Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zündeinheit für eine Brennkraftmaschine.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine verbesserte Elektrodenanordnung
zur Anordnung innerhalb eines Brennraums einer Brennkraftmaschine.
[0002] Zündeinheiten für fremdgezündete Brennkraftmaschinen sind im Stand der Technik bekannt.
Elektrische Energie, häufig mittels einer Induktivität zwischengespeichert, durchschlägt
das Brennraumvolumen zwischen zwei Elektroden, wodurch das zündfähige Gemisch im Brennraum
entzündet wird. Üblicherweise sind die beiden Elektroden dabei feststehend zueinander
angeordnet. Hierdurch ist eine ebenfalls feststehende Funkenstrecke zwischen den Elektroden
vordefiniert. Um das Gemisch erfolgreich entzünden zu können, muss zumindest teilweise
zündfähiges Gemisch im Bereich der Zündfunkenstrecke vorliegen, welche lediglich eine
stochastisch verteilte Ortsvarianz aufweist. Die Tendenz, insbesondere im Teillastbereich
der Brennkraftmaschine magere Gemische zu verwenden, stellt dabei erhöhte Anforderungen
an die Gemischschichtung im Bereich der Zündfunkenstrecke.
[0003] DE 26 35 150 zeigt das Prinzip eines Abreißfunkens in einem induktiven Kreis einer Zündeinheit
für eine Brennkraftmaschine. Dabei wird eine Kontakttrennung durch eine Kolbenbewegung
mechanisch gesteuert.
[0004] US 4,757,788 offenbart eine Kontakttrennung anstatt durch die Kolbenbewegung mittels eines separaten
Relais.
[0005] US 647,946 offenbart den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Zudem ist der Ansatz bekannt, mehrere Zündfunkenstrecken innerhalb eines Brennraums
und oder eine wiederholte Zündung ein und derselben Funkenstrecke vorzusehen, um die
Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Zündung zu erhöhen. Dies erhöht jedoch den
Bedarf an Material und elektrischer Energie für den Zündvorgang.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Eine Ausführung der Erfindung wird durch eine Zündeinheit für eine Brennkraftmaschine
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 offenbart.
[0008] Die vorstehend genannten Nachteile des Standes der Technik werden erfindungsgemäß
durch eine Zündeinheit für eine Brennkraftmaschine gelöst. Entsprechend weist die
Zündeinheit eine erste Elektrode und eine zweite Elektrode auf, wobei die Zündeinheit
eingerichtet ist, einen ersten Zündfunken zwischen der ersten Elektrode und der zweiten
Elektrode bereitzustellen. Hierfür sind die erste Elektrode und die zweite Elektrode
eingerichtet, innerhalb einer Brennkammer bzw. eines Brennraums einer Brennkraftmaschine
angeordnet zu werden. Die Zündeinheit kann optional weitere Elemente zur Erzeugung
eines ersten Zündfunkens umfassen, wie sie aus dem Stand der Technik (z.B. in Form
einer Induktivität und/oder eines Transformators) bekannt sind. Die zweite Elektrode
ist relativ zur ersten Elektrode beweglich angeordnet. Mit anderen Worten kann die
zweite Elektrode relativ zur Zündeinheit bzw. zur ersten Elektrode verschoben, rotiert
oder geschwenkt werden. Dies kann beispielsweise mittels eines Aktuators (oder "Motors")
erfolgen, welcher optionaler Bestandteil der Zündeinheit ist und die zweite Elektrode
nach dem elektromagnetischen Prinzip (wie z.B. von elektrodynamischen Lautsprechern
bekannt) und/oder über eine Piezokeramik bewegt. Erfindungsgemäß ist die Zündeinheit
dabei eingerichtet, im Zuge einer Bewegung der zweiten Elektrode mit dem ersten Zündfunken
eine vordefinierte Fläche des Brennraums zu durchstreichen. Mit anderen Worten sind
die erste Elektrode und die zweite Elektrode eingerichtet, den Zündfunken hinsichtlich
seiner Längserstreckungsrichtung mit einer Querkomponente zu bewegen. Weiter umfasst
die Zündeinheit eine dritte Elektrode, wobei die dritte Elektrode und die zweite Elektrode
eingerichtet sind, einen zweiten Zündfunken auszubilden. Mit anderen Worten kann auch
zwischen der dritten Elektrode und der zweiten Elektrode ein Zündfunken erzeugt werden,
der zusätzlich und insbesondere zeitgleich zum ersten Zündfunken bestehen kann. Dabei
kann für die dritte Elektrode das zuvor in Verbindung mit der ersten Elektrode Gesagte
entsprechend gelten. Auf diese Weise vergrößert sich die potentiell von den Zündfunken
durchstrichene Fläche, ohne dass die zur Erzeugung des Zündfunkens erforderliche Zündspannung
übermäßig erhöht werden müsste. Erfindungsgemäß kann die zweite Elektrode derart relativ
zur ersten und/oder dritten Elektrode geführt werden, dass die Funkenstrecke durch
eine vordefinierte Fläche bewegt oder geschwenkt wird. Mit anderen Worten beschreibt
die Summe der Zündfunkenstrecken eine durch die Bewegung der Elektrode bzw. der Elektroden
vordefinierte Fläche innerhalb des Brennraums. Erfindungsgemäß ist die zweite Elektrode
eingerichtet, die erste Elektrode und/oder die dritte Elektrode zu Beginn einer Bewegung
zu kontaktieren. Mit anderen Worten wird eine elektrisch leitende Verbindung innerhalb
des Brennraums zwischen der zweiten Elektrode und der ersten Elektrode bzw. der dritten
Elektrode hergestellt, was eine Erzeugung eines Zündfunkens als Abreißfunken ermöglicht,
indem die zweite Elektrode von der ersten Elektrode und/oder der dritten Elektrode
entfernt wird. Auf diese Weise verringert sich die für die Erzeugung des Zündfunkens
erforderliche Zündspannung und Energieaufwand sowie Isolationsmaßnahmen können weniger
aufwändig ausfallen. Zudem ist ein elektromagnetischer und/oder ein elektromechanischer
Aktuator vorgesehen und eingerichtet, die zweite Elektrode zu bewegen. Mit anderen
Worten kann der Aktuator zur Bewegung der zweiten Elektrode ein elektromechanisches
und/oder elektromagnetisches Wirkprinzip verwenden. Alternativ oder zusätzlich kann
auch eine Piezokeramik verwendet werden. Eine Steuereinheit kann vorgesehen sein,
um den Aktuator entsprechend einer an den Zündzeitpunkt angepassten Zeitfolge mit
elektrischer Energie zu versorgen. Diese Steuerung kann beispielsweise von einem Motorsteuergerät
übernommen werden, welches die Brennkraftmaschine steuert.
[0009] Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
[0010] Weiter bevorzugt sind die drei Elektroden derart angeordnet, dass die bewegliche
zweite Elektrode vor ihrer Bewegung die erste Elektrode und zusätzlich die dritte
Elektrode jeweils an einer Kontaktstelle kontaktiert. Mit anderen Worten steht die
zweite Elektrode vor Ihrer Bewegung mit der ersten und der dritten Elektrode jeweils
in Kontakt. Dies bietet den Vorteil, dass die erste und die dritte Elektrode zeitgleich
jeweilige Zündfunken ausbilden, so dass bei Erreichung einer maximal von beiden Zündfunken
durchstrichenen Fläche die Zündspannung bestmöglich minimiert werden kann.
[0011] Vorteilhafterweise weisen die erste Elektrode und die dritte Elektrode eine gemeinsame
Engstelle auf, an welcher der kleinste Abstand beider Elektroden voneinander angeordnet
ist. Eine solche Engstelle bietet dabei eine vordefinierte Position zur Ausbildung
eines gemeinsamen Zündfunkens. Dabei können Materialparameter an der Engstelle derart
gewählt werden, dass eine besonders hohe Funkenerosionsresistenz besteht. Zudem wird
es möglich, einen an einer anderen Funkenstrecke angeordneten Funken automatisch in
Richtung der gemeinsamen Engstelle wandern zu lassen, was beispielsweise bei einer
linearen Abstandsverringerung entlang der Elektroden möglich ist. Auf diese Weise
kann ein Zündfunken zwischen der ersten und der dritten Elektrode, dem Energieminimumprinzip
genügend, den Brennraum durchwandern, ohne dass hierzu eine weitere Bewegung einer
der Elektroden erforderlich ist. Auf diese Weise verringert sich die Funkenerosion
und eine Zündung wird an unterschiedlichen Punkten innerhalb des Brennraums ermöglicht.
[0012] Bevorzugt ist die zweite Elektrode derart ausgestaltet, dass sie in Richtung der
Kontaktstellen mit der ersten Elektrode bzw. der dritten Elektrode eine konvexe Oberfläche
aufweist. Mit anderen Worten steht ein der ersten Elektrode bzw. der dritten Elektrode
nächstgelegener Punkt gegenüber benachbarten Punkten auf der Oberfläche der zweiten
Elektrode hervor. Eine solche Oberflächengeometrie ermöglicht ein gezieltes Wandern
eines auf der zweiten Elektrode angeordneten Zündfunkenfußpunktes selbst bei linearer
Bewegung der zweiten Elektrode. Auf diese Weise kann ein linearer Aktuator verwendet
werden, dessen Mechanik robust ausgestaltet werden kann.
[0013] Weiter bevorzugt sind die Elektroden derart ausgestaltet, dass die Zündfunken an
ihren beiden Enden jeweils einen Funkenfußpunkt aufweisen, die sich im Zuge der Bewegung
der zweiten Elektrode auf der Oberfläche der zugehörigen Elektrode zu einer Engstelle
hin bewegen. Dabei kann beispielsweise zu einem ersten Zeitpunkt ein Zündfunke zwischen
zwei Elektroden ausgebildet sein, dessen Länge im Zuge der Bewegung der zweiten Elektrode
abnimmt, indem die Funkenfußpunkte die Oberflächen der Elektroden entlangwandern.
Dabei kann die Bewegung der zweiten Elektrode entweder dafür sorgen, dass überhaupt
ein Zündfunke an einer Position zwischen zwei Elektroden entsteht, an welcher die
beiden Elektroden nicht einen geringsten Abstand zueinander aufweisen. Andererseits
kann aufgrund der Bewegung der zweiten Elektrode der Zündfunke zu einem jeweiligen
Zeitpunkt an einer Engstelle angeordnet sein, welche jedoch selbst gemeinsam mit dem
Funken über die Oberfläche der Elektroden wandert. Auch diese Ausgestaltung ermöglicht
eine Verringerung der Funkenerosion an ein und derselben Stelle des Brennraums zum
Zünden des Gemisches an unterschiedlichen Raumpunkten.
[0014] Weiter bevorzugt sind die drei Elektroden derart ausgestaltet und durch die Bewegung
der zweiten Elektrode eingerichtet, den ersten Zündfunken und den zweiten Zündfunken
im Zuge der Bewegung der zweiten Elektrode nahe der Engstelle fusionieren zu lassen.
Mit anderen Worten werden die erste, die zweite und die dritte Elektrode vorteilhaft
derart zueinander angeordnet und die zweite Elektrode zusätzlich derart verschoben,
dass sich beispielsweise zwei Funkenfußpunkte zweier unterschiedlicher Zündfunken
auf der Oberfläche einer der Elektroden (beispielsweise der zweiten Elektrode) annähern
und anschließend miteinander verschmelzen. Eine solche Situation führt dazu, dass
der neu entstandene Zündfunke nicht mehr dem Energieminimumprinzip genügt, da er keine
direkte Verbindung zwischen dem Anfangspunkt des ersten Zündfunkens und dem Endpunkt
des zweiten Zündfunkens (in Stromrichtung betrachtet) aufweist. Daher löst sich der
gemeinsame (verschmolzene) Zündfunkenfußpunkt und durchstreicht den Brennraum in Richtung
einer linearen Verbindung zwischen dem ersten Funkenfußpunkt und dem zweiten Funkenfußpunkt
des nun entstandenen gemeinsamen Zündfunkens. Auch dieses Szenario vergrößert die
Anzahl der Orte bzw. das Volumen, in welchem eine Zündung möglich ist.
[0015] Beispielsweise können die erste Elektrode mit einem Minuspol und die dritte Elektrode
mit einer Masse einer Spannungsquelle elektrisch verbunden sein.
[0016] Dabei kann die zweite (bewegliche) Elektrode ein zwischen dem Minuspol und der elektrischen
Masse befindliches elektrisches Potential aufweisen, welches die Spannung zwischen
dem Minuspol und der elektrischen Masse in etwa halbiert. Dies ermöglicht ein besonders
einfaches Verschmelzen zweier Zündfunken, wie es vorstehend beschrieben worden ist.
Insbesondere kann zwischen dem Minuspol und der ersten Elektrode eine Induktivität
vorgesehen sein, welche zur Ausbildung eines Magnetfelds eingerichtet ist, mittels
welchem die erforderliche Funkenenergie zwischengespeichert werden kann. Die vorstehend
beschriebene Anordnung der elektrischen Potentiale kann selbstverständlich ohne Funktionseinschränkungen
umgedreht werden, so dass die erste Elektrode mit einem Pluspol einer Spannungsquelle
und die dritte Elektrode mit der elektrischen Masse (oder einem anderen korrespondierenden
elektrischen Potential) elektrisch verbunden sind.
[0017] Bevorzugt ist die zweite Elektrode zylinderförmig oder stempelförmig ausgebildet.
Als stempelförmig wird beispielsweise eine Querschnittsfläche verstanden, bei welcher
ein vergleichsweise schmaler Schaft in einen breiteren, überwiegend konvexen Endbereich
übergeht. Eine solche Stempelform bietet eine Vielzahl möglicher Funkenstrecken mit
benachbarten Elektroden, welche in Verbindung mit dem konvexen Endbereich Engstellen
aufweisen können.
[0018] Zusätzlich kann die zweite Elektrode eine plane, spitze, kegelförmige oder gewölbte
Stirnfläche aufweisen, die den beiden anderen Elektroden zugewandt ist. Alternativ
oder zusätzlich können die erste Elektrode und die dritte Elektrode zylinderförmig,
quaderförmig, L-förmig oder bogenförmig ausgebildet sein. Je nach relativer Bewegungsrichtung
stellen die vorgenannten Ausgestaltungen der Elektrodenoberflächen geeignete Möglichkeiten
dar, Funkenstrecken im Zuge einer Bewegung der zweiten Elektrode durch den Brennraum
wandern zu lassen und eine sichere Zündung sowie ein Vermeiden von Funkenerosion zu
erzielen.
[0019] Äußerst bevorzugt sind die erste und dritte Elektrode auf einer Mantelfläche eines
virtuellen Hohlkegels angeordnet, wobei die zweite Elektrode zumindest abschnittsweise
innerhalb des virtuellen Hohlkegels angeordnet ist. Dies ermöglicht eine Vermeidung
direkter und unerwünschter Zündfunkenstrecken zwischen der ersten und der dritten
Elektrode, bevor die zweite Elektrode eine vordefinierte Position zwischen der ersten
und der dritten Elektrode verlassen hat.
[0020] Bevorzugt ist die Zündeinheit eingerichtet, einen Funkenfußpunkt an der ersten und/oder
der zweiten Elektrode im Zuge einer Bewegung der zweiten Elektrode eine vordefinierte
Strecke entlang einer Oberfläche der ersten Elektrode und/oder der zweiten Elektrode
wandern zu lassen. Mit anderen Worten führt die Bewegung der zweiten Elektrode überdies
dazu, dass mindestens ein Funkenfußpunkt während des Bestehens des Zündfunkens einen
vordefinierten Weg auf der Oberfläche der ersten und/oder der zweiten Elektrode zurücklegt.
Entsprechendes kann für die zweite Elektrode und die dritte Elektrode gelten. Auf
diese Weise verringert sich die Erosion der Elektrodenoberfläche bzw. verteilt sich
über einen größeren Flächenbereich, wodurch für die Lebensdauer der Zündeinheit relevante
Beschädigungen vermieden oder aufgeschoben werden können.
[0021] Weiter bevorzugt können die Oberflächen der ersten und der zweiten Elektrode zueinander
derart ausgestaltet sein, dass im Zuge einer Bewegung der zweiten Elektrode unterschiedliche
Oberfächenpunktpaare eine kürzeste Entfernung voneinander aufweisen. Mit anderen Worten
ist die Position zweier zueinander gehöriger Oberflächenpunkte, welche eine kürzeste
Entfernung zwischen den Elektroden zumindest hinsichtlich eines vordefinierten Abschnitts
definieren, abhängig von der aktuellen Position der zweiten Elektrode. Dies kann durch
eine geeignete Wahl der Elektrodengeometrie und/oder durch die von der zweiten Elektrode
vollzogene Trajektorie realisiert werden. Entsprechendes kann für die zweite Elektrode
und die dritte Elektrode gelten. Da ein Zündfunke dazu tendiert, eine möglichst kurze
Funkenstrecke passieren zu müssen, kann -wie vorstehend beschrieben- ein Durchstreichen
des Brennraums durch den ersten Zündfunken und andererseits ein Wandern des Funkenfußpunktes
an den Oberflächen der Elektroden erzwungen werden. Es erhöht sich die Wahrscheinlichkeit
einer erfolgreichen Zündung und der Erosion kann entgegengewirkt werden.
[0022] Bevorzugt ist der zwischen der ersten Elektrode und der dritten Elektrode befindliche
Raum großflächig zum Brennraum hin offen. Mit anderen Worten weist ein zwischen den
Elektroden angeordneter Raum ein vergleichsweise kleines Volumen im Verhältnis zu
seiner Ankopplungsfläche in Richtung des Brennraums hin auf. Dies kann beispielsweise
durch kompakte (z.B. zylindrische) Bauformen der einzelnen Elektroden erzielt werden.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Elektroden einerseits von möglichst
viel Gasgemisch umspült werden, andererseits wird die mechanische Beanspruchung der
Elektroden durch Expansionen des zwischen ihnen gebildeten Raumes im Zuge des Zündvorgangs
weitgehend verhindert. Je nach Ausführung des Aktuators kann die Verbrennungswärme
zu Beschädigungen bzw. Funktionsbeeinträchtigungen führen. Deshalb ist es vorteilhaft,
ein den Aktuator umgebendes Gehäuse thermisch isolierend auszugestalten.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Brennkraftmaschine
mit zumindest einem Brennraum und zumindest einer Zündeinrichtung, wie sie oben im
Detail beschrieben worden ist, vorgeschlagen. Erfindungsgemäß weisen die drei Elektroden
dabei Abschnitte innerhalb des Brennraums auf, während der Aktuator der Zündeinrichtung
außerhalb des Brennraums angeordnet ist. Auf diese Weise kann der Aktuator vor der
thermischen, chemischen und mechanischen Beanspruchung innerhalb des Brennraums geschützt
werden.
[0024] Wenn im Rahmen der vorstehenden Beschreibung nur auf eine Elektrode (die zweite Elektrode)
als bewegbar eingegangen worden ist, so ist für den Fachmann ersichtlich, dass selbstverständlich
zwei oder sogar drei Elektroden bewegbar ausgeführt werden können, ohne den Bereich
der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Dabei sind viele verschiedene Ausgestaltungen,
Oberflächengeometrien und Bewegungstrajektorien für die Elektroden möglich, welche
den beanspruchten Gegentand verwirklichen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0025] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen im Detail beschrieben. In den Zeichnungen ist:
- Figur 1
- ein Prinzipschaltbild zur Erläuterung der Erzeugung eines Abreißfunkens mittels einer
bewegten Elektroden bei sich berührenden Elektroden;
- Figur 2
- ein Prinzipschaltbild zur Erläuterung der Erzeugung eines Abreißfunkens mittels einer
bewegten Elektroden bei voneinander getrennten Elektroden;
- Figur 3
- eine Prinzipskizze einer räumlichen Anordnung einer festen und einer beweglichen Elektrode
in einem kontaktierten Zustand;
- Figur 4
- eine Prinzipskizze einer räumlichen Anordnung einer festen und einer beweglichen Elektrode
in einem voneinander getrennten Zustand;
- Figur 5a bis 5e
- eine Abfolge von Prinzipskizzen, visualisierend die Fusion zweier Zündfunken zwischen
drei Elektroden durch Bewegung einer Elektrode;
- Figur 6
- eine Prinzipskizze einer alternativen Elektrodengeometrie mit linear konvergierendem
Spalt;
- Figur 7
- eine Prinzipskizze einer alternativen Elektrodengeometrie mit entlang einer konischen
Mantelfläche konvergierendem Spalt; und
- Figur 8
- eine Prinzipskizze einer alternativen Elektrodengeometrie mit entlang einer Hohlkugelfläche
konvergierendem Spalt.
Ausführungsformen der Erfindung
[0026] Figur 1 zeigt eine elektrische Energiequelle U1, welche eingerichtet ist, einen Strom
i1 durch eine Induktivität L1 zu treiben. Hierzu ist ein Schalter S1 hinter der Induktivität
L1 mittels eines Aktuators A1 gegen Masse geschlossen. Der Schalter S1 umfasst dabei
eine erste Elektrode E1 und eine zweite Elektrode E2. In Figur 1 stehen beide Elektroden
E1, E2 in elektrischem Kontakt zueinander. Die Induktivität L1 wird durch den Stromfluss
i1 mit magnetischer Energie aufgeladen.
[0027] Figur 2 zeigt die in Figur 1 dargestellte Anordnung nach Öffnen des Schalters S1
mittels des Aktuators A1. Aufgrund des nun offenen Schalters S1 hat sich zwischen
den nun räumlich voneinander getrennten Elektroden E1 und E2 ein Zündfunke F ausgebildet.
Dessen Energie wird durch das magnetische Feld der Induktivität L1 bereitgestellt.
Befindet sich der Schalter S1 bzw. die Anordnung der Elektroden E1, E2 innerhalb eines
Brennraums II und befindet sich im Bereich des Zündfunkens F zündfähiges Gemisch,
kann der Zündfunke zur Entzündung des Gemisches verwendet werden.
[0028] Figur 3 zeigt eine Prinzipskizze einer möglichen räumlichen Ausgestaltung zweier
Elektroden E1, E2. Die erste Elektrode E1 ist zumindest abschnittsweise (innerhalb
des Brennraumes II) bogenförmig ausgeführt und wird an einem distalen Ende durch eine
bewegliche zweite Elektrode E2 an einer Kontaktstelle 11 kontaktiert. Die zweite Elektrode
E2 ist in Richtung eines Pfeils P beweglich gelagert, so dass ein Abstand zwischen
der ersten Elektrode E1 und der zweiten Elektrode E2 hergestellt werden kann. Die
in Figur 3 dargestellte Anordnung kann beispielsweise durch einen mittels einer in
den Figuren 1 und 2 dargestellten Anordnung mit Strom versorgt werden. Die zweite
Elektrode E2 ist mittels magnetischen Kerns M und einer den magnetischen Kern M umgebenden
Spule S
1 als Aktuator eingerichtet, über ein Spannungssignal u(t) einer Spannungsquelle 12
in vordefinierter Weise bewegt zu werden. Der Aktuator ist außerhalb des Brennraums
angeordnet, so dass er vor thermischen, chemischen und mechanischen Einflüssen geschützt
ist.
[0029] Figur 4 zeigt die in Figur 3 dargestellte Anordnung, nachdem die zweite Elektrode
E2 in Richtung des Pfeils P verschoben wurde. An der in Fig. 3 gezeigten Kontaktstelle
11 ist nun eine Engstelle 10 entstanden, an welcher die Elektroden E1, E2 einen geringsten
Abstand zueinander aufweisen. Der Stromfluss führt hierbei zu einem Zündfunken F,
dessen Länge mit zunehmender Verschiebung der zweiten Elektrode E2 zunimmt. Die Fußpunkte
FF1, FF2 des Zündfunkens F wandern dabei nicht entlang der Oberflächen der Elektroden
E1, E2. Auf diese Weise kann zwar die erforderliche Zündspannung herabgesetzt werden,
jedoch führt das feststehende Zündfunkenfußpunktpaar FF1, FF2 zu einer ortsfesten
Funkenerosion. Zudem ist die Funkenstrecke (abgesehen von ihrer Länge) im Wesentlichen
statisch bzw. nicht in vordefinierter Weise beweglich. Zur erfolgreichen Zündung ist
es daher erforderlich, an den sehr begrenzten Raumbereich des Zündfunkens F zündfähiges
Gemisch zu bringen.
[0030] Figur 5a zeigt eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Zündanordnung einer Zündeinheit,
umfassend eine erste feststehende Elektrode E1, eine zweite bewegliche Elektrode E2
und eine dritte feststehende Elektrode E3. Die erste Elektrode E1 und die dritte Elektrode
E3 weisen dabei zwei im Wesentlichen parallele Abschnitte 13, 14 auf, an deren äußerem/distalen
Ende sie sich durch eine im Wesentlichen giebelförmige Struktur 15, 16 einander annähern.
Die zweite Elektrode E2 befindet sich in elektrischem Kontakt mit dem Endabschnitt
(15) der ersten Elektrode E1 und dem Endabschnitt (16) der dritten Elektrode E3. Die
zweite Elektrode E2 weist dabei eine den Endabschnitten 15, 16 zugewandte konvexe
Oberfläche auf, die an die Oberseite einer Linse erinnert. Ein (nicht dargestellter)
Strom der Zündeinheit durchfließt die elektrische Verbindung zwischen der ersten Elektrode
E1 und der zweiten Elektrode E2 sowie der zweiten Elektrode E2 und der dritten Elektrode
E3. Der Strom durch die erste Elektrode E1 und die zweite Elektrode E3 wird durch
eine Spannungsquelle U1 veranlasst, wobei in Reihe zur Spannungsquelle U1 eine Induktivität
L vorgesehen ist, welche als Energiespeicher verwendet wird. Ist die bewegliche Elektrode
E2 in der dargestellten Konstellation in Kontakt mit der ersten Elektrode E1 und der
dritten Elektrode E3, durchfließt ein Strom die Induktivität L, welcher beim Entfernen
der zweiten Elektrode E2 von der ersten und zweiten Elektrode E1, E3 je einen Abreißfunken
erzeugt, wie er in Verbindung mit den nachfolgenden Figuren diskutiert wird. Die Bewegung
der zweiten Elektrode E2 wird durch zwei Spulen S
1 und S
2 ermöglicht. Beide sind um ein Gehäuse 18 außerhalb des Brennraums II angeordnet.
Innerhalb des Gehäuses 18 befindet sich ein magnetischer Kern M, der mechanisch, bevorzugt
steif, mit der zweiten Elektrode E2 gekoppelt ist. Ein Stromfluss durch die erste
Spule S
1 bewirkt nach dem elektrodynamischen Prinzip eine Bewegung des magnetischen Kerns
M innerhalb des die Spule S
1 durchsetzenden Magnetfeldes in eine erste Richtung. Diese kann z.B. in Richtung der
Rückstellfeder 17 weisen, welche im Zuge einer solchen Bewegung komprimiert wird und
eine Rückstellkraft erzeugt. Entsprechendes gilt für einen Stromfluss durch die zweite
Spule S
2. Diese ist eingerichtet, in Abhängigkeit der Richtung eines Stromflusses ebenso wie
die Rückstellfeder 17 eine Kraftwirkung zu entfalten, aufgrund welcher die zweite
Elektrode E2 in Richtung der Engstelle 10 strebt. Eine alternative Verwendung bzw.
Ansteuerung der zweiten Spule S
2 ermöglicht dabei eine Addition der elektromagnetischen Kräfte der ersten Spule S
1 und der zweiten Spule S
2 und somit einen großen Hub bei weitgehend linearer Kraftentfaltung und zusätzlich
eine Verwendung zweier voneinander unabhängig erzeugter Ströme. Ein weiterer Vorteil
der Verwendung einer zweiten Spule S
2 (zusätzlich zu oder anstelle der Rückstellfeder 17) besteht in ihrer zentrierenden
Wirkung auf einen magnetischen Kern M. Im dargestellten Beispiel werden die Ströme
i1, i2 von (nicht dargestellten) Steuereinheiten bereitgestellt. Beispielsweise könnte
ein Motorsteuergerät oder eine für die Zündung vorgesehene Steuereinheit auch zur
Erzeugung der beiden Spulenströme i1, i2 eingerichtet werden. Figur 5b zeigt die in
Figur 5a dargestellte Anordnung, nachdem die zweite Elektrode E2 sich in Richtung
des Pfeils P von der giebelförmigen Struktur der Endabschnitte der ersten Elektrode
E1 und der dritten Elektrode E3 entfernt hat. Durch die Entfernung der zweiten Elektrode
E2 von der ersten Elektrode E1 hat sich zwischen beiden ein erster Zündfunke F1 in
einem Bereich mit geringstem Abstand in Form einer Engstelle 10 mit einem ersten Zündfunkenfußpunkt
FF11 an der erste Elektrode E1 und mit einem zweiten Zündfunkenfußpunkt FF12 an der
zweiten Elektrode E2 ausgebildet. Dieser ist in einem Bereich der Engstelle 10 zwischen
der ersten Elektrode E1 und der zweiten Elektrode E2 angeordnet. Entsprechend hat
sich aufgrund der Entfernung der zweiten Elektrode E2 von der dritten Elektrode E3
ein zweiter Zündfunke F2 zwischen der zweiten Elektrode E2 und der dritten Elektrode
E3 in einem Bereich der Engstelle 10 mit einem dritten Zündfunkenfußpunkt FF22 an
der zweiten Elektrode E2 und mit einem vierten Zündfunkenfußpunkt FF21 an der dritten
Elektrode E3 ausgebildet. Die Anordnung ist erkennbar symmetrisch ausgestaltet.
[0031] Figur 5c zeigt die in Figur 5b dargestellte Anordnung, nachdem die zweite Elektrode
E2 weiter in Richtung des Pfeils P von den Endabschnitten der ersten Elektrode E1
und der dritten Elektrode E3 entfernt worden ist. Der erste Zündfunke F1 und der zweite
Zündfunke F2 sind dabei in Richtung des geringsten Abstandes zwischen der ersten Elektrode
E1 und der dritten Elektrode E3, also in Richtung der Pfeile P1 bzw. P2 gewandert.
Die Oberflächengeometrie der Elektroden E1, E2 und E3 ist dabei so ausgestaltet, dass
die Zündfunkenfußpunkte FF11-FF22 im Zuge der Bewegung der zweiten Elektrode E2 in
Richtung des Pfeils P gewandert sind. Wandern die an der zweiten Elektrode E2 angeordneten
Zündfunkenfußpunkte FF12, FF22 weiter in Richtung der Pfeile P1, P2 treffen sich die
Fußpunkte der Zündfunken F1, F2 an der Oberfläche der zweiten Elektrode E2, wodurch
die Funken F1, F2 fusionieren.
[0032] Figur 5d zeigt die Folge der Bewegung der zweiten Elektrode E2 in Richtung des Pfeils
P. Die an der zweiten Elektrode E2 angeordneten Zündfunkenfußpunkte FF12, FF22 haben
sich getroffen, im Ansprechen worauf der erste Zündfunke F1 und der zweite Zündfunke
F2 zu einem einzigen Zündfunken F fusioniert sind. Da der nun V-förmig verlaufende
Zündfunke F das Bestreben hat, sich dem Energieminimumprinzip entsprechend zu verkürzen,
stellt sich die in Figur 5e gezeigte Situation ein.
[0033] In Fig. 5e ist der Zündfunke ist mit seinen Fußpunkten an diejenigen Punkte der ersten
Elektrode E1 und der dritten Elektrode E3 gewandert, welche den geringsten Abstand
zueinander aufweisen. Erst diese Funkenstrecke erfüllt das Energieminimumprinzip für
den Zündfunken F. In der Zusammenschau der Figuren 5a bis 5e wird ersichtlich, welchen
Flächenbereich die Zündfunken F1, F2 bzw. der Zündfunke F aufgrund der Bewegung der
zweiten Elektrode E2 durchstrichen haben. Gegenüber einer ortsfesten Funkenstrecke,
wie sie der Stand der Technik lehrt, wird die Wahrscheinlichkeit für den bzw. die
Zündfunken, zündfähiges Gemisch zu entzünden, deutlich erhöht.
[0034] Figur 6 zeigt eine zur in Figur 5 dargestellten Elektrodenanordnung alternative Elektrodengeometrie.
Die im Brennraum II befindlichen Elektrodenabschnitte der Elektroden E1, E3 sind beispielsweise
zylinderförmig oder stabförmig ausgeführt, wobei deren Querschnitt kreisförmig, ellipsenförmig
oder rechteckförmig sein kann. Beide nähern sich an eine durch den Aktuator bzw. die
Bewegungsrichtung der zweiten Elektrode E2 gedachten Achse in Richtung des Brennraums
linear zueinander an. Die Funktionsweise der Anordnung ist identisch mit der in Verbindung
mit Figur 5 diskutierten.
[0035] Figur 7 zeigt eine alternative Anordnung und Ausgestaltung dreier Elektroden E1,
E2, E3. Eine erste Elektrode E1 und eine dritte Elektrode E3 sind wendelförmig entlang
einer konischen (oder "kegelförmigen") Hüllfläche angeordnet. Unterhalb beider Elektroden
E1, E3, ist eine zweite Elektrode E2 angeordnet, welche beide Elektroden E1, E3 in
der dargestellten Konstellation zunächst kontaktiert. Obwohl sie sich hinsichtlich
der Achse des Konus diametral einander gegenüberstehen, verjüngt sich der Abstand
zwischen der ersten Elektrode E1 und der dritten Elektrode E3 in Richtung der Spitze
S des Konus. Zu einem ersten Zeitpunkt t = t
0 werden (wie in Verbindung mit den Figuren 5a)-e) erläutert) zwei Abreißfunken jeweils
zwischen der ersten Elektrode E1 und der zweiten Elektrode E2 sowie zwischen der zweiten
Elektrode E2 und der dritten Elektrode E3 erzeugt und fusionieren anschließend durch
Entfernen der zweiten Elektrode E2 von der ersten Elektrode E1 und der dritten Elektrode
E3 am Boden des Konus. Dieser Vorgang ist in Verbindung mit den Figuren 5a)-5e) bereits
beschrieben worden. Nachdem der fusionierte Zündfunke F
t1 zwischen der ersten Elektrode E1 und der dritten Elektrode E3 hergestellt worden
ist, ist er bestrebt, die zu überbrückende Funkenstrecke zu verringern, um dem Energieminimumprinzip
zu genügen. Entsprechend wandert der Zündfunke F
t1 im Konus aufwärts in Richtung der Spitze S, wobei er eine Rotation um die Rotationssymmetrieachse
des Konus' vollzieht, wie es durch den Pfeil P3 angedeutet ist. Zu einem Zeitpunkt
t = t
2 hat sich der Zündfunke F
t1 die Elektrodenwendel weiter aufwärts "geschraubt", so dass er als Zündfunke F
t2 nunmehr eine geringere Länge als zuvor aufweist. Um dem Energieminimumprinzip zu
genügen, wandern die Zündfunkenfußpunkte FF1, FF2 die Elektroden E1, E3 weiter aufwärts,
bis sie zu einem späteren Zeitpunkt t= t
3 einen Zündfunken F
t3 ausbilden, der zwischen zwei Punkten minimalen Abstandes an einer Engstelle 10 zwischen
den Elektroden E1, E3 angekommen ist.
[0036] Figur 8 zeigt eine alternative Anordnung dreier Brennraumelektroden E1, E2, E3. Die
erste Elektrode E1 und die dritte Elektrode E3 sind im Wesentlichen symmetrisch zur
Symmetrieachse y sowie symmetrisch zur Bewegungsachse der zweiten Elektrode E2 angeordnet.
Dabei weisen die erste Elektrode E1 und die dritte Elektrode E3 zwei lokale Engstellen
10a, 10b auf, zwischen welchen beide Elektroden E1, E3 konkave Abschnitte besitzen.
Mit anderen Worten vergrößert sich der Abstand zwischen den Elektroden in einem Bereich
zwischen den lokalen Engstellen 10a, 10b höhlenförmig. Innerhalb der so gebildeten
Höhle ist eine bewegliche zweite Elektrode E2 in drei möglichen Position a), b), c)
dargestellt. Die zweite Elektrode E2 weist dabei einen im Wesentlichen kugelförmigen
Endabschnitt auf, der einen kleineren Radius hat, als die zwischen der ersten Elektrode
E1 und der dritten Elektrode E3 gebildete Höhle. Auf diese Weise ist es möglich, dass
die zweite Elektrode E2 in der Position a) eine jeweilige Kontaktstelle 11, 12 mit
der ersten Elektrode E1 und der dritten Elektrode E3 an ihrem äußersten Ende aufweist,
während sie (nach einer Bewegung in Richtung des Pfeils P) eine jeweilige Kontaktstelle
11, 12 in Richtung ihrer Aufhängung aufweist. In einer dargestellten Position b) befindet
sich die zweite Elektrode E2 zwischen den Positionen a) und b), in welcher sie unter
anderem mit denjenigen Stellen der konkaven Elektrodenoberflächen eine Engstelle aufweist,
welche einen maximalen Abstand von der Symmetrieachse y aufweisen. In der Position
a) kann ein jeweiliger Abreißfunke zwischen der ersten Elektrode E1 und der zweiten
Elektrode E2 bzw. zwischen der dritten Elektrode E3 und der zweiten Elektrode E2 erzeugt
werden. Wird nun die zweite Elektrode E2 aus der Position a) in die Position b) bewegt,
wandern die jeweiligen Engstellen zwischen der zweiten Elektrode E2 und den feststehenden
Elektroden E1, E3 entlang der kugelförmigen Oberfläche der zweiten Elektrode E2, sowie
entsprechenden Punkten auf den hohlkugelförmigen Oberflächen der ersten Elektrode
E1 bzw. der dritten Elektrode E3. Schließlich gelangt die zweite Elektrode E2 in ihre
Endposition c), in welcher sie erneut Kontakt mit den feststehenden Elektroden E1,
E3 hat. In dieser Position kann also ein weiterer Abreißfunke erzeugt werden, indem
die Bewegungsrichtung der zweiten Elektrode E2 umgekehrt wird, bis sie schließlich
in der Position a) erneut in Kontakt mit der ersten Elektrode E1 und der dritten Elektrode
E3 gelangt. Auf diese Weise kann sowohl eine Hinbewegung als auch eine Rückbewegung
der zweiten Elektrode (z.B. in zwei aufeinander folgenden Zündzyklen) erfindungsgemäß
ausgestaltet werden.
[0037] Es ist ein Kerngedanke der vorliegenden Erfindung, einen Zündfunken einer Zündeinheit
für eine Brennkraftmaschine durch eine bewegliche Anordnung zumindest einer Elektrode
in vordefinierter Weise ortsvariabel zu erzeugen. Dabei ist die Funkenstrecke zu einem
ersten Zeitpunkt gegenüber einem zweiten Zeitpunkt in vordefinierter Weise verschoben,
gedreht, geschwenkt oder anderweitig modifiziert, um zu unterschiedlichen Zeitpunkten
unterschiedliche Brennraumvolumina zu durchbrechen. Die Wahrscheinlichkeit, zündfähiges
Gemisch erfolgreich zu zünden, wird hierdurch erhöht, so dass magere Gemische bzw.
weniger homogene Gemische verwendet werden können. Zusätzlich kann Elektrodenerosion
vermieden werden, indem der Zündfunkenfußpunkt auf einer jeweiligen Elektrode mit
der Zeit auf der Oberfläche der Elektrode wandert.
[0038] Auch wenn die erfindungsgemäßen Aspekte und vorteilhaften Ausführungsformen anhand
der in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungsfiguren erläuterten Ausführungsbeispiele
im Detail beschrieben worden sind, sind für den Fachmann Modifikationen und Kombinationen
von Merkmalen der dargestellten Ausführungsbeispiele möglich, ohne den Bereich der
vorliegenden Erfindung zu verlassen, deren Schutzbereich durch die beigefügten Ansprüche
definiert ist.
1. Zündeinrichtung für einen Brennraum (II) einer Brennkraftmaschine umfassend
- eine erste Elektrode (E1),
- eine mittels eines Aktuators (S1, S2, M) bewegliche zweite Elektrode (E2)
- wobei die Zündeinrichtung eingerichtet ist, einen ersten Zündfunken (F1) zu erzeugen,
wenn ein Kontakt zwischen der ersten Elektrode (E1) und der zweiten Elektrode (E2)
unterbrochen wird, indem die zweite Elektrode (E2) von der ersten Elektrode (E1) entfernt
wird,
- eine dritte Elektrode (E3), die auf Abstand zur ersten Elektrode (E1) angeordnet
ist, wobei zusätzlich ein zweiter Zündfunken (F2) erzeugt wird, wenn die zweite Elektrode
(E2) von den beiden anderen Elektroden (E1, E3) weg bewegt wird,
- die drei Elektroden (E1, E2, E3) derart angeordnet sind, dass die bewegliche zweite
Elektrode (E2) vor ihrer Bewegung die erste Elektrode (E1) und die dritte Elektrode
(E3) jeweils an einer Kontaktstelle (11, 12) kontaktiert,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Elektrode (E1) und die dritte Elektrode (E3) eine gemeinsame Engstelle
(10) aufweisen, an welcher ihr kleinster Abstand voneinander vorgesehen ist, und dass
- die drei Elektroden (E1, E2, E3) derart ausgebildet sind, dass die beiden Zündfunken
(F1, F2) im Zuge der Bewegung der zweiten Elektrode (E2) ein zwischen den Elektroden
(E1, E2, E3) gebildetes Volumen in Richtung quer zur Längserstreckung der Zündfunken
durchlaufen,
- wobei die Zündfunken (F1, F2) oder ein aus dem ersten und zweiten Zündfunken fusionierter
gemeinsamer Zündfunke an ihren beiden Enden jeweils einen Funkenfußpunkt (FF11, FF12,
FF21, FF22, FF1, FF2) aufweisen, wobei sich die Funkenfußpunkte (FF11, FF12, FF21,
FF22) der beiden Zündfunken (F1, F2) im Zuge der Bewegung der zweiten Elektrode (E2)
oder sich die Funkenfußpunkte (FF1, FF2) des gemeinsamen Zündfunkens automatisch ohne
eine weitere Bewegung der zweiten Elektrode (E2) auf der Oberfläche der zugehörigen
Elektrode (E1, E3) zur Engstelle (10) hin bewegen.
2. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Elektrode (E2) von den Kontaktstellen (11, 12) aus gesehen mit einem Abschnitt
in Richtung der ersten Elektrode (E1) und der dritten Elektrode (E3) oder in Richtung
der Engstelle (10) vorsteht.
3. Zündeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündfunken (F1, F2) an ihren beiden Enden jeweils einen Funkenfußpunkt (FF11,
FF12, FF21, FF22) aufweisen, wobei sich die Funkenfußpunkte (FF11, FF12, FF21, FF22)
im Zuge der Bewegung der zweiten Elektrode (E2) auf der Oberfläche der zugehörigen
Elektrode (E1, E2) zur Engstelle (10) hin bewegen.
4. Zündeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (E1, E2, E3) eingerichtet sind, den ersten Zündfunken (F1) und den
zweiten Zündfunken (F2) im Zuge der Bewegung der zweiten Elektrode (E2) nahe der Engstelle
(10) fusionieren zu lassen.
5. Zündeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Elektrode (E1) mit einem Minuspol und die dritte Elektrode (E3) mit einer
elektrischen Masse oder einem korrespondierenden Pluspol einer Spannungsquelle (u1)
elektrisch verbunden ist, wobei zwischen dem Minuspol und der ersten Elektrode (E1)
eine Induktivität (L) vorgesehen ist, oder
- die erste Elektrode (E1) mit einem Pluspol und die dritte Elektrode (E3) mit einer
elektrischen Masse oder einem korrespondierenden Minuspol einer Spannungsquelle (u1)
elektrisch verbunden ist, wobei zwischen dem Pluspol und der ersten Elektrode (E1)
eine Induktivität (L) vorgesehen ist.
6. Zündeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Elektrode (E2) zylinderförmig oder stempelförmig ausbildet ist und/oder
eine plane, spitze, kegelförmige oder gewölbte Stirnfläche aufweist, die den beiden
anderen Elektroden (E1, E3) zugewandt ist,
und/oder
die erste Elektrode (E1) und die dritte Elektrode (E3) zylinderförmig, quaderförmig,
L-förmig oder bogenförmig ausgebildet sind.
7. Zündeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (M, S1, S2) zumindest eine elektrische Spule (S1, S2) umfasst, die mit
einem magnetischen Kern (M) zusammenwirkt, der mit der zweiten Elektrode (E2) mechanisch
verbunden ist, wobei der Aktuator (M, S1, S2) insbesondere auch eine Rückstellfeder
(17) umfasst, die einer durch die Spule (S1, S2) und den magnetischen Kern (M) erzeugten
Kraft entgegen wirkt.
8. Zündeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die dritte Elektrode (E1, E3) auf einer Mantelfläche eines virtuellen
Hohlkegels angeordnet sind, wobei die zweite Elektrode (E2) zumindest abschnittsweise
innerhalb des virtuellen Hohlkegels angeordnet ist.
9. Brennkraftmaschine mit zumindest einem Brennraum (II) und mit zumindest einer Zündeinrichtung
nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Elektroden (E1, E2, E3) der Zündeinrichtung innerhalb des Brennraums (II)
und der Aktuator (M, S1, S2) der Zündeinrichtung außerhalb (I) des Brennraums (II) angeordnet ist.
1. Ignition device for a combustion chamber (II) of an internal combustion engine comprising
- a first electrode (E1),
- a second electrode (E2), which is able to be moved by means of an actuator (S1, S2, M),
- wherein the ignition device is configured to generate a first ignition spark (F1)
when a contact between the first electrode (E1) and the second electrode (E2) is interrupted
by the second electrode (E2) being removed from the first electrode (E1),
- a third electrode (E3), which is arranged at a distance from the first electrode
(E1), wherein a second ignition spark (F2) is additionally generated when the second
electrode (E2) is moved away from the two other electrodes (E1, E3),
- the three electrodes (E1, E2, E3) are arranged in such a way that the movable second
electrode (E2) before its movement makes contact with the first electrode (E1) and
the third electrode (E3) in each case at a contact point (11, 12),
characterized in that
- the first electrode (E1) and the third electrode (E3) have a common narrow point
(10), at which their smallest distance from one another is provided, and in that
- the three electrodes (E1, E2, E3) are formed in such a way that the two ignition
sparks (F1, F2) in the course of the movement of the second electrode (E2) pass through
a volume, which is formed between the electrodes (E1, E2, E3), in a direction transverse
to the longitudinal extent of the ignition sparks,
- wherein the ignition sparks (F1, F2) or a common ignition spark fused from the first
and second ignition sparks have at their two ends a respective spark root (FF11, FF12,
FF21, FF22, FF1, FF2), wherein the spark roots (FF11, FF12, FF21, FF22) of the two
ignition sparks (F1, F2) move, in the course of the movement of the second electrode
(E2), or the spark roots (FF1, FF2) of the common ignition spark move, automatically
without further movement of the second electrode (E2), on the surface of the associated
electrode (E1, E3) towards the narrow point (10).
2. Ignition device according to Claim 1, characterized in that the second electrode (E2), as viewed from the contact points (11, 12), protrudes
with one section in the direction of the first electrode (E1) and the third electrode
(E3) or in the direction of the narrow point (10) .
3. Ignition device according to either of the preceding claims, characterized in that the ignition sparks (F1, F2) have at their two ends a respective spark root (FF11,
FF12, FF21, FF22), wherein the spark roots (FF11, FF12, FF21, FF22) move, in the course
of the movement of the second electrode (E2), on the surface of the associated electrode
(E1, E2) towards the narrow point (10).
4. Ignition device according to one of the preceding claims, characterized in that the electrodes (E1, E2, E3) are configured to allow the first ignition spark (F1)
and the second ignition spark (F2) in the course of the movement of the second electrode
(E2) to fuse close to the narrow point (10).
5. Ignition device according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the first electrode (E1) is electrically connected to a negative pole and the third
electrode (E3) is electrically connected to an electrical earth or to a corresponding
positive pole of a voltage source (u1), wherein an inductance (L) is provided between
the negative pole and the first electrode (E1), or
- the first electrode (E1) is electrically connected to a positive pole and the third
electrode (E3) is electrically connected to an electrical earth or to a corresponding
negative pole of a voltage source (u1), wherein an inductance (L) is provided between
the positive pole and the first electrode (E1).
6. Ignition device according to one of the preceding claims, characterized in that
the second electrode (E2) is cylindrical or die-shaped and/or has a planar, pointed,
conical or curved end face, which faces the other two electrodes (E1, E3), and/or
the first electrode (E1) and the third electrode (E3) are cylindrical, rectangular,
L-shaped or curved.
7. Ignition device according to one of the preceding claims, characterized in that the actuator (M, S1, S2) comprises at least one electrical coil (S1, S2), which interacts
with a magnetic core (M), which is mechanically connected to the second electrode
(E2), wherein the actuator (M, S1, S2) also comprises in particular a return spring
(17), which counteracts a force generated by the coil (S1, S2) and the magnetic core
(M).
8. Ignition device according to one of the preceding claims, characterized in that the first and the third electrode (E1, E3) are arranged on a lateral surface of a
virtual hollow cone, wherein the second electrode (E2) is arranged at least in sections
within the virtual hollow cone.
9. Internal combustion engine comprising at least one combustion chamber (II) and comprising
at least one ignition device according to one of the preceding claims, characterized in that the three electrodes (E1, E2, E3) of the ignition device are arranged within the
combustion chamber (II) and the actuator (M, S1, S2) of the ignition device is arranged outside (I) of the combustion chamber (II) .
1. Dispositif d'allumage pour une chambre de combustion (II) d'un moteur à combustion
interne, comprenant
- une première électrode (E1),
- une deuxième électrode (E2) pouvant être déplacée à l'aide d'un actionneur (S1, S2, M),
- le dispositif d'allumage étant conçu pour générer une première étincelle d'allumage
(F1) lorsqu'un contact entre la première électrode (E1) et la deuxième électrode (E2)
est interrompu, par le fait que la deuxième électrode (E2) est éloignée de la première
électrode (E1),
- une troisième électrode (E3), qui est disposée à un certain écart de la première
électrode (E1), une deuxième étincelle d'allumage (F2) étant en outre générée lorsque
la deuxième électrode (E2) est déplacée à l'écart des deux autres électrodes (E1,
E3),
- les trois électrodes (E1, E2, E3) étant disposées de telle sorte que la deuxième
électrode (E2) mobile, avant son mouvement, entre en contact avec la première électrode
(E1) et la troisième électrode (E3) respectivement à un point de contact (11, 12)
caractérisé en ce que
- la première électrode (E1) et la troisième électrode (E3) possèdent un point de
rétrécissement (10) commun au niveau duquel est prévu le plus petit écart entre elles,
et en ce que
- les trois électrodes (E1, E2, E3) sont configurées de telle sorte que les deux étincelles
d'allumage (F1, F2), dans le cadre du mouvement de la deuxième électrode (E2), traversent
un volume formé entre les électrodes (E1, E2, E3) dans la direction transversale par
rapport à la projection longitudinale des étincelles d'allumage,
- les étincelles d'allumage (F1, F2) ou une étincelle d'allumage commune issue de
la fusion de la première et de la deuxième étincelle d'allumage possédant à leurs
deux extrémités respectivement un pied d'étincelle (FF11, FF12, FF21, FF22, FF1, FF2),
les pieds d'étincelle (FF11, FF12, FF21, FF22) des deux étincelles d'allumage (F1,
F2) dans le cadre du mouvement de la deuxième électrode (E2) ou les pieds d'étincelle
(FF1, FF2) de l'étincelle d'allumage commune se déplaçant automatiquement sans mouvement
supplémentaire de la deuxième électrode (E2), sur la surface de l'électrode (E1, E3)
correspondante en direction du point de rétrécissement (10).
2. Dispositif d'allumage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième électrode (E2), vue depuis les points de contact (11, 12), fait saillie
avec une portion en direction de la première électrode (E1) et de la troisième électrode
(E3) ou en direction du point de rétrécissement (10).
3. Dispositif d'allumage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les étincelles d'allumage (F1, F2) possèdent à leurs deux extrémités respectivement
un pied d'étincelle (FF11, FF12, FF21, FF22), les pieds d'étincelle (FF11, FF12, FF21,
FF22) se déplaçant sur la surface de l'électrode (E1, E2) correspondante en direction
du point de rétrécissement (10) dans le cadre du mouvement de la deuxième électrode
(E2).
4. Dispositif d'allumage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les électrodes (E1, E2, E3) sont conçues pour laisser fusionner la première étincelle
d'allumage (F1) et la deuxième étincelle d'allumage (F2) à proximité du point de rétrécissement
(10) dans le cadre du mouvement de la deuxième électrode (E2).
5. Dispositif d'allumage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- la première électrode (E1) est reliée électriquement à un pôle négatif et la troisième
électrode (E3) à une masse électrique ou à un pôle positif correspondant d'une source
de tension (u1), une inductance (L) se trouvant entre le pôle négatif et la première
électrode (E1), ou
- la première électrode (E1) est reliée électriquement à un pôle positif et la troisième
électrode (E3) à une masse électrique ou à un pôle négatif correspondant d'une source
de tension (u1), une inductance (L) se trouvant entre le pôle positif et la première
électrode (E1).
6. Dispositif d'allumage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième électrode (E2) est réalisée en forme de cylindre ou en forme de poinçon
et/ou possède une surface frontale plane, pointue, conique ou bombée qui fait face
aux deux autres électrodes (E1, E3), et/ou la première électrode (E1) et la troisième
électrode (E3) sont de configuration cylindrique, carrée, en forme de L ou courbe.
7. Dispositif d'allumage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'actionneur (M, S1, S2) comporte au moins une bobine électrique (S1, S2) qui coopère
avec un noyau magnétique (M), lequel est relié mécaniquement à la deuxième électrode
(E2), l'actionneur (M, S1, S2) comportant notamment aussi un ressort de rappel (17)
qui agit contre la force générée par la bobine (S1, S2) et le noyau magnétique (M).
8. Dispositif d'allumage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première et la troisième électrode (E1, E3) sont disposées sur une enveloppe d'un
cône creux virtuel, la deuxième électrode (E2) étant, au moins par certaines portions,
disposée à l'intérieur du cône creux virtuel.
9. Moteur à combustion interne comprenant au moins une chambre de combustion (II) et
comprenant au moins un dispositif d'allumage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les trois électrodes (E1, E2, E3) du dispositif d'allumage sont disposées à l'intérieur
de la chambre de combustion (II) et l'actionneur (M, S1, S2) du dispositif d'allumage est disposé à l'extérieur (I) de la chambre de combustion
(II) .