I. Anwendungsgebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einlegemaschine und ein Einlegeverfahren, mittels dem
Produkte in oben offene, meist wannenförmige, Trays eingelegt und diese Trays anschließend
durch eine auf dem Rand aufgesiegelte Siegelfolie dicht verschlossen werden.
II. Technischer Hintergrund
[0002] Auf diese Art und Weise wird eine Vielzahl von Produkten verpackt, jedoch ist gerade
das Einlegen von biegeschlaffen Teilen wie etwa Fleischscheiben dabei ein Problem,
da auch solche Produkte im Tray exakt positioniert werden müssen.
[0003] Dabei ist es bereits bekannt, biegeschlaffe Produkte wie etwa Fleischscheiben - einzeln
oder gefächert übereinander gelegt zu Portionen - mittels eines Produktförderers heranzutransportieren
und über dessen Abwurfkante in einen Tray fallenzulassen, der unter der Abwurfkante
steht.
[0004] Dabei besteht das Problem der zu wählenden Geschwindigkeit:
- Je langsamer das Produkt über die Abwurfkante bewegt wird, umso größer ist das Kippmoment,
welches das Produkt erfährt, und damit die Gefahr, dass das Produkt nicht auf der
ursprünglichen Unterseite im Tray aufkommt, sondern ganz oder teilweise gewendet,
- je größer die Geschwindigkeit ist, mit der das Produkt über die Abwurfkante schießt,
umso geringer ist dieses unerwünschte Kippmoment, jedoch umso größer ist die Relativgeschwindigkeit
gegenüber dem Tray beim Auftreffen auf dem Tray, wenn der Tray stillsteht oder nur
relativ langsam in Richtung der sich bewegenden Produkte mitbewegt wird, und damit
das Risiko, dass das Produkt nicht eben auf dem Boden des Trays aufliegt.
- In diesem Zusammenhang sind bereits sog. Sprungbänder bekannt, bei denen die Abwurfkante
des Produktförderers in Förderrichtung sehr schnell vor- und zurückbewegt werden kann,
sodass zum Abwerfen die Abwurfkante unter dem Produkt schnell zurückgezogen wird,
sodass praktisch kein Kippmoment mehr auftreten kann, sondern das Produkt mit Vertikalbeschleunigung
nach unten absinkt, aber natürlich dennoch seine Horizontalgeschwindigkeit, die es
hatte, als der Kontakt mit dem Produktförderer verloren ging, weiterhin beibehält.
Deshalb wird bei einem solchen Sprungband das Produkt kurz vor dem Verlassen des Produktbandes
abgebremst und im Idealfall zum Stillstand gebracht.
[0005] Allen drei Lösungen überlagert ist natürlich das Bestreben, die Effizienz der Vorrichtung
zu steigern.
[0006] Ein besonderes Problem stellen dabei mit viel Flüssigkeit benetzte Produkte, wie
etwa marinierte Scheiben von Frischfleisch, dar, weil es beim Einlegen dieser Produkte
leicht geschehen kann, dass von dieser Flüssigkeit etwas auf den Rand des Trays tropft
und an dieser Stelle keine dichte Versiegelung beim späteren Aufsiegeln der Siegelfolie
mehr erzielt wird, wenn nicht vorher diese Verunreinigung auf dem Rand penibel entfernt
wird.
[0007] In diesem Zusammenhang ist es bereits bekannt, beim Einlegen der Produkte in den
Tray den oberen Rand des stillstehenden Trays mittels einer abdeckenden Maske vor
Verunreinigungen zu schützen. Die Maske wird jedoch immer wieder verwendet und maschinell
bei jedem Tray an diesen angenähert und entfernt, um an den nächsten Tray angenähert
zu werden.
[0008] Dabei besteht immer noch die Gefahr, dass Flüssigkeitstopfen, die sich am Innenrand
der Maske gebildet haben, bei der Relativbewegung zum Tray abtropfen und wiederum
auf dem Rand des Trays auftreffen.
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0009] Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, ein Verfahren und eine diesbezügliche
Einlegemaschine zu schaffen, die das Verschmutzen der Oberseite des Randes des Trays
durch Flüssigkeit, die von den einzulegenden Produkten stammt, vermeidet trotz hoher
Einlegegeschwindigkeit.
b) Lösung der Aufgabe
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche
1 und
13 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Hinsichtlich des
Verfahrens wird diese Aufgabe gelöst, indem beim Abwurf der Produkte vom Produktförderer über
dessen vorzugsweise feststehende Abwurfkante der aufnehmende Tray darunter in Durchlaufrichtung
mit dem Produkt mitbewegt wird, vorzugsweise mit der gleichen Geschwindigkeit, die
das abgeworfene Produkt zum Abwurfzeitpunkt besitzt- dadurch kann die Relativgeschwindigkeit
in Durchlaufrichtung zwischen Produkt und Tray auf Null reduziert werden, sodass das
meist biegeschlaffe Produkt auf dem Boden des Trays landet, ohne dort durch eine Relativgeschwindigkeit
verformt oder gewellt zu werden.
[0012] Dadurch kann das abzuwerfende Produkt oder die Portion aus mehreren Produkten auch
mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, insbesondere von mehr als 300 mm/s, über die
Abwurfkante abgeworfen werden, was eine hohe Einlegerate und damit hohe Effizienz
einer entsprechenden Einlegemaschine bewirkt.
[0013] Dennoch ist bei feuchten Produkten, insbesondere marinierten Fleischscheiben, die
Gefahr groß, dass sich Flüssigkeitstropfen vom Produkt lösen, sei es während des Fluges
des Produktes in Richtung Tray oder erst beim Aufschlagen des Produktes auf dem Boden
des Trays, und sich durch Herumspritzen auf dem Rand des Trays ablagern.
[0014] Beim anschließenden Aufsiegeln einer verschließenden Siegelfolie auf dem Rand des
Trays können solche dort vorhandenen Flüssigkeitströpfchen Undichtigkeiten der Siegelnaht
bewirken und in der Folge zu einem Verderben des Produktes im Tray führen.
[0015] Erfindungsgemäß wird deshalb während des Abwurfes der Rand des Trays von einer darüber
angeordneten Maske abgedeckt, die das Auftreffen von Flüssigkeitströpfchen verhindert.
Die Maske befindet sich dabei in einem so geringen Abstand oberhalb des Randes des
Trays oder liegt auf diesem sogar auf, dass ein Eindringen von Flüssigkeitströpfchen
dazwischen nicht möglich ist. Vorzugsweise deckt die Maske den gesamten Rand des Trays
ab.
[0016] Da sich der Tray mit dem heranfliegenden Produkt mitbewegt, wird auch die abdeckende
Maske mit dem Tray mitbewegt.
[0017] Damit das Produkt in den Tray gelangen kann, besitzt die - in der Regel ebenfalls
wie der Tray horizontal liegende - Maske eine Durchgangsöffnung, die insbesondere
nur geringfügig kleiner ist als die obere Öffnung des Trays. Von den Rändern dieser
Durchgangsöffnung aus erstrecken sich umlaufend Wände nach unten. Beim Positionieren
der Maske über dem Tray ragen diese Wände in die Vertiefung des Trays hinein und können
auch in der Höhe so lang ausgebildet sein, dass sie mit ihrer Unterkante den Boden
des Trays, insbesondere eine dort liegende saugfähige Lage, kontaktieren.
[0018] Die umlaufenden Wände besitzen dabei einen solchen Außenumfang, dass sie gerade noch
in die Vertiefung des Trays eingeführt werden können, wobei vorzugsweise die in der
Regel leicht konisch sich nach unten verjüngenden Wände des Trays zur Zentrierung
benutzt werden oder auch im Gegensatz dazu die Wände der Maske in dem im Tray eingesetzten
Zustand an allen Stellen einen - allerdings möglichst geringen - Abstand zu den Wänden
des Trays einhalten, damit keine an den Wänden des Trays haftenden Verschmutzungen
an den Außenseiten der umlaufenden Wand der Maske haften bleiben können.
[0019] Vorzugsweise wird die Maske vor Beginn des Abwurfes in den Tray hinein abgesenkt,
während des Abwurfes zusammen mit dem Tray in Vorschubrichtung mit bewegt und nach
dem Beenden der Ablage des Produktes im Tray wieder nach oben aus dem Tray heraus
bewegt und entgegen der Vorschubrichtung in die Ausgangsposition zurück bewegt.
[0020] Für die dafür notwendigen Relativbewegungen zwischen Tray und Maske wird vorzugsweise
die Maske auf gleicher Höhe in Vorschubrichtung vor und zurück bewegt, während die
vertikale Relativbewegung durch den Tray vollzogen wird, der vorzugsweise auf einer
anhebbaren und absenkbaren Hubvorrichtung aufliegt.
[0021] Die Bewegung in Durchlaufrichtung kann auch mittels der Maske bewirkt werden, indem
die formschlüssig im Tray eingetauchte Maske die Bewegung in Vorschubrichtung vollzieht
und dabei den Tray mitnimmt.
[0022] Damit sich das abzuwerfende Produkt oder die abzuwerfende Portion auf dem heran transportierenden
Produktförderer in der richtigen Drehlage um die Hochachse und an der richtigen Querposition
auf dem Produktförderer befinden, werden sie vor dem Abwurf hinsichtlich vor allem
der Querposition positioniert und vorzugsweise auch hinsichtlich der Drehlage um die
Hochachse ausgerichtet, wofür mehrere Methoden zur Fügung stehen:.
[0023] Die eine besteht darin, knapp oberhalb des Produktförderers, also im Höhenbereich
des darauf liegenden Produktes oder der darauf liegenden Portion, beidseits des Produktes
Banden mitlaufen zu lassen, vorzugsweise mit der Laufgeschwindigkeit des Produkt Förderers,
wobei sich diese Banden in Durchlaufrichtung von einem zunächst großen Abstand auf
einen dann kleinen Abstand aneinander annähern, welcher der Quererstreckung des zu
positionierenden Produktes entspricht. Da dieser kleinste Abstand zwischen den mitlaufenden
Banden sich an der Querposition befindet, an der sich das Produkt befinden soll, wird
das Produkt in Querrichtung positioniert.
[0024] Durch von den mitlaufenden Banden in Richtung Mitte des Produktförderers vorstehenden
Paddeln im Höhenbereich des Produktes wird die hindurch Laufrichtung Vorderkante oder
Endkante des Produktes auch hinsichtlich der Drehlage um die Hochachse ausgerichtet,
indem diese an der entsprechenden Kante des Produktes zur Anlage gebracht werden.
Auch die in Durchlaufrichtung liegenden Seitenkanten des Produktes werden durch solche
mitlaufenden Banden in Durchlaufrichtung ausgerichtet.
[0025] Eine andere Möglichkeit besteht darin, durch in Querrichtung zur Mitte des Produktförderers
hin ausfahrbare, beidseits angeordnete Querschieber das Produkt auf dem Produktförderer
an die gewünschte Querposition zu schieben und dabei wegen der Anlage der Querschieber
an den Seitenkanten das Produkt auch hinsichtlich seiner Drehungslage um die Hochachse
auszurichten.
[0026] Die Querschieber können dabei fest positioniert sein und somit nicht mit dem Produkt
auf dem Produktförderer mitlaufen - denn die Querpositionierung soll vorzugsweise
bei allen beschriebenen Möglichkeiten der Querpositionierung bei laufendem Produktförderer
geschehen, um die Effizienz der Einlegemaschine nicht zu reduzieren - oder um eine
Hochachse, die sich entfernt von der Kontaktfläche des Querschiebers zum Produkt hin
befindet schwenkbar sein und dadurch begrenzt mit dem Produkt mit bewegbar sein, wobei
dann vorzugsweise die Kontaktfläche in der Aufsicht betrachtet konvex gebogen ist.
[0027] Eine andere Möglichkeit besteht darin, auf beiden Seiten knapp über dem Produktförderer
ein etwa Platten-förmiges Schwenksegment schwenkbar um eine aufrecht stehende Achse
anzuordnen, dessen eine aufrecht stehende Schmalseite konvex gekrümmt ist, und zwar
so, dass beim Verschwenken um die aufrecht stehende Achse in Laufrichtung diese aufrecht
stehende Schmalseite, die Kontaktfläche zum Produkt hin, immer weiter in Richtung
mit Längsmitte des Produktförderers vorsteht. Durch Verschwenken in Laufrichtung während
sich das Produkt zwischen den beiden Schwenksegmenten befindet, wird das Produkt also
in Richtung Längsmitte des Produktförderers verlagert.
[0028] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Querposition des Produktes auf dem Produktförderer
lediglich durch einen Sensor zu erfassen, aber nicht zu verhindern, stattdessen aber
die Querposition von Maske und/oder Tray an der Abwurfstelle auf die Querposition
des Produktes einzustellen.
[0029] Hinsichtlich der
Vorrichtung wird die Aufgabe also dadurch gelöst, dass zunächst ein Produktförderer vorhanden
ist, der einzelne Produkte oder zu Portionen zusammengestellte Produkte in Durchlaufrichtung
herantransportiert und über seine in Durchlaufrichtung vordere Endkante, die Abwurfkante,
die vorzugsweise Hindurchlaufrichtung feststehend ausgebildet ist, abwirft.
[0030] Unterhalb der Abwurfkante, also auf einem Niveau tiefer als die Abwurfkante, wird
der jeweilige Tray, in dem das wenigstens eine Produkt abgelegt werden soll, welches
über die Abwurfkante abgeworfen wird, unterhalb der Abwurfkante in Durchlaufrichtung
mit der horizontalen Geschwindigkeit des abgeworfenen Produktes mitbewegt, sodass
beim Auftreffen des Produktes auf dem Boden des Trays nach Möglichkeit keine horizontale
Relativgeschwindigkeit zwischen Tray und Produkt vorliegt.
[0031] Diese Bewegung des Trays kann bewirkt werden mithilfe eines Trayförderers, der sich
dann vorzugsweise in Durchlaufrichtung erstreckt von einem Punkt vor der Abwurfkante
bis zu einen Punkt nach der Abwurfkante.
[0032] Vorzugsweise wird diese Bewegung des Trays beim Abwerfen jedoch bewirkt, indem die
in den Tray eingetauchte Maske mittels eines Masken-Transporteurs horizontal in Durchlaufrichtung
bewegt wird und dabei den Tray mitnimmt, der zu Beginn dieser Bewegung noch nicht
auf einem Trayförderer auffliegt, sondern noch auf der Tragplatte einer Hubvorrichtung,
die den Tray an die Maske heranheben kann, so dass der Trayförderer in Laufrichtung
erst hinter der Abwurfkante beginnt, aber vorzugsweise in den Bewegungsbereich des
Masken-Transporteurs hineinreicht.
[0033] Die Vorrichtung umfasst ferner eine Steuerung, die den Tray relativ zum Produktförderer
so steuern kann, dass der Tray genau unter dem von der Abwurfkante abgeworfenen Produkt
mitbewegt wird, sodass das Produkt zum Schluss auf dem Boden des Trays liegt.
[0034] Dazu sind in der Regel Sensoren vorhanden, die die Ausgangsposition des Trays erfassen
bzw. den Tray entsprechend positionieren, bevor dieser mit dem Produkt mitbewegt wird.
Anstelle von Sensoren kann der Tray in seiner Ausgangslage auch dadurch positioniert
werden, dass er durch das eintauchen der Maske, die sich in einer festen Ausgangsposition
befindet, in seiner Ausgangslage zentriert wird.
[0035] Vorzugsweise ist auch eine Schiebevorrichtung vorhanden, um die Tragplatte der Hubvorrichtung,
auf der der Tray ruhen soll, zwischen einer Aufnahmeposition, in der sie mit einem
neuen Tray geladen wird, und einer Abwurfposition für das Aufnehmen von Produkten
in Querrichtung hin und her bewegt wird. Die Schiebevorrichtung ist vorzugsweise Bestandteil
der Hubvorrichtung oder umgekehrt.
[0036] Vorzugsweise ist zusätzlich eine in Durchlaufrichtung bewegbare Maske mit einem Rand
zum Abdecken des Randes des Trays vorhanden, die beim Abwerfen des Produktes über
dem Tray positioniert und mit diesem mitbewegt werden soll.
[0037] Diese Maske besitzt eine Durchgangsöffnung, durch die hindurch das wenigstens eine
Produkt von oben nach unten in den Tray fallen kann. Der um die Durchgangsöffnung
herum sich erstreckende Rand der Maske ist so dimensioniert, dass er in der Aufsicht
betrachtet, den oberen umlaufenden Rand des Trays abdecken kann, insbesondere vollständig
abdecken kann.
[0038] Von der Innenkontur des Randes der Maske aus, also um die Durchgangsöffnung herum,
erstrecken sich umlaufende Wände von dem Rand aus nach unten, die beim Anordnen der
Maske auf dem Tray in die Vertiefung des Trays eintauchen.
[0039] Für das Eintauchen und wieder heraus Bewegen ist eine vertikale Relativbewegung zwischen
Maske und Tray notwendig, die von einer Hubvorrichtung bewirkt wird, die vorzugsweise
den jeweiligen Tray an die Maske heran anhebt und vorzugsweise nach Einlegen der Produkte
von der Maske nach unten absenkt, bis der Tray wieder außer Eingriff mit der Maske
ist.
[0040] Die Maske selbst wird vorzugsweise nur horizontal Durchlaufrichtung vor und zurück
bewegt und unterliegt keiner Vertikalbewegung, vor allem deshalb, weil im umgekehrten
Fall, also bei einer Vertikalbewegung der Maske, der vertikale Abstand zwischen mit
der Maske ausgestattetem Tray und der Abwurfposition, also dem Produktförderer, größer
wäre, was für das zielsichere Ablegen der Produkte im Tray nachteilig wäre.
[0041] Als Trayförderer, der den jeweiligen Tray während des Abwurfes mit dem Produkt horizontal
mitbewegt, kann auch die Maske selbst verwendet werden, die ja formschlüssig in den
Tray eintaucht. Indem also die Maske zum Beispiel mittels eines Maskentransporteurs
in Durchlaufrichtung bewegt wird, kann sie dabei den Tray mitnehmen, der hierfür lediglich
auf einer Tragplatte entlang gleiten muss, welche beispielsweise Bestandteil der Hubvorrichtung
sein kann.
[0042] Die durch die Maske hindurch fallenden nassen Produkte werden Flüssigkeitstropfen
an der Maske hinterlassen, sei es auf deren oberen Rand oder an der Innenseite der
nach unten gerichteten Wände der Maske. Diese Flüssigkeitstropfen werden entlang der
Wände nach unten fließen und irgendwann von der Unterkante der Wand nach unten abtropfen.
[0043] Um zu vermeiden, dass ein solcher abtropfender Flüssigkeitstropfen von der Maske
während der Relativbewegung von Tray und Maske in Querrichtung auf den oberen Rand
des Trays abtropft, werden an der Unterkante der Wände hängende Flüssigkeitstropfen
vorzugsweise aktiv beseitigt.
[0044] Zu diesem Zweck ist entweder die Maske mit ihren Wänden so dimensioniert, dass die
Wände beim Eintauchen in den Tray, dessen Innenraum sich in der Regel konisch sih
nach oben erweitert, die Innenseiten der Wände des Trays berühren und dadurch an den
Wänden der Maske anhaftende Flüssigkeit vom Tray abgenommen wird.
[0045] Eine andere oder auch alternativ anzuwendende Möglichkeit besteht darin, dass der
Boden der Trays mit einem Saugmaterial bedeckt ist, welches Flüssigkeit aufsaugt,
und die nach unten ragenden Wände der Maske sind so lang ausgebildet, dass beim Eintauchen
der Maske in den Tray die Unterkante der Wände der Maske auf dem Saugmaterial des
Bodens aufsitzt und dadurch dort vorhandene Flüssigkeitstropfen von dem Saugmaterial
aufgenommen werden.
[0046] Damit das Hindurchfallen der Produkte durch die Durchgangsöffnung möglichst einfach
ist, sollte diese so groß wie möglich gestaltet sein. Die Begrenzung liegt darin,
dass die um die Durchgangsöffnung herum verlaufenden Wände noch in die Vertiefung
des Trays passen müssen.
[0047] Eine erste Lösung besteht darin, die Durchgangsöffnung und damit den Außenumfang
der Wände der Maske so groß zu dimensionieren, dass sie beim Einführen in den Tray
dessen Wände - die den meist konisch sich nach unten verjüngenden Innenraum umgeben
-kontaktieren und der Tray zum Zentrieren benutzt wird.
[0048] Dadurch kommen jedoch die Außenseiten der Wände der Maske mit dem Tray in Berührung,
was einerseits an der Maske anhaftende Flüssigkeit abnehmen kann, wie oben dargelegt,
aber es könnten auch Verschmutzungen in umgekehrter Richtung von den Tray auf die
Maske übertragen werden.
[0049] Bevorzugt ist deshalb, dass die Maske passgenau von oben in den Tray hinein abgesenkt
wird, jedoch auch während des Mitbewegens mit dem Tray die Wände der Maske immer einen
geringen Abstand zu den Wänden des Trays einhalten, was jedoch die Durchgangsöffnung
durch die Maske naturgemäß verringert.
[0050] In diesem Fall ist es jedoch nicht möglich, die Maske als Trayförderer zu benutzen,
sondern dann müssen die Trays einerseits und die Maske andererseits jeweils separat
über einen Förderer synchron bewegt werden.
[0051] Zusätzlich kann vom Rand der Maske auf einer Seite, nämlich der in Durchlaufrichtung
vorderen Seite, ein Anschlag nach oben aufragen, für den Fall dass ein im Tray abzulegendes
Produkt nicht direkt die Durchgangsöffnung der Maske trifft sondern etwas zu weit
fliegt. Ein solches Produkt wird dann gegen den Anschlag stoßen, dadurch schlagartig
abgebremst werden und nach unten in die Durchgangsöffnung der Maske fallen, da sich
der Anschlag unmittelbar am Rand der Durchgangsöffnung befindet.
c) Ausführungsbeispiele
[0052] Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im Folgenden beispielhaft näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1a, b:
- die Einlegemaschine in perspektivischen Ansichten von oben und von unten,
- Fig. 2a:
- die Maschine der Figuren 1a, b in der Seitenansicht,
- Fig. 2b:
- die Maschine der Figuren 1a, b in der Frontansicht und
- Fig. 2c:
- die Maschine der Figuren 1a, b in der Aufsicht,
- Figur 3:
- eine gegenüber den Figuren 1a, b erweiterte Einlegemaschine in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 4a-c:
- vergrößerte Ausschnitte aus Figur 2c mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Querpositionierung,
- Fig. 5a-d:
- den Ablauf des Einlegevorganges von der Seite her gesehen im Vertikalschnitt.
[0053] Den Aufbau der Maschine lassen am besten die Figuren
1a und 2a erkennen, darüber hinaus natürlich auch die Ansicht der Figur 1 b von unten
sowie die Frontansicht der Figur 2b und die Aufsicht der
Figur 2c:
Vor der Frontwand des schrankartigen Maschinengehäuses 30 sind die Handhabungseinheiten
für die Produkte 1a, b, vor allem die diversen Förderer, offen montiert, sodass sie von einem Bediener,
der vor der Maschine steht, gut einsehbar und zugänglich sind:
[0054] Von rechts her werden die Produkte
1a, b - entweder einzeln oder bereits in Portionen 1', beispielsweise gefächert übereinander
gelegt wie in den Figuren 5 dargestellt - auf einem ersten Produktförderer 7" herantransportiert,
und noch vor dem Erreichen der auf diesem Produktförderer 7" montierten Querpositioniervorrichtung
5 mittels eines Querpositions-Sensors 15, der vorzugsweise am Gehäuse 30 der Maschine
montiert ist, die Position des Produktes
1b oder der herantransportierten Portion
1', die aus mehreren solcher Produkten besteht, in Querrichtung
11 auf dem Produktförderer
7" bestimmt.
[0055] Die Querrichtung
11 steht lotrecht zur Durchlaufrichtung
10 der Produkte, also der Förderrichtung der Produktförderer
7, 7', 7" und des Trayförderers
8.
[0056] In der Querpositioniervorrichtung 5 wird das Produkt
1b an die richtige Querposition geschoben und auch hinsichtlich seiner Drehlage um
die Hochachse ausgerichtet, also vor allem bei Portionen, deren Seitenkanten noch
nicht parallel zur Durchlaufrichtung
10 ausgerichtet sind.
[0057] Von diesem ersten Produktförderer
7" wird das Produkt
1b oder die Portion
1' aus Produkten
1a, b...an einem in Durchlaufrichtung
10 nachfolgenden Produktförderer
7' und von diesem auf den nächsten in Durchlaufrichtung
10 nachfolgenden Produktförderer
7, den letzten Produktförderer in Durchlaufrichtung
10, übergeben.
[0058] Dieser letzte Produktförderer
7 besitzt in seinem Endbereich einen schräg nach unten weisenden Verlauf des Obertrums
dieses endlos umlaufenden Produktförderers
7, welches um eine Umlenkwalze mit sehr geringem Durchmesser umgelenkt wird zwecks Bildung
einer Abwurfkante 7a als Ende dieses Produktförderers
7.
[0059] Ein Produkt
1a, welches auf dem vorzugsweise mit konstanter Geschwindigkeit zumindest während des
Abwurfvorganges laufendem Produktförderer
7 transportiert wird, läuft am Ende im Schrägbereich bereits schräg nach unten und
setzt aufgrund seiner Geschwindigkeit diese Richtung auch nach Überlaufen der Abwurfkante
7a im freien Fall fort und soll in einen darunter befindlichen Tray
2 fallen, wie im Folgenden anhand der
Figuren 5a, b erklärt wird.
[0060] Ein solcher Tray
2 ist nur in
Figur 2a eingezeichnet, und liegt auf der Tragplatte
24 einer Hubvorrichtung
9 auf, die in der Lage ist, die Tragplatte
24 aus der in Figur
2 dargestellten abgesenkten Position anzuheben, bis die darüber in einer festen Höhe
montierte Maske
4 mit ihren Wänden in den Tray 2 eintaucht und dessen seitlich umlaufenden Rand 2a
abdeckt, sofern sich der Tray
2 vorher genau unterhalb der Maske
4 befand.
[0061] Die Hubvorrichtung
9 ist auch in der Lage, die Tragplatte
24 in Querrichtung
11 hin- und her zu bewegen mittels einer an der Hubvorrichtung
9 angeordneten Schiebevorrichtung
25, die am besten in
Figur 1b erkennbar ist:
Dadurch kann die Tragplatte 24 zum einen direkt an die Frontwand des schrankartigen Maschinengehäuses 30 herangefahren werden unter eine Öffnung in deren Frontwand, die als Trayauslass 23 (siehe Figur 2a) dient, und aus der jeweils ein einzelner Tray 2 in Querrichtung heraus auf die unmittelbar
anschließende, in der Aufnahmeposition befindliche Tragplatte 24 geschoben werden kann.
[0062] Von dort kann die Tragplatte
24 vom Maschinengehäuse weg in eine Querposition und Längsposition exakt unterhalb der
Maske
4 verfahren werden, die sich in den
Figuren 1a, b und 2a, b in der Ausgangsposition für die Durchführung eines Abwurfvorganges befindet. Die
Maske
4 kann von dieser Ausgangsposition aus in Durchlaufrichtung
10 mittels eines Masken-Transporteurs
26 mit dem über die Abwurfkante
7a fliegenden Produkt
1c horizontal mitbewegt werden, wobei die Maske wegen der in den Tray
2 eingetauchten Position den Tray
2 in diese Richtung formschlüssig mitnimmt. Dabei bewegen sich Maske
4 mit Tray
2 vorzugsweise mit der gleichen Geschwindigkeit in Durchlaufrichtung
10 wie das über die Abwurfkante 7a gerade abgeworfene Produkt
1c.
[0063] Sofern der Tray 2 mit einem einzigen Abwurfvorgang, mit dem ein einzelnes Produkt
1c oder eine ganze Portion in den Tray
2 hinein abgeworfen wird, gefüllt ist, wird anschließend der gefüllte Tray nach unten
abgesenkt, bis er außer Eingriff mit der Maske
4 gerät, und über einen ersten Trayförderer
8 und ggfs. einen weiteren Trayförderer
8'der gefüllte Tray
2 abtransportiert. Dabei kann das Absenken des Trays
2 auch mittels einer Vertikalbewegung des rechten Endbereiches des Trayförderers
8 erfolgen, falls der Tray
2 sich dann bereits auf diesem befindet.
[0064] Figur 3 zeigt eine gegenüber den Figuren
1a, b und 2a, b, c nach links erweiterte Einlegemaschine, die ohne Produkte und Trays
dargestellt ist, auf der aber ersichtlich ist, dass mittels des Produktförderers
8 die gefüllten Trays zu einer in Durchlaufrichtung
10 doppelt vorhandenen Siegelstation
27 transportiert werden, in der von oben eine um die obere Öffnung
13 des Trays ringförmig umlaufende Siegelfolie 3 aufgesiegelt wird, um den gefüllten
Tray
2 dicht zu verschließen, wie besser anhand
Figur 5e zu erkennen.
[0065] In dem schrankartigen Maschinengehäuse
30, an dessen Frontseite die einzelnen Förderer montiert sind, befindet sich bei der
Ansicht von vorne im linken Teil die Steuerung
50 mit dem Display
50a und einer Bedieneinheit
50b sowie vorzugsweise auch der die gesamte Maschine mit elektrischem Strom versorgende
Schaltschrank.
[0066] Im rechten Teil des Gehäuses ist der nicht näher erläuterte Tray-Vereinzeler untergebracht,
der notwendig ist, da die schalenförmigen Trays 2 in der Regel ineinander genestet
angeliefert werden und für die Benutzung in der Einlegemaschine vereinzelt werden
müssen, sodass danach die vereinzelten Trays
2 in den mittleren Teil des Gehäuses
30, nämlich zu dem Tray-Auslass
23 transportiert werden können und dort zur Verfügung stehen.
[0067] Die
Figuren 5a-e zeigen den Vorgang des Füllens und Verschließens eines Trays 2 mit Hilfe der zuvor
beschriebenen Einlegemaschine im Detail:
In der Ausgangsposition befindet sich der Tray 2 mit Abstand unterhalb der Maske 4, die in der Höhe auf einer festen Position angeordnet ist und nur in oder entgegen
der Durchlaufrichtung 10 bewegt werden kann.
[0068] In der Aufsicht betrachtet ist der Tray
2 in der Regel rechteckig, und besitzt einen um seine obere Öffnung
13 allseitig umlaufenden, horizontal nach außen überstehenden Rand
2a, schräg nach unten innen verlaufende Wände sowie einen Boden
2b, auf dem ein Saugmaterial
14 liegen kann, welches Flüssigkeit wie etwa Fleischsaft gut aufsaugen kann.
[0069] Die Maske
4 besitzt eine von oben nach unten durchgängige Durchgangsöffnung
12, die etwas kleiner ist als die Öffnung
13 des Trays
2. Die Durchgangsöffnung
12 der Maske
4 ist ebenfalls in der Regel rechteckig, von der sich ebenfalls in der Regel schräg
von oben nach unten zur Mitte hin geneigte einzelne Wände
4b oder eine einzige ringförmig um die Durchgangsöffnung
12 verlaufende Wand erstrecken. Die Durchgangsöffnung
12 der Maske
4 ist ebenfalls einem horizontal nach außen überstehenden Rand
4a umgeben.
[0070] Die Dimensionierung der Maske
4 ist angepasst an den Tray
2 dergestalt, dass - wie in
Figur 5b dargestellt - durch anschließendes Anheben des Trays
2 mittels einer Hubvorrichtung
9 der Tray
2 soweit angehoben werden kann, dass die Wände
4b der Maske
4 in die Öffnung
13 des Trays
2 eintauchen und gegebenenfalls auch dessen Boden erreichen können und das Saugmaterial
14 - oder wenn ein solches Saugmaterial nicht vorhanden ist, den Boden des Trays - kontaktieren
können, falls die Wände der Maske ausreichend hoch ausgebildet sind, was jedoch nicht
immer der Fall ist.
[0071] Das kontaktieren bewirkt, dass ein eventuell an der Unterkante der umlaufenden Wand
4b der Maske
4 sich bildender Flüssigkeitstropfen
6 nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt abtropft, sondern durch diese Kontaktierung gezielt
z. B. Von dem Saugmaterial
14 aufgenommen wird.
[0072] Ferner ist der horizontal abstehende Rand
4a der Maske
4 so breit, dass er den Rand
2a des Trays
2 vollständig abdeckt.
[0073] Solange auf dem knapp darüber befindlichen Produktförderer 7 noch kein Produkt herantransportiert
wird, befinden sich - wie in
Figur 5b ersichtlich - Maske
4 und Tray
2 ineinander gesteckt so nah wie möglich unterhalb des Produktförderers
7, wobei sich vorzugsweise die Abwurfkante
7a in Durchlaufrichtung
10 über dem bei Durchlaufrichtung von rechts nach links linken Ende der Öffnung
12 der Maske
4 befindet.
[0074] Wenn nun auf dem Produktförderer
7 zum Beispiel eine Portion
1' aus drei gefächert teilweise übereinander liegenden Produkten
1a, b, c herantransportiert wird und mit der Bewegungsgeschwindigkeit des Produktförderers
7 über dessen Abwurfkante
7a schräg nach unten abgeworfen wird, bewegen sich Maske
4 und Tray
2 gemeinsam in Durchlaufrichtung
10 mit einer Horizontalgeschwindigkeit, die der Komponente der Horizontalgeschwindigkeit
der heranfliegenden Portion
1' entspricht, wobei die Bewegung von Maske
4 und Tray
2 - abhängig von der Ausgangsposition in Durchlaufrichtung
10 gemäß Figur 5b - ggf. bereits einsetzt, bevor die Portion
1' oder das Produkt
1a über die Abwurfkante
7 hinausragen.
[0075] Diese Bewegung von Maske
4 und Tray
2 wird fortgesetzt, bis das Produkt
1a oder die Portion
1' auf dem Boden
2b des Trays
2 aufliegen.
[0076] Für den Fall, dass das Produkt
1a oder die Portion
1' beim Hineinfallen in die Öffnung
12 der Maske
4 diese nicht exakt treffen, sondern etwas zu weit fliegen, ist auf dem Bereich des
umlaufenden Randes
4a der Maske
4, der sich in Durchlaufrichtung
10 vorne befindet, ein nach oben aufragender und sich in Querrichtung
11 erstreckender Anschlag
28 vorhanden, gegen den das Produkt
1a oder die Portion
1' ggf. mit seiner Vorderkante prallt und dann nach unten in die Öffnung fällt.
[0077] Sobald der Tray
2 vollständig gefüllt ist - was durch einen oder durch mehrere Abwurfvorgänge geschehen
kann - wird gemäß
Figur 5d der gefüllte Tray
2 nach unten bewegt, sodass er außer Eingriff mit der Maske
4 kommt und von einem Trayförderer
8, der vorzugsweise die gleiche Laufrichtung besitzt wie die Produktförderer
7, 7', 7" - abtransportiert, vorzugsweise zu einer Siegelstation
27 gemäß
Figur 5e:
Dort wird der gefüllte Tray 2 angehalten, und es wird über die Öffnung 13 des Trays 2 hinweg eine Siegelfolie 3 gelegt, sodass diese auf dem umlaufenden Rand 2a aufliegt und dort umlaufend mittels eines umlaufenden Siegelstempels 27a der Siegelstation 27 erhitzt und dadurch - da Siegelfolie 3 und/oder Tray 2 aus einem heißsiegelfähigen Material bestehen - mit der Oberseite des Randes 2a des Trays 2 dicht verklebt.
[0078] Damit ist der gefüllte Tray 2 dicht verschlossen und kann der weiteren Kommissionierung
und Verarbeitung zugeführt werden.
[0079] Sofern nach dem Abwurf eines oder mehrerer Produkte in den Tray
2 hinein der Tray
2 noch nicht vollständig gefüllt ist, wird er zusammen mit der Maske und mit dieser
im Eingriff horizontal zurückbewegt in die Ausgangsposition für das Abwerfen gemäß
Figur 5b, und es erfolgt ein erneuter Abwurf eines oder mehrerer Produkte in den Tray, bis
dieser vollständig gefüllt ist.
[0080] In den
Figuren 4a-c sind unterschiedliche Ausführungsformen der Querpositionierung
5 in Blickrichtung der
Figur 2c dargestellt:
Figur 4a zeigt dabei die auch in den übrigen Figuren dargestellte Querpositioniervorrichtung
5 in der Version 5.1:
[0081] Dabei läuft im linken und rechten Randbereich des Produktförderers
7" jeweils ein Seitenförderer
17 mit einem endlosen Band, welches um Umlenkrollen, die um vertikale Achsen rotieren,
geführt wird. Zwischen den beiden gegeneinander gerichteten Trumen dieser endlos umlaufenden
Seitenförderer
17 , die somit eine mitlaufende Seitenbande
18 bilden, besteht ein Abstand
19, der sich in Durchlaufrichtung
10 am Einlauf verringert und an der Stelle des geringsten Abstandes
19 mindestens der Erstreckung des herantransportierten Produktes
1b in Querrichtung
11 entspricht oder etwas größer ist.
[0082] Da der Abstand
19 in Durchlaufrichtung
10 am Beginn deutlich größer ist als die Quererstreckung eines Produktes
1b, wird ein Produkt
1b auch dann, wenn es in Querrichtung
11 nicht an der richtigen Querposition auf dem Produktförderer
7" aufliegt, durch Hindurchschleusen zwischen den beiden umlaufenden Seitenförderern
17 von deren gegeneinander gerichteten Trumen an die richtige Querposition geschoben.
[0083] Da von den umlaufenden Seitenförderer
17 jeweils nach außen vorstehende Paddel
29 an einander gegenüber liegenden Positionen der Bänder der Seitenförderer
17 angeordnet sind, schieben diese Paddel
29 gegen die Hinterkante des Produktes
1b und richten das Produkt dadurch in der Drehlage um die horizontale Achse in Querrichtung
aus, falls die Seitenförderer
17 etwas schneller laufen als der Produktförderer
7". Falls jedoch die Seitenförderer
17 etwas langsamer laufen als der Produktförderer
7", läuft das Produkt
1b mit seiner Vorderseite gegen ein Paar von Paddeln
29, und wird hierdurch ebenso in seiner Drehlage um die vertikale Achse ausgerichtet.
[0084] Figur 4b zeigt eine andere Querpositioniervorrichtung
5.2, bei der in beiden Seitenrand-Bereichen des Produktförderers
7"in dem Höhenbereich darüber, in dem das durchlaufende Produkt
1b erreichbar ist, je ein Querschieber
16 angeordnet ist, dessen vordere Stirnfläche etwa in Laufrichtung
10 verläuft, und der mittels eines Schiebestempels
20 in Querrichtung
11 bewegt werden kann.
[0085] Das zwischen den Querschiebern
16 durchlaufende Produkt
1b kann durch Ausfahren eines oder beider der unabhängig voneinander steuerbaren Schiebestempel
20 mittels des jeweiligen Querschieber
16 in Querrichtung
11 verschoben und positioniert werden.
[0086] Da sich das Produkt
1b dabei in Laufrichtung
10 bewegt, kann entweder wie hier eingezeichnet der Schiebestempel
20 eine begrenzte Strecke in Laufrichtung
10 mit der Geschwindigkeit des Produktes
1b mitbewegt werden oder auch - was nicht dargestellt ist - um eine aufrechte Schwenkachse
verschwenkt werden, wobei dann allerdings die das Produkt kontaktierende Stirnfläche
des Querschiebers
16 vorzugsweise konvex ausgebildet ist.
[0087] In
Figur 4b ist ferner stromaufwärts der Querpositioniervorrichtung ein Querpositions-Sensor
15 angeordnet, der die Querposition des daran vorbei laufenden Produktes
1b ermittelt.
[0088] Bei der in Figur
4b dargestellten Lösung kann dies dazu dienen, um die Ausgangsposition der Querschieber
16 in Querrichtung
11 einzustellen.
[0089] Es gibt jedoch auch eine andere Lösung, in der die Querpositioniervorrichtung ausschließlich
aus einem solchen Querpositions-Sensor
15 besteht, also die Querposition des Produktes
1b auf dem Produktförderer nur ermittelt, aber nicht mechanisch verändert wird, sondern
stattdessen mit der Information der Querposition der Tray
2 in die entsprechende Querposition an der Abwurfstelle eingestellt wird.
[0090] Figur 4c zeigt eine weitere Variante einer Querpositioniervorrichtung
5.3:
[0091] Dabei ist beidseits im Randbereich des Produktförderers 7"knapp darüber, also im
Höhenbereich des darauf liegenden Produktes
1b, ein in einer horizontalen Ebene liegendes, plattenförmiges Schwenksegment
31 vorhanden, welches um eine aufrechte Schwenkachse
21 verschwenkbar ist. Dieses Schwenksegment
31 weist eine dem dazwischen hindurch transportierten Produkt
1b zugewandte Kontaktfläche
31a auf, die eine der Schmalseiten der Platte darstellt, und welche derart konvex gekrümmt
ist, dass ihr Abstand zur aufrecht stehenden Schwenkachse
21 entgegen der Durchlaufrichtung
10 zunimmt.
[0092] Durch Verschwenken eines solchen Schwenksegmentes
31, oder gar beider Schwenksegmente
31 synchron, in Laufrichtung
10 verringert sich also der Abstand
19 zwischen den Schwenksegmenten
31 und positioniert das Produkt
1b in Querrichtung
11.
[0093] Das am Einlauf erfolgt dabei vorzugsweise mit einer solchen Winkelgeschwindigkeit,
dass die zueinander nächstliegenden Punkte der beiden Kontaktflächen
31a sich mit der gleichen Geschwindigkeit in Durchlaufrichtung
10 bewegen wie der Produktförderer
7"
BEZUGSZEICHENLISTE
[0094]
- 1a, b
- Produkt
- 1'
- Portion
- 2
- Tray
- 2a
- Rand
- 2b
- Boden
- 3
- Siegelfolie
- 4
- Maske
- 4a
- Rand
- 4b
- Wand
- 5
- Querpositioniervorrichtung
- 6
- Flüssigkeitstropfen
- 7
- Produktförderer
- 7a
- Abwurfkante
- 8
- Trayförderer
- 9
- Hubvorrichtung
- 10
- Durchlaufrichtung
- 11
- Querrichtung
- 12
- Durchgangsöffnung (Maske)
- 13
- Öffnung (Tray)
- 14
- Saug-Material
- 15
- Querpositions-Sensor
- 16
- Querschieber
- 17
- Seitenförderer
- 18
- mitlaufende Seitenbande
- 19
- Abstand
- 20
- Schiebestempel
- 21
- Schwenkachse
- 22
- Trayvereinzeler
- 23
- Tray-Auslass
- 24
- Tragplatte
- 25
- Schiebevorrichtung
- 26
- Masken-Transporteur
- 27
- Siegelvorrichtung
- 27a
- Siegelstempel
- 28
- Anschlag
- 29
- Paddel
- 30
- Gehäuse
- 30a
- Frontseite
- 31
- Schwenksegment
- 31a
- Kontaktfläche
- 50
- Steuerung
- 50a
- Display
- 50b
- Bedieneinheit
1. Verfahren zum Einlegen von wenigstens einem Produkt (
1a) in einen oben offenen Tray (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
- das wenigstens eine Produkt (1a), insbesondere mehrere Produkte (1a, b) portionsweise, auf einem in Durchlaufrichtung (10) laufenden Produktförderer (7) in Durchlaufrichtung (10) herantransportiert werden und über dessen in Durchlaufrichtung (10) insbesondere feststehende Abwurfkante (7a) abgeworfen werden,
- der Tray (2) während des Abwurfes des Produktes (1a) von der Abwurfkante (7a) darunter in Durchlaufrichtung (10) mit dem Produkt (1a) mitbewegt wird, bis das Produkt (1a) auf dem Boden (2b) des Trays (2) liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Produkt (1a) von dem Produktförderer (7) mit einer Geschwindigkeit von mindestens 300 mm/sek über dessen Abwurfkante (7a) abgeworfen werden und/oder
nach dem Entfernen der Maske (4) aus dem Tray (2) der befüllte Tray (2) durch Aufsiegeln einer Siegelfolie (3) auf dem Rand (2a) des Trays (2) dicht verschlossen wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor dem Abwurf eine den Rand (2a) des Trays (2), insbesondere vollständig, abdeckende Maske (4) über dem Tray (2) positioniert und mit dem Tray (2) mitbewegt wird
und insbesondere
die Maske (4) eine Durchgangsöffnung (12) aufweist, von deren Rändern umlaufend Wände (4b) nach unten ragen, und insbesondere die Wände (4b) beim Positionieren über dem Tray (2) in den Tray (2) hineinragen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Maske (4) auf gleicher Höhe vor- und zurückbewegt wird und der Tray (2) angehoben und abgesenkt wird zum formschlüssigen Ineinandergreifen von Tray (2) und Maske (4)
und insbesondere
der Tray (2) mittels der Maske (4) mit dem Produkt (1a) mitbewegt wird. (Eher nicht)
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Maske (4) soweit in den Tray (2) abgesenkt wird, dass ihre Wände (4b) den Boden (2b) des Trays (2) berühren.
(Zentrierung)
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Produkt (1a) auf dem Produktförderer (7) in Querrichtung (11) positioniert und/oder in Querrichtung (11) zusammengedrückt wird durch in Durchlaufrichtung (10) sich quer gegeneinander annähernde, mit dem Produktförderer (7) in Durchlaufrichtung (10) mitlaufende und das Produkt (1a) gegebenenfalls seitlich kontaktierende Seitenbanden (18) und/oder
das wenigstens eine Produkt (1a) auf dem Produktförderer (7) in Querrichtung (11) relativ zum Tray (2) positioniert wird durch Ermitteln der Querposition des Produktes (1a) auf dem Produktförderer (7), Positionieren des Trays (2) in Querrichtung (11) unter der Abwurfkante (7a) des Produktförderers (7) an der zuvor ermittelten Querposition des darauf herantransportierten Produktes (1a).
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Produkt (1a) auf dem Produktförderer (7) in Querrichtung (11) positioniert und/oder in Querrichtung (11) zusammengedrückt wird durch Andrücken an das Produkt in wenigstens einer Querrichtung
(11) insbesondere bei in Durchlaufrichtung (10) bewegtem Produkt (1a) mittels gegeneinander gerichteter, in Durchlaufrichtung (10) fest positionierter Querschieber (20)
und insbesondere
die Querschieber (20) in Durchlaufrichtung (10) ortsfest positioniert sind oder mit dem Produktförderer (7) in Durchlaufrichtung (10) eine begrenzte Strecke mitlaufen, insbesondere indem die Querschieber um einen seitlich
beabstandet zum Produktförderer (7) befindliche, aufrechte Schwenkachse mit dem Produktförderer mitschwenken und insbesondere
eine konvex gebogene Stempelfläche aufweisen.
8. Vorrichtung zum Einlegen wenigstens eines Produktes (
1a, b) in einen oben offenen Tray
(2), mit
- einem Produktförderer (7) zum insbesondere portionsweisen Herantransportieren des wenigstens einen Produktes
(1a) in Durchlaufrichtung (10) und Abwerfen über die in Durchlaufrichtung (10) feststehende Abwurfkante (7a) des Produktförderers (7),
gekennzeichnet durch
- eine in Durchlaufrichtung (10) verlaufende Transportvorrichtung, um den Tray (2) auf einem Nivea unterhalb der Abwurfkante (7a) in Durchlaufrichtung (10) zu bewegen,
- eine Steuerung (50), die den Tray (2) relativ zum Produktförderer (7) so steuern kann, dass der Tray (2) unter dem von der Abwurfkante (7a) abgeworfen Produkt (1a) mitbewegt wird, bis das Produkt (1a) auf dem Boden (2b) des Trays (2) liegt.
9. Vorrichtung nach Anspruch
13,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine in Durchlaufrichtung
(10) bewegbare, insbesondere etwa horizontal liegende, Maske
(4) zum Abdecken des Randes
(2a) des Trays
(2) vorhanden ist, mit
- einem um eine Durchgangsöffnung (12) umlaufenden oberen Rand (4a), der in der Aufsicht betrachtet den oberen umlaufenden Rand (2a) des Trays (2), insbesondere vollständig, abdecken kann,
- von der Innenkontur des Randes (4a) aus nach unten weisenden, umlaufenden Wänden (4b), insbesondere in Form einer einzigen ringförmig umlaufenden Wand (4b)
und insbesondere
eine in Durchlaufrichtung
(10) bewegliche Hubvorrichtung
(9) zum Anheben und Absenken des Trays
(2) vorhanden ist zum Zwecke des vertikalen Annäherns, insbesondere Eintauchens ineinander,
von Maske
(4) und Tray
(2).
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Trayförderer (8) zum Transportieren der Trays (2) in Durchlaufrichtung vorhanden ist und insbesondere der Trayförderer (8) die Transportvorrichtung für den Tray (2) unterhalb der Abwurfkante (7a) ist
oder
die Transportvorrichtung die in Durchlaufrichtung (10) bewegliche Maske (4) und deren Masken-Transporteur (26) ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchgangsöffnung (12) der Maske (4) so groß ist, dass die Wände (4b) der Maske (4) gerade noch in die Öffnung (13) des oben offenen Trays (2) passen, insbesondere wenigstens eine der Wände (4b) der Maske (4) seitlich keinen Abstand zu der entsprechenden Wand des Trays (2) einhält, sondern diese kontaktiert, und dies insbesondere für alle Wände gilt und/oder
der Boden (2b) des Trays (2) von einem Saug-Material (14) bedeckt ist, das zum Aufsaugen von Flüssigkeitstropfen (6) geeignet ist, die zum Beispiel an der Unterkante einer Wand (4b) der Maske (4) hängen.
(Zentrierung)
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf dem Produktförderer (7) eine Querpositionier-Vorrichtung (5.1) angeordnet ist, die zwei beidseits des Produktes (1a) in dessen Höhenbereich angeordnete, sich in Durchlaufrichtung (10) quer gegeneinander annähernde, mit dem Produktförderer (7) mitlaufende Seitenbanden (18), insbesondere endlose, umlaufende Seitenförderer (17), umfasst.
13. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
die endlosen, umlaufenden Seitenförderer (17) um je zwei in Durchlaufrichtung (10) beanstandete aufrechte Achsen umlaufen.
und/oder
der Abstand der mitlaufenden Seitenbanden (18) in Durchlaufrichtung (10) am Ende minimal der Abmessung des Produktes (1a) in Querrichtung (11) entspricht
und insbesondere
wenigstens der Abstand (19) in Durchlaufrichtung (10) am Ende der beiden mitlaufenden Banden (18) einstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf dem Produktförderer (7) eine Querpositionier-Vorrichtung (5.2) angeordnet ist, die zwei beidseits des Produktes (1a)) in dessen Höhenbereich angeordnete, gegeneinander bewegliche Querschieber (16), insbesondere nur in Querrichtung (11) gegeneinander bewegliche Querstempel (16), umfasst, die insbesondere unabhängig voneinander gesteuert gegen das Produkt (1b) ausfahrbar sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Querschieber (16) in Durchlaufrichtung (10) eine begrenzte Strecke verfahrbar sind, insbesondere mit der Geschwindigkeit des
Produktförderers (7) oder
die Querschieber (16) in Durchlaufrichtung (10) fest positioniert sind und insbesondere um eine aufrechte Schwenkachse (21) an dem vom Schieberstempel (20) abgewandten Ende verschwenkbar sind, insbesondere so, dass der Schieberstempel (20) in Durchlaufrichtung (10) die Geschwindigkeit des Produktförderers (7) besitzt, und insbesondere der Schieberstempel (20) eine ballig konvex gebogene Stirnfläche aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Querpositionier-Vorrichtung (5.3) vorhanden ist, die einen Querpositions-Sensor (15) für das Produkt (1a) auf dem Produktförderer (7) umfasst sowie eine in Querrichtung (11) verfahrbare, ansteuerbare Transportvorrichtung für den Tray (2), die in der Lage
ist, die Querposition des Trays (2) abhängig von der ermittelten Querposition des Produktes (1a) einzustellen.