[0001] Die Erfindung betrifft eine Radialverdichterstufe für einen Radialverdichter gemäß
dem Oberbergriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 195 02 808 C2 ist der grundsätzliche Aufbau eines Radialverdichters mit mindestens einer Radialverdichterstufe
bekannt. So ist in diesem Stand der Technik offenbart, dass die oder jede Radialverdichterstufe
eines Radialverdichters ein gegenüber einem Stator rotierendes Laufrad aufweist, wobei
das Laufrad eine Nabe und mehrere rotorseitige Laufradschaufeln umfasst. Jede Laufradschaufel
des Laufrads verfügt über eine Strömungseintrittskante und eine Strömungsaustrittskante,
wobei sich zwischen der Strömungseintrittskante und der Strömungsaustrittskante jeder
Laufradschaufel eine Saugseite, eine Druckseite sowie eine dem Stator zugewandte Außenfläche
erstreckt, wobei die Außenfläche der jeweiligen Laufradschaufel an den Stator angrenzt
und der Abdichtung gegenüber dem Stator dient. Ein solches Laufrad eines Radialverdichters,
bei welchem die Außenflächen der Laufradschaufeln mittelbar an den Stator angrenzen,
verfügt über kein Deckband und wird auch als offenes Laufrad bezeichnet. Die Laufradschaufeln
sind in einem Laufradströmungskanal positioniert, der von der Nabe des Laufrads und
dem Stator begrenzt ist.
[0003] Weiterhin ist es aus der
DE 195 02 808 C2 bekannt, dass die Radialverdichterstufe einen stromabwärts des Laufrads positionierten
Diffusor umfassst, der mehreren statorseitige Leitschaufeln aufweist. Jede Leitschaufeln
des Diffusores verfügt über eine Strömungseintrittskante und eine Strömungsaustrittskante,
wobei sich zwischen der Strömungseintrittskante und der Strömungsaustrittskante jeder
Leitschaufeln eine Saugseite und eine Druckseite erstreckt. Die Leitschaufeln sind
in einem vom Stator begrenzten Diffusorströmungskanal positioniert.
Aus der
DE 195 02 802 C2 kann entnommen werden, dass zwischen dem Laufrad und dem Stator der dort gezeigten
Radialverdichterstufe ein sogenannter Radseitenraum ausgebildet ist, nämlich zwischen
einer Rückseite des Laufrads und dem Stator. Dieser Radseitenraum ist dabei mit einem
Zwischenströmungskanal verbunden, der sich zwischen dem Laufradströmungskanal und
dem Diffusorströmungskanal erstreckt.
[0004] Eine weitere Radialverdichterstufe mit einem solchen Radseitenraum ist aus der
DE 10 2007 019 264 A1 bekannt.
Aus der
EP 2 014 925 A1 ist eine Radialverdichterstufe mit einem Diffusor bekannt, bei welchem sich der Winkelabstand
von Strömungseintrittskanten zweier benachbart zueinander angeordneter Leitelemente
unterscheidet vom Winkelabstand von Strömungseintrittskanten zweier anderer benachbart
zueinander angeordneter Leitelemente.
Die
JP 2004 100 553 A offenbart eine Anordnung aus statorseitigen Leitschaufeln, die um eine Drehachse
drehbar sind.
Die
DE 41 26 907 A1 offenbart einen Diffusor mit ersten, feststehenden statorseitigen Leitschaufeln und
zweiten, einstellbaren statorseitigen Leitschaufeln. Auch offenbart die Druckschrift
einen beschaufelten Diffusor mit sich in Umfangsrichtung unterscheidenden Strömungsquerschnitten.
Die
WO 2009/012990 A1 offenbart einen schaufellosen Diffusor mit einem sich in Radialrichtung ändernden
Strömungsquerschnitt.
[0005] Im Betrieb eines Radialverdichters sind die Radialverdichterstufen mechanischen Anregungen
und Schwingungen ausgesetzt, welche Schäden an der Radialverdichterstufe, insbesondere
an den Laufradschaufeln des Laufrads der Radialverdichterstufe, hervorrufen können.
Solche mechanischen Anregungen können auf synchronen Anregungsmechanismen sowie auf
asynchronen Anregungsmechanismen beruhen.
[0006] Insbesondere werden durch die Interaktion von rotierenden und stationären Komponenten
dreidimensionale und instationäre Strömungsphänomene erzeugt. Unter bestimmten Bedingungen
entstehen Druckschwankungen, welche einen in Drehrichtung oder einen in der Drehrichtung
entgegengesetzter Richtung umlaufenden Charakter haben. Die Anzahl und die Umlaufgeschwindigkeit
dieser Druckschwankungen ist beliebig.
[0007] Dieses Phänomen ist Grundlage für eine asynchrone Anregung von offenen Laufrädern
in Radialverdichtern. Bislang sind keine Methoden bekannt, mit Hilfe derer solchen
asynchronen Anregungen gezielt entgegengewirkt werden kann, um eine kritische Schwingungsanregung
insbesondere der Laufradschaufeln des Laufrads zu vermeiden.
[0008] Es besteht daher Bedarf an einer Radialverdichterstufe für einen Radialverdichter,
bei der insbesondere die Laufradschaufeln des Laufrads einer geringen Schwingungsanregung
insbesondere durch solche asynchronen Anregungen ausgesetzt sind.
[0009] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Radialverdichterstufe
für einen Radialverdichter zu schaffen, welche die obigen Anforderungen erfüllt und
demnach einer geringen Schwingungsanregung insbesondere durch solche asynchronen Anregungen
ausgesetzt ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Radialverdichterstufe nach Anspruch 1 gelöst. Hiernach
liegen die Strömungseintrittskanten der statorseitigen Leitschaufeln des Diffusors
auf einer ersten Kreiskontur, nämlich derart, dass die Strömungseintrittskanten aller
statorseitigen Leitschaufeln zu den Strömungseintrittskanten der jeweils benachbarten
Leitschaufeln einen identischen Abstand aufweisen. Die Strömungsaustrittskanten der
statorseitigen Leitschaufeln des Diffusors liegen auf einer zweiten Kreiskontur, nämlich
derart, dass an mindestens einer ersten Umfangsposition die Strömungsaustrittskante
der jeweiligen statorseitigen Leitschaufel zu der Strömungsaustrittskante mindestens
einer benachbarten Leitschaufeln einen anderen Abstand aufweist als an zweiten Umfangspositionen.
Ferner weist an mindestens einer dritten Umfangsposition ein zwischen benachbarten
statorseitigen Leitschaufeln ausgebildeter Diffusorströmungskanalabschnitt einen gegenüber
den an vierten Umfangspositionen ausgebildeten Diffusorströmungskanalabschnitten abweichenden
Strömungsquerschnitt auf.
[0011] Mit der Erfindung kann einfach und zuverlässig asynchronen Anregungen von offenen
Laufrädern in Radialverdichtern entgegengewirkt werden, wodurch die Schwingungsanregung
insbesondere für die Laufradschaufeln des Laufrads der Radialverdichterstufe reduziert
werden kann.
[0012] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- einen Meridionalschnitt durch eine erfindungsgemäße Radialverdichterstufe nach der
Erfindung;
- Fig. 2:
- einen Axialschnitt durch die Radialverdichterstufe der Fig. 1;
- Fig. 3:
- einen Axialschnitt durch eine weitere Radialverdichterstufe; und
- Fig. 4:
- einen Meridionalschnitt durch eine weitere Radialverdichterstufe.
[0013] Die hier vorliegende Erfindung betrifft einen Radialverdichter mit mindestens einer
Radialverdichterstufe.
[0014] Fig. 1 zeigt ein Detail einer erfindungsgemäßen Radialverdichterstufe im Meridionalschnitt,
wobei Fig. 2 einen Axialschnitt durch die Radialverdichterstufe der Fig. 1 zeigt.
[0015] Die Radialverdichterstufe der Fig. 1 weist ein Laufrad 10 mit mehreren rotorseitigen
Laufradschaufeln 11 auf. Das Laufrad 10 rotiert gegenüber einem Stator 12. Beim Stator
12 kann es sich um ein Gehäuse oder einen Statorring oder dergleichen handeln. Der
Laufradschaufeln 11 sind in einem Laufradströmungskanal 13 positioniert, der von einer
rotorseitigen Nabenkontur 14 und einer Statorkontur 15 begrenzt. Jede Laufradschaufel
11 weist eine Strömungseintrittskante 16 und eine Strömungsaustrittskante 17 auf.
Zwischen der Strömungseintrittskante 16 und der Strömungsaustrittskante 17 jeder Laufradschaufel
11 erstreckt sich eine Druckseite, eine Saugseite sowie radial außen an der Laufradschaufel
11 eine dem Stator 12 zugewandte Außenfläche 18 der jeweiligen Laufradschaufel 11.
Die Außenfläche 18 der Laufradschaufel 11 grenzt an den Stator 12 an und dient der
Abdichtung gegenüber dem Stator 12. Ein solches Laufrad 10, bei welchem die Außenflächen
18 der Laufradschaufeln 11 mittelbar an den Stator 12 angrenzen, verfügt über kein
Deckband und wird auch als offenes Laufrad bezeichnet.
[0016] Gemäß Fig. 1 ist stromabwärts des Laufrads 10 ein statorseitiger Diffusor 19 positioniert.
Der Diffusor 19 umfasst mehrere statorseitige Leitschaufeln 20. Die statorseitigen
Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 sind in einem vom Stator 12 begrenzten Diffusorströmungskanal
21 positioniert, wobei jede der statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 eine
Strömungseintrittskante 22 und eine Strömungsaustrittskante 23 umfasst. Zwischen der
Strömungseintrittskante 22 und der Strömungsaustrittskante 23 der jeweiligen statorseitigen
Leitschaufel 20 erstreckt sich eine Saugseite 24 und eine Druckseite 25 der jeweiligen
Leitschaufel.
[0017] Zwischen dem Laufströmungskanal 13, in welchem die rotorseitigen Laufradschaufeln
11 des Laufrads 10 positioniert sind, und dem Diffusorströmungskanal 21, in welchem
die statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 positioniert sind, erstreckt
sich ein Zwischenströmungskanal 26, über welchen in der Radialverdichterstufe verdichtetes
Medium ausgehend vom Laufrad 10 in Richtung auf den Diffusor 19 strömen kann. Gemäß
Fig. 1 ist zwischen einer Rückseite 27 des Laufrads 10 und dem Stator 12 ein Radseitenraum
28 ausgebildet, wobei dieser Radseitenraum 28 gemäß Fig. 1 mit dem Zwischenströmungskanal
26 über einen Spalt 34 gekoppelt ist.
[0018] Die oben unter Bezugnahme auf Fig. 1 und 2 beschriebenen Details einer Radialverdichterstufe
zählen zum Stand der Technik.
[0019] Die Erfindung betrifft nun solche Details einer Radialverdichterstufe, mit Hilfe
derer die Gefahr instationärer Strömungsphänomene, die zu einer asynchronen Anregung
der offenen Laufrädern führen können, reduziert werden kann.
[0020] Nach der Erfindungliegen alle Strömungseintrittskanten 22 aller statorseitigen Leitschaufeln
20 des Diffusors 19 auf einer ersten Kreiskontur 29.
[0021] Dabei liegen die Strömungseintrittskanten 22 der statorseitigen Leitschaufeln 20
des Diffusors 19 derart auf der ersten Kreiskontur 29, dass die Strömungseintrittskanten
22 aller statorseitigen Leitschaufeln 20 zu den Strömungseintrittskanten 22 der jeweils
benachbarten Leitschaufeln 20 einen identischen Abstand aufweisen. Die Strömungseintrittskanten
22 der in Umfangsrichtung des Diffusorströmungskanals 21 gesehen nebeneinander positionierten
Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 sind demnach in Umfangsrichtung gesehen gleich verteilt,
so dass demnach sämtliche Strömungseintrittskanten 22, die auf der ersten Kreiskontur
29 liegen, zu benachbarten Strömungseintrittskanten 22 identische Umfangsabstände
aufweisen.
[0022] Nach der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, dass die Strömungsaustrittskanten 23
der statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 auf einer zweiten Kreiskontur
30 liegen.
[0023] Dabei liegen die Strömungsaustrittskanten 23 der statorseitigen Leitschaufeln 20
des Diffusors 19 derart auf der zweiten Kreiskontur 30, dass an mindestens einer ersten
Umfangsposition des Diffusorströmungskanals 21 die Strömungsaustrittskante 23 der
dort positionierten, jeweiligen statorseitigen Leitschaufel 20 zu der Strömungsaustrittskante
mindestens einer benachbarten Leitschaufel 20 einen anderen Abstand aufweist als an
zweiten Umfangspositionen des Diffusorströmungskanals 21.
[0024] Im Bereich der Strömungsaustrittskanten 23 ist demnach in Umfangsrichtung des Diffusorströmungskanals
21 gesehen keine Gleichverteilung der Strömungsaustrittskanten 23 vorgesehen, vielmehr
ist vorzugsweise an den ersten Umfangspositionen die Gleichverteilung der Strömungsaustrittskanten
23, die alle auf der zweiten Kreiskontur 30 liegen, aufgehoben, um so der Gefahr instationärer
Strömungsphänomene, die zu einer asynchronen Anregung der offenen Laufrädern führen
können, zu reduzieren.
[0025] Nach der Erfindung ist es in einem ersten Extremfall möglich, dass ausschließlich
an einer einzigen Umfangspositionen des Diffusorströmungskanals 21 die entsprechende
Strömungsaustrittskante 23 einen anderen Abstand zu den jeweils benachbarten Strömungsaustrittskanten
23 aufweist, dass hingegen an den anderen Umfangspositionen die Strömungsaustrittskanten
23 hinsichtlich ihrer Umfangspositionen gleichverteilt sind.
[0026] Ebenso ist es nach der Erfindung in einem zweiten Extremfall möglich, dass an allen
Umfangspositionen des Diffusorströmungskanals 21 die Strömungsaustrittskanten 23 zu
den jeweils benachbarten Strömungsaustrittskanten 23 jeweils unterschiedliche Abstände
aufweisen.
[0027] An den zweiten Umfangspositionen des Diffusorströmungskanals 21 weisen die jeweiligen
statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 vorzugsweise alle identische, zweite
Staffelungswinkel auf.
[0028] Die an der oder jeder ersten Umfangsposition positionierten statorseitigen Leitschaufeln
20 hingegen weisen vorzugsweise einen ersten Staffelungswinkel auf, der vom zweiten
Staffelungswinkel abweicht, insbesondere um ±10°, bevorzugt um ±7°, besonders bevorzugt
um ±5°, meist bevorzugt um ±3°.
[0029] Nach der hier vorliegenden Erfindung wird demnach vorgeschlagen, zur Reduzierung
der Gefahr instationärer Strömungsphänomene, die zu einer asynchronen Anregung der
offenen Laufrädern führen können, die Strömungsaustrittskanten 23 ausgewählter statorseitiger
Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 in Umfangsrichtung zu versetzen, vorzugsweise unter
Aufhebung bzw. Unterbrechung der sonst in Umfangsrichtung des Diffusorströmungskanals
21 gesehen gleichverteilten Strömungsaustrittskanten 23.
[0030] In einem Extremfall können die Strömungsaustrittskanten 23 aller statorseitiger Leitschaufeln
20 des Diffusors 19 zu den jeweils benachbarten Strömungsaustrittskanten 23 unterschiedliche
Abstände aufweisen.
[0031] Wie Fig. 2 entnommen werden kann, kann eine Strömungsaustrittskante 23" (siehe gestrichelter
Verlauf der in Fig. 2 rechten Leitschaufel) in Richtung auf die Druckseite 25 der
jeweiligen benachbarten Leitschaufel 20 oder eine Strömungsaustrittskante 23'(siehe
gestrichelter Verlauf der in Fig. 2 linken Leitschaufel) in Richtung auf die Saugseite
24 der jeweiligen benachbarten Leitschaufel 20 in Umfangsrichtung verlagert werden,
und zwar derart, dass nach wie vor alle Strömungsaustrittskanten 23 auf der zweiten
Kreiskontur 30 liegen.
[0032] Dies entspricht einer Veränderung des Staffelungswinkels der statorseitigen Leitschaufeln
20 des Diffusors 19 an ausgewählten Umfangspositionen. An ausgewählten zweiten Umfangspositionen
des Diffusors 19 verfügen die jeweiligen statorseitigen Leitschaufeln 20 über abweichende
Staffelungswinkel.
[0033] Diejenigen ausgewählten Leitschaufeln 20, die im Vergleich zu den übrigen statorseitigen
Leitschaufeln 20 einen unterschiedlichen Staffelungswinkel aufweisen, sind dadurch
gekennzeichnet, dass deren Staffelungswinkel insbesondere um ±10°, besonders bevorzugt
um ±5°, von den Staffelungswinkeln der übrigen Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 abweicht.
[0034] Durch die obigen Maßnahmen der hier vorliegenden Erfindung kann an definierten Umfangspositionen
in ungleichmäßigen Umfangsabständen eine etwas höhere oder eine etwas geringere Belastung
aus die Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 aufgeprägt werden. Die Gefahr instationärer
Strömungsphänomene, die zu einer asynchronen Anregung der offenen Laufrädern führen
können, kann so reduziert werden.
[0035] Nach einem weiteren Aspekt (siehe Fig. 3) wird zur Reduzierung der Gefahr instationärer
Strömungsphänomene, die zu einer asynchronen Anregung der offenen Laufrädern führen
können, vorgeschlagen, dass sowohl die auf der ersten Kreiskontur 29 positionierten
Strömungseintrittskanten 22 der statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 als
auch die auf der zweiten Kreiskontur 30 positionierten Strömungsaustrittskanten 23
der statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffsors 19 in Umfangsrichtung gleichverteilt
sind, also jeweils identische Umfangsabstände aufweisen.
[0036] Nach diesem weiteren Aspekt weist jedoch mindestens eine statorseitige Leitschaufel
20 des Diffusors 19 zwischen der Strömungseintrittskante 22 und der Strömungsaustrittskante
23 eine abweichende Krümmung auf, nämlich eine Saugseite 24' und eine Druckseite 25'
mit gegenüber den anderen Leitschaufeln 20 abweichender Krümmung. Dies ist in Fig.
3 durch den gestrichelten Verlauf für die mittlere Leitschaufel 20 gezeigt.
[0037] Nach diesem weiteren Aspekt ist es in einem ersten Extremfall möglich, dass ausschließlich
eine einzige statorseitige Leitschaufel 20 des Diffusors 19 eine abweichende Krümmung
aufweist, dass hingegen alle anderen statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffusors
19 identische Krümmungen aufweisen.
[0038] Ebenso ist es nach diesem weiteren Aspekt in einem zweiten Extremfall möglich, dass
an alle statorseitige Leitschaufel 20 des Diffusors 19 voneinander abweichende Krümmungen
aufweisen.
[0039] Weitere Merkmale der hier vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf Fig. 4 erörtert.
[0040] Nach der Erfindung wird zur Reduzierung der Gefahr instationärer Strömungsphänomene,
die zu einer asynchronen Anregung der offenen Laufrädern führen können, vorgeschlagen,
an mindestens einer dritten Umfangsposition des Diffusorströmungskanals 21 einen zwischen
benachbarten statorseitigen Leitschaufeln 20 des Diffusors 19 ausgebildeten Diffusorströmungskanalabschnitt
33 derart zu verändern, dass derselbe gegenüber den an vierten Umfangspositionen ausgebildeten
Diffusorströmungskanalabschnitten einen abweichenden Strömungsquerschnitt aufweist.
[0041] So kann Fig. 4 entnommen werden, dass an einer dritten Umfangsposition des Diffusors
19 zwischen benachbarten statorseitigen Leitschaufeln 20 der jeweilige Diffusorströmungskanalabschnitt
33 einen reduzierten Strömungsquerschnitt aufweist, nämlich dadurch, das den jeweiligen
Diffusorströmungskanalabschnitt 33 begrenzende, statorseitige Seitenwände 31, 32 unter
Verringerung des Strömungsquerschnitts des jeweiligen Diffusorströmungskanalabschnitts
33 nach innen hinein gewölbt sind. Es sei darauf hingewiesen, dass auch lediglich
eine dieser statorseitigen, dem jeweiligen Diffusorströmungskanalabschnitt 33 begrenzenden
Seitenwände 31, 32 in den jeweiligen Diffusorströmungskanalabschnitt 33 hinein gewölbt
sein kann. Ebenso ist es möglich, an ausgewählten Umfangspositionen den jeweiligen
Diffusorströmungskanalabschnitt bezüglich seines Strömungsquerschnitts aufzuweiten,
wobei dann mindestens eine dieser Seitenwände 31, 32 nach außen in den Stator 12 hinein
gewölbt ist.
[0042] Es ist in einem ersten Extremfall möglich, dass ausschließlich an einer einzigen
Umfangspositionen des Diffusorströmungskanals 21 der entsprechende Diffusorströmungskanalabschnitt
33 einen abweichenden Strömungsquerschnitt aufweist, dass hingegen aller anderen Diffusorströmungskanalabschnitte
33 identische Strömungsquerschnitte aufweisen.
[0043] Ebenso ist es in einem zweiten Extremfall möglich, dass an allen Umfangspositionen
des Diffusorströmungskanals 21 die Diffusorströmungskanalabschnitte 33 jeweils unterschiedliche
Strömungsquerschnitte aufweisen.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 10
- Laufrad
- 11
- Laufradschaufel
- 12
- Stator
- 13
- Laufradströmungskanal
- 14
- Nabenkontur
- 15
- Statorkontur
- 16
- Strömungseintrittskante
- 17
- Strömungsaustrittskante
- 18
- Außenfläche
- 19
- Diffusor
- 20
- Leitschaufel
- 21
- Diffusorströmungskanal
- 22
- Strömungseintrittskante
- 23
- Strömungsaustrittskante
- 24
- Saugseite
- 25
- Druckseite
- 26
- Zwischenströmungskanal
- 27
- Rückseite
- 28
- Radseitenraum
- 29
- Kreiskontur
- 30
- Kreiskontur
- 31
- Seitenwand
- 32
- Seitenwand
- 33
- Diffusorströmungskanalabschnitt
- 34
- Spalt
1. Radialverdichterstufe,
mit einem Stator (12),
mit einem gegenüber dem Stator (12) rotierenden Laufrad (10) mit mehreren rotorseitigen
Laufradschaufeln (11), und
mit einen in Strömungsrichtung stromabwärts des Laufrads (10) positionierten Diffusor
(19) mit mehreren statorseitigen Leitschaufeln (20), wobei jede statorseitige Leitschaufel
(20) eine Strömungseintrittskante (22) und eine Strömungsaustrittskante (23) aufweist,
und wobei sich zwischen der Strömungseintrittskante (22) und der Strömungsaustrittskante
(23) der jeweiligen Leitschaufel (20) eine Saugseite (24) und eine Druckseite (25)
derselben erstrecken,
wobei zwischen dem Laufrad (10) und dem Stator (12) ein Radseitenraum (28) ausgebildet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
alle Strömungseintrittskanten (22) der statorseitigen Leitschaufeln (20) auf einer
ersten Kreiskontur (29) liegen, nämlich derart, dass die Strömungseintrittskanten
(22) aller statorseitigen Leitschaufeln (20) zu den Strömungseintrittskanten (22)
der jeweils benachbarten Leitschaufeln (20) einen identischen Abstand aufweisen;
alle Strömungsaustrittskanten (23) der statorseitigen Leitschaufeln (20) auf einer
zweiten Kreiskontur (30) liegen, nämlich derart, dass an mindestens einer ersten Umfangsposition
die Strömungsaustrittskante (23) der jeweiligen statorseitigen Leitschaufel (20) zu
der Strömungsaustrittskante (23) mindestens einer benachbarten Leitschaufel (20) einen
anderen Abstand aufweist als an zweiten Umfangspositionen;
an mindestens einer dritten Umfangsposition ein zwischen benachbarten statorseitigen
Leitschaufeln (20) ausgebildeter Diffusorströmungskanalabschnitt (33) einen gegenüber
den an vierten Umfangspositionen ausgebildeten Diffusorströmungskanalabschnitten abweichenden
Strömungsquerschnitt aufweist.
2. Radialverdichterstufe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
an den zweiten Umfangspositionen die jeweiligen statorseitigen Leitschaufeln (20)
alle identische, zweite Staffelungswinkel aufweisen; und
an der oder jeder ersten Umfangspositionen die jeweilige statorseitigen Leitschaufeln
(20) einen ersten Staffelungswinkel aufweist, der vom zweiten Staffelungswinkel abweicht.
3. Radialverdichterstufe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass, der erste Staffelungswinkel vom zweiten Staffelungswinkel um ±10°, bevorzugt um ±7°,
besonders bevorzugt um ±5°, abweicht.
4. Radialverdichterstufe nach einem der Anspruüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber den vierten Umfangspositionen an der oder jeder dritten Umfangsposition
zwischen den benachbarten statorseitigen Leitschaufeln (20) mindestens eine den Diffusorströmungskanalabschnitt
(33) begrenzende Seitenwand (31, 32) unter Verringerung des Strömungsquerschnitts
nach innen in den Diffusorströmungskanalabschnitt (33) hinein und/oder unter Vergrößerung
des Strömungsquerschnitts nach außen in den Stator (12) hinein gewölbt ist.
1. A radial compressor stage,
with a stator (12),
with an impeller (10) having multiple rotor-side impeller blades (11) rotating relative
to the stator (12), and
with a diffuser (19) positioned in flow direction downstream of the impeller (10)
with multiple stator-side guide blades (20), wherein each stator-side guide blade
(20) has a flow inlet edge (22) and a flow outlet edge (23), and wherein between the
flow inlet edge (22) and the flow outlet edge (23) of the respective guide blade (20)
a suction side (24) and a pressure side (25) of the same extend,
wherein between the impeller (10) and the stator (12) a wheel side space (28) is formed,
characterized in that
all flow inlet edges (22) of the stator-side guide blades (20) lie on a first circle
contour (29) namely in such a manner that the flow inlet edges (22) of all stator-side
guide blades (20) have an identical distance from the flow inlet edges (22) of the
respective adjacent guide blades (20);
all flow outlet edges (23) of the stator-side guide blades (20) lie on a second circle
contour (30) namely in such a manner that in at least one first circumferential position
the flow outlet edge (23) of the respective stator-side guide blade (20) has a distance
to the flow outlet edge (23) of at least one adjacent guide blade (20) other than
in second circumferential positions;
in at least one third circumferential position, a diffuser flow duct section (33)
formed between adjacent stator-side guide blades (20) has a flow cross section that
deviates with respect to the diffuser flow duct sections formed in fourth circumferential
positions.
2. The radial compressor stage according to Claim 1, characterized in that in the second circumferential positions the respective stator-side guide blades (20)
all have identical, second stagger angles; and in the or each first circumferential
positions, the respective stator-side guide blades (20) have a first stagger angle
that deviates from the second stagger angle.
3. The radial compressor stage according to Claim 2, characterized in that the first stagger angle deviates from the second stagger angle by ± 10°, preferably
by ±7°, particularly preferably by ± 5°.
4. The radial compressor stage according to any one of the Claims 1 to 3, characterized in that compared with the fourth circumferential positions in the or each third circumferential
position between the adjacent stator-side guide blades (20) at least one side wall
(31, 32) delimiting the diffuser flow duct section (33) is curved towards the inside
into the diffuser flow duct section (23) reducing the flow cross section and/or curved
towards the outside into the stator (12) enlarging the flow cross section.
1. Etage de compresseur radial,
comportant un stator (12),
comportant une roue mobile (10) tournant par rapport au stator (12) avec plusieurs
aubes de roue mobile (11) du côté du stator, et
comportant un diffuseur (19) positionné en aval de la roue mobile (10) dans la direction
d'écoulement avec plusieurs aubes directrices (20) du côté du stator, dans lequel
chaque aube directrice (20) du côté du stator présente une arête d'entrée d'écoulement
(22) et une arête de sortie d'écoulement (23), et dans lequel entre l'arête d'entrée
d'écoulement (22) et l'arête de sortie d'écoulement (23) de l'aube directrice respective
(20), un côté d'aspiration (24) et un côté de pression (25) de cette dernière s'étendent,
dans lequel entre la roue mobile (10) et le stator (12) un espace latéral de roue
(28) est réalisé, caractérisé en ce que
toutes les arêtes d'entrée d'écoulement (22) des aubes directrices du côté du stator
(20) sont situées sur un premier contour de cercle (29), à savoir de telle sorte que
les arêtes d'entrée d'écoulement (22) de toutes les aubes directrices du côté du stator
(20) présentent un espacement identique par rapport aux arêtes d'entrée d'écoulement
(22) des aubes directrices (20) voisines respectives ;
toutes les arêtes de sortie d'écoulement (23) des aubes directrices du côté de stator
(20) sont situées
sur un deuxième contour de cercle (30), à savoir de telle sorte que sur au moins une
première position circonférentielle, l'arête de sortie d'écoulement (23) de l'aube
directrice du côté du stator respective (20) présente par rapport à l'arête de sortie
d'écoulement (23) d'au moins une aube directrice voisine (20) un espacement autre
que sur les deuxièmes positions circonférentielles ;
sur au moins une troisième position circonférentielle, une portion de canal d'écoulement
de diffuseur (33) réalisée entre les pales directrices (20) du côté du rotor voisines
présente une section transversale d'écoulement différant des portions de canal d'écoulement
de diffuseur réalisée sur les quatrièmes positions circonférentielles.
2. Etage de compresseur radial selon la revendication 1, caractérisé en ce que
sur les deuxièmes positions circonférentielles, les pales directrices du côté du stator
(20) respectives présentent toutes des deuxièmes angles de décalage identiques ; et
sur la ou chaque première position circonférentielle, les pales directrices du côté
du stator (20) respectives présentent un premier angle de décalage, qui diffère du
deuxième angle de décalage.
3. Etage de compresseur radial selon la revendication 2, caractérisé en ce que le premier angle de décalage diffère du deuxième angle de décalage de ± 10°, de préférence
de ± 7°, de manière particulièrement préférée de ± 5°.
4. Etage de compresseur radial selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que par rapport aux quatrièmes positions circonférentielles, sur la ou chaque troisième
position circonférentielle entre les aubes directrices (20), au moins une paroi latérale
(31,32) délimitant la portion de canal d'écoulement de diffuseur (33) est bombée vers
l'intérieur dans la portion de canal d'écoulement de diffuseur (33) en réduisant la
section transversale d'écoulement et/ou est bombée vers l'extérieur dans le stator
(12) en agrandissant la section transversale d'écoulement.