[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bereitstellung von
Daten zur Mauterhebung und ein Mautsystem.
[0002] In Deutschland ist ein spezielles System zur Mauterhebung für die Benutzung von Autobahnen
und ausgewählten Bundesstraßen durch Lastkraftwagen eingeführt. Die Mauterhebung erfolgt
automatisch über ein im Fahrzeug eingebautes Mauterfassungsgerät, auch On-Board-Unit
(OBU) genannt. Das Mauterfassungsgerät ermittelt mittels Satellitenortung die Bewegung
des Lastkraftwagens und berechnet selbstständig die fällige Mautgebühr. Die fällige
Mautgebühr wird von dem Mauterfassungsgerät an eine Mauterfassungszentrale zur Erfassung
und Abrechnung der Gebühren übermittelt. In Deutschland wird in den LKW ein kostenlos
von einer Betreibergesellschaft zur Verfügung gestelltes Mauterfassungsgerät eingebaut.
Die Mauterfassungsgeräte weisen einen Positionsempfänger für ein globales Navigationssatellitensystem
(GNSS) auf, mit dem die Position des Fahrzeugs bestimmt wird. Zudem sind die Mauterfassungsgeräte
mit einer Recheneinheit und einem Speicher ausgestattet, in dem fahrzeugspezifische
Angaben sowie die Positionsdaten der mautpflichtigen Autobahnen enthalten sind. Mit
Hilfe dieser Daten errechnet das Mauterfassungsgerät über die schon erwähnte Satellitennavigation
die zu entrichtende Maut. Der Aufwand für die Mauterfassungsgeräte ist insbesondere
auch aufgrund von Datensicherheits- und Datenschutzanforderungen sehr hoch.
[0003] EP 2 325 807 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen von Mautinformationen in
einem Straßenmautsystem. Es ist vorgesehen, einen Satz von Ortsdaten aus einer lokalen
Umgebung einer Bake in der Bake bereitzustellen und wenn ein Fahrzeuggerät in einem
Sendeempfangsbereich der Bake ist, einen Ortsdatensatz von der Bake in dem Fahrzeuggerät
zu empfangen.
[0004] DE 10 2006 032 468 B3 offenbart ein Mautsystem zur Erhebung einer Mautpflicht von Fahrzeugen in einem Wegenetz
mit mautpflichtigen Straßenabschnitten. Eine Mautberechnungseinheit berechnet aus
einer übermittelten Fahrzeugposition und einem Vergleich mit mautpflichtigen Straßenabschnitten
eines elektronischen Wegenetzes einen Vorhersagewert für einen Abfrageparameter, der
einen Ein- oder Austritt in einen beziehungsweise aus einem mautpflichtigen Straßenabschnitt
identifiziert.
[0005] US 2012/0265583 A1 offenbart ein Verfahren zu einem Abrechnen von Ortsnutzungen von Fahrzeugen in einem
Straßenmautsystem mittels eines Zahlungstransaktionssystems. Das Zahlungstransaktionssystem
umfasst einen Transaktionsserver und damit in Verbindung stehend dezentrale Transaktionsterminals
zum Abrechnen von Zahlungstransaktionen mittels Zahlungskarten.
[0006] Die Aufgabe, die der Erfindung zu Grunde liegt, ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Bereitstellen von Daten zur Mauterhebung, insbesondere für Personenkraftfahrzeuge,
sowie ein Mautsystem zu schaffen, die eine zuverlässige und kostengünstige Bereitstellung
der Daten zur Mauterhebung ermöglichen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0008] Gemäß einem ersten und zweiten Aspekt zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Verfahren
und eine korrespondierende Vorrichtung zur Bereitstellung von Daten zur Mauterhebung.
Hierbei wird jeweils abhängig von einer vorgegebenen Menge von erfassten Positionsdatenwerten
für ein Fahrzeug eine kollisionsfreie Prüfsumme ermittelt. Es wird jeweils die Menge
der erfassten Positionsdatenwerte zusammen mit der zugehörigen Prüfsumme vorgegeben
gespeichert. Wenn das Fahrzeug jeweils eine vorgegebene Maut-Bake passiert, wird ein
erster Datensatz, der zumindest eine der gespeicherten Prüfsummen umfasst, an die
jeweilige Maut-Bake gesendet. In Antwort auf ein vorgegebenes Auslesesignal und/oder
in vorgegebenen Zeitabständen werden zumindest ein Teil der gespeicherten Positionsdatenwerte
mit den zugehörigen Prüfsummen an einer vorgegebenen Kommunikationsschnittstelle vorgegeben
bereitgestellt.
[0009] Dies hat den Vorteil, dass die Positionsdatenwerte, zum Beispiel GPS-Daten (Global
Positioning System), die üblicherweise für eine Aufzeichnung von Fahrtstrecken des
Fahrzeugs genutzt werden, nicht einfach gefälscht werden können. Eine zusätzliche
Einrichtung zur sicheren Speicherung und Verarbeitung der Positionsdatenwerte, die
auch als Hardware Security bezeichnet wird, ist nicht erforderlich. Dies ermöglicht
eine sehr kostengünstige Bereitstellung der Daten zur Mauterhebung. Vorteilhafterweise
ist es so möglich, die Fahrtstrecke des Fahrzeugs mittels der Positionsdatenwerte
und zufälligen Kontrollen der jeweiligen Maut-Baken soweit sicherzustellen, dass ein
nachträgliches Manipulieren der Fahrtstrecken erkannt werden kann.
[0010] Eine sogenannte "Kollision" tritt bei Prüfsummen dann auf, wenn zwei verschiedenen
Eingabedaten dieselbe Prüfsumme zugeordnet wird. Die Eigenschaft Kollisionsfreiheit
bedeutet somit, dass es praktisch unmöglich ist, zwei verschiedene Eingabedaten mit
der gleichen Prüfsumme zu erzeugen.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts umfasst die jeweilige
Menge der erfassten Positionsdatenwerte eine vorgegebene Anzahl der zuletzt erfassten
Positionsdatenwerte. Dies hat den Vorteil, dass die Prüf summe sehr einfach und schnell
ermittelt werden kann und die Daten einfach gespeichert werden können.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts wird,
wenn das Fahrzeug jeweils die vorgegebene Maut-Bake passiert, die zuletzt ermittelte
Prüfsumme an die jeweilige Maut-Bake übermittelt. Dies ermöglicht eine einfache Verifikation
der Daten.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts wird
zusammen mit der Prüfsumme ein Prüfsummenermittlungszeitpunkt erfasst und zusammen
mit der zugehörigen Prüfsumme vorgegeben gespeichert. Dies hat den Vorteil, dass die
Prüfsummen ein gleiches Format aufweisen können wie Positionsdatenwerte und in analoger
Weise ausgewertet werden können wie die Positionsdatenwerte.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts umfasst
der erste Datensatz den Prüfsummenermittlungszeitpunkt für die jeweilige Prüfsumme
und/oder eine Identifikationsinformation des Fahrzeugs und/oder eine Identifikationsinformation
einer Einrichtung, die im Fahrzeug anordenbar ist. Dies ermöglicht eine einfache Verifikation
der Daten.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts werden
die erfassten Positionsdatenwerte jeweils zusammen mit einem zugehörigen Erfassungszeitpunkt
bereitgestellt und die Menge der Positionsdatenwerte mit ihren Erfassungszeitpunkten
und die zugehörige Prüfsumme und deren Prüfsummenermittlungszeitpunkt vorgegeben gespeichert.
Dies hat den Vorteil, dass die Prüfsummen zusammen mit ihren Prüfsummenermittlungszeitpunkten
ein gleiches Format aufweisen können wie die Positionsdatenwerte mit ihren zugehörigen
Erfassungszeitpunkten und so zusammen in einer einfachen Liste gespeichert werden
können.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts werden
in Antwort auf das vorgegebene Auslesesignal und/oder in den vorgegebenen Zeitabständen
für den zumindest einen Teil der gespeicherten Positionsdatenwerte zusätzlich die
jeweils zugehörigen Erfassungszeitpunkte und/oder die Prüfsummenermittlungszeitpunkte
der zugehörigen Prüfsummen an der vorgegebenen Kommunikationsschnittstelle vorgegeben
bereitgestellt. Die Erfassungszeitpunkte ermöglichen, dass die Fahrtstrecke einfach
verifiziert werden können und die Prüfsummen mit den Prüfsummenermittlungszeitpunkten
können einfach und zuverlässig mit den Datensätzen der Maut-Baken verglichen werden.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts werden
die Positionsdatenwerte für das Fahrzeug in vorgegebenen zeitlichen Abständen erfasst.
Dies ermöglicht eine einfache und zuverlässige Auswertung der Daten.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts wird
die Prüfsumme abhängig von einer zuvor ermittelten Prüfsumme ermittelt. Vorteilhafterweise
kann dies einen Beitrag leisten, eine Manipulationssicherheit der Positionsdatenwerte
zu erhöhen.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts ist
die kollisionsfreie Prüf summe ein Hash-Wert. Für eine Berechnung der Prüfsumme wird
eine Hashfunktion, auch Streuwertfunktion genannt, genutzt, vorzugsweise eine kryptologischer
Hashfunktion, insbesondere ein SHA-2 (secure hash algorithm) . Durch die Verwendung
der Hashfunktion, die sowohl die zuletzt erfassten Positionsdatenwerte als auch den
zuletzt ermittelten Hash-Wert nutzt zum Ermitteln eines neuen Hash-Werts, kann eine
verkettete Liste von fälschungssicheren Fahrtstrecken erstellt werden, ohne dass diese
sicher gespeichert werden muss. Um die Daten unbemerkt manipulieren zu können, müsste
zum Beispiel ein Hacker in der Lage sein, die verwendete Hashfunktion zu berechnen.
Dies ist jedoch mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln innerhalb einer sinnvollen
Zeit nicht möglich.
[0020] Gemäß einem dritten Aspekt zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Mautsystem.
Das Mautsystem umfasst eine Mautermittlungseinrichtung, zumindest eine Vorrichtung
gemäß dem zweiten Aspekt, die in einem Fahrzeug angeordnet ist, und zumindest eine
Maut-Bake. Die zumindest eine Maut-Bake ist ausgebildet, den von dem Fahrzeug an die
Maut-Bake gesendeten ersten Datensatz, der jeweils zumindest eine Prüfsumme umfasst,
mittelbar oder unmittelbar an die Mautermittlungseinrichtung weiterzuleiten, wobei
die Mautermittlungseinrichtung ausgebildet ist, die von der Vorrichtung unmittelbar
oder mittelbar bereitgestellten Positionsdaten und Prüfsummen abhängig von den von
der zumindest einen Maut-Bake empfangenen Datensatz zu verifizieren.
[0021] Vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten und des zweiten Aspekts gelten hierbei auch
für den dritten Aspekt. Vorzugsweise werden von der Maut-Bake nicht alle empfangenen
ersten Datensätze an die Mautermittlungseinrichtung weitergeleitet. Vorzugsweise erfolgt
eine Weiterleitung der ersten Datensätze an die Mautermittlungseinrichtung nach einem
Zufallsprinzip. Dies hat den Vorteil, dass eine Manipulation der Fahrtstrecken wesentlich
schwieriger ist, da nicht bekannt ist, welche Maut-Bake tatsächlich den jeweiligen
ersten Datensatz an die Mautermittlungseinrichtung weitergeleitet hat.
[0022] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des dritten Aspekts ist die Maut-Bake ausgebildet,
zumindest ein Bild zu erfassen von einem Nummernschild des jeweiligen Fahrzeugs, das
die Maut-Bake passiert, und/oder ein Fahrzeugkennzeichen des jeweiligen Fahrzeugs,
das die Maut-Bake passiert, zu ermitteln und das Bild beziehungsweise das ermittelte
Fahrzeugkennzeichen zusammen mit einer Positionsinformation der Maut-Bake und einer
Zeitinformation an die Mautermittlungseinrichtung weiterzuleiten. Vorteilhafterweise
ermöglicht dies, sogenannte "stille Enforcements" durchzuführen. Dies bedeutet, es
werden Kontrollen durchgeführt ohne dass eine fahrzeugseitige Einrichtung erkennt,
ob solch eine Kontrolle durchgeführt wird. Insbesondere erfolgt beispielsweise die
Übertragung der Daten an die Mautermittlungseinrichtung nach einem Zufallsprinzip,
wobei die Daten das Bild beziehungsweise das Fahrzeugkennzeichen, die Positionsinformation
der Maut-Bake und die Zeitinformation umfassen. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise
ein potentieller Hacker des Mautsystems kein Wissen über die Häufigkeit und den Zeitpunkt
solcher Kontrollen hat, wodurch eine nachträgliche Manipulation der Positionsdatenwerte
wesentlich erschwert wird.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnung
erläutert.
[0024] Es zeigt:
- Figur 1
- ein Blockschaltbild eines Mautsystems.
[0025] Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild eines Mautsystems 10. Das Mautsystem 10 umfasst
eine Mautermittlungseinrichtung 20, zumindest eine Vorrichtung 30 zur Bereitstellung
von Daten zur Mauterhebung und zumindest eine Maut-Bake 40.
[0026] Die Mautermittlungseinrichtung 20 umfasst beispielsweise eine Recheneinheit, zum
Beispiel einen Server. Die Mautermittlungseinrichtung 20 ist beispielsweise stationär
in einem Backend eines Mautbetreibers angeordnet.
[0027] Die Vorrichtung 30 ist vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug, insbesondere in einem
Personenkraftfahrzeug angeordnet. Vorzugsweise sind eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen
mit solch einer Vorrichtung 30 ausgestattet.
[0028] Vorzugsweise umfasst das Mautsystem 10 eine Vielzahl von Maut-Baken 40. Die jeweilige
Maut-Bake 40 kann sowohl als stationäre Anlage als auch als mobile Anlage ausgebildet
sein. Die jeweilige Maut-Bake 40 ist zum Beispiel als Kontrollbrücke über einer mautpflichtigen
Fahrbahn ausgebildet.
[0029] Die Vorrichtung 30 ist ausgebildet, jeweils abhängig von einer vorgegebenen Menge
von erfassten Positionsdatenwerten für das Fahrzeug eine kollisionsfreie Prüfsumme
zu ermitteln. Die Positionsdatenwerte werden beispielsweise von einer in dem Fahrzeug
angeordneten Positionsermittlungseinrichtung bereitgestellt. Alternativ kann die Vorrichtung
30 die Positionsermittlungseinrichtung umfassen. Die Vorrichtung 30 ist ferner ausgebildet,
die Menge der erfassten Positionsdatenwerte zusammen mit der zugehörigen Prüfsumme
vorgegeben zu speichern.
[0030] Die erfassten Positionsdatenwerte werden zum Beispiel jeweils zusammen mit einem
zugehörigen Erfassungszeitpunkt bereitgestellt. Die jeweilige Menge der erfassten
Positionsdatenwerte umfasst beispielsweise eine vorgegebene Anzahl der zuletzt erfassten
Positionsdatenwerte.
[0031] Beispielsweise werden während sich das Kraftfahrzeug im Straßenverkehr bewegt, Global
Positioning System Daten (GPS-Daten) von der Vorrichtung 30 mit einer fortlaufenden
Nummer und dem zugehörigen Erfassungszeitpunkt in einen vorgegebenen Stapelspeicher
geschrieben. Nachdem in den Stabelspeicher n solcher GPS-Datensätze geschrieben wurden,
wird ein Hash-Wert ermittelt abhängig von den n GPS-Datensätzen und einem zuletzt
ermittelnden Hash-Wert. Dieser neuer Hash-Wert wird als (n+1)-ter GPS-Datensatz mit
der nächsten Nummer und dem Prüfsummenermittlungszeitpunkt in den Stapelspeicher geschrieben.
Die folgende Liste zeigt beispielhaft den Inhalt des Stapelspeichers:
| 756 |
Hash-Wert |
Zeit_1 |
| 757 |
GPS |
Zeit_2 |
| 758 |
GPS |
Zeit_2 |
| ... |
... |
... |
| 766 |
GPS |
Zeit_2 |
| 767 |
(Hash (756 bis 766) |
Zeit_1 |
| 768 |
GPS |
Zeit_2 |
[0032] Hierbei repräsentiert Zeit_1 jeweils den Prüfsummenermittlungszeitpunkt und Zeit_2
den jeweiligen Erfassungszeitpunkt. Vorzugsweise weisen der Prüfsummenermittlungszeitpunkt
und der Erfassungszeitpunkt ein gleiches Zeitformat auf. Der Prüfsummenermittlungszeitpunkt
und der Erfassungszeitpunkt können auch eine Datumsinformation umfassen.
[0033] Die Vorrichtung 30 ist ferner ausgebildet, wenn das Fahrzeug jeweils eine der Maut-Bake
40 passiert, einen ersten Datensatz, der zumindest eine der gespeicherten Prüfsummen
umfasst, an die jeweilige Maut-Bake 40 zu senden. Der erste Datensatz umfasst vorzugsweise
ferner den Prüfsummenermittlungszeitpunkt für die jeweilige Prüfsumme und/oder eine
Identifikationsinformation des Fahrzeugs und/oder eine Identifikationsinformation
der Vorrichtung 30. Ferner umfasst der erste Datensatz beispielsweise die fortlaufende
Nummer. Entsprechend der obigen Liste sendet die Vorrichtung 30 beispielsweise an
die Maut-Bake 40, die das Fahrzeug passiert, den ersten Datensatz mit der Nummer 767
in dem Format: [767, Hash-Wert (756 bis 766), Zeit_1].
[0034] Die Vorrichtung 30 wird vorzugsweise vor einer Auslieferung aus dem Werk und/oder
bei einer Übergabe an einen Nutzer initialisiert. Hierzu wird beispielsweise eine
Zufallszahl in eine erste Speicherstelle des Stapelspeichers geschrieben. Diese Zufallszahl
gilt als erste Prüfsumme innerhalb des Stapelspeichers. Diese Zufallszahl wird auch
von der Mautermittlungseinrichtung 20 zugeordnet zu der Vorrichtung 30 gespeichert.
Dies hat den Vorteil, dass die Vorrichtungen 30 zur Bereitstellung der Daten zur Mauterhebung
nicht verwechselt werden. Insbesondere in einer Anfangsphase der Nutzung solch einer
Vorrichtung 30 können ansonsten, wenn die Fahrzeuge gleiche Strecken zurücklegen,
gegebenenfalls Verwechslungen auftreten.
[0035] Die Vorrichtung 30 ist ferner ausgebildet, in Antwort auf ein vorgegebenes Auslesesignal
und/oder in vorgegebenen Zeitabständen zumindest ein Teil der gespeicherten Positionsdatenwerte
mit den zugehörigen Prüfsummen an einer vorgegebenen Kommunikationsschnittstelle vorgegeben
bereitzustellen. Beispielsweise kann der Vorrichtung 30 eine Mobilfunkschnittstelle
zugeordnet sein oder die Vorrichtung 30 kann die Mobilfunkschnittstelle aufweisen,
so dass die Vorrichtung 30 in Antwort auf eine Datenfreigabe durch einen Fahrzeugnutzer
sämtliche neuen Inhalte des Stapelspeichers an die Mautermittlungseinrichtung 20 sendet.
Hierbei sind unter neuen Inhalten die Inhalte zu verstehen, die noch nicht zu einem
früheren Zeitpunkt an die Mautermittlungseinrichtung 20 gesendet und/oder für eine
mittelbare Übertragung aus dem Stapelspeicher ausgelesen wurden.
[0036] Zusätzlich oder alternativ können die Daten mittels eines Speicherlesegeräts ausgelesen
werden und beispielsweise über eine Internetanwendung an die Mautermittlungseinrichtung
20 weitergeleitet werden.
[0037] Die jeweilige Maut-Bake 40 ist ausgebildet, den jeweils von dem Fahrzeug an die Maut-Bake
40 gesendeten ersten Datensatz mittelbar oder unmittelbar an die Mautermittlungseinrichtung
20 weiterzuleiten. Vorzugsweise werden von der Maut-Bake 40 nicht alle empfangenen
ersten Datensätze an die Mautermittlungseinrichtung 20 weitergeleitet. Vorzugsweise
erfolgt eine Weiterleitung der ersten Datensätze an die Mautermittlungseinrichtung
20 nach einem Zufallsprinzip.
[0038] Die Mautermittlungseinrichtung 20 ist ausgebildet, die von der Vorrichtung 30 unmittelbar
oder mittelbar bereitgestellten Positionsdaten und Prüfsummen abhängig von dem von
der zumindest einen Maut-Bake 40 empfangenen jeweiligen ersten Datensatz zu verifizieren.
[0039] Für die Verifikation ermittelt die Mautermittlungseinrichtung 20 jede Prüfsumme auf
Basis der übermittelten Positionsdatenwerte und vergleicht den jeweils berechneten
Wert mit dem von der Vorrichtung 30 übermittelten zugehörigen Prüfsummen. Liegt ein
zugehöriger von einer der Maut-Baken 40 weitergeleiteter erster Datensatz vor, so
wird die Prüfsumme dieses ersten Datensatzes mit der von der Vorrichtung 30 gesendeten
und mit der von der Mautermittlungseinrichtung 20 ermittelten Prüf summe verglichen.
Insofern die Prüfsummen nicht übereinstimmen, kann von einer Manipulation der Vorrichtung
30 ausgegangen werden.
[0040] In Bezug auf die oben angeführte beispielhafte Liste berechnet zum Beispiel die Mautermittlungseinrichtung
20 den Hash-Wert 767 und vergleicht den von der Vorrichtung 30 an die Mautermittlungseinrichtung
20 übermittelten Hash-Wert und den von der Maut-Bake 40 übermittelten Hash-Wert. Im
Falle einer Manipulation der von der Vorrichtung 30 an die Mautermittlungseinrichtung
20 übermittelten Daten würde sich beispielsweise der Hash-Wert mit der Nummer 767
ändern. Dies führt jedoch zu einem Fehler bei einem Vergleich mit dem zugehörigen
Hash-Wert, der von der Maut-Bake 40 übermittelt wurde.
[0041] Vorzugweise wird für das Übermitteln der jeweiligen Daten ein Protokoll mit vordefinierten
Feldern genutzt. Das Protokoll kann beispielsweise die Felder Nummer, Positionsdatenwert/Hash-Wert
und Zeit umfassen. Die Nummern sind hierbei vorzugsweise fortlaufend und ohne Sprünge.
Die Positionsdatenwerte, insbesondere die GPS-Werte, weisen vorzugsweise keine zusätzlichen
Zeichen und/oder Werte auf, die nicht zu den Positionsdatenwerten passen. Die Zeitangabe
umfasst vorzugsweise nur Zahlen. Eine maximale Länge der jeweiligen Felder ist beispielsweise
vorgegeben.
[0042] Ferner wird beispielsweise von der Mautermittlungseinrichtung 20 eine Plausibilitätsprüfung
der Positionsdatenwerte durchgeführt, falls Zweifel an der Korrektheit der empfangenen
Positionsdatenwerte bestehen. Hierbei wird beispielsweise überprüft, ob sich die Fahrtstrecke
auf einer Straße befindet und/oder eine Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs plausibel
ist und so weiter.
[0043] Um die Sicherheit des Mautsystems 10 weiter zu erhöhen, können beispielweise "stille
Enforcements" durchgeführt werden. Dies bedeutet, es werden Kontrollen durchgeführt
ohne dass eine fahrzeugseitige Einrichtung erkennt, ob solch eine Kontrolle durchgeführt
wird.
[0044] Hierzu weist die Maut-Bake 40 beispielsweise eine Bilderfassungseinrichtung auf und
ist ausgebildet, jeweils zumindest ein Bild von einem Nummernschild eines Fahrzeugs,
das die Maut-Bake 40 passiert, zu erfassen. Ferner ist die Maut-Bake 40 ausgebildet,
eine zu dem Passieren der Maut-Bake 40 zugehörige Zeitinformation zu erfassen, beispielsweise
die Zeit zu erfassen, zu der das Fahrzeug die Maut-Bake 40 passiert. Des Weiteren
ist die Maut-Bake 40 ausgebildet, das Bild von dem Nummernschild und/oder daraus ermittelte
Daten, zum Beispiel das Fahrzeugkennzeichen, mit der Zeitinformation und den GPS-Daten
der Maut-Bake 40, zu einem Datensatz zu verknüpfen und diesen Datensatz an das Backend
weiterzuleiten.
[0045] Bei der Verifikation durch die Mautermittlungseinrichtung 20 wird dann zusätzlich
überprüft, ob in der ermittelten Strecke die Position und die Zeit des "stillen Enforcements"
plausibel ist.
[0046] Die Mautermittlungseinrichtung 20 ist beispielsweise ferner ausgebildet, abhängig
von den von der Vorrichtung 30 bereitgestellten Daten, insbesondere den Positionsdatenwerten
des Kraftfahrzeugs, und abhängig von Positionsdaten mautpflichtiger Autobahnen und/oder
weiterer mautpflichtiger Straßen, eine Maut-Gebühr zu berechnen. Hierzu weist die
Mautermittlungseinrichtung 20 beispielsweise einen Speicher auf, in dem die Positionsdaten
der mautpflichtigen Autobahnen und der weiteren mautpflichtigen Straßen gespeichert
sind.
1. Verfahren zur Bereitstellung von Daten zur Mauterhebung, bei dem
- mittels einer in einem Kraftfahrzeug angeordneten Vorrichtung (30) jeweils abhängig
von einer vorgegebenen Menge von erfassten Positionsdatenwerten für das Fahrzeug eine
kollisionsfreie Prüfsumme ermittelt wird,
- mittels der Vorrichtung (30) jeweils die Menge der erfassten Positionsdatenwerte
zusammen mit der zugehörigen Prüfsumme vorgegeben gespeichert wird,
- wenn das Fahrzeug jeweils eine vorgegebene Maut-Bake (40) passiert, ein erster Datensatz,
der zumindest eine der gespeicherten Prüfsummen umfasst, an die jeweilige Maut-Bake
(40) gesendet wird, wobei die Maut-Bake (40) ausgebildet ist, den an die Maut-Bake
(40) gesendeten ersten Datensatz an eine Mautermittlungseinrichtung (20) weiterzuleiten,
wobei die Mautermittlungseinrichtung (20) ausgebildet ist, die von der Vorrichtung
(30) bereitgestellten Positionsdaten und Prüfsummen abhängig von dem von der Maut-Bake
(40) empfangenen ersten Datensatz zu verifizieren,
- mittels der Vorrichtung (30) in Antwort auf ein vorgegebenes Auslesesignal und/oder
in vorgegebenen Zeitabständen zumindest ein Teil der gespeicherten Positionsdatenwerte
mit den zugehörigen Prüfsummen an einer vorgegebenen Kommunikationsschnittstelle vorgegeben
bereitgestellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem die jeweilige Menge der erfassten Positionsdatenwerte eine vorgegebene Anzahl
der zuletzt erfassten Positionsdatenwerte umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem, wenn das Fahrzeug jeweils die vorgegebene Maut-Bake (40) passiert, die zuletzt
ermittelte Prüfsumme an die jeweilige Maut-Bake (40) übermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
bei dem zusammen mit der Prüfsumme ein Prüfsummenermittlungszeitpunkt erfasst und
zusammen mit der zugehörigen Prüfsumme vorgegeben gespeichert wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
bei dem der erste Datensatz den Prüfsummenermittlungszeitpunkt für die jeweilige Prüfsumme
und/oder eine Identifikationsinformation des Fahrzeugs und/oder eine Identifikationsinformation
einer Einrichtung, die im Fahrzeug anordenbar ist, umfasst.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
bei dem die erfassten Positionsdatenwerte jeweils zusammen mit einem zugehörigen Erfassungszeitpunkt
bereitgestellt werden und die Menge der Positionsdatenwerte mit ihren Erfassungszeitpunkten
und die zugehörige Prüfsumme und deren Prüfsummenermittlungszeitpunkt vorgegeben gespeichert
werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
bei dem in Antwort auf das vorgegebene Auslesesignal und/oder in den vorgegebenen
Zeitabständen für den zumindest einen Teil der gespeicherten Positionsdatenwerte zusätzlich
die jeweils zugehörigen Erfassungszeitpunkte und/oder die Prüfsummenermittlungszeitpunkte
der zugehörigen Prüfsummen an der vorgegebenen Kommunikationsschnittstelle vorgegeben
bereitgestellt werden.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
bei dem die Positionsdatenwerte für das Fahrzeug in vorgegebenen zeitlichen Abständen
erfasst werden.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
bei dem die Prüfsumme abhängig von einer zuvor ermittelten Prüfsumme ermittelt wird.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
bei dem die kollisionsfreie Prüfsumme ein Hash-Wert ist.
11. Vorrichtung (30) zur Bereitstellung von Daten zur Mauterhebung, die ausgebildet ist
ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 auszuführen.
12. Mautsystem (10) aufweisend
- eine Mautermittlungseinrichtung (20)
- zumindest eine Vorrichtung (30) gemäß Anspruch 11, die in einem Fahrzeug angeordnet
ist,
- zumindest eine Maut-Bake (40), die ausgebildet ist, die von dem Fahrzeug an die
Maut-Bake (40) gesendeten ersten Datensatz, der jeweils zumindest eine Prüfsumme umfasst,
mittelbar oder unmittelbar an die Mautermittlungseinrichtung (20) weiterzuleiten,
wobei die Mautermittlungseinrichtung (20) ausgebildet ist, die von der Vorrichtung
(30) unmittelbar oder mittelbar bereitgestellten Positionsdaten und Prüfsummen abhängig
von den von der zumindest einen Maut-Bake (40) empfangenen Datensatz zu verifizieren.
13. Mautsystem (10) nach Anspruch 12,
bei dem die Maut-Bake (40) ausgebildet ist, zumindest ein Bild zu erfassen von einem
Nummernschild des jeweiligen Fahrzeugs, das die Maut-Bake (40) passiert, und/oder
ein Fahrzeugkennzeichen des jeweiligen Fahrzeugs, das die Maut-Bake (40) passiert,
zu ermitteln und das Bild beziehungsweise das ermittelte Fahrzeugkennzeichen zusammen
mit einer Positionsinformation der Maut-Bake (40) und einer Zeitinformation an die
Mautermittlungseinrichtung (20) weiterzuleiten.
1. Method for providing data for toll collection, in which
- an apparatus (30) arranged in a motor vehicle is used to ascertain a collision-free
checksum in each case on the basis of a stipulated set of captured position data values
for the vehicle,
- the apparatus (30) is used to store the respective set of captured position data
values together with the associated checksum in stipulated form,
- if the vehicle passes a respective stipulated toll beacon (40), a first data record
comprising at least one of the stored checksums is sent to the respective toll beacon
(40), wherein the toll beacon (40) is designed to forward the first data record sent
to the toll beacon (40) to a toll ascertainment device (20), wherein the toll ascertainment
device (20) is designed to verify the position data and checksums provided by the
apparatus (30) on the basis of the first data record received by the toll beacon (40),
- the apparatus (30) is used to provide at least one portion of the stored position
data values along with the associated checksums in stipulated form on a stipulated
communication interface in response to a stipulated read signal and/or at stipulated
intervals of time.
2. Method according to Claim 1,
in which the respective set of captured position data values comprises a stipulated
number of most recently captured position data values.
3. Method according to Claim 1 or 2,
in which if the vehicle passes the respective stipulated toll beacon (40), the most
recently ascertained checksum is transmitted to the respective toll beacon (40).
4. Method according to one of the preceding claims,
in which a checksum ascertainment time is captured together with the checksum and
is stored together with the associated checksum in stipulated form.
5. Method according to one of the preceding claims,
in which the first data record comprises the checksum ascertainment time for the respective
checksum and/or identification information associated with the vehicle and/or identification
information associated with a device that is arrangeable in the vehicle.
6. Method according to Claim 4 or 5,
in which the captured position data values are provided in each case together with
an associated capture time, and the set of position data values with their capture
times and the associated checksum and the checksum ascertainment time thereof are
stored in stipulated form.
7. Method according to one of Claims 4 to 6,
in which the respective associated capture times for the at least one portion of the
stored position data values and/or the checksum ascertainment times for the associated
checksums are additionally provided in stipulated form on the stipulated communication
interface in response to the stipulated read signal and/or at the stipulated intervals
of time.
8. Method according to one of the preceding claims,
in which the position data values for the vehicle are captured at stipulated intervals
of time.
9. Method according to one of the preceding claims,
in which the checksum is ascertained on the basis of a previously ascertained checksum.
10. Method according to one of the preceding claims,
in which the collision-free checksum is a hash value.
11. Apparatus (30) for providing data for toll collection, which is designed to carry
out a method according to one of Claims 1 to 10.
12. Toll system (10) having
- a toll ascertainment device (20),
- at least one apparatus (30) according to Claim 11, which is arranged in a vehicle,
- at least one toll beacon (40), which is designed to forward the first data record
sent from the vehicle to the toll beacon (40), which data record comprises at least
one respective checksum, indirectly or directly to the toll ascertainment device (20),
wherein the toll ascertainment device (20) is designed to verify the position data
and checksums provided directly or indirectly by the apparatus (30) on the basis of
the data record received by the at least one toll beacon (40).
13. Toll system (10) according to Claim 12,
in which the toll beacon (40) is designed to capture at least one image of a numberplate
of the respective vehicle passing the toll beacon (40) and/or to ascertain a vehicle
registration of the respective vehicle passing the toll beacon (40) and to forward
the image or the ascertained vehicle registration together with position information
associated with the toll beacon (40) and time information to the toll ascertainment
device (20).
1. Procédé de fourniture de données destinées à la perception de péage, procédé dans
lequel
- au moyen d'un dispositif (30) disposé dans un véhicule automobile, une somme de
contrôle sans collision est déterminée pour le véhicule à chaque fois en fonction
d'un ensemble prédéterminé de valeurs de données de position acquises,
- au moyen du dispositif (30), l'ensemble de valeurs de données de position acquises
est mémorisé d'une manière prédéterminée conjointement avec la somme de contrôle associée,
- lorsque le véhicule passe devant une balise de péage prédéterminée (40), un premier
ensemble de données, qui comprend au moins une des sommes de contrôle mémorisées,
est envoyé à la balise de péage respective (40), la balise de péage (40) étant conçue
pour transmettre à une unité de détermination de péage (20) le premier ensemble de
données envoyé à la balise de péage (40), l'unité de détermination de péage (20) étant
conçue pour vérifier les données de position et les sommes de contrôle fournies par
le dispositif (30) en fonction du premier ensemble de données reçu de la balise de
péage (40),
- au moyen du dispositif (30) en réponse à un signal de lecture prédéfini et/ou à
des intervalles de temps prédéfinis, au moins une partie des valeurs de données de
position mémorisées est fournie conjointement avec les sommes de contrôle associées
à une interface de communication prédéfinie.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'ensemble respectif de valeurs de données
de position acquises comprend un nombre prédéterminé de dernières valeurs de données
de position acquises.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel, lorsque le véhicule passe devant
la balise de péage prédéterminée (40), la dernière somme de contrôle déterminée est
transmise à la balise de péage respective (40).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel un instant de détermination
de somme de contrôle est acquis conjointement avec la somme de contrôle et est mémorisé
conjointement avec la somme de contrôle associée.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le premier ensemble
de données comprend l'instant de détermination de somme de contrôle pour la somme
de contrôle respective et/ou une information d'identification du véhicule et/ou une
information d'identification d'une unité qui peut être disposée dans le véhicule.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, dans lequel les valeurs de données de position
acquises sont fournies conjointement avec un instant d'acquisition associé et l'ensemble
de valeurs de données de position est mémorisé de manière prédéterminée avec leurs
instants d'acquisition et la somme de contrôle associée et son instant de détermination
de somme de contrôle sont mémorisés de manière prédéterminée.
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 6, dans lequel, en réponse au signal de
lecture prédéterminé et/ou aux intervalles de temps prédéterminés pour l'au moins
une partie des valeurs de données de position mémorisées, les instants d'acquisition
respectivement associés et/ou les instants de détermination de somme de contrôle des
sommes de contrôle associées sont en plus fournis à l'interface de communication prédéterminée.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les valeurs de données
de position du véhicule sont acquises à des intervalles de temps prédéterminés.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la somme de contrôle
est déterminée en fonction d'une somme de contrôle préalablement déterminée.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la somme de contrôle
sans collision est une valeur de hachage.
11. Dispositif (30) de fourniture de données destinées à la perception de péage, lequel
dispositif est conçu pour mettre en œuvre un procédé selon l'une des revendications
1 à 10.
12. Système de péage (10) comportant
- une unité de détermination de péage (20)
- au moins un dispositif (30) selon la revendication 11, qui est disposé dans un véhicule,
- au moins une balise de péage (40) qui est conçue pour transmettre le premier ensemble
de données, qui est envoyé par le véhicule à la balise de péage (40) et qui comprend
à chaque fois au moins une somme de contrôle, directement ou indirectement à l'unité
de détermination de péage (20), l'unité de détermination de péage (20) étant conçue
pour vérifier les données de position et les sommes de contrôle, fournies directement
ou indirectement par le dispositif (30), en fonction de l'ensemble de données reçu
de l'au moins une balise de péage (40).
13. Système de péage (10) selon la revendication 12, dans lequel la balise de péage (40)
est conçue pour acquérir au moins une image d'une plaque d'immatriculation du véhicule
respectif qui passe devant la balise de péage (40) et/ou pour déterminer un numéro
d'immatriculation du véhicule respectif qui passe devant la balise de péage (40) et
pour transmettre l'image ou le numéro d'immatriculation du véhicule déterminé conjointement
avec une information de position de la balise de péage (40) et une information de
temps à l'unité de détermination de péage (20).