fällt nach der Schwenkbewegung des Sägearms in den negativen dritten Hauptschnittwinkel
der erste obere Austrittspunkt des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt
zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt von √[h
3·(D
3 - h
3)] - δ·sin(-α
3) aufweist, wobei h
3 = h(-α
3) = D
3/2 - Δ - δ·cos(-α
3) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen dritten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die erste Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
fällt mit dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten
Endpunkt von D
3/2 - δ· sin(-α
3) aufweist, und die erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes fällt mit
dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt
von B
3a - δ·sin(-α
3) aufweist.
[0021] Der erste und zweite Hauptschnitt werden mit einem Sägeblatt und einem Blattschutz
durchgeführt oder alternativ wird der erste Hauptschnitt von einem ersten Sägeblatt
und einem ersten Blattschutz durchgeführt, wobei das erste Sägeblatt einen ersten
Sägeblattdurchmesser und der erste Blattschutz eine erste Blattschutzbreite aufweisen,
und der zweite Hauptschnitt wird mit einem zweiten Sägeblatt und einem zweiten Blattschutz
durchgeführt, wobei das zweite Sägeblatt einen zweiten Sägeblattdurchmesser und der
zweite Blattschutz eine zweite Blattschutzbreite aufweisen. Die Anzahl der Hauptschnitte
und die dabei verwendeten Sägeblattdurchmesser hängen unter anderem von der Spezifikation
des Sägeblattes, der Härte des Werkstoffes, der Leistung und dem Drehmoment des Antriebsmotors
für das Sägeblatt sowie von der Endtiefe des Trennschnittes ab.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform stellt der erste Hauptschnitt der Hauptschnittfolge
einen Vorschnitt dar und der Sägekopf wird nach dem Start der von der Kontrolleinheit
gesteuerten Bearbeitung parallel zur Vorschubrichtung in eine Startposition positioniert,
wobei in der Startposition die, dem ersten Endpunkt zugewandte, erste Begrenzung der
Wandsäge nach der Schwenkbewegung in den negativen ersten Hauptschnittwinkel mit dem
ersten Endpunkt zusammenfällt, wobei die erste Begrenzung der Wandsäge durch den ersten
oberen Austrittspunkt des verwendeten Sägeblattes an der Oberseite des Werkstückes
gebildet wird, wenn der erste Endpunkt kein Hindernis darstellt, durch die erste Sägeblattkante
des verwendeten Sägeblattes, wenn der erste Endpunkt ein Hindernis darstellt und die
Bearbeitung ohne Blattschutz erfolgt, und durch die erste Blattschutzkante des verwendeten
Blattschutzes, wenn der erste Endpunkt ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung
mit Blattschutz erfolgt.
[0023] Besonders bevorzugt fällt in der Startposition der erste obere Austrittspunkt mit
dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt
von √[h
1·(D
1 - h
1)] - δ·sin(-α
1) aufweist, wobei h
1 = h(-α
1, D
1) = D
1/2 - Δ - δ·cos(-α
1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen ersten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die erste Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
fällt mit dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten
Endpunkt von D
1/2 - δ·sin(-α
1) aufweist, und die erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes fällt mit
dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt
von B
1a - δ·sin(-α
1) aufweist.
[0024] Der Sägekopf wird mit dem, unter dem negativen ersten Hauptschnittwinkel, geneigten
Sägearm in der positiven Vorschubrichtung verfahren und der erste Hauptschnitt des
Trennschnittes mit einem ziehend angeordneten Sägearm durchgeführt. Durch den ziehend
angeordneten Sägearm wird ein schmaler Schnittspalt erreicht, der bei folgenden Hauptschnitten
eine Führung für den stoßend angeordneten Sägearm darstellt.
[0025] In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Hauptschnittfolge einen,
vor dem ersten Hauptschnitt durchzuführenden Vorschnitt mit einem nullten Hauptschnittwinkel
des Sägearms, einem nullten Durchmesser des verwendeten Sägeblattes und einer nullten
Breite des verwendeten Blattschutzes mit einem ersten und zweiten Abstand umfasst,
wobei der Sägearm beim Vorschnitt in einer ziehenden Anordnung angeordnet wird und
der Sägekopf in der negativen Vorschubrichtung verfahren wird. Durch den ziehend angeordneten
Sägearm wird ein schmaler Schnittspalt erreicht, der bei folgenden Hauptschnitten
eine Führung für den stoßend angeordneten Sägearm darstellt.
[0026] Der Sägekopf wird nach dem Start der von der Kontrolleinheit gesteuerten Bearbeitung
parallel zur Vorschubrichtung für den Vorschnitt in eine Startposition positioniert,
wobei in der Startposition die, dem zweiten Endpunkt zugewandte, zweite Begrenzung
der Wandsäge nach der Schwenkbewegung in den positiven nullten Hauptschnittwinkel
mit dem zweiten Endpunkt zusammenfällt. Dabei fällt nach der Schwenkbewegung in den
positiven nullten Hauptschnittwinkel der zweite obere Austrittspunkt des verwendeten
Sägeblattes mit dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand
zum zweiten Endpunkt (E
2) von √[h
0·(D
0 - h
0)] + δ·sin(+α
0) aufweist, wobei h
0 = h(+α
0, D
0) = D
0/2 - Δ - δ· cos(+α
0) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim positiven nullten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die zweite Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
fällt mit dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum zweiten
Endpunkt von D
0/2 + δ·sin(+α
0) aufweist, und die zweite Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes fällt mit
dem zweiten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum zweiten Endpunkt
von B
0b + δ·sin(+α
0) aufweist.
[0027] Der Sägekopf wird mit dem, unter dem positiven nullten Hauptschnittwinkel, geneigten
Sägearm in der negativen Vorschubrichtung verfahren. Durch den ziehend angeordneten
Sägearm wird ein schmaler Schnittspalt erreicht, der bei folgenden Hauptschnitten
eine Führung für den stoßend angeordneten Sägearm darstellt.
[0028] Der Sägekopf wird so verfahren, dass die erste Begrenzung der Wandsäge mit dem ersten
Endpunkt zusammenfällt, wobei die erste Begrenzung der Wandsäge durch den ersten oberen
Austrittspunkt des verwendeten Sägeblattes an der Oberseite des Werkstückes gebildet
wird, wenn der erste Endpunkt kein Hindernis darstellt, durch die erste Sägeblattkante
des verwendeten Sägeblattes, wenn der erste Endpunkt ein Hindernis darstellt und die
Bearbeitung ohne Blattschutz erfolgt, und durch die erste Blattschutzkante des verwendeten
Blattschutzes, wenn der erste Endpunkt ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung
mit Blattschutz erfolgt. Dabei fällt der erste obere Austrittspunkt des verwendeten
Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand
zum ersten Endpunkt von √[h
0·(D
0 - h
0)] - δ·sin(+α
0) aufweist, wobei h
0 = h(+α
0, D
0) = D
0/2 - Δ - δ·cos(+α
0) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim positiven nullten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die erste Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
fällt mit dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten
Endpunkt von D
0/2 - δ·sin(+α
0) aufweist, und die erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes fällt mit
dem ersten Endpunkt zusammen, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt
von B
0a - δ·sin(α
0) aufweist.
[0029] Der Wechsel vom Vorschnitt (nullter Hauptschnitt) zum ersten Hauptschnitt kann auf
verschiedene Arten durchgeführt werden. Die Varianten unterscheiden sich dadurch,
wie das Restmaterial des Vorschnittes abgetragen wird. In einer ersten Variante wird
das Material im Vorschnitt vollständig abgetragen. Bei einer zweiten Variante wird
der Sägearm vor Erreichen des ersten Endpunktes in den negativen ersten Hauptschnittwinkel
umgeschwenkt und das Restmaterial vollständig oder zumindest teilweise abgetragen.
Eine dritte Variante verzichtet auf das Abtragen und schwenkt den Sägearm direkt aus
dem positiven nullten Schwenkwinkel in den negativen ersten Hauptschnittwinkel.
[0030] In der ersten Variante wird der Sägekopf so verfahren, dass nach der Schwenkbewegung
des Sägearms in den negativen nullten Hauptschnittwinkel die erste Begrenzung der
Wandsäge mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wobei der erste obere Austrittspunkt
des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse
einen Abstand zum ersten Endpunkt von √[h
0·(D
0 - h
0)] - δ·sin(-α
0) aufweist, wobei h
0 = h(-α
0, D
0) = D
0/2 - Δ - δ·cos(-α
0) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen nullten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die erste Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten
Endpunkt von D
0/2 - δ·sin(-α
0) aufweist, und die erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes mit dem ersten
Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt von
B
0a - δ·sin(-α
0) aufweist.
[0031] Nach dem Umschwenken des Sägearms wird der Sägekopf in der positiven Vorschubrichtung
um eine Weglänge von mindestens 2δ·|sin(-α
0)| verfahren und der Sägekopf anschließend so positioniert, dass die erste Begrenzung
der Wandsäge nach der Schwenkbewegung des Sägearms in den negativen ersten Hauptschnittwinkel
mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wobei der erste obere Austrittspunkt des verwendeten
Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand
zum ersten Endpunkt von √[h
1·(D
1 - h
1)] - δ·sin(-α
1) aufweist, wobei h
1 = h(-α
1, D
1) = D
1/2 - Δ - δ·cos(-α
1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen ersten
Hauptschnittwinkel mit dem ersten Durchmesser bezeichnet, die erste Sägeblattkante
des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse
einen Abstand zum ersten Endpunkt von D
1/2 + δ·sin(-α
1) aufweist, und die erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes mit dem ersten
Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt von
B
1a + δ·sin(-α
1) aufweist.
[0032] In der zweiten Variante wird der Sägekopf in der positiven Vorschubrichtung so verfahren,
dass die erste Begrenzung der Wandsäge nach der Schwenkbewegung des Sägearms in den
negativen ersten Hauptschnittwinkel mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wobei der
erste obere Austrittspunkt des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt,
wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt von √[h
1·(D
1 - h
1)] + δ·sin(-α
1) aufweist, wobei h
1 = h(-α
1, D
1) = D
1/2 - Δ - δ·cos(-α
1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen ersten
Hauptschnittwinkel mit dem ersten Durchmesser bezeichnet, die erste Sägeblattkante
des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse
einen Abstand zum ersten Endpunkt von D
1/2 - δ·sin(-α
1) aufweist, und die erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes mit dem ersten
Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt von
B
1a - δ·sin(-α
1) aufweist.
[0033] In der dritten Variante wird der Sägekopf so verfahren, dass nach der Schwenkbewegung
des Sägearms in den negativen ersten Hauptschnittwinkel die erste Begrenzung der Wandsäge
mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wobei der erste obere Austrittspunkt des verwendeten
Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand
zum ersten Endpunkt von √[h
1·(D
1 - h
1)] - δ·sin(-α
1) aufweist, wobei h
1 = h(-α
1, D
1) = D
1/2 - Δ - δ·cos(-α
1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück beim negativen ersten
Hauptschnittwinkel bezeichnet, die erste Sägeblattkante des verwendeten Sägeblattes
mit dem ersten Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten
Endpunkt von D
1/2 - δ·sin(-α
1) aufweist, und die erste Blattschutzkante des verwendeten Blattschutzes mit dem ersten
Endpunkt zusammenfällt, wenn die Schwenkachse einen Abstand zum ersten Endpunkt von
B
1a - δ·sin(-α
1) aufweist.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren gilt für alle Hauptschnitte, bei denen der Hauptschnittwinkel
kleiner oder gleich einem kritischen Schwenkwinkel ist. Der kritische Schwenkwinkel
entspricht ±90°, wenn der Endpunkt ein Hindernis darstellt, und der kritische Schwenkwinkel
entspricht 180° - arccos[Δ/(δ + D/2)], wenn der Endpunkt einen freien Endpunkt ohne
Hindernis darstellt.
Ausführungsbeispiele
[0035] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen,
vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematischer und/oder
leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung
unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend
die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von
der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der Beschreibung, der Zeichnung
sowie den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln für
sich als auch in beliebiger Kombination für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich
sein. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei
der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale.
Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das
Detail der im Folgenden gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsform oder
beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den
Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei gegebenen Bemessungsbereichen sollen auch
innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig
einsetzbar und beanspruchbar sein. Der Einfachheit halber sind nachfolgend für identische
oder ähnliche Teile oder Teile mit identischer oder ähnlicher Funktion gleiche Bezugszeichen
verwendet.
[0036] Es zeigen:
- FIG. 1
- ein Wandsägesystem mit einer Führungsschiene und einer Wandsäge;
- FIGN. 2A, B
- die Bearbeitung eines Trennschnittes zwischen einem ersten und zweiten freien Endpunkt
ohne Hindernis;
- FIGN. 3A, B
- die Bearbeitung eines Trennschnittes zwischen einem ersten und zweiten Hindernis mit
einem Sägeblatt, das nicht von einem Blattschutz umgeben ist;
- FIGN. 4A, B
- die Bearbeitung eines Trennschnittes zwischen einem ersten und zweiten Hindernis mit
einem Sägeblatt, das von einem Blattschutz umgeben ist;
- FIGN. 5A-L
- das Wandsägesystem der FIG. 1 bei Erstellen eines Trennschnittes zwischen einem ersten
Hindernis und einem zweiten freien Endpunkt ohne Hindernis.
[0037] FIG. 1 zeigt ein Wandsägesystem 10 mit einer Führungsschiene
11, einem, an der Führungsschiene 11 verschiebbar angeordneten, Werkzeuggerät
12 und einer Fernbedienung
13. Das Werkzeuggerät ist als Wandsäge 12 ausgebildet und umfasst eine Bearbeitungseinheit
14 und eine motorische Vorschubeinheit
15. Die Bearbeitungseinheit ist als Sägekopf 14 ausgebildet und umfasst ein als Sägeblatt
ausgebildetes Bearbeitungswerkzeug
16, das an einem Sägearm
17 befestigt ist und von einem Antriebsmotor
18 um eine Drehachse
19 angetrieben wird.
[0038] Zum Schutz des Bedieners ist das Sägeblatt 16 von einem Blattschutz
21 umgeben, der mittels eines Blattschutzhalters am Sägearm 17 befestigt wird. Der Sägearm
17 ist von einem Schwenkmotor
22 um eine Schwenkachse
23 schwenkbar ausgebildet. Der Schwenkwinkel α des Sägearms 17 bestimmt mit einem Sägeblattdurchmesser
D des Sägeblattes 16, wie tief das Sägeblatt 16 in ein zu bearbeitendes Werkstück
24 eintaucht. Der Antriebsmotor 18 und der Schwenkmotor 22 sind in einem Gerätegehäuse
25 angeordnet. Die motorische Vorschubeinheit 15 umfasst einen Führungsschlitten
26 und einen Vorschubmotor
27, der im Ausführungsbeispiel ebenfalls im Gerätegehäuse 25 angeordnet ist. Der Sägekopf
14 ist auf dem Führungsschlitten 26 befestigt und über den Vorschubmotor 27 entlang
der Führungsschiene 11 in einer Vorschubrichtung
28 verschiebbar ausgebildet. Im Gerätegehäuse 25 ist neben den Motoren 19, 22, 27 eine
Kontrolleinheit
29 zur Steuerung des Sägekopfes 14 und der motorischen Vorschubeinheit 15 angeordnet.
[0039] Zur Überwachung des Wandsägesystems 10 und des Bearbeitungsprozesses ist eine Sensoreinrichtung
mit mehreren Sensorelementen vorgesehen. Ein erstes Sensorelement
32 ist als Schwenkwinkelsensor und ein zweites Sensorelement
33 als Wegsensor ausgebildet. Der Schwenkwinkelsensor 32 misst den aktuellen Schwenkwinkel
des Sägearms 17 und der Wegsensor 33 misst die aktuelle Position des Sägekopfes 14
auf der Führungsschiene 11. Die Messgrößen werden vom Schwenkwinkelsensor 32 und Wegsensor
33 an die Kontrolleinheit 29 übermittelt und zur Steuerung der Wandsäge 12 herangezogen.
[0040] Die Fernbedienung 13 umfasst ein Gerätegehäuse
35, eine Eingabeeinrichtung
36, eine Anzeigeeinrichtung
37 und eine Kontrolleinheit
38, die im Inneren des Gerätegehäuses 35 angeordnet ist. Die Kontrolleinheit 38 wandelt
die Eingaben der Eingabeeinrichtung 36 in Steuerbefehle und Daten um, die über eine
erste Kommunikationsverbindung an die Wandsäge 12 übermittelt werden. Die erste Kommunikationsverbindung
ist als draht- und kabellose Kommunikationsverbindung
41 oder als Kommunikationskabel
42 ausgebildet. Die draht- und kabellose Kommunikationsverbindung ist im Ausführungsbeispiel
als Funkverbindung 41 ausgebildet, die zwischen einer ersten Funkeinheit
43 an der Fernbedienung 13 und einer zweiten Funkeinheit
44 am Werkzeuggerät 12 entsteht. Alternativ kann die draht- und kabellose Kommunikationsverbindung
41 in Form einer Infrarot-, Bluetooth-, WLAN- oder Wi-Fi-Verbindung ausgebildet sein.
[0041] FIGN. 2A, B zeigen die Führungsschiene 11 und die Wandsäge 12 des Wandsägesystems 10 der FIG.
1 beim Erstellen eines Trennschnittes
51 im Werkstück 24 der Werkstückdicke d. Der Trennschnitt 51 weist eine Endtiefe
T auf und verläuft in Vorschubrichtung 28 zwischen einem ersten Endpunkt
E1 und einem zweiten Endpunkt
E2. Als
X-Richtung ist eine Richtung parallel zur Vorschubrichtung 28 definiert, wobei die
positive X-Richtung vom ersten Endpunkt E
1 zum zweiten Endpunkt E
2 gerichtet ist, und als
Y-Richtung ist eine Richtung senkrecht zur X-Richtung in die Tiefe des Werkstückes
24 definiert.
[0042] Der Endpunkt eines Trennschnittes kann als freier Endpunkt ohne Hindernis oder als
Hindernis definiert sein. Dabei können beide Endpunkte als freie Endpunkte ohne Hindernis,
beide Endpunkte als Hindernis oder ein Endpunkt als freier Endpunkt und der andere
Endpunkt als Hindernis definiert sein. An einem freien Endpunkt ohne Hindernis kann
ein Überschneiden erlaubt sein. Durch das Überschneiden erreicht die Schnitttiefe
am Endpunkt die Endtiefe T des Trennschnittes. Im Ausführungsbeispiel der FIGN. 2A,
B bilden die Endpunkte E
1, E
2 freie Endpunkte ohne Hindernis, wobei am freien ersten Endpunkt E
1 ein Überschneiden nicht zulässig ist und am zweiten Endpunkt E
2 ein Überschneiden erfolgt ist.
[0043] FIG. 2A zeigt den Sägekopf 14 in einer Montageposition
X0 und den Sägearm 17 in einer Grundposition von 0°. Der Sägekopf 14 wird vom Bediener
mittels des Führungsschlittens 26 in der Montageposition
X0 auf der Führungsschiene 11 positioniert. Die Montageposition
X0 des Sägekopfes 14 liegt zwischen dem ersten und zweiten Endpunkt E
1, E
2 und ist durch die Position der Schwenkachse 23 in Vorschubrichtung 28 bestimmt. Die
Position der Schwenkachse 23 eignet sich besonders als Referenzposition
XRef für die Positionsüberwachung des Sägekopfes 14 und die Steuerung der Wandsäge 12,
da die X-Position der Schwenkachse 23 auch während der Schwenkbewegung des Sägearms
17 unverändert bleibt. Alternativ kann eine andere X-Position am Sägekopf 14 als Referenzposition
festgelegt werden, wobei in diesem Fall zusätzlich der Abstand in X-Richtung zur Schwenkachse
23 bekannt sein muss.
[0044] Die X-Positionen des ersten und zweiten Endpunktes E
1, E
2 sind im Ausführungsbeispiel durch die Eingabe von Teillängen festgelegt. Der Abstand
zwischen der Montageposition
X0 und dem ersten Endpunkt E
1 bestimmt eine erste Teillänge
L1 und der Abstand zwischen der Montageposition X
0 und dem zweiten Endpunkt E
2 eine zweite Teillänge
L2. Alternativ können die X-Positionen der Endpunkte E
1, E
2 durch die Eingabe einer Teillänge (L, oder L
2) und einer Gesamtlänge
L als Abstand zwischen den Endpunkten E
1, E
2 festgelegt werden.
[0045] Der Trennschnitt 51 wird in mehreren Teilschnitten erstellt, bis die gewünschte Endtiefe
T erreicht ist. Die Teilschnitte zwischen dem ersten und zweiten Endpunkt E
1, E
2 werden als Hauptschnitte definiert und die Schnittfolge der Hauptschnitte als Hauptschnittfolge.
An den Endpunkten des Trennschnittes kann eine zusätzliche Eckenbearbeitung durchgeführt
werden, die bei einem Hindernis als Hindernisbearbeitung und bei einem freien Endpunkt
mit Überschneiden als Überschnittbearbeitung bezeichnet wird.
[0046] Die Hauptschnittfolge kann vom Bediener festgelegt werden oder die Kontrolleinheit
des Wandsägesystems legt die Hauptschnittfolge abhängig von mehreren Randbedingungen
fest. Üblicherweise wird der erste Hauptschnitt, der auch als Vorschnitt bezeichnet
wird, mit einer reduzierten Schnitttiefe und einer reduzierten Leistung des Antriebsmotors
ausgeführt, um ein Polieren des Sägeblattes zu verhindern. Die weiteren Hauptschnitte
werden in der Regel mit der gleichen Schnitttiefe ausgeführt, können aber auch unterschiedliche
Schnitttiefen aufweisen. Zu den Randbedingungen, die von einem Bediener üblicherweise
festgelegt werden, gehören die Schnitttiefe des Vorschnittes, die Leistung des Vorschnittes
und die maximale Schnitttiefe der weiteren Hauptschnitte. Aus diesen Randbedingungen
kann die Kontrolleinheit die Hauptschnittfolge bestimmen.
[0047] Die Hauptschnitte eines Trennschnittes werden mit einem Sägeblattdurchmesser oder
mit zwei oder mehr Sägeblattdurchmessern durchgeführt. Wenn mehrere Sägeblätter eingesetzt
werden, beginnt die Bearbeitung in der Regel mit dem kleinsten Sägeblattdurchmesser.
Um das Sägeblatt 16 am Sägearm 17 montieren zu können, muss das Sägeblatt 16 in der
Grundposition des Sägearms 17 oberhalb des Werkstückes 24 angeordnet sein. Ob diese
Randbedingung erfüllt ist, hängt von zwei gerätespezifischen Größen des Wandsägesystems
10 ab, zum einen von einem senkrechten Abstand Δ zwischen der Schwenkachse 23 des
Sägearms 17 und einer Oberseite
53 des Werkstückes 24 und zum anderen von einer Sägearmlänge δ des Sägearms 17, die
als Abstand zwischen der Drehachse 19 des Sägeblattes 16 und der Schwenkachse 23 des
Sägearms 17 definiert ist. Wenn die Summe dieser beiden gerätespezifischen Größen
grösser als der halbe Sägeblattdurchmesser D/2 ist, ist das Sägeblatt 16 in der Grundposition
oberhalb des Werkstückes 24 angeordnet. Die Sägearmlänge δ ist eine feste gerätespezifische
Größe der Wandsäge 12, wohingegen der senkrechte Abstand Δ zwischen der Schwenkachse
23 und der Oberfläche 53 neben der Geometrie der Wandsäge 12 auch von der Geometrie
der verwendeten Führungsschiene 11 abhängt.
[0048] Das Sägeblatt 16 ist auf einem Flansch am Sägearm 17 befestigt und wird im Sägebetrieb
vom Antriebsmotor 18 um die Drehachse 19 angetrieben. In der Grundposition des Sägearms
17, die in FIG. 2A dargestellt ist, beträgt der Schwenkwinkel 0° und die Drehachse
19 des Sägeblattes 16 liegt in Tiefenrichtung 52 oberhalb der Schwenkachse 23. Das
Sägeblatt 16 wird durch eine Schwenkbewegung des Sägearms 17 um die Schwenkachse 23
aus der Grundposition bei 0° in das Werkstück 24 hineinbewegt. Während der Schwenkbewegung
des Sägearms 17 wird das Sägeblatt 16 vom Antriebsmotor 18 um die Drehachse 19 angetrieben.
[0049] Zum Schutz des Bedieners soll das Sägeblatt 16 während des Betriebes vom Blattschutz
21 umgeben sein. Die Wandsäge 12 wird mit Blattschutz 21 oder ohne Blattschutz 21
betrieben. Zur Bearbeitung des Trennschnittes im Bereich der Endpunkte E
1, E
2 kann beispielsweise eine Demontage des Blattschutzes 21 vorgesehen sein. Wenn zur
Bearbeitung des Trennschnittes verschiedene Sägeblattdurchmesser eingesetzt werden,
werden in der Regel auch verschiedene Blattschutze mit entsprechenden Blattschutzbreiten
eingesetzt.
[0050] FIG. 2B zeigt den Sägearm 17, der in einer negativen Drehrichtung
54 unter einem negativen Schwenkwinkel -α geneigt ist. Der Sägearm 17 ist in der negativen
Drehrichtung 54 zwischen Schwenkwinkeln von 0° bis -180° verstellbar und in einer,
zur negativen Drehrichtung 54 entgegen gerichteten, positiven Drehrichtung
55 zwischen Schwenkwinkeln von 0° bis +180° verstellbar. Die in FIG. 2B dargestellte
Anordnung des Sägearms 17 wird als ziehende Anordnung bezeichnet, wenn der Sägekopf
14 in eine positive Vorschubrichtung
56 bewegt wird. Wird der Sägekopf 14 in eine, zur positiven Vorschubrichtung 56 entgegen
gerichtete, negative Vorschubrichtung
57 bewegt, wird die Anordnung des Sägearms 17 als stoßende Anordnung bezeichnet.
[0051] Bei einem Schwenkwinkel von ±180° wird die maximale Eindringtiefe des Sägeblattes
16 in das Werkstück 24 erreicht. Durch die Schwenkbewegung des Sägearms 17 um die
Schwenkachse 23 wird die Position der Drehachse 19 in X-Richtung und in Y-Richtung
verschoben. Dabei ist die Verschiebung der Drehachse 19 von der Sägearmlänge δ und
dem Schwenkwinkel α des Sägearms 17 abhängig. Der Verschiebeweg δ
x in X-Richtung beträgt δ sin(±α) und der Verschiebeweg δ
y in Y-Richtung beträgt δ·cos(±α).
[0052] Das Sägeblatt 16 erzeugt im Werkstück 24 einen Schneidkeil in Form eines Kreissegmentes
mit einer Höhe
h und einer Breite
b. Die Höhe h des Kreissegmentes entspricht der Eindringtiefe des Sägeblattes 16 in
das Werkstück 24. Für die Eindringtiefe h gilt der Zusammenhang D/2 = h + Δ + δ·cos(α),
wobei D den Sägeblattdurchmesser, h die Eindringtiefe des Sägeblattes 16, Δ den senkrechten
Abstand zwischen der Schwenkachse 23 und der Oberseite 53 des Werkstückes 24, δ die
Sägearmlänge und α den ersten Schwenkwinkel bezeichnen, und für die Breite b gilt
der Zusammenhang b
2 = D/2 8h - 4h
2 = 4Dh - 4h
2 = 4h·(D - h), wobei h die Eindringtiefe des Sägeblattes 16 in das Werkstück 24 und
D den Sägeblattdurchmesser bezeichnen.
[0053] Die Steuerung der Wandsäge 12 während des Trennschnittes ist davon abhängig, ob die
Endpunkte als Hindernisse definiert sind, und bei einem Hindernis, ob die Bearbeitung
mit Blattschutz 21 oder ohne Blattschutz 21 erfolgt. Bei einem freien Endpunkt ohne
Hindernis erfolgt die Steuerung der Wandsäge 12 beim erfindungsgemäßen Verfahren über
obere Austrittspunkte des Sägeblattes 16 an der Oberseite 53 des Werkstückes 24. Die
oberen Austrittspunkte des Sägeblattes 16 lassen sich aus der Referenzposition X
Ref der Schwenkachse 23 in X-Richtung, dem Verschiebeweg δ
x der Drehachse 19 in X-Richtung und der Breite b berechnen. Ein, dem ersten Endpunkt
E
1 zugewandter, oberer Austrittspunkt wird als erster oberer Austrittspunkt 58 bezeichnet
und ein, dem zweiten Endpunkt E
2 zugewandter, oberer Austrittspunkt als zweiter oberer Austrittspunkt 59. Für den
ersten oberen Austrittspunkt 58 gilt X(58) = X
Ref + δ
x - b/2 und für den zweiten oberen Austrittspunkt 59 gilt X(59) = X
Ref + δ
x + b/2 mit b = √[h·(D - h)] und h = h(α, D).
[0054] Wenn die Endpunkte E
1, E
2 als Hindernisse definiert sind, ist ein Überfahren der Endpunkte E
1, E
2 mit der Wandsäge 12 nicht möglich. In diesem Fall erfolgt die Steuerung der Wandsäge
12 beim erfindungsgemäßen Verfahren über die Referenzposition X
Ref der Schwenkachse 23 und die Begrenzung der Wandsäge 12. Dabei wird zwischen einer
Bearbeitung ohne Blattschutz 21 und einer Bearbeitung mit Blattschutz 21 unterschieden.
[0055] FIGN. 3A, B zeigen das Wandsägesystem 10 beim Erstellen eines Trennschnittes zwischen dem ersten
Endpunkt E
1 und dem zweiten Endpunkt E
2, die als Hindernisse definiert sind, wobei die Bearbeitung ohne Blattschutz 21 erfolgt.
Bei der Bearbeitung ohne Blattschutz 21 bilden eine erste Sägeblattkante
61, die dem ersten Endpunkt E
1 zugewandt ist, und eine zweite Sägeblattkante
62, die dem zweiten Endpunkt E
2 zugewandt ist, die Begrenzung der Wandsäge 12.
[0056] Die X-Positionen der ersten und zweiten Sägeblattkante 61, 62 in X-Richtung lassen
sich aus der Referenzposition X
Ref der Schwenkachse 23, dem Verschiebeweg δ
x der Drehachse 19 und dem Sägeblattdurchmesser D berechnen. FIG. 3A zeigt die Wandsäge
12 mit dem, in der negativen Drehrichtung 54 unter einem negativen Schwenkwinkel -α
(0° bis -180°) geneigten Sägearm 17. Für die erste Sägeblattkante 61 gilt X(61) =
X
Ref + δ·sin(-α) - D/2 und für die zweite Sägeblattkante 62 gilt X(62) = X
Ref + δ·sin(-α) + D/2. FIG. 3B zeigt die Wandsäge 12 mit dem, in der positiven Drehrichtung
55 unter einem positiven Schwenkwinkel α (0° bis +180°), geneigten Sägearm 17. Für
die erste Sägeblattkante 61 gilt X(61) = X
Ref + δ· sin(α) - D/2 und für die zweite Sägeblattkante 62 gilt X(62) = X
Ref + δ·sin(α) + D/2.
[0057] FIGN. 4A, B zeigen das Wandsägesystem 10 beim Erstellen eines Trennschnittes zwischen dem ersten
Endpunkt E
1 und dem zweiten Endpunkt E
2, die als Hindernisse definiert sind, wobei die Bearbeitung mit Blattschutz 21 erfolgt.
Bei der Bearbeitung ohne Blattschutz 21 bilden eine erste Blattschutzkante
71, die dem ersten Endpunkt E
1 zugewandt ist, und eine zweite Blattschutzkante
72, die dem zweiten Endpunkt E
2 zugewandt ist, die Begrenzung der Wandsäge 12.
[0058] Die X-Positionen der ersten und zweiten Blattschutzkante 71, 72 in X-Richtung lassen
sich aus der Referenzposition X
Ref der Schwenkachse 23, dem Verschiebeweg δ
x der Drehachse 19 und der Blattschutzbreite B berechnen. FIG. 4A zeigt die Wandsäge
12 mit dem, unter einem negativen Schwenkwinkel -α (0° bis -180°), geneigten Sägearm
17 und dem montierten Blattschutz 21 der Blattschutzbreite B. Bei einem asymmetrischen
Blattschutz werden vor dem Start der gesteuerten Bearbeitung die Abstände der Drehachse
19 zu den Blattschutzkanten 71, 72 bestimmt, wobei der Abstand zur ersten Blattschutzkante
71 als erster Abstand
Ba und der Abstand zur zweiten Blattschutzkante 72 als zweiter Abstand
Bb bezeichnet werden.
[0059] Für die erste Blattschutzkante 71 gilt X(71) = X
Ref + δ·sin(α) - B
a und für die zweite Blattschutzkante 72 gilt X(72) = X
Ref + δ·sin(α) + B
b. FIG. 4B zeigt die Wandsäge 12 mit dem, unter einem positiven Schwenkwinkel α (0°
bis +180°), geneigten Sägearm 17 und dem montierten Blattschutz 21 der Blattschutzbreite
B. Für die erste Blattschutzkante 71 gilt X(71) = X
Ref + δ·sin(α) - B
a und für die zweite Blattschutzkante 72 gilt X(72) = X
Ref + δ·sin(α) + B
b.
[0060] FIGN. 2A, B zeigen einen Trennschnitt zwischen zwei Endpunkten E
1, E
2, die als freie Endpunkte ohne Hindernis definiert sind, und FIGN. 3A, B und 4A, B
zeigen einen Trennschnitt zwischen zwei Endpunkten E
1, E
2, die als Hindernisse definiert sind. In der Praxis sind auch Trennschnitte möglich,
bei denen ein Endpunkte als Hindernis definiert ist und der andere Endpunkt einen
freien Endpunkt ohne Hindernis darstellt, wobei die Steuerung der Wandsäge beim freien
Endpunkt über den oberen Austrittspunkt des Sägeblattes erfolgt und beim Hindernis
über die Sägeblattkante (Bearbeitung ohne Blattschutz 21) oder die Blattschutzkante
(Bearbeitung mit Blattschutz 21).
[0061] Der erste obere Austrittspunkt 58, die erste Sägeblattkante 61 und die erste Blattschutzkante
71 werden unter dem Begriff "erste Begrenzung" der Wandsäge 12 zusammen gefasst und
der zweite obere Austrittspunkt 59, die zweite Sägeblattkante 62 und die zweite Blattschutzkante
72 werden unter dem Begriff "zweite Begrenzung" zusammen gefasst.
[0062] FIGN. 5A-L zeigen das Wandsägesystem 10 der FIG. 1 mit der Führungsschiene 11 und der Wandsäge
12 beim Erstellen eines Trennschnittes der Endtiefe T im Werkstück 24 zwischen einem
ersten Endpunkt E
1, der ein Hindernis darstellt, und einem zweiten Endpunkt E
2, der einen freien Endpunkt ohne Hindernis darstellt.
[0063] Die Bearbeitung des Trennschnittes erfolgt mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Steuerung eines Wandsägesystems. Der Trennschnitt wird in einer Hauptschnittfolge
von mehreren Hauptschnitten erstellt, bis die gewünschte Endtiefe T erreicht ist.
Die Hauptschnittfolge umfasst einen ersten Hauptschnitt mit einem ersten Hauptschnittwinkel
α
1 des Sägearms 17, einem ersten Durchmesser
D1 und einer ersten Eindringtiefe
h1 des verwendeten Sägeblattes, einem zweiten Hauptschnitt mit einem zweiten Hauptschnittwinkel
α
2 des Sägearms 17, einem zweiten Durchmesser
D2 und einer zweiten Eindringtiefe
h2 des verwendeten Sägeblattes sowie einen dritten Hauptschnitt mit einem dritten Hauptschnittwinkel
α3 des Sägearms 17, einem dritten Durchmesser
D3 und einer dritten Eindringtiefe
h3 des verwendeten Sägeblattes.
[0064] Der erste, zweite und dritte Hauptschnitt werden im Ausführungsbeispiel vom Sägeblatt
16 mit dem Sägeblattdurchmesser D und vom Blattschutz 21 mit der Blattschutzbreite
B durchgeführt. Die Durchmesser D
1, D
2, D
3 der Hauptschnitte stimmen mit dem Sägeblattdurchmesser D des Sägeblattes 16 überein,
ebenso stimmen die Breiten B
1, B
2, B
3 der Hauptschnitte mit der Blattschutzbreite B des Blattschutzes 21 überein.
[0065] Die Hauptschnitte werden beim erfindungsgemäßen Verfahren mit einem Sägearm 17 durchgeführt,
der abwechselnd ziehend und stoßend angeordnet wird. Die ziehende Anordnung des Sägearms
17 ermöglicht eine stabile Führung des Sägeblattes bei der Bearbeitung und einen schmalen
Schnittspalt. Ein Trennschnitt, bei dem der Sägearm 17 abwechselnd ziehend und stoßend
angeordnet wird, hat den Vorteil, dass die zum Positionieren des Sägekopfes 14 und
Schwenken des Sägearms 17 notwendigen Nebenzeiten gegenüber einer Bearbeitung mit
einem ausschließlich ziehend angeordneten Sägearm 17 reduziert sind. Im Ausführungsbeispiel
wird der Sägekopf 14 beim ersten und dritten Hauptschnitt mit dem ziehend angeordneten
Sägearm 17 in der positiven Vorschubrichtung 56 verfahren; beim zwischen liegenden
zweiten Hauptschnitt wird der Sägekopf 14 mit dem stoßend angeordneten Sägearm 17
in der negativen Vorschubrichtung 57 verfahren. Der Sägearm 17 ist in den drei Hauptschnitten
jeweils in der negativen Drehrichtung 54 angeordnet.
[0066] Die Bearbeitung des Trennschnittes beginnt am ersten Endpunkt E
1. Nach dem Start des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Sägekopf 14 in eine Startposition
XStart positioniert, in der die Schwenkachse 23 einen Abstand von √[h
1·(D
1 - h
1)] - δ·sin(-α
1) zum ersten Endpunkt E
1 aufweist, wobei h
1 = h(-α
1, D
1) = D
1/2 - Δ - δ·cos(-α
1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück 24 beim negativen
ersten Hauptschnittwinkel -α
1 mit dem ersten Durchmesser D
1, der dem Sägeblattdurchmesser D entspricht, bezeichnet. In der Startposition X
Start wird der Sägearm 17 aus der Grundposition bei 0° in der negativen Drehrichtung 54
in den negativen ersten Hauptschnittwinkel -α
1 geschwenkt. Nach der Schwenkbewegung in den negativen ersten Hauptschnittwinkel -α
1 grenzt die erste Blattschutzkante 71 des Blattschutzes 21 an das Hindernis beim ersten
Endpunkt E
1. Anschließend wird der Sägekopf 14 mit dem, unter dem negativen ersten Hauptschnittwinkel
-α
1, geneigten Sägearm 17 und dem rotierenden Sägeblatt 16 in der positiven Vorschubrichtung
56 verfahren (FIG. 5A). Während der Vorschubbewegung wird die Position des Sägekopfes
14 regelmäßig vom Wegsensor 33 gemessen.
[0067] Die Vorschubbewegung des Sägekopf 14 wird angehalten, wenn die Schwenkachse 23 einen
Abstand zum zweiten Endpunkt E
2 von √[h
1·(D
1 - h
1)] + δ·sin(-α
1) aufweist, wobei h
1 = h(-α
1, D
1) = D
1/2 - Δ - δ·cos(-α
1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes 16 in das Werkstück 24 beim negativen
ersten Hauptschnittwinkel -α
1 mit dem ersten Durchmesser D
1, der dem Sägeblattdurchmesser D entspricht, bezeichnet. In dieser Position fällt
der, dem zweiten Endpunkt E
2 zugewandte, zweite obere Austrittspunkt 59 des Sägeblattes 16 mit dem zweiten Endpunkt
E
2 zusammen und der erste Hauptschnitt ist beendet (FIG. 5B).
[0068] Für den zweiten Hauptschnitt wird der Sägekopf 14 in der Vorschubrichtung 28 so positioniert,
dass die Schwenkachse 23 einen Abstand zum zweiten Endpunkt E
2 von √[h
2·(D
2 - h
2)] + δ·sin(-α
2) aufweist, wobei h
2 = h(-α
2, D
2) = D
2/2 - Δ - δ·cos(-α
2) die Eindringtiefe des Sägeblattes 16 in das Werkstück 24 beim negativen zweiten
Hauptschnittwinkel -α
2 mit dem zweiten Durchmesser D
2, der dem Sägeblattdurchmesser D entspricht, bezeichnet (FIG. 5C). In dieser Position
wird der Sägearm 17 aus dem negativen ersten Hauptschnittwinkel -α
1 in den negativen zweiten Hauptschnittwinkel -α
2 geschwenkt (FIG. 5D). Bei der Positionierung in FIG. 5C wird der Abstand so eingestellt,
dass der, dem zweiten Endpunkt E
2 zugewandte, zweite obere Austrittspunkt 59 des Sägeblattes 16 nach der Schwenkbewegung
des Sägearms 17 in den negativen zweiten Hauptschnittwinkel -α
2 mit dem zweiten Endpunkt E
2 zusammenfällt.
[0069] Der Sägekopf 14 wird in der negativen Vorschubrichtung 57 auf den ersten Endpunkt
E
1 zu bewegt, wobei die Position des Sägekopfes 14 während der Vorschubbewegung vom
Wegsensor 33 regelmäßig gemessen wird. Die Vorschubbewegung des Sägekopfes 14 wird
angehalten, wenn die Schwenkachse 23 einen Abstand von B/2 - δ·sin(-α
2) zum ersten Endpunkt E
1 aufweist. In dieser Position grenzt die erste Blattschutzkante 71 des Blattschutzes
21 an das Hindernis beim ersten Endpunkt E
1 an und der zweite Hauptschnitt ist beendet (FIG. 5E).
[0070] Die Schwenkbewegung vom negativen zweiten Hauptschnittwinkel -α
2 in den negativen dritten Hauptschnittwinkel -α
3 erfolgt im Ausführungsbeispiel in zwei Schritten mit einem ersten Zwischenwinkel
-β
1. Die Aufteilung der Schwenkbewegung in mindestens zwei Schritte reduziert die Gefahr,
dass ein Polieren des Sägeblattes 16 auftritt. Ein kleinerer Schwenkwinkel führt dazu,
dass die Bogenlänge des Sägeblattes, die mit dem Werkstück in Eingriff ist, reduziert
wird.
[0071] Im Ausführungsbeispiel wurde die Schwenkbewegung vom negativen ersten Hauptschnittwinkel
-α
1 in den negativen zweiten Hauptschnittwinkel -α
2 in einem Schritt ausgeführt und die Schwenkbewegung vom negativen zweiten Hauptschnittwinkel
-α
2 in den negativen dritten Hauptschnittwinkel -α
3 in zwei Schritten; alternativ kann die Schwenkbewegung in den negativen zweiten Hauptschnittwinkel
-α
2 in mehreren Schritten erfolgen oder die Schwenkbewegung in den negativen dritten
Hauptschnittwinkel -α
3 in einem Schritt. Die Entscheidung, wie viele Schritte erforderlich sind, hängt unter
anderem von der Spezifikation des Sägeblattes, der Härte des Werkstoffes sowie der
Leistung und dem Drehmoment des Antriebsmotors für das Sägeblatt ab. Die Zwischenwinkel
können vom Bediener festgelegt werden oder die Kontrolleinheit des Wandsägesystems
legt die Zwischenwinkel abhängig von verschiedenen Randbedingungen fest. Für das erfindungsgemäße
Verfahren stellen die Hauptschnittwinkel der Hauptschnitte und mögliche Zwischenwinkel
eine Eingangsgröße dar, die zur Steuerung der Wandsäge genutzt wird.
[0072] Vor der Schwenkbewegung des Sägearms 17 in den ersten Zwischenwinkel -β
1 erfolgt ein Positionieren des Sägekopfes 14. Da die Positionierung am Hindernis E
1 erfolgt und der erste Zwischenwinkel -β
1 grösser als -90° ist, ist es nicht möglich, den Sägekopf 14 so zu positionieren,
dass die zweite Blattschutzkante 72 nach der Schwenkbewegung in den ersten Zwischenwinkel
-β
1 an das Hindernis E
1 angrenzt. Das Positionieren des Sägekopfes 14 erfolgt mittels des kritischen Winkels
α
krit von -90° (FIG. 5F) und der Sägearm 17 wird anschließend in den ersten Zwischenwinkel
-β
1 geschwenkt (FIG. 5G). Die Schwenkachse 23 weist beim kritischen Winkel α
krit von -90° einen Abstand von B/2 - δ·sin(-90°) = B/2 + δ zum ersten Endpunkt E
1 auf. Der kritische Winkel α
krit von -90° muss berücksichtigt werden, da der erste Endpunkt E
1 bei der Schwenkbewegung nicht überschritten werden darf.
[0073] Nach der Schwenkbewegung des Sägearms 17 in den ersten Zwischenwinkel -β
1 erfolgt ein Freischneiden des Sägeblattes 16. Dazu wird der Sägekopf 14 mit dem,
unter dem ersten Zwischenwinkel -β
1, geneigten Sägearm 17 und dem rotierenden Sägeblatt 16 in der positiven Vorschubrichtung
56 um eine Weglänge von √[h
3·(D
3 - h
3)] verfahren (FIG. 5H), wobei h
3 = h(-α
3, D
3) = D
3/2 - Δ - δ·cos(-180°) = D
3/2 - Δ + δ die Eindringtiefe des Sägeblattes 16 in das Werkstück 24 beim negativen
dritten Hauptschnittwinkel -α
3 mit dem dritten Durchmesser D
3, der dem Sägeblattdurchmesser D entspricht, bezeichnet.
[0074] Der Sägekopf 14 wird in der negativen Vorschubrichtung 57 auf den ersten Endpunkt
E
1 zu bewegt. Die Vorschubbewegung des Sägekopfes 14 wird angehalten, wenn die Schwenkachse
23 einen Abstand von B/2 - δ·sin(-β
1) zum ersten Endpunkt E
1 aufweist. In dieser Position grenzt die erste Blattschutzkante 71 des Blattschutzes
21 an das Hindernis beim ersten Endpunkt E
1 an (FIG. 5I). Anschließend wird der Sägekopf 14 mittels des kritischen Winkels α
krit von -90° in der Vorschubrichtung 28 positioniert (FIG. 5J) und der Sägearm 17 aus
dem ersten Zwischenwinkel -β
1 in den negativen dritten Hauptschnittwinkel -α
3 geschwenkt (FIG. 5K).
[0075] In einer alternativen Ausführungsform können die Verfahrensschritte in FIG. 5I und
FIG. 5J zusammengefasst werden. Der Sägekopf 14 wird in der negativen Vorschubrichtung
57 auf den ersten Endpunkt E
1 zu bewegt und die Vorschubbewegung des Sägekopfes 14 wird angehalten, wenn die Schwenkachse
23 einen Abstand von B/2 - δ·sin(-β
1) zum ersten Endpunkt E
1 aufweist. In dieser Position wird der Sägearm 17 aus dem ersten Zwischenwinkel -
β
1 in den negativen dritten Hauptschnittwinkel -α
3 geschwenkt.
[0076] Da der dritte Hauptschnitt den letzten Hauptschnitt der Hauptschnittfolge darstellt,
erfolgt vorteilhaft vor der Bearbeitung des letzten Hauptschnittes eine Eckenbearbeitung
des ersten Endpunktes E
1. Dazu wird der Sägekopf 14 mit dem unter -α
3 geneigten Sägearm 17 in der negativen Vorschubrichtung 57 verfahren, bis die erste
Blattschutzkante 71 des Blattschutzes 21 an das Hindernis am ersten Endpunkt E
1 angrenzt (FIG. 5L). Die Eckenbearbeitung des ersten Endpunktes E
1 kann verbessert werden, wenn der Blattschutz 21 demontiert wird und die Eckenbearbeitung
ohne Blattschutz erfolgt. Ohne Blattschutz wird der Sägekopf 14 mit dem unter -α
3 geneigten Sägearm 17 in der negativen Vorschubrichtung 57 verfahren, bis die erste
Sägeblattkante 61 des Sägeblattes 16 mit dem ersten Endpunkt E
1 zusammenfällt.
[0077] Bei harten Werkstoffen des Werkstückes 24 oder leistungsschwachen Antriebsmotoren
18 kann die Eckenbearbeitung am Hindernis E
1 auch in mehreren Schritten mit Zwischenwinkeln durchgeführt werden. In diesem Fall
wird der Sägearm 17 nach der Schwenkbewegung in den dritten Schwenkwinkel -α
3 in eine Anfangsposition verfahren und in der Anfangsposition in den ersten Zwischenwinkel
geschwenkt. Die Anfangsposition wird so berechnet, dass die Schwenkbewegung in alle
Zwischenwinkel der Eckenbearbeitung vor dem ersten Endpunkt E
1 erfolgt und der erste Endpunkt E
1 nicht überschritten wird. Mit dem, unter dem ersten Zwischenwinkel geneigten, Sägearm
17 wird der Sägekopf 14 in der negativen Vorschubrichtung 57 verfahren, bis die Schwenkachse
23 einen Abstand von B/2 zum ersten Endpunkt E
1 aufweist und die erste Blattschutzkante 71 an das Hindernis E
1 angrenzt. Anschließend wird der Sägekopf 14 in die Anfangsposition zurückversetzt,
der Sägearm 17 in den nächsten Zwischenwinkel geschwenkt und der Sägekopf 14 mit dem
geneigten Sägearm 17 in der negativen Vorschubrichtung 57 verfahren, bis die erste
Blattschutzkante 71 an das Hindernis E
1 angrenzt. Diese Verfahrensschritte werden wiederholt, bis der Sägekopf 14 mit dem
unter dem dritten Schwenkwinkel -α
3 geneigten Sägearm 17 in einer Position angeordnet ist, dass die erste Blattschutzkante
71 an das Hindernis E
1 angrenzt. Auch die Eckenbearbeitung in mehreren Zwischenschritten kann ohne Blattschutz
21 durchgeführt werden.
[0078] Nach der Eckenbearbeitung des ersten Endpunktes E
1 wird der dritte Teilschnitt mit dem, unter dem negativen dritten Schwenkwinkel -α
3 geneigten, Sägearm 17 in der positiven Vorschubrichtung 56 ausgeführt (FIG. 5M).
Die Vorschubbewegung des Sägekopfes 14 wird angehalten, wenn die Schwenkachse 23 einen
Abstand von √[h
3·(D
3 - h
3)] + δ·sin(-α
3) zum zweiten Endpunkt E
2 aufweist, wobei h
3 = h(-α
3, D
3) = D
3/2 - Δ - δ·cos(-180°) die Eindringtiefe des Sägeblattes 16 in das Werkstück 24 beim
negativen dritten Schwenkwinkel -α
3 mit dem dritten Durchmesser D
3, der dem Sägeblattdurchmesser D entspricht, bezeichnet.
[0079] Wenn am zweiten Endpunkt E
2 ein Überschnitt erlaubt ist, erfolgt vorteilhaft nach dem dritten Teilschnitt eine
Eckenbearbeitung des zweiten Endpunktes E
2 (FIG. 5N). Bei harten Werkstoffen des Werkstückes 24 oder leistungsschwachen Antriebsmotoren
18 kann die Eckenbearbeitung am zweiten Endpunkt E
2 auch in mehreren Schritten mit Zwischenwinkeln durchgeführt werden. In diesem Fall
wird der Sägearm 17 nach dem Ende des dritten Teilschnittes in eine Anfangsposition
verfahren und in der Anfangsposition in den ersten Zwischenwinkel geschwenkt. Die
Anfangsposition wird so berechnet, dass die Schwenkbewegung in alle Zwischenwinkel
der Eckenbearbeitung vor dem zweiten Endpunkt E
2 erfolgt und der zweite Endpunkt E
2 nicht überschritten wird. Mit dem, unter dem ersten Zwischenwinkel geneigten, Sägearm
17 wird der Sägekopf 14 in der positiven Vorschubrichtung 56 verfahren, bis der zweite
obere Austrittspunkt 59 des Sägeblattes 16 eine Endposition erreicht hat, wobei der
zweite obere Endpunkt 59 in der Endposition einen Abstand zum zweiten Endpunkt E
2 von √[h
3·(D - h
3)) - √(Δh·(D - Δh)] aufweist. Dabei bezeichnen h
3 = h(-α
3, D) = D/2 - Δ - δ·cos(-α
3) die Eindringtiefe des Sägeblattes 16 in das Werkstück 24 beim negativen dritten
Schwenkwinkel -α
3 und Δh = h
3 - T die Differenz zwischen der Eindringtiefe h
3 und der Endtiefe T. Anschließend wird der Sägekopf 14 in die Anfangsposition zurückversetzt,
der Sägearm 17 in den nächsten Zwischenwinkel geschwenkt und der Sägekopf 14 mit dem
geneigten Sägearm 17 in der positiven Vorschubrichtung 56 in die Endposition verfahren.
Diese Verfahrensschritte werden solange wiederholt, bis der Sägekopf 14 mit dem unter
dem dritten Schwenkwinkel -α
3 geneigten Sägearm 17 in der Endposition angeordnet ist.
1. Verfahren zur Steuerung eines Wandsägesystems (10) umfassend eine Führungsschiene
(11) und eine Wandsäge (12) mit einem Sägekopf (14), einer motorischen Vorschubeinheit
(15), die den Sägekopf (14) parallel zu einer Vorschubrichtung (28) entlang der Führungsschiene
(11) verschiebt, mindestens einem Sägeblatt (16), das an einem, um eine Schwenkachse
(23) schwenkbaren, Sägearm (17) des Sägekopfes (14) befestigt und um eine Drehachse
(19) angetrieben wird, und mindestens einem, das Sägeblatt (16) umgebenden, lösbaren
Blattschutz (21) beim Erstellen eines Trennschnittes (51) der Endtiefe (T) in einem
Werkstück (24) der Werkstückdicke (d) zwischen einem ersten Endpunkt (E
1) und einem zweiten Endpunkt (E
2), mit:
▪ vor dem Start einer von einer Kontrolleinheit (29) der Wandsäge (12) gesteuerten
Bearbeitung des Trennschnittes (51) werden zumindest der Sägeblattdurchmesser (D)
des Sägeblattes (16), die Positionen des ersten und zweiten Endpunktes (E1, E2) in Vorschubrichtung (28), die Endtiefe (T) des Trennschnittes (51) und eine Hauptschnittfolge
von m Hauptschnitten, m ≥ 2 bestimmt, wobei die Hauptschnittfolge zumindest einen
ersten Hauptschnitt mit einem ersten Hauptschnittwinkel (α1) des Sägearms (17) und einem ersten Durchmesser (D1) des beim ersten Hauptschnitt verwendeten Sägeblattes sowie einen folgenden zweiten
Hauptschnitt mit einem zweiten Hauptschnittwinkel (α2) des Sägearms (17) und einem zweiten Durchmesser (D2) des beim zweiten Hauptschnitt verwendeten Sägeblattes umfasst,
▪ während der von der Kontrolleinheit (29) gesteuerten Bearbeitung werden
- der Sägearm (17) in einer negativen Drehrichtung (54) unter dem negativen ersten
Schwenkwinkel (-α1) angeordnet und
- der Sägekopf (14) in einer positiven Vorschubrichtung (56) in Richtung des zweiten
Endpunktes (E2) verfahren, wobei sich der Sägearm (17) in einer ziehenden Anordnung befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) bei der von der Kontrolleinheit (29) gesteuerten Bearbeitung so
verfahren wird, dass eine, dem zweiten Endpunkt (E2) zugewandte zweite Begrenzung (59, 62, 72) der Wandsäge (12) mit dem zweiten Endpunkt
(E2) zusammenfällt, wobei die zweite Begrenzung (59, 62, 72) der Wandsäge (12) durch
einen, dem zweiten Endpunkt (E2) zugewandten, zweiten oberen Austrittspunkt (59) des Sägeblattes (16) an der Oberseite
(53) des Werkstückes (24) gebildet wird, wenn der zweite Endpunkt (E2) kein Hindernis darstellt, durch eine, dem zweiten Endpunkt (E2) zugewandte, zweite Sägeblattkante (62) des Sägeblattes (16), wenn der zweite Endpunkt
(E2) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung ohne Blattschutz (21) erfolgt, und durch
eine, dem zweiten Endpunkt (E2) zugewandte, zweite Blattschutzkante (72) des Blattschutzes (21), wenn der zweite
Endpunkt (E2) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung mit Blattschutz (21) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Start der von der Kontrolleinheit (29) gesteuerten Bearbeitung zusätzlich
eine Sägearmlänge (δ) des Sägearms (17), die als Abstand zwischen der Schwenkachse
(23) des Sägearms (17) und der Drehachse (19) des Sägeblattes (16) definiert ist,
und ein Abstand (Δ) zwischen der Schwenkachse (23) und der Oberseite (53) des Werkstückes
(24) festgelegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Start der gesteuerten Bearbeitung eine erste Breite (B1) für einen, beim ersten Hauptschnitt, verwendeten Blattschutz (21) und eine zweite
Breite (B2) für einen, beim zweiten Hauptschnitt, verwendeten Blattschutz (21) festgelegt wird,
wobei die erste und zweite Breite (B1, B2) jeweils aus einem ersten Abstand (B1a, B2a) der Drehachse (19) zur ersten Blattschutzkante (71) und einem zweiten Abstand (B1b, B2b) der Drehachse (19) zur zweiten Blattschutzkante (72) zusammengesetzt sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite obere Austrittspunkt (59) des verwendeten Sägeblattes mit dem zweiten
Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von √[h1·(D1 - h1)] + δ·sin(-α1) aufweist, wobei h1 = h(-α1) = D1/2 - Δ - δ·cos(-α1). die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
ersten Hauptschnittwinkel (-α1) bezeichnet, die zweite Sägeblattkante (62) des verwendeten Sägeblattes mit dem zweiten
Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von D1/2 + δ·sin(-α1) aufweist, und die zweite Blattschutzkante (72) des verwendeten Blattschutzes mit
dem zweiten Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von B1b + δ·sin(-α1) aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) in einer, zur positiven Vorschubrichtung (56) entgegen gerichteten,
negativen Vorschubrichtung (57) so positioniert wird, dass die zweite Begrenzung (59,
62, 72) der Wandsäge (12) nach der Schwenkbewegung des Sägearms (17) in den negativen
zweiten Hauptschnittwinkel (-α2) mit dem zweiten Endpunkt (E2) zusammenfällt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Schwenkbewegung des Sägearms (17) in den negativen zweiten Hauptschnittwinkel
(-α2) der zweite obere Austrittspunkt (59) des verwendeten Sägeblattes mit dem zweiten
Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von √[h2·(D2 - h2)] + δ·sin(-α2) aufweist, wobei h2 = h(-α2) = D2/2 - Δ - δ·cos(-α2) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
zweiten Hauptschnittwinkel (-α2) bezeichnet, die zweite Sägeblattkante (62) des verwendeten Sägeblattes mit dem zweiten
Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von D2/2 + δ·sin(-α2) aufweist, und die zweite Blattschutzkante (72) des verwendeten Blattschutzes mit
dem zweiten Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von B2b + δ·sin(-α2) aufweist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) bei der gesteuerten Bearbeitung so verfahren wird, dass eine, dem
ersten Endpunkt (E1) zugewandte erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) mit dem ersten Endpunkt
(E1) zusammenfällt, wobei die erste Begrenzung (58, 61, 71) durch einen, dem ersten Endpunkt
(E1) zugewandten, ersten oberen Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes an der
Oberseite (53) des Werkstückes (24) gebildet wird, wenn der erste Endpunkt (E1) kein Hindernis darstellt, durch eine, dem ersten Endpunkt (E1) zugewandte, erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes, wenn der erste
Endpunkt (E1) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung ohne Blattschutz (21) erfolgt, und durch
eine, dem ersten Endpunkt (E1) zugewandte, erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes, wenn der
erste Endpunkt (E1) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung mit Blattschutz (21) erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptschnittfolge einen, auf den zweiten Hauptschnitt folgenden, dritten Hauptschnitt
mit einem dritten Hauptschnittwinkel (α3) des Sägearms (17), einem dritten Durchmesser (D3) und einer dritten Breite (B3) mit einem ersten und zweiten Abstand (B3a, B3b) aufweist, wobei der Sägearm (17) beim dritten Hauptschnitt in einer ziehenden Anordnung
angeordnet wird und der Sägekopf (14) in der positiven Vorschubrichtung (56) verfahren
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) in der positiven Vorschubrichtung (56) so positioniert wird, dass
die erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) nach der Schwenkbewegung des Sägearms
(17) in den negativen dritten Hauptschnittwinkel (-α3) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Schwenkbewegung des Sägearms (17) in den negativen dritten Hauptschnittwinkel
(-α3) der erste obere Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt
(E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von √[h3·(D3 - h3)] - δ·sin(-α3) aufweist, wobei h3 = h(-α3) = D3/2 - Δ - δ·cos(-α3) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
dritten Hauptschnittwinkel (-α3) bezeichnet, die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten
Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von D3/2 - δ·sin(-α3) aufweist, und die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes mit
dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von B3a - δ·sin(-α3) aufweist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Hauptschnitt mit einem Sägeblatt (16) und einem Blattschutz
(21) durchgeführt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Hauptschnitt von einem ersten Sägeblatt (16.1) und einem ersten Blattschutz
(21.1) durchgeführt wird, wobei das erste Sägeblatt (16.1) einen ersten Sägeblattdurchmesser
(D.1) und der erste Blattschutz (21.1) eine erste Blattschutzbreite (B.1) aufweisen,
und der zweite Hauptschnitt mit einem zweiten Sägeblatt (16.2) und einem zweiten Blattschutz
(21.2) durchgeführt wird, wobei das zweite Sägeblatt (16.2) einen zweiten Sägeblattdurchmesser
(D.2) und der zweite Blattschutz (21.2) eine zweite Blattschutzbreite (B.2) aufweisen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Hauptschnitt der Hauptschnittfolge einen Vorschnitt darstellt und der Sägekopf
(14) nach dem Start der von der Kontrolleinheit (29) gesteuerten Bearbeitung parallel
zur Vorschubrichtung (28) in eine Startposition (XStart) positioniert wird, wobei in der Startposition (XStart) die, dem ersten Endpunkt (E1) zugewandte, erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) nach der Schwenkbewegung
in den negativen ersten Hauptschnittwinkel (-α1) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wobei die erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) durch den
ersten oberen Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes an der Oberseite (53)
des Werkstückes (24) gebildet wird, wenn der erste Endpunkt (E1) kein Hindernis darstellt, durch die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes,
wenn der erste Endpunkt (E1) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung ohne Blattschutz (21) erfolgt, und durch
die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes, wenn der erste Endpunkt
(E1) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung mit Blattschutz (21) erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Startposition (XStart) der erste obere Austrittspunkt (58) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von √[h1·(D1 - h1)] - δ· sin(-α1) aufweist, wobei h1 = h(-α1, D1) = D1/2 - Δ - δ·cos(-α1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
ersten Hauptschnittwinkel (-α1) bezeichnet, die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten
Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von D1/2 - δ·sin(-α1) aufweist, und die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes mit
dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von B1a - δ·sin(-α1) aufweist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) mit dem, unter dem negativen ersten Hauptschnittwinkel (-α1), geneigten Sägearm (17) in der positiven Vorschubrichtung (56) verfahren wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptschnittfolge einen, vor dem ersten Hauptschnitt durchzuführenden Vorschnitt
mit einem nullten Hauptschnittwinkel (α0) des Sägearms (17), einem nullten Durchmesser (D0) und einer nullten Breite (B0) mit einem ersten und zweiten Abstand (B0a, B0b) umfasst, wobei der Sägearm (17) beim Vorschnitt in einer ziehenden Anordnung angeordnet
wird und der Sägekopf (14) in der negativen Vorschubrichtung (57) verfahren wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) nach dem Start der von der Kontrolleinheit (29) gesteuerten Bearbeitung
parallel zur Vorschubrichtung (28) für den Vorschnitt in eine Startposition (XStart) positioniert wird, wobei in der Startposition (XStart) die, dem zweiten Endpunkt (E2) zugewandte, zweite Begrenzung (59, 62, 72) der Wandsäge (12) nach der Schwenkbewegung
in den positiven nullten Hauptschnittwinkel (+α0) mit dem zweiten Endpunkt (E2) zusammenfällt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Schwenkbewegung in den positiven nullten Hauptschnittwinkel (+α0) der zweite obere Austrittspunkt (59) des verwendeten Sägeblattes mit dem zweiten
Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von √[h0·(D0 - h0)] + δ sin(+α0) aufweist, wobei h0 = h(+α0, D0) = D0/2 - Δ - δ·cos(+α0) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim positiven
nullten Hauptschnittwinkel (+α0) bezeichnet, die zweite Sägeblattkante (62) des verwendeten Sägeblattes mit dem zweiten
Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von D0/2 + δ·sin(+α0) aufweist, und die zweite Blattschutzkante (72) des verwendeten Blattschutzes mit
dem zweiten Endpunkt (E2) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum zweiten Endpunkt (E2) von B0b + δ· sin(+α0) aufweist.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) mit dem, unter dem positiven nullten Hauptschnittwinkel (+α0), geneigten Sägearm (17) in der negativen Vorschubrichtung (57) verfahren wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) so verfahren wird, dass die erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge
(12) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wobei die erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) durch den
ersten oberen Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes an der Oberseite (53)
des Werkstückes (24) gebildet wird, wenn der erste Endpunkt (E1) kein Hindernis darstellt, durch die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes,
wenn der erste Endpunkt (E1) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung ohne Blattschutz (21) erfolgt, und durch
die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes, wenn der erste Endpunkt
(E1) ein Hindernis darstellt und die Bearbeitung mit Blattschutz (21) erfolgt.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der erste obere Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten Endpunkt
(E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von √[h0·(D0 - h0)] - δ·sin(+α0) aufweist, wobei h0 = h(+α0, D0) = D0/2 - Δ - δ·cos(+α0) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim positiven
nullten Hauptschnittwinkel (+α0) bezeichnet, die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten
Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von D0/2 - δ·sin(+α0) aufweist, und die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes mit
dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von B0a - δ·sin(α0) aufweist.
22. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) so verfahren wird, dass nach der Schwenkbewegung des Sägearms (17)
in den negativen nullten Hauptschnittwinkel (-α0) die erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wobei der erste obere Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes
mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von √[h0·(D0 - h0)] - δ·sin(-α0) aufweist, wobei h0 = h(-α0, D0) = D0/2 - Δ - δ·cos(-α0) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
nullten Hauptschnittwinkel (-α0) bezeichnet, die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten
Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von D0/2 - δ·sin(-α0) aufweist, und die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes mit
dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von B0a - δ·sin(-α0) aufweist.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) in der positiven Vorschubrichtung (56) um eine Weglänge von mindestens
2δ·|sin(-α0)| verfahren wird und der Sägekopf (14) anschließend so positioniert wird, dass die
erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) nach der Schwenkbewegung des Sägearms
(17) in den negativen ersten Hauptschnittwinkel (-α1) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wobei der erste obere Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes
mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von √[h1·(D1 - h1)] - δ·sin(-α1) aufweist, wobei h1 = h(-α1, D1) = D1/2 - Δ - δ·cos(-α1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
ersten Hauptschnittwinkel (-α1) mit dem ersten Durchmesser (D1) bezeichnet, die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten
Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von D1/2 + δ·sin(-α1) aufweist, und die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes mit
dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von B1a + δ·sin(-α1) aufweist.
24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) in der positiven Vorschubrichtung (56) so verfahren wird, dass
die erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) nach der Schwenkbewegung des Sägearms
(17) in den negativen ersten Hauptschnittwinkel (-α1) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wobei der erste obere Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes
mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von √[h1·(D1 - h1)] + δ·sin(-α1) aufweist, wobei h1 = h(-α1, D1) = D1/2 - Δ - δ· cos(-α1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
ersten Hauptschnittwinkel (-α1) mit dem ersten Durchmesser (D1) bezeichnet, die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten
Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von D1/2 - δ·sin(-α1) aufweist, und die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes mit
dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von B1a - δ·sin(-α1) aufweist.
25. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägekopf (14) so verfahren wird, dass nach der Schwenkbewegung des Sägearms (17)
in den negativen ersten Hauptschnittwinkel (-α1) die erste Begrenzung (58, 61, 71) der Wandsäge (12) mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wobei der erste obere Austrittspunkt (58) des verwendeten Sägeblattes
mit dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von √[h1·(D1 - h1)] - δ·sin(-α1) aufweist, wobei h1 = h(-α1, D1) = D1/2 - Δ - δ·cos(-α1) die Eindringtiefe des verwendeten Sägeblattes in das Werkstück (24) beim negativen
ersten Hauptschnittwinkel (-α1) bezeichnet, die erste Sägeblattkante (61) des verwendeten Sägeblattes mit dem ersten
Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von D1/2 - δ·sin(-α1) aufweist, und die erste Blattschutzkante (71) des verwendeten Blattschutzes mit
dem ersten Endpunkt (E1) zusammenfällt, wenn die Schwenkachse (23) einen Abstand zum ersten Endpunkt (E1) von B1a - δ·sin(-α1) aufweist.