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(11) |
EP 2 993 741 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2022 Patentblatt 2022/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.07.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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ELEKTROWERKZEUG
ELECTRIC TOOL
OUTIL ÉLECTRIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
08.09.2014 DE 102014217860
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.03.2016 Patentblatt 2016/10 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Cer, Zoltan
71272 Renningen (DE)
- Schadow, Joachim
70563 Stuttgart (DE)
- Schomisch, Thomas
70794 Filderstadt (DE)
- Lutz, Manfred
70794 Filderstadt (DE)
- Dengler, Klaus
70806 Kornwestheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 006 766 WO-A1-2010/108360 DE-A1- 4 227 629 DE-A1-102011 110 489 DE-U1-202009 001 403 US-A1- 2005 275 981 US-A1- 2012 052 718
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EP-A2- 1 276 357 CN-Y- 201 113 815 DE-A1- 10 323 170 DE-U1-202006 005 689 DE-U1-202010 006 471 US-A1- 2007 164 704 US-B1- 6 454 604
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Elektrowerkzeug mit einem Netzstecker mit einem Netzkabel
zum Versorgen des Elektrowerkzeuges aus einem elektrischen Netz mit elektrischer Energie
mit einer Steuervorrichtung für das Elektrowerkzeug.
Stand der Technik
[0002] An handgeführten Elektrowerkzeugen werden zu einer Steuerung eines Motors in Abhängigkeit
von Betriebszuständen elektronische Schaltungen eingesetzt. Üblicherweise sind derartige
elektronische Schaltungen im Inneren des Elektrowerkzeugs angeordnet und benötigen
daher Bauraum des Elektrowerkzeugs, was seine Gesamtabmessung vergrößern kann.
[0003] Aus
DE 20 2010 006 471 U1 ist eine fernsteuerbare Steckdose bekannt. Die Steckdose weist eine Schaltplatine
auf. Auf der Schaltplatine ist eine Fernschalterschaltung vorgesehen. Zudem weist
die Schaltplatine ein von der Fernschalterschaltung gesteuertes Relais auf.
[0004] Aus
EP 1 006 766 A2 ist eine elektronische Vorrichtung mit einem zweiteiligen Gehäuse zur Aufnahme eines,
eine elektronische Schaltung tragenden Trägersubstrates bekannt, wobei ein aus Kunststoff
bestehendes erstes Gehäuseteil einen integrierten, aus Kunststoff ausgebildeten Steckerkörper
aufweist. Bei einer elektronischen Vorrichtung, die die elektronische Schaltung zuverlässig
gegen Feuchtigkeit schützt, ist eine metallische Wärmeleitereinrichtung an dem ersten
Gehäuseteil angeordnet, auf der in das Gehäuseinnere weisenden Seite das die elektronische
Schaltung tragende Trägersubstrat befestigt ist.
[0005] Aus
US 2007/0164704 A1 ist ein Netzstecker bekannt, der eine Aufladevorrichtung und einen Zusatzspeicher
aufweist. Im Zusatzspeicher können Daten eines von einer Batterie gespeisten Gerätes
abgespeichert werden. Das Gerät kann ein Elektrogerät wie ein Mobiltelefon sein. Aus
WO2010108360 A1 ist ein Netzstecker bekannt, der eine Platine umfasst und eine Verlustschutzfunktion
bereitstellt.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Elektrowerkzeug bereitzustellen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst mit einem Elektrowerkzeug mit einem Netzstecker mit einem
Netzkabel zum Versorgen des Elektrowerkzeuges aus einem elektrischen Netz mit elektrischer
Energie mit einer Steuervorrichtung für das Elektrowerkzeug, aufweisend eine Platine
mit einem darauf angeordneten elektronischen Leistungsbauelement,dadurch gekennzeichnet,
dass die Platine in dem Netzstecker angeordnet ist und dazu vorgesehen ist, Elektronikfunktionen
für das Elektrowerkzeug auf der Platine bereitzustellen, wobei die Platine mit Komponenten
des Elektrowerkzeugs über eine Datenverbindung verbindbar sind. Vorteilhaft kann das
Elektrowerkzeug dadurch kleiner ausgebildet werden und es können Umgebungsbauteile
(z.B. ein Elektronikgehäuse, Vergußmasse, usw.) für die Steuervorrichtung eingespart
werden, weil die genannten Umgebungsbauteile großteils vom Netzstecker bereitgestellt
werden.
[0008] Im Ergebnis ist dadurch eine platz- und kostensparende Ansteuervorrichtung für das
Elektrowerkzeug realisierbar.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen des Netzsteckers sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass
[0010] Mittel zum Abführen von thermischer Energie vom Leistungsbauelement vorgesehen sind.
Auf diese Weise kann im Betrieb des Elektrowerkzeugs eine Überhitzung des Leistungsbauelements
im Netzstecker weitestgehend vermieden werden.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Leistungsbauelement
wenigstens abschnittsweise direkt oder mittels einer Wärmeleitverbindung mit einer
Litze eines Netzkabels verbunden ist. Auf diese Weise lässt sich auf einfache Weise
thermische Energie vom Leistungsbauelement in das Netzkabel des Elektrowerkzeugs abführen.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass die Wärmeleitverbindung
mit der Litze verlötet oder vernietet oder verschraubt ist. Auf diese Weise werden
vorteilhaft unterschiedliche technische Möglichkeiten für ein Abführen von Wärme des
Leistungsbauelements bereitgestellt.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass auf dem Leistungsbauelement
ein Kühlkörper angeordnet ist. Dadurch kann vorteilhaft thermische Energie in erhöhtem
Ausmaß von der Steuervorrichtung abgeführt werden.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper
mit dem Leistungsbauelement vernietet oder durch Umspritzen mit einer Vergußmasse
am Leistungsbauteil anliegend ist. Auch auf diese Weise können unterschiedliche Varianten
einer effektiven Wärmeabfuhr vom Leistungsbauelement realisiert werden.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass der Kühlkörper Erhebungen
aufweist, die sich in Öffnungen im Netzstecker erstrecken. Auf diese Weise kann eine
Lösung für leistungsfähigere Geräte realisiert werden, die es erlaubt, noch mehr Wärme
abzuführen. Dies kann für einen Überlastbetrieb des Elektrowerkzeugs oder für eine
kurzzeitige Speicherung von Wärme im Kühlkörper vorteilhaft sein.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass der Netzstecker einen wärmeleitfähigen
Kunststoff aufweist. Auf diese Weise ist es möglich, beispielsweise in einem Spritzgießverfahren
des Netzsteckers eine Wärmeabführungseinrichtung zu realisieren.
[0017] Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff integral
ausgebildete Kühlrippen aufweist. Auf diese Weise kann auf einfache Weise eine Vergrößerung
der Oberfläche des Netzsteckers und damit ein erhöhtes Ausmaß von abgeführter Wärme
erreicht werden.
[0018] Die Platine ist mit Komponenten des Elektrowerkzeugs über eine Datenverbindung verbindbar.
Auf diese Weise kann eine funktionale Kommunikation zwischen der Platine und dem Leistungsbauelement
und dem Elektrowerkzeug bereitgestellt werden. Beispielweise kann dies zu einer Abfrage
einer Werkzeugtemperatur oder weiterer Kenngrößen des Elektrowerkzeugs durch die Platine
sinnvoll sein.
[0019] Die Erfindung wird im Folgenden mit weiteren Merkmalen und Vorteilen anhand von mehreren
Figuren im Detail beschrieben. Dabei bilden alle beschriebenen Merkmale, unabhängig
von ihrer Darstellung in der Beschreibung bzw. in den Figuren und unabhängig von ihrer
Rückbeziehung in den Patentansprüchen den Gegenstand der Erfindung. Die Figuren sind
nicht notwendiger Weise maßstabsgetreu ausgeführt und sind insbesondere zu einer qualitativen
und prinzipiellen Erläuterung der Erfindung gedacht.
[0020] In den Figuren zeigt:
- Fig. 1
- Darstellungen eines herkömmlichen Elektrowerkzeugs und einer Platine mit einem Leistungsbauelement;
- Fig. 2
- Darstellungen eines Netzsteckers und einer Platine mit einem Leistungsbauelement;
- Fig. 3
- eine prinzipielle Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Netzsteckers;
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Netzsteckers;
- Fig. 5a, 5b
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Netzsteckers;
- Fig. 6a, 6b
- Kühleinrichtungen für den erfindungsgemäßen Netzstecker;
- Fig. 7a, 7b
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Netzsteckers;
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Netzsteckers;
- Fig. 9
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Netzsteckers;
- Fig. 10
- ein prinzipielles Blockschaltbilde eines Elektrowerkzeugs mit einer Steuervorrichtung;
und
- Fig. 11
- einen prinzipiellen Ablauf eines Verfahrens zum Herstellen der Steuervorrichtung.
Beschreibung von Ausführungsformen
[0021] Fig. 1 zeigt in einer unteren Darstellung ein Elektrowerkzeug 200 (beispielsweise
ein Winkelschleifer) mit teilweise geöffnetem Gehäuse. Innerhalb einer Umrahmung ist
eine herkömmliche Steuervorrichtung 100 erkennbar, die eine Vergußmasse aufweist,
unter der eine Elektronikbaugruppe, d.h. eine Platine 10 mit einem Leistungsbauelement
20 und gegebenenfalls weiteren elektronischen Bauelementen angeordnet sind (nicht
sichtbar). In einer oberen Darstellung von Fig. 1 ist eine Platine 10 bzw. Leiterplatte
mit einem Leistungsbauelement 20 erkennbar, wobei erkennbar ist, dass eine Größenordnung
der Platine 10 der oberen Darstellung um ca. zwei bis drei kleiner ist als ein Elektronikmodul
bzw. eine Platine 10 der herkömmliche Steuervorrichtung 100 der unteren Abbildung.
[0022] Fig. 2 zeigt in zwei Darstellungen einen Vergleich eines herkömmlichen elektrischen
Netzsteckers 30 mit einer Netzleitung bzw. einem Netzkabel 40 und der genannten Platine
10, woraus ersichtlich ist, dass aufgrund der Größenrelationen die Platine 10 vollständig
innerhalb des Netzsteckers 30 untergebracht werden kann. Die beiden Darstellungen
von Fig. 2 sind dabei lediglich qualitativ anzusehen, wobei z.B. Abmessungen und Ausrichtungen
der drei Kontaktfahnen bzw. Platinenstecker der Platine 10 nicht unbedingt den tatsächlichen
Erfordernissen zur Einbringung in den Netzstecker 30 entsprechen müssen.
[0023] Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung 100.
Die Steuervorrichtung 100 umfasst einen Netzstecker 30 mit Steckerstiften 31 und einem
Netzkabel 40, über das ein Elektrowerkzeug 200 (nicht dargestellt) aus einem elektrischen
Netz mit elektrischer Energie versorgt wird. Erkennbar ist, dass eine Platine bzw.
Leiterplatte 10 vorgesehen ist, auf der ein elektronisches Leistungselement 20 (z.B.
in Form eines ein Triacs zur Motorsteuerung) angeordnet ist. Das Leistungsbauelement
20 ist vollständig innerhalb des Netzsteckers 30 angeordnet, beispielsweise mit Vergußmasse
umspritzt. Eine funktionale Kommunikation der Platine 10 und/oder des Leistungsbauelements
20 mit dem Elektrowerkzeug 200 ist vorgesehen. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen,
dass aufgrund von erhöhter Leistungsaufnahme des Elektrowerkzeugs 200 ein erhöhter
elektrischer Strom vom Leistungsbauelement 20 erkannt wird und daraus ein eingeschalteter
Zustand des Elektrowerkzeugs 200 abgeleitet wird. Alternativ ist es auch möglich,
dass für Motorsteuerfunktionen, die beispielsweise eine Erfassung von Motortemperatur
und/oder anderen Motorkenngrößen bzw. eine Kommunikation mit Komponenten des Elektrowerkzeugs
200 (z.B. einem Ein/Aus-Schalter) erfordern, eine oder mehrere Kommunikations- bzw.
Steuerleitungen im Netzkabel 40 angeordnet sind (nicht dargestellt). Alternativ kann
für die Zwecke der genannten Kommunikation auch eine drahtlose Kommunikation zwischen
dem Elektrowerkzeug 200 und der Platine 10 mit dem Leistungsbauelement 20 vorgesehen
sein.
[0024] Da die Platine 10 mit dem Leistungsbauelement 20 vor allem zu einer Steuerung des
Elektrowerkzeugs 200 vorgesehen ist, schaltet das Leistungsbauelement 20 unter Umständen
den vollen elektrischen Betriebsstrom des Motors des Elektrowerkzeugs 200. Es kann
daher günstig sein, für Elektrowerkzeuge 200 mit höherer Leistung eine Wärmeabfuhr
vorzusehen, um eine Überhitzung und damit Schädigung des Leistungsbauelements 20 zu
vermeiden.
[0025] Hierzu ist in der in Fig. 4 prinzipiell dargestellten Ausführungsform der Steuervorrichtung
100 vorgesehen, dass die Wärme vom Leistungsbauelement 20 auf ein Leitungsmetall (in
der Regel Kupfer bzw. Litze aus Kupfer) des Netzkabels 40 abgeführt wird. Mittels
einer Wärmeleitverbindung 50 ist dies beispielsweise dadurch möglich, dass das Leistungsbauelement
20 mit einer abisolierten Litze des Netzkabels 40 verbunden wird, z.B. mittels einer
Lötverbindung. Alternativ ist auch denkbar, die genannte Wärmeleitverbindung 50 mittels
einer Nietung oder einer Verschraubung des Leistungsbauelements 20 mit der Litze des
Netzkabels 40 zu realisieren.
[0026] Alternativ kann zu einer Wärmeabfuhr auch vorgesehen sein, die Wärme vom Leistungsbauelement
20 auf ein Kühlblech bzw. einen Kühlkörper 60 und in weiterer Folge an die Umgebungsluft
abzuführen. Damit nicht Finger eines Benutzers beim Ziehen des Netzsteckers 30 mit
dem heiß gewordenen Kühlkörper 60 in Berührung kommen können, wird eine Abdeckstruktur
im Gehäuse des Netzsteckers 30 vorgesehen. Beispielsweise kann diese im Steckergehäuse
gitterförmig, mit resultierenden Öffnungen 32 zum Wärmeaustritt ausgebildet sein.
[0027] Das Ausführungsbeispiel der Figuren 5a und 5b zeigt derartige Öffnungen 32. Erkennbar
ist außerdem, dass das Steckergehäuse mit einer Zusatzfunktion ausgestattet ist, welches
am Kabelaustrittsende zwei Haken 33 als Kabelhaltehilfen vorsieht, die das Aufwickeln
und Zusammenhalten des Netzkabels 40 zum Elektrowerkzeug 200 erleichtern. Derartige
Netzstecker 30 mit Zusatzfunktion haben in der Regel etwas größere Außenabmessungen
und sind deshalb besonders geeignet, um im Inneren eine Platine 10 aufzunehmen. Auch
lässt sich hier vorteilhaft ein besonders großer Kühlkörper 60 für Elektrowerkzeuge
200 mit besonders hoher Motorleistung unterbringen.
[0028] Fig. 6a ein zeigt eine Ausführungsform des Kühlkörpers 60 als eine spezifisch geformte
Blechplatte ("Kühlblech"). Falls das ebene Kühlblech von Fig. 6a bei gegebenem Einbauraum
zu wenig Oberfläche zur Wärmeableitung aufweist, ist alternativ ein Kühlkörper 60
mit einer größeren Oberfläche bei ähnlichen Ausdehnungen möglich, beispielsweise ein
kostengünstig herstellbares Aluminium-Strangpressprofil mit Rippen 61, wie prinzipiell
in Fig. 6b dargestellt. Die Rippen 61 erstrecken sich in die Öffnungen 32 im Steckergehäuse,
wie in Fig. 7a dargestellt. Dadurch sind sie in der Lage, Wärme an die Umgebungsluft
abzugeben, sind jedoch bezüglich der Gesamtaußenkontur des Steckergehäuses geringfügig
versenkt, was einen Schutz des Benutzers vor Verbrennungen aufgrund eines überhitzten
Kühlkörpers 60 bewirkt. Erkennbar ist die Versenkung der Rippen 61 gegenüber der Außenkontur
des Netzsteckers 30 in Fig. 7b, die eine Aufsicht der Steuervorrichtung 100 von Fig.
7a zeigt.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform der Steuervorrichtung 100 ist auch denkbar, dass
das Steckergehäuse des Netzsteckers 30 wenigstens teilweise aus wärmeleitfähigem Kunststoff
gebildet ist, der die erforderlichen isolierenden Eigenschaften gegenüber der innen
geführten elektrischen Netzspannung aufweist.
[0030] Fig. 8 zeigt eine derartige Variante, wobei der Netzstecker 30 vollständig aus wärmeleitfähigem
Kunststoff ausgeführt ist. Die Platine 10 ist in diesem Fall gleichermaßen, wie es
für Netzkabel 40 und für Steckerstifte 31 bekannt ist, in diesem Kunststoff eingebettet.
Auf diese Weise kann die Wärme vom Leistungsbauelement 20 über den wärmeleitfähigen
Kunststoff an die Umgebungsluft abgeführt werden. Bekannte formgebende Verfahren zur
Kunststoffverarbeitung, wie z.B. Spritzguss bieten vielfältige Möglichkeiten zur Formgebung.
Optional kann vorgesehen sein, die Außenfläche des Netzsteckers 30 durch Rippen 34
zu vergrößern, wodurch eine nochmals verbesserte Wärmeabfuhr bereitgestellt ist.
[0031] In einer in Fig. 9 angedeuteten Variante der Steuervorrichtung 100 ist es möglich,
den Hauptanteil des Netzsteckers 30 aus herkömmlichem Kunststoff zu fertigen und nur
die Platine 10 mit dem Leistungsbauteil 20 mit dem wärmeleitenden Kunststoff zu umspritzen.
Dies ist beispielsweise in einem Zweikomponenten-Spritzgießverfahren für Fälle möglich,
wo besondere Materialeigenschaften gefordert sind. Dadurch kann eine höhere Elastizität
am Gesamtgehäuse, zum Beispiel zum Realisieren eines elastischen Bereichs für eine
Kabelbiegetülle des Netzsteckers 30 erreicht werden. Angedeutet ist der Unterschied
des wärmeleitenden Kunststoffs gegenüber dem herkömmlichen Kunststoff durch unterschiedliche
Schraffuren.
[0032] Nachfolgend sind spezifische Elektronikfunktionen für Elektrowerkzeuge 200, die auf
der Platine 10 im Netzstecker 30 integriert werden können, aufgelistet, wobei die
Auflistung lediglich exemplarisch und keineswegs abschließend ist:
- Wiederanlaufsperre, die es ermöglicht, dass das Elektrowerkzeug 200 nach dem Ziehen
und Widereinstecken des Netzsteckers 30 nicht anläuft, auch wenn der Werkzeugschalter
in "Ein"-Position arretiert ist
- Sanftanlauf, der es ermöglicht, dass das Elektrowerkzeug 200 ohne Anlaufruck anläuft
- Lastabhängige Motorsteuerung, die eine Drehzahl des Elektrowerkzeugs 200 (z.B. eine
Bohrmaschine oder dgl.) unter Betriebslast nahezu konstant hält. Eine Regelgröße kann
beispielsweise ein cos ϕ der elektrischen Netzspannung oder ein aufgenommener elektrischer
Strom sein.
- Motorschutz, der mittels einer gemessenen Stromaufnahme und einer Motorabschaltung
bei Überlast realisiert wird
- Ableitstromprüfung, die eine elektrische Spannungsverschleppung nach außen auf das
Maschinengehäuse detektiert
[0033] Fig. 10 zeigt schematisch ein Elektrowerkzeug 200 mit einer Steuervorrichtung 100.
[0034] Fig. 11 zeigt prinzipiell einen Ablauf eines Verfahrens zur Herstellung einer Steuervorrichtung
100 für ein Elektrowerkzeug 200.
[0035] In einem ersten Schritt S1 wird ein Leistungsbauelement 20 auf einer Platine 10 angeordnet.
[0036] In einem zweiten Schritt S2 wird die Platine 10 in einem Netzstecker 30 für das Elektrowerkzeug
200 angeordnet.
[0037] Zusammenfassend wird mit der vorliegenden Erfindung eine in einem Netzstecker integrierte
Steuervorrichtung mit einem Leistungsbauteil für ein Elektrowerkzeug vorgeschlagen.
Dies ist aufgrund der miniaturisierten Elektronikbaugruppe mit SMD-Bauteilen auf einfache
Weise möglich, wobei gegenüber der herkömmlichen Realisierung Vergußmasse innerhalb
des Elektrowerkzeuge eingespart werden kann, was Bauraumgewinn im Elektrowerkzeug
bedeutet, die im Ergebnis dadurch kleiner gebaut sind. Ferner können vorteilhaft periphere
Bauteile eingespart werden, wie z.B. ein Bauteilbecher für das Leistungsbauelement.
Im Ergebnis ist es dadurch möglich, eine kostenoptimierte Fertigung von Elektrowerkzeugen
bereitzustellen. Vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Integration der Platine in jeglichen
verwendeten Netzsteckertypen möglich, wobei eine Form des Steckergehäuses und eine
Anzahl von Steckerstiften beliebig sind. Der Fachmann wird die Möglichkeit einer nahezu
unbegrenzten Anzahl von Ausführungsformen erkennen und deshalb vorangehend auch nicht
oder nur teilweise offenbarte Ausführungsbeispiele gemäß den angefügten Ansprüchen
realisieren.
1. Elektrowerkzeug mit einem Netzstecker (30) mit einem Netzkabel (40) zum Versorgen
des Elektrowerkzeuges (200) aus einem elektrischen Netz mit elektrischer Energie mit
einer Steuervorrichtung (100) für das Elektrowerkzeug (200), aufweisend eine Platine
(10) mit einem darauf angeordneten elektronischen Leistungsbauelement wobei die Platine
(10) in dem Netzstecker (30) angeordnet ist und dazu vorgesehen ist, Elektronikfunktionen
für das Elektrowerkzeug (200) auf der Platine (10) bereitzustellen, wobei die Elektronikfunktionen
eine Wiederanlaufsperre, einen Sanftanlauf, eine lastabhängige Motorsteuerung und/oder
einen Motorschutz abbilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Platine (10) mit Komponenten des Elektrowerkzeugs (200) über eine Datenverbindung
verbindbar sind.
2. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Abführen von thermischer Energie vom Leistungsbauelement (20) vorgesehen
sind.
3. Elektrowerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistungsbauelement (20) wenigstens abschnittsweise direkt oder mittels einer
Wärmeleitverbindung (50) mit einer Litze des Netzkabels (40) verbunden ist.
4. Elektrowerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeleitverbindung (50) mit der Litze verlötet oder vernietet oder verschraubt
ist.
5. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Leistungsbauelement (20) ein Kühlkörper (60) angeordnet ist.
6. Netzstecker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper (60) mit dem Leistungsbauelement (20) vernietet oder durch Umspritzen
mit einer Vergußmasse am Leistungsbauteil (10) anliegend ist.
7. Elektrowerkzeug nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper (60) Erhebungen (61) aufweist, die sich in Öffnungen (32) im Netzstecker
(30) erstrecken.
8. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Netzstecker (30) einen wärmeleitfähigen Kunststoff aufweist.
9. Elektrowerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff integral ausgebildete Kühlrippen (34) aufweist.
10. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Leistungsbauelement
(20) zur Steuerung des Elektrowerkzeuges (200) vorgesehen ist.
11. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (100) in dem Netzstecker (30) integriert ist.
12. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (100) in dem Netzstecker integriert ist, wobei die Platine
(10) im Netzstecker (30) mittels spritzgiessen angeordnet ist.
13. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (100) eine Elektronikbaugruppe mit SMD-Bauteilen aufweist.
14. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistungsbauteil (20) vollständig innerhalb des Netzsteckers (30) angeordnet
ist.
1. Power tool with a mains plug (30) with a mains cable (40) for supplying electrical
energy to the power tool (200) from an electrical supply system with a control device
(100) for the power tool (200), having a printed circuit board (10) with an electronic
power component arranged on it, wherein the printed circuit board (10) is arranged
in the mains plug (30) and is intended to provide electronics functions for the power
tool (200) on the printed circuit board (10), wherein the electronics functions model
restart prevention, soft starting, load-dependent motor control and/or motor protection,
characterized in that the printed circuit board (10) can be connected to components of the power tool (200)
via a data connection.
2. Power tool according to Claim 1, characterized in that means for discharging thermal energy from the power component (20) are provided.
3. Power tool according to Claim 2, characterized in that the power component (20) is connected to a stranded wire of the mains cable (40)
directly or by means of a thermally conductive connection (50) at least in portions.
4. Power tool according to Claim 3, characterized in that the thermally conductive connection (50) is soldered or riveted or screwed to the
stranded wire.
5. Power tool according to one of Claims 2 to 4, characterized in that a heat sink (60) is arranged on the power component (20).
6. Mains plug according to Claim 5, characterized in that the heat sink (60) is riveted to the power component (20) or bears against the power
component (10) by encapsulation by injection moulding with a potting compound.
7. Power tool according to Claim 5 or 6, characterized in that the heat sink (60) has raised portions (61) which extend into openings (32) in the
mains plug (30).
8. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the mains plug (30) comprises a thermally conductive plastic.
9. Power tool according to Claim 8, characterized in that the plastic has integrally formed cooling fins (34).
10. Power tool according to one of the preceding claims, wherein the power component (20)
is provided for controlling the power tool (200).
11. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the control device (100) is integrated in the mains plug (30).
12. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the control device (100) is integrated in the mains plug, wherein the printed circuit
board (10) is arranged in the mains plug (30) by means of injection moulding.
13. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the control device (100) has an electronics assembly with SMD components.
14. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the power component (20) is arranged entirely within the mains plug (30).
1. Outil électrique comprenant un connecteur réseau mâle (30), un câble réseau (40) destiné
à alimenter l'outil électrique (200) en énergie électrique à partir d'un réseau électrique,
un dispositif de commande (100) destiné à l'outil électrique (200) et comportant une
carte de circuit imprimé (10) sur laquelle est disposé un composant électronique de
puissance,
la carte de circuit imprimé (10) étant disposée dans le connecteur réseau mâle (30)
et étant prévue pour fournir des fonctions électroniques destinées à l'outil électrique
(200) sur la carte circuit imprimé (10), les fonctions électroniques représentant
un blocage de redémarrage, un démarrage progressif, une commande de moteur dépendant
de la charge et/ou une protection de moteur, caractérisé en ce que la carte de circuit imprimé (10) peut être reliée à des composants de l'outil électrique
(200) par le biais d'une liaison de données.
2. Outil électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que des moyens sont prévus pour dissiper l'énergie thermique du composant de puissance
(20) .
3. Outil électrique selon la revendication 2, caractérisé en ce que le composant de puissance (20) est relié au moins par portions directement ou au
moyen d'une liaison thermoconductrice (50) à un toron du câble réseau (40) .
4. Outil électrique selon la revendication 3, caractérisé en ce que la liaison thermoconductrice (50) est soudée ou rivetée ou vissée au toron.
5. Outil électrique selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'un dissipateur thermique (60) est disposé sur le composant de puissance (20).
6. Connecteur réseau mâle selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dissipateur thermique (60) est riveté au composant de puissance (20) ou est en
appui sur le composant de puissance (10) par moulage par injection avec une matière
d'enrobage.
7. Outil électrique selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le dissipateur thermique (60) comporte des reliefs (61) qui s'étendent dans des ouvertures
(32) ménagées dans le connecteur réseau mâle (30) .
8. Outil électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le connecteur réseau mâle (30) comporte une matière synthétique thermoconductrice.
9. Outil électrique selon la revendication 8, caractérisé en ce que la matière synthétique comporte des ailettes de refroidissement (34) en venue de
matière synthétique.
10. Outil électrique selon l'une des revendications précédentes, le composant de puissance
(20) étant prévu pour commander l'outil électrique (200).
11. Outil électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande (100) est intégré dans le connecteur réseau mâle (30) .
12. Outil électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande (100) est intégré dans le connecteur réseau mâle, la carte
de circuit imprimé (10) étant disposée dans le connecteur réseau mâle (30) par moulage
par injection.
13. Outil électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande (100) comporte un module électronique à composants SMD.
14. Outil électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composant de puissance (20) est disposé entièrement à l'intérieur du connecteur
réseau mâle (30).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente