[0001] Die Erfindung betrifft eine Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung, insbesondere
Koaxial-Steckverbindungseinrichtung für Antennensteckdosen, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtungen dieser Art dienen beispielsweise zum Anschluss
von Antennenkabeln in Antennensteckdosen für den Fernseh- und Rundfunkempfang und
zum Anschluss von Modems. Bei Antennensteckdosen werden dabei IEC-Stecker (TV-Schnittstelle
gemäß IEC 169-2), IEC-Buchsen (Rundfunkschnittstelle gemäß IEC 169-2) und F-Buchsen
gemäß IEC 169-24 für den Satellitenempfang und Modems als Teilnehmerschnittstellen
verwendet, wobei IEC-Stecker und IEC-Buchse komplementäre Steckerbinder sind.
[0003] Im Zusammenhang mit derartigen Antennensteckdosen sind 1-Loch-, 2-Loch-, 3-Loch-
und 4-Loch-Dosen bekannt, um eine entsprechende Anzahl von Schnittstellen zur Verfügung
zu stellen. Hierbei werden die Außenleiter der koaxialen Schnittstellen, die in der
Form von hohlzylindrischen Türmen über eine Sockelplatte des Dosengehäuses vorstehen,
üblicherweise mit dem Gehäuse mitgegossen. Hieraus ergibt sich eine große Typenvielfalt
von Gehäusen, die zu hohen Werkzeugkosten führt. Die Gehäuse und damit auch die Außenleiter
bestehen dabei üblicherweise aus Zink, das an der Außenleiteroberfläche eine Passivschicht
bildet, die nicht elektrisch leitend ist. Die elektrischen Eigenschaften derartiger
Außenleiter sind daher bei höheren Qualitätsansprüchen teilweise unbefriedigend.
[0004] Um die elektrischen Eigenschaften des Außenleiters zu verbessern, ist es bereits
bekannt, den Außenleiter zu galvanisieren. Da dies jedoch in der Regel nur durch eine
Komplettgalvanisierung des gesamten Gehäuses möglich ist, ist diese Lösung zur Verbesserung
der elektrischen Eigenschaften sehr kostspielig, belastet die Umwelt und ist nicht
ressourcenschonend.
[0005] Aus der
DE 102 59 803 B3 ist bereits eine Steckverbindungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 bekannt. Dort wird ein Steckverbindungselement, das einen Hülsenabschnitt zum Anschluss
des Außenleiters eines Koaxialkabels sowie einen Einpressabschnitt aufweist, in eine
zum Einpressabschnitt komplementäre Aufnahmeöffnung eines Haltesockels eingepresst.
Die Pressverbindungszone befindet sich dabei ausschließlich im Bereich der Sockelplatte
des Haltesockels, so dass die Einpresszone relativ kurz ist. Die dort beschriebene
Lösung hat zwar gegenüber einteilig angeformten Außenleitern den Vorteil, dass die
Steckverbindungselemente separat hergestellt und galvanisiert werden können, führt
jedoch andererseits wiederum zu dem Problem, dass aufgrund der kurzen Einpresszone
die Stabilität der Verbindung begrenzt ist. Dies kann insbesondere dann zu Problemen
führen, wenn auf den Außenleiter größere Kippmomente beim Anstecken und Herausziehen
des Antennenkabels aufgebracht werden.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die besonders gute elektrische Eigenschaften
sowie eine hohe Stabilität aufweist und kostengünstig herzustellen ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren
Ansprüchen beschrieben.
[0008] Die erfindungsgemäße Steckverbindungseinrichtung weist einen Haltesockel mit einer
Sockelplatte auf, in dem mindestens eine Durchgangsöffnung vorgesehen ist. Weiterhin
weist die Steckverbindungseinrichtung mindestens ein Steckverbindungselement mit einem
Pressverbindungsabschnitt und einem Hülsenabschnitt zum Anschluss eines elektrischen
Leiters auf. Das Steckverbindungselement ist über seinen Pressverbindungsabschnitt
mittels eines Presssitzes koaxial zur zugeordneten Durchgangsöffnung am Haltesockel
befestigt. Hierbei weist der Haltesockel mindestens einen an die Sockelplatte angeformten,
hülsenförmigen Befestigungsturm aus elektrisch leitendem Material auf, der koaxial
zur Durchgangsöffnung über die Sockelplatte hinausragt und die Durchgangsöffnung der
Sockelplatte verlängert. Die Steckverbindungseinrichtung weist ferner im Bereich der
Sockelplatte oder unmittelbar benachbart zur Sockelplatte eine erste Pressverbindungszone
und beabstandet zur Sockelplatte im Bereich des Befestigungsturms eine zweite Pressverbindungszone
auf. Weiterhin weist der Pressverbindungsabschnitt des Steckverbindungselements im
Bereich der zweiten Pressverbindungszone ein geringeres radiales Übermaß oder Untermaß
auf als im Bereich der ersten Pressverbindungszone, so dass im Bereich der zweiten
Pressverbindungszone eine Flächenpressung erzeugt wird, die geringer ist als eine
im Bereich der ersten Pressverbindungszone erzeugte Flächenpressung.
[0009] Die im Anspruch 1 aufgeführte Variante "geringeres radiales Übermaß" bezieht sich
hierbei auf eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher das Steckverbindungselement
in den Befestigungsturm eingesteckt, d.h. in diesen eingepresst wird. Die im Anspruch
1 aufgeführte Variante "geringeres radiales Untermaß" bezieht sich dagegen auf eine
Ausführungsform, bei welcher das Steckverbindungselement auf den Befestigungsturm
aufgesteckt, d.h. auf diesen aufgepresst wird und diesen umgibt.
[0010] Die erfindungsgemäße Steckverbindungseinrichtung bietet den Vorteil, dass das Steckverbindungselement,
das beispielsweise ein Außenleiter sein kann, aus einem Material hergestellt werden
kann, das sehr gute elektrische Eigenschaften aufweist. Weiterhin kann das Steckverbindungselement
separat und damit kostengünstig oberflächenbehandelt, beispielsweise galvanisiert
werden, um die elektrischen Eigenschaften nochmals zu verbessern. Der Haltesockel,
der beispielsweise ein Teil eines Gehäuses einer Antennensteckdose, eine Trägerplatte
oder dergleichen sein kann, kann dagegen wie üblich aus einem kostengünstigen Material,
beispielsweise Zink, hergestellt werden. Der Befestigungsturm verlängert wesentlich
den Pressverbindungsbereich zwischen Steckverbindungselement und Haltesockel, was
zu einer sehr sicheren, kippstabilen Befestigung des Steckverbindungselements im Haltesockel
führt. Diese stabile Befestigung kann erreicht werden, ohne dass am Steckverbindungselement
ein Flansch vorgesehen wäre, der das Intermodulationsverhalten verschlechtern könnte.
Dadurch, dass der Pressverbindungsabschnitt des Steckverbindungselements im Bereich
der zweiten Pressverbindungszone, d.h. beabstandet zur Sockelplatte, zweckmäßigerweise
im freien Endbereich des Befestigungsturms, ein geringeres radiales Übermaß/Untermaß
aufweist als im Bereich der ersten Pressverbindungszone, die im Bereich der Sockelplatte
oder unmittelbar benachbart zur Sockelplatte angeordnet ist, wird im Bereich des freien
Endes des Befestigungsturms eine relativ geringe Flächenpressung erzeugt, die ein
Reißen bzw. Verformen des Befestigungsturms im freien Endbereich auch dann verhindert,
wenn der Befestigungsturm relativ dünnwandig ausgebildet ist. Andererseits wird im
Bereich der Sockelplatte oder unmittelbar benachbart hierzu eine wesentlich höhere
Flächenpressung erzeugt, um eine sehr stabile Befestigung zu erzeugen, undefinierte
Kontakte zu vermeiden und ein gutes Intermodulationsverhalten sicherzustellen. Die
hohe Flächenpressung in diesem Bereich führt zu keiner unerwünschten Verformung, da
der Haltesockel in diesem Bereich sehr stabil ist.
[0011] Das Ein- oder Aufpressen des Steckverbindungselements in bzw. auf den Befestigungsturm
hat weiterhin den Vorteil, dass beim Ein- bzw. Aufpressvorgang Oxidschichten auf dem
Kontaktsockel zerstört werden, wodurch ein sehr guter gasdichter Metall-zu-Metall-Kontakt
zwischen Steckverbindungselement und Haltesockel geschaffen wird. Der Befestigungsturm,
der insbesondere hohlzylindrisch geformt ist, kann aufgrund der gestuften Flächenpressung,
d.h. aufgrund der Anpassung der Flächenpressung an die jeweilige Materialstabilität
in den einzelnen Bereichen des Haltesockels bzw. Befestigungsturms, relativ dünn ausgeführt
werden.
[0012] Vorteilhafterweise erstreckt sich die zweite Pressverbindungszone mit der geringeren
Flächenpressung bis zum freien Ende des Befestigungsturms. Dies bedeutet, dass im
Bereich des freien Endes des Befestigungsturms noch eine Flächenpressung, wenn auch
eine geringe, vorhanden ist. Das Steckverbindungselement wird hierdurch über eine
maximale Länge im oder am Befestigungsturm fixiert, wodurch eine maximale Kippstabilität
erreicht wird.
[0013] Vorteilhafterweise ist die erste Pressverbindungszone von der zweiten Pressverbindungszone
durch einen Zwischenbereich getrennt, in dem der Pressverbindungsabschnitt des Steckverbindungselements
kein radiales Übermaß aufweist, wenn der Pressverbindungsabschnitt in den Befestigungsturm
eingesteckt ist, und kein radiales Untermaß aufweist, wenn der Pressverbindungsabschnitt
auf den Befestigungsturm aufgesteckt ist. Insbesondere ist bei eingestecktem Steckverbindungselement
dessen Außendurchmesser im Zwischenbereich geringer als der Innendurchmesser des Befestigungsturms
im Zwischenbereich, während bei aufgestecktem Steckverbindungselement sein Innendurchmesser
im Zwischenbereich größer ist als der Außendurchmesser des Befestigungsturms im Zwischenbereich.
Im Zwischenbereich findet in diesem Fall keine Flächenpressung statt. Bei entsprechender
Dimensionierung von Innen- und Außendurchmessern wird im Zwischenbereich sogar ein
Ringspalt geschaffen, in dem sich Späne absetzen können, die möglicherweise beim Ein-
oder Aufpressen des Steckverbindungselements entstehen können.
[0014] Vorteilhafterweise ist der Pressverbindungsabschnitt im Bereich der Pressverbindungszonen
mit einer Rändelung versehen. Eine derartige Rändelung bietet den Vorteil, dass die
Rändelsegmente beim Einpressen des Steckverbindungselements an der Innenseite des
Befestigungsturms bzw. der Sockelplatte entlangschaben und sich in das Turmmaterial
einfurchen, wodurch eine möglicherweise vorhandene Oxidschicht entfernt wird. Hierdurch
wird eine sehr gute Metall-zu-Metall-Verbindurig und damit elektrische Verbindung
geschaffen und eine hohe Verdrehsicherheit erreicht.
[0015] Vorteilhafterweise weist die Rändelung im Bereich der ersten Pressverbindungszone
einen anderen Durchmesser auf als im Bereich der zweiten Pressverbindungszone. Beispielsweise
ist es möglich, die Rändelung im Bereich der ersten Pressverbindungszone mit einem
größeren Außendurchmesser auszubilden als im Bereich der zweiten Pressverbindungszone.
Zweckmäßigerweise ist die Rändelung längs der ersten und zweiten Pressverbindungszone
einheitlich ausgebildet, wobei unterschiedliche Außendurchmesser der Rändelung durch
ein abschnittsweises Nichtausbilden der Spitzenbereiche der Rändelung realisiert sind.
Beispielsweise ist die Herstellung der Rändelung auf einfache Weise dadurch möglich,
dass zunächst in der ersten und zweiten Pressverbindungszone mit demselben Rändelwerkzeug
eine identische Rändelung geschaffen und anschließend durch Überdrehen der Rändelung
in einer der beiden Pressverbindungszonen der Außendurchmesser in dieser Pressverbindungszone
entsprechend reduziert wird. Haben die einzelnen Rändelsegmente im ursprünglichen
Zustand eine dreieckförmige Querschnittsform, so entstehen auf diese Weise nach dem
Überdrehen Rändelsegmente mit einer trapezförmigen Querschnittsform.
[0016] Vorteilhafterweise ist der Befestigungsturm derart ausgebildet, dass wahlweise seine
Innen- oder Außenumfangsfläche Pressflächen bilden, die mit dem Steckverbindungselement
in Presskontakt sind. Hierdurch kann eine Steckverbindungseinrichtung mit einem multifunktionalen
Befestigungsturm geschaffen werden. Der Befestigungsturm ist auf diese Weise sowohl
als Buchse als auch als Stecker verwendbar. Es müssen auf diese Weise eine wesentlich
geringere Anzahl unterschiedlicher Haltesockel geschaffen werden.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Steckverbindungseinrichtung
eine Mehrzahl von gleich ausgebildeten Befestigungstürmen. Insbesondere können zwei,
drei oder vier Befestigungstürme in jeder Steckverbindungseinrichtung vorhanden sein.
Durch die Ausbildung der Befestigungstürme mit gleicher Geometrie können Werkzeugkosten
zur Herstellung der Haltesockel gespart werden.
[0018] Zweckmäßigerweise umfasst die Steckverbindungseinrichtung zwei bis vier Befestigungstürme,
wobei nicht benötigte Befestigungstürme durch eine Verschlusswand oder ein Verschlussteil
verschlossen werden. Dieses Verschließen kann bereits bei der Herstellung des Haltesockels
erfolgen, indem die Verschlusswand gemeinsam mit dem Haltesockel gegossen wird. Dies
ist mit Wechseleinsätzen in Gußwerkzeugen kostengünstig realisierbar. Alternativ hierzu
kann jedoch das Verschließen auch durch ein nachträglich eingebrachtes, zusätzliches
Verschlussteil, beispielsweise durch ein Einpressteil, erfolgen.
[0019] Vorteilhafterweise ist die Durchgangsöffnung der Sockelplatte und des Befestigungsturms
derart ausgebildet, dass das Steckverbindungselement von beiden Seiten her in die
Durchgangsöffnung einführbar ist. Hierdurch kann die universelle Anwendbarkeit des
Befestigungsturms weiter gesteigert werden, da er mit unterschiedlichsten Steckverbindungselementen
verbunden werden kann.
[0020] Vorteilhafterweise besteht das Steckverbindungselement aus einem Material, das eine
höhere Festigkeit aufweist als das Material, aus dem der Haltesockel besteht. Hierdurch
kann auch bei einer dünnwandigen Ausführung des Steckverbindungselements sichergestellt
werden, dass es die höhere Flächenpressung in der ersten Pressverbindungszone aushält.
Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn das Steckverbindungselement nicht als
Einsteckelement verwendet wird, auf das von außen her eine Druckbelastung einwirkt,
sondern als buchsenartiges Aufsteckelement, das den Befestigungsturm umgibt. In diesem
Fall wirken auf das Steckverbindungselement im Bereich der Pressverbindungszonen radial
nach außen wirkende Kräfte, die ein entsprechend festes Material erfordern.
[0021] Vorzugsweise ist die Durchgangsöffnung des Befestigungsturms mehrstufig mit unterschiedlich
großen Durchmessern ausgebildet, wobei das Steckverbindungselement einen Rändelabschnitt
mit größerem Außendurchmesser und einen Rändelabschnitt mit kleinerem Außendurchmesser
aufweist, der kleiner ist als der größte Durchmesser der Durchgangsöffnung, so dass
der Rändelabschnitt mit kleinerem Außendurchmesser über eine Teillänge der Durchgangsöffnung
mit seitlichem Spiel in die Durchgangsöffnung einführbar ist. Hierdurch kann der Rändelabschnitt
mit kleinerem Außendurchmesser ohne Kraftaufwand durch den größeren Durchmesserbereich
der Durchgangsöffnung hindurch geführt werden, wobei er bereits eine gute Vorführung
erhält. Derjenige Bereich, in dem zum Einpressen des Steckverbindungselements eine
Einpresskraft aufgebracht werden muss, verkürzt sich entsprechend, was eine einfachere
und schnellere Montage zur Folge hat!
[0022] Diese Vorteile werden bei einer alternativen Ausführungsform, bei welcher das Steckverbindungselement
auf den Befestigungsturm aufgesetzt wird, dadurch erreicht, dass der Befestigungsturm
eine Außenumfangsfläche aufweist, die mehrstufig zylindrisch oder konisch ausgebildet
ist, wobei das Steckverbindungselement einen hinteren Einpressabschnitt aufweist,
dessen Innendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser des Befestigungsturms
in einem vorderen Endbereich.
[0023] Vorzugsweise ist der Befestigungsturm mehr als doppelt so hoch, vorzugsweise mehr
als viermal so hoch und insbesondere sechsmal so hoch wie die Dicke der Sockelplatte.
[0024] Vorteilhafterweise hat der Pressverbindungsabschnitt des Steckverbindungselements
eine Länge, die der Höhe des Befestigungsturms einschließlich der Dicke der Sockelplatte
entspricht, so dass eine hintere Stirnfläche des eingepressten Pressverbindungsabschnitts
bündig zu einer hinteren Wandfläche der Sockelplatte angeordnet ist, während eine
vordere Endfläche des Pressverbindungsabschnitts bündig zu einer vorderen Stirnfläche
des Befestigungsturms angeordnet ist. Hierdurch ergeben sich besonders gute elektrische
Eigenschaften.
[0025] Vorteilhafterweise hat der Befestigungsturm eine Wandstärke, die weniger als zwei
Drittel, vorzugsweise weniger als die Hälfte und insbesondere weniger als drei Viertel
der Dicke der Sockelplatte beträgt. Diese dünne Wandstärke des Befestigungsturms bzw.
der Befestigungstürme bringt Vorteile hinsichtlich Gewichts- und Materialersparnis
und führt zu einem minimalen Platzbedarf für die Befestigungstürme innerhalb des Gehäuses.
[0026] Vorteilhafter Weise weist die Steckverbindungseinrichtung mehr als zwei Pressverbindungszonen
auf, wobei die Pressverbindungszone mit großem Übermaß im Bereich der Sockelplatte
angeordnet ist.
[0027] Vorteilhafterweise weist die Steckverbindungseinrichtung beidseitig an der Sockelplatte
angeordnete Befestigungstürme auf, die sich von der Sockelplatte aus in entgegengesetzte
Richtungen erstrecken. Zweckmäßigerweise fluchten dabei zwei gegenüberliegende Befestigungstürme
derart, dass sie eine durchgehende, verlängerte Durchgangsöffnung schaffen, die zur
Aufnahme eines entsprechend verlängerten Pressverbindungsabschnitts eines Steckverbindungselements
dient. Durch die lange Durchgangsöffnung wird der Stützbereich für die Steckverbindungselemente
entsprechend verlängert, wodurch eine sehr stabile Halterung für die Steckverbindungselemente
geschaffen wird, die besonders für die Aufnahme hoher Querkräfte geeignet ist.
[0028] Weiterhin ist es auch möglich, dass die Befestigungstürme, die beidseitig zur Sockelplatte
angeordnet sind, nicht fluchtend, sondern zueinander versetzt angeordnet und bei Bedarf
mit jeweils separaten Steckverbindungselementen verbunden werden. Hierdurch wird eine
besonders universell einsetzbare Steckverbindungseinrichtung geschaffen, die es ermöglich,
Kabel von zwei gegenüberliegenden Seiten der Sockelplatte her auf die Steckverbindungselemente
aufzustecken.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf eine Antennensteckdose mit zwei Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtungen
gemäß der Erfindung,
- Figur 2:
- einen Schnitt längs der Linie II-II von Figur 1,
- Figur 3:
- die Einzelheit III von Figur 2 in vergrößerter Darstellung,
- Figur 4:
- die Einzelheit IV von Figur 2 in vergrößerter Darstellung,
- Figur 5:
- eine räumliche Darstellung des in Figur 4 dargestellten Steckverbindungselements,
- Figur 6:
- eine etwas schematische Schnittdarstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Steckverbindungseinrichtung beim Einpressen in einen Haltesockel,
- Figur 7:
- die Steckverbindungseinrichtung von Figur 6 im fertig eingepressten Zustand,
- Figur 8:
- den Haltesockel von Figur 6 in Einzeldarstellung,
- Figur 9:
- eine räumliche Darstellung des bei der ersten Ausführungsform der erfindungsgemä-ßen
Steckverbindungseinrichtung verwendeten Steckverbindungselements,
- Figur 10:
- eine alternative Ausführungsform eines Steckverbindungselements in der Form einer
F-Buchse mit Schraubgewinde,
- Figur 11:
- eine etwas schematisch dargestellte Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung beim Einpressen des
Steckverbindungselements in den Haltesockel,
- Figur 12:
- eine Darstellung entsprechend Figur 11 im fertig eingepressten Zustand,
- Figur 13:
- den Haltesockel der Figuren 11 und 12 in Alleinstellung,
- Figur 14:
- eine räumliche Darstellung des bei der dritten Ausführungsform verwendeten Steckverbindungselements
in Alleinstellung, und
- Figuren 15 bis 18:
- verschiedene Beispiele von Antennensteckdosen unter Verwendung erfindungsgemäßer Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtungen.
[0030] Anhand der Figuren 1 bis 3 und 6 bis 9 wird zunächst eine erste Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung erläutert.
[0031] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Antennensteckdose 1. Die Antennensteckdose
1 weist ein gegossenes Gehäuse 2 auf, das einen Haltesockel 3 zum Befestigen von Steckverbindungselementen
4, 5, eine Dosenumfangswand 6 und eine ebene vordere Wand 7 aufweist, die sich rechtwinklig
von der Dosenumfangswand 6 seitlich nach außen erstreckt.
[0032] Der Haltesockel 3 umfasst eine Sockelplatte 8, die in einer Ebene liegt, die senkrecht
zur Längsmittelachse 9 der Antennensteckdose angeordnet ist, sowie zwei an die Sockelplatte
8 angeformte Befestigungstürme 10, die senkrecht und in Richtung der offenen Seite
des Gehäuses 2 über die Sockelplatte 8 vorstehen. Die Länge der Befestigungstürme
10 ist dabei derart bemessen, dass sie sich nicht oder nur bis zu derjenigen Ebene
erstrecken, in der die vordere ebene Wand 7 liegt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
befinden sich die Befestigungstürme 10 vollständig innerhalb des von der Dosenumfangswand
6 umschlossenen Raums. Wegen der beengten Platzverhältnisse in Antennensteckdosen
ist die Wandstärke der Befestigungstürme 10 wesentlich geringer als die Dicke der
Sockelplatte 8.
[0033] Die Befestigungstürme 10 sind in gleicher Weise wie die Sockelplatte 8 und das gesamte
übrige Gehäuse 2 aus einem elektrisch leitendenden Material gefertigt, insbesondere
aus einem Zinkmaterial.
[0034] Oberhalb der Sockelplatte 8 in Figur 2 befindet sich der elektrische Schaltraum,
in dem eine nicht dargestellte Leiterplatte angeordnet ist. Der Schaltraum wird durch
einen ebenfalls nicht dargestellten Deckel so verschlossen, dass ein gegen elektromagnetische
Wellen dichter Raum gebildet wird.
[0035] Weiterhin dienen die Befestigungstürme 10 zur Befestigung und elektrischen Kontaktierung
der beiden Steckverbindungselemente 4, 5, die zum lösbaren Anstecken einer nicht dargestellten
Buchse bzw. eines Steckers von Koaxialkabeln dienen. Bei den Befestigungstürmen 10
und Steckverbindungselementen 4, 5 handelt es sich um Außenleiter.
[0036] Der Haltesockel 3 stellt in Verbindung mit dem Steckverbindungselement 4 eine erste
Ausführungsform einer Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung 11 dar, die im Folgenden
anhand der Figuren 6 bis 9 näher erläutert wird.
[0037] Figur 8 zeigt einen Schnitt durch den Haltesockel 3 in Alleinstellung. Der an die
Sockelplatte 8 angeformte Befestigungsturm 10 ist hohlzylindrisch ausgebildet und
weist eine relativ dünne Wandstärke auf, die wesentlich dünner ist als diejenige der
Sockelplatte 8. Gleichzeitig ist die Höhe des Befestigungsturmes 10 um ein Mehrfaches
größer als die Dicke der Sockelplatte 8. Der Befestigungsturm 10 weist eine Außenumfangsfläche
12 auf, die im Ausführungsbeispiel konisch ausgebildet ist, wobei am offenen Ende
der Durchmesser am geringsten ist. Die Außenkontur des Befestigungsturmes 10 kann
aber auch zylindrisch und mehrstufig ausgeführt sein. Sockelplatte 8 und Befestigungsturm
10 weisen eine Durchgangsöffnung 13 auf. Die Durchgangsöffnung 13 erstreckt sich vom
Bereich der Sockelplatte 8 mit konstantem Durchmesser bis zu einem oberen Endbereich
14 des Befestigungsturms 10, wo sich der Durchmesser der Durchgangsöffnung 13 etwas
verringert, so dass ein nach innen vorstehender Bund 15 geschaffen wird.
[0038] Die Durchgangsöffnung 13 ist derart an den Außenumfang des Steckverbindungselements
4 angepasst, dass das Steckverbindungselement 4 von der Rückseite des Haltesockels
3 her in die Durchgangsöffnung 13 eingesteckt und innerhalb der Befestigungsplatte
8 und des Befestigungsturms 10 mit Presssitz festgelegt werden kann, wie in den Figuren
6 und 7 dargestellt.
[0039] Anhand der Figuren 6 und 9 wird im Folgenden das Steckverbindungselement 4 näher
erläutert.
[0040] Das Steckverbindungselement 4 ist hohlzylinderförmig ausgebildet und umfasst einen
Pressverbindungsabschnitt 16 und einen Hülsenabschnitt 17. Der Hülsenabschnitt 17
entspricht einem Hochfrequenz-Koaxialstecker-Außenleiter gemäß IEC 169-2. Der Außendurchmesser
des Hülsenabschnitts 17 ist geringer als der Durchmesser der Durchgangsöffnung 13,
so dass der Hülsenabschnitt 17 von der Rückseite des Haltesockels 3 her durch die
Durchgangsöffnung 13 in Richtung der Öffnung der Antennensteckdose 1 hindurch gesteckt
werden kann, ohne die Innenumfangswand der Durchgangsöffnung 13 zu berühren.
[0041] Der Pressverbindungsabschnitt 16 weist einen im Vergleich zum Hülsenabschnitt 17
vergrößerten Außendurchmesser auf und ist an seiner Außenumfangsfläche mit einer Rändelung
18 versehen. Die Länge der Rändelung 18 entspricht der Länge der Durchgangsöffnung
13, d.h. der Gesamtlänge des Befestigungsturms 10 einschließlich der Dicke der Sockelplatte
8.
[0042] Der Außendurchmesser des Pressverbindungsabschnitts 16, d.h. der Rändelung 18, ist
gestuft. In einem rückseitigen oder hinteren Endabschnitt der Rändelung 18, d.h. in
einem Rändelungsabschnitt 19, ist der Außendurchmesser größer als in einem angrenzenden
Rändelungsabschnitt 20, der einen im Vergleich zum Rändelabschnitt 19 kleineren Außendurchmesser
hat. Die Länge des rückseitigen Rändelungsabschnitts 19 entspricht im Wesentlichen
der Wanddicke der Sockelplatte 8. Die Länge des angrenzenden Rändelungsabschnitts
20 ist so bemessen, dass er an seinem vorderen Ende an der Stirnfläche 21 des Befestigungsturms
10 endet, wenn sich das Steckverbindungselement 4 in der eingepressten Endstellung
befindet. Die vordere stirnseitige Endfläche 36 des Pressverbindungsabschnitts 16
ist dabei bündig zur vorderen Stirnseite 21 des Befestigungsturms 10 angeordnet, während
die hintere Stirnfläche 35 des Steckverbindungselements 4 mit der hinteren Wandfläche
22 der Sockelplatte 8 fluchtet, d.h. bündig zu dieser angeordnet ist.
[0043] Weiterhin ist der Außendurchmesser des Rändelungsabschnitts 19 des Pressverbindungsabschnitts
16 größer als der Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 13 im Bereich der Sockelplatte
8, während der Außendurchmesser des angrenzenden Rändelungsabschnitts 20 des Pressverbindungsabschnitts
16 etwas größer ist als der Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 13 im oberen Endbereich
14 des Befestigungsturms 10, d.h. im Bereich des Bundes 15. Im Bereich des rückseitigen
Rändelungsabschnitts 19 ist das radiale Übermaß, um das sein Außendurchmesser größer
ist als der Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 13, größer als das radiale Übermaß,
um das der Außendurchmesser im Bereich des Rändelungsabschnitts 20 größer ist als
der Innendurchmesser im Bereich des oberen Endbereichs 14 des Befestigungsturms 10.
Dies bewirkt, dass beim Einpressen des Steckverbindungselements 4 in den Haltesockel
3 im Bereich der Sockelplatte 8 eine erste Pressverbindungszone 13 geschaffen wird,
in welcher die Flächenpressung größer ist als im Bereich einer zweiten Pressverbindungszone
24, die sich im Bereich des nach innen vorstehenden Bunds 15 des Befestigungsturms
10 befindet.
[0044] Gleichzeitig ist der Außendurchmesser des Endabschnittes 19 kleiner als der größere
Durchmesser der Durchtrittsöffnung 13, so dass der Endabschnitt 19 des Steckverbindungselementes
4 ohne Kraftaufwand teilweise in die Durchtrittsöffnung 13 gesteckt werden kann. Das
ermöglicht beim Einpressen eine gute Vorführung und reduziert den Einpressweg.
[0045] Die zweite Pressverbindungszone 24 ist dabei so dimensioniert, dass nur ein so geringes
Übermaß vorgesehen ist, dass sich keine Späne oder Furchberge beim Einpressen bilden
und keine Risse am oberen Ende des Befestigungsturmes auftreten.
[0046] Zwischen der ersten Pressverbindungszone 23 und der zweiten Pressverbindungszone
24 ist dagegen ein Zwischenbereich 25 vorgesehen, in dem kein Übermaß vorliegt. Im
Zwischenbereich 25 kann der Außendurchmesser des Pressverbindungsabschnitts 16 sogar
geringer sein als der Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 13 im Zwischenbereich
25, so dass sich ein ringförmiger Zwischenspalt ergibt. Späne oder Furchberge, die
beim Einpressen des Rändelungsabschnitts 19 des Steckverbindungselements 4 in der
Durchgangsöffnung 13 gebildet werden, können sich im Zwischenbereich 25 absetzen,
ohne elektrische Probleme z.B. durch undefinierte Kontakte oder sogar Kurzschlüsse
zu bereiten.
[0047] Die hohe Flächenpressung im Bereich der Sockelplatte 8 ist unschädlich, da dort der
Haltesockel 3 aufgrund der Sockelplatte 8 sehr stabil ist und viel höhere Radialkräfte
als am offenen Ende des Turmes 10 aufnehmen kann. Durch die zwei weit voneinander
beabstandeten Pressverbindungszonen 23, 24 wird das Steckverbindungselement 4 fest
und sicher bei Querkraftbelastung im Hülsenabschnitt 17 gehalten. Beispielswiese kann
der Befestigungsturm 10 im Falle einer Antennensteckdose 1 um 5 mm bis 9 mm, vorzugsweise
6 mm bis 8 mm, besonders vorzugsweise etwa 7 mm, über die Sockelplatte 8 vorragen.
[0048] Durch das minimale Übermaß in der zweiten Pressverbindungszone 24 am Ende des Befestigungsturmes
10 sind die Kontakte zwischen Steckverbindungselement 4 und Befestigungsturm 10 im
Bereich von deren End- bzw. Stirnflächen 36 bzw. 21 sauber ohne Späne, Furchberge
oder Risse ausgebildet. Solche Kontakte ergeben sich auch zwischen der hinteren Wandfläche
22 der Sockelplatte 8 und der hinteren Stirnfläche 35 des Steckverbindungselements
4 in der ersten Pressverbindungszone 23 mit großem Übermaß, da sich das härtere Steckverbindungselement
4 in die Sockelplatte 8 einfurcht. Durch die definierten Kontakte sowohl zwischen
den Stirnflächen 21 und 36 als auch zwischen 22 und 35 weist die Steckverbindungseinrichtung
eine sehr hohe Intermodulationsfestigkeit und sehr gute elektrische Eigenschaften
auf, da sowohl auf der Innenals auch auf der Außenseite des Außenleiters fließende
Ströme auf dem kürzesten Weg zwischen Steckverbindungselement 4 und Haltesockel 3
fließen können.
[0049] Die Rändelung 18 wird zweckmäßigerweise mittels eines einzigen Rändelwerkzeugs derart
hergestellt, dass zunächst eine Rändelung 18 geschaffen wird, die derjenigen entspricht,
die im Rändelungsabschnitt 19 vorliegt. Anschließend wird die Rändelung 18 im Bereich
des angrenzenden Rändelungsabschnitts 20 mittels einer Drehmaschine überdreht, wodurch
der Außendurchmesser auf das gewünschte geringere Maß verringert wird. Die einzelnen
Rändelsegmente 26, die im Rändelungsabschnitt 19 eine dreieckförmige Querschnittsform
haben, erhalten damit im Bereich des angrenzenden Rändelungsabschnitts 20 eine trapezförmige
Querschnittsform. Andere Verfahren zur Herstellung der Rändelung 18, beispielswiese
das Ausbilden von zwei unterschiedlich gestalteten, voneinander getrennten Rändelungsabschnitten,
sind jedoch ohne weiteres möglich. Beispielsweise können zunächst zwei Wellenabschnitte
3 mit unterschiedlichen Durchmessern gedreht werden und danach mit einem Rändelwerkzeug
die dreieck- und die trapezförmigen Rändelabschnitte gleichzeitig erzeugt werden.
[0050] Aus Figur 10 ist eine alternative Ausführungsform eines Steckverbindungselements
4' ersichtlich, das in der gleichen Weise wie vorstehend beschrieben im Haltesockel
3 mittels Presssitz festgelegt werden kann. Bei dieser Ausführungsform kann der Pressverbindungsabschnitt
16 des Steckverbindungselements 4' in gleicher oder ganz ähnlicher Weise wie beim
Steckverbindungselement 4 ausgebildet sein. Der Hülsenabschnitt 17 ist bei dieser
Ausführungsform jedoch entsprechend einer Buchse (Typ F) gemäß IEC 169-24 ausgebildet,
d.h. er weist einen Schraubabschnitt 27 mit einem Außengewinde auf.
[0051] Bei diesem Ausführungsbeispiel werden die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung besonders
gut sichtbar. Die durch das Gewinde am Hülsenabschnitt 17 bedingten höheren Drehmomente
werden vor allem durch die erste Pressverbindungszone 23 mit großem Übermaß und die
sich in die Sockelplatte 8 einfurchenden Rändelspitzen aufgenommen. Würde man das
gleich große Übermaß in der zweiten Pressverbindungszone 24 am offenen Ende des Befestigungsturmes
10 vorsehen, würden sich dort Risse bilden, weil die zulässige Dehnung überschritten
wird. Der Hülsenabschnitt 17 ist normbedingt länger als bei dem Hülsenabschnitt des
in den Figuren 6 bis 9 gezeigten Ausführungsbeispiels. Durch die größere Länge des
Hülsenabschnittes treten bei Querkraftbelastung auf den Hülsenabschnitt 17 größere
Kippmomente auf die Pressverbindungszone auf. Da der Befestigungsturm eine große Länge
hat und dadurch die Pressverbindungszonen 23 und 24 weit auseinander liegen, kann
die Steckverbindungseinrichtung auch hohe Querkräfte bzw. Kippmomente aufnehmen.
[0052] Anhand der Figuren 4 und 5 wird im Folgenden eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung 11' beschrieben, die sich von der ersten
Ausführungsform dadurch unterscheidet, dass dort das Steckverbindungselement 5 nicht
in den Befestigungsturm 10 eingepresst, sondern auf den Befestigungsturm 10 aufgepresst
wird. Der Befestigungsturm 10 ist bei dieser zweiten Ausführungsform identisch zu
demjenigen der ersten Ausführungsform ausgebildet. Hieraus geht hervor, dass der Befestigungsturm
10 derart ausgebildet ist, dass wahlweise seine Innen- oder Außenumfangsfläche Pressflächen
bilden, die mit dem Steckverbindungselement 4 oder 5 in Presskontakt gebracht werden
können.
[0053] Das Steckverbindungselement 5 weist einen Pressverbindungsabschnitt 16' auf, der
den Befestigungsturm 10 buchsenartig umschließt. Der Innendurchmesser eines hinteren
oder rückseitigen Einpressabschnitts 19' des Pressverbindungsabschnitts 16' ist kleiner
als der Außendurchmesser des Befestigungsturms 10, derart, dass im Bereich des Einpressabschnitts
19' ein relativ großes radiales Untermaß gegenüber dem Außendurchmesser des Befestigungsturms
10 vorliegt. Hierdurch wird benachbart zur Sockelplatte 8 eine erste Pressverbindungszone
23 mit einer relativ hohen Flächenpressung geschaffen. In einem durch einen Zwischenbereich
25 getrennten Abschnitt 28 des Pressverbindungsabschnitts 16' ist der Innendurchmesser
derart geschaffen, dass gegenüber dem gegenüberliegenden Außendurchmesser des Befestigungsturms
10 ein geringeres Untermaß vorhanden ist. Dadurch wird eine zweite Pressverbindungszone
24 mit einer im Vergleich zur ersten Pressverbindungszone 23 geringeren Flächenpressung
geschaffen. Der Befestigungsturm 10 wird somit an seinem freien Ende mit geringeren
radial nach innen wirkenden Druckkräften beaufschlagt und dadurch vor Beschädigung
und Verformung geschützt, auch wenn der Befestigungsturm 10 dünnwandig ausgebildet
wird.
[0054] Der Hülsenabschnitt 17' des Steckverbindungselements 5 ist im Durchmesser gegenüber
dem Pressverbindungsabschnitt 16' reduziert, so dass eine Durchmesserstufe 29 geschaffen
wird, die an der Stirnfläche 21 des Befestigungsturms 10 anliegt. Der Innendurchmesser
des Hülsenabschnitts 17' entspricht demjenigen der Durchgangsöffnung 13 im Bereich
des oberen bzw. vorderen Endbereichs 14 des Befestigungsturms 10. Der Innendurchmesser
des Befestigungsturms 10 entspricht somit dem Innendurchmesser des Hülsenabschnitts
17', d.h. des Außenleiters. Gleichzeitig ist das Steckverbindungselement 5 so weit
aufgepresst, dass sich ein Stirnkontakt zum Befestigungsturm 10 ergibt. Hierdurch
ergibt sich keine Veränderung des Wellenwiderstands, d.h. es ergeben sich sehr gute
elektrische Eigenschaften.
[0055] Der Befestigungsturm 10 von Figur 4 weist eine Außenumfangsfläche 12' auf, die mehrstufig
zylindrisch oder konisch ausgebildet ist. Das mit diesem Befestigungsturm 10 zusammenwirkende
Steckverbindungselement 5 weist einen hinteren Einpressabschnitt 19' auf, dessen Innendurchmesser
größer ist als der Außendurchmesser des Befestigungsturms 10 in einem vorderen Endbereich
14. Hierdurch kann der Pressverbindungsabschnitt 16' zunächst über eine Teillänge
des Befestigungsturms 10 mit seitlichem Spiel auf sehr einfache Weise auf den Befestigungsturm
10 aufgeschoben werden, bis die erste Pressverbindungszone 23 erreicht wird. Eine
Aufpresskraft ist dann lediglich für den Bereich der ersten Pressverbindungszone 23
erforderlich.
[0056] Anhand der Figuren 11 bis 14 wird im Folgenden eine dritte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung 11" beschrieben. Diese
Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform dadurch, dass das
Steckverbindungselement 4" nicht vom rückseitigen Ende des Haltesockels 8 her, sondern
von seiner Vorderseite her, d.h. von der Öffnungsseite der Antennendose 1 her, in
den Haltesockel 3" eingepresst werden kann.
[0057] Der Haltesockel 3" dieser dritten Ausführungsform unterscheidet sich von demjenigen
der ersten Ausführungsform dadurch, dass der Befestigungsturm 10" im oberen Endbereich
14 keinen nach innen vorstehenden Bund zur Verringerung des Innendurchmessers aufweist,
sondern der Innendurchmesser des Befestigungsturms 10" über seine gesamte Länge im
Wesentlichen konstant ist. Die Durchlassöffnung 13" weist jedoch im Bereich der Sockelplatte
8 einen kleineren Durchmesser als im übrigen Bereich auf. Weiterhin ist der Durchmesser
der Durchgangsöffnung 13" im Bereich der Sockelplatte 8 geringer als der Außendurchmesser
des Pressverbindungsabschnitts 16' des Steckverbindungselements 4". Hierdurch wird
im Bereich der Sockelplatte 8 eine erste Pressverbindungszone 23 geschaffen, in welcher
der Pressverbindungsabschnitt 16" ein relativ großes Übermaß aufweist und eine entsprechend
hohe radiale Flächenpressung erzeugt.
[0058] Mit dem oberen Endbereich 14 des Befestigungsturms 10" kommt beim Einstecken des
Steckverbindungselements 4" ein Abschnitt 30 des Pressverbindungsabschnitts 16" in
Presseingriff, dessen Außendurchmesser derart gestaltet ist, dass noch ein gewisses,
jedoch kleineres Übermaß des Pressverbindungsabschnitts 16" relativ zum Befestigungsturm
10" vorhanden ist. Im Bereich des oberen Endbereichs 14 wird dadurch eine zweite Pressverbindungszone
24 mit einer geringeren Flächenpressung als in der ersten Pressverbindungszone 23
geschaffen.
[0059] Zwischen der ersten Pressverbindungszone 23 und der zweiten Pressverbindungszone
24 ist wiederum ein Zwischenbereich 25 vorgesehen, in dem der Außendurchmesser des
Pressverbindungsabschnitts 16" kleiner ist als der Innendurchmesser des Befestigungsturms
10", so dass ein Ringspalt zur Aufnahme von Spänen geschaffen wird.
[0060] Der Pressverbindungsabschnitt 16" geht mittels einer Durchmesserstufe 31, die eine
vordere Endfläche 36 bil-det, in den Hülsenabschnitt 17 über, der wiederum in gleicher
Weise wie bei der ersten Ausführungsform ausgebildet sein kann. Diese Durchmesserstufe
31 bzw. vordere Endfläche 36 schließt bündig mit der oberen Stirnfläche 21 des Befestigungsturms
10" ab, wenn das Steckverbindungselement 4" im Haltesockel 3" eingepresst ist. Die
hintere Stirnfläche 35 des Steckverbindungselements 4" ist gleichzeitig bündig zur
hinteren Wandfläche 22 der Sockelplatte 8 angeordnet. Hierdurch werden günstige elektrische
Eigenschaften geschaffen.
[0061] Wie aus Figur 14 ersichtlich, weist der Befestigungsabschnitt 16" wiederum eine Rändelung
18" auf, die in gleicher Weise wie die Rändelung 18 hergestellt werden kann. Der rückseitige
Rändelungsabschnitt 19" der Rändelung 18" weist in diesem Fall den kleineren Außendurchmesser
auf, während der angrenzende Rändelungsabschnitt 20" mit dem größeren Außendurchmesser
vom rückseitigen Ende des Steckverbindungselements 4" beabstandet ist.
[0062] Anhand der Figuren 15 bis 18 werden im Folgenden unterschiedliche Ausführungsbeispiele
für Antennensteckdosen mit unterschiedlichen Steckverbindungseinrichtungen beschrieben.
Sämtliche Antennensteckdosen weisen dabei die Gemeinsamkeit auf, dass alle Befestigungstürme
gleich ausgebildet sind. Beispielsweise können die Befestigungstürme 10 der ersten
und zweiten Ausführungsform oder die Befestigungstürme 10" der dritten Ausführungsform
vorgesehen sein. Die Antennensteckdosen weisen jedoch unterschiedliche Steckverbindungselemente,
d.h. Außenleiter auf.
[0063] Figur 15 zeigt eine Antennensteckdose 1' mit einem ersten Anschluss 32' und einem
zweiten Anschluss 33'. Der erste Anschluss 32' umfasst ein Steckverbindungselement
4 mit einem Hülsenabschnitt 17, der in der Form eines Steckers gemäß IEC 169-2 ausgebildet
ist. Der zweite Anschluss 33' umfasst ein Steckverbindungselement 5, dessen Hülsenabschnitt
17' als Buchse gemäß IEC 169-2 ausgebildet ist.
[0064] Figur 16 zeigt eine Antennensteckdose 1" mit einem ersten Anschluss 32". Der erste
Anschluss 32" ist identisch wie bei der Antennensteckdose 1' ausgebildet. Anstelle
des zweiten Anschlusses 33' ist bei der Antennensteckdose 1" der zweite Befestigungsturm
10 nicht belegt, sondern durch eine Verschlusswand 34 stirnseitig verschlossen, da
bei dieser Antennensteckdose 1" der zweite Anschluss nicht benötigt wird. Die Verschlusswand
34 kann beispielsweise mit dem Gehäuse 2 in einem Arbeitsgang mitgegossen werden,
was mit Wechseleinsätzen im Gußwerkzeug für das Gehäuse nach Figur 15 einfach und
kostengünstig realisierbar ist. Anstelle der Verschlusswand 34 kann auch ein separates
Verschlussteil, insbesondere Einpressteil, verwendet werden. Durch die Verschlusswand
34 oder ein Verschlussteil kann vermieden werden, dass die elektromagnetische Verträglichkeit
verschlechtert wird, die durch größere unverschlossene Öffnungen negativ beeinflusst
wird.
[0065] Figur 17 zeigt eine Antennensteckdose 1'", dessen erster Anschluss 32"' und zweiter
Anschluss 33 "' jeweils mit einem Steckverbindungselement 4' belegt ist, dessen Hülsenabschnitt
17 als Buchse (Typ F) gemäß IEC 169-24 ausgebildet ist.
[0066] Figur 18 zeigt eine Antennensteckdose 1"", dessen erster Anschluss 32"" in gleicher
Weise wie der erste Anschluss 32"' mit dem Steckverbindungselement 4' belegt ist.
Der zweite Anschluss 33"" wird dagegen nicht benötigt und ist wiederum mit einer Verschlusswand
34 verschlossen.
[0067] Die in den Figuren 15 bis 18 gezeigten Antennensteckdosen zeigen jeweils 2-Lochdosen,
die für zwei Anschlüsse geeignet sind. Die erfindungsgemäßen Steckverbindungseinrichtungen
können jedoch auch ohne Weiteres in 3-Loch- oder 4-Lochdosen verwendet werden.
[0068] Weiterhin können auch mehr als zwei unterschiedliche Pressverbindungszonen vorgesehen
werden.
[0069] Beispielsweise kann der Befestigungsturm 10 beidseitig mit der Sockelwand 8 ausgebildet
sein. Der Einpressbereich mit großem Übermaß zur maßgeblichen Aufnahme großer Drehmomente
sowie großer Druck- und Zugkräfte befindet sich dabei wiederum im Bereich der Sockelplatte,
während an den beiden offenen Seiten der Befestigungstürme Einpressbereiche mit kleinem
Übermaß vorgesehen sind. Die Bereiche mit kleinem Übermaß dienen wie in den vorherigen
Ausführungsbeispielen vor allem der Aufnahme hoher Querkräfte.
[0070] Die erfindungsgemäße Steckverbindung ist nicht nur für Antennensteckdosen, sondern
auch für Antennen oder andere Gehäuse der Hochfrequenztechnik, insbesondere für Seiten-,
Vorder- und Rückwände solcher Gehäuse, geeignet.
1. Hochfrequenz-Steckverbindungseinrichtung, insbesondere Koaxial-Steckverbindungseinrichtung
für Antennensteckdosen,
mit einem Haltesockel (3, 3"), der eine Sockelplatte (8) aufweist, in dem mindestens
eine Durchgangsöffnung (13, 13") vorgesehen ist,
mit mindestens einem Steckverbindungselement (4, 4', 4", 5), das einen Pressverbindungsabschnitt
(16, 16', 16") und einen Hülsenabschnitt (17, 17') zum Anschluss eines elektrischen
Leiters aufweist,
wobei das Steckverbindungselement (4, 4', 4", 5) über seinen Pressverbindungsabschnitt
(16, 16', 16") mittels eines Presssitzes koaxial zur zugeordneten Durchgangsöffnung
(13, 13") am Haltesockel (3, 3") befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltesockel (3, 3") mindestens einen an die Sockelplatte (8) angeformten hülsenförmigen
Befestigungsturm (10, 10") aus elektrisch leitendem Material aufweist, der koaxial
zur Durchgangsöffnung (13, 13") über die Sockelplatte (8) hinaus ragt und die Durchgangsöffnung
(13, 13") der Sockelplatte (8) verlängert,
dass die Steckverbindungseinrichtung (11, 11', 11") im Bereich der Sockelplatte (8)
oder unmittelbar benachbart zur Sockelplatte (8) eine erste Pressverbindungszone (23)
und beabstandet zur Sockelplatte (8) im Bereich des Befestigungsturms (10, 10") eine
zweite Pressverbindungszone (24) aufweist,
und dass der Pressverbindungsabschnitt (16, 16', 16") des Steckverbindungselements
(4, 4', 4",5) im Bereich der zweiten Pressverbindungszone (24) ein geringeres radiales
Übermaß oder Untermaß aufweist als im Bereich der ersten Pressverbindungszone (23),
so dass im Bereich der zweiten Pressverbindungszone (24) eine Flächenpressung erzeugt
wird, die geringer ist als eine im Bereich der ersten Pressverbindungszone (23) erzeugte
Flächenpressung.
2. Steckverbindungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Pressverbindungszone (24) bis zum freien Ende des Befestigungsturms
(10, 10") erstreckt.
3. Steckverbindungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressverbindungszone (23) von der zweiten Pressverbindungszone (24) durch
einen Zwischenbereich (25) getrennt ist, in dem der Pressverbindungsabschnitt (16,
16") des Steckverbindungselements (4, 4', 4") kein radiales Übermaß aufweist, wenn
der Pressverbindungsabschnitt (16, 16") in dem Befestigungsturm (10, 10") eingesteckt
ist, und kein radiales Untermaß aufweist, wenn der Pressverbindungsabschnitt (16')
auf den Befestigungsturm (10) aufgesteckt ist.
4. Steckverbindungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressverbindungsabschnitt (16, 16") im Zwischenbereich (25) einen Außendurchmesser
aufweist, der geringer ist als der Innendurchmesser des Befestigungsturms (10, 10")
im Zwischenbereich (25), wenn der Pressverbindungsabschnitt (16, 16") in den Befestigungsturm
(10, 10") eingesteckt ist, während der Pressverbindungsabschnitt (16') im Zwischenbereich
(25) einen Innendurchmesser aufweist, der größer ist als der Außendurchmesser des
Betätigungsturms (10) im Zwischenbereich (25), wenn der Pressverbindungsabschnitt
(16') auf den Befestigungsturm (10) aufgesteckt ist.
5. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressverbindungsabschnitt (16, 16', 16") im Bereich der Pressverbindungszonen
(23, 24) mit einer Rändelung (18) versehen ist.
6. Steckverbindungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rändelung (18) im Bereich der ersten Pressverbindungszone (23) einen anderen
Durchmesser aufweist als im Bereich der zweiten Pressverbindungszone (24).
7. Steckverbindungseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rändelung (18) längs der ersten und zweiten Pressverbindungszone (23, 24) einheitlich
ausgebildet ist, wobei unterschiedliche Außendurchmesser der Rändelung (18) durch
eine abschnittsweise Nichtausbildung der Spitzenbereiche der Rändelung (18) realisiert
sind.
8. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsturm (10, 10") derart ausgebildet ist, dass wahlweise seine Innen-
oder Außenumfangsfläche Pressflächen bilden, die mit dem Steckverbindungselement (4,
4', 4", 5) in Presskontakt sind.
9. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindungseinrichtung (11, 11', 11") eine Mehrzahl von gleich ausgebildeten
Befestigungstürmen (10, 10") umfasst.
10. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindungseinrichtung (11, 11', 11") zwei bis vier Befestigungstürme (10,
10") umfasst, wobei nicht benötigte Befestigungstürme (10, 10") durch eine Verschlusswand
(34) oder ein Verschlussteil verschlossen werden.
11. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (13, 13") der Sockelplatte (8) und des Befestigungsturms (10,
10") derart ausgebildet ist, dass das Steckverbindungselement (4, 4', 4", 5) von beiden
Seiten her in die Durchgangsöffnung (13, 13") einführbar ist.
12. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckverbindungselement (4, 4', 4", 5) aus einem Material besteht, das eine höhere
Festigkeit aufweist als das Material, aus dem der Haltesockel (3, 3") besteht.
13. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (13, 13") des Befestigungsturms (10, 10") mehrstufig mit unterschiedlich
großen Durchmessern ausgebildet ist, und dass das Steckverbindungselement (4, 4")
einen Rändelabschnitt (19, 20") mit größerem Außendurchmesser und einen Rändelabschnitt
(20, 19") mit kleinerem Außendurchmesser aufweist, der kleiner ist als der größte
Durchmesser der Durchgangsöffnung (13, 13"), so dass der Rändelabschnitt (20, 19")
mit kleinerem Außendurchmesser über eine Teillänge der Durchgangsöffnung (13, 13")
mit seitlichem Spiel in die Durchgangsöffnung (13, 13") einführbar ist.
14. Steckverbindungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsturm (10) eine Außenumfangsfläche (12') aufweist, die mehrstufig
zylindrisch oder konisch ausgebildet ist, und dass das Steckverbindungselement (5)
einen hinteren Einpressabschnitt (19') aufweist, dessen Innendurchmesser größer ist
als der Außendurchmesser des Befestigungsturms (10) in einem vorderen Endbereich (14).
15. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsturm (10) mehr als doppelt so hoch, vorzugsweise mehr als viermal
so hoch und insbesondere mehr als sechsmal so hoch ist wie die Dicke der Sockelplatte
(8).
16. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressverbindungsabschnitt (16, 16") des Steckverbindungselements (4, 4', 4")
eine Länge hat, die der Höhe des Befestigungsturms (10, 10") einschließlich der Dicke
der Sockelplatte (8) entspricht, so dass eine hintere Stirnfläche (35) des eingepressten
Pressverbindungsabschnitts (16, 16") bündig zu einer hinteren Wandfläche (22) der
Sockelplatte (8) angeordnet ist, während eine vordere Endfläche (36) des Pressverbindungsabschnitts
(16, 16") bündig zu einer vorderen Stirnfläche (21) des Befestigungsturms (10, 10")
angeordnet ist.
17. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsturm (10, 10") eine Wandstärke hat, die weniger als zwei Drittel,
vorzugsweise weniger als die Hälfte und insbesondere weniger als drei Viertel der
Dicke der Sockelplatte (8) beträgt.
18. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindungseinrichtung mehr als zwei Pressverbindungszonen (23, 24) aufweist,
wobei die Pressverbindungszone (23) mit großem Übermaß im Bereich der Sockelplatte
(8) angeordnet ist.
19. Steckverbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindungseinrichtung beidseitig an der Sockelplatte (8) angeordnete Befestigungstürme
(10, 10') aufweist, die sich von der Sockelplatte (8) aus in entgegengesetzte Richtungen
erstrecken.